FARANG-Ausgabe 04 - 2018

Wo ist im Flieger
der sicherste Platz?
Vorgestellt:
Oriental Village Chiang Mai
Franky Kuchenbecker:
Farang und Lotosblüten
Was bedeutet Songkran?
RA Bümlein informiert:
Ehe Gleichgeschlechtlicher
Verein Hoffnungsfunke e.V.
DJ John im TIGER
Nachruf Günther Limbach
Rennfahrer Prinz Bira
Ching Chong schreibt
News vom TAT
Wilfried Stevens:
Wundersame Mönche
Lecker Street Food
News aus Thailand
Reise-Tipps Thailand
Edds Kochbuch, Teil 3
Die Provinzen Thailands (7)
Aus den Wats
Schöner Buddha


Wo sitzt man denn im Flieger am sichersten?

Diesen Monat beantworten Sa & Bernd vom Reisebüro TAF-Thai Asien Flugreisen in der Berliner Kantstrasse 59 (siehe Anzeige auf der Rückseite) im Rahmen der Artikelserie eine Ihnen oft gestellte Frage: Gibt es einen "sichersten Platz" im Flugzeug!?

Die Sicherheit eines Flugzeugs im Linienflugverkehr hängt nicht vom eingesetzten Modell oder der Fluggesellschaft ab. Denn jeder Flieger wird regelmäßig nach den Hersteller-Vorgaben genau geprüft und gewartet. Das ist durch strenge Vorschriften penibel geregelt und die Grundvoraussetzung für eine erteilte Betriebserlaubnis.

Aber gibt es vielleicht so etwas wie den sichersten Platz im Flieger? Also einen Platz, bei dem die Chancen ein Flugzeugunglück zu überleben, besonders hoch sind? Menschen mit Flugangst haben dazu viele "Geheimtipps", an die sie sich gerne teils fanatisch klammern und unbedingt daran glauben.

Hier lautet die Antwort (leider) ganz klar und eindeutig: Nein, es gibt den oder die sichersten Plätze nicht!

Denn jeder Zwischenfall und jedes Flugzeugunglück verläuft anders. Dennoch hat die jeweilige Sitzplatzwahl viele Vor- und Nachteile:

- Bei einem heutzutage meist kostenpflichtigen Sitzplatz im Bereich der Notausgänge ist die Beinfreiheit am größten. Und falls es zu einem Notfall kommen sollte, verlassen die Passagiere in diesem Bereich den Flieger zuerst. Allerdings werden bevorzugt Passagiere dort platziert, die im Notfall mit zupacken, die Tür öffnen und anderen Passagieren behilflich sein können. Also keine körperlich behinderten Personen. Häufig sind diese Notausgangplätze in der Nähe von Toiletten, wo es leider unruhig zugehen kann und die wartenden Passagiere einem auch schon mal im Schlaf auf die Füße treten oder sich einfach vor einem hinstellen. Bei älteren Flugzeugmustern sind auch die Außengeräusche deutlich laut zu vernehmen und es kann empfindlich kühl werden. Vor dem Fensterplatz ist der Fußraum eng, da sich in der dortigen Türausbeulung die Notfall-Rutsche befindet.

- Im mittleren Bereich der Maschine, also auf Höhe der Tragflächen, befindet sich der Schwerpunkt des Flugzeuges. Deshalb sind hier jegliche Bewegungen des Fliegers sowie der Start- und der Lande-Vorgang am wenigsten zu spüren. Nachteil ist aber, dass der Weg zu den Ausgängen und zu den Toiletten recht lang sein kann. Je nach Flugzeugtyp und Tragflächenanordnung gilt dies natürlich auch für die Notausgänge.

- Im vorderen Bereich des Fliegers spürt der Passagier recht deutlich, wenn das Flugzeug startet oder durch Turbulenzen fliegt. Dafür ist er aber beim Boarding schneller an seinem Platz und gehört nach der Landung zu den Ersten, die aussteigen. Auch wird er meistens zu den ersten Flugreisenden gehören, die Speisen, Getränke oder sonstige Serviceangebote gereicht bekommen. Somit ist auch die Menü-Auswahl zu diesem Zeitpunkt noch komplett verfügbar.

- Im hinteren Bereich fühlen sich der Start und die Landung ähnlich an wie das Schaukeln auf einer Wippe und auch bei Turbulenzen sind die Bewegungen des Fliegers hier am deutlichsten zu spüren. Dabei sind die Bewegungen umso stärker wahrnehmbar, je weiter hinten der Sitzplatz ist, denn dadurch vergrößert sich der Abstand zum Schwerpunkt in Höhe der Tragflächen. Bei unruhigen Flügen kann hier ein deutliches Schlingern zu spüren sein und empfindliche Personen können durchaus "seekrank" werden. Mit all seinen unangenehmen Folgen, wie Übelkeit und Brechtüten-Benutzung, auch für die umsitzenden Mitflieger. Sind die Triebwerke des Flugzeuges am Heck angebracht, kann es dort außerdem recht laut werden. Hinzu kommt, dass der Fluggast mit wartenden Passagieren neben seinem Sitz rechnen muss, wenn die Toiletten wie meistens, hinten im Flieger sind. Mit Klo-Vakuum-Spülgeräuschen und unangenehmen Gerüchen muss zusätzlich gerechnet werden. Sollte sich die Bordküche hinten befinden, bekommt man Gespräche und Geräusche der Service-Vorbereitung und der sich Getränke und Snacks nachholenden Passagiere deutlich zu hören.

Auf den ersten Blick scheinen jedoch vor allem Passagiere, die hinten im Flieger sitzen bei einem Unfall etwas bessere Überlebenschancen zu haben. Schließlich sind ja auch die Blackbox und der Stimmenrecorder, die beide wichtige Informationen zur Flugauswertung liefern sollen, grundsätzlich immer im Heck und nicht an anderer Stelle des Flugzeug- Rumpfes untergebracht. Denn ein Flugzeug bewegt sich nach vorne und wegen dieser Vorwärtsbewegung ist der Bug im Katastrophenfall meist der erste Kontaktpunkt. Aber in der Realität kommt es eben doch auf die Abläufe im Einzelfall an, wie ein Flugzeug aufschlägt.

Es gibt in jedem Flugzeug Plätze, die noch ein kleines bisschen sicherer sind als all die anderen:

- Es ist gut, in der Nähe eines Notausgangs zu sitzen.

- Bei Dreierreihen sind die Plätze in der Mitte und am Gang besser als die am Fenster. Erstens weil man schneller herauskommt und zweitens ist die Verletzungsgefahr geringer als an Außenhaut und Fenster des Flugzeugrumpfes.

- In der Regel, so zeigen Untersuchungen, werden Flieger bei Unfällen im Heckbereich weniger stark beschädigt.

Die Relevanz all dieser Vorteile sind aber eher gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet Sie in einen Notfall verwickelt werden, ist sehr, sehr gering. Das schaffen Sie selbst dann nicht, wenn Sie ab jetzt Pilot oder Flugbegleiter werden sollten und sich täglich in der Luft befinden. Heben Sie mit einem kommerziellen Flieger ab, sind Sie so sicher wie sonst nirgendwo. Das Sterberisiko eines Flugreisenden errechnete "Savage" bei nur 0,07 Verstorbenen pro Milliarde Flugmeilen. Das ist mehr als doppelt so sicher wie im Reisezug und 104 x höher im Auto. Richtig gefährlich geht es dagegen beim Laufen oder gar Radfahren zu! Denn da sterben in der EU jedes Jahr im Straßenverkehr mehr als 25.000 Menschen, so veröffentlicht im "Spiegel".

Ein individuelles Kriterium bei der Sitzauswahl ist die persönliche Vorliebe und Schwerpunktsetzung. Fensterplatz bietet Ausblick und nur eine Person neben sich, aber der Nachteil ist, man kann nicht aufstehen ohne andere dabei zu stören. Bei einem Gangplatz man kann zwar selbst schnell aufstehen, aber die anderen Passagiere in der Reihe müssen vorbei und man ist dem Servicewagen und Personen im Gang häufig störend ausgesetzt. Mittelplätze können richtig nervig sein, wenn man von rechts und links "in die Zange" genommen nicht mal eine der beiden Armlehnen nutzen kann, ohne dass von rechts und links gedrängelt wird. Vor einer Wand platziert ist es meistens schlecht die Füße auszustrecken, und vorrangig werden dort Familien mit Kleinkindern platziert.

Tja, und die Eco Premium, Business oder gar First haben zwar viele Platz- und Service-Vorteile, aber natürlich auch ihren stolzen Preis. Eine zusätzliche Sicherheit kann man sich jedoch damit nicht kaufen! Interessanterweise liegen diese hochpreisigen Plätze auch nie hinten im Heck, obwohl sich das Vorurteil eisern hält, dass es hinten im Flugzeug sicherer ist!?

Fazit plus Tipp: Wer wirklich zusätzlich etwas für seine Sicherheit tun möchte, sollte sich wieder angewöhnen vor dem Start den Sicherheitseinweisungen der Crew und den Sicherheitsflyern in der Kartentasche Aufmerksamkeit zu schenken. Viele angebliche Vielflieger finden dies leider absolut uncool, da man ja alles schon kennt. Aber mal Hand aufs Herz; wer kennt von jedem Flugzeugtyp und von jedem Patz aus generell die kürzesten Fluchtwege aus der Maschine und dies auch bei Rauchentwicklung in der Kabine? Wer könnte im Notfall eine Notausgangstür schnell und sicher öffnen und die Rutsche bedienen? Wem sind die Funktion der Sauerstoffmaske und der Ablauf bei Druckabfall, dann auch bei Nervosität, völlig klar? Wer kann sich und eventuell anderen eine Schwimmweste richtig anlegen und aufblasen? Wissen Sie immer, wo sich diese Weste auf Ihrem Flug befindet? Sind Sie sich vielleicht sogar ganz sicher, dass dort an Ihrem Platz, auch tatsächlich eine Rettungsweste vorhanden ist? Denn leider gehören die Schwimmwesten und Sicherheitskarten zu den bevorzugten Objekten der Souvenirjäger und würden Ihnen bei einer Notwasserung dann doch ganz sicher sehr fehlen!?

Also, Sie sehen, ein jeder kann sich für den sehr unwahrscheinlichen Notfall vorrüsten und somit Vorteile gegenüber den "Coolen" erwerben. Wenn Sie sich und Ihre Gliedmaßen dann noch zumindest auf den Langstreckenflügen etwas bewegen, dann tun Sie wirklich etwas für Ihre Gesundheit und Ihr "langes Überleben"! Jedenfalls deutlich mehr als durch den Versuch einer "richtig sicheren" Flugsitz-Auswahl auf einem gelegentlichen Flug. Bernd Kamjunke


BU: Die Seat Map einer Airbus A340-600 der Lufthansa.


Oriental Village Chiang Mai, ein Naturisten-Resort in Nordthailand

von Bathseba Beaumont

So ganz langsam greift der Gedanke Raum, daß Nacktheit nicht gleichbedeutend mit Sex sein muß. Für die Thais sind die Ausländer sowieso immer etwas komisch, und wenn sie denn unbedingt nackig herumlaufen wollen, sollen sie doch. Von der Religion her gibt es im Buddhismus sowieso keine Probleme in dieser Beziehung. Ich hatte ja schon über das Chan Resort in Pattaya berichtet, hier nun mein Besuch im hohen Norden von Thailand.

Paolo, ein schon länger im Land lebender Franzose, wollte vor 5 Jahren etwas anbieten, was es noch nicht gab, und da erschien ihm der Gedanke an ein FKK-Resort als eine gute Idee. So entstand das Oriental Village in der Nähe von Chiang Mai, im Norden Thailands.

Das Oriental Village liegt etwa eine halbe Fahrstunde außerhalb von Chiang Mai, umgeben von Reisfeldern, in einer ländlichen Umgebung. Es gibt keine Mauern oder blickdichte Zäune, auf der einen Seite ist alles offen zu den Reisfeldern, auf der Rückseite der Bungalows sind Bambussträucher und Bäume.

12 klimatisierte Bungalows befinden sich an der Längsseite eines gepflegten Gartens, es gibt einen kleinen Pool und einige offene Hütten zum Sitzen oder sich massieren zu lassen. Die Traditionelle Thai Massage steht im Zeichen von Gesundheit und Prävention, aber es geht besonders auch um körperliches und geistiges Wohlbefinden, letztendlich um Lebensqualität. Thai Massage wird traditionell auf einer Matte am Boden praktiziert. Masseur und Behandelter befinden sich auf derselben Ebene. Dies erlaubt dem Behandelnden, sein Körpergewicht optimal für die Massage einzusetzen und durch die Übertragung von Druck, Kraft und Energie einen hohen therapeutischen Nutzen zu erzielen.

12 Bungalows bedeutet, daß sich maximal 24 Gäste im Resort aufhalten, dazu der eine oder andere Tagesgast aus Chiang Mai. Es ist wirklich ein Ort der Ruhe und Entspannung, wer Nightlife sucht, ist hier sicher nicht richtig. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, daß die Tour vom Resort nach Chiang Mai nicht einfach ist. Es gibt weder Bus noch Taxi dorthin.

Das kleine Restaurant bietet neben den üblichen Thaigerichten auch eine Auswahl an europäischen Speisen an, alles zu sehr moderaten Preisen. Da Alkohol in Thailand sehr hoch besteuert wird, kosten Cocktails das gleiche wie ein Thai-Essen, aber in Euro umgerechnet ist alles immer noch sehr preiswert. So bezahlt man für ein kleines Bier etwa 2 Euro, das wird von den freundlichen, aber vollständig bekleideten Damen auch gern an den Pool gebracht, damit man diesen bei der Hitze gar nicht erst verlassen muß. Der ist leider nicht so groß, wie er auf den Bildern erscheint, reicht aber zum Abkühlen allemal.

Es gibt zwei Kategorien von Bungalows, die man angesichts der schönen Anlage eigentlich nur zum Schlafen aufsucht. Die Deluxe-Version ist etwas eleganter eingerichtet und hat einen großen Flat-TV, das Fernsehprogramm ist ähnlich wie bei uns, nur daß man nicht versteht, was sie sagen. Wichtiger für die meisten Gäste ist der kostenlose Internetzugang, der sogar bis zum Pool reicht.

Wenn man das Resort doch einmal verlassen will, gibt es mehrere Möglichkeiten: man kann sich ein Fahrrad oder ein Moped ausleihen und die nähere Umgebung erkunden, oder sich nach Chiang Mai fahren lassen. Die Gegend um Chiang Mai bietet eine Fülle an Ausflugszielen und Attraktionen, von denen nur die wenigsten so überlaufen sind wie das Kloster Wat Doi Suthep auf dem Hausberg von Chiang Mai.

Das Klima im Norden ist auch wesentlich angenehmer als in Bangkok, es ist nicht so feuchtwarm. Gerade Ausflüge in den Bergen machen Spaß, weil es deutlich kühler ist als im flachen Land.

Ein Problem ist die Luftverschmutzung: Chiang Mai und Umgebung liegen in einem Talkessel von etwa 50 km Durchmesser. Der Rauch der abbrennenden Felder und die Autoabgase mischen sich zu manchen Zeiten zu einem Gemisch, welches einen die Sonne nicht mehr erblicken läßt. Steht in Chiang Mai der Polizist schon mal mit einer Gasmaske auf der Kreuzung, ist die Luft im Resort aber auf jeden Fall besser.

Fazit: Für Naturisten ein lohnendes Ziel. Die Gegend bietet sehr viele Ausflugsmöglichkeiten. Wenn man nachmittags heimkommt, genießt man Pool und Garten ohne störende Kleidung und ist nicht in einem nach thailändischer Sitte eiskalt klimatisierten Hotelzimmer.

Anmerkung: die Autorin hat das Resort als Tagesgast besucht und bekommt keine Vergütung für diesen Bericht.

Oriental Village Resort
122 Moo 1 on-klang, Mae On
Chiang Mai, Thailand 50130
Tel. +66 807 137 217 (Englisch und Französisch)
Tel. 0066 911 400 176 (Englisch und Thai)

www.orientalvillage-chiangmai.com

Es gibt Zimmer in 3 Kategorien zu 1.800, 2.400 und 2.800 Baht pro Nacht. Inclusive Frühstück, Air-Con, Internet, TV und vieles andere.


Leseprobe:

Franky Kuchenbecker aus dem Buch "Farang und Lotosblüten"

Vorgeschichte:

Farang ist der in Thailand übliche Begriff für Ausländer mit weißer Hautfarbe - und um zwei solche Ausländer geht es in diesem Buch. Der eine ist Fredy, ein Abenteurer der mit seiner Familie vor dem Mauerfall aus der DDR in den Westen geflohen ist. Der andere ist Alex, ein geradliniger Typ und eingefleischter Junggeselle. In einem Kölner Chemiewerk lernen sich die beiden kennen, und obwohl sie sehr unterschiedliche Charaktere sind, werden sie Freunde.

Nach 25 Jahren Ehe lässt sich Fredys Frau scheiden. Eine Welt bricht für ihn zusammen. "Such dir eine neue Frau!" tröstet ihn Alex. "Es gibt so viele, und solltest du in Deutschland keine finden, dann such dir eine im Ausland!"

Fredy geht zurück in den Osten und gründet eine Firma. Mit der ist er auch recht erfolgreich, aber eine neue Frau findet er dort nicht. Deshalb reist er nach Südostasien, erlebt viele Abenteuer und lernt einige schöne Asiatinnen kennen. Er ignoriert, dass es Prostituierte sind, die es eigentlich nur auf sein Geld abgesehen haben. Fredy erlebt viele Abenteuer und lernt auf der Party-Insel Ko Phangan die schöne Thailänderin Mu kennen. Wenig später fliegt er zurück nach Deutschland. Mu verspricht ihm treu zu sein und auf ihn zu warten.

Drei Monate später kommt Fredy zurück nach Thailand und freut sich auf seine Geliebte. Vom Flughafen Bangkok nimmt er nicht wie geplant Bus, Bahn und Fähre, um zu ihr auf die Insel Ko Phangan zu gelangen, sondern fliegt direkt weiter zur Nachbarinsel Ko Samui. So wird er seine Herzallerliebste schon einen Tag früher im Arm halten; denkt er. Aber Mu ist nicht in ihrer Wohnung, sie "bedient" während Fredys Abwesenheit einen anderen Farang. Fredy ist am Boden zerstört. Als der andere Farang weg ist, fällt Fredy wieder auf die Verlockungen der raffinierten Frau herein und verzeiht ihr. Um das Geschehene hinter sich zu lassen unternehmen sie eine Reise nach Malaysia.

Farang und Lotosblüten, Reiseroman

Asiatische Verlockung - Massaker in Malaysia

Zur Passkontrolle mussten alle aussteigen. Der Zug fuhr dann ein Stück vor. Ein freundlicher Beamter kontrollierte die Pässe und nachdem er alles für in Ordnung befand, stempelte er ein Visum hinein und sagte: "Willkommen in Malaysia". Hinter der Grenze stiegen die Passagiere wieder in den Zug. Nachmittags kamen Fredy und Mu in der malaysischen Hafenstadt Butterworth an und reisten gleich zur Insel Penang weiter. Diese Insel kann man auch über eine dreizehn Kilometer lange Brücke erreichen, aber die Beiden entschieden sich für die Fähre. Die Insel-Hauptstadt Georgetown ist die älteste britische Siedlung in Malaysia und ein Schmelztiegel der Kulturen. Etwa eine halbe Millionen Menschen leben dort. Dementsprechend schlecht, wahrscheinlich durch das Einleiten von Abwässern war die Qualität des Meerwassers. Deshalb gefiel es den beiden dort nicht und so blieben sie nur eine Nacht. Ihr nächstes Ziel war die Insel Pangkor. Mit einer Fähre reisten sie am nächsten Morgen zum Festland zurück, frühstückten im Hafen und kauften für die Weiterreise Obst.

Mit einem Linienbus fuhren sie zur Hafenstadt Lumut. Während der Busfahrt studierte Fredy seinen Reiseführer und Mu schälte mit Fredys Taschenmesser das Obst. Auf all seinen Reisen hatte Fredy immer sein geliebtes Taschenmesser dabei. Penibel achtete er darauf, dass es ja wieder zurück in seine Gürteltasche kam. Mu kannte sein Heiligtum, reinigte es und stopfte das Messer wieder dahin wo es hingehört.

Am frühen Nachmittag kamen sie in der Hafenstadt Lumut an. Im Hafen wies man auf ein hinduistisches Fest auf der Insel hin. Tausende Gläubige aus vielen Ländern seien übergesetzt um dort zu feiern. Das Hindufest nennt sich Thaipusam und wird besonders von tamilischen Hindus gefeiert. Der Ursprung stammt aus dem Süden Indiens, aber das Fest wird auch in Singapur und in Malaysia gefeiert. Bei diesem Ritual opfern gläubige Hindus auf dramatische Weise ihrem Gott. Sie durchstechen ihren Körper mit Spießen und Haken. An den Haken werden dann Seile befestigt mit denen Prozessionswagen über die Insel gezogen werden.

Das wollten Fredy und Mu sehen. Also rauf auf eine Fähre und rüber! Tatsächlich: im Hafendorf hörten sie ohrenbetäubenden Lärm und sahen ein schauriges aber zugleich ausgelassenes Spektakel: Aus Lautsprechern dröhnte mystische Musik und Musiker trommelten im Takt dazu. Männer hatten Spieße durch ihre Haut gebohrt. Im Gesicht steckten Nadeln und im Rücken Fleischerhaken. Blut rann mit Schweiß und Alkohol vermischt auf den Boden. Ständig Marihuana rauchend, zogen sie mit Seilen, die mit den in der Haut steckenden Fleischerhaken verbunden waren, schwere Prozessionswagen hinter sich her.

Fredy hatte den Eindruck, dass die Menschen Schmerz ertragen wollten, je mehr desto besser. Ob und wie sehr sie den Schmerz empfanden, wusste er nicht. Lag es am ekstatischen Glauben oder ertrugen die Gläubigen das blutige "Spiel" nur, weil Marihuana und Alkohol sie betäubte?

Frauen und Kinder jubelten ihren Männern oder Vätern zu. Mu war fasziniert von diesem grausigen Spektakel und jubelte mit. Sie schnallte ihren Rucksack ab und tanzte ausgelassen. Ab und zu hielt die Karawane und die Männer, die die Prozessionswagen zogen, machten eine Pause. Frauen brachten Stühle, auf die sich die erschöpften Männer setzten. Andere verabreichten ihnen Marihuanazigaretten und Alkohol.

