Farang-Chef Mathias Heinrich



Liebe Freunde des FARANG,

08-2013

immer, wenn alle nerven, kommt doch irgendwo ein Lichtlein her. Diesmal von Heiko Krause aus Bernau (Rosenheim). Der langjährige FARANG-Leser hat mir gerade geschrieben und sich mächtig bedankt für die tolle Zeitschrift. Meine ganze Mannschaft und auch ich würden einen Super-Job machen. Kritiker und Neider gäbe es immer, könnten wir alle vergessen. Er jedenfalls habe viel aus dem FARANG gelernt. Na, da bedanke ich mich doch glatt bei Dir, lieber Heiko.

Soweit die Vorrede. Ich würde ja gerne was anderes schreiben, aber die nicht enden wollende Kritik an unserer Arbeit beschäftigt mich einfach viel zu viel. Wenn dieses Heft keiner mehr haben will, dann lassen wir es eben. Was nützt aber die schönste und artigste und kulturvollste "Schau-Thai", wenn es dieses Thai-Magazin ja gar nicht mehr gibt, Frau Sirilak Schmidt! Oder die durchaus fleissigen Foto-Sammlungen "Thai Magazin" und "Thiniwanni" von Frau Oh und Wichian. Reicht doch nicht aus, um eine richtige Zeitung zu sein: Mit Öffentlichkeit, Kritik, Leser-Stamm, Abonnenten, guten Infos und Kommentaren, Reiseberichten etc. Zudem bezweifle ich eine anständige Auflagenhöhe. Damit Ihr mal wisst.

Ich denke wieder einmal laut: Wir haben wirklich gute Autoren gewonnen. Ich nenne hier einige (das engste Macher-Team ausgenommen): Carsten Nass, Volker Wangemann, Ulrich Nuoffer, Anno B., Wolfgang Payer, Micha Weber, Franky Kuchenbecker, Aj Werner, RA Bümlein, Bernd Kamjunke und nun noch Mario Mensing und noch weitere. Ich habe ganz bestimmt mindestens einen vergessen. Da ist eine Fachkompetenz zusammengetragen worden, die sich nicht zu verstecken braucht. Will sagen, warum immer diese blöde Kritik am FARANG, er wäre ein Käseblatt, oder noch viel Schlimmeres, eine Erotik-Postille usw. Für Ban Ying (Frauen-Hilfs- und Beratungsverein) stehen wir immer schon auf der Täter-Seite. Mein Angebot, sie können frei bei uns veröffentlichen, haben sie nie angenommen. Oder aus Botschafts-Kreisen: Wir würden Frauen aus dem Milieu eine Öffentlichkeit bieten oder ähnlich. Da platzt mir doch der Kragen. Es sind doch Eure Frauen, Eure Thailänderinnen, nicht meine! Keiner kümmert sich um deren Sorgen. Ich gebe ihnen im FARANG ein menschliches Antlitz, eine gewisse Würde und zeige ihre Kultur! Mein Gott nochmal. Euer Mathias Heinrich

07-2013

Liebe Freunde,
ich hatte mir mal eine schöpferische Pause gegönnt. Mir war einfach die Puste ausgegangen. Das kommt daher, weil viele Ämter, Gerichte und Leute auf einen eindreschen und sich dann wundern, wenn der Patient alle alle ist. Wo nix ist, kann man eben auch nix holen. So einfach ist das. Nur eben die Nerven bleiben auf der Strecke. Es fehlt einfach mal die Leichtigkeit des Seins und die Lockerheit beim Schreiben. Der aufmerksame Leser merkt das aber.

Jetzt meinte René von Wan von der Phakawan-Thaimassage, ich solle mich mal wieder am Riemen reissen. Der Rum-Treiber und die Kolumne des Herausgebers gehören zum FARANG dazu. Danke Anke! Signal verstanden. Jetzt kommen wir langsam wieder in Tritt. Denn Folgendes ist auch noch passiert:

Mit gesagtem René und Andreas vom Puer Thai Verein haben sich zwei Getreue gefunden, die quasi als Verlagsbeirat für den FARANG agieren und helfen, die Steuer-Papiere und fiskalischen Vorgänge wieder auf die Reihe zu bekommen. Es sah ja die letzten Monate wirklich nicht gut aus mit der Penunse. Ich war kurz vor dem Aufgeben.

Und noch etwas ist passiert. Mit dem Autoren Mario Mensing aus Lübeck haben wir einen neuen potenten Mitstreiter gefunden. Nicht nur, dass er in dieser und in der letzten Ausgabe beachtliche Beiträge zum Thema ThaiMassage geschrieben hat. Auch sein vielversprechender Kontakt zur Thai Spa Vereinigung wird die Verbreitung des Magazins deutschlandweit voranbringen. Und bestimmt auch neue Anzeigenkunden bringen. Waren wir vom Finanzamt gezwungen worden die Auflage um 300 Exemplare senken (Nachweis Kosteneinsparungen), so müssen wir die Auflage wieder hochfahren. Ganze 600 Exemplare gehen jetzt in einem Schub nach Westdeutschland!

Wie mir die Urlaubsheimkehrer Bernd von Sa und Thomas von Dao berichteten, hatte JPR (FARANG-Chef vor mir) in Pattaya einen schweren Moped-Unfall. Ein Bein und das Schulterblatt sind gebrochen. Es kann nun sein, dass JPR jetzt Hilfe auch im finanziellen Bereich gebrauchen kann. Als ein Farang hat man bei Unfällen ja eigentlich immer die schlechteste Karte. Ich sage mal: Wenn sich Olli aus dem Thaipark oder Axel Jagemann zu einer Spenden-Aktion aufraffen, bin ich voll dabei und mache es im Blatt öffentlich. Euer Mathias Heinrich

11-2012

Liebe Freunde,
wegen der vielen toten Freunde (Jonny - und mehrere Thaifrauen auch), die wir in den letzten Wochen in unserer Berliner Thai-Szene verloren haben - lass ich den lustigen Teil dieser Doppel-Seite einmal aus - also den Rum-Treiber. Mir ist auch nicht nach rumtreiben und lustig sein. Ganz im Gegenteil. Unseren beiden Mitarbeitern Peter Phetkhieo und Volker Wangemann war es denn ein inneres Bedürfnis und eine Herzensangelegenheit, sich zu der so sinnlosen und brutalen Mordtat auf dem Alexanderplatz zu äussern. Auch Reinald Vogt nahm sich mit mir die Zeit, mit seiner Kamera die vielen Menschen an der mit Blumen und Kerzen geschmückten Stelle zu beobachten, wo Jonny tötlich angegriffen wurde. Und jeder zweite Berliner oder Tourist blieb tatsächlich stehen und verweilte in spontaner Andacht. Die Anteilnahme an Jonnys Schicksal war und ist sehr hoch.

Unsere Gedanken sind bei der trauernden Familie. Wir haben auch den Gedanken eines Lesers aufgegriffen und wollen die Kontonummer des Vaters von Jonny veröffentlichen, weil viele Thailand-Freunde, auch in entsprechenden Internet-Foren, etwas Geld spenden und so konkret helfen wollen.

Ich hoffe sehr, dass die brutalen Schläger schnell gefunden und vor Gericht gestellt werden. Sieben gegen einen - das ist doch eine wirklich feige Bande! Und jetzt will es keiner gewesen sein. Der eine schiebt es auf den anderen! Man, sind die ohne Achtung und ohne Respekt, ohne Verantwortung.

Mir fällt dabei der Titel des Buches vom Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky ein: "Neukölln ist überall". Thema ist das Scheitern der Integration und die Gründe dafür. Der wackere Rufer in der Wüste hat jahrelang schon darauf aufmerksam gemacht, dass in dem Berliner Problembezirk vieles im Argen ist. Vor allem, dass die vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund keine Perspektive haben. Kein Deutsch können, keine Lehre abschliessen, keinen Beruf haben und dann auf der Strasse rumlümmeln. Dann wollen sie auch solch schickes Zeugs haben, wie die anderen und fangen an zu klauen, abzuziehen und sich in Banden oder Gangs zusammenzurotten. Es fängt in der Kita an und führt über die Schule direkt zu Hartz 4.

Ich habe es stark vereinfacht, aber im Prinzip ist es so. Und es ist zum Teil hausgemacht. Euer Mathias Heinrich

10-2012

Liebe Freunde,
nur mal lautes Nachdenken: Neulich plauderte ich mit einer befreundeten Thai ganz locker über Thaksin (Ex-Präsi im Exil). Eine andere Thaifrau saß daneben und war mir eigentlich wohlgesonnen. Als ich so munter sprudelte: Ja, der Thaksin, bei allen Verdiensten, hat ja drei Fehler gemacht: Erstens sein strategisch wichtiges Telekom-Unternehmen an den Nachbarn verkauft, zweitens die Steuern dafür nicht bezahlt und drittens ist er trotz 2 Jahre Gerichtsstrafe nicht wieder ins Land eingereist (längst wäre er ja wieder im Amt, und die Haft sehe ich auch nicht). Na ja, da ging die mir eigentlich wohlgesonnene Thaifrau fast wortlos aus dem Raum. Meine Bekannte sagte: sie ist Thaksin-Fan. O je, wieder ein Fettnäpfchen gefunden. Was solls, wir hätten ja auch miteinander reden können, oder gar streiten. Vielleicht irre ich mich ja gewaltig. Aber dem war nicht so. Was ich meine, ich glaube, eine politische Streitkultur gibt es nicht in Thailand. Dabei gibt es Probleme zu Hauff – wie bei uns natürlich auch.

Aus der Ferne betrachtet scheint sich nur die Bangkok Post zu trauen, kritische Berichte beispielsweise über die Ausartungen der Jugendkultur, oder über sexuelle Übergriffe in der Familie oder andere Tabu-Themen anzufassen. Immerhin ein Anfang. Ich weiss nicht woran es liegt, dass die mir bekannten Thais nur wenig Bereitschaft zeigen, Probleme zu diskutieren oder eine klare Meinung zu einem bestimmten Vorgang zu äussern, also sich festzulegen. Ist es Harmoniebedürfnis, Sorglosigkeit oder vielleicht ein wenig Feigheit? Oder muss man das Einnehmen von Positionen erst lernen? Also, die thailändische Gesellschaft meine ich. Als gelernter Ossi habe ich es als eine Befreiung erfahren, nach der Wende die eigene Meinung finden, sie laut zu äussern und dafür ohne Angst zu streiten.

Es kann doch nicht sein, dass in Thailand politisch unbequeme Leute häufig nur mit jenem Gesetz abgeurteilt werden, das allein die Majestätsbeleidigung betrifft. Es kann auch nicht sein, dass, wenn über den König, oder über den Prinzen gesprochen wird, die Stimmen ganz leise werden, als wenn man Angst hätte, jemand höre mit. Kinder, wir leben in der Neuzeit von Apple I-Phone und Klimawandel. Jetzt hörts aber auf! Wird sowieso alles überschwemmt, wenn wir nicht bald alle miteinander reden - und zwar Klartext. Euer Mathias Heinrich

08-2012

Liebe Freunde,
ich weiss nicht was in Google gefahren ist. Google, also die online Suchmaschine, ist ja viel mehr als ein normaler Internet-Dienstleister unter vielen. Mit ihren vielen Anwendungen wie Google-Maps, Street-View und Google+ usw. und ihren gewaltigen weiteren Vorhaben wie den Scan aller bisher erschienen Bücher der Menschheit mausert sich quasi zu einer kybernetischen Weltregierung, will mir in letzter Zeit scheinen. So in etwa wie vor Jahrzehnten es schon in vielen Science Fiction Romanen vorausgesagt wurde. Da war noch nicht von einem Internet die Rede, aber von der potentiell bedrohlichen Macht der Technik.

Ich kann mich ja auch irren. Aber, mir hat es nicht gefallen, als diese komischen Google-Autos mit dem hohen Dachgestänge mit Kamera langsam durch alle Strassen fuhren und ohne zu fragen detaillierte Video-Aufnahmen machten, um sie dann online zu stellen. Sicher, kann man danach Einspruch erheben und was unkenntlich machen lassen usw. Aber man wird so gezwungen, tätig zu werden. Und auch noch dazu: man muss es ja erst angesehen haben. Diese Kamera-Wagen lösten bei mir ein Gefühl der Unbehagens aus. Sie erinnerten mich irgendwie auch an die alten Funkantennen-Wagen der Nazis, die Widerstands-Sender aufspüren sollten. Ich kann mich ja irren.

Aber wir müssen einmal darüber reden. Was war passiert? Google hat die online Präsentation unseres FARANG-Magazins www.farang.de aus seinem Werbeprogramm Adsense (half beim Schultern der Druckkosten) geschmissen. Nur mit allgemeinen Hinweisen auf Verstösse gegen die Nutzungsbestimmungen in Richtung sexueller Darstellungen, jugendgefährdenden Inhalten, Fetischismus etc. Nun gut, wenn es stimmt, kann man diese Inhalte ja schnell löschen. Nur welche denn? Das soll man selber herausfinden. Die Mails von Google kann man aber nicht beantworten. Die Reply-Funktion ist ausgeschaltet. Und eine E-Mail-Adresse gibt es schon gar nicht. Keinen Bereich Kontaktaufnahme, nichts für Fragen und Support. Nichts von all dem Nützlichen, wie vielleicht eine kostenfreie Hotline. Man, sind die aber arrogant, dachte ich mir. Und dabei solch ein grosses Unternehmen. Sind einfach nicht zu sprechen. Irgendwie riecht das alles nach Tom Cruise, dachte ich mir. Dann lieber die Graswurzler Wikipedia und Linux. Euer Mathias Heinrich

06-2012

Liebe Freunde,
Facebook ist ja was Feines... Na ja, auf jeden Fall für seinen Erfinder. Nehmen wir mal nur die Vorteile. Man ist mitten drin in der Scene - in diesem Fall Thai-Szene online. Man weiss bescheid, was die anderen Mädels alles so treiben. Und man kann immer schicke Fotos anschauen von schönen Menschen, die oft ziemlich weit ins Private gehen. Fragt Dich einer, kennst Du den oder den - dann kannst Du antworten: schau einfach bei mir auf Facebook, da ist er und heisst soundso. Oder wegen der Telefonnummer, oder wie er aussieht, wohnt, mit wem aktuell gerade befreundet etc. Aber Spass beiseite. Die meisten meiner fast 200 "Freunde" - so heissen einfach mal alle Kontakte bei Facebook - nutzen dieses soziale Netzwerk um heftigst und täglich miteinander zu kommunizieren, sich auszutauschen, viele Fotos und Videos zu "posten" (also beamen, schicken, übermitteln). Das ist ihnen sehr wichtig, dass die anderen immer sehen, was los ist. Ich denke, ein Teil des neuen Lebensgefühls der Generation I-Phone. Eben so wie die ewig knipsenden Japaner, die nur dann dort waren, wenn sie es mit einem Foto belegen können. Das Foto von dort ist denen offensichtlich wichtiger als selber dort zu sein.

Meine 200 "Freunde" sind ja nicht alles meine Freunde. Es sind zunächst nur Menschen, die ich kenne und die dies online bestätigt haben. Aber Facebook macht sie mir nichts dir nichts zu meinen Freunden. Ist ja nicht richtig schlimm. Kann auch an der Übersetzung aus dem Amerikanischen liegen, denn auch andere Begriffe bei Facebook hegen den Verdacht, dass garantiert kein Deutscher draufgeschaut hat.

Nicht so schön bei Facebook ist, dass es einen großen Unterschied gibt, ob man sich als Privatperson oder als Gewerbe eingetragen hat. Der gewerbliche Account ist wesentlich schlechter gestellt. Denn viele nützliche Funktionen stehen dem Gewerblichen gar nicht zur Verfügung. Da gib es einen Trick, sagte Zimmy: Vorname Magazin, Nachname Farang, könnte klappen.

Ansonsten alles schick. Man darf nur nicht diese virtuelle Welt mit der eigentlichen Welt verwechseln. Denn auch Facebook hat - wie Internet überhaupt - einen gehörigen Suchtfaktor. Für Schwache und Ausgegrenzte beispielsweise und für Leute, die im wirklichen Leben gar keine richtigen Kumpels und Freunde haben (jawohl, Herr Oberlehrer!). Euer Mathias Heinrich

04-2012

Liebe Freunde,
immer mal werde ich gefragt, wie das mit dem Gerichtsverfahren ausgegangen ist. Die Hilfe war ja enorm seitens der Freunde und Leserschaft. Also, inzwischen habe ich die Gerichtskosten bezahlt. Ist ja ein Muss. Die Gegenseite musste dies auch tun,obwohl sie sich die ganze Abzocke einfacher vorgestellt hatte. Denn sie hatte nur teilweise Erfolg mit der Klage auf Verletzung des Copyrights. Also, eine grössere Summe, die sich zusammensetzt aus einer Strafe und den unglaublich hohen Zinsen über Basiszins sowieso. Das muss noch gezahlt werden an die Kläger. Irgendwann... Ich lass sie erst einmal kommen. Wollte es den Internet-Abzockern so schwer wie möglich machen. Zu holen ist ja ausser viel Papier sowieso nix. Pech gehabt.

Nun ist es aber nicht so, dass ich mir mit den Spendengeldern einen Bunten mache. Ich stecke alles in den FARANG, einschliesslich der Gaben an die nette Vollstreckungsbeamtin Müller vom Finanzamt Friedrichshain/Kreuzberg, die mich alle 2 Wochen treu und brav besucht und die leider nicht abgeführte Mehrwertsteuer rückwirkend persönlich abholt. Ratenzahlung also, um Schlimmeres zu vermeiden. Wie Thomas von DAOs Thairestaurant auf der Kantstrasse schon richtig zu mir sagte: Du bist eben kein Kaufmann und kein Buchhalter. Stimmt, aber dafür kann ich aber solch eine einmalige Zeitschrift wie diese machen.

So, und jetzt werden wir also doch noch solide. Nach 15 Jahren hat es die Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt/Leipzig tatsächlich geschafft, von unserer Existenz Kenntnis zu nehmen. Gut und auch nicht gut. Diese zentrale Einrichtung sammelt alles deutsche Schriftgut, was gedruckt wird. Macht ja durchaus Sinn, damit alles mal an einer Stelle ist, bzw. an zwei Stellen. Darf nur nichts abbrennen oder wie in Köln der Erdrutsch. Dann ist alles schriftliche Kulturgut futsch (pst, nicht den Taliban sagen!). Jetzt musste ich in zig Kartons sämtliche bisher erschienenen FARANG-Ausgaben aus 15 Jahren in zweifacher Ausführung nach Leipzig schicken. Oje, das war eine Arbeit, und das kostete auch etwas Porto. Kann aber sein, dass dann, wenn die Exemplare ausgewertet und bibliografisch und so erfasst sind, wieder andere Dinge passieren und völlig neue Leute das Blatt haben wollen oder Kontakt suchen oder Anzeigen schalten oder... Euer Mathias Heinrich

03-2012

Liebe Freunde,
das ist ja eine muntere Diskussion in unserem Blatt geworden. Prima. Das hatten wir ja lange nicht mehr. Mann und Frau, Farang und Thai, eine unendliche Geschichte mit vielen Irrungen und Missverständnissen - aber schön. Gehört ja zum Wesen eines Farangs und zum Wesen unseres Blattes. Ich lass es auch laufen, selbst wenn manche Meinungen sicher am Rande des Legalen sind, Blödsinn sind oder einfach nur die Meinung eines einzelnen sind, die er ganz alleine auf dieser Welt hat. Also von solchen Menschen, über die der alte Lung Helmut einmal sagte, den kann nur seine eigene Mutter lieben. Solche Diskussionen über das Zusammenleben von Farangs mit Thaifrauen sind ja das Salz in der Suppe. Auch in den online Netzwerken finden sie seit vielen Jahren laufend statt. Nur sind sie da etwas flüchtig, eben Internet. Bei uns sind sie gedruckt und noch nach Jahren vorhanden.

Ein anderes: Ich hatte ja schon vor Monaten zu eine Spendenaktion für den FARANG aufgerufen, weil die grosse AFP Presse-Agentur mich wegen der Übernahme von 10 kleinen Meldungen auf Copyright-Verstoss verklagt hatte. Also nicht von AFP, sondern von einer auf Internet spezialisierte Abzocker Kanzlei aus Hamburg. Ich bin auch inzwischen zu einer noch auszurechnenden Geldstrafe verurteilt worden. Nun streiten sich aber die Ankläger und das Gericht über den Streitwert des Verfahrens. Schleppt sich also noch dahin. Das Gericht sagt 2050,- Euro, die Kläger wollen nur 1.650,- Euro sehen. Das Gericht hatte deren Antrag aber abgewiesen. Was Wunder: Warum sind die Ankläger unter der festgesetzten Summe geblieben? Antwort: Ich denke, weil sie einen Teil der Anklage abgewiesen bekommen haben und nun einen Teil der kommenden Gerichtskosten tragen müssen. Dagegen wehren sie sich nun. Ich schaue als sozusagen lachende Dritter zu und warte wie es ausgeht. Sicher muss ich irgendwann zahlen, aber ich warte geduldig. Bin zwar kein Buddhist, tue aber so.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich nochmals bei den vielen Lesern und Freunden des FARANG bedanken. Es war wirklich überraschend, wie viele Menschen spontan solidarisch waren und mit bares Geld in die Hand gedrückt hatten oder unbekannterweise überwiesen haben. Nicht alle hatte ich namentlich beim Bedanken bisher aufgeführt. Ihnen sei dennoch gedankt. Wie gesagt, die Beträge reichten von 5 oder 10 Euro bis sogar 500 Euro (Klaus Heller von Heller Verlag, Ruffert Verleger übrigens). Und einen lieben Menschen habe ich tatsächlich in dem ganzen Trouble vergessen dankenderweise zu erwähnen. Obwohl er mir wirklich sehr cool und sogar charmant im Bai Tong 100,- Euro in die Hand gedrückt hat. Der Burkhard aus Berlin, zufälligerweise bei einer Bank arbeitend, ist ein netter und ein guter Farang. Burkhard, ich entschuldige mich jetzt öffentlich!

Ich habe einfach zu viel um die Ohren. Mir wurde irgendwann einmal klar, dass man eine Zeitung/Magazin nicht alleine machen kann. Das geht einfach nicht. Zeitung machen ist ein kollektiver Prozess. Es geht um viele Meinungen, Positionierungen, um absolutes Wissen aus den verschiedensten Bereichen, um Anzeigen-Kunden betreuen, um viel Geld reinholen (Drucken auf Papier ist in Deutschland immer noch sehr teurer!) und dann noch die ganze technische und drucktechnische Schiene. Internet, Facebook usw. Es ist einfach unglaublich. Und dann, wenn Du denkst, etwas Luft zu haben, dann kommt das Finanzamt und nimmt dir alles wieder weg, um die Kohle nach Afghanistan zu schicken oder dem endlich feige über den Hinterausgang abgefahrenen Ex-Bundespräsi als Ehrensold nachzuschmeissen. Das macht langsam aber sicher mürbe.

Weiter: Die website des FARANG auf www.farang.de ist nicht die Krone des Web-Designs. Sie enthält dennoch viele gute Informationen in Wort und Bild über Thailand. Auch die jeweils drei Werbe-Banner pro 1 HTML-Seite von Google Adsense helfen die Duckkosten zu begleichen. Pro Tag besuchen etwa 500 bis 600 User unsere Startseite. Ist ja nicht ganz wenig. Der Umbau der Website wird lange dauern und fortlaufend geschehen. Es geht dabei nicht um Schönheit im Design, sondern um einfaches Handling, um reine Info und dass man von Google gut gefunden wird.

Der Rum-Treiber wird leider etwas abnehmen. Das liegt u.a. daran, dass ich mich weniger rumtreibe. Und auch daran, dass die Berliner Thai-Szene tatsächlich kleiner geworden ist bzw. anders strukturiert ist. Der grosse Jimmy trinkt ja auch nicht mehr. Ist ordentlicher Taxifahrer geworden und laufend mit Werbe Spots im TV zu sehen usw. Hinzu kommt, dass mein Angebot, diese besondere Rubrik als offen für alle Farangs zu begreifen, leider nicht angenommen wurde. Jeder ist doch ein Rum-Treiber und kann völlig salopp seine Erlebnisse in der Berliner Thai-Szene hier dokumentieren. Kam leider keine Resonanz. Bin ja nicht sauer, stirbt aber trotzdem nicht. Also hopp, Mario und René! Euer Mathias Heinrich

02-2012

Liebe Freunde,
gern und oft nehme ich die spannenden Meldungen über Sex and Crime in Thailand ins Blatt auf. Gebe ich ja zu. Morde, Rotlicht und Drogen etc. Das hat so etwas Verruchtes, so wie im spannenden Krimi. Doch neulich fragte mich der Bernd, ob ich denn dort gerne hinfahren und Urlaub machen würde, wo an jeder Ecke einer erschlagen wird? Na ja, da hat er schon recht. Die Vielzahl solcher Meldungen ergibt einfach ein falsches Bild von Thailand und von Pattaya insbesondere. Dass die Medien, auch die deutschsprachigen, in Thailand selber solche blutige Berichterstattung praktizieren, macht die Sache ja nicht besser. Dabei kann ich mich noch gut daran erinnern, dass ich Winny seinerzeit oft gesagt hatte, bitte nicht immer die Bungee-Springer-Meldungen (Selbstmörder) sondern auch mal normale lokale Nachrichten wie: da hat eine Tauchschule eröffnet, ein neues Hotel oder ein gutes Restaurant, also über alles, was in der Stadt so passiert.

Anderes Beispiel: Die - in diesem Falle weltweite - Berichterstattung über das sicher schlimme Hochwasser hat offensichtlich das Gesamtbild von einem an sich herrlichen Urlaubsland Thailand verzerrt. In vielen Landesteilen, wo gut und gerne geurlaubt werden könnte, war ja gar kein Hochwasser. Und trotzdem sind die Touristen-Zahlen überall zurückgegangen. Das führte sogar dazu, dass sich das Thailändische Fremdenverkehrsamt TAT lautstark zu Wort meldete. TAT bat die für Medien Verantwortlichen darum, die Relationen (hier Hochwasser, da keines) richtig zu stellen und Einfluss zu nehmen, damit das Katastrophen-Szenario klar lokal eingegrenzt bleibt.

Und noch eines: Die Fotos, die während einer Katastrophe entstehen, sind meist sehr beeindruckend. So wie jetzt bei den Fluten, aber auch vor Jahren, als die Rothemden in Bangkok im Strassenkampf standen. Das waren Fotos mit enormer Aussage, Dynamik, Kraft und sogar Ästhetik. Der Grafiker in mir sagte, oh, das sieht ja toll aus, bringen wir einen Bericht über 10 Farbseiten. Doch die Vernunft sagte nein, geht nicht, die Relationen stimmen nicht. Es ist ja nicht Bangkok, das sind nur wenige Strassenzüge in der City.

Eine Katastrophen-Touristin sprach vor dem Wrack des Ozeanriesen Costa Concordia vom Schaurig-Schönen, dem man sich nur schwer entziehen kann. Euer Mathias Heinrich

01 / 2012

Geld, Geld, alle Welt schreit nach Geld. Am lautesten aber die Unverzagten vom Finanzamt. Sie schreien nicht nur, sie kommen auch nach Hause, um es zu holen. Viele Leute, Unternehmer und Selbständige können inzwischen ein ganzes Lied davon singen.

Die Hilfsaktion für unseren FARANG läuft langsam aus. Zu bedanken habe ich mich noch bei Thaimann Jump vom Siam Park, bei Markus Huml und vor allem bei Klaus Heller vom Heller-Verlag. Stolze 500,- Euro hat er ohne Brimborium überwiesen als Unterstützung, damit unser FARANG weiter erscheint. Kann man ruhig so deutlich sagen. Wir sind ja nicht der Bundespräsi und kommen aus Nassau oder haben etwas zu verheimlichen. Ist aber auch peinlich!

Thaileute haben ja ein ungebrochenes Verhältnis zu den Talern. Oftmals scheint mir, sie können das Geld riechen. Und so richtig arme Thais habe ich nur selten gesehen. Viele tragen ja Tausende von Euro in Gold um Handgelenk und Hals. Das ist ja nicht nur Schmuck. Das ist ihre kleine Bank für Notzeiten. Ohne viel Sentimentalität wandern diese Schmuckstücke ab und zu ins Pfandleihhaus, wenn Bares wieder mal knapp ist. Die Buddha-Medaillons hängen oft mit dran. Das ist nicht unschicklich, das ist ganz normal.

Eine andere Möglichkeit, Bares zu beschaffen ist das Share-Spiel. Es ist ja kein Spiel, dennoch weit verbreitet. Es ist eine private Kreditvermittlung einer geschlossenen Gruppe untereinander. Immer der, der den höchsten Zinssatz (verdeckt vor den anderen) bietet, der bekommt in jenem Monat den Topf aus den Beträgen aller "Mitspieler". Die Folgemonate muss er dann mit seinem hohen Zinssatz die Rate einzahlen. Also teuer erkaufter kurzzeitiger Geldregen. Den wirklichen Gewinn macht nur jener, der es eigentlich gar nicht nötig hat und warten kann. Oft "die Bank", also der Administrator der Runde. Der also, der am Ende den letzten Topf mit allen zuvor gebotenen und gezahlten hohen Zinsen und Raten bekommt. Klappt aber nur, wenn alle "Mitspieler" die ganze Frist durchhalten und keiner zwischendurch mit der Kohle durchbrennt und seine Raten schuldig bleibt. Das ist das hohe Risiko der "Bank", die die Share-Runde einberufen hat und sozusagen für die von ihr ausgewählten Teilnehmer bürgen muss. Doch immer noch am besten kann Wolfgang Payer das Share-System erklären. Euer Mathias Heinrich

12 / 2011

immer wenn es richtig schlimm wird, kommt irgendwo ein Lichtlein her... Also, mein Hilferuf, bitte dem FARANG etwas unter die Arme zu greifen, hat viel Resonanz gefunden. Ich möchte hiermit den vielen Helfern danken, die Geld gespendet haben. Also bei:

Micha Weber vom Top Resort auf Koh Chang, Klaus Heller vom Heller-Verlag, Karsten von der Thantawan Thaimassage, Peter Hilbig, Reinald Vogt, Helmut Big, Ralf Raue, Winfried Just, Uli Hausser, Lothar Gladrow, Frank Juds, Michael Rohde, Papa Cola, Jai vom K&N Asia Shop in der Pankstrasse, Sascha (Dr. Mabuse von den THAIGER Fussballern), Volker Wangemann und Manfred Patzschke, Nit vom Bai Tong Restaurant, Freund Tawan (Wan), Pinguin Tina, Mama Som von Ornchen, Reinhard Geister, Werner Achenbach, Supani von der Supani Thaimassage, Kannika Ludwig, Walter und Kria vom Brienzer Eck in Reinickendorf, El Khalil und Roberto B. von der DM-Kneipe Müllerstrasse und Franz Sandrock.

Euch allen erst einmal ein dickes Dankeschön! Hoffentlich habe ich keinen vergessen zu erwähnen. Die gespendeten Beträge reichten von 2 Euro, 10 oder 20, auch 50 bis zu einem Bücherpaket im Werte von 400 Euro. Und weitere Freunde unseres Magazins haben noch Hilfe zugesagt. Das alles hat mich sehr beeindruckt und mir auch Kraft gegeben, weiterzumachen und zu kämpfen. Wichtig war mir auch zu erleben, wie viele Leser wollen, dass es unser Magazin auch weiterhin geben wird. Wer sich für den genauen Anlass meiner ungewöhnlichen Aktion informieren möchte, der kann dies online unter www.farang.de tun. Dort ist ein deutlich sichtbarer Link auf eine sogenannte Hilfeseite. Vorab nur soviel: Eine professionelle Abmahner-Kanzlei aus Hamburg hat mich verklagt wegen Verstosses des Urheberrechtes im Falle von 10 kleinen Meldungen/Nachrichten von der französischen Presseagentur AFP. Klingt eigentlich fast niedlich. Endete aber vor Gericht und wird wahrscheinlich 3 bis 4.000 Euro kosten. Das ist viel zu viel Geld für unser kleines Blatt, sprich Unternehmen.

Im FARANG selber wollte ich die Sache nicht veröffentlichen, weil es nicht unbedingt toll aussieht, wenn man andere Menschen um Geld bittet.

Danke nochmal und Frohe Weihnachten Euch allen! Mathias Heinrich

11 / 2011

zum Glück brauche ich heute keinen Nachruf zu schreiben... Auch nichts zum schlimmen Thema Hochwasser. Es gibt ja immer noch ein Alltagsleben. Also: Franz Josef Wagner schreibt jeden Tag in der BILD eine flotte kleine Kolumne, zumeist bissig und ironisch. Vor kurzem hat er sich über die sogenannten "jungen Alten" lustig gemacht. Er meint damit jene Rentner-Opas, die auf jung machen und dabei so komisch aussehen würden. Franz Josef Wagner wünscht sich den gemütlichen alten Großvater mit Brille, schmauchendem Pfeifchen wohl im Schaukelstuhl zurück. Na ja. Die Zeiten sind ja lange schon vorbei.

Mir fiel dabei auf, dass es in unserer Thaiszene ebensolche Opies reichlich gibt. Möglichweise gehört man inzwischen auch schon dazu. Ich meine jetzt nicht die 70-Jährigen mit einer 20-Jährigen an der Seite durch Pattaya laufend. Ich meine gestandene Männer jenseits der 50 mit einer jüngeren Thaifrau, mehr nicht. Vor kurzem besuchte mich solch einer in der Redaktion, um einige Hefte abzuholen. Er war klein, alt und wohl von einem Schlaganfall gezeichnet. Trotzdem wirkte der Farang nicht greisenhaft. Im Gegenteil. Er war flott angezogen mit Basecap und Jeans und wirkte irgendwie lebhaft und jugendlich. Aber nicht aufgesetzt. Und er war in Eile. Da dachte ich mir: Tja, der hat ganz bestimmt eine Thaifrau.

Und richtig. Wer eine Thaifrau hat, der ist immer in Bewegung. Der muss auch stets mit ungeahnten Wendungen und Überraschungen rechnen. Überhaupt mit ungewöhnlichen Dingen, die einem mit einer deutsche Frau so nicht passieren würden. Zum Beispiel als Opa in die Disco gehen anstelle von 17 Uhr zum Tanz-Tee ins Altersheim. Na ja, Ihr wisst es ja selber. Geruhsam alt werden ist da nicht. Ist aber nicht wirklich schlimm.

