Farang Titel 1-2006

Ausgabe 01 - 2006

Rum-Treiber

Noky Neumann

Party-Szene Berlin

Reginas Report

Mit der Tochter nach Thailand

Südostasien-News

Reisetipps


Rum-Treiber

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps

Dass es sowas gibt - und mitten in Berlin!

Eisbein mit Stäbchen essen! Aber ja doch! Folgendermaßen: Das Ban Dung in Schöneweide hatten wir einmal als neues deutsches Wirtschaftswunder bezeichnet. Und das hat sich erneut bestätigt. Am 9. Dezember gab es in dem deutsch-thailändischen Restaurant in der Brückenstraße eine Weihnachtsfeier. Es war richtig voll, darunter viele Stammgäste. Zuvor jedoch wurde ein ganzer Bus voll mit kleinen Japanern durchgeschleust. Alle wollten schnell und gut essen. Die Fotofanatiker kamen vom benachbarten Hotel. Dessen Manager bat um kollegiale Hilfe, da das Hotel-Restaurant überbucht wäre und nichts Asiatisches auf der Pfanne hätte. Doch im Ban Dung kannte man die Spezies vom Nippon: Was denn, Japaner? Die wollen in old germany doch was deftiges Deutsches essen. Ist doch logisch. Und das Buffet war genau dafür gut bestückt: vom Eisbein mit Sauerkraut über Schweinebraten mit Rotkohl bis hin zu Fisch, dann Thai-Curry und diverse Thai-Gerichte mit Muh oder Nüah. Die Japaner haben erwartungsgemäß die deutsche Kost gewählt, ihre geliebten Stäbchen gezückt und sind dann wohlgenährt von dannen gezogen. Besagte Weihnachtsfeier der Stammgäste hat das nicht weiter gestört. Mit Live-Musik eines Alleinunterhalters mit Keyboard und Gitarre, den vielen Speisen, der schön geschmückte Tannenbaum - und alles zu einem ganz kleinen Preis. Ein echt gelungener Abend. Auch für die Mama von Chefin Sulima. Diese war das erste Mal in Deutschland und hatte es vor allem auf den wohlschmeckenden und belebenden Tee abgesehen, den die liebe Frau noch nicht kannte. Deutscher Tee ist Klasse! P.s.: Es war natürlich kein Tee. Es war ein Pott Glühwein.

Sachen gibt es, man glaubt es kaum: Da ruft Torten-Andy beim Rum-Treiber an und reklamiert, dass ihm gerade seine Thai-Frau weggerannt sei. Welch Missgeschick aber auch. Nun brauche er schnell eine neue. Ja, wozu denn? Na, er hätte schon zwei Karten für eine Weihnachtsfeier in drei Tagen gekauft, und diese sollten doch schließlich nicht verfallen. Ja, mei aber auch.

Oder diese: Da geht Chengis vom Adenauerplatz nichtsahnend ins Krankenhaus Neukölln und sieht unseren Helmut in einer Runde im Besucherzimmer sitzen (Cheng wusste nicht, dass Helmut dort Patient ist). Cheng jedenfalls freut sich, den alten Bekannten zu sehen und schlägt uns Helmut kumpelhaft auf die Schulter und schlendert einfach weiter. Helmut gaaanz cool geblieben und lächelt nur zurück. Hinterher ist es Cheng dann doch peinlich gewesen. Seine Version: Im Besucherzimmer saß doch jemand, der irgendwie krank aussah. Na, dann gute Besserung!

Im THAI THEK feierte Nong, die kleine Schwester von Chefin Tum am 4. Dezember ihren Birthday in einer großen Runde. Da alle ihren Fotoknipser vergessen hatten, sprang Reinald zum Glück mit seiner Pocket-Kamera ein. Na ja, besser als gar nichts. Detlef jedenfalls schwärmt noch heute von der prächtigen Torte aus Marzipan. Aber, ville Kolorien!

Das Bangkok Café in der Sonnenallee sieht manchmal gute Stunden, und manchmal weniger gute. Freitags natürlich immer der Ansturm aller Hungrigen auf das kostenlose Buffet. Ab und an treffen sich hier Geburtstags-Runden und neuerdings sogar Kreuzworträtsler. Hi, Sawad! Dia hält tapfer die Stellung und feierte gerade zünftig Toys Birthday.

Ching Chong vom Olivaer Platz hat dem Rum-Treiber endlich einmal erklärt, warum einige Thai-Frauen manchmal damit drohen, den kleinen Piepmatz mit einem großen Messer abzusäbeln, wenn dieses oder jenes passiert. Warum ist das aber so? Na, weil die Frauen denken, dass der Johannes ein Teil von ihnen selbst ist bzw. ihnen gehört. Ach soooh. Und wenn dieses oder jenes geschieht, dann werden sie sich von ihrem sozusagen eigenem Körperteil einfach trennen. Das ist dann genaugenommen eine Selbstbeschneidung. Autsch!

FARANG-Autor Carsten Nass ist Ende Dezember für ein ganzes Jahr nach Südostasien abgeschwirrt. Der fleißige und sympathische Beamte hat es wirklich gut. So hat er die Möglichkeit seines Berufsstandes genutzt, unter Gehaltsverzicht ein freies Jahr zu nehmen, ohne seine Stelle zu verlieren. So etwas gibt es tatsächlich. Carsten wird zunächst nach Thailand fliegen, dann auch Vietnam und Malaysia besuchen. Zeit hat er ja. Wir freuen uns jetzt schon auf seine Reiseberichte. Bon Voyage, Carsten!

Im MEX in der Lüderitzstraße war am 16. Dezember nach erheblichem erneuten Umbau eine fette Neueröffnungs-Party. Gleich am Eingang ein neugebauter Windfang, dann links ein großer halbrunder Tresen und dahinter die modernen und hellen Glasregale für die Flaschen und Gläser. Der hintere Raum, alles in rot gehalten, ist jetzt eine kleine Discothek. Mit silbernem Metallträger an der Decke für die Lichttechnik und einer kleinen Bühne nebst DJ Pult. Dort residiert fortan wieder DJ Cee. Jene will mit modernen Rhythmen mehr Publikum ziehen. Also auch mit Techno, Disco und Hip Hop. Laut Suleimann ist das MEX erst zu 70 Prozent fertig. Wie es aussieht mausert sich die kleine Kneipe zu einem ordentlichen Thai-Musik-Café. An jenem Abend war jedenfalls krachend voll. Von Pi Deng mit Team über Malisa bis hin zu Yad und Moses, Nin und all jene, die nicht genannt werden wollen. Was noch auffielt: Ein blutjunges Tresenteam, alles Thai-Mädels. Das lässt sich ja gut an.

Na dann - einen schönen Urlaub, wünscht Euer Rum-Treiber.

Berlin

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps

Das Power Haus von Noky & Markus

Noky und Markus Neumann sind das, was man gemeinhin ein glückliches Paar nennt. Sie ist Thai, er Deutscher. Beide haben sich beruflich über die Reisebranche in Thailand kennen- und liebengelernt. Das war im Jahr 1993. Inzwischen sind sie verheiratet, und nach Töchterchen Sunisa (6, Läusi) ist gerade der kleine Stammhalter Nils zur Welt gekommen. Nun ist die kleine thai-deutsche Familie komplett.

Noky hat bereits in Thailand bei einem Reiseveranstalter gearbeitet. Diese Erfahrungen haben ihr geholfen, ihr eigenes Reisebüro NeuTours in Berlin-Steglitz zum Erfolg zu führen. NeuTours ist nicht nur auf Thailand spezialisiert, sondern generell auf Fernreisen, also Fernost, Australien und USA. Dank ihrer freundlichen und beständigen Art, ist es Noky gelungen, eine große Zahl von Stammkunden zu halten und das Geschäft weiter auszubauen. Dabei steht ihr mit Conny eine nette deutsche Mitarbeiterin zur Seite. Genau vor einem Jahr ist dann das Reisebüro von der Stephanstraße in Steglitz in die rechtsoben abgebildete Gründerzeit-Villa an der Siemensstraße umgezogen. Die Villa ist übrigens mit einem leuchtend gelben Anstrich versehen, also ein echter Hingucker.

Und diese Villa hat etwas mit Markus zu tun. Er hat sie in drei Jahren völlig neu gestaltet und aufwendig umbebaut. Denn Markus ist aus dem Baugeschäft und hat sich dem Erhalt von Immobilien wie Villen und Miethäusern verschrieben. Als Selbständiger ist er dabei oft unter Volldampf, er rechnet und kalkuliert genau. Und: Markus ist ebenso erfolgreich. Die Fertigstellung besagter Villa und ein Jahr NeuTours am neuen Ort wurden bereits am 5. November mit einer wahrlich prächtigen Einweihungsparty gefeiert.