Alkohol wurde auch auf die blutenden Wunden zur Desinfektion gegossen. Das verdünnte Blut rann an den Körpern hinunter auf die Straße. Fredy hatte fast den Eindruck, dass hier ein Massaker stattfindet. Ein blutüberströmter Mann ging zu Mu und gab ihr seine Marihuanazigarette. Mu nahm den Joint und sog ihn mit tiefen Zügen. Ein anderer reichte ihr aus einem Eimer mit einer Suppenkelle Alkohol. Leidenschaftlich genoss Mu diese Zeremonie.

Fredy sah fassungslos zu. Ihm missfiel dieser Zinnober zusehends. Und jetzt füllten sie noch seine Mu ab. Fredys Gesicht sprach Bände. Hier war er kein gern gesehener Gast. Die Leute schauten ihn mit bösen Blicken an. Er hatte Angst, dass etwas Schlimmes passiert und wollte weg. Er forderte Mu auf, diesen grausigen Ort zu verlassen. Aber auch sie sah ihn nun mit bösen Blicken an.

Verzweifelt lief Fredy die Straße hinunter und suchte ein Taxi. Endlich, in Hafennähe entdeckt er eines. Er orderte es und streckte dem Fahrer eine Summe vor. Dann lief er schnell zurück, warf die Rucksäcke über seine Schulter und zerrte Mu aus dem Getümmel.

Widerspenstig schrie sie ihn an: "Lass mich in Ruhe! Verschwinde von mir!" Aber Fredy gab nicht auf. Mit aller Kraft brachte er sie ins Taxi. Selbst auf dem Rücksitz musste er sie festhalten. Dem Taxifahrer sagte er, er möchte sie zu irgendein Ressort in Strandnähe bringen. Nach einer halben Stunde hielt das Taxi vor einer Bungalowanlage.

Widerwillig stieg Mu mit aus. An der Rezeption checkte Fredy ein und gemeinsam bezogen sie einen Bungalow. Mit Mu zu reden ließ Fredy lieber sein. Es herrschte eine explosive Atmosphäre. Um die Situation ein wenig zu entspannen sagte er: "Ich werde uns etwas zu essen holen. Bei der Herfahrt habe ich einen kleinen Supermarkt gesehen."

Mu reagierte nicht. Sie lag schnell atmend auf dem Rücken und starrte die Zimmerdecke an. Fredy hoffte, wenn sie zu essen und zu trinken bekommt, werde sie sich beruhigen und ging erst einmal los. In einem nahegelegenen Geschäft bekam er alles was er wollte und lief zurück.

Aber kaum kam er zur Tür hinein, bot sich ihm ein schreckliches Schauspiel. Mu schlug ihren Kopf wieder und wieder gegen die Wand. Putz bröckelte und die Stirn blutete. "Mu!!! Was machst du da? Hör auf damit!" brüllte Fredy. Einen Moment hielt sie inne, drehte sich um und stürzte sich dann mit funkelnden Augen, wie eine Bestie, auf Fredy.

Schreiend schlug sie den verdutzten Fred das Essen aus den Händen. Geistesgegenwärtig umklammerte er Mu. Ihr Blut beschmierte sein T-Shirt. Einen Moment spürte er ihren rasenden Herzschlag. Mu griff blitzschnell an Fredys Gürteltasche, zog genauso blitzschnell das Taschenmesser heraus, befreite sich aus der Umklammerung, klappte das Messer auf und stach Fredy in die Schulter. Der schrie auf vor Schmerz und Entsetzen.

Einen weiteren Stich konnte er instinktiv mit seinen Armen abwehren und Mu zurückstoßen. Sie taumelte. Fredy sah nur eine Möglichkeit: Fliehen! Er rannte durch die noch offene Tür zur Rezeption und rief von weitem: "Helft mir, helft mir! Ruft die Polizei." Die Damen hinter dem Tresen sahen den blutenden Farang erschrocken an.

Aus einem Hinterzimmer kam ein Mann, es war der Chef. "Was ist los?" Fredy stammelte: "Die Frau wollte mich mit einem Messer töten." Dabei zeigte er in Richtung seines Bungalows. Aufgeregt antworte der Mann: "Es gibt auf dieser Insel keine Polizei. Solche Probleme müssen wir selber regeln," dabei drehte er sich schnell um, lief ins Büro und kam mit einem Revolver im Anschlag zurück. "Komm!", forderte er Fredy auf. "Gemeinsam werden wir die Frau überwältigen." Fredy griff eine Schaufel, die an einer Wand stand und in gebückter Haltung schlichen sie zum Bungalow. Seine Schulter schmerzte, aber ihm machte viel mehr zu schaffen, was da passiert war.

"Was ist das hier, was geht hier ab?" fragte er sich. Die Tür stand offen. Es war seltsam still im Bungalow. Der Chef entsicherte den Revolver und Fredy holte mit der Schaufel zum Schlag aus. Vorsichtig schauten sie ins Zimmer. Alles war ruhig. Auf dem Bett, in einer Blutlache, saß Mu.

Völlig verstört stierte sie die Wand an. Sie hatte sich mit dem Messer den linken Arm an einigen Stellen aufgeritzt. Schnell lief Fredy herein, nahm ihr das Messer aus der Hand, warf es beiseite und rief: "Wir brauchen einen Arzt!" Der Hotelchef antwortete: "Auch Ärzte gibt es auf der Insel nicht". Hob das Messer auf, ging hinaus und warf es, damit niemand mehr es benutzen konnte, auf das Dach des Bungalows. Fredy riss aus dem Bettlaken einige Stoffstreifen und versuchte, mit einem Notverband die Blutung zu stoppen.

Die Damen von der Rezeption und andere Gäste kamen hinzu und halfen. Willenlos ließ Mu ihre Wunden mit viel Jod behandeln. Normalerweise tut so etwas sehr weh. Aber betäubt von Drogen und Alkohol verspürte sie keinen Schmerz. In ihrem Gesicht sah man keine Regung. Auch Fredy wurde so gut wie es ging verarztet. Glücklicherweise hatte er nur eine Fleischwunde.

Die Betten wurden neu bezogen und Mu hineingelegt. Ihr Herzschlag war immer noch hoch, aber dennoch schlief sie vor Erschöpfung ein. Vorsorglich wurden Flaschen und Gläser entfernt.

Aus Angst, im Schlaf attackiert zu werden, mietete Fredy einen weiteren Bungalow und schloss sich ein. Aber schlafen konnte er nicht. Er grübelte wie es weitergehen soll. Was wird er noch alles mit dieser Frau erleben? Da hätte er genauso gut mit seiner Sabrina zusammenbleiben können. War sie doch der Grund, warum er nach Südostasien gegangen ist. Die Symptome waren damals ähnlich. Bei zu viel Alkoholgenuss attackierte auch sie ihn auch. Ein Mal schlug sie ihm mit einer Luftpumpe den Schädel blutig. Nur halfen damals in Deutschland ein Notarzt und die Polizei. Der Arzt versorgte die Wunde und die Behörden verhängten eine Bannmeile gegen die aggressive Frau.

Jetzt aber, war er hier auf dieser Insel in Malaysia. Warum flüchtete er nicht auch dieses Mal? Die Polizei könnte ihm nicht helfen. Die gab es auf dieser Insel nicht. Nach langem Überlegen fällte er eine Entscheidung: Er würde Mu am nächsten Tag verlassen, ihr Geld für die Heimreise geben und alleine weiterreisen.

Warum tappt Fredy immer in solche Geschichten? Was hatte er den Frauen getan? Sein Entschluss stand fest. Lieber alleine sein, aber am Leben bleiben, eine Zeitlang zumindest.

Doch daraus wurde nichts. Am nächsten Morgen hatte er Fieber und Schüttelfrost. Schweißgebadet konnte er sich kaum vom Bett erheben. Auch Mu bekam Fieber. Die Verbände mussten gewechselt werden. Fredy schleppte sich in Mus Bungalow und bat, sie möge ihm helfen.

Sie sah ihn mit traurigen Augen an und sprach mit weinerlicher Stimme: "Es tut mir so leid, bitte hilf mir! Was passiert ist, kann ich nicht verstehen. Das war nicht ich. Bitte verzeih mir! Nur noch dieses eine Mal, so etwas wird sich nie wieder wiederholen. Ich liebe dich doch!"

Was hatte Fredy für eine Wahl? Erkrankt in einem fremden Land, ohne ärztliche Versorgung und innerlich geschwächt, war es schwer, die richtige Entscheidung zu treffen.

Er verzieh ihr, schließlich konnte er seine Zuneigung nicht so einfach unterdrücken oder gar abstellen. Sein Zwiespalt blieb aber: "Was mache ich hier eigentlich in der fremden Welt?" Wieder mal kamen ihm die Zweifel, ob das alles richtig ist und ein schmerzliches Heimwehgefühl kam in ihm auf. Sehnsucht nach Geborgenheit, so wie er es einst mit seiner Familie 25 Jahre lang hatte.

Einige Tage waren die beiden mit Fieber ans Bett gefesselt. Mus Verletzungen entzündeten sich und eiterten. Die Verbände mussten regelmäßig gewechselt werden. Fredys Wunde war auch nicht harmlos, sie schmerzte sehr und gehörte ärztlich versorgt.

Eine Narbe, die mit Sicherheit bleiben wird, wird er Zeit seines Lebens tragen. Und immer wieder würde er daran erinnert werden, was in dieser Nacht geschah, sobald er sie später betrachtet. Diese Vorstellung gefiel ihm gar nicht. Gut, er könnte denken, dass diese Narbe ihn ein Leben lang mit Mu verbindet. Aber wollte er das wirklich? Ein Leben mit einem thailändischen Pulverfass?

Er wusste ganz genau, dass sich so etwas wiederholen wird. Aber er liebte seine Mu!!

Die Bungalowanlage befand sich am Rande eines Dschungels, umgeben von einer bunten exotischen Tier- und Pflanzenwelt. An einem Morgen wurde er durch Klopfen geweckt. Er lief zur Tür um nachzusehen. Da war niemand. Also ging er nach draußen. Doch dann flogen Äste auf seinen Kopf. Er hörte über sich Geschrei, duckte sich und schaute vorsichtig nach oben: Über der Hütte, auf einem Kirschbaum ähnlichen Gewächs, trieb eine Horde Affen ihr Unwesen. Sie rissen Äste und Blätter ab, die sie nach unten warfen. Fredy fand das lustig und fühlte sich bald wieder fit. Oft setzte er sich nun vor seine Hütte und hörte gerne dem Vogelgezwitscher zu. Es war entspannend für ihn, er konnte den Schmerz an Leib und Seele ausschalten und nach einigen Tagen war er der Meinung, es ginge ihm besser. In einem nahe gelegenen Strandlokal kaufte er, recht preiswert, warme Speisen, die er dann mit Mu in der Bungalowanlage verzehrte. Bald schon konnte er am Strand spazieren und es ging ihm gut dabei. Einen Tag später ging er sogar baden. Dabei achtete er natürlich darauf, dass seine Wunde nicht nass wurde. Dicht neben der Anlage mündete ein Fluss ins Meer. Den wollte Fredy mit einem Kanu hinauf paddeln.

Er lieh sich ein Kajak und schipperte flussaufwärts, kehrte aber bald wieder um. Viele Insekten hatten ihn gestochen. Er wusste, dass das Malariarisiko in dieser Gegend recht hoch ist. Auch die Pflanzen, Schlangen und anderen Reptilien, die er nicht kannte, machten ihm Angst. Es erschien ihm zu gefährlich, da er sowieso noch recht geschwächt war.

Aber das Boot hatte er nun einmal für den ganzen Tag gemietet und deshalb paddelte er an der Küste entlang. In der glühenden Mittagszeit sollte man sich in dieser Tropenzone ein schattiges Plätzchen suchen. Die Sonneneinstrahlung ist dann sehr extrem. Die Einheimischen machen das jedenfalls so – und Fredy hätte auch besser daran getan. Außerdem war seine Krankheit noch nicht restlos auskuriert.

Aber er meinte, er wäre stark genug und nach so vielen Wochen Äquatornähe brauche er sich vor der Sonne nicht schützen. Aus seinem Dschungeltrip wurde eine Tagestour mit dem Kajak auf der See. Die Küste war sehr schön. Er entdeckte menschenleere Strände mit klarem Wasser.

Aber am Abend bekam er die Quittung: sein Kopf war puterrot. Er hatte einen Sonnenstich und bekam wieder Schüttelfrost. Außerdem befürchtete er, eine Mücke hätte ihn mit der Tropenkrankheit Malaria infiziert. Mu ging es glücklicherweise besser. Um ärztliche Versorgung zu bekommen, bereitete sie alles für die Weiterreise zur Hauptstadt Kuala Lumpur vor und schon am nächsten Tag fuhren sie mit Fähre und Bus dorthin. Während dieser Fahrt lernte Fredy ein älteres deutsches Ehepaar kennen. Sie hatten ihren ständigen Wohnsitz auf der Insel Pangkor und verbrachten ihren Lebensabend dort. Sie sagten, dass es schön und preiswert sei, ihre Wohnung koste nur zehn Euro im Monat, nur dass es keine ärztliche Versorgung gibt wäre ein Problem. Deshalb fahren sie ab und zu in die Hauptstadt, um einen Arzt aufzusuchen und Medikamente einzukaufen. Sie gaben den beiden die Adresse des, aus ihrer Sicht, guten Arztes auf und wünschten gute Genesung.

Nach einigen Stunden erreichte der Bus die Außenbezirke von Kuala Lumpur. Die Stadt empfing sie nicht gerade herzlich. Ein heftiges Gewitter tobte sich aus, was für diese Region nicht selten ist. Fredy hatte so etwas in dieser Form noch nicht erlebt. Binnen weniger Minuten war die Kanalisation hoffnungslos überlastet und die Straßen verwandelten sich im wahrsten Sinne des Wortes in Wasserstraßen. Der Bus schleppte sich langsam durch die Wassermassen, bis der Verkehr völlig zum Erliegen kam. Weil fast nichts mehr ging folgte ein wildes Gehupe.

Fredy und Mu stiegen aus, gingen in eine weniger befahrene Nebenstraße, nahmen ein Taxi und fuhren zur empfohlenen Klinik. Der Arzt sah sofort, was Fredy fehlte, gab ihm eine Spritze und verkaufte ihm einige Medikamente. Er würde dieses Antibiotikum gut verkraften, sagte er. Beide Verletzte bekamen neue Verbände. Mu brauche keine Medikamente, meinte der Arzt, ihre Wunden seien gut verheilt.

In der Nähe fanden sie ein Guesthouse für Rucksacktouristen und mieteten sich für vier Tage ein. Sie wollten sich erholen aber auch Kuala Lumpur entdecken und kennenlernen. Diese junge Stadt der Gegensätze faszinierte die beiden. Die vielen religiösen und ethnischen Gruppen auf einem relativ kleinen Gebiet waren vor allem für Fredy interessant.

Auch fand er, dass diese Stadt auf dem ersten Blick sehr sauber war. Überhaupt merkte man, dass es dem an Rohstoffen wie Öl und Zinn gesegneten Land recht gut ging, inklusive einer geringen Inflation und Arbeitslosigkeit.

Ich weiß allerdings, dass es auch Kehrseiten gibt. So ist beispielsweise Homosexualität in Malaysia, im Gegensatz zu den meisten anderen benachbarten südostasiatischen Staaten, grundsätzlich strafbar. Und mit der Pressefreiheit nimmt man es auch nicht so ernst. Repressalien drohen permanent, und es werden zunehmend das Internet sowie freie Blogs zensiert.

Die Zimmeraufteilung in ihrem Guesthouse war wie im Gefängnis, Zelle an Zelle und viel Lärm von der Straße. An Schlafen war hier nicht zu denken. Aber sie hatten ein Dach über dem Kopf und Internet war inklusive.

Fredy nahm die Medizin und bald ging es ihm besser. Am nächsten Tag las er in einem Internetshop meine Nachricht. Er war hocherfreut, dass ich ihn trotz seiner Ablehnung besuchen wollte und antwortete: "Na Okay, ich freue mich auf unser Wiedersehen. Wir sind jetzt in Kuala Lumpur und reisen bald zurück nach Thailand. Fahr du nach deiner Einreise schon Mal nach Ko Phangan! Direkt am Hafen hat unsere Freundin Neu einen Massagesalon. Gehe zu ihr! Sie spricht Deutsch und wird dir weiterhelfen. Wir kommen dann auch bald."

Am nächsten Tag ging es Fredy gut und sie besichtigten die gigantische malaysische Metropole. Hier stehen die größten Doppeltürme der Welt – die Petronas Twin Towers und der höchste Fernsehturm Asiens. Noch vor sechzig Jahren wurde Malaysia von der britischen Kolonialmacht regiert. Man könnte meinen, um sich ihre Selbstständigkeit zu beweisen, müssten sie riesige Gebäude bauen.

Aber schnell bemerkten sie auch die Gegensätze. Bei den Nobelhotels und Bürohochhäusern war alles piekfein und sauber. Aber nicht weit entfernt sah vieles ganz anders aus: dunkle Gassen, Dreck und Müll, hohe Bordsteinkanten und offene, tiefe und gefährliche Regenwasserschächte. Frauen trugen lange schwarze Gewänder und ihre Gesichter waren tief vermummt. Durch einen Sehschlitz konnte man bestenfalls ihre Augen sehen.

Das Essen, besonders die Nudelsuppen waren recht preiswert. Nur Fredys geliebtes Bier nicht. Man erklärte ihm, dass Malaysia ein muslimisches Land sei, in dem Alkohol verpönt ist. Alkohol gibt es nur in einigen Supermärkten. Er könnte es dort kaufen und im Restaurant trinken. Das wäre kein Problem.

Das tat Fredy dann auch und musste feststellen, dass ein Bier fünf Euro kostet. Für ihn war das ein Grund mehr, Malaysia bald wieder zu verlassen. Anschliessend gingen sie zu einem Busbahnhof. Hier wollten sie sich über Abfahrtzeiten Richtung Norden informieren. Busbahnhöfe gibt es einige in Kuala Lumpur, für jede Reiserichtung einen anderen.

Zufällig hatten sie den Richtigen gefunden. Aber dort nervten viele aufdringliche Werber. Später erfuhren sie, dass keiner von denen sie übers Ohr hauen wollte. Aber weil es hier viele private Busunternehmen gibt, die alle den gleichen niedrigen gesetzlichen Fahrpreis anbieten müssen, schickt ein jedes Unternehmen seine Werber aus, um möglichst viele Fahrgäste zu bekommen. Jeder behauptet dann, dass nur ein Bus in diese Richtung fährt und nur noch wenige Plätze frei sind. Das wussten die beiden nicht und verließen genervt den Busbahnhof.

Den Ticketkauf verschoben sie auf den nächsten Abend. Sie hätten die Fahrkarten lieber gleich kaufen sollen. Müde sanken sie im Guesthouse in ihre Betten und schliefen trotz des Lärms lange, tief und fest. Am nächsten Tag stand ihnen nicht der Sinn nach Stadtbesichtigung. Das vom Vortag genügte. Sie ließen den Tag gemütlich angehen, frühstückten lange und bummelten dann durch Parkanlagen. Abends gingen sie wiederum zum Busbahnhof, um Tickets für den nächsten Tag zu kaufen.

Sie hatten entschieden ans Meer, zur Ferieninsel Langkawi zu reisen. Diese Insel gehört zu Malaysia und liegt nahe an Thailand. Aber angeblich wären für die nächsten Tage alle Plätze ausgebucht. "Nur für diese Nacht ist noch etwas frei", erzählte ihnen ein Werber. Sie fielen auf den Schwindel herein und meinten, um überhaupt weiterzukommen bliebe ihnen nichts weiter übrig, als schnell aus dem Hotel die Rucksäcke zu holen und auf die bereits bezahlten Übernachtungen zu verzichten. Egal, sie wollten möglichst schnell zurück Richtung Thailand. Um 23 Uhr sollte der Bus abfahren. Die beiden waren pünktlich da, doch der Bus nicht. Es wurde Mitternacht. Was war passiert? Hatten sie irgendetwas falsch gemacht? Busse kamen, Leute stiegen ein und Busse fuhren wieder ab. Aber keiner fuhr in Richtung Langkawi - angeblich.

Mittlerweile war ihr Bus schon zwei Stunden überfällig. "Was machen wir nun?", fragten sie sich genervt. Das Hotelzimmer war gekündigt. Dorthin konnten sie nicht zurück. Die Busfahrt war bezahlt und das Geld dafür schien futsch zu sein. Nun gut, es waren nur 66 Ringgits, etwa fünfzehn Euro. Das war preiswert für zwei Personen und fast 500 Kilometer Busfahrt. Aber was nutzte das alles? Sie waren mitten in der Nacht in dieser fremden Stadt ohne Herberge.

Nach einer weiteren Stunde nervenaufreibender Wartezeit reichte es ihnen: Sie setzten sich in einen Bus einer anderen Gesellschaft, der auch in Richtung Langkawi fuhr. Dann würden sie eben noch einmal fünfzehn Euro bezahlen. Als sie aus dem Fenster schauten, sahen sie, dass nun doch der richtige Bus an seiner Haltestelle eingetroffen war. Schnell holten sie ihre Rucksäcke aus dem Gepäckfach und hasteten zum richtigen Bus hinüber. Der fuhr auch gleich ab. "Puh", das war noch einmal gut gegangen!

Die Fahrt durch die Nacht ans Meer dauerte einige Stunden. Es war längst hell, als sie in einer Hafenstadt ankamen. Diese hieß Perlis und glücklicherweise ging auch direkt eine Fähre von dort zur Insel Langkawi. Bei der Überfahrt beobachteten sie auffallend viele Seeadler und am Hafen wurden sie auch von einer große Adler-Skulptur begrüßt.

Auf der Insel nahmen sie ein Bad an einem Strand in Hafennähe. Es war herrlich, 25 Grad warmes und glasklares Wasser. Aber so richtig gefiel es den beiden hier nicht. Alles war ordentlich, wirkte aber steril. Die Übernachtungspreise waren relativ hoch, und weil Fredy mich auf Ko Phangan bald treffen wollte, zog es ihn zurück nach Thailand. Also erkundigten sich die Beiden, ob noch an diesem Tag ein Schiff dorthin fährt. Es fuhr eins und somit ging ihre Reise am selben Tag weiter.

