FARANG-Ausgabe 06 - 2015

Typisch Thailand
TAF Reisebüro stellt vor:
Uzbekistan Airways
Happy Birthday, Dimmy
Bombe auf Koh Samui
Edds Kolumne
RA Bümlein informiert:
Folgen der Scheidung (2)
Franky Kuchenbecker:
Farang und Lotusblüten
Ching Chong/Herausgeber
Verein Hoffnungsfunke
Deutscher Hilfsverein
Grosser Bericht:
Meine erste Thailand-Reise
Songkran in Berlin
It's Thailand
Kleinanzeigen
News aus Thailand
Solche Sachen
Karneval der Kulturen
Bootsverkehr in Bangkok
Frühgeschichte Thailands:
Teil 3: Suvarnabhumi
Aus den Wats

Berliner Karneval der Kulturen 2015

Seit 1996 an jedem Pfingstwochenende, gibt es den Karneval der Kulturen in der Hauptstadt. Fantasievoll geschmückte Festwagen, atemberaubende Kostüme und mehr als eine Million Feierwütige ziehen Hüfte schwingend mit den 60 Tanz- und Musikgruppen durch die Straßen von Neukölln & Kreuzberg. Wie auch in den Jahren zuvor zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite - strahlender Sonnenschein bei 24 Grad - was will man mehr. Unzählige Menschen suchten sich die besten Plätze am Straßenrand entlang der etwa 3,5 Kilometer langen Route um dem bunten und lauten Treiben zuzusehen. Partylaune auf der ganzen Strecke des Umzuges, aus jedem Geschäft dröhnte laute Musik, Spätkauf Läden wurden zur Bar, jeder Imbiss wurde zum Biergarten Restaurant.

Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) eröffnete den diesjährigen Karneval der Kulturen. Die deutsch-brasilianische Gruppe Sapucaiu No Samba zeigte eine kleine Kostprobe ihres Könnens am Hermannplatz und führte mit Startnummer 1 die gesamte Parade an, die über die Hasenheide, Gneisenau- und Yorckstraße bis zur Möckernstraße führte. Thailand war dieses Jahr Startnummer 29 und leider nicht so stark vertreten wie in den Jahren zuvor. Ich vermisste die aufwendigen prächtigen Kostüme sowie all die kleinen Tanzgruppen unseres geliebten Thailands. Hoffen wir aufs nächste Jahr... allen anderen hier mal ein Danke für die Strapazen, die Ihr auf Euch nehmt - es ist wahrlich nicht leicht, bei Hitze, tanzend & singend vier Stunden mit lächelndem Gesicht im Schneckentempo durch die Straßen zu ziehen. Peter Phetkhieo

Der Bootsverkehr in Bangkok

Ein Bericht von Dr. Volker Wangemann und Reinald Vogt

Wie bereits angekündigt (FARANG Heft 09/2014), werde ich mich in diesem Teil der Serie über den Verkehr in Bangkok und Umgebung mit dem Schiffsverkehr beschäftigen, der ebenfalls ein wichtiger Teil des öffentlichen Personennahverkehrs der thailändischen Hauptstadt bildet. Bangkok liegt am Chao Phraya (siehe FARANG Heft 11/2012) und naturgemäss wird sowohl der grosse Fluss wie auch die von ihm abzweigenden bzw. zulaufenden Kanäle (Khlongs) für den Personentransport benutzt.

Schauen wir uns zuerst den Bootsverkehr auf dem Maenam Chao Phraya an, der auch von Touristen genutzt wird. Der Verkehr wird vom Unternehmen Chao Phraya Express Boat Service durchgeführt (www.chaophrayaexpressboat.com), mit Sitz in 99 Moo 3 Bang Si Mueang, Mueang Nonthaburi, Nonthaburi 11000. Das Unternehmen wurde im September 1971 von Khunying Supatra Singhulaka gegründet, übrigens eine der Vorkämpferinnen für Frauenrechte in Thailand. Die Konzession zum Betrieb der Boote wurde vom Hafendepartment erteilt. Heute umfasst die Flotte 65 Schiffe, davon 15 grosse und 50 kleinere Schiffe. Das Liniennetz beträgt mit 38 Anlegestellen etwa 21 km, die tägliche Beförderungsleistung liegt bei etwa 35.000-40.000 Personen, das sind ungefähr 13,5 Millionen Passagiere pro Jahr.

Bei den Booten unterscheidet man, wie bereits erwähnt, zwei Typen. Einmal die Einschraubenboote mit einer Kapazität von 90-120 Personen, einer Länge von 26-32 m und einer Breite von 2.7 m. Dieser Bootstyp fährt auf allen nicht ausgeflaggten Linien, auf der orange geflaggten Linie sowie auf der grün-gelb geflaggten Linie und ausserhalb der HVZ auch auf der gelb geflaggten Linie. Die Zweischraubenboote haben eine Kapazität von 120-180 Passagieren, sie sind 30-40 m lang und 5-7 m breit. Dieser Bootstyp fährt als gelb geflaggtes Expressboot in der HVZ sowie als Touristenlinie ausserhalb der HVZ.

Es existieren insgesamt fünf Linien, die hier kurz vorgestellt seien.

1) Lokale Linie zwischen Nonthaburi (N 30) und Wat Rat Singkhon (S 3). Die Linie weist keine eigene Flagge auf und verkehrt nur tagsüber von 05:50-19:00 an Werktagen. Der Fahrplanabstand beträgt zwischen 5 und 20 Minuten, der entfernungsabhängige Fahrpreis beträgt zwischen 10 und 14 BHT.

2) Die Orangene Linie zwischen Nonthaburi (N 30) und Wat Rat Singkhon (S 3). Sie verkehrt täglich zwischen 06:00 und 19:00 mit einem Fahrplanabstand zwischen 12 und 20 Minuten. Der Fahrpreis beträgt einheitlich 15 BHT.

3) Die Gelbe Linie zwischen Nonthaburi (N 30) und CEN Sathon Saphan Taksin bzw. Nonthaburi (N 30) und Rat Burana (Big C, S 4). Sie verkehrt nur werktags mit Einzelfahrten in der Morgen-HVZ 07:00-07:45 und in der Nachmittags-HVZ zwischen 16:45 und 20:00 Der entfernungsabhängige Fahrpreis beträgt zwischen 20 und 29 BHT.

4) Die Gelb-Grüne Linie, bisweilen auch nur als Grüne Linie bezeichnet, zwischen Pak Kret (N 33) und CEN Sathon Saphan Taksin. Die einzige Linie, die nördlich von Nonthaburi verkehrt. Sie fährt nur werktags in der HVZ zwischen 06:15-08:20 und 16:05-18:05 mit Fahrtabständen zwischen 5 und 20 Minuten. Der Fahrpreis liegt zwischen 13 und 32 BHT.

5) Die Touristenboote zwischen CEN Sathon Saphan Taksin und Phra Athit (N 13) täglich von 09:00-16:30. Der Fahrpreis beträgt einheitlich 150 BHT und gilt als Tageskarte. Interessanterweise wird die Touristenlinie von Chao Phraya Tourist Boat Co. Ltd., Schwesterunternehmen des Chao Phraya Express Boat Service, mit Sitz in 78/24-29 Thanon Maharaj, Phra Nakhon, Bangkok 10200, betrieben.

Wir kommen nun zu den Booten auf den Kanälen Bangkoks, die bei den Touristen kaum bekannt sind. Hier trifft man eher die einheimische Bevölkerung und kommt in Gegenden, in die sich kaum ein Tourist verirrt, vielleicht sind gerade deshalb diese Touren so interessant!

Derzeit gibt es drei Kanäle (Khlongs), auf denen ein regulärer Bootsverkehr stattfindet, davon sind allerdings die beiden letztengenannten vorerst nur Testbetriebe. Beginnen wir mit dem Khlong Saen Saep Express Boat Service, der von dem Unternehmen Khrop Khrua Khonsong Co. oder Family Transport (Eigentümer: Chawalit Methayapraphat) betrieben wird. Der Khlong Saen Saep ist ein Kanal, der den Chao Phraya mit dem Bang Ka Kong in der Provinz Chachoengsao verbindet. Innerhalb Bangkoks wird er auf einer Länge von etwa 18 km mit 100 Booten täglich in der Zeit von 05:30-20:30 montags-freitags sowie 05:30-19:00 samstags und sonntags befahren. Die Boote fassen etwa 40-50 Personen, der Fahrpreis beträgt 8-20 BHT je nach zurückgelegter Entfernung. Das Fahrgeld wird an Bord während der Fahrt an den Schaffner bezahlt, der entlang der Bootaussenkante läuft. Es werden etwa 60.000 Personen pro Tag befördert (siehe http://khlongsaensaep.com) und das Unternehmen betreibt zwei Linien:

A) Die Golden Mount Linie mit den Piers:

1) Panfa Leelard, in der Nähe des Goldenen Berges (auf Thai: Phu Khao Thong), 2) Talat Bobae, großer Kleidungsmarkt, 3) Saphan Charoenpol, 4) Baan Krua Nua, 5) Saphan Hua Chang, in der Nähe des MBK Center, benachbart sind die Skytrain Stationen National Stadium, Ratchathewi und Siam sowie 6) Pratunam, Umsteigepunkt zur Nida-Linie, Pratunam-Bekleidungsmarkt, Central World und Pantip Plaza. In beiden Richtungen müssen, wegen der dort befindlichen Schleusen, die Boote jeweils gewechselt werden, es können aber, nach Angabe des Fahrtzieles, durchgehende Fahrscheine für beide Linien erworben werden.

B) Die NIDA-Linie beginnt und endet in Pratunam, es folgt Pier Nr. 2 mit dem Namen Chitlom, dann Nr. 3 mit dem Namen Wireless an der Thanon Witthayu, Nr. 4 trägt den Namen Nana Nua und befindet sich an der Thanon Sukhumvit Soi 3 in der Nähe des bekannten Bumrungrad Hospitals. Nun kommt der Pier Nr. 5 mit dem Namen Nana Chard an der Thanon Sukhumvit Soi 15, es folgen Nr. 6 Asoke-Petchaburi mit der Bangkok Metro Station Petchaburi in der Nähe, Nr. 7 heisst Prasanmit, in der Nähe befindet sich die Srinakharinwirot Universität, die führende Universität Thailands für Lehrerausbildung.

Der nächste Pier ist die Nr. 8 mit dem Namen Italthai, in der Nähe befindet sich der Italthai Tower, die folgende Anlegestelle ist Nr. 9 mit dem Namen Wat Mai Chonglom, in ihrer Nachbarschaft ist die Royal City Avenue (RCA), dann kommt Nr. 10 mit dem Namen Baan Don Mosque, gefolgt von Nr. 11 mit dem Namen Soi Thonglor (Thanon Sukhumvit Soi 55). Der Kanal verläuft weiter in Richtung Osten und erreicht den Pier Nr. 12 mit dem Namen Charn Issara in der Nähe des Charn Issara Towers 2, dann folgt die Anlegestelle Nr. 13 mit dem Namen Vijit School, gefolgt von der Nr. 14 mit dem Namen Saphan Khlong Tan, diese liegt an einer grossen Kreuzung der Strassen Petchaburi, Phra Khanong, Rama IX. und Ramkhamhaeng. Hinter dieser Anlegestelle wendet sich der Khlong Saen Saep nach Norden und der Khlong Tan zweigt in Richtung Osten ab. Nun folgt Pier Nr. 15 mit dem Namen The Mall Ram 3 an der Thanon Ramkhamhaeng, es schliesst sich die Anlegestelle Nr. 16 mit der Bezeichnung Wat Noi an. Weiter geht es mit Nr. 17 und dem Namen Ramkhamhaeng 26, dann kommt Nr. 18 Wat Thepleela an der Soi Ramkhamhaeng 29, hier biegt der Khlong Saen Saep wieder nach Osten ab. Nun kommen wir immer weiter an den Stadtrand der Metropole, Nr. 19 heisst Ramkhamhaeng University und befindet sich genau gegenüber der berühmten Universität, Nr. 20 trägt den Namen Mahadthai, Nr. 21 ist Wat Klang und Nr. 22 ist The Mall Bangkapi in der Nähe der Thanon Lad Phrao.

In der Umgebung des Bangkapi District Offices und Bangkapi-Marktes befindet sich der vorletzte Pier mit dem Namen Bangkapi. Die Linie endet schliesslich am Wat Sriboonreung in unmittelbarer Nähe des NIDA (National Institute of Development Administration) am Anlegesteg Nr. 24. Die Fahrt dauert, je nachdem wie oft das Boot anlegt, von Pratunam bis zum Pier 24 etwa 30-40 Minuten. Während des Jahres 2013 war die Linie sogar noch um 11 km mit 14 neuen Piers verlängert worden, allerdings handelte es sich nur um einen befristeten Probebetrieb, der wegen Uferbeschädigungen, Proteste der Anwohner wegen zu hohen Lärms und zu hoher Wasserstände dann eingestellt wurde. Es sind aber Überlegungen im Gang, den Betrieb wieder aufzunehmen, zumindest solange, bis Minburi endlich von einer Schnellbahn erreicht wird. Auf jeden Fall ist eine Fahrt auf dem Khlong sehr interessant, allerdings muss der Benutzer schon einigermaßen abgehärtet sein, denn der Khlong hat einen sehr starken Eigengeruch und das Wasser sieht auch nicht gerade sauber aus. Trotzdem ist eine Fahrt empfehlenswert, sieht man doch einmal die "Hinterhöfe" der Stadt und authentisches thailändisches Leben.