Die 240 Gäste wurden von einem smarten Serviceteam, bestehend aus 17 jungen Damen, umsorgt. Auf drei Etagen mit insgesamt 650 qm Wohnfläche wurde alles aufgefahren, was es zu einer anspruchsvollen Geselligkeit bedarf. Jeder Gast konnte vorab auf einem Flyer ablesen, was ihn wo erwartet. Alles bestens vorbereitet. Sogar die Kinderbetreuung. Im Keller, also im Baubüro, gab es Bier, Hartes und Kaffee und Kuchen. Weiter oben eine Bar mit diversen Cocktails, Säften und allerlei Leckereien. Dann das absolute Highlight: Thailändisches Essen von der Pagode in der Kreuzberger Bergmannstraße - eigens engagiert, um live zu kochen. Und in den einzelnen Salons wurden unterschiedliche Arten von Musik geboten: Von Schmusemusik über Klassik bis hin zu Rock und Pop. Für jeden der Gäste etwas dabei. Und diese waren vielzählig und unterschiedlich. Das war auch die Idee der Gastgeber. Menschen, die sich nicht kennen, sollten hier andere interessante Menschen treffen und zusammen einen schönen Abend erleben. Sie hatten nur eines gemeinsam. Sie waren in dieser oder jener Weise mit den Neumanns verbandelt. Und die schöne Villa war der rechte Rahmen für diesen Event.

Das bemerkenswerteste Zimmer der Villa ist übrigens das sogenannte Antikzimmer im Zentrum des Hauses. Auf den ersten Blick ein altehrwürdiges Herrenzimmer, alles mit dunklem Holz verkleidet, eine schwere Decke, ein herrlicher Ausblick. Daran hätte sogar ein Generalissimus seine Freude. Und genau hier macht Markus seine wichtigen Termine mit solchen Kunden, denen das nötige Kleingeld nicht fehlt und die ganz besondere Ansprüche haben. Eine gute Idee.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Noky (noch etwas geschwächt von der Entbindung) hocherfreut war, dass ihre Landsmännin Arunee nebst Rainer sowie Pratina mit Töchterchen Nomi und Ralf der Einladung gefolgt waren.

Noky und Markus halten übrigens dem FARANG seit Jahren die Treue. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken. NeuTours befindet sich in der Siemensstraße 53 in Berlin-Steglitz. Siehe auch www.neutours.de Mathias Heinrich







Party Szene Berlin

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps

CELO ließ die Puppen richtig tanzen

Celo ist ein smarter Geschäftsmann türkischer Abstammung. Er ist immer korrekt gekleidet und zudem fotogen. Als webdesigner und Internet-Profi dazu noch erfolgreich. Nun hat er, den man in der Berliner Thai-Gemeinde auch unter dem saloppen Namen Charly kennt, seinen Geburtstag in großem Rahmen gefeiert. Und zwar am Sonntag, den 27. November, in der STARS Asia Disco in Berlin-Schöneberg. Geladen waren viele Freunde, Geschäftspartner und vor allem Celos komplettes Team. Eine wirklich multikulturelle Schar von Gästen.

Jeder Tisch bekam vom aufmerksamen Gastgeber eine Flasche Chivas hingestellt und konnte sich dann reichlich laben am umfangreichen Buffet. Unter den Gratulanten waren auch Toi vom Musik-Café R.C.A. sowie Tim vom THAI THEK. Gute Bekannte also. Eine Wiedersehensfreude nach langer Zeit kam auf, als Nazim seinem alten Kumpel und Landsmann gratulierte. Jener revanchierte sich prompt mit den besten Wünschen zu Nazims Vaterfreuden mit Thai-Freundin Bu. Höhepunkte des Abends waren das Happy-Birthday-Singen auf der Bühne und der Anschnitt der prächtigen Sahnetorte (mit drei Etagen). Für entsprechende Unterhaltung in thailändischer Art sorgten mehrere Tanzvorführungen von Sabina und Namwahn, bevor DJ Geng am Ende das Zepter in die Hand nahm und eine krachende Disco-Night ihren Anfang nahm. Weit über 100 Gäste waren bis zum frühen Morgen mit Tanzen und Party beschäftigt. So ist richtig. Immer fleißig, wie Celo auch. M.H.



R.C.A. mit neuer Chefin: Lilly

Das R.C.A. gehört zu den bekannten thailändischen Musik-Cafés in Berlin. In ihm findet ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens der thai-deutschen Gemeinde statt. Dort machen Superstars einen Abstecher, werden Geburtstage gefeiert, Miss-Wahlen abgehalten und Comedy-Shows inszeniert. Oder aber man trifft sich nur mit Freunden und macht eben Party. Jetzt hat das nach einer berühmten Straße in Bangkok benannte Geschäft eine neue Inhaberin. Djem und Andreas haben zum 1. Dezember die Geschäfte an Lilly übergeben. Doch keine Angst: Toi bleibt uns ja erhalten. Der Unterhaltungs-Chef ist mit seinen Choreografien und Ideen die gute Seele vom R.C.A. Lilly selbst ist eine sehr freundliche Frau. Sie gab eine zünftige Einstiegsparty, empfing viele Freunde und VIPs aus der Berliner Thai-Szene.

Das R.C.A. befindet sich in der Neuköllner Schierker Straße, öffnet täglich um 21 Uhr. Dann geht es ab, bis die Sonne wieder strahlt...



WAN - Der Mann mit Talent & vielen Freunden

Wan ist überall da in Berlin anzutreffen, wo sich auch ein Karaoke-Mikrofon befindet. Der sangesfreudige Laos-Mann hat jedoch nicht nur dieses musische Talent. Er hat vor allem viele Freunde in der thai-deutschen Gemeinde der Stadt. Am 2. Dezember hatte er alle zur Happy Birthday Party in die STARS Asia Disco eingeladen. An einer großen Tafel haben dann auch viele Platz gefunden: Malisa mit Schatzi Gunther von der Seestraße, Deng und das ganze Team von der Sunshine Inn Thaimassage nebst Roman, Nit von Tippi und Rainer, dann Lo mit ganzer Familie, Moses und Nin, auch Nang und Suleimann vom MEX ließen sich diesen Event nicht nehmen und machten beachtliche Bewegungen auf dem Tanzboden. Später kam noch Ali vom Butterfly. Natürlich war Freund, Landsmann und Kumpel Ut an diesem Abend mächtig zugange: Am Mikro, beim Tanzen und am Buffet.

Für die Unterhaltung sorgten zunächst drei Sänger vom Butterfly, die Tanzgruppe von Lo, DJ Geng und der eine oder andere Gast mit der Karaoke.

Nun war der FARANG als Berichterstatter eingeladen. Doch ohne Fotograf Helmut war das nicht ganz einfach. Beim spannendsten Moment, dem gemeinsamen Happy Birthday Singen aller Gäste auf der Bühne streikte die Kamera. Batterien alle. Uff. Da machte sich Roman auf den Weg und holte neue von der Tankstelle. Was machen? Ganz einfach. Alle nochmal auf die Bühne, und für das obligatorische Bild alles noch einmal singen. Doppelt hält besser. Alles Gute, Wan! M.H.



Yad & Moses feierten im Samran

Yad und Moses feierten auch in diesem Jahr ihren Geburtstag wieder gemeinsam. Wir erinnern uns: In 2004 waren sie im Prenzlauer Berg, im Ban Thai, was heute Thai Royal heißt. In diesem Jahr waren sie im angesagten Thai-Imbiss SAMRAN nahe dem gleichfalls angesagten Winterfeldtplatz in Berlin-Schöneberg. Das SAMRAN unterscheidet sich von anderen Mini-Restaurants allein dadurch, dass im hinteren Teil ein kleines Musik-Studio eingebaut ist und auch ständig benutzt wird. Das war vor Jahren schon so. Am 10. Dezember nun war die Hütte krachendvoll, was die vielen Anwesenden aber keineswegs störte. Da ging die Tür auf und zu, und neue Gäste kamen und drängelten sich um einen Sitzplatz oder um das wirklich bemerkenswerte Thai-Buffet. Toi vom R.C.A. sang zu Karaoke Videos auf einer Leinwand. Da waren Chockchai, Wan, Nin, Noi, Jenny, DJ Cee (jetzt wieder im MEX) und viele Freunde der beiden beliebten Geburtstagskinder. Der absoluter Höhepunkt, also neben dem süßen Entengericht, war die Gesangseinlage von Mini Mee (mit dicker Windel in der Strumpfhose). Die Kleine sang doch tatsächlich live und so voller Inbrunst ein ganzes Lied und immer wieder den Refrain: Shuá, shuá, shuá. Es war zum Piepsen komisch. Die Gästeschar freute sich scheckig. Mama Ge sah es mit Stolz und zog sich dann wieder in die Küche zurück, um das Buffet nachzufüllen. Yad und Moses auch nicht untätig. Yad sang und Moses übte sich als Solotänzer mit gewagten und gekonnten Hüftdrehungen. Da quiekten die Thai-Frauen vor Neid. Ja, der Moses hat es drauf. Ach so, Happy Birthday, Euch beiden!

