FARANG-Ausgabe 04 - 2015

Songkran-Poster
ITB 2015:
Königlicher Besuch
Happy Suree
Edds Kolumne
RA Bümlein informiert:
Dauerhafter Aufenthalt
Bombenangriff
Euer Rum-Treiber
Ching Chong schreibt
Thailands Streitkräfte:
Serie, Teil 1
Thai Integration Europe
Airline Alitalia
Prinzessin Sirindhorn:
60. Geburtstag
Seminar Thaimassage
Typisch Thailand
News aus Thailand
Solche Sachen
Frühgeschichte Thailands:
Serie, Teil 1
Alles Gute, DJ John
Farang und Lotusblüten
Aus den Wats

Zum 60. von IKH Prinzessin Sirindhorn

Am 20. März wurde zu Ehren von IKH Prinzessin Sirindhorn im Maritim Hotel Berlin eine Geburtstags Gala gegeben. Für mich eine neue Erfahrung, oder wann habt Ihr mich mal im Anzug gesehen? An diesem Abend lernte ich viele neue und auch berühmte Leute kennen. Unter ihnen waren bedeutende Akademiker, die alle aus Anlass des 60. Geburtstages der Prinzessin gekommen waren. Als Ehrengast war die bekannte thailändische Schauspielerin Ann Thongprasom geladen. Viele Gäste nutzten die Chance und liessen sich mit ihr fotografieren

(https://www.facebook.com/pages/Ann-Thongprasom/71099268479?fref=ts)

Für die künstlerische und musikalische Unterhaltung sorgte das Suntaraporn Ensemble, für den Gaumen war ein Buffet vom Allerfeinsten aufgebaut. Unzählige Pagen bedienten all die Gäste - es war wie im Märchen. Ich hab schon viele Thai-Veranstaltungen oder -Events begleitet und fotografiert, aber diese war eine der besten. Und zu Ehren der Prinzessin, habe ich mir erlaubt für Euch die wichtigsten Daten zusammen zufassen.

Maha Chakri Sirindhorn ist Tochter von König Bhumibol Adulyadej und Königin Sirikit Kitiyakara. Sie erblickte als drittes Kind des Paares am 2. April 1955 in Bangkok das Licht der Welt. Ihr Königlicher Titel, der ihr 1977 vom König verliehen wurde, lautet: Somdech Phra Debaratanarajasuda Chao Fa Maha Chakri Sirindhorn Rathasimagunakornpiyajat Sayam Boroma Rajakumari (ich hoffe ich habe keinen Fehler in dem Titel). Sie ist die erste Prinzessin der Chakri-Dynastie (seit 1782 auf dem Thron), die ihn trägt. Er gilt als weibliche Entsprechung des Titels Sayam Makut Rajakumarn (Siams Kronprinz). Zusammen mit der Verfassungsänderung von 1974, die eine weibliche Thronfolge ermöglicht, führte er zu Spekulationen, ob Sirindhorn anstelle des Bruders Vajiralongkorn zur Nachfolgerin von König Bhumibol Adulyadej aufgebaut werden sollte, was viele Thailänder befürwortet hätten.

Prinzessin Sirindhorn schloss 1976 ein Studium der Geschichte an der Chulalongkorn-Universität mit dem Bachelor-Grad ab. Anschließend spezialisierte sie sich auf die klassischen Sprachen Südasiens, schloss 1978 mit einem Master in orientalischer Epigraphik von der Silpakorn-Universität und 1980 mit einem in Sanskrit und Pali von der Chulalongkorn-Universität ab. Sie hat 1987 an der Srinakharinwirot-Universität zum Doktor in entwicklungspolitischer Bildung promoviert. Ab 1979 lehrte sie als Dozentin im Studium-Generale-Programm der Chulalongkorn-Universität, ab 1980 im akademischen Zweig der Chulachomklao-Militärakademie des thailändischen Heeres, wo sie der Abteilung für Geschichte vorsteht. Der Ramon-Magsaysay-Preis wurde ihr 1991 in der Kategorie "Public Service" verliehen. 2001 erhielt sie das Ehrendoktorrat der japanischen Gakushuin-Universität. Die Prinzessin engagiert sich an vielen gemeinnützigen Projekten und leistet viel bei deren Organisation, die Ausübung ihrer königlicher Pflichten und vielfältige Tätigkeiten dienen allein dem Wohl des Volkes. Ganz besonders widmet sich die Prinzessin der Bildung und Gesundheit von Kindern im Schulalter. Sie hat ca. 100 Bücher geschrieben, einige auch für Kinder.

Wie ihr Vater bereiste Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn unermüdlich das Königreich, besuchte Schulen in verschiedenen Provinzen im Norden und Nordosten Thailands. Aber nicht nur in Thailand ist sie mit hohen Auszeichnungen für ihre Verdienste geehrt worden, viele Länder Europas zeichneten die Prinzessin, wie ihr unten lesen könnt, aus. Peter Phetkhieo

IKH auf ITB - Der königliche Besuch

Eine schöne Traditon ist der seit Jahren traditionelle Besuch der thailändischen Prinzessin auf der ITB. Am 5. März besuchte IKH Prinzessin Ubol Ratana die Präsentation Thailands in Halle 26 unter großer Aufmerksamkeit ihrer Landsleute. Das freute natürlich auch die thailändische Botschafterin in Berlin.

Im Abschlussbericht vermerkte die Messe Berlin: Ausgebuchte Messehallen, mehr Fachbesucher aus aller Welt und höherer Umsatz. Ein Rekordergebnis für ITB Berlin: 175.000 Besucher an fünf Tagen. Gestiegene Internationalität bei Fachbesuchern, Plus bei Kongressbesuchern, Fachbesucher und Aussteller bleiben länger, Aussteller melden mehr Geschäftsabschlüsse, sinkende Energiepreise und beste Konjunkturperspektiven befeuern die Lust auf Urlaub. Die ITB Berlin 2015 baut Position als Leitmesse der globalen Reisebranche aus.

Mit glänzenden Perspektiven für die Zukunft präsentiert sich die weltweite Reiseindustrie, ungeachtet anhaltender internationaler Krisen und geopolitischer Risiken, zu Beginn der Reisesaison 2015 in Bestform. Das Fazit zum Abschluss der ITB Berlin, der weltweit führenden Messe der internationalen Reisebranche, lautet: Stimuliert durch sinkende Energiepreise bei niedrigen Zinsen eine geringe Inflation und positive Konjunkturaussichten für die Eurozone und Nordamerika dann geht die Branche mit größten Erwartungen in das laufende Reisejahr. Insbesondere in Deutschland herrscht beim Verbraucher gegenwärtig eine ausgelassene Urlaubsstimmung. Positive Tarifabschlüsse und die anhaltende stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bei sinkenden Lebenshaltungskosten sorgen für ausgeprägte Kauflaune und motivieren die Bürger mehr denn je, ihr Geld für eine Urlaubsreise auszugeben. Davon profitiert insbesondere das Segment der Luxusreisen.

Die ITB Berlin konnte ihre Position als weltweite Leitmesse der internationalen Reiseindustrie unterstreichen. Partnerland heuer war die Mongolei. 10.096 Aussteller aus 186 Ländern - mehr als zwei Drittel davon internationale Aussteller - präsentierten sich vom 4. bis 8. März in 26 komplett ausgebuchten Hallen. Insgesamt reisten rund 115.000 Fachbesucher (2014: 114.000) nach Berlin. Der Anteil der Fachbesucher aus dem Ausland ist auf 43% gestiegen (2014: 40%). Sie sind wegen reger Geschäftstätigkeiten länger als in 2014 geblieben. Das Volumen der getätigten Geschäftsabschlüsse stieg nach Schätzungen von rund 6,5 Milliarden Euro in 2014 auf 6,7 Milliarden Euro.

Die Trends: Das Buchen von Reisen über mobile Endgeräte ist einer der Megatrends und wird zur Selbstverständlichkeit. Reisewebsites werden durch immer bessere Softwarelösungen attraktiver, schneller und bequemer. Auch vor dem Hotel machen die digitalen Trends nicht halt: Hotelschlüssel werden immer häufiger durch Funktionen auf Smartphones ersetzt. Die Entwicklung von touristischen Apps geht schnell voran und findet durch Smartphones eine zunehmende Verbreitung. Zahlreiche Experten diskutierten die neuen Entwicklungen im digitalen Marketing, in Social Media und bei Mobile Travel Services in der eTravel World. Ein Besucherzuwachs von rund 40% bei den Vorträgen und Diskussionen auf der eTravel Stage und im eTravel Lab verdeutlichen die große Bedeutung dieser Themen für die Reisebranche.

Trotz der nachhaltigen Veränderung der Reisewelt durch das Internet mit neuen Reise-Apps und Meta-Suchmaschinen vertrauen die Urlauber die für sie wichtigsten Wochen des Jahres nach wie vor auch ihrem Reisebüro an. Mit den Stärken in der persönlichen Beratung können sich die stationären Reisebüros angesichts des unaufhaltsamen Vormarschs der Online-Reisemittler und den sozialen Medien als ein wesentlicher Vertriebskanal durchaus behaupten.

Von der positive Stimmung profitieren laut Messe Berlin alle relevanten Reiseziele: von den europäischen Metropolen über Mittelmeerländer bis hin zu Fernreisedestinationen. Besonders erfreulich: Reiseland Deutschland bricht alle Rekorde. Bereits das 5. Mal in Folge wächst der Tourismus in Deutschland – und zwar in jedem Bundesland. In 2015 dürfte der Trend anhalten. Für Reisende aus Nordamerika ist eine Reise nach Deutschland aufgrund des starken US-Dollars günstig wie lange nicht mehr. Ebenfalls besonders hoch in der Gunst der Reisenden: Ägypten und Griechenland. Während sich Ägypten langsam erholt, kann Griechenland, trotz der anhaltenden kontroversen Schulden-Diskussion, sein Comeback fortsetzen und bereits im 3. Jahr zweistellige Zuwächse verzeichnen.

Trotz des frühlingshaften Wetters strömten am Samstag und Sonntag rund 60.000 Privatbesucher in die Messehallen und nutzten das breite Informationsangebot der Aussteller.

Die TAT auf der ITB

Auf der diesjährigen ITB in Berlin präsentierte sich das Thailändische Fremdenverkehrsamt vom 4. bis 8. März in Halle 26. B am Stand Nummer 221 unter dem Motto "Discover Thainess" und stellte dabei vor allem die thailändische Mentalität und Lebensart in den Fokus. Natürlich waren auch die THAI und die Bangkok Airways vertreten sowie zahlreiche Hotels und Urlaubsparadiese im Königreich.

Auf der Messe hatte das Thailändische Fremdenverkehrsamt zudem wieder einige Highlights zu bieten: Es referierte Dr. Chirapol Sintunawa, Dozent an der Faculty of Environment and Resource Studies der Mahidol Universität in der Provinz Nakornpathom und Vorstandsmitglied der Green Leaf Foundation, über Nachhaltigkeit im Tourismus sowie den Stand der nachhaltigen Entwicklungen des Fremdenverkehrs. Dann verlieh Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Ubolratana Rajakanya, am Thailand-Stand den Thainess Award für besondere Leistungen im Bereich interkulturelle Beziehungen an Sänger Patrick Kronenberger, Reiseblogger Christoph Karrasch und Förderin thailändischer Kultur in Deutschland, Walawal Albrecht. Das Thailändische Fremdenverkehrsamt konnte sich auch über eine Auszeichnung freuen. Es gewann den Go Asia-Award als beste Destination Asiens, gewählt von 1.418 Besuchern der Go Asia Homepage. Zuletzt erwartete die Besucher ein buntes Showprogramm mit traditionellen thailändischen Tänzen, dargeboten von der Gruppe Nana Dara. Die Tänzer brachten den Besuchern ein Stück "Thainess" mit und gaben ihnen einen Einblick in die Kultur und Geschichte Thailands. nach TAT

RA Bümlein informiert:

Dauerhafter Aufenthalt in Deutschland nach Einreise mit einem Touristenvisum

In unserer anwaltlichen Praxis kommt es immer wieder vor, dass Menschen sich mit folgendem Problem an uns wenden: sie sind mit einem zeitlich begrenzten Visum nach Deutschland eingereist (Touristen- oder Geschäftsvisum) und möchten auf Dauer bleiben, sei es, weil sie hier Familie haben oder heiraten möchten.

Leider ist es im deutschen Recht nicht vorgesehen, einen Aufenthaltstitel zu erhalten, wenn man mit einem solchen befristeten Visum eingereist ist, da eine Regelerteilungsvoraussetzung die Einreise mit dem statthaften, d.h. dem Visum zum Familien- bzw. Ehegattennachzug oder zur Eheschließung ist.

Das hat den Hintergrund, dass die entsprechenden Visa-Verfahren sich grundlegend unterscheiden und ein dauerhaftes Bleiberecht nur eingeräumt wird, wenn die Voraussetzungen hierfür vor der Einreise geprüft werden konnten. Das hat zur Folge, dass in der Regel die Antragsteller wieder in ihr Heimatland ausreisen und das richtige, d.h. für den Aufenthaltszweck vorgeschriebene Visumsverfahren nachholen müssen.

Wie bei allen Regeln gibt es jedoch auch hier unter bestimmten, sehr strengen Voraussetzungen Ausnahmen:

Zum einen kann eine Ausnahme gemacht werden, wenn nach der Einreise mit einem gültigen Touristenvisum sich an der Tatsachenlage etwas Grundlegendes ändert. Das wichtigste Beispiel hierfür ist die Geburt eines Kindes nach der Einreise auf deutschem Boden. Wenn der Kindesvater die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine Niederlassungserlaubnis besitzt, erhält das in Deutschland geborene Kind die deutsche Staatsbürgerschaft. Dann kann auch die Kindesmutter in Deutschland bleiben, ohne ausreisen zu müssen.

Die zweite Ausnahme besteht für den Fall, dass es der Familie unter allen Umständen unzumutbar ist, dass der zugereiste Familienangehörige zur Nachholung des Visumsverfahrens ausreisen muss und die hierfür notwendige Trennung mehr als ein paar Wochen dauern würde. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn nach der Einreise mit dem "falschen" Visum eine schwere Krankheit bei einem der Familienmitglieder auftritt, die die Pflege und Betreuung durch den jeweils anderen Partner zwingend und auf unabsehbare Dauer notwendig macht.

Zu beachten hierbei ist, dass das Verfahren zum Nachweis der Unzumutbarkeit der Trennung sehr langwierig sein kann. Oft passiert es, dass die Ausländerbehörde den Antrag auf Gewährung des Aufenthalts wegen der Einreise mit dem "falschen" Visum ablehnt und man gegen diese Ablehnung vor dem Verwaltungsgericht klagen muss. Solche Verfahren können bis zu anderthalb Jahren dauern, in denen der Antragsteller weder in Deutschland arbeiten kann, noch die sonstigen Vorteile eines legalen Aufenthaltes genießt.

Dies kann zu einer großen Belastung für die ganze Familie werden. Daher sollte man in einer solchen Situation immer überlegen, ob es nicht einfacher und zeitsparender ist, freiwillig zur Nachholung des Visumsverfahrens auszureisen. Um diese Entscheidung zu treffen, ist eine anwaltliche Beratung empfehlenswert. Gern sind wir dann für Sie da.

Der Bombenanschlag in Bangkok

Vor dem Einkaufszentrum Siam Paragon in Bangkok gingen am Sonntag, den 1. Februar, kurz nach 20 Uhr zwei Sprengsätze hoch. Die nach Angaben der Polizei selbst gebastelten Rohrbomben verletzten eine Person. Die Sprengsätze waren hinter einem Generator am Fußgängerübergang zwischen der Skytrainstation Siam und der Mall versteckt worden und lösten unter Passanten und Besuchern des Einkaufszentrums eine Panik aus. Die Polizei ließ am Siam Square das Siam Paragon und angrenzende Geschäfte räumen. Der Skytrainbetreiber BTS stellte seinen Betrieb vorübergehend ein. Die Bomben hatten einen Zeitzünder, der auf 20 Uhr gestellt worden war. An den Ermittlungen ist auch das Militär beteiligt. Ein Sprecher der Polizei sagte, die Bomben sollten wohl keine Menschen verletzen, aber am stark frequentierten Siam Paragon für Panik sorgen.

Jetzt mehr Sicherheit

Nach der Explosion der Bomben vor dem Einkaufszentrum Siam Paragon hat Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha verstärkte Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Bei dem Anschlag waren 2 Menschen leicht verletzt worden. Verteidigungsminister Prawit Wongsuwan sagte, landesweit müsse die Bevölkerung mit Fahrzeug- und Personenkontrollen rechnen. Die Regierung geht von einem politisch motivierten Anschlag aus. Es war der erste seit dem Putsch und hat das Militär in seiner Auffassung bestätigt, das Kriegsrecht nicht aufzuheben. Der Regierungschef hat die Bürger aufgerufen, den Behörden verdächtige Personen zu melden. Die Polizei hofft, über die Auswertung von Überwachungskameras den Tätern auf die Spur zu kommen.

