FARANG-Ausgabe 05 - 2013

Nok Mini, Nok Air
Benefiz für Jonny K.
Wat Buddhavihara
Siam Thaischule
Edds Kolumne
RA Bümlein informiert:
Rente für Thais
Thailands Katastrophen (3)
Mister Kondom:
Die Mechai Story
Terror im Süden
Thai Gastro Report
Franky Kuchenbecker (6):
Bangkok, Malediven, Berlin
Happy Birthday, Jump!
Sreeprai Sareewong
Wanvaree Thaimassage
Kleinanzeigen
Solche Sachen
Reise-Tipps
Wahl der Miss Songkran
Neujahr Scorpion, Siam Park
Aus den Wats
Nationalpark Doi Phahom Pok

Nok mini, Nok Air, Orient Thai

Nok Air Maschine

Sa & Bernd von TAF-Thai Asien Flugreisen in Berlin, Kantstraße 59 (siehe Anzeige auf der Rückseite dieses Heftes), informieren Sie diesmal (Stand März 2013) über die thailändischen Low-Cost Airlines NOK Air, NOK mini und Orient Thai.

Alle im Bericht genannten Airlines nutzen 2013 in Bangkok den Flughafen Don Muang (DMK) und fliegen also n i c h t mehr zum Flughafen Suvarnabhumi (BKK). Dies ist bei Anschlussflügen ab oder zu dem jeweils anderen Flughafen unbedingt zu berücksichtigen und somit die Umsteigezeit anzupassen. Diese sollte mindestens 4 Stunden betragen. Denn Sie müssen ggf. die Passkontrollen passieren, Ihr Gepäck erst in Empfang nehmen, per Privat-Transfer, Shuttlebus oder Taxi zum anderen Airport und dort wieder komplett neu einchecken. Das Gepäck oder die Bordkarten bis zum Endziel durchzuchecken ist jeweils nicht möglich. Beim Flug mit den folgenden Billig-Airlines sind auch die teils abweichenden Gepäck- und sonstigen Bedingungen und Aufpreise beachtenswert, um sich so vor Überraschungen und Verzögerungen beim Einchecken zu schützen.

Nok mini Flieger

NOK mini (Airlines Code 5E)

Sitz der Airline ist Bangkok. In den Jahren 2001/2002 als SGA Airline gegründet, wurde SGA ab 2004 im Linienverkehr nach Hua Hin mit einer Cessna Grand Caravan 208 tätig. Ab 2007 wurde dann auch der Nordthailand Verkehr aufgenommen und umbenannt als NOK Mini geflogen. Eingesetzt werden die 34 sitzigen, 2 motorigen Turbprop-Maschinen des Typ SAAB 340B. Von Bangkok Don Muang fliegt, in Zusammenarbeit mit NOK Air, SGA als Nok Mini nach Mae Sot, Nan, Roi Et, Phrae, Buriram, Loei und von Chiang Mai nach Mae Hong Son und Udon Thani, Mae Sot.

Nok Bikini Werbung

NOK Air (Airlines code DD)

Die 2004 als Billigfluglinie, unter Beteiligung der Thai Airways gegründete NOK Air, setzt auf ihren Strecken modernes Fluggerät der Typen Boeing 737-400, 737-800, ATR 72-200 ein. Sofort an ihrer bunten (NOK) Vogelbemalung zu erkennen. In Zusammenarbeit mit Thai Airways werden verschiedene Destinationen innerhalb Thailands angeflogen, darunter Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket, Had Yai, Ubon, Udon Thani u.a. Eine Besonderheit der NOK Air ist, dass man beim Ticketkauf bereits Städte buchen kann, die nicht direkt angeflogen werden, um dann per "Fly n Ride" Shuttle-Bus im Anschluss an den Flug gleich von der NOK Air z.B. vom Flughafen Udon Thani ins ca. 90 Min. entfernte Vientiane in Laos oder umgekehrt gebracht zu werden. Oder auch per "Fly n Ferry" z.B. vom Flughafen Surat Thani zur Insel Koh Samui per Shuttle Bus und Fähre oder zurück. Neue Ziel in Thailand sind in Planung, und China, Vietnam und Myanmar sollen als internationale Ziele ab Mitte 2013 angeflogen werden. Die Planungen sind bereits im Endstadium. 30 kg Freigepäck, Snacks, Drinks, Zeitung und einen Business Sitz gibt es in der empfehlenswerten NOK Plus Klasse. Bezahlbarer Komfort, den ich mir, mit meinen 1,92 cm Länge, auch schon geleistet habe.

Nok Air ganz scharf

ORIENT THAI Airlines (OX)

Orient Thai wurde 1995 gegründet und startete mit 4 Flugzeugen des Typs Lookheed L1011 Tristar. Heute verfügt die Airline über mehrere Boeing 747, McDonnell Douglas MD 82 und Boeing 737 Maschinen älteren Baujahrs. Mit Stand Dezember 2012 besteht die Flotte der Orient Thai Airlines aus 19 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 24,3 Jahren.

Orient Thai Flieger

Von und nach Bangkok/Don Muang aus wird aktuell innerhalb Thailands nur nach Chiang Mai und Phuket geflogen. 20 kg Freigepäck, freie Sitzwahl, Snacks und Getränke, freie Kreditkartenzahlung und freies Golfgepäck sind für eine Low Cost Airline bemerkenswert. Internationale Flüge werden ab dem Flughafen Bangkok Suvarnabhumi (BKK) nach Hongkong durchgeführt, auch ist Orient Thai Airlines im Charterverkehr tätig.

Fazit: Wer keinen Anschlussflug oder Termin hat, oder mit einer Billigairline von Don Muang Bangkok weiterfliegt, kann so fliegen. Diese Airlines sind sogenannte "Point to Point" Carrier. Wer aber z.B. von Phuket kommend gleich weiter nach Berlin will, sollte entweder einen großen Zeitpuffer einbauen oder besser mit THAI oder Bangkok Airways fliegen. Sonst kann der Billigflug richtig teuer werden. Denn wenn der Langstreckenflug weg ist und man ein neues one way Ticket kaufen muss - diese Kosten übernimmt niemand! Bernd Kamjunke

Benefiz für Jonny:

Tina war überwältigt von der Anteilnahme

Tina K. engagiert sich seit dem Tod ihres Bruders Jonny K. gegen Gewalt und für mehr Toleranz. Das Benefiz-Konzert vom 7. April war als Geburtstagsparty für Jonny angekündigt, mit allem, was dazu gehört. Trotz des ernsten Hintergrundes dürften gute Laune, Luftballons, eine Torte und Kerzen nicht fehlen. Und so war die Stimmung zwar ausgelassen, doch es war auch ein gewisser Ernst zu spüren, ein Bewusstsein für den Anlass des Konzerts. Mehr als 1.300 Zuschauer waren gekommen, um den Verein "I Am Jonny" zu unterstützen.

Berliner Künstler wie Glasperlenspiel und Seeed standen auf der Bühne. Die Blue Man Group begeisterte nicht nur mit ihrer Bühnenshow, einer aufregenden Mischung aus Musik, Performance und Schauspiel, sondern brachte auch eine ganz besondere Überraschung für die Organisatorin mit: Einen Scheck über 10.000 Euro. Alle Musiker und Künstler verzichteten auf ihre Gagen. Mit einer Tombola wurden Spenden gesammelt. Der gesamte Erlös des Konzerts geht an den Verein "I Am Jonny", der sich mit Jugendprojekten gegen Gewalt in Berlin engagiert. Unter den Gästen waren auch Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) als Schirmherr des Abends sowie die Eltern des Getöteten und viele andere. Es war ein Konzert der besonderen Art - es ging unter die Haut - jeder Gast bekam eine Einkaufstasche sowie ein T-Shirt mit dem I Am Jonny Logo.

Tinas Worte: "Ich bin überwältigt von der Anteilnahme und möchte Euch allen für die Hilfe und Unterstützung danken!" Meiner einer hat Tina und die Familie bei den ganzen Vorbereitungen fürs Konzert kennengelernt, und ich muss sagen: es ist unglaublich, was Tina leistet, auch ihr ein großes Dankeschön für ihr Engagement. Peter Phetkhieo

Songkran im Wat Buddhavihara

Am 14. April feierte der Wat Buddhavihara sein Songkran bei bestem Wetter auf dem neuen Gelände in Berlin Pankow. Zahlreiche Thais und auch viele andere Leute erschienen schon am frühen Vormittag, um an den Gebeten und all den Zeremonien teilzunehmen. Um 11:00 Uhr wurden allerlei Speisen an die Mönche übergeben. Tanzgruppen und musikalische Darbietungen ergänzten das Fest. Für alle Gäste gab es auf dem Gelände reichlich Speisen und Getränke sowie hier und da einige Stände mit Waren und Souvenirs aus Thailand. Es ist immer wieder ein Augenschmaus, wenn man das bunte Treiben sieht. Auf dem neuen Gelände des Wats sieht vieles noch provisorisch aus. Manches ist nach vielen Jahren des Lehrstands auch kaputt. Da muss also noch viel gebaut werden. Aber das wird schon mit der Zeit.

Ich habe diesen Tag übrigens auch dazu genutzt, um zwei engagierte Leute (Tina K. von "I Am Jonny" & Oliver von TAO Berlin) miteinander bekannt zu machen, denn beide verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie sind gegen Gewalt!

Songkran (in Thai: Wan Songkran) ist das traditionelle Neujahrsfest nach dem thailändischen Mondkalender. Den Begriff Songkran kann man wie folgt übersetzen: Übergang oder Voranschreiten und bezeichnet das Eintreten der Sonne in ein neues Tierzeichen. In diesen Tagen wird dem Vergangenen gedacht und das Neue gefeiert. Wohl das Wichtigste an diesem Fest ist die Respektbekundung gegenüber den älteren Menschen; die Jüngeren machen Geschenke, um ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, und im Gegenzug geben die Älteren ihnen dafür ihren Segen und wünschen Erfolg und Glück! Peter Phetkhieo

RA Bümlein informiert:

Deutsche Rente für Thais wegen Kindererziehung

Prinzipiell bekommt man von der Deutschen Rentenversicherung nur Rente, wenn man selbst entsprechende Beiträge eingezahlt hat. Eine Ausnahme kann aber zum Beispiel die Zuteilung von Rentenpunkten nach einer Ehescheidung oder aber die Anerkennung von Kindererziehungszeiten sein. Voraussetzung für Letzteres ist, dass man das Kind in Deutschland erzieht und mit ihm gemeinsam hier lebt und selbst noch keine Alters- oder Beamtenversorgung bezieht. Leibliche Eltern sind ebenso berechtigt wie Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern, unter Umständen auch Großeltern oder andere Verwandte. Bei Lebenspartnern gibt es weitere Besonderheiten. Außerdem muss man als Ausländer einen sog. zukunftsoffenen Titel besitzen, also ein dauerhaftes Bleiberecht.

Die Rentenbeiträge werden dann vom Staat bezahlt. Für Kinder, welche vor 1992 geboren wurde, 12 Monate lang, für Kinder ab 1992 sogar 36 Monate. Dies kann später pro Kind die Rente um 24 EUR (Geburten vor 1992) bis zu 84 EUR (Geburten nach 1992) pro Monat erhöhen. Für 4 Kinder gibt es so z.B. bis zu 330 EUR mehr Monatsrente.

Voraussetzung ist allerdings, dass man insgesamt 60 Beitragsmonate in der Deutschen Rentenversicherung hat. Das heißt, bei 2 Kindern hat man bereits einen Anspruch auf diese höhere Rente, da ja 72 Beitragsmonate vom Staat gezahlt werden. Wer nur ein Kind und keine weiteren Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, zum Beispiel, weil er sich als Selbständiger privat rentenversichert hat, kann bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Renteneintrittsalter freiwillig Beiträge nachzahlen, um an die Rente wegen Kindererziehungszeiten zu gelangen. Die monatlichen freiwilligen Beiträge liegen 2013 zwischen 85,05 EUR und 1096,20 EUR, den Betrag kann man selbst bestimmen. Mit diesen sichert man sich nicht nur seinen Rentenanspruch auf Kindererziehungszeiten, sondern auch eine höhere Rente.

Diese Rente kann dann auch ins Ausland gezahlt werden, wenn man im Rentenalter z.B. nach Thailand verzieht. Für die Rente aus Kindererziehungszeiten wird allerdings ein Abschlag von 30% berechnet, ebenso wie für eine selbst verdiente Rente. Ohne Abschlag gezahlt werden nämlich nur Halbwaisen- und Witwenrenten, wenn diese vom deutschen oder aus einem EU-Land stammenden Ehemann erwirtschaftet wurde.
Nicole Beier, Fachanwältin für Sozialrecht.

Für weitere Fragen zum Thema stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Bümlein Rechtsanwaltskanzlei, Kurfürstendamm 157, 10709 Berlin
Telefon: 030 - 88 71 18-0
Durchwahl für Thailänder: 030 - 88 71 18-113

Thailands Katastrophen

Teil 3 - Technische Unglücke, Stürme

Beschäftigten sich die vorangegangenen Teile unseres Artikels mit spektakulären Unglücken aus dem Verkehrswesen, so werden wir uns im folgenden Teil dieses Artikels mit Unfällen aus dem technischen Bereich beschäftigen, seien es Feuer, Hauseinstürze oder ähnliche Ereignisse. Auch hierbei handelt es sich um Katastrophen, bei denen zumeist viele Menschen ihr Leben verlieren.

Technische Unglücke

09.09.1954 Bei einem sechsstündigen Großfeuer im Talat Ban Pong im Ort Ban Pong, Changwat Ratchaburi, werden 1.000 Häuser zerstört, es entsteht ein Schaden von 100 Millionen THB, es werden 5 Menschen getötet.

20.04.1971 Das Imperial Hotel in der Wireless Road 6-10 in Ploenchit, Bangkok, brannte völlig aus, vermutlich durch die Unachtsamkeit eines Koches, der beim Kochen eingeschlafen war, worauf die Küche Feuer fing und das Großfeuer sich über das gesamte Hotel ausbreitete, es waren 24 Tote zu beklagen.

16.11.1980 Bei einer Serie von Explosionen in einer Antiraketenfabrik des Militärs in Bang Sue, Bangkok, werden 24 Personen getötet.

30.07.1984 Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung mit Verteilung von freiem Reis in Thon Buri kommt es bei der Öffnung der Tore zu einer Massenpanik, es werden Dutzende von Leuten niedergetrampelt. Insbesondere Kinder sterben bei dieser "Stampede", 19 Personen überleben diese Veranstaltung nicht.

05.08.1985 Im Gefängnis von Ban Khwang, Changwat Nonthaburi, kommt es zu einer Gefangenenrevolte. Das Gefängnis wird von der Polizei gestürmt, es gibt 10 Tote.

01.01.1988 Bei einem Großfeuer im First Hotel, Thanon Phetburi 2 in Bangkok, werden 13 Menschen getötet. Das Feuer war vermutlich nach einem Neujahrsfeuerwerk entstanden.

02.03.1991 Im Hafen Klong Toey von Bangkok entwickelt sich ein Großbrand, der noch in 30 km Entfernung gesehen werden kann, 5 Personen finden den Tod.

10.05.1993 An diesem Tag kommt es zu dem schlimmsten Industriefeuer, nicht nur in der Geschichte Thailands sondern der ganzen Welt, in der jüngeren Geschichte. Das sogenannte "Kader Spielzeugfabrik-Feuer" brach in der Fabrik im Amphoe Sam Phran im Changwat Nakhon Pathom aus. In dieser, dem thailändischen Unternehmen Charoen Pokphand (CP) gehörenden Fabrik wurden die sogenannten Cabbage Patch Dolls für so bekannte Unternehmen wie Disney und Mattel hergestellt, also hauptsächlich für den US-amerikanischen Markt. Das Großfeuer entwickelte sich aus einem relativ kleinen Feuer im 1. Stock des Gebäudes Nr. 1 des Fabrikgeländes. Das gesamte Gebäude war schlecht gebaut und konstruiert, es gab keine Feuerausgänge, und die Eingangstüren waren verriegelt, der Stahl der Träger war von minderer Qualität. Das um 16:00 Ortszeit ausgebrochene Feuer war zuerst klein, und man glaubte, es unter Kontrolle zu bekommen, deswegen wurde weder das Gebäude geräumt noch Feueralarm ausgelöst! Das Feuer geriet jedoch vollkommen ausser Kontrolle, und die im Gebäude befindlichen Arbeiterinnen, zumeist junge Frauen aus dem Isaan, konnten das Gebäude nicht mehr verlassen. Als die Feuerwehr um 16:40 eintraf kollabierte das Gebäude gerade, die Zahl der Getöteten war mit 188 gigantisch, mehr als 500 Personen wurden ernsthaft verletzt. Der neuseeländische Sänger Don Mc Glashan veröffentlichte im Jahr 2006 auf seinem Soloalbum Warm Hand das Lied Toy Factory Fire, das an das Feuer erinnert. Das Buch: Industrial Inferno The story of the Thai Toy Factory Fire, Peter Symonds, Labour Press Books, London, 1997 ist eine gute Quelle für das Feuer und seine Geschichte. Schlussfolgerungen aus dem Feuer können dem Buch: Globalization and Regulatory Character: Regulatory Reform after the Kader Factory Fire, Fiona Hines, Ashgate Publishing, 2005 entnommen werden.