Ich meine also, dass das Zusammenleben mit einer Thaifrau gewissermaßen auch eine Art von Jungbrunnen ist. Viel Party, oft essen gehen, viel junges Gemüse dabei und immer wieder Happy Birthday. Die gute Luft im Thaipark und der Urlaub im Paradies. Dazu noch laufend neue Probleme lösen - und man hat auch viele Freunde und Bekannte. Das Shopping nicht zu vergessen. Als ich neulich einen Sack Reis die Treppen hochrackerte dachte ich schnaufend, ja, das hält tatsächlich jung... Oder sehe ich da was falsch? Mathias Heinrich

10 / 2011

manche Menschen treten mit einem grossen Knall aus dem Leben oder mit großem Tamtam. Nicht so Andreas Meier. Er ist still und leise - so wie wohl auch sein Wesen war - Anfang September in seiner Wohnung in der Neuköllner Sonnenallee gestorben. Gerade mal 55 Jahre alt und lange Zeit schwer herzkrank.

Andreas Meier ist tot

Andreas Meier war ein sehr freundlicher, zurückhaltender, fast scheuer und höflicher Mensch, hochintelligent und stets hilfsbereit. Er sprach ein ausserordentlich fliessendes Hoch-Thai wie kein zweiter Farang in Berlin und war auch ein begnadeter Musiker. Als er Physik und dann BWL studierte konnte er sich mit vielen Live-Auftritten sein Studium gut finanzieren. Später, in der Thai-Szene war Andreas oft am Mikrofon in den Thai-Karaoke-Bars zu hören. Er sang meist sehr leise schöne melodische Songs in Thailändisch.

Andreas war in der Berliner Thai-Szene bekannt und beliebt. Er half vielen Thaifrauen bei Ämterwegen. Doch privat hatte er mit dem weiblichen Geschlecht nicht so einen Erfolg. Er war stets alleine unterwegs. Als junger Mann war er mit einer syrischen Kurdin verheiratet. Ihr verhalf er zum Studium-Erfolg. Als der geschafft war hatte sie ihn gleich verlassen.

Beruflich war Andreas Meier vor allem Computer-Spezialist, Fotograf und Werbegestalter sowie Webdesigner. Lange Zeit und bis zuletzt arbeitete er mit Jürgen von einer Neuköllner Anzeigenagentur zusammen. Nach dem Tode seiner Mutter - wohl vor 2 Jahren - hatte sich Andreas noch weiter zurückgezogen. Er hatte seine Mutter in vielen Jahren gepflegt und betreut. Sein letztes Hobby war übrigens Chinesisch zu lernen. Daran hatte er Freude.

Sein anonymes Urnenbegräbnis fand Anfang Oktober auf dem Parkfriedhof Neukölln, Buckower Damm 148, statt. Wir gedenken seiner in aufrichtiger Trauer. Mathias Heinrich

09 / 2011

ist leider ausgefallen...

08 / 2011

manchmal kommt es ziemlich dicke, es ist fast wie eine Seuche. Nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter hatte ich von Friedhof eigentlich genug. Nun hat es unseren Mitarbeiter Heiner Pachmann erwischt. Wohl Mitte 50 und ohne Ankündigung mitten aus der Arbeit und aus dem Leben gerissen. Es war kein Unfall, Heiner ist friedlich in seiner Wohnung in Berlin Friedrichshain gestorben.

Heiner Pachmann ist tot

Heiner Pachmann war sein Leben lang Journalist. Ich glaube wohl ein richtig guter. Ich traf ihn das erste Mal als er Redakteur der Berliner Zeitung war. Später wollte es der Zufall, dass Heiner eine Thaifrau kennen und lieben lernte. So kamen wir nach vielen Jahren wieder ins Gespräch, und er begann auch für den FARANG zu schreiben. Das war um das Jahr 2006.

Eine schöne Hochzeit mit seiner Samai im Jahr 2007 - wie man im Heft Ausgabe 06-2007 sehen kann.

Heiner Pachmann war ein lieber, höflicher, charmanter Mensch, sehr fleissig, zuverlässig und arbeitsam. Er hatte immer neue Ideen und Projekte. Nach der Wende arbeitete er als selbständiger Reisejournalist u.a. für die Tourismusverbände der neuen Bundesländer. Für sie entdeckte er neue touristische Ziele, erkundete Reise- und Wanderrouten, testete Hotels und Restaurants und schrieb auch darüber. Über die Altmark und über den Spreewald gab Heiner je einen Reiseführer heraus. Für FARANG schrieb Heiner mehrere Beiträge, worin er Ausflugstouren empfohlen hatte. Beispielsweise die touristischen Kleinode Rheinsberg und Potsdam. Seine jüngste Serie befasste sich mit Drogen und Sucht.

Seine Thaifrau Samai ist in tiefer Trauer. Sie hat unser ganzes Mitgefühl.

Die Bestattung von Heiner Pachmann findet am 9.8. um 10.30 Uhr statt, in der Friedenstrasse 80 in Berlin Friedrichshain. Mathias Heinrich

07 / 2011

der Thai-Park ist wieder einmal in Gefahr. Das ist jedes Jahr so. Immer im Sommer, wenn es dort richtig zünftig zugeht, die Gemeinde sich trifft, Picknick macht, quatscht und die Seele baumeln lässt. Doch die lokale Presse kann es nicht lassen. Poltert die BZ: Berlins Thai Park soll verschwinden (siehe Seite 45) - warum eigentlich? - lobt ihn dagegen die Morgenpost. Der Thaipark sei was Besonderes. In etlichen Touristenführern als besuchenswert erwähnt. Beide Gazetten sind zwar von Springer und sind sich dennoch nicht einig. Ja, was denn nun? Touristisches Highlight oder gemeiner Schandpfleck? Nur die Ruhe, würde Peter sagen - mit schicker neuer Freundin. Es wird doch nie so heiss gegessen wie gekocht...

Aber, was ist denn nun so schlimm daran, dass dort was lecker brutzelt, obwohl es germanischen Hygiene-Vorschriften widerspricht. Alles geht eben nicht zur selben Zeit. Asiaten sind anders und dennoch auch Berliner. Das muss die Stadt eben aushalten. Ist doch nicht richtig schlimm. Ist nicht Griechenland oder Kottie, und auch nicht No-Go-Area. Das ist Berlin von seiner natürlichen weltoffenen Seite. Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen hatte es doch beim grossen Songkran-Fest im Thai-Park (Ausgabe 07-2008) versprochen - kochen für die Freunde ist okey, für Fremde und gewerblich allerdings nicht. Nun muss man die Flamme ein wenig flach halten, denke ich. Dann geht es schon. Vielleicht die blauen Müllsäcke in Eigenregie abfahren.

Was anderes: In den letzten Wochen sind in Berlin mehrere Thaimassagen von stets zwei Männern überfallen und ausgeraubt worden. Zum Teil sehr brutal mit Pistole und Fesseln. Riesen-Sauerei! Trotz Recherche konnten wir Genaues nicht erfahren. Eichborndamm und Bredowstrasse jedoch sind gesicherte Erkenntnis. Wie auch immer: Bitte, Mädels, aufpassen, erst an der Tür und dann auch im Massageraum. Manch ein Räuber tarnt sich erst als Kunde und lässt später erst die Maske fallen. Da hilft nur Vorsicht, Umsicht und ein gewisses Bauchgefühl. Da einer der Räuber erst mal kommt, nur um sich umzuschauen, wäre es sicher hilfreich, entweder eine Video-Installation zu haben und deutlich an der Tür darauf hinzuweisen, oder eine Aufsichtsperson sozusagen im Eingangsbereich zu haben. Aber eine mit etwas Power. Euer Mathias Heinrich

06 / 2011

Internet ist eine wunderbare Sache. Viele Thaimassagen wollen da rein, wissen aber gar nicht wo es ist. Ist man online und vielleicht schon viele Jahre, dann kann manch Sonderbares passieren: Viel Spam, viel Werbung, die Verlängerung von Körperteilen, Geldangebote von der Nigeria Connection, Pin-/ Passwortabfragen von der "Hausbank", Angebote von blinden Daten usw. Na ja, so ist das Inder nett wie Axel sagte.

Schlimmer wird es aber, wenn es zu Kurzschlüssen kommt. Unser Reporter Winny hatte bei seinem Facebook-Eintrag ein vom Netzwerk angebotenes Tool einfach mal installiert, weil es bessere Aufklärung über das Verhalten der User gibt. Das wird doch prompt von einem Menschen als feindlicher Akt angesehen und entsprechend kämpferisch abgewehrt. Also wurde Winny quasie öffentlich beschimpf als Spion und Viren-Schleuder. Dabei lag es am System selbst. Unerträglich wird die virtuelle Welt dann, wenn ein hartnäckiger Stalker sich an die Mails macht und geschäftsschädigendes Gift verspritzt. So jetzt dem FARANG passiert von einem Menschen, der sich gerade in Thailand aufhält und offensichtlich nichts besseres zu tun hat. Er nennt sich George Mayong von einem TVasia und meint in hässlichen E-Mail an einige Anzeigenkunden unseres Magazins, dass ich ein Betrüger sei und das ganze Blatt sowieso unseriös. Er würde alles dem Finanzamt und dem Staatsanwalt melden usw. Ach so, die Anzeigenkunden sollten ihre Inserate sofort unterlassen. Nun gut, Ziel erkannt.

Zufällig kenne ich den Übeltäter. Ich habe ihm nicht geantwortet. Er entlarvt sich ja selbst mit seinen aberwitzigen Texten. Er heisst übrigens auch nicht George M. sondern Jörg B. und ist ein selbsternannter investigativer Journalist. Hatte ich anfangs unserer Zusammenarbeit auch geglaubt. Doch nach einiger Erfahrung und einer Klage-Androhung vor ca. 2 Jahren musste ich leider feststellen, dass er einfach nur durchgeknallt oder schlichtweg irre ist. Muss nur mal zum Arzt gehen.

Meinen Anzeigenkunden möchte ich raten die unliebsamen Mails einfach zu löschen. Nicht reagieren. Ich bin ja alles mögliche, aber sicher kein Betrüger. Wolfgang Payer hat mir zu solch einem Text geraten. Er ist erfolgreich mit seiner Sprachschule in Pattaya und kennt Neider, die nicht zur Ruhe kommen. Euer Mathias Heinrich

05 / 2011

eigentlich wollte ich mich immer raushalten, also aus Konflikten, Streitigkeiten oder aus unangenehmen Dingen. Dann lebt es sich ja auch angenehmer. Das hatte mir bei den Thais immer so gut gefallen. Da gehen sie einfach weg, oder reden nicht darüber. Augen zu, Mund zu und fertig. Oft war dann auch das Wort Kopfschmerzen zu hören, wenn man etwas Ernsthaftes mit ihnen bereden wollte. Ich kenne ganz wenige Thais, mit denen man ein schwieriges Thema über einen längeren Zeitraum, sagen wir 30 Minuten, besprechen kann. Sicher spielen da die Sprachprobleme auch eine Rolle. Eine der Thais, mit denen man wunderbar diskutieren kann, ist Jai aus dem Asia-Shop in der Pankstrasse. Sie ist nicht nur sprachgewandt und klug. Sie hat auch Humor und das herrlichste Lachen in der Stadt, wie ich finde. Sie ist übrigens die Chefin dort. Gleich rechts vom guten Thai-Restaurant Viengthai.

Das war die Vorrede. Ich habe mich oft zurückgehalten, wenn es darum ging, anderen Kulturen etwa zu sagen, wo es langgeht, oder sie zu kritisieren aus der Sicherheit und Geborgenheit Europas heraus. Oder über deren primitive Bräuche zu lachen. Sie lächerlich zu machen etc. Jede Kultur hat das Recht auf eine eigene Entwicklung und auch auf die eigenen Fehler. Wir haben ja auch mal auf den Bäumen gesessen und später komische Frauen verbrannt. Dieses Recht hat natürlich seine Grenzen (z.B. die Beschneidung der jungen Frauen, die Blutrache).

Für mich hatte ich da den Begriff postkoloniale Arroganz definiert, nachdem ich mitbekommen hatte, dass viele Probleme - etwa der Völker in Afrika - mit dem zu tun haben, was die Kolonialmächte zurückgelassen hatten. Z.B. die willkürlichen Grenzziehungen mit dem Lineal quer durch gewachsene Stammesgebiete usw. Oder in Südostasien, wo die jetzigen militärischen Auseinandersetzungen zwischen Thailand und Kambodscha auch etwas mit den offensichtlich unklaren Grenzverläufen zu tun haben. Wahrscheinlich ein besoffener Franzose bei der Landvermessung in Indochina oder so. Und jetzt wird das Missgeschick blutig ausgebadet. Finde ich schlimm. 15 Menschen haben dabei schon den Tod gefunden. Jetzt wurden Waffenruhe und Gespräche vereinbart. Wurde aber auch Zeit. Schiessen die sich tot wegen alter Steine... Euer Mathias Heinrich

04 / 2011

zum Lächeln ist ja fast gar nichts mehr, je mehr man die täglichen Nachrichten im TV anschaut. Früher war es auch schon schlimm, sagte meine Mutter immer. Doch heute bekommt man die Schreckensmeldungen sofort live und in Farbe auf den Bildschirm. Ob Gaddafis Wahnsinn, den Tsunami oder den strahlenden Schutthaufen Fukuschima. Es ist doch nicht mehr zum Aushalten. Strahlendes Lächeln, strahlende Japaner. Ist nicht witzig. Jetzt haben wir den Salat global. Schicken die Betreiber doch glatt 50 halbgewalgte Paktikanten mit Giesskannen und Schaufelchen gegen 4 zerstörte Reaktoren. Die Russen hatten in Tschernobyl immerhin bei allem Unvermögen insgesamt 500.000 Mann/Soldaten im Einsatz. Hatte aber auch nicht geholfen. Ich frage mich, wie lange will sich die Welt, also die UNO, das japanische Unvermögen und ihre Lügen noch tatenlos mit ansehen? Denn die ganze Chose ist ja noch nicht ausgestanden. Es kann ja alles noch viel viel schlimmer werden.

Fukuschima wird als neuer Angst-Begriff in die Sprache eingehen, wie es zuvor mit dem Wort Tschernobyl geschehen ist. Mal schauen, ob nicht auch in den asiatischen Ländern ein Umweltbewusstsein entstehen kann. Es ist schon erstaunlich, dass im technisch hochentwickelten Japan die Bevölkerung kaum aufbegehrt und diszipliniert und sprachlos der Obrigkeit vertraut. Ist das nun typisch japanisch oder in ganz Asien so Sitte? Weiss nicht. Die Araber haben es jetzt vorgemacht, wie die Dämme der Reihe nach brechen, wenn die Leute, also die Bürger nicht mehr mitspielen.

In Thailand haben sie gerade viel mit der Vermeidung von Gift in den Lebensmitteln zu tun, also in den Kräutern und im Gemüse, das in den Export geht. Da scheint sich doch etwas zu tun. Selbst die Botschaft hat jetzt Thairestaurant angeschrieben und mit Listen detailliert nachgefragt, welche Sorten noch ankommen und welche nicht. Die Kette vom Bauern bis zum Verbraucher muss ja irgendwie aufgetrödelt werden. Immerhin ein Anfang.

Und was ist mit den bis zu 5 Kernkraftwerken, die in Thailand in der Planung sind? Der Premier ist zwar dagegen. Doch entscheiden soll das erst die nächste Regierung, nach den Wahlen im Sommer. Hoffentlich treffen sie und vor allem sie die richtige Wahl. Euer Mathias Heinrich

03 / 2011

der Rum-Treiber muss diesen Monat leider ausfallen. Mehrere Zahn-Operationen haben dem Umtriebigen den Spass genommen. Jetzt heisst es einfach die Wunden lecken... Ausserdem kann den Job ja mal ein anderer machen. Aber nicht traurig sein. Wir haben in dieser Ausgabe wieder viele und gute Informationen drin. Da kann der Klatsch ruhig mal etwas kürzer treten.

Generell wollen wir jetzt mehr sogenannte heisse Themen, also auch unbequeme Sachen zur Sprache bringen. Das tut manchmal etwas weh, aber langfristig wird es wohl helfen. Nicht immer nur alles schönschreiben, wie Limmy einst kritisierte. Denn die Welt ist ja doch anders, als Nong Lek sie sich vorstellt. Beispielsweise die innenpolitischen Auseinandersetzung zwischen den sogenannten Rothemden und den Gelben. Oder der gerade wieder auflodernde Konflikt um den Kambodscha-Tempel. Weiterhin wird die Vergiftung der Lebensmittel ein Thema bleiben. Hat doch die EU jetzt für mehrere Kräuter und Gemüse aus Thailand respektive Asien ein europaweites Import-Verbot verhängt. Mit verheerenden Folgen für die Thai-Restaurants. Alles sehr aktuelle Themen also.

Auf der anderen Seite kommen immer mehr Beiträge von Lesern und Farangs ins Haus, die über ihre Urlaube in Thailand oder Südostasien berichten und die Texte und Fotos an unsere Redaktion schicken. Das ist interessant und vielseitig. Nicht so schlimm, dass sie keine Profi-Schreiber sind. Das passt ganz gut zu uns, sind wir doch etwas Besonderes und mitnichten GEO oder der STERN.

Richtig witzig fand ich untenstehendes Foto. Es wird gerade in der Internet-Gemeinde versendet und stellt die sogenannte Guttenberg-Tastatur von Microsoft dar. Nur drei Tasten: Strg (auch Ctrl), dann C und V. Nach einer Minute kommt man drauf. Kopieren und Einsetzen. Natürlich vorher markieren. Ganz einfach. Damit kann man sogar eine Doktor-Arbeit herstellen. In Deutschland... Euer Mathias Heinrich

02 / 2011

das heutige Thema ist nicht sehr lecker. Gift in Lebensmitteln. Das gab es immer wieder. Im Schwein, im Rind, im Hering und jetzt Dioxin im Hühnerei und sicher auch im Hähnel selber. In Germany.

Nun hat die EU angedroht, die Gemüse-Importe aus Thailand im Februar zu verbieten. Wahrscheinlich nicht nur die aus Thailand, auch die aus Vietnam und aus anderen asiatischen Ländern. Der Grund für diese Androhung sind die in den letzten Monaten bei den Importen immer wieder in den Pflanzen gefundenen Pestizide. Zu hohe Werte. Nicht in allen, aber in sehr vielen.

War es früher der Insektenbefall etwa im Koriander, bei den Langbohnen und Chilis, so sind es jetzt zu hohe Konzentrationen von Pestiziden. Diese chemische Keule wurde offensichtlich von den Bauern in Thailand zu sorglos eben gegen jene Insekten eingesetzt. Im Sommer gab es auf dem Flughafen Frankfurt in jeder 5. Lieferung (alle Länder) zu hohe Werte. Jetzt droht die totale Sperre – nicht nur für Deutschland, sondern für den gesamten EU-Raum. Und das hätte verheerende Folgen, nicht nur für die kleinen Bauern, die Exporteure, den Großhandel. Auch und vor allem für die thailändischen Imbisse und Restaurants europaweit. Und das sind ganz sicher sehr viele. Existenzen sind bedroht, denn ohne den wichtigen thailändischen Thai-Koriander, Basilikum, Okra und Miniauberginen beispielsweise kann man ja nicht richtig thailändisch kochen. Aber, so geht es ja auch nicht weiter.

Genaue Zahlen kenne ich nicht. Für die Zunahme der Belastungen spricht, dass Thailand seinen Import an Pestiziden um ein Vielfaches in den letzten Jahren erhöht hat. Was ist also zu tun? Ohne Fachmann zu sein, meine ich, stichpunktartige Kontrollen am Airport bei uns reichen nicht aus. Es müsste bereits in Thailand ein lückenloses und unabhängiges Kontrollsystem aufgebaut werden. Hängt doch vom Agrar-Export zuviel für das Land ab (knapp 9% des Bruttosozialproduktes). Mehr noch, es müsste zuerst ein Bewusstseinswandel bei den vielen Kleinproduzenten einsetzen. Dazu bedarf es aber der Aufklärung. Also Wissen über eine gesunde landwirtschaftliche Produktion, die nachhaltig und natürlich ist und ohne Gift auskommt. Es muss ja nicht gleich Bio sein. Es gibt auch anständige Sachen vor dem Bio-Level. Mahlzeit! Euer Mathias Heinrich

01 / 2011

der Tod ist nicht schön aber unausweichlich. Gerade habe ich erfahren, dass sich ein Farang (60) aus Berlin in Thailand mit dem Moped ohne Helm und ohne Führerschein zu Tode gerast hat. Dabei ist er von seinen Freunden oft gebeten worden, dieses doch bleiben zu lassen. Ein ganzer Traum von einem friedlichen Lebensabend in Thailand ist zerstört. Und die thailändische Witwe in Berlin sitzt auf einem Scherbenhaufen.

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz- und Kreislauf-Krankheiten. Das sind die sogenannten Wohlstandskrankheiten in den modernen westlichen Welt. Wahrscheinliche Ursachen: zuviel Fast Food, Fleisch und Fett, also einseitige Ernährung, und zu wenig Obst/Gemüse und kaum oder zu wenig körperliche Bewegung. In Thailand sterben die meisten Menschen an der Krankheit Krebs. Immer, wenn ich nach der Ursache gefragt habe, sagten mir Thailänder, das liege wahrscheinlich am sorglosen und üppigen Einsatz von Pestiziden und anderen chemischen Mitteln in der Landwirtschaft und Viehzucht. Das kann schon sein. Ein Bewusstsein dafür muss sich ja erst entwickeln. Wenn es nicht die Lebensmittel sind, dann bleiben ja nur noch die Luft- und die Wasserverschmutzung. Das kann ich aber nicht einschätzen. Wenn einer was weiss, kann er es mir ja schreiben.

Die möglichen chemischen Belastungen sind auch der Grund, warum ich überhaupt keine Gungs esse. Die meisten kommen tiefgefroren aus Vietnam und aus Thailand. Nicht aber aus dem offenen Meer. Bei der dortigen künstlichen Intensiv-Aufzucht dieser Meeresfrüchte werden oft Antibiotika und andere Pillen bedenkenlos und reichlich verfüttert. Damit die teuren Tierchen nicht krank werden und schneller wachsen. Das kann ja nicht richtig gut sein, denke ich mir so. Ich muss da immer an die chinesischen Super-Schwimmerinnen denken, die wie Kerle aussahen. Mein Gott...

Ein junger Thai, den ich kannte, ist nicht zum Arzt gegangen, weil er keine Krankenversicherung hatte. Ein Vietnamese kam vor über 30 Jahren mit der Cap Anamur und starb 25 Jahre später an Lungenkrebs/Asbestose. Er hatte im Abriss auf dem Bau gearbeitet. Das Thema Asbest hatte in Deutschland auch seine Zeit gebraucht, bis es vom Tisch war. Doch wenn man genauer hinsieht... Euer Mathias Heinrich

12 / 2010

Die fürchterliche Flutkatastrophe in Thailand hat in Berlin mehrere Solidaritäts- und Spendenaktionen ausgelöst. So vom Marzahner Wat Buddharama beim großen Kathin-Fest am 30.10. in der "Neuen Welt" in Neukölln, bei der auch ein Minister aus Thailand anwesend war. Ihm wurde dabei ein größerer Geldbetrag für die Flutopfer in der Heimat übergeben. Dann hatten der Gastronom Edd und Butterfly-DJ Nong die Idee, sozusagen aus dem Stehgreif eine eigene Spenden-Party zu organisieren. Diese fand am 25.11. im Maksim Festsaal im Wedding statt. Alle Sänger, Tänzer und auch die vielen Kochfrauen haben an diesem Abend ohne Bezahlung gearbeitet. Alle drei Berliner Thai-Musik-Cafés sind dabei aufgetreten. Mit dabei auch die Tanzgruppe von Dimmy. Darüber berichten wir aus Zeitgründen erst in der nächsten Ausgabe.

Mit einem Loy Krathong Fest eröffnete in 15566 Schöneiche bei Berlin ein weiterer Thai-Tempel. Er befindet sich in der Brandenburgischen Strasse 76 a. Das ist etwas schwer zu finden. Auf der Homepage des FARANG unter Termine befindet sich eine interaktive Google-Map, wo die genaue Lage des Wats zu sehen ist (www.farang.de). Bei dem genannten Fest am 21.11. waren sehr viele Gäste aus Berlin gekommen, so dass zu erwarten ist, dass dieser neue Tempel im religiösen Leben der Buddhisten der Hauptstadt auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Auch über diese Festlichkeit können wir erst in der nächsten Ausgabe berichten. Joachim Adermann, unser neuer FARANG-Fotograf war für uns vor Ort. Er wird auch am 2.12. zum Festakt zu Königs Geburtstag ins Hotel ADLON gehen. Euer Mathias Heinrich

11 / 2010

das einzig Stabile in der Welt ist die Veränderung, oder so ähnlich. Neue alte Druckerei für den FARANG. Der Vorteil, für kleineres Geld in Tschechien zu drucken, erwies sich immer mehr als ein Nachteil. Beachtliche neun Jahre Zusammenarbeit mit unserem Drucker Fausti liegen nun hinter uns. Wir haben uns nicht im Streit getrennt und verdanken ihm auch einiges. Aber, so konnte es auch nicht mehr weitergehen. Allein schon die vielen Kilometer auf der Autobahn. Und dann vielleicht noch bei Blitzeis. Da konnte ja vieles passieren. Und nie konnten wir von Berlin aus eingreifen, weil Budweis zu weit weg ist. Zu lange blieb diese Gazette auf Tour und wurde dabei von Tag zu Tag ja weniger Wert. Die Leutchen in Berlin warteten oft und lange auf ihren FARANG. Mein Wunsch war es immer, wenn die Druckerei gewechselt wird, dann zu einem Betrieb in Berlin. Kurze Wege sind bekanntlich immer gut. Am liebsten beim Andruck neben der Maschine stehen. Jetzt sind wir wieder bei der Westkreuz Druckerei Ahrens in Marienfelde. Sie bieten: nur vier Tage im Druck - das ist schon der Hammer. Und die Qualität ist in allen Belangen perfekt. Freut sich auch der Tele von Thaifrau Pai, der bei Westkreuz arbeitet - hat er nun immer als erster Farang die druckfrische Ausgabe in der Hand. Prima. Auf gute Zusammenarbeit!

Tele und Pai sind übrigens gute alte Freunde von unserem verstorbenen Fotografen Lung Helmut. Oft hatten sie Helmut geholfen und ihn beispielsweise regelmässig mit dem Auto abgeholt, bekocht und bemuttert sozusagen.

In Sachen online-Abo des FARANG hat sich auch etwas getan. Martin, der Chef vom sogenannten Pattaya-Farang, hat Wort gehalten und gibt sich wirklich alle Mühe. So gibt es bereits fünf Abonnenten (je 29,- Euro). Nicht viele, aber für den Anfang besser als gar keiner. Hätte ja auch ein Flop werden können. Drei davon kommen aus Deutschland, einer sogar aus Vietnam und einer von noch weiter weg. Das Schöne an einem hoffentlich brummenden online-Abo ist, dass man stets die selbe Arbeit hat. Ob man nun 5 Abonnenten oder 500 hat. Ist alles nur Software. Es gibt keine Briefmarken mehr und auch keine Couverts. Na bitte, geht doch was. Ist fast so wie bei Hertha BSC. Erst kommt der Aufstieg und dann geht es nur noch um den Klassenerhalt. Euer Mathias Heinrich

10 / 2010

oft rufen mich Leser an und haben so ganz verschiedene Anliegen. Manch einer sucht eine Thaifrau, ein anderer möchte eine richtige Thaimassage von uns empfohlen bekommen, und andere wollen gar Rechtsbeistand oder Hilfe durch Öffentlichkeit. Es kommt auch vor, dass ein bestimmter Farang oder eine bestimmte Thaifrau abgängig ist und nun gesucht wird. Meistens geht es dabei um das liebe Geld...

Dazu muss ich sagen, dass wir nur eine Zeitschrift herausgeben. Wir sind weder Hochzeitsausstatter, Trauzeuge, Schufa, Detektei noch Rechtsanwalt. So geht das nicht. Wir kommen doch in Teufels Küche, wenn wir uns da einmischen, so verständlich auch die Anliegen sind und oft auch herzzerreissend vorgetragen werden. Bitte habt dafür Verständnis.

Auch die Ämter lesen den FARANG und werten ihn nach verschiedenen Gesichtspunkten aus. Ich denke mal laut: Schwarzarbeit, Menschenhandel, Hartz 4, Sozialhilfebetrug etc. Manch ganz Schlauer schaut sorgfältig nach, ob man nicht irgendwo einen Copyright-Verstoss nachweisen kann, usw.

Jüngst hat eine Thaifrau einen heissen Brief geschrieben. Nicht nur an den FARANG, auch an viele andere Leute in der Berliner Thaiszene. Es geht darum, dass diese Thaifrau und ihr Lebenspartner von einer anderen Thaifrau frech und viel bestohlen wurden, wobei sie zuvor den Wohnungsschlüssel entwendet haben soll. So jedenfalls schreibt es die Thaifrau. Sie und den Lebenspartner kenne ich zufällig viele Jahre schon. Nicht sehr intensiv, aber dennoch ausreichend, um sagen zu können, es sind sehr freundliche und kultivierte Menschen. Ganz bestimmt auch gut situiert. Nun hat aber die Polizei inzwischen die Ermittlungen eingestellt. Ja, was sollen wir da machen?

Normalerweise müsste man erst einmal die Gegenseite anhören - sofern noch in Deutschland - und dann irgendwie zu einem Urteil kommen. Doch dies steht uns einfach nicht zu. Das ist hier auch nicht Amerika, so leid mir die ganze Sache auch tut.

Immer wieder passieren solche deftigen Dinge in der Thai-Szene. Da fliegen hochprozentige Share Runden auseinander und viele Tausender bleiben auf der Strecke. Besser ist, man schaut sich den Menschen etwas genauer an, dem man vertrauen will. Und zwar vorher! Euer Mathias Heinrich

09 / 2010

eines der 38 Hauptprobleme beim Verlegen unseres Magazins ist der Vertrieb. Das liegt meist am viel zu hohen Porto in Deutschland. Ein Heft versenden kostet 1,45 Euro plus Couvert. Ist ja bald so teuer wie der Inhalt selber. Gerade hat die Post die M-Pluspäckchen bei gleichem Preis von 20 Kilo auf 10 runtergesetzt. Nun gut. Schicke ich 10 Hefte nach Köln, habe ich nur Kosten, von Gewinn gar keine Rede. Der Verkäufer möchte ja auch etwas verdienen. Ist der Geschäftspartner ein Nicht-Deutscher, wird es noch schwieriger. Asiaten trennen sich nur sehr ungerne von Geld.

Oder die neuen Bahnhof-Shops, die wir ja von drei Monaten gross angekündigt hatten. Viel Porto, viel Arbeit, eine unmenschliche Marge von 0,9... Euro und gar keine Auszahlung. Einige Hefte wurden zwar gekauft, doch das Meiste ging wieder in die Tonne. Mag auch daran liegen, dass Nicht-Farangs mit dem Titel gar nichts anfangen können. Oder daran, dass in dem Überangebot an bunten Blättern der FARANG gar nicht auffällt. In anderen Fällen hatte ich selber nachgesehen, wo unser Magazin überhaupt hingelegt wurde. Kaum zu finden - versteckt in der Reiseecke. Jetzt hat die Vertriebsfirma fast die Hälfte der Zeitungs-Shops wieder gestrichen, zumeist die im Osten des Landes. Schon nach drei Monaten...

Lange schon denke ich darüber nach, wie wir den FARANG deutschlandweit an die Asia-Shops liefern können. Und zwar ohne Post. Vielleicht wäre es möglich, bei den Gemüse-Grosshändlern mit aufzusitzen. Die liefern ja frei Haus und den FARANG dann sozusagen als Gemüse-Kiste gleich mit. Das wäre doch was. Mal mit Thomas von DAOs sprechen, der weiss immer was.

Und auch deswegen haben wir mit der Einrichtung eines online ABOs begonnen. Lange hat es gedauert, doch am Ende hat der Chef des Pattaya-Farang, also der Martin, auch Wort gehalten. Für 29,- Euro pro Jahr ist der komplette FARANG am Ersten eines Monats auf dem heimischen Computer, wenn man sich das PDF downlädt. Die Internet-Adresse für das Online-ABO: www.berlin.myfarang.com

Gedacht ist dies vor allem für die Leser in jenen Dörfern und Städten, wo wir keine Verkaufsstelle haben und für Leute in Thailand oder anderswo weit weg. Die Berliner Leser möchten bitteschön weiterhin die Ausgabe aus Papier kaufen. Euer Mathias Heinrich

08 / 2010

wenn man viele Jahre in der Thai-Szene lebt, dann kann es passieren, dass man sich an komische Dinge zu gewöhnen beginnt, die man in der "deutschen Szene" gar nicht erlebt hätte. Oder man verliert sogar etwas den Realitätsbezug. Kann passieren, muss aber nicht. Beispiel: Kommt eine Thaifrau und sagt: Das ist mein Mann, das ist mein Gig und das ist mein Sponsor. Drei Männer parallel und in unterschiedlicher Funktion. Es gibt Fälle, da wissen diese Männer sogar voneinander und scheinen dies ganz normal zu finden. Genauso "normal" wie mancher Greis es findet, sich mit einem sehr jungen Thaigirl zu schmücken, das gut und gerne seine Enkelin sein könnte. Irgendwo hört es aber auf anständig zu sein.

Anderes Beispiel: Da ruft mich aufgeregt eine Thaifrau an und sagt, hier ist eine Thai, die nicht weiss wohin. Kannst Du helfen? Mmm. Was war passiert? Offensichtlich hat ein Farang, der nicht gut drauf ist, eine Thai auf Besuch nach Deutschland geholt und einfach bei einer Party und reichlich Alkohol auf die Strasse gesetzt. Jetzt weiss sie nicht wohin. Deutsch kann sie auch nicht. Ist das komisch? Ich weiss ja nicht. Möglicherweise sind auch die Farangs eine ganz besondere Spezies... Im Fall der plötzlichen Waisin habe ich erst den Frauenhilfsverein Ban Ying empfohlen, doch die gingen nicht an Telefon. Dann eben ab in den Tempel nach Wittenau. Können die Mönche sich drum kümmern.