Der 50. von Jürgen im Em-On

Hallo, liebe Leser des FARANG,
wie immer berichte ich über die schönen Thai-Geburtstagspartys. So war es auch wieder am 27. November. Es war der 50. Geburtstag von Jürgen Sommerfeld im Thai-Restaurant Em-On. Nun wird man sich fragen, wer ist Jürgen. Er ist seit 25 Jahren mit der Thai Tim verheiratet. Es war eine ganz tolle Party. Em On richtete ein sehr gutes Büfett an. Auch von den Gästen und Freunden gab es viele Überraschungen. Was ich ganz toll fand: Ein Freund wollte ja CARABAO buchen, aber wegen der vielen Termine hatte er dann einen Künstler, der schon seit langem in Deutschland lebt, bekommen und zwar den Sänger John. Alle waren sehr gut drauf. Beim Karaoke-Singen waren die Thai-Frauen dann wie immer nicht mehr zu halten. Dann, gegen 22 Uhr, war alles vorbei. Na ja, am nächsten Tag mussten alle wieder früh aufstehen und arbeiten.

Am 16. Dezember gab es dann auch die erste Weihnachtsfeier in Ornchens Nong Khai, und zwar von der Thai-Massage Djantschai. Nalee und Aen und die anderen sangen auch ihre Karaoke und tauschten kleine Geschenke untereinander aus. Leider fehlte diesmal das Singen von Ronald. Es war auch mal wieder so richtig schön voll, so daß kein Stuhl mehr frei war. Einige Gäste mussten im Stehen ihr Bier trinken. Fotos von dieses Party könnt ihr weiter hinten auf der Seite 23 sehen.

Am 10. Dezember habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Familie Patchara und Sascha Meissner (Thai/Farang) nach dem Tsunami im Internet ihre vermisste Tochter (Solitäre/5) wiedergefunden haben. Wie ich auch schon weiss, sind sie in Phuket bei den Behörden, um dort alles zu klären. Ich hoffe und wünsche der Familie viel Glück, und dass sie bald wieder vereint sind.

Dann wünschen John und ich all unseren Kunden und Freunden ein gesundes Neues Jahr sowie eine weitere gute Zusammenarbeit für das Jahr 2006.

Unsere Rufnummern: Tel. 0179/407 64 30 und 0174/359 97 49

Hoffentlich sehen wir uns alle am 14. Januar im Scorpion, wenn wir 14.00 Uhr unser erstes Thailändisches Kinderfest starten. Wir haben viel vorbereitet.

Ich werde im Monat Februar und März nichts für die FARANG Zeitung schreiben können, weil wir nach Thailand fliegen. Aber im April werde ich über die Tsunami Waisenkinder berichten und auch einige Fotos machen. Dann bis dahin alles Gute,
Eure Regina und Sänger und Dj John





Reise-Bericht

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps

Mit der Tochter nach Thailand

Helmut aus Berlin-Steglitz ist FARANG-Leser. Auf unsere Bitte hin hat er den gerade erlebten Thailandurlaub mit Tochter Tanja noch einmal Revue passieren lassen

Mensch Papa, den ganzen Tag anderen Leuten in den Haaren rumwühlen und in Deutschland ein Sch...wetter. Ich möchte in die Sonne. Lass uns Urlaub beantragen, noch vor Weihnachten! Wird schon irgendwie gehen.

Das waren die Worte meine Tochter vor ihrem 21. Geburtstag. Sie sieht auch ganz schön kaputt aus. Aus vielen Urlaubesberichten meinerseits war sie neugierig geworden und wollte unbedingt nach Thailand. Also bin ich heimlich zu Noky, einen Flug buchen, im Hotel anrufen, die Zimmer reservieren, dann eine Geburtstagskarte besorgt, das Ticket reingelegt und einen Spruch dazuschreiben und: Herzlichen Glückwunsch!

Riesige Aufregung, gleich ging es ans Kofferpacken, diese wegen Überfüllung mit Gewalt zuquetschen und ab zum Fliegerhafen.

Ankunft in Bangkok

Recht zerknirscht in Bangkok angekommen (dies war schließlich ihr erster langer Flug). Erst ins Hotel, und nach einem be cool, Baby, Papa hat einen Plan ging es ans Frischmachen und dann ins hoteleigene Restaurant mit Livemusik, um die ersten Eindrücke zu sammeln.

Nach einer viel zu kurzen Nacht zum Wat Phra Keo gedüst. Verzaubert von der Pracht und Schönheit war der erste 36er Film belichtet. Jetzt weiter zur Samphan Crocodile Farm, auch Samphan Elefant Ground & Zoo genannt. Wir waren gerade richtig zur Vorstellung der Schnappies gekommen. Mit halb offenem Mund wurden zwei Männer bestaunt, die sich trauten, den Kopf waghalsig in den geöffneten Rachen der mit spitzen Zähnen ausgestatteten hungrigen Bestien zu stecken oder den ganzen Arm im Schlund der Reptilie verschwinden zu lassen. Nach der Vorstellung folgte das obligatorische Einsammeln der reichlich gegebenen Spenden.

Jetzt schnell die paar Schritte nach nebenan, um mit Entspannung an der anschließenden Elefantenshow teilzunehmen. Zu sehen waren Arbeitselefanten, die Bäume hinter sich herzogen und solche mit Fußballprofis, die sich bemühten, nicht nur den Schiedsrichter sondern auch den Ball ins Tor zu schießen. Als Bekleidung der Dickhäuter dienten Umhänge mit den Namen Ballack und Beckham. Tanzende und kopfstehende Elefanten waren weitere Highlights. Doch den absoluten Höhepunkt erlebten die Zuschauer bei der Nachstellung des Krieges zwischen Siamesen und Burmesen. Festlich gekleidete Männer kämpften mit rasselnden Schwertern. Mahuts führten die mit bunten Decken und überaus geschmückten Kampf-Elefanten in die Schlachtszenerie. Reichlich Kanonendonner und Feuersäulen schlossen die Vorstellung ab. Anschließend erfolgte die Fütterung der Tiere mit gekauften Bananen sowie mit Zuckerrohr. Natürlich gab es ein Fotoshooting von allen Seiten, und schon war Papa den zweiten 36er Film los.

Zuviel für den ersten Tag? Denkste. Mit dem Wunsch nach einer Dusche im Hotel strebten wir flotten Schrittes dem Ausgang zu, wo die Taxe schon wartete. Jedoch nicht, bevor noch zwei Fotos mit lebenden Tigern gemacht wurden. Endlich im Auto sitzend machte uns der Fahrer noch auf eine Show aufmerksam, die wir nicht versäumen dürften. Nur ca. 1,5 km weit weg. OK. Hin! Den Namen des Ortes habe ich leider vergessen (wohl das Alter). Die Vorführung erstreckte sich über zwei Stunden. Sie war komplett überdacht (ein Glück auch, denn es regnete inzwischen leicht) und hatte das tägliche Leben zum Inhalt: Bauern auf Reisfelder, Thai Boxen, Hochzeitszeremonie, Bambustanz, Thaitänze. Wieder war ein Film voll. Jetzt aber wirklich genug für den ersten Tag.