Was dann in Thailand geschieht, dass erfahrt Ihr in der nächsten Ausgabe. Wer nicht so lange warten möchte kann meine Bücher, käuflich im Buchhandel oder auf meinem Kanucamp erwerben. Dort beginnt jetzt die neue Saison und die geht bis Oktober. Kommt einfach mal vorbei, meine Frau Weau, Tochter Wiu und ich, wir würden uns freuen.

Franky Kuchenbecker

Übrigens, am 1. April ist mein 4. Buch erschienen. Es heißt: "Manao Wan - Süß wie eine Zitrone"


Was bedeutet eigentlich Songkran?

Jedes Jahr im April wird in Thailand das Fest Songkran ganz groß gefeiert, aber was bedeutet es nun, das sogenannte Wasserfest? Es geht nicht um die Wasserschlachten auf den Straßen, wie viele Farangs glauben. Vielleicht kann ich Euch hier die Bedeutung und den eigentlichen Sinn von Songkran erklären.

Der vollständige Name in Thai ist Maha Songkran und bedeutet den Eintritt der Sonne in das Tierkreiszeichen des Widders, wird als Tagundnachtgleiche oder auch als Frühlingspunkt bezeichnet. Songkran, das Thailändische Neujahrsfest, wird jedes Jahr vom 13.-15. April gefeiert. An diesen Tagen fahren viele Thais zu ihren Familien und die jüngeren erweisen den älteren Menschen ihren Respekt. Am 12. April, dem Vorabend des Songkran-Festes, werden die Häuser und Wohnungen von all dem übers Jahr angesammelten Unrat befreit. Jeder Thai weiß, dass der Schmutz und Abfall aus dem alten Jahr im neuem kein Glück bringt, deshalb wird geputzt (Frühjahrsputz) wohin man auch schaut.

Am ersten Songkran-Tag (13. April) früh morgens gehen die Menschen in ihrer neuen Kleidung in den Tempel, um den Mönchen die Ehre zu erweisen, indem sie ihnen ihre Opferschalen mit gekochtem Reis füllen. In die Deckel der Opferschalen werden andere Speisen sowie Früchte und Süßes gelegt. Am Nachmittag des ersten Tages erfolgt die Bade-Zeremonie (Bangsakun), bei der werden alle Buddha-Figuren mit Wasser übergossen und gesäubert. Dabei kommt es vor, dass sich die Mönche untereinander oder auch gemeinsam den Abt des Tempels mit Wasser bespritzten bzw. übergiessen um sich Glück zu wünschen.

So entstand das alljährliche traditionelle Wasserfest, bei dem jeder jedem diese Art Waschung zugute kommen lässt und seinen Spaß hat. Junge Thais reisen quer durchs Land, besuchen an diesem oder einem der folgenden Tage ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel oder andere respektierte Personen und gießen ihnen parfümiertes Wasser auf die Handflächen, beschenken sie mit einem Handtuch oder anderen Baderequisiten und bekommen dafür den Segen der Älteren.

An den Songkran-Tagen wird auch an die Verstorbenen gedacht. Religiöses Gedenken der Verstorbenen. Die Asche und die verkohlten Knochenreste Verstorbener werden bei einfachen Menschen an den Wurzeln einer heiligen Feige auf dem Tempelgelände und bei denen, die es sich leisten konnten in einem kleinen Phra Chedi (Pagode) abgelegt. Solch ein Bodi-Baum befindet sich auf jedem Tempelgelände und ist ein Symbol für die Erleuchtung Buddhas, die er unter einem Baum meditierend fand. Es gibt auch viele Thais, die die Asche ihrer Angehörigen in kleinen (extra dafür gefertigten) Gefäßen im Haus aufbewahren, diese werden an den Songkran-Tagen mit zur gemeinsamen Zeremonie mitgenommen.

Um ihnen den gebürenden Respekt zu erweisen gehen die Thais in ihrer besten Kleidung in einen nahegelegenen Tempel, bringen Kerzen, Räucherstäbchen und kleine Fläschchen Nam (parfümiertes Wasser) sowie Blumen mit. In der heutigen Zeit kann man auch komplette Sets auf dem Tempelgelände erwerben. An dem Schrein werden eine Kerze und drei Räucherstäbchen entzündet und man platziert sie zusammen mit einer einzelnen Blüte oder einer Girlande an die vorbereiteten Stelle.

Die höchste Form von Ehrerbietung und Respekt ist Benchangapradit, eine Begrüßung (fünffache körperliche Verehrung: die Stirn, zwei Hände und zwei Knie berühren den Boden) indem man sich dreimal in vorgeschriebener Form vor Buddha verbeugt. Dabei führt man zunächst kniend die an den Handflächen zusammengelegten Hände (wie beim Wai) zur Stirn, öffnet sie dann, legt die Handflächen auf den Boden und beugt sich soweit vor, dass die Stirn den Boden zwischen den Händen berührt.

Nach dieser Zeremonie wird das Lied Nam Phra Putha Rup (Baden der Buddha-Figur) oder auch das Ehren der älteren Menschen durchgeführt, indem die jüngeren den älteren Menschen etwas von dem Nam Ob auf die Handflächen giessen (Rod Nam Dam Hua), die es dann in gebührender Form leicht auf ihrem Kopf und im Gesicht verreiben. Früher schenkte man auch ein Phanung (Lendenbekleidung) sowie Pha Khao Ma (für Männer) bzw. Pha Hom (für Frauen), Kleidungsstücke, die damals tagtäglich getragen wurden. Heute werden stattdessen ein Handtuch, eine Packung Papiertaschentücher, eine Dose mit Seife oder andere derartige Artikel, sowie manchmal eine Flasche parfümiertes Wasser genauso wie die traditionellen Kerzen, Räucherstäbchen und Blumen als Zeichen der Verehrung übergeben. Danach segnen die Älteren die Jüngeren und geben ihnen die besten Wünsche für das neue Jahr mit auf den Weg.

Im Tempel wird das zeremonielle Bad der Mönche an einem beliebigen der drei Songkran-Tage vollzogen. Normalerweise ist es der Abt eines Tempels, der meist alt ist und ausnahmslos in hohem Ansehen steht sowie die Rolle einer führenden Persönlichkeit im Gemeinschaftsleben darstellt. Die Menschen nennen ihn Luang Phaw (Großer Vater), und er ist nicht nur ihr spiritueller Vater sondern auch Berater in allen Bereichen mit anerkannt breitem Wissen und Erfahrung. Die Dorfbewohner beugen sich lieber seinen Entscheidungen als denen der Gerichte oder anderer Amtspersonen.

Soweit zum eigentlichen Sinn des Songkran-Festes. Leider darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass das reinigende Besprenkeln mit heiligem Wasser von vielen falsch verstanden wird und es zu wirklich gefährlichen Wasserschlachten kommt. Auch sind regelmässig zahlreiche Verkehrstote (um die 300 bis 400 Tote) an den Songkran-Tagen zu beklagen. Mancherorts wird sieben Tage gefeiert und so spricht man schon von den "sieben gefährlichen Tagen". Peter Phetkhieo


RA Bümlein informiert

Die Ehe für alle - worauf gleichgeschlechtliche Paare jetzt achten müssen

Während nach thailändischem Recht gleichgeschlechtliche Partner keine rechtsverbindliche Verbindung eingehen, also weder heiraten noch sich verpartnern können, wurde in Deutschland im letzten Jahr die Situation für homosexuelle Paare verbessert.

Gleichgeschlechtliche Paare können sich in Deutschland nunmehr nicht nur verpartnern, sondern auch rechtsgültig eine Ehe schließen. Sie werden heterosexuellen Paaren gleichgestellt. So können sie beispielsweise nunmehr auch gemeinsam ein Kind adoptieren. Auch gelten nun die gleichen Regelungen bezüglich der ehelichen Lebensgemeinschaft, Familienunterhalt, Ehegattensplitting, Krankenversicherung und Hinterbliebenenversorgung. Bei einer Ehescheidung trifft dies ebenfalls zu. Es kann der Versorgungsausgleich geltend gemacht werden, der Zugewinnausgleich, Unterhalt oder die Zuweisung der Ehewohnung.

Seitdem das neue Gesetz am 1. Oktober 2017 in Kraft getreten ist, können gleichgeschlechtliche Ehepaare nur noch heiraten und nicht mehr "lediglich" eine Lebenspartnerschaft begründen. Beabsichtigen gleichgeschlechtliche Partner zu heiraten, so müssen nach dem neuen § 1309 Abs. 3 BGB auch für diese nunmehr ein sog. Ehefähigkeitszeugnis vorlegen, es sei denn, dass ihr Heimatstaat keine gleichgeschlechtliche Ehe kennt. Da es in Thailand keine gleichgeschlechtliche Ehe gibt, entfällt dieses Formerfordernis also für die Begründung einer gleichgeschlechtlichen Ehe mit einem/er Thailänder/in weiterhin.

Für noch vor dem 1. Oktober 2017 begründete eingetragene Lebenspartnerschaften gilt Folgendes: sie werden nicht automatisch in eine Ehe umgewandelt. Wer jedoch eine Umwandlung von einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe wünscht, kann nach § 20a Lebenspartnerschaftsgesetz jederzeit gemeinsam vor dem Standesbeamten die Erklärung abgeben, dass eine Ehe auf Lebenszeit geführt werden soll. Damit wird die Lebenspartnerschaft rückwirkend auf den Tag der Begründung der Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt. Sämtliche Rechte und Pflichten einer Ehe bestehen somit schon seit dem Tag der Begründung der Lebenspartnerschaft.

Wollen die Lebenspartner dies jedoch nicht, geben Sie einfach keine gemeinsame Umwandlungserklärung beim Standesamt ab. Dann bleibt die Lebenspartnerschaft eine Lebenspartnerschaft. Die Vorschriften aus dem Lebenspartnerschaftsgesetz haben daher parallel zum Bürgerlichen Gesetzbuch, in welchem die Ehe geregelt ist, weiterhin Gültigkeit und sind anwendbar.

Sollten sich eingetragene Lebenspartner oder Eheleute trennen, gelten daher die jeweiligen Rechtsfolgen entweder aus dem Lebenspartnerschaftsgesetz oder aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, in welchem die Ehe geregelt ist. Schreibweise letztes Jahr.

In beiden Fällen können vertragliche notarielle Vereinbarungen die Folgen der Trennung klären, was oft auch aus Kostengründen sinnvoll ist. Soll die Lebenspartnerschaft aufgelöst oder die nun geschlossene oder umgewandelte Ehe geschieden werden, muss über einen Anwalt beim Familiengericht ein Antrag auf Aufhebung der Lebenspartnerschaft bzw. Scheidung der Ehe gestellt werden. Grundsätzlich benötigt nur der Antragsteller einen Anwalt, der Antragsgegner muss nicht anwaltlich vertreten sein, ausser er möchte eigene Anträge stellen oder die oben genannte Scheidungsfolgenvereinbarung soll nicht beim Notar sondern es beim Gericht aufgesetzt werden.

Gern beraten und vertreten wir Sie in solch einem Fall! Nicole Rinau

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht und Sozialrecht

BÜMLEIN Rechtsanwaltskanzlei


Neues vom Verein Hoffnungsfunke e.V.

März/April 2018

Liebe Freunde von Hoffnungsfunke,

es ist gar nicht so einfach, gute neue Mitarbeiter zu gewinnen. In der Abteilung Eiscreme ist es uns allerdings auf Anhieb gelungen. Natürlich ist Peeradek (6 Jahre) nur auf Probe eingestellt, aber wir gehen davon aus, dass er die Probezeit bestehen wird .

Im Kinderheim haben die großen zweimonatigen heißen Sommerferien begonnen. Wie in jedem Jahr können nicht alle in die Dörfer zu ihren Familien fahren, weil sie keine Familie haben, oder die Lebensumstände sehr schwierig sind. Zurzeit sind wir eine kleine Gemeinschaft von 17 Personen und die entstandene Ruhe tut allen Mitarbeitern gut.

Wir nutzen die Zeit, um dringende notwendige Reparaturarbeiten durchzuführen. Nach 10 Jahren Kinderheim muss so manches erneuert werden. Darüber hinaus ist es mir sehr wichtig, mit den einzelnen Mitarbeitern Zeit zu verbringen und ihre kleinen und großen Probleme ernst zu nehmen.

Sommerzeit heißt aber auch Dürrezeit, und wie in jedem Jahr sind einige Landstriche in Thailand davon sehr betroffen. Im Kinderheim gab es 10 Jahre keinen Wassermangel, aber durch die zunehmenden Bepflanzungen der Obst-, Gemüse- und Blumenbeete ist der Wasserbedarf sehr angestiegen. Ein neuer Brunnen wird in diesen Tagen gegraben und drei große Vorratsspeicher werden neu angelegt. Insgesamt kommen ca. 480.000 THB (12.500 Euro) auf uns zu. Dieses Geld haben wir von Ihren großzügigen Weihnachtsspenden zurückgelegt und so können wir dieses Projekt auch bezahlen.

Im Januar erreichte uns ein Hilferuf von Maewee, einer früheren Mitarbeiterin. 48 Kinder und Jugendliche waren über die Grenze von Burma nach Thailand in ihr Dorf gekommen. Sie wollten unbedingt eine Schule besuchen. Der Lehrer der benachbarten Dorfschule hatte sehr großes Verständnis für die Kinder und war bereit die Kinder zu unterrichten, obwohl sie keine Ausweise und gültige Papiere haben.

Es fehlte an allem: Kleidung, Schuhe, Unterkunft und die tägliche Nahrung.

Wir konnten helfen: Drei Pickup vollgeladen mit Matratzen, Bettzeug, warmer Kleidung und vieles mehr konnten wir zu den Kindern bringen. Es war wie Weihnachten und einige Kinder wollten die Matratzen nicht mehr verlassen - sie könnten ja gestohlen werden.

Ich konnte zusammen mit meinen Mitarbeitern die überwältigende Freude bei den Kindern miterleben. Was für ein gesegneter Tag für uns alle. Mit dem Versprechen, sie nicht allein zu lassen, zogen wir unseres Weges fröhlich.

Weitere Informationen:

- Wir danken Jonathan, der unsere Homepage betreut, sehr herzlich für seine gute Arbeit. Unsere Homepage gibt es jetzt auch in Englisch und in Kürze sogar in Thailändisch:

www.hoffnungsfunke.de/en

- Jonas Werner, unser "Hausfotograf", war wieder einmal für längere Zeit bei uns im Kinderheim, leider ohne seine Frau Anita, die einen neuen Erdenbürger erwartet. Jonas bereitet eine Ausstellung über unser Kinderheim vor, welche dann im Goethe Institut Bangkok und in der deutschen Botschaft in Bangkok ausgestellt werden soll. Positive Vorgespräche wurden bereits geführt. Es lohnt sich auch seine Homepage mit vielen Bildern vom Kinderheim anzuschauen,

www.jonas-werner.com

- Die Kinder kommen am 14. Mai aus den großen Sommerferien zurück. 10 Kinder haben das Kinderheim verlassen, um auf ein College oder zur Universität zu gehen. 10 Kinder haben wir neu aufgenommen. Mehr Informationen im nächsten Rundbrief.

- Auch in diesem Jahr hatten wir Besuch von der 10. Klasse der Christlichen Deutschen Schule. Sie kamen um ihr Sozialpraktikum bei uns im Kinderheim zu absolvieren. Siehe auch den ausführlichen Bericht unter: http://cdsc.ac.th/de/ startseite/aktuelles/360-sozialpraktikum-der-klasse-10-im-kinderheim-hoffnungsfunke

Leider haben wir einige Probleme mit den thailändischen Behörden. Die Bedingungen ein Kinderheim zu führen wurden inzwischen sehr verschärft. Wir sind im Gespräch, hoffen auf gute Ergebnisse.

Obwohl sich nach unserem letzten Aufruf einige junge Leute gemeldet haben, uns im Kinderheim als Volontäre zu unterstützen, mussten wir allen eine Absage erteilen. Alle Volontäre benötigen eine Arbeitserlaubnis und die ist sehr schwierig zu bekommen. Die Aufenthaltszeit für Volontäre sollte mindestens 10 Monate betragen und weitere Auflagen müssen erfüllt werden. Wir bedauern es sehr, aber haben auch keine andere Wahl.

Auf der anderen Seite gibt es allerdings die Möglichkeit, sich über eine bestehende Organisation zu bewerben. Das hat für uns viele Vorteile.

www.ww-volunteers.de/home

Die Herausforderungen werden immer größer, aber auch wir wissen, dass wir nicht allen helfen können. Wir grüßen alle Freunde unserer Arbeit sehr, sehr herzlich und bedanken uns für die treue Unterstützung.

Ohne Euch geht es eben nicht.

Ihr Günter Oppermann

Hoffnungsfunke e.V.

D 65207 Wiesbaden, Winzerstr. 7

www.hoffnungsfunke.de

www.facebook.com/hoffnungsfunke

Guenter Kinderheim Phrao: guenter@hoffnungsfunke.de

Handy: +66 (0) 81 884 6560
Spendenkonto Deutschland: Hoffnungsfunke e.V.
Postbank München
IBAN DE37 700100800015791805 Swift PBNKDEFF
Spendenkonto Schweiz:
Hoffnungsfunke e.V.
PostFinance
IBAN CH24 09000000 6059 07401 Swift POFICHBE

Gutes tun mit Charity Shopping https://www.gooding.de/hoffnungsfunke-e-v-32677

Hier finden Sie uns auf Google Earth: https://goo.gl/aLKrCy


Happy Birthday, DJ John im Tiger

Unser DJ John ist allen in Berlin bekannt, egal, ob er als DJ, Thai-Sänger oder Entertainer sein breites Publikum begeistert, alle mögen diesen lieben Kerl. Auch am 11. März als er und ein Farang namens Christian gemeinsam im neuen Tiger-Pub in Berlin Wedding, Müllerstr. 6, ihre Geburtstage feierten.

Bekannten und Freunde der beiden waren zu der geschlossenen Veranstaltung eingeladen und wurden herzlich empfangen. Ein Mega-Buffet mit allen erdenklichen schmackhaften Speisen verwöhnte die Gaumen der Gäste. Die Crew des Tiger-Pubs und Entertainer Toi sorgten mit vielen Songs und Sketchen für die gute Unterhaltung.

Die erste Geburtstags-Torte ging an Christian mit vielen Glückwünschen von Frauchen Supani und Sohnemann. Unser John bekam sein Ständchen erst weit nach Mitternacht - aber dafür mit full Power von seiner geliebten Gattin Regina. Gemeinsam sangen beide ihr Lied "Du kannst nicht immer 17 sein" von Chris Roberts. Die Gäste waren begeistert und als auch noch John seine schönsten Songs sang war es um die Damen-Welt geschehen - ist aber auch eine Wahnsinns-Stimme, die DJ John hat.

Wir alle vom FARANG-Magazin hoffen, dass uns der Vollblut-Musiker John mit seiner tollen Stimme noch viele schöne Stunden beschert und wünschen hier nochmal alles alles Gute sowie allzeit gutes Gelingen! Peter Phetkhieo


Nachruf Günther "Limmy" Limbach

In der Kar-Woche verstarb in Berlin nach langem Leiden Limmy (Günther Limbach). Vor etwa 40 Jahren lernte ich ihn kennen. Er hatte das Reisebüro "Griechenland & Reisen". Das war völlig unüblich für Reisen nach Thailand. In der Folgezeit war ich Kunde in seinem Reisebüro und wir freundeten uns privat an. Limmy führte mich auch in die Berliner Thaikreise ein. Da Limmy einen großen Kundenkreis auch unter Thailadys hatte, lernte ich natürlich viele Damen kennen. Limmy hatte abends nach Feierabend die bestellten Flugscheine mit mir zu den Restaurants und Etablissements gebracht. Es war eine feucht fröhliche Zeit. Aber damals war Thailand in Berlin noch eine Offenbarung. Leider wurde in den nächsten Jahren der Kontakt zu Limmy immer etwas zögerlicher. Der Spaß, den wir vorher hatten, wurde immer dünner. Wir trafen uns nur noch alle 6 Monate. Am Telefon versprachen wir uns, dass wir uns doch öfter treffen wollen und dann kam das Unerwartete. Der nächste Termin war dann schon fast zu spät. Ich besuchte Limmy im Krankenhaus und bekam einen Schock. Der Limmy, den ich kannte, war nicht mehr da. Die Krankheiten, die Limmy hatte, haben ihn schwer mitgenommen.

In Memory kann ich sagen: Limmy, wir werden Dich nicht vergessen.

Klaus Müller alias Santa Claus

Ich habe Limmy erst später kennen- und schätzengelernt. Mehrere Jahre arbeitete Limmy in DAOs Asia Shop in der Kantstrasse und erledigte dort die Buchhaltung und das Bestellsystem. Ein Fels in der Brandung, denn dieser besondere Thai Asia Shop war in Berlin sehr angesagt, eine Art thailändische Enklave in Berlin. Sehr thailike. Und er war ein schwergewichtiger gutmütiger Mann. Feinsinnig, korrekt und durchaus mit Charisma und Menschenkenntnis. Später arbeitete er beim Jaridi Asia Grosshandel in der Siemensstrasse im Wedding mit den gleichen Aufgaben.

Limmy war ein sehr charmanter Mann, und er hatte eine soziale Ader. Anderen zu helfen war ihm eine Aufgabe. Dazu hatte er in Moabit ein kleines Büro angemietet, um Hilfestellungen bei Antragstellungen und Ämterwegen zu leisten. Auch für viele Thais.

Ich bin dankbar ihn kennengelernt zu haben. Ein feiner Kerl, ein Mensch.

Mathias Heinrich vom FARANG

BU: Sie sehen Limmy im Thaipark. Das war vor Jahren bei einer komischen Demo der älteren Farangs, als der Berliner Stadtbezirk die Benutzung von Gartenmöbel im Park verboten hatte. Wir haben leider kein anderes Foto von Günther Limbach. Die Bierflaschen gehören zwar auch zum Park, aber so nicht zu Limmy.


Prinz Bira - der Rennfahrer aus königlichem Hause

von Werner Röpke

Zwei Tage vor Weihnachten 1985 sahen Passanten am Barons Court in London einen älteren Herrn zu Boden sinken. Ein zu Hilfe gerufener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen, vermutlich durch einen plötzlichen Herzinfarkt. Die Weihnachtseinkäufer ahnten nicht, dass er ein Mitglied der thailändischen Königsfamilie war und ein Teil der Formel-1-Geschichte.