Wenn mich jemand fragt, wie sind denn nun die Thaifrauen, sage ich immer, weiss ich nicht. Ich weiss nur, wie meine Thaifrau ist, also zu 80%. Ich denke dabei immer an den blöden Spruch: Nicht jeder Jugoslawe ist Hütchenspieler, aber alle Hütchenspieler sind Jugoslawen. Was ich an meiner Thaifrau schätze ist ihre Ausgeglichenheit, ihre Fröhlichkeit und ihre buddhistische Gelassenheit. Oft sagt sie, ja, mach doch wie Du es für richtig hältst. Nur nicht soviel Phuud Maag - sonst Kopfschmerzen. Noch nie gab es Ärger, weil ich ein halbe Stunde zu spät kam, oder drei Stunden später. Eine deutsche Frau hätte da schon giftig gefaucht: Wo warst Du denn so lange? Das Essen ist kalt! Meine Thai dagegen: Ach Liebling, schön dass Du wieder da bist. Hast Du was zum Essen mitgebracht? Nein Liebling, aber ich laufe gleich los und hol Dir was... Euer Mathias Heinrich

07 / 2010

in Bangkok sind schon die gröbsten Schäden von den Straßen weggeräumt. Die zerstörten Gebäude werden sicher bald wieder hergestellt sein. Während die Gerichte damit beschäftigt sind, einzelne Aktivisten und Mitläufer der sogenannten Rothemden abzuurteilen. Ansonsten ist Thailand ja raus aus der Weltpresse mit den schrecklichen Bildern, die ja die Touristen abgeschreckt hatten. Die Normalität wird also wieder Einzug halten. Die für Anfang 2011 zugesagten Wahlen werden den Grundkonflikt wieder zutage bringen. Es kann friedlich ausgehen oder auch nicht. Dann fängt das Ganze wieder von vorne an.

Wobei ich nicht aus der Ferne einfach sagen möchte: Hört doch auf mit diesem Unsinn! Ich finde, jedes Volk, jede Kultur hat ein Recht auf die Austragung der eigenen inneren Konflikte. Auch ein Recht auf die eigenen Fehler. Da muss man eben durch. Das ist halt der steinige Weg zur Demokratie - also mal salopp gesagt. Von Europa aus der restlichen Welt zu sagen, wie es geht, finde ich einfach nur kolonial gedacht. Wenn ich nur an Griechenland denke.

Das war die Vorrede: Im Heft haben wir ja eine Chronik dieser Unruhen in den vergangenen Monaten. Einmal angefangen, so müssen wir sie auch bis zu Ende abdrucken. Das ist aber beileibe nicht langweilig. Die vielen Details, die handelnden Personen und die einzelnen Aktionen geben einen tiefen Einblick in die innere Struktur dieser Unruhen und des Grundkonfliktes. Das finde ich spannend zu lesen und sogar etwas kurzweilig. Viele scheinbar unsinnige Aktionen, manchmal Ratlosigkeit, dann die nackte Gewalt, und vor allem die Zigtausend Rothemden aus dem Isaan, die überwiegend friedlich im Protest ausharrten. Zeitweise war sogar Volksfest-Stimmung im Redland zu spüren. Das berichteten einige Farangs aus der thailändischen Hauptstadt, also, bevor die reinen Krawallmacher die Bühne betraten. Das ist aber nicht nur in Thailand so. In Berlin ist das immer am und vor dem 1. Mai genau so. Erst friedlich - dann Krawall.

Damit möchte ich die Auseinandersetzungen in Thailand nicht verniedlichen. Schließlich gab es viele Tote und Verletzte und unendlichen Schaden für die Wirtschaft des Landes. Die von Dr. Wangemann fleissig zusammen getragene Chronik ist dafür ein wichtiger dokumentarischer Beleg. Euer Mathias Heinrich

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06 / 2010

mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... In den nächsten Tagen oder auch jetzt schon wird unser FARANG im online Abonnement zu haben sein. Also virtuell über das Internet. Und zwar als PDF-Datei auf den eigenen Rechner. Dazu braucht man den Acrobat Reader, der ist aber inzwischen schon Standard. Das online Abo wird im Jahr 29,- Euro kosten (für 12 Ausgaben). Es wird von der Firma realisiert, die das in Pattaya erscheinende Magazin "Der Farang" herausgibt, also von Martin Rüegsegger. Ist dann sozusagen weltweit und hat auch den Vorteil, dass der Leser seine online Ausgabe noch vor dem Erscheinen der Print-Ausgabe herunterladen kann. Wahrscheinlich am 1. eines jeden Monats. Die online Ausgabe ist komplett von der Titel-Seite bis zur Rückseite, insgesamt 48 Seiten an einem Stück. Sie enthält alle Seiten und nicht nur ausgesuchte Beiträge wie auf der Website www.farang.de Wann es konkret losgeht, wird auf unserer Website bzw. auf www.der-farang.com zu lesen sein.

Mit dem Auffrischen unserer eigenen Website komme ich kaum hinterher. Das hängt u.a. damit zusammen, dass die Website vor über 10 Jahren von Axelmann einmal erstellt wurde und wegen der vielen Frames reichlich umständlich zu handhaben ist. Das ist jetzt mitnichten ein Vorwurf. Aber damals war das eben so. Heute würde man eine Homepage anders aufbauen. Doch für eine neue Struktur ist einfach keine Zeit da. Stimmt, Markus, nicht meckern und klagen...

Mal was Positives. Wer ihn noch nicht kennt: Der Thai-Ticker ist eine ganz feine Sache. Wer also täglich ganz aktuelle Nachrichten aus Thailand auf sein Laptop haben will, der schaue mal bei www.thai-ticker.com vorbei und abonniere dort kostenlos den genannten Thai-Ticker. Das ist ein Newsletter, der viele interessante Informationen zeitnah liefert. Viele Links zu weiterführenden Beiträgen der in Thailand erscheinenden deutschsprachigen Presse und auch der Weltpresse, dann Kleinanzeigen, Reise-Tipps, zum Beispiel Hotels und Pensionen unter deutscher Leitung, die aktuellen Wechselkurse, Erfahrungen an Geldautomaten, Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes, Öffnungszeiten der Botschaft in Bangkok usw. Herausgeber des Thai-Tickers ist Raimund Haerthe aus Chiang Mai. Ich finde, er macht einen richtig guten Job! Euer Mathias Heinrich

05 / 2010

es ist Zeit, wieder mal einen kleinen Fortschritt zu vermelden. Unser FARANG-Magazin wird ab diesen Monat in vielen Bahnhöfen und Flughäfen in ganz Deutschland zu haben sein. Hat lange gedauert - und doch haben wir es jetzt geschafft. Also in der Zeitungs-Shops an den Flughäfen Tegel, Schönefeld, Hamburg, Stuttgart und an den Hauptbahnhöfen in Essen, München, Hamburg, Rostock, Bremen, Ulm, Kiel usw. Auch am Bahnhof Zoo und am Bahnhof Alexanderplatz. Die genaue Aufstellung kann man auf Seite 39 nachlesen.

Das wird zwar erst ein paar Kosten verursachen, denn die Marge ist verschwindend gering. Aber, viele Anzeigenkunden haben von uns erwartet, dass wir die Verbreitung des Magazins erweitern, damit neue Kunden angesprochen werden. Das ist schon berechtigt, und möglicherweise bekommen auch wir neue potente Kundschaft ins Haus, die wir bisher noch gar nicht kannten. Schaden kann es also nicht.

Neue Kundschaft sucht auch die Western Union Bank. Deswegen haben die Geld-Transfer-Leute ihre Politik geändert, respektive sind die gesetzlichen Vorgaben nun nicht mehr so streng. Jetzt darf jedes Ladengeschäft, das über einen PC und einen Drucker nebst Internet-Anschluss verfügt, den Geld-Transfer via Western Union in sein Angebot mit aufnehmen. Draussen dann auch die gelbe Werbung anschrauben. Wer Interesse daran hat, kann mich ja mal anrufen oder anmailen. Ich stelle die Verbindung her, obwohl ich ja eigentlich diese Zeitschrift mache. Das Eldorado Pfandleihhaus in der Hermannstrasse hat diesen Service schon an Bord.

Es kommt immer wieder vor, dass die Leute, vor allem die in Thailand, die beiden FARANG-Magazine miteinander verwechseln oder nicht klar zuordnen können. Also den sogenannten Pattaya-Farang, der ja "Der Farang" heisst und den Berliner Farang, der nur FARANG heisst. Also, liebe Freunde und vor allem Mitarbeiter unseres FARANGs. Wenn Ihr in Thailand mit jemanden sprecht, oder auch hier mit Thais - bitte immer klarstellen, welchen FARANG ihr vertretet. Ich entspreche hiermit einer Bitte von Herausgeber Martin aus Pattaya. Ansonsten stimmt ja die Chemie zwischen unseren beiden Magazinen. Jedes hat seinen eigenen Stil und seine eigenen treuen Fans. Euer Mathias Heinrich

04 / 2010

das gesprochene Wort ist bekanntlich sehr flüchtig. Schnell kann man im gleichen Atemzug sagen: Oh, das habe ich gar nicht so gemeint, oder: das habe ich doch gar nicht gesagt. Schwupps, und schon ist es weg. Anders beim geschriebenen Wort. Einmal gedruckt, dann überdauert es die Zeiten. Wenn es dazu noch ein falsches Wort ist, o je, dann muss man sich später dafür verantworten. So geschehen in einem kleinen Bericht über die Eröffnung des Maneeya/ Coconut in der Kienitzer Strasse (im FARANG 12-2008). Dia hatte sich dazu Gäste eingeladen. Kannika war auch zugegen und in Begleitung eines Mannes. So hätte es auch richtig heissen müssen. Begleiter und nicht Partner, wie ich versehentlich wirklich geglaubt und auch geschrieben hatte.

Liebe Kannika, sei mir nicht böse. Dafür muss ich mich entschuldigen. Ich hatte einfach einen Denkfehler gemacht und einen Menschen glatt vergessen. Bei Deinem Begleiter handelte es sich um einen Freund Deines verstorbenen lieben Mannes.

Kannika ist immer sehr freundlich

Anderes Thema: Viel angenehmer ist, wenn man drei richtige Wörter richtig schreibt und hinterher erfährt, dass diese Kleinigkeit einem Menschen eine Freude gemacht hat. Etwa: Lek kocht gut. Stimmt auch, seinerzeit noch im Scorpion. Doch jetzt ist sie bei Dimmy im Crystal Lotus und lernt die Thaimassage & Permanent Make up.

Ja, so ist das bei der Presse, mal ist es gut, mal nicht so. Euer Mathias Heinrich

03 / 2010

Zur Frage eines kritischen Lesers, warum wir immer nur über Thailand schreiben, wo wir doch auch Südostasien Magazin heissen: Stimmt, ist halt so. Hat aber seine Gründe.

1. Hiess das Ding schon immer so. Habe ich so übernommen.

2. Soll damit die Option offen gehalten werden, über die Nachbarstaaten Thailands auch zu berichten. Machen wir ja auch, z.B. Visa-Run, Tour nach Vientiane, Angkor Wat Besuch, Konflikt mit Kambodscha, Reise-Tipps, News etc.

3. Ist Thailand nun einmal am weltoffensten nach westlichem Verständnis in der Region und immer noch die Nummer 1 im Farang-Tourismus.

4. Nur Kambodscha und Vietnam haben sich bisher touristisch etwas geöffnet. Das wird zwar noch, ist aber für eine offene, kritische, freizügige, launige, satirische und sonstige Berichterstattung noch viel zu früh. Ganz grob für einige Länder in der Region: Militärs verstehen nun mal keinen Spass.

Und wie verhält es sich mit den Südost-Asiaten in Deutschland? Da gibt es neben den Thais nur noch eine sichtbare Vietnam-Community. Auch und gerade in Berlin. Aber: Vietnamesen sind reichlich anders. Nicht so weltoffen, eher verschlossen. Hat man kaum einen Zugang und nicht die Freundlichkeit, die wir ja an den Thais so schätzen. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Fakt ist aber, dass die meisten Vietnamesen, die ich kenne, die Öffentlichkeit nicht gerade suchen - um es vorsichtig zu beschreiben. Zudem ist in diesem Zusammenhang nicht ganz unwichtig, dass es genaugenommen zwei vietnamesische Gemeinschaften gibt: die aus dem Norden und die aus dem Süden. Letztgenannte sind die so genannten Boatpeople, die vor ca. 30 Jahren vor den Kommunisten geflohen waren. Und beide Landsleute sind sich immer noch nicht grün. Was soll man da machen? Aus meiner Sicht sind Vietnamesen gerne unter sich. Das sieht man auch an den Ehepaaren, wo nur selten ein Farang dabei ist. Punkt, dazu.

Ich kenne viele Vietnamesen, die durchweg sehr fleissig sind. Und die Mär von den Glimmstengeln glaube ich schon lange nicht mehr. Das ist ein Vorurteil. Die, die ich kenne, wollen wie viele Deutsche leben: Arbeiten, arbeiten, ein schönes Zuhause, die Kinder zum Studium bringen und Urlaub auf Malle. Mit Pattaya, Phuket, Hua Hin und dem Thaipark hat das aber ganz wenig zu tun... Euer Mathias Heinrich

02 / 2010

ist leider ausgefallen, zugunsten eines Gewinnspiels vom Thai Garden Resort in Pattaya.

01 / 2010

da isser ja wieder! Mein Fussball-Kumpel Gembo war schon in Sorge. Aber letztens brauchte ich einfach den Platz des Fotos, um den Gedanken richtig auszuformulieren. So, heute dafür kurz und knapp:

Überrascht war ich, als ich hörte, dass in Berlin das erste muslimische Sorgentelefon eingerichtet wurde. Kein Witz, ist Wahrheit. Nun sind wir kein Muslime oder Moslems, aber Sorgen haben wir ja auch. Da ist es schon sehr wichtig, dass man sich bei jemandem aussprechen kann. Dass auch einfach einer da ist, der nur mal zuhört. Also, ich finde solch ein Sorgentelefon ist eine sehr sinnvolle Einrichtung. Wäre auch mal für die Thailänder/innen eine gute Sache. Auch konnte ich oft beobachten, dass Thais offensichtlich nicht in der Lage sind, ihre Probleme sprachlich zu formulieren und auch anderen ans Herz zu legen. Wie oft musste ich in kritischen Situationen ein scharfes "Mund zu!" vernehmen. Unangenehme Dinge und Gedanken werden einfach weggewischt. So einfach ist das.

Statt sich mal auszusprechen oder in einer Diskussion die verschiedenen Argumente und Sichten auszuloten und abzuwägen machen Thais oft dicht und tun etwas ganz anderes: Sie schlafen den ganzen Tag über, oder sie gehen richtig heftig auf Party (Gott Chivas lässt grüssen). Oder sie fangen an richtig zu futtern. Das Ergebnis nennt man dann Kummerspeck.

Was hilft nun dagegen? Ich meine: Das miteinander sprechen lernen. Denn hat man es erst einmal geschafft, ein Problem sprachlich genau auf den Tisch zu legen - so ist dies oft schon die halbe Lösung. Zudem hat der Partner dann die echte Chance zu helfen.

Bei mir hat es irgend wann einmal klick gemacht, als ich den folgenden schlauen Satz gelesen hatte: Man kann nur das sprachlich exakt formulieren, was man auch tatsächlich begriffen hat. Stimmt. Beispiel: Versucht doch mal die berühmte Abseitsfalle zu erklären oder die Relativitätstheorie in einfachen Worten darzustellen. Oder das leidige Share-Spiel. Geht kaum. Eben deshalb.

Apropos Fussball. Die THAIGER- Fussballer werden im Frühjahr wieder ein Turnier im Rahmen des NationsCups der Reisebank ausrichten. Dafür werden noch Teams gesucht, die mitspielen wollen. Es gibt auch wieder etwas zu gewinnen. Spielort wird erneut das Sport-Center NORD in Reinickendorf sein. Euer Mathias Heinrich

12 / 2009

die sogenannten Rot-Hemden sind nun in Berlin aktiv geworden. Wir berichten natürlich auch darüber, also nachrichtlich. D.h. nicht, dass die FARANG-Redaktion nun politisch Partei ergriffen hätte. Das geht auch nicht. Wir sind Presse und somit in Deutschland zur Objektivität und Wahrhaftigkeit verpflichtet. Wie das mit der Presse in Thailand ist, das weiss ich nicht.

Unsere Aufgabe als Journalisten ist es diese Zeitschrift, den FARANG, weiterhin am Markt, also am Leben zu halten und sie Monat für Monat recht informativ zu gestalten - für Farangs.

Leider wissen wir nicht, wie Thailänder Zeitungen lesen. Möglicherweise anders als Durchschnitts-Europäer. Wie kann es denn sonst passieren, dass wir etwas schreiben und dann wird nur angelesen, oder nur so gelesen, was da stehen müsste - also nicht das, was da tatsächlich gestanden hat. Ein Happen nur aufgeschnappt und dann losgepoltert... Wenn beispielsweise Edd etwas Komisches schreibt, dann heisst es schnell mal in der Thai-Szene: Der FARANG hat gesagt und geschrieben. Na, ganz verknappt bin ich ja der FARANG. Also hätte ich das gesagt. Ist komisch, aber wahr. Manche Thais wollen auch nur Fotos sehen oder sich selber abgebildet sehen. Die Texte und Bildunterschriften - alles nicht so wichtig. Man könne sich den Text ja dazu denken - so manche Thais.

Also, wenn im FARANG Berichte über die Demos der Rot-Hemden in Bangkok veröffentlicht werden, dann heisst das nur, dass diese Demos wohl stattgefunden haben und dass wir das Material darüber auch bekommen haben. Früher haben wir auch über die Demos der sogenannten Gelb-Hemden berichtet, auch über die Besetzung des Airports Suvarnabhumi. Lange Zeit hatten ja die Gelb-Hemden ihren roten Kollegen die Straße überlassen. Das scheint aber wieder anders zu werden. Ein offener Konflikt bahnt sich also an. Da wollen wir nicht noch Öl ins Feuer giessen. Wir halten uns an des Königs warnende Worte, doch bitte das Land nicht kaputt zu machen und statt dessen miteinander den gesellschaftlichen Diskurs zu führen, also miteinander zu reden. Und zwar alle wichtigen Leutchen und Kräfte in der Thai-Gesellschaft. Das ist wahrlich salomonisch, weise und nun auch unsere Meinung. Unser Thema ist nicht mehr und nicht weniger: Thailand - ein liebenswertes Reiseland, die ganze Breite und Vielfalt seiner Kultur und die Menschen, zugegeben, zumeist der weiblichen Menschen. Ist aber nicht richtig schlimm! Euer Mathias Heinrich

11 / 2009

meine allmonatliche Kolumne muss dieses Mal leider ausfallen. Ich habe einfach keinen Nerv und keine Ruhe, über etwas Vernünftiges nachzudenken. Zu viele Dinge sind passiert und haben uns das Leben auch schwer gemacht. Ich wollte die ganze Zeitung schon hinschmeissen. Alle sagen, ein tolles Magazin hast Du da! Finden auch viele Thais. Keiner aber fragt, wie das auch finanziert wird. Denn die ganze Kraft geht dafür drauf, neue Anzeigenkunden zu gewinnen und die alten nicht zu verlieren. Das Thema Geld hatte ich ja schon einmal angeschnitten. Natürlich wollen wir gerne Singha Bier im Boot haben, bekommen wir aber nicht. Kein Budget vorgesehen heisst es jetzt, früher hiess es: wir wollen vor allem in die deutsche Gastronomie. Na egal. Oder die eine oder andere Fluggesellschaft. Die THAI inter oder Bangkok Airways. Pustekuchen, wahrscheinlich sind wir denen zu klein. Andere haben gar keine Prokura, eine eigene Entscheidung zu treffen. Müssen erst in der Wüste anrufen wegen jeder Büroklammer. Dabei sind unter unseren Lesern tatsächlich viele Dauerflieger und Oft-Flieger. Haben die Airline-Chefs noch nicht erkannt. Kommt aber noch!

Immerhin sind wir von Air Berlin zum Erstflug direkt Berlin-Phuket nach Tegel am 1.11. eingeladen worden. Also, nicht zum Mitfliegen. Zum Dabeisein und Zuschauen und drüber zu berichten, aber immerhin. Das ist doch mal ein kleiner Anfang.

Unser Wunsch ist es auch, dass wir den Bangkok-Passagieren ein FARANG-Heft mit an Bord geben. Wäre doch eine passende Fluglektüre für Thailand-Fans. Oder der Verkauf an den Zeitungs-Kiosken auf den Flughäfen und Bahnhöfen. Da müssen wir hin!

Die vielen kleinen Anzeigen machen auch ordentlich Arbeit. Die leisten wir zwar gern für unsere Kunden, doch ist dies keine stabile finanzielle Basis. Thomas von DAOs macht sich ja auch immer Gedanken um unser Magazin und hilft uns viel. Er meinte, einige Anzeigen von Globalplayern müsstet ihr als Basis haben - ja, stimmt, aber woher nehmen?

Ach so, ein neues Foto da oben wollte ich auch schon lange machen. Hat auch noch nicht geklappt. Ich glaube, die komische Brille da ist schon richtig angewachsen. Ja, Peter Leupold, da hast Du Recht! Euer Mathias Heinrich

10 / 2009

ich will ja nicht auf alter Mann machen, aber Sachen erlebt man, das glaubt man kaum. Einem nicht-deutschen Farang ist in Berlin die Thaifrau unerwartet und ohne Erläuterungen einfach weggelaufen - und er wird damit nicht fertig. Auch ganz viele Monate später nicht. Alle ewigen Diskussionen, Zuwendungen und Hilfsangebote meinerseits bringen keine Linderung. Immer mehr verstrickt sich der vordem mal nette Mann in einen Wust aus Verschwörungstheorien, Verfolgungswahn und gedanklichen Not-Konstrukten. Er verliert den guten Job, Geld und Gesundheit und später auch die ganze Arbeitsfähigkeit. Gerät mit den Gesetzen in Konflikte usw. Das zieht ihn immer tiefer ins schwarze Loch. In seiner nackten Verzweiflung macht er nun mich als Helfer, als Mit-Leidender und Mitwisser seiner Misere zum Mit-Verantwortlichen. Als Zeitung könne ich ja das Recht und die Wahrheit wiederherstellen. Das geht aber gar nicht. Ist ja Zeitung. Macht selber nichts, sondern schreibt nur drüber. Also zieht der - wie gesagt ausländische - Mann völlig unerwartet einen ganz üblen Vorwurf aus dem Sack: Wir Deutschen hätten ja vor 60 Jahren schon einmal die Verantwortung nicht übernommen. Na, da hörte der Spass aber auf. Merke: Fascho-Vergleiche gehen immer schief! Und weg ist weg.

Ein Gespräch mit freundlichen und gebildeten thailändischen Damen aus der Mittelschicht sozusagen brachte einiges an Erkenntnis. Allein die von ihnen gestellten Fragen nach den Befindlichkeiten, nach den Lebensumständen und nach dem Tun der einfachen Thaifrauen aus dem Isaan hier in Berlin sagten mir: Die Damen wissen kaum etwas von ihren Landsleuten und haben einen Abstand zu denen da unten. Wenn man es so sagen darf. Ja, darf man in einer Demokratie. Da wurde mir klar, wie schwer es in Thailand sein wird, die Spaltung des Landes zu überwinden. Wenn keiner voneinander etwas weiss und man nicht gelernt hat, seine politische Meinung zu artikulieren oder sich traut diese offen zu äussern oder gemeinsam resp. gegeneinander zu entwickelt - dann wird es fast aussichtslos. Denn richtiges Streiten will auch gelernt sein. Offensichtlich hat keine der beiden Seiten auf den König gehört, der ja zur friedlichen Zusammenarbeit aufgerufen hatte. Sonst drohe Thailand zusammen zu brechen, so mahnte der König. Mathias Heinrich

09 / 2009

die elende Wirtschaftskrise ist nun auch bei uns angekommen, also beim FARANG. Die hohen Druckkosten können kaum noch eingefahren werden. Das Magazin aber einstellen kommt nicht in Frage, etwas dünner machen sieht auch blöde aus. Also, was ist zu tun? Nun sind wir nicht solche Leute, die jetzt anfangen zu jammern oder die Hand aufzuhalten. Wir sind einfach etwas mehr aktiv geworden und haben nach weiteren Ressourcen, sprich Anzeigenkunden, Ausschau gehalten. Wir, das sind in diesem Falle mal Volker Wangemann, Reinald Vogt, Helmut Kremser und meine Wenigkeit. Eine Krisensitzung ergab einige Aktivitäten. So ein Massen-Mailing an potentielle Geschäftspartner, dann längst fällige Altschulden eintreiben und weitere Verkaufsstellen klarmachen. So die Zeitungsshops an den Berliner Flughäfen und Bahnhöfen. Würde doch passen. Über Fragen des Inhalts wird ein anderes Mal gesprochen. Etwa in dieser Richtung: Mehr handfeste Substanz und weniger bunte Party-Berichte.

Überraschend, wie solidarisch manche sofort reagierten. Winny in Pattaya hatte Lilly wieder im Boot und René und Wan von der Phakawan Thaimassage hatten gleich mehrere praktische Angebote gemacht. Dankeschön! Es war ja immer meine Zielsetzung, den FARANG auf ganz breite Schultern zu stellen. Er kommt ja nicht vom Mond oder aus der Druckerei, sondern aus meinem Kopf und aus der Community.

Meine Mutter sagt immer: Junge, mach mal immer schön Kunst und Kultur in der Zeitung. Misha meint das ja auch - aber wer soll denn das alles bezahlen? Na, der Ackermann.

Nun wollen wir wegen der Penunse nicht den Blick für das Große und Ganze verlieren. In Thailand ist ein ungeheurer gesellschaftlicher Umbruch im Gange. Die Rothemden machen immer mehr Dampf. Ob ihre Forderungen nun berechtigt sind oder nicht: Sie lähmen damit das Land und die Entwicklung. Der König hat sich endlich zu Wort gemeldet und vor großem Schaden gewarnt. Und der wahrscheinlich krebskranke Thaksin klopft immer heftiger an die Türe. Die Urlaubszentren sind immer noch verwaist, und der Muslim-Terror in den Südprovinzen hört einfach nicht auf. Letzterer ist nur deswegen nicht so oft in den Schlagzeilen, weil die anderen Probleme noch größer sind. Euer Mathias Heinrich

08 / 2009

leere Bar in Pattaya 2009

unser rasender Reporter Winny hat dieses Foto gerade im Seebad geschossen und herübergebeamt. Er musste dafür nicht lange suchen oder viel vorbereiten. Etwa sagen: "Darf ich Sie fotografieren?" oder "Gehen Sie bitte mal aus dem Bild". Es sieht tatsächlich überall so aus in Pattaya. Auch in den Restaurants. Überall gähnende Leere. Aber nicht nur dort. Das soll schon in Bangkok auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi so sein, wie uns René von der Phakawan Thaimassage in Berlin mitteilte. Alles ist vorbereitet, doch nur wenige kommen noch. Ob nun Qualitäts-Touri oder der treue Bar-Fritz. Wie es langsam scheint, hat diese Touristen-Ebbe nicht nur etwas mit den Flughafen-Blockaden und politischen Unruhen zu tun. Denn an vielen Orten in Thailand war davon ja gar nichts zu spüren. Etwa in Hua Hin, in Chiang Mai oder in Phuket. Oder denkt heute noch jemand an den Tsunami?

Das muss also andere Gründe haben. Wahrscheinlich globale. Nun möchte ich kein Hellseher sein, aber ich lege mich mal fest. Die schiefe Wirtschaftslage ist es. Die Wirtschaftskrise also. Die daraus folgende Angst, den gewohnten Wohlstand und die soziale Sicherheit zu verlieren. Es ist also nackte Angst, die uns Menschen abhält, soeben mal mit ein paar Tausendern in der Tasche in den üblichen Urlaub zu fliegen. Ich sage Euch, die paar Tausender sind bei vielen Leuten auch einfach nicht mehr da. Da kann Thailand rudern wie es will. Da muss noch etwas anderes passieren. Doch solange unsere Minister ihre Dienstwagen im Urlaub auf Staatskosten durch Europa kutschieren lassen wird das wohl nichts. Ob regulär oder nicht. Das spielt keine Rolle. Es ist das Denken was dahinter steht. Diese irre Selbstbedienungs-Mentalität. No Verantwortung für Nichts. Und genau diesem Denken vertraue ich nicht mehr. Dann lieber an der Bar sitzen und einfach Spass haben mit den Girls. Ist doch ehrlicher. Euer Mathias Heinrich

07 / 2009

den Kampf zwischen Mann und Frau gibt es schon ewig. Daran haben wir uns schon gewöhnt. Wenn noch die Kluft zwischen den Kulturen und das Unwissen darum dazukommen, wird es etwas schwieriger. Im einzelnen: Sprachprobleme, Familienbindung, Traditionen, Wesensmerkmale, Religion, Sitten, Gebräuche, Prioritäten, Geld - um nur einige Dinge zu nennen, wo es zwischen Thaifrau und Farang zu Spannungen kommen kann. Wie gesagt kann, nicht muss.

Ich kenne mehrere thai-deutsche Paare, die schon 20 Jahre oder mehr friedlich zusammenleben und es auch weiterhin tun werden. Ausgeglichene und freundliche Leutchen zumeist. Arbeitsam, fleissig und respektvoll dem Partner gegenüber. Doch weit mehr Paare kenne ich, die recht giftig miteinander umgehen, die sich streiten und in die Haare kriegen. Manchmal ist Arbeitslosigkeit mit im Spiel, manchmal Alkohol. Probleme mit dem Geld sowieso. Ob Spielbank, Suff, Puff oder Hartz 4. Das nimmt sich alles nicht viel. Gegenseitige Schuldzuweisungen sind an der Tagesordnung. Anstatt man sein eigenes Leben auf die Reihe bekommt und Verständnis für den Partner und dessen Kultur entwickelt. Beiderseits.

Am schlimmsten sind jene Paare, die gar keine mehr sind. Da hat SIE etwa drei oder vier Galane nebenbei, kassiert bei allen Taschengeld, oder gibt das gemeinsame Kind kurzerhand mal in Thailand ab - für Jahre oder für immer. ER hingegen hat nichts besseres zu tun, als mit ihrer besten Freundin oder gar der Tochter... Nee aber auch. Zustände wie im alten Rom.

Besonders hart trifft es den Farang, wenn sie wie vom Blitz getroffen aufsteht, die gemeinsame Wohnung verlässt und nie wiederkommt. Alles zurücklässt. Die Fotos, die gesamten Textilien - einfach alles. Er sitzt nun auf dem Haufen Klamotten und versteht die Welt nicht mehr. Er denkt europäisch und wartet. "Wenn es sein muss mein Leben lang" sagte mir neulich ein Verlassener, der am gebrochenen Herzen sterben wird. Kann man zusehen.

Umfragen im Isan ergeben immer noch den Wunsch sehr vieler Thaifrauen, dass sie ihre Zukunft in der Heirat mit einem Farang sehen. Sie sagen nicht etwa: in der Liebe zu Peter aus Marzahn. Sie sagen einfach Farang und meinen damit soziale Sicherheit und Versorgtsein. Mehr weiß ich jetzt auch nicht. Euer Mathias Heinrich

06 / 2009

man sollte über wichtige Dinge schreiben. Mache ich aber heute nicht. Lieber mal über komische Erscheinungen. Da ruft mich neulich ein Farang an und bittet die Anschrift seiner Thaimassage aus der FARANG-Homepage herauszunehmen. Komisch, normalerweise ist es umgekehrt. Hier seine Begründung: Vom FARANG kämen nur solche Kunden, die gar keine Massage haben wollen sondern Erotik. Mhh, kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber gut, machen wir doch. Da mir aber der Name von besagter Thaimassage irgendwie bekannt vorkam habe ich ihn mal gegoogelt. Und siehe da: Fette Werbung in allen wichtigen Erotik-Portalen. Von Berliner Bordelle bis Rotlichtmodelle. Das ist doch komisch - oder doch nicht?

Nächster Versuch: Ein anderer, sehr höflicher Farang ruft mich an und fragt nach, wo er denn für seine Thaifrau Romane des russischen Schriftstellers Dostojewski in thailändischer Sprache herbekäme. Hmm. Da war ich etwas überfordert und habe ihn nur nach Thailand weiterreichen können. Ist zwar nicht komisch, aber schon nicht ganz alltäglich. Aber warum eigentlich nicht? Schliesslich habe selbst ich einmal die Romane "Der Idiot" und "Raskolnikow" gelesen. Brrr - der letztgenannte war richtig abgründig. Also, meine Thai-Madame könnte den nicht lesen. Fürchtet sie sich doch schon in der grossen dunklen Altbau-Wohnung mit Philok und alleine zu sein...

Weiter im Text: Meist komisch sehen jene Seiten in unserem Magazin aus, die von thailändischen Freunden zugearbeitet wurden. Ist es doch so, dass sie vor allem die Fotos veröffentlicht sehen wollen. Buchstaben sind ihnen offensichtlich nicht so wichtig. Verstehe ich zwar nicht, bringe ich aber dennoch. Ist fast so wie die kleinen Japaner mit ihrem Fotoflitz. Egal!

Noch einer: Ruft die Deutsche Welle an und möchte einen thailändischen Journalisten in Deutschland zu den gegenwärtigen politischen Auseinandersetzungen in Thailand interviewen. Er solle bitteschön seine persönliche Meinung ganz offen sagen. Wird dann in Thailand gesendet. Ist doch komisch...

Na ja, das ist ja gar nichts gegen die Antwort eines türkischen Mannes, den ich einmal fragte, warum er denn seine Thai-Freundin verkloppt. Die Antwort. Mache ich doch nicht. Nur das eine Mal. Noch Fragen? Noch mehr Komik? Euer Mathias Heinrich

05 / 2009

gerade sind wir von einem Kritiker unseres Magazins das erste Mal für eine Ausgabe gelobt worden. Das hat uns gefreut. Logisch. Es handelt sich dabei um unsere März-Ausgabe. Wenn man das Heft aufschlägt überrascht ein schönes Buddha-Abbild den Leser. Und weiter im Heft viel Kultur und solide Informationen. Sicher hat auch die Serie über die Könige Thailands zum positiven Eindruck der Ausgabe beigetragen. Das spornt uns also an, in diesem Sinne weiter zu machen. Doch wie der Papst werden wir wohl nie werden. Unser heimliches Ziel besteht nämlich darin, das ganze bunte Spektrum des Thai-Farang-Lebens abzubilden, d.h. also, niemanden auszugrenzen. Tempel, Strände, Tiere und Landschaften sind schon eine prima Sache - aber eben nur ein Teil der menschlichen Kultur, respektive unseres Lebensumfeldes. Unsere treuen Leser gehen ja auch nicht jeden Tag ins Museum. Eher nicht. Insofern freuen wir uns über die anderen neuen Thai-Magazine, die sich vor allem als Kulturmagazine verstehen und so keine direkte Konkurrenz sind. Ich meine damit SIAM Heute aus Bangkok und das THAI Magazin aus Berlin. Wir wollen ein wenig mehr das Ohr an der Masse haben. Und dazu gehören eben auch die vielen Probleme binationaler Ehen, die Visa-Fragen, Politisches, auch Sex & Crime, die geliebte Thai-Cuisine, satte Pop-Konzerte, die Thaimassagen, sogar die Etablissements und die vielen Geschichten von den Glücksrittern und vom resistenten Thai-Virus. Dazu stehen wir. Wir können nicht anders.

