FARANG-Ausgabe 04 - 2017

VietJet Air vorgestellt
Serie (6): Über das Leben

des Königs Bhumibol Adulyadej
Edds Kolumne
Reisebericht, Teil 1/2
von Wolfgang Payer:
Kreuzfahrt in Südostasien
RA Bümlein informiert:
Das Kind nach der Trennung
Leseprobe von Franky:
Tour durch Bangkok
Neu in Berlin:
Thaimassage Boonhom
Easy ABC Sprachschule
ABO-Schein
Kleinanzeigen
News aus Thailand
Reise-Tipps Thailand
Adressen-Service
Solche Sachen
Thai-Party im Scorpion
Verein Hoffnungsfunke
Thailands Handelsministerin
Aus den Wats

VietJet Air & ThaiVietJetAir

Sa & Bernd vom Reisebüro TAF - Thai Asien Flugreisen in Berlin, Kantstr. 59, (siehe Anzeige auf der Rückseite dieser Ausgabe) stellen Ihnen in dieser Ausgabe die VietJet Air (Code VJ) und die ThaiVietJetAir (Airlines Code VZ) vor.

Bereits Ende 2007 wurde die Fluggesellschaft VietJet in Vietnam als erste heute noch existierende private Fluggesellschaft gegründet. Der Firmensitz ist in Hanoi und die Drehkreuze in Vietnam sind Hanoi und Saigon. Im staatlich kontrollierten Markt Vietnams hatte es vorher die inzwischen bankrotte Indochina Airlines erfolglos probiert sich gewinnbringend zu positionieren. Ursprünglich war der Start der VietJet bereits 2008 vorgesehen, es kam aber immer wieder zu zahlreichen Verzögerungen. Im Jahr 2010 erwarb dann die malaysische Billigfluggesellschaft AirAsia einen 30-prozentigen Anteil an VietJet und die Airline wurde in VietJet Air umbenannt. Letztendlich wurde es jedoch Ende 2011, also 4 Jahre nach Gründung, bis der Flugbetrieb endlich mit 3 geleasten Airbus A320-200 aufgenommen wurde. Zuerst flog man nur innervietnamesisch auf der Strecke Hanoi-Saigon, später gab es auch Flüge von Saigon und Hanoi zu der wichtigen vietnamesischen Stadt Danang.

Neben innervietnamesischen Flugzielen sollten nun auch internationale Ziele, dabei speziell in Südostasien, das erforderliche Wachstum bringen und VietJet Air schnell zu einer der großen Fluggesellschaften in Asien anwachsen.

Aktuell besteht die Flotte der VietJet Air aus ca. 30 Flugzeugen des Mittelstrecken Typs Airbus A320/321-200 mit denen rund 50 Destinationen angeflogen werden. Das Durchschnittsalter der Flugzeugflotte liegt unter 3 Jahren. Ein stetiger Ausbau der Flotte ist geplant und wird das Alter noch weiter senken. Weitere rund 200 moderne Maschinen der neuen noch sparsameren Mittelstrecken Variante Airbus A320/321neo und ebenso die neuentwickelte Boeing 737max sind bereits geordert und sollen in den nächsten Jahren eingeflottet werden. Man erhofft sich davon den nötigen Schub an Wachstum und Rentabilität in dem boomenden, aber doch sehr hart umkämpften Asien Billigflieger-Flugmarkt.

Der Service am Boden und an Bord ist entsprechend einer Low-Cost Airline auf das Nötigste beschränkt und die Aufpreis-Liste entsprechend lang und vielfällig. Laut der Aussagen von Flugkunden scheint auch die Pünktlichkeit des Flugbetriebs noch nicht ganz ausgereift und durchaus verbesserungswürdig zu sein.

Mitte 2016 wurde eine Kooperation mit Hahn Air beschlossen. Aufgrund dieses Interline-Abkommens kann die vietnamesische Low-Cost-Fluggesellschaft nun ihre Flüge auch in den globalen Distributionssystemen (GDS) unter dem eigenen Airline Code VJ anbieten und weltweit HR-169 Tickets ausstellen, wie die weiteren 337 Partner von Hahn Air auch.

VietJetAir beförderte bereits 2015 fast 10 Millionen Passagiere und wuchs damit um über die Hälfte zum Vorjahr. Auch der Umsatz verdoppelte sich fast und die Airline machte einen Millionen-Gewinn. Die aktuellen Zahlen für 2016 lagen uns bei Artikelerstellung noch nicht vor, erwartet wird aber, das die Passagierzahlen auf rund 15 Millionen steigen werden und sich der Umsatz erneut verdoppeln könnte. Der staatlichen Vietnam Airlines werden zunehmend Marktanteile abgejagt und so könnte der Nationalfluglinie schon bald der Platz als größtes Flugunternehmen Vietnams streitig gemacht werden.

Vietjet Air soll an die Börse gebracht werden und die Hauptinhaberin Frau Nguyen Thi Phuong Thao könnte so zur ersten Milliardärin in Südostasien werden. Neben der Airline ist sie auch sehr erfolgreich in lukrative Immobilienobjekte involviert. Mit dem Geld aus dem Börsengang soll Vietjet Air weiter und schneller voran in die Zielspur gebracht werden.

Die Top-Managerin steht auch unerschrocken weiter zum lebenslustigen Image der im wahrsten Sinne des Wortes abhebenden Airline. Auf ihrem Jungfernflug 2012 zum Strandziel Nah Trang bedienten VietJet Airs Flugbegleiterinnen-Models die Fluggäste tanzend im rot-gelben Hawaii Bikini Outfit (die Farben der Airline). Auch den Jahres-Kalender von Vietnams Billigairline zierten hübsche Models in nur wenig Kleidung. Mit dieser lebensfroh freizügigen Image-Geste begeisterte die Airline ein Massenpublikum und das nicht nur Männer. Auch wenn es sicher einigen Tugendwächtern und Emanzen gegen den Strich ging. So auch der kommunistischen Luftfahrtbehörde CAAV, die sofort intervenierte und die Fluggesellschaft zu einer Strafe von 20 Millionen Dong verurteilte, was zwar viel klingt, aber gerade mal umgerechnet etwa 785 Euro sind. Mit dieser durchaus gewagten Marketing-Idee schaffte es die Airline aber schlagartig in aller Munde zu sein und sich über die Grenzen hinweg mit einem jugendlich, frischen Image bekannt zu machen. Der Erfolg gibt ja bekanntlich recht und selbst böse Kommentare sind immer noch besser als gar keine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies war natürlich eine einmalige Aktion, denn heutzutage sind die Air-Hostessen wieder etwas wärmer bekleidet.

Mein Tipp: "you tube vietjet air" bei Google eingeben und sich dann eine eigene Meinung bilden. Bernd Kamjunke


BHUMIBOL ADULYADEJ, DER GROSSE, ODER RAMA IX.

Serie Teil 6

Ein Beitrag von Dr. Volker Wangemann

Weiter: Die Symbole

Auch die Königlichen Flaggen sind Symbole des Königs, aber auch der gesamten Königsfamilie. Es existieren Flaggen für den König (gelbe Flagge mit den königlichen Insignien, über den Insignien befindet sich die Krone des Sieges, unten befindet sich das Symbol für Aum (ein heiliger Klang im Sanskrit), eine für die Königin sowie weitere für den Kronprinzen, die Prinzessinnen, deren Kinder und für die Ehefrau des Kronprinzen. Auch die Königshymne (auf Thai: Phleng Sanrasoen Phra Barami ist ein Symbol des Königs, sie war bis zum Jahr 1932 die offizielle Nationalhymne des Landes.

Die Zeremonien

Bis in das 13. Jahrhundert reichen die königlichen Zeremonien zurück, die entweder vom König selbst oder von Mitgliedern der königlichen Familie durchgeführt werden. Hier sind zu nennen:

1) Die Königliche Krönungszeremonie, natürlich findet diese immer nur bei der Krönung des Königs statt. Die Krönung von König Rama IX. fand am 05.05.1950 im Großen Palast von Bangkok statt. Schon am 04.05. war eine Goldplatte mit dem eingravierten Horoskop des zukünftigen Königs und das Königliche Garudasiegel auf einem Triumphwagen von der Gebetshalle des Tempels des Smaragdbuddhas gebracht worden. Beides wurde dann dem König als Zeichen der königliche Ehre und Authorität am nächsten Tag bei der Krönung präsentiert. Der Krönungstag begann mit der königlichen Badezeremonie, bei der parfümiertes Wasser von 5 grossen Flüssen Indiens, aus 5 großen Flüssen Thailands und aus 4 großen Seen Thailands über die Hände des Monarchen gegossen wird. Dann wechselte der König in die offizielle Krönungsrobe und nahm seinen Platz auf dem Oktagonalsitz unter dem siebenteiligen Großen Weissen Staatsschirm ein. Die Mitglieder des Parlamentes präsentierten zeremonielles Wasser als Segnung, Brahmanen präsentierten geweihtes Wasser aus acht Himmelsrichtungen. Anschliessend sprach der Senatspräsident Glückwünsche in Pali aus, der Sprecher des Repräsentantenhauses sprach seine Glückwünsche in Thai. Der Chefbrahmane präsentierte den Großen Weissen Staatsschirm. Der König nahm dann die Position auf dem prächtigen Thron ein, dann wurde ihm die Goldplatte, die Königlichen Regalien und die Königlichen Waffen übergeben. Der Chefbrahmane überbrachte seine Glückwünche in Pali, der König antwortete in Thai in einer Königlichen Proklamation und versprach: "Wir werden mit Gerechtigkeit für den Nutzen und das Glück des siamesischen Volkes regieren". Der Chefbrahmane akzeptierte die Proklamation in Pali und in Thai. Anschließend goss der König das geweihte Wasser ein und äußerte den ernsten Wunsch alle seine Pflichten ernst zu nehmen und über das thailändische Königreich zu regieren.

2) Die Königliche Barkenprozession (auf Thai: Krabuan Phayuhayattra Chonlamak). Die Zeremonie findet seit etwa 700 Jahren statt und hat königliche und religiöse Hintergründe. Zur Zeit von König Rama IX. bestand die Prozession aus 52 Barken, den 51 historischen Barken und der königlichen Barke Narai Song Suban, der einzigen Barke, die in der Regierungszeit von König Bhumibol im Jahr 1994 gebaut wurde. Die Fahrtroute führt immer vom Wasukri Royal Landing Place im Khet Dusit über den Tempel des Smaragdbuddhas, den Großen Palast, den Wat Pho zum Wat Arun. Innerhalb der Regierungszeit des Königs Rama IX. fanden 17 Barkenprozessionen statt, die hier mit Daten und Anlässen aufgeführt seien:

-14.05.1957 Die Feier zum 25. Jahrhundert der buddhistischen Ära

-15.11.1959 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun

-02.11.1961 dito

-22.10.1962 dito

-15.11.1964 dito

-19.10.1965 dito

-27.10.1967 dito

-05.04.1982 Feier zum 200-jährigen Bestehen von Bangkok

-12.04.1982 Transport des Buddhabildes

-20.10.1982 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun

-16.10.1987 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun(60. Geburtstag des Königs)

-07.11.1996 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun (50-jähriges Thronjubiläum)

-04.11.1999 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun (6. Zyklus des Königs, zum 72. Geburtstag)

-20.10.2003 APEC-Treffen

-12.06.2006 Diamantenes Jubiläum anlässlich der Besteigung des Thrones durch den König

-05.11.2007 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun (80. Geburtstag des Königs)

-09.11.2012 Königliche Kathin-Zeremonie im Wat Arun (7. Zyklus des Königs, 84. Geburtstag)

Die zuletzt genannte Barkenprozession sollte ursprünglich am 22.10.2011 stattfinden, musste aber wegen der massiven Überschwemmungen in Thailand abgesagt werden.

3) Die Königliche Pflugzeremonie (auf Thai: Kan Phuetchamongkhon. Die Anfänge dieser Zeremonie gehen vermutlich auf das 5. Jahrhundert zurück, als im burmesischen Königreich von Pagan diese Zeremonie zum ersten Mal stattfand. In der Zeremonie werden zwei geheiligte Ochsen vor einen hölzernen Pflug gespannt und sie pflügen eine Furche in geheiligten Grund, in der die Brahmanen dann Reissamen aussäen. Anschliessend erhalten die Ochsen ein Essen, bestehend aus Reis, Körnern, Grünen Bohnen, Sesam, frisch geschnittenem Gras, Wasser und Reiswhisky. Je nach dem genossenen Essen sagen dann die Brahmanen das Wetter für die kommende Aussaatsaison voraus. In Thailand stammen die Reissamen vom Gelände des königlichen Palastes, die Zeremonie wird auf dem Sanam Luang abgehalten, oft nahm König Rama IX. an der Zeremonie teil.

4) Der Wechsel der Roben des Smaragdbuddha. Der Smaragdbuddha (auf Thai: Phra Phuttha Maha Mani Rattana Patimakon) ist die Schutzfigur Thailands (auf Thai: Khwan Mueang), sie besteht aus Jade und ist eine 45 cm hohe Figur des Buddha, sie steht im Wat Phra Si Rattana Satsadaram, der auch unter dem Namen Wat Phra Kaew bekannt ist. Diese Figur wurde vom König immer beim 1. abnehmenden Mond der Lunarmonate 4, 8 und 12 (etwa März, Juli und November) neu eingekleidet. Die jeweiligen Kleidungsstücke korrespondieren dabei mit den drei Jahreszeiten Thailands, der Sommersaison, der Regensaison und der kühlen Saison.

5) Das Vorzeigen der Farben (Trooping the Colours) findet immer im Dezember in Bangkok statt, es handelt sich um die größte jährliche Militärparade Thailands zu Ehren des Königs. Der Platz der Parade ist die Dusit Plaza mit dem Reiterstandbild von König Rama V. Die Parade, die gewöhnlich am 02.12. eines jeden Jahres stattfindet, zeigt die Loyalität und Disziplin des thailändischen Militärs zu ihrem König und für ihren König.

6) Die Treueeidszeremonie. Am selben Tag, zusammen mit dem "Vorzeigen der Farben" findet auch die Treueeidszeremonie statt, bei der alle Truppenteile dem König ihre Treue schwören. Die erste Zeremonie unter Rama IX. fand am 05.12.1961 statt.

7) Die Rede des Monarchen vom Thron an die Nationalversammlung, bei welcher der König an die Nationalversammlung appelliert, ihre Arbeit gut und zum Nutzen des Volkes zu tun.

Die Orden des Königs

Der König ist auch Souverän über folgende Orden:

- The Most Auspicious Order of the Rajamitrabhorn, der höchste Orden Thailands, eingeführt am 11.06.1962.

- The Most Illustrious Order of the Royal House of Chakri, eingeführt im Jahr 1882 durch König Rama V.

- The Ancient and Auspicious Order of the Nine Gems, eingeführt im Jahr 1851 durch König Rama V.

- The Most Illustrious Order of Chula Klom Klao, eingeführt am 16.11.1873 durch König Rama V.

- The Ratana Varabhorn Order of Merit, eingeführt am 01.08.1911 durch König Rama VI.

- The Honourable Order of Rama, er wurde am 22.07.1918 durch König Rama VI. eingeführt.

- The Most Exalted Order of the White Elephant, eingeführt durch König Rama IV. im Jahr 1861.

- The Most Noble Order of the Crown of Thailand, eingeführt im Jahr 1869 durch König Rama V.

- The Most Admirable Order of the Direkgunabhorn, eingeführt am 22.07.1991 durch König Rama IX.

- The Vallabhabhorn Order, eingeführt am 22.03.1919 durch König Rama VI.

- The Order of Symbolic Propitiousness Ramkeerati (Special Class)-Boy Scout Citation Class, eingeführt am 26.11.1987 durch König Rama IX.

- The Vajira Mala Order, eingeführt am 28.11.1911 durch König Rama VI.