Kommen wir zu den beiden schon erwähnten Probebetrieben: Am 24. April 2014 wurde der Betrieb auf dem Khlong Phasi Charoen aufgenommen. Er verbindet den Tha Chin mit dem Khlong Bangkok Yai. Er beginnt in Bangkok am Khlong Bangkok Yai am Wat Paknam Phasi Charoen und endet südlich des Wat Ang Thong im Tambon Don Kai Di, Amphoe Krathum Baen, Changwat Samut Sakhon. Eine 11 km lange Linie verband an Wochentagen von 06:00-09:00 und von 16:00-19:30 im 15 Minutenbetrieb und an den Wochenenden zu den gleichen Zeiten im 30 Minutenbetrieb mit 10 Booten insgesamt 15 Anlegestellen. Durch Geldzuschüsse seitens der Stadt wurde der Betrieb bis Mai 2015 erst einmal gesichert.

Ein weiterer Probebetrieb lief auf dem Rangsit Prayurasakdi Canal oder Khlong Rangsit, der am östlichen Ufer des Chao Phraya im Tambon Ban Mai, Amphoe Khlong Luang, Changwat Pathum Thani beginnt und am Nakhon Nayok-Fluss im Amphoe Ongkharak im Changwat Nakhon Nayok endet. Es wurde eine 18 km lange Strecke zwischen der Prachadiphat Schule und dem Tesco Lotus am Khlong 9 mit 20 Booten mit jeweils 14 Sitzen in der Zeit zwischen 06:00 und 18:00 täglich bedient. Insgesamt bestanden 14 Anlegestellen. Es scheint, dass die Boote noch fahren, es sind inzwischen sogar Vorschläge bekannt, die Linie bis nach Ongkharak zu verlängern.

Wir haben nun ein weiteres Verkehrsmittel im Grossraum Bangkok kennengelernt, und sicherlich ist es empfehlenswert einmal auf dem großen Fluss oder auch einen der Khlongs zu fahren.

TAF stellt von: Uzbekistan Airways

Sa & Bernd vom Reisebüro TAF-Thai Asien Flugreisen in Berlin, Kantstr. 59, stellen Ihnen in dieser Ausgabe eine usbekische Fluggesellschaft vor, mit der sie die Möglichkeit haben ab Frankfurt nach Asien zu fliegen.

Der Aufbau der Uzbekistan Airways (Airline Code: HY) wurde kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion in Angriff genommen. Die Fluggenehmigung am 28. Januar 1992 erteilt und die junge Fluggesellschaft konnte so als neue internationale Luftverkehrsgesellschaft fungieren. Der Sitz und ihre Basis ist in Taschkent, der Hauptstadt und größten Stadt Usbekistans.

Die erste Linienflugverbindung der Uzbekistan Airways führte von Taschkent nach London. Weitere reguläre Flug Strecken von Taschkent wurden nach Karatschi (Pakistan), Neu-Delhi (Indien), Kuala Lumpur (Malaysia), Tel Aviv (Israel) und Peking (China) aufgenommen.

Im Jahr 1993 übernahm die Gesellschaft ihr erstes fabrikneues Flugzeug. Es handelte sich dabei um ein Flugzeug in Langstreckenausführung vom Typ Airbus A310, welches auf den damals neu aufgenommenen Verbindungen von Taschkent nach Frankfurt am Main und Bangkok eingesetzt wurde.

Als erste Luftverkehrsgesellschaft der ehemaligen GUS bekam 1993 die Uzbekistan Airways das europäische Qualitätszertifikat. 1994 kam ein weiterer werksneuer Airbus A310 zur Flotte. Neue Linienflüge führten nach Athen (Griechenland), Manchester (England) und Seoul (Süd Korea). 1995 erweiterte man das Streckennetz um weitere Linienflüge nach Bahrain und New York (USA). Im Jahr 1996 stieß mit der Boeing 767 die erste Langstreckenmaschine zur Flotte. 1997 erhielt Uzbekistan Airways das Qualifikationszertifikat JAR-145 der internationalen Flugsicherheit. Dieses Diplom erlaubt der Gesellschaft C-Checks selbst durchzuführen.

Im Folgejahr 1998 wurde dann der dritte Airbus A310 erworben und weitere Linienflüge nach Paris (Frankreich) und Dakar (Senegal) waren die Folge. In den folgenden Jahren 1999-2001 ging der Ausbau des Streckennetzes rasant weiter mit Flügen nach Kiew (Ukraine), Riad (Saudi Arabien), Rom (Italien), Birmingham (England), ins japanische Osaka und auch ersten Charterflügen nach Japan.

Parallel baute man in Kooperation mit Lufthansa-Technik einen eigenen Wartungsbereich auf, der seit 2002 als Uzbekistan Airways Technics fungiert. 2003 wurden eine weitere Boeing 767-300ER und eine 757-200 eingeflottet und internationale Flugverbindungen u.a. nach Hanoi (Vietnam) und Shanghai (China) aufgenommen. 2005 erhielt Uzbekistan Airways von Boeing eine Auszeichnung für 10 Jahre sicheres und zuverlässiges Fliegen von Boeing Maschinen. Maschinen vom Typ Boeing 767-300, Boeing 757-200, aber auch Airbus A310, A320, AVRO RJ-85 und andere stehen aktuell im Einsatz.

Uzbekistan Airways gab bekannt, der SkyTeam-Allianz um Air France und KLM beizutreten, was bisher allerdings noch nicht erfolgte.

Wer einmal mit Uzbekistan Airways nach Bangkok fliegen möchte, hier die aktuellen Verbindungen mit akzeptablen Anschlüssen (Stand März 2015). Der Abflug Montag und Donnerstag ab Frankfurt mit Boeing 767 um 11.40, Ankunft in Tashkent 21.45 - Weiterflug um 23.00 - an Bangkok 07.15 mit Boeing 757. Der Rückflug immer Mittwoch ab Bangkok 22.20- 03.10 Taschkent, weiter 05.45- 09.40 Ankunft Frankfurt/Main.

Der Service an Bord ist, je nachdem welches Flugzeug eingesetzt ist, in eine First-Class, Business Class und Economy oder auch nur in Business Class und Economy unterteilt. Ein Rail&Fly mit der Bahn kann gegen Aufpreis beim Ticketkauf miterworben werden. Die Sicherheit, Service, Platzangebot und Freundlichkeit dieser Fluggesellschaft gelten als gut und problemlos.

Fazit: Für Berliner Kunden ist es sicher nur eine bedingt interessante Verbindung nach Asien, da Abflug und Ankunft nur in Frankfurt möglich ist. Die älteren Leser, die in den 70er und 80er Jahren z.B. mit der polnischen LOT und anderen Airlines auf dem Weg nach Bangkok den damals obligatorischen Zwischenstopp in Taschkent einlegten, werden sich noch schaudernd an die undefinierbare gelbe Brause erinnern, welche man dort immer gereicht bekam. Ob es dieses spezielle Getränk wohl dort immer noch gibt? Bernd Kamjunke

Bombe im CentralFestival Samui

7 Verletzte hat am 10. April eine schwere Explosion in der Parkgarage des CentralFestival Einkaufszentrums in Koh Samui gefordert. Der Anschlag ereignete sich 22.15 Uhr. Augenzeugen berichten, dass Sekunden nach dem lauten Knall in der Tiefgarage Menschen der Restaurants im Obergeschoss fluchtartig ins Freie gelaufen seien. Es soll sich nur um eine Detonation gehandelt haben, so schlussfolgerte die Polizei, dass wahrscheinlich kein terroristischer Hintergrund dafür verantwortlich sei.

Die Hinweise, dass die Detonation in der Tiefgarage des Einkaufscenters CentralFestival einen terroristischen Hintergrund haben könnte, haben sich nach ersten Ermittlungen verdichtet.

Wie in einer Eilmeldung berichtet, wurde die schwere Explosion vermutlich durch eine in einem schwarzen Honda Jazz mit Chonburi-Kennzeichen platzierten Autobombe verursacht. Gleichzeitig brach im großen Einkaufszentrum Central ein Feuer aus – auch hier wird vorsätzliche Brandstiftung vermutet.

Weil beinahe zeitgleich in Einkaufsmärkten in Surat Thani und Phang Nga Sprengsätze hochgegangen sein sollen, könnte es sich in allen Fällen tatsächlich um gezielte Anschläge handeln. In den Touristenzentren Thailands war es – bis auf die südlichste Großstadt, Hat Yai, bisher ruhig geblieben. In Hat Yai verüben aufständische Muslime aus dem Grenzbereich zu Malaysia seit Jahren schwere Anschläge, bei denen es viele Tote gegeben hat. Auch dort sind Autobomben in Einkaufspassagen gezündet worden.

Der Autobomben-Anschlag im Einkaufszentrum auf Koh Samui scheint in Zusammenhang mit vorhergehenden Attentaten in Bangkok zu stehen. Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat persönlich seinen obersten Polizeichef nach Samui beordert und eine massive Verstärkung der Sicherheitsbestimmungen angeordnet.

Obwohl die Bombe mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Pickup aus Südthailands Yala Provinz platziert worden war, gehen die Sicherheitsbehörden nicht vom Übergreifen aufständischer Anschläge auf die Touristenzentren aus. Vielmehr gäbe es Hinweise, so Generalmajor Sansern Kaewkamnerd, dass die Attentäter in den gleichen Reihen zu vermuten sind wie die Bombenleger in Bangkok. Dort waren am 1. Februar im Siam Paragon und am 7. März im Justizpalast Sprengsätze gezündet worden.

Mittlerweile festgenommene Tatverdächtige haben bei Verhören zugegeben, dass sie muslimische Rebellen im seit Jahren umkämpften extremen Süden als Attentäter angeworben hatten. Ziel sei es, so Ministerpräsident Chan-o-cha, die Ruhe und Ordnung im Königreich zu stören. Insbesondere die amtierende Militärregierung solle durch solche Bombenanschläge provoziert werden.

Der Brand eines großen Warenlagers bei Surat Thani, dem Surat Thani Cooperative, scheint nach ersten Ermittlungen nicht im Zusammenhang mit dem Samui-Anschlag zu stehen, so Polizeisprecher Kaewkamnerd. Dabei entstand am 10. April fast zeitgleich Schaden in Höhe von 50 Mio. Baht. In dem Lagerhaus waren Waren für die lange Songkran-Festphase eingelagert, die alle ein Raub der Flammen wurden. Spekulationen zu diesem Brand gab es deshalb, weil der Besitzer des Surat Thani Cooperative der Ex-Vizepremier Suthep Taugsuban ist – er hatte 2014 als Protestführer die Regierung von Yingluck zu Sturz gebracht.

Auf Koh Samui sind sofort starke Sicherheitsanweisungen ergangen. Die beliebten Walking Streets wurden bis auf weiteres untersagt. In Lamai fiel auch das vielbesuchte Thai-Ladyboxen aus. Thailands Premier will bis zur Ermittlung der Täter kein Risiko eingehen. Veranstaltungen mit viel Zulauf sind auf Eis gelegt.

Die seit Jahren anhaltenden Anschläge in Südthailand, die sich ausschließlich im Grenzgebiet zu Malaysia ereigneten, sind hingegen kaum zu stoppen. Eine Ausweitung in Richtung Norden und die dort liegenden Touristengebiete Koh Lanta, Krabi, Phuket und Koh Samui wäre der schlimmste Albtraum gewesen.

Laut Thailands obersten Polizeiermittlern gibt es keine Hinweise auf einen Zusammenhang. Wie bei den Anschlägen in Bangkok seien höchstwahrscheinlich nur die Attentäter mit Geld in Südthailand angeworben worden. Einen politischen Schulterschluss zwischen der Bangkok Gruppe und Aufständischen im Süden sehen die Militärmachthaber nicht. Sam Gruber - Der Farang

Ein Augenzeuge

Ich möchte Ihnen hier kurz den Werdegang der Explosion schildern. Mit meiner langjährigen Freundin Miss NUTIDA BOOTDEEWONG war ich, Dr. GERD MUCHOW, Ende April auf Koh Samui im bekannten Einkaufscenter CENTRAL FESTIVAL .

Wir kommen gerade aus der SCB Bank heraus, als es mit einem ohrenbetäubenden Knall im Center eine Explosion gab. Die im Center anwesenden Kunden sowie Touristen haben umgehend die Flucht nach vorne angetreten. Ich habe meine Freundin stehen gelassen und mich sofort in die Tiefgarage begeben, wo die Explosion stattfand. Das Ausmaß der Explosion habe ich fotografiert und stelle sie dem FARANG uneingeschränkt zur Verfügung.

Ich bin Banker mit dem Schwerpunkt Geldanlagen und Investitionen, habe in Singapur ein eigenes Büro und bin jedes Jahr viele Monate in Asien. Bereits im letzten Jahr habe ich kurz nach dem Militärputsch in Thailand eine Bombenexplosion erlebt. Es bleibt unbenommen zu spekulieren aus welcher Richtung diese Anschläge gesteuert werden. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass bei beiden Anschlägen keine Menschen verletzt wurden. Dr. Gerd Muchow

RA Bümlein informiert:

Rechtsfolgen einer Trennung und Ehescheidung - Teil 2

Im Teil 2 unserer Reihe "Rechtsfolgen einer Trennung und Ehescheidung" geht es vorranging um Fragen des Unterhalts, welcher die Existenz des betroffenen Ehegatten und der Kinder sichern soll.