Also Micha, danke erst einmal für das kleine Kompliment. Du weißt, dass unser beider Arie länger verbindet als so manche Freundschaft. Du bist hiermit herzlich eingeladen, noch mehr für den FARANG zu tun. Auch in Deinem Kultur-Sinne - kein Problem. Wir sind immer offen und praktizieren ein recht freies Miteinander. Jeder macht das, was und wie er es eben kann. Es gibt keine Schelte, höchstens Manöverkritik, um gemeinsam zu lernen. Wir haben auch viel Spaß an der Sache und wenn wir uns treffen. Das alles ist Absicht und gewollt. Was hältst Du davon, die Rubrik "Eine Frage, Herr Wissenschaftler" wieder aufleben zu lassen? Meinung ist gut, Wissen ist besser.

Eigentlich wollte ich ja etwas ganz anderes schreiben. Aber das mache ich dann das nächste Mal. Euer Mathias Heinrich

04 / 2009

ich möchte in diesem Monat an dieser Stelle noch einmal die Geschichte vom kleinen Heinz aus Pattaya erzählen. Sie ist wirklich passiert. Und warum ich das jetzt schreibe, das müsst Ihr schon selber erraten. Also, Heinz war ein rüstiger Rentner, so um die 70 Jahre. Er war gesund und munter, lebte im gewählten Paradies mit seiner Thaifrau glücklich und in einem schönen Zuhause. Die Pension war ausreichend. Alles war gut. Doch eines Tages fand Heinz, dass ein paar Falten im Gesicht eigentlich weg könnten. Heinz, meinte also, dass ihm zum vollkommenen Glück nur noch eine kleine Schönheitsoperation fehlen würde. Alle seine Freunde rieten ihm sehr heftig ab und meinten, Mensch, Heinz, lass das doch sein! Du siehst doch gar nicht schlecht aus. Und das stimmte sogar! Doch Heinz liess sich nicht beirren und legte sich in Thailand unters Messer. Das war es dann gewesen. Denn der kleine Heinz ist aus der Narkose nicht wieder aufgewacht. Aus irgend welchen Gründen wurde danach der Leichnam auch noch schnell verbrannt. So konnte nicht mal ein ärztlicher Kunstfehler nachgewiesen werden. Die Witwe konnte somit nichts mehr aufklären. Und Heinz hat bestimmt 10 schöne Jahre verloren. Vielleicht auch 20. Das war sie schon - die Geschichte vom kleinen Heinz.

Hans-Peter Puck ist nicht mehr

Jetzt folgt noch eine traurige Geschichte: Erinnern möchte ich an Hans-Peter Puck (54), der am 28. Februar 2009 in Berlin aus dem Leben geschieden ist. Für einen ordentlichen Nachruf reichen leider die Informationen nicht aus. Hans-Peter war ein lustiger Farang und Unternehmensberater. Er war jahrelang treuer Stammkunde bei Ching Chong am Olivaer Platz. Es war immer herrlich, wenn Ching ihn mit "braungebrannt wie Hottentott" ansprach. Dieser Spruch gehörte immer dazu, besonders mit dem rollenden R gesprochen. Für unser Magazin hat Hans-Peter so manchen Beitrag geliefert. Ich erinnere mich an seine vielen und eindrucksvollen Fotos von den Folgen des verheerenden Tsunamis, die Hans-Peter in Khao Lak gemacht hatte. Es soll auch so sein, dass Hans-Peter nach dem Tsunami nicht mehr derselbe war wie vorher. Wir erinnern uns gern an ihn. Mathias Heinrich

03 / 2009

die Zeiten sind schwieriger geworden. Das merken auch wir, obwohl wir immer dachten, die Thai-Deutsche Gemeinde hat ein gewisses Eigenleben und ist nicht so abhängig von der Rest-Welt und deren Sorgen. Doch weit gefehlt. Die Lage der Thais in Deutschland hat immer auch etwas mit der Lage der Deutschen zu tun. Gerade in den letzten Wochen sind eine Menge Anzeigen-Kunden abgesprungen. Wie auf stille Verabredung. Eine ganzer Haufen auf einmal. Das muss man erst einmal wegstecken. Ob wir nun gut oder schlecht sind, spielt da nicht die erste Geige. Fakt ist, dass der FARANG irgendwie auch gebraucht wird. Also machen wir weiter. So gut es eben geht.

Da war das erste Erscheinen eines Konkurrenten nicht die beste Nachricht. Das THAI Magazin ist mit der ersten Nummer kostenfrei auf dem Markt. Ambitioniert gemacht und vor allem in Thai-Sprache. Es war ja lange schon in der Schleife, dass einmal ein Beherzter dem Berliner FARANG Paroli bieten will. Bisher hatte es kein Deutscher geschafft. Nun sind es drei Thailänder, die ein eigenes Projekt auf die Beine gestellt haben. Wie, weiss allein der Teufel. Wir sind schon gespannt, ob es nun eine Kooperation oder eine Konkurrenz wird. Denn die Margen sind sehr eng, gerade in diesen Zeiten.

In dieser Ausgabe starten wir mit einer Serie über die neun Könige der Chakri-Dynastie. Dank Volker Wangemann, der ja vor Ideen und Arbeitswut geradezu sprüht, werden wir vermehrt historische Stoffe veröffentlichen. Vorstellbar wären auch weitere Themen wie Porträts der wichtigsten Könige von Siam, oder der Ministerpräsidenten. Angedacht ist auch, einmal das Lumpini-Stadion vorzustellen, über die größen Kriminalfälle in der thailändischen Geschichte zu berichten oder ein bischen tiefer ins Goldene Dreieck zu schauen. Vielleicht schreibt Ihr mal, was alles lesenswert wäre. Dabei fällt mir gerade ein, dass Carsten Naß lange nichts aufnotiert hat! War ja immer gut.

Diese Dinge machen wir auch, um der bisherigen üppigen sogenannten Party-Berichterstattung etwas Solides entgegen zu setzen. Viele schicke Fotos von schönen Menschen ja - aber interessanter Lesestoff eben auch. Man kann es nicht allen Lesern zur gleichen Zeit recht machen. Die ganze Melange muss einfach wachsen... In diesem Sinne. Euer Mathias Heinrich

02 / 2009

ein Ruck geht durch Amerika und hoffentlich danach durch die ganze Welt. Die Erwartungen, die an den neuen US-Präsidenten gestellt werden sind sehr hoch. Wahrscheinlich kann sie ein einzelner Mensch gar nicht erfüllen. Doch Amerika ist eben etwas Besonderes. In seinen Roots lebt immer noch der Traum alles aus eigener Kraft schaffen zu können. Einfach die Hemdsärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken. Yes, we can lautet die zwar schlichte und doch mutmachende Losung, die Obama ausgegeben hat. Kann sein, dass dieser von Pioniergeist geprägter amerikanischer Tatendrang etwas Positives bewirkt. Jetzt schon hat Obama die Reihen geschlossen und die Nation geeint, egal welcher Hautfarbe man ist. Eine große Leistung mit wenigen Mitteln erreicht. Das hat auch etwas mit Psychologie zu tun. Es muss einfach einer anfangen.

Lernen davon kann nicht nur das alte Europa, wo sich die Regierungen die meisten Sorgen um die Zahlungsfähigkeit der Banken und um die Absatzzahlen der Autohersteller machen. Doch dies ist viel zu kurz gezielt. Das werden wir noch bitter erfahren und erleiden müssen. Sehr richtig ist von Experten als das Unwort des Jahres "notleidende Banken" benannt. Ich sage: alles Banditen! In China würden sie hingerichtet.

In Thailand hingegen ist die Lage durch eine politische Patt-Situation geprägt. Die wirtschaftlichen Folgen daraus und aus der Weltwirtschaftskrise sind enorm und ein Ausweg noch nicht in Sicht. In Thailand fehlt eben jener Ruck durch das ganze Land und somit die Perspektive. Wichtige Kräfte halten sich bedeckt. Und keine politische Richtung scheint willens und in der Lage zu sein, das Heft richtig in die Hand zu nehmen und die Linie vorzugeben. Wahrscheinlich ist noch zu wenig passiert. Erst legen die Gelbhemden alles lahm, danach sind es die Rothemden, die für Unruhe sorgen. Die lang andauernde Auseinandersetzung der beiden Lager ist kontraproduktiv und lähmt das Land. Das einzig Bemerkenswerte an der Krise ist ihre Friedfertigkeit. Wenn wir es positiv deuten wollen: Es sind Schritte der Demokratisierung. Dazu gehört auch, dass man anerkennt, wer die Mehrheit im Lande hat.

Als ich neulich einer mir nahestehenden Thaifrau begeistert vom ersten US-Präsidenten schwarze Hautfarbe erzählte - sagte sie gelangweilt: Was geht mich das an? Euer Mathias Heinrich

01 / 2009

es gibt stets einen Ausweg! Wir Menschen haben meist nie freiwillig einen besseren Weg gewählt, wenn es mal nicht weiterging. Aber, wenn die Ka.., also der Brei, so richtig am Dampfen war, dann machte man etwas anderes. Gezwungenermaßen. Wir müssen ja nicht Hummer fahren. Wer sagt denn, dass man pro 100 Km 20-30 Liter verbrauchen muss. Das ist doch sowieso irre! Und Brot müssen wir auch nicht essen, da ja genug Kuchen vorhanden ist: Die gewaltigen Spareinlagen der Deutschen, die versteckten Schätze in den Tresoren der Schweiz (z.B. Nazigold, Ganoven-Kohle usw.). Die abgezweigten Unsummen in den Steuerparadiesen. Die Gelder der verschiedensten Mafias etc. Also Substanz ist reichlich da. Sie muss doch nur ins Spiel gebracht werden.

Und die Krise in Thailand? Da gibt es ganz bestimmt auch eine Lösung. Ein thailändischer Beamter sagte uns, das Dilemma wird auf thailändische Art und Weise geklärt. So unrecht hat er nicht. Thaksin wurde einfach ausgesperrt, als er nicht im Lande war. Dessen Nachfolger Samak stolperte über die Teilnahme an einer TV-Kochshow, und der letzte Premier Somchai wurde per Gericht entmachtet (Wahlbetrug). Na, Kinder, das ist ja fast wie in Italien. Also bitte, keine nachkoloniale Arroganz. So etwas wie in Thailand passiert auch in Europa. Nur finden wir dies nicht so lustig.

Mit der Wahl des neuesten Premierministers Abhisit ist offensichtlich ein Schachzug ausgekungelt worden. Denn mit ihm ist den Gelbhemden der Protest-Wind aus den Segeln genommen worden. Jetzt sind die Rothemden am Zug, denn sie haben im Lande eigentlich die Mehrheit, nur eben nicht in Bangkok. Die Sache ist also lange noch nicht ausgestanden.

Doch bitte keine Panik. Bisher verlief alles recht friedlich, wenn man bedenkt, dass es sich um eine gesellschaftliche Umbruch-Situation handelt. Damit will ich die Verletzten und Toten nicht unter den Teppich kehren. Deren Zahl ist aber gering, gemessen an den vielen Tausenden, die sich entschlossen auf den Weg gemacht haben und durchaus gewaltbereit gegeneinander stehen. Jetzt erwarten wir also den nächsten Schritt der thailändischen Methode. Königshaus und Armee haben ja bisher nicht aktiv eingegriffen. Aber vielleicht ist genau dies das richtige Rezept. Euer Mathias Heinrich

12 / 2008

wir sind keine normale Zeitschrift. Und das mit Absicht. Schließlich sind die Leser ja auch nicht der durchschnittsdeutsche normale Langweiler. Jeder Mitarbeiter hat seine eigene Verantwortung über seinen Bereich. Die Grünen nennen so etwas Basisdemokratie. Doch so hoch wollen wir die Sache nicht hängen. Womöglich müssten wir dann noch die Rotation einführen. Nein, so weit geht die Liebe nicht. Jeder erledigt einfach seinen Teil so gut, wie er es eben vermag. Es gibt keine Schelte und keine Entlassungen. Fehlende Professionalität wird oft mit Engagement und mit Liebe zur Sache (letztendlich geht es ja um Thailand) wieder wettgemacht. Dazu pflegen wir auch unsere kleinen Macken und unsere liebsten Dauer-Feinde. Na ja, die braucht man doch...

Als ich einmal von der Linux-Software und dem open source Prinzip (aus der EDV) hörte, war mir klar, wohin die Reise gehen würde. Jeder kann mitmachen, wenn er sich einbringt. Die Schnittstellen sind ja offen. Doch passen muss es. Es muss einfach nur wachsen und am Ende Sinn machen.

So, das war die Vorrede. Gerade geht der Sturm der Protestierer in den gelben Hemden auf den Airport Suvarnabhumi über den Ticker im TV. Oh je, jetzt wird es langsam ernst in Bangkok. Das Militär wird sich diese lähmende politische Patt-Situation nicht mehr lange ansehen. Denn der wirtschaftliche Schaden für Thailand wird immer größer - und ein Ausweg ist nicht in Sicht. Von keiner Seite. Die Protestierer lassen nicht locker und scheinen einen langen Atem zu haben. Von auswärts drängt sich der geschasste Premier Thaksin immer mehr in den Fokus. Seine Rückkehr scheint langfristig angebahnt zu sein. Ob dies gut ist oder nicht, vermag man von außen nicht zu urteilen. Wir sind keine Oberlehrer. Aber, wenn das wirtschaftliche Chaos erst richtig durchschlägt und konkrete tägliche Realität für die Bürger wird, ist fast alles möglich. Die Geschichte lehrt, in labilen Situationen ruft das Volk (also die Mehrheit) immer nach dem starken Mann. Berlusconi und Putin lassen grüßen. Der bekannte Publizist Henryk M. Broder hat mal gesagt, die Deutschen seien diesbezüglich noch nicht geprüft worden. Und was machen wir? Wir warten auf den 500-Euro-Einkaufsgutschein zum Ankurbeln der Wirtschaft und gucken Hoffenheim. Euer Mathias Heinrich

11 / 2008

ein ungeheurer Vorgang: Die Landesbank des reichen Bundeslandes Bayern hat richtig Mist gebaut und holt sich aus dem armen Berlin die Milliarden, um die Verluste auszugleichen und unbescholten weiter zu werkeln. Nicht Baht, sondern harte Euro. Die Versager-Manager derweil beschränken sich auf zukünftige Bezüge von 500 Mille im Jahr. Mir kommen die Tränen - und - mir fehlen da einfach die Worte. Ja, wo leben wir denn? Was haben denn die Veruntreuer vorher verdient?

Immerhin wurde in Thailand der vertriebene Ober-Chef Thaksin zu zwei Jahren echten Knast verurteilt, weil er seiner Frau ein Filet-Grundstück in Bangkok zum kleinen Preis zugeschanzt hatte. Wer hätte das gedacht? Verurteilt wegen Amtsmissbrauchs! Dumm nur, dass der Verurteilte gar nicht fassbar ist, weil der sich in London amüsiert, seine Milliarden zählt und gerade seinen Fußballclub an Reiche aus Abu Dabi verkloppt hat. Und das wieder mal an der Steuer vorbei. Kann denn hier jeder machen, was er will und ohne sich dafür verantworten zu müssen? Mir hängt das Finanzamt ständig an den Fersen und fordert 10 Euro, wenn ein Papier nicht rechtzeitig eingegangen ist. Und die braven deutschen Beamten bleiben ganz hart am Ball, bis sie die Kohle auch haben.

Ganz anders in China, wo ja so manches anders zu sein scheint. Geht doch bei N-TV die Tickermeldung durch, dass ein Top-Manager vom Olympia-Komitee des Landes zum Tode verurteilt wurde. Der Grund: Der Sport-Manager war korrupt und hat sich offensichtlich mit ein paar Millionen schmieren lassen (Stichwort Bauaufträge). Na ja, der macht so etwas nie wieder. Ganz sicher ein sehr hartes Urteil, aber: Diese Millionen fehlen in einem solchen Land anderen, vielleicht armen, Menschen, die möglicherweise darben oder Schlimmeres erleiden müssen. Also Leben gegen Leben.

Im noch satten Europa ist das ganz anders. Da gibt es bei Fehlverhalten von Leistungsträgern eine schöne Abfindung, einen Wechsel in ein anderes Amt oder bestenfalls eine Versetzung ins Europa-Parlament. Weg vom Fenster und eine Etage höher.

Aber was soll man machen? Fragte ich neulich ganz brave Vietnamesen, warum sie nicht in der Heimat urlauben. Kam eine knappe Antwort: Ist zu korrupt... Euer Mathias Heinrich

10 / 2008

unser Leser Oliver F. hat kritisiert, dass wir nicht über die Erhöhung der Gebühren für die Pass-Verlängerung in der Lepsiusstraße berichtet haben. Tut mir leid, haben wir einfach nicht gewusst. Weiterhin schimpft er über die seiner Meinung nach nichtssagenden Berichte über private Feiern. Na, ja, das ist zwar nichts Weltbewegendes, das gehört aber einfach dazu. Die kleinen menschlichen Geschichten. Die mögen wir einfach. Ein bischen Klatsch, ein wenig Alltag. Diese Momentaufnahmen in der Wohnstube. Ist doch nicht schlimm. Kann man einfach weiterblättern.

Ernst zu nehmender ist da seine Kritik am Fehlen der tagesaktuellen Meldungen über die Krise in Thailand. Nun können wir als Monats-Zeitschrift nicht immer den brandneuen news hinterher hinken. Das ist nicht unsere Aufgabe. Das machen die Tageszeitungen und N-TV. Wir erscheinen ein Mal im Monat, meist nach den Ereignissen. Also bringen wir Zusammenfassungen, Hintergrund-Informationen, Dokumentationen und Kommentare etc. Im Falle der Thailand-Krise haben wir Thaksins Flucht nach London im Heft gehabt. In dieser Ausgabe nun eine vollständige Chronik der Ereignisse in Bangkok. Sauber recherchiert und zusammen getragen von Dr. Wangemann. Ist okey.

Problematischer hingegen ist die ganze Chose in Bangkok. Aus meiner Sicht eine Patt-Situation. Kaum ein Ausweg in Sicht. Grob umrissen: Die Demonstranten wollen die rechtmäßig gewählte Regierung nicht haben. Sie vertreten die Eliten in den Großstädten. Neuwahlen würden aber wohl auch nichts ändern. Denn die Mehrheit sozusagen auf dem Lande hat die Thaksin-Nachfolgepartei ganz normal gewählt. Deswegen möchte die Opposition nur ein Drittel der Abgeordneten per Wahlen ermittelt wissen und die restlichen ohne Wahlen einfach nur bestimmen lassen. So richtig demokratisch ist dies nun auch wieder nicht.

Das erinnert mich an meinen Vater, der zwar hochstudiert und gebildet ist, sich aber darüber aufregt, dass dumme Menschen, also die nicht studiert haben, dasselbe Wahlrecht haben wie er. Sie 1 Stimme, er 1 Stimme. Das sei für ihn als geistige Elite ungerecht. Da fehlen mir die Worte. Sinnvoll hingegen scheint mir, die Kosten für Flugtickets in Zukunft nach dem Körpergewicht zu bemessen. Oder lieber nach der Haarfarbe? Euer Mathias Heinrich

09 / 2008

es gibt sie also doch noch, die klassischen Geschichten von dem Tellerwäscher, der es zum Millionär schaffte. Nicht nur in Amerika.

In München betreibt Bernd Ungewitter mit seiner thailändischen Ehefrau Nisachon das angesagte Restaurant KAIMUG - Thailändische Garküche. Nicht irgendwo, sondern in den noblen Fünf Höfen in der Innenstadt. Das war nicht immer so. Angefangen hatte es in Thailand, wo er Nisachon in einem Hotel kennen- und lieben lernte. Die gute Thaiküche mochte der Farang ohnehin lange schon. Besonders die Garküchen auf den Strassen. Beide beschlossen vor 7 Jahren, etwas Neues in Deutschland auf die Beine zu stellen: Schnelles, gutes und preiswertes Thai-Essen in Selbstbedienung und dazu in schönem Ambiente an den Mann zu bringen.

Zuerst in München-Unterföhring mit einem kleinen Imbisswagen, dann mit einem grossen Imbisswagen und dann noch grösser. Die Qualität der Speisen war hervorragend, die Preise klein und gut kalkuliert. Die Zahl der Kunden stieg zunehmend. Catering und Party-Service in grossem Stil vervollständigten das solide Angebot. Immer mehr Aufträge, und die Firma wuchs und wuchs. Jetzt gibt es im Stuttgarter Hauptbahnhof und im Berliner Bahnhof Zoo je eine KAIMUG-Filiale.

Dort sieht der Gast eine offene moderne Küche mit viel Nirosta. Der Tresen ist aus dunklem Holz, mit raffinierter Beleuchtung und viele orangene Flächen. Erdene Farben dominieren. Ein dunkles stumpfes Parkett am Boden. Geschirr und Bestecke sind sehr gediegen und edel gehalten. Sparsame Kunst an den Wänden. Alles ist praktisch und einfach schön. Das Motto lautet: Gut, schnell und gesund. Passt in die Zeit. Business-Leute lieben das.

Und was gibt es zu essen? Keine 200 Gerichte aus der Gefrierbox, dafür völlig ausreichend ein Dutzend Hauptgerichte meist zu 6,50 Euro (klein zu 5,50) und als Menues meist 7,50 Euro (klein 6,20). Keine Glutamat-Pampe, dafür fein definiertes Thai-Gemüse.

Bernd und Nisachon hatten ein gutes Konzept ausgearbeitet, das auch die Bank überzeugte. Ein komplettes Franchise-System steht online abrufbar bereit, und weitere Filialen in Deutschland werden wohl folgen. Dass es eine exzellente und informative Website gibt, das versteht sich von selbst (siehe www.kaimug.de). Kaimug heisst übrigens Perle (!). Euer Mathias Heinrich

08 / 2008

jetzt ist aber Schluss mit den ewig langweiligen Party-Berichten. Wirklich? Nein, nicht ganz so. Denn die vielen Auftritte der Thai-Stars fern der Heimat sind schon ganz wichtig für die Frauen der Farangs. Gemeint ist aber, dass wir die Inhalte unseres FARANG etwas gewichtiger gestalten wollen. Party ja, aber eben auch die vielen anderen interessanten Themen, die Thailand und Umgebung bieten. Dafür haben wir inzwischen ein festes Team von Autoren gewinnen und binden können, die gerne mitarbeiten und aus ihren Bereichen Beiträge liefern. So Carsten Nass, RA Bümlein und auch Dr. Volker Wangemann. Mit der Story über den Golf-Star Tiger Woods in der letzten Ausgabe und mit der Story über die weltberühmte Pathologin Dr. Porntip haben wir zwei Top-Geschichten im Blatt. Ganz exklusiv, nicht irgendwo abgekupfert. Und im nächsten Heft stellen wir ein Resort für schwule Männer vor. Auch etwas Besonderes. Andere Autoren in Wort und Bild kommen inzwischen selbständig aus der Thai-Szene. Neben Edd und Mit auch die Thailänderin Geo Paksi aus Berlin und Pongtorn Nakornsri (von Asia Foodland) schreibt aus Bangkok. Pater Adonis hingegen berichtet von seinen Filipinos in der Hauptstadt. Micha Weber schreibt regelmässig von seiner Koh Chang, und Wolfgang Payer ist in Pattaya ja wieder aufgetaucht. Und weitere Autoren sind noch an Bord.

Dennoch erwarten die Thai-Party-Veranstalter, dass ihre Leistungen im Blatt eine ordentliche Beachtung finden. Schliesslich bezahlen sie auch jeden Monat brav ihre Anzeigen und sichern damit das Fortbestehen unseres Magazins. Dieses ist einzigartig, und es braucht Artenschutz sozusagen.

Beim FARANG ist manches etwas anders als bei anderen Print-Medien. Denn auch die Leser sind in vielen Dingen etwas anders als andere Menschen. Und das ist auch gut so. Ich behaupte mal, dass es keine Zeitung oder Zeitschrift in Deutschland gibt, die solch eine enge Leser-Blatt-Bindung hat wie der FARANG. Wenn Limmy sagt, die "O lalas" sind Mist - zack, schon sind sie nicht mehr drinne. Oder hat jemand einmal dem Chefredakteur des "Spiegel" auf die Schulter gehauen? Wohl eher nicht. Meine sind schon ganz krumm vom vielen Kloppen. Nur, was ich gar nicht mag, ist die blöde Frage: "Was machst Du eigentlich beruflich?" Euer Mathias Heinrich

07 / 2008

wir hatten uns schon daran gewöhnt, dass unser FARANG zum Anfang des Monats erscheint. Oft auch direkt am 1. Tag des Monats. Nun ein kleiner Rückschlag. Wir sind also am 7. Juli erschienen. Das hängt nicht etwa mit der Fussball-EM zusammen, nein: Es gab in der Druckerei einen grösseren Maschinenausfall, respektive eine Reparatur. Damit muss man immer rechnen. Das soll aber die Freude an dieser hoffentlich wieder interessanten Ausgabe nicht mindern. Wir geben uns weiterhin Mühe, jeden Monat ein buntes Heft mit einer Vielzahl von Themen zu produzieren. Denn die sogenannte Melange macht es. Das meint die Auswahl von sehr verschiedenen Themen und Betrachtungsweisen. Also weiter! Nach zwei oder drei Ausgaben sind wir dann wieder im richtigen Monats-Rhythmus. Versprochen!

Die Freunde aus Laos sind in Berlin offensichtlich aktiver geworden. Damit meine ich nicht nur die Fortschritte von Uts anmutiger Tochter beim Thaitanzen. Da sind die fleissige Familie Dang, die neuen Betreiber des DAO-Shops auf der Kantstrasse, dann einen freundlichen jungen Mann namens Kham, Mitinhaber des Asia-Shops im U-Bhf Fehrbelliner Platz, sowie die netten Chefs des Asia Shops im U-Bhf Hermannstrasse. Letztere gehören zu den Veranstaltern des ersten loatisch-thailändischen Sommer-Festes in Berlin. Dieses findet am 19.07. im Sportzentrum TIB am Columbiadamm 111 statt und heisst SONG FANG KHONG. Das ist der Name einer der drei Freundschaftsbrücken über den Mekong, die beide Länder verbinden. Eine prima Idee und ein guter Anfang, künftig gemeinsam die Feste zu begehen. Schliesslich lebt man ja im Alltag ohnehin eng zusammen. Siehe dazu auch die Anzeige auf der Seite 46. Eintritt 10 Euro, für Kinder nur die Hälfte. Beginn 19 Uhr. Euer Mathias Heinrich

06 / 2008

langsam ist es wohl an der Zeit, den individuellen Bentley zu bestellen, schliesslich sind dessen Lieferzeiten so lange wie einst die des stinkenden Trabanten in old GDR. Aber Spass beiseite. Das KaDeWe hat gerade angerufen und möchte gern unseren FARANG in der 6. Etage des Konsum-Tempels am riesigen Zeitungs-Stand mit anbieten. Einige Kunden hätten nachgefragt. Somit ist bewiesen, dass die Leser eine Macht sind. Leser, Kunden überhaupt - wie unangenehm. Aber ohne sie geht es nun einmal nicht.

Dass ein offizielles Songkran-Fest am 14. Juni im Berliner Thai-Park stattfindet, das ist schon etwas Besonderes. Es beginnt um 11.00 Uhr mit einer Begrüssungsrede des stellvertretenden Botschafters. Meines Wissens ist dies das erste Mal, dass sich die Botschaft zum Thai-Park bekennt. Ich finde, ein gutes Signal für die Zukunft dieses wichtigen Treffpunktes der Thais und der Farangs. Es wird viel Kultur geben, Wasser-Zeremonien und einen sicher spassigen Som-Tam-Wettbewerb.

Ab und zu melden sich Farangs in der Redaktion, denen möglicherweise oder tatsächlich Unrecht in Thailand geschehen ist. Der FARANG soll jetzt helfen. Dazu möchte ich sagen, dass dies bedauerlich ist, aber wir keine Anwälte sind. Wir können nur berichten und das möglichst objektiv. Denn zur journalistischen Sorgfaltspflicht gehört, dass wir immer auch die Gegenseite hören müssten. Aber von Berlin aus kann man schlechterdings juristische Spitzfindigkeiten im letzten Dorf im Isaan recherchieren. Das geht wirklich nicht. Wir machen nur eine Zeitschrift. Wir haben keine Macht - und Anwälte auch nicht. Mathias Heinrich

05 / 2008

totalitäre Systeme und Diktaturen haben immer schon den Sport missbraucht, um damit ihre Macht, Herrlichkeit und Vollkommenheit zu illuminieren. Das klappt aber in einer modernen globalisierten und digitalen Welt nicht mehr. Denn die Bürger sind mündig und informieren sich so oder so. Alles kommt raus, auch die Menschenrechtsverletzungen in China. Damit meine ich nicht nur die Unterdrückung der tibetischen Kultur. Da liegt weit mehr im Argen, was auch seinerzeit Gerhard Schröder wusste, nur wissentlich in Peking nicht ansprach. Ich meine u.a. öffentliche Hinrichtungen, den dubiosen Organ-Handel aus den Gefängnissen und die Verfolgung politischer Gegner. Denn die wirtschaftlichen Interessen unseres Landes (Bestandsschutz des Wohlstandes) waren dem Kanzler wichtiger. Denken wir immer daran, wenn wir den billigen Plunder aus dem Reich der Mitte als Schnäppchen kaufen und uns noch darüber freuen. Mitschuldig!

China wird in atemberaubendem Tempo die wirtschaftliche Supermacht. China kauft die Rohstoffe vom Weltmarkt weg, überschwemmt die Welt mit seinen Waren auf Basis Hungerlohn, zerstört lokale Märkte der Anrainerstaaten und vergibt Grossaufträge an die Industrien der westlichen Welt. Exportweltmeister Germany dankt.

Und was sollen die Sportler dazu sagen? Die sollen das jetzt ausbaden. Dabei hat die ganze Welt zugeschaut, als das Olympische Feuer quasi als TV-Studio-Produktion mit erlesenen Zuschauern entzündet wurde - gesendet im China-TV mit 5 Minuten-Zeitversatz. Dann ging die Fackel auf Reisen. Aber nicht so wie früher. Diesmal wurde eine Farce daraus. Wo gibt es denn so was, dass die Fackel heimlich still und leise und von der Bevölkerung abgeschirmt durchgemogelt wird? Gar in einem geschlossenen Stadion - wie in Jakarta geschehen - ihre Runden zog. Das schlägt dem Olympischen Gedanken ins Gesicht. Mitschuldig!

Sicher, dem IOC sind die Hände gebunden. Ein Olympia-Boykott kommt auch nicht in Frage. Aber offene Kritik muss erlaubt sein. Das werden keine Friede-Freude-Eierkuchen-Spiele. Wir werden kritisch zuschauen, Tibets Lobby ist gewaltig gewachsen, die Olympiade wird China ein wenig mehr öffnen und schliesslich haben wir ja noch die Sportler, quasi als freie Bürger im Sportdress. Mathias Heinrich

04 / 2008

immer dann, wenn es ganz gut läuft, kommt ein Kamel und frisst alles ab. Erst der Schlamassel mit dem BVG-Streik. Denn FARANG- Shops befinden sich in 5 U-Bahnhöfen: Hermannstrasse, Fehrbelliner Platz, Wittenau, Rathaus Spandau, Osloer Strasse. In diesen Asia-Shops ging nicht nur das teuer importierte Gemüse kaputt, da ging es an die Existenzen (angebotene Mietfreiheit für die Streikzeit ist ja lachhaft!). Was ist mit dem erheblichen Gewinnausfall? Und auch kein FARANG-Heft wurde verkauft.

Dann hatte der Fehler-Teufel wieder zugeschlagen: Das Titelmädchen von Ausgabe 3-2008 heisst Oom, und nicht Poo, wie auf Seite 3 zu lesen war und von Papa Cola richtigerweise bemeckert wurde. Sorry. Aber auch der Drucker in Tschechien muss wohl einen schlechten Tag gehabt haben. Etliche Ausgaben enthielten mehrere leere weisse Seiten. Wohl ein ganzer oder ein halber Bogen. Soviel Raum für Notizen? Wer also solch ein Unikat hat, der bekommt von mir natürlich ein neues vollständiges Heft, oder er tauscht es einfach dort um, wo er seine Ausgabe gekauft hat.

Ausgemustert haben wir jetzt die kleine Rubrik "Olalas" von Santa Claus, der gewisse Etablissements besuchte. Freund Limmy meinte wohlsorgend, das müsse ja nicht sein. Stimmt. Denn die Leserschaft der alten Haiducken ist doch zusammengeschrumpelt. Ganz Böse meinen sogar, es gebe nur einen Leser dafür... Hingegen zum Thai-Gastro-Report desselben Autors stehen wir weiterhin. Auch bei allen Problemen, die einfach im Wesen dieser schwierigen Materie liegen.

Dr. Volker Wangemann gehört lange schon zu den Unterstützern unseres Magazins. Emsig produziert der Fachmann für das thailändische Eisenbahn- und Verkehrswesen sehr informative Texte wie am Fliessband. Leider können wir diese nicht immer veröffentlichen, zum einen aus Platzgründen und zum anderen, weil sie doch sehr spezifisch sind und nur eine begrenzte Leserschaft finden. Wir müssen auf eine thematische Ausgewogenheit achten. Doch jetzt hat sich herausgestellt, dass Volker auch politische Texte sehr professionell schreiben kann. Deshalb möchte ich Volker hiermit auch zum Politik-Redakteur "adeln". Mein nächster Themen-Wunsch an Dich: Die ganze Tiger-Woods-Story. Danke, Volker! Euer Mathias Heinrich

03 / 2008

jetzt habe ich mich nach hinten layoutet. Und dies liegt an der Vielzahl der Geschehnisse nach dem Tod von Helmut Meuser. Er war unter den Thais und Farangs so beliebt, dass ihm jetzt viel Ehre erwiesen wird. Über seine Beerdigung am 29. Februar können wir erst im April-Heft berichten. Ich kann jetzt schon sagen, es werden sehr viele Freunde nach Berlin-Mariendorf kommen, um endgültig Abschied zu nehmen. Aus Köln hat der junge Thailänder Dam Koch gerade angerufen und sein Beileid ausgesprochen.