13.08.1993 Nur wenige Monate nach dem Kader-Großfeuer kommt es in Thailand erneut zu einem Desaster ungeheuren Ausmaßes. Um 10:10 Ortszeit stürzt das damals luxuriöseste Hotel von Nakhon Ratchasima, das Royal Plaza in der Thanon Chomsurangyart, total ein. Das sechsstöckige Gebäude war im Jahr 1987 unerlaubterweise um drei Etagen aufgestockt worden, nachdem es 1984 nur dreistöckig erbaut worden war. Durch diese unzulässige Aufstockung konnte die Struktur des Gebäudes, die nur für eine Last von 83 Tonnen gedacht war, die tatsächlichen 200 Tonnen nicht mehr tragen und kollabierte. Beim Eisturz kamen 127 Personen zu Tode, 227 Menschen wurden schwer verletzt.

04.11.1995 Durch ein Feuer im Siam Center in Bangkok werden 4 Personen getötet.

22.11.1995 Erneut kommt es zu einem Feuer in Bangkok, im Central Department Store in Chidlom finden 4 Personen den Tod.

11.07.1997 Um 10:20 Ortszeit explodiert ein Gasbehälter im Coffeeshop des Royal Jomtien Resort Hotel (heute Jomtien Palm Beach Resort, 408 Moo 12 Jomtien Beach Road) in Pattaya, das Feuer breitet sich sehr schnell über das gesamte Hotel aus, 81 Menschen verlieren ihr Leben (siehe: FARANG Heft 03/1997 S. 17 Post aus Pattaya Inferno über Jomtien - mehr als 90 Tote).

09.11.2005 An der Rama IV. Road in Pathumwan, Bangkok, stürzt ein fünfstöckiges Gebäude ein, es gibt 4 Tote.

01.01.2009 In dem populären Santika Nachtclub (235/11 Soi Sukhumvit 63 [Ekkamai] Thanon Sukhumvit, Khlong Ton Nuea, Khet Watthana, Bangkok) bricht um 00:35 ein Feuer aus, das sich sehr schnell zu einem Großfeuer ausweitet. Es war der letzte Abend des großen Nachtclubs, der zum 01.01. geschlossen werden sollte. Die Ursachen des Feuers sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Es gibt die Theorie, daß illegal in den Club gebrachte Feuerwerkskörper die Decke des Clubs entzündet hätten und das dadurch entstandene Feuer dann auf den gesamten Club übergegriffen hätte. Auch eine andere Theorie, daß das Feuer durch einen elektrischen Kurzschluss ausgelöst wurde, erscheint durchaus als glaubhaft. Die 66 Opfer dieses Feuers wurden zumeist durch Rauchvergiftungen, Verbrennungen oder durch Niedertrampeln im Zuge einer panischen Flucht der 1.000 Besucher des Clubs getötet.

Nachdem wir etwas über technische Katastrophen in Thailand erfahren haben, werden wir uns im folgenden Kapitel mit den Naturkatastrophen in Thailand beschäftigen, auch hier hat das Land leider einiges zu bieten.

Stürme und Überschwemmungen

27.10.1962 Der tropische Sturm Harriet (Nr. 78 W in der internationalen Klassifikation und Nr. 6225 in der JMA [Japan Meteorological Agency]-Klassifikation) war der erste Sturm, der Teile von Thailand verwüstete. Er traf am 25.10. auf die Laem Thalumphuk-Halbinsel im Changwat Nakhon Si Thammarat bei Pak Phanang, drehte dann nach Nordwesten über der Malaiischen Halbinsel und erneut nach Nordosten. Durch den Sturm und die Überschwemmungen im Zuge des Sturmes wurden besonders in den Provinzen Nakhon Si Thammarat und Surat Thani 672 Personen getötet, und über 10.000 Bewohner wurden obdachlos.

24.09.1964 Der tropische Sturm Tilda (Nr. 23 W in der internationalen Klassifikation) trifft mit heftigen Regenfällen von 143 mm in 24 Stunden auf die Provinzen Chaiyaphum, Phetchabun und Roi Et, es gibt keine Berichte über Tote.

04.09.1966 Nach Starkregenfällen in der Provinz Nong Khai kommt es zu Überschwemmungen, die insgesamt 30 Tote fordern. Am Pegel von Vientiane in Laos erreichte der Mekong den Rekordstand von 12.69 m, der vorherige Höchststand datierte aus 1924 mit 12.66 m. Erst im 2008 sollte der Höchststand des Mekong nochmals um einen Meter übertroffen werden (13.68 m bei Vientiane).

27.08.1970 Der tropische Sturm Ruth richtet Verwüstungen in mehr als 19 Provinzen an, am stärksten betroffen sind die Provinzen Phetchabun, Phrae und Uttaradit, es gibt über 100 Tote.

11.01.1975 Im Süden Thailands gibt es schwere Überschwemmungen von Chumphon bis Yala, die schwersten Verwüstungen gibt es in den Provinzen Nakhon Si Thammarat und Surat Thani, 166 Tote.

01.10.1978 Tropische Stürme richten Verwüstungen in den nördlichen und nordöstlichen Provinzen an, der Pegel des Maenam Chao Phraya liegt in Bangkok 1.93 m über dem Normalpegel. Berichte über Todesopfer gibt es nicht.

08.10.1983 Der tropische Sturm Herbert richtet in 42 Provinzen in Nord-, Nordost- und Zentralthailand in 42 Provinzen schwere Verwüstungen an, es entsteht ein Schaden von 625 Millionen THB, 49 Tote sind zu beklagen.

19.10.1983 Der tropische Sturm Kim verursacht als zweiter Sturm im gleichen Monat weitere Schäden im Land, in Bangkok steht der Maenam Chao Phraya 2.0 m über dem Normalpegel, es gibt zum Glück keine Toten.

18.09.1988 Durch schwere Regenfälle werden 1.488 Dörfer in 53 Provinzen in Mitleidenschaft gezogen, der Schwerpunkt liegt in den Provinzen Phayao, Rayong und Uthai Thani.

20.11.1988 In den Südprovinzen Chumphon, Nakhon Si Thammarat, Narathiwat, Pattani, Phattalung, Song Khla, Surat Thani und Yala werden durch Landrutsche im Gefolge von Starkregenfällen sehr viele Dörfer total zerstört. Ebenfalls sind starke Überschwemmungen zu erwähnen, hier ist besonders die Stadt Hat Yai betroffen: über 350 Tote.

01.11.1989 Am 1. November hatte sich über dem Golf von Thailand der Taifun Gay (internat. Bezeichnung: 8929, JTWC-Bezeichnung: 32 W) gebildet, der dann weiter nach Westen in Richtung auf das thailändische Festland zog. Der Taifun war der einzige Taifun, der mit Taifungeschwindigkeit (193 km/h) auf das Festland traf. Er war sehr klein, richtete aber im Gebiet zwischen Bang Saphan Noi in der Provinz Prachuap Khiri Khan im Norden und den Amphoes Tha Sae und Pathiu in der Provinz Chumphon sehr schwere Verwüstungen an, 592 Tote!

08.10.1990 Der tropische Sturm Ira richtet in Nord- und Nordostthailand durch starke Regenfälle schwere Verwüstungen an, mindestens 24 Tote.

17.10.1990 Durch den tropischen Sturm Lola wird erneut Nord- und Nordostthailand mit schweren Regenfällen überzogen (800 mm), manche Landstriche stehen 1.8 m unter Wasser, 16 Tote.

25.07.1991 Schwere Überschwemmungen suchen die Provinz Satun heim, ein Mensch verliert sein Leben.

18.08.1991 Der Taifun Fred richtet Verwüstungen in den Provinzen Mukdahan, Nakhon Phanom, Nong Khai, Sakhon Nakhon und Udon Thani, Berichte über Tote sind nicht bekannt.

05.09.1991 In Mae Salui, Changwat Chiang Rai, gibt es nach schwerem Regen verbunden mit Erdrutschen 16 Tote.

28.10.1992 Der Taifun Angela wütet in den Provinzen Chumphon, Nakhon Si Thammarat und Surat Thani, 49 Menschenleben sind zu vermelden.

15.11.1992 Der tropische Sturm Forrest wütet in den Südprovinzen, 3 Tote.

27.11.1993 Bei starken Überschwemmungen in den Provinzen Nakhon Si Thammarat, Song Khla und Surat Thani verlieren 11 Menschen ihr Leben.

16.12.1993 Taifun Manny trifft auf die Malaiische Halbinsel und richtet Schäden in den Provinzen Nakhon Si Thammarat und Phattalung an, zum Glück sind keine Menschenleben zu beklagen.

28.07.1994 Der tropische Sturm Amy hinterlässt in den Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Kanchanaburi, Lampang, Mae Hong Son, Nan, Phayao, Phrae und Tak 32.000 Obdachlose und 9 Tote.

25.08.1994 Der tropische Sturm Harry wütet über den Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Kanchanaburi, Phayao und Phitsanulok, durch den Sturm und nachfolgende Überschwemmungen des Mae Ping kommen 10 Menschen ums Leben.

01.08.1995 Heftige Regenfälle mit Überschwemmungen kosten in den Provinzen Phayao, Phichit + Phitsanulok insgesamt 260 Leben, von den Überschwemmungen sind besonders die Flüsse Maenam Chao Phraya + Nan betroffen.

03.10.1996 Starker Regen und darauf folgende Überschwemmungen, besonders durch den Maenam Chao Phraya verursacht, fordern vor allem in der Provinz Kanchanaburi und Bangkok 60 Tote.

19.08.1997 Durch Überschwemmungen des Mekong wird die Provinz Nong Khai in Mitleidenschaft gezogen, 46 Menschen verlieren ihr Leben. Im gleichen Zeitraum gibt es ebenfalls starke Überschwemmungen in den Provinzen Chumphon, Krabi, Phang Nga, Phuket, Ranong, Satun und Surat Thani, 46 Tote.

25.10.1999 Überschwemmungen suchen die Provinzen Kanchanaburi, Lop Buri, Nakhon Sawan, Phetchaburi, Phichit, Phuket, Prachuap Khiri Khan, Ratchaburi und Satun heim, es gibt Tote, insbesondere weil der Maenam Chao Phraya weit über seine Ufer trat.

04.12.1999 Bei Überschwemmungen in den Provinzen Chumphon, Narathiwat, Pattani, Song Khla, Yala gibt es 5 Tote.

11.07.2000 Der Mekong verursacht schwere Überschwemmungen in der Provinz Udon Thani, es gibt Tote.

22.08.2000 Der tropische Sturm Kaemi verursacht Schäden in den Provinzen Buri Ram, Nakhon Ratchasima, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani, es gibt Tote. Dr. Volker Wangemann

Mechai: Die Mister Kondom-Story

Der ganz sicher interessanteste Politiker Thailands

Mechai Viravaidya, wer ist das, werden sich viele Leser fragen, doch stellt man die gleiche Frage jemand in Thailand, so wird man die Antwort bekommen, dass Mechai, wie er nur kurz genannt wird, eine der bekanntesten Personen Thailands ist. Warum dies so ist, soll in diesem dargestellt werden, zumal der Begriff "Mechai" ein gängiges Synonym für einen wichtigen Gebrauchsgegenstand ist:

Seine Herkunft

Mechai Viravaidya wurde am 17. Januar 1941 in Bangkok als zweites von vier Kindern geboren. Seine Eltern waren Dr. Isabella Mac Kinnon Robertson, in Schottland aufgewachsen, jedoch in Irland geboren, und Dr. Samak Viravaidya. Sie hatten sich in Edinburgh kennengelernt, wo Dr. Viravadya, der ein Sohn von Phraya Damrong Paetayakhun war, der wiederum der Arzt der Gattin von König Vajiravudh war, studierte. Er hatte durch seinen Vater uneingeschränkten Zugang zum Hof des Königs und erhielt aufgrund seiner guten schulischen Leistungen ein Stipendium des Königs, welches ihn dann zum Studium nach Edinburgh brachte, wo er dann auch seine spätere Frau Dr. Robertson kennenlernte.

Von den vier gemeinsamen Kindern sind immerhin drei bekannte Persönlichkeiten: sein Bruder Sunya ist der Gründer des Pattaya International Hospital und seine Schwester Sumalee war eine bekannte Journalistin in Bangkok.

Nach der Beendigung des Studiums der Eltern zogen diese nach Thailand, wo Mechai auch geboren wurde. Dank seiner Eltern wuchs er zweisprachig auf und konnte somit Thai und Englisch fliessend sprechen. Er besuchte zuerst die Wattana Wittaya Academy (67 Soi 19, Thanon Sukhumvit, Khlong Toei Nuea, Wattana, Bangkok), an sich ursprünglich im Jahr 1878 unter dem Namen Kullasatri Wanglang als reine Mädchenschule gegründet, die jedoch zu Zeiten von Mechai auch schon Jungen aufnahm. Mit Erreichen des Grades Eins der Ausbildung wechselte Mechai auf das Bangkok Christian College (35 Thanon Pramuan, Silom, Bangruk, Bangkok), die im Jahr 1852 gegründete Schule war die älteste Schule Thailands. Auf ihr verbrachte er zwei Jahre, um dann auf die Schule seines Vaters, das Vajiravudh College (197 Thanon Rajvithi, Dusit, Bangkok), ursprünglich als Royal Pages College (in Thai: Mahad Lek Luang) gegründet, zu wechseln.

In seinem 12. Lebensjahr besuchte Mechai eine Sprachschule, um sein Englisch noch weiter zu verbessern, da nunmehr eine Schulausbildung im Ausland anstand. Im Alter von 13 Jahren verliess Mechai Bangkok, um seine Ausbildung auf der Geelong Grammar School in der australischen Provinz Victoria fortzusetzen. Hier verblieb er sechs Jahre. Er sollte eigentlich, nach dem Vorbild seiner Eltern bzw. seines Großvaters, auch Doktor der Medizin werden, kam jedoch von diesem Gedanken ab, als er einmal seinem Vater bei einem Besuch in seiner Heimat bei einer Operation zusehen durfte, und merkte, dass die Medizin überhaupt nicht sein Interesse war. Seine Vorliebe galt der Geschichte und den Wirtschaftswissenschaften, und so wechselte er auf die University of Melbourne, wo er Logik, Ethik, Jura, Internationales Recht, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftswissenschaft und Geschichte studierte. Nach erfolgreichem Abschluss an der Universität und nachdem er insgesamt 11 Jahre in Australien verbracht hatte, kehrte Mechai 1965 nach Thailand zurück.

Zurück in Thailand

In Thailand zurückgekehrt, boten sich ihm, dank seiner fundierten Ausbildung, sehr gute Berufschancen. Er hätte im Staatsdienst arbeiten können, aber auch ein Job in der Privatwirtschaft war lukrativ. Dennoch entschied er sich, nachdem er den Generaldirektor des NESDB (National Economic and Social Development Board) kennengelernt hatte, für eine Tätigkeit in dieser Organisation, weil sie seinen vorhandenen Interessen weitgehend entsprach. Er bereiste das Land und lernte die Probleme des Landes in den Sechziger Jahren, schlechte Strassen, mangelhafte Stromversorgung, kaputte oder nicht vorhandene Flussdämme und andere Misshelligkeiten, hautnah kennen. Mechai wurde sehr schnell zum Leiter der Development Evaluation Division ernannt. Seine ungeschminkten Beobachtungen, wie schlecht damals die Regierung die armen Bauern behandelte und ihre Probleme ignorierte, publizierte er regelmässig in seinen Reports an die Regierung, sie fanden jedoch absolut keinen Widerhall bei den Verantwortlichen.

Probleme des Landes

So erkannte Mechai schon sehr früh die zunehmenden Probleme mit der durch die vorhandenen U.S.-Basen entstandene Prostitution thailändischer Mädchen und Frauen, die Probleme durch uneheliche Kinder aus diesen Beziehungen und die zunehmende Verelendung weiter Teile der Bauernschaft. In 1968 überzeugte Mechai den Generalsekretär der NESDB, einen "Report an die Nation" und "Wie die Entwicklung läuft" als Beilage in "The World", der führenden Zeitschrift Thailands in Englisch, zu veröffentlichen. Der Redakteur der Zeitung lud Mechai ein, eine wöchentliche Kolumne über die Probleme des Landes zu schreiben, und mit Billigung des Generalsekretärs der NESDB erschien diese Kolumne unter dem Pseudonym GNP. Seine Kolumnen wurden sehr schnell bekannt, und schon bald erhielt er eine eigene nächtliche Radiosendung in einem englischsprachigen Programm, wo er unter dem Namen Nicola (angelehnt an den italienischen Tennisspieler Nicola Pietrangeli) auftrat, um seine wahre Identität zu verschleiern, da er schwerwiegende Probleme des Landes ansprach und daher sehr schnell in Konflikt mit den Regierenden geriet.

Der nächste Schritt in seiner beruflichen Karriere war der Auftritt als Kobori in der über 6 Monate zweimal wöchentlich ausgestrahlten Fernsehserie "Khu Kam" oder "Das dem Schicksal verfallene Paar", in der es um die Beziehung eines japanischen Mannes, Kobori, zu einer thailändischen Frau ging. Diese Serie lief über ein halbes Jahr, und der Lohn von 50.000 THB pro Folge wurde von Mechai für die Erstellung eines Wörterbuches für Englisch an der Thammasat Universität gespendet, wo er Englisch lehrte.

Bei der Beerdigung seines Schwagers traf er eine alte Freundin aus Kindheitstagen, Mom Rajawongse Putrie Kritakara, wieder, die eine Cousine von König Bhumibol war. Deren Vater war Diplomat, und sie hatte ebenfalls lange im Ausland gelebt und in den U.S.A. die Schule und das College besucht und lehrte zu dieser Zeit an der Universität von Khon Kaen. Am 22.01.1971 heirateten sie, und im April 1976 wurde die gemeinsame Tochter Sujima geboren. Als für August 1971 Nachwahlen in Bangkok anstanden, bewarb er sich als unabhängiger Kandidat, unterlag jedoch und wurde nur Zweiter.