IV. Trennungsunterhalt

Trennungsunterhalt ist Unterhalt für den bedürftigen Ehepartner bis zur rechtskräftigen Ehescheidung. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Ehepartner getrennt leben und die häusliche Lebensgemeinschaft aufgehoben ist, besteht somit eine Unterhaltsverpflichtung des besserverdienenden Ehepartners gegenüber dem Anderen. Ein Getrenntleben kann auch innerhalb der Ehewohnung gegeben sein, wenn eine Trennung in allen Lebensbereichen erfolgt, also insbesondere auch im Wohn- und Schlafbereich. Der Trennungsunterhaltsanspruch besteht bis zur rechtskräftigen Scheidung. Der Umfang des Trennungsunterhaltes bemisst sich nach dem gesamten regelmäßigen Lebensbedarfs des bedürftigen Ehegatten. Die ehelichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse sind also für den Trennungsunterhalt maßgebend. Wichtig hierbei ist, dass man den Unterhaltspflichtigen nachweislich auffordern und in Verzug setzen muss, Unterhalt zu zahlen und, falls die Einkommensverhältnisse unbekannt sind, Auskunft verlangen muss. Ohne das ausdrückliche Verlangen gibt es keinen Unterhaltsanspruch!

V. Nachehelicher Unterhalt

Der nacheheliche Unterhalt wird auch als Unterhalt nach der Scheidung bezeichnet. Der bedürftige geschiedene Ehegatte kann aber nicht selbstverständlich davon ausgehen, dass ihm auch nach der Scheidung ein nachehelicher Unterhalt zusteht. Dieser Anspruch muss auch rechtzeitig gesondert geltend gemacht werden. Er bedarf zudem einer besonderen Anspruchsprüfung und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen zugesprochen. Es muss nämlich ein bestimmter Grund für diesen Unterhaltsanspruch gegeben sein, welcher seine Ursache überwiegend in der Ehe hat – der sog. ehedingte Nachteil. Hierzu gehört die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wegen der Betreuung eines gemeinsamen Kindes, bei langen Ehen wegen Alters, wegen Krankheit oder Gebrechen, wegen Erwerbslosigkeit, wegen einer (abgebrochenen) Ausbildung oder aus anderen schwerwiegenden Gründen. Der Anspruch kann der Höhe nach oder zeitlich befristet werden.

VI. Kindesunterhalt

Trennen sich die Eltern, so ist der Elternteil, welcher das Kind nicht in seiner Obhut hat, zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet. Es besteht ein Anspruch für minderjährige und volljährige Kinder, die sich noch in der Erstausbildung befinden. Die Höhe des Kindesunterhalts richtet sich im Allgemeinen nach der sog. Düsseldorfer Tabelle. Diese gilt aber nur für Kinder, welche in Deutschland leben. Der Kindesunterhalt kann auch beim Jugendamt oder Notar tituliert werden. Damit spart man sich ggf. kostspielige Gerichtsverfahren darüber.

In der nächsten Folge: weitere Regelungen betreffend die gemeinsamen Kinder

Rechtsanwältin Florina Gutman, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Sozialrecht Nicole Beier

Frühgeschichte Thailands bis 1238 (3)

Suvarnabhumi - Das Goldene Land

Für diesen ersten richtigen Staat auf thailändischem Boden gibt es verschiedene Schreibweisen. Im Sanskrit (Indro-Aryan-Sprache, sie gehört zur indogermanischen Sprachfamilie) heißt es Suvarnabhumi, im Pali oder Pakrit (Mittel-Indro-Aryan-Sprache) heisst es, etwas abweichend Suvannabhumi, während es im alten Indisch Suvarnadvipa genannt wird. Was bedeuten nun diese Namen? Das Wort Suvarnabhumi kann man zerlegen in Suvarna=hat eine schöne Farbe, glänzend, golden und bhumi=Erde, Boden, Territorium, Land, so daß man Suvarnabhumi mit Goldenes Land übersetzen kann. Beim Wort Suvarnadvipa bedeutet das Wort dvipa=Land, das Wasser auf zwei seiner Seiten hat. Damit kann an sich nur eine Halbinsel oder Insel gemeint sein, so daß Suvarnadvipa dann Goldene Halbinsel oder Goldene Insel bedeuten würde.

Im alten Indisch war damit geographisch eine Region im unteren Burma, im unteren Thailand, die Malaiische Halbinsel und Sumatra gemeint. Suvarnabhumi taucht als Name in diversen Quellen auf, so in arabischen, ceylonesischen, chinesischen, griechischen, indischen und lateinischen Schriften. Der Name taucht in der Form von Suvarnadvipa und Suvarnabhumi im berühmten Text des Ramajana (300 Jahre vor Christus) auf und meint mit Sicherheit einen Bereich von Südostasien. In dem antiken indischen Text Arthasashtra of Kautilya, der ebenfalls aus der Zeit um 300 vor der Zeitenwende stammt, wird erwähnt, daß der Brahmane Sanka von Varanasi (Benares am Ganges) nach Suvarnabhumi segelt. Andere indische Texte, wie z.B. Kathakosa erwähnen, daß Nagadutta mit 500 Schiffen nach Suvarnabhumi gesandt wurde, um dort einen profitablen Handel zu eröffnen. Im Jahr 45 n.Chr. tauchte in dem lateinischen Werk De Chorographia des Geographen Pomponius Mela eine Insel des Goldes (Chryse) auf, die auf einen Ort in Südostasien bezogen ist. Der griechische Mathematiker und Astronom Claudius Ptolemäus, der im 2. Jahrhundert in Alexandria arbeitete, benutzte das Wort Chryse Chersonesos (Goldene Halbinsel/Insel), um nach Meinung heutiger Wissenschaftler ein Gebiet auf der Malaiischen Halbinsel bzw. Sumatra zu bezeichnen.

Der Begriff Suvarnadvipa wird heute allgemein mit Sumatra assoziiert, während zahlreiche arabische Autoren die Malaiische Halbinsel mit dem Begriff Suvarnabhumi belegen. In einer alten nepalesischen Handschrift existiert ein Bild mit dem Titel Suvarnnapure Sri-Vijaya-pure Lokanatha oder das Bild von Lokanatha (Avalokite Svara) in Sri-Vijaya-pura in Suvarnnapura, das einen deutlichen Bezug zum mächtigen Königreich von Sri Vijaya bietet. Srivijaya oder Sriwijaya war ein malaiisches Königreich auf Sumatra mit weiteren Besitzungen auf Borneo, Java und der Malaiischen Halbinsel.

Es gibt sogar noch spätere Zeugnisse, die eine Existenz von Suvarnabhumi belegen, so im 16. Jahrhundert eine Schrift von Budhagupta, einem buddhistischen Mönch, der darüber berichtet, daß er zwei Inseln mit dem Namen Suvarnadvipa besucht hätte, die im Meer östlich Indiens gelegen hätten. Im Jahr 1478 errichtete der König Dhammazedi des Mon-Königreiches von Ramannadesa insgesamt 10 Steininschriften, die in Mon und in Pali geschrieben waren. Diese Inschriften behaupteten, daß sein Königreich auch als Suvannabhumi bekannt sei. Die Inschriften sind heute als Kalyani Sima oder Kalyani Inschriften bekannt. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit den Bemühungen des Königs, in seinem Königreich den Theravada Buddhismus weiter zu verbessern. Auch aus Tibet gibt es noch schriftliche Belege (Dharmapala, 7. Jahrhundert und Dipankara Atisa 11. Jahrhundert), die einen Besuch in Suvarnadvipa bestätigen.

Suvannabhumi wurde auch in diversen buddhistischen Theravada-Texten erwähnt, genannt seien z.B. Jatakas (auf Thai: chadok), Mahaniddesa und Milindapanha (Die Fragen von Milinda). Im alten ceylonesischen Text Mahavamsa (Die große Chronik) aus dem 4. Jahrhundert wird erwähnt, daß nach Abschluss des 3. Buddhistischen Konzils (wahrscheinlich 250 v.Chr. unter Kaiser Asoka) die beiden buddhistischen Mönche Sona und Uttara ausgesandt worden seien, um in Suvannabhumi missionarische Tätigkeiten auszuüben. Aus lokalen Inschriften weiß man, daß der Theravada Buddhismus im unteren Burma im 5. Jahrhundert definitiv existierte. In chinesischen Quellen aus dem Jahr 240 wird ein buddhistisches Königreich mit dem Namen Lin-Yang erwähnt, welches von heutigen Wissenschaftlern als das antike Pyu-Königreich von Beikthano identifiziert wurde und etwa 300 km nördlich von Yangoon (Rangun) liegt. In gleichen Quellen wird auch ein Königreich mit dem Namen Chin-Lin (Goldene Mauer) erwähnt, das an einer großen Bucht gelegen sei. Dieses antike Königreich konnte heute von Wissenschaftlern als das Mon-Königreich von Thaton identifiziert werden.

Natürlich ist heute klar, daß Suvarnabhumi kein Vorläuferstaat von Thailand auf thailändischem Boden war, auch wenn manche Thai-Historiker versucht haben, Suvarnabhumi einfach nach Thailand zu verlegen und zu behaupten, daß die Stadt Nakhon Pathom die Hauptstadt von Suvarnabhumi gewesen sei. Dafür gibt es jedoch keine wissenschaftlich belegten Beweise, so daß man von einem Wunschdenken mancher Historiker ausgehen muss. Dennoch spielt Suvarnabhumi in der thailändischen Geschichte eine wichtige Rolle, denn zumindest Teile dieses legendären Reiches waren auf heute thailändischem Boden und der Begriff spielt immer noch eine große Rolle im Bewußtsein der Thai. Nicht umsonst erhielt der neue Flughafen von Bangkok durch König Rama IX. den symbolträchtigen Namen Suvarnabhumi!

In der nächsten Folge unserer kleinen Serie werden wir uns mit den Vorgängerstaaten Thailands (Ayutthaya, Lanna und Sukhothai) beschäftigen. Dr. Volker Wangemann

Franky Kuchenbecker:

Farang und Lotusblüten / Mit dem Rucksack durch die Mekongregion

Lieber Leser,

bevor ich eine weitere Leseprobe aus meinem Buch präsentiere, möchte ich eine kurze Episode schildern:

Führerschein für in Deutschland lebende Thailänderinnen

Wer im Besitz eines thailändischen-internationalen Führerscheins ist, darf in Deutschland mit dem auch Auto fahren. Aber nur ein halbes Jahr. Danach benötigt man einen deutschen Führerschein. Umschreiben geht nicht. Man braucht zwar keine Fahrschule machen, muss aber eine Fahrschulprüfung ablegen. Genau wie ein deutscher Fahrschüler auch. In der Theorie muss man 1000 Fragen mit jeweils 3 oder 4 möglichen, oftmals unsinnigen oder hinterlistigen Antworten beantworten können. Ihr könnt Euch vorstellen wie schwierig so etwas ist. Viele Prüflinge schaffen das nicht und fallen immer wieder durch. Für Thailänder, die nicht zu 100% die deutsche Sprache beherrschen ist diese Prüfung besonders schwierig. Da gibt es viele missverständliche Wörter. Zum Beispiel: Parkleuchte, Laterne, auflaufgebremster Anhänger und und und.

Meine Frau Weau ist im Besitz eines thailändischen internationalen Führerscheins und fuhr täglich mit dem Auto zur Arbeit. Irgendwann sagte uns jemand, dass Weau eigentlich ohne gültige Fahrerlaubnis fährt und somit eine Straftat begeht. Nun aber schnell die Prüfung machen, dachten wir. Über ein Jahr lang büffelte Weau vergeblich Prüfungsfragen. Die Tests bestand sie meist nicht. Dann entschieden wir: Weau macht einen teuren Fahrschulkurs. Aber auch danach bestand sie beim ersten Anlauf die Prüfung nicht. Die Zeit drängte: Es war Mai und die Kanusaison begann. Beim nächsten Prüfungstermin hatte ich zeitgleich (um 14 Uhr) eine Kanutour auf dem Ruppiner See mit einer Schulklasse. Der Ruppiner See ist einer der längsten Seen Deutschlands. Wir wohnen im Kanucamp in Altfriesack am Südende (Ihr könnt uns gerne dort besuchen). Der Fahrschulprüfungsort befindet sich im 16 Km entfernten Neuruppin am Nordwestufer und ein Jugenddorf, von dem die Kanutour starten sollte am Ostufer.

Um 13 Uhr fuhr ich zum Prüfungsort und setzte Weau, nachdem ich ihr viel Erfolg wünschte, dort ab. Dann fuhr ich weiter Richtung Jugenddorf. Das Handy klingelte. Weau war dran: "Franky, du musst schnell noch mal nach Hause fahren, ich werde zur Prüfung nicht zugelassen, in der Aufregung habe ich meinen Reisepass vergessen." Was nun? Ich rief die Schulklasse an, verschob die Kanutour um eine Stunde, fuhr zurück und holte den Reisepass. Alles in allem waren das nochmal 40 zusätzlich gefahrene Kilometer. Aber was tut man nicht alles aus Liebe. "Wenn sie die Prüfung schafft, ist es egal", sagte ich mir.

