Farang Titel 7-2008

FARANG-Ausgabe 07 - 2008

Rum-Treiber

Leserbriefe

Besuch in Bad Homburg

Reisebericht, Teil 2

Sprachunterricht

13 Jahre Wat Wittenau

Songkran im Thaipark

Thai Party Szene Berlin

Feier zur Hochzeit

Südostasien-News

Reisetipps

Rum-Treiber

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Dass es so was gibt - und mitten in der Berliner Thai-Szene!

Nach vielen wohlgemixten Caipirinhas müssen wir uns leider vom Blue Sky verabschieden. Die schmucke Karaoke-Bar ist im Juni geschlossen worden. Es ging einfach nicht mehr. Zu viele Anrufe von den Mitmenschen wegen der Lautstärke. Zu viele Polizei-Auftritte deswegen. Darika und Micha waren wirklich nette Wirtsleute und hatten wohl keine Chance. Vielleicht finden sie ja eine neue Location in der Stadt, wo die Schallschutzfragen richtig geklärt sind.

Trotz absoluter Tarnung wurde Euer Rum-Treiber immer wieder auf seinen heimlichen Wegen erkannt und namentlich spontan enttarnt: "Hallo Matze, wie gehts?" Mein Gott aber auch, da hat man sich schon die Haare ausgezupft und eine megacoole Breitwand Sonnenbrille mit Thaifrauen-GPS und short-time-DSL besorgt. Allein es half nix. Hilft nur noch eine Total-OP. Und die bekommt man bekanntlich am schnellsten beim Barbier in Thailand...

Fettes Feuer in der Thaimassage Mayula in der Schivelbeiner Strasse in Prenzlauer Berg. Das ist eine Nebenstrasse der stark frequentierten Schönhauser Allee. Als Euer Rum-Treiber vor ein paar Wochen dort so lang dusselte, war die eine Fahrbahn der Schivelbeiner abgesperrt. Zwei oder drei Feuerwehren standen vor der Thaimassage, früher mal Ornchen, auch mal Thongmai, zuletzt eben Mayula. Aus den geöffneten Fenstern drang dichter Rauch heraus. Die Löschmänner in voller Montur immer mittenmang. Viele Schaulustige umstellten das Brandhaus und warteten auf Sensationen. Kam aber nix weiter. Tage und Wochen später waren die Rolläden heruntergelassen. Was war geschehen? Ein Kurzschluss oder eine Stichflamme über dem Wok? Weit gefehlt. Wie zu hören war, soll die Sauna angeschaltet worden sein, ohne vorher hineingeschaut zu haben, was denn alles auf dem Ofen abgestellt war. Das hatte dann den Brand ausgelöst. Jetzt ist das Geschäft leer und zur Vermietung.

Nicht weit entfernt hiervon haben wir die bekannte Sunshine Inn Thaimassage in der Kuglerstrasse. Chefin Pa Deng hat sich nach dem tragischen frühen Tod ihres Mannes zur Ruhe gesetzt und im Juni verkauft. Jetzt kümmert sie sich als liebe Omi nur noch um die kleinen Thai-Kids. Auch gut!

Wolfgang Payer lebt nun in Pattaya und betreibt dort recht erfolgreich seine Sprachschule. Das war genau die richtige Geschäftsidee nach den jüngsten Verordnungen, wonach Deutsch-Kenntnisse schon im Ausland vorzuweisen sind, wenn man nach Deutschland heiraten möchte. Also verkürzt gesagt. Wolfgang war nicht nur guter FARANG-Autor (zur Erinnerung: sein toller Artikel über das sogenannte SHARE-Spiel) - er war auch einmal Mitinhaber der einstigen legendären JOY Disco. Lang ist es her. Nun schreibt er wieder. Zunächst über seine Sprachschule und wie das so abgeht mit dem Lernen. Daraufhin hat er zahlreiche E-mails aus Deutschland bekommen, zumeist Fragen über Fragen. Ist aber verständlich. Und diese Reaktionen zeigen auch, dass es einen Bedarf gibt und dass der FARANG gelesen wird. Wir freuen uns schon auf die nächsten Texte, lieber Wolfgang!

Das hatte ja auch die vorherige Botschafterin ihren weiblichen Landsleuten ans Herz gelegt: Kümmert Euch mehr um Eure Kinder! Doch manche Thaifrauen und -Mädels haben das vielleicht falsch verstanden und einfach neuen Nachwuchs produziert. Geht ja schnell. In den letzten Wochen und Monaten sind derart viele neue Erdlinge mit pechschwarzen Haaren dazugekommen, dass wir sie alle mal auf einer Seite in dieser Gazette vorstellen wollen und dabei klären, wer zu wem gehört... Bleibt zu hoffen, dass besonders die jungen Muttis alles wohlüberlegt haben und schon eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Tasche haben. Auch Prim und Toan von der STARS Disco haben einen prächtigen kleinen Sohn zur Welt gebracht. Keine Sorge, alles gut und dran an dem kleinen Mann. Jetzt ist die Rasselbande komplett.

Muh von Cat hat ausrichten lassen, dass Lung Helmuts Grab nun ein schöner Stein ziert. So, wie es geplant war und wofür die vielen Freunde auch gespendet hatten. Doch wollen wir den alten Kameraden erst einmal in Frieden ruhen lassen.

Apropos Gazette. Im letzten FARANG war zu lesen, dass in Thailand die Südostasien-Zeitung nicht mehr existiert. Das stimmt wohl auch. Neu hingegen ist die Nachricht, dass nun auch Das Hallo Magazin zum Verkauf stehen soll. Kinder, was ist nur los im Blätterwald der Farangs? Es wird ja immer weniger... Jetzt heisst es durchhalten!!!

Nach den Höhen geht es meist bergab. Zum Verkauf stehen in Berlin das Restaurant Maneeya in der Kienitzer Strasse in Neukölln und das Viengthai-Restaurant in der Pankstrasse. Vis-a-vis auch das kleine feine Ton Oy. Das einst legendäre Tuk-Tuk ebenso. Dann die Thaimassage von Butterfly-Ali namens Lotus in der Wichertstrasse. Top-Laufgegend, kann was werden mit dem richtigen Personal.

DJ John ist hoffentlich wieder auf dem Wege der Besserung. Der brave Thai-Musiker war in der Wohnung so unglücklich von der Leiter gefallen, dass er sich dabei einen komplizierten Schlüsselbeinbruch zuzog. Erst der Verdienstausfall wegen des Verlustes der Musik-Anlage und nun dies Ungemach. Doch Regina wird ihn wieder hochpäppeln, und dann ist alles gut! Auf baldige Genesung, mein lieber John!

Die Nachrichten aus Thailand von den heftigen Demonstrationen in der letzten Zeit überschlagen sich. Da ist einiges im Busche. Vor allem die Menschen in den Großstädten wollen partout eine schleichende Rückkehr von Thaksin vermeiden. Die Landbevölkerung hingegen ist dem ausgebooteten Regierungschef ja immer noch wohlgesonnen. Für sie allein hatte Thaksin ja auch Positives gebracht. Nun können oder wollen wir nachrichtlich auf die Lage in Thailand erst einmal nicht ausführlich reagieren. Denn es steht einiges auf der Kippe. Wir warten einfach ab und stellen uns dann auf die Seite der Sieger! Denn: Immer da, wo wir sind, ist vorne...

Im Thai-Park Pai und Tele getroffen. Beide gehörten zu den engsten Freunden unseres verstorbenen Helmut. Sie hatten ihn oft mit dem Auto abgeholt und zum Essen nach Hause eingeladen. Auch Zubehör für den Computer und Drucker besorgt usw. Nun hat Tele einen Tag nach der Beerdigung von Helmut - Tele war dabei - selber einen schweren gesundheitlichen Schlag erlitten. Das Herz! Schnell ab in Krankenhaus und auf den OP-Tisch. Gerade mal noch gut gegangen. Nach der REHA dann wieder Fuss gefasst. Tele sieht nun wieder richtig gesund aus. Raucht nicht mehr und lässt oft das Auto stehen. Jetzt wird dafür oft kräftig geradelt. Weiter so, und viel Freude am neuen Leben, an Deiner Pai und an der nächsten gemeinsamen Fernreise!

Die Green Mango Bar mit ihrem erfolgreichen Karaoke-Konzept ist ja vor Monaten schon aus der Thomasstrasse in Neukölln ausgezogen. Es war einfach zu klein da und der Ansturm zu gross. Gesucht und schliesslich auch gefunden wurde eine grössere Lokalität in einer anderen Gegend. Die homepage informiert laufend darüber: www.greenmango24.de

Neueröffnung ist am 5. September 2008. Und zwar am Reichweindamm 5-9 in 13627 Berlin (Charlottenburg). Direkt am Autobahnkreuz A111/A100 - Jakob- Kaiser-Platz. U7 bis Jakob-Kaiser-Platz, dann 5 Min. zu Fuss. Bushaltestelle (171, 172 und M11) ist direkt vor dem Objekt.

Viel Glück und weiterhin Erfolg!
Na dann - einen schönen Urlaub in Thailand, wünscht Euer Rum-Treiber.

Lesebriefe

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Das schreibt Ulrich Stock (Assessor und Beratender Ingenieur) aus Berlin-Mitte:

Zwei Monate Vorbereitung beim Goethe-Institut Bangkok sollte für den Deutsch A 1 Test die absolute Obergrenze sein!

Meine 40-jährige Thaifrau hatte am Goethe-Institut Bangkok vier Monate intensiv lernen müssen, obgleich sie vorher das lateinische Alphabet kannte und relativ gut englisch spricht. Weil ich als Bauingenieur im Winter nicht arbeite, konnte ich die vier Monate in Bangkok mit ihr zusammen wohnen und sie auf die tlw. sehr spitzfindigen und hinterhältigen Fragestellungen im Test Deutsch A 1 speziell vorbereiten, insbesondere mit Hilfe des Hueber-Übungsbuches "Fit fürs Goethe Zertifikat Deutsch A 1".

Ich habe auch mehr als 50 Prüflinge nach den Tests befragt, welche Aufgaben gestellt wurden. Insofern wusste ich, worauf es ankam. Glücklicherweise bestand meine Frau den ersten Test bereits mit 62 Punkten. Andere - bedeutend jüngere - Kolleginnen, die mit ihr angefangen hatten, mussten die Prüfung bis zehnmal wiederholen, was der deutschen Öffentlichkeit und den Volksvertretern verborgen bleibt.

Ich stelle jedoch zweifelsfrei fest, dass meine Frau in einem Monat in Berlin mehr Deutsch gelernt hat als in vier Monaten Intensivunterricht am Goethe-Institut mit 332 Schulstunden sowie 470 Nachbereitungsstunden, insgesamt also 800 Stunden. Erst in Deutschland hat meine Frau den Sinn und die Notwendigkeit der Kommunikation in Deutsch erkannt und macht deshalb grosse Fortschritte.

Am Goethe-Institut Bangkok wird viel zu viel Wert auf die Grammatik gelegt, was ich zum Nachweis "einfacher Deutschkenntnisse" für Unsinn halte und was die Sprachanfänger demotiviert. Am Goethe-Institut Bangkok wird Groll gegen Deutschland und die deutsche Sprache erzeugt.

Das Goethe-Institut sollte beim Wort gehalten werden, dass 300 Wörter aktiver Wortschatz und 650 Wörter passiver Wortschatz zum Bestehen der Prüfung ausreichen. Fast das Doppelte ist derzeit nach dem Lehrplan und dem Lehrbuch "Schritte 1 und 2" die Norm.

Ich empfehle allen Betroffenen, ihre jeweils zuständigen Bundestagsabgeordneten im eigenen Wahlkreis anzuschreiben und auf die Missstände hinzuweisen. Eine Kopie sollte an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie an die Staatssekretärin Prof. Dr. Maria Böhmer als Integrationsbeauftragte im Bundeskanzleramt geschickt werden. Staatssekretärin Böhmer ist für die derzeitige Misere verantwortlich:

www.maria-boehmer.de/ start.oscms/0,3,2.html

Steter Tropfen höhlt den Stein! Es sollte auch auf die unerträgliche Situation hingewiesen werden, dass das Goethe-Institut Bangkok das Monopol für die Prüfungen Deutsch A 1 hat und sehr fleissige Lehrgangsteilnehmer(innen) auch nach vier, fünf und sechs Monaten Vollzeit-Lehrgängen tlw. bis zum zehnten Mal in den teuren Prüfungen gnadenlos mit 57 Punkten durchfallen lässt.

Unsere Forderung ist: Das Goethe-Institut Bangkok muss die Mindestpunktzahl beim Deutsch A 1 Test von 60 auf 50 senken - und zwar sofort !

Begründung: Die thailändischen Prüflinge sind gegenüber Prüflingen aus Ländern mit lateinischer Schrift (Europa, Amerika, Afrika, Vietnam, Philippinen u.a.m.) stark benachteiligt.

Wo steht im Zuwanderungsgesetz etwas von 60 Punkten? Das ist eine reine Ermessenssache vom Goethe-Institut, sprich: "Schikane". Durch die Reduzierung auf 50 Punkte könnte sich die durchschnittliche Verweildauer am Goethe-Institut auf zwei Monate reduzieren. Das reicht!

Aber solange das Goethe-Institut Bangkok das Monopol für ganz Thailand hat, werden die Verantwortlichen auf die sehr lukrativen Einnahmen der Prüfungsgebühren von den zahlreichen Wiederholern nicht verzichten wollen.
MfG, Ulrich Stock, Berlin - Mitte


Sehr geehrte Frau Renate Trirat,

was sind das nunmehr für Zustände bei Ihnen??? So gehts nicht, liebe Leute. Was Ihr hier veranstaltet ist ein klarer Betrug und ungerechtfertige Bereicherung.

Ich bin das jetzt Leid, nachdem ich hier mehrfach die Situation geduldet habe. Ich werde das Goethe-Institut nunmehr über Deutschland strafrechtlich anzeigen ...

Ich möchte zu gerne wissen was sich in Euren Köpfen abspielt. Ein Verhalten Eurer Schule kann man WAHNSINN gleichsetzen!!! Eine weitere Prüfung und Abzockerei wird es unter diesen Bedingungen nicht geben.