Sein voller Name war Prinz Birabongse Bhanudej Bhanubandh aus Thailand und er hatte einen einzigartigen Anspruch auf sportlichen Ruhm: Der Prinz gehörte zu den Fahrern, die 1950 das erste Formel-1-WM-Rennen in Silverstone starteten. Er war der erste und einzige Grand-Prix- und Formel-1 Fahrer aus Siam, dem heutigen Thailand, überhaupt. Daß ihm heutzutage viele Fahrer auf den Straßen Thailands nacheifern, ist nicht seine Schuld. Die meisten werden seinen Namen überhaupt nicht kennen, dabei hat man in Pattaya ihm zu Ehren die Rennstrecke Bira Circuit benannt, aber eigentlich ist ja jede Straße in Thailand eine Rennstrecke...

Prinz Birabongse wurde am 15. Juli 1914 in Thailand (damals Siam) geboren. Sein Vater war Prinz Bhanurangsi Savangwongse, der Begründer des thailändischen Postwesens, sein Großvater war König Mongkut, Rama IV. Im Rennsport benutzte der Prinz nicht seinen vollen Namen sondern nur ein schlichtes B. Bira. Prinz Birabongse wurde 1927 nach Europa geschickt, um seine Ausbildung in England am Eton College zu vervollständigen, seine Mutter war schon früh verstorben, nun starb auch sein Vater und er war mit 13 Jahren Waise.

Die königliche Familie daheim entschied, dass Biras älterer Cousin Prinz Chula Chakrabongse, sein Mentor und Vormund in England werden sollte. Wie Bira lebte Chula in Großbritannien. Seine Mutter war Ukrainerin, er hatte während seiner Jugend in Russland gelebt und war als Teenager nach England gezogen, um in Harrow zu studieren. 1938 heirateten die beiden Cousins englische Frauen: Prinz Bira heiratete Ceril Heycock, Prinz Chula heiratete Elizabeth Hunter.

Automobilsport war in der gehobenen englischen Gesellschaft zu jener Zeit en vogue, und so war auch Prinz Bira von Autos fasziniert. Es heißt, dass sein Interesse begann, als er als Kind auf dem Schoß des Chauffeurs sitzen und das Auto durch den königlichen Park lenken durfte. Er erwarb bei der ersten Gelegenheit ein Auto und fuhr bald auf Strecken quer durch das Land. Das war ihm offensichtlich nicht aufregend genug, und so begann er sich für den Rennsport zu interessieren. Sein Cousin Prinz Chula war nicht unbeteiligt. Er wurde Manager seines jungen Cousins und finanzierte die nicht unerheblichen Ausgaben aus der königlichen Schatulle.

Zusammen gründeten sie ein Team, das White Mouse Stable genannt wurde. Die Autos waren alle himmelblau lackiert, mit einer großen weißen Maus an jeder Seite. Die Legende besagt, dass die Farbe eine Hommage an ein Mädchen war, auf das Bira ein Auge geworfen hatte. In Rennzirkeln wurde die Farbe später als "Bira Blue" bekannt. Das erste Auto, das Prinz Chula für seinen Cousin kaufte, war ein MG Magna. Obwohl Prinz Bira für seine Teilnahme am ersten Grand Prix des Sports und spätere Formel-1- Karriere in Erinnerung bleibt, waren es die Vorkriegsrennen, in denen er große Leistungen erbrachte.

Motorsport war zu dieser Zeit noch eine reine Amateurangelegenheit, bei der wohlhabende Männer sehr viel Geld für laute, teure und sehr gefährliche Maschinen ausgaben, die nicht selten als Totalschaden endeten. Prinz Bira war einer von ihnen, und er war einer der Besten.

Im Jahr 1935, seinem Debütjahr, wurde der damals erst 21-jährige Prinz sowohl im Grand Prix de Dieppe als auch in Bern auf Anhieb Zweiter. Im folgenden Jahr gewann er den Coupe Prince Rainier - eine Unterstützungs-Veranstaltung für den Grand Prix von Monaco - sowie die International Trophy, den Grand Prix de Picardie und den Grand Prix von Albi.

In den folgenden Jahren fuhr er viele Erfolge ein, bis dann ab 1937 die Mercedes Silberpfeile die Rennszene dominierten. Auf dem Kurs in Donington (Leistershire, England) waren allein sieben davon am Start und ließen nicht nur Bira mit seinem Maserati keine Chance auf einen der vorderen Plätze. Trotzdem behauptete er sich gegen die übermächtige Konkurrenz und fuhr einen sehr beachteten sechsten Platz ein.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurden alle Rennsportaktivitäten eingestellt. Prinz Bira wollte für England in den Krieg ziehen und bewarb sich bei der Royal Air Force und der Navy. Wegen seiner Kurzsichtigkeit wurde er jedoch nicht angenommen. Er war jedoch hartnäckig, so daß ihn die Air Force schließlich als Ausbilder für Segelflieger anstellte. Gegen Ende des Krieges erhielt er die erste offizielle Privatpilotenlizenz in England.

Geld war reichlich vorhanden. So kaufte er sich gleich einen kleinen zweisitzigen Segler und den passenden Transporter dazu. Er erwarb auch die Lizenz für Motorflugzeuge und flog 1952 selbst mit einer Miles Gemini, einer zweimotorigen Maschine, von London nach Bangkok.

Als der Krieg zu Ende war, wurde wieder gefahren, aber die Atmosphäre war jetzt anders. Eine neue Generation von Fahrern hatte sich herausgebildet, tollkühne junge Männern, im Krieg dem Tod in Flugzeugen oder Panzern knapp entkommen. Es war nicht mehr der Sport der wohlhabenden jungen Männer, jetzt finanzierten Hersteller die Rennställe und Fahrer, einzig zu dem Zweck, zu siegen und Preisgelder zu kassieren.

Aber es gab noch Erfolge für einen Herrenfahrer wie Prinz Bira. Für den ersten Formel-1-WM-Grand-Prix in Silverstone im Jahr 1950 hat Bira einen besonderen Platz in der Geschichte bekommen. Er qualifizierte sich für das Rennen als brillanter Fünfter, schied aber nach 49 Runden aus, als ihm der Treibstoff ausging.

Er blieb von 1950 bis 1954 ein halb-regulärer Formel-1-Teilnehmer. Es gab jedoch keinen White Mouse Stable mehr, da Bira unter einer Vielzahl von Teamnamen und in eine Reihe von Autos einstieg.

Im Jahr 1954 gewann er mit etwas neuerer Ausrüstung, einem Maserati 250F, den Grand Prix des Frontières auf der Chimay-Rennstrecke und wurde 1954 mit seinem Maserati Vierter beim Grand Prix von Frankreich.

Im Januar 1955 gewann er den Großen Preis von Neuseeland in Ardmore; anschließend zog er sich aus dem Rennsport zurück.

Dass ein wohlhabender junger Mann von aristokratischer Herkunft Motorsport betrieb, war im Europa der dreißiger Jahre keineswegs ungewöhnlich. Als Bira beim ersten Formel-1-Rennen an den Start ging, war er einer von nur zwei außereuropäischen Fahrern. Der andere war der Argentinier Juan Manuel Fangio, der später eine der großen Legenden des Sports werden sollte. Es gab keine asiatischen Konkurrenten. Es dauerte noch 26 Jahre bis japanische Fahrer anfingen in diesen Sport einzutreten. Es war 2001, als ein weiterer Südostasiate auf den Plan trat, und Bira bleibt der einzige Thailänder, der in der Formel-1 je gefahren ist.

Noch ungewöhnlicher für einen Rennfahrer ist seine zweite Karriere: Nach dem Verlassen der Formel-1 konzentrierte er sich auf das Segeln und nahm an den Olympischen Spielen in Melbourne, Rom, Tokio und München teil. Zwar blieb er ohne Medaillen, repräsentierte aber sein Land zweifellos in hervorragender Weise. Schon während seiner Zeit in Eton und danach hatte er gesegelt, bis er dann seine Leidenschaft für Autorennen entdeckte.

Anmerkung des Autors zum Namen: er wird eigentlich Pirapong ausgesprochen, das Zeichen über dem letzten Buchstaben bedeutet, daß dieser stumm ist. Da in allen Berichten aber Birabongse steht und er sich selbst auch Bira nannte, habe ich das so übernommen.


Ching Chong schreibt für den FARANG

Friendship Ostern: Unser lieber Papst betete für den Frieden!

Begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen hat Papst Franziskus die Ostermesse mit Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom gefeiert.

Nach den Unruhen im Gazastreifen forderte er in seiner Osterbotschaft mehr Anstrengungen für Frieden für das heilige Land und betete für Versöhnung. Der Papst forderte auch ein Ende des "schier endlosen Krieges" in Syrien.

An Ostern erinnert der Papst traditionell an die Auferstehung Jesu Christi. Der Segen "Urbi et Orbi" gehört zu den bekanntesten Riten der Kirche.

Frieden: Ostermärsche in vielen Städten, gegen Krieg und Aufrüstung. Die Friedensbewegung hat in mehreren Bundesländern gegen Krieg und für Abrüstung demonstriert. Unter anderem in Berlin, Hannover, Bremen gingen jeweils mehrere Hundert Menschen auf die Straße. In Berlin wandte sich der Ostermarsch gegen Rüstungsexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr. Demonstrationen gab es auch in vielen Städten Nordrhein-Westfalens. Der Auftakt war in diesem Jahr am Karfreitag in Chemnitz mit vielen Teilnehmern. Die Ostermarsch-Bewegung gibt es seit den 1960 er-Jahren. Sie erreichte ihren Höhepunkt in der alten Bundesrepublik in den 80er-Jahren.

Friendship Vietnam Krieg: Gedenken an My Lai. Vietnam hat mit einer Gedenkfeier in dem Dorf My Lai an das dortige Massaker durch US-Truppen vor 50 Jahren erinnert.

An der Veranstaltung nahmen etwa tausend Menschen teil, darunter auch Überlebende und ehemalige Soldaten. Am 16 März 1968 hatte eine US-Einheit mehr als 500 Zivilisten getötet, unter ihnen auch viele Frauen und Kinder.

Bis auf den Kommandeur wurde keiner der beteiligten US-Soldaten bestraft. Das Massaker trug aber dazu bei, dass in den Vereinigten Staaten die Stimmung gegen den Vietnamkrieg kippte.

Friendship 25.03.18 Uhr auf Sommerzeit umgestellt: In der Nacht hat der Sommer begonnen. Um 02:00 Uhr Morgen wurden die Uhren um eine Stunde auf 03:00 Uhr vorgestellt. Die Nacht war damit eine Stunde kürzer. Bei Funkuhren geschah die Zeitumstellung automatisch. Die Sommerzeit wurde aus Gründen der Energieeinsparung in Deutschland 1980 eingeführt. Nach Ansicht von Kritikern sind dadurch entstehende Energiespareffekte allerdings kaum nachweisbar. Grundlage für die Zeitumstellung ist eine EU-weite Regelung. Die Sommerzeit endet am 28. Oktober 2018.

Friendship Politik: SPD-Fraktionschefin Nahles hat die Zusammenarbeit mit Unionspolitikern in der Großen Koalition kritisiert.

"Es gehe Kollegen wie Herrn Spahn oder Herrn Seehofer viel zu sehr um Eigenprofilierung. So könne es nicht weiter gehen", sagte sie.

Innenminister Seehofer (CDU) hatte mit seiner Äußerung Wirbel gemacht, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Gesundheitsminister Spahn (CDU) hatte unter anderem behauptet, Hartz-IV-Bezug bedeute keine Armut und es gebe rechtsfreie Räume in der Bundesrepublik.

Friendship: Wünsche viel Spaß beim Songkran-Fest "kurze Witze" bitte duschen, dann schlafen gehen...


Wilfried Stevens über wundersame Mönche

In und nach der Zeit Buddhas gab und gibt es immer wieder Mönche, denen wundersame Kräfte nachgesagt werden. Manche dieser Mönche sollen das Teja beherrscht haben, was von den meisten Gläubigen als eine magische Kraft bezeichnet wird. Hier halten sich Aberglauben und unerklärliche Realität die Waage.

Zur Zeit Buddhas gab es einen Mönch namens Moggallana. Einst war er ein überzeugter Brahmane und hoher Würdenträger, der sich aber schließlich zu Buddha bekehrte. Er soll die legendären Zauberlieder Atharvaveda als einer der wenigen beherrscht haben. Die Zauberlieder gehören zu den ältesten altindischen Schriften und sind Bestandteil der Veden. Diese Schriften sollen die altindischen Götter als Vermächtnis zurückgelassen haben.

Moggallana war auch bekannt unter dem Namen Moggallana der Magiegewaltige. In Versenkung hatte er auch die Fähigkeit des Hellsehens und kannte magische Praktiken. Buddha hatte ihm die Anwendung immer wieder verboten. Ob er sich daran hielt, wurde nicht überliefert. Noch vor dem Tod Buddhas soll Maggallana von Räubern erschlagen worden sein.

Nach dem Tod Buddhas lebte der Legende zufolge ein Mönch namens Sagata. Dieser soll die Gabe gehabt haben sich unsichtbar zu machen, indem er einen durchsichtigen Hautmantel anzog. Er konnte auch durch Mauern, Wälle und Felsen hindurchgehen, auf dem Wasser wandeln und in der Luft sitzen. Alles nur Legende?

Der tibetanische Mönch, der heilige Padmasambhava, lebte im 8. Jahrhundert. Er soll das Teja studiert und praktiziert haben. Daraus leitete sich seine Fähigkeiten ab, aus dem Nichts Blitze wie Pfeile zu verschleudern und alleine durch Gedanken einen Felsen zu sprengen oder Gegenstände zu beeinflussen. Was mag wohl hinzugedichtet und was mag wahr sein? Die kaum bekannten tibetanischen Hexen, die Dakinis, sollen ebenfalls diese mächtigen Kräfte beherrscht haben.

In Tibet scheint man auch mehr über dieses fünfte Element und seine vielfältigen Eigenschaften zu wissen. Noch heute soll es Mönche geben, die nach über 20 Jahren Studium die Gabe haben sollen, auf 100-200 Meter Entfernung einen Menschen ohne Berührung töten zu können, indem sie aus Kraftfeldern eine Art Pfeil bilden. Auch sollen sie die Fähigkeit haben, ihre Körpertemperatur so zu steuern, dass sie sogar an jeder beliebigen Stelle des Körpers die Temperatur ändern können. Meister können im eisigen Schnee tagelang ohne Kleidung überleben, und dies auch bei Temperaturen im Minusbereich!

Am legendärsten sind jedoch die Lunggompas, die fliegenden Mönche. Fliegende tibetanische Mönche, im Rang eines Lamas, mit luftiger Kleidung versehen, die angeblich bis zu 25 km/h schnell fliegen konnten. Sie sollen wie in Trance wie ein Gummiball einige Meter hüpfen, ohne den Boden zu berühren, wobei sie ihre Arme und Beine hin und her schwingen. Dabei federn sie ihren Körper ab, als ob er nichts wiegen würde.

Buddha werden ebenfalls magische Kräfte zugesagt. So soll er u.a. die Gabe gehabt haben, über Wasser schweben zu können. Was ist nun Legende, was ist wahr und was wurde hinzugedichtet? Man sollte es nicht direkt als Unsinn in der Schublade liegen lassen, denn noch heute sind uns die ungewöhnlichen Körperbeherrschungen von Yogas, Fakiren und Mönchen geläufig.

Und heute? Auch heute gelten viele Mönche als Träger einer positiven spirituellen Kraft (Saksit), und einige hochverehrte Mönche, die sogenannten Luang Pho (verehrter Vater) oder Phra Saksit (Mönche mit spiritueller Kraft) gelten besonders mit Zauber- oder heilkräftiger Energie (Teja) ausgestattet, wobei dieser Energie von den Gläubigen vielfältige Eigenschaften zugesprochen werden.

Amulette, die diese Mönche gesegnet haben, sind als Talismane gegen böse Geister sehr gefragt. Die Kombination aus einem oder mehreren Amuletten sowie dem lek-lai, einem angeblich magischen Metall, sollen vor allen bösen Geistern schützen können, so der Glaube. Das lek-lai soll es nur in einer bestimmten Höhle in der Nähe von Kraburi geben. Gläubige Männer lassen sich noch heute kleine Kugeln daraus unter die Haut transplantieren. Die Eigenschaft, dass diese Kugeln einen unverwundbar machen können, scheint nicht immer zu klappen. Der Glaube daran hält trotzdem unvermindert fort.

Es gibt nicht nur Anhänger von Buddha, sondern auch eine Vielzahl verehrter Mönche. Einige Amulette tragen das Bildnis der Mönche selber. Obwohl die Luang Pho bzw. Phra Saksit im Grunde gegen eine der 27 buddhistischen Grundregeln verstoßen, nämlich die, die besagt, der Mönch solle nicht mit spirituellen Errungenschaften prahlen oder diese kundtun, ist das Verteilen von Amuletten eine akzeptierte Praxis. Stirbt ein bekannter Luang Pho oder Phra Saksit, so wird das Kloster, der Wat, in dem seine sterblichen Überreste aufbewahrt werden, schnell zum Wallfahrtsort. Selbst Abbilder des Mönches werden als Träger der spirituellen Energie betrachtet.

Auch in heutiger Zeit gibt es diese Phra Saksit. Einer dieser hoch verehrten Mönche, stellvertretend für viele, war z.B. der Mönch Luang Phor Sothorn. Dieser hatte nicht nur übernatürliche Fähigkeiten, sondern sogar seinen Todestag richtig vorausgesagt. Zum prophezeiten Todestag versammelten sich Tausende Einwohner und Gläubige am Wat und erlebten, wie der Mönch im Lotussitz aus dem Leben schied. Er lebte im Wat Sothorn in Chachoengsao, in der Nähe von Bangkok. Heute ist dieser Wat ein wichtiger Wallfahrtsorten in der Region.

Abt Luang Pho Chaem

Etwa 6 km südlich von Phuket-Town befindet sich das Wat Chalong. Es geriet im Jahre 1876 in einen schwierigen historischen Konflikt, wobei der Abt des Wats, Luang Pho Chaem, eine ungewöhnliche Rolle einnahm. Von diesem Abt ist überliefert, dass er zu den wenigen Mönchen seiner Zeit gehörte, die die alten Pali-Schriften und weitere altindische Schriften lesen konnten. Zudem soll er sich für die Medizin, die Astrologie und seltsame Dinge interessiert haben.

Im Jahr 1876 war es unter den chinesischen Minenarbeitern aus unbekannten Gründen zu einem harten Zerwürfnis mit der Minengesellschaft gekommen. Es blieb nicht beim anschließenden Streik, sondern alles wurde derart explosiv und kompliziert, dass sich die Arbeiter in zwei konkurrierende Lager spalteten, die sich schließlich gegen die örtliche Administration erhoben und ganze Dörfer ausplünderten. Weder die Bevölkerung noch die örtlichen Behörden oder Regierungsstellen wussten sich zu helfen. Die Banden fanden immer wieder einen Weg sich zu verstecken.

Als sie eines Tages in das Dorf Ban Chalong einfielen, ergriffen die meisten Einwohner des Ortes die Flucht. Einige flüchteten zum Wat, um die Mönche zu warnen, damit diese sich ebenfalls in Sicherheit bringen können. Doch die Banden waren so schnell, dass bereits einige Mönche getötet wurden. Der Abt jedoch, Luang Pho Chaem (Luang Pho ist eine Ehrentitel der Mönchen verliehen wird, die es zu tiefer Erkenntnis gebracht haben), und ein weiterer Mönch namens Pho Chuang, verweigerten die Möglichkeit zur Flucht.

Die Mönche riefen zur Gegenwehr auf. Da die meisten Angst hatten, band Luang Pho Chaem jedem Einwohner einen weißen Stoffstreifen um die Stirn, die er mit einer geheimnisvollen magischen Inschrift versehen hatte. Diese Inschrift sollte dem Träger übernatürliche Kräfte (saksit) geben. Dadurch wollte man nicht nur Feind und Freund von einander unterscheiden können, sondern auch die Feinde besiegen helfen. Wider Erwarten konnten die Einwohner die Eindringlinge in die Flucht schlagen und vertreiben.

Durch den Sieg von Chalong ermutigt, stellten sich nun auch andere Einwohner von Phuket den tobenden Minenarbeitern in den Weg. Bald war der Aufstand niedergeschlagen und es kehrte wieder Ruhe ein. Die Geschichte von den magischen Stirnbändern des Abtes machte die Runde und jeder war von deren Magie überzeugt.

Nach dieser mutigen Tat wurde Luang Pho Chaem vom König zum Obersten Priester von Phuket ernannt und sein Ruf verbreitete sich sogar bis nach Penang. Seitdem machten sich Gläubige aus ganz Thailand auf den Weg, um dem angesehenen Mönch ihre Ehre zu erweisen. Nach seinem Tod wurde eine Statue des Abtes angefertigt und aufgestellt.

Heute bekleben die Einwohner Phukets und viele Besucher des Wats, die aus anderen Teilen des Landes kommen, die Statue des Abtes, die im Wat Chalong errichtet wurde, mit vielen Goldblättchen. Das Wat wurde so zu einem beliebten Ausflugziel der Bevölkerung und Touristen. In der Nähe des Wats befinden sich zahlreiche Souvenir- und Essenstände sowie Getränkehändler, die einige wohltuende Erfrischungen anbieten.


Lecker Street Food, aber auch etwas für Veganer?

Ich schaue mir einen der vielen Marktstände in der Nähe des Flughafens von Phuket an. Überall und zu jeder Zeit gibt es diese portablen Verkaufsstände. Meist mit einem Motorrad verbunden. Die dort angebotenen Speisen sind teils fertig zubereitet, manches wird noch auf einem Grill aufgewärmt. Mhhh, es riecht sehr lecker. Mir knurrt der Magen.