Abholen müsste ich Weau aber auch wieder. Sparsam, wie ich bin, kam mir eine Idee: Der See ist zwar lang aber schmal. Um nicht die vielen Kilometer um den langen See zu fahren, könnte ich mit meiner Kanugruppe ans andere Ufer paddeln und Weau an einer Badestelle abholen. Das Gebäude, in dem geprüft wird, befand sich in der Nähe. Ich wählte die Kanus so aus, dass noch ein Platz frei blieb, nahm ein zusätzliches Paddel mit und schipperte mit der Kanugruppe über den See. Je näher wir der Badestelle kamen umso aufgeregter wurde ich: "Hat mein Tirak die Prüfung geschafft?" Als wir anlegten war Weau noch nicht da. Wir legten eine Pause ein. Dann kam sie... mit trauriger Miene. Ich war enttäuscht, umarmte und tröstete sie. "In 14 Tagen gibt es einen weiteren Termin. Aber dann musst du es schaffen! Der nächste mögliche Termin danach wäre erst sehr viel später." - Kurzes Schweigen, dann fing sie an zu lachen. Sie hatte mich veralbert, sie hatte die Prüfung mit nur zwei Fehlern bestanden. Ihr könnt Euch vorstellen wie stolz ich auf sie und wie groß unsere Freude war. Gemeinsam mit den Kindern paddelten wir zurück. Im Boot saß Weau vor mir. Über ihrer Schulter hing ihre Umhängetasche. Ich sagte; Weau leg die Tasche auf den Boden! Dann kannst du besser paddeln. Erschrocken, fast böse schaute sie sich um und antwortete: "Das geht nicht, in der Tasche befindet sich Buddha."

Aber nun zur dritten Leseprobe aus meinem Buch "Farang und Lotusblüten".

Darin gibt es auch erotische Begebenheiten. Diese habe ich mit Punkten ersetzt. Wer das Original lesen möchte, kann das Buch übers Internet bestellen oder direkt in unserem Kanucamp in Altfriesack, auf Wunsch mit einer Vorlesung, käuflich erwerben.

Was bereits passierte:

Das Greenhorn Fredy reiste nach Thailand um die Frau fürs Leben zu suchen. In Bangkok auf der Khao San Road traf er Klara, eine deutsche Internetbekanntschaft. Gemeinsam besuchten sie die ehemalige siamesische Hauptstadt Ayutthaya und reisten weiter in den Norden nach Chiang Mai. Hier trennte Fredy sich von Klara. "Nie wieder eine deutsche Frau." Dachte er sich. Klara schnarchte, war fett, garstig und zickig. Mit einem geliehenen Motorrad reiste er allein weiter.

Mit Motorrad in den Bergen Nordthailands

Fredy reiste weiter Richtung Norden. In Thailand fährt man auf der linken Seite, aber das beherrschte er schnell. Es war nicht einfach, aus dieser Millionenstadt herauszukommen. Aber mit Hilfe meines Reiseführers schaffte er es. Dieses Buch, mit guten Wegbeschreibungen und Landkarten, war mir auch auf meinen Reisen ein guter Wegbegleiter. Für Fredy war es von nun an eine große Hilfe.

Die Bergwelt war beeindruckend. Während einer Rast in einer Suppenküche lernte er die Studentin Fa kennen. Sie fragte ihn auf Englisch, ob sie bei der Bestellung einer Mahlzeit behilflich sein darf. Fredy war erfreut. Sie kamen ins Gespräch.

Sie erzählte, dass sie schon einmal für ein Jahr als Au-pair Mädchen in Dänemark war. Nun studiere sie in Chiang Mai Landwirtschaft und mache hier auf einer Farm ihr Praktikum. Nach dem Essen verabschiedeten sie sich, tauschten Telefonnummern und Mailadressen aus und versprachen in Kontakt zu bleiben.

Gegen Einbruch der Dunkelheit, nach 150 Kilometern, kam Fredy in das kleine Städtchen Fang. Er suchte eine Pension und ließ in einem Laden beim Bier den Tag ausklingen. Mit dem Verkäufer kam er ins Gespräch. Er war Lehrer und sprach deshalb gut Englisch. Nun war er pensioniert und half im Geschäft seiner Frau aus.

Fredy berichtete von seiner Reise und fragte ob man von Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands, ins Nachbarland Burma gehen könnte. Im schon einige Jahre alten Reiseführer stand, dass Thais da hinüber dürfen, Farangs aber nicht.

Der Lehrer meinte aber, es müsste gehen. Er sei schon einige Male drüben gewesen und hätte dort auch Ausländer gesehen. Burma interessierte Fredy. Der Lehrer erzählte auch von ethnischen Minderheiten, die hier in den Bergregionen leben. Dies sind zumeist Bergstämme, die aus Burma herüberkamen. Das machte Fredy neugierig. Gespannt hörte er zu.

Am nächsten Tag besuchte er ein solches Dorf. Den Weg dorthin hatte der Mann gut beschrieben. Die Menschen gehören zum Bergstamm Lahu und sie wohnen in Pfostenhäusern. Neugierig umringte ihn eine nackte Kinderschar. Ein Mann kam auf einem Motorrad hinzu. Er konnte Englisch und erklärte, dass er gerade zu einem Reisfeld unterwegs sei. Fredy könne bei der Reisernte helfen, sagte er. Das ließ dieser sich nicht zweimal sagen. So lernt man Land und Leute kennen. Einige Kilometer entfernt hielten sie.

Hier waren Frauen und Männer bei der Arbeit. Mit Sicheln wurden reife Pflanzen geschnitten, dann in Garben zusammengebunden. Man gab ihm einen Strohhut und forderte ihn auf, Bündel aufzunehmen und an den Feldrand zu bringen. Dies tat er dann. Mit den anderen Leuten konnte er sich nicht unterhalten. Niemand weiter sprach Englisch. Wie Thailändisch hörte sich diese Sprache aber auch nicht an.

Ein Mann lag in einer schattenspendenden, offenen Hütte und trank Reiswhisky. Er gab zu verstehen, dass er leider nicht mitarbeiten könne. Er leide unter Kreuzschmerzen und der Whisky sei seine Medizin.

Allzu lang hielt Fredy die Arbeit in der glühenden Mittagshitze nicht aus. Schließlich wollte er auch weiter. Deshalb verabschiedete er sich bald.

Die Reise ging über einen hohen Gebirgspass. Dort oben gab es keine Tankstellen. Es wurde kalt und begann zu regnen. Fredy war schlecht vorbereitet, kein Regencape und zu wenig Benzin im Tank. Glücklicherweise ging es hinter dem Pass fast nur noch bergab. Er zog einen Pullover über und rollte, ohne den Motor zu starten, ca. 30 Kilometer ins Tal hinunter. So schaffte er es bis zur nächsten Tankstelle. Hier war das Wetter wieder gut und er konnte munter bis Chiang Rai weiterreisen. Dort übernachtete er in einer Pension.

Vor dem Schlafengehen schlenderte er ein wenig durch die Straßen. Vor einem Massagesalon sprach ihn ein geschäftstüchtiger Mann an:

"Komm rein, junger Mann. Wir machen die besten Massagen der Stadt. Bei uns wird man nur von professionellen Masseurinnen verwöhnt. Versuchen Sie es mit einer Ölmassage. So etwas ist wohltuend und vertreibt Schmerzen!" Ölmassage kannte Fredy nicht. Er hatte Schmerzen von der langen Motorradtour. Etwas skeptisch willigte er ein.

Eine Dame mittleren Alters geleitete ihn in einen separaten Raum und sagte, er möge sich nackt ausziehen. Dies verwunderte ihn, aber er tat wie ihm geheißen. Mit Öl massierte die Frau zärtlich sämtliche Körperteile. Dabei versäumt sie nicht, öfter seine Weichteile zu streicheln.

Gegen Ende der Massagezeit, Fredy hatte längst einen ..., massierte sie seinen ... intensiver und fragte, ob sie diese Sache zum Abschluss bringen soll. Lustvoll stöhnte Fredy: "Jaa!" Es kostete aber 500 Baht extra. Fredy war so in Ekstase, dass ihm das egal war. Nach allen Regeln der Kunst massierte sie nun seinen ...

Aber es kam ... nicht. Er bat, sie möge es mit richtigem ... versuchen.

"Das geht nicht", antwortete sie, weil sie verheiratet sei. Stattdessen legte sie ihren üppigen, schönen ... frei. Während sie weiter den ... massierte, durfte der Fredy an ihren ... herumkneten.

Und siehe da, es funktionierte. Liebevoll wischte die Dame das Öl und den ... von seinem Körper. Das war mal wieder ein Erlebnis für Fredy.

Wie es weitergeht erfahren Sie in der nächsten Ausgabe. Franky Kuchenbecker

Ching für den FARANG

Friendship dieses Mal zum Thema Respekt

Muaythai oder Thaiboxen gab es schon vor mehreren Hundert Jahren in Thailand, der Heimat des Muaythais. Jeder Muaythai-Kämpfer hat zuerst sehr viel Respekt vor dem Kru, Bhar und Archan. Das ist auch sehr wichtig im Leben, man lernt dadurch später auch andere Menschen zu respektieren. Bevor ein Kampf los ging, gab es Wai-Kru, Bhar, Archan, heute sagt man nur noch die Abkürzung Wai-Kru. Ein Kämpfer weiß Bescheid, was gemeint ist, und zwar meint man damit den ersten Mann, der ihm diese Kampfkunst gelehrt hatte. In meiner Zeit, vor ca. fünfzig Jahren oder noch mehr, gab es Kru-Kong Luglamchi. Er kam aus einem Dorf namens Lamchi, ca. 8 Kilometer von Stadt Surin entfernt. Dank ihm hatte ich mehrere Kämpfe gehabt.

Eines Tages kam ein großer Meister aus Pima, er hieß Yagsuk. In Thailand tragen Boxer oder Sänger immer Künstlernamen. Zu jener Zeit war Yagsuk ein sehr bekannter Muaythai-Kämpfer aus dem Nordosten [isaan]. Kru-Kong sagte zu mir: "Hey, Kleiner, du kannst zu Yagsuk gehen, dann verdienst du mehr Geld als bei mir." "Aber Meister, ich will überhaupt gar nicht weg von dir. Allerdings will ich nicht mehr kämpfen, ich will eine Ausbildung und einen Schulabschluss machen, wenn, dann gehe ich lieber nach Bangkok", sagte ich.

In Wirklichkeit hing ich sehr an Kru-Kong und ich hatte ihn sehr lieb. "Genauso wie du Yagsuk! Ich bin froh," sagte Obermeister Kru-Kong zu Meister Yagsuk und weiter sagte er: "Muaythai-Kämpfer und Ausbildung - das hält die Moral und macht klar im Kopf, das gefällt mir, hahaha. Yagsuk ist kein Fremder, er hat viele Sachen von mir gelernt. Gelernt nicht nur zu kämpfen, sondern gelernt zu verstehen!", dabei schaute Kru-Kong mich an. "Kru!?! DU hast den berühmten Yagsuk trainiert?", habe ich dazwischen geplappert, weil ich so stolz wegen Kru-Kong war. Oh, oh, der Meister guckte mich böse an, dann sagte er mit unfreundlichen Worten "Halte doch die Klappe, wenn erwachsene Leute reden!" "Verzeih mir", antwortete ich. Plötzlich habe ich gehört, dass mein Meister und Meister Yagsuk über mich lachen, deswegen drehte ich mich um, wollte nur wissen was los ist. Dann sagte der Meister, dass ich mal zu Tante Him gehen soll und ihm Laokoa bringen soll. Laokao ist ein selbst gebrannter Reisschnaps. Der Weg zu Tante Him betrug nur knapp 500 Meter. Sie war bekannt für ihren Laokao. Normalerweise ist es verboten und strafbar, sogar bis zum Gefängnis. Aber für Tante Him war es kein Problem. Zwei ihrer Söhne sind bei der örtlichen Polizei. Manchmal hat die Tante noch erzählt, dass ihr Sohn andere Leute, die auch illegal den Schnaps brennen, verhaftet hat, damit sie weniger Konkurrenz hat. Plötzlich bin ich jetzt bei ihr: "Tag Tante," grüße ich sie. "Na, wie immer?", fragte sie mich. "Ja, wie immer!" "Hier ein kleiner Schluck von mir!" Sie gab mir Laokao zu trinken. "Gerne!" Sie hat mir immer heimlich gegeben, ich trinke auch heimlich. Sie hat immer gesagt, dass es unter uns bleibt. "Tante, du hast heute so gute Laune!" fiel mir auf. "Ich habe 60 Baht im Lotto gewonnen!" 60 Baht waren zu meiner Zeit viel, verglichen mit heute ist das so wie ein Monatsgehalt. "Komm, wir nehmen noch einen!" Sie war so schnell, bevor ich was sagen konnte war der Schnaps schon wieder da. Das war einer zu viel! "Und hier ist die Flasche für deinen Meister."

Halbbesoffen lief ich zurück zu meinem Meister. Dann gab ich ihm die Flasche. Er guckte Richtung Meister Yagsuk, dann lachte er sehr zufrieden hahaha für 3 Baht ist die Flasche ganz schön voll heute. "Das ist aber billig hier bei euch!", bemerkte Meister Yagsuk. Beide Meister sahen so glücklich aus, weil sie die volle Flasche hatten. Scheiße, scheiße!!! denke ich. Normalerweise trinke ich auf dem Rückweg immer ein paar Schlucke von der Flasche weg. Tante Him hatte mir zwei gegeben, deshalb habe ich dieses Mal vergessen zu trinken, hahahahaha.