Nach der Beendigung der Tätigkeit bei der NESDB wurde Mechai Seniorwirtschaftsberater bei der ECOCEN (Economic Cooperation Center for the Asia and Pacific Region) und bei der Thai Military Bank. Die Tätigkeit bei der Bank endete jedoch abrupt, als er der Bank riet in Häuserbau für Arme zu investieren, diese dies jedoch mangels ausreichender Renditeaussichten ablehnte. Frustriert über diese gegen die Armen Thailands gerichtete Entscheidung gab Mechai seine Beratertätigkeit bei der Bank auf. Kurz danach deckte Mechai mit Hilfe seines alten Freundes Kukrit Pramoj, zu jener Zeit der Eigentümer der angriffslustigen Zeitung "Sayam Rat", bekannter Schreiber und einflussreicher Intellektueller einen Skandal über den neu zu bauenden Flughafen mit dem Namen Nong Ngu Hao (der spätere Flughafen Suvarnabhumi!) auf, als er nachwies, dass die Firma Northrop Cooperation den Generalauftrag zum Neubau ohne öffentliche Ausschreibung bekommen hatte. Dies verursachte einen Riesenskandal im Parlament, Northrop verlor den Auftrag.

Empfängnisverhütung

Eines der Probleme, das Mechai während seiner Tätigkeit beim NESDB stark beschäftigt hatte, war der Bevölkerungsanstieg von 3.4% pro Jahr, der von der Regierung komplett negiert wurde. Es war damals üblich, dass Familien sechs bis sieben Kinder hatten! Weniger als ein Viertel der ländlichen Bevölkerung betrieb Empfängnisverhütung. 1970 hatte Mechai, nach konsequenter Missachtung dieses drängenden Problems seitens der Regierung, mit Hilfe seines Freundes Alan Rosenfield vom Population Council of New York eine viertätige Konferenz in Chiang Mai einberufen, in der namhafte Wissenschaftler unter starker Beteiligung der Presse und der Medien über die Bevölkerungsentwicklung und Familienplanung in Thailand diskutierten. Die Presse brachte dann die Angelegenheit unter das Volk, und nur 6 Monate später wurde eine Gesetzesvorlage eingebracht.

Im Jahr 1972 wurde Mechai Berater der PPAT (Planned Parenthood Association of Thailand), die ersten kleinen Erfolge bei der Begrenzung des Bevölkerungswachstums stellten sich ein. Der Anfang war gemacht, aber es lag noch ein langer Weg vor Mechai, denn auf der einen Seite hatten viele ländliche Familien keine Zugang zur medizinischen Versorgung überhaupt und auf der anderen Seite war ein Großteil der Landfrauen, bedingt durch ihren kulturellen Hintergrund, zu schüchtern und unerfahren in der Benutzung von Verhütungsmitteln. In größerem Maßstab wurden die angedachten Verhütungsmassnahmen zuerst bei Frauen aus Bangkoker Slums mit finanzieller Hilfe der IPPF (International Planned Parenthood Federation) durchgeführt. Nach Differenzen mit der PPAT gründete Mechai mit finanzieller Hilfe der IPPF die CBFPS (Community-Based Family-Planning Services). Im ersten Jahr wurde das von ihm entwickelte Programm in 24 ländlichen Distrikten mit jeweils 70 Dörfern durchgeführt.

Der Mister Kondom

Mit Hilfe des Distriktoffiziers wurden alle Dörfer besucht. Es wurde zuerst das Oberhaupt des Dorfes um Hilfe gebeten und mit dessen Hilfe wurden Kandidaten aus den Dörfern ausgesucht, welche die Dorfbewohner in der Familienplanung unterwiesen. Es wurden Verhütungspillen, Kondome und Sterilisationsgeräte mitgebracht und verteilt. Die Verteilung der Kondome geschah nicht kostenfrei, um den Bewohnern der ländlichen Gegenden nicht das Gefühl zu geben, Almosenempfänger zu sein. Die Familienplanung wurde von vertrauenswürdigen Einheimischen überwacht, nicht von anonymen Bürokraten aus Bangkok.

Das CBFBS wuchs rapide an, von den ersten 70 Dörfern südwestlich von Bangkok auf 8.000 Dörfer in 60 Distrikten. Die Kosten waren moderat, sie lagen bei 3.50 US-D pro Teilnehmer. Das Programm dehnte sich pilzartig aus, und Mechai tat alles, um die Geburtenkontrolle zu entmystifizieren. Vor den Initiativen Mechais war das Kondom etwas worüber man nicht sprach, nun war das Kondom in Werbespots im TV und in den Zeitungen zu sehen. Mechai liess Telefonkarten mit Kondomsymbolen drucken, mit Hilfe von hübschen Mädchen wurden Kondome an die Bangkoker Polizei unter dem Motto Cops and Rubber verteilt. Kondome wurden mehr und mehr zum Allgemeingut der Bevölkerung. Mechai tourte durch das Land, machte öffentliche Auftritte, eröffnete Sex Supermärkte an Bus-Terminals und stellte T-Shirts mit dem Spruch "Sterilisations Universität" her und Bikinis mit dem Spruch "Ein Kondom am Tag erspart den Doktor".

Am Geburtstag des Königs in 1983 wurden bei 1.190 Männern kostenlose Sterilisationen durchgeführt. Die Kinder sangen Lieder mit dem Titel "Zu viele Kinder machen Dich arm". Und nicht zuletzt wurde das Kondom jetzt unter dem Namen "Mechai" bekannt und ist es heute noch. Eine größere Ehre konnte man dem Kämpfer für die Familienplanung kaum erweisen, als einen täglichen Gebrauchsgegenstand in der thailändischen Sprache nach ihm zu benennen. Es spiegelt das ungeheure Ansehen wider, das Mechai bis heute in Thailand geniesst.

Mit Hilfe buddhistischer Mönche wurde das Programm ein noch größerer Erfolg, denn Buddha hatte selbst gesagt, daß viele Geburten Leiden verursachen. Die Mönche, aber auch die Lehrer, nach den Mönchen die meist verehrten Personen in einem Dorf, unterstützten das Programm vorbehaltlos. Weitere Anreize gab es in finanzieller Hinsicht. So erhielten Frauen, die lange Zeit nicht schwanger waren, kleine Schweine zur Zucht, um sie mit Gewinn zu verkaufen. Kredite in den Dörfern wurden von der Art der Geburtskontrolle abhängig gemacht: 80 Bonuspunkte für männliche Sterilisation, 40 für weibliche Sterilisation, 10 für die Pille, 5 für die Benutzung von Kondomen.

In den ersten 4 Jahren des Programms wurden 320.000 Männer durch CBFBS in der Geburtskontrolle unterwiesen. Die Programme von Mechai wurden, auch dank seiner guten Beziehungen zu allen Regierungen und weil er sein Programm als Hilfe für die Regierungen anbot, vom Gesundheitsministerium übernommen und dort weitergeführt und ausgebaut. Die Erfolge des Programmes waren überwältigend. So schaffte es Thailand, dass in den frühen Neunziger Jahren die Geburtenrate von 3.4% pro Jahr im Jahr 1968 auf 1.3% gesunken war. Über 70% der thailändischen Familien praktizierten Geburtenkontrolle, 95 von 100 Paaren sagten, dass sie maximal 2 Kinder haben wollten. Nach Aussagen der Weltbank war das von Mechai durchgeführte Programm das erfolgreichste und effektivste Familienplanungsprogramm in der Welt.

Geburtenkontrolle war aber nur ein Element seiner Tätigkeit, denn Mechai hatte bei seinen Besuchen in den Dörfern erkannt, dass die Dorfbewohner auch teilweise ganz massive gesundheitliche Probleme hatten. So verteilten Voluntäre des CBFBS auch Pillen gegen Hakenwürmer und andere Parasiten. Es wurde Hilfe bei der Schweineaufzucht gewährt, und das CBFBS versuchte Produkte der Dörfler auf entfernteren Märkten zu verkaufen und im Gegenzug von den Dörflern benötigte Produkte dort einzukaufen. Es kamen neue Handelsbeziehungen in Gang. Im Jahr 1976 gründete Mechai die PDA (Population and Community Development Association), um das CBFBS zu unterstützen.

Auch die Armee begann nunmehr Mechai zu unterstützen, da man erkannt hatte, dass Mechais Aktivitäten auch gut waren, um kommunistischen Rebellen den Boden zu entziehen. Im Jahr 1978, nach der Invasion Kambodschas durch die Vietnamesen, flohen viele Khmer nach Thailand und wurden dort entlang der Grenze in Flüchtlingslagern untergebracht. Auf Bitten des UNHCR (United Nations High Commisioner for Refugees) übernahm die PDA als größte zivile thailändische Organisation die Betreuung der Flüchtlinge. Zu dieser Zeit wurde Mechai eingeladen, als Professor am Center for Population and Family Health an der New Yorker Columbia University zu lehren. 1982 war PDA mit 600 Mitarbeitern und 17 Feldbüros die größte NGO (Non Government Organisation) in Thailand.

Thema Wasserleitungen

1982 wurde Mechai zum Gouverneur von Thailands Provincial Waterworks Authority gewählt. Er war jetzt Direktor einer Regierungsbehörde. Die Behörde war verantwortlich für alle Wasserleitungssysteme außerhalb Bangkoks und unterstützte und überwachte alle 225 regionalen und kommunalen Wasserbehörden. Mit Hilfe der Weltbank gelang es Mechai, das Wasserleitungssystem in Thailand auszubauen und zu verbessern. Auch gelang es ihm, die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften zu verbessern, da er die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter ernst nahm und sich um sie kümmerte. Innerhalb von 3 Jahren konnte er das Defizit von 6.9 Mio. US-D auf weniger als 1 Million reduzieren, die Wasserbaubehörde war nun ein Vorzeigemodell des Staates.

Obwohl Mechai nun in Staatsdiensten war, und die PDA inzwischen von Tawatchai Tritongyoo geführt wurde, widmete er dennoch einige Stunden seiner Zeit der Arbeit bei der PDA. Die Aufgaben der PDA waren angewachsen, und sie kümmerte sich jetzt auch um Tierwirtschaft, gewerbliche Anbaumethoden, Marketing, Abwassersysteme in den Siedlungen, Heimwirtschaft und Gesundheitswesen. Sie subventionierte die Konstruktion von Tausenden von mit Bambus verstärkten Regenwasserbehältern, förderte die Schaffung von gemeindeeigenen und von diesen unterhaltenen Wäldern in 20 Dörfern, pflanzte Bäume an ländlichen Schulen, Tempeln und Flüchtlingslagern.

Gefördert wurden auch Experimente zur Bienenhaltung und Honigproduktion, 2 Drogenrehabilitationskliniken wurden betrieben, ein Tagesaufenthaltsheim für die Kinder von herumziehenden Bauarbeitern wurde gegründet, ein Beratungszentrum für Vergewaltigungsopfer entstand, Kredite wurden vergeben, insbesondere für Dorffrauen und im Small Farmer Fair Price Programm wurden Getreide und Gemüse von den Dorfbewohnern abgekauft und an Flüchtlinge abgegeben. Die von der PDA benötigten Gelder kamen von Stiftungen, Regierungen und Internationalen Entwicklungsgesellschaften, die von Mechai gebeten wurden, Geld zur Verfügung zu stellen.

1983 erhielt Mechai für seine Aktivitäten Geld von der Japanese Organization of International Cooperation in Family Planning, the United Nations High Commisioner for Refugees, German Agro-Action, Konrad Adenauer Stiftung, Bundesrepublik Deutschland, German Agency for Technical Cooperation (GTZ), Canadian University Services Overseas (CUSO), Internat. Development Research Centre of Canada (IDRC), Canadian International Development Agency (CIDA), International Planned Parenthood Association und der United States Agency for International Development (USAID). 1985-1986 bekleidete Mechai den Posten eines stellv. Industrieministers, und in dieser Zeit erkannte er, dass gerade die Wirtschaft das Geld hätte, um sich stärker auf dem Land zu engagieren. Eines der wichtigsten Projekte der PDA wurde gegründet: die Thai Business Initiative for Rural Development oder auch treffend T-Bird genannt.

Kampf gegen AIDS

Mechai begleitete in diesen Jahren Kronprinz Vajiralongkorn, und seine eigene Ehefrau Putrie war inzwischen Chefin der Personalabteilung von König Bhumibols Privatsekretärsbüro. Von 1986-1988 war er Sprecher der Regierung unter Ministerpräsident Prem Tinsulanonda und daran anschliessend Senator im thailädischen Senat bis zum Militärputsch im Februar 1991. Im Jahr 1984 trat der erste sicher dokumentierte AIDS-Fall in Thailand auf und bis Mitte 1987 waren lediglich 11 Fälle beweissicher erfasst. Mechai kannte die sexuellen Verhaltensweisen seiner Landsleute durch seine Tätigkeit sehr genau und ihm waren auch die enormen Probleme im Bereich der Prostitution bekannt. Im Frühjahr 1987, sehr genau um die sexuellen Praktiken der Thai wissend, die einen hohen Risikofaktor für das Auftreten von AIDS bargen, begann die PDA mit der Aufklärung über AIDS, und im August des Jahres wurde die erste nationale Kampagne gegen AIDS gestartet. Aber in Thailands Regierung wollte niemand die Kampagnen der PDA gegen AIDS unterstützen, da man fürchtete, dass ein Großteil der Touristen dem Land fern bleiben würde, wenn man über so viel AIDS reden würde.

Im Jahr 1988 lehrte Mechai an der Harvard University School of Business und stellte einen Kontakt zu Sheldon Siegel von der Rockefeller Foundation her und wies auf die zunehmende AIDS-Problematik in Thailand hin. Daraufhin stellte die Rockefeller Foundation der PDA 100.000 US-D zum Ausbau der Schulungen zur Verfügung. Bei einer internationalen AIDS-Konferenz im Juni 1989 in Montreal stellte Mechai ganz klar die zunehmende AIDS-Gefahr in Thailand dar, die von der Regierung weiter konsequent geleugnet wurde. AIDS hatte mit infizierten Homosexuellen begonnen, es sprang zu Drogenkonsumenten über, die Drogen intravenös spritzten, von denen bereits im September 1988 43% HIV-positiv waren, davon waren 95% männlich und heterosexuell. Dann sprang die Krankheit auf Frauen über und über infizierte Prostituierte auf nicht Drogen nehmende Männer. Es gab schon HIV-infizierte Babies von drogenfreien Müttern.

Mechai trat erneut an die Regierung heran und wies auf die sich ständig verschärfende Problematik bezüglich AIDS hin. Diese leugnete jedoch alles, und für die von der Regierung kontrollierten TV-Sender galt die Anweisung: keine Neuigkeiten und keine Information über AIDS. Nun trat Mechai an die Armee heran. Die Streitkräfte betrieben 126 eigene Radiostationen und 2 der 5 Fernsehnetze des Landes. In General Chavalit Yongchaiyudh fand Mechai im August 1988 einen Verbündeten. Der Armeeoberbefehlshaber unterstützte sofort Mechai und wies im September an, dass sich sämtliche Armeeangehörige und Zivilbedienstete auf AIDS testen lassen mussten: man fand 260 HIV-positive Soldaten. Langsam fanden sich auch andere Verbündete im Kampf gegen AIDS: zuerst das Ministerium für öffentliche Gesundheit unter Chuan Leekpai, das eine landesweite Kampagne, die von der World Health Organization unterstützt wurde, mit der Verteilung von 43 Millionen Kondomen unterstützte. Der nächste Alliierte war die Stadtverwaltung von Bangkok unter Gouverneur Chamlong Srimuang, die das Thema AIDS in die Lehrpläne der Schulen brachte. Die erhoffte königliche Unterstützung kam durch Prinzessin Chulabhorn, die jüngste Tochter des Königs. Endlich gab es, wahrscheinlich durch das königliche Vorbild, nun auch Unterstützung von der Regierung unter Ministerpräsident Chatichai Choonhavan, der zwar auf der einen Seite ein Nationales AIDS Komitee gründete, aber auf der anderen Seite auf einer Reise durch Europa leugnete, dass AIDS ein Problem für Thailand sei! Mechai hielt jedoch das Thema am Kochen, er organisierte Seminare für Regierungsbeamte, für NGOs und Wirtschaftsleiter. Auch die Presse und die Medien wurden von ihm ständig beim Kampf gegen AIDS eingesetzt. Ende September 1989 sagte ein Offizieller der World Health Organization, dass dieses Land die schnellste Antwort auf das Problem hat, die wir jemals gesehen haben.

Aber die Fakten entwickelten sich weiter schlimm, denn zu diesem Zeitpunkt waren bereits 32 Thais an AIDS gestorben und weitere 25 AIDS-Fälle waren bekannt. 10.000 waren HIV-positiv, und die Zahl wuchs um 700 pro Monat. Die Hälfte der Drogennutzer, die intravenös spritzten, war infiziert und nach Angaben von Chuan Leekpai waren 6% der Prostituierten HIV-positiv. Allerdings ergab eine von der Universität Chiang Mai an 1.000 Prostituierten durchgeführte Untersuchung, dass 44% von ihnen das HIV-Virus in sich trugen. Bis zu diesem Tag waren aber nur 1,5% der Bevölkerung überhaupt auf AIDS getestet worden, 800.000 von damals 55 Millionen.

Der Druck auf die Regierung nahm weiter zu, so erklärte Ende des Jahres 1989 das Council of Social Affairs einen "Krieg gegen AIDS" und forderte das Gesundheitsministerium auf, eine Anti-AIDS Präventions-Strategie im 6. und 7. Nationalen Entwicklungsplan aufzunehmen. Im Parlament wurde endlich ein Anti-AIDS-Gesetz eingebracht.