Was Farben bedeuten

Wichtig für das Verständnis des Königtums in Thailand sind auch die dem Monarchen oder seiner Gattin zugeordneten Farben. Denn oft fragen sich Besucher Thailands, warum denn so viele Menschen die Farbe Gelb tragen. Gelb war die Farbe von König Rama IX., denn Gelb ist dem Montag zugeordnet, dem Geburtstag des Königs. In Thailand gelten folgende Farben für folgende Wochentage: Gelb für Montag, für den Mondgott, Rosa für Dienstag für den Marsgott, Grün für Mittwoch für den Merkurgott, Orange für Donnerstag für den Jupitergott, Blau für Freitag für die Venusgöttin, Violett für Samstag für den Saturngott und Rot für Sonntag für die Sonnengöttin. Analog besaß Königin Sirikit die Farbe Blau. Mit den Farben, die bei vielen Gelegenheiten getragen werden, identifizieren sich die Thailänder ganz eindeutig mit ihrem Königshaus. Die Popularität des Königs im Volk war sehr groß, denn seit Beginn seiner Regentschaft stellte er die Integrationsfigur des Landes dar. Galt ein großer Teil der Politiker, des Militärs, der Polizei und der Beamtenschaft als korrupt und nicht integer, so war der König über solche Beschuldigungen erhaben, er unterlag nicht dem politischen Tagesgeschehen und wurde von fast allen Thai geliebt und verehrt. In fast allen Häusern des Landes hängen Bilder des Königs, obwohl dazu keine Pflicht bestand. Ähnlich beliebt als König war nur König Rama V. Auf vielen Autos im Land sieht man Aufkleber mit der Aufschrift "Wir lieben den König". Viele Bürger tragen Armbänder und Hemden in Gelb und bei den Demonstrationen gegen den damaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra im Frühjahr 2006 trugen viele Demonstranten gelbe Stirnbänder, um so ihre Verbundenheit mit dem König zu bekunden. Wirkte ein Großteil der Mächtigen in Thailand dem Volk gegenüber immer abgehoben und auch unzugänglich, so blieb der König immer sehr populär und volksverbunden, er wurde von seinem Volk geliebt.

Die Paläste

Die offizielle Residenz des Königs war der Große Palast, allerdings beschloss König Rama IX. nach dem Tod von König Rama VIII. im Jahr 1946 die Verlegung in den Chitralada-Palast im Khet Dusit an der Thanon Ratchathewi. Auf dem Gelände dieses Palastes befinden sich neben den Repräsentativ-Bauten, die Reisanbauversuchsfelder, ein Milchviehbetrieb, sowie Reismühle, Fischfarm, Kerzenfabrikation, ein Glashauslabor für bedrohte Pflanzenarten und die Chitralada-Schule. Es existieren noch weitere Paläste, die manchmal vom König und der Familie genutzt wurden, hier seien genannt: Der Bang Pa In-Palast (manchmal genutzt) in der Nähe von Ayutthaya, Klai Kangwon-Palast (Hua Hin, Sommerresidenz), Bhubing-Palast (Chiang Mai, Winterresidenz), Thaksin Ratchaniwet-Palast (Mueang Narathiwat, Südresidenz des Königs) und Phu Phan Ratchaniwet-Palast (Huai Yang, Provinz Sakon Nakhon, Nordostresidenz des Königs).

Die Rolle der Dekaden im Leben des Königs

Viele Menschen haben sich sicherlich gewundert, warum König Bhumibol nicht den einfachen Weg gewählt hat und ein luxuriöses Leben am Königshofe geführt hat, sondern statt dessen einen Lebensweg beschritten hat, der ihm körperlich und geistig hebliche Anstrengungen abverlangt hat. Diese Wahl kann man nur verstehen, wenn man die Jugend des Königs kennt. Er wuchs in der Schweiz auf, mit einem Vater Prinz Mahidol, der bis zu seinem tragischen Tod im Alter von nur 37 Jahren als Doktor der Medizin im medizinischen Bereich engagiert war. Der König wurde in seinen Jugendtagen nicht nur von seinem Vater, sondern auch von seiner Mutter Sangwal erzogen, die ebenfalls im medizinischen Bereich engagiert war, sie starb im Alter von 94 Jahren im Jahr 1995. Der Idealismus beider Elternteile färbte auf den späteren König ab. Gerade die Mutter erzog, nach dem frühen Tod des Vaters, das Kind immer mit dem Ziel, daß es eine bodenständige Persönlichkeit werden und auch ein Kämpfer sein sollte. Der spätere König wurde von der Mutter zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld erzogen, d.h. er erhielt nicht einfach Geld ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Die Mutter erliess eine Weisung, daß das Kind nicht einfach Geschenke erhalten sollte, sondern Geschenke dann erhält, wenn es etwas dafür getan hatte oder zu besonderen Gelegenheiten wie Geburtstag oder Neujahr. Das Kind musste außerdem 10% des Taschengeldes in eine "Arme Personen-Kiste" tun, es wurde nach der vollständigen Füllung der Kiste dann vom Kind selbst entschieden, wem dieses Geld zugute kommen sollte.

Das Leben des Königs kann in sieben Dekaden eingeteilt werden, aus denen wir uns einige, für das Leben des Königs, wichtige Daten herausgreifen werden. Die Erste Dekade umfasst die Jahre 1946-1955, hier schrieb der König im Jahr 1946 seine ersten 4 Musikstücke und bestieg am 09.06. des gleichen Jahres den Thron. Am 05.05.1950 wurde Bhumibol offiziell zum König Thailands gekrönt. Im Jahr 1951 beginnt im Schwimmbecken im Chitralada Palast die Aufzucht von Fischen, der König hatte die Fischsorte Pla Mor Thes (Tilapia mosambica) aus Penang, Malaysia, einführen lassen.

Weitere Aktivitäten in den Fünfziger Jahren waren die Gründung des Mahidol Wongsanosorn Gebäudes auf dem Gelände des Thailändischen Roten Kreuzes mit einer Spende von 500.000 THB zur Bekämpfung der damals grassierenden Tuberkulose, hier wurde dann der Impfstoff gegen Tuberkulose produziert. Zwischen 1951 und 1952 nahm die Tuberkulose dramatisch zu. Es erfolgte eine erneute Spende von 250.000 THB zum Aufbau eines Fonds für Infizierte und eine weitere Spende von 534.000 THB zum Bau des Ananda Mahidol Gebäudes auf dem Gelände des Siriraj Hospitales zur Behandlung von an Polio erkrankten Kindern. Zur Bekämpfung der Lepra erlaubte der König, zur Sammlung von Spenden, die Aufführung privater Filme in Kinos, was einen ungeheuren Erfolg erzielte. Später wurde die Rajaprachasamasai Foundation zur Bekämpfung und Behandlung der Lepra ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit war die Lepra immer noch eine mit Tabus belegte Krankheit bei der Bevölkerung, deshalb besuchte der König demonstrativ Leprakranke und trank aus einem Glas, das von einem Leprakranken benutzt worden war, um die Krankheit in der Bevölkerung zu entabuiesieren.

Im Jahr 1952 engagierte sich der König zum ersten Mal in einem landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekt. Er regte den Bau einer Strasse und eines Tunnels an, mit dem das Dorf Huai Mongkol im Amphoe Hua Hin im Changwat Prachuap Khiri Khan zum ersten Mal an den Verkehr angeschlossen wurde. So konnten die Bauern dort ihre Produkte innerhalb von 15 Minuten auf den lokalen Markt bringen, statt bisher innerhalb eines Tages. Im Jahr 1953 begann das Engagement des Königs in der Wasserwirtschaft, mit einer Spende von 50.000 THB begann die Konstruktion des Khao Tao Reservoirs im Amphoe Hua Hin. Das Jahr 1955 brachte die Gründung des Ananda Mahidol Stipendiums für hochbegabte Medizinstudenten zum weiteren Studium im Ausland.

Die Zweite Dekade 1956-1965:

In dieser Dekade begannen die Bemühungen des Königspaares die Stellung Thailands bei den Nachbarn zu festigen und so folgten die ersten Staatsbesuche in Süd-Vietnam, Indonesien und Burma. Zur Festigung der nationalen Identität führte der König im Jahr 1960 wieder die "Königliche Pflugzeremonie" ein, die die Bauern enger an ihre Heimat binden sollte. Das Jahr 1962 sah die Gründung der ersten thailändischen Milchproduktionsanlage auf dem Gelände des königlichen Palastes. Nachdem Thailand im Jahr 1960 in 13 Südprovinzen ein Opfer eines Taifuns geworden war, gründete der König im Jahr 1963, nach der Spende von 11 Mio. THB, über seine im Jahr 1952 gegründete Radiostation Aw Saw die Rajaprachanukroh Foundation, die in Zukunft Opfern von Naturkatastrophen schnell und unbürokratisch helfen sollte. Auch im Bereich der Fischzucht, der Reiskultivation und der Milchherstellung gingen die Bemühungen des Königs weiter. 1962 wurden die ersten Kühe im Bereich des königlichen Palastes angesiedelt. 1965 erhielt der König von Kronprinz Akihito von Japan den neuen Fisch Pla Nil (Tilapia Linn) zur Zucht. Im Bereich Erziehung wurde 1959 das Ananda Mahidol Stipendium jetzt auch für andere Fächer als Medizin weitert, 1962 folgte das Königs-Stipendium zur weiteren Förderung von herausragenden Studenten.

Die Dritte Dekade 1966-1974:

Nach 12 harten Jahren intensiver Forschung, die mit einem Besuch des Königs im Jahr 1956 in Phu Phan, Changwat Sakon Nakhon, begonnen hatten, konnte endlich am 01.06.1969 der Beginn des "Künstlichen Regens" im Amphoe Pak Chong, Changwat Nakhon Ratchasima gefeiert werden. Hier wurde zum ersten Mal künstlicher Regen in nennenswerten Mengen erzeugt. Ab 1971 stellte dann das Royal Rainmaking Research and Development Project den betroffenen Bauern, die unter Dürre und Wassermangel litten, die ständige Hilfe beim künstlichen Regen zur Verfügung. Dieses Vorhaben führte bei den Bauern zu nachhaltigen Erfolgen und es war für sie kostenlos. Im Norden konnte der König die Bergstämme überzeugen, den Mohnanbau aufzugeben, der zur Produktion von Opium nötig war. Er empfahl den Bergstämmen auf Produkte umzusteigen, die sie auf lokalen Märkten gewinnbringend verkaufen konnten. Der Lebensstandard und das Einkommen der betroffenen Völker konnte erheblich gesteigert werden, der Mohnanbau kam fast völlig zum Erliegen und die Wälder konnten sich durch Aufforstung wieder erholen.

An der Kasetsart Universität wurde ein Fonds gegründet, der sich mit Ersatzprodukten für den Mohnanbau beschäftigen sollte. In der Folgezeit entwickelten sich die Bergstämme zu Produzenten von Babykarrotten, Lauch, Zuckerbohnen, Zucchini, süssem Pfeffer, Rosmarin, Oregano, Roten Rosen, Chrysanthemen, Gladiolen, Schleierkraut, Astern, Erdbeeren, Birnen und Pfirsichen, also Gemüse, Gewürze, Blumen und Früchte, die vorher dort nicht wuchsen und von denen man zuvor nichts gehört hatte. Die Produktion von Opium von jährlich etwa 150 Tonnen konnte damals um 85% reduziert werden. Die agrikulturellen Produkte, die vom König gefördert wurden, laufen seither unter dem Namen Doi Kham und sind bei den Verbrauchern wegen ihrer hohen Qualität sehr begehrt. Das Projekt hatte 4 Untersuchungsstationen, 35 ländliche Entwicklungszentren, umfasste 295 Dörfer und 14.109 Haushalte mit 85.000 Menschen in den Bergen Nord-Thailands.

Wegen der unzureichenden Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten gründete der König im Jahr 1967 die Royal Medical Unit, die für die arme ländliche Bevölkerung eine Gesundheitsfürsorge durchführen sollte.

Im Jahr 1971 wurde mit einer Spende von 50.000 THB eine Reismühle auf dem Gelände des königlichen Palastes errichtet. Die bei der Reisproduktion anfallenden Reisschoten wurden jetzt nicht mehr als Abfall behandelt sondern als organischer Dünger, Benzinersatz und als Futter für Rindvieh und Fische verwendet.

Die Vierte Dekade 1976-1985:

1979 verlegte der König seine bisherigen Experimente im Bereich der Land- und Viehwirtschaft sowie der Fischerei in neue Untersuchungs- und Entwicklungszentren. Das erste Zentrum dieser Art wurde in Khao Hin Sorn, Amphoe Phanom Sarakham, Changwat Chachoengsao gegründet. Es beschäftigte sich mit der Fruchtbarkeit des Bodens, dem Wasserresourcenmanagement, der Wiederaufforstung, der Planung der Kultivation von Feldfrüchten und der Tierwirtschaft. 1981 wurde durch die Regierung das Office of the Royal Development Projects Board (RDPB) gegründet, das jetzt den königlichen Projekten Geld aus diversen Regierungsfonds gab. Das Gründungsvermögen betrug 300 Mio. THB, man konnte aber sehr schnell mit 1 Milliarde THB wirtschaften, so daß der Anteil der neuen Projekte pro Jahr um 50 wuchs.

Das RDPB konzentrierte sich dann auf die Schaffung der sogenannten "Lebenden Museen"-Projekte, die in bestimmten Regionen Regionen angesiedelt wurden und Projekte des Königs in den Bereichen Wiederaufforstung, Bewässerung, Landentwicklung und Farmtechnologie umfassen. Das zweite "Lebendes Museum"-Zentrum wurde im Jahr 1981 im Amphoe Tha Mai im Changwat Chanthaburi errichtet, es erhielt den Namen Kung Krabaen Bay Royal Development Study Centre, es beschäftigt sich mit Anbaumethoden in Küstenbereichen.

Im Januar 1982 folgte das Pikul Thong Royal Development Study Centre im Amphoe Mueang im Changwat Narathiwat, es beschäftigt sich mit dem Problem, wasserdurchtränkten Torfboden in brauchbares Ackerland zu verwandeln. Ebenfalls 1982 folgte das Phu Phan Royal Development Study Centre im Tambon Huai Yang, Amphoe Mueang, Changwat Sakon Nakhon, hier war es das Ziel, den Leuten im Nordosten angemessene Entwicklungsmethoden und Training für die Landwirtschaft beizubringen. Kurz vor Ende des Jahres 1982 wurde noch das Huai Hong Khrai Royal Development Study Centre im Amphoe Doi Saket, Changwat Chiang Mai gegründet, es beschäftigt sich mit neuen Methoden im Bereich der Erhaltung und landwirtschaftlicher Entwicklung im Norden. Im April 1983 folgte das letzte der "Lebenden Museen" im Amphoe Cha-am im Changwat Phetchaburi mit dem Namen Huai Sai Royal Development Study Centre, es beschäftigt sich mit der Wiederaufforstung sowie der Kultivation von landwirtschaftlichen Pflanzen für die Nutzung im südwestlichen Bereich der Zentralregion.

Im Jahr 1976 gründete der König im Amphoe Chom Thong im Changwat Chiang Mai eine Reisbank, im Jahr 1979 folgte eine Kuhbank.

Das Jahr 1982 zeigte eine Umwandlung des Royal Medical Team Projects durch die Initiative des Königs in die sogenannte Dorfdoktoren. Schon im Jahr 1976 hatte der Monarch das Phra Dabos Project zur Spracherziehung von streunenden und allein gelassenen Kindern gegründet.

Weitere wichtige Aktivitäten des Königs betrafen die Folgen der schweren Überflutungen, die Bangkok in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern heimgesucht hatten. Der König regte 1980 ein 173.4 km langes, 19 Kanäle und 43 Pumpstationen umfassendes neues Projekt an, das in Zukunft Überschwemmungen verhindern sollte und den Namen Kham Ling erhielt. Das Projekt wurde im Jahr 1983 mit einem Budget von 375 Millionen THB ausgestattet.

Die Fünfte Dekade 1986-1995:

Die Projekte des Königs entwickelten sich in den Achtziger Jahren sehr gut. Im Jahr 1988 erfolgte die Gründung der Chaipattana Foundation (übersetzt: Sieg der Entwicklung), um damit auch den Feiern als längster regierender Monarch in der Geschichte Siams/Thailand seinen würdigen Rahmen zu geben. Das erste Zentrum dieser Organisation wurde im Tambon Huai Bong, Changwat Saraburi, gegründet. Im Jahr 1989 wurde der erste Chaipattana Aerator zur Probe im Phra Montkutklao Hospital und im Wat Bowon Niwet Vihara eingesetzt, dieser Aerator war durch den König selbst entwickelt worden und wandelt Schmutzwasser in Brauchwasser um. Im Jahr 1991 folgte die Einführung von Vetivergras zur Verhinderung von Bodenerosion in Pa Hadtsai Yai in Pran Buri im Changwat Prachuap Khiri Khan, auch dies war eine Empfehlung des Königs. Für diesen Einsatz von Vetivergras erhielt der König im Jahr 1993 Preise von der IECA (International Erosion Control Association) und der Weltbank.