Tag zwei: Pattaya

Am nächsten Morgen brachte uns das Taxi nach einem kurzen Frühstück zum Endziel: Pattaya. Knappe zwei Stunden später erfolgte der Einzug ins Hotel, Koffer auspacken, Essen gehen, kurzes Schläfchen, fertigmachen zum Ausgehen. Und um 20 Uhr ging es los zur Soi 2. Tanja staunte nicht schlecht über die offenen Bars, das ständige welcome, welcome, die überlauter Musik, ob nun von der CD oder live. Nach einer Erkundungsrunde und vielen Umarmungen fanden wir endlich unsere Bar: Nette Mädels, die einen nicht gleich stehen lassen nach der ersten Bestellung, zauberten schnell eine nette Atmosphäre in die Luft. Meine auf Cocktails spezialisierte Tochter freundete sich schnell mit Malibu (Klarer Cocosnusslikör mit Ananassaft) und Mai Thai an, während Vater beim Heineken blieb. Da es recht warm geworden war, war dann jeden Tag Party angesagt, wobei die Begeisterung von Tag zu Tag oder besser von Nacht zu Nacht wuchs. Und von wegen um 01.00 Uhr wird geschlossen. Jeder, der vom Nachtleben in Pattaya nicht genug bekommen kann, weiss, dass die Bars an denen Farangs noch Umsatz machen, nur das Licht dämpfen und die Musik leiser machen und dann: open end. Die einzigen, die pünktlich nach Hause gehen, sind die Bands, die live spielen.

Vormittags war Baden angesagt. Entweder am Strand oder im Swimming Pool. Auch ein Besuch im nahegelegenen Schwimmbad Pattaya Park lohnt sich. Das liegt zwischen Pattaya und Jomtien Beach. Eine Super Anlage mit außenliegenden Fahrgeschäften wie einer kleine Achterbahn, dem High Tower, eben ganz rummeltypisch. Für besonders Mutige: Mit einem Lift etwa 150 m hochfahren, ans Seil klinken lassen und frei wieder runterschweben. Für etwas Ängstliche steht auf der anderen Seite eine Gondel bereit, die aussieht wie ein Weinfass. In dieser Gondel kann man mit mehreren Leuten sitzen, und ab geht die Fahrt. Sehnswert ist auch der Mini Siam Park, wo Miniaturnachbildungen der wichtigsten Gebäude aus aller Herren Länder zu sehen sind oder das neue Aquarium, wo man durch mehrere Glastunnel läuft und den Eindruck gewinnt, Mitbewohner des Meeres zu sein. Der One Million Stone Park ist ein weiteres Ausflugsziel. Alles liegt an der Sukhumvit Road zwischen Pattaya und Sattahip.

Unter den vielen Ereignissen ist die erste Woche schnell vergangen. Jetzt freuten wir uns auf ein paar Tage der Ruhe und Erholung. Aber wohin? Wo war ich noch nicht?

Auf nach Koh Chang

Was ist nicht allzu weit weg? Koh Chang! Die zweitgrößte Insel Thailands. Ja, Koh Chang ist die Antwort. Schnell mit dem Moped zur Soi Post Office (Soi 13-2). Von der Beach Road kommend ist auf der rechten Seite ziehmlich in der Mitte das Reisebüro Lee. Die Frau vom Besitzer chinesischer Abstammung spricht hervorragendes Deutsch. Ein kurzes Beratungsgespräch, Kataloge anschauen, buchen. Am nächsten Morgen geht es schon los. Der Minibus holt uns relativ pünktlich vom Hotel ab. Nach zwei Stunden Fahrt eine kurze Pause, dann weitere anderthalb Stunden bis zur Fähre. Dann 35 Minuten Überfahrt und 25 Minuten für Transfer und check in.

Das an einem vorgelagerten Riff der White Sand Beach gelegene Plaloma Cliff Resort (Delphin) wird von einem Schweizer geführt. Es ist eine saubere und gepflegte Anlage. Nur das incl. Frühstück war etwas dürftig für die horrenden Übernachtungskosten. Für den Bungalow mit Meerblick 2.300 BHT die Nacht. Und das in einer Anlage der mittleren Kategorie! Zudem ohne direkten Zugang zum Meer, dafür aber incl. Aircon.

Wissensdurstig auf die Ausflugsziele mieteten wir ein Auto für den nächsten Tag. Der kleine Toyota ist in einwandfreiem Zustand. Der Tagespreis von 1.300 BHT ist durchaus gerechtfertigt.

Die naturbelassene Insel wird von einer geteerten Straße umgeben, die teilweise an die italienischen Serpentinen erinnert. Bei steilen engen Kurven und besonders bei Gegenverkehr muss der Fahrer alle Sinne zusammennehmen, um auf der Fahrbahn mit ihren ungesicherten Seitenstreifen zu bleiben. Die reichlich vorhandenen Hotels und Bungalows werden durch weitere Anlagen ergänzt. (viele Baustellen). Von vorhandenen Aussichtspunkten aus bietet sich ein prächtiges Panorama, wow... Einfach super! Das blau-grüne Meer geht in die weißen Strände über. Die mit kräftigem Grün bewachsenen Bäume und Sträucher enden am Grat der steilaufsteigenden Bergkette. Die Beach ist aber leider nur vom Boot aus zu erreichen.

Beim Mittagessen in einem der vielen kleinen Restaurants (war lecker und nicht teuer), haben wir die Eindrücke verarbeitet. Nun weiter zu den Wasserfällen. Der Schilderwald ist einigermassen übersichtlich. Von der Hauptstraße runter, 10 Meter in die Seitenstraße und... eine Schranke. "Klar, nüscht is umsonst". 200 BHT pro Nase, pro Langnase! Thais bezahlen 25 BHT.

Auf Benzinsuche

Liebe Leserinnen und Leser: Wir alle wissen, dass Farangs immer etwas stärker zur Kasse gebeten werden, aber 25 zu 200? Oder die Schranke bleibt zu! Genauso erging es uns beim zweiten Wasserfall. Nun ja. Auf der Weiterfahrt in Richtung Süden blinkt dann auch noch die Tankanzeige. Also, wo ist die nächste Tankstelle? Nur eine Straße, aber wo zum Kuckuck kauft man das begehrte Nass? Ein paar Kilometer weiter Dauerlicht der Tankanzeige! Und warum ist das nur so warm im Auto, Schweiß auf Stirn und Händen. Die Klima ist doch an. Also schnell anhalten und fragen. Antwort: Bist schon vorbei. Schnell wenden und etwa drei Kilometer zurück. Gesagt, getan. Nach 5 km zur Tochter: Mein Handtuch, bitte! Oh, du nasses T- Shirt. Wieder links ran und fragen. Antwort erneut: Bist schon vorbei. Also zwei Kilometer zurück blablabla. Aber dann tatsächlich. Stehen doch zwei Fässer am Rand. Und wie in guten alten Zeiten wird mit der Hand gepumpt, gemessen und eingefüllt. Der Preis richtet sich dann auch nach der Nasenlänge des Farangs. Zwischen 25 und 35 BHT pro Liter Super. Egal, Hauptsache wir müssen nicht schieben, obwohl... meine Tochter war ja dabei... Eine kurze Strecke weiter ein großes Schild mit der Aufschrift Elefantentouren. "Papa...!" Ja, ich weiss schon... Auto parken, rauf auf das Tier, und ab geht die Luzie.

Es standen folgende Programme zur Auswahl. 1- und 2-Stunden-Ritt sowie Ausflüge von ein bis drei Tagen. Eine Stunde reichte wohl, war interessant, aber auch nicht umwerfend. Auf der weiteren Fahrt hielten wir an einigen Hotelbetrieben an, um Preisvergleiche zu machen. Die Anlagen sind je nach Preisklasse unterschiedlich. Besonders in der Gestaltung der Grünflächen, des Pools und des Strandes. Angenehm aufgefallen ist uns das Chang Park Resort & Spa. Das ist eine großräumige Anlage, die über einen eigenen weißen sauberen Strand verfügt. Der Pool ist großzügig angelegt und unmittelbar an der Beach. Der mittlere Preis der Zimmer liegt bei 3.500 BHT pro Tag. Auch eine amerikanische vier Bedroom Suite kann man buchen, für lächerliche 14.000 BHT. Die vor dem Pool erbauten kleinen Bungalows haben einen Ventilator und Mückennetze über dem Bett (2.500 BHT/Tag). Preiwertere Schlafmöglichkeiten (700 bis 1.300 BHT) erhält man in den Anlagen, die sich neben der Hauptstraße inlandseitig befinden (für den nicht komfortverwöhnten Europäer sicherlich überlegenswert).

Am nächsten Vormittag sind wir zur White Sand Beach gelaufen. Aus dem Hotel raus, die Straße runter, durch eine andere Hotelanlage hindurch und schon ist man nach 20 Gehminuten am Strand. Wir mieten zwei Liegen, bestellen Getränke und fangen bei bedecktem Himmel an zu staunen: White Beach heißt doch eigentlich weißer Strand? Wer aber den da sucht, der sucht vergeblich. Es ist grauer Sand, umrahmt von Ästen und Plastikkram aller Art. Auch noch ein paar Hundehäufchen vergällten uns die Lust zum Baden.