Ich werde mich hier nicht nur im Sinne meiner Frau einsetzen, sondern für all die leidgeplagten Prüflinge, die Sie hier wahrlich schikanieren. Ich werde die Sache hier nunmehr richtig publik machen.

Eure Schule gehört verboten, da Ihr Euch beabsichtigend bereichert. Das Vorgehen stellt einen klaren BETRUG dar. Da macht Ihr 4 Monate Schule, inklusive des ABC Kurses und anschliessend werden die Schüler von heute auf morgen auf die Strasse gesetzt, wenn sie die Prüfung nicht innerhalb der 4 Monate schaffen.

Es ist absolut lächerlich, gelegentlich und im nachhinein 8 bis 10 Stunden Schulung innerhalb eines Monats stattfinden zu lassen. Ihr könnt nicht von den Schülerinnen verlangen, dass diese nunmehr daheim sitzen und versuchen ohne schulische Vorbildung sich von einem/r disziplinierten Lehrer/in tagtäglich Kopfschmerzen machen zu lassen, um hier das eine oder andere zu verstehen.

Was glaubt Ihr, mit wem Ihr es hier zu tun habt? Es sind Thailänderinnen, die ohne regelmäßige schulische Teilnahme und Kursfortbildung diesen Test in 2 Jahren nicht bestehen werden. Eine klassische und beabsichtigte Bereicherung Ihres Goetheinstitutes. Wenn man sich das ausrechnet, hier gerechnet 12 Prüfungen im Jahr x 2,400 Thaibaht, davon läßt es sich gut leben bei dem Ansturm an Schülerinnen an Ihrem Institut.

Hinzu kommt auch noch, dass Ihr die Schüler vor vollendeten Tatsachen stellt, und mal kurzerhand ganz neue Prüfungsunterlagen/Bedingungen vorlegt. Unterlagen, die den Schülern von zum Beispiel November 07 bis April 08 überhaupt nicht bekannt waren. Sie sollten hier die Prüfung bestehen, deren Prüfungsauslegung gar nicht in dieser Weise erlernt werden konnte.

Beweis hierfür ist neben der Tatsache der fehlenden Fortführung der regelmässigen Schule, dass der Test vom 26. Mai 2008 noch negativer ausgefallen ist, wie der direkt nach der Schule am 4. April 2008. Meine Frau hat nach der Schule mit 50% die Prüfiung absolviert, dieses Mal gar nur 40%. Sie sehen also, wo Ihr Handeln hinführt, hier die Schülerinnen schlicht auf die Strasse zu setzen und zu denken, nun seht zu wie Ihr klarkommt. Ich selber habe nach meinen Kräften versucht sie bei dieser Prüfung zu unterstützen, hier ist es ein Witz mit 40% abgeschlossen zu haben. Grund eindeutig hierfür die erneute Ausarbeitung Ihrer Prüfungsunterlagen.

Weiterhin werden die Schülerinnen eingeschüchtert, nur nichts Negatives gegen die Lehrer geschweige denn das Goetheinstitut zu sagen, da hier die logische Konsequenz wäre, die Prüfung wohl niemals erhalten zu können.

Alles in alle, handelt es sich hier bei diesem Gesetz um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, was auch gegen das Grundgesetz verstösst. Dieses teilte ich Ihnen ja in der Vergangenheit schon mal mit. Ihr als ausführende Stelle verstosst genauso gegen das Gesetz, da Ihr hier den Schülern nicht die notwendige und regelmässige Fortbildung an einer Schule gewährleisten könnt.

Fest steht jedoch der Misserfolg der jetzigen Schüler. Sprich: Von 60 Schülerinnen haben es gerade mal nur 9 tatsächlich geschafft, die Prüfung zu bestehen. Das ist ein absoluter Hammer und wird von mir für dieses Verfahren als Beweis angeführt. Ich werde nunmehr alle erdenklichen Möglichkeiten ausschöpfen um den Rechtsweg zu beschreiten.

Mit freundlichen Grüssen, Michael Paetsch

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Böhmer,

wie Sie aus der angehängten Wortliste vom Goethe-Institut entnehmen können, enthält die Wortliste nicht 650 Wörter, sondern 846 Wörter.

Wenn Sie die Wörter in dem neuen Übungssatz vom Goethe-Institut die vier Prüfungsteile "Hören", "Lesen", "Schreiben" und "Sprechen" mit der Wortliste vergleichen, werden Sie schnell feststellen, dass etwa 250 Wörter nicht in der Wortliste enthalten sind.

www.goethe.de/mmo/priv/1684738-STANDARD.pdf

Die Prüflinge müssen demnach rd. 1.100 Wörter beherrschen, um die Prüfungsfragen im Test Deutsch A 1 überhaupt verstehen zu können.

Ich gebe auszugsweise 50 benutzte Wörter wieder sowie Wörter, die insbesondere im Prüfungsteil "Hören" auftauchen, jedoch nicht in der Wortliste enthalten sind:

Abflug, acht, achtzig, Büro, Dienstag, Donnerstag, drei, dreißig, elf, englisch, Fluggäste, fünf, fünfzig, französisch, Freitag, Frühling, Gästezimmer, Gesprächstermin, hundert, Herbst, italienisch, Jahr, Kolleginnen, Konzert, Mittwoch, Monat, Montag, Million, Mitarbeiter, neun, neunzig, polnisch, Reisende, Samstag, sechs, sechzig, sieben, siebzig, Sommer, Sonntag, spanisch, tausend, vier, vierzig, Winter, Wörterbuch, zehn, zwanzig, zwei, zweimal, zwölf.

Die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten wurden vom Goethe-Institut falsch informiert, indem 300 Wörter aktiver Wortschatz und 650 Wörter passiver Wortschatz für den Deutsch A 1 Test benannt wurden.

Ich schlage deshalb vor, dass bis zur reibungslosen Aufklärung dieser Diskrepanzen die Mindestpunktzahl von 60 auf 50 herabgesetzt wird. Das ist insbesondere in Bangkok erforderlich, weil die Thais gegenüber Prüflingen aus Ländern mit lateinischer Schrift (Vietnam, Philippinen, Karibik, Südamerika, Afrika u.a.m.) extrem benachteiligt sind.

Im Goethe-Institut Bangkok mussten einige Prüflinge bis zu zehnmal in die 50 Euro teuren Tests gehen, nachdem sie bereits vier, fünf und sechs Monate in Vollzeit intensiv am Goethe-Institut gelernt hatten - weit entfernt vom Wohnort und vom letzten Arbeitsplatz.

Meine 40-jährige Ehefrau hat in Bangkok 800 Stunden intensiv deutsch gelernt, bevor sie glücklicherweise bereits im ersten Test 62 Punkte erzielte. Sie benötigte 370 Stunden Unterricht im Goethe-Institut und 430 Stunden Nachbereitung.

Am Rande: meine Frau spricht mit ihrer Mutter und mit ihrer Schwester fliessend Suay (ethnische Minderheit), mit ihren erwachsenen Kindern nur Khmer (kambodschanisch), mit den Dorfbewohnern fliessend Lao. In der Schule musste sie Thai lesen und schreiben lernen. Mit mir sprach sie zwei Jahre lang vor der Heirat relativ gutes Englisch. Deutsch wird sie jetzt im Integrationsunterricht in Berlin sowie mit ihren Arbeitskollegen und mit mir lernen.

Jedenfalls wird sie in drei Jahren fünf Sprachen fliessend sprechen und Englisch auch einigermassen.

Insofern weise ich den möglichen Vorwurf zurück, dass meine Frau sprachlich unbegabt sei und sich deshalb so lange auf den Test Deutsch A 1 vorbereiten musste.

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Herr Dr. Dieter Wiefelspütz, geht (ging) von einer notwendigen Vorbereitungsdauer für den Deutsch A 1-Test von dreissig Stunden aus.

Sie, als Integrationsbeauftragte, haben m.W. behauptet, dass 300 Wörter zum Bestehen des Deutsch A 1-Tests ausreichen. Auch wenn Sie nur den aktiven Wortschatz meinten: die Zahl 300 ist deutlich untertrieben. Die durchgefallenen Prüflinge am Goethe-Institut Bangkok - i.d.R. jeder zweite - fühlen sich durch die Aussagen in diesem letzten Absatz verhöhnt.

Die Institutsleitung vom Goethe-Institut Bangkok sitzt auch weiterhin auf dem hohen Ross. Insofern wird im Goethe-Institut Bangkok Groll gegen Deutschland und die deutsche Sprache erzeugt. Da hilft es auch nichts, wenn die hervorragenden Lehrkräfte und die Bürokräfte unten im Erdgeschoss vom Goethe-Institut Bangkok sehr gute Arbeit verrichten.

Im Übrigen fehlt in Bangkok immer noch ein Glossar (Erläuterungswörterbuch) Deutsch-Thai für das Hueber Lehrwerk "Schritte 1 und 2". Geld ist dafür ausreichend vorhanden, weil in Bangkok pro Jahr mehr als 4.000 Prüflinge in Deutsch A 1 getestet werden, was 200.000 Euro jährlich einbringt. Mit freundlichen Grüßen, Ulrich Stock

Thai Sala

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Reise nach Bad Homburg

Anfang Mai fuhr eine Gruppe von 55 Berliner Buddhisten mit dem Bus in Richtung Bad Homburg. Die Zwei-Tage-Reise startete vom Thai-Park aus und stand unter der Leitung von Phramaha Payom, dem Abt des Wat Buddhavihara.

Der Grund der Reise, die "Thor Pha Pa Tour" genannt wurde, war der Besuch der berühmten Thai-Sala und der Chulalongkorn-Heilquelle. Nach einer Zeremonie an der Thai-Sala standen eine Schiff-Fahrt auf dem Rhein und Stadtbesichtigungen auf dem Programm. Es folgte der Besuch des Thai Tempels in Dreieich/Götzenhain, wo die Berliner Thais Spenden überbrachten.

Zum historischen Hintergrund:

Der siamesische König Chulalongkorn war in seinem Land ein äußerst beliebter Regent. Aber er war krank. 1907 suchte und fand er Genesung in Homburg. Aus Dankbarkeit schenkte er der Stadt einen Tempel, der in Bangkok gefertigt und in Einzelteile zerlegt auf die Seereise geschickt wurde. Ende 1910 traf das Bauwerk in Homburg ein, allerdings waren einige Teile verlorengegangen und zwei Drittel der glasierten Dachziegel zerbrochen. Der Aufbau verzögerte sich, und erst am 22. Mai 1914 konnte der Siamesische Tempel in Anwesenheit des Prinzen Mahidol von Siam eingeweiht werden. Der Wunsch des Stifters, das vollendete Bauwerk zu sehen, hatte sich nicht erfüllt. König Chulalongkorn war 1910 gestorben. Doch mit seiner Stiftung hatte er den Grundstein gelegt für die besonders enge Beziehung zwischen Thailand und Bad Homburg, die sich in mehrfachen Besuchen von Mitgliedern des thailändischen Königshauses und in den jährlichen Gedenkfeiern an der Thai-Sala ausdrücken.

Nach 100 Jahren ging im September 2007 sein Wunsch in Erfüllung: Eine Thai-Sala sollte nach dem Willen König Chulalongskorns die Heilquelle im Bad Homburger Kurpark zieren, die er 1907 einweihte und die seinen Namen trägt. Nun wurde an der Chulalongkorn-Quelle eine zweite Thai-Sala errichtet ä auch sie ein Geschenk des Königreiches Thailand. Anlass war der 100. Jahrestag des Aufenthalts von König Chulalongkorn, mehr noch aber die bis heute andauernde enge Verbindung zwischen Thailand und Bad Homburg. Die neue Thai-Sala wurde am Geburtstag Chulalongkorns, am 20.09. 2007, eingeweiht.

Zwei Thai-Salas in einer Stadt - das gibt es, ausser in Thailand selbst, auf der ganzen Welt nur in Bad Homburg. Auch das neue Bauwerk wurde in Thailand gefertigt und in Einzelteilen per Schiff nach Deutschland gebracht. Es wird auch von vielen Thailändern besucht, die hier jedes Jahr den Todestag Chulalongkorns feierlich begehen. (nach Quelle: Wikipedia.de)

































Thailand

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Von Pattaya hoch in den Norden

Ein Reisebericht von Helmut Kremser, Teil 2

Die Höhle im Berg

Unweit von Ngao besuchen wir die Höhle des Prado Pha Berges, mit der es seine Besonderheit hat. Vor 10 Jahren fanden die Forscher hier fast 2.000 Wandmalereien. Steinzeitmenschen verewigten Motive von der Büffeljagd, Zeremonien und Kämpfen. Gefäss-Scherben aus Ton, Pfeilspitzen und vieles mehr kamen zum Vorschein. Zur besseren Verdeutlichung kamen Gemälde mit Kriegsszenen neueren Datums dazu. Von derselben Höhle berichtet die Überlieferung über einen Mann, der als Waise im Wald aufwuchs. Später ging er in den Tempel Wat Nayang, wo er den Buddhismus studierte. Sein Name war Nan Kow Mue Lek. In den Kriegswirren gegen Birma half er als Soldat. Seine Aufgabe war es, das heutige Lampang zu verteidigen. Damals, in den Kriegsjahren von 1688-1732 wollten die Burmesen das Land erobern. Selbst unter den Siamesen kam es zu Uneinigkeiten. Der tapfere Krieger versteckte daher einen Teil der Bevölkerung in dieser Höhle. Erschöpft und kraftlos von Hektik und Anstrengungen verstarb er offenen Auges und stehend an der Felswand, das zerbrochene Schwert noch immer in der Hand. Die Burmesen haben die Höhle nie entdeckt. Die Menschen kamen somit mit dem Leben davon. Nachdem die Kriege vorbei waren, sprach man seine Seele heilig und setzte ihm ein Denkmal. Noch heute ehren die vorbeifahrenden Fahrzeuge die Stätte, in dem sie die Autohupe mehrfach ertönen lassen, am Dja Phow Prado Pha.