Bei seiner Geburtstagsansprache im Jahr 1994 stellte der Monarch, nach 50 Jahren Erfahrung dem Kabinett, Regierungsoffiziellen und dem Publikum seine Neue Theorie vor, über die wir an anderer Stelle dieser Serie bereits ausführlich berichtet haben. Im Bereich der Erziehung gründete der König am 05.12.1995 die Distance Learning Foundation, die heute 2.700 Schulen im Raum Bangkok und 3.000 Schulen im Land via Fernsehen betreut, damit wurden 2 Millionen Menschen neu an die Bildung herangeführt, außerdem profitierten weitere 2 Millionen in Nachbarländern wie Burma, Kambodscha, Laos und Vietnam.

- Fortsetzung nächste Ausgabe -


Eine Kreuzfahrt durch Südostasien

- Reisebericht von Wolfgang Payer, Inhaber der Easy ABC Sprachschulen, Teil 1 -

Reisen in ferne Länder bedeutet in erster Linie für viele ein blaues Meer, viel Sonne, grüne Palmen, weisser Strand und eine frische Brise, die einem um die Nase weht. Wer träumt nicht davon? Und wer von uns schon einmal auf einer Fernreise war, hat dafür sehr wahrscheinlich einen Flug gebucht, denn mit dem Flugzeug kommt man sehr schnell weit weg, aber diese Art zu reisen kann mitunter auch ziemlich anstrengend sein. Man packt seine Koffer, macht sich auf den Weg zum Flughafen, checkt ein, begibt sich in den Flieger und dann muss man zusehen, wie man die vor einem liegenden oftmals langwierigen Flugstunden hinter sich bringt, bis man endlich am Ziel angekommen ist. Wer es sich leisten kann, bucht einen Platz in der Business- oder First Class, um die Strapazen der lange Reise erträglicher werden zu lassen.

Was aber, wenn man nicht nur ein einzelnes Reiseziel hat, sondern in den wenigen Wochen des Urlaubs gleich mehrere Länder sehen möchte? Tja, ...dann muss man die gleiche Prozedur der An- und Abreise jedesmal erneut hinter sich bringen und immer wieder Koffer packen und das schwere Gepäck mit sich herumschleppen, was sehr lästig ist. Und wer dann ausserhalb Europas reisen möchte und nicht wenigstens etwas Englisch spricht hat es deutlich schwerer, denn auf einer Fernreise kommt man ohne Englischkenntnisse nicht viel weiter und ist seinem Umfeld hilflos ausgeliefert.

Aber es geht auch einfacher und deutlich preiswerter als in der Nobelklasse eines Flugzeuges, wie ich unlängst selbst erleben durfte. Anstatt zu fliegen, begab ich mich einfach aufs Schiff. Und zwar nicht auf irgend eine Jolle, ein Segelboot oder einen Ausflugsdampfer, sondern auf ein richtig schönes, grosses, 252 Meter langes und komfortables Kreuzfahrtschiff der AIDA Flotte, welches ich über das Reisebüro TAF - Thai Asien Flugreisen in Berlin gebucht hatte und das auch noch ein wenig günstiger, als eine Direktbuchung im Internet.

Wirklich praktisch so eine Schiffsreise, denn man packt nur ein einziges Mal seinen Koffer und hat nur eine An- und Abreise. Das war's auch schon. Auf grossen Schiffen war ich in meiner Jugend zwar schon öfters, meist waren es Butterfahrten auf der Ostsee, auch war ich bereits in 36 Ländern dieser Erde unterwegs, aber da dies meine erste richtige internationale Kreuzfahrt werden sollte, war ich natürlich auch gespannt auf das was mich erwartet. Werde ich seekrank? Könnte es mir auf dem Schiff langweilig werden? Was, wenn mir das Essen nicht zusagt? Ausserdem vermutete ich auf dem Schiff nur Rentner anzutreffen und um der befürchteten Langeweile vorzubeugen fragte ich Mario und Lisa, ein befreundetes Pärchen, ob sie mitreisen würden. Da auch für diese Beiden eine Kreuzfahrt eine Premiere war, sagten sie spontan zu.

Unsere Reise begann im Hafen von Laem Chabang/Thailand, nur eine Autostunde vom Flughafen Bangkok entfernt und noch näher an meinem Wohnort Pattaya, wo ich seit einem Jahrzehnt lebe. Für mich war es also ein Heimspiel.

Auf der AIDAbella angekommen verstauten wir alles Gepäck schön im Kleiderschrank unserer Aussenkabine (mit Fenster) und los gings. Unsere Reise sollte uns innerhalb von nur zwei Wochen durch insgesamt fünf Länder führen, nämlich Thailand, Singapur, Malaysia, Vietnam und Kambodscha. Als deutsche Staatsbürger mussten wir uns vor Reiseantritt nur um ein Visum für Kambodscha bemühen, in alle anderen Länder konnten wir ohne Visum einreisen. Unsere thailändischen Partnerinnen hatten es als Mitglieder der ASEAN Staaten noch einfacher, denn für sie ging alles ohne Visum. Unsere Pässe gaben wir beim Einchecken einfach bei den Betreuern an der Rezeption ab, die für alle Länder, die wir ansteuerten, die Einreiseformalitäten für uns erledigten.

Reif für die Insel

Unser Schiff stach am Abend in See und machte sich auf den Weg nach Koh Samui im Süden von Thailand. Auf dieser Insel war ich bestimmt schon 20 Jahre nicht mehr, insofern war ich gespannt zu sehen wie sich alles verändert hatte. Spätestens jetzt, als an Bord das erst Abendessen serviert wurde, bemerkte ich, dass es mit der Bordverpflegung keine Probleme geben würde, denn es gab auf dem Schiff sieben verschiedene Restaurants mit unterschiedlichem Angebot, vier davon mit Schlemmer-Buffet, wobei alles - selbst die Tischgetränke einschliesslich Bier und Wein - im Reisepreis bereits inbegriffen waren (siehe hierzu auch den AIDA Bericht vom Reisebüro TAF - Thai Asien Flugreisen in der letzten FARANG Ausgabe 03-2017).

Mein Fazit zum Essen: Wer hier nicht satt wird ist selbst schuld. Ein deutscher Chefkoch sorgt mit seinem internationalen Team für das leibliche Wohl der Passagiere. Die Buffets sind reichhaltig und die Auswahl an Gerichten ist sehr vielfältig. Von deutscher Hausmannskost bis hin zu asiatischen Currys und anderen internationalen Köstlichkeiten wird alles geboten was das Herz begehrt. Eventuell sogar zuviel des Guten, wie der eine oder andere von uns nach Urlaubsende beim Gang auf die Waage feststellen musste. Mehr als 90% der 2.050 Passagiere und auch viele der 646 Mann Besatzung waren deutschsprachig, was die Verständigung an Bord für die Reisenden vereinfachte, die vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen. Und bei einigen Älteren lag der letzte Englischkurs schon Jahrzehnte zurück.

Vielleicht aufgrund des guten Essens und dem anschliessenden tiefen Schlaf in unseren zwar kleinen aber gut ausgestattenten Kabinen mit bequemen Betten, spürten wir fast gar nichts von der Überfahrt auf dem Golf von Thailand. Wir hatten eher das Gefühl uns in einem riesigen schwimmenden Hotel zu befinden, welches sich nach 13 Stunden gemütlicher Seefahrt am nächsten Morgen um 8 Uhr im Hafen von Koh Samui befand. Da das Wetter im Februar hervorragend war und meine Reisebegleiter und ich Abenteurer sind, machten wir uns - ohne die Reisegruppe - auf eigene Faust auf den Weg. Wir mieteten uns am Hafen für unter 10 Euro jeweils einen Motorroller und fuhren ein Mal komplett um die wirklich sehr schöne Insel und klapperten die einzelnen Strände ab, was in wenigen Stunden problemlos möglich ist. Wer weniger abenteuerlustig ist und weder Thai noch Englisch spricht, ist gut beraten sich den von der AIDA organisierten vielfältigen Landausflügen - natürlich gegen Aufpreis - mit deutschsprachiger Reiseleitung anzuschließen und die Insel mit dem Reisebus oder in der Radfahrergruppe zu erkunden.

Singapur Ahoi

Von der Insel Samui bis Singapur lag eine Reise von etwa 631 Seemeilen (1,169 km) vor uns und da der nächste Tag ein Seetag war, hatten wir endlich mal Gelegenheit das Schiff ein wenig zu erkunden. Es ist einfach unbeschreiblich wie viele Attraktionen und Veranstaltungen für die Gäste vorgesehen waren. Von Kino über Fitness Center, Yoga, Sauna, Spa, einem FKK-Bereich zum nahtlosen braun werden, Theatervorführungen, Tanzkurse, Pool-Partys, Musik- und Karaoke-Shows, sowie Tanzabende für Jung und Alt, Bingo und ein Spielcasino war wirklich alles vorhanden. Selbst Familien kommen bei AIDA nicht zu kurz, denn ein Kids Club mit Kinderbetreuung (auch ganztägig) steht für die kostenlose Nutzung zur Verfügung. Gegen Aufpreis gibt es WLAN Internet, was aber aufgrund der Tatsache, dass das Funksignal über Satelliten empfangen wird, natürlich nicht von der Qualität ist, wie wir es von Zuhause über Glasfaserkabel gewohnt sind. Wer auch nur einige dieser Freizeitangebote nutzt, wird schnell feststellen, dass so ein Seetag schneller vorbei geht als einem lieb ist.

Einige von uns hatten Sorge, dass die lange Fahrt nach Singapur zu Seekrankheiten führen würde, jedoch war diese Sorge unbegründet. Die See war so glatt wie ein Spiegel und die wenigen Wellen wurden durch die Schiffsstabilisatoren hervorragend ausgeglichen. In Singapur angekommen erkundeten wir auch dieses Mal wieder auf eigene Faust die Stadt, zum Teil mit dem Taxi bzw. mit der Metro, die übrigens sehr interessant und sehenswert ist. Da die Weiterreise erst für Mitternacht vorgesehen war, reichte die Zeit locker aus um einen Besuch nach China-Town und Little India zu machen, am Marina Bay das Wahrzeichen von Singapur, den Merlion, zu besuchen und auch einen Cocktail auf der Dachterrasse des berühmten Marina Bay Sand Hotels zu geniessen, welches auf jedem Foto von Singapur zu sehen ist und dadurch auffällt, dass eine riesengrosse Plattform in der Form eines Schiffes über 3 Hoteltürme hinweg reicht. In der Mitte dieser Plattform gibt es für die Hotelgäste auch einen atemberaubenden Infinity Swimmingpool. Diesen grandiosen Ausblick aus der 57. Etage mit einem herrlichen Panorama über Singapur sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.

Mit besten Grüssen in die alte Heimat... Wolfgang (Dodo) und Kay

Zum Autor: Wolfgang Payer ist ehemaliger Berliner und lebt seit dem Jahr 2004 in Thailand, wo er seit 2008 in Pattaya mit seinem 30 Mann starken Team 3 Sprachschulen (Easy ABC Pattaya) betreibt. Ausser Englisch, Russisch, Deutsch und Thai kann man bei ihm auch Computerkurse buchen oder sich auf das A1-Goethe Zertifikat (Start Deutsch 1) vorbereiten. (Siehe auch die Anzeige auf Seite 47) www.easy-abc-th.com

Photos copyright © by Wolfgang Payer

- Zweiter Teil nächste Ausgabe -


RA Bümlein informiert:

"Wo bleibt das Kind nach der Trennung?" - Neues vom Bundesgerichtshof

Sind sorgeberechtigte Eltern sich nach einer Trennung einig - was im übrigen sehr wünschenswert wäre - so können sie beide gemeinsam festlegen, bei wem das Kind lebt und wie oft es den anderen Elternteil besucht. Eine gängige Regelung ist zum Beispiel, dass das Kind bei der Mutter oder dem Vater lebt und den anderen Elternteil jedes zweite Wochenende besucht (Residenzmodell). Da aber jede Familie anders ist, ist natürlich auch jede andere Regelung möglich.

Eine dieser Möglichkeiten ist das sogenannte Wechselmodell. Das Kind wechselt also zum Beispiel im wöchentlichen Rhythmus von einem Haushalt in den anderen. Es lebt eine Woche bei der Mama und eine Woche beim Papa. Dieses Wechselmodell ist freilich nur dann praktikabel, wenn die Eltern in der Nähe leben. Zudem müssen die Eltern gut miteinander auskommen. Denn diese Art der Betreuung setzt voraus, dass beide miteinander die alltäglichen Fragen das Kind betreffend klären können. Auch die unterhaltsrechtliche Frage muss geklärt werden. Entgegen der allgemeinen Meinung schuldet nämlich der besserverdienende Elternteil dem Kind auch dann noch Unterhalt, wenn er es hälftig betreut. Der Anteil kann nur eventuell geringer sein.

Bisher war es nun so, dass trotz Vorliegen dieser Voraussetzungen - also dass die Eltern eigentlich gut miteinander klargekommen sind und sich gemeinsam um das Kind gekümmert haben - gegen den Willen eines der Elternteile das Wechselmodell nicht durch ein Gericht angeordnet werden konnte. Es blieb also nur eine freiwillige Einigung. Die Gerichte lehnten die gerichtliche Anordnung mit dem Argument ab, dass sie nicht derart in die Ausgestaltung des Sorgerechts eingreifen könnten.

Nunmehr hat das oberste deutsche Gericht in Familiensachen, der Bundesgerichtshof, jedoch eine bahnbrechende neue Entscheidung getroffen und damit - davon gehen familienrechtliche Experten aus - nicht nur die Rechtsprechung geändert, sondern die Grundlage geschaffen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Vermutlich wird man nun vom sogenannten Residenzmodell abweichen und das Wechselmodell gesetzlich nach einer Trennung der Eltern als Grundmodell vorschreiben.

Man geht dabei von dem Gedanken aus, dass es grundsätzlich für das Kindeswohl förderlich ist, wenn das Kind auch nach einer Trennung durch beide Eltern gleichmäßig betreut wird. Dies heißt nicht, dass Eltern sich nicht für ein anderes Modell entscheiden können. Der Grundsatz soll allerdings das Wechselmodell sein. Bisher fehlt es hierfür jedoch an einer gesetzlichen Grundlage.

Nach der neuen Rechtsprechung ist das Wechselmodell anzuordnen, wenn die geteilte Betreuung durch beide Eltern im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am ehesten entspricht. Dies setzt wie gesagt voraus, dass beide Eltern gewillt und in der Lage sind, sich auf diese Situation einzustellen und erhöht zu kooperieren. Im Umkehrschluss heißt das, dass ein Wechselmodell dann nicht angeordnet werden kann, wenn diese Voraussetzung gerade nicht vorliegt. Erheblich konfliktbelastete Elternverhältnisse profitieren daher von der neuen Rechtsprechung nicht. Zu beachten ist zudem, dass dem Kindeswillen mit steigendem Alter ein zunehmendes Gewicht beizumessen ist. Auch der Wille des Kindes, ob es einem Wechselmodell zustimmen würde oder nicht, ist daher unter anderem ausschlaggebend.

Verfahrensgang: AG Schwabach, 10.09.2015 - 1 F 280/15; OLG Nürnberg, 08.12.2015 - 11 - UF 1257/15; Bundesgerichtshof, Beschluss vom 01.02.2017, XII ZB 601/15

Nicole Rinau, Rechtsanwältin für Familienrecht und Fachanwältin für Sozialrecht, BÜMLEIN Rechtsanwaltskanzlei


Farang und Lotosblüten

Leseprobe

Der Fluch des Schamanen

Liebe Leser,
nun beginnt eine neue Saison auf meinem Kanucamp in Altfriesack. Ihr könnt mich und meine thailändische Familie gerne besuchen. Da gibt es einige Farangs, die das mit ihren Partnerinnen schon seit vielen Jahren machen. Während die Frauen spazieren gehen oder etwas Leckeres kochen, angeln die Männer und plaudern abends bei einer Flasche Bier am Lagerfeuer. Über Thailand gibt es viel zu erzählen. Irgendwie hat doch jeder Leser dieser Zeitschrift, eine Beziehung zum Land des Lächelns. Vielleicht findet Ihr später, etwas von Euren Erlebnissen in meinen Büchern, oder im FARANG wieder. Franky Kuchenbecker

Nun die Leseprobe, was bereits geschah:

Fredy ging nach Thailand um eine Frau zu finden. Dabei erlebte er viele Abenteuer und fällt gewaltig auf die Schnauze. Sein Freund Alex, ein eingefleischter Junggeselle möchte ihn vor weiterem Unheil bewahren und lernt dabei seine Traumfrau kennen. Sie bekommt ein Kind, aber verschweigt es. Erst als Alex wieder nach Thailand kommt, um Fredy aus der Patsche zu helfen, erfährt er davon. Glücklich über diesen Zustand möchte Alex seine neue Familie mit nach Deutschland nehmen.