Zehn Jahre später sah ich beide Meister wieder und versuchte mich deswegen zu entschuldigen, weil es respektlos war. Die Antwort ist Nein! Junge, du hast uns immer respektiert. Was du da gemacht hast, hat gar nichts mit Respekt zu tun, sondern: du bist nur blöd im Kopf, frech und alkoholsüchtig. Das bin ich bis heute immer noch, hihihihi. Liebe Grüße, Friendship

Der Herausgeber

Liebe Freunde,

es tut sich was. Und das ist gut so. Ich glaube zwei kompetente Partner gefunden zu haben, die helfen, unser Magazin auf gesunde Beine zu stellen, damit es weiter erscheinen kann. Wenn alles in Sack und Tüten ist, dann schreibe ich Näheres dazu. Die Zeit des Haderns ist bald vorbei. Gerade bei meinem Thailand-Urlaub habe ich neue Kraft geschöpft und jetzt ein lohnendes Ziel für das sogenannte Restleben. Es fängt mit dem Buchstaben T an. Muss allerdings gut vorbereitet werden. Und... die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Apropos Thailand, ich habe in diesem Heft meinen Urlaubs-Bericht angefangen. Der Bericht wird nicht der zeitlichen Abfolge des Urlaubes folgen. Bei der Menge an Informationen und und vor allem der Fotos schaffe ich das reineweg zeitlich nicht, das Material auch noch der Reihe nach zu ordnen. Es wird aber nie langweilig werden, ist versprochen. Die nächsten Beiträge werden dann einzelne Episoden betreffen, etwa der Besuch im verrückten Pattaya, ein schöner Badeausflug mit der ganzen Truppe, der aufwendige Einzug des Sohnes in den Tempel usw.

Nach Edd und Ching sowie den Thai-Texten von RA Bümlein hat sich ein neuer Thai-Autor - aus der Schweiz - angekündigt. Mal schaun, ob es Sinn macht, ob er Wort hält und ob es gut ist, dass immer mehr Seiten Thaitext im Heft sind. Kann man diskutieren. Ich bin offen für alle Vorschläge. Die Vorstellung, dass unser FARANG dann auch in der Schweiz gelesen wird, ist schon interessant. Abwarten...

Der Auftritt von Thai Smile beim grossen Strassenumzug beim Karneval der Kulturen wird immer unsichtbarer. Das ist wirklich schade. Beim ersten Auftritt vor Jahren gewannen sie gleich den ersten Preis. Nun ist bald nichts mehr übrig von der einstigen Herrlichkeit. Das ist kein Vorwurf an die Aktiven, die immer noch die Thai-Fahne hochhalten. Im Gegenteil. Denn bald wird es nur noch peinlich, wenn Ihr nicht endlich Hilfe bekommt. Also etwa von der Botschaft oder von einem der Vereine. Das muss in eine feste Hand genommen werden und nicht der Privatinitiative einzelner überlassen sein.

Danke, Tele (von Pai), und Danke Papa Cola für Eure spontane Hilfe (Spendenquittung folgt). Viele reden und haben gute Ratschläge, ihr habt einfach nur gehandelt. M. Heinrich

Der Verein Hoffnungsfunke e.V.

Der Norden Thailands

Das Königreich Thailand ist mit 513.115 Quadratkilometern Fläche 12 mal größer als die Schweiz. Von den ca. 70 Mio. Einwohnern leben ca. 10 Mio. allein in Bangkok (Krung Thep). 95% aller Einwohner sind Thais und 80% der Bevölkerung bekennen sich zum Buddhismus.

Mit etwa 200.000 Einwohnern ist Chiang Mai nicht nur die zweitgrößte Stadt Thailands, sondern wegen ihrer geografischen Lage vor allem auch das wirtschaftliche, politische und soziale Zentrum des Nordens. Ihre Beliebtheit verdankt die Stadt dem milden Klima, seinen kulturhistorischen Stätten und Wats, dem Kunsthandwerk, der Vielfalt wunderschöner Berglandschaften, seiner Küche - und nicht zuletzt seinen Bewohnern.

Die Herausforderung

In den entlegenen Bergdörfern im Norden Thailands leben die Familien oft in großer Armut. Die Kinder dort haben nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen und damit keine Aussicht darauf, die Lebensverhältnisse für sich und ihre Familien nachhaltig zu verändern.

Die entlegenen Regionen sind oft nur über schlammige, schlecht ausgebaute Wege zu erreichen - in der Regenzeit sind viele Dörfer zeitweise komplett von der Außenwelt abgeschlossen. Die Lebensbedingungen sind schlecht: Mangelernährung ist ein weit verbreitetes Problem, schon leichte Erkankungen haben oft verheerende Folgen die für Kinder und für alte Menschen.

Da die Infrastruktur fehlt, hat der Nachwuchs keine Chance eine Schule zu besuchen, die zum Besuch einer weiterführenden Schule in Thailand berechtigt. Die hohen Unkosten für Schulgebühren und Schuluniformen erschweren zudem den Zugang zum Bildungssystem.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Bergvölker als ethnische Minderheiten stark benachteiligt werden. Neben fehlenden Kenntnissen der thailändischen Sprache, sorgen strukturelle Nachteile dafür, dass die verschiedenen Stämme vom kulturellen und gesellschaftlichen Leben des sich rasant entwickelnden Thailands abgeschnitten werden.

Kinderarbeit und Kinderprostitution

Armut treibt sie auf die Straße. Sie stehen an den Straßenecken der Tourismuszentren von Bangkok oder anderen Städten und prostituieren sich: Mädchen und Jungen. Ein Leben, das sie freiwillig nie gewählt, für das sie sich ohne den Druck der Erwachsenen und die Unzulänglichkeiten der Gesellschaft nie entschieden hätten. Ein Überlebenskampf, der an Härte und Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Das Alter bestimmt den Marktwert. Achtjährige und jüngere - eher die Regel als die Ausnahme.

Es sind Kinder, deren Leben zerstört wurde, noch ehe es richtig begann, verblüht, noch ehe es sich entfalten konnte. "Ich war acht und wurde eine Frau, noch ehe ich ein Mädchen war", so formuliert es ein ehemaliges Straßenmädchen. Sie schaffte es. Sie fand Menschen, die ihr halfen, eine echte Alternative zu dem Leben auf der Straße aufzubauen. Und die meisten der anderen? Sie werden krank, oftmals HIV-infiziert. Durchschnittliche Lebenserwartung: 21 Jahre.

Die Reaktionen

Schlagzeilen, Betroffenheit, oftmals verbunden mit einem Gefühl tiefer Hilflosigkeit: Was kann ich als Einzelner am Schicksal dieser Kinder schon ändern? Ist es nicht in erster Linie Sache der jeweiligen Regierungen, hier einzugreifen? Fragen, die immer wieder gestellt werden. Und sie sind berechtigt. Doch was nützt es diesen Kindern, wenn sie von der Polizei gejagt und in Erziehungsheime, vergleichbar mit Gefängnissen, gesteckt werden? Ein Gewaltpotential baut sich auf und kaum entlassen, kehren die meisten dorthin zurück, wo man sie aufgegriffen hat: auf die Straße.

Doch es ist leichter, diese Situation anzuprangern, als nach Wegen und Möglichkeiten zu suchen diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Denn was diese Kinder vor allem brauchen, auch vor allem suchen, ist Zuwendung. Sie wollen nicht nur abgespeist und verwahrt werden. Sie brauchen auch nicht nur eine medizinische Behandlung der Wunden ihres Körpers, sie brauchen vor allem eine Behandlung ihrer seelischen Wunden, eine Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen auf der Straße.

Schule/Bildungchancen

Nach dem Gesetzt hat der thailändische Staat die Pflicht, das Erziehungswesen jeweils im Einklang mit den ökonomischen und sozialen Veränderungen zu verbessern, d.h. dass das Bildungswesen einem permanenten Anpassungs- und Reformprozess unterliegt. Alle Thailänder haben - zumindest theoretisch - das Recht auf eine kostenlose, mindestens 12-jährige Ausbildung.

Die Konkretisierung dieser Grundsätze erfolgte im National Education Act vom August 1999. 2002 wurde außerdem ein National Education Plan verabschiedet, der für den Zeitraum von 2002 bis 2016 den Rahmen dafür vorgibt, wie und in welcher Abfolge die jeweiligen Absichten umzusetzen sind.

Das Schulsystems

Das Schulsystem folgt einem 6-3-3-Schema. Zunächst gehen sie zur Vorschule (ab einem Alter von 3 Jahren), danach besuchen die Kinder die Primary School, von der sie nach 6 Jahren auf die Lower Secondary School (Alter 12-15) wechseln. Nach weiteren 3 Jahren geht es wahlweise weiter mit der allgemeinbildenden Upper Secondary School oder der berufsbildenden Upper Secondary (Vocational) School, die sie nach 3 Jahren im 18. Lebensjahr verlassen.

Jede dieser Stufen wird mit Zertifikat abgeschlossen; der Eintritt in die nächste Stufe ist wiederum von einer erfolgreichen Eingangsprüfung abhängig.

Im Anschluss an den schulischen Weg gibt es die Möglichkeit zu studieren. Verglichen mit ihren deutschen Kommilitonen sind die thailändischen Studenten sehr früh mit ihrem Studium fertig: mit 22 oder spätestens mit 24 Jahren treten sie in das Berufsleben ein.

Unsere Ziele:

Kinder versorgen

Gerade in entlegenen Regionen haben Mangelernährung und leichte Erkrankungen für Kinder verheerende Folgen. Hoffnungsfunke organisiert Vorsorgeuntersuchungen und sichert die Grundversorgung mit Nahrung und Medizin.

Dabei unterstützen uns befreundete Ärzte, wie Dr. Kühl, der bei seinem Besuch im Kinderheim nicht nur alle Kinder untersucht hat, sondern auch Eltern über die Gefahren und mögliche Maßnahmen informiert hat.

Kinder ausbilden

Rechnen, Schreiben, Lesen sind der einzige Schlüssel für echte, nachhaltige Entwicklungschancen in der thailändischen Gesellschaft. Doch das Bildungssystem krankt an hohen Zugangsbarrieren wie Schulgebühren und den Kosten für die Kleidung. Auch mit der Qualität der Ausbildung ist es nicht überall gut bestellt: Die meisten Thai-Lehrer bestehen ihre eigenen Examen nicht.

Wir möchten möglichst vielen Kindern aus den Bergen den Zugang zu einer Schule ermöglichen, die nicht nur Grundlagen vermittelt, sondern insbesondere zum Besuch einer weiterführenden Schule berechtigt. Wir organisieren nicht nur die Fahrt zur Schule, sondern bezahlen auch Schulkleidung und Schulgebühren.

Unsere Projekte:

Das Kinderheim

In unserem Kinderheim nahe der kleinen Stadt Phrao geben wir mehr als 100 Kindern die Möglichkeit eines Schulbesuchs und damit die Grundlage für weitere Entwicklungschancen. Mit unserem Angebot richten wir uns an die Ärmsten der Armen, an die Kinder und Waisen der in Thailand benachteiligten Bergvölker.

Aus- und Weiterbildung

Unser Ausbildungszentrum wurde lange geplant. Ab Mai 2014 ist nun alles betriebsbereit. Mein Dank geht an alle, die uns unterstützt und geholfen haben, alles zum Wohle für unsere Jugendlichen fertig zu stellen. Dank der kleinen und grossen Spenden war es möglich dieses wunderbare Projekt aufzubauen. Zum Beispiel: Eine Näherei mit 5 Ausbildungsplätzen, ein Kultur- und Tanzraum, Verkaufsshop, Bäckerei und Konditorei und eine KFZ-Werkstatt. Günter Oppermann, 1. Vorsitzender

SPENDENKONTO
Hoffnungsfunke e.V.
Postgirobank München
BLZ: 700 100 80
Konto-Nr.: 157 91 805
IBAN: DE37 70010080 0015791805
SWIFT-BIC: PBNKDEFF
www.hoffnungsfunke.de

Deutscher Hilfsverein Thailand e.V.

Bericht aus der Sozialstation Bangkok:

Herr N.

Ein 25-jähriger Deutscher, der seit 2 Jahren in Udon Thani als Lehrer an einer privaten Schule arbeitet, war überfallen worden. Er wurde schwer verletzt in ein staatliches Krankenhaus in Udon Thani eingeliefert und hatte die Sozialstation darum gebeten, die Deutsche Botschaft und seine Angehörigen über seinen Zustand zu informieren.

Die Botschaft wollte Details über den Gesundheitszustand von Herrn N. in Erfahrung bringen und hatte darum gebeten, den Patienten im Krankenhaus zu besuchen und sich dort zu informieren. Unser Mitglied Reinhold Füller konnte im Krankenhaus erfahren, dass Herr N. durch den brutalen Angriff eine Schädelverletzung sowie eine Verletzung am Auge und am linken Oberarm erlitten hatte.

Unsere Sozialstation hat daraufhin die Mutter über den Zustand ihres Sohnes informiert. Sie ist sofort aus Deutschland angereist, um sich um ihn kümmern zu können. Herr N. freute sich sehr darüber und hat sich beim DHV bedankt.

Frau G.

Eine 22-jährige deutsche Touristin reiste im Januar in Thailand ein. Hier wurde ihre Handtasche mit Geldbeutel, Kreditkarten, Reisepass und Handy gestohlen. Auf Vorschlag der Deutschen Botschaft wandte sie sich an die DHV-Sozialstation.