Tauchen ist super

Also zurück zum Pool. Ah, endlich Ruhe. Nachmittags kam ein junger Amerikaner namens Paul zum Pool. Er hatte eine Tauchausrüstung dabei. Wer wollte, der konnte sich die Tarrierweste mit der schweren Flasche umbinden. Dann die Brille aufgesetzt, und rein in den Pool. Aus war es mit der Ruhe!

Es folgte ein kurzes Gespräch mit Paul, und die Tour für den folgenden Tag stand fest. Ein Tagesausflug mit dem Boot inclusive zweier Tauchgänge in kompletter Ausrüstung für 2.400 BHT. Gegen 08.00 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt, dann 15 Minuten Fahrt zum Anliegeplatz. Nach zweistündiger Bootsfahrt erfolgte am Riff einer Insel der erste Tauchgang bis in 24 m Tiefe. Diese 25 Minuten unter Wasser waren Supi!

Nach 30 minütiger Weiterfahrt ankerten wir abermals. Den Anzug wieder angezogen, die Pessluftflasche wieder umgeschnallt, und ab in die Tiefe. Aus Sicherheitsgründen waren hier nur maximal 12 m Tiefe möglich. Denn hier gab es ein sehr lebendiges Riff mit vielen Fischen,... sogar Delphine!

Das war eine echte Überraschung und machte uns große Freude. Die einzige, die nicht ganz so glücklich war, das war Tanja. Bei jedem kleinen Wellengang wurde ihr Gesicht blasser und ... grüner. Abhilfe schaffte die Tauchlehrerin mit einer Pille, die schnell wirkte (der Tag war gerettet). Für alle interessierten Taucher hier die Adresse: White Sand Dive Center, White Sand Beach, Koh Chang, Tel. 06 106 5020 oder 039 551 096.

Der Tauchgang ist wirklich empfehlenswert! Die Kosten für eine Begleitperson stehen zwar fest, aber ein wenig Handeln geht schon.

Zwei Tage später kehrten wir der Insel den Rücken zu mit der Vorfreude auf Party, Party, Party, wie meine Tocher sich auszudrücken pflegte.

Party in Tonys Disco

In Pattaya angekommen war ebenda ein Besuch in der Disco angesagt. Um zu Tonys zu kommen geht man von der Beachroad durch die Walkingstreet. Ein paar Schritte hinter dem Marine Plaza (da ist der Box-Ring) auf der linken Seite. Bei Tonys ist alles sehr gepflegt und sauber, ein riesiges Klangbild, die Live Band mit super Optik, ein tolles Flair und dazu echt eisig kalt. Die Aircon arbeitet offensichtlich auf Hochtouren. Also, Mädels: Unbedingt eine Jacke mitnehmen! Nach drei Stunden folgte der Antritt zum Heimweg. Zwischen der Walking Street und dem Marine Plaza Hotel - da stehen auch die Taxis - sind ca. 200 m zu laufen, Davor etliche kleine Stände zum Hungerstillen. Auf die Frage - Appetit auf Heuschrecken? - antwortete Tanja mit unartikulierten Geräuschen. OK, nicht lange gefackelt, vom Stand ein Tier genommen (Lächeln beim Verkäufer), Beinchen ab, Kopf ab, Augen zu und draufbeißen! Doch, absolut essbar, prima. Seitdem darf Papa jeden zweiten Tag loslaufen und geröstete Heuschrecken kaufen. Wie sich Geschmack doch ändern kann.

Nach längerem Drängeln meines Töchterleins sind wir in eine Schneiderei gegangen. Die Geschäftsinhaber kommen oft aus den Ländern des Nahen Ostens. Genäht wird dagegen wieder von Thais. Das Maßnehmen geht schnell. Am nächsten Nachmittag dann zur Anprobe und kleine Änderungen machen, nochmalige Anprobe. Sitzt wie angegossen, das schwarze Abendkleid, oben eng anliegend, ab der Hüfte weit nach unten fallend. Das Ergebnis sind leuchtende Augen. Aber ohne neue Klunker? (Töchter können zuweilen teuer sein). In der Diamantenfabrik wurde sie auch schnell fündig (ausnahmsweise einmal schnell). Tanja wählte eine Kette mit Anhänger, Ohrringe und einen Fingerreif mit kleinen violetten Steinchen. Sieht super aus. Arme Männerwelt!

Der letzte Abend an "unserer Bar" beschied uns jede Menge roter Rosen und Kränze mit weiß violetten Orchideen, die uns vom Personal und von Stammkunden überreicht wurden. Ein paar Tränchen kullerten, ein letztes Läuten an der Glocke (Lokalrunde), austrinken und... das war es.

Nein, Fräulein Tochter spart schon fleißig für den nächsten Tripp, denn einmal Pattaya, immer Pattaya! Euer Helmut aus Steglitz

P.S.: Auf diesem Wege möchte ich die herzlichsten Glückwünsche zum neuen thai-deutschen Erdenbürger der Familie Noky und Markus Neumann von NeuTours aussprechen. Außerdem bedanke ich mich für die jahrelange gute Betreuung und Hilfe für die manchmal nicht ganz einfachen Ticketbuchungen. Danke, Noky! Weiter alles Gute, Helmut.














news

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps

Über die Einführung der elektronischen Reisepässe (ePass)
Neue Richtlinien für Passbilder
Am 1. November 2005 führte die Bundesrepublik Deutschland als eines der ersten EU-Länder den elektronischen Reisepass (kurz: ePass) mit biometrischen Daten ein. Rechtgrundlage dafür ist eine am 18. Januar 2005 in Kraft getretene EG-Verordnung. Der Chip im ePass enthält zunächst die üblichen Passdaten und das Lichtbild. Ab März 2007 werden zusätzlich zwei Fingerabdrücke digital gespeichert.
Mit der neuen Reisepass-Generation wird ein zweifacher Sicherheitsgewinn erzielt: Zum einen stellt der Chip im ePass eine zusätzliche Fälschungshürde dar. Mit der neuen Technologie wird der deutsche Reisepass damit noch fälschungssicherer gemacht.
Zum anderen kann der Missbrauch von Pässen verhindert werden. Denn der Chip ermöglicht zukünftig einen maschinellen Abgleich, ob der Nutzer des Dokuments tatsächlich der Passinhaber ist. Die wichtigste Veränderung für Bürgerinnen und Bürger, die nach dem 01. November 2005 einen Reisepass beantragen, ist schon bei der Anfertigung der Passbilder zu beachten: Damit die ePass-Lichtbilder internationalen Standards entsprechen und später weltweit für biometrische Kontrollen geeignet sind, wird eine neue Art Passfoto benötigt. Die Aufnahmen werden nicht - wie zuvor bei Reisepässen üblich - im Halbprofil, sondern frontal aufgenommen. Für Fotografen und Passbehörden stehen eine neue Foto-Mustertafel und eine Passbild-Schablone zur Verfügung, um ePass-Lichtbilder auf ihre Biometrietauglichkeit zu überprüfen. Um die neue Fotopraxis für Fotografen und für Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern, können die neuen frontal aufgenommen Bilder neben den bisherigen Fotos auch für Personalausweise eingerichtet werden.
Der technische Aufwand für Sicherheit und Datenschutz führt dazu, dass die bisherigen Gebühr für die Ausstellung eines Passes angehoben werden muss.
Weitere Hinweise auf der Webseite der Botschaft unter: www.bangkok.diplo.de sowie vom Bundesministeriums des Inneren: www.ePass.de

Löhne höher
Im Durchschnitt um 6,1% haben sich in Thailand die Löhne und Gehälter in der Industrie zu Ende vergangenen Jahres erhöht. Nach einer Umfrage der internationalen Beratungs-Agentur Watson Wyatt in 397 Unternehmen gab es die höchste Steigerung bei der Telekommunikation (+7,1%). Es folgen die Autoindustrie, Logistik und Transport mit jeweils 6,8%. Die meisten Betriebe gewährten ihren Mitarbeitern zum Jahresschluss einen Bonus von 1,5 Monatsgehältern, weitere schütten Prämien bis zu 2,5 Monatsgehälter aus.