Die Gewitterfahrt

Wir schreiben Sonntag, den 20.04. - das Songkranfest ist vorbei. Heute ist der Tag, an dem das ganze Dorf mit einem dicken weißen Faden umschlossen wird. Auch einzelne Familien entschliessen sich, das Eigenheim mit einzubinden. Doch bevor die Zeremonie am Nachmittag beginnt, ist noch ein Ausflug in den Nationalpark Mae Yom, der zur Region Phrae gehört, angesagt. Also ab auf den vor Hitze schimmernden Asphalt. 17 Km hat Schwester Yen gesagt. Na ja, gesagt halt. Sind dann 38 Km daraus geworden. Die schmale Strasse zieht sich hin bis zu den Bergen. Unmissverständlich deutet eine Schranke darauf hin, dass hier das Naturschutzgebiet beginnt. Soldaten kontrollieren besonders ausfahrende Fahrzeuge. Es kommt immer wieder vor, dass Teakholz still und heimlich geschlagen wird und in bearbeiteter Form wie Stühle, Bänke oder Fassadenbretter gewinnbringend verkauft wird.

Noch ein paar klitzekleine Kilometerchen bis zum Ziel. Unterwegs bietet die unberührte Natur einen einzigartigen Ausblick in die Täler. Hin und wieder muss der Fahrer anhalten, damit wir das satte Grün der wild bewachsenen Gegend in uns aufnehmen können. Jetzt endlich sind wir am Ziel angekommen. Vor uns, etwa 20 Meter tiefer, liegt ein kleines Tal. Ein Fluss, der jetzt wenig Wasser führt, fliesst mit sachter Geschwindigkeit von rechts nach links. Kinder toben im Wasser. Einige hängen im riesigen Autoreifen und lassen sich in der seichten Strömung treiben. Linker Hand ist ein Hubschrauberlandeplatz. Hoch gestellte Leute kommen hierher. Seine Majestät, der König, hat den Bau eines Staudammes in dieser Gegend angeregt. Pläne sollen schon vorhanden sein, aber die richtige Stelle ist noch nicht gefunden. Nach den ersten Eindrücken hält uns nichts mehr. Den Weg runter und rein ins erfrischende Nass. Das Wasser ist angenehm, nicht zu kalt. Klamotten aus? Nichts da. Der Fluss nimmt uns auch mit Jeans und T-Shirt.

Knapp zwei Stunden dauert das Badevergnügen, dann geht es wieder nach Hause. Auf der halben Strecke überrascht uns ein heftiges Unwetter. Zeus schleudert seine stärksten Blitze hernieder. Thor scheint seinen dicksten Hammer geholt zu haben, um damit die Erde zu bearbeiten. Ohren betäubender Donner lässt die Luft erzittern. Es schüttet wie aus Eimern. Die Kinder und Frauen krauchen ängstlich auf den Boden des überdachten Pick-ups zusammen. Die Gedanken liegen nahe, dass sich jeden Moment die Erde öffnet. Wie im Film, aber das hier ist live.

Von der Seite peitscht der Regen wie ein Trommelfeuer auf die knienden Leiber. Der Fahrer drosselt das Tempo auf langsamste Schrittgeschwindigkeit. Die Scheibenwischer sind nicht mehr in der Lage, die Wassermengen von der Scheibe zu wischen. Was soll's, bin sowieso vom Baden klitschenass. Genauso schnell wie das Gewitter gekommen ist, hört es auch wieder auf, schlagartig. Aber die nächsten Probleme liegen praktisch schon auf der Strasse. Ein umgestürzter Baum, vom Blitz gefällt, blockiert den Weg. Ein Glück, dass der kleine Chang dabei ist. Ein kräftiger Ruck, und die starken biegsamen Äste sind soweit beiseite, dass der Wagen vorbei fahren kann. Das Zurückschnellen der Äste geht nicht ohne leichte Verletzungen ab. Der Baum hat lange und seeeehr spitze Dornen. Ein Stück weiter ist ein zweiter Einsatz erforderlich. Felsbrocken von 30-40 cm Durchmesser sind vom Steilhang abgespült worden und liegen jetzt freudenvoll auf dem Teerbelag. Wie Schachfiguren, die bewegt werden wollen. Also werden sie bewegt. Die Bergkette hinter uns lassend haben die Pflanzen im "Flachland" keinen einzigen Tropfen Wasser abbekommen.

Die Sonne knallt auf unsere nassen Körper und bringt selbige zum Dampfen. Auf Grund der Verspätung haben wir von der Hauptzeremonie im Tempel leider nichts miterlebt. Aber bis in den späten Abend versammeln sich die Menschen an verschiedenen öffentlichen Plätzen und halten Andacht. Der Grund dafür ist folgender: Kurz vor dem Songkranfest ist ein mächtiger Blitz eingeschlagen, genau in den Tempel. Die elektrische Entladung hat erheblichen Schaden angerichtet. Menschen sind zum Glück nicht verletzt worden. Nun sollen der glücksbringende Faden und die Gebete, die bis tief in die Nacht dauern, eine Wiederholung dessen verhindern. Also ihr über 100.000 Volt Naturerscheinungen, sucht euch euren Einschlagsplatz in den Bergen und nie wieder in dem kleinen Örtchen Ngao.

Geos Westernhaus

Von Ngao nach Phayao sind es etwa 68 Kilometer. So ziemlich in der Mitte der Strecke fahren wir links einen kleinen Weg bergan und kehren bei Geo ein, die derzeit ihren wohlverdienten Urlaub in der Heimat verbringt. Vor drei Jahren hat sie beschlossen, sich ein neues Haus zu bauen. Also nicht lange gefackelt und losgelegt. Der Traum aus Holz sollte schnell Wirklichkeit werden. Voller Stolz zeigt sie uns nun das Eigenheim, das sie als echter Westernfan im entsprechenden Stil gefertigt hat. Über dem Entree stiert dem Gast der Schädel eines Büffels entgegen. Seitlich der Treppe hängen riesige originale Wagenräder. Als Geländer dienen Holzstämme. Die Innenräume sind, wie nicht anders zu erwarten, im selben Look hergerichtet. Winnetou lässt grüßen.

Die Ausnahme bildet das Badezimmer, welches sich eindrucksvoll in den modernen Baustil einfügt. Auf der glänzend lackierten Terrasse ist ein Teppich ausgelegt. Geo erwartet einen Mönch, um gemeinsam zu beten. Die Zeremonie dauert eine knappe halbe Stunde. Nach kurzem Small Talk bei kaltem Getränk, zu dem gekühlte Ananas und Melonenscheiben gereicht werden, verabschieden wir uns von der "Villa Shatterhand", steigen in die Postkutsche, ähh, ins klimatisierte Gefährt, setzen die Fahrt fort.

Phayao, Provinz & Stadt

Steile Berge und imposante Täler kennzeichnen die Provinz. Etwa 500.000 Einwohner leben auf einer Fläche von mehr als 6.300 Km². Da hier viele Spuren von alten Siedlungen gefunden wurden, darf die Wissenschaft davon ausgehen, dass die Gegend schon in der Bronzezeit bewohnt war. Die Stadt Phayao bettet sich in eine herrliche Berglandschaft ein. Sie liegt zwischen Lampang und Chiang Rai, an einem 24 Km² grossen See, der den Namen Kwan Phayao trägt. Die Stadt trug früher den Namen Po Gam Yao und ist etwa 900 Jahre alt. Der König, der die Stadt erbaute, war Po Kunse Yom Tam. Die weitere Entwicklung trieb der nachfolgende Monarch Po Kun Nam Muang voran. Seine Blütezeit erlebte Phayao als gleichwertiger Partner von König Ram Khamhaeng im Sukhothaireich und von König Mengrai im Lan Na (eigentlich Lan Na Thai) Reich. Das war Mitte des 14. Jahrhunderts. Nachdem die Birmanen das Lan Na Reich eroberten, blieb die Gegend lange Zeit unbewohnt, weil die dort lebenden Menschen verschleppt wurden. Im Jahr 1897 wurde Phayao der Provinz Chiang Rai zugeordnet. Im August 1977 wurde die Provinz wieder ausgegliedert und ist seitdem eigenständig.

Der Buddha Phra Dao Don Luang

Der erste Weg führt uns über gut ausgeschilderte Strassen zum Tempel Sri Khom Kham, der die Buddhastatue Phra Dao Don Luang beinhaltet. Der Bau der Figur hat laut Überlieferung 33 Jahre gedauert, nämlich von 1491 bis 1524. Sie ist aus Ziegelsteinen gemauert und wurde anschliessend mit Gold überzogen. Früher stand das Heiligtum im Freien. Der Tempel (Viharn) wurde erst in neuerer Zeit drum herum gebaut. Erstaunt über die Grösse, erhalten wir die Auskunft, dass die Figur stolze 16 m in der Höhe, und 14 m in der Breite misst und somit die grösste Statue in der Provinz Phayao ist. Vor dem Buddha sind nebeneinander drei stufenförmige Tische aufgebaut. Links und rechts, in silbernen Farben gehalten, jeweils ein Bild auf dem oberen Podest. Links das Foto von IKH, der Schwester des Königs, und rechts das Seiner Majestät, Bhumibol Adulyadej, als junger Mann in Mönchskleidung. Mittig mit goldenem Anstrich zwei weitere Buddhafiguren. Alles wunderschön mit Blumengestecken geschmückt. Rote rautenförmige Muster zieren die in Rot gehaltenen Säulen, die Decke und die Querbalken. Ausserhalb des Tempels steht die Figur des Dja Do Kham Ram Mathep. Sie stellt einen südthailändischen Prinzen aus Nakhon Si Thammarat dar, der engelsgleich Buddha beschützen soll. Der Kopf wird von fünf Schlangen beschirmt, die wiederum für den eigenen Schutz sorgen. Nach kurzer Verweildauer geht es dann weiter, und zwar mit dem Schaukelboot zu einem versunkenen Tempel.

Zum Wat Telok Aram

Der Bootssteg ist klein, das Boot lang und schmal. Fünf Mädels sitzen bereits drin. Als der schwergewichtige Farang einsteigt, ist deutlich zu merken, dass das Boot keinen Kiel hat. Es fängt an, ein wenig zu schwanken. Das schwache Geschlecht lässt ängstliche Töne hören, der Farang erntet böse Blicke. Ein älterer Mann setzt sich in den Bug. Er fängt an, das Paddel ruhig und gleichmässig ins nasse Element zu tauchen. Das Boot nimmt langsame Fahrt auf. Jede Menge Pflanzen schwimmen auf der Wasseroberfläche. Die Fahrrinne ist frei. Schon von hier aus ist zu sehen, dass das "Gelände" mit gelben Fahnen abgesteckt ist. Es dauert gemächliche acht Minuten, um die 675 Meter vom Ufer zur Plattform zu überwinden. Wir verweilen ein paar Minuten hier, bis alle der aufgestellten Buddhafigur gehuldigt und ihre Fotos im Kasten haben. Danach geht es wieder uferwärts, wobei der Farang diesmal zuerst einsteigt und gaaanz ruhig sitzen bleibt. Unterwegs stellen wir dem Bootsführer Fragen, die er mit thailändischer Gemütsruhe beantwortet.

Wir erfahren Folgendes: die Tempelanlage wurde erst vor 25 Jahren entdeckt. Sie ist 531 Jahre alt und in etwa zur gleichen Zeit erbaut worden, wie die Buddhafigur des Phra Dao Don Luang. Sie war ein Geschenk des Prinzen von Phayao an den König des Lan Na Reiches mit der Hauptstadt Chiang Mai. Der Tempel trägt den Namen Wat Telok Aram. Die Buddhafigur heisst Luang Phaw Silah. Früher war hier noch kein Wasser, jedenfalls kein Hochwasser. Nur jede Menge Reisfelder. Die Verlegung eines Flusslaufes liess das Wasser im Laufe der Jahrzehnte ansteigen, bis die Tempelanlage versank und in Vergessenheit geriet. Momentan sind die Forscher dabei, die genauen Grundrisse zu lokalisieren. Es ist geplant, dass unter Wasser eine Mauer um die Anlage gezogen wird. Die anschliessende Trockenlegung des Tempels wird dann das Zeugnis der Vergangenheit an die Oberfläche bringen. Am Ende des Tempels sind neun heilige, sechseckige Säulen gefunden worden, die bereits mit runden Betonelementen umgeben sind. Einige ragen aus dem Wasser. Das war die Zeremoniestätte der Mönche. Viele Details sind noch unbekannt, doch Fachleute werden die Geheimnisse des Sees zu enträtseln wissen.

Ausklang Country Club

Die vielen Wege und die hochsommerliche Hitze haben uns ganz schön ausgedörrt. Deshalb haben wir uns zum Abschluss des Tages eine Erholung verdient. Geo kennt Toy, den Betreiber des Country Clubs in Phayao. Die kühle Abendluft ist wohltuend. Trotzdem arbeiten die Ventilatoren in dem grossen Raum auf Hochtouren. Die Band spielt Westernmusik, in angenehmer Lautstärke, so dass man sich, bei gepflegter Unterhaltung, nicht anschreien muss. Das erste Singha geht runter wie Öl. Danach ist Geniessen angesagt. Um das Autofahren brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Der Chef gehört zum Freundeskreis und stellt sich als Chauffeur zur Verfügung. Na dann, Prost!

- wird fortgesetzt -



















































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Deutsch, Däutsch oder Doitsch?

Ein Artikel von Wolfgang Payer

Ehegattennachzugsgesetz - Start Deutsch 1 - Goethe-Institut - Deutschlandvisum - A1 Test - Deutschkurs - Sprachschule - Kursgebühren - Deutschprüfung etc.

All das sind Schlagworte, die in den letzten Monaten in den Köpfen vieler deutsch-thailändischen Paare herum schwirren und den meisten von ihnen echte Kopfschmerzen bereiten. Verständlich, wie ich meine!

Als Inhaber und Leiter der Easy ABC Sprachschule in Pattaya, möchte ich nur wenig zu diesem Gesetz selbst sagen, sondern viel lieber auf die Probleme hinweisen, denen so manche Paare nun gegenüberstehen. Ihre vielen E-mails, die Sie mir - liebe Leser - seit Erscheinen meines letzten Artikels im FARANG zugeschickt haben, zeigen mir, dass hier noch reichlicher Informationsbedarf besteht. Seit Einführung dieses Gesetzes im letzten Jahr, habe ich zahlreiche Thais unterrichtet und konnte dabei feststellen, wo die wirklichen Schwierigkeiten beim Erlernen der deutschen Sprache liegen.