Da sie über keine finanziellen Mittel verfügte, setzte sie sich von der Sozialstation aus mit ihrer Familie in Deutschland in Verbindung. Ihr Bruder sagte zu, am gleichen Tag noch Geld auf das Konto des DHV bei der Deutschen Bank in Berlin einzahlen. Am Nachmittag sendete er uns per E-Mail den Einzahlungsbeleg. Nach der Bestätigung des Eingangs der Überweisung übergaben wir den überwiesenen Betrag an Frau G. Außerdem halfen wir Frau G., ihre Kreditkartengesellschaft zu kontaktieren, damit sie die gestohlene Karte sperren und eine neue Karte per Post an die Adresse der Sozialstation schicken konnte. Nach Eingang der Post holte Frau G. ihre neue Karte bei uns ab.

Frau I.

Die deutsche Frau I. (59) wurde von der Maenam Police in einem Resort auf Koh Samui gefunden. Ihre Geschichte wurde in einer Lokalzeitung veröffentlicht und an den DHV weitergeleitet. Herr Frank Boer hat Frau Inge Jacoby und Herrn Karlfried Metzler darum gebeten, die Dame ausfindig zu machen und sich ein Bild von ihrer Situation zu machen.

Nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus wurde Frau I. von Frau Jacoby und Herrn Metzler betreut. Dem Vernehmen nach litt sie an Krebs im Endstadium und wollte ihre letzte Lebenszeit auf Koh Samui verbringen. Sie war abgemagert und physisch in einem schlechten Zustand. Vorläufig sollte die Dame noch im Krankenhaus bleiben.

Anschließend wurde herausgefunden, dass Frau I. nicht die Wahrheit gesagt hatte. In einem Bericht der Samui Times wurde ein Krebsleiden dementiert. Ihr Pass war inzwischen ungültig und seit dem 18. März hatte sie einen Overstay-Status. Außerdem hatte sie Rechnungen von einem Hotel und einem Krankenhaus, die noch zu begleichen waren.

Wegen eines Sturzes sollte Frau I. noch etwas länger im Krankenhaus bleiben. Khun Jiab holte sie danach an der Busstation ab und begleitete sie zum Hotel. Da gerade Feiertage waren, unterstützte der DHV sie dabei eine Unterkunft zu finden. Am nächsten Mittag war Frau I. im DHV-Büro und wollte sich am folgenden Tag bei der Deutschen Botschaft melden, um einen Reiseausweis zu beantragen. Nach einem langen Telefonat mit ihrer Bank sollte ein Wertpapier von Frau I. veräußert und ihre EC-Karte wieder freigeschaltet werden. Sie konnte erst Geld abheben, sobald der Betrag ihrem Girokonto gutgeschrieben war. Der DHV unterstützte sie erneut hinsichtlich Lebensunterhalt und Unterkunft.

In der Sozialstation wurde ihr geraten, dass sie ihren Ausweis zügig in der Deutschen Botschaft beantragen sollte, sobald sie Geld bekommen hatte. Damit

könnte sie dann den Rückflug buchen und die Vorauszahlung des DHV begleichen. Am nächsten Tag hat sie die Vorauszahlung an den DHV zurückgezahlt.

Bericht aus der Sozialstation Pattaya:

Herr J.

Herr J. (57J) lebt seit 1988 in Thailand, zuletzt drei Jahre lang in Udon Thani. Er war immer berufstätig. Im Juni 2014 hat Herr J. einen Herzinfarkt erlitten und ist operiert worden. Während der Operation bekam er einen Schlaganfall und ist jetzt rechtsseitig gelähmt und leidet an einer Mundlähmung. Bedingt durch die Krankheit kann er nicht mehr arbeiten und hat daher kein Einkommen mehr. Seine jetzige Familie kann für Herrn J. nicht mehr sorgen, da ein Bruder seiner Lebensgefährtin durch einen Motorradunfall völlig gelähmt ist.

Frau Janthana und Herr Rainer Wollenweber, DHV-Netzwerker, haben Herrn J. besucht, um sich über die Situation zu informieren. Mit seiner Lebensgefährtin hat Herr J. einen dreijährigen Sohn, der angeblich auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Die Familie seiner Lebensgefährtin besteht aus der Mutter und dem 23-jährigen Bruder. Die gesamte Familie ist völlig mittellos und lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen. Herr J. hat einen erwachsenen Sohn in Bangkok. Der hat sich bei ihm nicht mehr gemeldet, seitdem er wusste, dass sein Vater völlig mittellos und verarmt ist.

Das Ehepaar Wollenweber meinte, dass Herrn J. geholfen werden muss, damit er nach Deutschland kann. Es müsse allerdings eine Begleitperson während seines Rückfluges anwesend sein. Der Vergabeausschuss hat zunächst einmal der Kostenübernahme der Rückreise von

Herrn J. zugestimmt. Zum Glück war der in Thailand zu Besuch weilende Geschäftsführer des DRK Berlin, Heiko Jünger, bereit, sich während des gemeinsamen Fluges nach Deutschland am 27. Februar 2015 um Herrn J. zu kümmern, so dass keine zusätzliche Begleitperson nötig war.

Was macht so eine Sozialstation?

Die Sozialstation des DHV ist die Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Menschen mit ihren jeweiligen Problemen. Da kommen Touristen und Residenten, die in Not geraten sind und um unsere Hilfe bitten. Und hier wird geholfen, so gut es eben geht. Und es geht ganz viel. Die größte Zahl der Fälle sind immer noch die deutschen Touristen. Einige haben ihren Pass oder die Kreditkarte verloren und besitzen kein Bargeld mehr.

Meine Reise in den Isaan

Reisen war ja nie mein Ding. Das lag u.a. daran, dass für mich "Steine anschauen" - wie mein Freund Winny sagte - langweilig ist und mich eher die fremden Menschen in ihrem Alltag interessieren. Aber als Pauschaltourist hast Du dazu die Möglichkeit nicht. Also wartete ich geduldig auf die Gelegenheit, wenn sie nicht kommt, auch gut... Also auf eine Einladung - von wem auch immer. Nun kam diese von meiner eigenen Frau. Sie musste in ihr Dorf bei Udon Thani.

Ich schreibe auf, was ich gerade erlebt habe und was mich überraschte. Ich möchte dabei niemandem Thailand erklären. Dazu bin ich viel zu unerfahren. Eines wurde mir aber sehr schnell klar: in Thailand wirst Du nicht verhungern.

Und: wenn Du keine Freunde hast, dann gehe in den Isaan. Die Menschen dort im Nordosten sind von einer solch schlichten Freundlichkeit, dass es Dich einfach umhaut. Auf offener Strasse winken Dir wildfremde Thais zu und lachen Dich an und grüssen. Es liegt an Dir, was Du daraus machst.

Doch der Reihe nach: Das Schlimmste war der Anfang. Nach nur 2 Stunden Schlaf - der FARANG für den April musste ja noch vorfristig für die Druckerei fertiggestellt werden - ging es von Tegel nach Doha. Geschlafen im A330 der QATAR habe ich natürlich nicht, weil alles viel zu aufregend war. Auch wurde alles Angebotene aufmerksam inspiziert und dann verspeist. Getränke gut, Essen selten, Platz eng. Nach gut 6 Stunden im schicken Hamal International Airport angekommen. Prima, endlich eine rauchen. Doch Pustekucken, überall verboten. Es gäbe eine Raucherlounge, doch wo war sie? Nach 30 Minuten ein Schild mit Kippe drauf gefunden. O je, 30 qm leerer Raum und 40 Qualmer drinne. Geht ja gar nicht. Brauchste Dir da drin auch keine anzustecken. Im Suvarnabhumi ist er halb so gross. Ist fürchterlich, denn Raucher sind ja auch Menschen.

In Bangkok angekommen, kündigt sich im weitläufigen tollen Airport Suvarnabhumi die Hitze ansteigend an. Draussen dann der Hammer. Es ist tatsächlich sehr heiss. Ein Kippe nach 15 Stunden in den Mund und ein Uniformierter zeigt auf ein Schild: 2.000 Baht für den Kippen. Er ist aber nett und schickt mich zum Bereich mit den Aschenbechern. Alles wird gut, mir wird aber schwindelig. Jetzt aber schnell Wasser suchen, viel trinken. Die Thai-Familie hat die Abgesandten mit dem Auto geschickt. Viel Handy und dann an den Rand von Bangkok zur Übernachtung. Ganze 2 Stunden Auto durch Bangkok über viele Schnellstrassen. Viel Beton gesehen. Sicher keinen guten Eindruck von Bangkok erhalten. Aber: eine Stadtplanung ist auf den fahrenden Blick nicht zu erkennen. Viele Hochhäuser wild in die Landschaft gesetzt. Manche nicht fertiggebaut, viel Gewerbe dazwischen. Zunächst wenig Grün erkennbar. Aber es ist ja nur eine Durchfahrt.

Magische Momente

Nach etwa 60 Minuten Flug in Udon angekommen, dann mit dem Pkw ins Dorf meiner Liebsten. Links das schöne Haus der Nichte, rechts die Brache mit Sommerküche, einem alten Unterstand und viel Unordnung. Das sollte sich aber noch ändern. Im Unterstand ein Podest, auf dem die alte Tante residiert und am Treiben der vielen Frauen aus Distanz teilnimmt, sich kleine Aufgaben selber sucht und immer einen Kommentar übrig hat. Sie wird gehegt, gepflegt und ist also immer mitten drin. Es ist ein Matriarchat, was ich hier erlebe. Die Macht geht von der Sommerküche aus. Die Männer sind mitunter betrunken oder anderweitig beschäftigt, sitzen am Rande und schauen zu. Ihr Einsatz wird auch nicht erwartet.

Das Grundstück wäre ansich ein ruhiger Ort, wenn nicht im Haus gegenüber die alte Oma gerade gestorben wäre. Es war der reine Wahnsinn, was ich da erleben konnte. Mönche waren da und beteten sehr laut über Verstärker. Da ich gerade nichts zu tun hatte - gerade angekommen - ging ich ohne Scheu rüber und wurde in der ersten Stuhlreihe platziert. Vor mir die Frauen auf dem Boden in inbrünstigem Gebet versunken. Mit gefalteten Händen nahm ich 30 Minuten daran teil. Es tut aber weh nach eine Weile. Doch welch Zufall, der Mann neben mir begrüsste mich freudig und stellte sich als der Nachbar vor. Das passte und es war mein erster guter Kontakt.

Das Magische begann dann in der Nacht. Die Feierlichkeiten für die Verstorbene dauerten 5 Tage und Nächte an. Nach den Mönchen gab es sehr laute Musik, für das ganze Dorf hörbar, ganz schräge und schrille Thai-Musik, wie ich sie noch nie gehörte hatte. Auch ein Video-Beamer auf Leinwand. Das nächtliche Treiben war für mich ohne erkennbaren Sinn. Mopeds kam an und fuhren wieder fort. Wundersame dunkle Gestalten in der Nacht bei dem ganzen Lärm, die dank der grellen Scheinwerfer quer von oben nach unten aus meiner Position gegenüber wie Riesen von 2,50 oder 3 Metern Körpergrösse aussahen. Einfach gespenstig. Es wurde auch viel getrunken die ganze Nacht.

Ich hätte sicher rübergehen können, aber dann wäre ich am nächsten Tag halbtot. Du kannst dort nicht mehr kneifen. So bleibt es in meiner Fantasie, was an jenem wundersamen Ort geschah.

Nicht weniger magisch sind für mich die sehr alten Holzhäuser auf Stelzen in unwirtlichem Gelände. Manche abseits, manche versteckt hinter Bananenstauden und auch mal hinter Gerümpel. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Und unter fast jedem Haus sitzt eine ältere Thai, oder auch mal zweie, und kümmert sich um die Babys ihrer Töchter.

Ein Umweltproblem

Als ich ganz früh morgens auf Entdeckungstour gehen wollte gab es Nebel sowie Rauch vom Nachbarn, der gerade Gummi verbrannte. Ein ganz widerlicher Gestank. Er erinnerte mich an den Grill am Abend zuvor, als der Hausherr einen Fahrradschlauch als Grillanzünder verwendete. Ich habe es trotzdem gegessen, weil es mir inzwischen egal ist ob ich in 10 oder 15 Jahren an Krebs sterbe. Das macht den Kohl bei einem langjährigen Raucher auch nicht mehr fett.

Zu den Dingen, die ich in Thailand unbedingt brauchte, gehört ein Messer. Es gibt so viele Verpackungen und so feste, die bekommst du mit der Hand gar nicht auf. Das Plastic ist irgendwie anders und dicker. Und vor allem viel zu viel davon. Diesen Plasticmüll siehst Du dann überall herumliegen, also jedenfalls hier. Und Mülltrennung? Hier nicht. Schon beim Anflug auf Udon Thani habe ich durch das kleine Fenster im Flieger mehrere grosse Feuer gesehen, wo Bauern oder Siedler irgendetwas verbrannten. Die Rauchschwaden waren riesig.

Dann habe ich mein erstes "Geld" in Thailand verdient. 100 Baht für einen Riesen Berg Flaschen. Die Nachbarin gab mir das Geld für die Flaschen. Ja, war von der eigenen zwei Tage Riesen-Party auf dem Grundstück, aber immerhin. Das sind 3 Nudelsuppen, auf Berlin in Nudelsuppen umgerechnet 15 Euro.

Mein Müllsammeln auf dem Grundstück, nicht die Flaschen, war Tage lang Dorfgespräch. Aber im positiven Sinne. Viele kamen mit einem Daumen hoch danach auf mich zu. Ich sage mal so: Ich habe die Arbeit der wirklich Untersten (in Indien: die Unreinen) gemacht, und zwar in guter Kleidung, freiwillig, unentgeltlich und mit buddhistischem Gleichmut und leicht christlichem Frohsinn. Und zwar viele Stunden in der Sonne. Das hat sie dann doch beeindruckt. Die Alternative wäre: der ist doch einfach verrückt. Dem war aber nicht. Sicher, gerade jetzt verbrennt eine Thai Plasitiküten - die habe ich nicht mehr geschafft wegzuräumen. Es stinkt wieder fürchterlich.