Gegen Alkohol
Nicht nur durch verschärfte Polizeikontrollen, sondern auch durch ein striktes Verkaufsverbot für Alkohol will die thailändische Regierung die Hauptunfallursache Alkohol am Steuer besser in den Griff bekommen. Das Finanzministerium hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, nach dem ab 1. Januar der Verkauf von alkoholischen Getränken an Tankstellen sowie in der Nähe von Schulen und Tempeln untersagt ist. Die Lizenzen für rund 585.000 Läden, die Alkohol verkaufen dürfen, sind Ende des Jahres ausgelaufen und müssen für 2006 erneuert werden. Auch soll den rund 10.000 Mini-Märkten an Tankstellen die Genehmigung entzogen werden. Das Finanzministerium erwartet bei der Alkoholsteuer Mindereinnahmen zwischen 10 und 20%. An den reduzierten Verkaufszeiten für Alkohol soll sich nichts ändern. Geschäfte, Supermärkte und Verbrauchermärkte dürfen weiterhin nur zehn Stunden alkoholische Getränke abgeben: von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 Uhr bis Mitternacht.

1.000-Baht-Noten
Die Staatsbank Thailands hat mit der Herausgabe neuer 1.000-Baht-Noten begonnen. Die zusätzlichen Sicherheitsmerkmale werden es den Fälschern schwer machen, die Banknote zu kopieren. Die neuen Geldscheine haben wie die 100- und 500-Banknoten in der linken Hälfte einen durchgehenden Silberstreifen. Nach Angaben der Bank of Thailand wurden von Januar bis Oktober 2.160 gefälschte 1.000-Baht-Geldscheine sichergestellt. Ein Jahr zuvor waren es 7.661 Fälschungen gewesen.

Handy-Markt
Der Mobile-Markt ist noch längst nicht gesättigt, doch die Thais halten sich beim Kauf von Handys merklich zurück. Die Gründe: Hohe Sprit- und Energiepreise sowie die drastisch gestiegene Inflation (über 6%) beeinflussen das Kaufverhalten der Konsumenten. Von Januar bis Ende September wurden 1,5 Mio. neue Geräte erworben. Die Branche hatte für das ganze Jahr drei bis vier Millionen prognostiziert. Somit haben Ende Dezember 45% der Bevölkerung mobil telefoniert, gegenüber 41% Ende 2004. Marktführer ist weiterhin Advanced Info Service (AIS) mit 16 Mio. Kunden vor DTAC mit 8,3 Mio. und TA Orange mit 4,2 Mio.

"Der Ball" als Mönch
Das thailändische Tennis-As Paradorn Srichaphan hat sich vorübergehend in den Dienst von Buddha gestellt. Der frühere Top-Ten-Spieler (Spitzname Der Ball) ließ sich den Kopf kahl rasieren und lebte eine Woche als Mönch in einem Tempel ausserhalb von Bangkok. Srichaphan trat seinen Dienst als Geistlicher mit einem Elefantenritt an und legte sich den Namen Mahaviro zu, was "großartig und mutig" bedeutet. Von seinem Abstecher ins Mönchtum, der in Thailand Brauch ist, erhofft er sich Erfahrungen, die ihn auch als Tennispieler weiterbringen. Zurzeit wird er nur noch als Nummer 43 der Weltrangliste geführt.

Kinderarbeit bis 15
Wer Jugendliche unter 15 einstellt, verstösst gegen das Jugendschutzgesetz. Der Labour Protection Act von 1998 sagt eindeutig: Kein Arbeitgeber darf ein Kind, das sein 15. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, beschäftigen. Das ist eigentlich auch nicht möglich, weil die Schulpflicht in Thailand nach neun Jahren in der Regel mit dem 15. Lebensjahr endet. Wenn Kids unter 15 gegen ein Entgelt Reklame unter die Leute bringen, dann geschieht das in einer Grauzone.

Geschlechtsumwandlung
Thailands Plastische Chirurgen haben weltweit einen guten Ruf. Wenige Kliniken und Krankenhäuser nehmen auch Geschlechtsumwandlungen vor. Im Yanhee-Krankenhaus in Bangkok kostet "man to woman" 120.000 Baht (bei Ausländern sollen es mehr als 200.000 Baht sein). Dagegen wird "woman to man" mit 280.000 Baht berechnet. Nach rund 14 Tagen Klinikaufenthalt ist die Sache erledigt. Das Bangkoker Bang Mod-Krankenhaus nimmt für eine Geschlechtsumwandlung "man to woman" sogar 180.000 Baht. Dafür wird der Patient bereits nach fünf Tagen entlassen. Weil es unter den plastischen Chirurgen schwarze Schafe gibt, sollten Ausländer vor einer kosmetischen Operation die Plastic Surgery Association of Thailand kontaktieren (Tel.: 02.716.6214 oder www.plasticsurgery.or.th).

Transaktionen melden
Im neuen Jahr müssen alle Goldshops, Juweliere und auch Pfandhäuser dem Anti-Money Laundering Office (Amlo) Transaktionen mit Bargeld ab einer Million Baht melden. Die Behörde, die Geldwäsche unterbinden soll und landesweit verfolgt, hat herausgefunden, dass mit Drogen und Prostitution verdientes Geld auch bei Juwelieren gegen Gold oder Schmuck eingetauscht wird. In Thailand gibt es über 6.000 Goldhändler und Tausende Juweliere. Ihnen droht bei Nichtbeachtung der Verordnung ein Bußgeld bis zu 300.000 Baht.

2.000 Thai-Frauen
Im vergangenen Jahr haben in Deutschland mehr als 2.000 Männer eine Thai geheiratet. Jede siebte Ehe wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden mit einem ausländischen Partner geschlossen. Insgesamt waren es 396.000 Trauungen. Dabei heirateten gleich viele deutsche Frauen einen Türken wie deutsche Männer eine Polin: jeweils 4.900. Weitere Favoritinnen bei den Männern waren neben Thai auch Frauen aus Russland und Rumänien.

Strom weiter hoch
In 2006 werden die Strompreise weiter steigen. Das hat die Electricity Generating Authority of Thailand (Egat) bereits angekündigt. Die Gebühren sollen ab Februar und dann noch einmal ab Juni angehoben werden. Diesmal begründet die Egat die Preiserhöhung mit dem teuren Bezug von Erdgas.

Thronbesteigung
Kaiser und Könige sind zu den Feierlichkeiten anlässlich des 60. Jahrestages der Thronbesteigung Seiner Majestät König Bhumibol eingeladen worden. Die Feierlichkeiten sind am 12. und 13. Juni in der Anantasamakhom Throne Hall und im Royal Navy Auditorium in Bangkok geplant. Unter den 28 eingeladenen Monarchen sind Japans Kaiser Akihito, Englands Königin Elisabeth und Schwedens König Gustav.

Anmeldefrist abgelaufen
Ende des Jahres lief die Anmeldefrist für Handy-Nutzer mit Prepaid-Card ab. Thais und Ausländer, die ihr Gerät nicht registrieren lassen, müssen nun damit rechnen, dass der Mobilfunkbetreiber die Leitung kappt. Die Registrierung aller Handys hatte die Regierung vor etwa einem halben Jahr beschlossen, weil Terroristen im Süden über Handys Bomben detonieren ließen.

Bar-Szene verdrängt
Exorbitante Mieten und ein hohes Schlüsselgeld verdrängen Pattayas Bar-Szene mehr und mehr von den angestammten Standtorten an der Beach Road und der Second Road. In den letzten Jahren sind an der Soi Buakhao und deren Nebenstraßen sowie an der 3rd Road attraktive Beer Bars, Pubs und GoGo-Bars entstanden. Inzwischen investieren Thais und Ausländer ebenso am Stadtrand und jenseits der Sukhumvit Road. Die Lokale in Naklua, an der Soi Siam Country Club, der Soi Muslim und der Soi Khao Noi sind aber eher für motorisierte Residenten gedacht, die hier problemlos einen Parkplatz finden. Doch einige Wirte scheinen ein Wegegeld zu erheben. In deren Bars zahlen Short-Time- oder Langzeitgäste ein gutes Stück mehr als in der Walking Street oder der Soi Yodsak. Bei den erheblichen Preisunterschieden fällt die lästige Parkplatzsuche in der Innenstadt dann wieder nicht ins Gewicht.

Kälteeinbruch
Früher als erwartet hat in Pattaya die "Eis-Zeit" begonnen. Dem Ende der Regenzeit folgte der erste Kälteeinbruch dieses Jahres auf dem Fuß. Wenn es in Thailand nachts unter 20 Grad ist, dann ist das vergleichbar mit Temperaturen in Westeuropa nahe dem Gefrierpunkt. Thais zittern und ziehen sich entsprechend an. Schulkinder gingen mit Pudelmütze, Schal und gefütterter Jacke zur Schule, weitere Frühaufsteher fuhren vermummt wie Eskimos auf dem Motorrad oder den Ladeflächen der Pick-ups zu ihrer Arbeitsstelle. Der Kälteeinbruch machte den offenen Biergärten einen Strich durch die Rechnung. Während es die Gäste üblicherweise bis 01.00 Uhr oder später bei Musik und Fassbier aushalten, zog es sie nun eher in Pubs und geschlossene Bars.