Um die bisher nicht gestellte Frage zu beantworten, warum denn in der vergangenen Ausgabe so komische Fotos von Helmut zu sehen waren, möchte ich jetzt antworten. Helmut hätte das so gewollt. Es gibt keine "ordentlichen" Fotos von ihm. Helmut hat immer einen Spass gemacht, etwa eine Perücke aufgesetzt, sich eine Pappnase oder Schlagsahne drangemacht und sonstewas für Grimassen gezogen. Er wollte sich so darstellen, wie er innerlich auch war. Ein Komödiant, ganz im positiven Sinne. Er hatte immer den Schalk im Nacken. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, fällt mir dazu Mr. Bean ein, die Marx Brothers und Karl Valentin. So in dieser Richtung muss Helmut innerlich gestrickt gewesen sein.

Ein Beispiel für meine Behauptung. Es erschien im Jahr 2001 eine seriöse Broschüre mit dem Titel THAI IN BERLIN. Diese wurde von der damaligen Ausländerbeauftragten des Berliner Senats, Barbara John, in Auftrag gegeben. Die vier Macher dieser einmaligen Edition waren hinten einzeln kurz vorgestellt, auch mit je einem Foto. Drei Porträts waren ganz normal, sauber fotografiert, frisch rasiert, sagen wir mal, wie für eine Bewerbungsmappe gemacht: Jens-Peter Richnow, Michael Steinmetz, Axel Jagemann. Nur ein Foto fällt völlig aus dem Rahmen - das von Helmut. Mit der brennenden Kippe im Mundwinkel, etwas wirres Haar in die Stirn fallend, der ungeschnittene Bart - ein Bild wie von einem wilden Künstler oder einem Bohemien. Helmut hätte es ganz bestimmt selber ausgewählt. Mathias Heinrich

02 / 2008

Liebe Freunde,

die Redaktion des FARANG trauert um Helmut Meuser. Dennoch müssen wir einen nicht-traurigen Text schreiben, denn Helmut war kein trauriger Mensch. Ich versuche es:

Helmut Meuser mit Seelenfreundin Ott


gezeichneter Lung Helmut mit dem Farang-Herausgeber

Unser alter Helmut war ein toller Mensch und lange Zeit überhaupt der FARANG-Fotograf. In vielen Jahren hat er das Gesicht unseres Magazins mit seinen prägnanten Fotos von realen Menschen und Situationen in der Thai-Szene und natürlich von den vielen schönen Frauen mitgeprägt. Lung Helmut hat sich mit ganzer Energie dafür eingesetzt, unser Magazin mit seinen Fotografien nach vorne zu bringen. Mehr als 20 Jahre Thai-Szene und immer mitten drin, mit Volldampf. Das kostete Kraft, und dafür hat er auch einen Preis bezahlt. Denn er war mitnichten ein Weichei. Er hat voll gelebt. Ganz bewusst. Er hat geraucht wie ein Schlot und das andere auch ganz schön. Die Zeilen wird er mir verzeihen, denn wir hatten einen unsentimentalen guten Draht miteinander. Aber nicht uncool. Helmut war hart im Nehmen und hatte einen köstlichen Humor bis zuletzt. Er konnte aus dem Stehgreif herrliche Witze erzählen. Und ich glaube, er war einer jener Begnadeten, die sich diese Witze spontan ausdenken können. Mit vielen Thaifauen verband ihn eine vertraute Innigkeit. Michaela, Porni, Dimmi, Ott, Jim, Noi u.a. Alles weiß ich nicht. Er hatte auch sein Eigenes. Denn Helmut und die Frauen - das war ein besonderes Thema. Er war sehr sensibel und hatte eine charmante Art. Das mochten die Frauen.

Helmut lebte alleine in seiner Parterre-Wohnung in Berlin-Rudow, obwohl er mit einer Thaifrau verheiratet war. Er wollte so leben, frei und unabhängig. Wenn die Balkon-Türe offen stand, kam immer ein Eichhörnchen und futterte auf seinem Tisch. Beide kannten sich schon. Doch Helmut war eigentlich nie alleine. Überall war er willkommen und fühlte sich dort auch zuhause. Gern kehrte er in den grossen Italiener in der Pannierstrasse ein. Preiswert, einfach, nett und ein solides Essen. Oder in der Weserstrasse. Nicht weit entfernt davon war sein Lieblings-Imbiss auf der Sonnenallee. Ein arabischer Hähnchen-Grill vom Feinsten. Geräuchert und mit Knoblauch. Das war sein Lieblingsessen in den letzten Jahren. Auch bekam er oft Besuch von Thailänderinnen (z.B. Porni), die ihn bekochten und die Hemden bügelten, einkauften und auch sauber machten. Viele kümmerten sich um ihn.

Beruflich kam Helmut auch herum. Gelernter Verlagskaufmann, dann Werbeagentur, die GASAG, eine Gastronomie in der Thomasstraße und dann die Fotografie. Na, ja den FARANG-Mitarbeiter seit 10 Jahren wollen wir nicht vergessen. Doch Helmut war kein normaler Fotograf. Er war auch Fotodesigner und gestaltete Poster, Foto-Mappen und Grafiken, machte Foto-Montagen etc. Doch sein besonderes Credo: Helmut lebte mit seinen Motiven, also mit den Menschen, die er fotografierte. Das machte den Unterschied. So bekam er Fotos von einer hohen Intensität und mit Ausstrahlung. Die Menschen sind meist Thailänder, besser gesagt Thailänderinnen. Diese vertrauten Helmut und deswegen wurden die Aufnahen einfach gut. Von Helmut selber gibt es gar nicht so viele Fotos. Das ist aber bei allen Fotografen so. Er selbst liebte das kuriose Foto von sich, und so wollen wir es auch jetzt halten. Helmut hatte immer den Schalk im Nacken, verkleidete sich spassig, machte spontan einen Gag, und die flinken Augen blitzten und schmunzelten. Er konnte gut über sich selber lachen.

Helmut pflegte viele Freundschaften über lange Jahre. Was ich weiss: Muniah und Werner (sie hatten Helmut zu ihrer Hochzeit mit nach Indonesien genommen), Horst mit Gattin und Pawina sowie Tele und Pai und noch eine feste Freundschaft in Leipzig. Es gab sicher noch weitere Freunde.

Helmut war selbstlos und dachte viel an andere Menschen. Sehr oft kaufte er für die Freundschaften witzige Dinge, oder ein kleines Stofftier, auch mal einen schicken Fummel. Kam immer gut an. Denn die Geste war entscheidend. Als der Autor dieser Zeilen einen Auto-Unfall hatte und vor Gericht musste, wollte Helmut für ihn einspringen und schwören: Ich bin gefahren. Das macht nicht jeder.

Helmut war nie ohne seinen Fotoapparat unterwegs. Seine Einsatzbereitschaft war grenzenlos. Ein Anruf, und schon war er unterwegs. Da gab es kein Zögern. Ich kann mich noch gut erinnern, vor zwei Jahren, kurz vor seinem Schlaganfall, hatten wir drei aufwendige Foto-Termine an nur einem Tag. Zuletzt gegen Mitternacht in der damaligen THAIGER-Bar in Schöneberg, dann ab in den Nachtzug nach Köln zu JoJo oder zur Deutsch-Thailändischen Gesellschaft. Als er aus Köln zurück kam, ist er nachts zuhause zusammengebrochen. Es war wohl zuviel. Aber er hat nie geklagt.

Etwa vier Wochen, seit Weihnachten, lag Helmut im Krankenhaus. Ganz ruhig, fast wie ein Kleinkind, in einem 2-Bett-Zimmer, wo auch immer ein Krankenpfleger anwesend war. Über Mangel an Besuch brauchte er sich nicht zu sorgen. Alle Freunde und Freundinnen waren gekommen. Tele, Franco, Dung Ding, Ott und Jim, Porni, die kleine Noi, Bube, Reinald, Toi vom RCA, Oliver, Muh, sicher Michaela - bestimmt habe ich einige vergessen. Papa Cola und Lee konnten leider wegen ihrer Grippe nicht kommen. Helmut freute sich über frischen Kuchen. Er wurde aber immer weniger, und der furchtbare Krebs hat ihn uns jetzt genommen. In der Nacht vom Montag, den 21., zum Dienstag, den 22. Januar, etwa gegen 24.00 Uhr. Im Alter von nur 64 Jahren.

Da die Finanzen knapp sind hat sofort eine spontane Sammelaktion für Helmuts Beisetzung in Berlin eingesetzt. Alle wollen Geld geben und sammeln, damit der letzte Abschied respektabel wird. So Ching Chong, Toi vom RCA, Dim von Helmut aus Steglitz, Tum vom alten Thai Thek, und viele andere wollen helfen. Geplant sind auch eine Trauer-Zeremonie in einem Wat sowie ein Gedenk-Abend im LANNA.

Dung Ding und Franco vom LANNA haben sich in der Endzeit sehr um unseren Helmut gekümmert. Ihn oft mit dem Auto abgeholt, ihn sogar angezogen und im LANNA zu essen gegeben. Und bis zuletzt haben sie ihn am Krankenbett besucht. Das vergessen wir Euch nicht.

Helmut ist jetzt nicht mehr da. Die Kraft ist ihm genommen worden. Er ist jetzt bei seinem Freund Egon, der viel eher gehen musste. Für uns alle in Berlin ist es ein ganz schwerer Verlust. Ruhe sanft in Frieden, alter Freund!

Dein Mathias, stellvertretend für die vielen Freunde in Berlin und darüber hinaus.

01 / 2008

man wird nicht als Grafiker oder Layouter geboren. Dennoch gestalten wir jeden Monat ein Heft. Ohne Chef-Grafiker. Also, den Begriff eines "buddhistischen Layouts" habe ich noch nie gehört. Vielleicht mir gerade eben ausgedacht. Denn, wenn man ein Magazin mit asiatischen bzw. buddhistischen Themen gestaltet sollte man besser einiges beachten. Beispiel: Hochgestellte Persönlichkeiten stehen oben auf einer Seite, sozial tiefer gestellte Menschen eben darunter. Dabei aber Vorsicht: Nicht die Füsse der Menschen vom oberen Foto über den Kopf der auf dem unteren Foto. Oder: Wenn ein Bild des Königs abgedruckt wird, darf keine grosse Schrift, also Überschrift, darüber stehen. Und: Es müssen auch würdige Abstände eingehalten sein usw. Ganz heikel wird das Layouten dann bei Buddha, bei Buddha-Statuen, bei den Mönchen und bei der Königs-Familie.

Natürlich kennen wir alle Feinheiten dieser traditionellen Etikette nicht. Woher auch? Sie scheint sich aber nach den Regeln und Hierarchien in der thailändischen Gesellschaft zu richten. Die thailändische Nachrichten-Zeitschrift Schau-Thai macht es sich in dieser Beziehung ganz einfach. Sie stellen alle Fotos eines Beitrages oben auf die Seite, nebeneinander. Ganz konsequent. Kein aufregendes Layout zwar, aber nachher kann sich niemand beschweren, etwa unrespektierlich im Layout behandelt worden zu sein. Oje, ein toller Satz! Bei uns ist die Sache etwas komplizierten, weil der FARANG nicht nur viele Nachrichten-Seiten hat, sondern eben auch Beiträge, die man ruhig illustriertengemäss nennen kann. Also Seiten mit vielen Fotos. Und die vielen Fotos gehen eben nicht nebeneinander auf einer kleinen A-4-Seite.

Soviel zum ausgedachten Begriff eines buddhistischen Layouts und zu dem Grund, warum manche Seiten in unserem Magazin nach abendländischem Geschmack etwas komisch aussehen. Wer Tips oder Wissen zum Thema hat, kann es mir ja mailen.

Auf der anderen Seite frage ich mich immer, für wen machen wir eigentlich den FARANG. Wessen Empfindlichkeiten und Regeln haben wir also eher zu beachten? Der Name unseres Magazins sagt es ja eigentlich deutlich genug. Aber, wenn man inmitten zweier Kulturen agiert - eben wie alle Farangs - dann gibt es nur den Kompromiss, zu versuchen, auf beide Seiten und deren Erwartungen einzugehen. Ist auch so, dass der FARANG zunehmend von den Thailändern beachtet wird. Als Leser, als stolzer das eigene Foto-Angucker, als Schreiber und von den Offiziellen.

Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich bete (und das als Atheist), dass der Druckerei-Meister nicht zuviel oder zu wenig Farbe in die Druckmaschine gibt, wenn Fotos von einer Prinzessin oder sogar vom König im Blatt sind. Wenn da drucktechnisch etwas schief geht, haben wir ganz viel teures Altpapier. Euer Mathias Heinrich

12 / 2007

ich bin es leid, ewig diese Meckerei anzuhören, was für eine schlechte Zeitschrift dies wäre. Ich bitte alle, die dieser Meinung sind, den FARANG einfach nicht mehr zu kaufen. Dann weiss ich Bescheid und mach was anderes. Das soll nicht heissen, dass wir uns nicht verbessern sollten. Doch besser als die Realität können wir einfach nicht sein. Beispiel: Das jüngste Konzert von Ekkachai im Scorpion war keine sinnlose Party. Ekkachai ist ein bekannter Sänger und Schauspieler. Er war Hauptdarsteller in Thailands Film-Beitrag in Cannes 2007: "Formalin Man". Das ist doch weit mehr als nichts. Ekkachai ist ein Kulturträger Thailands. Wenn die Thais die Fotos sehen, fühlen sie sich wohl.

Auch bin ich schuldlos an der Vorliebe der Thais an Party ohne Ende, Essen, Trinken, Karaoke, Thai-Style eben. Das ist ein wichtiges Stück Heimat im kalten Ausland.

Natürlich gehören Bildunterschriften unter jedes Foto. In Deutschland. Doch können wir nicht den deutschen Ämtern, die offensichtlich diese Zeitschrift auswerten, Vorschub leisten. Zukünftige Visa sind in Gefahr und manche Ehen auch.

Danke an die immer wieder eintreffenden Mutmachungen. Gerade hat mich Farang Burkhard, der beileibe keine Lusche ist, für die Beachtung seines 50. Geburtstages auf einer halben Seite - mit ein wenig Sanuk gemacht - bedankt. Es sei ihm eine bleibende Erinnerung. Na bitte, immerhin. Okey, 730 andere Leser haben sich dabei gelangweilt. Das ist aber der Kompromiss, den wir bewusst eingehen.

Ohne jetzt die Leberwurst zu spielen: Die Szene ist etwas selten und wir eben auch. Unser FARANG wird von ca. 20 Leutchen gemacht, die zumeist keine Akademiker sind. So, wie die meisten Leser.

Und die vielen privaten Fotos? Kinder, das ist doch das Substrat. Geht mal in eine türkische Teestube und zückt die Canon. Was meint Ihr, was dann passiert? Ich weiss es. Nehmen wir untenstehendes privates Party-Foto. Das ist doch ein schönes Farang-Foto. Ein echtes Paar. In Berlin bekannt, oft und gern im Thai-Park. Und ihr gemeinsamer Sohn spielt inzwischen Fussball bei den Hertha-Junioren. Das ist eine Farang-Geschichte. Das ist Integration pur. Jetzt aber Schluss, ich muss mal wieder was arbeiten. Mathias Heinrich

Klaus Güssau mit Gattin


11 / 2007

wer kennt das nicht: Kaum spricht man mit Ausländern, schon fängt man an zu stottern oder dummes Deutsch zu reden. Musst Du gehen da! Wenn Babys Latein brabbeln, klingt das meist niedlich. Wenn aber Thai-Frauen Baby-Latein sprechen, entsteht oft ungewollte Komik (Guck mal, ein Verhinderter). Dumm ist nur, wenn wir Farangs wissentlich ein falsches Deutsch reden. Auch gemixt mit ein wenig Thai und ein paar Broken Englisch. Ob nun untereinander oder mit unseren Thai-Frauen (Du happa happa? Wie Du heißen? Geh bei Mama! usw.). Mag ja ganz witzig sein, und die TV-Werbung reitet ja auch diese Blödel-Schiene. Es bringt aber nichts.

Marcus von Noky hatte zu Recht den Schreiber dieser Zeilen im Thai-Park auf eine falsche Formulierung hingewiesen. Das sei ihm ganz wichtig, gleich zu verbessern. So kann sich nichts einschleichen und festsetzen. Aber mein "Kümmer Dich um Du!" fand Marcus dann doch Klasse.

Also: Thai lernen ist eine gute Sache. Doch richtiges Deutsch mit der Thai-Frau reden ist noch besser. In Deutschland.

Bitte, bitte, liebe Thai-Frauen: wenn Euch ein FARANG-Fotograf eine Stunde lang wie ein Model knippst, so könnt Ihr davon ausgehen, dass eines der Fotos abgedruckt wird. Wenn Ihr das aber nicht wollt, bitte vorher dem einen oder anderen Helmut sagen. Ihr kennt doch unsere Fotografen schon lange, auch den Reinald.

Es gab Kritik an den vielen Berichten über das LANNA. Dazu möchte ich anmerken, dass dies nichts damit zu tun hat, dass mein Schatzi dort arbeitet. Vielmehr haben die letzte Birthday-Parties alle dort stattgefunden. Das hat u.a. seinen Grund darin, dass manche Menschen vor 24 Uhr feiern möchten. Und dafür gibt es in Berlin leider nur noch nur zwei Thai-Locations.

Auf dem kommenden Loy Krathong Fest Ende November wird die Reisebank/ Western Union einen Informationsstand aufstellen. Das sind Banken, die auf Geld-Transfer spezialisiert sind. Und da die Redaktion auch an solchen Dingen interessiert ist, stellen wir uns dazu und bieten dort alle Ausgaben des laufenden Jahres an. Mathias Heinrich

10 / 2007

wer krabbelt denn da in unserem Berliner Thai-Park? Gute Frage. Wenn es nach Behörden und nach dem Ordnungsamt geht, dann müssten dies ja nur schwere Jungs und lichtscheue Gestalten sein. Aber weit gefehlt. Es sind Michaela und ihre Kids, dann Nathaly mit ihrem ersten Baby, auch Micha und Noi mit den Kindern und Sarod - der natürlich ohne Kind (!). Dann die hübsche Tochter von Ut mit ihren Freundinnen sowie klein Marina von Meau und Rainer und viele weitere namentlich nicht bekannte große und kleine Thais, die sich - wenn Sonne ist - an den Wochenenden auf der Wiesn tummeln. Mal ehrlich: Können diese Bilder lügen? Nein. Sie sagen mehr aus als der beste Schreiber formulieren könnte. Alles ist friedlich und gesittet. Okey, da spielen ein paar Leutchen Karten, andere trinken Bier aus Flaschen usw. Na und? Das gibt es überall auf der Welt. Das ist nicht wirklich schlimm.

Im Thai-Park ist nun Saison-Ende. Die ganze Querelen und Razzien der letzten Monate zur Durchsetzung der unerträglichen und scharfen Parkordnung gehen bald in Winterschlaf. Zeit genug, um bis zum nächsten Frühjahr eine verträglichere und menschlichere Regelung für den Preussen-Park im Herzen der City West zu schaffen. Für andere Völkerschaften ist dies in der Metropole doch auch erreicht, respektive erzwungen oder erschlichen worden. Berliner Beispiele:
- Der islamische Religionsunterricht wird von islamischen Gruppen durchgeführt (den Bock zum Gärtner gemacht).
- Das unselige Schächten ist erlaubt.
- Beim Moschee-Bau werden die Türmchen einfach höher gebaut als genehmigt war und als es die Berliner Traufhöhe erlaubt.
- Das wilde Treiben der türkischen resp. kurdischen Grossfamilien im Tiergarten und in der Hasenheide und dazu noch ohne selbstorganisierte Reinigung danach.
- Problematische Kieze sind quasi schon aufgegeben worden (no go areas) usw.

Ich will an dieser Stelle nicht zum Hass-Prediger werden. Mit einigen Türken bin ich gut befreundet. Auch mit einem Vietnamesen, einem Polen und einem Ägypter. Kein Problem. Ich bin so multikulturell wie unsere Weltstadt es einmal sein sollte. Denn es geht um die Gleichbehandlung für alle. Jedem nach seiner Fasson! Allerdings im Rahmen der Grundordnung. Wenn Asiaten nun mal eine bestimmte Vorstellung von Freizeitvergnügen haben, dann sollte es eine spezielle Regelung geben, die ihnen dies zu tun auch erlaubt. Nur Currywurst und Pommes ist nicht alles im Leben.

Der Thai-Park ist sehr wichtig für die Thailänder in Berlin und für ihre deutschen Lebenspartner (Farangs). Er darf nicht von kleinen Beamten kaputt gemacht werden. Berlin ist doch keine Provinz! Berlin ist gross, kreativ, aufregend, multikulti, liberal und bunt. Die thailändischen Farben passen da recht gut ins Bild. Mathias Heinrich

09 / 2007

lasst mich versuchen, mit nur wenigen Worten und Informationen einem Menschen ein würdiges Andenken zu bewahren. Dieser Mensch heisst Nu und ist ein thailändischer Mann, gerade mal 33. Er ist am 21.08. in einem Krankenhaus in Thailand gestorben. Blitzartig, ohne jede Vorbereitung. Gnadenlos aus den besten Jahren gerissen. Nu hatte wahrscheinlich Krebs im Endstadion. Die heimtückische Krankheit war ihm bis zuletzt nicht anzusehen.

Nu ist mir in Erinnerung als ein immer freundlicher und wirklich netter Thai. Er war viel mit dem Auto in Berlin unterwegs, und so sind wir uns manchmal begegnet. Mal im alten Bangkok Café, dann im Blue Sky und in der STARS Disco. Nu hatte immer so ein herrliches Lachen, ein wenig verschmitzt, auf den Lippen. Er war sehr höflich und sogar etwas charmant. Er war unter den Thai-Leuten beliebt und immer gern gesehen. Ohne Neid und sonstige Hintergedanken sage ich gerade heraus: Nu war ein hübscher Bursche, ein dufter Typ.

Beruflich hatte ich mit Nu zu tun, als er eine Initiative unter seinen Landsleuten startete, die zum Ziel hatte, dass die THAI von Berlin aus direkt nach Bangkok fliegt. Das hat dann LTU wahr gemacht.

Alle Thais, denen ich sein Schicksal erzählt habe, waren tief erschüttert über den jungen Tod. Sie hatten Nu gern.

Nu war ein freundlicher Zeitgenosse

Lieber Nu, wo immer Du jetzt bist: In meinem Herzen ist stets ein Platz für Dich reserviert. Mathias Heinrich

08 / 2007

Arbeit ist ja da, nur nicht immer sicher und sichtbar wie früher. Wir berichten viel über die Feste und Feiern der Thais, auch über die Karaoke- und Musik-Cafés. Dabei darf man aber nicht jene Thais vergessen, die in den Fabriken und Hotels schwer schuften und abends keine Kraft mehr haben, um mit Chivas, den ewig durstigen Naklongs u.a. abzufeiern. Ich meine die vielen fleißigen Hände, die in den Hotels pro Zimmer-Reinigung vielleicht 3 Euro bekommen, oder die Putzfrauen für 8 Euro 30 Tarif brutto. Auch die bei Sarotti, Storck, bei QuicPack in Tegel und in der Fischfabrik in Neukölln. Diese Thaifrauen sehen wir bisher nicht. Möglich wäre ja mal eine Reportage-Serie, wo überall Thailänderinnen für kleines Geld richtig rackern.

Das war die Vorrede. Ein langjähriger Freund von mir gleichen Alters wohnt auf der Fischerinsel im Osten Berlins, nahe dem Alex. Wenn er denn mal aus dem Fenster seines 20-Stock-Hochhauses schauen würde, dann würde er an der Schiffsanlegestelle vis-a-vis der Chinesischen Botschaft einen kleinen Punkt vor der Toiletten-Anlage sehen. Dieser Punkt stammt aus einem kleinen Dorf hinter Udon Thani und hat eine nur ungenügende Schulbildung. Aber der Punkt arbeitet als Klo-Frau (im Nebenjob!), und zwar mit asiatischer Beharrlichkeit, stoischer Ruhe und einer gewissen Zähigkeit - und das ganz im Gegensatz zu meinem Freund, der Hartz 4 bezieht und mit Familie, Auto, Gartenhaus, den Handys, der Siam-Edel-Katze und mit dem großen Wuschel-Hund genug zu tun hat. Würde er denn mal eine seiner vielen Fernbedienungen aus der Hand legen, dann käme man schon ein Stück weiter!

Es ist wirklich unglaublich in Germany. Als ich besagtem Freund einen 1.000 Euro Job vermittelte hatte er dort nicht einmal angerufen, trotz ausdrücklicher Zusage gegenüber dem Chef: "Ich melde mich auf jeden Fall". Ein anderer - ein echter Farang - meinte dazu glatt, 1.000 Euro seien ihm zu wenig. Kinder, wo leben wir denn? Sag das mal einem Chinesen. Da stehen allein 80 Millionen Wanderarbeiter in den Startlöchern. Armes Deutschland, Asien kommt. So oder so.

Das angekündigte Interview mit dem neuen Botschafter bringen wir später. Er hatte leider keine Zeit wegen des königlichen Besuches. Euer Mathias Heinrich

07 / 2007

ich kann auch nichts dafür, dass die Leute so oft Geburtstag haben, bei mir ist das nur ein Mal im Jahr der Fall. So berichten wir in dieser Ausgabe wieder über viele Feste der Thai-Leute. Leider fehlen gute Reise-Berichte. Vielleicht kann ja der eine oder andere Farang seine Erlebnisse aufschreiben. Und eine Digi-Cam hat ja inzwischen jeder. Keine Angst, wir sind nicht die FRANKFURTER. Wir machen unseren FARANG selber, genau so wir wir eben sind.

Paul Schwarz aus Berlin hat sich kritisch über uns geäußert. Nur aus Platzgründen drucken wir den Brief nicht ab. Er hat Recht, dass wir über zu viele private Feste berichten. Auch darin, was unsere Pattaya-Lastigkeit betrifft. Wir bauen das Korrespondenten-Netz aus, aber langsam.

Die sicher wichtige Meldung über die Aufnahme des nonstop LTU-Direktfluges Tegel Bangkok konnte in der Juni-Ausgabe nicht drin stehen. Die erwähnte Tagesspiegel-Meldung von Anfang Mai war nur eine Vorab-Information. Die echte Nachricht datierte vom 29. Mai (DIE WELT). Da war die Juni-Ausgabe lange schon in Tschechien in der Druckmaschine. Ging nicht anders.

Unberechtigt ist sein Hinweis, dass wir Don Muang außer Acht lassen. Steht immer wieder was drin. Und welche Entscheidung über das Verhältnis der beiden Airports in Bangkok getroffen wird, steht dort noch gar nicht fest.

Etwa anderes: Ein kritischer Suvarnabhumi-Arikel liegt lange schon vor. Aber, wir wollten nicht einstimmen in den Chor der ewigen Nörgler. Bei solchen Mega-Grossprojekten geht immer etwas schief. Ob nun Bangkok oder Berlin, das nimmt sich nicht viel. Alles verbaut und zu viele Köche. Euer Mathias Heinrich

06 / 2007

das gesprochene Wort ist schnell und flüchtig. Man kann es zwar nicht zurückholen, aber es ist bald auch nicht mehr da. Das geschriebene Wort dagegen ist anders. Es ist langsam und zäh. Einmal gedruckt, bleibt es auf dem Papier kleben, auch Jahre später. Das ist schon riskant. So kann ich nicht sagen: Das hast du falsch verstanden, oder: Das habe ich gar nicht gesagt. Das alles geht dann nicht mehr. Mein Dilemma. Wenn man aber gar nichts zu sagen hat ist es auch nicht richtig. Eine Journalistenregel lautet: Wenn du keine Ahnung vom Thema hast, dann schreibst du 10 Seiten darüber. Wenn du aber Bescheid weißt, dann bringst du es genau auf den Punkt und brauchst dafür nur 10 gute Sätze. Das war jetzt die Vorrede...
1. Links der Artikel ist von unserem freien Mitarbeiter Winny aus Pattaya. Wir haben den Text so belassen, wie Winny eben die Schnauze gewachsen ist. Ich finde, das wirkt authentisch und wahrhaftiger, als wenn wir die Regeln der Rechtschreibung einhalten würden. Es ist seine Erfahrung. Wer andere Erfahrungen machen musste, kann diese auch im Blatt veröffentlichen.
2. Gerade habe ich erfahren, dass unser FARANG mit 2 Euro zu teuer sein soll. Das kann nicht stimmen. Eine kleine Flasche Becks kostet in Berlin in der Regel 2 Euro.
3. "Zu viele Anzeigen drin!" Jetzt wird aber der Hund in der Pfanne verrückt!
- Anzeigen sind wichtige Informationen!
- sie begleichen die hohen Druckkosten.
- Anzeigen sichern die Unabhängigkeit.
- Anzeigen bringen doch die Kunden.
4. Für meine letzte Kolumne zum Thema Thai-Massagen und Düsseldorfer Verfahren hat mir ein Farang in der Thai-Kneipe von Sawad spontan auf die Schulter geklopft. Wenngleich Regina jede Ausgabe förmlich zerreisst, so dass der Auslieferungsfahrer wegen Kopfschmerzen abgesprungen ist, gebe ich zur Kenntnis: Mich rufen oder mailen jede Woche Leser aus ganz Deutschland an, die sich bedanken, dass es unseren FARANG überhaupt gibt. Bitte nicht falsch verstehen. An der Qualität müssen wir weiter arbeiten.
5. Die vielen Fotos von Thai-Frauen sind von dokumentarischem, ästhetischen Wert und keine Platzhalter. Ganz unaufdringlich wollen wir ein Menschenbild zeichnen von Auslandsthailändern, von den Farangs und deren Kindern. Diese Fotos überhaupt erst einmal schießen zu können ist eine Leistung. Oder waren Sie schon einmal mit der Kamera in einer türkischen Teestube oder in einer serbo-kroatischen Disco?
6. Ein (viertes grosses) Thailandfest im Jahr 2007 sollte es eigentlich nicht mehr geben. Das letzte Fest 2006 war kurz vor der Katastrophe, was viele Ursachen hatte. Jetzt kam die Anregung, doch ein Farang Leserfest zu machen, alles eine Nummer kleiner und netter. Ich denke, das sollten wir versuchen. Wir reden mit Papa Loh. Euer Mathias Heinrich

05 / 2007

jetzt setze ich mal in die Brennesseln: Genau genommen ist es eine Frechheit. Die Berliner Finanzämter gehen gerade in fast alle Thai-Massagen und legen Formblätter für das sogenannte Düsseldorfer Verfahren hin. Wer es nicht weiß: Seit Anfang des Jahres sollen alle Prostituierten ohne Steuernummer in Berlin pro Kopf und Tag 30 Euro Vorsteuer abdrücken (wie es heißt freiwillig). Soweit blöd, aber was hat das mit der traditionellen Thaimassagen zu tun? Haben die Ämter etwa ihre Emissäre ausgesandt und Handentspannung verlangt und bekommen, haben sie benutzte Kondome im Müll gezählt oder verfügen sie über besondere Insider-Informationen? Die sicher sinnvolle Frauen-Hilfs-Organisation Ban Ying hatte im April zu drei thai-internen Sex-Info-Veranstaltungen eigens zum Düsseldorfer Verfahren viele Thaimassagen eingeladen (ein deutscher Massage-Chef wurde gar nicht eingelassen).Andere Massage-Chefinnen, die vorher nicht wussten, worum es ging, waren hinterher sauer, dass sie eingeladen wurden und gekommen waren. Wie denn, wat denn? Ich und sie dachten, es betreffe nur die Puffs. Also auch Ban Ying (die den FARANG vor drei, vier Jahren bei der Ausländerbehörde übel denunziert hatte - aber Schwamm drüber) geht offensichtlich mit den Finanzämtern konform, dass die Thaimassagen gemeine Sex-Dienstleister sind. Aber woher diese Erkenntnis? Okey, wir sind keine Warmduscher. Aber so geht das doch nicht. 1. Es gibt Thaimassagen ausschließlich für Frauen - 30,- Euro, ja wofür denn? 2. Es gibt seriöse Thaimassagen, dito. 3. Der Frauen-Anteil unter den Kunden in vielen Thaimassagen liegt bei 30 bis 40%. 4. Und es gibt feine Unterschiede: Drei Frauen arbeiten sauber, die vierte aber nicht. 5. Ja, es gibt schwarze Schafe, wenn man sie so nennen will. Der Bedarf ist ja da. Aber kein Schwein redet über die Freier. Also was tun? Hydra kritisiert an dem Verfahren, dass eine ganze Branche (Hydra meint das Rotlicht) dem General-Verdacht der Steuerhinterziehung ausgesetzt wird. Richtig, aber das ist ein anderes Thema: Jetzt steht der General-Verdacht gegen die thailändische Massage. Es rächt sich, dass sich keiner bisher der Sache angenommen hat. Was machen denn die Vereine? Sie basteln Kunst-Blumen. Na, gute Nacht.

Manche ärgern sich, warum wir immer über die STARS Disco schreiben. Mmm. Es gibt nur eine Asia Disco in der Stadt. Und für die Thai-Teens und für tanzwütige Farangs ist sie nun mal die absolute Nummer 1 in der Stadt. Und: Gerade ist mit dem THAI THEK ein wichtiger Laden verschwunden. So viele gibt es ja nicht. Andere sind sauer, warum wir nicht über sie berichten - aber vorher angerufen haben sie auch nicht. Wiederum andere wollen gar keine Fotos - aus den verschiedensten Gründen. Was also ist zu tun? Tee trinken. Euer Mathias Heinrich

04 / 2007

wir haben das Fahrrad ja nicht erfunden und schreiben auch nicht alle Beiträge selber. Ein Teil der Texte stammt aus dem in Pattaya erscheinenden Der Farang. Das wissen viele aber schon. In der letzten Ausgabe hatten wir den Visa-Trip nach Laos drin und haben eine heftige Reaktion unseres alten Kritikers Hartmut Sch... erhalten. Ich denke, wir haben den Laos-Beitrag unkritisch übernommen. Seine Sicht auf die tatsächliche Situation an der Grenze dort ist sicher richtiger. Deswegen haben wir auf der Seite 17 seinen Beitrag ausführlich abgedruckt und damit, so hoffe ich, die diffizile Sache auch korrigiert. Von Berlin aus ist es wirklich schwer, die Lage in Thailand zu recherchieren und die Unsicherheit der Farangs beim Thema Visum einzufangen.

Wir haben inzwischen einen festen Stamm von eigenen Autoren, die nur für uns arbeiten. Dazu gehört Dr. Volker Wangemann, der über das thailändische Verkehrswesen schreibt. Das ist hochwertiges Spezialwissen, z.B. Eine Serie über die Geschichte der Straßenbahn in Bangkok (wird gerade vorbereitet). Dr. Wangemann hat mich gebeten, kund zu tun, dass er eine selbst erstellte Excel-Datei mit dem kompletten Inhaltsverzeichnis aller Ausgaben des FARANG an Interessenten weitergibt. Bitte in der Reaktion melden.