Haftbefehl ausgestellt

Das Strafgericht hat Haftbefehle für zwei mutmaßliche Bombenleger ausgestellt. Die Polizei ist den beiden Männern bei der Auswertung von Überwachungskameras auf die Spur gekommen. Es soll sich um 2 große Thais handeln. Ein Taxi hatte sie zum Einkaufszentrum Siam Paragon gebracht, und dort sollen sich die Männer verdächtig benommen haben. Die selbst gebastelten Bomben sollen jenen ähneln, die in 2010 in Nonthaburi explodierten und im März letzten Jahres in Minburi zwei Menschen getötet hatten. Die Sprengsätze waren auf einem Parkplatz hochgegangen. Inzwischen hat der Innenminister die kommunalen Mitarbeiter in Bezirken und Dörfern zu umfangreichen Kontrollen aufgerufen. Landesweit sollen sie an den Hauptstraßen Checkpoints aufbauen und dort Fahrzeuge und deren Insassen kontrollieren.

Bombenleger bekannt

Die Polizei glaubt einen der beiden mutmaßlichen Bombenleger identifiziert zu haben. Der Mann soll als Dragon bekannt sein und in der Provinz Samut Prakan wohnen. Er soll gute Verbindungen zu einem ehemaligen bekannten Politiker haben, ebenso zu einem Netzwerk in Lopburi, zu dem ein ehemaliger paramilitärischer Ranger gehört. Der Mann wird auf etwa 30 Jahre geschätzt, ebenso sein Kumpan. Nach Auswertung von Überwachungskameras weiß die Polizei, dass die beiden Verdächtigen mit einem Van zum Victory Monument fuhren und später mit einem Taxi zum Einkaufszentrum Siam Paragon. Nach dem Anschlag sollen die beiden Männer am Siam Square ihre Bekleidung gewechselt haben. Zuletzt wurden sie in der Nähe der Universität Chulalongkorn gesehen.

Ein weiterer Anschlag

Sicherheitskräfte haben zwei Männer in Bangkok als mutmaßliche Bombenleger festgenommen. Sie sollen Anfang März auf den Parkplatz vor dem Gerichtsgebäude an der Ratchadaphisek Road eine Handgranate geworfen haben. Kurz darauf entdeckten Sicherheitskräfte die beiden 34-Jährigen. Einer schoss auf die Soldaten, doch beide konnten überwältigt werden. Einer der mutmaßlichen Täter musste mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Beide gaben an, über das Internet zur Tat angestiftet worden zu sein. Sie hätten eine Belohnung von 10.000 Baht bekommen.

Ein Sprecher der United Front for Democracy against Dictatorship (UDD), also der Rothemden, hat vehement eine Beteiligung der UDD bestritten. Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat die Ermittler angewiesen, umgehend die Hintergründe des Bombenanschlags zu untersuchen. Inzwischen wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt noch einmal verstärkt.

Thai war Auftraggeber

Der Hintermann und Auftraggeber des Handgranatenanschlags auf dem Parkplatz vor dem Gerichtsgebäude an der Ratchadaphisek Road soll nach den Ermittlungen der Polizei ein seit Jahren in San Francisco lebender Thai sein.

Ihm wird vorgeworfen, das Geld für den Anschlag nach Thailand überwiesen zu haben. Das Militärgericht hat einen Haftbefehl erlassen. Der Thai wird zudem wegen Majestätsbeleidigung gesucht. Weiter hatte er sich nach dem Militärputsch am 22. Mai einer Befragung durch das Militär mit der Begründung entzogen, er sei kein thailändischer Staatsbürger mehr. Seit dem Handgranatenwurf am 7. März hat die Polizei 12 Frauen und Männer festgenommen, nach 2 weiteren wird gefahndet. Sie werden als Täter, Mitwisser und Auftraggeber geführt.

Täter bereits verurteilt

Eineinhalb Wochen nach dem Handgranatenanschlag auf dem Parkplatz des Gerichtsgebäudes an der Ratchadaphisek Road hat ein Strafgericht die beiden Haupttäter für schuldig befunden und zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Der eine Angeklagte hatte die Handgranate geworfen, der zweite das Motorrad gefahren. In einem weiteren Verfahren müssen sich die Männer vor dem Militärgericht wegen Verstoß gegen das Kriegsrecht und wegen weiterer Anklagepunkte verantworten. Wegen des Anschlags ermitteln Polizei und Militär gegen zwölf Frauen und Männer. Zwei sind auf der Flucht. Der Hintermann und Auftraggeber soll in den USA leben.

Der Herausgeber

Liebe Freunde,

das war schon eine komische Situation im Thai Asia Supermarkt Karl-Marx-Str. /Ecke Silbersteinstr. in Neukölln. Chin, die Schwester vom kleinen Jo, wie immer an der Kasse. Wir sprechen über den etwas mässigen Verkauf des FARANG-Heftes in ihrem Laden. Sie sagt, die Leute haben kein Geld mehr. Ich sage, in Deinem Asia-Shop früher in der Braunschweiger Straße war eigentlich immer Hochbetrieb, es war auch gemütlicher. In dem Augenblick legt ein Thai-Farang-Paar ein Heft in den Einkaufswagen. Ich sage: schau mal, da kauft gerade einer den FARANG. Chin spricht den Mann an. Er: nee, nicht für mich, der ist für meine Frau. Und wie finden Sie den FARANG? Er ganz klar und wie aus der Pistole geschossen: fürchterlich! Und zu mir, Sie verkaufen den? Ich: nee, ich bin der Chef. Da lachen wir beide. Ihm etwas peinlich. Mir nicht. Lieber Wahrheit als süsser Mund. Ich sage, na ja, auch die BILD-Zeitung hat nicht nur Freunde. Er schmunzelt immer noch und sagt zum Abschied etwas versöhnlich: der Vergleich mit der BILD war gar nicht so schlecht. So, oder so ähnlich hat es sich tatsächlich zugetragen.

Ich bin nicht sauer auf den Mann. Er hat ja auch irgendwie Recht. Wir sind schon etwas fürchterlich. Aber, besser als blass, belanglos oder unwichtig im Sinne von Altpapier. Wie der FARANG auch ist, das ist kein Versehen oder Unvermögen. Das ist Absicht. Auch kleine Fehler gehören zum Leben. Auch die Macher unseres Magazins haben ihre Defizite und Eigenheiten, wie manche Leser sicher auch. Das gehört einfach zu unserer geliebten Thai-Szene. Dazu stehen wir. Dass seine Thaifrau das Heft liesst kann man ja auch positiv sehen. Im besten Fall haben wir 3 Seiten mit Thai-Text im Blatt: Edds Kolumne, die von Ching Chong und die wichtigen Rechtsfragen von RA Bümlein.

Ja, wir bleiben auf dem Teppich. Günter Wallraff verlangte einst an den Kiosken das Lügenblatt und bekam stets BILD. Wir sind ganz klein dagegen und Vergleiche gehören sich da nicht. Aber:

- BILD ist ein Meinungsmacher,

- BILD ist einzigartig und hat keine Konkurrenz, dafür aber eine excellente Volontärs-Ausbildung. Viele jetzt seriöse Journalisten/Publizisten haben ihr Handwerk zuerst bei Springer gelernt.

- Und wir sind das letzte Print-Magazin in der Thai-Szene in Germany,

- mit sehr enger Leser-Blatt-Bindung.

Mathias Heinrich

Euer Rum-Treiber

Dss es so was gibt - und mitten in der Berliner Thaiszene...

Der Bedarf an einer Stunde traditionelle Thaimassage weit nach Mitternacht oder gar in den frühen Morgenstunden. Wer hätte das gedacht... Die Sache kam so. Alle 2 Wochen klingelt das Handy und eine meist türkisch klingende männliche Stimme fragt, ob er jetzt zur Thaimassage vorbeikommen könnte. Die Nummer hätte er von der "Liste der Berliner Thaimassagen" im Internet unter www.farang.de/thaimassagen. Den Text dazu hatte er natürlich nicht gelesen. Früher hatte ich immer mühselig erklärt, dass ich nur der Anbieter dieser website bin und selber keine Massage habe. Wollte er aber alles gar nicht wissen. Eher wann und ow und ob es happy zur Sache geht und so was. Also habe ich die Strategie gewechselt und mir eine kleine Liste aus der Liste gemacht, wer nach Mitternacht noch open ist: Kranoldstr. 7, Ebertystr. 29, Seeburger 13, Kopenhagener 4, Klarastr. 2, Berliner Allee 15 und Hobrechstr. 80. Was mir noch nicht klar ist, wie ich diesen special Service in Bares ummünzen kann. Eine App muss her.

Bernd von Sa macht sich zu Recht Gedanken um die Farangs, die in Thailand stänig leben und unter dem ungünstigen Wechselkurs zu leiden haben. Gab es doch die seeligen alten Zeiten, da man für einen Euro 45 Baht bekommen hat, ganz früher noch mehr. Jetzt geht die Chose in Richtung 35, oder 33 Baht. Wer nur 1.000 Euro Rente zur Verfügung hat, der muss schon gewaltig rechnen, um die Existenz jeden Monat abzusichern. Hatte man ja vor Jahren die Entscheidung, in Thailand zu leben, unter ganz anderen Wechselkurs-Vorraussetzungen getroffen. Und die Krankenversicherung ist schon ein gewaltiger Brocken für die Expats und Residenten in Thailand.

René von Ay (NINA Thaimassage in Berlin Tempelhof) kann gutes Deutsch. Hatte er auch schon nachgewiesen. Nun wollte er sich an dieser Rubrik mit beteiligen und fleissig pinseln. Ist ja offen für alle, die viel rumkommen oder was zu sagen haben. Ernstes und nicht ganz so seriöses. Auch Tratsch ist immer wieder gern gesehen. Also, auf geht es, René! Das gilt natürlich auch für den anderen René, den von Wan von Phakawan Thaimassage gleich rechts neben dem bekannten Deutschen Theater.

Ganze Stapel alter FARANG-Hefte liegen im Sakorn-Thaiimbiss auf der Kantstrasse und warten auf ihre Abholung. Nun heisst der Imbiss ja Ampai, wie schon berichtet. Die Hefte sind aber immer noch da. Neulich nun sassen 3 Thaifrauen in dem Imbiss und hatten viele Hefte vor sich, auch die Chefin Withee. Nanu? Nicht in der Küche. Nee, heute nicht. Die Elektriker sind da und tauschen den Sicherungskasten aus. Der Imbiss war vorrübergehend geschlossen. Da kann man in Ruhe in den Heften rumstöbern und die vielen schönen bunten Fotos anschauen. Wenn wieder offen: die Thai-Speisen sind durchweg gut, kosten fast alle nur 5 Euro und werden sogar mit ansprechender Deko flott serviert. Sehr toll: Laab Phed - Entenfleisch-Salat mit etwas Zitronensaft.

Die Thai-Boxer von Sven Markulla wollen gegen die Berliner Thais um Yad Juwelier ein kleines Fussball-Turnier veranstalten, bald und zwar draussen, auf Halb- oder Grossfeld mit Rasen. Die Thaiger Farang-Fussballer sind auch gefordert bzw. eingeladen. Das Komische daran ist, dass Sven die Sache ein wenig allzu ernst nimmt und gute Vereinsspieler in sein Team hereinschummeln will. Na, das geht ja gar nicht. Da kann ich ja gleich bei der alten Dame Hertha anrufen und um Aushilfe für diesen einen Tag bitten. Bitte sportlich persönlich.

Hurra, der Thaipark ist wieder auf! Etwas Sonne am Wochenende und die ersten Nester kommen auf den vom Winter arg rampunierten Rasen. Der wird aber wieder kommen. Kaum riecht es gut, kommen die ersten Schaulustigen und lassen es sich gut gehen. Es schmeckt eben den Deutschen immer im Freien. Picknick a la Thai. Ohne Fernreise. Wir sehen uns dort wieder und dann...

Na, dann, einen schönen Urlaub in Thailand wünscht Euer Rum-Treiber

Ching schreibt für den FARANG

Friendship: Herzliche liebe Grüße, ich bin wieder da, der tapfere weiße Hai in 3D! Sorry, aus gesundheitlichen Gründen, hatte es das letzte Mal mit dem Schreiben nicht geklappt. Hilfe, Chi cha ist krank! Haha, habe sogar 13 Tage lang kein Bier getrunken.

Thailand begrüßt unseren Redaktionschef Mathias! Tempel & Strände: In Asiens Topmetropole Bangkok, wo Tradition und Moderne dich erwarten, willst du ja nur einen Tag besuchen, Engels-Stadt richtig. Ein kleiner Witz über Bangkok: Zwei Kumpel unterhalten sich. "Ralf, du fliegst nach Bangkok? Du alte Sau!" Darauf der andere: "Nicht doch, nicht wie du denkst! Meine Freundin und ihre kleine Tochter fliegen mit!" "Na dann bist du eine dumme Sau!" Hihi, mit diesen Worten, Mathias, viel Glück in Udon.

Doch nun zurück zur spannenden Story DENKEN AN TOFFIFEE. Jedes Mal, wenn ich besoffen bin, dann denke ich wie immer Trinken bis zum Abkotzen. Dieses Mal genauso. Gestern war ich ab 16:00 Uhr unterwegs, zuerst bin ich beim alten Kumpel Manne im Kudamm Karee gewesen: "Bitte noch ein Krombacher! Bitte noch 'nen kleinen Remy!" Ich habe mehr als zwanzig Mal bitte gesagt und jede Bitte war ein Drink. Danach bin zum alten Chinese Deo in die Schillerstraße Ecke Wilmersdorfer gegangen. "Ching Chong, wo ist deine Frau?", fragte der Wirt Deo. "Welche?", antworte ich. "Bier und Remy! Trinkst du was mit?" fragte ich ihn noch mal hinterher. "Na klar!", kurze Antwort. Beim Saufen läuft die Zeit aber schnell. Guck auf die Uhr vom Handy. 02:00 Uhr. Oh Gott, oh Gott! Ich bin jetzt voll, meine Augen sind schon verdreht. "Deo, mach die Rechnung bitte, ich muss gehen!" "Nach Hause, oder was?" "Nein, zum Butterfly", antworte ich. "Brauche ich nur 5 Minuten, dann bin ich schon da. Ist eine Thai Karaoke Bar. Kennt jeder in der Thaiszene. Manno, auf einmal bin ich in einem Frühstücksladen am Adenauer Platz. Nanu, wie komme ich denn hier her? Ich esse mein Frühstück mit geschlossenen Augen. Dann höre ich einen Krach!!! "Mamamia, Ching Chong, du bist nicht tot!" Die Stimme kommt mir bekannt vor. Paulo! Ein alter italienischer Freund. "Dürfen wir hier sitzen?", fragte Paulo! "Wir?", ich konnte gar nichts sehen. Ich dachte, der Paulo ist ganz alleine. "Bitte, nehmt doch Platz!" und esse weiter mein Frühstück, ohne zu gucken, mit wem der Paulo gekommen ist. "Hey, Ching Chong, darf ich dir meine Frau vorstellen?!"... Frau? Seit wann hat der Paulo eine Frau?... Er ist immer alleine, denke ich. "Paulo, spinnst du?", eine kräftige Stimme von Paulo`s Begleitung, die ich schon irgendwo her kenne. Jetzt bin ich ganz wach! Ich guck die Frau an, die am selben Tisch vor mir sitzt. Eine liebe, hübsche Blondine mit blauen Augen. Klar und deutlich: das ist meine TOFFIFEE Kerstin. Plötzlich kommt der Kellner, "3 Grappa, bitte!", bestellt der Paulo. "Macht Doppelte!", sagte ich. Ich trinke eigentlich nicht gerne Grappa, weil ich das nicht so gut vertrage. Kerstin wirft mir einen scharfen Blick zu und schüttelt den Kopf, sie versuchte was zu sagen... Leider konnte ich es nicht verstehen. Wir bekamen die 3 doppelten Grappa. "Salute, Ching Chong!", beim Anstoßen guckt Paulo Kerstin sehr vertraut an. Ich sage beiden "Prost", dann trinke ich den Grappa aus. "Ich glaube ich muss jetzt nach Hause gehen", sagte ich zu den beiden. Wegen meiner Enttäuschung konnte ich es nicht mehr aushalten. Kerstin ist die Frau von Paulo. Paulo ist ein sehr guter Mann, aber er ist noch viel frecher als ich. "Herr Ober!", rufe ich den Kellner. "Moment, Ching, trinken wir noch einen! Du biste mein bäääster Freund. Weißt du noch: Sperlingsgasse... du und ich, iiiimmer besoffen!" Na toll, jetzt macht er noch auf guten Eindruck vor mir. Plötzlich sagte Paulo: "Chiiing Chong, das is Kerstin, meine hübsche Cousine. Sie is nicht meine Frau. Aaaah übrigens, viiiele Grüße von meiner Schwäääster. Ruf Sie an, wenn du Zeit hast! Sie liebt dich immer noch!!! Danke, Paolo, mein Traum ist geplatzt...

Die thailändischen Streitkräfte (1)

In dieser Artikelserie werden wir uns einmal mit der Thailändischen Armee beschäftigen, die ja einen wichtigen Teil im Gefüge des Staates und der Gesellschaft darstellt. Da viele historische Entwicklungen in der Geschichte Siams und Thailands nicht ohne die Armee bzw. das Militär erklärbar sind, werden wir uns deshalb einmal genauer mit den Streitkräften beschäftigen, um unseren Lesern das nötige Hintergrundwissen zum besseren Verständnis vieler Vorgänge in Thailand zu verschaffen. Begonnen wird mit einem Abriß der Geschichte der Armee.

Die thailändischen Streitkräfte (Kongthap Thai) bestehen aus mehreren Teilen, hier seien genannt: Royal Thai Army (Kongthap Bok Thai), Royal Thai Navy (Kongthap Ruea) mit der Untergliederung des Royal Thai Marine Corps (Thahan Marine), der Royal Thai Airforce (Kongthap Akat Thai) sowie einigen paramilitärischen Organisationen wie z.B. die Border Patrol Police (Grenzpolizei) mit der Spezialtruppe der Thahan Phran (Jagdsoldaten), aber auch die Spezialtruppe Naresuan 261 zur Bekämpfung des Terrorismus.