Deutsche Welle
Am 1. Dezember hat die Deutsche Welle vom Satelliten AsiaSat 2 auf den Satelliten AsiaSat 3S gewechselt. Wer die Deutsche Welle bisher über den AsiaSat 2 (Position 100,5 Grad Ost) empfangen hat, muss auf jeden Fall zuerst die Antenne auf den neuen Satelliten ausrichten. Am Receiver muss dann unter Eingabe der neuen Parameter ein Suchlauf gestartet werden. (Für technisch Versierte: Die Daten zum Empfang über AsiaSat 3S, (Position 105,5 Grad Ost), Frequenz 3,760 GHz, Polarisation: horizontal, Symbolrate: 26,000 Ms/s, FEC 7/8.) Nutzen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Satellitenempfängers. Die Ausstrahlung über AsiaSat 3S hat am 1. Dezember 2005 begonnen. Parallel dazu werden DW-TV und DW-RADIO aber noch bis zum 21. Januar 2006 über AsiaSat 2 ausgestrahlt, um allen Nutzern Zeit für die Umstellung zu geben. Wer technisch etwas unbedarft ist, und die Umstellung selber nicht schafft, kann sich an Mr. Kim wenden, der an der Naklua Road (schräg gegenüber der Potisarn Road) und an der Sukhumvit Road (gegenüber Lotus Süd) Satellitenfirmen betreibt. Mr. Kim spricht gut Englisch: 0178-28095, doch kein Deutsch, aber natürlich Thai. Von der Umstellung dürften die Abonnenten der verschiedenen Kabelbetreiber nicht betroffen sein, falls diese die Neuerung nicht verschlafen.

Firma Grohe
Grohe Water Technology hat in Rayong seine neue Produktionsstätte eröffnet. Das Werk des deutschen Unternehmens mit Sitz in Hemer hat 480 Mio. Baht gekostet. Es ist ein führender Anbieter wassertechnologischer Gesamtlösungen wie Armaturen und Brausen für Bad und Küche, Automatik-Armaturen für den gewerblichen und öffentlichen Bereich, Druck- und Urinalspül-Systemen und Vorwandinstallations-Systemen. Das Unternehmen ist der größte Armaturenhersteller in Europa und weltgrößter Exporteur von Badarmaturen. Grohe beschäftgt 5.800 Mitarbeiter in Standorten in Deutschland, Portugal, Kanada, China und Thailand.

Ein Spielkasino?
In einem Referat vor der Pattaya Business and Tourism Association (PBTA) hat sich der Abgeordnete Chowit Kamonlaweesit für die Eröffnung eines Spielkasinos im Touristenzentrum stark gemacht. Das Mitglied der Chart Thai-Partei kritisierte in scharfen Worten das Zonen-Konzept für Entertainment-Betriebe und die Sperrstundenregelung. Ausländer würden nach Pattaya kommen, um hier ihre Urlaubstage nach Gutdünken zu genießen. Doch dann stellten sie fest, dass thailändische Gesetze ihnen vorschreiben, wo und wann sie Alkohol trinken könnten und zu welcher Zeit sie zu schlafen hätten.

Wachstum erwartet
Die Regierung erwartet für das folgende Jahr ein kräftiges Wachstum. Insbesondere durch einen steigenden Tourismus und sinkenden Ölpreis getrieben geht das Finanzministerium von einem fünfprozentigen Wirtschaftswachstum aus (in 2005 voraussichtlich 4,3%). Auch Exporte, die 40% der Wirtschaft ausmachen, sollen um 12% zulegen.

Inflation leicht zurück
Erstmals ist nach zwölf Monaten die Inflationsrate gegenüber dem Vormonat wieder gesunken. Für November meldete das Wirtschaftsministerium im Jahresvergleich einen Anstieg der Verbraucherpreise um 5,9%. Im Oktober waren es 6,2, im September 6 und im August 5,6% gewesen. Den leichten Rückgang bei der Inflationsrate führt das Ministerium auf niedrigere Spritpreise zurück.

Rauchen wird teurer
Der Steuersatz für Zigaretten stieg von 75 auf 79%. Krong Thip wird fünf bis sechs Baht und die Schachtel Marlboro sieben bis acht Baht teurer.

K.O. nach einem Kuss
Liebeshungrige Männer mit einem Betäubungsmittel außer Gefecht zu setzen, ist im Rotlichtmilieu nichts Neues. Bangkoks Lady-Men praktizieren allerdings eine neue Variante. Transvestiten, so berichtet die Polizei, haben eine Beruhigungspille unter ihrer Zunge und stoßen das starke Mittel beim ersten Kuss in den Rachen des Kunden. Dem Opfer wird schwindelig, es legt sich nieder. Die Transen haben reichlich Zeit, sich nach Geld und Wertsachen wie Uhr, Handy und Schmuck umzusehen. Vor einem Jahrzehnt waren Urlauber in Pattaya mit einer ähnlichen Methode reihenweise ausgeraubt worden. Barmädchen hatten ihre Brustwarzen mit Betäubungsmittel eingerieben. Die Kunden konnten von Sex nur träumen.

Ja, was denn nun?
FARANG-Leser Olivetti schickte uns folgende Pressenotiz: Die BZ vom 10. Dezember jubelte: WM-Ball da! Er ist ein Deutscher... Und im Text dann weiter: Ein Deutscher ist schon jetzt im Finale. Der WM-Ball! Adidas setzt seine Tradition fort. Seit 1970 (damals hieß der Ball "Telstar") kommt das offizielle WM-Spielgerät aus der Firma mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach. Auch 2006! Und dann steht da tatsächlich: Der in Thailand produzierte Ball besteht aus 14 Panels... Fazit: Thailand ist also doch bei der WM 2006 dabei!

Tot bei Gameshow
Der Sänger Vaikon Boonthanom (22) starb bei einer Gameshow in Bang Na, Bangkok. Bei der Sendung Fear Factor sollte er auf einem Holzbalken 20 m über dem Boden balancieren. Er schaffte dies. Als er danach seinen Gurt abschnallte, fiel ihm der 20 kg schwere Holzbalken auf den Kopf und tötete ihn.

Reise-Tipps

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps

Thailand günstig
Wer eine Thailandreise plant, muss für den Urlaub weniger Geld einplanen als für manch einen Trip in den Mittelmeerraum. Im Test des Magazins Reise & Preise schneidet Thailand mit einem durchschnittlichen Tagesetat von 19 Euro hervorragend ab. So ist es nicht verwunderlich, dass eine dreiwöchige Thailandreise trotz der ungleich höheren Flugkosten unterm Strich günstiger ist als ein Urlaub gleicher Länge in Portugal, Griechenland, Spanien oder Italien. So werden nach Recherchen des Magazins an der Promenade von St. Tropez für ein kleines Bier mittlerweile bis zu 7,50 Euro verlangt und für einen Cappuccino an der Piazza della Repubblica in Florenz 6 Euro. Für eine Fischplatte im einstigen Billigurlaubsland Griechenland müssen heute 20 bis 25 Euro einkalkuliert werden, für ein kleines Tapas-Gericht in Palma de Mallorca 6 bis 11 Euro.

Insel Larn aufwerten
Die Stadtverwaltung will die Westküste der Pattaya vorgelagerten Insel Larn aufwerten und 51 Mio. Baht investieren. Geplant sind am Samae Beach ein Camping-Gelände mit Büro, sanitäre Anlagen, Geschäfte, Unterkünfte für die Mitarbeiter, ein kleines Klärwerk und ein Swimmingpool. Während sich an der Ostküste der Insel vor allem asiatische Urlauber auf die Füße treten, soll der Samae Beach Singles und Familien Alternativen bieten: Ruhe, Erholung, Angeln, Strandwanderungen.

Künstliche Riffe
Drei Kilometer vor dem Jomtien-Strand werden weitere künstliche Riffe geschaffen. In Abständen von 500 Metern werden jeweils rund 20 ausrangierte Kanalrohre im Meer versenkt. In und an den Betonrohren sollen sich Meeres-Fauna und -Flora ansiedeln.