Leider haben wir nur eine Titel-Seite. Es ist verflixt. Manchmal haben wir gar keine vernünftigen Fotos für den Titel, und dann wollen zwei oder drei total schnucklige Mädels aufs Cover. Was soll man da machen? Wenn es drucktechnisch irgend möglich wäre, würde ich ja drei Titelbilder drucken lassen. Doch das hat noch keine Gazette geschafft. Apropos Titelmädchen. Warum wir jetzt immer weibliche Menschen bringen? Erstens: Die überwiegende Mehrzahl der Auslands-Thailänder sind Frauen, weit über 80%. Zweitens: Je hübscher das Titelmädchen, desto mehr Hefte verkaufen wir. Drittens: Unsere Stamm-Leser, die Farangs, interessieren sich nun einmal nicht für ihresgleichen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Euer Mathias Heinrich

03 / 2007

die Anzeigen in unserem Magazin sind nicht nur das Salz in der Suppe. Sie machen den Kohl auch fett. Es gibt bei Berichten immer wieder solche Wünsche wie: Bitte auf meiner Seite keine Anzeigen. Wie, und wer soll den Druck bezahlen? Anzeigen sind nicht nur der finanzielle Grundstock für die Existenz dieses Blattes. Sie sind auch topaktuelle Informationen und, wenn es gelingt, kleine grafische Kunstwerke. Wir stehen der Werbung durchweg positiv gegenüber.

Nicht jede Anzeige wird auch den gewünschten Erfolg haben. Manche Dinge, die jemand sucht, die gibt es einfach nicht. Andere Anzeigenkunden (jetzt mal Anns kleine Anzeige Nail Design): "Ich hatte ganz viele Anrufe". Kann man sie fragen.

Jetzt hat der FARANG mit der Western Union Bank eine größere Anzeigen Serie abgeschlossen. Western Union steht für den weltweiten Geld-Transfer, wer es nicht weiß. Sie machen im März eigene Filialen in Berlin auf, u.a. in der Hermannstrasse in Neukölln. Eben da, wo viele Ausländer wohnen. Ich selbst habe eine Vertreterin von Western Union durch einige Thai-Läden gelotst, wo diese Werbegeschenke und Flyer verteilt hat. Die Geschäftsfrau ist übrigens Thailändern und heißt Dachanee Pfitzner. Sie arbeitet auch als Dolmetscherin. Manche werden sie kennen. Bei der kleinen Promotion-Tour ging alles ganz flott. Rein in den Laden, die Geschenke abgeworfen, ein Foto vom Chef gemacht, Visitenkarten getauscht und tschüss. Dachanee war hinterher richtig begeistert von Berlin und von den durchweg netten Leuten, die wir besucht hatten. Also, danke Lilly, Chengis, Ching Chong, Dung Ding, Jürgen, Dia, Micha & Darika sowie Nils. Ach so, ich habe das nicht gemacht, um bei der Bank mit einzusteigen. Ich habe das für den FARANG gemacht. Euer Mathias Heinrich

02 / 2007

Unser Autor Dr. Volker Wangemann hat die bisher erschienen FARANG-Ausgaben einmal nachgezählt und herausgefunden, dass das Februar-Heft die 100. Ausgabe ist. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Machen wir aber nicht. Wir machen einfach unseren Job weiter und bringen eine bunte und informative Monatsschrift unter die Leute. Wichtig ist doch, dass wir das erreichte Niveau halten und ausbauen. Gerade erst hat ein Farang angerufen, der viel in Thailand unterwegs war und ist. Jener hat sich angeboten viele kleine wertvolle Reisetips beizusteuern und auch kleine Berichte zu schreiben. So über die preiswerte und lohnende Bahnfahrt von Pattaya nach Bangkok. Willkommen im Team!

Auch wird es ein FARANG-Thailandfest nicht mehr geben. Wir haben in Folge drei große Feste veranstaltet und aus verschiedenen Gründen nur finanzielle Katastrophen produziert. Das geht nicht mehr. Wenn die beiden Wats rufen und pralle Feste organisieren, dann wird richtig geklotzt und was auf die Beine gestellt. Daran können wir uns einfach nicht messen. Eher gehen wir zu unseren Wurzeln zurück und veranstalten ein kleines Leser-Fest, so wie seinerzeit mit einer Dampferfahrt oder mit dem Flughafen-Fest. Das ist originell und überschaubar. Eine gute Idee wurde auch von Dr. Wangemann geäussert. Schlug er doch vor, dass sich alle Macher und Helfer des FARANG einmal zusammensetzen und kennen lernen. Das könnte beispielsweise in einem Thai-Restaurant passieren.

Der Vorschlag, alle FARANG-Autoren, Mitarbeiter und Helfer einmal in Wort und Bild in der Zeitschrift vorzustellen, ist auch in Ordnung. Geht aber leider im Moment nicht, weil zum Beispiel Helmut big und Santa Claus in Thailand weilen. Das muss erst besprochen werden. Schliesslich wird unser Magazin von allerlei deutschen Behörden genauestens inspiziert. Igittigitt!

Jetzt eine Richtigstellung: Der Artikel über Lung Helmut in der vergangenen Ausgabe hat bei einigen deutschen Gästen der Green Mango Bar Verwunderung ausgelöst. Fragten sie sich und den Chef Nils, ob es sich bei den Schauplätzen für die Gewaltszenen in der Thomasstrasse um die Green Mango Bar gehandelt hätte, die sich ja ebenda befindet. Ein ganz klares NEIN! Erstens fanden die geschilderten Ereignisse bestimmt vor mehr als 10 Jahren statt, und zweitens befinden sich in der Thomasstrasse mehrere andere Läden. Und Kloppereien kommen schon mal vor in Kneipen, überall auf der Welt. Und die Thomasstrasse ist nicht schlechter als andere Straßen in Berlin. Ansonsten gilt, was der Bezirksbürgermeister Buschkowsky sagte: Neukölln ist nichts für Weicheier. Recht hat er.

Eine Berichtigung: Das Treffen mit dem thailändischen Arbeitsminister fand natürlich in der Botschaft statt, und nicht . wie auf Seite 13 geschrieben - im Tempel in Wittenau. Euer Mathias Heinrich

01 / 2007

neues Jahr, neues Glück. Ich hoffe, alle Leser sind gut reingerutscht und haben die Preiserhöhung verkraftet. Es ist wirklich nicht böser Wille. Es ging nicht mehr anders.

Nun zum Druck- und Erscheinungstermin. Ab und an mailen oder rufen mich Abonnenten an und fragen nach ihrem Heft. Mit viel Aufwand haben wir es ja geschafft, dass der FARANG zum Monatsanfang erscheint. Stammleser werden sich noch erinnern, dass vor Jahren die Hefte erst Mitte des Monats aus der Druckerei gekommen sind. Jetzt schaffen wir den Monatsanfang. Nicht immer zum 1. eines Monates, aber Anfang des Monats. Da wir in Tschechien drucken ist der FARANG eine Woche unterwegs. Planmässig geht er Samstagnacht in Druck und kommt am darauffolgenden Freitag. Von Monat zu Monat ändert sich dadurch der Erscheinungstermin, je nachdem, wie das letzte Wochenende liegt. Wenn die numerisch 1. Monatswoche nur einen oder zwei Tage hat (Samstag und Sonntag) dann erscheint der FARANG erst zu Anfang oder Mitte der 2. Monatswoche. Also können wir jetzt schon sagen, wann in 2007 der FARANG erscheinen wird - wenn nicht höhere Gewalt auf der Autobahn zuschlägt:

2. Februar
2. März
4. bis 6. April
4. Mai, 1. Juni
4. bis 6. Juli
3. August
4. bis 6. September
4. bis 6. Oktober
2. November
4. bis 6. Dezember

Nun zu der oben gestellten Abo-Frage. Trotz vieler fleißiger Helfer und Mitstreiter mache ich die gesamte Büroarbeit alleine. In der Woche, wo ich auf die druckfrische Ausgabe warte, wird normalerweise die Internet-Seite aktualisiert. Zudem wird die Auslieferung vorbereitet, also Rechnungen schreiben und Lieferlisten/Quittungen vorbereiten. Die Auslieferung der Hefte allein in Berlin dauert etwa eine Woche. Erst danach kann ich damit beginnen, die Pakete für die Verkaufsstellen ausserhalb von Berlin zu packen und die Abos fertigzustellen. Das Ergebnis ist, dass die Abos erst in der Mitte eines Monats beim Leser sind. Ich möchte Euch nicht langweilen, aber: Die etwa 250 A-4 Couverts müssen viele Male in die Hand genommen werden: Mit Adress-Aufklebern versehen werden (die ich vorher erst ausdrucke), dann kommt mein Stempel drauf, eintüten, zukleben, sortieren, wegschleppen und in der Post dann noch mal freistempeln. Ich bin schon schnell, aber das dauert tatsächlich den ganzen Tag und sieht so aus wie Charly Chaplin am Fliessband in seinem Film Moderne Zeiten. Wirklich putzig! Für die Produktion der nächsten Ausgabe habe ich gerade mal zwei Wochen. Und zwischendurch viele Termine, Partys, Geburtstage und Treffen mit Anzeigenkunden. Ich klage ja nicht, aber seit Erfindung der digitalen Fotografie müssen nun Tonnen von Megabites durchgesehen werden. Das dauert! Und Zack ist der Monat wieder rum. Euer Mathias Heinrich

12 / 2006

nun also doch: Wir müssen leider den Preis pro Heft ab Januar 2007 auf 2,- Euro anheben. Lange haben wir diesen Schritt vor uns hergeschoben. Es geht aber nicht mehr anders. Ich möchte die Preiserhöhung auch begründen: Ganze drei Jahre lang haben wir den alten Preis von 1,50 Euro gehalten. Im Januar 2004 war der FARANG 38 Innenseiten plus Umschlag dick. Jetzt ist jede Ausgabe 46 Innenseiten plus Umschlag stark. Die hinzugekommenen 8 Seiten sind teure Farbseiten. Und es werden noch weitere Farb-Seiten hinzukommen (dann ohne Preiserhöhung). Ab dieser Ausgabe wurden schon mal 4 schwarz-weiße Seiten in Farbseiten gewandelt. Insgesamt also 10 Seiten mehr in Farbe. Inhaltlich brauchen wir uns auch nicht zu verstecken. Wir haben ein tolles Team von vielen fleissigen Mitstreitern auf die Beine gestellt. Allein vier Fotografen flitzen ohne mich durch Berlin oder düsen auch schnell mal nach Basel zu Arirat Schulz. Viele Autoren liefern meist sehr substantielle Artikel (z.B. RA Bümlein, Carsten Nass) oder interessante Geschichten aus der Thai-Szene (z.B. Rum-Treiber, Helmut aus Steglitz, Gastro-Report). Wir sind fast überall dabei.

Der FARANG ist also in jeder Hinsicht gewachsen und bunter geworden. Er ist auch wichtiger geworden für die Farangs und zunehmend auch für die Thais. Die Verbreitung in Deutschland ist erheblich ausgeweitet worden. Die Vielfalt der Anzeigen widerspiegelt gleichfalls die Rolle des Blattes für das wirtschaftliche Treiben in der Community. Viele Anzeigen bedeuten ja nicht unbedingt viel Geld. Sie bedeuten erst einmal Vertrauen der Anzeigenkunden in unsere Arbeit. Wir sind in dieser Hinsicht als eine Art Motor und Multiplikator anzusehen. Und die Akzeptanz seitens der Thai-Botschaft, der Thai-Vereine und der beiden Berliner Tempel ist ebenfalls gewachsen. Also, ohne mit dem berühmten Eichenlaub zu rascheln: Wir haben viel geackert, trotz mancher Patzer und Fehler. Wir wollen gar nicht perfekt sein. Also, der jetzige FARANG ist dicker, fetter, besser und die 2,- Euro wirklich wert. Genausoviel kostet übrigens eine kleine Flasche Becks im (old) Bangkok. Auf geht's!

Und nun Berichtigungen zu 11-2006: Ein Fehler auf Seite 12: Die nette kleine Karaoke-Bar Blue Sky befindet sich am Tempelhofer Ufer. Soweit richtig. Das ist aber nicht Tempelhof, wie man vom Namen der Strasse ableiten könnte. Wie Papa Cola richtig bemerkte, ist es noch Kreuzberg und zwar genau in Höhe des Postbank-Hochhauses. Mal hingehen! Micha und Aery sind nette Leutchen.

Und der neue Suvarnabhumi Airport in Bangkok ist auch nicht nur 32 qm groß, wie auf Seite 8 falsch geschrieben stand. Das Areal ist gewaltige 32 Hektar groß (1 ha sind 10.000 qm). Falsches richtig abgeschrieben. Wäre auch viel zu klein für die grossen Flieger. Euer Mathias Heinrich

11 / 2006

wir beenden die fruchtlose Diskussion über das Verbot von Gartengestühl im Berliner Thai-Park. Zum einen nimmt der von Klaus Müller an die Ämter abgeschickte Papierberg solche Ausmaße an, dass man den Überblick verliert. Zum anderen haben sich die an der ganzen Chose massgeblich Beteiligten auf der grünen Wiese derart beharkt, dass es unter die Gürtelinie gefallen ist. Also Schluss damit. Das geht sowieso aus wie das Hornberger Schiessen. Die Frage ist doch, wer hat denn auf den Stühlen gesessen - und warum eigentlich? Die Ämter haben mit dem Vehikel Stuhlverbot das Gewerbeverbot durchgepaukt und nicht etwa den Ischias. Also Punkt.

In anderer Hinsicht muss ich Santa Claus als unseren Gastro-Reporter sehr deutlich unterstützen. Er hat bei seinen Gourmet-Streifzügen durch die Thai-Restaurants stets die Zeche wie jeder andere Gast auch brav beglichen und niemals nicht umsonst gegessen, wie manche böse Zungen behaupten. Oft genug wussten die Bedienungen ja gar nicht, wer da am Tische sass. Ich kann es belegen, denn alle Rechnungen liegen mir vor. Im Büroooo!

Der in der letzten Ausgabe vorgestellte neue Konsul an der Thai-Botschaft in Berlin macht positiv von sich reden. Ohne Berührungsängste kommt er mit seinen Landsleuten ins Gespräch, wenn sie in die Botschaft gehen. Dabei erkundigt er sich freundlich nach deren Wohlergehen. Also nicht das Gesundheitliche ist gemeint, sondern eher, ob es Probleme auf der Arbeit gibt oder mit irgendwelchen Ämtern. Sollte dies einmal der Fall sein, so könnten die Thailänder ihn um Hilfe anrufen. Immerhin, das nenne ich konkrete Interessens-Vertretung im Ausland. So soll es ja sein.

Nun Berichtigungen: Auf Seite 29 in der letzten Ausgabe wurde in dem Mini-Artikel "Kleine Party im Treptower Park" fälschlicherweise geschrieben: "da, wo die Schiffe der Weißen Flotte liegen..." Ausgerechnet ein junger Thai machte den Autoren in der STARS-Disco auf den Uralt-Begriff aufmerksam: Denn die Weiße Flotte gibt es schon lange nicht mehr. Richtig muss es heissen: Die Schiffe der "Stern und Kreis Schiffahrt GmbH". Gegründet 1888 und bereits 1992 mit besagter Weißer Flotte zur heutigen Firma fusioniert, mit Sitz im Treptower Hafen. Na ja, die paar Jährchen. Was hingegen stimmt ist die Farbe der Schiffe: alle sind weiß. Daher wohl der Irrtum.

Auf Seite 7 muss es heißen: Pagode Asia Travel statt Pogode. Und auf der Seite 30 habe ich doch tatsächlich die beiden Berliner Wats verwechselt. Also, Wat Buddharama ist in Marzahn, nicht in Wittenau. Der dort ansässige Tempel heißt Wat Buddhavihara. Euer Mathias Heinrich

10 / 2006

eigentlich wollte ich jetzt eine Preiserhöhung für Januar 2007 auf 2,- Euro das Heft ankündigen und auch begründen. Aber wir verschieben die Sache auf später, weil nicht abzusehen ist, was dann passiert. Fakt ist aber, dass wir die Auflage erhöht haben und auch vier Farbseiten mehr ins Heft genommen haben. Mehr Inhalt fürs gleiche Geld. So soll es erst einmal bleiben.

Etwas anderes: Ich kann schreiben was ich will, stets findet sich ein Oberlehrer und mäkelt daran herum. Gelegentlich werden öffentliche Entschuldigungen abverlangt und sonstige Hofknickse. Aber darin sind wir ja schon geübt. Dank Edd und dank Santa Claus gibt es oft viele Scherben zusammenzufegen. Und das ist gut so! Wäre doch auch zu langweilig, die Sache (das meine ich nicht ironisch). Bei anderer Gelegenheit, siehe Text links, muss man schon sehr vorsichtig formulieren. Steht heutzutage doch schnell ein ausgebuffter Anwalt in der Tür und macht Zoff. Haben wir aber schon, brauchen wir nicht mehr.

Genauso verhält es sich mit den Fotos. Stichworte: Titel-Mädchen und Seite-3-Girl. Immer dann, wenn ich mit einer neuen Ausgabe aus der Druckerei komme, geht gleich das Geschrei los: Was denn, habt ihr keine Hübschere gefunden. Oder: Mann, die hat aber eine dunkle Haut. Und dann noch die Frage des Alters: Es ist nicht so, dass wir nur junge Küken ablichten. Es ist eher so, dass es eine gesunde Mischung aus Jung und Alt gibt. Und was heißt hier schon alt? 30, 40 oder hazip? Es kommt auf die Ausstrahlung an und ob wir der betreffenden Frau wirklich einen Gefallen mit dem Foto tun. Ob jemand fotogen ist oder nicht ist doch keine Frage des Alters. Ich kenne mehrere Thai-Frauen, die um die 40/ 50 sind und eine Wahnsinns-Ausstrahlung haben, weil sie innerlich ausgeglichen, körperlich fit und zudem sehr gepflegt sind. Und ich kennen den Gegenpart dazu: Junge Dinger, die mit ihrer Lage nicht klarkommen, zu oft mau sind, sich gehen lassen.

Die Thai-Illustrierten haben meist ganz junge modisch gekleidete Menschen auf dem Titel, die sehr hellhäutig sind, optisch mit Licht und via Computer geschönt sind und häufig aus der Mega-City Bangkok kommen. Da ist keine Spur von Landleben á la Isaan zu spüren. Da wird der Mode und dem Zeitgeist gehuldigt. Unsere Titel sind dagegen etwas hausbackener, wenn man so sagen will. Schliesslich wollen wir keine Trends auflegen. Wir fotografieren auch keine Models sondern jene, die es wünschen und mit denen wir im Alltag zu tun haben, also meistens Frauen von den Farangs.

Thema Werbung: Wir haben keine Berührungsängste. Sie gehört einfach dazu, belebt das Geschäft. Wenn es den Unternehmen gut geht, dann können wir auch weiter diese Zeitschrift für teures Geld drucken lassen. Oder wollt Ihr statt FARANG in der Hand lieber werbefreie E-mails für lau auf den PC haben? Euer Mathias Heinrich

09 / 2006

heute plaudern wir ein wenig aus dem Nähkästchen. Thema Anzeigen im FARANG. Nicht jede Anzeige bringt den erwarteten Kundenzuwachs. Es kommen keine hundert neue Kunden. Nein, das nicht. Es kommen vielleicht fünf oder zehn, mitunter auch noch mehr. Beispielsweise auf die schön gestaltete Anzeige der KRABI Thaimassage in der Keithstrasse (siehe Seite 23). Keine zwei Stunden nach Erscheinen des Blattes stand ein junger Mann aus dem Prenzlauer Berg im Geschäft. Chefin Pu kann dies jedem bestätigen, wer es nicht glaubt. Eine Anzeige im FARANG hat ihr 30 neue Kunden gebracht. Einer davon kam aus Potsdam, einer gar aus München. Letzterer kam mit dem Heft in der Hand und mit dem Finger auf dem Anzeigenfoto in die Thai-Massage. Jetzt ist er Stammkunde geworden. Woran liegen nun Erfolg oder Nichterfolg? Meines Erachtens an mehreren Dingen. Die Anzeige sollte so gestaltet sein, dass sie dem Produkt oder der Dienstleistung in Inhalt und Stil angemessen ist. Fotos der Anbieter, des Produktes oder des Ambientes sind immer von Vorteil. Pu hatte den Mut mit ihrem schönen Gesicht zu ihrer Sache zu stehen, und es entstand ein tolles Foto (in manch anderen Thaimassagen möchte niemand fotografiert werden). Weiter: Der Kunde darf nicht getäuscht werden. Stichwort Mogelpackung. Der Kunde darf das erwarten, was die Anzeige verspricht. Die Anzeige sollte auch nicht zu gross und nicht zu klein sein. So wirken z.B. ganzseitige Anzeigen etwa für einen kleinen Imbiss unglaubwürdig. Sagen wir mal, proportional zur Bedeutung und Größe des Unternehmens. Und - der wichtigste Grund. Wenn der Anbieter, also der Chef, richtig taff ist und sein Handwerk versteht, dann wird das Produkt respektive die Dienstleistung in angemessener Umgebung und Lage präsentiert. Da stimmen dann Preis und Leistung und die Qualität. Das Ambiente ja sowieso, und die Kundenansprache auch. Pu beispielsweise spricht perfekt Deutsch und auch Englisch und hat eine tolle Art mit den in der City West auflaufenden Geschäftsleuten umzugehen. Das kommt natürlich an. Die Räume sind richtig vornehm gestylt und mit echten thailändischen Möbeln ausgestattet. Ist schon eine Klasse für sich und kostet richtig Geld (also Mut zur Investition). Da wir nun schon beim Thema Thaimassagen sind: Wer sehr ansprechende Geschäftsräume in Berlin sehen will, der kann sich besagte Krabi-Thaimassage ansehen, oder die Yada Thaimassage (Karlshorst, Ehrlichstrasse) oder den Beauty Shop Crystal Lotus (Weimarer Strasse). Alles Chefs (Thaifrauen), die Ahnung haben und letztendlich auch Erfolg. Die entsprechende Werbung gehört natürlich dazu. Wie sagte doch die Visagistin und Nail-Designerin Ann (siehe Anzeige Seite 25): "Werbung kostet Geld, keine Werbung kostet Kunden." Recht hat sie. Euer Mathias Heinrich

08 / 2006

unsere Zeitschrift entwickelt sich weiter. Trotz manch harscher Kritik - mal berechtigt, mal nicht - steigt die Nachfrage. Ich habe leider nicht die Zeit und die Power, mich detailliert damit auseinanderzusetzen. Denn der Zeitdruck ist derart hoch, dass ich manchmal die Seiten nur "zukloppe", wie es im Fachjargon heißt. Nun konnte ich beobachten, dass sich immer mehr Thailänder für den FARANG interessieren, obwohl sie nicht die eigentliche Zielgruppe sind. Was Wunder, es gibt ja nur die Schau Thai noch und kein anderes Medium für sie. Insbesondere die jungen Thai, die meist hier geboren und aufgewachsen sind, nehmen das Blatt gern in die Hand und verfolgen aufmerksam, was sich in der von mir so genannten Thai-Party-Szene, in den Thai-Massagen und auf den grossen Festen so alles tut. Sicher, auch die vielen Fotos spielen da eine Rolle. Nach mehreren Anläufen ist es mir gelungen, neben Edd einen weiteren Thai dafür zu gewinnen, aus seiner Sicht über jene Dinge zu schreiben, die ihn als jungen Thai-Mann fern der Heimat bewegen. Es handelt sich dabei um Mit, der in den Berliner Thai-Musik-Cafés bekannt ist. Mal schauen, ob er auch so regelmässig und zuverlässig liefert wie Edd. Der durchaus berechtigte Wunsch nach einer deutschen Übersetzung dieser Kolumnen wird später erfüllt, wenn wir die Seitenanzahl aufstocken können - und bezahlt werden muss das ja auch noch.

Ist ja durchaus verständlich, dass die Thailänder in Deutschland auch solch eine Zeitschrift wie den FARANG haben wollen, womöglich gar auf thailändisch. Aber das können wir nicht leisten. Immer dann, wenn solche Wünsche oder Andeutungen aufkommen, sage ich mir, die Zeitschrift heißt FARANG und ist eben in erster Linie für die Farangs. Man kann schließlich nur eine Sache richtig machen, alles andere wäre Wischiwaschi. Ich muss dann immer an JPR denken, der unser Magazin auf den Level gebracht hat, auf dem es sich jetzt bewegt. Eine klare Linie, ein eindeutiges Konzept, Fotos ja, aber eben auch viele Seiten mit reinem Lesestoff, grafische Spielereien nicht zum formalen Selbstzweck, das Blatt nicht für eigenen Kleinkram missbrauchen usw. Soweit okey.

Unser Fotograf, der alte Helmut, hat sich gerade drei Wochen in Lübben im Spreewald bei der Reha erholt: Saure Gurken futtern bis zum Abwinken, Kahn fahren um die Wette und Kurschatten ohne Ende. Der andere Helmut (der aus Steglitz) kommt gerade aus dem Thailand-Kurzurlaub mit interessanten Geschichten zurück und wird am 14. August in Basel sein. Eingeladen hatte Arirat Schulz, die an diesem Tage in der Schweiz eine Thai-Massage eröffnet. Diese kleine Dienstreise wird auch dazu dienen, einen grossen Bildbericht über den berühmten buddhistischen Tempel in der Schweiz zu machen. Euer Mathias Heinrich

07 / 2006

die letzten Wochen waren Zeiten nationaler Hochgefühle. Sowohl in Thailand als auch in Deutschland. Bei uns regierte König Fußball derart, dass es zu einer begeisterten Zurschaustellung nationaler Symbole kam, insbesondere der deutschen Nationalfahne. Das war wie ein Befreiungsschlag und tat auch Not. Endlich kann man offen und frei bekennen ein Deutscher zu sein ohne eines Nazi-Hintergedankens verdächtigt zu werden. Tausende schwarz-rot-gold beflaggte Autos rasten geradezu fröhlich durch die Strassen. Aber wichtiger scheint mir zu sein, dass diese nationale Fussball-Welle durchaus auch multikulturell war und deutsche Brasilianer etwa mit thailändischen Ballack-Fans richtig super miteinander umgingen. Auch im Strassenverkehr waren die Leute einfach netter. Kultur ist also wichtig, und ein Wissen um die eigene Nation onehin. Kann ich doch auf andere Kulturen souveräner zugehen, wenn ich die eigene Kultur auch kenne und fest in ihr verankert bin. Aber mehr noch, es bleibt zu hoffen, dass diese Begeisterung für unser Land in eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit und in mehr Arbeit und Wachstum umschlägt. Stolz sein ist ja schön und gut, aber worauf eigentlich? Auf Rütli-Schulen, auf Hartzer Käse oder auf Fisa-Studien? Alle sind stolz, nur die Deutschen nicht!

Anders im Königreich Thailand. Dort hat das 60. Jubiläum des Inthronisierung von König Bhumibol Adulyadej zu einer langanhaltenden und die ganze Bevölkerung erfassende Verehrung und zu einem nationalen Zusammenrücken geführt. Zeitlich ausgesetzt waren die Querelen und Zankereien um die Wahlen zum Premierminister. Und alle Thailänder standen dicht zusammen gerückt um ihren geliebten König. Diese Fernsehbilder gingen um den Erdball. Die ganze Welt, zig Monarchen wie etwa der japanische Kaiser und und und, waren zugegen und feierte den thailändischen König. Ein Meer von gelben Polo-Shirts mit dem Königs-Logo allerorten. Ganz Bangkok war festlich illuminiert, wie Thomas Zimmermann von Daos Asia Shop zu berichten wusste. Er besuchte gerade das grandiose große Ausstellungs-Gelände in Bangkok, in dem das Wirken des Königs dargestellt wird. Der Strom der Besucher war riesig, und die Begeisterung der Thais fand keine Grenzen. Ihr König, ihr Thai-Sein und ihre Heimat Thailand geben ihnen die Kraft. In Deutschland ist zwar alles anders, doch im Prinzip ist es das selbe. Wenn es denn so wäre. Euer Mathias Heinrich

06 / 2006

wer sich zu weit aus dem Fenster hängt, muss natürlich damit rechnen einen Blumentopf auf den Kopf zu bekommen. Das tut dann weh. Doch immer nur schön-schreiben geht ja auch wieder nicht. Also, das rechte Maß finden. In einer namentlich nicht unterzeichneten E-Mail sind wir angegriffen worden, derart, dass der FARANG seit einem Jahr nicht mehr informativ sei und nur noch Klatsch und Tratsch veröffentliche. Ja, mei, was soll ich dazu sagen? Wir haben beides drin. Sinn und Unsinn. Der Info-Gehalt ist recht hoch! Als da zu nennen wären: Die vielen Nachrichten aus Thailand in jeder Ausgabe (!), die einmaligen und exclusiven (!) Artikel von RAin Bümlein, die Reise-Reportagen, die vielen Konzert-Berichte, die aufwendigen Bildstrecken über alle buddhistischen Feste in Berlin (auch in München und Köln) und die regelmäßigen Reporte resp. Kolumnen über ganz verschiedene Teile der sogenannten thai-deutschen Gemeinde. Das ist doch Information pur, oder was ist das anderes? Auch Visuelles (Fotos) ist Information.

Also bitte, was soll denn noch alles für Euro 1,50 pro Monat geboten werden? Wir können leider nicht zaubern. Wir haben insgesamt 5 Fotografen im Einsatz und mehr als 20 feste Autoren (siehe Impressum, alles authentische Namen). Redaktioneller Input ist reichlich vorhanden. Okay, beim umstrittenen Gastro-Report muss ich Zugeständnisse machen. Das liegt aber im Wesen dieser besonderen Sache.

In einem anderen Leserbrief, dem von Hartmut Sch. (Zur Erinnerung: Es gab vor zwei Jahren richtig Ärger wegen eines anderen Textes von ihm, Stichwort hier: Nuttenbälle), wird der FARANG heftigst aufgefordert, sich zum Sachwalter diskriminierter Farangs und derer Frauen in Thailand zu machen. Ganz kurz: Das ist nicht mein Thema. Wir sind kein Kampfblatt, und wir beurteilen oder massregeln auch nicht andere Kulturen und deren Gesetzlichkeit. Dafür gibt es deutschsprachige Zeitschriften in Thailand. Wenn überhaupt, dann berichten wir nachrichtlich darüber.

Ja, wir machen auch Fehler (siehe links). Das liegt zum einen daran, dass wir Meldungen von anderen Zeitungen übernehmen, ohne deren Richtigkeit prüfen zu können. Dazu kommen noch Verwechslungen, Übermittlungsfehler und die berühmten Schreib- respektive Druckfehler. Wenn sie geschehen, dann stellen wir es richtig und berichtigen - hinterher. Euer Mathias Heinrich

05 / 2006

öfter mal was Neues. Nun gibt es eine scharfe Parkordnung für den Berliner Thai-Park (siehe dazu den Beitrag auf Seite 6). Dem Handel und Wandel soll es an den Kragen gehen, auch dem Lärm und dem Grill-Rauch und der Zubereitung von Essen. Getagt hatte ein Runder Tisch mehrerer Interessen. Das warens: Anwohner, Bürgerinitiative, der Polizeiabschnitt, das Bau- und Grünflächenamt, Bezirksverordnete, eine Migrantenbeauftrage. Wer fehlte? Na, Thailänder und deren Interessen-Vertreter.

Nun steht die neue Parkordnung wie ein Stein im Weg. Okey, es haben bestimmte Dinge ein Ausmaß angenommen, dass die Behörden reagieren mussten. Denn, Recht ist Recht, da kann man nix machen. Aber... Es gibt auch Durchführungsbestimmungen und Entscheidungs-Spielräume. Wäre alles eine Nummer kleiner gewesen, hätten alle Seiten vernünftig oder überhaupt einmal miteinander gesprochen, wären lebbare Kompromisse für alle möglich gewesen.

Für andere ethnische Gruppe in Berlin sind ja auch außerordentliche Regelungen getroffen worden. Stichworte hier nur: Das Schächten und der Religionsunterricht.

Es muss doch irgendwie möglich sein, dass Thai in Berlin auf einer Wiese sitzen dürfen (auch nach 22 Uhr) und ihr Som Tam pochen können und die Seele in ihren Art baumeln zu lassen. Das war doch der Reiz und das Außerordentliche unseres Thai-Parks. Asiaten haben nun einmal eine asiatische Auffassung von Picknick. Und genau dies macht ein gutes Stück jener Exotik aus, die uns Deutsche wie die Weltmeister zu Scharen in ferne Urlaubsländer fliegen lässt. Der Berliner Thai-Park war und ist ein ganz wichtiger Treffpunkt für die Auslands-Thai, um fern der Heimat miteinander zu sprechen, sich auszutauschen und sich zu erholen. Das gemeinsame Essen und seine Zubereitung ist dabei weit mehr als nur blosse Nahrungsaufnahme. Das hält also nicht nur Leib und Seele zusammen sondern auch den Zusammenhalt. Und noch eines: Der Thai-Park war immer sauber. Kein Vergleich zum mittelalterlichen Schlachtengemälde der Rauchschwaden vom Grillen halber Schafe im Tiergarten. Mensch Berlin, du Weltmetropole! Euer Mathias Heinrich

04 / 2006

das Internet an sich ist ja eine prima Sache. Viele wollen da rein, und mancher weiss dabei gar nicht wo es sich befindet, das Internet. Wie auch immer. Der FARANG ist natürlich auch im world wide web präsent. Die Adresse lautet nur www.farang.de

Nun schimpfen einige, dass diese unsere website nicht ganz topaktuell ist. Ja, stimmt, das ist aber Absicht. So hinkt die online Version des FARANG immer ein oder zwei Monate hinterher. Sehr zum Leidwesen jener Zeitgenossen, die sich die 1 Euro 50 für die Printausgabe sparen und umsonst lesen wollen. Dazu möchte ich anmerken, dass wir ganz klar die gedruckte Ausgabe des FARANG favorisieren. Und dies aus mehreren Gründen. In Zeiten virtueller Welten haben sich die Printmedien wacker gehalten. Denn viele Leser wollen etwas in der Hand haben, sammeln gar die Ausgaben und nehmen ältere Hefte auch gern mal wieder in die Hand, um etwas nachzulesen. Online ist bekanntermassen eine sehr flüchtige Angelegenheit. Deshalb soll die online Präsenz die gedruckte Ausgabe nur ergänzen. Denn Internet heisst auch immer umsonst und das geht aber nicht. Schließlich wollen die hohen Druckkosten auch bezahlt sein.