Die thailändische Armee Kongthap Bok Thai

Die Thailändische Armee wurde im Jahr 1874 unter König Mongkut (Rama IV.) als stehende Armee nach dem Vorbild europäischer Nationen im damaligen Siam gegründet. Die Aufstellung einer eigenständigen Armee war die Reaktion Siams auf neue Sicherheitsanforderungen nach der sogenannten "Bowring Treaty", einem Handelsabkommen, das am 18. April 1855 zwischen dem Vereinigten Königreich unter Sir John Bowring (4. Gouverneur von Hongkong vom 13.04.1854-09.09.1859) und dem siamesischen König Rama IV. in Bangkok unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen regelte den freien Warenverkehr zwischen Siam und dem Ausland sowie den Aufenthalt von Ausländern in Siam zum Zwecke des Handels. Damit begann der Aufstieg Bangkoks zu einem Zentrum des Welthandels und der Aufstieg Siams bzw. später Thailands zu einer ernst zu nehmenden Macht in Asien. Natürlich veränderten sich auch die militärischen Voraussetzungen mit der neuen Rolle Siams in Asien, so daß die Aufstellung einer eigenen Armee unumgänglich wurde.

Das Motto der Armee lautet heute: "Für die Nation, Religionen, König und Bevölkerung". Das Hauptquartier der Armee befindet sich selbstverständlich in der Hauptstadt in der Thanon Ratchadamnoen Nok. Die Armee wird kommandiert vom jetzigen Premier General Prayut Chan-o-cha. Die Armee ist in vier Regionalbereiche untergliedert, die nachfolgend eingehend vorgestellt werden. Wir haben sogar, dank der Hilfe meines guten Freundes Wisarut Bholsithi, eines profunden Kenners der thailändischen Geschichte, zum ersten Mal alle 94 bestehenden Kasernen der thailändischen Armee aufgelistet vorliegen, mit ihrer Adresse, den Einheiten, die dort stationiert sind und der Erklärung der Namen der Kasernen, die ja zumeist einen Bezug zur Geschichte Thailands haben.

Die taktische Einheiten

Die thailändische Armee ist in folgende taktische Einheiten gegliedert:

7 Infantrie-Divisionen (davon 5 Divisionen mit Panzern), eine Panzer-Division, eine Kavallerie-Division (ausgerüstet mit Schützenpanzern), 2 Spezialkräfte-Divisionen, die für Spezialeinsätze und Luftlandeoperationen trainiert und ausgerüstet sind, eine Feld-Artillerie-Division, eine Luftabwehr-Artillerie-Division, 8 unabhängige Infantrie-Bataillone und 3 Kompanien mit Flugzeugen bzw. Hubschraubern, die die Bodentruppen im Kampf unterstützen sollen.

Ausrüstung der Armee

Schwere Panzer: 105 M48A5 Patton, 178 M60A3 Patton

Leichte Panzer: 154 FV 101 Scorpion CVR (T), 200 M41 Walker Bulldog, 106 Stingray

Schützenpanzer: 18 Condor, eine unbekannte Anzahl Fuchs mit RASIT-Radarausrüstung, 450 Typ 85 AFV u.a.

Feld-Artillerie: 24 GIAT LG1 Mk 105 mm Towed Howitzer, 34 L119 105mm Towed Howitzer, 285 M101 105mm Towed Howitzer, 12 M102 105mm Towed Howitzer, (geschleppte Haubitze) u.a.

Luftabwehr-Artillerie: 24 M163 VADS (Vulcan Air Defence System) rotierende 20mm Anti-Flugzeug-Kanone, 24 M167 VADS rotierende 20mm Anti-Flugzeug-Kanone, 122 Typ 74 Zwei-Geschützrohr 37mm Anti-Flugzeug-Kanone u.a.

Kleine Waffen:

Steyr AUG Sturmgewehr,
Heckler & Koch Sturmgewehre,
IMI Galil Sturmgewehr,
IMI Tavor TAR-21 Sturmgewehr,
AK 47 Sturmgewehr,
M16A1/A2/A4 Sturmgewehr,
M1 und M4 A1 und M733 Karabiner,
M1 Garand halbautomatisches Gewehr,
SIG-Sauer Scharfschützengewehr,
SR-25 Scharfschützengewehr,
Schwere Maschinengewehre, div. Typen
M 249 Leichtes Maschinengewehr,
HK 13 Leichtes Maschinengewehr,
Glock 17 Pistole, Glock 23 Pistole,
CZ-74D Compact Pistole, M 1911 Pistole, RPG-2 raketenangetriebene Granate,
Typ 69 RPG raketenangetriebene Granate, M 203 Granatwerfer, M 79 Granatwerfer, Mk 19 automatischer Granatwerfer, Carl Gustav Recoilless Gewehr, M 47 Dragon Anti-Panzer-Kanone, M72 LAW leichte Anti-Panzer-Kanone und viele weitere Waffen verschiedener Hersteller.

Teilnahme an Kriegen

Kommen wir zu bemerkenswerten bisherigen kriegerischen Auseinandersetzungen, an denen die thailändische Armee im Laufe ihrer jüngeren Geschichte teilgenommen hat:

Franco-Siamesischer Krieg

Der Franco-Siamesische Krieg von 1893 war eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen der Dritten Französischen Republik (1870-1940) und dem Königreich Siam. Durch Bestrebungungen von Auguste Pavie, des französischen Vize-Konsuls in Vientiane, der die Schwäche von Siam ausnutzte und durch sporadische Einfälle von vietnamesischen Rebellen aus dem Bereich von Tonkin (nördlichster Teil von Vietnam) musste Siam schliesslich Laos an Französisch-Indochina abtreten. Der Konflikt war langsam eskaliert, schon seit April 1893 versuchten die Franzosen Siam im Nordosten zu überrennen, trafen jedoch auf entschiedenen Widerstand der Siamesen. Es kam zu Kämpfen besonders entlang des Mekong, an der Insel Khone wurden Franzosen gefangen genommen, beim Dorf Kang Kert wurden Franzosen getötet, die Beziehungen zwischen dem Westen und Siam verschlechterten sich schnell.

Im Juli 1893 fuhren die beiden französischen Schiffe Inconstant und Comete in die Chao Phraya-Mündung hinein und versuchten, sich nach Bangkok durchzukämpfen, was ihnen trotz Beschuss durch Fort Paknam am 13.07.1893 gelang. Zur Erfüllung ihrer Forderungen (Abgabe von Laos, zeitweise Besetzung von Chantaburi, finanzielle Kompensation für erlittene Schäden, Entmilitarisierung von Battambang und Siem Raep in Kambodscha, entmilitarisierte 25-km-Zone entlang des Mekong) musste Siam am 03.10.1893 dem Frieden zustimmen.

1. Weltkrieg

Am 22.04.1917 erklärte König Vajiravudh (Rama VI.) dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn den Krieg. 12 Schiffe der NGL (North German Line) wurden beschlagnahmt und alle Deutschen in Siam interniert. Siam sandte ein aus 1.284 Voluntären bestehendes Expeditionschor unter dem Kommando von Major General Phya Pijaijarnrit (später bekannt als Lieutenant General Phya Devahastin) nach Europa. Die Thais kamen im Jahr 1918 in Frankreich an und begannen ihr Training in den Flugschulen von Avord und Istres. 95 Männer qualifizierten sich als Piloten und einige wurden auf die Bomberschule in Crotoy geschickt, andere gingen auf die Reconnaissance Schule in Chapelle-la-Reine, Artillerie-Schule in Biscarosse und zu Kämpferkonversationskursen in Piox. Die siamesische Armee war auch die einzige Armee, die Frauen an der Westfront einsetzte, nämlich Krankenschwestern.

Die Armee marschierte bei der Siegesparade in Paris am 19.07.1919 mit und kehrte am 21.09.1919 in Siam zurück. Zu Ehren der 19 Getöteten und zur Erinnerung der Teilnahme der siamesischen Armee wurde ein Denkmal im Sanam Luang Park in Bangkok errichtet. Im Friedensschluss von Versailles wurde Siam in den Artikeln 135, 136 und 137 erwähnt, das Land wurde im Jahr 1920 auch Gründungsmitglied des Völkerbundes .

Französisch-Thailändischer Krieg

Dieser zwischen Oktober 1940 und dem 09.05.1941 zwischen dem sogenannten Vichy-Frankreich (der nicht von den Nazis besetzte Teil Frankreichs) und Thailand ausgetragene Krieg beruhte auf alten territorialen Streitigkeiten seit den Zeiten König Chulalongkorns, in denen große Teile siamesischen Staatsgebietes an die Franzosen verloren gegangen waren. Der Krieg begann mit Bombardierungen von Battambang, Sisophon und Vientiane in Französisch-Indochina. Im Januar 1941 begannen Angriffe der thailändischen Burapha und Isan-Armeen (die Namen beziehen sich auf die frühere Monton-Verwaltungseinteilung!) in Kambodscha und Laos. Dabei nahm die besser ausgerüstete Thai-Armee schnell Laos ein, Kambodscha war jedoch wesentlich schwerer einzunehmen. Es kam am 16.01.1941 bei den Dörfern Yang Dang Kuhm und Phum Preav zur schwersten Schlacht des Krieges. Die Franzosen wurden zwar zurückgetrieben, ein überzeugender Sieg stellte sich nicht ein.

Da die Schlachten auf dem Land für die Franzosen immer schlimmer ausgingen, versuchten sie eine Entscheidung zu See zu erzwingen. Am 17.01.1941 kam es vor der Insel Koh Chang zur Schlacht von Koh Chang, hier erlitt Thailand eine Niederlage. Die Luftangriffe der überlegenen thailändischen Luftwaffe gingen weiter, am 24.01.1941 wurde der französische Flughafen von Angkor bombardiert, der letzte Luftschlag wurde am 28.01. gegen Sisophon geführt. Der Krieg endete mit einem von den Japanern vermittelten Friedensschluss vom 09.05.1941 in Tokio. Die eigentlichen Gewinner des Krieges sollten jedoch die Japaner werden, deren Einflussbereich in Südostasien erheblich erweitert wurde. Im Andenken an diesen Krieg wurde in Bangkok das Siegesdenkmal errichtet.

2. Weltkrieg

Am 08.12.1941 begann die Landung japanischer Truppen an der thailändischen Küste bzw. der Einmarsch der kaiserlich-japanischen Armee von der Landseite von Kambodscha. Obwohl zuvor die thailändischen Truppen insbesondere im Süden verstärkt worden waren und auch tapfer gegen die japanischen Invasoren kämpften, mussten auf Befehl des Oberbefehlshabers der thailändischen Streitkräfte Feldmarschall Plaek Phibulsongkram die Kämpfe eingestellt werden, denn dieser hatte mit den Japanern schon geheime Absprachen bezüglich Truppenhilfe gegen die Briten und des Rückerhaltes vormaliger siamesischer Gebiete von den Briten in Süd-Thailand getroffen.

Das Land stellte seine Flugplätze den Japanern für Angriffe gegen die Briten zur Verfügung. Am 14.12.1941 unterzeichte Pibulsongkram eine geheime Übereinkunft mit den Japanern und stellte diesen thailändische Truppen zur Unterstützung bei Angriffen auf Burma zur Verfügung, der jahrhundertelange alte Hass auf Burma hatte Früchte getragen! Am 21.12.1941 wurde sogar ein formeller Beistandspakt zwischen Japan und Thailand geschlossen.

Am 25.01.1942 erklärte Thailand den U.S.A. und dem Vereinigten Königreich den Krieg. Zwar wurde die Kriegserklärung Thailands an die Briten in London übergeben, der thailändische Botschafter in den U.S.A. Seni Pramoj weigerte sich jedoch, die Kriegserklärung an die U.S.A zu übergeben und gründete stattdessen das Free Thailand Movement.

Die Folgen des 2. Weltkrieges sind bekannt: zusammen mit Japan war Thailand der Verlierer, es hatte auf der falschen Seite gestanden. Frankreich erhielt seine von Thailand okkupierten Gebiete zurück, die Briten erhielten ihre Gebiete in Süd-Thailand zurück und außerdem mussten umfangreiche Kompensationszahlungen in Form von Reislieferungen für im Krieg erlittene Verluste geleistet werden und Thailand musste eine neue zivile Regierung auf Druck der U.S.A. einsetzen.

Der Korea-Krieg

Auch im Korea-Krieg (25.06.1950-27.07.1953 - nur Waffenstillstandsabkommen, seitdem kein Friedensvertrag!) nahm Thailand auf der Seite der UN-Truppen in den Kämpfen gegen die nordkoreanischen Invasoren und ihre chinesischen Unterstützer teil. Thailand stellte das 21. Regiment mit 1.294 Soldaten, 4 Schiffe und eine Lufttransporteinheit. Die gesamten Verluste im Korea-Krieg betrugen 129 Tote. 1955 kehrten die thailändischen Truppen in ihre Heimat zurück.

Der Vietnam-Krieg

Auch im Vietnam-Krieg (01.11.1955-30.04.1975) wurden thailändische Truppen eingesetzt. Der Einsatz begann erst ab 1963, als Thailand den U.S.A. erlaubte, das Land und die vorhandenen Flughäfen als Ausgangsbasis für Bomberangriffe auf Vietnam zu benutzen. Im Jahr 1969 hatte Thailand etwa 13.000 Soldaten in Vietnam im Einsatz, so die Elitetruppen der Queen's Cobras und die Black Panther Division der Royal Thai Army Volunteers Force. Insgesamt 1.351 Soldaten liessen ihr Leben bei den Kämpfen in Vietnam, erst im April 1972 verliessen die letzten Truppen das Land. Mindestens genau so wichtig war jedoch der Einsatz im sogenannten "Geheimen Krieg", der sich gegen kommunistische Infiltration in den Jahren 1964-1972 in Laos abspielte.

Gegen Untergrundarmee

Am 01.12.1942 wurde die Kommunistische Partei von Siam offiziell gegründet, obwohl kommunistische Aktivitäten in Siam bereits bis in das Jahr 1927 zurückreichten. Für die Armee Thailands wurden die kommunistischen Aktivitäten jedoch erst relevant, als sie im August 1965 die ersten bewaffneten Kämpfe im Distrikt Na Kae in der Provinz Nakhon Phanom gegen die kommunistischen Untergrundkämpfer aufnahm. Zu dieser Zeit hatten die kommunistischen Rebellen eine Stärke von ungefähr 1.200 Mann.

1968 wurde das Oberkommando der People's Liberation Army of Thailand (PLAT) gegründet. Nach dem Massaker von Thammasat am 06.10.1976 vergrösserte sich die Basis der CPT (Communist Party of Thailand) und der PLAT rapide. Viele Studenten, Arbeiter, Intellektuelle und Bauern gingen jetzt in den Untergrund und kämpften gegen die Regierung. Insbesondere im Norden und Nordosten, aber auch im Süden, dort mit Hilfe der Kommunistischen Partei Malaysias, wurde der Kampf gegen die thailändische Regierung ausgetragen. Insbesondere in Laos wurden, mit tatkräftiger Hilfe Vietnams, Trainingscamps für PLAT-Kämpfer neu errichtet. Im Jahr 1977 betrug die Anzahl der Untergrundkämpfer etwa 6.000-8.000 Mann und eine Million Sympathisanten unterstützten sie. Wegen der internen Streitigkeiten innerhalb der sozialistischen Länder (Sowjetunion gegen China, China gegen Vietnam) und der Einmarsch der Streitkräfte Vietnams in Kambodscha, um dort das Verbrecher-und Mörderregime von Pol Pot zu beseitigen, sank die Unterstützung der Untergrundkämpfer in Thailand immer mehr, zudem verbesserten sich die Beziehungen zwischen Thailand und China zusehends, so daß China der PLAT und der CPT die Unterstützung entzog.

1980 wurde die Regierungsanweisung Nr. 66/2523 veröffentlicht, der den Untergrundkämpfern nach Niederlegung der Waffen eine Amnestie anbot. In einer Erklärung vom 25.10.1981 befand Major General Chavalit Yongchaiyudh, daß der Kampf gegen die PLAT bzw. CPT kurz vor dem Ende stände, da fast alle Basen von der Armee zerstört wurden. 1982 veröffentlichte die Regierung unter Prem Tinsulanonda die Erklärung Nr. 65/2525, die allen Kämpfern Amnestie anbot.

Seit Beginn der Neunziger Jahre wurden keine kommunistischen Untergrundaktivitäten mehr aus Thailand gemeldet, offenbar haben die ehemals kommunistischen Untergrundkämpfer wieder ihren Platz in der thailändischen Gesellschaft gefunden.

Zoff mit Kambodscha

Nach dem Einmarsch der vietnamesischen Armee in Kambodscha in 1978, der der Beseitigung des mörderischen und menschenverachtenden Pol Pot-Regimes diente, waren die Reste der sogenannten Khmer Rouge (Rote Khmer), also die Anhänger von Pol Pot, in die unzugänglichen Grenzregionen an der kambodschanisch-thailändischen Grenze geflohen. Auf thailändischer Seite wurden die ersten Flüchtlingslager für die vom Genozid am eigenen Volk betroffenen Kambodschaner errichtet. An der Grenze standen sich jetzt auf der einen Seite die Khmer Rouge (die sich selbst Angkar=die Organisation nannten), Thailand mit seiner Armee, die Khmer People's National Liberation Front (KPNLF) und die Armee Nationale Sihanoukiste (ein Zusammenschluss von Khmer Rouge (KR), KPNLF und ANS, der 1982 dann CGDK (Coalition Government of Democratic Kampuchea genannt wurde) und auf der anderen Seite die vietnamesischen Truppen und die Kampuchean People's Revolutionary Armed Forces (KPRAF) gegenüber.