Ein Thailänder fragt mich mit Handzeichen was ich möchte. Ich frage ihn ob die undefinierbare Suppe dort vegetarisch sei. Er versteht mich nicht. Ich versuche es anders herum. "Chicken, Beef?" Er nickt und fängt schon an einen Teller mit Reis zu füllen. "STOP!" schreie ich. Mit Handzeichen gebe ich ihm zu verstehen "no animals". Ich möchte keine tierischen Produkte essen. Er schaut mich verwirrt an. "Have you got anything without chicken or beef?" frage ich nochmal. Ja, er hat "Pork". Ich bedanke mich mit einem "Cap kun ka" und gehe zum nächsten Stand, der gerade mal 3 m entfernt vom ersten ist. Hier sitzen drei Frauen hinter ihrem beweglichen Marktstand. Dieser ist etwas größer mit mehr Auswahl. Ich schaue mir das Essen an. Riecht und sieht nicht schlecht aus. Allerdings erkenne ich wieder nicht was es ist. "No animals?" frage ich. Die Frauen rufen ein etwas jüngeres Mädchen mit Kopftuch zu sich. Sie spricht etwas Englisch. Ich gebe ihr zu verstehen, dass ich vegan lebe. Komplett ohne tierische Produkte. Das versteht sie nicht. Vegetarisch? Ja, das gibt es. Nur nicht an diesem Stand. Ich frage sie was vegetarisch auf Thai übersetzt heißt: "chan mai gin nua sat". Toll, denke ich mir. Wie soll ich mir das nur merken und ausserdem möchte ich ja auch wirklich gar keine tierischen Produkte zu mir nehmen. Ich bedanke und verabschiede mich von den Frauen. Ähnliche Geschichten passieren mir noch den ganzen Vormittag. Was für eine verkehrte Welt, denke ich mir. Sollte es nicht schwieriger sein ein Tier zu bestellen als keines?

Am Ende kaufte ich mir eine Bratpfanne und Gemüse und kochte für mich selber. Ein schwieriger Start in Thailand als Veganer... Lisa Kuchenbecker


Eine Serie von Dr. Volker Wangemann

Changwats - Die Provinzen Thailands (7)

29. Nakhon Sawan

Nakhon Sawan ist eine der Zentralprovinzen Thailands, bisweilen wird sie auch als die südlichste Provinz von Nord-Thailand angesehen. Sie liegt hauptsächlich in der zentralen Chao Phraya-Ebene. In der Nähe der Stadt Nakhon Sawan fliessen die Flüsse Ping und Nan zusammen und bilden ab dort den Chao Phraya, ein weiterer wichtiger Fluss der Provinz ist der Yom. Im Osten der Provinz befinden sich die Berge von Khao Pattawi. In der Provinz befindet sich der Mae Wong Nationalpark. Das Gebiet von Bueng Boraphet ist der größte Süsswassersumpf von Thailand, er bedeckt eine Fläche von 212 Km².

Die Provinz ist 9.597,7 Km² groß (20. Platz), hatte im Jahr 2000 1.090.379 Einwohner (15. Platz) bei einer Einwohnerdichte von 114 Einwohnern pro Km² (42. Platz). Das Provinzsiegel zeigt einen Wimarn (mythologisches Schloss im Himmel), der Provinzbaum und die Provinzblume sind der Blutweiderich (Lagerstroemia loudinii). Der Wahlspruch der Provinz lautet: "Die Stadt, in der 4 Flüsse zusammenkommen, das Drachenfest wird von den chinesischen Thai gefeiert, die Stadt des großen Sees zur Erholung, Bung Boraphet, zahlreiche wohlschmeckende Fische zu kosten sind alle eingeladen".

Nakhon Sawan ist in 15 Amphoe unterteilt: Banphot Phisai, Chum Saeng, Chum Ta Bong, Kao Liao, Khok Phra, Lat Yao, Mae Poen, Mae Wong, Mueang Nakhon Sawan, Nong Bua, Phaisali, Phayuha Khiri, Tak Fa, Takhli, Tha Tako.

Wichtige Sehenswürdigkeiten der Provinz: Bung Boraphet (der große Frischwassersumpf), Wat Woranat Banphot oder Wat Khao Kop, Utthayan Sawan (öffentlicher Park in Nakhon Sawan, früher ein Sumpf, der Nong Som Bun genannt wurde), Wat Chom Khiri Nat Phrot, Wat Si Sawan Sangkharam oder Wat Thu Nam, Chao Pho Thepharak-Chao Mae Thapthim-Schrein, der Beginn des Chao Phraya mit dem rötlichen Wasser des Nan und dem grünlichen Wasser des Ping. Wat Kriang Krai Klang, Tham Bo Ya (große Höhle mit drei Hallen), Nakhon Sawan Provinzkulturgebäude, Chan Sen antike Stadt und Chan Sen Museum, Wat Tham Phon Sawan, Wat Ban Pramung schwimmender Markt, Wat Bang Mafo, Khao Tham Phra (bekannte Höhle), Khao No-Khao Kaeo (Kalkberg mit Tempel und Höhle, viele Affen und Fledermäuse), Khok Mai Den antike Stadt, Mae Wong Nationalpark mit folgenden Attraktionen: Bon Kaeo Hin, Namtok Nang Nuan, Namtok Mae Krasa, Namtok Mae Riwa, Mokochu-Spitze (mit 1964 Metern der höchste Punkt im Park) und Kaeng Lan Nok Yung.

Wichtige Festivals der Provinz: Chao Pho-Chao Mae Pak Nam Pho Prozessionsfestival (Festival der Thai-Chinesen zum chinesischen Neujahr), Bootsrennen auf dem Chao Phraya zur Majestätstrophäe (am Ende der buddhistischen Fastenzeit).

30. Nakhon Si Thammarat

Nakhon Si Thammarat ist eine der Südprovinzen Thailands, sie liegt am Golf von Thailand und an der Ostküste der Malaiischen Halbinsel. Das Gelände ist zumeist hügelig bis gebirgig und weist mit dem 1.835 Meter hohen Khao Luang den höchsten Berg in Süd-Thailand auf.

Die Provinz ist 9.942,5 Km² groß (18. Platz), sie hatte im Jahr 2000 1.519.811 Einwohner (5. Platz) bei einer Einwohnerdichte von 153 Einwohnern pro Km² (21. Platz). Das Provinzsiegel zeigt den Phra Borommathat Chedi des Wat Phra Mahathat Voromahaviharn, eines der bekanntesten historischen Bauwerke in Süd-Thailand. Der Chedi ist umgeben von den 12 Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders. Diese 12 Tiere repräsentieren die 12 Städte der sogenannten Naksat-Städte, die dem Königreich von Nakhon Si Thammarat tributpflichtig waren, hier wären zu nennen: die Maus von Saiburi, der Ochse von Pattani, der Tiger von Kelantan, das Kaninchen von Pahang, die große Schlange von Kedah, die kleine Schlange von Phattalung, das Pferd von Trang, die Ziege von Chumphon, der Affe von Bantaysamer (vermutlich Chaiya), der Hahn von Sa-ulau (nicht identifizierte Stadt, es könnte sich um Songkhla, Kanchanadit oder Pla Tha handeln), der Hund von Takua Pa und das Schwein von Kraburi.

Der Provinzbaum ist der Millettia atropurpurea, die Provinzblume ist der Goldregenbaum (Cassis fistula).

Der Wahlspruch der Provinz lautet: "Die große historische Stadt mit dem goldenen Tempel Prathat, eine Stadt, berühmt für ihre Klöster und Nielloware, das Land ist lebendig und reich an Naturschönheiten, die Minerale sind zahlreich wie nirgends, auch die Meesrestiere, wie Garnelen und Krabben, gibt es im Überfluß".

Nakhon Si Thammarat ist in folgende 23 Amphoe unterteilt: Bang Khan, Chaloem Phra Kiat, Chang Klang, Cha-uat, Chawang, Chian Yai, Chulabhorn, Hua Sai, Khanom, Lan Saka, Mueang Nakhon Si Thammarat, Na Bon, Nopphitam, Pak Phanang, Phipun, Phra Phrom, Phrom Khiri, Ron Phibun, Sichon, Tham Phannara, Tha Sala, Thung Song, Thung Yai.

Wichtige Sehenswürdigkeiten: Wat Phra Mahathat Woramahawiharn (königlicher Tempel erster Klasse aus der Ayutthaya-Periode), Phra Phutthasihing, Ho Phra Isuan (historischer Ort der Brahmanen-Religion), Ho Phra Narai (ebenfalls ein historischer Brahmanen-Ort), Phra Wihan Sung, Residenz der Thai-Mönche im Wat Wang Tawan Tok, Wat Chai Na Meditationszentrum, chinesische Gebäude am Wat Pradu und Wat Chaeng, Residenz von Ok Ya Sena Phimuk (Yamada Nagamasa, er war ein japanischer Voluntär in der Ayutthaya-Periode während der Herrschaft von König Songtham), Stadtmauer von Nakhon Si Thammarat, Nakhon Si Thammarat National Museum, Wirathai Monument (Cha Dam oder Chao Pho Dam, zur Erinnerung an die beim japanischen Überfall auf Thailand am 08.12.1941 gefallenen Thaisoldaten), Kunst- und Kulturzentrum des Nakhon Si Thammarat Rajabhat Instituts, Somdet Phra Sri Nakharin 84 Park, Bang Pu (Herstellung von Töpferware), Khao Luang Nationalpark mit folgenden Attraktionen: Namtok Karom, Ban Khiri Wong, Khao Luang-Spitze, Mueang Nakhon Empfangshaus, Wat Khao Khun Phanom und das Khao Khun Phanom Wissenschaftsstudienzentrum, Tham Hong (Höhle), Wat Tham Thong Phannara und an anderen Orten der Provinz: Walailak Universität, Khao Nan Nationalpark mit den Bergen Khao Nan Yai, Khao Nom und Sunyen. Attraktionen im Park sind: Ban Nai Thung Handarbeitsdorf (Thai-Muslim-Dorf am Meer), Wat Mokhlan archäologische Stätte, Töpferdorf, Hat Sichon (Strand), Hat Kho Khao (Piti Beach), Khao Kha archäologische Stätte. Der Hat Khanom-Mu Ko Thale Tai-Nationalpark weist folgende Sehenswürdigkeiten auf: Ao Khamom (größte Bucht) mit den Stränden Hat Nai Phlao, Hat Na Dan, Hat Nai Praet. Ao Thong Yi, Tham Khao Wang Thong, Khao Phlai Dam (Aussichtsberg), Wat Kradangnga (alter Tempel aus der Ayutthaya-Periode), Wat That Tharam oder Wat Khao That, Wat Chedi Luang, Museum zu Ehren des Königs zur Entwicklung des Pak Phanang-Beckens, Pak Phanang-Küste und Tulumphuk-Kap. Ban Nang Rok (berühmt für die Schwalbennester im Ort), Wat Nantharam (mit dem Buddhabild Luang Pho Put), Khao Chong Khoi-Steininschrift (älteste Sanskrit-Inschrift in Süd-Thailand), Ventilatorherstellerdorf (hier werden Kapho-Ventilatoren hergestellt), Namtok Yong Nationalpark mit dem Yong Sai-Wasserfall, Kuan-Im Göttinnenbild und Namtok Khlong Chang.

Lokale Produkte der Provinz: Nielloware (berühmtes Kunstprodukt der Provinz), Messingware, Halsketten, Herstellung von Schattenspielfiguren, Kapho-Ventilatoren aus Palmenblättern (genannt Ton Pho).

Wichtige Festivals der Provinz: Hae Pha Khuen That-Festival (am Phra Boram That Chedi, zweimal im Jahr, einmal am Makha Bucha-Tag [15. Vollmondnacht des Februar] und noch einmal am Wisakha Bucha-Tag [15. Vollmondnacht des Mai]), Festival des 10. Lunarmonates (von der ersten Nacht des abnehmendes Mondes bis zur 15. Nacht des abnehmenden Mondes im September), Chak Phra oder Lak Phra-Festival (im Oktober, am letzten Tag zum Ende der buddhistischen Fastenzeit) sowie Kuh-Kämpfe.

31. Nan

Nan ist eine der Nordprovinzen Thailands, sie grenzt im Norden an die laotische Provinz Xaignabouli. Die Provinz liegt in den Bergen des Nordens und im Tal des Flusses Nan. Der höchste Berg der Provinz ist der 2.079 Meter hohe Doi Phu Kha. 10,5% der Bevölkerung gehören zu den Bergstämmen.

Die Provinz ist 11.472,1 Km² groß (13. Platz), sie hatte im Jahr 2000 458.041 Einwohner (55. Platz) bei einer Einwohnerdichte von 40 Einwohnern pro km², sie ist also eine der am dünnsten besiedelten Provinzen Thailands.

Das Provinzsiegel zeigt den Usuparatch-Bullen, der die Pagode von Phrathat Chae Haeng trägt. Der Provinzbaum ist der Orchideenbaum (Bauhinia variegata), der auch die Provinzblume ist. Der Wahlspruch der Provinz lautet: "Der Schrein von Prathat Chae Haeng und jährliche Bootsrennen, die Stadt des schwarzen Elfenbeins und den Wandmalereien von Wat Phumin, den Na-Noi-Erdhügeln, Phu Kha ein Ort für das Trekking, das Land der Lam-Nai-Textile und Fließwasser-Webereien, die Mafai-Frucht ist angenehm zu kosten, Erwerb aller Arten von Silber-, Rattan- und Korbwaren, goldene Mandarinen wachsen hier in großer Zahl".

Nur 10% der Fläche der Provinz wird landwirtschaftlich genutzt, besonders berühmt sind die Zitrusfrüchte, 40% der Fläche wird forstwirtschaftlich genutzt, die Hälfte der Provinz ist noch ungenutzt, ein Umstand, der dazu beiträgt, daß es in dieser Provinz einige Nationalparks gibt.

Nan ist in 15 Amphoe untergliedert: Ban Luang, Bo Kluea, Chaloem Phra Kiat, Chiang Klang, Mae Charim, Mueang Nan, Na Muen, Na Noi, Phu Phiang, Pua, Santi Suk, Song Khwae, Tha Wang Pha, Thung Chang und Wiang Sa.

Wichtige Sehenswürdigkeiten in der Provinz: Wat Phra That Chae Hang, Gebäude des Nan Nationalmuseums, Wat Phaya Wat, Wat Chang Kham Woravihan, Wat Suan Tan (mit der Buddhastatue Phra Chao Thong Thip), Pha Chu oder Pha Choet Chu (Kliff im Si Nan Nationalpark), Hom Chom, Thai Lu-Dorf Ban Nong Bua, Wat Nong Bua, Wat Phrathat Beng Sakat, Ban Pak Nai, Namtok Sila Phet, Sao Din (Canyons), Tham Sakoen Nationalpark, Si Nan Nationalpark, Doi Phu Kha Nationalpark, Khun Nan Nationalpark, Khun Sathan Nationalpark, Mae Charim Nationalpark.

Lokale Produkte der Provinz: Webmaterialien, sie unterscheiden sich stark von anderen Provinzen, besonders berühmt ist Lai Nam Lai, Musikinstrumente, wie z.B. die Saloh (eine Art von Violine) und die Sung (eine Art von Gitarre), als wichtigstes Agrarprodukt die Som Si Thong (goldene Orange) deren Erntezeit im Dezember ist.

Wichtige Festivals der Provinz: Wat Phrathat-Festivals mit folgenden lokalen Festivals: Namatsakan Phrathat Beng Sakat-Messe (Vollmondnacht des 4. Lunarmonates [Januar]), Hok Peng Waisa Mahathat Chae Haeng-Messe (Vollmondnacht des 6. nördlichen Lunarmonates oder des 4. Zentrallunarmonates [Februar bis März]), Namatsakan Phrathat Khao Noi-Messe (Vollmondnacht des 8. nördlichen Lunarmonates oder des 6. Zentrallunarmonates [Mai]), Namatsakan Song Nam Phrachao Thongthip-Messe am Wat Suan Tan bei Songkran [12.-15. April], Tan Kuai Salak, Hae Khua Tan oder Khrua Than-Festival, Nan Bootsrennen (Mitte Oktober bis zum Beginn November).

32. Narathiwat

Narathiwat ist eine der Südprovinzen Thailands. Sie liegt auf der Malaiischen Halbinsel an der Küste des Golfes von Thailand. Sie grenzt im Süden an die Provinz Kelantan von Malaysia. Der größte Fluss der Provinz ist der Bang Nara. Auf dem Gebiet der Provinz liegt in den Sankalakhiri-Bergen der Budo-Su-ngai Padi Nationalpark. Narathiwat ist eine von 4 thailändischen Provinzen, die eine muslimische Bevölkerungsmehrheit haben, denn 82% der Bevölkerung sind Muslime und nur 17.9% sind Buddhisten. 80.4% der Bevölkerung sprechen das sogenannte Patani Malay als erste Sprache, sie sind den Malaien in Kelantan ethnisch und kulturell sehr ähnlich.

Die Provinz ist 4.475,0 Km² groß (50. Platz), hatte in 2000 662.350 Einwohner (36. Platz) bei einer Einwohnerdichte von 148 Einwohnern/Km² (Platz 24).

Das Provinzsiegel zeigt ein Segelboot mit einem weißen Elefanten auf dem Segel. Der weiße Elefant ist ein königliches Symbol und repräsentiert hier den Elefanten Phra Sri Nararat Rajakarini, der weiss war und hier gefangen wurde und dem König als Geschenk übergeben wurde. Der Provinzbaum ist der Chengal (Neobalanocarpus helmii), die Provinzblume ist die Odontadenia macrantha, es gibt mit der Longkong-Frucht (Lansium domesticum) auch noch ein eigenes Provinzsymbol.

Der Wahlspruch der Provinz lautet: "Hier liegt der Taksin-Palast, religiös Ergebene leben an diesem Ort, Narathat ist ein angenehmer, friedlicher Strand, der Bacho-Wasserfall ist lieblich und beeindruckend, das Land einer großen Goldmine, die Longan-Frucht ist süß für alle, die sie versuchen".

Narathiwat ist in 13 Amphoe unterteilt: Bacho, Chanae, Cho-airong, Mueang Narathiwat, Ra-ngae, Rueso, Si Sakhon, Sukhirin, Su-ngai Kolok, Su-ngai Padi, Tak Bai, Waeng und Yi-ngo.

Die Wirtschaft ist weitgehend vom Ackerbau geprägt, hier sind der Reisanbau und Obstplantagen vorherrschend. Auch der Fischfang hat einige Bedeutung, während der Tourismus, bedingt durch die ständigen Unruhen im Süden, keinerlei Bedeutung hat. Ebenfalls bedeutend ist der Anbau von Kokusnüssen, die oftmals von dressierten Affen von den Bäumen geholt werden.

Wichtige Sehenswürdigkeiten in der Provinz: Thaksin Rachaniwet (der königliche Palast für Süd-Thailand), Wat Chonthara Singh, Nationalpark Budo-Su-ngai Padi mit dem Namtok Chattawarin und dem Namtok Bacho, Nationalpark Ao-Manao-Khao Tanyong.

Über Festivals in der Provinz sind keine Angaben möglich, vermutlich werden Festivals in dieser Provinz kaum gefeiert, da die religiösen Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen solche Festivals, auch bedingt durch die Angst vor terroristischen Anschlägen, sicherlich nicht begünstigen.

33. Nong Bua Lam Phu

Nong Bua Lam Phu ist eine der Nordostprovinzen Thailands. Sie liegt auf dem Khorat-Plateau, im Herzen des sogenannten Isaan. Sie ist, zusammen mit Amnat Charoen und Sa Kaeo, eine der jüngsten Provinzen Thailands, denn sie wurde erst im Jahr 1993 aus der Provinz Udon Thani herausgelöst.

Die Provinz ist 3.859,0 Km² groß (55. Platz), sie hatte in 2000 482.207 Einwohner (51. Platz) bei einer Einwohnerdichte von 125 Einwohnern/Km² (Platz 33).

Das Provinzsiegel zeigt König Naresuan in einem Schrein. Dieser Schrein erinnert an den Besuch von König Naresuan in der Stadt Nong Bua Lam Phu im Jahr 1574, als dieser versuchte, Truppen für den Kampf gegen das burmesische Königreich von Taungoo zu requirieren. Hinter dem Schrein befindet sich ein Teich mit Lotusblumen.

Der Provinzbaum ist das Siamesische Rosenholz (Dalbergia cochinchinensis), die Provinzblume ist der Tigerlotus (Nymphaea lotus). Der Wahlspruch der Provinz lautet: "Die Stadt errichtete die Statue im Andenken an König Naresuan den Großen, hier liegen der Phu Kao- und der Phu Phan Kham-Nationalpark, das Land von Luang Phu Khao, einem verehrten buddhistischen Lehrer, der Erawan-Höhle und der Stadt von Nakhon Khuan Khan Kaap Kaeo Buaban".

Nong Bua Lam Phu ist in folgende 6 Amphoe unterteilt: Mueang Nong Bua Lam Phu, Na Klang, Na Wang, Non Sang, Si Bun Rueang und Suwannakhuha.

Wichtige Sehenswürdigkeiten in der Provinz: Monument und Schrein von König Naresuan dem Großen, Nong Bua (großer Teich vor dem Rathaus, wird nie trocken), Phra Wor Phra Ta Citypfahlschrein, Namtok Huay To botanischer Park, Muschelfossilienmuseum, Wat Tham Klong Pen, Museum von Luang Pu Lod, Wat Sri Koon Muang (mit der Buddhastatue Luang Por Phra Chaichettha im laotischen Stil), Phu Phan Noi (Bergkette mit den Aussichtspunkten Dao Bon Din und Stars on the ground), None Wat Pha (Ausgrabungsstätte), Phu Khao-Phu Phan Kham-Nationalpark mit folgenden Attraktionen: Phu Phan Kham (Bergkette), Phu Khao (9 Sandsteinberge), Wat Phra Buddha Bat Phu Khao mit den Höhlen Tham Mum und Tham Archan Sim), Tham Sua Tok, Tham Pla Hai und Tham Chek (interessante Höhlen mit 1.500 Jahre alten Felsmalereien), Ham Tang Steinpfahl (natürliche Felsformation), Hor Sawan (Pavillon auf einem 30 Meter hohen Kliff), Namtok Tad Fah, None Don Klang Ban Kud Kwang Soy) archäologische Ausgrabungsstätte mit Artefakten aus der Ban Chiang-Kultur, Tham Erawan oder Nong Phom Hom (berühmte Höhle), Tham Pha Wiang in der Bergkette der Phu Pha Wiang, Wat Santitham Banpot oder Wat Pa Phu Noi, Huai Ray-Stausee, hölzerner Ubosoth des Wat Charoen Songtham, Tham Suwan Khua, Phu Pha Ya archäologische Ausgrabungsstätte und Wat Pa Phufang Santitham.