Bangkok

Nachdem wir sicher waren, dass die Polizei alles im Griff hat, bezahlten wir das Taxi, verabschiedeten uns und wünschten der jungen Mutter viel Glück.

Für einen Besuch in der deutschen Botschaft war es nun zu spät. Den verschoben wir auf den nächsten Tag und suchten ein naheliegendes Hotel auf. Es war nicht besonders schön, hatte aber auf der Dachterrasse einen Swimmingpool. Neu und Joshua (der Sohn) gingen zeitig schlafen und ich verbrachte den Abend bei einer kühlen Flasche Bier dort oben.

Tief durchatmen ging nicht, die Luft über den Dächern der Großstadt war recht dünn. Aber das war mir egal. Auch der Lärm, mit dem immer wiederkehrenden Heulen der Sirenen von Polizei oder Feuerwehr, störte mich nicht. In Gedanken versunken schaute ich in das Betongrau mit den vielen Hochhäusern.

Eigentlich liebe ich diese Stadt. Als ich vor vielen Jahren das erste Mal hierherkam, war ich begeistert von den königlichen Bauten, den goldenen, buddhistischen Tempeln und von den vielen freundlich lächelnden Menschen. Es war damals eine geführte Südostasienreise, die in Bangkok begann.

Man zeigte unserer Reisegruppe die Highlights dieser Stadt. Wir besuchten als erstes den Tempel Wat Po. Die Reiseleiterin hatte uns vorher gemahnt, lange Hosen anzuziehen und die Schultern zu bedecken. Einige Damen aus unserer Reisegruppe wollten aber schnell braun werden und hielten sich nicht daran. Die Quittung bekamen sie beim Einlass - man ließ sie nicht passieren.

Aber auf so etwas waren die Straßenhändler in der Nähe vorbereitet. Sie verkauften große Tücher mit thailändischen Mustern, die die Damen dann als Wickelrock und Schulterbedeckung tragen konnten. Wahrscheinlich hätte man sie woanders preiswerter bekommen, aber das war den Damen egal. "Ist doch Urlaub", sagten sie sich.

Ich war schon beim Betreten der Tempelanlagen fasziniert: So viel Glanz und Glimmer hatte ich vorher noch nie gesehen. Trotz der vielen Touristen, strahlten die Mauern Ruhe und Entspannung aus.

Im Wat Po gab es eine Massageschule. Dort probierten einige aus unserer Gruppe, und ich auch, eine erste Thaimassage aus. Obwohl es etwas schmerzte und ich Angst bekam, dass mir dabei etwas Schlimmes passiert, war es etwas ganz Besonderes.

Beim Verlassen des Tempels machten wir negative Erfahrung mit einem Schlepper. Ein freundlich und seriös aussehender älterer Herr, der sogar deutsch sprach und angeblich bei der Touristenpolizei arbeitete, sprach uns an. Wir sollten unbedingt eine Bootstour durch die Klongs von Bangkok machen. Dabei würden wir einen Eindruck vom Leben der Menschen am Fluss bekommen und als krönenden Abschluss an dem am häufigsten fotografierten Gebäude der Welt, dem Tempel der Morgenröte, vorbeischippern. Aber nur mit seiner Hilfe bekäme man eine solche Tour zu einem günstigen Preis.

Einige von uns nahmen das Angebot an. Abgesehen davon, dass diese Tour schön und interessant war, wurde sie uns aber viel zu teuer verkauft. Hätten wir die Tickets direkt am Hafen gekauft, wären sie um ein Vielfaches billiger gewesen.

Plötzlich wurden meine Gedanken unterbrochen: Eine junge Mutter kam mit zwei lärmenden Kindern. Ich schaute mich um und entdeckte auch ein Liebespaar, das sich, ohne dass ich es bemerkt hatte, auf eine der Liegen gelegt hatte und schmuste. Sie waren so sehr miteinander beschäftigt, dass sie der Lärm der Kinder nicht störte.

Die Kleinen sprangen vergnügt ins Wasser und planschten. Ich sah ihnen zu und freute mich darüber, dass ich nun auch eine Familie hatte. Dann schaute ich wieder in die abendliche Stadt und versank erneut in Gedanken. "Hoffentlich wird Neu sich in Deutschland wohlfühlen?" fragte ich mich. Was könnte dagegen sprechen? Deutschland ist mittlerweile ein weltoffenes Land und Köln eine tolerante Stadt. Neu spricht unsere Sprache, pflegt einen christlichen Glauben und hat einen guten Beruf. Wenn das keine guten Voraussetzungen sind?!

Aber werden wir uns auch gut verstehen? Wird unsere Liebe halten? Sind wir vielleicht schon zu alt um uns aneinander anzupassen? Man sagt ja, 'Liebe macht blind'. Ein halbes Leben lang hat jeder von uns allein gelebt. Neu ist Ende Dreißig und ich bin Anfang Vierzig. Neu war noch nie in einer festen Beziehung und bei mir war es ähnlich.

Das Durchschnittsalter bei Hochzeiten liegt in Deutschland bei dreiunddreißig Jahren. Da liegen wir doch eigentlich mit unserer Familiengründung fast noch im Trend.

Wenn wir uns gegenseitig respektieren und nicht zu sehr einschnüren, dann wird das schon was. Ich kann auf vieles verzichten. Nur den Besuch im Fußballstadion lasse ich mir nicht nehmen. Na warum auch: Wenn Neu möchte, dann kommt sie mit. Und Joshua, wenn er dann alt genug ist, sowieso.

Mit einem guten Gefühl verließ ich die Dachterrasse und ging auch schlafen.


Boonhom - Neue Thaimassage in Berlin

Das ist kein Aprilscherz - am 1. April eröffnete die Thaimassage Boonhom in der Kaiserin-Augusta-Allee 88 in Berlin Charlottenburg. Inhaberin Uma hatte zu diesem Anlass einen Mönch vom Wat Buddhavihara gebeten, ihr Geschäft zu segnen. Viele Gäste, darunter die Eltern ihres Lebenspartners, auch Freundinnen, Mitarbeiterinnen und Kolleginnen aus anderen Thaimassagen waren gekommen. So Linda von Ban Amnat und Nad von Ting Thaimassage, auch Eh und Porn Michigo von der Thon Pho Thaimassage sowie Hanni waren da. Nach dem Beten und dem Segnen konnte man sich am schönen Thai-Buffet erfreuen.

Die Thailänderin Uma stammt aus Khon Kaen, sie hat 3 Kinder und lebt schon 23 Jahre in Deutschland. Sie war stets fleissig, hat in vielen Berufen gearbeitet, als Kinderbetreuerin, in Thairestaurants und dann in der Thaimassage. Zuletzt war sie 8 Jahre in der Thaimassage Thon Phon von Jimmy tätig. Dort hat sie auch ihre Ausbildung bekommen.

Die Boonhom Thaimassage (es ist den Name ihres Vaters) befindet sich nahe dem Mierendorffplatz. Die 2 Räume sind hell und freundlich gestaltet. Glücklicherweise ist Umas Partner Malermeister. Das half sehr beim Neubau des Geschäftes. Und er ist stolz darauf, dass alle Materialen, die eingebaut wurden, ökologisch unbedenklich sind. So wurden die Wände mit einem besonderen Lehmputz bestrichen, was für ein gesundes Raumklima sorgt. Für Allergiker eine Freude: Nichts Schädliches in der Raumluft. Und - hier gibt es keine Erotik! Viel Glück!

BOONHOM
traditional thaimassage
Kaiserin-Augusta-Allee 88
10589 Berlin
Mo - Fr 10 - 20, Sa 12 - 19 Uhr
Tel.: +49 (0)30 / 340 99 858
Mobil: +49 (0)157 / 830 59 101
www.boonhom.de



Ein kleiner geschäftlicher Rückblick auf die vergangenen 9 Jahre bei Easy ABC Pattaya

Mit Flower Power ins 10. Jahr

aKinder, wie schnell die Zeit vergeht. Am 18. März 2017 gab es wieder mal einen Grund zu feiern. Trotz heftigen Regens, der zwischendurch immer wieder mal aufkam, liess es sich mehr als die Hälfte der 300 Schüler der bekannten Schule nicht nehmen, der Einladung zum neunjährigen Bestehen von Easy ABC zu folgen. Der deutsche Besitzer Wolfgang Payer lebt seit 2004 in Thailand, spricht fliessend Thai und war anfänglich drei Jahre lang in Bangkok als Deutsch- und Englischlehrer tätig. Weil er sich häufig über die Unprofessionalität und Inkompetenz von einigen dort ansässigen Sprachschulen sowie von manchen Lehrern ärgerte, wollte er seinen Beitrag dazu leisten es besser zu machen und so eröffnete er kurzerhand vor neun Jahren seine eigene Sprachschule in Süd-Pattaya auf der Thappraya Road, die heutige Zentrale. Unterrichtet wird u.a. Deutsch, auch A1-Kurse für das Heiratsvisum, Englisch und natürlich Thai. Und wer in Thailand leben und dabei eine Sprache erlernen will, kann sich für das ED-Jahresvisum (Studienvisum) anmelden. Auch bei beglaubigten Übersetzungen für eine Eheschliessung bzw. Dokumenten für die Botschaft etc., gibt es bei Easy ABC einen Service. Im Gegensatz zu regulären Schulen sind die Kunden und Studenten von Easy ABC vorwiegend Erwachsene, entweder Urlauber oder Expats, die hier in Thailand leben bzw. Personen die einen Deutsch- oder Englischkurs für ihren(n) Partner(in) suchen.

Der Erfolg spricht für sich, denn bereits sechs Monate später wurde in Naklua - im Norden der Stadt - die zweite Filiale eröffnet. Es sind nun neun Jahre vergangen, und Easy ABC gibt es drei Mal in Pattaya. Die jüngste Schule öffnete im Jahre 2015 direkt neben dem CENTRAL FESTIVAL Einkaufszentrum auf der Second Road ihre Türen.

Es war aber nicht immer einfach. Zwischenzeitlich gab es in Thailand auch Zeiten der Wirtschaftskrise sowie Demonstrationen und kriegsähnliche Zustände zwischen den sogenannten Rot- und Gelbhemden und ein Militärputsch im Mai 2014, welcher dazu führte, dass die demokratische Regierung durch eine Militärregierung ersetzt wurde. Und dieser Zustand ist auch noch heute so. So manchem Unternehmen haben die wirtschaftlichen Veränderungen, die durch die Militärdiktatur herbeigeführt wurden, sehr stark zugesetzt. Für viele Unternehmer, die im Ferienparadies ihr Glück versuchten, bedeuteten die schlechten wirtschaftlichen Umstände auch das Aus für ihr Geschäft.

Wolfgang Payer konnte sich mit seinem 30-köpfigen Team in dieser wechselhaften Zeit aufgrund seines konsequenten Managements und seiner Gradlinigkeit jedoch gut behaupten und den widrigen Umständen trotzen und sein Unternehmen sogar noch weiter ausbauen. Wie jedes Jahr fand die Jubiläumsparty unter einem Motto statt. Das diesjährige Motto lautete: "Die Flower Power Hippie Generation". Und so war es auch selbstverständlich, dass man auf einer Motto-Party in der entsprechenden Bekleidung kommt. Und viele Gäste kamen in einem wunderschönen farbenprächtigen Outfit, wofür es eine Preisverleihung für die vorgeführten Tanzeinlagen sowie für das originellste Kostüm gab. Die Live Band spielte passend dazu Oldies aus der Flower-Power-Zeit der 60er und 70er Jahre, ausserdem gab es ein Spanferkel vom Grill und ein Buffet zum Sattessen.

Wolfgang Payer bittet uns auszurichten, dass er sich sehr herzlich bei allen Schülern, Freunden und Mitarbeitern von Easy ABC für die langjährige Treue und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken möchte. Ferner ist er noch auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern im Büro oder für Deutsch-, Englisch- und Thaiunterricht. Bei Thais werden gute Fremdsprachkenntnisse in Englisch und /oder Deutsch vorausgesetzt.

Easy ABC ist eine vom Thailändischen Bildungsministerium lizensierte Sprachschule. Bewerbungen, Kontaktaufnahme sowie weitere Informationen über Sprachkurse finden Sie online unter: www.easy-abc-th.com oder auf Seite 6 in dieser Ausgabe.


Nats Geburtstag im Scorpion

Am 31. März feierte Nat seinen 20. Geburtstag im Scorpion, dem Berliner Thai-Musik-Café, das seine Mutter It (Tanya) zusammen mit Sombat betreibt. Nat hatte sie schon mehrmals in Deutschland besucht. Seit dem 28. Februar ist er mit einem Studien-Visa in Dortmund und hat die Aufnahme-Prüfung an der dortigen TU mit Auszeichnung bestanden. Er sagte mir, dass er dann dort Maschinenbau studieren wird. Khun Nat machte einen sehr höflichen und freundlichen Eindruck auf mich, er spricht auch schon relativ gut Deutsch. Wenn er so weitermacht wie bisher, wird er seiner Mutter noch viel Freude bereiten.

Das Scorpion war an jenem Abend schnell mit ausgesprochen vielen jungen Thais besetzt. Es ging richtig die Post ab... Bis in die frühen Morgenstunden war ein ständiges Kommen und Gehen. Es gab ein reichhaltiges und kostenloses großes Buffet - Ein rundum gelungener Abend. Noch unbedingt zu erwähnen ist, dass es im Scorpion am 30. April eine Themen-Party gibt, diesmal mit dem Motto Uniformen (siehe Anzeige Seite 19). Bonus: An jedem Tisch, der nur mit Uniform-Trägern besetzt ist, kostet die Flasche Whisky nur 50,- Euro. Martin K.


Der Verein Hoffnungsfunke berichtet

In den entlegenen Bergdörfern im Norden Thailands leben die Familien in grosser Armut. Für die Kinder gibt es keine Schulen - und daher auch keine Aussicht auf eine bessere Zukunft.

Mit unserem Kinderheim nahe der kleinen Stadt Phrao ermöglichen wir genau diesen Kindern den Schulbesuch und bieten so Entwicklungschancen für die Ärmsten der Armen.

Gleichzeitig fördern wir die Anerkennung ihrer Kultur in der thailändischen Gesellschaft und leisten Hilfe zur Selbsthilfe bei der Versorgung mit Medizin, Wasser und Nahrung.

Liebe Freunde vom Kinderheim in Phrao, Thailand, März 2017

wir grüßen Sie sehr herzlich. Die letzten Monate waren wie immer turbulent, aufregend und mit vielen fröhlichen, aber auch mit sehr traurigen Erlebnissen verbunden.

Zurzeit laufen die Schulen auf Hochtouren, und unsere Kinder müssen jeden Tag einen Test schreiben, aber das kennen wir ja auch von Deutschland. Im Laufe des Monats schließen alle Schulen und Kindergärten, denn zwei Monate Sommerferien stehen bevor und die heißeste Zeit des Jahres hat bereits begonnen.

In den letzten Monaten hat die Regierung versucht viele Gesetze anzuwenden, von denen manche schon seit 20 Jahren existieren. Ja, das bereitet uns manche Probleme. Statt sich darüber zu freuen, wie wir und unser Freundeskreis sich für die benachteiligten Kinder einsetzen - was ja eigentlich die Aufgabe der Behörden wäre - machen sie uns nur Stress. Die Behörden haben bereits Kinderheime geschlossen, weil die Voraussetzungen nicht geschaffen wurden, um Kinder ordentlich unterzubringen und zu versorgen. Wir haben alle Auflagen erfüllen können, dank unserer fleißigen Mitarbeiter und durch die richtigen Kontakte. Dass wir jetzt alle 6 Monate den Kopfumfang unserer Kinder messen müssen, ist schon erstaunlich und mit Fragen verbunden.

Für uns ist es wichtig Raum zu schaffen, damit Kinder etwas lernen können. Das ist nicht immer erfolgreich, weil die "faulen Socken" niemals aussterben werden. Wozu lernen, wenn die Sonne scheint und genug zu essen da ist?

Stärker denn je haben wir es mit vielen Opium- und Alkoholsüchtigen in den Dörfern zu tun. Vor 2 Wochen haben wir den Vater von Worawith (13 Jahre alt) begraben. Er hatte sich mit einer Überdosis Opium das Leben genommen. Jetzt ist der Junge allein, weil auch seine Mutter das Weite gesucht hat. Allein? Nein, wir werden uns alle um ihn kümmern und lachen kann er auch schon wieder. Dies ist kein Einzelfall. Immer mehr Kinder suchen das Gespräch mit mir und den Mitarbeitern. Die Nöte werden immer größer und sehr oft wissen wir keine Antwort. Uns ist sehr klar, wir sind am richtigen Platz und versuchen das Beste für unsere Kinder zu geben.