25.000 Thai HIV-positiv

Ende des Jahres 1990 hielt das Chulabhorn Research Institute einen Internationalen Kongress über AIDS in Bangkok ab, bei dem Mechai mitteilte, dass inzwischen 25.000 Thai HIV-positiv seien und bei der gegenwärtigen Übertragungsrate die Zahl der mit AIDS infizierten Thai im Jahr 2000 bei 2 Millionen liegen würde. Dies wäre ein Verlust von Menschenleben in nicht vertretbarer Höhe und ein wirtschaftlicher Verlust an Produktivkosten von 5 Milliarden US-D. Nach dem Militärputsch von General Suchinda Kraprayoon am 22.02.1991 wurde Mechai Minister im Büro des neuen zivilen Ministerpräsidenten Anand Panyarachun und zuständig für die Informationsbüros der Regierung und für Tourismus. Er war ausserdem der Chef des neu gegründeten Aids Policy and Planning Coordination Bureau, das dem Premierminister direkt unterstellt war. Jede Dienststelle der Regierung wurde jetzt angewiesen, ihre Bediensteten konsequent über AIDS zu informieren. Jede der 488 Radiostationen und der fünf Televisionsstationen wurde aufgefordert, zu jeder vollen Stunde einen 30 Sekunden Info-Spot über AIDS zu senden. Der Kampf gegen AIDS wurde verstärkt. Es wurden jetzt die Schulen, religiöse Institutionen, Medien, NGOs und die Wirtschaft eingeschaltet. Sie sponserten und unterstützten diverse Massnahmen gegen AIDS. Die Bordellbesitzer wurden in die Pflicht genommen und da es hier um sehr viel Geld ging, mussten sie ihre "Mädchen" verpflichten zu 100% mit Kondomen zu arbeiten. Hielt sich ein Bordell nicht an diese Auflagen und es trat ein Fall von AIDS auf, so wurde das Bordell beim ersten Fall für einen Tag geschlossen, beim zweiten Fall für eine Woche, beim dritten Fall für einen Monat und beim vierten Fall für ein Jahr.

Die ersten Erfolge

Während der nur relativ kurzen Zeit als Minister (weniger als 1 Jahr und 6 Monate) stieg der Gebrauch von Kondomen in Bordellen von 10% auf 90%, ein bemerkenswerter Erfolg. Auch Krankheiten wie Gonorrhoe und Syphillis sind im gleichen Zeitraum um 77% gesunken. Am wichtigsten jedoch war, dass die Rate der Infektionen mit AIDS bei Drogenbenutzern und weiblichen Prostituierten stabilisiert und in einigen Provinzen sogar gesenkt werden konnte.

Ein wichtiges und sehr populäres Projekt Mechais blieb bisher unerwähnt, die von ihm im Jahr 1984 gegründete Restaurantkette "Cabbage and Condoms" (Kohl und Kondome). Das erste Restaurant dieser Kette war und ist in Bangkok (Soi 12, Thanon Sukhumvit, 10110 Bangkok). Es propagiert mit seiner originellen und einzigartigen Einrichtung den Gebrauch von Kondomen und wurde sofort ein großer Erfolg in Bangkok. Weitere Restaurants dieser populären Restaurantkette befinden sich in Chiang Rai, Nakhon Ratchasima, District Nangrong in der Provinz Buriram und in Wiang Pa Pao in der Provinz Chiang Rai. Kohl gilt als Aphrodisiakum in der thailändischen Folklore, und der Begriff des Kondoms erklärt sich ja von selbst.

Im Laufe seines Lebens erhielt Mechai viele Auszeichnungen, von denen einige hier genannt seien, so 1981 die United Nations Peace Medal, 1994 den Ramon Magsaysay Award for Public Service, und 1995 wurde er von der Zeitschrift Asia Week zu den 20 bedeutensten Asiaten gezählt, ebenfalls 1995 wurde er Ordensträger des Order of Australia wegen seiner Verdienste um die australisch-thailändischen Beziehungen und seiner Beiträge zur Welt-AIDS-Debatte. 1997 folgte der United Nations Population Award und 2006 wurde er von TIME zu einem von "Asiens Helden" gewählt.

Im Jahr 2004 war Mechai erneut zum Senator gewählt worden und ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt immer noch Vorsitzender der PDA, der größten NGO in Thailand mit 600 Angestellten und 12.000 Voluntären. 2007 erhielten Mechai und die PDA den mit 1 Million US-D dotierten Bill and Melinda Gates Award for Global Health, im Jahr 2008 folgten die Skoll Awardees for Social Entrepreneurship und im Jahr 2009 schliesslich der Prince Mahidol Award for Public Health.

Mechai trägt in Thailand den Ehrennamen "Mr. Kondom", und der Name Mechai ist der populäre Umgangsbegriff für ein Kondom. Er ist nicht nur einer der bekanntesten und populärsten Politiker Thailands. Seine Art und Weise, Probleme anzugehen und konsequent zu lösen, aber auch seine persönliche Integrität in einer Politiker- und Parteienlandschaft, in der Korruption und Bestechlichkeit als Kavaliersdelikt gelten, haben diesem unbestechlichen Mann einen hervorragenden Ruf verschafft. Er hat sehr viel mehr für Thailand getan als manch andere, die dies gerne von sich glaubten. Er hat seinen Ruhm redlich und ehrenhaft durch gute und ehrliche Arbeit erworben und deshalb wird er für immer in den Herzen der Menschen bleiben! Dr. Volker Wangemann

Thai Gastro Report von Klaus Müller

Als ich 14 Jahre alt war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann (alt in meinen Augen) kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in den sieben Jahren gelernt hatte. (Mark Twain)

Vor 40 Jahren gab es in der Nähe vom Adenauerplatz einen Parkplatz, auf dem stand ein originaler Londoner Bus, der als Bar und kleine Disco umgebaut wurde: Der BIG BUS. Da ich damals gerade meine erste Scheidung hinter mir hatte, war es abends ein schöner Anlaufpunkt. Es war die Zeit wo auch S-Bahnwagen zu Kneipen umgebaut wurden. Manche Leute empfinden noch heute U-Bahnfahrten, wie einen Besuch einer Wohnung.

Thailändische Restaurants und Thai-Imbisse sind in Berlin schon immer sehr ungewöhnlich. Man könnte meinen, das Wohnzimmer aus Neukölln oder aus dem alten tiefen Kreuzberg wird als Imbiss umfunktioniert. Der neue Trend, die etwas kalte Bahnhofsatmosphäre, wird immer beliebter. Es ist schon seltsam, dass Restaurants, wenn sie neu eröffnen, in den ersten Monaten mit Güte + Preis glänzen... und dann kommt der Absturz.

Nachdem ich in den letzten Ausgaben des FARANG immer sehr positiv über das Papaya Restaurant in der Kantstrasse geschrieben hatte, ging ich ins Papaya am Winterfeldtplatz. Man könnte doch annehmen , dass die gleiche Atmosphäre dort herrsche. Das, was ich in der Kantstrasse als angenehm empfand, war hier nichtig. Die Bedienung war von uns, obwohl ich mit einer Thaifrau dort war, empfindlich in ihrer Arbeitszeit gestört. Das Restaurant ist irgendwie eine Fehlkonstruktion. In der Mitte von der Tür ein Tisch mit 4 Stühlen. Wenn sich die Tür öffnet, muß man sich an der Tischkante festklammern, da man vom Wind, der herein kommt, weg geweht wird. Die Konsolen an der Wand, die als Tisch dienen sollen, sind hervorragend für eine Currywurst-Bude geeignet, denn mehr als einen Pappteller kann man dort nicht stellen. Nach 5 Minuten Warten verliessen wir das Restaurant. Ohne in den Genuß von Speisen zu kommen. Man merkt doch, dass das Niveau dem Winterfeldt-Platz angepasst war. Eine Spezialgegend für Touries. Wie sage ich des öfteren, man geht manchmal zweimal in ein Restaurant. Das erste Mal und das letzte Mal.

Papaya in Berlin Schöneberg, Winterfeldtstrasse

Um noch einmal auf das Thema U-Bahnwagen zu kommen, empfand ich ähnliches beim Besuch des thailändischen Restaurants Papaya in der Schöneberger Hauptstrasse. Ein Restaurant, das schon 10 Jahre existiert, könnte ja mal für eine besserer Atmosphäre sorgen. Thailand hat zwar viele Tempel, aber alte Städte, so wie es sie in Europa gibt wegen ihrer Abschottung gegen die restliche Welt, sind nicht vorhanden. Aber Landschaften sind trotz Abholzungen noch vorhanden, und es gibt wunderschöne Gegenden.

Es war sehr angenehm von reizenden Bedienungen versorgt zu werden (ganz im Gegenteil zum Papaya am Winterfeldtplatz). Meine Standardente war ein bischen dürftig ausgefallen aber schmackhaft. Die Speise meiner Begleitung war bei ihr auf fruchtbaren Boden gefallen, denn obwohl sie eine gute Köchin ist, gibt es einige Gerichte, die sie nicht kochen kann. Die Preise sind erheblich höher gegenüber dem Papaya Kantstrasse. Beim Preis des Mineralwassers hatte ich wie üblich Tränen im Auge.

Papaya in Berlin Schöneberg, Hauptstrasse 159

Die Papaya Restaurant Gruppe beinhaltet 5 Restaurants. In der Krossener Strasse in Berlin Friedrichhain gibt es Papaya No. 4. Die Gegend ist zwar ein bischen ätzend, aber da es wärmer geworden ist, tobte der Bär auf der Strasse. Das Papaya hatte ich vor längerer Zeit mit Mei (ehemalige Bedienung vom Siam und Chang Noi) besucht. Das war vor ca. 7 Jahren. Das Alter sah man an den Wänden. Nach dem Motto: Hauptsache eine bischen Boheme (wie in Paris), aber für mich machte es einen sehr ungepflegten Eindruck. Dafür waren ein netter Kellner und eine reizende weibliche Bedienung zugegen. Meine Standardente, die ich in den anderen Papayas aß, war zwar ein bischen wenig (was ich auch der Serviererin sagte) aber schmackhaft. Die 2. Speise Gaeng Ped Gai war auch ein wenig dünne, aber da die Speisen gut glutamatisiert waren, hatte man auch nächtens was davon. 1 x 0,4 Ltr. Cola für 3,60 Euro könnte man als nicht unbedingt preiswert bezeichnen. Mineralwasser wie immer total überteuert. Also Getränke möglichst vermeiden. Was sagt uns das: nur noch das Papaya in der Kantstrasse.

Papaya , 10245 Berlin, Krossener Strasse 11

Da ich ein Fan von der thailändischen Gruppe CARABAO bin und schon lange das Thai-Restaurant gleichen Namens aufsuchen wollte ging bzw. fuhr ich in die Hornstrasse nach Kreuzberg. In der Nähe des Kreuzberger Rathauses in einer Seitenstrasse fand ich das Restaurant. Etwas urtümlich in der Einrichtung, aber gästemäßig angepasst. Ich dachte ich bin in einer Kulisse von RTL-TV. Und zwar die volkstümlichen Sendungen, die vor Niveau strotzen. Statt der sonst von mir angepriesenen netten und hübschen Thailänderinnen als Bedienung, war ein männliches Wesen vorhanden. Das als schmackhaft angepriesene Essen war bei meinem Entenessen ein bischen schmal ausgefallen. Die Speise meiner Begleitung war für sie zwar reichlich, aber sie aß es. Getränke wie immer überhöht.

CARABAO , Berlin Kreuzberg, Hornstrasse 4

Bangkok, Malediven und Berlin

Das Ende unserer Reise (Teil 6)

Wir sind wieder in Deutschland. Lisa bleibt noch bis Ende April in Südostasien. In Vietnam machte sie eine zweitägige Schiffsfahrt durch die Halong-Bay und besuchte mehrere Städte. Weil es aber sehr kalt war, kam sie bald zurück nach Thailand um weitere Tage auf der Insel Koh Phayam zu verbringen. Jetzt ist sie in Laos unterwegs. Für uns hieß es im März Abschied zu nehmen. Wir wollten Ostern im "frühlingshaften Deutschland" unser Kanucamp Altfriesack eröffnen.

Mittlerweile hatte ich unseren Rückflug gebucht. Tochter Wiu sollte dieses Mal für immer mit. Mutter und Kind gehören nun mal zusammen. Für eine Einreise benötigte auch sie ein Visum. Das war mal wieder so ein K(r)ampf mit den Behörden: Ein Visum beantragt und bekommt man bei der zuständigen Botschaft. Diese fragt bei der Ausländerbehörde in Deutschland nach, ob der Einladende, also ich, in der Lage ist, für den Lebensunterhalt des Kindes zu sorgen. Da ich die Wintermonate in Südostasien verbringe, also nicht vor Ort wäre, reichte ich die dafür notwendigen Unterlagen vor meiner Abreise ein. Die Sachbearbeiterin prüfte alles und befand es für ausreichend. In der Deutschen Botschaft Bangkok stellten wir dann den Antrag. Solch eine Bearbeitung dauert normalerweise 6 bis 8 Wochen. Als nach 9 Wochen noch keine Antwort da war, fragte ich nach. Ärgerlich war, dass ich den Rückflug nicht buchen konnte. Täglich stiegen die Preise der Flugtickets. Von der Botschaft erfuhr ich, dass aus Deutschland noch kein Schreiben vorlag. Daraufhin erkundigte ich mich dort. Man sagte mir, dass der Antrag zur Bearbeitung an das Sozialamt weitergeleitet wurde. Ich war verwundert was ich mit Hartz 4 abzumachen hätte, fragte aber dort nach. Die verlangten von mir ausgefüllte unterschriebene Hartz-4-Antrags-Formulare. Netterweise wurden diese per Email gesendet. Wie ein Sozialhilfe-Antragsteller musste ich mein gesamtes Hab und Gut offenlegen. Aber egal. Was tut man nicht alles aus Liebe? Es dauerte wieder einige Wochen bis eine Antwort kam. Ergebnis: Dem Antrag wurde nicht stattgegeben. Der Lebensunterhalt für die Tochter wäre nicht gewährleistet.

Das war doch wohl klar: Bislang arbeitete ich nur im Sommer in Deutschland. Im Winter lebte ich in Thailand. Wie kann ich in sechs Monaten soviel Geld verdienen, dass es für drei Personen ein ganzes Jahr im teuren Deutschland reicht? Da die Lebenshaltungskosten in Thailand sehr viel niedriger sind, benötigten wir bislang nicht so viel Geld. In Thailand kostet zum Beispiel der Liter Benzin nur einen Euro. Für Strom bezahlten wir 8 Euro / Monat, für Wäsche wenig und für Heizung, KFZ-Steuer, Versicherung, Fernsehgebühren, Krankenkasse, Müllabfuhr, Abwasser, Schneeräumen und einiges mehr gar nichts. In Deutschland müssen wir dafür mindestens 800 Euro im Monat aufbringen. Die Ausländerbehörde gab uns noch eine Chance: Ich sollte ein Konzept erstellen, wie wir genügend Geld verdienen werden, damit der Lebensunterhalt für die Tochter zu gewährleisten ist. Das tat ich und schrieb:

In den Wintermonaten nehme ich wieder Hausmeistertätigkeiten auf und Weau wird auf dem Kanucamp in Altfriesack einen Massageshop eröffnen. Endlich war die Ausländerbehörde überzeugt und stimmte dem Visumsantrag zu.

Nun waren die Flüge von Bangkok nach Berlin aber richtig teuer. Ein AirBerlinflug kostete zum Beispiel mindestens 800 Euro. Ab und zu fand ich ein Schnäppchen bei Egyptair. Das reizte mich, weil man dort einen mehrtägigen Zwischentripp zu den Pyramiden machen könnte. Aber immer, wenn ich mit dem mühseligen Ausfüllen der Internet-Formulare fertig war hieß es: Dieser Flug ist für diesen Preis nicht mehr verfügbar. Alle möglichen Flugverbindungen habe ich per Internet geprüft: Routen über Bombay, London, Helsinki, Brüssel, Moskau und und und: Alle waren teuer. Dann machte ich einen ungewöhnlichen Schritt: Ich schaute beim Ferienflieger Condor nach. Dort wurde ein Flug von den Malediven nach Berlin für 300 Euro angeboten. Wahnsinn! Das war es. Von Bangkok zu den Malediven kommt man jederzeit günstig mit Srilankan Air für 140 Euro. All das buchte ich sofort. So kostete uns der Heimflug 440 Euro pro Person.

Liebe Ausländerbehörde, vielen Dank, dass ihr so lange mit der Bearbeitung des Visums trödeltet. Hinzu kam, was für viele ein Traum ist, ein 3-tägiger Zwischenstopp in einem Urlaubsparadies. Ich informierte mich im Internet und erfuhr zum Beispiel, dass die Malediven aus vielen kleinen Inseln bestehen, welche sich kaum mehr als ein Meter über dem Meer erheben. Sie sind vom Klimawandel und dem damit einhergehenden weltweiten Anstieg des Meeresspiegels stark bedroht. Dort steht auch, dass die Malediven eines der ärmsten Länder der Welt sind, dass es Ausländern verboten ist Einheimischeninseln zu betreten und dass dort viel Müll und Dreck wäre. Auf anderen Seiten erfuhr ich aber, dass man sehr wohl die Einheimischeninseln besuchen darf. Wir waren gespannt, was uns erwartet. Nur Wärme und Sonne konnte uns nicht reizen. Davon hatten wir im letzten Halbjahr mehr als genug.