Lassen Sie mich feststellen: Eine Fremdsprache zu lernen ist grundsätzlich keine leichte Aufgabe. Insbesondere dann nicht, wenn man dem Druck des Gesetzgebers ausgeliefert ist und seinen geliebten Partner erst dann zu sich in die Heimat holen darf, nachdem die Prüfung erfolgreich bestanden wurde. Mir wurde von Teilnehmern der Prüfung berichtet, die bereits 5 oder 6 Mal erfolglos teilgenommen haben. Auch zahlreiche Schüler des Goethe-Institutes selbst waren darunter.

Die wenigsten Schüler/innen die ich unterrichte, können gut verständliches Englisch sprechen. Vom ABC haben sie zwar schon mal was gehört, es aber nie gelernt, weder das Deutsche, noch das Englische. Da die meisten von ihnen aus den kleineren und ärmeren Provinzen Thailands stammen, kommt es sogar manchmal vor, dass eine Analphabetin unter meinen Schülern ist. Um so schwerer wird es solch eine Person haben, wenn es nun darum geht, eine Exoten-Sprache wie Deutsch zu lernen. Begriffe wie Nominativ, Genitiv und Dativ sind selbst für viele Deutsche Fremdwörter, und das, obwohl die meisten von ihnen 10 Jahre und länger die Schule besuchten. Zugegeben: Würde ich mich nicht täglich mit dieser Materie auseinandersetzen, fiele es auch mir nicht immer leicht. Wie wollen wir nun erwarten, dass unsere Partner(innen) in nur ein paar Wochen sich plötzlich zu Sprach-Genies entwickeln, obwohl die meisten nur Grundschulkenntnisse besitzen? Das neue Ehegattennachzugsgesetz wurde angeblich eingeführt, damit Ausländer in der Lage sein sollen, einfache Sätze zur einfachen Verständigung zu sprechen. Wer sich aber die Lehrbücher anschaut, welche vom Goethe-Institut zur Vorbereitung auf die Prüfung verkauft werden, muss feststellen, dass der Lehrstoff nicht wirklich was mit einfachen Sprachkenntnissen zu tun hat. Das bestätigt ein Test, den ich unlängst in meiner Schule durchgeführt habe. Dabei bat ich mehrere Deutsche und andere deutschsprachige Personen, freiwillig einen Deutschtest-Fragebogen auszufüllen, den ich aus dem Internet von der Webseite des Goethe-Institutes heruntergeladen hatte. Um es kurz zu machen: Es brachte keine Person fertig, den Test fehlerfrei zu bewältigen. Einer hatte sogar 50 Prozent der Fragen falsch beantwortet. Er wäre beim A1-Test gnadenlos durchgefallen. Die meisten aber lagen so dazwischen, hatten eine Fehlerquote um die 25 Prozent. Es handelte sich dabei um Fragen, wie sie im Test vorkommen können. Auf die Frage was ein VERB sei, gaben viele überhaupt keine Antwort. Als ich nach Durchsicht mehrerer Testbögen diese Schwierigkeit erkannte, änderte ich die Art der Fragestellung. Um es zu vereinfachen, bat ich darum, Beispiele für Tätigkeitswörter (Tu-Wörter) einzutragen. Ich erwartete Antworten wie: "arbeiten, essen, schlafen" etc., doch dort standen Worte wie: "schön, fleissig, Arbeit, Schlaf" usw.

Fazit: Wenn schon Personen, deren Muttersprache Deutsch ist, damit grosse Schwierigkeiten haben, wie soll es dann bei den lieben Thais sein? Ist solch ein Deutscher, der 50 Prozent der Fragen falsch beantwortet, nicht in der Lage, gemäss dem neuen Gesetz, ausreichend Deutsch zu sprechen? Zum Glück hat er einen deutschen Reisepass, sonst würde er womöglich noch aus Deutschland ausgewiesen werden.

Die nächste Hürde sind die Partner der Damen selbst, die anstatt zu unterstützen, oftmals genau das Gegenteil bewirken, indem sie psychischen Druck auf ihre Liebsten ausüben - wenn auch ungewollt. Gelegentlich kommen Schülerinnen mit Tränen in den Augen zu mir und bitten mich, mit ihrem Freund zu sprechen, damit er sie ohne Druck und in aller Ruhe lernen lassen möge. Doch den meisten Männern kann es nicht schnell genug gehen. Viele sind bereits zurück nach Deutschland geflogen und warten dort voller Sehnsucht auf ihre Partnerin. Einige sind sogar schon verheiratet, hätten gerne eine günstigere Steuerklasse, bekommen diese aber erst NACH der Einreise der Ehefrau. Ihre fast täglichen Anrufe hören sich folgendermassen an: "Hallo Tilak! Du now schon gut lernen Dschörmän every day? You must learn Deutsch mark mark, sonst you cannot bestehen Goethe-Test. I love you mark mark and want you mah hah phom very bald. But you must puuhd Deutsch very good before. Please rian Dschörmän fleissig, damit you can come very schnell to me. Okay, Tilak? You kaudschei mai? I love you so mark maaaaaaaaark!"

Mal ehrlich: Haben Sie das alles verstanden? Wenn nicht, fragen Sie einen Freund, der etwas Thai und Englisch spricht. Meine Schülerinnen aber müssen sowas jeden Tag verstehen. Denn nicht wenige Männer sprechen so mit ihren Partnerinnen.

Wie bitte? Sie denken das war übertrieben?

Keinesfalls! Ich höre solchen Kauderwelsch, ein Mischmasch aus drei Sprachen, ständig in meiner Schule. Ich kenne sogar einige Paare, die seit Jahren in Deutschland zusammen leben und sich tagtäglich in diesem Stil unterhalten. Sie hat nie einen Deutschkurs besucht und er nie vernünftig Thai gelernt. Solange aber Ihr Männer nicht anfangt ein vernünftiges Deutsch mit Euren Frauen zu sprechen, könnt Ihr auch kaum erwarten, dass sie es schnell und gut lernen werden! Ihr seid das Vorbild. So wie Ihr es jetzt einführt, so werdet Ihr es auch in Zukunft haben. Beschränkt Euch auf EINE Sprache (am Besten Deutsch) und sprecht langsam und deutlich, nach Möglichkeit akzentfrei! Wählt einfache Worte und einfache Satzstellungen. Eure Frauen sind nicht so dumm. Sie werden jeden Tag mehr und mehr verstehen, ganz besonders, wenn sie eh schon jeden Tag Deutsch in der Schule lernen.

Um aber sachlich zu bleiben, muss man immer beide Seiten einer Medaille betrachten. Es wäre nun unfair, das neue Gesetz in allen Belangen zu verurteilen. Es hat ja auch seine guten Seiten. Es ist wirklich ratsam, den Partner Deutsch lernen zu lassen. Sie werden schnell feststellen, dass es in Ihrer Partnerschaft von grossem Vorteil sein wird, wenn Sie sich beide in Deutsch verständigen können. Die vormals nur oberflächliche Art der Unterhaltung kann vertieft werden. Man ist plötzlich in der Lage über Wünsche, Interessen und Gefühle zu reden, während man vorher nur über belangloses Zeug plaudern konnte. Englisch ist immer nur eine Hilfssprache, da es weder Ihre Landessprache ist, noch die Ihrer Partnerin. Insbesondere, wenn Ihr(e) Partner(in) in Deutschland leben soll, sind Deutschsprachkenntnisse von sehr grossem Vorteil. Ihr Partner wird sich schneller im fremden Land einleben und nicht nur den Kontakt zu Thais in Deutschland suchen. Erfahrungsgemäss ist der Kontakt von Thais zu Thais in Deutschland leider nicht immer empfehlenswert, da bei solchen Treffen meist Karten gespielt wird und nicht selten die ganze Haushaltskasse verzockt wird. Das verlorene Geld muss dann heimlich schnell wieder "angeschafft" werden, damit der Mann davon nicht Wind bekommt. Aber eine Thai zieht es nunmal zu ihresgleichen, da jeder Mensch Ansprechpartner braucht, mit denen man sich problemlos über alles, was einen bedrückt, unterhalten kann. Da diese Kommunikation mit dem eigenen deutschen Partner oft nicht so gut funktioniert, bauen sie sich einen Freundeskreis unter Thais auf. Aus dem selben Grund, gibt es ja auch hier in Thailand viele deutsche Vereinigungen, Clubs etc. Man ist eben auch mal gerne unter Landsleuten. Das ist auch soweit okay, jedoch muss man sich diese Landsleute gut auswählen.

Allein, dass man eine gemeinsame Sprache spricht, reicht nicht aus, um jemanden in seinen Freundeskreis aufnehmen zu können. Den gleichen Problemen ist auch ihr Thai-Partner ausgesetzt. Wenn er/sie aber einigermassen verständlich Deutsch spricht, wird er/sie sich nicht mehr zu Tode langweilen oder das Weite suchen, wenn Sie Ihre Freunde, Bekannten oder Familienmitglieder nach Hause einladen, sondern wird mit grossem Interesse an den Gesprächen teilnehmen wollen, da Thais ja gerne wissen wollen, was so geredet wird.

Das Gleiche trifft aber auch auf SIE zu, falls Sie schon in Thailand leben oder leben möchten und auch gerne mal mit Ihrer angeheirateten Thai-Verwandtschaft oder den Freundinnen Ihrer Thai-Partnerin reden möchten. Oder wollen Sie jemandem mal so richtig die Meinung sagen? Dann sollten Sie nicht zögern Thai zu lernen. Was wir von unseren Partnern erwarten, sollten wir ebenso bereit sein zu tun. In unserer Beziehung zu den Thais wird es in jedem Fall vorteilhaft sein, sich problemlos in der Landessprache verständigen zu können. Doch das Wichtigste und Schwierigste ist, den eigenen Schweinehund zu überwinden. Denn der liefert uns ständig tausend neue Gründe, warum es gerade jetzt ein schlechter Zeitpunkt zum Lernen ist. Aber der beste Zeitpunkt ist immer der Früheste. Je schneller man anfängt, umso schneller wird das Leben einfacher, durch eine gute Kommunikation unter Partnern und mit unseren Mitmenschen.

Na denn: "Mah rian Passah gann!" (Kommt und lasst uns Sprachen lernen!)

Wir werden also go and learn puuhd Passah Thai, nit-noi... und unsere Frauen must lernen puuhd Deutsch, mark mark! Oder so ähnlich? Upsssssss!

Wolfgang Payer
Copyright © Juni 2008

Easy ABC Sprachschule
391/127 Moo 10,
Thappraya Road, Soi 11
Pattaya/Chonburi 20150
Phone: +66-38-251 952
Mobile: +66-89 881 98 73
E-mail: easy.abc.th@gmail.com







Jubiläum

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13 Jahre Wat Buddhavihara Berlin

Am 1. Juni feierten die thailändischen Buddhisten das 13. Jahr ihres Wat Buddhavihara. Zu der großen Festlichkeit im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf waren eigens 24 zum Teil hochrangige Gast-Mönche aus Thailand und aus europäischen Ländern angereist.

Am Vormittag wurde die buddhistische Zeremonie Tam Bun Sai Baat vollzogen und am Nachmittag die Thord Phapa-Zeremonie. Die vielen Geldspenden dienen dem Erwerb eines neuen Grundstücks für das künftige grosse Kloster des Wat Buddhavihara in Berlin.

Von 15 bis 18 Uhr folgte der kulturelle Teil des Festes. Mehrere Tanzgruppen, die auch beim jüngsten Karneval der Kulturen dabei waren, führten ihr Können auf. Eine Gruppe von Thaifrauen in traditionellen Kostümen sang z.B. das Lied Than Tawan. Instrumentale Musik gab es von einer Dozentin der Burapha Universität und der jungen Begleiterin Alina. Der letzte Bühnenshow war die grosse Show mit dem Namen Li-ke. Das ist ein thailändisches Volkstheater und wurde von Toi vom R.C.A. und seiner Gruppe trefflich vorgetragen wurde.

Ein besonderer Dank galt Bezirksbürgermeisterin Frau Wanjura. Sie hatte nach der schrecklichen Tsunami-Katastrophe engen Kontakt zum in Reinickendorf angesiedelten Wat Buddhavihara hergestellt und viel geholfen. M.H.

Fotos: Geo Paksi, P. Becker (2)

































Novum

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SONGKRAN

Erstes offizielles Fest im Thai-Park

Mehr als 700 Thailänder und Deutsche kamen am 14. Juni zum ersten Songkranfest in den Berliner Thaipark, das von der thailändischen Botschaft organisiert wurde. Am Rand der Wiese waren fünf Pavillons aufgestellt (mit den Schriftzügen eines bekannten Thai-Bieres). Der Linke ist für die Mönche reserviert. Daneben, auf einem Stufengestell, an oberster Stelle eine Buddhafigur, geschmückt von seitlich stehenden Blumen in der Vase. Darunter die Kerzen. Auf der untersten Stufe steht die Schale für die Räucherstäbchen.

Eingeleitet wurde das Fest mit einer Zeremonie. Mehrere hundert Thais knien auf dem Rasen, das Gesicht zu den Mönchen gewandt, die das Gebet ins Mikro sprechen. Nachdem die Mönche ihr Mahl beendet und ein zweites Mal gebetet hatten betrat der 2. Botschafter die "Bühne". Er begrüsst die anwesenden Gäste, Teilnehmer und Zuschauer und eröffnet das Fest mit einer kurzen Rede, die vom Dolmetscher sinngemäss wie folgt übersetzt wurde:

Eigentlich ist das Songkranfest am 13. April. Auf Grund der Schlechtwettersituation wurde das Fest auf den heutigen Tag verschoben. Die Botschaft ist daran interessiert, kulturelle Veranstaltungen der thailändischen und deutschen Bevölkerung zu unterbreiten. Die Botschaft dankt der gastgebenden Bürgermeisterin dafür, dass sie es eingerichtet hat, die Veranstaltung auf diesem Platz offiziell durchzuführen. Auch im Interesse der nachfolgenden Generation bittet die Botschaft alle Benutzer der Wiese, den Park sauber zu halten, gut zu pflegen, sowie die thailändische Kultur und Traditionen zu achten und weiterzuführen.