Gefallen Ihnen die hier abgebildeten Fotos? Möchten Sie dazu eine wunderbare Diashow sehen? Besuchen Sie unsere Homepage www.hoffnungsfunke.de Sie werden staunen, was Anita und Jonas für uns geleistet haben.

Jonas und Anita Werner haben uns wieder einmal besucht. 2010 waren sie zum ersten Mal im Kinderheim und 2017 ist diese wunderbare Diashow entstanden. Einfühlsam, professionell und mit ganz großer Freude haben sie mit uns gearbeitet. Wir hatten eine wunderbare Zeit und das Ergebnis sehen Sie online in der wunderbaren Diashow 2017.

DANKE für Ihre treue Unterstützung und Hilfe. Seid behütet und gesegnet!

Liebe Grüße von Günter Oppermann und allen Heimbewohnern

Hoffnungsfunke e.V.

D 65207 Wiesbaden, Winzerstr. 7

www.hoffnungsfunke.de und www.facebook.com/hoffnungsfunke

Mail Kinderheim Phrao:

guenter@hoffnungsfunke.de

Mobile: +66 (0) 81 884 6560

Spendenkonto Deutschland: Hoffnungsfunke e.V.

Postbank München

IBAN DE37 7001 0080 0015 7918 05

Spendenkonto Schweiz:

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Google Earth: https://goo.gl/aLKrCy


2. Deutsch-Asiatisches Dialog Forum Thailands Handelsministerin in Berlin

Aus Anlass des 2. Deutsch-Asiatischen Dialogforums 2017 lud der in der CDU/ CSU-Fraktion für Südostasien zuständige Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann in Zusammenarbeit mit den Botschaften der Länder, Bundesvereinigungen und Wirtschaftsunternehmen ausgewählte Gäste aus der Region nach Berlin ein, aktuelle Fragen des Welthandels zu erörtern. Die sich nach dem Amtsantritt von Donald Trump ergebenden Fragen der internationalen Zusammenarbeit für alle dem freien Welthandel zusprechenden Partnerländer waren ein Kernthema der Beiträge und Diskussionen im Allianz Forum am Brandenburger Tor. Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Dr. Gerd Müller (CSU) unterstrich in seinem Impulsbeitrag für die Veranstaltung die besondere Bedeutung eines sowohl freien wie fairen Welthandels auf der Grundlage verlässlicher und von allen Partnern akzeptierten Regelungen. Es sei ein besonderes Anliegen der Bundesregierung, einen partnerschaftlichen und verlässlichen Dialog zu gewährleisten und diesen Grundsätzen zuwiderlaufenden Tendenzen entgegenzutreten.

Thailand war mit der amtierenden Handelsministerin Apiradi Tantraporn und ihrer hochkarätigen Delegation des Department of International Trade Promotion prominent vertreten. Im Ministerpanel des Forums unterstrich die Ministerin, lange Zeit Verhandlungsführerin Thailands bei der WTO, gemeinsam mit ihren Kollegen Arthur Tugade, Transportminister der Philippinen, Energieminister Pehin Dato Mohammad Yasmin Umar aus Brunei Darussalam und Luvsanvandan Bold, früherer Außen- und Verteidigungsminister der Mongolei, dass die Partnerländer Deutschlands in der Asien-Pazifik-Region die europäische Position teilen.

Im Rahmen des Dialogforums führte die Ministerin eine Reihe von Gesprächen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft, Verbänden und Politik. Gewicht erhielt hierbei das Thema Aus- und Weiterbildung, welches der Ministerin nach den Empfehlungen der deutschen Wirtschaft in Thailand vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks ans Herz gelegt wurde. Erste vielversprechende Ansätze für einen großen Sprung nach vorne sah die problembewusste Ministerin in den Projektansätzen der Fraunhofer Gesellschaft, deren Magdeburger IFF Institut in Bangkok bereits sehr engagiert tätig ist. RA Eberhard J. Trempel

Das Forum im Netz mit Rückblick: www.Asien-Dialog.de

Kontakt: Thailand Forum Germany - www.thailandproject.de -

Office of the Honorary Trade Advisor to the Ministry of Commerce of Thailand in Germany: RA Eberhard J. Trempel Burggrafenstr. 3, 10787 Berlin

Tel. (0049-30) 212486-0 / 030-2239 2392 - Fax. 030-2185 432 Multi Messaging Germany (+49) 0321-212-966-14


Das Wasserfest Songkran

Das erfrischendste Fest des Jahres steht vor der Tür: Während die Silvesterfeierlichkeiten in Deutschland schon wieder eine Weile her sind und man sich auf den milden Frühling freut, warten die Menschen in Thailand bei tropisch heißen Temperaturen noch auf den Start ins neue Jahr. Mitte April wird im südostasiatischen Königreich das Fest Songkran gefeiert, was so viel bedeutet wie "Übergang" und die Feiertage zum Beginn des neuen Jahres vom 13. bis 15. April markiert. Hintergrund dieses Datums ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne in ein neues Tierkreiszeichen eintritt; der offizielle kalendarische Jahreswechsel wird jedoch wie vielerorts auch am 1. Januar gefeiert.

Hinter der Tradition rund um Songkran steckt eine symbolische Reinigung von allem Schlechten, um den Schritt in das neue Jahr mit einem reinen Geist zu bestreiten. Zu den typischen Ritualen während des Festes gehören beispielsweise die Ehrerbietung gegenüber Buddhastatuen, die zu Songkran mit Wasser übergossen werden, sowie das symbolische Gießen von parfümiertem Wasser in die Hände von Mönchen und älteren Menschen, um ihnen Respekt und Dank zu zollen. Im Gegenzug sprechen die Älteren den Jüngeren ihren Segen aus und wünschen ihnen Glück und Erfolg für ihr Leben.

Doch besonders unter Besuchern Thailands ist das mehrtägige Fest eher für seine typisch thailändische Mischung aus Traditionen und ausgelassenem Volksfest bekannt: Der Brauch, sich gegenseitig von Kopf bis Fuß nass zu spritzen, hat sich in den letzten Jahren zu regelrechten Wasserschlachten entwickelt, die ausgelassen auf den Straßen im ganzen Land veranstaltet werden und an denen auch Touristen und Nicht-Thais mit großer Freude teilnehmen - eine willkommene Erfrischung bei heißen Temperaturen. Einen bunten Touch bekommt das Fest durch gefärbtes Puder, mit denen sich die Feiernden gegenseitig bemalen.

Besonders prunkvoll wird das Songkran-Fest in Chiang Mai begangen: Die feuchtfröhliche Feier lockt jedes Jahr viele Einheimische und internationale Besucher in die Stadt im Norden Thailands. Aber auch in vielen anderen beliebten Regionen des Landes wird das neue Jahr - auch über die offiziellen Feiertage hinaus - ausgelassen begrüßt. In Bangkok beginnen die Feierlichkeiten in diesem Jahr bereits am 12. April und dauern bis zum 20. April. Fokus des Festes ist diesmal die Bedeutung des Wassers in der thailändischen Kultur. Zu den beliebtesten Treffpunkten und Parties, um das neue Jahr angemessen zu begrüßen, gehören folgende Orte in verschiedenen Regionen des Landes:

Khao San Road, Bangkok, 13. - 15. April 2017, 10.00 - 23.00 Uhr

Silom Road, Bangkok, 13. - 15. April 2017, 10.00 - 00.00 Uhr

Entlang des Stadtgrabens, Chiang Mai, 11. - 16. April 2017, 09.00 - 22.00 Uhr

Pattaya (North, Central und South Beach), Lan Bodhi Park Na Kluea und Chon Buri, 11. - 20. April 2017, 09.00 - 00.00 Uhr

Khao Nieo Road, Khon Kaen, 13. - 15. April 2017, 10.00 - 20.30 Uhr

Patong Beach, Phuket, 12. - 13. April 2017, 10.00 - 22.00 Uhr

Hat Yai: Mitternachts-Songkran auf der Nipat Uthit 3 Road, der Sanehanusorn Road und am Wat Mahatta, 11. - 15. April 2017, 10.00 - 23.00 Uhr

Chaweng Beach, Ko Samui, 13. April 2017, 08.00 - 20.00 Uhr TAT


News aus Thailand

Einäscherung von König Bhumibol Adulyadej
Die Begräbniszeremonien und die Einäscherung des am 13. Oktober letzten Jahres verstorbenen Königs Bhumibol Adulyadej sind bereits für Ende Oktober geplant. Das hat Regierungssprecher Sansern Kaewkamnerd mitgeteilt. Der bislang verbreitete Termin 25. bis 29. Dezember beruhe auf einen Irrtum. Diesen Termin habe Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn vorgeschlagen. Das von der Regierung für das Begräbnis eingesetzte Gremium habe sich für Ende Oktober ausgesprochen. Der Termin muss von Seiner Majestät König Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun bestätigt werden.

18 Bahn-Verbindungen
Die Staatliche Eisenbahngesellschaft (SRT) hat angekündigt, 18 ihrer insgesamt 181 Verbindungen einzustellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei handelt es sich um Linien, die vom Passagieraufkommen nur knapp zur Hälfte ausgelastet sind und die bereits von anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Linienbussen und Vans bedient werden. Eingestellt werden 4 Zugverbindungen der Nordbahn, 4 der Südbahn und 10 Pendlerzüge in die Bangkok umgebenden Provinzen. Welche genau, wurde noch nicht bekanntgegeben.
Von den Streichungen betroffen sind auch einige Züge, die gratis von Thais genutzt werden können. Bestehen bleiben hingegen Ziele, die ausschließlich von der Bahn und keinem anderen öffentlichen Verkehrsmittel angesteuert werden. Änderungen plant die SRT auch beim Fahrplan von 2 Expresszügen in die Nordostprovinzen: statt täglich, sollen diese nur noch dreimal wöchentlich, freitags bis sonntags, verkehren. Durch den Wegfall unrentabler Züge könnte die Fahrtzeit anderer Verbindungen bis zu 30 Minuten verkürzt werden, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit erhöht wird, so die SRT. Der Plan muss jedoch erst noch vom Vorstand genehmigt werden. Björn Jahner

Japans Kaiser erweist dem König Respekt
Der japanische Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko sind in Bangkok zu einem Kondolenzbesuch eingetroffen und haben im Großen Palast dem verstorbenen König Bhumibol Adulyadej die letzte Ehre erwiesen. Das Kaiserpaar kam von einem Staatsbesuch in Vietnam und ließ sich kurz nach der Ankunft in Bangkok zum Großen Palast fahren. In der Thronhalle Dusit Maha Prasat verneigte es sich tief vor dem dort aufgebahrten Sarg des am 13. Oktober letzten Jahres verstorbenen thailändischen Königs. Auch legte es einen Kranz nieder, schrieb sich in ein Kondolenzbuch ein. Später traf es König Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun. Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko hatten über 50 Jahre enge Beziehungen zu König Bhumibol Adulyadej. Das Kaiserpaar besuchte Thailand erstmals im Dezember 1964 als Kronprinz und Kronprinzessin. Nach der Proklamation zu Kaiser und Kaiserin führte ihr erster Auslandsbesuch in 1991 nach Thailand. Sie besuchten das Königreich in 2006 zum 60. Jahrestag der Thronbesteigung von König Bhumibol. Dieser hatte Japan im Jahr 1963 besucht.

Invest in die Luftfahrt
Die Regierung hat für den Ausbau von Flughäfen einen Zehnjahresplan mit Investitionen von 406 Milliarden Baht verabschiedet. Thailand soll als 1. Luftverkehrsstandort Südostasiens ausgebaut werden. Schon heute können vom Königreich aus 193 Strecken weltweit gebucht werden. Die Zahl der Passagiere soll von jetzt 130 Mio. in 10 Jahren auf 277 Mio. steigen. Die beiden Bangkoker Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang werden ihre Kapazität von jetzt 45 auf 90 Mio. bzw. 30 auf 40 Mio. erhöhen, für Pattayas Airport U-Tapao werden 30 Mio. Fluggäste vorhergesagt, gegenüber in diesem Jahr voraussichtlich 3 Mio. Mit 86 Milliarden Baht werden 10 regionale Flughäfen und 11 City-Airports erweitert, auch über eine staatlich-private Partnerschaft. Die 10 regionalen Airports sind: Phuket, Chiang Mai, Krabi, Hat Yai, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Chiang Rai, Udon Thani, Ubon Ratchathani und Khon Kaen. Die City-Flughäfen: Phrae, Mae Hong Son, Mae Sariang in Mae Hong Son, Tak, Phetchabun, Hua Hin, Nakhon Ratchasima, Pattani, Betong, Chumphon und U-Tapao. Auf einem 600 Rai großen Areal am Airport U-Tapao will die Thai Airways International (THAI) im August dieses Jahres in mit dem Flugzeughersteller Airbus mit den Arbeiten für ein weitläufiges Zentrum für Wartung, Instandhaltung und Reparatur von Flugzeugen beginnen.

U-Tapao Wirtschaftszone
Die Regierung räumt der Errichtung der geplanten Wirtschaftszone am Pattaya nahen Militärflughafen U-Tapao in der Provinz Rayong oberste Priorität ein.
Rings um den Airport soll eine Industriestadt entstehen, durch Privilegierungen potenzielle Investoren aus der High-Tech-Branche angelockt werden. Die Ausschreibungen könnten laut Industrieminister Uttama Savanayana noch in diesem Jahr erfolgen. Deshalb habe er Premierminister Prayut Chan-o-cha vorgeschlagen, den Artikel 44 der Übergangsverfassung zu nutzen, der ihm absolute Macht gewährt, um den Ausbau U-Tapaos zügig voranzubringen. Uttama betrachtet das Projekt als Startschuss zur Umsetzung des Östlichen Wirtschafts-Korridors (EEC) in Vorbereitung auf die geplante Sonderwirtschaftszone an der Ostküste. Die 1. Phase soll noch 2017 mit dem Ausbau der Kapazität des Airports umgesetzt werden. Dafür werden 3.000 Rai des 13.000 Rai großen Flughafenareals ausgebaut und ein neuer Passagierterminal eröffnet. Ziel sei, so Uttama, die 3 Hauptflughäfen miteinander zu verknüpfen, um den inländischen Flugverkehr, Handel und Tourismus zu verfeinern. Das EEC-Projekt umfasst die Provinzen Chonburi, Rayong und Chachoengsao. Mit besonderen Anreizen wie gestützten Krediten, 5-Jahres-Visa und Arbeitsgenehmigungen für ausländische Spezialisten und Facharbeiter, soll sich der Spitzentechnologiesektor in der Sonderwirtschaftszone an der Ostküste ansiedeln. Björn Jahner

1 Tonne Müll gesammelt
Bei einer Müllsammelaktion des Department of Marine and Costal Resources (DMCR) wurde die Koh Racha Noi von über einer Tonne unachtsam in der Natur entsorgten Unrat befreit. Bei der Aktion nahmen über 50 Helfer teil, darunter Beamte des DMCR, Studenten der Unis Prince of Songkhla und Phuket Rajabaht sowie Taucher und andere Freiwillige. Insgesamt wurden 1.2 Kg Abfall vom Strand und aus dem Meer gesammelt: 424 Kg Glasflaschen, 265 Kg Plastikflaschen, 244 Kg Fischernetze und Fischereiequipment, 62 Kg Plastiktüten und 46 Kg Getränkedosen. Der restliche Unrat setzte sich aus Schuhen, Feuerzeugen, Bekleidung und sogar Motorradhelmen zusammen. Eine Müllsammelaktion am Laem Sai Beach auf Phuket im Februar erzielte 382 Kg Abfälle. Björn Jahner

Neue Honorarkonsulate
Auf dem Gelände des Thai Garden Resorts an der North Pattaya Road wurden jetzt das neue deutsche Honorarkonsulat und österreichische Generalkonsulat eröffnet. An der feierlichen Eröffnungszeremonie nahmen sowohl der deutsche Botschafter Peter Prügel als auch der österreichische Botschafter Enno Drofenik teil, Pattayas Ex-Vizebürgermeister Ronakit Ekasingh sowie ranghohe Vertreter der Immigration und Touristenpolizei. Rudolf Hofer, Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland und Honorar-Generalkonsul Österreichs, führte die geladenen Gäste durch die neuen Räumlichkeiten, die großzügig bemessen und modern ausgestattet sind. Der neue Standort zeichnet sich durch seine gute Erreichbarkeit aus und verfügt über ausreichend Parkplätze direkt vor dem Konsulat. Auch das Pattaya-Büro des Deutschen Hilfsvereins (DHV) ist in unmittelbarer Nähe zum neuen Konsulat angesiedelt, wodurch deutsche Urlauber und Residenten alle Hilfs- und behördlichen Servicedienstleistungen in Pattaya an einem Standort finden. Das neue Konsulat für die Bundesrepublik Deutschland und Österreich hat Mo. bis Fr. von 10-16 Uhr geöffnet.