Vor unserer Abreise betete Weau am Geisterhäuschen und entzündete Räucherstäbchen und Kerzen. Tochter Wiu und ich nahmen Fische aus unserem Pool und gaben ihnen in einem größeren Gewässer die Freiheit. Das ist eine alte thailändische Tradition. In Bangkok holten wir von der Deutschen Botschaft das Visum und flogen über Sri Lanka zu den Malediven. Nachts um ein Uhr kamen wir an. Der Flughafen befand sich auf einer kleinen Insel nahe der Hauptstadtinsel Male. Dorthin gelangt man mit einer Fähre. Auf einer weiteren Insel, die mit einer geschütteten Straße mit der Flughafeninsel verbunden ist, konnten wir mit Hilfe der Touristeninformation ein Hotelzimmer buchen. Übliches Zahlungsmittel auf den Malediven ist der US-Dollar. Unser Zimmer kostete 100 US-D inklusive Transfer und Frühstück.

Diese Insel war nicht gerade das, was man von Hochglanzprospekten der Malediven kennt, aber sie hatte einen langen sauberen Strand, klares Wasser und kann es mit so manch anderer Urlaubsregion dieser Welt aufnehmen. Sollte jemand nun über die Malediven nach Thailand fliegen, so kann ich einen Badestopp dort empfehlen. Selbst bei einem Aufenthalt von nur vier Stunden würde ein Besuch lohnen. Visagebühren braucht man für die Malediven auch nicht bezahlen. Am nächsten Tag fuhren wir mit einer Fähre zur Hauptstadtinsel Male. Von dort gelangt man mit Fähren zu Einheimischeninseln. Wir hatten uns für die Insel Fushimale entschieden. Eine Fähre dorthin fährt täglich, aber von einem anderen Hafen. Mit einem Taxi fuhren wir durch die Stadt. Dabei merkten wir, dass die Insel nicht allzu groß ist. Die Straßen sind schmal und Häuser stehen eng nebeneinander. Gilt diese Stadt doch als die dicht besiedeltste der Welt. Wegen des dichten Verkehrs ging es nur langsam voran. Hätten wir nicht die schweren Rucksäcke dabei, wären wir besser gelaufen. Der Taxifahrer war nett und zeigte uns einige Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Straßen waren sauber. Unangenehm war die schwül-heiße Luft. Das Thermometer zeigte 44 Grad Celsius. Aber o.k. – wir befanden uns mitten im Ozean in Äquatornähe. Die Überfahrt mit der Fähre dauerte 2 Stunden und kostete 1,50 Euro pro Person. Der frische Fahrtwind sorgte für angenehme Kühle. Wir schipperten vorbei an Trauminseln, sahen springende Delfine, fliegende Fische und paddelnde Schildkröten. Auf den Trauminseln machen gut betuchte Pauschaltouristen und Promis Urlaub. Dorthin wollten wir nicht. Schon das Betreten hätte viel Geld gekostet und auch die Übernachtungspreise sollen wahnsinnig teuer sein. Menschen, die dort Urlaub machen, werden mit Wasserflugzeug oder Speedbot von der Flughafeninsel abgeholt. Wir fuhren gemeinsam mit den Einheimischen. Auf unserer Insel gab es einige Restaurants und Pensionen. Auch hier waren die Preise den westlichen angepasst. Aber für unseren Kurztripp war dies o.k. An Stränden mit vorgelagerten Korallenriffen konnte ich Schnorcheln und bekam viele bunte Fische zu sehen. Die Insel machte einen ordentlichen und sauberen Eindruck. Arme, hungernde oder gar bettelnde Menschen sahen wir nicht. Am nächsten Tag reisten wir zurück nach Male. Dort besichtigten wir die Stadt und schlenderten über Märkte. Angenehm auf den Malediven war, dass niemand versuchte, wie in vielen anderen muslimischen Uhrlaubsländern einem irgendetwas aufzuschwatzen. Unser Weiterflug ging über Oman, Irak und die Türkei. Erstaunlich war, dass bereits hinter dem Persischen Golf viele Berge mit einer dicken Schneedecke bedeckt waren.

Über Frankfurt ging es weiter nach Berlin Tegel. Mein Freund Thomas holte uns vom Flughafen ab. Bei minus 10 Grad wehte ein eisiger Wind. Barfüßig in Sandalen war das nicht gerade angenehm für meine 2 Thailänderinnen. Weau fragte verwundert, warum man hier so viele Salzhaufen hingeschüttet hat. Lachend erklärte ich ihr, dass dies Schnee ist. In Altfriesack war es dann noch kälter. Die Kanu- und Camping-Saison konnten wir Ostern nicht eröffnen. Da war nichts mit Frühling. Die Seen, Flüsse und Kanäle waren noch zugefroren und unser Kanucamp war mit einer dichten Schneedecke bedeckt. Statt Paddeln war Skilaufen, Rodeln und Schneemannbauen angesagt. Wir veranstalteten ein Osterfeuer mit Glühwein. Wenigstens hatte Weau etwas Arbeit. Freunde und Verwandte kamen zur Thaimassage und zum Haare schneiden. Ich hoffe nun auf schönes Wetter im Mai, denn am 25. werden wir die erste Mondscheinkanutour durchführen. Nähere Infos auf: www.altfriesack.de

Im nächsten Heft berichte ich über Lisas Reise durch Laos und über die Tempelanlage Prasat Phanum Rung. Franky Kuchenbecker

Thai Party Szene Berlin

Happy Birthday, Jump!

Mein lieber Jump, zuerst die allerherzlichsten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag. Eine exzellente Vorbereitung zur bevorstehenden Party versprach einen erfolgreichen Abend. Viele Deiner Freunde und Stammgäste waren am 23. April in den Siam Park gekommen um zu gratulieren. Das umfangreiche Thai-Buffet war lecker und fand entsprechenden Zuspruch. Mit Hilfe Deiner Crew ist bei Gesang und Tanz der Stimmungspegel schnell gestiegen. Als guter Gastgeber und Entertainer hattest Du trotz der vielen Arbeit für jeden einzelnen Zeit, so dass man sich nicht als Gast, sondern mehr als ein Freund fühlte. Um Mitternacht wurde das Geburtstagsständchen gesungen, gefolgt von einer kurzen Dankesrede. Nicht unerwähnt sollen natürlich Deine Mama und Deine liebe Frau Peaw bleiben. Bis in die Morgenstunden sollte sich die Party aber nicht hinziehen, schließlich klingelt bei den meisten in der Früh der Wecker. An dieser Stelle noch mal ein Happy Birthday und herzlichen Dank für diese gelungene Feier. Mr. Big

Die goldene Stimme aus Phetchabun:

Sreeprai Sareewong im Scorpion

Der Norden Thailands wird in 17 Provinzen unterteilt. Eine davon ist Phetchabun, was mit "Fülle an Diamanten" übersetzt werden kann. Das bestätigt auch das Wappen der Provinz. Ein großer Diamant auf einem Berggipfel. Im Vordergrund sind Tabakpflanzen zu sehen. Östlich und westlich von einer Bergkette begrenzt, bildet das weitläufige Tal, dank des Pasak-Flusses, eine fruchtbare Ebene. Nach Bangkok sind es etwa 360 Km.

In der gleichnamigen Hauptstadt wurde der gesangsfreudige Sreeprai Sareewong geboren. Ein Musiklehrer hörte ihn eines Tages und sagte sich, diese Stimme ist genau die Richtige für meine Kompositionen. Das war vor gut 10 Jahren. Der sympathische junge Mann hat inzwischen 33 Lenze erreicht. Die vorgetragenen Luk Tung Lieder sind besonders im Isaan bekannt, wo auch der größte Teil seiner Konzerte stattfindet. Zu seinem Programm gehört auch die bunte Vielfalt der Comedy. 19 Tage tourte er durch die Schweiz, Belgien, Holland und Deutschland. Am 6. April war Sreeprai der Gastsänger im Scorpion. Ohne große Pausen begeisterte der stimmgewaltige Thai-Star sein Publikum. Entsprechend erfolgreich ist der Abend verlaufen und alle waren vollauf zufrieden. Wir sind nun gespannt, welcher Künstler als nächstes kommt. Helmut aus Steglitz

Wahl der Miss Songkran 2013

"Wasser marsch" ist das Leitmotiv zum Songkranfest, zumindest in den Straßen von Thailand. Schon vormittags warten die Kids mit gefüllten Wasserbehältern auf die ersten Opfer, die nach Passieren der Badestelle das erste Mal klitschnass sind, wobei den Zweiradfahrern besondere Aufmerksamkeit zukommt. Am frühen Nachmittag startet der große Umzug durch die abgesperrten Straßen. Bunt geschmückte Wagen mit unterschiedlichsten Motiven bieten der Zuschauermenge eine riesige Show, und abends dann die Sause für die Erwachsenen.

In unseren Breitengraden geht es wesentlich ruhiger zu. Die verrückten Zeiten, als die Gäste z.B. das damalige RCA unter Wasser setzten, sind offensichtlich vorbei. Zum einen mag das daran liegen, dass immer mehr Thais in die Heimat düsen, um das Neue Jahr mit der Familie zu feiern, zum anderen sitzt der schnöde Mammon nicht mehr so locker wie in den guten alten Zeiten.

99 Luftballons - unter diesem Motto feierten die Gäste am 13. April im Butterfly von Dimmy den thailändischen Jahresbeginn. Kunstvoll schillernde Kostüme bei den Frauen, weiße Jackets mit Schärpe bei den Männern. Gut vorbereitet nimmt der Abend mit Karaoke-Songs seinen stimmungsvollen Anfang. Gegen Mitternacht kommen noch mehr Gäste und suchen verzweifelt einen Sitzplatz. Edd begrüßt die Anwesenden mit einer kurzen Rede. Nach einem Liedchen, was an dieser Stelle nicht fehlen durfte, übernimmt er die Moderation der Misswahl. Auf der Bühne warten geduldig Pokale und Präsente auf die vom Publikum gewählten Gewinnerinnen. 6 Kandidatinnen stehen auf dem Podium. Eigentlich nur 5; denn in jeder Show ist ein Scherzbold. Ein Sänger die Gelegenheit wahrgenommen, als schick verkleidetes Mädel aufzutreten. Sanuk muss sein! Siegerin wurde Varee mit der Startnummer 5, dicht gefolgt von der Schönheit mit Nummer 1.

Allen Teilnehmerinnen ein herzliches Dankeschön für die unterhaltsame Show!

Neujahr im Scorpion

Zu späterer Zeit erfolgte noch ein Abstecher der munteren Gästeschar vom Butterfly ins Scorpion von Sombat (Foto links oben) in der Stromstrasse. War zwar nicht besonders voll hier, doch die aufgekratzten Mädels amüsierten sich trotzdem auf der großen Tanzfläche. Viel Applaus erhielten die beiden verkleideten Sänger für die zwei Aufführungen eine Comedy über sozialkritischen Themen, gekonnt und eindrucksvoll umgesetzt in einer tollen Komödie. Herzzerreissend tragisch und brüllend komisch, so eben, wie es die Thais auch mögen. Und mancher Farang küsste zum Neuen Jahr nach Thairechnung sogar die eigene Frau...

Der Siam Park feierte erst am 20. April. Alle Gäste und Sänger tragen bunte Hemden. Die Stimmung anfangs etwas zurückhaltender, denn die richtig große Party sollte ja erst am 23. April starten, der Tag, an dem Jump Geburtstag feiert.

Allen Thaileuten, Freunden und Anhängern der thailändischen Kultur ein erfolgreiches Neues Thailändisches Jahr! Helmut aus Steglitz

Die News aus Thailand

Im Griff der Hitzewelle
Der Sommer hat Thailand fest im Griff. In der Provinz Sakhon Nakhon wurden Temperaturen von über 40 Grad gemessen. Brunnen versiegen, oder das Wasser ist salzig und ungenießbar geworden. Die lokalen Behörden haben wegen der Trockenheit 18 Bezirke mit 200.000 Menschen zu Katastrophengebieten erklärt und Millionen Liter Trinkwasser verteilt. Noch heißer ist es im Norden: 41,2 Grad sollen es im Distrikt Thoen der Provinz Lampang gewesen sein. In Nakhon Ratchasima mussten 10 Bürger mit Symptomen eines Hitzschlags in einem Krankenhaus behandelt werden. Aber nicht nur Menschen leiden unter der Hitzewelle, auch Tiere, für die nicht genug Wasser da ist.

Parlament diskutiert
Die Regierungspartei Pheu Thai hat ihren Parlamentsabgeordneten ein Verbot für Auslandsreisen erteilt. Die Mandatsträger sollen in den nächsten Wochen bei geplanten Abstimmungen über Verfassungsänderungen anwesend sein. Regierung und Pheu Thai wollen die Paragrafen 68, 117, 190 und 237 ändern: Alle Senatoren sollen künftig gewählt werden, derzeit wird die Hälfte ernannt; internationalen Verträge sollen nicht mehr, wie jetzt erforderlich, vom Parlament abgesegnet werden; falls bei Wahlen ein führendes Parteimitglied des Wahlbetrugs überführt wird, soll nicht mehr die Partei aufgelöst werden; die Öffentlichkeit soll nicht mehr das Verfassungsgericht anrufen können, wenn sie eine Beeinträchtigung der konstitutionellen Monarchie sieht. Die oppositionelle Demokratische Partei will keine Verfassungsänderungen.

Thema VAT-Anhebung
Die dem Finanzministerium angegliederte Behörde für Finanzpolitik (FPO) empfiehlt der Regierung eine Anhebung der Mehrwertsteuer (VAT) von 7 auf 8%. Mit den erwarteten Mehreinnahmen von 50 Milliarden Baht pro Jahr ließe sich die beschlossene Kreditaufnahme von zwei Billionen Baht für Infrastrukturprojekte leichter schultern, heißt es bei der FPO. Allerdings müsse die Anhebung dann geschehen, wenn es Wirtschaft und Konsumenten verkraften könnten. In Kambodscha, Indonesien, Malaysia und Vietnam liegt die Mehrwertsteuer bei 10%, auf den Philippinen bei 12% und in Singapur bei 7%. In der Krise ab 1997 hatte die thailändische Regierung die VAT von 10 auf 7% gesenkt.

Dringend Strom sparen
Das Energy Policy and Planning Office (Eppo) appelliert an die Bevölkerung, in der nächsten Zeit Strom zu sparen, um einen Blackout zu vermeiden. Die Bürger sollen den Stand-by-Modus der Unterhaltungsgeräte abschalten, die Klimaanlage um mindestens ein Grad reduzieren und nicht benötigte Lichtquellen ausschalten. Im April wurden in einem Gasfeld in Myanmar Wartungsarbeiten ausgeführt. Als Folge kam von diesem Feld kein Gas mehr nach Thailand. Mit dieser Primärenergie werden in Thailand bis zu 70% des erforderlichen Stroms gewonnen. Die Elektrizitätswerke hatten Vorkehrungen getroffen und versichert, einen Stromausfall werde es nicht geben.

Was für ein Babys?
Der Fertility-Tourismus boomt. Immer mehr Ehepaare mit Kinderwunsch lassen sich in thailändischen Krankenhäusern beraten und behandeln. Im Vorjahr besuchten über 100 australische Paare eine Klinik für eine sogenannte Preimplantation Genetic Diagnosis (PGD). Sie wollten das Geschlecht ihres nächsten Babys bestimmen. Präimplantationsdiagnostik ist in Australien aus ethischen Gründen untersagt. Selbst renommierte thailändische Hospitäler werben auf ihren Webseiten für die PGD.

Privater Schuldenberg
Um den Konsum und die Wirtschaft weiter anzutreiben, erwartet die Regierung von dem für die Geldpolitik zuständigen Staatsbank-Ausschuss eine Senkung des Leitzinses. Er steht derzeit bei 2,75%. Die Staatsbank hat sich bislang gegen eine Senkung ausgesprochen, um die Inflation und die Verschuldung der Haushalte nicht weiter anzutreiben. Auch die meisten Ökonomen befürworten diese Geldpolitik. Denn ein niedriger Leitzins bedeutet niedrigere Kreditzinsen und verführt die Verbraucher zum Geldausgeben. Jeder Haushalt ist im Durchschnitt mit 134.900 Baht verschuldet, gegenüber 82.485 Baht im Jahr 2011, hat das Statistische Amt festgestellt. Überziehungskredite, die nicht innerhalb von drei Monaten zurückgezahlt wurden, stiegen um 20,5% auf 56,6 Milliarden Baht. Das war ein Viertel aller uneinbringlichen Forderungen. Für die zunehmende Verschuldung der Haushalte machen Volkswirte das Autoerstkäuferprogramm der Regierung verantwortlich. Zu viele Thai hätten ein Fahrzeug erworben und wären weiter in die Schuldenfalle geraten.

Gefahr aus Nord-Korea
Sollte sich die Lage auf der Halbinsel Korea zuspitzen, werden thailändische Behörden umgehend die Evakuierung ihrer Landsleute einleiten. Nach Angaben des Außenministeriums leben in Südkorea ca. 43.000 Thais. Die Luftwaffe hat vorsorglich 2 C-130-Transportmaschinen und eine Airbusmaschine vom Typ 310 bereitgestellt. Die Luftwaffe glaubt, bei einer kriegerischen Auseinandersetzung alle Thais innerhalb von 48 Stunden ausfliegen zu können.

China will Panda zurück
Chiang Mais Zoo verliert eine Attraktion: Zu seinem 4. Geburtstag am 27.5. muss das im Zoo geborene Panda-Mädchen nach China gebracht werden. Alle Bemühungen von Zoo und Behörden, Lin Ping in Thailand zu behalten, sind gescheitert. Die Eltern Chuang Chuang und Lin Hui hat China 2003 auf Leihbasis dem Zoo Chiang Mai überlassen. Nach dem Vertrag müssten die Pandas im Oktober 2013 in die Volksrepublik zurückkehren. Jetzt wird verhandelt.