Aber dann hat ein Thaimann ein Stück Tüte demonstrativ aufgehoben und mir gezeigt, wie er es im Müll entsorgt. Hat er bestimmt noch nie gemacht, er hat es nur für mich gemacht, weil er mich toll findet, wie er mir schon 20 mal gesagt hat - auch, weil ich mit ihm getanzt hatte.

Also, ich habe wirklich keinen Geltungsdrang, aber ich habe jetzt schon im Dorf einige Spuren hinterlassen. Nicht nur bei den beiden hübschen Kathoeys, indem ich sie überhaupt wahrgenommen habe und öffentlich Jokes mit ihnen und Fotos von ihnen gemacht habe.

Ob das nun was geholfen hat, das mit dem Müll aufsammeln, das weiss ich natürlich auch nicht. Das ist ja auch nicht das Entscheidende. Ich konnte den vielen Unrat einfach nicht tatenlos hinnehmen. Als alter Enterprise Fan kenne ich aber die oberste Direktive: niemals in eine andere Kultur eingreifen.

Zwischenspiel in Udon

Von Udon Thani kann ich bisher nur sagen, dass es bestimmt schönere Städte gibt, was die Architektur betrifft. Die Fassaden sind alt und unschön und mit viel Werbung zugepflaster, die zig hängenden Stromkabel sowie Autos, Motorroller und Strassenstände en masse prägen das Stadtbild. Aber vielleicht tue ich der Stadt ja Unrecht. Ich war nur mehrfach zum Shopping mit dem Auto dort: Makro Markt und im Central Plaza. Letztere ist allerdings der volle Hammer. Eine edle Shopping-Mall, doppelt so gross wir die beiden in Berlin zusammen und auf selbem hohen Niveau, möglicherweise noch besser. Alle Wetter! Für 150 Baht wurde hier auch mein Laptop in 15 Minuten wieder zum Leben erweckt.

Zum Stöbern durch die vielen Strassen war bisher keine Gelegenheit. Es gibt ganz bestimmt viel zu entdecken. Etwa die Harmonie, wo sich die deutschen Residenten immer treffen und auch Bundesliga schauen. Aber das wollen wir ja nicht mehr. Und Deutsche...? Denn ich bin jetzt lieber wie ein Thai auf Zeit.

Den besten Kaffee bekamen wir im Amazon, wohl eine kleine Kettte. 55 Baht und viele Kaffee-Mix-Getränke. Dagegen die 90 Baht am Airport. Beide aber sehr lecker. Als unsere ganze Truppe Hunger hatte, fanden wir einen Imbiss: 75 Baht all you can eat. Aso, ich habe schon schlechter gegessen. Das sind ganze 2 Euro!

Auf dem Parkplatz eines Marktes in Udon hatte Honda eine Bühne für eine Show aufgebaut und munteres Dancing dargeboten. Als einziger Farang am Ort machte ich Fotos, die Girls posierten deswegen und riefen: "Hello Farang" von der Bühne. Die Umstehenden lächelten mir freundlich zu, auch Frauen, die mit ihren Mopeds gerade ankamen, nickten wohlwollend zu. Dann kam ein Army Mann auf mich zu und streckte mir die Hand zu. Er heisse Tom und wollte wissen, woher ich denn käme. Meine Hose im Military Style hatte ihn wohl dazu animiert. Wie auch immer. Die Menschen dort kommen auf einen zu. Hat sie ja niemand dazu gezwungen. Und das zu geniessen macht einfach Freude und Spass, mir jedenfalls.

Wieder im Dorf

Ich sitze bei draussen 40 Grad in einem schönen Haus der Familie, in einem Erkerzimmer, dank Wind und Ventilator ist es doch angenehm am PC zu arbeiten. Es dauert schon eine Weile, bis man merkt, dass man im Zimmer inmitten einer kleinen Ameisenstrasse sitzt. Irgendwie haben die ganz kleinen Biester (Mot lek) hier ältere Vorrechte. Doch mit Axa-Deospray konnte ich sie überzeugen anderswo langzulaufen. Doch eine hatte mich zuvor gebissen, ich sage aber nicht wo, ist einfach zu peinlich.

Hatte ich noch nie: Die Männer starren mich lange an und wundern sich, was das für ein Farang ist. 3 Kinder setzen sich mit ihren Stühlen 2 Meter vor mich und machen meine Gesten und die Mimik nach, lachen sich krank und kichern. Gehe ich weg, kommen sie mit den Stühlen hinterher und alles beginnt von vorn.

Der absolute Hammer dann am Abend: mein Schatz hat vor dem Grundstück eine Bühne aufbauen lassen, ein Morlam Konzert zum Abschied des Sohnes in den Wat. Grosse Bühne quert die Strasse, die ist gesperrt. Polizei immer mit dabei. Ich sitze abends alleine mitten auf der Strasse, frontal zur Bühne, vorn alles Kinder und an den Seiten die Frauen etwas abseits, Ich also alleine und unbescheiden, aber nur aus Rücksicht, weil ich rauche - macht hier übrigens keiner, nur die 2 oder 3 Trinker, die rauchen auch. Alle anderen nicht.

Also, der erste Sänger begrüsst mich: "Hello Farang, want you sing a song?" "No." "You feel fine?" "Yes." Die erste Sängerin ebenso: "Give me five hundred, falang." Na ja, "give me more" usw.

Beim Konzert wurde mir klar, was das ist. Die Menschen sind es nicht gewöhnt, ihre Emotionen gleich zu zeigen. Sie sind etwas schüchtern und unbeholfen. Der Tanzstil ist dem entsprechend schlicht. Ist ja kein Vorwurf. Ist eben so und deswegen starren sie mich so an, weil sie das nicht können, was aus mir laufend raussprudelt, auch an Witz und Comedy, obwohl ich ja eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse bin.

Mein laufendes verbales Wundern wegen der zum Teil katastrophalen Zustände: "Oh, mein Gott" ist hier jetzt ein geflügeltes Farang-Wort geworden. Sie haben Spass daran es zu benutzen.

Ach, so: der Hammer: Beim Konzert tanzten eigentlich nur die Männer, mal 5, mal 10 und auch mal mit den Jugendlichen, so 20 Leutchen. Die Frauen kamen erst am Ende des Konzertes dazu. Ich wurde sanft genötigt, beim Morlam Konzert vor der Bühne mitzutanzen. Kann ich ja. Wollte ich aber nicht, weil Zurückhaltung auch mal angebracht ist, als Fremder. Kann ja schiefgehen, wenn man sich in den Mittelpunkt drängt. Sie bestanden aber darauf und kneifen ging nicht mehr, sie wollten es einfach wissen.

... na, da war was los. Ich glaube, ich habe hier einen lebenslangen Kredit bei den Leuten, weil ich ganz ehrlich war und nicht arrogant.

Songkran und Abschied von Thailand

Es fällt schwer, aber es muss ja sein.

Ich habe selten so gefroren, wie jetzt in Thailand, vor allem wegen der voll aufgedrehten Klimaanlagen in den Autos, Malls und in den Hotelzimmern, dann die vielen Ventilatoren, die einem die Augen trocken machen.

Songkran im Isaan ist wohl anders als in den Metropolen. Die Wasserschlachten mit dem schlechten Ruf fanden dort nicht statt. Es geht vor allem traditionell und buddistisch zu zum Wasserfest, das ja das Neue Jahr begrüsst.

In unserem Dorf ging es vor allem um die Tempel und um die Mönche. Zunächst zog die ganze Gemeinde mit Spendenbäumchen singend und tanzend in den einen Tempel. Begleitet von einer mobilen Morlam Disko - sehr sehr lautes Autoradio. Dreimal um den Tempel wieder mit Geschrei, dann hinein und abgerechnet. Drei Familien waren im Wettstreit um die grösste Spende. Aber alles freundlich und religiös zeremoniell.

Am nächsten Tag ging es in den anderen Tempel, diesmal etwas ruhiger. Es galt die Asche/Knochen der Eltern aus den Grabstelen zu holen, mit den Mönchen zu segnen und mit Wasser zu benetzen. Es war eine sehr herzergreifende Zeremonie. Ich dabei. Sie schweisst die Dorfgemeinde zusammen und vergisst die Verstorbenen nicht. Natürlich auch mit Alkohol, schon am frühen Morgen. Also, ein wenig trinkfest kann im Isaan nicht schaden. Und wieder an einem anderen Tag zog das ganze Dorf zu seinem Haupttempel und spendete Geld und Essen in grossen Mengen – mehr als sonst und vor allem wegen Songkran.

Viele Familien haben zu Songkran an der Strasse einen grossen Tisch aufgestellt, mit Wasserfass, Gartenschlauch, Sonnenschirm und vielen Getränken. Den ganzen Tag über werden die vorbeifahrenden Autos, Mopeds und Fussgänger feucht fröhlich begrüsst, in jeder Hinsicht. Es bleibt aber alles im Rahmen. Es erinnerte auch an das ewige Necken der Mädchen durch die Jungen. Deutlich sichtbar die speziellen bunten Hemden zu Songkran, die fast alle Frauen tragen.

Apropos Frauen. In den Tempel morgens sind es vor allem die Frauen, die die Mönche mit Essen versorgen und mit ihnen beten. Die Frauen sind also aus meiner Sicht die Träger der traditionellen thailändischen Kultur auf dem Lande.

Und mein bewusst ungewöhnliches Auftreten im Dorf: Kein Thai hat etwas Schlechtes gesagt, viele Thais haben mich in ihr Haus geholt und an sehr persönlichen Zeremonien teilhaben lassen. Viele Thais haben den Daumen gehoben, wenn sie mich auf der Dorfstrasse angetroffen haben. Der fleissige Farang, mein Name war schon Mister Tamgahn. Sie waren einfach nur dankbar, dass sich jemand für ihr einfaches Leben interessiert. So mein Endruck.

Du glaubst gar nicht, wie Du in der Bewertung steigst, wenn du A. Nudelsuppe magst und B. unendlich viel thailändisch essen kannst. Das beeindruckt sie sehr. Humor kann übrigens auch nicht schaden, und keine Furcht haben.

Denn gehe mal nachts im Dorf in enge verwinkelte Gassen, wo in einem alten Bretterverschlag verwegen aussehende Thaimänner am tagelangen Saufen sind. Geh mal dahin und setze dich zu ihnen, ohne die Sprache zu kennen. Das trau Dich mal, dann weisst Du was auch über Dich. Ich habe es gemacht und natürlich überlebt, wo doch zuhause alle deswegen Angst hatten. Die Frauen sagten: Sie mögen keine Farangs. Sie werden Dir weh tun, wollen Deine Sachen haben. Aber keine Spur. Die Thaimännner wollten nur wissen, was für ein Kerl Du bist, und ob überhaupt einer.

Nächster Bericht - nächste Ausgabe. Mathias Heinrich

Thai Party Szene Berlin:

Schrill und schön - Songkran im Berliner Fritz-Club

An einem wahrhaft schönen sonntäglichen Frühlingsnachmittag mit blauem Himmel führt der Weg vom quirligen Ostbahnhof auf die andere Straßenseite. Da wo die Berliner Musik- und Clubszene im Postbahnhof zu finden ist, geht es heute an der Seite entlang zum Fritz Club, zu einem außergewöhnlichen Ereignis, wobei die zwei Fahnen: die thailändische Nationalfahne und gelb-ockerfarbene Fahne des thailändischen Königshauses einen ersten Hinweis geben.

In dieser location, wo sonst eher die angesagtesten beats der Stadt in eher dunkler morbider Atmosphäre geboten werden, sind heute Farbenpracht, fremde Klänge und thailändisches Sprachgewirr bei bester Laune in familiärer Atmosphäre vorherrschend.

Veranstalter ist Wat Thai e.V. München, denen es zu verdanken ist, dass aus Anlass des traditionellen Songkran-Festes (das alljährliche Wasserfest zum buddhistischen Neuen Jahr) mit einer Gruppe junger Leute, SchülerInnen der Saynamphuenk Schule aus Bangkok, ein künstlerischer Beitrag auch zum Kulturaustausch auf ihrer Tournee u.a. nach München, Regensburg und Berlin geleistet wird. So finden u.a. in München mehrtägige Workshops statt, für traditionelle thailändische Tanzkunst und zeitgenössischen modernen Tanz, die großen Anklang finden bei den deutschen WorkshopteilnehmerInnen und Partnerschulen wie die Anne-Franck Realschule in München.

Diese anerkannte Vorzeigeschule aus Bangkok ist auch bereits von seiner Hoheit König Bhumibol Adulyadej, Rama IX, mit Auszeichnungen bedacht worden.

So kommt es auch nicht von ungefähr, wenn als Ehrengast, ihre Exzellenz, die Botschafterin der thailändischen Botschaft vorort, Frau Nongnuth Phetcharatana, gegen 15 Uhr zu Beginn des Festes durch ein farbenprächtiges Spalier des jungen thailändischen Schülerensembles geht und auf das herzlichste willkommen geheißen wird.

Zur würdigen Eröffnung des Festes wird die beliebte thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, die gerade ihren Geburtstag am 2. April gefeiert hatte, vor einem blumengeschmückten Photo, von der Botschafterin in einer kurzen Referenz gehuldigt.