Thailand stand dem Einmarsch Vietnams in Kambodscha sehr kritisch gegenüber, da man befürchtete, daß Vietnam nur eigene strategische Interessen verfolgen würde und außerdem die zur damaligen Zeit aktiven kommunistischen Untergrundkämpfer in Thailand unterstützen würde. Zwischen 1979-1989 kam es immer wieder zu Zwischenfällen und Kämpfen zwischen der thailändischen Armee und den vietnamesischen Truppen entlang der kambodschanisch-thailändischen Grenze, die erst Ende 1989 mit dem Abzug der vietnamesischen Truppen aus Kambodscha ihr Ende fanden. Die ausführliche Schilderung dieser Grenzkämpfe würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, bei Interesse der Leserschaft könnte jedoch dieses sehr interessante Kapitel der thailändischen Geschichte in einem gesonderten Artikel einmal umfassend abgehandelt werden!

Thai-Laos Grenzkonflikt

Von Dezember 1987 bis Februar 1988 fanden entlang der laotisch-thailändischen Grenze Kämpfe zwischen den Truppen der beiden Länder statt. Es ging um die ungeklärte Grenzziehung nach der von französischen Vermessern in 1907 erstellten Karte zur Markierung der Grenze. Dabei war die Zugehörigkeit des Dorfes Ban Romklao in der Provinz Phitsanulok und weiteren 3 Dörfern in der Provinz Uttaradit zu Thailand angeblich unklar. Schon seit 1984 hatte es immer wieder kleinere Grenzzwischenfälle zwischen Laos und Thailand im umstrittenen Gebiet gegeben.

Im Dezember 1987 marschierten thailändische Truppen in Ban Romklao ein (nach laotischer Darstellung im Distrikt Boten, Provinz Xaignabouli, nach thailändischer Auffassung im Distrikt Chat Trakan, Provinz Phitsanulok) und beanspruchten die Hoheit mit ihrer Anwesenheit. Die Pathet Lao-Streitkräfte griffen die zahlenmässig kleine Garnison der thailändischen Streitkräfte sofort an und vertrieben die unterlegenen Thai. Die Kämpfe dauerten mit großer Heftigkeit bis Februar 1988 an, erst dann wurde am 19.02. ein Waffenstillstand vereinbart. Man kehrte zum "status quo ante bellum" (dem Zustand vor dem Krieg) zurück. Seit 1996 bemüht sich die gemeinsame Thai-Lao Joint Boundary Commission (JBC) um die Markierung der 1.810 km langen Grenze, ein kompliziertes Unternehmen, das bis heute immer noch nicht abgeschlossen ist. 96.3% der 702 km langen Landgrenze sind markiert und festgestellt, es steht jetzt bis zum Dezember 2010 die abschliessende und einvernehmliche Markierung der 1.108 km langen Grenze auf Mekong an. Die noch fehlenden restlichen 3.7% der Landgrenze sollen in den nächsten Jahren markiert werden. Es handelt sich hierbei um das Ban Romklao, die 3 Dörfer Ban Mai, Ban Klang und Ban Savang im Changwat Uttaradit sowie Chong Mek-Vang Tao im Changwat Ubon Ratchathani.
Dr. Volker Wangemann


Frauen-Power: Thai Integration Europe

Vom 6. bis 8. März gab es ein Treffen engagierter Thaifrauen in der Königlich Thailändischen Botschaft in Berlin Steglitz, auch Botschafterin Nongnuth Phetcharatana war an einem Tag zugegen. Das Motto der Veranstaltung lautete: Thai Integration Europe. Sicher wird daraus bald ein Thaifrauen-Verein werden. Es waren Thaifrauen aus Frankreich, Holland, Italien und der Schweiz zusammengekommen, um ihre Erfahrungen zum Thema Integration in dem jeweiligen Land zu diskutieren. Natürlich waren auch viele Frauen aus Deutschland gekommen. Die im Beruf stehenden, selbstbewussten Thaifrauen sprachen auch über die speziellen Probleme, die sie als Frau in ihrer neuen Wahl-Heimat haben.

Federführend bei diesem Event war u.a. Dachanee Pfitzner (Khun Pui) aus Mannheim. Doch es wurde nicht nur gesprochen, es wurde gemeinsam gegessen, gelacht und gescherzt und am Abend dann auch richtig gefeiert und getanzt. So war es auch angedacht. Gemeinsame Fahrten sind dann auch geplant. M.H.

Vorgestellt: Die Airline Alitalia

Sa & Bernd vom Berliner Reisebüro TAF - Thai Asien Flugreisen, Kantstr. 59, (siehe auch Rückseite dieses Heftes), stellen in dieser Ausgabe die Alitalia (Airline Code: AZ) vor.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hieß die nationale Fluggesellschaft Italiens "Ala Littoria". Nach dem Krieg wurde daraus nach Aufhebung des Flugverbots und nach der Zusammenlegung einiger italienischer Fluggesellschaften bald die Alitalia, der es gelang sich als eine der führenden Fluggesellschaften Europas zu etablieren. Bereits 1960 begann das Jetzeitalter mit dem Erwerb von Douglas DC8 und Caravelle Turbinen Flugzeugen, ihr erster "Jumbo Jet" Boeing 747-100 kam im Mai 1970.

Die Entwicklung verlief zuerst recht erfolgreich, aber Alitalia operierte ab Anfang der 1990er Jahre mit enormen Verlusten. Gründe hierfür der politische Einfluss, Verstrickungen und der ineffiziente Verwaltungsapparat im damaligen Staatsunternehmen. Auch viele Streiks und verfehlte Flotten- und Streckennetz Konsolidierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen beschleunigten den Abstieg. Dem Konkurrenzdruck im liberalisierten Luftverkehrsmarkt und aufkommenden Billigflieger-Trend hatte Alitalia mit vielen Verspätungen und nachlassendem Service nichts entgegen zusetzen. Neben dem traditionellen Drehkreuz in Rom-Fiumicino wurde ab 1998 der neue Flughafen in Mailand-Malpensa als bis heute verlustbringender zweiter Hub ausgebaut.

Es gab damals eine gute Verbindung Berlin-Mailand/Malpensa-Bangkok und zurück. Meine Frau und ich flogen zu dieser Zeit einmal mit der Alitalia nach und von Bangkok über diesen schicken neuen Airport außerhalb von Mailand. Der schicke, neue Airport war leider das komplette Gegenteil, zu der klapprig wirkenden, eingesetzten alten Boeing 747 und den hauptsächlich männlichen Flugbegleitern, die uns in ihrem hochnäsigen Auftreten sehr an "Gockel-Gigolos" erinnerten. Nach vielen gescheiterten Versuchen das Unternehmen wieder auf gesunde Beine zu stellen, erfolgte 2007 die Ankündigung die Gesellschaft nun endgültig zu privatisieren. Die russische Aeroflot, die SkyTeam Partner Air France und KLM, sowie andere Investoren, darunter auch AirOne hinter der die deutsche Lufthansa stand, kamen ins engere Bieterverfahren.


Nachdem sich der Vorstand von Alitalia und die italienische Regierung als Mehrheitsaktionär einstimmig für das Übernahmeangebot von Air France-KLM ausgesprochen hatte, stießen die nötigen tiefgreifenden Restrukturierungsmaßnahmen in politischen Kreisen und den einflussreichen italienischen Gewerkschaften jedoch auf heftigen Widerstand und wurden u.a. als "Ausverkauf der Heimat" publikumswirksam kritisiert. Im April 2008 gab Air France-KLM genervt das endgültige Scheitern der Übernahmeverhandlungen bekannt.


Weitere eigene Versuche die Alitalia in die Erfolgsspur zurück zu bekommen scheiterten meistens am Widerstand der Gewerkschaften. Der Verwaltungsrat stellte darauf am 29. August 2008 Antrag auf Insolvenz. Aufgrund der Drohung die Fluglizenz zu entziehen, wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen und der Flugbetrieb bis Anfang 2009 fortgesetzt und dann mit der zweitgrößten italienischen Fluggesellschaft AirOne zusammengelegt. Langstreckenziele, Anzahl der Flugzeuge, Stützpunkte und die Belegschaft wurden nun drastisch reduziert. Aber die Schulden stiegen in den kommenden Jahren trotz vieler Verbesserungen weiter an. Mehrmals stand Alitalia schon vor dem endgültigen Aus, bevor Etihad Airways im Jahr 2014 rettend einstieg und sich mit 49 Prozent an dieser italienischen Airline mit viel frischem Geld beteiligte.

Seit Januar 2015 fliegt nun die "neue" Alitalia und wird weiter um- und ausgebaut. Insbesondere fungiert sie jetzt auch als Zubringer zum Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi und denen der Etihad-Partner Air Serbia, Air Berlin und Niki. Ein modernisierter Markenauftritt, neues Erscheinungsbild und Bemalung der Flugzeuge soll in Zusammenarbeit mit Etihad Airways diese traditionsreiche alte Fluggesellschaft wieder zu neuen Höhenflügen in der Zukunft bringen. Die Flugzeugflotte, momentan bestehend aus Airbus und ATR für die Kurz- und Mittelstrecken und A330 und 777-200ER für die Langstrecken, soll in nächster Zeit den neuen Aufgaben angepasst und verjüngt werden. Einige der überzähligen Kurz- und Mittelstrecken Flugzeuge aus der Flotte übernimmt Air Berlin. Die Etihad Airways stellt benötigtes Fluggerät, z.B. für die neuen Langstreckenflugziele zur Verfügung. Der Service, das Platzangebot und Langstreckenangebot soll schnellstens ausgebaut und auf heutiges Top-Airlines Niveau verbessert werden.


Alitalia ist Mitglied im Luftverkehrsverbund SkyTeam und wer beim Vielflieger TOP-Bonus Programm der airberlin Meilen sammelt, kann auch bei Alitalia Flügen sein Meilenkonto aufbessern.

Fazit: Etihad setzt seine Strategie mit diesem Deal in Europa fort und übernimmt mit viel Geld faktisch eine weitere schlingernde europäische Airline. Eine Bewertung der Umstrukturierungsmaßnahmen ist noch zu früh, denn die "neue" Alitalia gibt es ja erst wenige Monate. Aber sie glänzt schon jetzt mit einer nicht für möglich gehaltenen Pünktlichkeit! Ab Berlin und anderen deutschen Städten kann man Flüge mit der Alitalia nach Asien und auch nach Thailand buchen. Es macht aber von der Streckenführung her Richtung Asien momentan wenig Sinn. Trotzdem dieser Vorstellungsartikel, auch weil in früheren Jahren der ein oder andere Leser schon mit Alitalia geflogen ist. Im Gegensatz zu anderen ehemalig Thailand anfliegenden Fluggesellschaften wie Balkan, Malev usw. gibt es die Alitalia weiterhin und vielleicht heißt es bei besseren Flugverbindungen ab Berlin bald mal wieder: "Bitte anschnallen", auf ihrem Flug nach Thailand. Schließlich fliegt ja auch der Papst fast immer mit Alitalia! Bernd Kamjunke

Sprachcamp: Deutsch für die Thaimassage

Das Sprachcamp der Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V., ein zweitägiges Intensivtraining speziell für die Kommunikation bei der Arbeit in der Thaimassage, findet in diesem Monat in mehreren Städten (München, Dortmund, Lübeck) statt. Weiterführende Informationen dazu auf www.thai-spa-verband.de Der Auftakt und vorgezogene Höhepunkt der Veranstaltungsreihe war das Seminar vom 15. bis 17. März in der Thailändischen Botschaft in der Hauptstadt.

Nach Absprache mit der Botschaft und dem Vorstand der Thai Spa Vereinigung habe ich am 17. März die Präsidentin der Vereinigung, Techinee Hubold, kennengelernt und die Seminargruppe begleitet. Die Lehrplätze waren alle ausgebucht - nicht nur Berliner, auch aus Herford, Hamburg & Rostock waren Massage-Therapeutinnen angereist. Das Thema des Seminars war "Kommunikation und Umgang mit der deutschen Sprache". Ich weiß, viele lächeln jetzt und denken, was soll das mit Massage zu tun haben - aber genau das ist der Punkt. In vielen Köpfen ist leider noch das alte Klischee von Thai-Massagen ausgeprägt. Um dagegen etwas zu tun und aufzuklären, hat sich die Thai Spa Vereinigung einiges überlegt und in die Tat umgesetzt.

Ich war begeistert und hätte nie gedacht, dass ein paar Stunden in einem Seminar Motivation & Selbstbewusstsein der Mitarbeiter bzw. Betreiber einer Thai- Massage so verbessern können.

Sie übten den Umgang mit der deutschen Sprache in allen Formen, vor allem aber die Höflichkeitsformen (die wir als Deutsche fast selbst vergessen haben) gegenüber den Kunden. Es ist auch von Bedeutung, wie die Masseurin im Umgang mit der deutschen Sprache die Gespräche führt, z.B. wie klärt man den Kunden auf, auf was sollte man besonders hinweisen. All das wurde sorgsam im Seminar trainiert.

Im Gespräch mit der Präsidentin erfuhr ich mehr über die Arbeit der Thai Spa Vereinigung, über die unser Autor Mario Mensing ja bereits mehrfach im FARANG berichtet hat. Der Höhepunkt für alle war gegen 15:30 Uhr, als die Botschafterin eine kleine Rede vor den Teilnehmern hielt und die Seminarzertifikate überreichte. Die Teilnehmer bedankten sich mit Geschenken, Blumen und einem tiefen Wai, so wie es sich für Thais gehört, um einer Person den Respekt zu erweisen. Meinen vollsten Respekt erweise ich allen, die am Seminar teilnahmen, ob Lehrer, Planer oder Teilnehmer. Ihr alle zeigt uns den Weg. Ich danke Euch und wünsche Euch allen im Namen des gesamtem FARANG-Teams viel Erfolg für die Zukunft. Peter Phetkhieo

Berliner Thai Party Szene

Happy Suree

Suree kenne ich nun schon einige Zeit, sie ist eine immer fröhliche Thaifrau, hat eine solche Ausstrahlung, die jedem Fotografen das Herz höher schlagen lässt - irgendwann wird sie unser Cover verschönern - ist versprochen! Einige von Euch kennen Suree vom Berliner Thaipark, für den sie ja die Facebook Seite Thaipark als Administrator betreibt.

Am 7. März ludt sie Freunde und Bekannte ins ExCite ein um gemeinsam im kleinen Kreis ihren Ehrentag zu feiern. Die schöne Torte gab es pünktlich um Mitternacht mit dem traditionellen Ständchen "Happy Birthday" und einem very big Kiss von ihrem geliebten Adrian.

Die super Stimmung war vorprogrammiert bei so viel thailändischer Schönheit... egal ob beim Singen oder Tanzen: es war ein Augenschmaus die Ladys abzulichten. Vom Team des FARANG nochmals alles Gute und auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Peter Phetkhieo

Alles Gute, DJ John

Lieber DJ John,

Du bist ein ganz feiner Mensch, der bescheiden, fleissig und immer zuverlässig ist. Du bist durch und durch ein Vollblutmusiker, ein guter Sänger, DJ sowieso, Entertainer und auch ein gescheiter Grafiker. Um Deine eigene Person möchtest Du nie viel Aufhebens machen. Auch dieser Bericht ist Dir viel zu gross geraten. Aber Du hast es verdient. Denn Du bist auch little big man. In Thailand hast Du bereits in bekannten Bands gespielt und im eigenen Ton-Studio viele Aufnahmen und Tapes gemacht. Bist eben ein Profi.

Am 14. März hast Du im Scorpion in der Stromstrasse Deinen 55. Geburtstag gefeiert. Es kamen an die 100 Gäste und haben ein fröhliches Fest zu Deinen Ehren bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Genau genommen bis 07.00 Uhr. Alle Wetter. Das packt nicht jeder.

Lieber John, Du bist ein Thaimann, der mit einer deutschen Frau verheiratet ist. Kommt ja auch nicht so oft vor. Sie heisst Regina und ist nicht von ungefähr. Sie ist auch Dein Manager und Dein Betriebsrat sozusagen. Sie passt höllisch auf, dass Dir keine Thaifrau in der Party-Begeisterung zu nahe kommt.

Regina, Du wirst es mir nicht übelnehmen: Du bist ganz Berliner Herz und Schnauze. Das ist durchaus positiv in der Hauptstadt. Weniger amüsant ist, dass der Mann, der niemals lacht, bei diesem Anlass nicht die Worte fand, seinen Top-Mann auf der Bühne zu ehren. Na ja, er hat eben das nicht, was John auszeichnet: Sehr viel Herz. Mathias Heinrich

Franky Kuchenbecker:

Farang und Lotusblüten / Mit dem Rucksack durch die Mekongregion

Meine letzte Thailandreise ist längst vorbei und die nächste liegt noch in weiter Ferne. Aber der Frühling ist da und somit beginnt wieder die Arbeit auf meinem Kanucamp. Den Kanuverleih werde ich zu Ostern eröffnen und die Angelsaison hat bereits recht erfolgreich begonnen. Nichts desto trotz werde ich weiterhin für den FARANG aktiv sein.