Komische Mönche...
Nach Beschwerden hat die Polizei in Sattahip 4 Mönche aus Kambodscha im Alter zwischen 35 und 42 festgenommen. Die Ermittler fanden auf deren Handys mehrere pornografische Videoclips. In der Unterkunft der Mönche konfiszierte die Polizei CDs mit pornografischem Inhalt, einen großen Bargeldbetrag und mehrere Handys mit pornografischen Videoclips. Die Kambodschaner gaben an, pro Woche bis zu 10.000 Baht erbettelt und nachts vor ihren Handys masturbiert zu haben.

Solar in Mae Chan
Im März eröffnete die Sonnedix-Gruppe im Bezirk Mae Chan, Chiang Rai, eine Solarfarm mit einer Leistung von 9,5 MW. Die Anlage stellt die größte ihrer Art in Nordthailand dar und wurde von den Unternehmen Assyce Fotovoltaica und Ch. Karnchang Group errichtet. Zum Einsatz kommen 41.000 REC-Solarmodule und 16 ABB-Inverter, wodurch pro Monat bis zu 7.200 Häuser mit Strom versorgt werden können. Angepeilt wird eine Leistung von bis zu 14.400 Megawattstunden pro Jahr.

Durch Mine verletzt
Erneut ist ein Soldat im Grenzgebiet zu Kambodscha auf eine Landmine getreten und schwer verletzt worden. Er patrouillierte in der Provinz Sisaket an der Grenze zum nahen Hindu-Tempel Preah Vihear, als er auf die Mine trat. Mit Verletzungen an beiden Beinen liegt der Soldat im Krankenhaus. Die Armee vermutet, der Sprengsatz sei vor langer Zeit gelegt und nicht entfernt worden.

Sichere Notlandung
Zwei vordere Reifen mit zu wenig Druck haben den Piloten einer Airbus 330-300 der Thai Airways International (THAI) auf Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi zu einer Notlandung gezwungen. Die Maschine setzte sicher auf, keiner der 270 Passagiere und der 21-köpfigen Crew wurden verletzt. Nach dem Start in Kalkutta (Indien) hatten die Piloten den zu niedrigen Luftdruck festgestellt. Die Kontrolle der Reifen zählt nach internationalen Regeln zu den technischen Überprüfungen vor dem Abflug eines Flugzeuges. Nach Angaben von Experten der THAI können Steine oder andere Objekte auf der Rollbahn in Kalkutta die Reifen erhitzt und einen Luftdruckabfall verursacht haben.

Chiang Mai unter Smog
Chiang Mai liegt unter einer dichten Dunstglocke. Ursachen sind, wie in jedem Jahr, der starke Verkehr, Buschfeuer, Waldbrände in den Nachbarländern Myanmar und Laos, Feuer auf abgeernteten Feldern sowie das Verbrennen von Hausmüll und Gartenabfällen. Die Zahl der Atemwegserkrankungen hat im Norden des Königreichs stark zugenommen. Der Gouverneur hat Kontrollen in allen Distrikten angeordnet, um weitere Brände zu verhindern und Feuer zu löschen. Zwischen dem 18.02. und 20.03. wurden in Chiang Mai 378 Feuer auf 4.411 Rai gemeldet. Kritisch ist die Lage auch in den Provinzen Mae Hong Son und Lamphun.

26.000 Verkehrstote
Auf Thailands Straßen sterben jedes Jahr bis zu 26.000 Menschen. Mit seiner Zahl der Verkehrstoten, jetzt vom Innenministerium veröffentlich, liegt Thailand weltweit auf dem 6. Platz. 70 bis 80% der Opfer sind Motorradfahrer oder deren Soziusfahrer. Hauptunfallursachen bei Todesfällen sind zu hohe Geschwindigkeit, Trunkenheit und das Fehlen von Sicherheitsgurt/Schutzhelm.

Tote Katze in Wurst
In Buriram hatte eine Frau in einer auf einem Markt erworbenen größeren Wurst ein totes Kätzchen gefunden. Die 52-Jährige baute für ihren Fund einen Altar. Familie, Nachbarn und viele der Frau unbekannte Menschen beteten vor dem Altar. Andere Thais sollen anschließend bei der Lotterie mit der Nummer 52, dem Alter der Kätzchen-Finderin, gewonnen haben. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes untersuchen jetzt die tierische Beilage. Vermutlich ist das Kätzchen bei der Herstellung von Würsten in eine Maschine gefallen.

Militär und Korruption
Der thailändische Verteidigungssektor und die Waffengeschäfte sind nach einer Studie der Organisation Transparency International mit Sitz in Deutschland anfällig für Korruption. In Thailand mangele es an parlamentarischer Kontrolle und Präventionsmaßnahmen, erklärte Transparency bei der Vorstellung des ersten Anti-Korruptions-Indexes zum Verteidigungsbereich. Das Königreich wird in der Ländergruppe mit "hohem Risiko" geführt. Ein "sehr hohes Risiko" spricht die Studie den Philippinen, Sri Lanka, Iran und Afghanistan zu. Die Untersuchung befasst sich mit staatlichen Maßnahmen, die Korruptionsrisiken senken sollen. Untersucht wurden 77 Indikatoren aus den Bereichen Politik, Finanzen, Personal, Operationen und Auftragsvergabe. Die 82 überprüften Staaten waren den Angaben zufolge im Jahr 2011 für 94 Prozent der weltweiten Militärausgaben verantwortlich.

PAD-Führer vor Gericht
Gegen weitere 14 führende Mitglieder der außerparlamentarischen Opposition People's Alliance for Democracy (PAD) will ein Strafgericht ein Verfahren wegen Terrorismus und Besetzung der Bangkoker Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang eröffnen. Die erste Verhandlung wurde auf den 29. April angesetzt. Die Angeklagten waren gegen Kaution von 600.000 Baht freigelassen worden. Das Geld hatte das Justizministerium auf Antrag eines PAD-Rechtsanwalts aus einem Fonds bereitgestellt. Insgesamt 114 Frauen und Männer sollen sich wegen der Besetzung der Flughäfen Ende 2008 verantworten.

Auf Waffensuche
375 Polizisten und Soldaten haben in getrennten Einsätzen mehrere Dörfer bei Hua Hin und Kaeng Krachan nach Waffen durchsucht. Die Sicherheitskräfte konfiszierten 82 Gewehre, acht Schrotflinten und weitere Waffen für die Jagd. Jetzt wird ermittelt, ob mit einer dieser Waffen ein Elefant im Nationalpark Kaeng Krachan erschossen wurde. Die Elefantenkuh war am 8. März tot aufgefunden worden. Als Täter vermutet die Polizei Wilderer, Farmer oder Jäger.

Elefanten haben Durst
Für über 200 Elefanten im Elephant Conservation Centre in Surin steht nicht genügend Wasser zur Verfügung. Die Brunnen geben wegen der anhaltenden Trockenheit nicht ausreichend Wasser her. Doch Dickhäuter brauchen jeden Tag eine Menge Nass, zum Trinken und zum Abkühlen des Körpers während dieser Hitze. Ein Mahout sagte, er müsse mit seinem Tier jeden Tag eine bis zu drei Kilometer lange Strecke zurücklegen, um an Wasser zu kommen. Wenn Elefanten über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend Wasser bekommen, droht der Tod. Behörden der Provinz Surin haben inzwischen 16 der 17 Distrikte zu Notstandsgebieten erklärt.

Rothemden gedenken
Zum 3. Jahrestag der Eskalation bei den schweren Unruhen in 2010 mit 91 Toten und Hunderten Verletzten hat die außerparlamentarische Opposition United Front for Democracy against Dictatorship (UDD) zu zwei Kundgebungen aufgerufen. Die Rothemden trafen sich am 10. April zu einer religiösen Zeremonie am Demokratiedenkmal in Bangkok. Es folgte nachmittags eine politische Demonstration. Eine weitere Demo ist am Sonntag, 19. Mai, auf der Kreuzung Ratchaprasong. Diese Kreuzung hatten die Rothemden vor drei Jahren wochenlang besetzt - bis das Militär am 19. Mai die Besetzung des Bangkoker Zentrums beendete.

Fünfte Thai-Lao-Brücke
Thailand und Laos planen den Bau einer weiteren Brücke über den Fluss Mekong. Darauf haben sich Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und ihr laotischer Amtskollege Thongsing Thammavong bei einem Treffen in Vientiane verständigt. Das Bauwerk soll von der thailändischen Provinz Bung Kan über den Fluss zur laotischen Provinz Borikhamxay führen. Jetzt wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, ob die Brücke einen Schienenstrang der Eisenbahn erhalten soll. Derzeit gibt es 3 Mekong-Brücken, eine 4. ist in Chiang Khong/Provinz Chiang Rai im Bau.

Viel Yaba konfisziert
300.000 Yabapillen im Straßenverkaufswert von 100 Mio. Baht hat die Grenzpolizei in Nakhon Phanom am Ufer des Flusses Mekong gefunden. Die Polizei hatte den Tipp bekommen, dass eine Bande Drogen von Laos auf eine Insel im Mekong und von dort nach Thailand schmuggeln wollte. Die Beamten stießen auf ein Langboot, doch die Besatzung flüchtete beim Anblick der Sicherheitskräfte nach Laos. In der Nähe lag die Tasche mit dem Yaba.

Motorräder gestohlen
Eine Bande Jugendlicher hat in einem Jahr an der Ostküste über 100 Motorräder gestohlen. Die Polizei nahm jetzt in Banglamung bei Pattaya und in Sri Racha 13 Diebe im Alter zwischen 12 und 15 Jahren fest. Sichergestellt wurden 18 gestohlene Motorräder sowie reichlich Ersatzteile. Die Ermittler fahnden nach einem 17-Jährigen, der die Jugendlichen angeführt haben soll. Alle Festgenommenen sind Schüler einer Schule in Banglamung. Die Diebe hatten mit einem Dietrich die Motoren der gestohlenen Motorräder gezündet. In einer Nacht wollen sie bis zu 15 Motorräder erbeutet und jedes für bis zu 2.000 Baht verkauft haben.

Die glücklichsten Thais
Nach einer Studie der staatlichen Statistikbehörde sind Bewohner in den Provinzen Nakhon Phanom, Pichit, Trang, Chaiyaphum und Krabi glücklicher als in anderen Provinzen. Die Behörde hat 80.000 Thais im Alter über 15 befragt. Die letzten Plätze auf der Liste nehmen Bewohner von Samut Songkhram, Samut Prakan, Sa Kaeo, Phuket und Nong Khai ein. Bangkoker fühlen sich ebenfalls weniger glücklich, die Hauptstadt rangiert nur auf Platz 65 der 77 Provinzen (einschließlich Bangkok). Nach dem Glücklichkeitsindex 2012 der Vereinten Nationen liegt Thailand unter 152 untersuchten Ländern auf Rang 52.

Ganz schnelle Bahn
Nur ein Bieter soll alle geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken der Eisenbahn bauen. Mit dieser Entscheidung will die Regierung vermeiden, dass auf den Strecken unterschiedliche Systeme installiert werden. Das Transportministerium rechnet mit interessierten Unternehmen aus China, Japan, Südkorea, Deutschland, Spanien und Frankreich, alles Länder, in denen Hochgeschwindigkeitszüge verkehren. Die ausländischen Bieter sollen u.a. Züge liefern und Signalanlagen einbauen. Das Zeitalter der Hochgeschwindigkeit beginnt in Thailand auf vier Routen: von Bangkok nach Pattaya, nach Phitsanulok, Nakhon Ratchasima und Hua Hin. Nach Eröffnung dieser Strecken sollen die Schienenstränge weiter verlegt werden, von Pattaya nach Rayong und womöglich über Chathaburi bis nach Trat; von Phitsanulok geht es nach Chiang Mai, von Nakhon Ratchasima nach Nong Khai und von Hua Hin nach Padang Besar an der Grenze zu Malaysia. Bangkok-Pattaya soll bereits 2018 eingeweiht werden, ein Jahr später die drei anderen Strecken.

Busse für Bangkok
Thailands Hauptstadt erhält jetzt 3.183 neue Busse. Die Regierung hatte den Kauf genehmigt und die Mittel in Höhe von 13,16 Milliarden Baht zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeuge werden mit Erdgas (CNG) betankt. Das Transportministerium hatte den Kauf der Busse vorgeschlagen, weil Leasing, wie früher diskutiert, teurer wäre. Das städtische Busunternehmen BMTA braucht dringend neue Fahrzeuge, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Bis zu 40% der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge stehen in der Werkstatt.

FBI warnt vor Terror
Das amerikanische FBI hat Thailand vor möglichen Terroranschlägen gewarnt. Das Federal Bureau of Investigation hat das Königreich auf der Liste gefährdeter Staaten weltweit auf Rang 5 und in Asien auf Platz 1 gesetzt. Armeechef Prayuth Chan-ocha hat dem FBI widersprochen. Thailand habe kein extrem hohes Risiko für Terroranschläge. Die Infos aus den USA seien falsch. Dennoch fordert Tarit Pengdith, Chef des Department of Special Investigation (DSI), ein neues Kommandozentrum im Kampf gegen Gewaltverbrechen und den internationalen Terrorismus.

Ein wilder Elefant
hat in einem Dorf der Provinz Chanthaburi einen Mann angegriffen und tot getrampelt. Der 54-Jährige befand sich auf seiner Plantage, als der Dickhäuter, vermutlich auf der Suche nach Futter, ihn angriff und tötete. Es war für die Dorfbewohner der 3. durch Elefanten verursachte Todesfall in zwei Jahren.

Unwetter ziehen auf
Schwere Gewitter, heftige Winde, starke Niederschläge und stellenweise Hagel sagen Meteorologen für die nächsten Tage voraus. Unwetter sollen vor allem den Norden und Nordosten, aber auch Zentralthailand und die Ostküste treffen. Ein Hochdruckgebiet aus China prallt auf aufgeheizte Luft in Thailand und soll tropische Stürme verursachen. Ein Ende der Hitzewelle ist jedoch nicht in Sicht. Meteorologen rechnen in diesem Monat in Bangkok mit Temperaturen bis zu 42 Grad. Der 27. April soll der heißeste Tag des Jahres werden.

25 Rohingya in Haft
Auf der Ferieninsel Phuket hat die Polizei einen Reisebus mit 25 Rohingya gestoppt. Die Flüchtlinge kamen aus Bangladesh und wollten über Myanmar und Thailand Malaysia erreichen. Die Frauen und Männer wurden wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen.

Tod am Bahnübergang
Von 2007 bis Ende 2012 haben sich auf dem 4.000 Km langen Schienenstrang der Eisenbahn 887 Unfälle mit Fahrzeugen ereignet. Dabei wurden 297 Menschen getötet und 979 verletzt. Über 80% der Zwischenfälle ereigneten sich an illegalen Übergängen und an Übergängen ohne Schranken. Landesweit gibt es nach Angaben der staatlichen Eisenbahn 1.938 Übergänge. Hinzu kommen 562 illegale, an denen die meisten Unfälle mit Toten und Verletzten geschehen. Ortskundige kennen sowohl Bahnübergänge als auch den Fahrplan der Bahn, Fremde hingegen passieren die Schienen, ohne einen herannahenden Zug zu bemerken.

Unter Verdacht
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mit Sitz in New York wirft der thailändischen Marine vor, auf Rohingha-Flüchtlinge geschossen zu haben. Dabei sollen 2 Menschen ums Leben gekommen sein. Sprecher des Aussen- und Verteidigungsministerium haben dem Sachverhalt widersprochen. Es gäbe keinen Grund, auf Flüchtlinge zu schießen. Thailand behandle die Rohingha nach Menschenrechtsprinzipien, hieß es in Bangkok. Der Vorfall hat sich nach Angaben der Organisation am 22. Februar vor der Küste der Provinz Phang Nga ereignet. Matrosen sollen das Feuer eröffnet haben, um die 20 Bootsflüchtlinge zurück aufs Meer zu treiben. Human Rights Watch hat die Informationen von Dorfbewohnern und überlebenden Rohingha erhalten. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hat eine eingehende Untersuchung angekündigt.

Formel 1 ungewiss
Ob Thailand in Zukunft ein Formel-1-Rennen austragen wird, ist weiterhin ungewiss. In einem Interview mit www.Formula1.com wich Bernie Ecclestone auf die Frage "Was ist mit Thailand?" aus: "Das ist eine sehr gute Frage." Mehr nicht. Ende letzten Jahres hatte der Formel-1-Boss noch davon gesprochen, Thailand für die Saison 2015 in den Formel-1-Kalender aufzunehmen. Auf den Rennkalender der kommenden Jahre angesprochen, droht Ecclestone mit der Streichung von Rennen auf europäischem Boden: "Wir sind eine Weltmeisterschaft, keine Europameisterschaft. Es gibt jede Menge Länder, die anklopfen. Es geht darum, die richtigen Austragungsorte für die Formel 1 zu finden."

Invest in die Jugend
Mehr Investitionen in die Jugend hat der ehemalige Ministerpräsident Anand Panyarachun gefordert. Bessere Bildung und Ausbildung würden der Wirtschaft zugute kommen, die Kriminalitätsrate senken und Thailand mit Blick auf den Gemeinsamen Markt ab 2016 in Südostasien wettbewerbsfähiger machen. Anand erinnert daran, dass im Nordosten des Landes, im Isaan, 18% der Kinder in Armut leben und über 200.000 nicht zur Schule gehen. Jedes Kind habe das Recht auf Zugang zu Bildung und Gesundheitsvorsorge, aber auch auf ausreichende Ernährung.