Beifall belohnte den Vize Botschafter, der dann die Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen zum Mikrofon bat. Während der Stadtrat für Wirtschaft, Ordnungsangelegenheiten und Weiterbildung, Herr Marc Schulte, geduldig auf der bereit gestellten Bank wartet, begann Frau Thiemen ihre Rede:

"Sehr geehrter Herr Botschafter, sehr geehrte Gäste, sehr geehrte thailändische Freundinnen und Freunde. Herzlich willkommen hier in Charlottenburg- Wilmersdorf, und herzlich willkommen im Preussen-Park. Wir, das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf haben uns sehr über die Anfrage gefreut, hier ihr traditionelles Songkranfest zu feiern. Wir brauchten nicht lange zu zögern und haben sofort zugesagt, weil wir wissen, dass dieser Park nicht nur ein wichtiger Park ist für die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern auch für die thailändische Community, die sich hier eigentlich an schönen Tagen tagtäglich trifft. Ich weiß auch, dass dieser Treffpunkt, Ihr Treffpunkt, weit über Berlin, über Deutschland hinaus als der Thaipark bekannt ist, und ich finde, das sollte auch so bleiben. Diejenigen, die regelmässig hierher kommen, wissen aber auch: es gibt an der einen oder anderen Stelle kleine Probleme, ich kann auch sagen Herausforderungen. Wir feiern heute zwar ein schönes Fest, aber gleichwohl möchte ich eine Bitte vortragen und auch äussern. Meine Bitte ist ganz einfach an diejenigen, die regelmässig herkommen. Wenn Sie Lebensmittel mitbringen, bitte nur für den eigenen Verbrauch. Kochen Sie nur für sich, nicht für Fremde. Verkaufen Sie diese Lebensmittel bitte nicht. Ich wünsche uns heute allen noch, dass der Wettergott nicht anfängt zu weinen, dass es sommerlich bleibt und wünsche Ihnen noch ein wunderbares Songkranfest hier im Preussen-Park."

Ein weiterer Beifall folgte. Nach den Ansprachen war es an der Zeit, die traditionelle Festlichkeit fortzuführen. Ein Tisch wurde vor dem 1. Pavillon aufgestellt. Auf der weissen Tischdecke stehen mehrere Buddhafiguren, die respektvoll und andächtig begossen werden. Die Schale mit wohlriechendem Blütenwasser steht direkt daneben. Geduldig warten Thais und Deutsche, bis sie an der Reihe sind. Inzwischen werden schon mal die Tische für den Som Tam Thai Wettbewerb aufgebaut. Mörsertöpfe, Papayas, Bohnen, Zitronen, Tomaten, Chilis, Nüsse und die Blütenpracht (zumeist Orchideen), lassen kaum noch Platz. Papayasalat kann eben auf die verschiedenste Art und Weise zubereitet werden.

Während die Damen fleissig schälen, putzen und zerkleinern warten die Kinder nebenan auf ihren spielerischen Auftritt. Beim 1. Spiel brauchten die Kids gute Sprintfähigkeiten, was gute Lungen voraus setzt. Zwei Fahnen werden im Abstand von etwa 12 Metern aufgestellt. Aufgabe war es, bei gleichzeitigem Start zweier Läufer, den anderen einzuholen und abzuschlagen. Begleitet von lauten Anfeuerungsrufen der Zuschauer wechselt nach jeder vollen Runde der Läufer. Die Mannschaft, die die meisten Abschläge verzeichnet, gewann. Hiernach kamen die Jüngsten zum Zug. Die Freude, hier in den schicken Kostümen mitzuspielen, kann man an den leuchtenden Augen ablesen. Die Kleinen stellen sich zur Polonaise auf. Zwei grössere Mädchen bilden mit ihren erhobenen Händen eine Brücke, durch die der Reigen durchlaufen muss. Der Kopf der so entstandenen Schlange versucht nun, den Schwanz zu erwischen. Hat er ihn, so scheidet das betreffende Kind aus dem Spiel. Zugegebenermassen sind diejenigen, die am Kopfende stehen etwas im Vorteil, aber egal, Spiel ist Spiel. Schmunzelnde Gesichter der Eltern und Zuschauer beweisen, dass auch sie viel Spass und Freude daran haben.

Nun schnell zurück zum Som Tam Thai Wettbewerb, wo die Gewinner bekannt gegeben werden. Bewertet wurden Aussehen und Geschmack. Den Preis für den 3. Platz übergab Gastronom Edd an Djanpen Jaenke. Den 2. Preis erhielt Nor Witte, und die unbestrittene Nummer 1 ist Jeap Ponikewski, die den Pokal aus den Händen des 2. Botschafters entgegennahm. Den Sonderpreis für aussergewöhnliche Geschicklichkeit bei der Zubereitung wurde ebenfalls an Nor Witte ausgehändigt. Herzlichen Glückwunsch den Siegerinnen. Allen sei gedankt für die Teilnahme, und seid versichert: jeder Salat hat super geschmeckt.

Nicht unerwähnt bleiben darf jene Truppe (die Thais sagen: die Leute aus dem Norden), die sich an der linken Parkseite positioniert haben. In schicken Trachtenkleidern, mit Trommel und Schellen bewaffnet, veranstalteten sie singender- und tanzenderweise einen lang andauernden Mini-Umzug über die Wiese, dem sich viele anschlossen.

Insgesamt war dieses Songkranfest eine gelungene Veranstaltung, die nach Wiederholung schreit. Zum Schluss sei im Namen aller Besucher ein riesiges Dankeschön ausgesprochen, welches sich an die Initiatoren der Botschaft, an das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und an alle mitwirkenden Leute richtet. Euer Helmut aus Steglitz







































Thai Party Szene Berlin

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Happy Birthday, Toi!

Wir schreiben den 3. Juni. Eigentlich nicht viel los in der Berliner Thai Party Szene, so mitten in der Woche. Sollte man meinen. Wäre da nicht der Geburtstag von Toi, dem Mitbesitzer und Manager vom R.C.A. in der Neuköllner Schierker Strasse. Die Werbetrommel brauchte zu seinem Ehrentag nicht gross gerührt zu werden. So kam es, wie es kommen musste. Die Musik-Bar war rammelvoll. In Vorahnung dessen wurde das Gratisbuffet ins hintere Zimmer postiert. Der Raum wurde ausgeräumt und zur Servicestation befördert. Die "Küche" war reichlich, bot eine grosse Auswahl und schmeckte sehr lecker (kann Toi nicht jede Woche Geburtstag haben?).

Nach Mitternacht hieß es dann: let's start the Party. Die Sänger brachten die Gäste in Stimmung. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Geburtstagskind, wenn seine Stimme am Mikro ertönte. Jede Menge Buang Malais mit entsprechenden Beigaben waren die Belohnung. An den Tischen warten die Gäste mit vollen Gläsern. Da hat der Ärmste ganz schön zu tun gehabt. Hier ein Schlückchen, da ein Schlückchen, dort ein Schlückchen. Zum späteren Zeitpunkt rundete eine gelungene Comedy Show den Abend bzw. Morgen ab. Rundherum eine starke Party. Selbst unsere herzallerliebste Tina hatte viel Schabernack und Spass auf die Bühne gezaubert...

Die besten Glückwünsche zum Geburtstag wünschen Dir Deine Freunde, Bekannten, Gäste, eben alle, die Dich gern haben und natürlich das FARANG-Team! Helmut aus Steglitz































Star Sunaree im Butterfly am 31. Mai 2008

Weisser Engel kam in Schwarz


Die thailändische Sängerin Sunaree Ratchasima kommt immer wieder gern nach Deutschland. So auch im Jahr 2006, als wir die freundliche Thai im Berliner Preussen-Park ganz privat angetroffen hatten: In einem weissen Kleid, milde lächelnd und mit langen schwarzen Haaren - ganz so wie ein Engel oder wie eine berühmte deutsche Märchenfigur.

In diesem Jahr, am 31. Mai, kam Sunaree dagegen im sexy schwarzen Show-Dress. Sehr figurbetont! Ganz anders, frisch und fröhlich, absolvierte die bekannte Sängerin ein Konzert im Musik-Café Butterfly. Die Herzen der Besucher waren schnell gebrochen, und die Nähe zum Star wurde sogleich gefunden. Die vielen Fotos bezeugen das muntere Treiben in der Kaiser-Friedrich-Strasse. Und die silberne Zahnspange des Stars blitzte dabei gelegentlich frech auf.

Eine Vier-Wochen-Tournee durch Deutschland führte Sunaree in den Monaten Mai/Juni nach Köln, Frankfurt, München und Dortmund. Danach ging es weiter in Richtung Frankreich.

Geboren wurde Sunaree in Korat. Seit 23 Jahren ist die Bühne ihre Arbeitsstätte. Bis vor 10 Jahren tourte sie mit einer grossen Band in einem Bus durch die Landen. Danach ging es solo weiter. Stattliche 100 CD-Produktionen (überwiegend Luk Thung Musik) kann sie ihr eigen nennen. Sunarees Song GRAB TAO YAMO ist in ganz Thailand beliebt.

Privat hört Sunaree am liebsten internationale Pop-Musik, z.B. die Scorpions. Und auch Carabao schätzt sie sehr. Ihre Leibspeise ist Som Tam ("mit 100 Jahre Fischsauce"). Doch ihr Herz allein gehört ihren beiden Söhnen (13, 14 Jahre). Viel Erfolg weiterhin! M. Heinrich








































Silver STAR


Am 24. Mai hatte Yad die Luk Thung Sänger aus dem Karaoke-Contest, der bereits Ende 2007 stattfand, in die STARS Disco eingeladen. Der reservierte Tisch mit weisser Tischdecke war nicht voll besetzt. Es waren nicht alle gekommen. Schade, denn es kann doch nicht verkehrt sein, Kontakte aufzufrischen bzw. zu halten. Diejenigen, die da waren, betraten je nach Lust und Laune die Bühne und sangen, was das Zeug hält, als wenn es galt, einen neuen Wettbewerb zu starten, einfach Klasse!

Zu später Stunde fand eine Verlosung statt. Bo war die Glückliche, die den Umschlag mit stolzen 150 Euro von Disco-Chef Toan im Empfang nahm. Über den 2. Preis freute sich Dao, und Nummer 3 ist ein bischen schüchtern und wollte unerwähnt bleiben, auch okey.

Wir springen jetzt auf den 7. Juni, das Datum, an dem Robert seinen Geburtstag nachfeierte. Der junge Mann ist Medienberater, erstellt Internetseiten und beschäftigt sich mit Graphik. Der 39-jährige ist vor 4 Jahren mehr durch Zufall bei den Thais gelandet. Seine Nachbarin ist nämlich Wilawan, kurz Wan genannt, die ihn derzeit das erste Mal mit in den Thaipark nahm. Tempelbesuche und der Gang durch die Partyszene folgten. Kultur und Leute haben Robert sehr beeindruckt. Sein Wunsch, Urlaub in Thailand zu verbringen ist noch nicht in Erfüllung gegangen. Er spart fleißig und wer weiß... Als Überraschung gab es während der lustigen Feier nackte Tatsachen. Eine Lady, verkleidet als Engel, mit riesigen silbernen Flügeln liess nach und nach die Hüllen fallen. Wer wollte da nicht das Teufelchen spielen?

Happy Birthday, Robert! Helmut aus Steglitz 0171 - 371 57 28






Passen gut zusammen.





















Sieht immer top aus: Po (sprich Bu) von der KRABI-Thaimassage, Keithstrasse in Berlin.


Monsit Kamsoy in Berlin

Monsit Kamsoy wurde in Mukdahan geboren. Die Grenzstadt zu Laos liegt östlich von Khon Kaen, fast in gerader Linie. Schon als kleiner Knirps lag ihm die Musik im Blut. Mit gut 7 Jahren hat er auf dem Reisfeld die Wasserbüffel gehütet, immer mit einer flotten Melodie in der Kehle. Oft sass er auf einem Baum und trällerte vor sich hin. Ohne Musik schien irgendwie nichts zu laufen. Mit 11 Jahren nahm Monsit an kleineren Sängerwettbewerben in der Provinz teil. Richtung Luk Thung und Molam. 2. und 3. Plätze waren der Erfolg. Bekannt wurde er mit seinem 1. Tape. Später produzierte er 10 CDs, die sich über 10 Millionen mal verkauften. Weitere 8 CDs mit anderen Sängern vervollständigen das Programm, bis jetzt jedenfalls. In Fernsehserien ist Monsit ein gefragter Schauspieler. Wenn der Star in Bangkok auf Shoppingtour ist, bleibt das nicht lange unerkannt. Eine nicht geplante Autogrammstunde ist keine Seltenheit. Ähnliches passierte auch an der Berliner Gedächtniskirche. Die Damenriege eines Asia-Shops erkannte ihn sofort und lud ihn prompt zum Essen ein. So ist es halt, wenn man ein Star ist. Die Europatournee dauert 3 Wochen. Der FARANG wünscht weiterhin viel Erfolg. Helmut aus Steglitz, 0171 - 371 57 28

































Hochzeit

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Bang-Orn und ihr Micha

Bang-Orn ist eine charmante Thaifrau aus Bangkok, die in Berlin lebt. Seit zwei Jahren liebt sie ihren Michael, der schon 33 Jahre bei BMW in Spandau arbeitet. Am 19. Mai hatten beide in Reinickendorf geheiratet. Es war ihr Glückstag - nach buddhistischer Tradition - zudem ihr Geburtstag. Beide haben nun am 7. Juni die Hochzeitsfeier nachgeholt. Und zwar im liebevoll ausgeschmückten Thairestaurant Sarods in Kreuzberg. Gekommen waren nur die engsten Freunde, denn Micha hat als Harley Fahrer einen riesigen Freundeskreis, und auch die Belegschaft von BWM ist ja richtig zahlreich.

Eingeladen waren u.a Michas Eltern, dann Lee mit Gatten, die schöne Chefin Vee von Kantharat, Micha mit Dame von der Orchidee-Massage, sowie Nalee und Ronald von der Djantschai-Massage. Auch der frisch verheiratete Thomas mit seiner Orn und klein Evita hatten sich eingefunden.

Es gab ein ausgiebiges feines Thai-Buffet aus den Händen von Koch Tott und eine kleine Bühne mit Thai-Karaoke. Dafür sorgte Ott mit Sohnemann von ehemals Thaithek mit der Unterstützung von Djudis Sohn Quan und Em-On.