Ich werde Leseproben aus meinem Buch "Farang und Lotusblüten" vorstellen. Da gibt es einige erotische Szenen. Diese darf und möchte ich an dieser Stelle nicht präsentieren. Das bleibt den Lesern des Buches vorbehalten. Das kann man bequem bei Amazon und Co bestellen, oder direkt auf unserem Kanucamp bei einer Vorlesung käuflich erwerben.

Der Erzähler in meinem Buch heißt Alex. Er lebt in Köln und ist seit vielen Jahren in einem großen Chemieunternehmen tätig. An einem kalten Oktobertag im Jahr 1989 stellte ihm sein Boss einen neuen Kollegen vor. Ein blonder großer kräftiger Mann, so um die 30 Jahre alt. Ein Republikflüchtling. Aus dem Ossi Fredy und dem Wessi Alex werden Freunde. Alex ist ein eingefleischter Junggeselle während Fredy ein Familienmensch ist. Nach 25 Jahren Ehe bricht für Fredy eine Welt zusammen - seine Frau lässt sich scheiden.

Alle Versuche, in Deutschland eine neue Partnerin zu finden, scheitern. Aber es gibt zum Glück noch andere Regionen auf diesem Erdball, in denen schöne Frauen europäische Männer mögen, erzählte Alex seinem Freund. Zum Beispiel in Thailand.

Fredy findet das toll und bricht auf ins Ungewisse. Er erlebt mehrere Jahre lang viele Abenteuer und fällt wie viele andere Männer auf eine Prostituierte herein, die es nur auf sein Geld abgesehen hat. Die Geschichte beginnt 2008, gerade als schwere Unruhen Thailand erschüttern.

Hier die erste Leseprobe:

Fredy geht nach Thailand

Am 15. September 2008 fuhr der mittlerweile 48-jährige Fredy zum Flughafen Berlin Tegel. Er besaß ein one-way Ticket nach Bangkok. Seine Auslandskrankenversicherung bot 70 Tage Versicherungsschutz und wenn nichts dazwischen käme, wollte er auch so lange bleiben. Den Rückflugtermin hielt er sich offen. Den wollte er in Thailand per Internet buchen. Auf dem Flughafen tauschte er Euro gegen Baht. Der Kurs war ein Euro zu 58 Baht. Hätte er gewusst, dass während seines Fluges eine Bankenkrise die Welt erschüttert und den Wechselkurs dramatisch verschlechtert, hätte er vermutlich sehr viel mehr Geld getauscht. Es war der Schwarze Montag an der Wallstreet, die Devisenmärkte spielten verrückt. Aktien rauschten in den Keller. Es war die schlimmste Krise seit dem schwarzen Freitag 1929. Aber davon bekam Fredy nichts mit. Was er auch nicht wusste: In Thailand waren schwere Unruhen im Gange. Machtkämpfe zwischen den sogenannten Redshirts und Yellowshirts machten das Reisen gefährlich.

Mit Klara aus Düsseldorf hatte er ein Treffen in Thailand vereinbart. Ihr Flugtermin war zwei Tage später. Gemeinsam wollten sie durch das Land reisen. Fredy war gespannt auf sie. Vielleicht ergäbe sich etwas zwischen ihnen. Per E-Mail sendete sie ihm ein Foto. Auf dem sah sie recht nett aus. Auch Klara war froh, dass sie nicht allein reisen musste. Fredys Flug dauerte 10 Stunden. Jetzt fing er an zu grübeln: "Was wird mich in der fremden Welt erwarten? Mein bisschen Englisch, das ich Anfang des Jahres lernte, wird das ausreichen?" Ich hatte ihm vorher ein Reisehandbuch geschenkt. Das nahm er sich jetzt zur Hand und studierte es. Pünktlich um 6 Uhr landete die Maschine in Bangkok. Angenehme 26 Grad warme Luft wehte ihm entgegen, als er aus dem Flugzeug stieg. An einer Geldwechselstube schaute er auf die Anzeigetafel, wie viel Geld man hier für seine Euros bekommt. Komisch, der Umtauschkurs war nur ein Euro zu 48 Baht. In Deutschland war es also viel günstiger zu tauschen, dachte er. Daraufhin schrieb er Klara eine SMS. Sie sollte möglichst viel Geld in Deutschland wechseln. In Thailand wäre der Kurs viel schlechter.

An der Passkontrolle wurde er von einer netten Dame mit einem freundlichen "sawadee ka" begrüßt. Sie stempelte ein 30 Tages Visum in den Ausweis und verabschiedete sich mit einem Wai. Das ist in Thailand eine Geste bei Begrüßung, Verabschiedung oder Danksagung. Man verbeugt sich etwas und beide Hände werden, wie beim Gebet vor dem Gesicht aneinandergelegt. Fredy tat ebenso, nahm seinen Rucksack vom Rollband und ging nach draußen. Dort gab es einen "Seven-Eleven". Das sind kleine Supermärkte, in denen man so ziemlich alles bekommt. Freudig kaufte er eine thailändische Simcard fürs Handy und sein erstes thailändisches Bier. Dies trank er vor dem Laden genüsslich aus. Neben dem Seven-Eleven befand sich ein Restaurant. Das war wohl eher für Einheimische gedacht. Aber Fredy dachte sich: "Wo die Thais essen ist es günstig." Und tatsächlich, es gab leckere Speisen und diese waren superpreiswert. Nur das Bezahlen erfolgte über einen komplizierten Markenverkauf. Man musste erst an einer Kasse Wertkupons kaufen, um später damit zu bezahlen. Aber das bekam er hin. Beim Essen fiel ihm auf, dass viele Thailänder gelbe Hemden anhatten. Er wusste, dies ist die königliche Farbe. "Vielleicht hat heute jemand von der Königsfamilie Geburtstag oder so etwas", dachte er.

An einem Ticketschalter kaufte er einen Busfahrschein und fuhr in Richtung Innenstadt. Im Bus saßen Ausländer und Einheimische. Oft standen sie im Stau und ständig wurden Straßensperren passiert. Überall sah man aufgebrachte Menschen in gelben Hemden. Ab und zu kamen bewaffnete Soldaten in den Bus. Komischerweise mussten nur Thailänder ihre Papiere vorzeigen. Neben Fredy saß ein blonder junger Mann, auch ein Deutscher. "Bist du das erste Mal in Thailand?", sprach ihn dieser an. Fredy berichtete, dass er vor einem Jahr schon einmal in Thailand war. "Aber was ist hier los? Was bezwecken die Menschen mit den gelbe Hemden?", fragte er verwundert. "Das kann ich dir sagen", antwortete der junge Mann. "Das hängt mit der Regierung zusammen. Bis vor 2 Jahren gab es einen Premierminister namens Thaksin. Der hat Gutes für die arme Bevölkerung getan, aber wohl auch viel in die eigene Tasche gewirtschaftet. Im September 2006 gab es einen Putsch und der Premier floh ins Exil. Danach wurde eine neue Regierung gewählt. Aber im Prinzip hat sich nichts geändert. Der neue Premier ist ein Schwager Thaksins, also eine Marionette. Die mit der Königsfarbe Gelb gekleideten Demonstranten, man nennt sie "Yellowshirts", wollen nun den Sturz der Regierung. Da können wir uns noch auf einiges gefasst machen. Es gab schon Tote und Verletzte. Halte dich am besten von großen Menschenansammlungen fern. Die Polizei schießt wahllos mit Tränengas dort rein. Einem wurde dabei ein Arm abgeschossen. Ein anderer wurde gar getötet. Du brauchst hier in Bangkok nicht versuchen, eine Taucherbrille zu kaufen. Es gibt keine mehr. Damit schützen sich die Demonstranten vor dem Tränengas."

"Ich komme gerade aus Nepal, war aber vor zwei Wochen schon einmal hier. Da war das auch schon so. Wohin reist du in Thailand?" "So genau weiß ich das noch nicht", antwortete Fredy. "Auf jeden Fall möchte ich Land und Leute kennen lernen. Ich habe 70 Tage Zeit." "Na, da bist du erst einmal auf der Khao San Road richtig. Das ist der größte Backpacker-Treffpunkt weltweit. Da lernst du Leute aus aller Herren Länder kennen. Übrigens, ich bin Micha aus Berlin." Dabei reichte er Fredy die Hand. Erfreut stellte auch Fredy sich vor und sagte: "Mit dem Kennenlernen hab ich ein kleines Problem. Mein Englisch ist nicht gut." "Das macht gar nichts", antwortete Micha. "Es sind auch viele Deutsche dort." "Aber woran erkenne ich sie?" "Das ist einfach, zieh dir ein T-Shirt mit deutscher Aufschrift an. Du wirst dich wundern, wie viele Leute dich ansprechen. Alle dort sind auf der Durchreise. Man kann gut in viele Richtungen weiterreisen." Micha war in seinem Element, er erzählte gerne. Fredy hörte gespannt zu. Einen zu treffen, der sich in Thailand gut auskennt, das kam ihm gerade recht. Der Bus stoppte wieder einmal und man hatte den Eindruck, es geht nicht weiter. Überall demonstrierten Yellowshirts. "Ja so ist das in Thailand", fuhr Micha fort. "Da muss man Geduld haben. Schau dir die Einheimischen im Bus an! Sie machen einfach die Augen zu und schlafen. Ich glaube, das könnten sie 30 Stunden am Tag", scherzte er. Fredy schaute sich um. Tatsächlich, viele Thailänder schliefen. Nur die Ausländer guckten neugierig aus dem Fenster. Langsam fuhr der Bus weiter.

"Die Khao San Road befindet sich im Zentrum der Stadt. Übernachten, essen und trinken kannst du dort recht günstig. Ich an deiner Stelle würde zwei Tage in Bangkok bleiben. Dann hast du auch die Nase voll, im wahrsten Sinne des Wortes. Die ganze Stadt ist von einer Abgaswolke überlagert. Sonnenöl brauchst du hier nicht. Die Luft ist ölig genug. Der Lärm und das Gehupe gehen dir irgendwann auf die Nerven. Zwei Tage genügen auch, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Auf dem Fluss Mae Nam Chao Phraya kannst du mit Taxibooten für wenig Geld die Metropole von der Wasserseite aus ansehen. Dort gibt es keinen Stau und du kommst fast überall hin. Besonders sehenswert ist der Wat Arun, der Tempel der Morgenröte und schräg gegenüber Wat Pho.

Unbedingt besichtigen solltest du den Tempel Wat Prah Kaeo, das ist der Tempel des Smaragdbuddhas und den Grand Palace. So viel Gold und Glimmer hast du noch nie gesehen. Von der Khao San Road kannst du dann gut weiterreisen. Gehe einfach in ein Reisebüro und lass dich beraten. Ich empfehle dir, auf jeden Fall nach Chiang Mai zu reisen. Das liegt in den Bergen hoch im Norden. Dabei kommst du an der alten Königsstadt Ayutthaya vorbei. Oder möchtest du lieber erst ans Meer? Wenn du Bars und Frauen magst, dann fahr nach Pattaya. Übrigens, Einheimische nennen uns Ausländer Farang. Wenn dich dort eine hübsche Thailänderin mit "hallo Farang" anspricht, meint sie es nicht böse. Im Gegenteil: Sie möchte gerne mit dir ein Schäferstündchen oder mehr abhalten. Natürlich gegen Bezahlung versteht sich." Dabei zwinkerte er Fredy zu.

"Von Pattaya kannst du gut nach Ko Chang weiterreisen. Das ist eine große Insel mit viel Dschungel. Von dort ist es nicht weit bis Kambodscha. Auch dahin lohnt sich ein Abstecher. Du musst eh nach 30 Tagen das Land verlassen um dein Visum zu erneuern. Kambodscha hat einige Strände. Aber das Interessante ist die riesige Khmer-Tempelanlage Angkor Wat. Na und im Süden von Thailand, musst du unbedingt die Insel Ko Phangan besuchen. Dort finden die weltberühmten Vollmondpartys statt. Ich reise übermorgen dorthin. Wenn du dann noch Zeit hast, solltest du einige Inseln in der Andamanensee besuchen. Dort gibt es traumhaft weiße Strände."

Der Bus stoppte wieder. Es ging nicht vor und zurück. Im Stau steckte er fest. Nach einer Weile gab der Busfahrer den Reisenden zu verstehen: Es wäre besser auszusteigen und die Weiterfahrt auf eigene Faust zu versuchen. Alle stiegen aus. "Na toll", sagte Micha lakonisch. "Aber mach dir keine Sorgen, wir suchen uns ein Tuk-Tuk und fahren mit dem weiter. Das sind Motorradtaxis, auf denen bis zu vier Leute Platz finden. Sie sind schmal und können sich gut durch den Stau schlängeln." Fredy und Micha nahmen ihre Rucksäcke aus dem Gepäckfach und gingen einige Meter zu Fuß. Bald fanden sie ein Tuk-Tuk Taxi. Nach kurzem Verhandeln einigten sie sich mit dem Fahrer auf 100 Baht. Laut tuckernd brauste das Gefährt los. Es dauerte gar nicht lange, sie hatten einen guten Fahrer. "Wir sind da. Na dann lass uns aussteigen. Wenn du möchtest, komm mit in mein Resort. Dort gibt es Zimmer ab 200 Baht und wenn du Lust hast, dann zeige ich dir morgen einiges von Bangkok." Fredy willigte ein. Sie stiegen aus und liefen durch ein buntes Menschengewühl. "Jetzt um die Mittagszeit bekommt man die besten Zimmer," fuhr Micha fort. "Die einen sind bereits abgereist und die anderen kommen erst abends an." Sie hielten vor einem Resort.

"So, da wären wir. Dort hinten ist die Rezeption." Micha deutete auf den Tresen am Ende des Restaurants. "Dort können wir einchecken. Wollen wir ein Zimmer zusammen nehmen? Dann sparen wir Geld. Ich schnarche nicht." Fredy war es recht. Sie buchten ein Doppelzimmer für 300 Baht. Die zwei gemeinsamen Abende verbrachten sie mit weiteren Backpackern auf der Dachterrasse des Resorts. Am Tag besichtigten sie die Stadt. Micha war ein guter Reiseführer. Einen Tag später reiste er weiter und Fredy wartete auf Klara. Er war zwar auf der Suche nach einer neuen Frau, aber eigentlich wollte er mit einer Deutschen nichts mehr anfangen. Jedoch der Altersunterschied sprach für sich. Mit 48 Jahren war Fredy noch recht fit und bildete sich ein, attraktiv genug für die 34-jährige Klara zu sein. Sie sollte an diesem Abend eintreffen. Geraume Zeit verbrachte er in einem Internetcafé um ihr eine erste E-Mail zu senden. Er schrieb, dass er sich bereits die Finger wund tippe. Fast war die E-Mail fertig, da fiel der Strom aus. Alles war gelöscht. Aufständische hatten angeblich ein Elektrizitätswerk besetzt.

Wie es weitergeht, das erfahren Sie in der nächsten Ausgabe. Franky Kuchenbecker

Frühgeschichte Thailands bis 1238 (1)

Das prähistorische Thailand

Die prähistorische Geschichte des heutigen Thailand reicht etwa 1 Million Jahre zurück, wie man durch Fossile und Steinwerkzeuge belegen kann, die Archäologen bei Ausgrabungen im nördlichen und westlichen Thailand fanden.

Bei einer Ausgrabung in der Nähe der heutigen Stadt Nakhon Lampang (früher Khelang Nakhon), in einer abgelegenen Phosphatmine im Amphoe Ko Kha durch Somsak Pramankit fand man im Jahre 1999 die Überreste des sogenannten Lampang Mannes (Homo erectus), die ein Alter zwischen 500.000 und 1 Million Jahren aufwiesen. Steinwerkzeuge wurden u.a. in den Provinzen Kanchanaburi, Lopburi, Nakhon Si Thammarat und Ubon Ratchathani gefunden. Gleichfalls sind ca. 10.000 Jahre alte Höhlenzeichnungen aus den Bereichen der burmesisch-thailändischen Grenze, den Petchabun Bergen in Zentral-Thailand und entlang des Mekong aus der Provinz Nakorn Sawan bekannt. All diese Anzeichen deuten auf eine sehr frühe Besiedlung hin.

Schon im Unteren Paleolithikum (früher Steinzeitalter genannt), welches etwa von 2.5 Millionen Jahre bis 120.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung dauerte, waren also Teile des heutigen Thailands schon besiedelt. Sicherlich kann man heute nicht eine generelle Abstammung der heutigen Thai von diesen frühen Vorfahren des heutigen Menschen genetisch nachweisen, dennoch ist es eine wissenschaftlich ziemlich gesicherte Theorie, daß die frühen Menschen in Asien aus Afrika eingewandert sind.

Besser in den vorliegenden Ausgrabungen wird die Lage schon im Neolithikum (früher das Neue Steinzeitalter genannt), das etwa von 10.000-5.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung dauerte. Hier gibt es diverse Funde, z.B. in Kanchanaburi, Mae Hong Son, Nakhon Ratchasima und Ubon Ratchathani. In dieser Zeit begann auch die Nutzung der ersten wilden Getreidepflanzen, die nunmehr teilweise auch domestiziert wurden. Die Nutzung schloss ein: Betel, Bohnen, Erbsen, Gurken, Nüsse und Pfeffer. Auch die erste Domestizierung von Tieren begann mit Rindern und Schweinen, Dörfer, die ständig oder saisonal besiedelt waren, wurden angelegt. Im Handwerk entwickelte sich die Herstellung von Töpferwaren. Diese neolithischen Kulturen in Südostasien entwickelten sich vollkommen unabhängig von den Kulturen in anderen Bereichen der Erde.