Adresse:
179/168 Moo 5, North Pattaya Road, Naklua, Banglamung, Pattaya City, Chonburi 20150, Thailand.
Tel.: 038-422.634, Fax: 038-413.574. E-Mail: austrianconsulatethailand@yahoo.de

Gratis-WiFi am Motorradtaxistand
Großes Lob erfährt momentan auf sozialen Netzwerken ein Motorradtaxistand an der Einmündung zur Soi Bearing (Sukhumvit Road Soi 107/Bangkok), an dem Kunden angeboten wird, WiFi-Internet kostenlos zu nutzen. Die Betreiber begründen diesen außergewöhnlichen Service mit den oftmals langen Wartezeiten während des Feierabendverkehrs und, dass längst noch nicht jeder im digitalen Zeitalter angekommen ist, so z.B. Niedrigverdiener. "Manche Menschen haben nicht genug Guthaben auf ihrem Mobiltelefon (um Internet zu nutzen)", erklärt Ronnakorn Tonrub, einer der Betreiber, gegenüber Thairath.
Auf einem an dem Motorradtaxistand angebrachten Informationsblatt ist neben der Nennung des WiFi-Passworts zu lesen, dass sich die Betreiber für die langen Wartezeiten zur Rush Hour entschuldigen und ihren Kunden als Entschädigung Gratis-Internet offerieren möchten. Weiter weist es auf den Facebook-Account "Welovebearring107" hin, über den die Motorradtaxifahrer anbieten, nachts Essenslieferungen und Kurierdienste zu buchen oder natürlich auch einen Transfer.
Ronnakorn folgend, richtet sich der Onlineservice an Personen, die in der Soi wohnen, aber kein eigenes Fahrzeug besitzen. Mit diesem Service wollen er und seine Kollegen nach eigener Aussage dazu beitragen, die Lebensqualität in Bearing zu erhöhen. Björn Jahner

Probleme Koh Si Chang
Auch 9 Monate nach der Androhung der Behörden, gegen Umweltsünder auf der nur wenige Kilometer von Pattaya entfernten Insel Si Chang vorzugehen, blieb es bisher lediglich bei der Ankündigung, Taten folgten bis heute keine.
Wie bereits im Vorjahr, betonte Chonburis stellv. Gouverneur Phawat Lertmukhda auf einer Sondersitzung in der Stadtverwaltung einmal mehr, dass die Behörden ihre Kontrollen verstärken und neue Regeln erlassen würden, um zu verhindern, dass Bootsbesatzungen ihren Müll im Meer entsorgen. Bereits im Mai 2016 hatte Phawat angekündigt, ein neues Kontrollsystem einzuführen, um die Fähren zu überprüfen, die Waren und Güter zu der Sri Racha vorgelagerten Insel transportieren. Die für den Sommerpalast von König Chulalongkorn bekannte Koh Si Chang leidet unter Umweltproblemen wie angeschwemmten Müll, Ölfilmen von untergegangenen Schiffen und Luftverschmutzung von den vielen Booten, die Gäste zu dem Eiland transportieren. Björn Jahner

Limit wird 0,5 Promille
Sutthiphol Thaveechaikarn, Generalsekretär des Amts der Versicherungskommission, warnt Auto- und Motorradfahrer, dass, wenn sie im Falle eines Unfalls mit einer Blutalkohol-Konzentration von über 0,5 Promille aufgegriffen werden, sie ihren Versicherungsschutz verlieren. Ihr Schaden wird dann nicht mehr von der Versicherung abgedeckt.
Seine Behörde bereite diesbezüglich eine Gesetzesänderung vor, informierte er auf "Thai PBS". Die bisherige Regelung lautet, dass Autofahrer erst mit über 1,5 Promille ihren Versicherungsschutz verlieren. Sie wird mit der Neuregelung außer Kraft gesetzt, voraussichtlich bereits schon Ende März. Sutthiphol begründete diesen Schritt mit der Tatsache, dass die bisher geltende Regel in den Versicherungsverträgen nicht mit dem Landesverkehrsgesetz übereinstimmt. Denn in Thailand darf man sich nur bis zur 0,5 Promillegrenze hinter das Steuer setzen. Das heißt jedoch nicht, dass ein niedriger Promillepegel keine Konsequenzen bei einem Unfall hat. Björn Jahner

Spende für Changs
Der Spendenaufruf der Stiftung Friends of Asian Elephant Foundation hatte eine überwältigende Resonanz. In nur vier Tagen kamen 20 Mio. Baht zusammen. Die Stiftungsgründerin und Generalsekretärin Soraida Salwala hatte zuvor den Medien mitgeteilt, ohne großzügige Spenden von privat oder Zuschüsse der Regierung müsse die Stiftung mit dem Elefanten-Hospital in Lampang ihre Arbeit einstellen. Monatlich stünden nur 400.000 Baht zur Verfügung, die Stiftung benötige etwa 1 Million Baht. Als Soraida dann das Konto der Stiftung checkte, traute sie ihren Augen nicht: Aus dem alten Kontostand von 1,38 Mio. waren 21,32 Mio. Baht geworden.

Ein ATM für alle Banken
Die Thailändische Bankenvereinigung (TBA) überprüft die Möglichkeit, neue Geldautomaten einzuführen, die von einem einzigen Unternehmen betrieben werden und die vielen ATMs der verschiedenen Banken ersetzen könnten. Die Betriebskosten würden dann unter den teilnehmenden Banken gemeinsam getragen werden, woraus eine Kostenreduzierung für die Branche resultiert. Dabei sollen kleine Banken höher als große Kreditinstitute zur Kasse gebeten werden, da sie am meisten von dem Netzwerk profitieren würden. Für Bankkunden hingegen bleibt alles beim Alten, da die Abhebegebühren gleichbleiben würden. Das Konzept zielt darauf ab, die bisher hohe Konzentration verschiedener Geldautomaten an einem einzigen Standort, z.B. in Shopping Malls, zu reduzieren und stattdessen mehr ATMs in abgelegenen Landesteilen zu installieren. Björn Jahner

Im Demokratie-Ranking
Die Economist Intelligence Unit (EIU) mit Sitz in England hat in ihrem Demokratie-Index 2016 für Thailand nur noch 4,92 von 100 möglichen Punkten ermittelt. In 2012 waren es noch 6,55 Punkte, seitdem ging es mit dem Königreich ständig bergab. Jetzt nimmt Thailand bei 167 untersuchten Ländern nur noch Rang 100 ein. Bei der Bewertung geht die Economist Intelligence Unit von vollständigen Demokratien, unvollständigen Demokratien, Hybridregimen (Mischformen aus Autokratie und Demokratie) und autoritären Regimen aus. Thailand wird als Hybridregime geführt. Indonesien kommt auf 6,97 Punkte, die Philippinen auf 6,94, Malaysia auf 6,54 und Singapur auf 6,38. Die Top-Ten-Staaten sind Norwegen, Island, Schweden, Neuseeland, Dänemark, Kanada, Irland, die Schweiz, Finnland und Australien. Heruntergestuft wurde auch die USA, von einer vollständigen zu einer unvollständigen Demokratie.

Mehrwertsteuer
Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha plant eine Erhöhung der Mehrwertsteuer (VAT) von derzeit 7 auf 8%. Die Anhebung würde dem Staat im Jahr Mehreinnahmen von rund 100 Milliarden Baht bringen. Denn die Regierung braucht dringend weitere Gelder, um ihre umfangreichen Projekte finanzieren zu können. Der Premier glaubt, dass die Öffentlichkeit für eine Erhöhung der VAT um 1% Verständnis aufbringen wird. Schließlich würden mit den Mehreinnahmen öffentliche Maßnahmen gefördert. An die Wirtschaft appelliert Prayut, die Anhebung nicht an die Verbraucher weiterzugeben. Die Mehrwertsteuer wurde während der Finanzkrise ab 1997 von der damaligen Regierung von 10 auf 7% gesenkt und bis heute nicht erhöht.

Schweizer vor Gericht
Im Schweizer Kanton Freiburg muss sich ein Mann wegen des Verdachts auf mehrfachen Kindsmissbrauchs und der Herstellung von kinderpornografischen Fotos vor Gericht verantworten. Er soll 2001-2014 in Pattaya und Chiang Mai über 80 Kinder missbraucht haben. Der Schweizer ist im Touristenzentrum Pattaya kein Unbekannter. Hier betrieb er lange eine Go-Go-Bar. Er soll Jugendliche zur Prostitution angehalten und Kinder zu Geschlechtsverkehr gezwungen oder mit Geld gefügig gemacht haben. Dass der Mann so lange und in diesem Umfang Jungen missbrauchen konnte, dürfte damit zu tun haben, dass er die Kinder und deren Familien finanziell unterstützte, vermuten die Freiburger Behörden. Einige Kinder sollen erst 9 Jahre alt gewesen sein. Die pornografischen Fotos entstanden in Pattaya und an seinem 2. Wohnsitz Chiang Mai. Der Schweizer hat die Herstellung pornografischer Fotos mit Kindern zugegeben, bestreitet aber die weiteren Anklagepunkte. Der Mann ist vorbestraft. Er wurde bereits 1980 im Kanton Freiburg und 1991 im Kanton Wallis wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen verurteilt. 1991 kam er nach Thailand, 2014 kehrte er in die Schweiz zurück. Die Freiburger Polizei wurde auf ihn aufmerksam. Auf seinem PC fand man Tausende von kinderpornografischen Fotos. Seit 2015 sitzt er in U-Haft. Die Anklage am Strafgericht von Greyerz lautet auf Menschenhandel, Förderung der Prostitution, sexuelle Handlungen mit Kindern und Kinderpornografie.

Eine Verschwörung
Eine Gruppe namens Red Radio soll seit Monaten den Tod von Premier Prayut Chan-o-cha und seines Stellvertreters Prawin Wongsuwon planen. Weiter sagte der nationale Polizeichef Srivara Ransibrahmanakul laut Bangkok Post, die Gruppe habe Verbindungen zum Tempel Phra Dhammakaya und habe dort für Unruhe gesorgt. Die Polizei sucht sechs an der Verschwörung beteiligte Männer.

Kommt bald Pachtland für Ausländer?
Das Finanzministerium zieht eine Gesetzesänderung in Betracht, nach der Ausländer Grundbesitz auf lange Zeit pachten können. Derzeit ist Ausländern der Besitz von Grund und Boden untersagt. Sie können auf ihren Namen nur ein Apartment bis zu 49% der gesamten Wohnfläche eines Condominiums erwerben. Ausländische Unternehmer mit der Genehmigung des Board of Investment und vermögende Ausländer, die einen sehr hohen Betrag in Thailand anlegen, können ein Grundstück auf 30 Jahre pachten bei einer Option auf weitere 30 Jahre. Finanzminister Apisak Tantivorawong schlägt vor, dass Ausländer Land bis zu 50 Jahre pachten und dieses Recht verkaufen können. Das heißt: Der ausländische Käufer ist Landbesitzer, und das Grundstück fällt erst nach Ende der Pachtzeit in Thai-Hand zurück. Von seinem Vorschlag erwartet der Minister einen Bauboom, berichtet die Bangkok Post weiter. Bisher scheiterten alle Versuche, Ausländern im Königreich den Erwerb von Land zu ermöglichen, an der Kritik, Thailand würde dann bald in der Hand von Ausländern sein - zum Nachteil der einheimischen Bevölkerung.

Lösung für Steuerschuld der Shinawatra-Familie
In einer Sondersitzung haben Vertreter mehrerer Behörden jetzt eine Lösung für den Streit um die Steuerschuld der Shinawatra-Familie gefunden. Polizei-General Chaiya Siri-amphankul, Generalsekretär des Büros gegen Geldwäsche, sagte vor Medien, die Lösung werde die Regierung glücklich machen. Details wollten Chaiya und der stellv. Ministerpräsident Wissanu Krea-ngam nicht nennen. Die Junta hat aber erklärt, nicht den Paragraphen 44 der von den Militärs geschriebenen Übergangsverfassung anzuwenden, der Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha die absolute Macht einräumt. Es geht um die Zahlung von Kapitalertragssteuer in Höhe von 12 Milliarden Baht durch die Shinawatra-Familie für den Verkauf ihrer Shin Corp.-Aktien an die Temesak Holdings von Singapur in 2006. Der Oberste Gerichtshof für politische Amtsträger hatte am 26. Februar 2010 entschieden, der Verkauf im Wert von rund 73 Milliarden Baht unterliege der Kapitalertragsteuer. Das Gericht hatte Ex-Premier Thaskin Shinawatra und seinen beiden Kinder, Panthongtae und Pinthongta, angewiesen, die Kapitalertragsteuer für das Aktiengeschäft zu zahlen. Seither streiten sich die Parteien um die Zahlung. Die Finanzverwaltung hat jetzt mitgeteilt, die Steuerschuld bis zur Verjährungsfrist am 31. März 2017 nicht eintreiben zu können. Danach hat die Finanzverwaltung kein Recht mehr, die Steuer einzuklagen.

Pattayas Image
Der Direktor der "Pattaya Business and Tourism Association" (PBTA) Sinchai Wattanasartsathorn kritisiert die jüngste Berichterstattung britischer Medien wie "The Sun" und "Daily Record", in denen Pattaya als Sex-City und modernes Sodom und Gomorrha abgestempelt wird. Er verwies auf die negativen Folgen für den Tourismus und das Image der Stadt. Auch wurde berichtet, dass in der Touristenmetropole am Golf von Thailand 27.000 Prostituierte ohne behördliche Kontrolle ihrem Job nachgehen würden. Sinchai folgend war Pattaya zwar lange Zeit für sein horizontales Gewerbe berüchtigt, doch seien die Behörden bemüht, das Image der Stadt zu verbessern, auch wenn dies noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Auch Polizeichef Pol. Col. Apichai Krobpetch betont, dass seine Beamten hart arbeiten, um Verbrechen, Menschenhandel und Prostitution zu bekämpfen. Pol. Maj. Col. Piyapong Ensarn, Chef der Touristenpolizei Pattaya, fügt hinzu, dass seine Einheit eine genaue Statistik über aufgegriffene Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter führen würde und die Kontrollgänge bereits erhöht wurden. Björn Jahner

Bauträger in Konkurs
Über hundert Ausländer und Thais haben ihre Anzahlungen und Einlagen vom Bauträger Basil Development Co. Ltd. zurückgefordert, nachdem das Unternehmen in Konkurs gegangen ist, meldet das Nachrichtenportal "77 jowo". Basil Development wollte mit der Centara Grand Residence in Jomtien eines der größten und luxuriösesten Condo-Projekte Pattayas errichten. Wie "77jowo" berichtet, soll der Bauträger Schulden von mehreren hundert Millionen angehäuft haben. Er habe die thailändischen und ausländischen Investoren informiert, er brauche mehr Zeit, um die Anzahlungen zurückzuzahlen. Mehrere Anleger haben bereits in Jomtien mit Bannern demonstriert und die Medien um Hilfe gebeten. Investoren befürchten, dass ihre Einlagen verloren sind.

Stinkende Abwässer
In Sorge über die zunehmende Umweltverschmutzung an seinem Lieblingsstrand in Pattaya, hat ein Deutscher die Medien konsultiert, um den Fall publik zu machen. Der Mann ging wie gewohnt am Strand an der Thappraya Road Soi 5 schwimmen, als er einen furchtbaren Gestank bemerkte. Die Wurzel des Übels war schnell gefunden: ein Rohr leitete ungeklärtes Abwasser von der Straße direkt ins Meer. Er rief Journalisten von "Pattaya News" zu Hilfe, die die Entdeckung des Deutschen bestätigten. Lokale Händler informierten indessen, dass die Behörden das Drainagerohr bereits vor mehreren Jahren verlegt hatten, um Überschwemmungen entgegenzuwirken und dass sich Ausländer sowie Einheimische regelmäßig über den schrecklichen Gestank beschweren würden. Alle waren sich einig, dass das Problem so schnell wie möglich behoben werden muss. B. Jahner

Menschenschmuggel
Die Vernehmung von 209 Zeugen im seit einem Jahr andauernden Verfahren gegen 103 des Menschenschmuggels angeklagte Männer ist beendet, das Urteil will das Strafgericht am 19. Juli verkünden. Vor Gericht stehen Militärs, Staatsbeamte und Zivilisten, darunter Generalleutnant Manas Kongpaen, ehemaliger Kommandeur des 42. Military Circle in Songkhla. Weiter mit Patchuban Angchotiphand alias Ko Tong, dem früheren Leiter der Provinzverwaltung Satun, einer der einflussreichsten Männer des Südens und mit Banchong "Ko Chong" Pongphon der Ex-Bürgermeister von Padang Besar. Die Justiz wirft ihnen Menschenschmuggel von Rohingya aus Myanmar und Bangladesch vor. Die Muslime waren mit Schiffen illegal nach Südthailand geholt und im Dschungel in provisorischen Camps unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht worden. Sie hatten kaum Trinkwasser und Lebensmittel. Viele Rohingya starben, andere erkrankten oder erlitten Verletzungen, und von Familien wurde Lösegeld erpresst. Im Mai 2015 sorgten Schlagzeilen der Medien landesweit für Entsetzen, nachdem ab 1. Mai im Bezirk Padang Besar in der Provinz Songkhla, nahe der Grenze zu Malaysia, in einem verlassenen Camp 32 Gräber gefunden worden waren. Dort waren Leichen von Rohingya und Migranten aus Bangladesch verscharrt worden.