Die stolze Braut arbeitet übrigens in der bekannten Leelavadee-Thaimassage am Tegeler Weg. Mathias Heinrich




































die news

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Prinzessin Galyani
Der von Mitgliedern des Königshauses geleitete Ausschuss hat die Königlichen Zeremonien zur Einäscherung von Prinzessin Galyani Vadhana für den 14. bis 19. November festgelegt. An jedem der sechs Tage findet nach überlieferten Regeln eine Bestattungszeremonie statt. Die Einäscherung ist für den 16. November auf dem Platz Sanam Luang in Bangkok vorgesehen. Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Galyani Vadhana, ältere Schwester des Königs, war am 2. Januar in einem Bangkoker Krankenhaus einem Krebsleiden erlegen.

Vom Auto auf die Bahn
Von den rapide gestiegenen Spritpreisen profitieren der Skytrain und die U-Bahn. Immer mehr Bangkoker lassen ihr Auto stehen und steigen auf den schienengebundenen Personennahverkehr um. Nach Angaben des Bangkok Mass Transit System lösen werktags 430.000 Menschen ein Ticket für den Skytrain, an den Wochenenden sind es rund 300.000. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es 400.000 bzw. 250.000. Für die Untergrundbahn meldet der Betreiber 196.000 Fahrgäste gegenüber 184.000 vor einem Jahr.

Helfer der Polizei
Ausländische Polizeihelfer sollen künftig auch in den Räumen der Pattaya-Immigration am Jomtien (Soi 5) sitzen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Leitung der Einwanderungsbehörde begrüsst die Initiative der Foreign Police Volunteers. Denn viele Ausländer, die bei der Immigration ihr Anliegen vortragen, sprechen weder Englisch noch Thai. Sprachliche Hürden wollen die Volunteers überwinden helfen. Wenn sie selbst nicht die Sprache des Besuchers sprechen, können sie über ihr Handy Kontakt zu einem Landsmann herstellen. Die Foreign Police Volunteers gibt es seit 2007. Sie sind täglich auf Pattayas Polizeistation an der Soi 9 erreichbar. Die Gruppe zählt inzwischen 75 Helfer aus 20 Staaten. Sobald die Freiwilligen von der Immigration eingewiesen wurden, können sie am Jomtien die Arbeit aufnehmen.

Airport Link später
Im Mai 2009 soll der Airport Rail Link von Bangkoks Innenstadt bis zum Flughafen Suvarnabhumi eingeweiht werden. Auf einen neuen Zeitplan haben sich die State Railway of Thailand (SRT) und die ausführenden Unternehmen geeinigt. Das Konsortium um Sino-Thai will die Bauarbeiten bis Februar 2009 abschliessen. Dann sollen die monatelangen Tests beginnen. Die Schnellbahnverbindung geht über 28 Km von Phaya Thai zum internationalen Airport. Ursprünglich sollte der fast 30 Milliarden Baht teure Airport Link Ende 2007 eingeweiht werden. Nach seiner Eröffnung wird es auf der 28 Km langen Strecken von Makkasan zum Flughafen zwei unterschiedliche Züge geben: Die City Line startet ab Phaya Thai, hält an allen Stationen und trifft nach 30 Minuten am Flugplatz ein. Airport Express fährt ohne Zwischenstopp in 15 Minuten von Makkasan nach Suvarnabhumi mit einem Tempo bis zu 160 km/h.

Denkmal wg. Massaker
Im Bangkoker Suan Santiporn Park wird ein Denkmal an das Massaker im Jahr 1992 erinnern. Das Monument wird 25 Mio. Baht kosten und soll im Mai kommenden Jahre eingeweiht werden. Am 17. Mai 1992 hatten Soldaten auf unbewaffnete Demonstranten geschossen. Es waren vorwiegend Studenten, die auf den Strassen der Hauptstadt von der Regierung mehr Demokratie forderten. In der Folge musste die Regierung unter Ministerpräsident Suchinda Kraprayoon zurücktreten. Der 17. Mai 1992 ist als "Black May" in die Geschichte eingegangen.

Mitsubishi investiert
Mitsubishi hat in Laem Chabang mit 290 Millionen Baht ein neues Motorenwerk geschaffen. Die Investition wurde notwendig, weil der japanische Autohersteller immer mehr Limousinen und Pick-ups exportiert. Im neuen Werk in der Nähe der Fahrzeugproduktionsstätte können im Jahr bis zu 240.000 Motoren hergestellt werden, über ein Viertel mehr als bisher.

Thema Sperrstunde
Die Stadt Pattaya wartet auf eine Entscheidung des Innenministers zur Verlängerung der Sperrstunde. Bislang hat Chalerm Yoobamrung durch seine harte Gangart überrascht. Der populistische Politiker hatte in den letzten Jahren das grosse Wort geführt, sich über Gott und die Welt kritisch geäussert, aber seine beiden Söhne ständig in Schutz genommen. So nach Schlägereien und einer Schiesserei in Pubs, bei der ein Polizist den Tod fand. Jetzt zeigt sich der Minister als Hardliner. Er hat die Provinz-Gouverneure und Polizeichefs ultimativ aufgefordert, ihre Gebiete von Drogenhändlern und anstössigen Shows in Entertainment-Betrieben zu säubern. Chalerm Yoobamrung hat ferner angeordnet, dass lokale Behörden und die Polizei die Schliessung von Bars, Pubs und Discos um 2 Uhr durchzusetzen hätten. Deshalb kommen bei Pattayas Betreibern von Entertainment-Betrieben Zweifel auf, ob der Innenminister ihrem Wunsch nach einer Verlängerung der Öffnungszeiten nachkommen wird. Die Unterhaltungsindustrie verweist auf den besonderen Status Pattayas als internationales Urlauberzentrum und weiss die lokalen Politiker hinter sich.

Honda in Bangkok
Japans Autohersteller Honda errichtet derzeit in Bangkok ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Region Asien-Ozeanien. Es soll in der ersten Hälfte 2009 eröffnet werden. Das Zentrum kostet 1,7 Milliarden Baht und wird das vierte ausserhalb Asiens sein. Drei befinden sich in den USA, Europa und China. Der Forschungskomplex wird nach Einschätzung von Branchenkennern die Wettbewerbsfähigkeit der thailändischen Autoindustrie stärken.

Eisenbahn-Ausbau
Die Ausbau- und Erweiterungspläne der State Railway of Thailand (SRT) haben die Zustimmung des Kabinetts gefunden. Mittelfristig sollen Schnellzüge auf den Strecken von Bangkok nach Nakhon Sawan, Nakhon Ratchasima, Hua Hin und Chanthaburi verkehren. Darüber hinaus wird 2009 Jahr ein zweigleisiger Schienenstrang zu den Nachbarländern Laos, Burma und Kambodscha verlegt. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten zur Verbesserung des 4.028 Km langen Streckennetzes der SRT beginnen. Dafür stehen 39 Milliarden Baht zur Verfügung.

Skytrain 20% Nachlass
Bis 31.08. gewährt Skytrain-Betreiber BTS auf dem 23 Km langen Streckennetz einen Rabatt von 20%. Das gilt nicht für Einzelfahrscheine, sondern für den SKY Smart Pass. Dieser Pass ist eine Wertkarte, die von den Käufern immer wieder neu gefüllt werden muss. So zahlen die Pass-Inhaber nur noch zwischen 12 und 32 Baht gegenüber regulär 15 und 40 Baht.

Demos in Bangkok
Tausende Demonstranten protestierten ab Ende Mai am Democracy Monument und an der Makkhawan Rangsan-Brücke in Bangkok gegen die von der Samak-Sundaravej-Regierung geplante Änderung der Verfassung aus dem Vorjahr. Zu der Kundgebung hatte die People's Alliance for Democracy (PAD) aufgerufen. Sie kündigte weitere Demonstrationen an und fordert den Rücktritt von Ministerpräsident Samak Sundaravej sowie die Amtsenthebung aller Parlamentarier, die den Weg für eine neue Verfassung freimachen. Die PAD befürchtet, die Regierung wolle über eine geänderte Verfassung erreichen, dass die Verfahren gegen den gestürzten Premierminister Thaksin Shinawatra und weitere Politiker wegen Korruption eingestellt werden. Ministerpräsident Samak Sundaraveij hatte mehrfach erklärt, er strebe eine Verordnung für ein baldiges Referendum an. Die Wähler sollten entscheiden, ob Thailand eine neue Verfassung benötige.

Wirtschaft in Gefahr
Finanzminister Surapong Suebwonglee befürchtet wegen der politisch neu aufgekeimten Unsicherheiten negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Investitionen. Ausländische Geldgeber, so der Politiker, könnten ihre Entscheidungen überdenken und erst die Entwicklung abwarten. Seit Ende Mai demonstrieren Anhänger der People's Alliance for Democracy (PAD) in Bangkok gegen die Pläne der Koalitionsregierung, die Verfassung aus dem Jahr 2007 durch eine neue zu ersetzen. Die Proteste belasten bereits den Aktienhandel und schwächen die Währung.

Anbau-Zonen geplant
Damit auch künftig deutlich wird, dass in Thailand ausreichend Feldfrüchte für die Versorgung der Bevölkerung angebaut werden, schlägt das Landwirtschaftsministerium eine Einteilung der landwirtschaftlich genutzten Flächen für Getreide, Gemüse und Obst sowie für Palmöl, Zuckerrohr und Maniak zur Herstellung von alternativen Kraftstoffen vor. Landesweit bearbeiten Landwirte derzeit 130 Mio. Rai. Auf 63 Mio. wird Reis angebaut. 17,4 Mio. sind für Pflanzen zur Gewinnung von Zusätzen für Sprit reserviert, und die restlichen Flächen entfallen auf Obstplantagen und andere Feldfrüchte.

Blick hinter die Gitter
Etwa 80.000 der derzeit 170.000 Häftlinge sitzen wegen Drogendelikten in den landesweit 143 Gefängnissen ein. Darunter sind laut Department of Corrections rund 5.000 Ausländer. Betreut und beaufsichtigt werden die Gefangenen von 11.000 fest angestellten Mitarbeitern und nahezu 2.000 Frauen und Männern mit einem Zeitvertrag. Da die Drogenstraftaten wieder zugenommen haben, ist auch die Zahl der Verurteilten gestiegen. Die Justizverwaltung beklagt auch, dass die Gefängnisse überfüllt seien. Bestehende Haftanstalten müssten dringend umgebaut und erweitert sowie neue errichtet werden.

Milliarden für die Dörfer
Die thailändische Regierung hat ein Konjunkturprogramm über 1,38 Milliarden Baht auf den Weg gebracht. Die Mittel sind für 5.800 Dörfer bestimmt und sollen kleinere und mittlere Betriebe fördern. Die Gelder sind Teil des vom Kabinett beschlossenen SML-Projekts. Insgesamt fliessen 17,4 Milliarden Baht in 70.000 Dörfer. Beim Start des "Small-, Medium- and Large-Scale"-Projektes (SML) sagte Premierminister Samak Sundarevaj, er sei sich sicher, dass die Verantwortlichen in den Dörfern die überwiesenen Beträge zum Wohle der Bürger gut anlegen würden. Laut Industrieminister Suwit Khunkitti will der Staat die Wirtschaft mit insgesamt 110 Milliarden Baht ankurbeln.

Vorsicht: Online Banking
Die Thai Bankers Association hat an die Bankkunden appelliert, in Internet-Cafés und an öffentlich zugänglichen Computern ihre Konten nicht online zu überprüfen. Die Polizei hat einen Mann ausfindig gemacht, der eine spezielle Software im Computer installiert hatte. So kam er an geheime Daten von Bankkunden und konnte deren Konten leeren.

Carrefour Supermärkte
Bis zum Jahr 2010 will Carrefour 28 neue Supermärkte eröffnen. Der französische Einzelhandelskonzern investiert insgesamt vier Milliarden Baht und hat angekündigt, mit jeder Neueröffnung 200 bis 300 Arbeitsplätze zu schaffen. Derzeit betreibt Carrefour thailandweit 27 Geschäfte.

Experten raten
Volkswirte und Wirtschaftswissenschaftler haben die Regierung aufgerufen, auf die rapide gestiegenen Treibstoff- und Lebensmittelpreise sowie die hohe Inflation zu reagieren. Die Einen fordern umgehend eine kräftige Anhebung der Mindestlöhne, ansonsten würden Konsum und Investitionen drastisch zurückgehen und das Wirtschaftswachstum sinken. Andere sehen langfristig eine Wirtschaftskrise und politische Unruhen, auch weil der Abstand zwischen Arm und Reich grösser werde.

Thailands Riviera
Die Verbesserung der Infrastruktur und die Förderung des Tourismus in den Provinzen Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan, Chumphon und Ranong werden 31 Milliarden Baht kosten. Die Regierung will 10 Milliarden Baht zur Verfügung stellen, 21 Milliarden Baht sollen von privaten Investoren kommen. Das Projekt heisst "Royal Coast" und soll den 400 Km langen Küstenstreifen in diesen vier Provinzen zu Thailands Riviera entwickeln. Phetchaburi soll für Geschichte und Kultur stehen, Prachuap Khiri Khan und Chumphon für Natur und Ranong für Gesundheitstourismus. Die staatliche Tourismusbehörde (TAT) sagt bis 2011 einen Anstieg der Urlauberzahlen auf 20 Millionen voraus.

Aus Jet wird PTT
Thailands grösster Ölkonzern PTT wird die 146 im Vorjahr übernommenen Jet-Tankstellen bis Mitte kommenden Jahres in zwei Schritten umbenennen. Nach dem Kaufvertrag mit der amerikanischen Conoco Philips darf das Staatsunternehmen den Markennamen Jet nur bis Juni 2009 benutzen. Deshalb werden die Tankstellen in PTT umbenannt.