Bekannte archäologische Fundorte aus dem Neolithikum in Thailand sind:

Spirit Cave (auf Thai: Tham phi maen) im Amphoe Pang Mapha, Changwat Mae Hong Son, liegt in 650 m Höhe an einem Hügel, der sich über dem Fluss Salween (in Thai: Mae Nam Salawin) befindet. Diese Stätte wurde in der Mitte der Sechziger Jahre von dem US-amerikanischen Archäologen Chester F. Gorman untersucht. Weitere Fundorte in unmittelbarer Nähe sind die Banyan Valley Cave und die Steep Cliff Cave. Die berühmte Spirit Cave (Geisterhöhle) war etwa von 9.000 bis 5.500 vor Christus von den sogenannten Hoabinhian-Jägern und -Sammlern bewohnt. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Vietnamesischen (Van Hoa Hoa Binh) und wurde von französischen Archäologen in die Wissenschaft eingeführt, die damit die Besiedlung im Holozän (Beginn vor etwa 11.700 Jahren) kennzeichnen wollten.

Wang Bodhi im Amphoe Sai Yok, Changwat Kanchanaburi in Höhlen entlang des Mae Nam Khwae Noi. Der Fundort ist seit dem 2. Weltkrieg bekannt, als insbesondere alliierte Kriegsgefangene während der japanischen Okkupation Thailands Steinwerkzeuge fanden, die später auf die Zeit 4.500 bis 3.000 vor Christus datiert werden konnten.

Ban Chiang im Amphoe Nong Han, Changwat Udon Thani. Diese Stätte wurde im Jahr 1966 entdeckt und ist seit dem Jahr 1992 UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders die Töpferware wurde sehr berühmt und die entdeckten Gräber mit den aufgefundenen Skeletten und Bronzebeigaben und Reis (!) deuteten auf die Bronzezeit hin, spätere thermoluminiszente Untersuchungen ermittelten ein Alter zwischen 4.420-3.400 vor Christus. Die Angaben wurden später bei neueren Ausgrabungen aus den Jahren 1974/75 durch Radiokarbondatierungen auf die Zeit zwischen 2.100 vor Christus und 200 nach Christus weiter eingegrenzt. Da jedoch in einem Teil der Gräber schon Bronzebeigaben gefunden wurden, datierte man diese Gräber in die sogenannte Bronzezeit (Beginn 2.500 vor Christus). Bronze wurde aus natürlich gewonnenem Kupfer und Zinn durch Schmelzung gewonnen und führte damit die Metallbearbeitung in die Geschichte ein. Das sogenannte Bronzezeitalter ging etwa um 1.700 vor Christus in das Eisenzeitalter über.

Bekannte archäologische Fundorte aus der Eisenzeit in Thailand sind:

None Nok Tha im Amphoe Phu Wiang, Changwat Khon Kaen mit Funden aus der Zeit von 1.420 bis 50 vor Christus.

Lopburi Artillery Center im Amphoe Mueang, Changwat Lopburi, wo auf dem Gelände des Artillerie-Schiessplatzes Relikte aus der Zeit zwischen 1.225 und 700 vor Christus gefunden wurden.

Ong Ba Cave im Amphoe Sri Sawat, Changwat Kanchanaburi mit Funden aus der Zeit von 310-150 vor Christus und schliesslich Ban Don Tha Phet im Amphoe Phanom Thuan, Changwat Kanchanaburi, mit den jüngsten Funden aus der Zeit von 24 vor Christus bis 276 nach Christus. Diese Funde legen auch Handelsbeziehungen mit Indien, den Philippinen und Vietnam nahe. Man konnte an diesem Ort sogar schon eine frühere Besiedlung durch Gräberfunde nachweisen, die bis in das 4. Jahrhundert vor Christus zurückreichen.

In der nächsten Folge werden wir uns dann mit der Frühgeschichte Thailands beschäftigen und wir werden versuchen, zu erklären, wo denn die einzelnen Völker hergekommen sind, eine spannende Geschichte steht uns noch bevor!

So, das war es mit dem ganz frühen Thailand. Weiter geht es jetzt mit der Abstammung der Thai (von denen ja die wenigsten wissen, wo sie eigentlich wirklich herkommen [Typische Antwort einer von mir befragten Thai-Frau bezüglich ihrer Herkunft: "Wir Thai waren schon immer in Thailand". Ich weiss gar nicht, was dann die anderen Thai in anderen Ländern (China, Vietnam) zu suchen haben, warum sind die denn aus Thailand ausgewandert und wann?]). Dr. Volker Wangemann

Die News aus Thailand

Parlamentswahl 2016
Beim Besuch in Japan hat Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha die nächsten Parlamentswahlen für in einem Jahr angekündigt. Damit wich der Premier zum ersten Mal von seinem bisherigen Termin im Oktober dieses Jahres ab. Er sagte, die Roadmap für eine nationale Reform sei auf dem Weg, brauche aber seine Zeit. Er forderte Gruppen mit unterschiedlicher Auffassung auf, die Bemühungen der Regierung zu akzeptieren: "Ich möchte keinen Konflikt während des Reformprozesses sehen."

Bei den Wahlen helfen
Botschafter der Schweiz, Russlands, Australiens und Kanada haben nach Angaben von Außenminister Tanasak Patimapragorn die Arbeit der Regierung gelobt. Die Schweizer Botschafterin Christine Schraner Burgener hob hervor, dass bei der nationalen Reform alle Parteien gehört würden. Sie sagte dem Außenminister die Hilfe ihres Landes bei der Organisation der nächsten Wahlen und der Bekämpfung der Korruption zu. Auch der Deutsche Botschafter in Bangkok, Rolf Schulze, hat der Regierung die Unterstützung Deutschlands bei den Parlamentswahlen angeboten.

Fleisch für Russland
Russland hat in den letzten Monaten Schweinefleisch aus Thailand erhalten. Es war das 1. Mal, dass Russland aus dem Königreich mit Schweinefleisch beliefert wurde. Im Gespräch waren im Jahr 50.000 Tonnen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Nachdem die EU Russland mit Sanktionen belegt hat, suchte Moskau nach neuen Importeuren. Zuvor hat Thailands angeboten, Fleisch und Früchte zu liefern. Neben Fleisch wird Russland jährlich Fischereiprodukte im Wert von 10 Milliarden Baht erhalten. Schweinefleisch soll weiter nach Weißrussland und Kasachstan verschifft werden. Die Verträge kommen den Exporteuren recht, weil die Ausfuhren wegen der schwächelnden Weltwirtschaft massiv eingebrochen waren.

Gemeinsamer Markt
Der Gemeinsamer Markt kurbelt die Wirtschaft an. Das hat eine aktuelle Umfrage von PricewaterhouseCoopers International (PwC) ergeben. Südostasien mit über 500 Mio. Einwohnern werde für ausländische Investoren attraktiver, zumal die einzelnen Länder ihre Infrastruktur ausbauen müssten. Wegen der niedrigen Lebenshaltungskosten und der bereits guten Infrastruktur soll Thailand in der AEC zur wirtschaftlichen Drehscheibe werden. Thailand werde seine Wachstumspotentiale jedoch nur dann entfalten können, wenn es seine Infrastruktur konsequent und nachhaltig verbessert, die Verwaltungsstrukturen wettbewerbsfähig macht und dafür sorgt, dass die gesamte Bevölkerung ein höheres Bildungsniveau erreicht. Weiter heißt es, die politische Instabilität, die Korruption und der Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften könnten sich für das Königreich negativ auswirken. Ausländische Unternehmen würden sich nach Singapur oder Malaysia orientieren, falls sie in Thailand nicht ausreichend qualifizierte Arbeiter fänden. Die ASEAN Economic Community mit den Ländern Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Singapur, Indonesien, Brunei und die Philippinen startet am 31.12.2015.

Kleine Betriebe nicht fit
Volkswirte glauben, dass Thailands kleine und mittlere Betriebe für die Integration im Gemeinsanem Markt nicht fit sind. Eine Umfrage bei diesen Unternehmen ergab, dass sie die Folgen der Asean Economic Community (AEC) auf ihren Betrieb nicht abschätzen können. Viele Firmenchefs glauben, dass ihr Geschäftsfeld mit der AEC nichts zu tun hat. Nur wenige wollen in Nachbarländer expandieren. Von den landesweit 512.000 Betrieben sind 321.000 kleinere oder mittlere. Große Unternehmen und Konzerne haben sich laut des Centers for International Trade auf den Gemeinsamen Markt eingerichtet.

Pattaya - Map Ta Phut
Die für Highways zuständige Straßenbaubehörde hat die Arbeiten zum Bau der Autobahn von Pattaya zum Industriegebiet Map Ta Phut ausgeschrieben. Für die 32 Km lange Strecke werden die Kosten mit 14 Milliarden Baht angegeben. Die Autobahn beginnt am Verkehrskreuz Autobahnzubringer Pattaya/ Highway 36 nach Rayong, passiert den Mabprachan-See in Banglamung und endet an der Sukhumvit Road (Highway 3) in Rayongs Bezirk Ban Chang. Laut Straßenbaubehörde ist die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen, und für den Erwerb der erforderlichen Grundstücke liegt ein Königliches Dekret vor. Der Bau soll bald beginnen.

Weit weniger Autos
Auch 2015 werden die Autobauer in Südostasien weniger Fahrzeuge produzieren als langfristig geplant. Nach Einschätzung der ASEAN Automotive Federation (AAF) folgt dem vergangenen mageren Jahr ein weiteres. In Thailand soll die Produktion stärker zurückgehen, als in den Ländern Malaysia und Indonesien. 2015 werden im Königreich nur 1,9 Mio. Wagen montiert, prognostiziert wurden 2,1 Mio. In der ASEAN-Region sollen es nur 4 Mio. werden. Als Begründung nennt die AAF-Präsidentin Piengjai Keawsuwan lokale Probleme, wie Thailands politische Instabilität. Das von der Regierung auf den Weg gebrachte Konjunkturpaket werde erst iin diesem Jahr greifen.

Pro Premier Prayut
Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat weiterhin einen großen Rückhalt in der Bevölkerung. Bei einer Umfrage von Suan Dusit Poll unter 1.632 Frauen und Männern landesweit zeigten sich 80% mit der Arbeit des Premiers im letzten halben Jahr zufrieden. Als Schwachpunkte der Regierung wurden unzureichende Bildungspolitik, das Drogenproblem, die hohen Lebenshaltungskosten und die Einschränkungen der freien Meinungsäußerung genannt.

Nur 0,56% Arbeitslose
Mit 0,56% hatte Thailand Ende 2014 eine der weltweit niedrigsten Arbeitslosenquoten. Zum Vergleich: In Indien waren es 9,4 und auf den Philippinen 6%. Deutschland hat für Januar 7% gemeldet. Thailands Arbeitslosenquote war schon immer niedrig. Zum einen, weil Frauen und Männer ohne Beschäftigung sehr schnell einen neuen Job finden, zum anderen, weil Arbeitslose oftmals in ihr Heimatdorf zurückkehren und in der Landwirtschaft der Familie arbeiten. Sie melden sich nicht arbeitslos. Noch immer sind über 40% der Arbeitsfähigen in der Landwirtschaft tätig.

Kondomautomaten
Die Aufsichtsbehörde für Schulen und Berufsschulen (OBEC) hat einen Rückzieher gemacht. Weiterführende Schulen können künftig Kondomautomaten aufstellen, aber die OBEC wird es nicht empfehlen. Denn Automaten würden Jugendliche zu Sex animieren, hieß es bisher bei der Aufsichtsbehörde. Die Nationale Aids-Behörde und der stellv. Bangkoker Gouverneur hatten die Aufstellung von Automaten gefordert.

Der Wirtschaftsmotor
Finanzexperten bezeichnen Thailand wegen der hohen Verschuldung der Haushalte als kranken Mann Südostasiens.
Die hohe Verschuldung ist alarmierend und ein Grund, warum der Wirtschaftsmotor nicht anspringt. In den letzten fünf Jahren haben sich die Kredite je Haushalt von 60% des Bruttoinlandsproduktes auf jetzt 85% erhöht. Die meisten Thais haben kaum Geld für Sonderausgaben, nur noch für das Nötigste. In einem aktuellen AFP-Bericht wird ein 37 Jahre alter Fabrikarbeiter zitiert: "Ich muss mehr zahlen, als ich einnehme." Zwischen 30-40% des Lohns gingen allein an Zinsen für Kredite drauf. Neun Monate nach dem Putsch hat sich die Wirtschaft immer noch nicht erholt. Für das letzte Jahr wird beim Bruttosozialprodukt ein mageres Plus von 0,8% erwartet. Zu den guten Nachrichten zählt: Der Tourismus hat sich trotz des bestehenden Kriegsrechts erholt, doch der Export, der für 60% der Wirtschaftsleistung steht, legt kaum zu. Die Preise für Reis und Gummi sind im Keller, das Land nähert sich einer Deflation. Die politische Situation ist weiterhin unsicher, das Vertrauen der Konsumenten in die Zukunft hat nachgelassen. Thais kaufen kaum Immobilien, Autos und Wertsachen.

Andamanen Weltkultur
Der Nationale Reformrat (NRC) will den Antrag unterstützen, die Küste der Andamanensee zum Weltkulturerbe zu erklären. Für eine Aufnahme durch die UNESCO sprechen die landschaftliche Vielfalt, die Natur, das erhaltene Ökosystem und die Artenvielfalt. Die für Nationalparks zuständige Behörde befasst sich seit 2004 mit einem bei der UNESCO zu stellenden Antrag. Sollte die Küste auf die Liste des Weltkulturerbes kommen, müsste die Regierung einen nach den Regeln der UNESCO erarbeiteten Managementplan aufstellen und die Region unter Schutz stellen.

China und Thailand
Beim Besuch des chinesischen Verteidigungsministers Chang Wanquan in Bangkok haben Thailand und die Volksrepublik für die nächsten 5 Jahre eine militärische Kooperation vereinbart. Geplant sind gemeinsame Manöver, technische Aufrüstung und die Lieferung von Waffen, sowie der Kampf gegen transnationale Kriminalität. Thailands Verteidigungsminister General Prawit Wongsuwan sagte, China werde sich nicht in die Politik des Königreichs einmischen, wolle aber die Beziehungen auf allen Ebenen verbessern. Die militärische Zusammenarbeit kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die USA in der militärischen Kooperation wegen des Putsches im Mai 2014 zurückhalten. Trotzdem wird sich Amerika an dem traditionellen Cobra Gold mit 4.000 Soldaten beteiligen. Die USA schicken weniger Kampftruppen, aber Einheiten für Hilfeleistungen bei Katastrophen.

Wirtschaft wuchs 0,7%
Im 4. Quartal 2014 legte die Wirtschaft um 2,3% zu. Somit ergibt sich für ganz 2014 beim Bruttoinlandsprodukt ein Plus von nur 0,7%. Für 2015 sagt das Office of the National Economic and Social Development Board (NESDB) eine Steigerung von 3,5-4,5% voraus. Das NESDB hofft auf eine leichte Zunahme der Exporte und des privaten Konsums.

Majestätsbeleidigung
Das Justizministerium hat Biographien von 40 ins Ausland geflüchteten Frauen und Männern an das Außenministerium geschickt. Den Thais wird Majestätsbeleidigung vorgeworfen. Jetzt soll das Außenministerium deren Auslieferung betreiben. Bereits vor Monaten hat das Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha gefordert. Der Regierung ist allerdings bewusst, dass zwischen einigen Ländern, in denen jetzt die Gesuchten leben, und Thailand kein Auslieferungsvertrag besteht. Zudem kennen die meisten Staaten keinen Straftatbestand Majestätsbeleidigung. Die Biographien hat das Justizministerium mit der Polizeieinheit Department of Special Investigation und weiteren staatlichen Agenturen erstellt. Justizminister Paiboon Koomchaya sagte, die betroffenen Länder sollten wissen, dass die Menschen besorgt seien über das Verhalten der gesuchten Personen. Die Länder sollten die Gefühle der Thais respektieren.

Demonstrationsgesetz
In erster Lesung hat das Übergangsparlament (NLA) mit großer Mehrheit Regelungen für künftige Demonstrationen verabschiedet. Es soll das am 20. Mai letzten Jahres vom Militär beschlossene Kriegsrecht ablösen. Seitdem sind Versammlungen von mehr als 5 Personen mit einem politischen Hintergrund untersagt. Das neue Gesetz regelt die Zeit, den Standort und die Art und Weise von Protestkundgebungen. Sie müssen spätestens 24 h zuvor der Polizei gemeldet werden, demonstriert wird nur zwischen 6-18 Uhr. Eine Ausnahmeregelung ist möglich. Kundgebungen vor Gerichten, dem Parlamentsgebäude und dem Regierungssitz sind untersagt. Nur mit einem Gerichtsbeschluss darf die Polizei Demos auflösen.

Haft für 15 Rothemden
Das Provinzgericht in Pattaya hat 15 Rothemden wegen des Sturms auf die Tagungsstätte beim ASEAN-Gipfel in 2009 zu je 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Unter den Verurteilten sind prominente Rothemden wie Arisman Pongruangrong und das ehemalige Parlamentsmitglied Worachai Hema. Während am 11.04.2009 die Mitglieder des ASEAN-Staatenbundes und ihre Partner wie China im PEACH-Kongresszentrum des Royal Cliff Hotels tagten, stürmten rund 2.000 Mitglieder der United Front for Democracy against Dictatorship (UDD) das Gelände und forderten den Rücktritt des damaligen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva. Präsidenten und Regierungschefs der teilnehmenden Staaten mussten in Sicherheit gebracht werden.