Hunde in den Töpfen
Tierfreunde haben Beamte der Polizeistation Nongprue in Pattaya scharf kritisiert, weil sie kambodschanische Bauarbeiter, die offenbar Straßenhunde einfangen und verspeisen, nicht verhaftet haben. Die alarmierte Polizei verwarnte die Kambodschaner, ihr Verhalten sei nicht hinzunehmen. Die Beamten sagten, sie könnten für weitere Ermittlungen die Baustelle hinter dem Sportkomplex in Huay Yai nicht betreten, weil dort das Militär das Sagen habe. Tierfreunde schätzen, dass in den letzten Wochen mindestens 30 Hunde verschwunden sind. Eine 38 Jahre alte Frau, die die Straßenhunde täglich füttert und sie medizinisch versorgt, glaubt, dass jeden Tag ein Tier eingefangen und in die Töpfe der kambodschanischen Bauarbeiter wandert. Vor kurzem beobachtete sie einen Hund, der aus der Baustelle rannte - mit einer Schlinge um den Hals. Eine andere Tierliebhaberin berichtete der Nachrichtenplattform "77 Jowo", die Ausländer würden Straßenhunde jeden Tag jagen.

App für Thai-Frauen
Das Amt für Frauenangelegenheiten und Familienentwicklung (DWF) hat eine neue Smartphone-App entwickelt, die sich an thailändische Frauen richtet, die planen, ins Ausland zu reisen oder in Übersee zu leben. Die Anwendung soll verhindern, dass Thai-Frauen im Ausland Opfer eines Verbrechens werden, in rechtliche Schwierigkeiten oder sonstige Problemlagen geraten. "Yingthai" steht kostenlos für iOS- sowie Android-Smartphones online auf der Webseite www.yingthai.net zum Download zur Verfügung. Hier findet man auch aktuelle News, wichtige Informationen sowie eine Notruf-Hotline und Kontaktdaten von thailändischen, freiwilligen Helfern im Ausland. Zudem können die User mit dem Administrator per Video-Chat in Kontakt treten. Björn Jahner


Reise-Tipps Thailand

Vorsicht am Anleger
Als instabil, unsicher und Unfallrisiko für Touristen werden die neuen schwimmenden Anleger im Hafen Bali Hai in Pattaya bezeichnet, über die Urlauber bei Ausflügen Speedboote erreichen.
Laut dem Präsidenten der Pattaya Business & Tourism Association, Sinchai Wattanasartsathorn, kommt es jeden Tag am Pier zu Unfällen. Und Eakaraj Kanthathorn, Direktor der Marinebehörde, berichtet, dass bereits mehrere Menschen ins Wasser gefallen sind, aber rechtzeitig gerettet wurden. Die schwimmenden Anleger wurden erst vor kurzem aufs Wasser gesetzt. Zuvor hatte das Militär den Speedbootbesitzern untersagt, ihre Fahrgäste, wie seit Jahrzehnten üblich, am Strand von Pattaya aufzunehmen. Doch der Pier im Hafen Bali Hai eignet sich nicht, dass Speedboote dort anlegen und Menschen gefahrlos das Boot betreten können. Deshalb wurden Pontons angeschafft. Sinchai Wattanasartsathorn appelliert an Stadt und Militär, der Sicherheit von Touristen Vorrang einzuräumen und Alternativen zu den schwimmenden Anlegern zu finden. Die Marinebehörde hat inzwischen Mitarbeiter abgestellt, die die glitschigen Pontons säubern, Urlaubern helfen und bereitstehen, sollte ein Fahrgast in die See fallen.

Thai AirAsia von U-Tapao nach Phuket und Ubon
Zu den bestehenden acht Verbindungen der Thai AirAsia ab dem Flughafen U-Tapao kommen ab März mit Phuket und Ubon Ratchathani zwei Ziele hinzu. Die Billigairline wird auf diesen Strecken ab 30. März täglich ihren Airbus A 320 mit 180 Sitzplätzen einsetzen. Ab Pattayas Internationalem Flughafen U-Tapao bringt Thai AirAsia derzeit Passagiere mit Non-Stop-Flügen nach Chiang Mai, Hat Yai, Kuala Lumpur, Macau, Singapur, Udon Thani, Nanchang (China) und Nanning (China). Die Airline würde weitere Inlandsstrecken und Provinzflughäfen bedienen, doch diese Airports sind nur für Propellermaschinen vom Typ ATR-72 zugelassen. Thai AirAsia fliegt nur noch mit inzwischen 50 A 320.

Liegestühle wieder da
Touristen wird es freuen: Am Patong-Strand in Phuket dürfen wieder Liegestühle aufgebaut und vermietet werden.
Das hat die Armee entschieden und gemeinsam mit Vertretern des Managementausschusses verkündet. Das Aufstellen von Liegestühlen gilt aber nur in den sogenannten 10%-Zonen. Nur hier sind Liegen und Sonnenschirme erlaubt, der überwiegende Strandbereich kann von Badegästen auf Handtüchern oder zum Strandwandern genutzt werden. Erst im Dezember 2016 hatte die Armee an der Patong Beach erneut Liegestühle untersagt. Erlaubt waren nur Matratzen und Schirme. Nach der neuerlichen Entscheidung schleppten Händler ihre alten Liegestühle umgehend zum Strand, um sie in ihrem gemieteten Areal aufzustellen, berichtet die "Phuket Gazette". Damit scheint das jahrelange Gezerre um die Gestaltung des Patong-Strandes und den Komfort für Touristen vom Tisch. Nach dem Aufräumen durch Soldaten vor wenigen Jahren waren anfangs weder Schirme noch Liegen erlaubt, sollten sich Badegäste in die pralle Sonne legen.

Neuer Museumspass
Seit 22. Februar ist die 5. Auflage des sogenannten Muse Pass erhältlich, der Eintritt in alle Dauer- und Sonderausstellungen von 56 Museen in Bangkok sowie in 2017 sogar auch in anderen Städten des Landes wie Pattaya, Phuket und Chiang Mai zu einem attraktiven Flatrate-Tarif bietet. Zu den teilnehmenden Museen zählen u.a. das Museum Siam, der NSM Science Square, die Rattanakosin Exhibition Hall, das Naturhistorische Museum, Science Museum, Volkskundemuseum Bangkok und Siam House of Bizarre Creatures in Bangkok sowie die Chokchai-Museen in Rangsit und Pakchong, das Phuket Aquarium sowie die Art-in-Paradise-Museen in Pattaya und Chiang Mai. Der Muse Pass besteht aus einem Couponheft mit 56 Eintrittskarten zu den jeweiligen Kulturstätten, kostet unverändert 199 Baht und ist in allen teilnehmenden Museen erhältlich. Ab dem Kaufdatum ist er ein Jahr lang gültig. Björn Jahner

Die Strandpromenade
Die Provinzpolizei der Region 2 will die Strandpromenade an der Beach Road in Pattaya zu einer sogenannten safety zone ernennen, um die zunehmende Straßenkriminalität, wie Goldketten- oder Handtaschen-Diebstähle, einzudämmen. Laut Pattayas Polizeichef Pol. Col. Apichai Krobpetch stellen Transvestiten die Haupttätergruppe dar, die es zu bekämpfen gilt. So wurden in diesem Jahr bereits 10 Goldketten-Diebstähle bei der Polizei gemeldet, jedoch nur 3 Verdächtige festgenommen und 3 weitere identifiziert. Mit mehr Streifenpolizisten soll die komplette Strandpromenade zu einer safety zone entwickelt werden, in der sich Touristen in Sicherheit wiegen können. Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass allein die Deklarierung bestimmter Stadtgebiete zu Sicherheitszonen nicht mehr war, als ein Marketingtrick in der Öffentlichkeitsarbeit, was auch die Benennung der Walking Street zur safety zone im Jahr 2012 bewiesen hat. Denn, um Verbrechen zu verhindern, bedarf es nicht nur Worte, sondern Taten. Björn Jahner

Schnellbus-System wird eingestellt
Sieben Jahre nach seiner Inbetriebnahme in Bangkok wird der Service des "Bus Rapid Transit" (BRT) Ende April mit hoher Wahrscheinlichkeit eingestellt. In den ersten 6 Betriebsjahren hatte der BRT Verluste in Höhe von 1,2 Milliarden Baht eingefahren und das auferlegte Ziel verfehlt, täglich bis zu 30.000 Fahrgäste zu transportieren. Laut einer Studie nutzen lediglich durchschnittlich 20.000 Pendler täglich den Zubringer-Service. Die BRT-Busse verkehren auf einer vom Rest der Straße abgetrennten Fahrspur auf der 15,9 Km langen Route zwischen Sathorn und Ratchaphruek, eine der am stärksten befahrenen Straßen Bangkoks. Die Stadtverwaltung (BMA) hat angekündigt, die Bürger entscheiden zu lassen, ob der Service aufrechterhalten oder eingestellt werden soll. Die Kasem Pundit University wurde beauftragt, dazu eine Umfrage durchzuführen. Björn Jahner

Rekordeinnahmen für Nationalpark Phi Phi
In der touristischen Hochsaison, von Oktober bis Ende Februar, haben in- und ausländische Besucher des Nationalparks Haad Nopparat Thara-Phi Phi Inseln 245 Mio. Baht an Eintrittsgeldern gezahlt. Im Vergleichszeitraum der Jahre 2015/2016 waren es 212 Mio. Baht gewesen. An den höchsten Einnahmen seit 30 Jahren waren Besucher der Insel Phi Phi mit 60 Mio. Baht beteiligt. Der Rekord ist der zunehmenden Zahl von Thais und Ausländern zu verdanken, die den bekannten Meeresnationalpark aufsuchen. Laut Parkchef Sarayuth Tanthien fließen in diesem Geschäftsjahr 128 Mio. Baht in 32 Projekte: verbesserte und weitere Toiletten, Unterkünfte für Mitarbeiter, Kauf von neuen Patrouillenbooten und weitere Einrichtungen für Touristen, besonders an den Stränden Aao Maya, Aao Nang und Aao Maipai.

Keine Affen füttern
Touristen auf Koh Chang in der Provinz Trat werden von der Nationalparkbehörde gewarnt, keine wildlebenden Langschwanzmakaken zu füttern. Anderenfalls droht ihnen Strafe in Höhe von 500 Baht. Nitchai Pandet, Leiter der Abteilung für Umwelterhaltung der Nationalparkverwaltung, folgend, halten immer mehr ausländische Urlauber am Straßenrand an, um die Makaken zu füttern. Das hat zu dem Problem geführt, dass die Primaten nicht mehr im Dschungel auf Nahrungssuche gehen, sondern die Wälder verlassen und Touristen angreifen oder die Essenstände der Einheimischen plündern. Schuld sind in seinen Augen aber auch Reiseleiter, da sie die Touristen nicht ausreichend über die Folgen ihres Handelns aufklären. Die Nationalparkverwaltung ließ deswegen Tafeln auf der Insel aufstellen, die über das Verbot auf Englisch und Thai informieren. Björn Jahner

Tourismus wird wachsen
Mit einer Zunahme von 11% im Vorjahr zählt Thailand weltweit zu den zehn am stärksten wachsenden Reiseländern. Für das nächste Jahrzehnt sagt World Travel & Tourism Council (WTTC) eine durchschnittliche Zunahme im Jahr von 6,5% voraus. Der Tourismus trägt mit 2,9 Billionen Baht oder 20,6% maßgeblich zum Bruttoinlandsprodukt bei. Mit 5,7 Mio. Mitarbeitern sind inzwischen 15% aller Beschäftigten in diesem Dienstleistungssektor tätig. Laut WTTC haben ausländische Besucher in 2016 im Königreich 1,9 Billionen Baht ausgegeben, das entsprach gegenüber 2015 einer Zunahme um 13%. In zehn Jahren sollen die Einnahmen aus dem Tourismus auf 5,9 Billionen Baht betragen.

THAI Smile und Nok Air
Wegen des harten Wettbewerbs auf den Inlandsstrecken ziehen sich die THAI Smile und Nok Air aus ihrem schwächelnden Inlandsgeschäft zurück. Die THAI Smile will den Anteil des Inlandsgeschäfts von derzeit 80 auf 50% reduzieren, hingegen die internationalen Flüge von jetzt 20 auf 50% ausbauen. Neue Ziele sollen in der ASEAN-Region, China und Indien gefunden werden. Bereits ab 26. März soll Kota Kinabalu in Malaysia angeflogen werden, die dann 4. Strecke in Südostasien. Die arg gebeutelte Nok Air will ihre Frequenz auf profitablen Strecken von Bangkok nach Udon Thani und Ubon Ratchathani erhöhen, weniger gefragte Inlandsrouten aber streichen. International will Nok Air ab Oktober zum 1. Mal zwischen Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh und Bangkok fliegen, vor allem will sie ihr Chinageschäft erheblich erweitern. Die Billigairline schrieb 2016 einen Verlust von 3,28 Milliarden Baht, 2015 waren es 1,66 Milliarden Baht. Thai Airways International (THAI) hat angekündigt, sich mehr in die Geschäfte von THAI Smile und Nor Air einzumischen. THAI Smile ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der THAI, an der Nok Air besitzt sie 39%. Künftig sollen sich die drei Fluggesellschaften besser abstimmen, nicht nur bei den Strecken, vor allem sollen sie die vorhandenen Möglichkeiten des operativen Betriebs besser nutzen. Das Ziel: Alle sollen Profit machen.

Neuer Park in Bangkok
Mitten im Herzen Bangkoks entsteht eine 30 Rai große Parkanlage, die sich vom National Stadium bis zur Rama IV Road erstreckt. Der CU Centenary Park ist Teil des ehrgeizigen Planes der Chulalongkorn-Universität, ein Innovationszentrum nach dem US-Vorbild des Silicon Valley zu schaffen, in dem hochmoderne Technologien entwickelt werden sollen. Denn rund um das Parkgelände, das mit vielen Bächen und Wasserläufen gestaltet wird, sollen sich Start-up-Betriebe ansiedeln. So entsteht auf einem 40 Rai großen Grundstück die "Samyan Mitr Town", die ein Einkaufszentrum, Büroflächen und ein Condominium mit 554 Wohneinheiten umfassen wird, entwickelt von der Golden Land Property Development Group. Die Parkanlage soll am 26. März, offiziell eröffnet werden, anlässlich des 100. Jubiläums der Chulalongkorn-Universität.

Lufthansa mit A380
Mit Beginn des Winterflugplans im Oktober wird die Lufthansa auf der Bangkok-Route den Airbus 380 einsetzen. Damit kommt die deutsche Fluggesellschaft der steigenden Nachfrage auf der Thailand-Strecke nach. Derzeit fliegt Lufthansa mit einer Boeing 747-400. Sie hat 371 Sitzplätze, davon 67 in der Business-Klasse und 32 in der Premium-Economy-Klasse. Mit dem Superjumbo A 380 können 35% mehr Passagiere befördert werden: 8 in der Ersten Klasse, 78 in der Business-Klasse, 52 in der Premium-Economy und 371 in der Economy-Klasse, insgesamt 509 Fluggäste. Damit bietet die Airline auf der Bangkok-Strecke seit langer Zeit wieder eine Erste Klasse an. Auf Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi starten und landen derzeit Superjumbos der Fluggesellschaften Emirates, Qatar und THAI. Die Lufthansa-Gruppe (Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Eurowings) fliegt Thailand 24 Mal in der Woche an.


Solche Sachen...