In Thailand scheinen die Wahlen schon angelaufen zu sein. Eine meiner Thai-Bekannten hat von der Botschaft in Berlin ein umfangreiches Briefwahl-Formular mit der Post bekommen. Darauf stellen sich die Kandidaten der regionalen Vertretungen, in diesem Falle in Udon Thani, zur Wahl. Nun war sich meine Bekannte wegen der Unruhen in ihrer Heimat unsicher und rief kurzerhand ihren Vater zu Hause an. Dieser erinnerte sie daran, dass der Premier sehr viel Gutes für Thailand und für die Menschen im Isaan getant hätte. Das wäre wichtiger als jene Dinge, die man ihm aktuell vorwerfe. Also machte sie ihr Kreuz bei dem Kandidaten von der Thai Rak Thai Partei, wie auch das ganze Dorf zu Hause. So einfach ist das. Euer Mathias Heinrich

03 / 2006

immer dann, wenn es so richtig schön läuft, kommt aus einer Ecke ein Ding angeflogen, das man so nicht erwartet hätte. Also, wir haben in der Vergangenheit mitunter hemdsärmlig und manchmal auch ein wenig absichtlich andere Leute verärgert und uns manchmal auch im Ton vergriffen. Dann kommen eben die Bumerangs angepfeffert. Nun sind wir in uns gegangen und haben beschlossen, etwas vorsichtiger mit der Sprache umzugehen und vor allem andere Menschen mehr zu akzeptieren wie sie sind und uns nicht über sie lustig zu machen. Insbesondere in der Rubrik Gastro Report werden wir endlich die mehrfach geäußerte Bitte, doch etwas moderater zu schreiben, umsetzen. Das geht nun wirklich nicht, dass wir nach jeder zweiten Restaurant-Kritik Tage damit zu tun haben, uns zu entschuldigen und alles wieder ins rechte Licht zu setzen. Das ist unnötig und kostet einfach zu viel Kraft.

Viele Freunde des FARANG (z.B. Winnie, Martin, Udo u.a.) nehmen ab und an einzelne Hefte mit nach Thailand, um diese dort bestimmten Leutchen zu geben. So Micha Weber auf Koh Chang, dann Schweine-Dieter und auch Robert Stancke in seinem Bavaria Biergarten in Pattaya. Immer wieder höre ich danach, dass die Resonanz in Thailand durchweg gut war und viele den Berliner FARANG gar nicht gekannt haben. Auf die Frage, warum wir nicht in Thailand richtig präsent sind, möchte ich antworten, dass wir mit dem in Pattaya erscheinenden "Der Farang" kooperieren, also zusammen arbeiten. Das beinhaltet auch eine Art Abkommen, dass jede Zeitschrift da bleibt wo sie erscheint. "Der Farang" in Thailand und wir in Deutschland. Ein paar Ausnahmen bestätigen natürlich diese Regel. Euer Mathias Heinrich

02 / 2006

nun hat also Klaus Müller, unser Thai-Gastro-Kritiker, zurückgeschlagen. O je, das gibt sicher wieder Ärger! Seine erneute Kritik am PAGODE Imbiss ist schon etwas heftig. Ich hatte in der Dezember-Ausgabe dazu geschrieben, dass ich mich in der Bergmannstrasse stets gut aufgehoben gefühlt hatte. Das war noch zu Zeiten, da ich nichts mit der sogenannten Thai-Szene zu tun hatte. Also, mir hat es immer geschmeckt, aber das besagt noch gar nichts über die Authentizität von Thai-Food. Ich war ja auch nicht unterwegs, um zu fragen, woher das Gemüse kommt. Ich hatte einfach Hunger und Appetit auf etwas Exotisches, und das hatte ich im PAGODE-Imbiss stets bekommen. Klaus Müller dagegen ist unterwegs vor allem mit dem Vorsatz, die Frage nach der authentischen Thai-Küche zu beantworten (was zu beurteilen für einen Farang ohnehin schon sehr schwierig ist). Er war nicht unterwegs, etwa um zu prüfen, ob es schmeckt oder nicht. Das ist da nicht die Frage. Um seine Meinung zu verifizieren lässt er sich bei seinen Restaurant-Besuchen immer von einer Thai-Frau begleiten, und oft ist diese selber eine Köchin.

Wenn in der PAGODE vor allem junge Leute essen, die in dem lebendigen Multikulti-Kietz um den Marheinekeplatz leben, dann wird ihnen das schon schmecken. Die fragen auch nicht, ob es authentisch und original thailändisch ist. Insofern macht die PAGODE ihren Job sicher gut. Also, lieber Klaus, du hast die Meinungsfreiheit und deine persönliche Sicht. Doch wollen wir uns nicht auf ein einziges Geschäft einschießen. Du hast nämlich auch eine Verantwortung. Gern stellt der FARANG auch Platz für Meinungen anderer Art oder für Gegendarstellungen zur Verfügung. Einige Bekannte haben zum Gastro-Report gemeint: Macht es bitte eine Nummer kleiner, und schreibt es vor allem moderater.

Drei weitere Punkte aus meiner Sicht:
1. Auch ein Eskimo kann ein Thai-Restaurant aufmachen und gut führen, wenn er es eben versteht zu tun. Wenn er also Ahnung hat und vor allem kochen kann.
2. Die Frage nach der Authentizität stellt sich ausserhalb Thailands sowieso anders. Sind doch die erwarteten Gäste vor allem Nicht-Thailänder. Oft genug sehe ich, was sich Thai-Frauen beispielsweise in den Thai-Massagen für sich selber zubereiten. Uff, kann ich da nur sagen. Das ist zwar original, sieht aber oft verdächtig aus und ist meist leider für Farangs nicht essbar.
3. Die PAGODE ist sehr erfolgreich, und das wünschen wir ihr auch weiterhin! Euer Mathias Heinrich

01 / 2006

wir begrüssen das neue Jahr mit keiner Preiserhöhung, obwohl es sich anbieten und uns gut tun würde! Wir halten unsere Preise und werden uns weiter durchbeissen. Zudem ist die Schar der Mitarbeiter und Helfer wieder größer geworden. Dirk vom Starflights Reisebüro wird aus interner Sicht über news bei den Airlines berichten.

Viele Leser und Freunde wünschen sich einen unabhängigen, lebendigen, kritischen, zupackenden FARANG. Dazu muss ich anmerken, dass dies nicht so einfach zu leisten ist. Werbekunden haben auch immer ein berechtigtes Interesse, im Blatt über ihre Anzeige hinaus wirkungsvoll ins rechte Licht gestellt zu werden. Das ist auch richtig so. Zudem findet das kulturelle Leben in der thai-deutschen Gemeinde fast ausschliesslich in den Räumlichkeiten statt, deren Inhaber meine Anzeigenkunden sind. Da vermischt sich vieles. Das ist aber auch nicht weiter schlimm. Dazu ist die Gemeinde zu klein. Denn: Man trifft sich eben immer wieder, nicht nur zweimal an einem Tag. Stimmts, Allain? Zur Unabhängikeit: Na ja, ich denke, die gibt es nur im Lehrbuch, nicht im wirklichen Leben. Wer die Kohle gibt, der hat eben auch etwas zu sagen. Der "Spiegel" wird auch nicht gegen Daimler-Chrysler oder Shell schreiben, wenn diese gerade mehrseitige Anzeigen schalten und auch bezahlen. Mit diesen Unsummen werden die fetten und sicheren Gehälter der Redakteure gesichert. Also, nix da mit Unabhängigkeit der Presse. Das muss doch auch alles bezahlt werden!

Ich bin auch nicht angetreten als ein Robin Hood, als Zorro oder Rächer der Enterbten. Mein Blick auf bestimmte Vorgänge in Thailand wird weder scharf kritisch noch aggressiv sein. Mein Blick wird vor allem ein nachrichtlicher sein. Hätte ich die Zeitschrift vor etwa zwei Jahren nicht übernommen, würde es den FARANG nicht mehr geben. Wär doch schade. Als Nicht-Thailand-Kenner allerdings ein gewagtes Unternehmen. Ich habe mich aber (als gelernter Redakteur) in mehreren Jahren ins Thema eingearbeitet, lebe seit drei Jahren mit einer Thai zusammen und eben Tag für Tag in der thai-deutschen Gemeinde. Deswegen und dank der vielen Mitarbeiter, Helfer und vor allem der Anzeigenkunden erscheint das Blatt weiter. Der FARANG ist zwar nicht perfekt und auch nicht ohne Makel, aber er ist einzigartig. Euer Mathias Heinrich

2 / 2005

nun soll unser FARANG doch noch ein Konkurrenzblatt in Berlin bekommen. Peter alias Bombe hat jetzt seine alten Pläne aus der Schublade geholt. Nein, kein gnadenloser Wettkampf wird nun ausgerufen. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft.

Für alle, die unseren Fotografen Helmut lange nicht gesehen haben: Helmut war bzw. ist noch im Neuköllner Krankenhaus. Und er hat dabei jeden Tag Besuch. So von Muh und Cat, von Michaela, Oliver und von Ott. Ist aber schon auf dem Wege der Besserung. Ein Gutes hatte es ja: Helmut konnte endlich einmal ausschlafen. Wir freuen uns schon auf seine nächsten Schnappschüsse.

Apropos Fotos: Uns ist zu Ohren gekommen, dass manche Thai-Frauen sauer sind, wenn ihre Fotos in unserem Magazin erscheinen. Dazu möchte ich anmerken: Wenn Helmut oder ich - und das schon seit vielen Jahren - auf öffentlichen Veranstaltungen oder in Thai-Lokalen fotografieren, dann ist das nicht unser Privat-Vergnügen. Die allermeisten Thai lassen sich dabei sehr gerne fotografieren und setzen sich dazu meist in eine vorteilhafte Pose. Also bitte. Ihr kennt Helmut und wisst, dass er der FARANG-Fotograf ist. Es kommt auch vor, dass jemand abwinkt, das Gesicht verdeckt oder hinterher zuflüstert: Bitte nicht veröffentlichen. Das wird natürlich voll respektiert. Wir knipsen auch nicht heimlich und geben die Absicht vorher deutlich zu erkennen. Aber es geht ja um etwas ganz anderes...

Weil deutsche Behörden offensichtlich lange schon unser Magazin nach Visa-relevanten Gesichtspunkten auswerten, wird nun eine Vielzahl singender Menschen nicht mehr abgelichtet. Schade eigentlich.

Nun ist die Schar der Mitarbeiter wieder ein wenig größer geworden. Erst war Regina froh erstaunt, ihren Namen im FARANG-Impressum zu lesen. Und dann gibt es zwei Rainer mit Digi-Cams, die gute Bilder abliefern. Der eine Rainer ist der von Meau und der andere heißt in Wirklichkeit Reinald und ist der von Noi.

Der Thai-Sprachlehrgang ist nun an sein Ende gekommen. Mein Dank für die gründliche und aufwendige Arbeit geht an das ThaiTeachTeam. Vielleicht kommt jetzt der "Wissenschaftler" wieder, Micha?

Eine Berichtigung: Die Überschrift "Die Lage nach dem TSUNAMI" in der vergangenen Ausgabe auf Seite 12 enthielt leider einen fetten Fehler. Alles richtig geschrieben, aber ein Wort war zuviel. Sorry, war einfach zu gross, der Fehler.

Allen Anzeigenkunden, allen Lesern und Mitstreitern wünschen wir ein FROHES FEST und einen Guten Rutsch in 2006.

Wir lesen uns ja wieder! Euer Mathias Heinrich

11 / 2005

die Schwierigkeit einer Monats-Publikation besteht auch darin, dass wir oft Ereignissen um Wochen hinterherhinken. Das fällt besonders bei jenen Ereignissen auf, die am Monatsende stattfinden, wenn der FARANG schon in der Druckerei ist. Ende Oktober betraf dies zum einen das Loy Krathong Fest in der Alten TU-Mensa und zum anderen das vom neuen THAIGER - Farang Fussballclub Berlin organisierte Hallenfussball-Turnier. Beide Termine waren am 29. Oktober. Wir können darüber aber erst in der Dezember-Ausgabe berichten. Das geht leider nicht anders.

Nun ein schwieriges Thema: Wir sind angefragt worden, ob wir uns an einer Solidaritäts-Kampagne für den in Thailand zum Tode verurteilten Gordon Koschwitz beteiligen wollen. Bei aller menschlichen Problematik und echter Anteilnahme muss ich anmerken, dass wir von Berlin aus nicht imstande sind, den wahren Hergang der Vorkommnisse zu beurteilen, die im Oktober 2004 in Chiang Mai zum Tode eines Schweizers geführt haben und dessen Gordon Koschwitz beschuldigt wurde. Das können unsere Journalisten-Kollegen vor Ort bestimmt besser. Wir berichten natürlich über die Tatsachen, sofern neues Material vorliegt. Bereits Ende 2004 haben wir zwei Meldungen über den Vorgang in unserem Magazin veröffentlicht. Nun schreibt die Südostasienzeitung, dass Gordon Koschwitz in der Drogenszene verdeckt für die thailändische Polizei gearbeitet haben soll und später dann ausgestiegen ist. Ich bitte hier um Euer Verständnis. Solche heissen Informationen kann ich weder richtig beurteilen noch objektiv einschätzen. Wir wollen wirklich nicht kneifen, denken aber, dass man nicht hemdsärmlig und ohne genaue Fakten-Kenntnisse die Gerichtsautonomie eines anderen Staates kritisieren kann. Denn darauf würde es ja hinauslaufen. Wer etwas anderes darüber weiss oder anderer Meinung ist, der möchte sich bitte bei uns melden. Denn: Sollte Gordon nachweislich Unrecht geschehen sein, helfen wir wo wir können.

JPR, der ehemalige Herausgeber des FARANG, ist wieder für sechs Monate nach Thailand geflogen. Er hat der Redaktion angekündigt, eine große Reportage über Kuala Lumpur zu schreiben. Allerdings erst für die Februar-Ausgabe. Als Insider Reiseführer für Malaysia dient dabei Otis, der immerhin die riesigen Fahrstühle in den gewaltigen Petronas Twin-Towers mitgebaut hat. Wir erwarten da exklusive Ein- und Ausblicke. In Vorbereitung ist auch ein Reisebericht von Hans-Peter Puck alias Hottentot. Er war in Burma/Myanmar. Prima! Euer Mathias Heinrich

10 / 2005

bei all der Zuversicht haben wir - rein drucktechnisch gesehen - mit der letzten Ausgabe einen herben Rückschlag erlebt. Die Farbfotos waren fast durchweg misslungen. Viel Thai sahen rot aus wie die Indianer. Dafür müssen wir uns vor allem bei unserem Titel-Mädchen Gipp entschuldigen. Wie Ihr auf Seite 21 sehen könnt, ist unsere Tanzmaus wirklich hübsch. Die Gründe für das Versagen: Das verkehrte Bild ausgewählt und auch noch falsche Bildbearbeitung. Und das hängt auch damit zusammen, dass die Person der Bildbearbeiters identisch ist mit dem Herausgeber, und dieser wiederum mit dem Anzeigenberater und dem Vertriebler. Also haben sich alle vier einmal zusammengesetzt und die Konsequenzen beraten. Ob es gefruchtet hat, seht Ihr in dieser Ausgabe.

Nun kam im THAI PARK unter Thai-Leuten das Gerücht auf, der Park werde gesperrt. Es würden Blumen gepflanzt, und man dürfe den Rasen dann nicht mehr betreten. Alles falsch. Es wurde nur ein neues Schild aufgestellt. Auf dem steht, dass fortan das Grillen sowie das Garen und Kochen von Speisen erlaubt sei. Aber nicht für gewerbliche Zwecke...

Eine Berichtigung: In der vorigen Ausgabe haben wir die Heimatstadt von Noy auf der Seite 3 falsch geschrieben. Also: Die bekannte Stadt am berühmten River Kwai heisst natürlich Kanchanaburi und nicht Kanachaburi. Viele Leser haben es gemerkt und die Redaktion darauf aufmerksam gemacht. Danke! Hier nun Noy froh auf unserem THAILANDFEST. Euer Mathias Heinrich

09 / 2005

die Vorbereitung des THAILANDFESTES läuft auf Hochtouren. Dabei hat sich herausgestellt, dass es viele fleissige Helfer gibt, die Aufgaben übernehmen und mithelfen. Auch am 17. September brauchen wir jede helfende Hand. Schließlich machen wir ja eine Zeitschrift und sind keine Event-Agentur. Die Nachfrage nach Eintrittskarten ist jetzt schon hoch, und hoffentlich sind die Karten jetzt im Vorverkauf. Doch keine Bange, jeder kommt noch rein. Dann müssen wir eben etwas zusammenrücken. Von den 24 Schönen aus dem vergangenen Jahr haben sich Poen (2) vom THAI THEK, Ree vom R.C.A. und Paweena zur Endauscheidung auf unserem Fest qualifiziert. Da wird es ein buntes Finish auf der Bühne geben und hoffentlich viel Spass. Also keine endlose Miss-Wahl mit zig Durchgängen.

Und noch eines: Viele liebe Freunde und Anzeigenkunden möchten sehr gute Sitzplätze reserviert bekommen. Das ist aber ein sehr schwierige Kiste. Prinzipiell ja, aber... Wenn ein Saal richtig voll ist und vorne viele Tische leer bleiben, dann kann man die Tische dann nicht mehr verteidigen. Das geht einfach nicht. Das beste ist, wenn man rechtzeitig die Plätze einnimmt (sagen wir mal, so bis spätestens 19 Uhr) oder Bekannte als sogenannte Platzhalter hinschickt.

Die vielen glänzenden Luftballons in der STARS-Disco am U-Bhf Kleistpark haben mich auf die Idee gebracht, die Endausscheidung der Wahl der Miss Farang etwas bunter zu gestalten, da wird es eine Runde "Kill the Jokerman" geben, mit Dart-Pfeilen und Motorradhelm. Lasst Euch überraschen. Wir sind auch schon gespannt.

Ich habe lange überlegt, ob ich eine Meldung zu dem Vorfall im Thai-Park verfasse. Nichts genaues weiss man eben doch nicht. Aber: Es ist etwas passiert, was nun wirklich nicht alltäglich ist, und viele waren auch ganz in der Nähe. Viele Gerüchte und Mutmaßungen machten die Runde. So habe ich hoffentlich die Essenz dessen zusammengefasst, was tatsächlich geschehen ist. Auf Sensationen sind wir nicht aus. Es ist aber mitten unter uns passiert und deshalb muss es erwähnt werden. Amtlicherseits gab es keine Informationen dazu. Euer Mathias Heinrich

08 / 2005

Restaurant-Kritiken sind eine heikle Sache. Schon deshalb, weil das Wort Kritik drinne steckt. In der Mai-Ausgabe hat Klaus Müller über das SALA THAI am Kaiserdamm geschrieben, was er dort erlebt hatte. Positives wie auch Negatives. Letzteres nun hat den Thailändischen Gaststättenverband sehr verärgert und deutschlandweit zu Verstimmungen gegenüber dem FARANG geführt. Dazu möchte ich antworten: Das SALA THAI ist nicht irgendein beliebiges thailändisches Restaurant. Es ist eine Institution, an der nationale Gefühle und auch Stolz hängen. Der Thailändische Gaststättenverband ist zudem ein wichtiger Kulturträger der Auslands-Thai. In diesem Sinne möchten wir uns bei SALA THAI entschuldigen, wenn wir solche Gefühle verletzt haben. Das war nicht unsere Absicht.

In Hannover hat jüngst eine Thai im Internet gesurft und ist offensichtlich auf den Panorama-Rundblick des Berliner Thai Parkes auf www.farang.de gestossen. Dies muss sie so toll gefunden haben, dass sie gleich mit der ganzen family dorthin gefahren ist und auch immer wiederkommt. Dank an Axel Jagemann, der dieses virtuelle Schmankerl verzapft hat. Euer Mathias Heinrich

07 / 2005

obgleich das Ordnungsamt regelmässig in den Berliner Thai-Park kommt und darauf achtet, dass die Sonnenschirme nicht in den Rasen gepiekt werden und so manches andere Amt auch noch für Unruhe sorgt, so gibt es auch Positives zu vermelden. In einer Sendung des lokalen TVs wurde der ("türkische") Tiergarten dem ("thailändischen") Preussen-Park gegenübergestellt. Und da gab es für den Thai-Park ein dickes Lob. Weil am nächsten Morgen immer alles so schön sauber ist. Ja, das muss auch mal gesagt werden. Gute Organisation!

Die Leser unseres Magazins scheinen sich in zwei Parteien zu teilen. Die einen finden den FARANG richtig gut und freuen sich stets auf die nächste Ausgabe. Die anderen mokieren sich darüber, dass immer dasselbe drin stehe und immer dieselben Leute abgelichtet würden. Nun gut, zum Teil mag das ja stimmen. Aber, ich möchte darauf noch folgendes antworten: In anderen Medien wird auch immer wieder über das Münchner Oktoberfest, die Love-Parade, den Weihnachtsmarkt etc. berichtet. Das ist nun einmal nicht anders. Im FARANG wären das dann Loy Krathong, die Alte TU-Mensa und Songkran etc. Alle Jahre wieder dieselben Rituale. Es kommt allerdings darauf an, dasselbe immer wieder anders darzustellen und auch neue Aspekte aufzugreifen. Das ist die eine Seite. Dann kann ich auch nichts dafür, dass bestimmte Leute wie DJ John oder Toi vom R.C.A. nun einmal die Aktivsten in der Musik- und Club-Szene der Hauptstadt sind. Auch Regina bringt sich kräftig ein. Da komme ich einfach nicht dran vorbei. Und bitte, es gibt nicht einmal zwei Hände voll Musik-Geschäfte in Berlin, in denen sich der Kultur-Teil abspielt. Wir geben uns ja Mühe, in anderen Städten Fuß zu fassen. Das ist aber sehr schwierig, wenn man selber nicht vor Ort ist. Ohne hohen persönlichen Einsatz kann man bei Asiaten kein Vertrauensverhältnis schaffen. Viele viele Autoren und Mitarbeiter, aus München etwa und auch aus anderen Städten, haben leider nie lange zur Stange gehalten. Damit meine ich nicht Meo, die ja regelmäßig berichtet. Und auch nicht Dam Koch aus Köln. Aber das waren sie auch schon, die von ausserhalb Berlins berichten. Wir haben in den letzten zwei Jahren zig Projekte und Kooperationen verabredet... und fast alles hat sich in warme Luft aufgelöst. Aber ich will nicht klagen. Wer uns anruft, wird meist prompt bedient. Also, wenn ein neues Thai-Geschäft öffnet, sind wir dabei. Wenn jemand heiratet, sind wir dabei. Man muss uns nur anrufen. Ich finde, der FARANG ist facettenreicher und bunter geworden. Und damit meine ich nicht nur, formal gesehen, den höheren Anteil von Farbseiten.

Okey, es gibt auch so manchen Druckfehler und oft falsche Schreibweisen von thailändischen Namen. Das passiert aber in den besten Familien. Und jetzt ist diese Rubrik aber voll. Euer Mathias Heinrich

06 / 2005

trotz wirtschaftlicher Schieflage in Deutschland entwickelt sich unser Blatt weiter positiv. Zwar langsam, aber eben stetig. Gern höre ich von Geschäftsfreunden, dass sie tatsächlich Erfolg mit ihren Anzeigen haben. Darf ja mal gesagt werden. Es kommen zwar nicht Hunderte, aber 10 oder 20 Kunden sind durchaus zu erwarten. Immerhin.

Nun haben wir es dank Olivers Finanz-Spritze geschafft, endlich den Fest-Saal für unser THAILANDFEST 2005 zu mieten (eine deftige Kaution musste hinterlegt werden) und damit steht auch der Termin fest: Es ist der 17. September, ein Samstag. Bereits die ersten Reaktionen deuten auf eine schöne große Party. Sponsoren sind weiterhin gesucht und auch jene, die mitmachen wollen. Stände können auch gemietet werden. Veranstalter sind also Helmut, Oliver und meine Wenigkeit. DJ John ist Chef auf der Bühne, und Regina koordiniert den Einsatz der Künstler, sorgt für die Tombola und für die Blumenketten. Moderieren wird hoffentlich wieder Allan Buranakol. Mal sehen. Das Reisebüro TAR ist dieses Mal vor allem Hauptsponsor und wird auch mit einem Stand und vielen Helfern vertreten sein. Von dort kommt das Flug-Ticket für den Gewinner aus den Leserzuschriften für die Miss-FARANG-Wahl.

Unser Fotograf Helmut Meuser und der JOKERMAN haben jetzt eine gemeinsame neue Handy-Nummer, und zwar Tel. 0176 - 2474 8904. Bitte aufnotieren, denn ab sofort ist H.M. nur noch unter dieser Nummer zu erreichen! Euer Mathias Heinrich

05 / 2005

diese Rubrik ist nicht für politische Kommentare gedacht. Der im letzten Heft war eben nur mal so richtig Luft ablassen. Ist doch wirklich zum Piepsen, was Politiker so alles machen oder eben nicht tun. Diese Rubrik soll die Leser teilhaben lassen an der Entwicklung unseres FARANG-Magazines.

Im Heft haben wir jetzt jeden Monat einen weiteren Text in Thai-Sprache. Der stammt von einer uns bekannten Thai-Frau aus Berlin. Leider möchte sie ihren Beitrag nicht namentlich zeichnen. Doch dies hat sicher Gründe. Wie auch immer, es bereichert unser Magazin und ist nicht erfunden.

Neulich schrieb mir jemand eine SMS, wahrscheinlich ein Mann. Damit wollte er mich auf die Tatsache hinweisen, dass diese oder jene im FARANG abgebildete Thai in einem Etablissement in der Braunschweiger arbeiten würde und dass dies nicht gut für unser Magazin wäre. Na ja, da frage ich mich doch besorgt, woher er dies denn weiss. Ich weiss es nicht. Also, ohne Freier gibt es auch keine Mädchen. Und überhaupt, wir machen da keine Unterschiede wer wo arbeitet, und moralisieren auch nicht. Die Verantwortung liegt da bei jedem selber, insbesondere bei den Ehemännern.

Zu SONGKRAN war Helmut in Köln und hat dort einen schönen Beitrag über die dortige thai-deutsche Gemeinde geschmiedet. Kontakte sind geknüpft und gefestigt. Der FARANG dehnt sich weiter aus.

Viele kennen unseren "gefürchteten" Restaurant-Tester Klaus Müller. Nicht nur, dass er objektiv von seinen Ausflügen in die Berliner Thai Gastronomie berichtet, fiel er auch noch positiv durch sein Engagement in Berlin Charlottenburg als SuperNachbar 2005 auf. Prima, Klaus! Euer Mathias Heinrich

04 / 2005

nun hat der große Berg doch tatsächlich eine kleine Maus geboren: Ich meine die schwachen Ergebnisse des Paktes für Deutschland. Das Problem ist nicht die schwache Konjunktur in unserem Lande sondern die Ziel- und Hilflosigkeit unserer Oberen, gleich welcher Partei sie abstammen. Mit Sozialkürzungen und Kosmetik, etwa bei der Bausparprämie, und mit anderem Kleinzeugs kann man weder die massenhafte Arbeitslosigkeit mindern noch globale ökologische Bedrohungen angehen, die immer augenscheinlicher aber sicher unsere Erde kaputt machen. Nun stell ich mich nicht hin und behaupte zu wissen wie es geht. Aber ein Blick nach Asien kann da schon etwas hilfreich sein. Von Ländern wie China und Thailand sind Wachstumsraten von sieben bis acht Prozent zu vermelden. Da geht es wirtschaftlich gewaltig voran. Aber wie machen die das nur? Das könnte doch ein Thema sein. Aus Deutschland hingegen hört man nur von den unanständigen irren Bezügen der Manager und Politiker, von ständigen Entlassungen, vom notwendigen Auslagern der Produktion, von Jammern und krampfhaftem Festhalten am guten alten Wohlstand und an der gewohnten Bequemlichkeit. Der Bundespäsident hat schon in die richtige Richtung gezeigt, selbst wenn ihm dies auch noch übel genommen wurde. Ich habe ihn so verstanden: Ganz schnell gute Dinge produktionswirksam machen, ohne Umwege, ohne behindernden Amtsschimmel und vor allem Ranklotzen. Denn Arbeit ist schon da, reichlich sogar. Z.B. im ökologischen Bereich und im sogenannten menschlichen Bereich (etwa Altenpflege, spezifische Dienstleistungen, Betreuungen etc.). Die Arbeit hat sich dank Globalisierung und Computer nur verändert. Auch ihre Struktur und Dauer. Der Faktor Wissen und die Geschwindigkeit überhaupt sind wichtiger geworden als die Statik alterwürdiger Industriegiganten. Deshalb müssen sich Gesellschaft und die einzelnen Menschen darauf einstellen. Wie sagte doch Dirk Wise vom Starflights Reisebüro: Wir kriegen bald englische Verältnisse. Auf der Insel können viele nur überleben, wenn sie zwei oder drei Jobs haben. Nix da mehr mit den schönen Urlaubs- und Weihnachtsgeldern, oder jedes Jahr ein neuer Jahreswagen. Auch Gewerkschaften, Betriebsräte, Handwerkskammern, Zünfte, Tarifzwang, Staats-Subventionen usw. müssen neu geregelt werden. Ich meine nicht abschaffen. Ich meine, wenn sich die Arbeit verändert hat, dann müssen auch die sozialen Dinge drumherum neu geregelt werden. Statt bisheriger lähmender Statik jetzt zeitgemäße Flexibilität. Nicht mehr und nicht weniger. So sitzen wir also auf unserem Berg und harren stoisch der Dinge, die uns die Beamten zuweisen. Hartz-4 und die soundsovielte ABM ohne Sinn. Man könnte ja auch die Ärmel hochkrempeln. Aber wer traut sich, den Startschuss dafür zu geben? Euer Mathias Heinrich

03 / 2005

jetzt fangen wir ganz langsam an mit der Werbung für unser THAILANDFEST 2005. Davor kommt ja die Wahl der Miss FARANG 2004. Wir wollten einen gehörigen Abstand zur Katastrophe vom zweiten Weihnachtstag haben. Erst war Ende Juni geplant, nun stellt sich heraus, dass am 18. Juni der Wat Buddhavihara ein ganz großes Fest aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens in Berlin feiert. Also starten wir gleich nach den Sommerferien. So bleibt genug Zeit für die Vorbereitung und auch für die Leser ausreichend Luft, aus den jetzt 24 Schönen die Miss FARANG 2004 auszuwählen. Die Qual der Wahl nun auf der Mittelseite.

Unschön, dass es einige Zeitgenossen in der thai-deutschen Gemeinde in Berlin gibt, die nachts durch die Musik-Cafés ziehen und dort Gäste abziehen für ihre eigenen Partys und Geschäfte. Da wird es wohl bald einige Hausverbote geben.

Die im Heft enthaltenen Thai-Texte werden nun gründlicher daraufhin durchgesehen, ob damit nicht andere Menschen gepiesackt werden. Das wollen wir auf keinen Fall. Auch wird es keine deutschen Übersetzungen geben. Ist es doch eine Anregung, endlich einmal Thai zu lernen oder intensiv mit seiner "besseren Hälfte" zu sprechen. Da will ich mich gar nicht ausnehmen.

Das FARANG-Heft ist nun dicker gelieben. Hoffentlich können wir das Niveau halten. Gerade im Februar hatten ja viele Geschäftsleute geklagt, dass so wenig Kunden gekommen sind. Das muss sich ja nun bald mal ändern in Deutschland. Euer Mathias Heinrich

02 / 2005

es fehlen die Worte, um das unermessliche Leid zu beschreiben, das die Tsunami-Flutkatastrope Ende Dezember am Indischen Ozean ausgelöst hatte. Und dennoch müssen wir Worte finden, um über den verzweifelten Kampf der Überlebenden, über die Trauer der Menschen, die Angehörige verloren haben, und über die weltweite Hilfe für die Opfer zu informieren. Denn der Wiederaufbau in der geschundenen Region muss voranscheiten wie das tägliche Leben auch. So habe ich mich für nebenstehenden Augenzeugen-Bericht von Pfarrer Bartel aus Bangkok entschieden, anstatt nüchterne Zahlenkolonnen und grausame Bilder zu bringen. Das haben andere Medien zur Genüge schon getan. Pfarrer Bartel schreibt mit großer Menschlichkeit, Wärme und Zuversicht und gibt so das beste Bild der Vorgänge, in diesem Fall in Khao Lak, wieder.

Ein anderer Schwerpunkt des Heftes sind die vielen Spenden-Initiativen, die es in den letzten Wochen in der thai-deutschen Gemeinde gab. Allerdings wird es kein Sonderheft Tsunami werden. Denn in genau dieser schweren Zeit wurde auch geheiratet, gefeiert, geurlaubt und anderes getan. Das kann ich nicht kommentieren. Möglicherweise ist dies eine ganz eigene Art der Buddhisten, mit dem unausweichlichen Schicksal fertig zu werden. FARANG berichtet über das, was passiert.

Am nächster Ausgabe beginnen wir, mit Absicht etwas später, mit der Vorbereitung unseres FARANG THAILANDFESTES 2005. Geplanter Termin ist Ende Juni. Es wird nun doch keine Miss-Wahl live auf der Bühne geben, weil wir nicht absichern können, dass genug Kandidatinnen dann auch anwesend sind. Aber es wird trotzdem schön.

Ab dieser Ausgabe sind vier weitere Farbseiten hinzugekommen. Das Heft wird dicker und hoffentlich auch immer besser. Danke an alle, die mir Infos schicken. Euer Mathias Heinrich

01 / 2005

in der letzten Ausgabe fehlte der Beitrag von Edd. Das lag daran, dass der Artikel erst nach dem vorgezogenen Redaktionsschluss eingetroffen ist. Nun hat Edd seinen Text zwei Wochen eher geschickt. Alles wieder gut.

In dieser Ausgabe nun fehlt die Folge 9 des Thai-Sprach-Kurses. Das hängt mit dem Jahreswechsel und einigen Schwierigkeiten bei den Machern des Lehrganges zusammen. Ist aber nicht so schlimm, dafür haben wir mehr Platz für interessante Geschichten. Folge 9 erscheint dann im Februar, ist versprochen.

Einige Leser meinen, dass wir immer dieselben Lokalitäten ansteuern. Dazu möchte ich anmerken, dass die Thai-Szene nicht allzu groß ist und man sich eben immer wieder im Kreise dreht. Es gibt leider nur drei grosse Thai-Musik-Läden in Berlin. Andere ziehen ja nach, und manche verschwinden auch wieder. Alle Versuche, in anderen Städten zuverlässige FARANG-Korrespondenten mit einem langen Atem zu finden, sind bisher gescheitert. Wir bleiben aber dran.