Japan will bauen...
Im Beisein von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und dem japanischen Premier Shinzo Abe haben beide Länder in Tokio eine Absichtserklärung zum Bau von Eisenbahnrouten in Thailand unterzeichnet. Japan hat sich bereit erklärt, die geplanten Strecken Bangkok-Chiang Mai und Mae Sot Mukdahan zu realisieren. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Beide Länder wollen zudem beim Bau des Industriegebietes Dawei mit einer speziellen Wirtschaftszone in Myanmar zusammenarbeiten. Es ist das derzeit größte Entwicklungsprojekt in Südostasien. Thailand und Japan haben sich prinzipiell darauf geeinigt, eine Eisenbahnstrecke für den Güterverkehr von der thailändisch-myanmarischen Grenze in Kanchanaburi zur thailändisch-kambodschanischen Grenze in Sakaeo zu bauen. Der stellv. Ministerpräsident Pridiyathorn Devakula sagte nach einem Treffen mit Hiroto Izumi, Sonderberater des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, dass Tokio bereit sei, in die Strecke zu investieren, um das neue Industriegebiet in Dawei, Myanmar, mit Kambodscha zu verbinden. Die Bahntrasse soll von Ban Phu Nam Ron in Kanchanaburi über Bangkok, Chachoengsao bis Aranyaprathet in Sakaeo führen und in Normalspurbreite errichtet werden. Eine thailändisch-japanische Arbeitsgruppe soll später weitere Details der Route erarbeiten. Premierminister Prayuth Chan-o-cha hatte während seines Japanbesuches am 8. und 9. Februar eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in diesem Fall unterzeichnen.

...und Deutschland auch
Ein Konsortium deutscher Unternehmen zeigt Interesse am Bau einer zweigleisigen Eisenbahnstrecke von Bangkok nach Hua Hin. Das hat der deutsche Botschafter Rolf Schulze Industrieminister Chakramon Phasukvanich in einem Gespräch versichert. Das Konsortium würde den Schienenstrang und die Signalanlagen errichten und den Wagenpark liefern. Die beteiligten Unternehmen hätten viel Erfahrung im Eisenbahnbau. Weiter sagte Botschafter Schulze, deutsche Firmen könnten Thailand bei der Entsorgung von Giftmüll aus der Petrochemieindustrie helfen. Die Unternehmen seien führend in der Beseitigung von toxischem Abfall.

Mehr Bio-Food
Immer mehr Verbraucher weichen beim Einkaufen auf "grüne" Produkte aus. Sie wissen, dass in der thailändischen Landwirtschaft umfassend Pestizide eingesetzt werden und Lebensmittel Rückstände enthalten. Weil die Nachfrage nach Bioprodukten zunimmt, steigt die Zahl der Felder für den biologischen Anbau. 2014 waren es bereits 314.000 Rai, fast 14% mehr als 2013. Auf über 200.000 Rai wurde Reis angebaut, auf 68.000 andere Feldfrüchte und auf 10.000 Rai Gemüse und Obst. Der unkontrollierte Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln gefährdet nicht nur die Konsumenten. Laut Disease Control Department stirbt 1 Farmer von 100.000 durch Pestizide. Es würden mehr Thais sterben durch den exzessiven Gebrauch von Pflanzenschutzmittel als an Malaria.

Ein Thai will AC Mailand
Der thailändische Milliardär Bee Taechaubol will beim italienischen Erstligaclub AC Mailand einsteigen. Für über 50% der Anteile am 18-maligen Fußballmeister bietet er 1 Milliarde Euro. Damit hat der Geschäftsmann einen Bericht der italienischen Tageszeitung La Repubblica bestätigt. Bee Taechaubol besitzt die Country Group Development und ist Geschäftsführer der GLS Football Competition. Laut La Repubblica hat man sich auf einen ersten Schritt geeinigt. Ein Vorvertrag soll bestehen. Zunächst soll der thailändische Geschäftsmann für 30% des Vereins 300 Mio. Euro zahlen. Für die restlichen Anteile würden dann nochmals 700 Mio. Euro fällig. Die komplette Übernahme soll innerhalb der nächsten 3 Jahre geschehen. Der jetzige Besitzer Silvio Berlusconi würde nach dem Verkauf des Vereins nur noch Ehrenpräsident sein. Berlusconis Firma Fininvest dementierte unterdessen, dass man sich mit Investoren geeinigt habe. Der AC Mailand gehört zu 100% dem Unternehmen Fininvest. "Obwohl es verschiedene Interessenten gibt, finden derzeit keine konkreten Verhandlungen statt. Eine Einigung gibt es ebenfalls nicht", heißt es in einer Mitteilung von Fininvest. Und Silvio Berlusconi hat verlauten lassen, er sei an einem Verkauf von AC Mailand nicht interessiert.

Illegales Pier soll weg
Die Leitung des Nationalparks Khao Laem Ya-Mu Koh Samet hat dem Rayong Resort für den Abriss des 380 Meter langen Anlegers eine Frist von 30 Tagen eingeräumt. Sollte das Hotel der Aufforderung nicht nachkommen, will die Behörde den illegal errichteten Pier beseitigen. Laut der Parkverwaltung hat das Resort 1985 bei der Hafenverwaltung die Genehmigung zum Bau eines 110 Meter langen Anlegers beantragt. Das damalige Royal Forest Department wurde nicht eingeschaltet, obwohl das Meer am Rayong Resort Teil des Nationalparks ist. Die Parkverwaltung hatte bereits im November die Hotelleitung über den illegalen Bau informiert, aber keine Rückmeldung erhalten. Das Resort hat bei Gericht wegen der Abrissverfügung eine Klage gegen die Parkverwaltung eingereicht und will den Pier nicht abreißen.

Schulden der Landwirte
Die Regierung will überschuldeten Landwirten helfen, mit Schuldenschnitt und zinsgünstigen neuen Krediten der Bank for Agriculture and Agricultural Cooperatives sowie von Geschäftsbanken. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums belaufen sich die faulen Kredite von Bauern auf 100,7 Milliarden Baht. Insgesamt sollen die Schulden eine Höhe von 1,2 Billionen Baht erreicht haben. Nach den Plänen des Ministeriums werden die Banken 43,1 Milliarden Baht und die Regierung 3,78 Milliarden Baht bereitstellen.

Für Verkehrssicherheit
Die Stadt Bangkok und Thailand nehmen an der weltweiten Verkehrssicherheitsinitiative von Bloomberg Philanthropies teil. Bangkok ist eine von 10 ausgewählten Metropolen, Thailand wurde wegen seiner hohen Unfallhäufigkeiten aufgenommen. Bloomberg Philanthropies hat für die neue Initiative 125 Mio. Baht zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit der Hauptstadt und der Regierung sollen in den kommenden 5 Jahren Sicherheitsmaßnahmen finanziert werden, um die hohe Zahl der Toten und Verletzten zu reduzieren. Bei den Ländern sind es neben Thailand China, Indien, die Philippinen und Tansania.

Solche Sachen...

2 Offiziere erschossen
In der Provinz Pattani hat ein Soldat zwei Offiziere erschossen und zwei weitere Kameraden schwer verletzt. Anschließend richtete er die Waffe auf sich. Doch der Selbstmord misslang. Der Schütze liegt mit erheblichen Verletzungen im Krankenhaus. Vorausgegangen war ein Trinkgelage und ein heftiger Streit - morgens gegen 5 Uhr. Der Schütze entfernte sich von seinen Kameraden und kam mit einem Gewehr zurück. Dann fielen die Schüsse.

Zum Tode verurteilt
Eine 33 Jahre alte Thailänderin ist von einem Strafgericht in Kuala Lumpur zum Tode verurteilt worden. Die Frau hatte in Malaysia als Zimmermädchen gearbeitet und war 2014 auf dem Internationalen Flughafen in Kuala Lumpur mit 2,8 Kg Methamphetamin erwischt worden.

Explosion: Penis verletzt
Ein Schädlingsbekämpfungsteam stieß in Phuket beim Abrollen eines Kabels von einem Lastwagen auf ein Wespennest. Die beiden 29 und 22 Jahre alten Männer griffen zu einer Pestizid-Flasche und sprühten mit der Chemie die Wespen ein. Dann wollten sie das Nest verbrennen. Es kam zur Explosion, sie traf beide Männer. Als ein Rettungsteam den Unglücksort erreichte, lagen beide bewusstlos am Boden. Bei einem Mann hatten die Flammen den Penis verbrannt, bei dem anderen das linke Bein.

Thai stiehlt Geldbörse
Ein 25-jähriger Thai hat am frühen Morgen einem deutschen Urlauber in einer Bar an der Beach Road in Pattaya die Geldbörse mit 1.600 Baht gestohlen. Der Dieb rannte davon, konnte aber kurz darauf gefasst werden. Er gab gegenüber der Polizei an, er habe zum ersten Mal einen Diebstahl begangen. Der 52 Jahre alte Deutsche hatte mit dem jungen Mann in der Bar getrunken und ihn auf sein Zimmer eingeladen. Als der Tourist die Rechnung bezahlen wollte und zu seiner Geldbörse griff, griff der Thai zu, nur wenige Meter von der Polizeistation an der Soi 9 entfernt.

Halbnackte Russin
Die Polizei wurde in Phuket Town auf eine Russin aufmerksam, die auf der Straße geschlafen hatte und nur spärlich bekleidet war. Passanten riefen die Polizei, da sie annahmen, dass die Frau verletzt sein könnte. Um sie herum lagen verstreut mehrere Kleidungsstücke.
Da sie nur russisch sprach, konnten die Beamten nicht mir ihr kommunizieren. "Wir wussten, dass sie russisch sprach, hatten aber keine Ahnung, was sie sagen wollte. Manchmal war sie einfach nur am lachen", sagte Prudsatorn Youthong von der Touristenpolizei Phuket in der Phuket Gazette. Eine Überprüfung ergab, dass sie eine alte Bekannte der Touristenpolizei war: zwei Wochen zuvor wurde sie den Beamten übergeben, als sie nackt in einem Hotelzimmer saß und Klopapier aß. Sie wurde dem russischen Konsulat auf Phuket übergeben, lehnte jedoch jede Unterstützung ab. "Wenn sie bereit ist mit uns zu sprechen, werden wir sehen, was wir tun können", erklärte der stellv. russische Honorarkonsul Santi Udomkirata.

Vater und Sohn töten
Die Polizei hat einen 50 Jahre alten Mann und dessen erst 16-jährigen Sohn unter dringendem Tatverdacht festgenommen, in der Provinzhauptstadt Chonburi das Besitzerehepaar eines Seafood-Restaurants ermordet zu haben. Der Mann hatte früher in dem Restaurant gearbeitet. Vater und Sohn hatten am 3. November lediglich einen Einbruch geplant. Doch das Ehepaar wurde durch laute Geräusche wach und ertappte die Einbrecher. Bei dem folgenden Kampf wurden die 46-jährige Frau und ihr 47 Jahre alter Ehemann mit einem Holzknüppel zu Tode geschlagen. Die Täter entkamen mit 160.000 Baht, zwei Handys, 10 Armbanduhren und 39 Feuerzeugen. Bei der Festnahme fanden die Ermittler alle gestohlenen Gegenstände, allerdings nur noch 60.000 Baht. 100.000 Baht hatten Vater und Sohn bereits ausgegeben.

Kopflose Leiche im Meer
In Sattahip nahe Pattaya wurde die Leiche eines bisher unbekannten Mannes im Meer gefunden. Der Kapitän eines Schiffes der Marine wurde auf die im Wasser schwimmende Leiche aufmerksam, als er am Pier anlegen wollte und verständigte die Polizei. Die Beamten vermuten, dass es sich um ein Besatzungsmitglied eines Fischerbootes handeln könnte. Da die Leiche Stichwunden am Rücken aufwies und die Gelenke gefesselt waren, geht die Polizei von Mord aus. Zudem fehlte der Kopf. Aufgrund starker Verwesung konnte die Nationalität des Mannes bisher nicht geklärt werden. Man vermutet, dass die Leiche bereits seit zwei Wochen im Meer trieb.

Japaner erhängte sich
Von thailändischen und japanischen Freunden in seinem Apartment im Diamond Tower an der Soi Silom 7 tot aufgefunden wurde ein 62 Jahre alter Japaner. Er hatte sich in Bangkok erhängt, laut Polizei liegt kein Fremdverschulden vor. Die Tür zum Apartment im 14. Geschoss war verriegelt, der Ausländer hatte einen Zettel mit dem japanischen Wort für "Sorry" hinterlassen. Vor dem vermutlichen Suizid hatte der Japaner ein Krankenhaus aufgesucht.

Autobesitzer betrogen
Elf Autobesitzer haben auf der Polizeiwache in Sattahip eine 45 Jahre alte Frau angezeigt. Sie hatte von den Autobesitzern deren Fahrzeuge zur Vermietung an Ausländer in Pattaya bekommen. Die Frau forderte überhöhte Mietpreise, gab die Einnahmen aber nicht an die Autobesitzer weiter. Nach deren Berechnung soll die Frau rund 10 Mio. Baht in die eigene Tasche gesteckt haben. Den Autobesitzern hatte sie für jedes Fahrzeug im Monat 25.000 Baht versprochen. Seit zwei Monaten warten sie auf eine Zahlung. Die Frau soll zudem Autos gegen Bargeld einer thailändischen Person überlassen haben.

Schlecht gesungen - tot
In einer Karaoke-Bar in Chonburi wurde in den frühen Morgenstunden ein Thai ermordet, da sich andere Gäste des Etablissements durch dessen schlechten Gesang belästigt fühlten. Die Polizei wurde um 3 Uhr zu einer Karaoke an der Umgehungsstraße im Bezirk Ban Suan gerufen. Dort fanden die Beamten den 31-Jährigen mit schweren Stichverletzungen im Magen auf dem Boden liegend vor. Der Mann verstarb später im Chonburi Hospital. Zeugen berichteten, dass das aus Roi Et stammende Opfer das Etablissement zusammen mit einem Freund aus Khon Kaen aufgesucht und sich dazu entschieden hatte, zwei Isaan-Lieder zu singen. Doch bereits nach dem ersten Lied kam es zu Beschwerden vom Nachbartisch über das schlechte Gesangstalent der Männer. Als die Beschwerdeführer die Karaoke-Maschine ausschalteten, kam es zu einer Schlägerei zwischen den beiden Gruppen, im Zuge derer der 31-Jährige erstochen wurde.

Pädophiler Schamane
Die Polizei hat in Phang Nga einen Schamanen verhaftet, dem vorgeworfen wird, in 2014 probiert zu haben, ein 12-jähriges Mädchen bei einer rituellen Zeremonie in Patong zu vergewaltigen. Das Landgericht Phuket hatte bereits am 14. November 2014 einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der Mann hatte die Mutter des Kindes überzeugt, ein Ritual mit dem Mädchen durchzuführen, um böse Geister von ihr abzuwenden. Die Frau suchte daraufhin mit ihren zwei Töchtern das Haus des Mannes in der Baan-Mon-Siedlung auf. Sie und ihre älteste Tochter wurden dann von dem Schamanen angewiesen, Blüten in einen Wasserfall vor dem Haus zu streuen. Als der 45-Jährige mit der jüngsten Tochter alleine war, befahl er ihr, sich zu waschen. Anschließend sollte sie sich hinlegen. Anstatt den Zauberspruch auszusprechen, probierte der Pädophile dem Mädchen die Kleider zu entreißen und es zu vergewaltigen. Die 12-Jährige konnte sich jedoch zur Wehr setzen und flüchtete aus dem Haus. Als sie sich ihrer Mutter anvertraute, erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei. Der Mann wurde zur Fahndung ausgeschrieben, tauchte jedoch unter. Die Polizei vermutet, dass der Mann lediglich vorgab ein Geistheiler zu sein, um Frauen zu vergewaltigen.

Aus Bus geschmissen
Die Bangkok Mass Transit Authority (BMTA) hat einen Busfahrer und eine Fahrkartenverkäuferin vom Dienst suspendiert. Mehrere Fahrgäste wollen beobachtet haben, dass die Schaffnerin einen behinderten Mann aus dem Bus geschupst haben soll, da er den Fahrpreis nicht begleichen wollte. Die 50-jährige Fahrkartenverkäuferin sagte aus, dass der 19-Jährige den Bus täglich nutzt und sie von ihm wegen seiner Behinderung nie den Fahrpreis kassiert. An jenem Tag hatte sie sich lediglich einen Scherz erlaubt und den Mann aufgefordert, ein Ticket zu lösen. Dieser soll wütend reagiert und sie angegriffen haben, worauf sie sich mit ihrer Umhängekasse zur Wehr setzte. Sie sagte, dass sie nicht gesehen hätte, was passiert war, als der Mann an der nächsten Bushaltestelle aus dem Fahrzeug fiel. Eine Straßenhändlerin wurde dann auf den im Gesicht blutenden Mann aufmerksam, der auf dem Gehweg saß und weinte. Sie kündigte an, die Busschaffnerin für den Übergriff auf den Behinderten zur Verantwortung zu ziehen und verständigte die Polizei.