Lokale Produkte der Provinz: Ban Kong Sawan Töpferdorf, Calathea Reiscontainer (hergestellt in Ban Huak, Tambon Sri Boonrueang, Amphoe Si Bun Rueang), Kud Hae-Seide (hergestellt im Tambon Kud Hae, Amphoe Na Klang).

Wichtige Festivals in der Provinz: Naresuan Naharaja und Nong Bua Lam Phu Rotkreuzmesse (25. Januar bis 3. Februar), Boon Khao Chee Festivals (13.-15. Tag des zunehmenden Mondes im Februar am Wat Tham Suwan Kaha, Ban Kuha Pattana, Amphoe Suwannakhuha), Tham Erawan Festival (12.-15. April am Hat None Yao, Amphoe Non Sang), Jährliches Festival am Pu Loop-Schrein und Phra Wor Phra Ta-Schrein (erster Mittwoch und Donnerstag im Mai), Raketenfestivals des Amphoe Si Bun Rueang (Vollmondstag im Mai), Bananenmesse (25.-27. Juli im Ban Suan Sawan, Tambon Wangthong, Amphoe Na Wang), Tiew Hoi Hin-Kin Lam Yai-Festival (8.-15. August im Ban Huay Dua, Amphoe Mueang Nong Bua Lam Phu) und Namtok Thao To-Festival (14.-15. September am Namtok Thao To Park, Amphoe Mueang Nong Bua Lam Phu).

34. Nong Khai

Nong Khai ist die nördlichste Provinz der Nordostprovinzen Thailands, auch sie liegt, wie die vorher behandelte Provinz, im Isaan. Sie liegt im Tal des Mekong, der zugleich auch die Grenze zu den laotischen Provinzen Bolikhamxai und Vientiane bildet, der Südteil der Provinz ist hügelig.

Die Provinz ist 7.332,3 Km² groß (27. Platz), sie hatte in 2000 883.704 Einwohner (22. Platz) bei einer Einwohnerdichte von 121 Einwohnern/Km² (Platz 37).

Das Provinzsiegel zeigt einen Teich, der von Bambus umstanden ist. Der Provinzbaum ist der Burmesische Pallisander oder Tamalan (Dalbergia oliveri), eine Provinzblume ist nicht bekannt. Der Wahlspruch der Provinz lautet: "Nong Khai ist die Stadt, in der an einen Sieg über die Haw gedacht wird, die Stadt des verehrten Buddha-Bildnisses Luang Pho Phra Sai, die Provinz, in der die Brücke Thailand und Laos zusammenbringt".

Der Hauptwirtschaftszweig der Provinz ist der Reisanbau, wobei 50% der Fläche der Provinz landwirtschaftlich genutzt werden, 6% der Fläche werden forstwirtschaftlich genutzt, am Mekong wird Fischfang betrieben.

Nong Khai ist in 17 Amphoe unterteilt: Bueng Kan, Bueng Khong Long, Bung Khla, Fao Rai, Mueang Nong Khai, Pak Khat, Phon Charoen, Phon Phisai, Pho Tak, Rattanawapi, Sakhrai, Sangkhom, Seka, Si Chiang Mai, Si Wilai, So Phisai und Tha Bo.

Wichtige Sehenswürdigkeiten: Prap Ho Monument, Wat Pho Chai (mit dem Buddhabild Luangpho Phra Sai), Tha Sadet-Markt, Phrathat Nong Khai oder Phrathat Klang Nam (zerbrochene Pagode in der Mitte des Mekong), Erste Thai-Lao-Freundschaftsbrücke, Tabakpflanzerdörfer entlang des Mekong, Frischwasserfischerdörfer, Krayopastenherstellerdörfer (Krayo-Paste wird vorzugsweise für die Herstellung von Popia [Frühlingsrollen] und Naem Nueang [eingewickeltes Schweinefleisch mit Gemüse in scharfer Soße] verwendet), Phra Sutham Chedi, Wat Aranyabanphot, Wat Hin Mak, Wat Sawang Arom oder Wat Tham Si Thon, Phu Tok mit den Bergen Phu Tok Yai und Phu Tok Noi, Phu Wua Wildtierschutzgebiet und der Nationalpark Phu Lang-Ka.

Lokale Produkte der Provinz: Mu Yo (Schweineriegel), Naem (fermentiertes Schweinefleisch), handgewebte Baumwolle, Korbgeflecht, Silberornamente, Huai oder Muat, das zum Kochen von Klebereis verwendet wird.

Wichtige Festivals in der Provinz: Prap Ho Monument-Messe (im März), Trut Songkran-Messe (am Wat Pho Chai am Songkran-Tag), Bun Bang Fai-Messe (im 6. Lunarmonat), Bang Fai Phaya Nak (in der Vollmondnacht des 11. Lunarmonates [Ende der buddhistischen Fastenzeit], Tak Bat Thewo und Thai-Lao Freundschaftsbootsrennen (Ende der buddhistischen Fastenzeit).


Aus den Wats:

Wat Puttabenjapon

Zu den zum Teil wütenden Briefen und Mails, die wir wegen des Mitgliedsbeitrages erhalten haben, ist folgendes zu sagen:

Als neuer Vorstand, Wahl Mai 2017, hatten wir uns von einem auf Vereinsrecht spezialisiertem Rechtsanwalt in Frankfurt beraten lassen, der uns mitteilte, dass wir als Vorstand per Gesetz verpflichtet sind die Mitgliedsbeiträge einzuziehen, wie wir in unseren vorherigen Schreiben schon mitgeteilt haben.

Auf der Mitgliederversammlung am 21. Mai 2017, auf der wir gewählt wurden, wurde von den anwesenden Mitgliedern eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages beschlossen - demnach kann keiner sagen, dass er nichts vom Mitgliedsbeitrag wusste.

Wir wissen, dass einige von Ihnen größere Beträge spenden. Für diese sind wir dankbar und ohne sie könnten wir weder das Kloster noch den Verein am Leben erhalten. Jedoch hat jedes Mitglied irgendwann mal einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt und unterschrieben. Auf diesem Antrag waren auch die zu dem Zeitpunkt gültigen Mitgliedsbeiträge aufgeführt. Der Mitgliedsbeitrag ist in der Satzung des Vereins von den Gründungsmitgliedern als §11 festgeschrieben und wurde bei bisherigen Satzungsänderungen nicht geändert.

Da ein vorheriges Mitglied sich weigert uns die Vereinsakten aus seiner Zeit auszuhändigen, können wir leider nicht ersehen, wer tatsächlich einen Antrag unterschrieben oder wer bereits gekündigt hat.

Uns wurde gesagt, dass früher Personen, die regelmäßig gespendet haben, einfach als Mitglieder geführt wurden. Dies ist nicht rechtmäßig! Es können nur natürliche oder juristische Personen Mitglieder sein, die einen Antrag ausgefüllt haben und dieser muss vom Vorstand angenommen werden. Auch wurden Mitgliedsbeiträge mit gezahlten Spenden verrechnet, was ebenso nicht erlaubt ist. Deswegen müssen wir leider jeden anschreiben, egal ob Sie 5,- oder 500,- Euro gespendet haben, solange Sie bei uns als Mitglied gelistet sind (siehe unten).

Sollten wir von Ihnen Geld fordern bzw. gefordert haben obwohl sie nie Mitglied waren, tut uns das sehr leid.

Hier eine Bitte: Sollten Sie kein Mitglied sein, teilen Sie es uns das umgehend mit!

Am besten per Mail, gerne auch per Fax, Brief oder LineApp. Danach werden Sie auch keine weitere Post mehr von uns erhalten - versprochen! ...

Die Mitgliedsbeiträge wurden durch Zahlenwerte, in Höhe der zu dem Jahr geltenden Mitgliedsbeitrags ersetzt. Mitgliedsnummer ohne diese Zuordnung erhielten den einfachen Beitragssatz. Daraufhin wurden Serienbriefe über Word erstellt und gedruckt. Jeder ... Mit Metta, der Vorstand

Wat Puttabenjapon, Felgenstraße 36, 63505 Langenselbold

Die vollständige Stellungsnahme lesen Sie bitte auf der Website des Tempels: www.wat-p.de


Die News aus Thailand

Kontrollen zu Songkran
Das Verkehrsministerium will zum thailändischen Neujahrsfest die Zahl der Verkehrsunfälle und Toten gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent reduzieren. An den sieben gefährlichen Tagen zu Songkran 2017 starben auf den Straßen des Landes bei 3.690 Unfällen 390 Menschen. Verletzt wurden 3.808 Kinder, Frauen und Männer. Um die Zahlen zu senken, plant das Ministerium vom 11. bis 17. April noch mehr und schärfere Kontrollen als zu Neujahr oder Songkran des Vorjahres. Auf 77 verkehrsreichen Strecken landesweit werden Soldaten und Polizisten Fahrer und Fahrzeuge anhalten: auf 47 Highways und 30 Nebenstrecken. Zum Neujahrsfest werden rund 15,2 Millionen Menschen unterwegs sein, zu ihren Familien und als Touristen.

Gehälter der Polizei
Nur über eine drastische Anhebung der Gehälter für Polizisten kann die Korruption in dieser Behörde reduziert werden.
Deshalb wird ein höheres Einkommen für die Beamten derzeit bei der Kommission diskutiert, die Vorschläge zu einer Reform der Behörde erarbeitet; so eine Anhebung von 15.000 auf 33.000 Baht im Monat. Die Nachrichtenplattform "Sanook" hat jetzt die Gehälter der unteren und mittleren Dienstgrade veröffentlicht. Derzeit verdient ein Rekrut im 1. Jahr auf der Polizeiakademie 6.970 Baht. Dieses Einkommen kann später auf bis zu 29.690 Baht für den Rang eines Sergeant Major steigen. Im 3. Berufsjahr kommt ein Constable auf ungefähr 10.000 Baht, während ein Senior Sergeant Major 38.000 Baht bekommt. Ein Major verdient 38.000, ein Polizeioberstleutnant 54.000, ein Polizeioberst 58.000 und ein spezieller Polizeioberst 69.000 Baht. Dies sind Spitzengehälter. Gehälter für Generäle wurden nicht genannt. "Sanook" berichtet weiter, dass die Bandbreite der Gehälter eine tägliche Rate von nur 162 Baht für die niedrigsten Ränge bis zu 2.301 Baht für die oberen Dienstgrade bedeutet. Der tägliche Mindestlohn liegt in Thailand bei knapp über 300 Baht. Landesweit versehen etwa 250.000 Polizeibeamte ihren Dienst.

Für Prayut als Premier
Eine Umfrage von Nida Poll ergab, dass sich die Mehrzahl der Befragten den jetzigen Ministerpräsidenten Prayut Chan-o-cha nach den Parlamentswahlen als Premier wünscht. Über 62% der Interviewten sagten, eine neue Partei solle die künftige Regierung bilden und neue Personen sollten die Politik bestimmen. Fast 38% votierten für die alten Parteien, weil sie die erforderlichen Erfahrungen und das Wissen hätten und Probleme lösen könnten. Bei der Frage nach dem Favoriten für das Amt des Premiers sprachen sich 39% für Prayut aus. Dann folgen Khunying Sudarat Keyurapan (Partei Pheu Thai mit 13%) und Abhisit Vejjajiva (Demokratische Partei mit 12%). Nida Poll hatte 1.250 Thailänder ab dem 18. Lebensjahr unterschiedlicher Bildung und Berufe befragt.

Songkran eingeschränkt
Die Polizei plant während des siebentägigen Songkranfestes vom 11. bis 17. April ein totales Spritzverbot von Wasser auf Haupt- und Nebenstraßen im ganzen Land. So soll die Verkehrssicherheit für Nachtschwärmer und Autofahrer gewährleistet werden. General Srivara Ransibrahmanakul, der stellv. nationale Polizeichef, sagte, die Polizei werde sich mit lokalen Verwaltungen abstimmen, um Zonen zu bestimmen, in denen Menschen sicher und ohne Alkohol mit Wasser spritzen können. Die Polizei wird das Alkoholkontrollgesetz strikt durchsetzen, indem sie alle alkoholischen Getränke in den für das Wasserfest vorgesehenen Zonen verbietet. Alle Geschäfte in den ausgewiesenen Zonen, in denen Alkohol dennoch verkauft wird, werden strikt bestraft. Die Beamten wollen zudem kontrollieren, ob Alkohol an Jugendliche unter 20 Jahren verkauft wird. Die Verkehrspolizei landesweit soll angewiesen werden, zu Beginn des Festivals mehr Verkehrswege für den ausgehenden Verkehr zu öffnen, wenn die Menschen aus den Städten strömen. Die gleiche Maßnahme wird am Ende des Festivals auf dem Rückweg der Autofahrer eingeleitet. Die Polizei will die Gesetze zu folgenden Fahrweisen strikt durchsetzen: Geschwindigkeitsübertretung, Nichtbeachten der Ampeln, kein Anschnallen, Fahren ohne Führerschein, Überholen eines anderen Autos auf einer schmalen Straße, Fahren unter Alkoholeinfluss, Fahren in die entgegengesetzte Richtung des Verkehrs, Motorradfahrer und Soziusfahrer ohne Helm sowie das Benutzen von Mobiltelefonen während des Fahrens.

VAT-Rückerstattung
Die Finanzverwaltung will die Auszahlung der Mehrwertsteuer (VAT) an ausländische Touristen künftig in Einkaufszentren ermöglichen. Laut Generaldirektor der Behörde, Prasong Poontaneat, sind dafür anfangs 5 Central Department Stores vorgesehen. Die meisten Auszahlungsstellen sollen Ausländer in Bangkok vorfinden. Dann können Touristen in Shopping Center einkaufen und sogleich ihre gezahlte Mehrwertsteuer erstattet bekommen. Derzeit ist die VAT-Rückerstattung nur auf 10 Flughäfen möglich: in Bangkok sind es Suvarnabhumi und Don Mueang, weiter Chiang Mai, Phuket, Krabi, Hat Yai, Koh Samui, U-Tapao (Pattaya/ Rayong), Surat Thani und Chiang Rai. Um die VAT erstattet zu bekommen, müssen Ausländer mindestens für 2.000 Baht einkaufen und es sich in dem Geschäft auf einem Formular bestätigen lassen. Vor dem Rückflug sind dieses Formular und der Einkauf beim Zoll vorzuweisen. Dann gibt es am VAT-Schalter fünf Prozent der siebenprozentigen Mehrwertsteuer zurück.

Prayut kritisierte
Wenn die anti-militärischen Proteste weitergingen, gäbe es keine Garantie, dass die nationalen Wahlen friedlich abgehalten würden, kommentierte Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha die jüngsten Demonstrationen. Der General vermisst einen "Mangel an Ordnung". Regierungssprecher Generalleutnant Sansern Kaewkamnerd sagte, obwohl die Regierung und die Junta Erfolge vorweisen könnten, versuchten einige Gruppen, Chaos zu schaffen. Jetzt hatten sich Aktivisten vor dem Armeehauptquartier in Bangkok versammelt und gefordert, dass der vom Militär geführte Nationale Rat für Frieden und Ordnung (NCPO) seine Rolle in der Politik aufgebe und 2018 Wahlen zulasse. Die Demonstranten forderten das Militär auf, in die Kasernen zurückzukehren und das Land zu schützen, es nicht zu verwalten. Das Militär solle aufhören, den Putschisten zu dienen, die die Rechte und die Freiheit des Volkes wegnehmen, berichtet die "Nation". Unterdessen sagte Generalmajor Piyapong Klinpan, ein NCPO-Sprecher, dass über den Wahltermin gemäß dem Gesetz und der Roadmap entschieden werde. Er fügte hinzu, dass das Militär nicht vom NCPO getrennt werden könne, da die beiden Organe unteilbar seien. Das Militär und das Volk seien auch eins.

Gesundheitsattest für Führerscheinbewerber
Ab 1. März müssen Führerscheinbewerber eine neue Form des ärztlichen Attests von einem qualifizierten Arzt vorlegen, der bescheinigt, dass sie frei von fünf Krankheiten sind: Elephantiasis, Tuberkulose, Alkoholismus, Lepra und Drogenabhängigkeit. Der Generaldirektor der Straßenverkehrsbehörde, Sanit Promwong, sagte weiter, Bewerber für einen Führerschein müssten ihre Krankenakte vorlegen bzw. das Formblatt zu Unfällen, Operationen und Behandlungen in Krankenhäusern ausfüllen. Ärzte, die den Bewerbern die Bescheinigungen ausstellen, müssen bescheinigen, dass keine Geisteskrankheit, Symptome von Drogenmissbrauch, chronischem Alkoholismus, Lepra und von Tuberkulose im gefährlichen Stadium vorliegen. Allen Kraftfahrern, die einen Führerschein haben, an Krampfanfällen oder Bluthochdruck leiden, die zu Unfällen führen könnten, kann der Führerschein entzogen werden. Laut stellv. Generalsekretär des Medizinischen Rates, Dr.Itthiporn Khanacharoen, hat der Medical Council die neue Form der ärztlichen Atteste gebilligt. Sie besteht aus 2 Teilen. Ein Teil ist vom Antragsteller auszufüllen, der seine Krankheiten angeben muss, auch wenn sie von den Ärzten nicht entdeckt wurden. Der zweite Teil wird von Ärzten ausgefüllt, die die Untersuchung ausführen.

Gegen Geisterfischerei
Die Thai Union Group, eines der weltweit größten Unternehmen für Meeresfrüchte, hat sich mit der Global Ghost Gear Initiative (GGGI) zusammengetan, um die Zahl der verlorenen und ausrangierten Fischnetze in den Meeren weltweit zu reduzieren. GGGI ist eine 2015 von World Animal Protection ins Leben gerufene Allianz, die sich weltweit dem Problem der "Geisterfischerei" widmet.
Diese stelle eine der größten Bedrohungen für die Tiere in den Ozeanen dar, sie reduziere die Fischbestände erheblich und verletze und töte Millionen von Tieren pro Jahr, erläutert Joel Baziuk vom Sekretariat der Initiative Global Ghost Gear. In verlorenen und vergessenen Treibnetzen verenden jährlich Tausende von Tonnen Fischen. Während die Netze früher langsam zerfielen und verrotteten, bleiben moderne Netze eine beständige Bedrohung. Teilweise werden sie auch wochenlang oder sogar monatelang im tiefen Wasser gelassen. Die dann verfaulenden Fische ziehen massenhaft Krabben an, für die gute Preise erzielt werden. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass jedes Jahr etwa 8 Mio. Tonnen Plastik in den Ozean gelangen, insbesondere Plastikabfälle und Mikroplastik. Nach dem UN-Umweltprogramm werden in Thailand jedes Jahr 1 Mio. Tonnen Müll im Meer entsorgt.

Punkte im Verkehr
Die Polizei drängt auf die Einführung einer Verkehrssünderkartei, um die Disziplin der Motorisierten und damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Das Punktesystem und die Schaffung eines Verkehrszentralregisters muss noch vom Regierungskabinett gebilligt werden. Laut Generalmajor Ekkarak Limsankat von der Special Branch Police 3 soll der Katalog bis 12 Punkte erhalten. Dann wird der Führerschein entzogen, im Wiederholungsfall, wenn das Verhalten des Fahrers im Straßenverkehr sich nicht gebessert hat, für immer. Für Motorradfahrer ohne Helm, wenn Autofahrer sich nicht anschnallen, soll es einen Punkt geben. Zwei Punkte wären es bei Überfahren eines Ampel-Rot oder wenn in die falsche Richtung gefahren wird, drei Punkte bei Fahrten unter Einfluss von Alkohol oder Drogen sowie bei Fahrerflucht. Wer nicht rechtzeitig nach einem Fehlverhalten sein Bußgeld bezahlt, soll mit einem Zusatzpunkt bestraft werden. Ekkarak ist sich sicher, dass das Punktesystem und die nachfolgenden Bußgelder bzw. der Führerscheinentzug die Zahl der Unfälle mit Toten und Verletzten reduzieren wird.

Zweites IKEA
Der schwedische Einrichtungskonzern Ikea hat in Nonthaburi (Bang Yai) sein 2. Möbelhaus in Thailand errichtet. Es ist mit 50.278 qm das größte Geschäft in Südostasien. Das Möbelhaus hat 6,3 Milliarden Baht gekostet, beschäftigt 450 Mitarbeiter und liegt neben dem Einkaufszentrum CentralWest Bang Yai. Das erste Ikea-Einrichtungshaus befindet sich in Bangkok direkt neben dem Einkaufszentrum Mega Bangna.

Verbraucherindex
Zum ersten Mal seit sieben Monaten ist der Index für das Verbrauchervertrauen gesunken. Die Universität der Handelskammer errechnete für den Februar 79,3 Punkte, gegenüber 80 im Januar. Die Verbraucher sind besorgt wegen höherer Preise, der Stärke der Baht-Währung, der politischen Situation und der Einkommen.

Weniger HIV-Infektionen
Die Zahl der gemeldeten HIV-Neuinfektionen ist im Vorjahr auf rund 5.000 zurückgegangen, gegenüber 15.000 vor noch wenigen Jahren. Das Gesundheitsministerium teilte weiter mit, dass 55% der HIV-Träger jünger als 25 Jahre und 40% Homosexuelle und Transsexuelle sind. Thomas Davin, Repräsentant von Unicef Thailand, ergänzte: Bei einer Umfrage unter Teenagern habe die Hälfte nicht gewusst, wie sie sich vor HIV schützen kann. Thomas Davin führt es auf Tabus zurück: in fast allen Schulen gebe es keinen Sexualkundeunterricht und die Themen Sex, Verhütung und Schutz vor Infektionen würden von den Eltern nicht angesprochen. Für junge Menschen und Homosexuelle mit HIV hat das Ministerium jetzt die Online-Klinik "Lovecare YNSM" eröffnet. In 10 Jahren will Thailand die Infektion besiegt haben.