Dankeschön allen Lesern, die Hinweise geben und auch mal anrufen. Dank auch an Carsten Nass, an Heiner Pachmann, an Klaus Müller und an Thomas Bergmann, die von sich aus Texte liefern oder mal ein Foto machen.

Zu unserem geplanten THAILANDFEST 2005 möchte ich sagen, dass wir noch keinen festen Termin haben und auch noch unsicher sind, ob wir die Wahl der Miss FARANG aus 2004 tatsächlich live auf der Bühne durchführen wollen. Es ist nicht sicher, dass alle oder die Mehrheit der Thai von Seite 3, bzw. auch die von den Titelfotos, zum einen dann in Berlin sind und zum anderen die Prozedur auch wirklich mitmachen. Das müssen wir noch klären.

Der Thai-Gastro-Report von Klaus Müller wird aufmerksam gelesen. Manche meinen, dass Santa Claus dort zu hart zu Werke geht und vielleicht manches Porzellan zerschlägt. Nun gut. Als Redakteur entschäfte ich manche Passage und hüte mich vor Verallgemeinerungen. Zum anderen darf man doch wohl sagen, wenn einem als Gast etwas nicht passt. Schließlich ist das Geld auch immer authentisch und echt und schwer verdient.

Kritik ist ja zweiseitig. Es gibt die positive, die lobende Kritik und eben auch die negativ-kritische. Im besten Fall wird ein berechtigt erwähnter Mangel nach dem Fingerzeig beseitigt. Wir können nicht nur schön schreiben. Da wird man mit der Zeit unglaubwürdig. Und: Es besteht immer die Möglichkeit der Gegendarstellung.

Ab Januar kooperieren wir nicht nur mit DER FARANG aus Pattaya sondern auch mit der neuen Zeitschrift Bundesliga SPORT Formel 1, gleichfalls aus dem Seebad. Deswegen haben wir nun die Berichte des Stadtstreichers STONEY im Heft. Euer Mathias Heinrich

12 / 2004

beim letzten Titelbild haben wir leider mit der Farbe daneben gelegen. Jen war richtig traurig und wollte nur noch verschleiert durch die Stadt gehen. Sorry, tut uns leid. Wir haben irgendein Farb-Problem im PC-System und sind dabei, es zu beheben. Vielleicht zur Ehrenrettung: Andere Print-Medien haben auf die Bildbearbeitung spezialisierte Mitarbeiter, die sich ausschließlich um die Foto-Qualität kümmern. Das können wir einfach nicht leisten.

Am 6. November gab es vor der Alten TU-Mensa mehrere Enttäuschungen. Einige Farangs waren in Erwartung einer Festivität vom Wat Marzahn eingetroffen und standen vor verschlossener Türe. Leider gab es keine Erklärung für den Ausfall der angekündigten Loy Krathong Feier (ein FAX darüber lag in der Redaktion vor). Schade.

Wenn die Entwicklung unseres Magazins so weitergeht - auch dank der vielen Helfer - werden wir ab Januar 2005 - nein, keine Preiserhöhung - also werden wir weitere Farbseiten herein nehmen und so den FARANG ein bischen dicker und auch inhaltsschwerer machen.

Wenn in diesem Heft viel über DJ John geschrieben wird, so hat dies seinen guten Grund. John ist sehr gefragt. Denn es gibt ein Bedürfnis nach familiären Thai-Abenden und nach gepflegter Karaoke in der Stadt. Zumeist Thai-Lieder, aber auch englische Songs sind gewünscht. Bekanntlich starten die Parties in den Musik-Cafés oft erst gegen Mitternacht und gehen bis in die frühen Morgenstunden oder noch weiter. Aber es gibt viele Thai und Farangs, die bereits um 20 Uhr schön feiern möchten. Auf neudeutsch heißt dies: after work party. Und dafür ist John genau der richtige Mann. Schließlich müssen viele Leutchen morgens wieder aus den Federn.

Vielfach wurde ich ob des Thai-Sprach-Kurses angesprochen. Dort wäre Thai- Schrift spiegelverkehrt abgedruckt. Hierzu kann ich sagen: Das ist Absicht und bedarf des Zauberspiegels, wie auch aus den Erläuterungen im Lehrgang hervorgeht.

Für unser THAILANDFEST 2005 haben wir als Termin Ende Mai (nach Pfingsten) angedacht. Wir sind gerade dabei, das Team zusammenzustellen, das die Vorbereitungen treffen soll. Also: Regina, John, Matthias vom JOY, Helmut, Allan, Wolfgang (Papa Cola), Thomas Bergmann, Heiner Pachmann - noch jemanden vergessen? Vielleicht noch Ut, Lo und Rainer? Mal sehen, wie sich die Sache entwickelt.

An alle Anzeigenkunden und Geschäftspartner!

Für das nun kommende Weihnachtsfest wünscht das FARANG-Team geruhsame Stunden und für den Jahreswechsel einen Guten Rutsch und danach ein erfolgreiches Jahr 2005. An dieser Stelle ein ausdrückliches Dankeschön an alle Anzeigenkunden, Autoren, Helfer, Leser, Abonnenten, Mitarbeiter und Freunde des FARANG. Euer Mathias Heinrich

11 / 2004

weil es so schön war: Der nächste Kracher ist schon in Vorbereitung: Gemeint ist das FARANG THAILANDFEST 2005, aber dann mit Live Wahl der MIss FARANG auf der Bühne. Angedacht ist der Monat April, an der selben Stelle und auch mit demselben Partner, dem Berliner Reisebüro TAR von der Kantstrasse. Wer also noch mittun möchte bei der Vorbereitung, und wer noch Ideen hat, kann sich an Helmut oder an mich wenden. Aus der ersten Fete haben wir vieles gelernt und wollen es nun etwas besser machen. Aber eines steht jetzt schon fest: Eine Rede werde ich nicht mehr halten. Das kann ja Allan Buranakol machen, oder aber, er singt gleich die Ansage, denn das kann er ja noch besser.

Manche Anrufer möchten vom FARANG eine Thai-Frau vermittelt bekommen. Das geht natürlich nicht. Wir machen eine Zeitschrift, und sind keine Partneragentur. Ich möchte den Männern ans Herz legen, dass man(n) eine Frau nicht wie eine Ware im Katalog bestellen kann. Das muss bei Menschen irgendwie anders gehen. Mein Vorschlag: Einfach in der thai-deutschen Gemeinde leben und überall mit dabei sein. Dann kann man sich in Ruhe kennenlernen. Und wenn es dabei funkt, dann ist es vielleicht ein Treffer.

Aus München kam nun eine Anfrage, ob man den FARANG nicht weiter regional ausbauen könnte. Ja, natürlich. Wir wissen ja, dass wir Berlin-lastig sind. Leider haben manche, die erst freudig mitgearbeitet hatten, schnell wieder das Handtuch geworfen oder sind eben nach Thailand abgezogen. Also, nochmals, wer im FARANG-Team mitmischen möchte, der solle sich melden. Es ist viel Ehre zu verdienen. Auch, um weiter an der Konzeption des Magazins zu feilen. Haben wir doch mitbekommen, dass immer mehr Thai Interesse am FARANG haben. Jetzt muss man es nur noch machen. Euer Mathias Heinrich

10 / 2004

es lebe die Kleinanzeige! Im hinteren Teil unseres Blattes ist seit einiger Zeit ein Kleinanzeigen-Markt eingerichtet, der auch gut genutzt wird. Zielstellung war, einen preiswerten Raum für die durchaus vielfältigen Interessen in der Gemeinde bereit zu stellen. Denn nicht jeder möchte gleich eine gestaltete Anzeige schalten, wenn er nur eine Kochfrau sucht oder einen Azubi einstellt. Und die Kleinanzeigen werden gelesen: So hatte André in Potsdam gleich Erfolg mit seinem Angebot einer Ausbildungsstelle für den Großhandel. Jetzt lernt eine junge (Olti meint, eine hübsche) Thai aus Berlin einen richtigen Beruf. Prima, und das alles für genau 10 Euro. Und selbst Tippi mit ihrer Mini-Anzeige ("Die Zukunft steht in den Karten") hat genug Anrufe.

Unser Gastro Report von Klaus Müller alias Santa Claus hat einige Wellen geschlagen. Das war auch gewollt. Nun kann es passieren, dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt. Nun gut, verletzen wollen wir niemanden, doch nur alles schön schreiben geht auch wieder nicht. Klaus schreibt einfach das auf, was er in Thai-Restaurants erlebt hat. Auch negativ Empfundenes: Es kann ja sein, dass der richtige Koch an jenem Tag nicht da war, oder der Koch einen schlechten Tag hatte. Kann alles sein. Wir wollen versuchen, objektiv zu bleiben, bei einer ganz subjektiven Sache. Denn wer kann sich schon hinstellen und sagen, was denn gute Thai Cuisine oder das vielbesprochene "authentische und originale Thai-Essen" ist? Es kann sich also nur um eine Annäherung an das wichtige Thema Thai-Küche handeln. Vergessen wir nicht, die Thai-Restaurants in Deutschland haben doch im wesentlichen deutsche Kunden im Blick. Also werden meist modifizierte und entschärfte Thai-Speisen präsentiert. Mehr oder weniger gut... Für Klaus als Autor spricht, dass er seit vielen Jahren gerne thailändisch speisen geht, rundum ein Genussmensch und auch ein Kenner dieser besonderen Materie ist.

Jetzt gab es Anfragen von zwei Thai, ob sie nicht auch wie Edd im FARANG schreiben könnten. Im Prinzip ja, aber... Wir wollen zwar den Anteil von Thai-Texten etwas erhöhen. Es wird allerdings in erster Linie eine Zeitschrift für Farangs (so heisst sie ja auch) bleiben, also überwiegend auf deutsch. Schön, wenn immer mehr Thai merken, dass der FARANG auch für sie immer wichtiger wird (kein anderes deutsches Medium nimmt die Lebensäusserungen der hier lebenden Thai zur Kenntnis). Es wird also keinen zweiten "Edd" geben, aber anderes ist in anderer Form durchaus denkbar. Denn wir schliessen keinen aus, der mitmachen möchte. Euer Mathias Heinrich

09 / 2004

neue Dinge tun sich in Berlin: So kommen jeden Sonnabend mehrere Mönche vom Wittenauer Wat Punkt 10 Uhr in die Kantstrasse u.a. zu Daos Asia Shop und zu Foodland, um sich Essen-Spenden abzuholen (siehe S. 18). Neu ist auch, dass unser Magazin in mehreren Verkaufsstellen ausverkauft ist. So werden wir nun die Auflage langsam erhöhen. Muss ja alles bezahlt werden.

Klaus Müller alias Santa Claus, der den vielbeachteten Gastro-Report (S. 18) schreibt, hat sich auch in diesem Jahr als Sponsor für unsere Leseraktion "Mein schönstes Urlaubsfoto" (siehe Seite 37) angeboten. Er wird einige Thai-Musik-CDs und etwas Flüssiges spendieren. Prima.

Nun haben sich auch die letzten Tombola-Gewinner von unserem FARANG-THAILANDFEST ihre Präsente im Reisebüro TAR abgeholt. Das nächste Fest wird wohl doch erst im Frühjahr 2005 stattfinden. Die Anstrengungen waren ja enorm.

Nach der unseligen Diskussion darüber, dass Edds Texte nur in Thai-Sprache erscheinen, gibt es jetzt einen neuen Streitpunkt: Der Thai-Sprach-Kurs. Einige Leser meinen, dass dieser doch nicht so sinnvoll wäre. Dazu möchte ich anmerken, dass dieses Material nur ein Einstieg sein kann. Richtig Thai sprechen und schreiben lernen kann man wohl nur mit einem Lehrer und möglichst in einer Gruppe, da eben die richtige Aussprache und genaue Betonung so wichtig sind. Argumente für den Kurs waren eingangs die hohen Preise der Lehrbücher und die Tatsache, dass viele Farangs auf dem Lande oder in Kleinstädten wohnen, wo es keine Sprachschulen gibt. Jetzt können sie sich dank unseres Magazins der Sprach-Thematik annähern oder bereits Erlerntes auffrischen. Die Zusatz-Materialien des ThaiTeachTeams sind ab sofort auch im FARANG-Büro in der Friedenstrasse 3 anzuschauen und zu erwerben. Euer Mathias Heinrich

08 / 2004

"nichts interessiert den Menschen so sehr wie andere Menschen", sagte immer der letzte FARANG-Herausgeber JPR, und es stimmt. Deswegen haben wir uns entschlossen, im Heft noch mehr Fotos abzudrucken. War doch zu beobachten, dass die Thai-Frauen sehr aufmerksam die vielen kleinen Fotos von ihren Landsleuten lange anschauen und ihren Spass dabei haben. Nun müssen wir aber aufpassen, daß die Lichtbilder nicht so klein werden, daß man eine Lupe zur Hand nehmen muss. Volker W. hingegen sagte immer: "Die Welt ist schlecht". Das stimmt nun aber nicht. Schlecht ist mitunter die digitale Bildqualität unserer gedruckten Farbbilder, mitunter auch der Titelfotos. So hatte die schöne Puy in der letzten Ausgabe leider einige rote Flecken im Gesicht. In Natura hat sie diese natürlich nicht. Schuld daran ist möglicherweise die Digital-Kamera von Helmut. Vielleicht ist es das Objektiv, vielleicht die fehlende Automatik-Funktion bei nicht ausreichendem Licht. Genaues kann man noch nicht sagen. Bis zur Klärung wird wieder analog geknippst.

Das Netz der FARANG-Verkaufsstellen wird immer größer. So sind neue Shops hinzugekommen in Wetzlar, Giessen, Tübingen, München, Ludwigshafen und Braunschweig. Siehe Seite 35.

Hin und wieder treffen ich auf jemanden, der die gute alte JOY-Disco in Berlin wieder aufmachen möchte. Das wäre ja ne tolle Sache, denn bei allen guten Musik-Cafés der Stadt, so fehlt doch eine richtige Thai-Asia-Discothek. Ich befürchte aber, dass die alten Probleme (Lautstärke) auch wieder die neuen Probleme sein werden. Euer Mathias Heinrich

07 / 2004

unser jüngstes THAILANDFEST am 12. Juni 2004 war ein voller Erfolg. Wer hätte das gedacht! Es waren etwa 400 Leute da und alle lustig und froh (Eintritt nur 8 Euro). Manche sind wieder gegangen, weil sie einfach keinen Sitzplatz mehr bekommen haben. Schade. Und: Danke, danke an alle Helfer, Sponsoren, Besucher, Leser, Abonnenten, Mitmacher. Das nächste THAILANDFEST - wahrscheinlich schon Ende Oktober - wird noch schöner. Denn wir haben dabei viel gelernt. Auch, dass es nicht eines eingeflogenen und überteuerten Superstars bedarf, um mehrere Stunden gemeinsam zu feiern und allerlei Kurzweil zu haben. Schliesslich hat allein die Berliner Thai-Gemeinde viele gute und junge Talente, die bühnenreife Leistungen zeigen können. Ein grosses Dankeschön geht natürlich an den Hauptsponsor (u.a. das Flug-Ticket) und Mitveranstalter, also an das Reisebüro TAR aus der Berliner Kantstrasse.

Wegen Krankheit und Computerausfall kann Teil 4 unseres Thai-Sprach-Kurses leider erst im August-Heft erscheinen.

Es tut uns leid, dass das parallel gelaufene Konzert des Thai-Sängers Got (35 Euro im Vorverkauf, 40 an der Abendkasse) nicht so gut besucht war. Vielleicht kann man sich in Zukunft besser abstimmen oder gar zusammen arbeiten. Lasst uns nun an einem Strang ziehen.

Berichtigung: Ja, es stimmt, die Asien Pazifik Wochen sind erst im kommenden Jahr, vom 19. Sept. bis 02. Okt. 2005. Euer Mathias Heinrich

06 / 2004

nun haben wir mit Mühe einen Termin für unser (erstes) THAILANDFEST 2004 gefunden und dann ist es auch nicht richtig, oder? Also, am 12. Juni findet in Berlin nicht nur unsere "Miss FARANG Party" statt sondern auch noch das Konzert des angesagten Thai-Superstars Got. Mal sehen, ob Berlin für zwei Thai-Veranstaltungen gut genug ist. Für uns spricht der moderate Eintrittspreis von 8 Euro, auf der anderen Seite werden 40 Euro verlangt, im Vorverkauf 35.

Bei der Miss-Farang-Wahl im nächsten Jahr werden wir natürlich alles anders machen: Es starten nicht nur die Mädchen von Seite 3, nein, auch die Titel-Mädchen sind mit dabei. Und dann wird es keine Briefwahl mehr geben. Es wird live auf der Bühne gewählt. Regina von DJ John bastelt auch deswegen schon viele Bommeleis.

Helmut hat nun angeregt, dass alle Titel-Mädchen und jene von der Seite 3 jeweils fünf FARANG-Hefte gratis bekommen. Eine gute Idee. Machen wir doch.

Auffordern möchte ich all jene, die mit der Kamera in Thailand oder in Südostasien unterwegs waren und ihre Erlebnisse hier veröffentlichen möchten. Ich denke, mancher Leser würde gern die Reisen anderer nachvollziehen. Wer nicht selber schreiben möchte oder kann, dem kann geholfen werden. Bitte meldet Euch!

Nun hat Matthias König (Bum Bui II) angeregt, dass wir Ende August mal wieder eine FARANG-Dampferfahrt machen sollten. Auch eine gute Idee, aber erst wollen wir unser THAILANDFEST über die Bühne bringen. Wer jetzt schon mitorganisieren möchte oder Ideen hat, bitte auch melden.

Für das THAILANDFEST gibt es jetzt die Karten im Vorverkauf bei Dao und TAR auf der Kantstrasse, bei Regina im Bangkok Café oder bei mir im FARANG-Büro.

Gern veröffentlichen wir kostenfrei die Termine der Vereine und Wats, wenn wir diese zugeschickt bekommen.

Das Beste heben wir uns zum Schluss auf: Miss FARANG 2003 ist Ratty geworden! Lange Zeit gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ratty und Dja. Doch am Ende hatte die Fan-Gemeinde des ehemaligen Fotomodells den längeren Atem, respektive die meisten Briefmarken. Wie auch immer, am 12. Juni wird Ratty auf der Bühne stehen und ihre Auszeichnung entgegennehmen. Wir hoffen auf viele Gäste, damit wir die Schöne ehren und gemeinsam ein fröhliches Fest feiern können. Euer Mathias Heinrich

05 / 2004

jetzt endlich ist unser Thai-Sprach-Kurs angelaufen. Wir hoffen, damit auch einen kleinen Beitrag zu Verständigung beider Völker zu leisten. Viel Spass beim Lernen!

Die Druckqualität der letzten Ausgabe (April) war leider miserabel. Ich denke, wir reden einmal mit dem Drucker (Fausti) ein ernsthaftes Wort. Denn das Blatt entwickelt sich recht gut, und da wollen wir von dieser Seite keine Probleme haben.

Auf vollen Touren laufen die Vorbereitungen zu unserem THAILANDFEST 2004 am 12. Juni. Viele Fleissige haben sich zusammen getan, und jeder leistet einen Beitrag. Allen voran Regina, die alle Welt verrückt macht und sich der Aufgabe ernsthaft angenommen hat. Bravo !

Bei der jüngsten Songkan-Feier in der Alten-TU-Mensa hat FARANG erstmalig einen eigenen Beitrag geleistet, nebst kleiner Spende für den Wittenauer Wat. Die drei Tanzmäuse Jacqueline, Franziska und Padcha haben sich ganz tapfer geschlagen und eine flotte Tanzsohle aufs Bühnenparkett gelegt. Kam sehr gut an. Dank auch an Ut, der die ganze Sache eingerührt hat.

Mit der Sonne ist wieder das bunte Thai-Leben in den Berliner Preussen-Park eingekehrt. Damit unser Magazin dort auch immer zu haben ist, will Thomas Bergmann das Heft dort in die Hand nehmen. Der Gute freut sich übrigens auf seine baldige Vaterrolle (Alles Gute, Tewee!).

Uns ist zu Ohren gekommen, dass nach der Deutschen Botschaft in Bangkok nun auch ein Berliner Sozialamt FARANG-Fotos auswertet, um gegen die darauf abgebildeten vorzugehen. Pfui Teufel! Was ist das nur für ein Land, wenn ein Klaus Esser "Mannesmann D-2" für 30 Mio. an Vodafone verraten und Max Strauß 120 Mio. Anlegergelder veruntreuen kann und beide immer noch gute Männer sind. Dagegen werden arme Teufel, die sich ein paar Euro nebenbei erjobben wollen, bestraft. Armes Deutschland! Euer Mathias Heinrich

4 / 2004

nun haben wir den Thai-Liebesroman von chivit rak aus dem Heft genommen, weil keine Reaktion kam, und jetzt ist zu hören, dass dies nicht richtig war. Stimmt, Thai-Frauen schreiben keine Leserbriefe. Also versuchen wir, eine neue Serie aus Bangkok aufzutreiben. Kann aber etwas dauern.

Nach langem hin und her werden wir den Einsendeschluß für die Miss FARANG 2003 Wahl doch noch verlängern. Der Grund besteht darin, dass wir aus der kleinen Feier für die Kür der Miss und die öffentliche Ziehung des Ticket-Gewinners am 12. Juni ein großes Fest aller Freunde Thailands und des FARANG veranstalten werden. Der Event wird unter dem Motto FARANG THAILANDFEST 2004 veranstaltet. Und dafür brauchen wir mehr Zeit, damit es ein pralles Fest wird. Also geht die Wahl der Schönsten bis Ende Mai weiter.

FARANG wird auf dem nächsten Songkran-Fest am 17. April 2004 in der Alten TU-Mensa einen eigenen kleinen Show-Teil präsentieren. Nicht, weil wir uns in den Vordergrund drängeln wollen (Journalisten sind nur Beobachter), sondern, weil der Redaktion zugetragen wurde, FARANG solle auch einmal etwas beisteuern, sich bedanken und eben auch spenden. So sei es denn. Die Regie liegt in den Händen von Ut.

Mit dem Start unseres Thai-Sprach-Kurses FARANG lernt Thai in dieser Ausgabe hoffen wir, den "praktischen Nährwert" des Heftes zu erhöhen. Sollte die Reaktion der Leser negativ ausfallen, so müssen wir uns was Neues einfallen lassen. Natürlich lernt es sich in einer Gruppe oder Schule besser, gedacht ist aber auch an die vielen Deutschen, die irgendwo im Lande fern jeder Schule mit einer Thai-Frau zusammen leben. An Michael Steinmetz und Chumpon gerichtet: Vielen Dank! Tolle Sache!

Mit der Aufnahme von Anzeigen aus dem Bereich "Herz und Nachtleben" haben wir ein bisheriges Tabu gebrochen. Doch mit Absicht. Erstens muss irgend jemand das weitere Erscheinen des FARANG bezahlen (übliche Anzeigenpreise, allerdings ohne Rabatt), zweitens handelt es sich um einen Lebensbereich, der mit zur Gemeinde gehört, ob man dies nun will oder nicht. Und drittens erhalten wir von offiziellen Stellen keinerlei Unterstützung (nun aber nicht greinen). Der FARANG wird dabei aber nicht zu einer Postille der roten Laterne verkommen. Der Anspruch, ein seriöses, informatives Nachrichten-Magazin zu machen, bleibt.

Für all jene, die es nicht wissen: Wir berichten so viel über Feiern und Parties, weil dies für Thai eine wichtige Lebensäusserung ist. Gemeinsam essen, singen, eben Sanuk haben. Euer Mathias Heinrich

03 / 2004

mit Frank Dudeck ist nun ein Vertriebs-Mensch gefunden worden. Der Neu-Berliner aus Düsseldorf hat in kürzester Zeit eine Handvoll weiterer Verkaufsstellen für unser Magazin aufgetan, vor allem im Ostteil Berlins. So wird es sich nicht vermeiden lassen, die Auflage des FARANG langsam zu erhöhen.

Danke, Trixie, für Deine Unterstützung. Das Kien-du in Charlottenburg hat nun ein Banner auf der www.farang.de-Startseite.

Dank auch an jene Falangs, die ohne zu Murren, einige Hefte mit nach Thailand mitnehmen. Das Porto ist ja ungeheuer. Wir wollen zwar nicht dem dortigen Heft ("Der FARANG") Paroli bieten, aber einige Leutchen sollen schon im Bilde bleiben.

Immer wieder trifft man fremde Menschen und hat dennoch schnell einen Draht zu ihnen gefunden. Meist liegt es an der gemeinsamen Vorliebe für Thailand resp. für Thai-Frauen. So ist nun Heiner Pachmann zum FARANG-Team gestossen. Der Reise-Journalist, vormals Berliner Zeitung, hat auch gleich einen kleinen Beitrag für diese Ausgabe abgeliefert: Er war auf der Faschings-Fete von Ching. Ich selbst konnte nicht antreten, da ich eine eigene Party hatte. Doch darüber wird nicht berichtet.

Ab der nächsten Ausgabe können wir Dank Michael Steinmetz und Chumpon (ThaiTeachTeam) einen Thai-Sprachkurs anbieten. Wir hoffen, dass damit jedes Heft einen grösseren "Nährwert" bekommt und viele Falangs sich dann besser mit ihren Thai-Frauen unterhalten können.

Uns beschäftigt nun die Vorbereitung der Miss-FARANG-2003-Party. Der Termin ist weit herausgeschoben, um Zeit zu haben, ein unvergessliches Fest zu schaffen. Termin: Samstag, 12. Juni. Ort: Die Kirche am Hohenzollernplatz. Es soll ein Treffen aller FARANG-Freunde werden. Es wird viele Angebote, Stände und Infos geben. Auf der Bühne dann das Beste, was Berlin an Thai-Musik zu bieten hat. Natürlich werden auch der Ticket-Gewinner gezogen und die Schönste gekürt. Euer Mathias Heinrich

02 / 2004

trotz Erhöhung des Preises auf 1,50 Euro für unser Magazin sind Nachfrage und Auflage angestiegen. Es ging nicht anders. Geht es doch darum, unser Blatt langfristig am Leben zu halten - der wirtschaftlichen Krise zum Trotz. Bitte bedenkt, bei aller Kritik, es gibt nur diesen einen FARANG. Lasst ihn uns weiter entwickeln.

JPR ist nun wieder in Berlin eingetroffen. Und damit auch die Hoffnung auf viele interessante Reise-Berichte wie der aus Kambodscha in dieser Ausgabe.

Die Zahl der Abonnenten des FARANG steigt langsam aber stetig an, etwa pro Woche ein neuer fester Leser. Einige haben sich auch aus der Schweiz und aus Österreich angemeldet. Doch das Porto von 4 Euro pro Sendung macht da keinen Sinn. Wegen der vielen neuen Themen haben wir nun "chivit rak" eingestellt. Das feedback darauf war nicht überwältigend. Der Thai-Sprach-Lehrgang startet nun erst im März.

Nun verabschieden wir die JOY-Disco in Berlin. Ronni, es war eine gute Zeit ! Euer Mathias Heinrich

01 / 2004

der Vertrieb einer Publikation ist immer der Knackpunkt. So verhält es sich auch beim FARANG. Das liegt zum einen am Porto und zum anderen an der dünnen Personaldecke. Nun sind wir dank Santa Claus und Olti einen Schritt vorwärts gegangen. Letzterer wird eine größere Stückzahl unseres Magazins in einigen deutschen Städten vertreiben, so in Hamburg, in München und anderswo. Schließlich gibt es nicht nur in Berlin eine bemerkenswerte thai-deutsche Community. Und der FARANG ist ja stets gut angekommen, wenn er nur zu haben war. Diese Erfahrung haben Arirat und Dieter gemacht, wenn sie die Hefte bei ihren Touren durch deutsche Landen verteilt hatten.

Ab dieser Ausgabe (Januar 2004) wird die Seitenanzahl auf 40 erhöht. Wir haben vier Farb-Seiten dazu genommen. Damit werden wir den Wünschen der Anzeigenkunden nach Farbanzeigen gerecht und können die oft exotische Pracht asiatischer Kultur angemessener darstellen. Allzu oft verlieren die Farbfotos - wenn man sie schwarz weiss abdruckt - an Wirkung. Das Heft wird aber auch qualitativ zulegen. Es gibt inzwischen ein gutes Dutzend Autoren und Mitarbeiter sowie viele Leser, die Beiträge schreiben und Material an die Redaktions schicken. So berichtet Meo immer wieder aus München, und Dam Koch hatte sich angeboten, regelmässig aus der Kölner Thai-Szene zu berichten und dort den Vertrieb des FARANG sowie das Anzeigen-Geschäft anzukurbeln. Soweit das Positive. Ab jetzt betragen der FARANG-Preis 1,50 Euro, das Jahres-ABO 40 Euro und der Abgabepreis an Wiederverkäufer 1 Euro. Die Anzeigen-Preise aber bleiben stabil.

Wie zu hören war, soll der FARANG in der deutschen Botschaft in Bangkok als "Hetzblatt" bezeichnet worden sein. Nun gut, wir gehen da nicht weiter drauf ein. FARANG ist kein Kampfblatt, ganz sicher nicht. Unser Credo besteht darin, vor allem Thailand als liebenswertes Reiseland - mitunter auch kritisch - darzustellen und das thai-deutsche Leben in Deutschland zu dokumentieren. Sollte an dem Gerücht etwas Wahres dran sein, kann es nur mit Leserbriefen zusammen hängen, die auf bestimmte Zustände oder gemachte Erfahrungen bei der Visa-Vergabe mit den Beamten dort hingewiesen haben. Die Botschaft ist nicht unser Thema. Wir schicken nicht einmal ein Heft dorthin. Wir würden auch nie einen Mönch nach seinem Einkommensnachweis fragen (!) Zur Pressefreiheit gehört, dass jeder seine Meinung frei äußer kann, so er bestimmte Regeln einhält.

FARANG ist auch für Gegendarstellungen und andere Meinungen offen. Nur zu ! Euer Mathias Heinrich

12 / 2003

nun haben wir ja eine schöne Leser-Diskussion vom Zaune gebrochen. Sie soll auch ihren Platz im Heft bekommen. Und endlich greifen Falangs einmal zu Stift und Feder. Obwohl immer wieder die gleichen Probleme und selbst Klichees auftauchen, so ist auch dies beabsichtigt, werden doch stets neue Langnasen gesichtet, die ins Paradies wollen und sich über die nicht selten hohen Eintrittskosten wundern. Weiter so! (ja, Limmy, das hast du nun davon ;-)

Nun ein Wort zur Rückseite unseres Magazins. Längere Zeit teilten sich zwei Berliner Reisebüros den begehrten Anzeigen-Platz. Beide Offerten in blauer Grundfarbe und beide von der Kantstrasse. Manche Leser und Ticket-Kunden hatte dies verwirrt. Nun ist AFT nach friedlicher Diskussion auf die Umschlag-Seite 2 gegangen. Sie haben dies getan, um dem FARANG zu helfen. Dank dafür an Oh, Meo, Rit und Matthias. Und andererseits sei TAR dafür gedankt, dass sie mit der Finn Air einen echten global player ins Blatt geholt haben und auf diese Weise gleichfalls unser Magazin am Leben erhalten.

Unser Office in Moabit wird nun Ende des Jahres geschlossen. Noch einen Einbruch in dieser unsicheren Ecke der Hauptstadt ist nicht zu verkraften. So zieht der FARANG erst einmal an den Volkspark Friedrichshain. Vorerst. Wenn dann nahe der Kanstrasse eine kleines Büro gefunden ist, wird noch einmal umgezogen. Schade um die vielen Besucher aus dem Kietz. Aber wir sehen uns sicher in der TU-Mensa oder bei anderer Gelegenheit.

Zum Januar wird nicht nur der Farbanteil im FARANG erhöht, es werden auch zwei Preise anziehen. Das Jahres-Abonnement wird von 35 auf 40 Euro gehen und der Heftpreis 1,50 Euro betragen. Zur Begründung sei angemerkt, dass das Ziel steht, unser Magazin kostendeckend herzustellen. Das Heft ist inhaltsreicher geworden, die zusätzlichen Farbseiten erhöhen die Druckkosten. Und nicht zuletzt ist eine Zunahme der Verkaufsstellen auch ausserhalb von Berlin erreicht worden. Damit erreicht das Magazin immer mehr Leser. Die Anzeigen-Preise hingegen bleiben auf dem bisherigen Niveau. Die Überlegung, mehr Farbe ins Blatt zu bringen, hängt damit zusammen, dass die geschossenen Farbfotos stark an Wirkung verlieren, wenn diese schwarz-weiß gedruckt werden. Gerade die Pracht und Exotik der asiatischen Motive leidet darunter sehr. Und bitte, unser Magazin kann sich auf dem Markt sehen lassen. Es ist immer noch das einzige seiner Art im Lande. Niemand hat so viele news, Infos und Geschichten aus Thailand und Deutschland.

Allen Lesern und Anzeigenkunden ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch in 2004! Euer Mathias Heinrich

11 / 2003

die Frage, warum der FARANG immer wieder über Arirat Massage berichtet, ist einfach nicht tot zu bekommen. Nun, zum einen ist Arirat seit sehr langer Zeit treuer Anzeigenkunde. Auch sie hält damit unser Magazin am Leben. Zum anderen ist Arirat - weit mehr als andere - aktiv. Sie tritt bei zahlreichen Veranstaltungen (jüngstes Beispiel: Mekong Länder Tag) auf und zeigt den (deutschen) Leuten, was traditionelle Thai Massage ist, vermittelt somit ein Stück Thai Kultur... und wir berichten eben darüber. Sie informiert den FARANG, und dann kommen wir. Das würden wir für jeden anderen natürlich auch tun, wenn es etwas Berichtenswertes gibt. Es ruft leider keiner an. FARANG hat auch über Ten Thai Massage, Teltow Massage, Lotus Massage, Phensri, Walin Thai Massage und über von Hünefeld u.a. berichtet. Ich selbst war inzwischen in mehr als 30 Thai-Massagen auf Besuch, um den FARANG und mich vorzustellen (nicht etwa wegen einer Anzeige, Berichte kosten nichts!). Die Reaktion war oft gleich Null. Es scheint so zu sein, dass viele in Ruhe ihren Geschäften nachgehen wollen und gar keinen Wind machen wollen.

Nun "Personal-Politik": Helmut Meuser ist wieder ins kleine Team der Redaktion zurück gekehrt. Die Ungereimtheiten sind ausgeräumt. Helmut macht Fotos und kümmert sich auch um Anzeigen. Wir denken also vorwärts. Euer Mathias Heinrich