Drei Kilo Meth
Die Polizei hat einen 33 Jahre alten Nigerianer mit 3 Kilo Methamphetamin in Samut Prakan festgenommen. Die Beamten hatten den Afrikaner seit längerem beobachtet und schlugen jetzt vor dem Condominium des Mannes zu. In der Unterhose trug der Ausländer 260 g der Droge, in seinem Zimmer stießen die Polizisten auf fast drei Kilo Meth. Sie waren in Modellbooten versteckt. Laut den Ermittlern ist der Nigerianer Mitglied einer größeren Bande von Landsleuten, die im Bangkoker Bezirk Sri Nakharin operieren. Der Verhaftete sagte aus, er habe als Drogenkurier für jede Lieferung 100.000 Baht bekommen und es bereits 5 oder 6 Mal getan.

Tod wegen Parkplatz
Bei einem Streit über das Parken eines Vans erschoss ein Bangkoker Ingenieur in Chonburi einen 17-Jährigen. Der 50 Jahre alte Mann hatte mit der Familie in einem Restaurant am Markt Ang Sila gegessen. Als sie zu ihrem Auto kamen, war dieses von einem Van blockiert worden. Es dauerte eine Weile, bis die High-School-Schüler den Weg frei machten. Währenddessen soll der Bangkoker heftig auf die Jugendlichen geschimpft haben. Nach einem Kilometer folgte der Van dem Fahrzeug des Ingenieurs und stoppte es. Die Schüler sollen den Fahrer angegriffen haben. Dieser griff zu seiner Pistole und gab einen Schuss ab, einen Warnschuss, sagte der Bangkoker später der Polizei. Doch die Kugel traf den 17 Jahre alten Schüler aus Bangkok. Bei der Einlieferung in ein Krankenhaus stellten die Ärzte seinen Tod fest. Der Schütze wurde gegen Kaution auf freien fuß gesetzt. Er soll sich wegen vorsätzlichen Mordes vor Gericht verantworten.

Ein alter Däne...
Die Polizei hat einen 73-jährigen Dänen in Pattaya festgenommen, der sich an einem 17-jährigen Thai vergangen haben soll. Für den Liebesdienst entlohnte er den Jungen mit 500 Baht. Die Eltern des Jungen informierten eine Kinderschutzstiftung über den Vorfall und erstatteten Anzeige bei der Polizei. Berichten der Zeitung "The Nation" folgend, wurde umgehend ein Haftbefehl gegen den Ausländer erlassen. Er wurde in einer Bar verhaftet. Björn Jahner

Brite macht Selbstmord
Nach einer Reihe von heftigen Auseinandersetzungen mit seiner thailändischen Freundin hat sich ein Brite in einem Haus im Bezirk Rawai/Phuket offenbar das Leben genommen. Die Polizei fand den 55 Jahre alten Mann nackt auf seinem Bett. Über den Kopf bis zum Nacken war ein Plastikbeutel gestülpt, am Hals zugebunden. Der Ausländer hatte ein Schreiben hinterlassen. Darin stand, er liebe seine Freundin, doch sie hätten ständig Probleme gehabt. Das bestätigte die unter Schock stehende Thai. Sie hatte am frühen Morgen die Leiche des Briten gefunden, berichtet "Phuket News". Laut Capt, Somkiet Sarasit von der Chalong-Polizei gehen die Beamten von Selbstmord aus. Dennoch werde weiter ermittelt.

Schwede überlebt
Ein Tourist aus Schweden hat sich in seinem Hotelzimmer mehrere Stichwunden beigebracht und sprang dann vom Balkon im 3. Stockwerk in die Tiefe. Er überlebte und liegt jetzt im Krankenhaus Patong. Nach Angaben von Major Patiwat Yodkhwan von der Polizeistation Karon haben die Ermittler im Zimmer des Urlaubers im Kata Green Beach Hotel keine Hinweise auf einen Kampf oder Raub gefunden. Die Beamten stießen auf mehrere Blutspuren, daneben lagen 2 Scheren. Damit soll sich der 52-jährige Schwede mehrfach gestochen haben. Er hatte in dem Hotel allein gelebt. Die Polizei vermutet als Motiv einen finanziellen Engpass des Ausländers. Er hatte aus seinem Heimatland Geld erwartet, doch der Betrag fiel offenbar geringer als erwartet aus.

Sprung vom 12. Stock
Ein 30 bis 35 Jahre alter Mann hat sich morgens vom 12. Stockwerk eines Condominiums am Jomtien in den Tod gestürzt. Es soll sich um einen Russen handeln. Ein Wachmann will den Mann mehrfach mit einer ausländischen Frau gesehen haben, er soll aber reichlich getrunken haben.

Geheimgang im Bus
Bei Untersuchung des Reisebusses, in dem ausländische Touristen um Bargeld in Höhe von nahezu 90.000 Baht in ausländischen Währungen beraubt wurden, entdeckten Mitarbeiter der Transportbehörde einen Geheimgang. Durch diesen Gang, der hinter dem Sitz des Fahrers begann, krochen Diebe zum Gepäck der Fahrgäste und durchsuchten es nach Bargeld und Wertgegenständen. Der Bus hat dann mit roter Farbe einen warnenden Hinweis erhalten und darf nicht mehr eingesetzt werden. Die Polizei ermittelt gegen das Busunternehmen, der Fahrer darf drei Jahre lang keinen Bus mehr lenken. Bei der Inspektion wurde weiter festgestellt, dass die Motornummer verändert worden war. Die Ausländer, laut "Thai News Agency" drei Brasilianer und ein Israeli, hatten die Tickets für ihre Busfahrt von Banglamphu in Bangkok nach Chiang Mai an der Khao San Road erstanden.

Dealer geschnappt
In Südpattayas Vergnügungsmeile Walking Street ging der Polizei ein mutmaßlicher Dealer ins Netz, der Rauschgift an Touristen verkaufen wollte. Die Beamten wurden auf den 26-jährigen Thailänder aufmerksam, nachdem sich ein Urlauber beschwert hatte, dass ihm ein Einheimischer bedrängt habe, Drogen zu kaufen, was er jedoch ablehnte. Um den Vorwurf zu überprüfen, machten sich die Beamten auf den Weg und durchsuchten den Beschuldigten. Es stellte sich heraus, dass er 22 Methamphetamin-Tabletten, "Ya Ba" genannt und eine geringe Menge kristallines Methamphetamin, "Ya Ice" genannt, bei sich führte. Beim Verhör beteuerte er, dass es sich um kein echtes Rauschgift, sondern lediglich um Paracetamol handeln würde. Die Beamten nahmen ihm diese Geschichte nicht ab und brachten ihn auf die Polizeistation. Eine Analyse der Substanzen wurde angeordnet, der Mann bis zum Ergebnis hinter Gittern gesteckt. Björn Jahner

885 Waffen geklaut
Die Armee hat nach monatelangen Ermittlungen 7 Männer unter dem Verdacht verhaftet, im Jahr 2012 aus einem Depot der Grenzpolizei in der Provinz Udon Thani 885 Handfeuerwaffen und Gewehre gestohlen zu haben. Die mutmaßlichen Täter saßen in einem Bangkoker Armeecamp ein und wurden inzwischen der Polizei übergeben. Unter den Festgenommenen sollen auch Polizeibeamte sein. Polizeisprecher Krissana Pattanacharoen sagte, die verhafteten Männer hätten Verbindungen zu militanten Rothemden. Ihre Motive lägen allerdings im Dunkeln.

Selbstmordversuch
Der Valentinstag begann in Phuket mit einem Selbstmordversuch eines Ausländers, der vermutlich probierte, sich auf einer Fußgängerbrücke in Thalang zu erhängen. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht auf einer 6 Meter hohen Brücke nahe der Abzweigung zum Makro-Supermarkt in Thalang auf der Thepkrasattri Road. Beamte der Polizeistation Thalang wurden Zeugen des Vorfalls, da sie wegen einer Rotlichtphase vor der Brücke mit ihren Autos stoppen mussten. Sie berichteten, dass der Mann auf die Überführung stieg und sich ein Drahtseil um den Hals band. Durch Zurufen probierten sie ihn vom Suizid abzuhalten, doch er sprang von der Brücke, bevor ihn die Beamten erreichen konnten. Der auf ca. 40 Jahre geschätzte Ausländer überlebte den Sturz. Rettungskräfte transportierten den Schwerverletzten ins Vachira Phuket Hospital. Seine Stimmbänder wurden durch das Drahtseil verletzt, Knochenbrüche gab es nicht. Björn Jahner

Franzose schoss
Bei einem heftigen Streit um ein Mietmotorrad griff ein Franzose in Phuket zu seiner Schusswaffe und feuerte 2 Warnschüsse in die Luft, nachdem es mit dem russischen Mieter des Zweirads zu einer handfesten Auseinandersetzung kam. Der Russe hatte am 19. Januar bei der Frau des Franzosen eine Honda PCX gemietet. Dass der als Sicherheit hinterlegte Reisepass abgelaufen war, bemerkte das Paar erst zu spät, weshalb es den Urlauber bei der Verlängerung des Mietvertrages am 26. Januar aufforderte, eine Kopie des gültigen Reisepasses vorzulegen. Der 40-jährige Tourist versprach, einen gültigen Reisepass aus seinem Hotel zu holen und verschwand mit dem Bike. Ein Freund des Russen sollte bis zu seiner Rückkehr bei der Motorradvermietung warten, ergriff jedoch ebenfalls die Flucht.
Als die Motorradvermieter später den Russen ausfindig machten, schlug dieser im Streit auf den Franzosen ein. Dieser (ein Ex-Soldat) wehrte sich und feuerte 2 Warnschüsse in die Luft. Der Russe und Passanten entwaffneten den 63-Jährigen und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Beide Männer wurden zur Polizeiwache Patong gebracht. Der Revolver war auf den Namen der Frau des Franzosen registriert. Er sagte aus, sich an diesem Tag bewaffnet zu haben, da er zuvor eine grosse Geldsumme bei der Bank eingezahlt hatte. Ihm droht eine Anklage wegen unerlaubten Waffenbesitzes und des Tragens eines Revolvers in der Öffentlichkeit ohne Waffenschein. Gegen den Urlauber wurde bisher keine Strafandrohung ausgesprochen.

Filipinos mit Falschspiel
Bei einer Razzia in einem Haus an der Sukhumvit in Pattaya nahm die Polizei 3 Filipinos wegen Falschspiels fest. Sie sollen 7 Europäer beim Kartenspiel um 5 Mio. Baht gelinkt haben, meldet "Pattaya News". Gangmitglieder hatten auf der Beach Road und der Walking Street nach Opfern gesucht. Sie brachten die Europäer aus Deutschland, Großbritannien und Australien zu ihrem Haus und zockten sie ab. Verhaftet wurden drei Männer im Alter zwischen 33 und 64 Jahren, nach weiteren Bandenmitgliedern fahndet die Polizei. Die Beamten stellten Spielkarten sowie gefälschte Baht-Noten und Dollarscheine sicher.

Bettler mit 100.000 Baht
Die Polizei hat nach Beschwerden aus der Öffentlichkeit in Phuket einen verkrüppelten Bettler mit rund 100.000 Baht in seinem Geldgürtel vorübergehend festgesetzt. Laut Polizei soll der 67-Jährige beim Tempelfest in Chalong Ausländer und Thais schikaniert haben. Sein Geldgürtel war gefüllt mit 20-, 50- und 100-Baht-Scheinen. Der Bettler sagte aus, tagsüber gebettelt und nachts Flaschen eingesammelt zu haben, für deren Verkauf er rund 100 Baht erhalten habe. Das Geld hätte er für seine Behandlungen im Krankenhaus gespart, zudem wolle er seiner Familie nicht zur Last fallen. Die Polizei übergab ihn der Sozialbehörde. Sollte sich die Familie nicht um den Bettler kümmern, wird er in eine kostenlosen Herberge gebracht. Aber zuerst soll er ein Bank-Konto eröffnen, die 100.000 Baht einzahlen.

Zum Tode verurteilt
Ein Gericht hat den 28 Jahre alten Australier Antonio Bagnato des Mordes an seinen Landsmann Wayne Schneider für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Bagnato, ein Kickboxer, wurde beschuldigt, mit 4 maskierten Männern am 30.11.2015 den in Pattaya lebenden australischen Geschäftsmann Wayne Schneider in der Siedlung Jomtien Park Villas entführt und getötet zu haben. Die nackte Leiche des 37-jährigen Mannes, ein Ex-Mitglied der Hells Angels, wurde später mit einem gebrochenen Genick und Kopfwunden in einem Waldstück in Sattahip in einem 2 Meter tiefen Grab gefunden. Beide Australier waren Geschäftsfreunde. Als Motiv für die brutale Tat hatte die Polizei Drogengeschäfte angenommen. Bagnato flüchtete nach der Tat nach Kambodscha, wurde aber in einem Hotel in Phnom Penh festgenommen und den thailändischen Behörden überstellt. Der heute 22 Jahre alte Amerikaner Tyler Gerard wurde in Thailand an der Grenze zu Kambodscha verhaftet und hat nach Angaben der Polizei gestanden, den Fluchtwagen gesteuert zu haben. Bei beiden lautete die Anklage auf gemeinschaftlichen Mord und der Entsorgung einer Leiche. Angeklagt wurden damals auch Bagnatos thailändische Frau, zwei thailändische Männer und ein weiterer Australier. Sie sollen an der Entführung beteiligt gewesen sein.

Finnen sofort überfallen
Nur kurz nach seiner Ankunft in Pattaya wurde ein finnisches Paar Opfer eines Straßenräubers. Der Mann und die Frau checkten am Morgen im Hotel ein und unternahmen am frühen Nachmittag einen Einkaufsbummel in der nahen Umgebung. Als sie gegen 13.30 Uhr die Wat Boon Kanchana Raam überquerten und sich auf der Straßenmitte befanden, näherte sich ein Mann auf einem Motorrad und entriss der 53-jährigen Frau ihre 2 Goldketten im Wert von über 50.000 Baht. Sie erlitt Quetschungen am Hals und stand beim Eintreffen der Polizei unter Schock. Ein Einheimischer hörte die Hilfeschreie und eilte zu Hilfe. Er erklärte der Polizei, dass trotz Überwachungskameras Überfälle auf Touristen keine Seltenheit sind. Auch diese Tat wurde von einer Kamera aufgezeichnet. Im gesamten Stadtgebiet kam es zuletzt häufig zu ähnlichen Straßendiebstählen, weshalb Touristen geraten wird, auf das Tragen von teurem Goldschmuck zu verzichten. Björn Jahner

Nackter mit Messer
Gegen Mitternacht wurde die Polizei zum Markt Mae Wilai an der unteren Central Road in Pattaya gerufen, weil ein nackter Westler mit einem Messer und einem Schraubenzieher in der Hand auf der Straße entlangging und Händler und Käufer terrorisierte. Weil der Ausländer Menschen bedrohte und Eigentum beschädigen wollte, schlossen mehrere Händler ihr Geschäft und versperrten ihre Türen. Die Polizei nahm den nackten Mann mit auf die Wache, um ihn dort zu beruhigen. Am nächsten Morgen ließ die Polizei den inzwischen bekleideten Ausländer frei, ohne ihn identifiziert zu haben. "Wir hatten über ihn keine Informationen", bestätigte der stellvertretende Polizeikommandeur Sompan Suksamran der "Khaosod". Die "Bangkok Post" aber schrieb, dass es sich um einen Russen handeln könnte.

Iranischer Dieb in Haft
Die Polizei hat einen Iraner festgenommen, der auf frischer Tat dabei ertappt wurde, wie er einem belgischen Touristen nahe des Marktes in der Soi Buakhao, in Zentralpattaya, Bargeld aus der Hosentasche stahl, während dieser auf einen Baht-Bus wartete. Als das Opfer den Diebstahl bemerkte und um Hilfe schrie, probierte der Langfinger zu fliehen, wurde jedoch von Augenzeugen festgehalten, bis die Polizei eintraf. Der gestohlene Betrag, 2.000 Baht, wurde dem Opfer zurückgegeben. Der Täter bestritt die Vorwürfe. Björn Jahner

Neben totem Mann...
Eine betrunkene Thai lag in einem Hotelzimmer in Pattaya neben einem 41 Jahre alten Mann aus Kasachstan, der laut Polizei mehr als einen Tag tot war. Mitarbeiter des Hotels hatten im 3. Geschoss einen starken Gestank wahrgenommen, der offenbar aus dem Zimmer 327 kam. Die Tür wurde geöffnet, und auf dem Bett fanden die Hotelangestellten neben der augenscheinlich betrunkenen und schreienden Frau den nackten toten Gast. Zudem stellten sie Exkremente und Erbrochenes sowie mehrere leere Flaschen Spirituosen fest.
Laut Polizeileutnant Pattanan Somnuan wurde die Leiche zum Police General Hospital in Bangkok gebracht. Eine Obduktion soll die Todesursache des Ausländers feststellen.




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