Luftverschmutzung
Die Luftverschmutzung durch einen hohen Feinstaubanteil hat im Norden und Nordosten zugenommen. Ärzte sorgen sich um die Gesundheit von chronisch Kranken, weiter von Senioren und Kindern. Der Bezirk Mae Sot des Provinz Tak hat in Thailand das größte Luftverschmutzungsproblem von PM2,5 (Feinstaub). Jetzt meldete das Pollution Control Department 211,21 Milligramm pro Kubikmeter Luft, während der PM 2,5-Tagesmittelwert bei 133,41 Milligramm lag. Lampang war der zweitgefährlichste Bereich mit am Morgen bis zu 189 Milligramm und Tagesdurchschnitt von 133,5 Milligramm. Für Khon Kaen im Nordosten wurden 132,17 Milligramm und ein Tagesdurchschnitt von 90,2 Milligramm gemessen. Die Bevölkerung in Chiang Mai und Nan litt ebenfalls bei Durchschnittswerten von 96,34 bzw. 49,1 Milligramm unter dem Smog. In Thailand liegt der Grenzwert bei 50 Milligramm, während der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Grenzwert nur 25 Milligramm beträgt. Laut medizinischer Experten kann eine langfristige Luftverschmutzung mit Feinstaub Krankheiten wie Lungenkrebs, Schlaganfall und Herzerkrankungen verschlimmern und zum Tod führen.

Weniger Kinder
Thailändische Frauen möchten immer weniger Kinder kriegen, so das Ergebnis einer Studie des Lehrstuhls für Demographie der Chulalongkorn-Universität in Bangkok.
Befragt wurden Frauen zwischen 15 und 49 Jahren. Die Auswertung ergab, dass sich Thai-Frauen heutzutage durchschnittlich 1,69 Kinder wünschen, im Jahr 2001 waren es noch 1,86. Signifikante Unterschiede ließen sich in der Geographie der Umfrageteilnehmerinnen beobachten: so ist der Kinderwunsch bei Frauen in ländlichen Gebieten höher als in städtischen Gebieten. Während Frauen in Bangkok im Durchschnitt 1,06 Kinder haben möchten, sind es im Isaan, dem thailändischen Nordosten, 2,3. Die Studie zeigte weiter auf, dass die Zahl an Singelfrauen im Alter zwischen 35 und 39 wächst. "Ungefähr 75% der weiblichen Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie auch ohne Kinder ein gutes Leben führen können", informierte der Forscher Wiraporn Potisiri in "The Nation". Zahlen des Gesundheitsministeriums folgend, wurden 2017 etwa 700.000 Kinder im Land geboren, gegenüber 800.000 im Jahr 2003. Die Trends deuten, dem stellv. Premierminister General Chatchai Sarikulya folgend, darauf hin, dass Thailand im Jahr 2040 nur 500.000 Geburten verzeichnen wird. Um somit einer alternden Gesellschaft entgegenzuwirken, empfiehlt Nopphol Witvorapong, Wissenschaftler der Wirtschaftsfakultät der Chulalongkorn-Universität, Anreize für Frauen zu schaffen, um den Kinderwunsch zu erhöhen. Als Beispiele zählt er staatliche finanzielle Unterstützung, steuerliche Begünstigungen, die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen, Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub sowie flexible Arbeitszeiten auf. Björn Jahner

Sexuelle Übergriffe
Die Hälfte der von Frauen gemeldeten sexuellen Belästigungen geschah in Bussen der Bangkoker Verkehrsbetriebe - mit steigender Tendenz. Unter den Tätern und Opfer waren auch Schaffner /innen. Bei einer Umfrage von Safe Cities for Women Network unter 1.654 Frauen gaben 52%, in den letzten zwölf Monaten schon mal sexuell belästigt worden zu sein. Frauen sagten weiter, vor allem in überfüllten Bussen bedrängt worden zu sein. In solchen Situationen hätten sie sich kaum wehren bzw. dem Belästiger entkommen können, vor allem wenn es von einem Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe ausgegangen sei. Safe Cities for Women Network hat an das Verkehrsministerium appelliert, in allen öffentlichen Transportmitteln Überwachungskameras zu installieren, neben Bussen auch in Taxis.

Ein Smart-Bus-System
Die Regional Transit Corporation (RTC), ein Unternehmen, das auf städtische Verkehrsnetze spezialisiert ist, hat angekündigt, im April in Chiang Mai ein sogenanntes Smart-Bus-System für 50 Mio. Baht zu lancieren, um den öffentlichen Nahverkehr in der Nordmetropole zu optimieren. Vorgesehen ist der Einsatz von klimatisierten Fahrzeugen mit je 50 Sitzplätzen, die mit Gratis-Wi-Fi-Internet und GPS (Globales Positionsbestimmungssystem) ausgestattet sind. Der Fahrpreis soll bargeldlos über eine Prepaidkarte beglichen werden können. Die für den Linienbetrieb vorgesehene R3-Route umfasst 26 Stationen und 3 Haupthaltepunkte am Chiang Mai International Airport, auf der Nimmanhaemin Road und am alten Busbahnhof. Die Route soll täglich zwischen 6 und 23 Uhr bei einem Fahrpreis von 20 Baht pro Person alle 20 Minuten bedient werden.

Immigration zu Besuch
Ausländer, die in Hua Hin leben, müssen damit rechnen, Besuch von der Immigration zu erhalten. Beamte der Einwanderungsbehörde und Touristenpolizei haben damit begonnen, Ausländer in ihrer Wohnung oder ihrem Haus aufzusuchen, um zu überprüfen, ob sie ihr Visum überzogen haben und auch tatsächlich an der Adresse wohnen, wo sie bei der Immigration gemeldet sind. Die Razzien gegen "Overstayer", sprich Personen, die sich nach Ablauf des Visums im Land aufhalten, begann 2016 mit der Kampagne "Good guys in, bad guys out", mit dem Ziel, ausländische Verbrecher aufzuspüren und anständige Touristen und Residenten willkommen zu heißen. Im November 2017 informierte das Verteidigungsministerium, dass sich über 100.000 Ausländer ohne ein gültiges Visum in Thailand aufhalten. Die Zahl wurde zum Jahresanfang 2018 auf unter 8.000 korrigiert. Unter den Ausländern mit Overstay seien laut des für nationale Sicherheit zuständigen stellv. Ministerpräsidenten General Prawit Wongsuwan kriminelle Elemente, die das Image des Landes beschädigen. Björn Jahner

Queen International
Nguyen Huong Giang aus Vietnam ist als "Miss International Queen" gekrönt worden. Auf Platz 2 landete Miss Australien, der 3. Platz ging an Miss Thailand. An dem Schönheitswettbewerb hatten 27 Transgender aus aller Welt teilgenommen, so aus der Mongolei, Mexiko, Indien und Myanmar. Sie stellten sich im Alcazar Cabaret in Pattaya der Jury. Dort wird der populäre Wettbewerb seit 2004 ausgerichtet. Thailands relativ aufgeschlossene Einstellung zu LGBT-Themen bietet auch eine Zuflucht für Kandidatinnen, die aus weniger toleranten Ländern kommen, einschließlich des benachbarten Myanmars. "Myanmar ist ein Entwicklungsland, so dass es nur eine geringe Anzahl von Transgender gibt", sagte Juana Paing, Kandidatin aus der armen und konservativen Nation, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Thailand hingegen hat eine große und sichtbare Transgender-Bevölkerung und ist weltweit führend bei der Geschlechtsumwandlung. Trotz des hohen Bildungsniveaus haben viele Transgender-Menschen Schwierigkeiten, Vollzeitarbeit in Berufen außerhalb der Unterhaltungs- und Sexindustrie zu leisten. Gleichgeschlechtliche Ehe ist noch nicht gesetzlich anerkannt, und bis zum Jahr 2012 wurden Transgender von der Armee als psychisch krank angesehen. LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.

144 farbige Ausländer
Bei nächtlichen Razzien an 110 Orten landesweit hat die Touristenpolizei 144 farbige Ausländer festgenommen. Die meisten Frauen und Männer stammen aus Nigeria und Kamerun und sollen in unterschiedlichen kriminellen Aktivitäten involviert gewesen sein. Allein in Bangkok wurden 43 Ausländer verhaftet. 25 waren illegal ins Königreich eingereist, 15 hatten ihre Aufenthaltsgenehmigung überzogen und 3 Drogen konsumiert. Laut Generalmajor Surachet Hakpal, der die Operation "X-Ray Outlaw Foreigner" leitete, werden die Ausländer in ihr Heimatland abgeschoben und kommen auf die Schwarze Liste. Das bedeutet, sie können nicht erneut nach Thailand einreisen. Vorgeworfen werden ihnen u.a. romantische Betrügereien zu Lasten von Thaifrauen, Betrug über Call-Center, Prostitution, Menschen- und Drogenhandel. Einige hatten an einer internationalen Schule in Chonburi Englisch gelehrt. Die Beamten werden jetzt ermitteln, ob die Englischlehrer legale Dokumente für den Unterricht hatten.

Gratis HIB-Impfung
Ab dem nächsten Haushaltsjahr wird Eltern angeboten, ihr Neugeborenes kostenlos zur Vorbeugung einer Haemophilus-Influenzae-B-Infektion impfen zu lassen. Zum Einsatz kommt der Kombinationsimpfstoff DTwP-HB-Hib, der gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hepatitis B und HIB in 3 Dosen gespritzt wird: mit 2 Monaten, 4 Monaten und 6 Monaten. Haemophilus Influenzae Typ B (HIB, HiB oder Hib) kann lebensbedrohliche Erkrankungen hervorrufen, die rasch behandelt werden müssen. Laut stellv. Premierminister Chatchai Sarikulya, der auch die nationale Impfkommission überwacht, habe sich die Regierung wegen der hohen Zahl an Todesfällen bei Säuglingen wegen Hirnhautentzündung (Meningitis) für die HIB-Impfung entschieden. So infizieren sich jedes Jahr mehr als 500 Kleinkinder unter 5 Jahren mit Haemophilus Influenzae bei einer Letalitätsrate von 10%.

Tollwut in Bangkok
Die Hauptstadt und ihre Nachbarprovinz Nonthaburi sind wegen anhaltender Tollwutfälle bis zum 4. April zu Epidemie-Zonen erklärt worden. Laut stellv. Direktor des Department of Livestock Development (DLD), Cheerasak Pipatpongsopon, werden alle streunenden Hunde und Katzen eingefangen, gegen Tollwut geimpft und in Quarantäne gehalten. Alle Besitzer von Hunden und Katzen müssen ihre Tiere zum Impfen bringen. Ansonsten droht ein Bußgeld von 200 Baht für jedes Tier. Das DLD schätzt die Zahl der Straßenhunde und -katzen landesweit auf rund 3,4 Millionen. Seit Anfang des Jahres sind 359 Tollwutfälle in 37 Provinzen bekannt geworden, vor allem im Nordosten und im Süden des Landes. Die meisten Fälle werden mit 70 aus Roi Et gemeldet, dann folgen Surin (39), Yasothon (22), Songkhla (18) und Maha Sarakham (17).

Bereits 6 Tollwut-Tote
Die Zahl der 2018 an Tollwut gestorbenen Menschen hat sich auf 6 erhöht. Der jüngste Todesfall wird aus der Provinz Buriram gemeldet. 2017 hatte es in Thailand 14 Tollwut-Tote in 13 Provinzen gegeben, gegenüber 11 in 2016. Laut Gesundheitsministerium grassiert die Epidemie inzwischen in 24 Provinzen. Zu "roten Zonen" erklärt wurden u.a. Bangkok, Surin, Chonburi, Samut Prakan, Chachoengsao, Nan, Buriram, Ubon Ratchathani, Chiang Rai, Roi Et, Songkhla, Rayong, Tak, Hua Hin und Sisaket. Für die Verbreitung von Tollwut durch Hunde und Katzen landesweit ist nach der Behörde die Bevölkerung verantwortlich. Unerwünschte Katzen und Hunde würden ausgesetzt, infizierten sich und verbreiteten die Tollwut. Diese Menschen müssten hart bestraft werden. Zudem sollten Tierbesitzer Steuern zahlen. Das würde die Zahl der Hunde und Katzen in den Haushalten und auf den Straßen reduzieren.

Bangkok wird grüner
Innerhalb der nächsten 6 Monate will die Stadtverwaltung (BMA) Bangkok grüner und somit lebenswerter gestalten. Entlang 9 Straßen, auf denen Strom und Kommunikationskabel unterirdisch verlegt wurden, sollen Bäume gepflanzt werden. Dabei handelt es sich um die Straßen Sukhumvit, Khumklao, Pracha Ruam Chai, Mit Maitri, Sala Thammasop, Chim Phli, Sam Wa, Kanchanaphisek-Sai 2 und Anamai-Ngam Charoen. Vorgesehen ist, dass jede der Straßen eine andere Baumart erhält. Bei der Finanzierung hofft die BMA auf Mithilfe der Privatwirtschaft. Björn Jahner

6 mal die Todesstrafe
Das Provinzgericht von Krabi hat 6 Männer wegen der Hinrichtung von 8 Familienmitgliedern zum Tode verurteilt. Die brutale Tat hatte in 2017 die Nation schockiert und tagelang die Medien beschäftigt. In dem mit über 100 Menschen gefüllten Gerichtssaal saß neben den Familienmitgliedern der Opfer Thailands Polizeichef General Chakthip Chaijinda. Zum Tode verurteilt wurde der 42-jährige Surifath "Bang Fut" Bannopwongsakul, Drahtzieher der Ermordung des Dorfvorstehers Worayuth Sunglung und 7 seiner Familienmitglieder am 10. Juli 2017. Die Todesstrafe erhielten weiter Komsan Wiangnon (41), Prajak Boonty (36), Abdulloh Doloh (30), Arun Thongkham (29) und Thanachai Jamnong (41). Ein weiterer Angeklagter wurde zu 1 Jahr und 9 Monaten verurteilt, und eine 41 Jahre alte Frau erhielt als einzige weibliche Angeklagte 1 Jahr Gefängnis. Obwohl die Angeklagten geständig waren, wandelte das Gericht die Todesstrafen nicht in lebenslange Haft um, weil die Morde brutal verübt worden waren. Laut den mehr als 2.000-seitigen Akten gab es einen ernsthaften Streit zwischen Worayuth und "Bang Fut", weil dieser Eigentumsurkunden über Grundstücke nicht zurückgeben wollte. Diese Urkunden waren als Sicherheit gedacht. Auch nachdem Worayuth die Schulden zurückgezahlt hatte, gab "Bang Fut" die Eigentumsurkunden nicht zurück. In ihrem Streit hatten sich die beiden Männer gegenseitig bedroht. Aufgrund der Drohungen von Worayuth zog "Bang Fut" um, er musste Probleme mit anderen lokalen Schuldnern in Kauf nehmen. "Bang Fut" entschloss sich schließlich, Worayuth zu töten. Dabei wurden sieben Familienmitglieder buchstäblich hingerichtet.


Reise-Tipps Thailand

Klima-Zug nach Pattaya
Der von der staatlichen Eisenbahngesellschaft SRT angekündigte klimatisierte Sonderzug an Samstagen und Sonntagen von Bangkok nach Sattahip startete erstmals am 17. März. Bis Ende September soll der Zug Urlauber von der Hauptstadt an die Ostküste bringen und den Tourismus fördern. Der Zug verlässt den Bangkoker Hauptbahnhof Hua Lamphong um 6.45 Uhr, Ankunft in Pattaya ist um 9.13 Uhr und Endstation Plutaluang in Sattahip um 9.50 Uhr. Zurück geht es 15.50 Uhr ab Plutaluang, in Pattaya hält der Zug 16.26 Uhr, in Bangkok kommt er 18.25 Uhr an. Weitere Haltestellen sind Chachoengsao, Sri Racha, Pattayas Floating Market und Nong Nooch Tropical Garden. Der Fahrpreis von Bangkok nach Pattaya und zur Endstation beträgt 170 Baht, bis nach Chachoengsao 80 Baht und von Sri Racha nach Pattaya 50 Baht. Die Eisenbahngesellschaft empfiehlt dringend eine Sitzplatzreservierung. An allen Bahnhöfen stehen öffentliche Verkehrsmittel wie Baht-Busse und Motorradtaxis bereit für Fahrten in die Innenstadt und zu touristischen Attraktionen, berichtet die SRT weiter.

Respekt im Tempel
Die Provinzverwaltung hat für den Höhlen-Tempel Wat Suwan Khuha eine Kleidervorschrift erlassen. Der stellv. Gouverneur Phakphum Intharasuwan hat den Höhlen-Tempel im Bezirk Takua Pa (Phang-Nga) besucht, weil sich Bewohner über Touristen mit unschicklicher Kleidung beschwert hatten. Ausländische Urlauber glauben, weil es sich um eine Höhle handelt, könnten sie mit kurzer Hose oder leger ausgefallener Freizeitkleidung den Sightseeing-Spot betreten. Das ist jetzt strikt untersagt. Phakphum erinnert an die Bedeutung des Tempels als historische Stätte. Die Könige Rama V. und Rama IX. hatten die Höhle besucht und ihre Initialen auf der Wand hinterlassen. Deshalb glauben Touristen wohl, es den Herrschern nachmachen zu müssen. Mitarbeiter haben ihre Mühe, die Grafittis zu beseitigen. Der stellv. Gouverneur hat die Mitarbeiter des Tempels aufgerufen, Vandalismus an den historischen Wänden zu unterbinden.

Maya-Bucht auf Kippe
Bei der Umfrage eines Teams der Fischerei-Fakultät der Universität Kasetsart unter mehr als 300 Bürgern und Tourismusbetrieben hat sich die überwältigende Mehrheit für eine Schliessung der Maya-Bucht auf Koh Phi Phi von Juni bis Oktober ausgesprochen.
Laut Dekan Thon Thamrongnawasawat sind die Korallenbänke vor der Maya-Bucht und der Pileh-Bucht zu 80% beschädigt. Die Korallen müssten sich dringend erholen. Derzeit würden täglich 200 Boote bis zu 4.000 Touristen zum Maya-Strand bringen. Als Folge des Touristenansturms sei das Meer verschmutzt, Ablagerungen setzten sich auf die Korallen. Der Dekan wird das Ergebnis der Umfrage und seine neuerliche Untersuchung der Korallen dem National Park, Wildlife and Plant Conservation Department mitteilen. Diese Behörde hat am Ende über die Schließung der Maya-Bucht zu entscheiden. Der Strand ist seit dem Jahr 2000 weltweit bekannt durch den Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio. Deshalb ist eine Bootsfahrt zu der Bucht für die meisten der in dieser Region urlaubenden ausländischen Touristen ein Muss.

Bangkok - Chumphon
Thai AirAsia bedient ab dem 25. März täglich die Route zwischen Bangkok und Chumphon. Flug FD 3148 startet am Bangkoker Don Mueang Airport um 7.25 Uhr und landet in Chumphon um 8.35 Uhr. Zurück geht es mit Flug FD 3149 um 9.10 Uhr, Bangkok ist um 10.30 Uhr erreicht. Chumphon stellt nach Phuket, Hat Yai, Suratthani, Nakhon Si Thammarat, Krabi, Trang, Ranong und Narathiwat die 9. Destination der Airline im Süden Thailands dar. Um dem gestiegenen Passagiervolumen Rechnung zu tragen, wurde die Zahl der Flugverbindungen in den Nordosten erhöht: 3 x statt 2 x täglich von Bangkok nach Ubon Ratchathani, 6 x statt 5 x täglich von Bangkok nach Khon Kaen und 2 x statt 1 x täglich von Bangkok nach Buriram. Infos: www.airasia.com

Thai AirAsia: Ranong
Seit dem 16. Februar verbindet Thai AirAsia neu Bangkok mit Ranong in der Südregion von Thailand täglich mit einem Direktflug. Flug FD 3140 startet am Don Mueang Airport in Bangkok um 11.45 Uhr und landet in Ranong um 13 Uhr. Zurück geht es mit Flug FD 3141 um 13.40 Uhr, die Hauptstadt ist um 14.55 Uhr erreicht. Ranong gilt als Start- und Ausgangspunkt zu den Inseln Koh Phayam und "das andere" Koh Chang in der Andamanensee. Infos: www.airasia.com

Die Riviera Thailands
Die Regierung erarbeitet einen Plan für die touristische Entwicklung der Provinzen am Golf von Thailand - von Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan mit Hua Hin und Cha-am und Chumphon bis nach Ranong. Die westliche Küstenlinie am Golf von Thailand soll zur "Riviera Thailand" nachhaltig ausgebaut werden, beworben werden die landschaftlichen Schönheiten sowie touristische Attraktionen. Vom erwarteten Touristenschub soll vor allem die einheimische Bevölkerung über ein erhöhtes Einkommen profitieren. Teil des Projekts "Riviera" wird der Bau eines 680 Km langen Highways mit Radwegen sein. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird in 5 Jahren gerechnet. Rund 200 Km sind bereits fertiggestellt worden, weitere 49 Km sind im Bau. "Riviera Thailand" hatte bereits die Regierung unter dem ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra angestoßen. Nach dem Militärputsch 2006 verschwanden die Akten in der Schublade. Anders als die jetzige Regierung, die mit "Riviera" den Lebensstandard der Bevölkerung verbessern möchte, hatte die Thaksin-Administration Pläne für wohlhabende Touristen: Luxushotels, Yachthäfen, Entertainment-Komplexe, zollfreie Zonen.

Don Mueang renoviert
Der Vorstand des Flughafenbetreibers Airports of Thailand (AoT) will auf seiner nächsten Sitzung für die Renovierung des alten Terminals auf dem Flughafen Don Mueang 2,2 Milliarden Baht bewilligen. Die Renovierung soll spätesten Anfang 2019 beginnen und im Jahr 2020 abgeschlossen werden. Die Arbeiten sind Teil des 3. Bauabschnitts zur Erweiterung des überlaufenden Airports. In 2017 wurden auf Don Mueang 37 Mio. Passagiere gezählt, in 2018 werden mit 42 Mio. 14% mehr Fluggäste erwartet. Wegen des starken Andrangs soll die Zahl der Immigrationsschalter erhöht werden. Dann können bis zu 3.000 Passagiere pro Stunde abgefertigt werden, gegenüber derzeit 2.000. Der 3. Bauabschnitt ist mit 32 Milliarden Baht berechnet worden und soll im Jahr 2024 abgeschlossen werden.

Rauchverbot Khao Lak
Das bisher nur für 2 Kilometer geltende Rauchverbot soll auf die ganze Länge des Strandes Khao Lak und somit auf 15 Kilometer ausgedehnt werden. Darauf haben sich der Generaldirektor der Abteilung für Meeres- und Küstenressourcen, Jatuporn Buruspat, und Vertreter der Bezirksverwaltung, der Tourismusindustrie und weiterer Agenturen geeinigt. Obwohl das Verbot für die ganze Länge des Strandes gelten soll, können Raucher auf ausgewiesenen Arealen ihre Zigarette anzünden. Dort wird der Rauch keinen Urlauber stören. Und dort stehen auch Behälter bereit, damit die Kippen nicht im Sand oder im Meer entsorgt werden. Die Verwaltung wird Hinweisschilder anbringen und Flugblätter in mehreren Sprachen verteilen.