Bangkok Airways
Die private Fluggesellschaft Bangkok Airways hat ein Vielfliegerprogramm aufgelegt. Bei FlyerBonus gibt es zwei Optionen: Kunden bekommen für jeden 10. bzw. 15. Kauf eines Inlandstickets ein One-Way-Ticket geschenkt.

Neues Luxus Kaufhaus
Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde in Bangkok auf dem ehemaligen Gelände des Inter Conti Hotels an der Rama 1 Road in der Nähe des Siam Squares, Maboonkrong (MBK) Center, das nagelneue Luxus Kaufhaus "Siam Paragon" mit einer großen Zeremonie eröffnet. Die Öffentlichkeit durfte zum allerersten mal dieses Luxus Kaufhaus begutachten und natürlich auch einkaufen. Mit einer Verkaufsfläche von mehr als 330.000 qm ist es das größte Luxuskaufhaus Thailands. Die renommiertesten Namen der Modewelt z.B. Gucci, Hugo Boss, Dolce Gabana, Hernes u.a. haben Boutiqueräume angemietet. Zudem sind exclusive Automarken wie Ferrari, Masersati und BMW durch das Autohaus Millenium Auto vertreten. Außer den Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Erdgeschoss den Paragon Gourmet Market, wo man Spezialitäten aus aller Welt kosten kann. Das Kaufhaus ist aber auch eine Welt der Unterhaltung: Das Paragon Cineplex hat 15 Kinosäle, die meisten in ganz Thailand. Dazu ein Großleinwand Kino a la IMAX. Zudem verfügt das Siam Paragon über ein voll funktionsfähiges Theater mit 1.800 Sitzplätzen. Ein weiteres Highlight, das Besucher anziehen soll, ist die Siam Ocean World. Eine Art Unterwasser Themenpark von der Größe zweier Fußballstadien. Mit über 20.000 Fischarten aus allen Regionen unserer Erde. Die Eröffnungs-Feier dauerte nicht weniger als vier Tage und vier Nächte. Fazit: Das Siam Paragon bietet ein weltweit einzigartiges Einkaufsvergnügen par excellance wie kein anderes Kaufhaus in Südostasien.

Klagen über Service
Weil sich die Klagen über den unzureichenden Service der drei thailändischen Billigairlines One-Two-Go, Nok Air und Thai AirAsia häufen, will das Transportministerium die Unternehmen in die Pflicht nehmen. Sie sollen sich bei Verspätungen oder Absagen von Flügen um ihre Passagiere kümmern. Zu den Service-Standards zählen: Absagen müssen mindestens 24 Stunden zuvor mitgeteilt werden, gleichzeitig sind Alternativen anzubieten und sämtliche Transfer-Kosten zu übernehmen (auch beim Abflug von einem anderen Airport), oder der Ticketpreis ist voll zu erstatten. Bei einer Verspätung von mehr als drei Stunden müssen die Airlines für Essen, notfalls für Hotelunterkunft aufkommen.

Minibus nach Siem Reap
Von Pattaya aus ist eine Fahrt mit dem Minibus nach Siem Reap zum Besuch von Angkor Wat immer noch ein Abenteuer. Denn die Straße ab der thailändischen Grenze (Poi Pet) ist schlecht, mit Schlaglöchern übersät, vielfach nicht befestigt und in der Regenzeit kaum passierbar. In drei Jahren wird sich die Reise von Pattaya nach Siem Reap um rund vier Stunden verkürzen. Kambodscha wird die Straße auf 147 Km Länge ausbauen. Für die Kosten (1,7 Mrd. Baht) kommt die Asian Development Bank in Form eines Darlehens auf.

Ibis in Bangkok
Die französische Accor-Hotelgruppe eröffnet in Bangkok die ersten Ibis-Häuser. Unter den Accor-Marken Novotel, Sofitel und Mercure sind Ibis die preiswertesten Unterkünfte. Weltweit gibt es über 650 Ibis-Hotels, inzwischen auch in Indonesien, China und Hong Kong. Accor ist in Pattaya mit dem Stadthotel Mercure und dem Sofitel Garden Cliff Resort & Spa am Wong-Amart vertreten.

Krankenversicherung
Ausländischen Kurz- und Langzeittouristen bietet die BUPA einen ausreichenden Schutz für den Pattaya-Aufenthalt. Urlauber, die vergessen haben, in ihrem Heimatland eine Reisekrankenversicherung abzuschließen, können sich bei der BUPA für den Zeitraum zwischen 8 und 90 Tagen versichern lassen. Policen werden bis zu einem Alter von 69 Jahren ausgestellt. Die Kosten richten sich nach Länge des Aufenthalts, dem Alter und der Deckungssumme. Die Beträge liegen zwischen 310 und 44.374 Baht. Ein Beispiel: Der "Sunshine Plan" gilt für sechs Monate und deckt pro Erkrankung Ausgaben in Höhe von einer Million Baht ab. Über weitere Details und ausgeschlossene Erkrankungen informiert die BUPA in ihrem Büro an der Sukhumvit Road (zwischen North Pattaya Road und dem Bangkok Pattaya Hospital, Tel.: 038.370.880). Beim Vertragsabschluss muss der Reisepass vorgelegt werden.

Neuer Satellit für Asien
Deutsche Welle, DW-TV, DW-Radio, Neuer Satellit für Asien: AsiaSat 3S
Am 1. Dezember wechselt die Deutsche Welle vom Satelliten AsiaSat 2 auf den Satelliten AsiaSat 3S. Die technischen Daten zum Empfang über AsiaSat 3S (Position 105,5 Grad Ost)
Frequenz: 3,760 GHz
Polarisation: horizontal
Symbolrate: 26,000 Ms/s, FEC 7/8
Was bedeutet diese Umstellung für die Zuschauer und Zuhörer?
Wer uns bisher über den AsiaSat 2 (Position 100,5 Grad Ost) empfangen hat, muss auf jeden Fall zuerst die Antenne auf den neuen Satelliten ausrichten. Am Satelliten-Receiver muss dann unter Eingabe der neuen Parameter ein Suchlauf gestartet werden. Unser Rat: Nutzen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Satellitenempfängers. Die Ausstrahlung über AsiaSat 3S hat am 1. Dezember 2005 begonnen. Parallel dazu werden DW-TV und DW-RADIO aber noch bis zum 21. Januar 2006 über AsiaSat 2 ausgestrahlt, um allen Nutzern Zeit für die Umstellung zu geben. Noch Fragen? Die Technische Beratung hilft weiter. Tel.: +49.228.429-3208 (Quelle: www.thai-ticker.com)

Prognosen überzogen
Als viel zu optimistisch hat der Minister für Sport und Tourismus Pracha Maleenont die Prognosen der staatlichen Tourismusbehörde (TAT) für 2006 bezeichnet. Die TAT hat 15,12 Mio. Urlauber vorausgesagt. "Diese Zahl ist viel zu hoch gegriffen, realistisch sind rund 13,2 Mio.", kritisiert der Minister. Bis Ende 2005 sollen 12 Mio. Touristen das Land besucht haben, die TAT hatte mit 13,38 Mio. gerechnet. Da die Regierung von einem jährlichen Zuwachs von 10% ausgehe, würden es in 2006 13,2 Mio. sein, rechnete der Minister.

Verbrauchermärkte
Der französische Carrefour-Konzern will in 2006 expandieren und acht bis zehn neue Verbrauchermärkte eröffnen. Er betreibt in Thailand 23 Märkte, bei den Mitbewerbern Big C sind es 45 und bei Tesco Lotus 53. Carrefour ist in Pattaya an der Central Road vertreten.

Geldumtausch
Die Banken sind in der Regel montags bis freitags zwischen 9.30 Uhr und 15.30 Uhr geöffnet. Wechselstuben (Money Changer) sind auch außerhalb dieser Zeiten sowie an Wochenenden geöffnet. Bargeld und Reiseschecks können Sie in Banken und Wechselstuben (Money Changer) sowie in Hotels umtauschen. Über Geldautomaten (ATM=Automatic Teller Machine), die sich an markanten Punkten, z.B. im Eingangsbereich von Banken und Einkaufszentren befinden, können Sie mit Kreditkarten Bargeld rund um die Uhr abheben. Achten Sie auf entsprechende Aufkleber an den Automaten. Zahlreiche Hotels, Geschäfte und Restaurants nehmen ebenfalls Kreditkarten an.

Ausgabe
01-2006

Rum-Treiber / Noky Neumann / Party-Szene Berlin / Reginas Report / Mit der Tochter nach Thailand / Südostasien-News / Reisetipps