Kein Alk am 18. Juli
Alkoholgegner fordern ein Verbot von Verkauf und Ausschank alkoholischer Getränke am Buddhist-Lent-Tag (18. Juli). Die Gruppe will landesweit rund zehn Millionen Unterschriften sammeln und damit ihre Forderung untermauern. Die Alkoholgegner verweisen auf die grosse Bedeutung dieses buddhistischen Feiertages für die thailändische Gesellschaft und auf den Feiertag Visaka Bucha (19. Mai), an dem im Land ein Alkoholverbot gilt. Weiter führt die Gruppe eine Umfrage der Assumption-Universität an, nach der sich in 2006 fast 90% der Befragten für einen nationalen alkoholfreien Tag und über 60% für ein Verkaufs- und Ausschankverbot zu Buddhist Lent ausgesprachen.

Warnung vor Dengue
Das Medical Sciences Department warnt vor einem heftigen Ausbruch von Dengue-Fieber durch einen gefährlichen Krankheitserreger. In Thailand verursachen vier Arten das Dengue-Fieber: DENV1, DENV2, DENV3 und DENV5. Bei den jüngsten Krankheitsfällen wurde vermehrt der Erreger DENV3 festgestellt. Die Gesundheitsbehörde schliesst während der Regenzeit eine Epidemie nicht aus. Besonders gefährdet sind Kinder. Von Januar bis Anfang Mai registrierten die Behörden landesweit bereits 14.000 Infektionen, 70% mehr als im Jahresvergleich. Übertragen wird das Dengue-Fieber von Mücken. Deshalb appellieren die Behörden an die Bevölkerung, im Wohnumfeld keine offenen Wasserstellen zu dulden. Touristen tun gut daran, sich vor Mückenstichen durch entsprechende Bekleidung und Einreiben zu schützen.

Smart-ID-Cards
Zweieinhalb Jahre nach Einführung der Smart-ID-Cards sind die neuen Personalausweise für Thais auf den Einwohnermeldeämtern der Städte und Gemeinden wieder erhältlich. Sie waren kurz nach der Einführung ausgegangen, zumal es mit dem Hersteller erheblichen Ärger gegeben hatte. Die neuen ID-Cards sind kostenlos erhältlich. Auf der Plastikkarte finden sich Fingerabdrücke des Besitzers, die Steuernummer sowie weitere persönliche Daten über Sozialleistungen, Sozialversicherung und chronische Krankheiten.

Das billigste Auto
Yontrakit Kia Motors wird künftig den Kleinwagen Picanto aus Malaysia einführen. Zwischen Thailand und seinem Nachbarland gelten Zollvergünstigungen der Afta-Freihandelszone. Dadurch kann der Picanto 100.000 Baht preiswerter als das bisher aus Korea importierte Fahrzeug verkauft werden. Der Wagen hat einen 1,1-Liter-Motor, kann mit Gasohol (E10) betankt werden und steht für 449.000 Baht beim Händler. Nur 349.000 Baht kostet der in Malaysia hergestellte fünftürige Naza Forza, den Yontrakit Kia Motors ebenfalls importiert. Das nur 3,6 m lange Fahrzeug hat einen 1,1-Liter-Motor und 64 PS und ist in Thailand das preiswerteste Auto.

Karton mit 2 Mio. Baht
Rechtsanwalt Pichit Chuenban, der den gestürzten Premierminister Thaksin Shinawatra und dessen Ehefrau vertritt, hat jeglichen Zusammenhang mit dem Auffinden einer Schachtel mit zwei Millionen Baht im Gebäude des Obersten Gerichts in Bangkok und einer möglichen Bestechung bestritten. Er hatte kürzlich den Karton Mitarbeitern des Gerichts übergeben mit der Bitte, die Schachtel an einen Richter weiter zu leiten. Gerichtsdiener öffneten den Karton, sahen die Geldscheine und benachrichtigten einen Vorgesetzten. Die Schachtel wurde daraufhin dem Juristen wieder ausgehändigt. Pichit Chuenban sagte gegenüber den Medien, sein Team sei zufällig im Gerichtsgebäude gewesen. Thaksin Shinawatra und seine Ehefrau Potjaman haben sich wegen Korruption und Machtmissbrauch zu verantworten.

Gegen Neuwahlen
Oppositionsführer Abhisit Veijjajiva lehnt eine Auflösung des Parlaments und Neuwahlen ab. Das hatte der ehemalige Ministerpräsident Suchinda Kraprayon wegen der anhaltenden politischen Krise gefordert. Wahlen zum Parlament hält der Vorsitzende der Demokraten derzeit für nicht praktikabel. Abhisit Veijjajiva appelliert an die Regierung, ihre Arbeit zu machen. Das Kabinett unter Premierminister Samak Sundaravej müsse endlich aufhören, die Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen den gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra und seinen Anhängern zu blockieren. Mehrere Staatsdiener, die gegen Thaksin ermittelten, seien von der Regierung in andere Ämter versetzt worden. Und gegen diesen Machtmissbrauch protestierten zahlreiche Bürger.

News zur ID-Card
Nach der Gesetzesänderung für die Ausstellung der ID-Card (Personalausweis) müssen lokale Behörden künftig bereits von Neugeborenen den Abdruck eines Daumens nehmen. Gleichzeitig bekommen die Babys, wir bereits jetzt, eine Registriernummer zugeordnet, die auf der ID-Card stehen wird. Den thailändischen Personalausweis gibt es derzeit erst ab dem 15. Lebensjahr. Neu ist, dass die ID-Card künftig zehn Jahre gültig sein wird und verlängert werden kann. Derzeit kann sie nach sechs Jahren nicht mehr genutzt werden. Um die Religionsfreiheit zu gewährleisten, hat man entschieden, dass der neue elektronische Personalausweis (Smart Card) keinen Hinweis auf die Religionszugehörigkeit enthält.

Erdbeben möglich
Ein schweres Erdbeben kann auch Bangkok treffen. Panithan Lakkhunaprasit von der Chulalongkorn-Universität sieht wegen aktiver Erdplatten und weichem Sedimentgestein unter dem Fluss Chao Phraya eine seismische Gefahr. Er schliesst ein Erdbeben in der Stärke 7 auf der Richter-Skala nicht aus. Bis zu zwei Millionen Gebäude im Grossraum Bangkok könnten bei einem starken Beben beschädigt werden. Deshalb fordert der Dozent scharfe Richtlinien beim Bau erdbebensicherer Häuser.

Innenstadt-Zonen
Nach dem Vorbild der Städte Singapur und London plant Bangkok in der Innenstadt Zonen, die Motorisierte nur mit Genehmigung und bei Zahlung einer Gebühr befahren dürfen. Eine Machbarkeitsstudie soll der Stadtverwaltung in wenigen Wochen vorliegen. Die Zonen-Einführung soll Autofahrer auch zwingen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Busse und Taxis sollen von der Gebührenzahlung ausgenommen werden. Als Zonen kommen vor allem Geschäftsviertel infrage.

Sparlampen für Tempel
Für 400 Tempel und 100 Moscheen im Land stellt das Energieministerium eine Million Energiesparlampen bereit. Später sollen auch die restlichen 48.000 Tempel und 3.700 Moscheen diese Glühbirnen erhalten. Durch die eine Million Sparlampen hofft das Ministerium im Jahr die Stromrechnung um 210 Millionen Baht zu reduzieren. Zudem soll das Projekt die Bevölkerung anspornen, in ihren Häusern, Geschäften und Betrieben die Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen.

Bangkok Dusit Medical
Die zur Gruppe Bangkok Dusit Medical Services zählenden Krankenhäuser behandeln im Jahr rund 750.000 Ausländer, mithin die Hälfte der in Thailand in Hospitälern Hilfe suchenden internationalen Patienten. Sie stehen für 35% der gesamten Einnahmen. Für die nächsten drei Jahre sagt die Gruppe bei den Umsätzen ein Plus von 20% voraus. Zur Gruppe zählen die Samitivej-Spitäler und die Krankenhäuser der Bangkok Hospital Group (BGH). Sie befinden sich u.a. in Pattaya, Rayong, Trat, Chantaburi und Bangkok. In Hua Hin wird derzeit ein 50-Betten-Hospital errichtet.

Bereits 585 Spas
Die Spa-Branche ist seit dem Jahr 2002 um 154% gewachsen und inzwischen ein bedeutender Wirtschaftszweig. Die Betriebe beschäftigen über 11.200 Mitarbeiter. Das Unternehmen Intelligent Spas gibt die Zahl der landesweiten Spas mit 585 an und errechnete für das Vorjahr Einnahmen in Höhe von 8,3 Milliarden Baht, 200% mehr als in 2002. 51% der Wellness-Anbieter sind Tagesspas, 48% halten für ihre Gäste auch Zimmer bereit.

Orchideen gefragt
Orchideen aus Thailand sind weltweit gefragt. Lokale Gartenbaubetriebe exportieren eine grosse Vielfalt der Gattungen und Arten. Aktuelle Angaben der Royal Horticultural Society of Thailand belegen die wirtschaftliche Bedeutung dieser Zierpflanze: Im Vorjahr gingen Orchideen im Wert bis zu acht Milliarden Baht nach Europa, in die USA, nach Japan und China. Bei einer jährlichen Steigerung der Exporte um 20 bis 30% wird bald die Zehn-Milliarden-Grenze erreicht sein.

Staatsfonds erwogen
Thailand erwägt die Gründung eines eigenen Staatsfonds und erstellt gegenwärtig zu diesem Thema eine Durchführbarkeitsstudie. Sollte die Studie klare wirtschaftliche Vorteile aufzeigen, werde Thailand wohl einen Fonds auflegen, sagte die Gouverneurin der Zentralbank, Tarisa Watanagase, der Zeitung Nation. Der Staatsfonds könne aus dem Bestand an Devisenreserven gespeist werden, fügte Tarisa hinzu. Thailand sei der Volatilität an den globalen Finanzmärkten allerdings stark ausgesetzt, was unter Umständen zu hohen Mittelabflüssen führen könne. "Darum sollten wir untersuchen, ob wir wirklich einen Staatsfonds auflegen müssen, weil wir ja nicht einfach nur einer Mode folgen wollen", so die Notenbankgouverneurin. (Quelle: CTT-YINJOCK)

Normalspur nach China
Ministerpräsident Samak verkündete, dass mit den Vorplanungen für den Bau einer neuen Eisenbahnverbindung in Normalspur von der thailändischen Stadt Den Chai zur chinesischen Stadt Yuxi in der chinesischen Provinz Yünnan begonnen wird. Die Kosten betragen:

Den Chai - Chiang Rai 246 Km - 24.161 Millionen BHT
Chiang Rai - Chiang Kong
80 Km - 5.6 Millionen BHT
Huaysai - Boten 240 Km - 21.6 Millionen BHT
Mohan - Jinghong 193 Km - 28.6 Millionen BHT
Jinghong - Yuxi 580 Km - 67.8 Millionen BHT

Huaysai ist der laotische Grenzort gegenüber von Chiang Kong, Boten ist der laotische Grenzort gegenüber des chinesischen Grenzortes Mohan. Auf der chinesischen Seite ist im topographisch sehr schwierigen Gelände bereits der Abschnitt Yuxi-Jinghong im Bau. Dr. Volker Wangemann

Mönche gegen Alkohol
Weil weiterhin vor und auf dem Gelände der Tempel alkoholische Getränke verkauft werden, hat der Sangha Council als oberstes Organ der Buddhisten auf die bestehenden Gesetze hingewiesen. Danach sind an religiösen Stätten weder der Verkauf noch der Konsum von Alkohol erlaubt. Nach dem Alcohol Control Act gilt das Alkoholverbot für Tempel, Schulen und Universitäten, öffentliche Gebäude, Tankstellen und öffentliche Parkanlagen. Der Sangha Council hat noch einmal betont, dass Mönche, die Alkohol zu sich nehmen, umgehend aus der Mönchsgemeinschaft ausgeschlossen und bestraft werden.

Neues Bier Federbräu
Der Getränkehersteller Thai Beverage hat ein Premium-Bier auf den Markt gebracht. Es heisst Federbräu, hat einen Alkoholanteil von nur 4,7 Prozent und soll nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden. Das milde Bier soll Heineken, dem Marktführer im oberen Segment, Konkurrenz machen und vor allem junge Konsumenten ansprechen. Gebraut wird Federbräu von der Thai Asia Pacific Brewery Company, die auch das Billig-Bier Chang herstellt.

Weniger Glücksgefühl
Thailands Jugend spürt kaum noch ein Glücksgefühl. Der Glücks-Index hat mit 3,89 von 10 Punkten den niedrigsten Stand seit Beginn der Umfrage von ABAC Poll erreicht. Anfang Juni waren in Bangkok und angrenzenden Provinzen 1.467 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 interviewt worden. 43,1% empfinden kein oder nur noch ein leichtes Glücksgefühl, 42% gaben ein mässiges Glücksgefühl an, und nur 14,9% fühlen sich fast ständig restlos glücklich. Von der Regierung erwarten die jungen Leute handfeste Lösungen für einen Wirtschaftsaufschwung, einen nachhaltigen Kampf gegen Drogen, ein Ende der Unruhen im Süden des Landes, ein besseres Bildungs- und Ausbildungssystem sowie Massnahmen gegen die zunehmende Umwelt-Verschmutzung.

Räuber unterwegs
Pattayas Umgehung zieht Räuber an. Da fast alle Teilstrecken der beiden Umgehungsstrassen westlich und östlich der Eisenbahnlinie nachts nicht oder nicht ausreichend beleuchtet sind, fällt es Ganoven leicht, Motorradfahrer zu stoppen und auszurauben. Die Polizei warnt Frauen, in den Nachtstunden die Fahrbahnen zwischen Soi Chaiyapruek II und Highway Nr. 36 zu meiden.

Reise-Tipps

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Fischerdorf Bang Saray
Die Immobilienbranche hat das Fischerdorf Bang Saray entdeckt. Eine halbe Autostunde von Pattaya entfernt, in Sattahip, werden in den nächsten Jahre Milliarden für Wohnhäuser, Apartments und Einkaufszentren bereitgestellt. Das thailändisch-schwedische Immobilienunternehmen Glen Asia plant auf einem zehn Rai grossen Gelände in Strandnähe das GlenAsia Resort & Residence Bang Saray. Das Projekt soll zwei Milliarden Baht kosten und beinhaltet 140 Apartments zwischen 45 und 500 qm. Nach Angaben des Bauherrn liegt der Quadratmeterpreis bei 70.000 Baht. Die Condominien sollen im Oktober 2010 bezugsfertig sein.