60 Teens im Pub
Bei Razzien in Discos und Pubs am Hafen Bali Hai in Pattaya hat die Polizei 60 Minderjährige vorübergehend festgenommen. 40 Frauen und 20 Männer hatten noch nicht das für einen Besuch von Entertainmentbetrieben erforderliche 20. Lebensjahr erreicht. Die jungen Leute kamen auf die Wache und wurden später ihren Eltern übergeben.

No Alk zu Songkran
Zum thailändischen Neujahrsfest im April wurden in Bangkok und mehreren Provinzen Stadtbezirke zu alkoholfreien Zonen erklärt. So soll die Sicherheit der Festteilnehmer erhöht werden, zudem sollen Motorisierte keinen Alkohol kaufen können. In Bangkok darf zu Songkran an der Khao San Road, Silom Rd. und Rama 9 Road kein Alkohol verkauft werden. Alkoholfreie Zonen wird es weiter in Pattaya und Phuket geben. Fußstreifen der Polizei werden die Einhaltung des Verkaufsverbots überwachen. Landesweit wird die Polizei 12.000 Kontrollstellen einrichten. 5.000 mehr als im Vorjahr. 80.000 Beamte und 30.000 Helfer sollen im Einsatz sein.

Rothemden unschuldig
Das Strafgericht in Südbangkok hat zwei Anhänger der United Front for Demoracy against Dictatorship (UDD) vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen. Die Richter sahen es nicht als erwiesen an, dass die beiden Männer aus Chainat bzw. Chaiyaphum am 19. Mai 2010 nach Beendigung der regierungsfeindlichen Großdemonstration auf der Bangkoker Kreuzung Ratchaprasong das Einkaufszentrum CentralWorld in Brand gesteckt hatten. Die Rothemden waren fast 3 Jahre in Haft, wurden wegen Schwere der Anklage und Fluchtgefahr nicht auf Kaution entlassen.

Schwere Stürme
Meteorologen haben die Bevölkerung in 31 Provinzen vor schweren Stürmen gewarnt. Mit böigen Winden, Niederschlägen und Hagelschlag wird gerechnet in Saraburi, Lop Buri, Chainat, Nakhon Nayok, Prachin Buri, Sa Kaeo, Chachoengsao, Nakhon Ratchasima, Surin, Buriram, Chaiyaphum, Khon Kaen, Maha Sarakham, Roi Et, Kalasin, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom, Bung Kan, Mukdahan, Udon Thani, Nong Khai, Loei, Nong Bua Lamphu, Ubon Ratchathani, Amnat Charoen, Si Sa Ket, Yasothon, Chonburi, Rayong, Chanthaburi und Trat. Das Disaster Prevention and Mitigation Department hat seine Helferteams in Alarmbereitschaft versetzt. Ein Tropensturm hatte gerade in Surin und Nakhon Ratchasima 6 Menschen verletzt und 50 Häuser schwer beschädigt.

Grosser Drogenfund
Drogen im Straßenverkaufswert von 300 Mio. Baht stellte die Polizei bei einer Razzia in Nakhon Pathom sicher. Bei der Hausdurchsuchung stießen die Beamten auf 814.000 Yabapillen und 12 Kg der Droge Ice. 4 Männer im Alter zwischen 28 und 31 wurden festgenommen. Sie sagten aus, sie hätten das Rauschgift im Auftrag eines in der Haftanstalt Nakhon Pathom einsitzenden Mannes im Norden des Landes von einem Lisu-Bergbewohner bekommen.

Tod bei Tigerangriff
In einer Kautschukplantage in der südlichen Provinz Yala ist die Leiche eines 44-jährigen Mannes gefunden worden. Der Kopf fehlte. Die Leiche wies erhebliche Kratz- und Bisswunden auf. Da Spuren eines Tigers und eines Jungtieres gefunden wurden, gehen Behörden von einem Tigerangriff aus.

Elektro-Armbänder
Mit der elektronischen Überwachung von vorzeitig aus der Haft entlassenen Gefangenen kann die Überbelegung im Strafvollzug langfristig zurückgeführt werden. Deshalb plädiert Kobkiat Kasiwiwat, stellvertretender Generaldirektor der Gefängnisverwaltung, für die Ausgabe von elektronischen Armbändern an ausgesuchte Häftlinge. Über Mikrochips kann die Behörde die Bewegung jedes entlassenen Sträflings verfolgen. Nach Einschätzung von Kobkiat Kasiwiwat kommen für elektronische Armbänder Gefangene infrage, die ihre Haft bald beendet haben oder an einer chronischen und ansteckenden Krankheit leiden. Landesweit sitzen derzeit über 260.000 Frauen und Männer ein. Die Zahl der Sträflinge je Gefängnis liegt zwei bis drei Mal über der Kapazität.

Thai-Frau befreit
In Samut Prakan hat die Polizei eine 29-jährige Frau aus einem abgeschlossenen Apartment befreit. Die Thai gab an, ein Nigerianer habe sie vergewaltigt, eine Woche gefangen gehalten und sie gezwungen, mit Drogen gefüllte Kondome zu schlucken. Der Mann habe sie als Drogenkurier in die USA einsetzen wollen. Kennengelernt hatten sich beide über eine Dating-Webpage im Internet. Als der Nigerianer erfuhr, dass die Thai ihren in den USA lebenden Vater besuchen wollte, bot er als Mitarbeiter in der Reisebranche seine Hilfe an. Das erste Treffen endete mit einer Vergewaltigung, brutalen Schlägen und der Gefangennahme. Tage später vergaß der Drogenhändler sein Handy in der Wohnung, so dass die 29-Jährige Alarm schlagen konnte. Die Frau sollte Kokain in die USA schmuggeln und als Belohnung 60.000 Baht erhalten.

Beim Sex gestorben
Beim Sex mit einem Barmädchen ist ein 57-jähriger Israeli in Pattaya einem Herzinfarkt erlegen. Nach Aussagen der 25-jährigen Frau, die in einem Pub arbeitet, hatte sie den Mann in dessen Hotelzimmer begleitet. Beim Sex soll der Urlauber plötzlich bewusstlos geworden und anschließend gestorben sein. Die Polizei fand die nackte Leiche im Hotelbett. Anzeichen für einen Kampf bzw. eine vorsätzliche Tat konnten die Ermittler nicht finden.

Russe wohl erdrosselt
Ein Russe ist in seinem Hotelzimmer in Pattaya tot aufgefunden worden. Die Polizei geht von einem Kapitalverbrechen aus. Der 39-jährige Architekt aus St. Petersburg hatte am 16. Februar eingecheckt und wollte das Hotel am 5. März verlassen. Die fast nackte Leiche wies Druckstellen am Hals und am linken Arm auf, aus den Augen und der Nase war Blut ausgetreten. Weitere Anzeichen deuten auf einen Kampf hin und dass der Tourist erdrosselt wurde. Mitarbeiter des Hotels sagten aus, der Gast habe nachts reichlich getrunken und sei mit Frauen, aber auch mit Männern in sein Zimmer zurückgekehrt.

Vergewaltiger getötet
Ein 14-jähriges Mädchen hat nach einer Vergewaltigung auf ihren Peiniger eingestochen und ihm tödliche Verletzungen beigebracht. Zwei Männer hatten die Jugendliche in Samut Prakan auf ihr Motorrad gezwungen und zu einem Apartment gebracht. Sollte sie um Hilfe schreien, würden sie mit einem Messer zustechen, drohten die Entführer. Nachdem einer der Männer das Mädchen vergewaltigt hatte, wollte er nicht von der Jugendlichen lassen. Die 14-Jährige bettelte, nach Hause gehen zu dürfen. Vergeblich. Da griff sie zum Messer und stach auf den Vergewaltiger mehrfach ein. Sein Freund brachte ihn ins Krankenhaus. Dort erlag er später seinen Verletzungen. Die Polizei fand die Schülerin blutüberströmt in der Wohnung.

Deutscher ersticht Hund
Ein Deutscher hat in Sattahip auf einen Hund mehrfach eingestochen und das Tier getötet. Die Besitzer des Golden Retrievers und andere mussten tatenlos zusehen, zumal der ältere Mann jede sich nähernde Person bedrohte und auch auf Bitten eines Mädchens der Besitzerfamilie nicht nachließ. Nach dem Attentat entfernte sich der Mann, stellte sich aber später der Polizei. Laut Ermittler soll der Golden Retriever mit dem Namen Chokee den Rottweiler des Deutschen angegriffen haben.

Minderjährige für Sex
In zwei verdeckten Ermittlungen hat Pattayas Polizei zwei Frauen festgenommen, die ihre minderjährige Tochter bzw. ihre jüngere Schwester als Prostituierte vermittelten. Die 42-jährige Mutter und ihre 15-jährige Tochter waren erst in der Vorwoche aus Surin nach Pattaya gekommen. Weil die Frau keinen Job hatte und das Mädchen Geld für Einkauf und Freizeitvergnügen brauchte, erklärte sich die Tochter für Sex mit Männern bereit. Die Kunden mussten 2.500 Baht zahlen. Die Tochter sagte den Beamten, ihre Mutter habe sie nicht in die Prostitution gezwungen. In dem anderen Fall hatte eine 23-jährige Coyote-Tänzerin ihre minderjährige Schwester für 2.500 Baht an Ausländer vermittelt. Die beiden älteren Frauen müssen mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen.

Japaner macht Harakiri
In einem Hotelzimmer in Surat Thani hat sich ein Japaner mit einem Messer den Bauch aufgeschlitzt. Weil der Tourist nicht zur verabredeten Zeit ausscheckte, öffnete ein Mitarbeiter des Hotels die Zimmertür und fand die Leiche. Polizisten durchsuchten den Raum und fanden keine Spuren eines Kampfes. Der Mann hatte mit einem Messer Selbstmord begangen. Der Ausländer war gerade angekommen und hatte das Hotel nur einmal verlassen: Er kaufte sich in einem Geschäft ein Messer.

Schweizer ausgeliefert
Thailand wird einen in der Schweiz verurteilten Kinderschänder ausliefern. Die Polizei hatte den Mann in der Provinz Phitsanulok festgenommen. Der Schweizer soll jahrelang seine Tochter und deren Freundin missbraucht haben. Die Mädchen waren zur Tatzeit zwischen sechs und zehn Jahre alt. Statt die wegen mehrfacher Vergewaltigung, Nötigung, Inzest und sexueller Handlung verhängte Strafe anzutreten, floh der Mann mit seiner thailändischen Ehefrau in deren Heimat. Er leidet an einer Stoffwechselkrankheit und wiegt 200 Kilogramm. Bei seiner Verhaftung und dem Transport auf einer Tragbahre waren Ärzte und Pflegpersonal zugegen.

Überdosis Viagra
Ein in seinem Apartment am Jomtien in Pattaya tot aufgefundener Deutscher ist vermutlich an einer Überdosis Viagra gestorben. Neben der nackten Leiche des 56-Jährigen fanden Polizisten potenzfördernde Pillen. Ein Fremdverschulden schließen die Beamten aus. Wie Mitarbeiter des Condominiums berichteten, soll der Urlauber ständig Männer mit auf sein Zimmer gebracht haben.

Kinderschänder bittet
Ein wegen Kindesmissbrauchs angeklagter 93-jähriger Australier hat wegen einer Prostata-Krebserkrankung um Haftverschonung gebeten. Er war 2010 in Chiang Mai festgenommen und später auf Kaution freigelassen worden. Weil er in das Nachbarland Myanmar flüchtete, landete er im Gefängnis. Er werde noch vor dem Gerichtsverfahren sterben, ließ der Australier die Richter wissen. Der Ausländer soll vier junge Mädchen, das jüngste gerademal fünf Jahre alt, missbraucht haben. In seinem Haus fanden Beamte 100 Fotos nackter Kinder.

Online-Betrüger gefasst
In Rayong und Bangkok hat die Polizei drei Deutsche festgenommen, denen Online-Betrug zur Last gelegt wird. Ein Ehepaar hatte in Deutschland über das Internet Produkte im Wert von 700.000 Baht bestellt, aber nicht bezahlt. Die 28-jährige Frau und ihr 29-jähriger Partner flüchteten nach Thailand und wurden jetzt in Rayong gestellt. Einem 42-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, online Computer, Handys und Kameras angeboten zu haben. Die Kunden zahlten insgesamt über eine Million Baht, warten aber noch immer auf die Waren. Der mutmaßliche Betrüger wurde im Bangkoker Bezirk Lat Krabang gefasst.

9 Jahre alter Junge
Bei der Explosion einer Bombe vor einem Geschäft mit Eiscreme in der südlichen Provinz Pattani ist ein neun Jahre alter Junge ums Leben gekommen. 14 weitere Menschen erlitten bei dem Anschlag inmitten der Stadt Pattani Verletzungen. Der Junge und seine Mutter, die verletzt wurde, standen vor dem Geschäft um Eiscreme an. Der Sprengsatz war in einem Motorrad versteckt worden. Beschädigt wurden das Geschäft, drei Autos und zwölf Motorräder. Im weiten Umkreis zersplitterten die Fensterscheiben. Die Polizei vermutet als Täter Aufständische.

Bombe tötet 2 Ranger
Bei einem Sprengstoffanschlag in der südlichen Provinz Pattani kamen zwei Ranger ums Leben. Vier weitere Paramilitärs erlitten Verletzungen. Die sechs Ranger befanden sich in einem Pick-up auf Patrouille, als die in einem Motorrad versteckte Bombe explodierte. Einen Tag zuvor hatten in Narathiwat bewaffnete Aufständische in einem Hinterhalt einen Offizier getötet und 14 weitere Soldaten verletzt. Schwer verletzt wurden in Pattani ein 75-jähriger Mann und sein 45-jähriger Sohn. Auch sie gerieten in ihrem Auto in einen Hinterhalt. Separatisten eröffneten das Feuer und trafen Vater und Sohn mehrfach.

Für Friedensgespräche
Die Menschen in der von Gewalt beherrschten Region im Süden des Landes begrüßen die Friedensgespräche zwischen dem Thailändischen Nationalen Sicherheitsrat und Aufständischengruppen. Bei einer Umfrage von Deep South Watch of Prince of Songkhla University sprachen sich fast 70% für offizielle Verhandlungen aus. Befragt wurden 1.800 Frauen und Männer in den 3 Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie in vier Bezirken der Provinz Songkhla. Die Menschen erwarten von den Gesprächen ein Ende der Gewalt gegen Frauen, Kinder, Männer, Lehrer, Buddhisten und Muslime. Die Interviewten fordern den Abzug des Militärs.

Separatisten dagegen
Nach dem Bombenanschlag in Yala mit dem Tod des stellvertretenden Gouverneurs hat Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra angeordnet, die Sicherheitsvorkehrungen in den von Gewalt beherrschten südlichen Provinzen zu erhöhen. Sowohl für Amtsträger als auch für die Bevölkerung. Yingluck flog gerade nach Yala, besuchte Verletzte und konferierte mit den Gouverneuren von Yala, Narithawat, Pattani und Songkhla. Bei dem Attentat waren der stellv. Gouverneur und sein Fahrer schwer verletzt worden. Der stellv. Gouverneur starb später im Krankenhaus. Da die Fahrtrouten höherer Beamter geheim sind, glaubt die Polizei, dass die Aufständischen aus dem Umfeld des stellv. Gouverneurs einen Tipp bekommen haben. Aus Regierungskreisen in Bangkok verlautet, gewaltbereite Separatisten wollten mit ihren Attentaten die Friedensgespräche zwischen Regierung und Aufständischengruppen sabotieren. Denn das Morden ging weiter. Auch bei einem Bombenanschlag in Narathiwat starben 2 Ranger. Nach der Explosion wurden auf die beiden Motorradfahrer mehrere Schüsse abgegeben. In Pattani wurde ein 35-jähriger Pick-up-Fahrer nach dem Besuch eines Restaurants erschossen.

Vier Soldaten tot
Auf einer Marinebasis in der südlichen Provinz Narathiwat sind bei einer Bombenexplosion 4 Soldaten ums Leben gekommen. 6 weitere erlitten Verletzungen. Die Bombe war in der Nähe einer Brücke gefunden und von Spezialisten entschärft worden. Dann transportierten Marinesoldaten den 25 Kg schweren Gaszylinder zur weiteren Untersuchung zur Basis. Dort explodierte der Sprengsatz. Erst hieß es, die Bombe habe 2 Zünder enthalten, dann teilte ein Sprecher mit, die Explosion sei auf einen technischen Defekt zurückzuführen.

Die Ministerpräsidentin
Vor der 2. Runde der Friedensgespräche mit der Aufständischengruppe Barisan Revolusi Nasional (BRN) hat Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra die staatlichen Behörden instruiert, der Eskalation der Gewalt im Süden über Friedensinitiativen zu begegnen. "Wir habe keine andere Wahl", sagte die Regierungschefin. Seit Wochen haben in den Provinzen Yala, Narathiwat und Pattani die Anschläge der Separatisten zugenommen. Damit wollen sie die Gespräche torpedieren. Paradorn Pattathabut, Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, der die Regierungsdelegation bei den Friedensgesprächen anführt, hat die Führer der militanten Gruppen aufgefordert, sich der BRN anzuschliessen und zu verhandeln.