Fotografen angegriffen
Jugendliche haben im Parkhaus des Einkaufszentrums Central Pattaya Beach in Pattaya einen 21-jährigen Fotografen zusammengeschlagen und mit einem Messer an der Brust verletzt. Danach flüchteten die Täter. Der Mann schleppte sich zur Polizei, die umgehend die Einlieferung in ein Krankenhaus anordnete. Der Verletzte gab zu Protokoll, er habe auf seine Freundin und seinen Bruder gewartet, als die Bande auf ihn zukam und ihn angriff. Als Grund nannte er eine Auseinandersetzung mit den Jugendlichen Tage zuvor. Diese hatten mit seiner Freundin eine Verabredung ausmachen wollen. Die Polizei wertet die Überwachungskameras im Parkhaus auf und leitet eine Fahndung ein.

Bitte klaue woanders
Einer Frau in der Provinz Ayutthaya riss der Geduldsfaden. Sie befestigte an ihrem Haustor ein Hinweisschild für Einbrecher: "Lieber Dieb, bitte gehen Sie woanders hin. Diebe sind in dieses Haus bereits viermal eingedrungen, und jetzt ist hier nichts Wertvolles mehr zu stehlen." Die Frau hatte das Haus vor zwei Jahren gemietet, und in dieser Zeit wurden zwei Motorräder, ein Auto und selbst Unterwäsche von der Leine gestohlen. Bei der Unterwäsche allerdings nur neue, die alte ließen die Diebe unangetastet. Die Frau berichtet, in ihrer Siedlung seien weitere Bewohner bestohlen worden.

Über 100 Jungen für Sex
Ein Mann des Akha-Bergvolkes hat nach eigenen Angaben einem Amerikaner über 100 Jungen zugeführt. Das sagte der 23-jährige jetzt bei seiner Festnahme in einem Dorf der Provinz Chiang Rai. Der Amerikaner war bereits im September auf Betreiben des amerikanischen FBIs geschnappt worden. Der 61-jährige Pädophile hatte gestanden, Jungen von dem Akha-Mann für Sex erhalten zu haben, zumeist Straßenkinder.

Stichwunden am Kopf
Ein Streit zwischen zwei Norwegern über einen kurzfristigen Kredit artete in Pattaya aus. Ein 58-Jähriger erlitt in den frühen Morgenstunden Stichwunden am Kopf, beim Eintreffen der Polizei blutete er stark. Der andere Kontrahent blieb unverletzt. Dieser hatte seinen Landsmann, den er seit drei Jahren kennt und der ebenso in einem Condominium an der Soi Watboon wohnt, mit einem Messer angegriffen und verletzt. Der Messerstecher sagte aus, er habe seinen Freund um Geld gebeten, er warte auf eine Überweisung aus dem Ausland.

Sie betäuben, berauben
Zwei 40-jährige Frauen haben ältere Touristen in tiefen Schlaf versetzt und beraubt. Jetzt nahm die Polizei die Cousinen aus der Provinz Tak fest. Sie gestanden, seit Dezember in Pattaya mehrfach Bargeld, Handys und Wertsachen gestohlen zu haben. Die Frauen sprachen die Urlauber an und boten sich für sexuelle Dienste an. Wenig später, im Hotelzimmer, gaben sie den Männern ein Getränk. Darin hatten sie ein Schlafmittel aufgelöst. Kaum waren ihre Kunden eingeschlafen, suchten sie nach Bargeld und Wertsachen. Bei der Festnahme fanden die Beamten Geld in mehreren Währungen. Drei Franzosen, Opfer der Frauen, haben sie als Täterinnen wiedererkannt.

Ukrainer ist Räuber
Ein 27 Jahre alter Mann aus der Ukraine hat gestanden, eine Wechselstube an der Third Road/Soi 16 in Pattaya überfallen und 200.000 Baht geraubt zu haben. Nach seiner Festnahme hatte der Ausländer die Tat bestritten. Er sagte jetzt aus, er habe illegal als Reiseleiter gearbeitet und aus der Kasse seines Tourunternehmens eine hohe Summe entnommen. Mit dem gestohlenen Geld hatte er den entnommenen Betrag zurückzahlen wollen. Vom Rest wollte er ein Rückflugticket in die Ukraine bezahlen. Bei dem Räuber hatte die Polizei 136.000 Baht und eine Blow-Back-Waffe (Softair-Waffe) gefunden.

Reise-Tipps für Thailand

Eurowings im Winter von Köln nach Bangkok
Liebe Leser des FARANG, die Lufthansa wird mit ihrer Billig-Airline Eurowings (Germanwings) nach Bangkok fliegen. Ab Winter 2015 geht es ab Köln/Bonn zum alten Bangkoker Flughafen Don Mueang. Einen ausführlichen, aktuellen Vorstellungsbericht mit allen Einzelheiten, auch zu Flugplan, Preisen und Bedingungen, werden wir im Früh-Sommer veröffentlichen. Bernd Kamjunke/TAF-Reisebüro

Liegen und Schirme
Obwohl in den neugeschaffenen Sonderzonen für Strandbetreiber am Patong Beach auf Phuket keine Liegestühle zur Miete angeboten werden dürfen, wird Touristen ab sofort gestattet, ihre eigenen Sonnenliegen, Strandmatten und Sonnenschirme mitzubringen. Das bestätigte Patongs Bürgermeisterin Chalermluck Kebsup in der Phuket Gazette. Alternativ wird den Urlaubern angeboten, Strandmatten und Sonnenschirme von den Anbietern in den drei Sonderzonen zu mieten. Touristen dürfen ihr mitgebrachtes Strandequipment am kompletten Strand aufbauen, ausgenommen in den Zonen, die für Wassersportaktivitäten reserviert sind. Der Bürgermeisterin folgend handelt es sich dabei lediglich um einen Probelauf.

Künstliche Riffe
Tauch- und Touristenboote wurden zu erhöhter Aufmerksamkeit gebeten, als vor Koh Racha die künstlichen Riffe erweitert wurden. Dafür wurden große Betonmodule im Meer versenkt, damit sich Korallen auf der Oberfläche ansiedeln können. Die Module wurden zwischen dem 2. und 7. Februar in der Plub-Pla- und Teu-Bucht ins Wasser gesetzt. Das Projekt zur Schaffung künstlicher Riffe wurde 2006 initiiert und in den Folgejahren erweitert. Zusätzlich wurden 2009 zwei Boote versenkt, die als Attraktionen für Taucher dienen.

18% mehr Ausländer
Die Urlaubsbranche scheint endgültig das Tief überwunden zu haben. Laut Tourismusministerin Kobkarn Wattanavrangkul urlaubten vom 1. bis 15. Februar mit 1,4 Mio. Ausländer im Jahresvergleich 18% mehr Ausländer im Königreich. Die Hotels seien im Schnitt zu 78% belegt gewesen. Die Ministerin führt den starken Aufschwung auf die stabile politische Situation ihres Landes zurück.

Bangkok safe?
Während Bangkok bei Umfragen zu den besten Reise- oder Shopping-Destinationen der Welt stets eine Top-Platzierung erreicht, schnitt die Hauptstadt beim Safe Cities Index 2015 der The Economist Intelligence Unit (EIU) vergleichsweise schlecht ab. Die sichersten Städte der Welt wurden durch 4 Indikatoren ermittelt: Digitale Sicherheit, Gesundheits-Sicherung, infrastrukturelle Sicherheit und persönliche Sicherheit. Von 50 untersuchten Städten weltweit belegte Bangkok den 39. Platz. Zur sichersten Stadt der Welt wurde Tokio erkoren, gefolgt von Singapur, Osaka, Stockholm, Amsterdam, Sydney, Zürich, Toronto, Melbourne und New York. Das Schlusslicht bildete Jakarta auf dem 50. Platz. In der Region Asien-Pazifik hingegen, belegte Bangkok den 14. Platz, gefolgt von Neu Delhi, Mumbai, Hoh-Chi-Min-Stadt und Jakarta.

Nan Airport umbenannt
Nan Airport wurde in Nan Nakhon Airport umbenannt. Der Namenszusatz wurde von Ihrer Königlichen Hoheit, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, im Rahmen der Eröffnungsfeier des neuen Passagierterminals verliehen. Die neue Abflughalle wurde vom Amt für Zivilluftfahrt für 170 Mio. Baht gebaut und umfasst zwei Stockwerke, in denen 300 Passagiere pro Stunde oder 2.400 Passagiere pro Tag abgefertigt werden können. Aktuell fliegen drei Airlines Nan an: Nok Air, AirAsia und Kan Air.

Fähre Pattaya - Cha-am
Eine Fährverbindung über den Golf von Thailand zwischen Pattaya und Cha-am in der Provinz Phetchaburi hat das Transportministerium vorgeschlagen. Sie könnte den Tourismus zwischen der Ostküste und den Urlaubsorten Cha-am bzw. Hua Hin fördern. Der stellv. Transportminister Arkhom Termpittayapaisith sagte, damit würde sich die Fahrtzeit gegenüber der Straße halbieren.

Preiskampf in der Luft
Luftfahrtexperten warnen vor einem Preiskampf unter den Billigfluggesellschaften. Vom harten Konkurrenzkampf würden nur die Passagiere profitieren. Wenn Airlines Tickets zu Preisen verkauften, die nicht einmal die operativen Kosten deckten, könnten die Gesellschaften schnell in rote Zahlen und in den Konkurs fliegen. Die Folgen: Die Maschinen blieben am Boden, Fluggäste warteten vergeblich auf ihre Flüge. Auslöser der Kritik ist die Billigairline Thai Lion Air (TLA). Sie bietet auf der Strecke Bangkok-Chiang Mai One-Way-Flugscheine für 300 Baht an, während die Konkurrenz 1.500 Baht oder mehr fordert. Mit ihrem Marketing will die noch junge TLA ihren Marktanteil nachhaltig erhöhen. Die Tochtergesellschaft der indonesischen Lion Air setzt 8 Flugzeuge ein und erwartet in 2015 weitere 10 neue Boeing 737-900ERs. Bald sollen es 50 Maschinen sein.

Don Mueangs Zuwachs
In der asiatisch-pazifischen Region hat Bangkoks Flughafen Don Mueang 2014 bei der Zahl der Passagiere am stärksten zugelegt. Laut einem Bericht von Airports Council International meldete Thailands 100 Jahre alter Flugplatz einen Fluggastzuwachs von 30,8%. Auf den Plätzen folgen Chiang Mai mit 21,4 und Abu Dhabi mit 20,2%. Airports of Thailand hat für Don Mueang für 2014 19,4 Mio. Passagiere errechnet.

Häfen Krabi, Surat Thani
Weil das Königreich für Kreuzfahrten immer beliebter wird, will das Transportministerium in Krabi und Surat Thani 2 Häfen bzw. Anleger für diese großen Passagierschiffe schaffen. Jetzt soll eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht werden. Derzeit legen Kreuzfahrtschiffe in Phuket, im Containerhafen Laem Chabang bei Pattaya und in Bangkok an. Laut dem Tourismusministerium kommen im Jahr rund 100.000 Urlauber mit Schiffen nach Thailand. Und da die Passagiere in der Regel wohlhabend sind, lassen sie viel Geld im Königreich. Auch deshalb wollen Behörden diese Art von Urlaub fördern. Zudem planen das Transport- und das Tourismusministerium für November eine große Yacht-Ausstellung. Hersteller aus aller Welt sollen ihre neuesten Schiffe zeigen. Als Ausstellungsstandorte kommen Pattaya oder Phuket infrage. Mit dieser Show wollen die Behörden Thailand als Ziel von Segel- und Motoryachten promoten.

Tourismusrat fordert
Erneut hat der Tourismusrat Thailand (TCT) den Militärrat aufgefordert, das Kriegsrecht aufzuheben. Nur über eine Aufhebung werde Thailand in 2015 das angestrebte Ziel von 25,5 Mio. ausländischen Urlaubern erreichen. TCT-Präsident Ittirit Kinglake sagte in Bangkok, die Märkte in Europa, Australien, Japan, China und den USA würden sensible auf das Kriegsrecht reagieren. Potentielle Thailandurlauber würden sich andere Reiseziele suchen. Das seit dem 20. Mai 2014 geltende Kriegsrecht wirke für die lokale Tourismusbranche wie eine Bremse. Zudem hat der TCT die Regierung aufgerufen, Thailand massiv als sicheres Reiseland zu bewerben, um so das Vertrauen von Urlaubern in das Königreich zu stärken.

Stadt des Radfahrens
Unter dem Motto "Chai Nat: die Stadt des Radfahren" werden in Chai Nat 12 Monate lang verschiedene Radsportveranstaltungen organisiert. Mit der Aktion sollen die Vorzüge des Radfahrens für die Gesundheit und der Tourismus in der Provinz gefördert werden. Die Veranstaltungen richten sich an jedermann, Amateur oder Profi und werden einmal pro Monat durchgeführt:

21./22. März: Chai Nat Open Bike Day.
18./19. April: Blessing Bike Touring.
15.-17.5.: Bike Downhill Championship.
20./21. Juni: Bike for the Unseen.
25./26.: Tour of Chai Nat 2015.
15./16. August: Green Way by Bike.
19./20. September: Nat Car Free Day.
17./18.10.: Biking of Blooming Life.

Chai Nat liegt etwa 180 Km nördlich von Bangkok in der Zentralebene des Chao-Phraya-Flusses. Weitere Infos: www.facebook.com/chatnatcitybike. Telefonische Auskunft erteilt der "Cycling for Health Club" in Chai Nat, Tel. Thailand 081-972.5588.

Transfer in Chumphon
In Chumphon bietet Nok Air ihren Passagieren ab sofort einen Transfer vom Flughafen in die Innenstadt an und auf Koh Samui vom Fähranleger zum Hotel. Die Minibusse starten in Chumphon am Büro des Unternehmens Lomprayah Hi-speed Catamaran um 6.30, 13.15 und 17.15 Uhr. Das Büro befindet sich im Bahnhof. Auf Koh Samui starten die Minibusse zur Fähre um 6.30, 10.30 und 14 Uhr, die Fähre legt um 8, 12.45 und 15.30 Uhr ab. Der Transfer-Service ist nur mit einem Nok-Air-Flugticket bzw. Kombiticket für Flug und Fähre nach/ab Chumphon und Koh Samui gültig und muss bereits bei der Buchung bestellt werden. http://goo.gl/eudplf

Das Rote-Kreuz-Fest
In Prachuap Khiri Khan wird vom 20. bis 29. März vor der Provinzverwaltung und am Strand ein großes Tourismusfestival veranstaltet, das unter dem Motto "Das Wunder der Stadt der drei Buchten" steht. Parallel dazu findet das jährliche Rote-Kreuz-Fest statt. Mit dem Festival sollen der Tourismus, die lokalen Künste sowie Traditionen gefördert und das Einkommen der Bevölkerung erhöht werden. Der Überschuss geht an die Arbeit des Thailändischen Roten Kreuzes. Am 20. März wird das Festival um 18 Uhr mit einer unterhaltsamen Parade eingeläutet, in der die 8 Bezirke der Provinz vorgestellt werden und Seine Majestät, König Bhumibol Adulyadej, geehrt wird. Das Programm wird mit musikalischen und kulturellen Aufführungen sowie beeindruckende Licht- und Klangshows abgerundet. An den folgenden Festivaltagen werden u.a. Kochshows, Ratespiele, Takraw-Wettkämpfe, Miss-Wahlen, Muay-Thai-Kämpfe und Luk-Tung- sowie Tanz-, Karaoke- und Cocktailwettbewerbe veranstaltet. Infos unter Tel. Thailand 032-611.543.

Nok Airs Fly & Ride
Nok Air bietet ihr Fly & Ride-Angebot, bei dem ein Transfer vom Flughafen zu einer nahegelegenen Destination per Bus inbegriffen ist, ab sofort auch täglich von Bangkok nach Maha Sarakham an. Flug DD9806 startet am Don Mueang Airport in Bangkok um 6.40 Uhr und landet um 7.35 Uhr in Khon Kaen, von wo aus es um 8.00 Uhr mit dem Bus weiter nach Maha Sarakham geht, Ankunft 9.30 Uhr. Zurück geht es ab dem Taksila Hotel, 1227 / 68 Somthawilrad Road um 6.15 Uhr zum Flughafen in Khon Kaen, Ankunft 7.30 Uhr. Flug DD9807 startet um 8.45 Uhr, der Don Mueang Airport ist um 9.40 Uhr erreicht. Infos: http://goo.gl/pFlJQw

Anantara Bangkok
Ob am oder auf dem Chao Phraya, im grünen Viertel, in der Nähe vom Silom Road oder inmitten des Einkaufs- und Entertainmentdistrikts Ratchaprasong oder am New Petchaburi Road, ein passendes Anantara oder AVANI Hotel & Resort ist für Sie dabei. Das Anantara-Resort liegt am Flussufer, nahe des Geschäftsviertels von Bangkok, unweit von den Einkaufsstraßen Silom und Sathorn Road entfernt. www.goasia.de

Nok Airs Verluste
Auf den harten Preiskampf zwischen Billigairlines, die schwache Konjunktur und den Rückgang der Touristenzahlen wegen der politischen Unruhen führt die Nok Air ihren finanziellen Einbruch im Vorjahr zurück. Das Unternehmen meldet einen Netto-Verlust von 472 Mio. Baht, gegenüber einem Gewinn von 1,06 Mio. Baht in 2013. Weil Billigairlines weitere neue Flugzeuge einsetzen und neue Fluggesellschaften in den Markt einsteigen, sieht die Geschäftsführung von Nok Air eine Überkapazität an Flügen und Sitzplätzen - obwohl die Zahl der beförderten Fluggäste um über 10% zugenommen hat.


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