BoT-Währungsmuseum
Mit seinem schier unerschöpflichen Angebot an Museen ist Bangkok zurecht die Kulturhauptstadt des Landes. Die Bank of Thailand (BoT) hat kürzlich ihr neues Museum im frisch renovierten BoT Learning Center am Ufer des Chao-Phraya-Flusses beim BoT-Hauptquartier an der Samsen Road eröffnet. Die Ausstellung umfasst u.a. historische Währungen, eine Sammlung thailändischer Banknoten und Münzen, eine Darstellung der Geschichte der thailändischen Notenbank und viele weitere Themen im Zusammenhang mit Währungen. Besuchern wird zudem Eintritt in die Prince Vivadhanajaya Library gewährt. Die 1946 gegründete Bibliothek beherbergt nützliche Informationen zur Wirtschaft und dem Finanzsystem in Thailand und der Welt. Weiter findet in dem 5-stöckigen Gebäude ein Co-Working-Space Platz. Das BoT-Museum hat dienstags bis sonntags von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, Eintritt 50 Baht. Infos: www.botlc.or.th Björn Jahner

Smart Bus nach Rawai
Der von Urlaubern und Residenten lange entgegengefieberte Phuket Smart Bus hat den Betrieb aufgenommen. Der Bus fährt auf der 56 Km langen Route zwischen Phuket International Airport und Rawai Beach im Süden der Insel und stoppt an 50 Haltepunkten, u.a. am Surin Beach, Kamala Beach, Patong Beach, Karon Beach und Kata Beach. Täglich werden zwischen 6 und 20 Uhr 32 Fahrten angeboten, die Fahrtzeit beträgt je nach Verkehrsaufkommen 2 bis 3 Stunden. Zum Einsatz kommen Busse von Mercedes-Benz, die mit GPS, CCTV-Kamera, Wi-Fi-Internet, USB-Buchsen an jedem Sitzplatz und einem Rollstuhllift ausgestattet sind. Der Fahrpreis wird bargeldlos mit der "Rabit X Phuket Smartcard" beglichen. Die Prepaidkarte ist an Bord zum Startpreis von 300 Baht erhältlich (100 Baht für die Karte und 200 Baht für die Fahrt). Die Karte wird auch bei 60 führenden Geschäften der Insel als Zahlungsmittel akzeptiert, auch in Bangkok. B. Jahner

Mehr Raja-Fähren
Die Raja-Reederei erhöht die Fährverbindungen zwischen Koh Samui und Koh Phangan in der Südprovinz Suratthani von 3 auf 4 Verbindungen pro Tag. Auf Koh Samui startet die Fähre um 9 Uhr, 12 Uhr (neu), 14 Uhr und 18 Uhr. Die Abfahrtszeiten ab Koh Phangan sind um 7 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr (neu) und 16 Uhr. Die Fahrzeit beträgt 90 Minuten in beide Richtungen. Lanciert wurde zudem eine Mitgliederkarte mit RFID-Technologie (Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen). Der Mitgliedsbeitrag in Höhe von 250 Baht gilt für einen Zeitraum von drei Jahren. Inhaber erhalten Preisnachlässe auf den Fähr- und Van-Service des Unternehmens. Weitere Infos: www.rajaferryport.com Björn Jahner

Udon Thani - Chiang Mai
Thai AirAsia verbindet ab dem 15. Februar einmal täglich Udon Thani im Nordosten mit Chiang Mai im Norden des Landes. Die Maschine startet am Flughafen Udon Thani um 14 Uhr und landet Chiang Mai um 15.20 Uhr. Zurück geht es um 15.50 Uhr, Udon Thani ist um 17.10 Uhr erreicht. Die Route wird mit einem Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen bedient. Die Airline hat gleichzeitig angekündigt, ebenfalls ab Februar die Verbindungen zwischen Bangkok und Udon Thani von 4 auf 5 Flüge pro Tag zu erhöhen. Björn Jahner

Von Udon nach Ubon
Nok Air baut ihr Inlandsstreckennetz aus und bedient neu die Route zwischen den beiden Isaan-Zentren Udon Thani und Ubon Ratchathani. Flug DD9011 startet am Udon Thani Airport mittwochs, freitags und sonntags um 11.05 Uhr und landet in Ubon Ratchathani um 12.05 Uhr. Zurück geht es an denselben Tagen mit Flug DD9012 um 13 Uhr, Udon Thani ist um 14 Uhr. Die Route wird mit einer Bombardier Dash 8Q-400 bedient. Björn Jahner

Korat, Chiang Mai, Phuket
NewGen Airways steuert neu ab dem Flughafen Nakhon Ratchasima (Korat) Chiang Mai im Norden und Phuket im Süden des Landes an. Flug E3 5211 startet montags, freitags, samstags und sonntags um 8 Uhr am Nakhon Ratchasima Airport und landet in Chiang Mai um 9.25 Uhr. Zurück geht es mit Flug E3 5212 an denselben Tagen um 10.30 Uhr, Korat ist um 11.55 Uhr erreicht. Nach Phuket geht es donnerstags und sonntags mit Flug E3 7221 um 13 Uhr, Phuket ist um 14.45 Uhr erreicht. Der Rückflug E3 7222 erfolgt an denselben Tagen um 15.45 Uhr, die Maschine landet in Nakhon Ratchasima um 17.30 Uhr. Infos: www.newgenairways.com Björn Jahner


Solche Sachen...

Schlag gegen Drogen
Drogenfahndern gingen 2 mutmaßliche Mitglieder eines Drogennetzwerkes ins Netz. An 2 Kontrollstellen in den Nordprovinzen Phrae und Phayao beschlagnahmten die Beamten insgesamt 1 Million Methamphetaminpillen, Ya Ba genannt. Als erstes schnappte die Falle bei einem 47-jährigen Thai aus Ratchaburi zu, der mit einem Nissan Cefiro mit Bangkoker Kennzeichen in die Polizeisperre fuhr. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stießen die Beamten auf 620.000 Ya-Ba-Pillen, aufgeteilt in fünf Säcke. Der Mann sagte aus, von einer 35-jährigen Thai aus Chiang Rai angeheuert worden zu sein, die heiße Fracht von Chiang Rai zu einem Dealer nach Bangkok zu transportieren. Für den Kurierdienst wurden ihm 300.000 Baht in Aussicht gestellt. Als Vorkasse hatte er 10.000 Baht erhalten, so der Verdächtige. Er gab weiter zu Protokoll, dass es sich um seinen 2. Kurierdienst handele. Er informierte die Beamten, dass die Auftraggeberin dieselbe Route in einem grauen Toyota fahren würde und ebenfalls Rauschgift an Bord habe. Die Beamten gaben die Informationen per Funk an ihre Kollegen in Phayao weiter, wo die Gesuchte schließlich gestoppt wurde. Bei der Durchsuchung ihres Autos wurden weitere 380.000 Meth-Pillen beschlagnahmt. Laut Pol Maj Gen Panudet Boonruang von der Provinzpolizei der Region 5, agierten beide Verdächtige für dasselbe Drogennetzwerk. Er fügte hinzu, dass Schmugglerbanden derzeit verstärkt Nebenstraßen nutzen würden, um Straßensperren zu umgehen. Björn Jahner

203 Yaba-Pillen im Popo
Nach einem Hinweis kontrollierte die Polizei einen 27 Jahre alten Mann in Phayao und fand in dessen After 203 Yaba-Pillen. Zuvor hatten die Beamten bei dem Mann eine Leibesvisitation durchgeführt und keine Drogen gefunden. Da er den Ermittlern verdächtig vorkam, brachten sie den Mann dazu, seine Unterhose auf die Beine zu schieben. Die Polizei fand schließlich im Anus eine kleine Plastikschachtel mit den Yaba-Pillen. Der Festgenommene gab zu Protokoll, die Drogen seien für ihn gedacht, zudem würde er sie an Teenager verkaufen. Er muss sich wegen Besitz von Rauschgift der Kategorie 1 verantworten.

Vom Balkon gefallen
Ein Russe und seine Tochter stürzten nach Mitternacht vom Balkon ihres Apartments in Pattaya in die Tiefe und wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei vermutet, dass die beiden sich auf die Umrandung des Balkons im 2. Stock des The Gallery Hotel-Condominium an der Soi 8 in Jomtien gesetzt hatten. Vermutlich hatten sie das Gleichgewicht verloren. Die 16-jährige wurde am Kopf verletzt, ihr Vater brach sich sein linkes Bein. Ein Wachmann sagte aus, er habe die beiden Ausländer auf dem Balkon gesehen. Sie hätten sich unterhalten. Dann habe er Schreie gehört und gesehen, wie Vater und Tochter auf dem Boden aufschlugen.

Würmer in Fischdose
Eine Frau aus Phuket machte eine unappetitliche Entdeckung. In einer Fischkonserve einer bekannten Marke entdeckte sie mehrere Würmer. Auf Facebook veröffentlichte sie Fotos von ihrem Fund und löste damit einen regelrechten Shitstorm aus. Innerhalb kürzester Zeit wurde ihr Beitrag über 120.000-mal geteilt. In der Phuket Gazette erzählte sie, dass sie die Dose Tomatenfisch am 8. Dezember gekauft hatte und als Herstellungsdatum der 16. Oktober 2017 aufgeführt war. Zuerst dachte, sie, dass es sich um Gräten handeln könnte, doch als diese sich bewegten, wurde ihr klar, dass es sich um Parasiten handelte. Sie erklärte, dass sie mit ihrem Facebook-Posting nicht den Hersteller in den Schmutz ziehen, sondern lediglich andere Verbraucher warnen wollte. Für sie und ihre Familie steht fest: Fischkonserven kommen bei ihr nicht mehr auf den Tisch. B. Jahner

Deutscher tot im Hotel
In einem Hotel in der Amüsiermeile Walking Street in Pattaya wurde die Leiche eines Deutschen gefunden. Der 57-Jährige lag auf dem Bauch in seinem Bett, als Polizei und Rettungskräfte das Zimmer betraten. Da sein Körper keine Spuren äußerer Gewalteinwirkung aufwies, wird ein natürlicher Tod vermutet. Eine Autopsie soll Aufschluss über die genaue Todesursache liefern. Die deutsche Botschaft wurde über den Vorfall informiert. Björn Jahner

Viel Heroin im Magen
Auf dem Internationalen Flughafen Phuket hat die Polizei eine Frau aus der Elfenbeinküste mit über einem Kilogramm Heroin im Magen festgenommen. Die 27-Jährige landete mit einem Flugzeug aus Doha in Phuket. Laut Generalsekretär des Office of Nacotics Control Board, Sirinya Sitdhichchai, stellten Beamte bei einer Röntgenuntersuchung fest, dass die Ausländerin über 60 kleine Beutel mit insgesamt 1,2 Kilo Heroin geschluckt hatte. Die Polizei vermutet, dass die Drogen für reiche Abnehmer in Bangkok bestimmt waren. Die Nachrichtenagentur AFP meldet, dass Drogenschmuggler aus Westafrika immer wieder Frauen aus Afrika und Asien als Kurier einsetzen. Oft landen die Frauen auf kleinen Airports außerhalb Thailands und überqueren die Grenze in einem Fahrzeug. Bei den Inhaftierten weltweit steht Thailand auf Platz 6, und 70% der Gefangenen sind Drogentäter. Darunter sind rund 39.000 Frauen, mit diesem Anteil an der Bevölkerungszahl liegt das Königreich weltweit an der Spitze.

Drogen an Touristen
Weil sie in einem Pub Drogen an ausländische Touristen verkauft hatten, wurden ein 27 Jahre alter Russe und eine 22-jährige Frau aus der Ukraine in Phuket festgenommen. Die Polizei hatte einen Tipp bekommen und leitete eine verdeckte Ermittlung ein. Beamte stellten in dem Pub in Kamala fest, dass der Russe zu oft auf die Toilette ging. Dort verkaufte er offenbar Rauschgift. Bei seiner Verhaftung hatte er eine geringe Menge Drogen bei sich. Die nachfolgende Durchsuchung seines gemieteten Hauses brachten Ecstasy-Pillen, 14,44 Gramm Kokain und 17,66 Gramm Marihuana zu Tage. Im Haus wurde auch die Freundin des Russen verhaftet. Später nahm die Polizei einen 28-jährigen Mann aus Ghana und eine 30 Jahre alte Thai fest. Sie waren im Besitz von 7,43 g Kokain. Der Afrikaner hielt sich illegal in Thailand auf.

Teure Bitcoins geraubt
Ein russisches Paar hat auf der Polizeiwache Chalong in Phuket Anzeige erstattet, weil es von Landsleuten überfallen und beraubt wurde. Mehrere Ausländer, offensichtlich Russen, sollen die 22 Jahre alte Frau und den 27-jährigen Mann in deren Apartment im Bezirk Rawai überfallen haben. Die Männer bedrohten das Paar 6 Stunden und zwangen es, Bitcoin über 100.000 US-Dollar (3,2 Mio. Baht) zu überweisen. Zudem nahmen die Räuber ein iPhone X, drei Notebooks und die Reisepässe mit. Dass die Russen den Überfall erst jetzt anzeigten, begründeten sie damit, die Männer hätten ihnen gesagt, sie würden getötet, wenn sie die Poliyzei einschalteten. Die Beamten checkten über GPS den Standort des gestohlenen Handys. Es war bereits in Malaysia. Ermittler glauben, dass die Gang das Paar längere Zeit überwacht hatte und deren Apartment wegen des hohen Betrags an der Cryptowährung stürmte. Bitcoin ist eine digitale Währung.

Deutscher tot im Park
Ein deutscher Tourist ist morgens gegen 10 Uhr im Park Khao Phrayai in Pattaya tot aufgefunden worden. Um den Hals war ein Ledergürtel gebunden, beide Beine wiesen erhebliche Verbrennungen auf. Die Leiche lag neben einem schmalen Fußweg. Bekleidet war der Körper mit einem langärmeligen blauen Hemd über einem weißen T-Shirt und mit Shorts. Rund 200 Meter von der Leiche entfernt fand die Polizei eine Reisetasche ohne Geld oder Wertsachen. Zwei offene Flaschen mit Methylalkohol und Medikamente lagen neben dem Urlauber. Laut Polizei war er am 23. Dezember nach Pattaya gekommen. Die Polizei ermittelt, in welchem Hotel oder Condominium er abgestiegen war. Polizei-Generalmajor Chettha Komolwattana berichtete den Medien, es habe keine Spuren eines Kampfes gegeben. Die Polizei gehe von einem Suizid oder einem Mord aus. Die Ermittler werden Überwachungskameras auswerten und mit Bekannten des Toten sprechen.

Araber vergewaltigete
Ein 40 Jahre alter Tourist aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) soll am frühen Morgen in seinem Hotelzimmer in Bangkok eine Amerikanerin vergewaltigt haben. Die 28-Jährige erstattete gegen 3 Uhr auf der Polizeistation Lumpini Anzeige. Wie Generalmajor Surachet Hakpan von der Touristenpolizei mitteilte, hatte die Amerikanerin mit drei Frauen ein Lokal an der Sukhumvit Soi 11 aufgesucht. Sie trennte sich später von ihren Freundinnen und verließ offenbar stark angetrunken den Entertainment-Betrieb. Auf der Straße sprach sie ein Mann aus dem Mittleren Osten an und lud sie in sein Hotelzimmer an der Sukhumit Soi 2 ein. Dort soll der Araber sie missbraucht haben. Kaum hatte sie später das Hotel verlassen, suchte sie die Polizeistation Lumpini auf. Tags darauf nahm die Polizei den Urlauber aus den UAE fest. Er beteuerte, er sei unschuldig, der Sex wäre einvernehmlich erfolgt.

Mörder verurteilt
Wegen dreifachen Mordes hat ein Strafgericht einen 22 Jahre alten Mann zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann aus Kanchanaburi am 11. Januar 2014 in einem Haus in der Siedlung Pattaya Hill eine 19-jährige Frau sowie zwei thai-amerikanische Jungen im Alter von 2 und 7 Jahren ermordet hat. Der Verurteilte hatte die Tat bereits 2014 gestanden. Er war damals zu dem Wohnhaus gefahren, um seine Freundin zu besuchen. Diese war jedoch mit der Hausbesitzerin, einer 35 Jahre alten Frau, unterwegs. Die Mutter der beiden Kinder hatte der jungen Frau einen Job als Tänzerin beschaffen wollen. Der damals 19-Jährige wartete in dem Haus auf seine Freundin. Offenbar hatte die junge Frau, Nichte der Hausbesitzerin, den Mann schlecht behandelt. Verärgert und wutentbrannt schlug er die Frau besinnungslos und erstach sie und den 7-Jährigen. Als der 2-Jährige aufwachte, wurde auch er erstochen. Dann flüchtete der Täter. Er wurde wenige Tage darauf verhaftet. Das Strafgericht erkannte erst auf die Todesstrafe, reduzierte das Strafmaß aber auf lebenslänglich.

Farang beklaut Tempel
Ein Westler hat von einem Spendenbaum im Wat Panomyong in Ayutthaya 1.000 Baht gestohlen. Eine Überwachungskamera zeigt, wie der Farang auf einem Fahrrad den Tempel erreicht, absteigt und eine Zigarette raucht. Die Kamera im Wat hält fest, wie sich der Mann im Alter zwischen 40 und 45 Jahren umschaut, ob er nicht beobachtet wird, und dann von einem Spendenbaum 1.000 Baht nimmt. Nach einem Bericht von "Thai Rath" soll der Farang kleinere Banknoten wie 500er, 100er oder 20er nicht angerührt haben. Der 52-jährige Mönch Phra Natthapong sagte den Medien, er habe nur für kurze Zeit den Tempel verlassen. Als er zurückkam, habe er den Diebstahl bemerkt und die Überwachungsvideos ausgewertet. Er wollte die Polizei nicht einschalten, nur Mönche anderer Tempel und Anwohner vor dem Ausländer auf dem Fahrrad warnen, berichtet "Thai Rath" weiter.

Frau wohl vergewaltigt
Ein Polizist und 2 weitere Männer sollen in Pattaya eine 22 Jahre alte Frau entführt, um Geld erpresst und vergewaltigt haben. Die mutmaßlichen Täter haben sich der Polizei gestellt und jegliche Schuld von sich gewiesen. Sie gaben lediglich zu, die drei Männer auf einem Überwachungsvideo zu sein. Die Frau aus Nakhon Phanom hatte auf der Polizeistation in Pattaya Anzeige erstattet. Sie sagte aus, ein Freund habe sie in ihrem Apartment an der Soi Bongkot besucht. Gleichzeitig seien drei weitere Männer in ihr Zimmer gekommen. Sie hätten sich als Polizisten ausgegeben und erklärt, sie müssten das Apartment nach illegalen Gegenständen durchsuchen. Für 30.000 Baht würden sie die Anklage fallen lassen. Daraufhin seien die Frau und ihr Freund gewaltsam in ein Motel gebracht, bedroht und noch einmal um Geld erpresst worden. Später hätten der Polizist und ihr Freund das Motelzimmer verlassen. Den beiden anderen Männern habe sie 2.700 Baht gegeben. Dann sei sie von beiden vergewaltigt worden, berichtet die Nation. Laut dem Leiter der Polizeistation Pattaya, Oberst Apichai Krobphetch, haben seine Beamten die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Den mutmaßlichen Tätern drohten Anklagen wegen illegaler Festnahme, Erpressung und Vergewaltigung.

Tod der nackten Frau
Die Polizei sucht einen Ausländer, der zuletzt mit der Thai gesehen wurde, die am frühen Morgen nackt aus einem Apartment am Cosy Beach in Pattaya in den Tod stürzte. Die 26-jährige Frau arbeitete in einer Bar an der Soi 6. Dort lernte der Ausländer die Thai kennen. Sie einigten sich auf Sex und beide suchten das Apartment in einem Condominium am Cosy Beach auf. Was dann geschah sowie wie und warum die Frau nackt aus dem Apartment im fünften Geschoss in die Tiefe stürzte, versucht die Polizei zu ermitteln. Zeugen wollen gesehen und gehört haben, dass der Ausländer mit seiner thailändischen Freundin einen heftigen Streit hatte. Anschließend suchte er die Bar an der Soi 6 auf. Die Polizei kennt den Namen des Ausländers, weiß aber nicht, ob er in dem tragischen Geschehen involviert ist. Die Frau erlitt bei dem Sturz mehrere Brüche an Armen und Beinen. Sie wurde vor Ort von Sanitätern versorgt, erlag aber ihren schweren Verletzungen. In dem Apartment fanden die Ermittler gebrauchte Kondome als Beweis, dass der Ausländer mit der Thai Sex hatte. Ein Wachmann hatte gegen 5 Uhr Lärm gehört und die Frau in einer Blutlache vorgefunden. Der Mann alarmiert die Polizei. In dem Apartment trafen die Beamten den Ausländer nicht an. Die Polizei benötigte 20 Stunden, den Mann aufzuspüren. Der 25-Jährige wurde schließlich in einer Bar festgenommen. Den Beamten folgend, war er die letzte Person, die das Opfer lebend gesehen hatte. Der Verdächtige gab zu Protokoll, dass er mit der Frau in seiner Mietwohnung Sex hatte und das Paar das Liebesspiel dann auf dem Balkon fortsetzte, bis die Frau in die Tiefe stürzte. In Verzweiflung habe er die Flucht ergriffen und suchte Unterschlupf in einem Resort und Spa in der Banglamung Soi 7. Die Ermittlungen laufen. Björn Jahner

Schweizer geschlagen
Dass die Gewaltschwelle bei Alkoholgenuss nicht selten erschreckend niedrig ist, beweist ein jüngster Vorfall in der Walking Street in Pattaya. Ein Deutscher, der von "77Jowo" als muskulöser Bodybuilder beschrieben wird, geriet mit einem Schweizer Geschäftsmann in der Diskothek Lucifer zu später Stunde in Streit. Der Deutsche soll aggressiv reagiert haben und schlug auf seinen Kontrahenten ein. Dieser erlitt schwere Platzwunden am Kopf und wurde von Rettungskräften in der Walking Street notversorgt, bevor er in ein nicht genanntes Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Deutsche begründete den Übergriff damit, dass er betrunken war und der Schweizer ihm beim Tanzen auf den Fuß getreten sei. Björn Jahner


Farang Logo