Fünf Bedingungen
In einem You-Tube-Video hat die Aufständischengruppe The Barisan Revolusi Nasional (BRN) fünf Bedingungen für Friedensgespräche gestellt. Wesentliche Voraussetzungen seien die Anerkennung von BRN als Befreiungsbewegung und nicht als Aufständischengruppe, die Teilnahme der malaysischen Regierung an den Friedensgesprächen als Mediator (Vermittler) und nicht als Moderator sowie die Teilnahme von Vertretern des ASEAN-Staatenbundes, der Islamic Conference und weiterer Nicht-Regierungsorganisationen. Aufständische dürften nur von Thai-Malaien vertreten werden. Bis diese Forderungen erfüllt werden, würden die Anschläge im Süden weitergehen. Die 2. Runde der Friedensgespräche zwischen der Regierung und der Aufständischengruppe Barisan Revolusi Nasional (BRN) findet gerade in Kuala Lumpur statt.

Reise-Tipps für Thailand

AirAsia X von Bangkok
AirAsia X hat in Thailand Flugrechte für Routen von Bangkok nach Südkorea und Japan beantragt. Das Langstreckenunternehmen will mehrere Strecken ab Oktober mit Maschinen vom Typ Airbus A 330-300 bedienen. Das Flugzeug hat 377 Sitzplätze. AirAsia X ist eine Fluggesellschaft der AirAsia-Gruppe und fliegt von Kuala Lumpur Ziele in Australien, China, Taiwan, Südkorea und Japan an. Die Tickets sind bis zu 30% preiswerter als bei renommierten Airlines wie die Thai Airways International.

Warnung vor Affen
Nachdrücklich warnen Behörden der Provinz Krabi Urlauber vor aggressiven Affen. Entsprechende Schilder sind am Long Beach und der Monkey Bay sowie auf der Insel Phi Phi aufgestellt worden. Touristen sind aufgerufen, Affen nicht zu füttern. Die Tiere würden dann ständig um Futter betteln und Menschen, die kein Futter bereithielten, angreifen. 2012 hat das Krankenhaus auf Phi Phi 600 Menschen nach Attacken von Affen behandelt. 75% waren Ausländer.

Nicht am pünktlichsten
Die Thai Airways International (THAI) zählt nicht zu den pünktlichsten Fluggesellschaften. Nach einer Auflistung von FlightStats steht die THAI bei 48 untersuchten internationalen Airlines nur auf Rang 30. Bei ihr waren 78,85% der Maschinen pünktlich. Spitzenreiter ist die South African (94,71%) vor der Gulf Air (90,77) und Japan Airlines (90,24). Bei den asiatischen Fluggesellschaften mit regionalen Zielen rangiert Thai AirAsia mit 87,73% auf Rang 6. Es führen Air Busan (95,77%), Japan Air Commuter (93,55) und Japan Transocean (91,21).

Neues Touristenbüro
Das neue Touristeninformationscenter der Stadtverwaltung Chiang Mai an der westlichen Seite der Nawarat Bridge hat seinen Betrieb aufgenommen. Beamte der Stadtverwaltung und der Touristenpolizei stehen den Besuchern hier mit Rat und Tat zur Seite. Neben Stadtplänen und allerlei nützlichen Informationen können Urlauber hier auch regionale OTOP-Produkte (One Tambon One Product) erwerben.

Achtung Waldbrände
Aufgrund ausfallenden Regens und der daraus resultierenden Dürre in den Wäldern appelliert Phukets Feuerwehr an die Insulaner, keine Zigarettenstummel aus dem Auto zu werfen und auf das Verbrennen von Gartenabfällen zu verzichten. Es wurde zwar von behördlicher Seite noch keine akute Buschbrandgefahr ausgesprochen, trotzdem soll die Bevölkerung für die bestehende Gefahr sensibilisiert werden. "Waldbrände sind eine sehr ernst zu nehmende Angelegenheit. Jeder, der ein Buschfeuer entdeckt, wird dazu angehalten, unsere Notrufnummer 1362 zu verständigen", so Feuerwehrchef Kejboon Leawtrakul.

Trick der Räuber
Pattayas Banden lassen sich immer neue Tricks einfallen. Das musste jetzt ein Ehepaar aus Russland erfahren. In Südpattaya näherten sich vier Thais auf zwei Motorrädern den Touristen. In Höhe der Russen täuschten die Männer einen Unfall mit einem Verletzten vor. Als die Frau durch den Zwischenfall abgelenkt war, griff einer der Männer ihre Handtasche. Er entnahm der Geldbörse 2.000 Baht und warf die Tasche fort. Der Ehemann konnte einen der Räuber festhalten und der Polizei übergeben. Der 26-Jährige ist hinreichend bekannt, als Dieb und Drogenstraftäter.

Koh Tao ist Spitze
Bei einer Umfrage des Reiseportals TripAdvisor landete die thailändische Koh Tao unter den zehn beliebtesten Inseln weltweit. Es führen Ambergris Caye in Belize vor St. John in den USA und Bora Bora in Französisch-Polynesien. In Asien ist die Koh Tao Spitze, in den Top Ten sind weitere thailändische Inseln: Koh Lanta (3.), Phuket (6.) und Samui (7.). Nach Angaben von TripAdvisor haben Millionen Reisende Hotels, Restaurants und Attraktionen auf den Inseln bewertet.

Vogelgrippe aktuell
Das Gesundheitsministerium hat nach dem Ausbruch einer neuen Vogelgrippe in China die Gesundheitsdienste landesweit zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Zum thailändischen Neujahrsfest werden Zehntausende Touristen erwartet, vor allem aus der Volksrepublik China. Urlauber könnten das neue Virus H7N9 einschleppen. Chinas Kampf gegen die Vogelgrippe liefert beunruhigende Bilder. Die staatlichen Medien zeigten Tiermediziner in Schutzanzügen und Atemmasken neben Haufen von Tierkadavern in Plastiksäcken auf dem Markt in Schanghai, wo es erste Massenschlachtungen gegeben hatte. Jetzt sind 6 Menschen an der neuen Form der Vogelgrippe in China gestorben. Noch gibt es keine Belege, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Nach Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums ist in mehreren Ländern die alte Form des Virus aufgetaucht. Der Erreger H5N1 infizierte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation seit 2003 weltweit mehr als 600 Menschen, 371 Menschen starben.

Nicht nach Don Mueang
Die Oneworld Alliance hat der Mitteilung des Flughafenbetreibers Airports of Thailand (AoT) widersprochen, ihre Mitglieder würden einen Wechsel vom Internationalen Flughafen Suvarnabhumi zum alten Bangkoker Airport Don Mueang erwägen. Ein Sprecher der Fluggesellschaften sagte, die Information sei falsch, es habe niemals Gespräche mit der AoT über einen Wechsel gegeben. Oneworld lege Wert auf einen hervorragenden Service und beste Anschlussmöglichkeiten für ihre Passagiere. Beides sei auf Don Mueang nicht gegeben. Zur globalen Allianz Oneworld zählen u.a. American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Qantas und Finnair. Die AoT sucht weitere Airlines für Don Mueang über erheblich günstigere Gebühren. So soll Suvarnabhumi entlastet werden.

Chonburi im Plus
9 Millionen Urlauber, darunter waren 6,14 Millionen Ausländer und 2,89 Millionen Thais, haben der Provinz Chonburi mit der Touristenmetropole Pattaya im Vorjahr Einnahmen in Höhe von 94 Milliarden Baht gebracht. Gegenüber 2011 war das eine Zunahme von über 8%. In 2013 rechnet die Urlaubsbranche mit Einnahmen von 100 Milliarden Baht. Die Länderliste führte im letzten Jahr Russland mit 2,2 Mio. Besuchern an, dann folgten Chinesen mit 792.022. Die Zahl der deutschen Gäste wird mit 404.420 angegeben. Im Durchschnitt gaben die Urlauber jeden Tag 3.156 Baht aus, teilt die staatliche Tourismusbehörde weiter mit.

Vorsicht vor Elfenbein
Für Urlauber, die in thailändischen Geschäften Schnitzereien aus Elfenbein kaufen, kommt bei der Rückreise auf dem Flughafen, spätestens aber am Zoll im Heimatland ein böses Erwachen. Denn sie haben gegen das Artenschutzgesetz verstoßen. Theerapat Prayurasiddhi, stellv. Generaldirektor des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP), warnt Ausländer vor dem Kauf von Elfenbein. Obwohl in Geschäften angeboten, müssen Touristen mit empfindlichen Geld- oder Haftstrafen rechnen. Das sei auch die Folge eines Beschlusses auf der Artenschutzkonferenz in Bangkok (CITES). Nach einem Jahrzehnt des Stillstands hätten sich Umwelt- und Naturschutzziele gegenüber kommerzieller Ausbeutung durchgesetzt, erklärte der World Wide Fund For Nature (WWF) nach Abschluss der Tagung. Erfreulich seien die stärkeren Schutzmaßnahmen für Elefanten, Nashörner, Tiger und Menschenaffen.

Bahn nach Kambodscha
Künftig soll das Nachbarland Kambodscha von der Provinz Sa Kaeo aus mit der Eisenbahn erreichbar sein. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hat angeordnet, die zerstörte sechs Kilometer lange Strecke von Aranyaprathet bis Poipet in Kambodscha unverzüglich zu reparieren. Die Route ist Teil des von den zehn ASEAN-Staaten beschlossenen regionalen Eisenbahnnetzwerkes mit Anschluss an China. Mit zwei Jahren Verspätung wird die staatliche Eisenbahn fünf Strecken doppelgleisig ausbauen. Es sind: Mab Kabao in Saraburi - Chira Road Station in Buriram (132 km); Nakhon Pathom - Nong Pla Duk-Hua Hin (165 km); Lop Buri - Pak Nampho in Nakhon Sawan (118 km); Nakhon Ratchasima - Khon Kaen (185 km); Prachuap Khiri Khan - Chumphon (167 km). Für die 767 Km werden 176 Milliarden Baht veranschlagt.

Buddy-App informiert
"Tourist Buddy" hat die Touristenpolizei eine Application für Urlauber benannt. Die App kann vom iTunes Store heruntergeladen werden, ist weiter für Besitzer von iPhones und iPads kostenfrei. In den nächsten Tagen soll Buddy (Smart Smile Serve Safe Secure) auch über Android Store erhältlich sein. Buddy gibt Touristen wichtige Informationen über deren Ziele, zu Hotlines und Festivals im Königreich. Die Comicfigur warnt Ausländer, die in Pattaya oder auf Phuket einen Jet Ski mieten wollen, vor Betrügereien der Verleiher.

Suvarnabhumi nicht
Erneut fehlt Bangkoks Internationaler Flughafen Suvarnabhumi bei der Auflistung der besten Airports in Asien. Der Airports Council International (ACI) hat Seoul Incheon auf Platz eins gesetzt, es folgen Singapur, Peking, Neu-Delhi und Hongkong. Bei den Flughäfen mit im Jahr zwischen zwei und fünf Millionen Passagieren steht Chiang Mai auf Rang vier. ACI hat weltweit 275 Flughäfen bewertet. In Europa besetzt Moskau Sheremetyevo den ersten Platz vor Malta, Edinburgh, Keflavik und Zürich.

Eng über den Wolken
Wegen des zunehmenden zivilen Luftverkehrs wird über Thailand der Luftraum immer enger. Deshalb appelliert das Transportministerium an das Militär, Teile der für zivile Flugzeuge gesperrten Zonen freizugeben. Die Behörde begründet ihren Wunsch mit Zahlen: In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013 ist die Zahl der Flugbewegungen auf täglich 1.735 gestiegen, gegen 1.575 im Vergleichszeitraum 2012. Experten sprechen von einer kritischen Situation, von einem nahenden Verkehrschaos über den Wolken, das zu erheblichen Verspätungen im Flugverkehr führen wird. Nach Einschätzung der Zivilen Luftfahrtbehörde wird der für Luftwaffe und Marine reservierte Luftraum nicht voll genutzt.

Reisen nach Bangkok
werden immer beliebter und ziehen jedes Jahr mehr kulturinteressierte Urlauber an. Die 8-Millionen-Stadt beherbergt schließlich einige Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Vor allem die zahlreichen buddhistischen Tempelanlagen spiegeln das religiöse Leben der Bevölkerung wider. Besonders der Tempel des Smaragd-Buddha, namens Wat Phra Kaeo, ist eine Touristenattraktion. Das Gebäude gehört zum Komplex des Königspalastes am Ufer des Chao Phraya. Auch der Tempel der Morgendämmerung, Wat Arun, ist einen Besuch wert. Der beeindruckende Tempel ist das Wahrzeichen der thailändischen Stadt. Er ist leicht erkennbar durch die etwa 75 Meter hohe Pagode, deren Porzellan-Kachel-Verzierung in der Sonne funkelt. Nach einer anstrengenden Stadttour kann man im Lumphini Park Erholung finden.

Neue Route in Trang
Südlich von Krabi liegt die Provinz Trang, die Besucher mit weitläufigen Stränden und idyllischen Inseln in der Andamanensee besticht. Um auch die Vielfalt des Hinterlandes bekannter zu machen, hat die Provinz kürzlich eine neue Touristenroute aufgelegt. Diese führt durch die beiden Bergketten Khao Luang und Banthat, die der Ursprung für die beiden größten Flüsse Palian und Trang sind. Besucher können die Natur der Provinz beim Kayaking auf einer fünf Kilometer langen Strecke durch die herrliche Flusslandschaft hautnah erleben. Wildwasser-Rafting, Reiten auf Elefanten und Wandertouren zu den Sakai - einem Volk, das in den Banthat Bergen lebt - sind ebenfalls Teil der neuen Route.

Auch der Hat Chao Mai Nationalpark bietet das richtige Umfeld für Naturfreunde: Der Nationalpark in Bezirk Sikao umschließt nicht nur die maritime Landschaft der Andamanenseeküste mit spektakulärer Kalksteinfelskulisse und vielen paradiesischen Trauminseln, sondern erstreckt sich bis ins Hinterland der Provinz, wo Mangrovenwälder, Grasebenen, Berge und heiße Quellen darauf warten, entdeckt zu werden. Wildreservate wie Khao Chong mit gleich drei beeindruckenden Wasserfällen und einem Naturpfad oder Khlong Lamchan, ein geschütztes Reservat für Wildwasservögel lohnen ebenfalls einen Besuch. Trangs Hinterland bietet mit seinen Dschungellandschaften, geheimnissvollen Höhlen und vielem mehr eine abwechslungreiche Umgebung, die perfekt für Entdecker ist. In Trang wurden bereits im Jahr 1899 die ersten Kautschukbäume Thailands gepflanzt, und die Produktion von Naturkautschuk, das zu einem der wichtigsten Naturprodukte Südthailands gehört, nahm hier ihren Anfang. TAT

Königliche Pflugzeremonie
Die königliche Pflugzeremonie ist ein uralter Brauch, der bis zur Sukothaiperiode im 13. Jahrhundert zurückgeht. Die Zeremonie kündigt den Beginn der regenreichen Jahreszeit an, in der hauptsächlich im Zentrum und Nordosten Thailands die Reisefelder in voller Pracht stehen, und soll die Regenmenge und den Reisertrag der bevorstehenden Jahreszeit vorher bestimmen. Mit dieser abergläubischen Zeremonie soll vor allen Dingen eine ertragreiche Ernte gesichert werden.

In diesem Jahr ist es am 13. Mai wieder soweit, dann strömen Schaulustige aus dem ganzen Königreich auf den Sanam Luang im Herzen Bangkoks, um die Pflugzeremonie mitzuerleben. Die Zeremonie beginnt stets mit der Vorhersage der Regenmenge für die kommende Jahreszeit. Als ihr Hauptbestandteil gilt das anschließende Pflügen des "königlichen Gartens" unter den Augen des Königs und seiner Familie. Dieses Privileg ist dem sogenannten "Herrn der Ernte" vorbehalten, er wird assistiert von den vier "himmlischen Jungfrauen", die traditionell das nötige Saatgut tragen. Zum Abschluss der Zeremonie dürfen die Pflugochsen aus sieben verschieden gefüllten Futtertrögen ihre Lieblingsmahlzeit wählen. Die Wahl der Ochsen prophezeit den Ernteerfolg sowie die Menge des vorhandenen Saatgutes für die kommende Saison. Nach der offiziellen Zeremonie stürmen Hunderte Bauern aus dem Publikum auf das Feld, um einige der geweihten Reiskörner zu ergattern, da diese vermischt mit der eigenen Saat für eine reichhaltige Ernte sorgen sollen.

Raketenfest Yasothon
Jedes Jahr findet zum Ende der Trockenzeit in Yasothon, im äußersten Nordosten Thailands, das Raketenfest Bun Bang Fai statt. Dann schießen 3 Tage lang Hunderte selbst gebastelte Raketen in die Luft. Nicht aus purer Freude am Feuerwerk, sondern als eine abergläubische Tradition findet das lautstarke Festival jedes Jahr aufs Neue statt. Gemäß der nordöstlichen Überlieferung müssen die Götter gnädig gestimmt sein, damit die ersten Regentropfen auf die Erde fallen und somit die Erde mit Regen und Fruchtbarkeit gesegnet wird. Besonders die Hauptrakete, die die Regenmenge der nächsten Wochen voraussagen soll, ist von großer Bedeutung: Je höher sie fliegt, desto mehr Regen wird fallen und somit für eine erfolgeiche Reisernte sorgen. Sie ist bis zu 10 m hoch und beinhaltet rund 25 kg Schwarzpulver. Alle Größen und Formen sind erlaubt, gebaut aus Bambus oder Plastik, Hauptsache sie gehen in die Luft. Wessen Rakete dies nicht tut, der muss mit viel Gelächter rechnen - oft auch mit einer Portion Matsch, die auf ihn geworfen wird. Außer Raketen bietet das Festival eine Vielzahl an kulturellen Höhepunkten für die Besucher: Traditionelle Tanzvorführungen, musikalische Unterhaltung und natürlich die bunten Paraden, bei denen die Raketenbauer stolz ihre Kunstwerke vorführen. TAT



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