Mehr in den Isaan
In den kommenden zwei Jahren will die staatliche Tourismusbehörde (TAT) mehr Urlauber in den Nordosten des Landes bringen. Als Attraktionen des Isaan sollen die Mekong-Region, die Dinosaurier-Fossilien, die lokale Kultur sowie die Khmer-Ruinen vermarktet werden. In den Jahren 2001 bis 2007 haben sich die Ausgaben der Isaan-Urlauber pro Trip mit jetzt 1.546 Baht nur geringfügig erhöht. Bei Ausländern sind es im Nordosten 1.931 Baht, im Süden hingegen 16.225 Baht und im Norden 7.571 Baht.

Hotels für Accor
Accor führt in Thailand das Hotel-Format MGallery ein. Das neue Boutique-Hotel am Siam Square wird 154 Zimmer haben und soll im 4. Quartal 2008 eröffnet werden. Innerhalb der nächsten zwei Jahre will das französische Unternehmen in Thailand weitere 12 Hotels betreiben. Das Grand Sukhumvit by Sofitel wird in Bangkok Ende 2008 fertig, fest eingeplant sind in Kooperation mit der lokalen Erwaran Group vier Ibis-Hotels auf Phuket, Samui, in Pattaya und Bangkok. Accor ist in den letzten Jahren im Königreich stark gewachsen und managt allein in Bangkok 20 Häuser.

Zu viele Hotelbetten
André Bruhart, General Manager des Centara Karons Resort, befürchtet ein Überangebot an Hotelbetten. Wegen der steigenden Touristenzahlen, 2007 waren es auf Phuket mit 5,47 Mio. fast 23% mehr als in 2006, und der guten Zimmerauslastung selbst in der Nebensaison würden renommierte Hotelgruppen in neue Häuser investieren. Kräftig gestiegen sind nach einem Bericht der englischsprachigen Zeitung The Nation auf der Ferieninsel die Preise für luxuriöse Immobilien. Und zwar von 2004 bis jetzt um ca. 100%! Die starke Nachfrage nach Wohnhäusern und Apartments zieht weitere Immobilienunternehmen aus Bangkok nach Phuket.

Neue D2 Hotels
Die Hotel-Gruppe Dusit International will Mitte 2008 in Pattaya ihr Boutique-Hotel Dusit D2 und im kommenden Jahr ein Dusit D2 auf der Insel Samui eröffnen. Insgesamt sind in den kommenden Jahren 13 Neueröffnungen geplant, in Thailand, auf der indonesischen Insel Bali, in Kairo, Dubai und Abu Dhabi. Dusit betreibt derzeit 18 Häuser, auch auf den Philippinen und in Dubai.

Weniger Übergepäck
Bei übermässigem Übergepäck werden die Mitarbeiter der Thai Airways International (THAI) künftig kein Auge mehr zudrücken. Das Management hat die Beschäftigten an den Check-in-Schaltern angewiesen, bei Passagieren der Economy-Klasse nur noch Übergepäck bis zu fünf Kilo zu tolerieren. Darüber hinaus werden die Fluggäste zur Kasse gebeten. Der Hintergrund: Weniger Gepäck bedeutet, das Flugzeug verbraucht weniger Treibstoff. Und Kerosin ist inzwischen so teuer, dass es bei der THAI 40% der Betriebskosten ausmacht. Die Staatslinie will auch das Bordessen und den dadurch entstehenden Müll auf den Prüfstein stellen.

Bangkok Airways erhöht
Die Bangkok Airways hat auf den meisten Strecken den Treibstoffzuschlag um bis zu 128% erhöht. Je nach Route und Entfernung kann die zusätzliche Gebühr bis zu 80 US-D je Sektor betragen. Auf den meisten Inlandsstrecken hat die private Fluggesellschaft den Zuschlag je Sektor um 100 Baht auf 750 Baht angehoben. Auf den drei Routen Samui-Phuket, Samui-Krabi und Bangkok-Trat müssen die Passagiere nicht mehr bezahlen.

Deutsch auf Samui
Die neuen Regeln für ein Heiratsvisum mit einer/einem Thai besagen, dass diese/r Grundkenntnisse in der deutschen Sprache aufweisen muss. Um den Test beim Goethe Institut zu bestehen, kann auch auf unserer Insel Deutsch gelernt werden. Lana Lutz lehrt die Sprache im Sawasdee German Language Center für Thais, die eine/n Deutsche/n heiraten wollen. Es gibt auch Kurse für Leute, die in Deutschland studieren oder arbeiten wollen. Es ist die beste Vorbereitung auf den Test im Goethe Institut in Bangkok. So hat z.B. Khun Nookrai (Tae), die Frau des Besitzers der Minigolfanlage, bei Lana Lutz studiert und das Zertifikat vom Goethe Institut erhalten. Wer interessiert ist, kann anrufen: 089-588.1249 oder 081-569.5053.

Khmer-Tempel Phimai
Im Khmer-Tempel Phimai haben die Licht- und Ton-Shows begonnen. Der Phimai Historical Park ist für diese touristische Attraktion an den Samstagen 28. Juni, 30. August und 27. September geöffnet. Im Eintrittspreis von 800 Baht ist ein Abendessen enthalten. Kartenreservierungen und weitere Infos bei der staatlichen Tourismusbehörde/TAT, Region 1, unter Telefon 044.213.666 oder 044.213.030. Die Tempelanlage befindet sich eine Autostunde östlich von Korat im Isaan.

Auto-Kennzeichen
Seit dem 11. Juni 2008 müssen Fahrzeuge, die von Thailand aus Länder der Mekong-Region befahren, Kennzeichen in Englisch (lateinische Schrift) aufweisen. Darauf hatten sich Burma, Kambodscha, Laos, Vietnam, China und Thailand geeinigt.

Von KL nach London
Die AirAsia X will im März 2009 das erste europäische Ziel ansteuern. Die Tochtergesellschaft der von Tony Fernandes gegründeten AirAsia will von Kuala Lumpur nach London fliegen. Das Ticket soll nach Medienberichten umgerechnet 240 Euro kosten. Tiefer in die Tasche greifen muss, wer die gut zwölfstündige Reise in einem der 50 bequemen Schlafsessel verbringen will. Für diese Erste-Klasse will AirAsia X umgerechnet 1.600 Euro verlangen. AirAsia X will nur Langstrecken bedienen und fliegt bereits Ziele in Australien an. Zur AirAsia-Gruppe gehören die Thai AirAsia und die indonesische AirAsia.

Ein Tip für Samui ...
Der Mu Angthong Marine Park besteht aus 42 Inseln und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher der Insel. Der Park, der mit seinen Kalksteinfelsformationen stark an Krabi erinnert, wurde in die Ramsar Convention aufgenommen, ein internationales Abkommen zum Schutze von Feuchtgebieten. Damit soll verhindert werden, dass Land zu kommerziellen Zwecken genutzt wird. So sollen die Feuchtgebiete erhalten bleiben, denn sie sind ökologisch wichtig und ihre Funktion ist von kulturellen, wissenschaftlichen und ökonomischen Nutzen. Vor zehn Jahren wurde in Pattalung bereits der Phru Kuan Ki Zian Park in die Ramsar Convention aufgenommen. Das hat sich bewährt, denn dort fanden innerhalb eines Jahrzehnts keine Veränderungen statt, und die Natur hat sich erstaunlich erholt. Das Ministerium für Fischerei hat festgestellt, dass es rund um den Mu Ang Thong-Nationalpark die höchste Konzentration von Makrelen im Golf von Siam gibt. Dies soll auch in Zukunft so erhalten bleiben.

... und einer für Hua Hin
Hua Hin liegt rund 200 Km südwestlich von Bangkok. Kürzlich erbaute Autobahnen sorgen für gemütliche drei Stunden Fahrt zu Thailands ältestem Badeort. Die erste Aufmerksamkeit bekam Hua Hin um 1920, als die erste Eisenbahnlinie gebaut wurde. 1923 wurde das erste Hotel in der Nähe von Hua Hins berühmten Felsen im Kolonialstil erbaut. Auch verfügt Hua Hin über den ersten in Thailand gebauten Golfplatz. Hua Hin ist anders als die meisten Strand Resorts in Thailand. Wer auf der Suche nach hellen Lichtern und hektischem Nachtleben ist, sucht hier vergebens. Hier ist eher ein Ort für gemütliche Einkaufstouren und kulinarische Erlebnisse in den multinationalen Restaurants. Da Hua Hin auch nicht nur für die wunderschönen Strände zu Weltruhm gelangte, sondern darüber hinaus auch für seine Baumwoll-Produkte, empfehle ich einen Besuch des nächtlichen Strassenmarktes, der beliebter Treffpunkt ist. Und hier, in diesem malerischen Ort Hua Hin, verbirgt sich ein ebenso malerisches Hotel: Das Evason Hua Hin. Es liegt in der ruhigen Gegend von Pranburi, südlich von Hua Hin, und bietet einen beruhigenden Blick auf den Golf von Siam. Es liegt inmitten von 20 Hektar üppigen tropischen Gärten mit wunderschönen Lotus-Teichen. König Rama VII. errichtete 1926 einen Palast in Hua Hin, der bis heute als Sommerresidenz der Königlichen Familie dient. Und wer alle Annehmlichkeiten eines Luxushotels geniessen will, darüber hinaus in einem der besten Spas der Welt entspannen möchte, dem lege ich einen Aufenthalt im Evason Hua Hin & Six Senses Spa ans Herz. Sie werden diesen Aufenthalt sicherlich nicht vergessen. Patrick Rosenthal
Evason Hua Hin & Six Senses Spa
9 Moo 5 Paknampran Beach, Pranburi, Prachuap Khirikhan 77220 Thailand Tel: +66 (0) 32 632111
Fax: +66 (0) 32 632112 und E-mail: reservations-huahin@sixsenses.com

Golfanlagen und Hotels
Das Unternehmen MBK investiert in den nächsten fünf Jahren fünf Milliarden Baht in neue Hotels und Golfanlagen. Auf der Koh Samui wird ab 2009 auf einem 150 Rai grossen Areal ein Villa-Hotel entstehen. MBK gibt die Kosten mit einer Milliarden Baht an. Weiter hat die Gruppe in Pattaya ein 18 Rai grosses Gelände in Strandnähe erworben. Auch dort wird eine Milliarde Baht investiert, in ein Hotel. Zum Unternehmen gehören in Bangkok ein Einkaufszentrum und das Pathumwan Princess Hotel mit 462 Zimmern sowie in Krabi das Sheraton und in Ranong das Princess Ranong. Weiter ist MBK in Phuket am Royal Orchid Sheraton Hotel und am Golfplatz Red Mountain and Lock Palm beteiligt.

Busse von Hua Hin
Setthawat Tanthaleela, Managing-Director der Firma Sombhat Tour, gab bekannt, dass das Unternehmen sein neues Bus-Terminal in der Nähe des Büros der Provincial Electricity Authority eröffnet habe. Ziel des Unternehmens sei es, thai- und ausländischen Gästen das bestmögliche Transportmittel in den Norden und Nordosten des Landes zur Verfügung zu stellen. Die Preise scheinen vernünftig zu sein: 813 Baht von Hua Hin nach Chiang Mai und 390 Baht nach Korat (Nakhon Ratchasima). Zur Zeit werden pro Tag drei Abfahrten geboten, um 10.00, 14.00 und 21.00 Uhr. Sollte sich das Projekt bewähren und gesteigerte Nachfrage bestehen, sind für die nahe Zukunft drei weitere Direktrouten nach Chiang Rai im Norden sowie Ubon Ratchathani und Udon Thani im Nordosten geplant.
Die neue Busstation besteht aus einem klimatisierten Warteraum, Toiletten und Waschräumen - auch für Behinderte - sowie anderen Einrichtungen, die vor der Abfahrt benötigt werden. Die Busflotte stammt vom schwedischen Hersteller Scania, Fahrzeuge mit 50 verstellbaren Massagesitzen. Die Drinks während der Reise werden angeblich von besonders hübschen Stewardessen serviert. Laut Khun Setthawat sind zur Zeit alle verfügbaren Tickets nach Norden und Nordosten jeden Tag ausverkauft. Sollte dieser Trend anhalten, will man recht bald auch die Zahl der Abfahrten erhöhen. Täglich wird die Station von mehr als 200 Bussen angefahren.

Phuket brummt
Wenn der Fremdenverkehr auf Thailands grösster Insel weiterhin so boomt, wird Phuket seinen Flughafen in spätestens zwei Jahren umfassend erweitern müssen. Das hat eine Auswertung der Passagierzahlen aus den letzten Monaten ergeben: Im Vorjahresvergleich wurde ein sattes Plus von 27% errechnet, während sich die Gesamtzahl der Fluggäste mit jährlich 6,5 Millionen der Kapazitätsgrenze nähert. Die Blüte des Fremdenverkehrs lässt sich nicht zuletzt am Portofilio neuer Luxusresorts ablesen, zu dem sogar ein Shangri La gehören wird: Zum Jahreswechsel hatte am Mai Khao-Strand das exklusive Sala Phuket (www.salaphuket.com) eröffnet. 63 der 79 Zimmer verfügen über ein privates Schwimmbecken, während das Innere von einer eleganten Mischung aus landestypischen und modernen Elementen geprägt wird. Auch die thailändische Luxushotelkette Anantara (www.anantara.com) will hier Ende des Jahres ihr Phuket-Debüt geben und - inspiriert von der einheimischen Kultur und im Einklang mit der Natur - ein charmantes Resort mit 83 Pool Villen eröffnen. Die Outrigger-Gruppe hat sich ebenfalls für diesen nördlichen Strand entschieden, indem sie hier nächstes Jahr mit ihrem eleganten West Sands Resort aufwarten will.
Im Juli wird das Dusit Thani Laguna (www.phuket.dusit.com) seine 28 neuen Villen an der Bang Tao-Bucht eröffnen. Die dreistöckigen Gebäude bieten jeweils sogar eine Dachterrasse mit eigenem Pool. Schon einen Monat später wird das Pantipa Spa Villa & Resorts (www.pantipa.com) seine Pforten öffnen. Als exklusives Boutique-Anwesen liegt es mit 65 Zimmern am Kalim-Strand, neben der populären Bucht von Patong. (Quelle: CTT-YINJOCK)

Ausgabe
07-2008

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