Es war wirklich schön anzusehen mit wie viel Respekt, Ehrerbietung, aber auch Begeisterung, die überwiegend thailändischen Gäste mit ihren deutschen Freunden, auch die traditionellen Darbietungen von Tanz und Musik aufnahmen.

Das steigerte sich insofern, als gegen 18 Uhr zwei junge thailändische Künstler des Thai Clubs Scorpion aus Berlin, aus der Rock-Popszene die Stimmung anheizten. Es wurde eine kurzweilige Show ohne Pause für eine große Familie, und es war eine abgerundete gelungene Veranstaltung, die wieder mal den Beweis erbrachte, wie wichtig es ist - in einer fragilen Zeit der Umbrüche in der globalen zusammengerückten Welt - den Dialog der Kulturen und Religionen, hier als gutes Beispiel zwischen Europa und Südostasien zu pflegen. Thai-Ticker DB - Fotos: Kämpfe

Happy Birthday, Dimmy!

Ja, wieder mal ein kleiner Party-Bericht, aber das gehört ja zur Kultur unserer thai-deutschen Community in Berlin dazu. Also, Dimmy feierte am 10. Mai ihren Geburtstag, der schon ein paar Tage zuvor war. Sie ist die Betreiberin des Thai-Musik-Cafés Butterfly in der Kaiser-Friedrich-Strasse und zugleich Inhaberin des Asia-Beauty Schönheits-Salons Crystal Lotus in der Weimarer Strasse. Dimmy möchte eigentlich nicht so viel Aufsehens um ihre eigene Person machen. Aber es hilft ja nichts, denn sie hat es verdient.

Diese fleissige und bescheidene Thaifrau gehört mit zu den wichtigen Multiplikatoren und Machern in der Thai-Szene der Hauptstadt. Als Tänzerin und Geschäftsfrau ist es vor allem sie, die privat den Auftritt der Thailänderinnen beim grossen Strassenumzug beim Berliner Karneval der Kulturen, viele Jahre lang schon, mit vorbereitet, organisiert und auch mitfinanziert. Das ist ein grosses Dankeschön wert. Damit möchte ich nicht die Leistungen der anderen Thaifrauen schmälern, die jedes Jahr die Thaifahne beim Thai-Smile in Kreuzberg hochhalten. Nur, bei Dimmy wissen wir es genau. Jetzt macht sie auch noch ihren deutschen Führerschein, da fragt man sich, wie schaffst Du das alles, Dimmy, Du bist ein echter Workaholic im besten Wortsinne. Ein Beispiel für gelungene Integration, könnte man sagen.

Die Geburtstags-Party im Butterfly war gut vorbereitet, natürlich mit einem üppigen Thai-Buffet (sehr lecker und kostenfrei). Das Team der Sänger und DJs zauberte eine gute Bühnenshow. Darüber freuten sich die vielen Stammgäste und Freunde gleichermassen. So Daeng und ihr Micha, Regina und DJ John, auch Schwesterherz Phatchanee und Lek (bezaubernd, vormals Skorpion). Text und Fotos: Martin Kammers

Die News aus Thailand

Königspaar für Nepal
Das Königspaar hat 10 Mio. Baht über die Stiftung Rajaprajanugroh für die Opfer des verheerenden Erdbebens in Nepal bereitgestellt. Von Prinzessin Ubol Ratana kommen dringend benötigte Gebrauchsgegenstände. Weitere Hilfsgüter wie Trinkwasser, Fisch in Dosen, Medikamente, Decken und Wasserfilter hat die Regierung auf den Weg gebracht. Die Hilfsgüter erreichen Nepal allerdings mit erheblicher Verspätung, weil der Luftraum über Kathmandu mit Maschinen überfüllt ist. Mehrfach mussten Flugzeuge wieder abdrehen.

Rote Armbänder tragen
Gastarbeiter aus den Nachbarländern müssen auf Anweisung der Polizei in der Öffentlichkeit tiefrote Armbänder als Zeichen tragen, dass sie registriert sind. Diese Maßnahme ist gegen Kriminalität gerichtet und soll zur Sicherheit der Bevölkerung beitragen. Patum Thanis Markt Talaad Tai mit 3.500 Händlern gilt der Polizei als Risikogebiet. Dort arbeiten Ausländer ohne Arbeitsgenehmigung. Weil sie erpressbar sind, können sie Opfer von Menschenhandel, Prostitution und gewerbsmäßiger Bettelei werden. Die Polizei geht jetzt mit einer Spezialeinheit gegen illegale Gastarbeiter und thailändische Menschenschmuggler und Arbeitgeber vor. Seit dem 4. April wurden 171 Menschen aus Myanmar, Laos und Kambodscha festgenommen, zudem 9 thailändische Arbeitgeber und 6 weitere Thais, die Migranten Unterkünfte verschafft hatten.

Erste Hitzetote
Behörden melden die ersten Hitzetoten. In der Provinz Phrae starben vier Menschen an einem Schlagfanfall bzw. an einem Herzinfarkt bei Temperaturen von fast 40 Grad. In Ayutthaya trank ein Bauarbeiter reichlich Alkohol und erlag vermutlich einem Herzversagen. In Suphan Buri reparierte ein Mann bei sengender Sonne ein Haus und starb bei einem Schlaganfall. Ein weiteres Opfer der Hitze wurde eine 69 Jahre alte Frau in Chai Nat. Sie starb in ihrem Haus. Meteorologen glauben, dass der bisherige Hitzerekord von 44,5 Grad im Jahr 1960 in Uttaradit in den nächsten Tagen übertroffen werden kann.

Ausfuhren brechen ein
Im 1. Vierteljahr ist der Export gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,69% eingebrochen. Das Handelsministerium sieht die Ursachen bei der starken Baht-Währung und der schwächelnden Weltwirtschaft. Die Aufträge aus der EU, den USA, China und dem ASEAN-Staatenbund seien in den drei Monaten zurückgegangen. Von Januar bis Ende März wurden Waren im Wert von 53,36 Milliarden US-D verschifft, die Importe beliefen sich auf 51,94 Milliarden Baht. Somit ergibt sich ein Handelsüberschuss von 1,42 Milliarden Dollar. Zugenommen hat allerdings der Grenzhandel mit Kambodscha, Laos, Mynamar und Vietnam. Für dieses Jahr hat das Handelsministerium seine Prognose für die Zunahme beim Export von 4 auf 1,2% gesenkt.

Erste Regierungszeitung
In einer Auflage von 60.000 ist jetzt die erste Ausgabe der Regierungszeitung erschienen. 30.000 werden in Bangkok verteilt, weitere 30.000 in den Provinzen. Auf 8 Seiten berichten der Newsletter für das Volk über Aufgaben und erfolgreiche Arbeit der Militärregierung. Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha wünscht sich in seiner Kolumne Frieden, Wohlstand, eine strenge Moral und Gerechtigkeit für das Land. Weiter gibt es Berichte über den König sowie über die vom Transportministerium geplanten 1,9 Billionen Baht für eine verbesserte Infrastruktur.

Fischindustrie überprüft
Eine EU-Delegation war in Bangkok, um sich über die Fortschritte im Kampf gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und Menschenhandel in der Fischindustrie zu informieren. Für den 20. bis 22. Mai hatten sich zudem führende Vertreter der EU angesagt. Die EU-Kommission hatte Thailand die "gelbe Karte" gezeigt. Sollte die Regierung nicht innerhalb von sechs Monaten merkliche Fortschritte erzielen, will die EU thailändische Fischexporte untersagen. Die Regierung glaubt, auf dem richtigen Weg zu sein und das Problem bald behoben zu haben. Landesweit haben Behörden mit Unterstützung der Marine in 22 Provinzen Kontrollstellen eingerichtet. Dort werden alle ein- und auslaufende Fischkutter überprüft: auf gültige Lizenz, die Ausrüstung, Arbeitserlaubnis der Crew und Genehmigungen für den Kapitän.

Rohingya-Massengrab
An der Grenze zu Malaysia ist ein Massengrab gefunden worden. Behörden gehen davon aus, dass dort Rohingya-Flüchtlinge beerdigt wurden. Auf dem Areal eines verlassenen Dschungelcamps im Bezirk Sadao (Songkhla) fanden Polizisten 32 Grabstätten sowie eine nicht beerdigte, bereits verweste Leiche. Die Ermittler vermuten auf dem Gelände weitere Grabstellen. Dort sollen sich bis vor Kurzem 200 bis 300 Rohingya-Bootsflüchtlinge aufgehalten haben, die inzwischen vermutlich nach Malaysia flüchteten. Es gibt einen Überlebenden; bei ihm handelt es sich um einen Mann aus Bangladesch. Tausende Menschen aus Myanmar und Bangladesch wagen regelmäßig die gefährliche Überfahrt über das Meer nach Südthailand. Die meisten von ihnen gehören der muslimischen Minderheit der Rohingya an und wollen Malaysia erreichen.

Bomben in Yala
Mindestens 13 Menschen wurden bei einer Serie von Bombenexplosionen in der Stadt verletzt. Laut der Polizei gab es keine Schwerverletzten. Die Sprengsätze gingen an 16 Standorten hoch. Laut Armeechef Udomdej Sitabutr hat es sich um kleine Bomben gehandelt. Sie sollten offenbar eher für Chaos sorgen, als Menschen treffen.

Weitere elf Haftbefehle
Wegen Verdachts von Menschenhandel hat das Provinzgericht Songkhla weitere 11 Haftbefehle ausgestellt. Zuvor hatten Richter bereits Haftbefehle gegen 18 Verdächtige unterschrieben. Gegen 7 weitere mutmaßliche Straftäter in Zusammenhang mit den Menschenhändlerringen und den aufgefundenen Massengräbern in Südthailand wird ermittelt. Polizeigeneral Ake Angsananont sagte weiter, der unter Verdacht stehende Bürgermeister von Padang Besar habe sich der Polizei gestellt und werde vernommen. Ein weiterer mutmaßlicher Täter wurde festgenommen. Er soll an den Morden mehrerer Rohingya-Flüchtlinge in den Provinzen Songkhla und Satun beteiligt gewesen sein. Tief im Dschungel, an der Grenze zu Malaysia, hat die Flucht von Menschen aus Myanmar und Bangladesch ein tragisches Ende gefunden. Bisher wurden weit über 60 Gräber gefunden. An dem internationalen Menschenschmuggel, auch mit Lösegeld, sollen Soldaten, Polizisten und kommunale Mitarbeiter aus Thailand beteiligt gewesen sein. Hunderte Flüchtlinge seien von Menschenhändlern verschleppt und im unwegsamen Gelände festgehalten worden.

Leitzins gesenkt
Zum 2. Mal innerhalb von Wochen hat die Bank of Thailand den Leitzins gesenkt. Wie bereits Anfang März, so auch dieses Mal um 25 Basispunkte. Damit steht der Leitzins bei 1,50%. Die Währungshüter haben sich dazu entschlossen, weil die Wirtschaft nicht in Fahrt kommt. Von niedrigeren Zinsen erwarten Ökonomen mehr Investitionen der Wirtschaft und eine größere Kaufbereitschaft der Menschen. Allerdings bezweifeln zahlreiche Analysten, dass die Zinssenkung die Konjunktur ankurbeln wird. Das Finanzministerium hat seine Erwartungen für das Wachstum der Wirtschaft von bisher 3,9 auf 3,7% zurückgeschraubt, der Export soll in diesem Jahr nur noch um 0,2% wachsen. Bisher war das Ministerium von 1,4% ausgegangen. Und die Verbraucherpreise sind im März zum dritten Mal in Folge gefallen. Thailand droht eine Deflation. Als Folge der Leitzinssenkung gab die Baht-Währung gerade an den Devisenmärkten gegenüber dem Dollar um 0,6% nach. 32,788 für einen Dollar war der tiefste Stand seit März 2011.

Folgen der Überalterung
Die Überalterung der Gesellschaft hat massive Folgen für die Sozialstruktur des Landes. Nach einer aktuellen Berechnung des Institute for Population and Social Research der Mahidol-Universität wird sich im kommenden Jahrzehnt die Altersstruktur der Menschen in Thailand radikal verändern. Lag die Zahl der über 60 Jahre alten Frauen und Männer in 2010 erst bei 12,9%, so werden es 2020 bereits 19,1% und 2022 sogar 20,5% sein. Und für 2040 sagen die Wissenschaftler 32,1% voraus. Die Überalterung wird sich dramatisch auf die Kosten der Wohlfahrt auswirken, auf die Deckung der Grundbedürfnisse älterer Menschen, damit sie einen gewissen Lebensstandard halten. Während derzeit auf 20 Senioren 100 Beschäftigte kommen, die in die Sozialkassen einzahlen, wird das Verhältnis in 30 Jahren 50:100 sein. Deshalb wird der Staat seine Ausgaben für die ältere Generation erheblich steigern müssen. Zurzeit bekommen Senioren ab dem 60. Lebensjahr monatlich 600 Baht, ab 70. Lebensjahr 700 Baht und ab dem 90. Geburtstag 1.000 Baht. Wer im hohen Alter behindert ist, bekommt zusätzlich im Monat 800 Baht. Als behindert gilt, wer kaum noch hören oder sehen kann.

Chemische Rückstände
Über Gesetzesänderungen und neue Regelungen will das Gesundheitsministerium die Verbraucher vor dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel schützen. Bei der letzten Untersuchung von 60.000 Früchte- und Gemüseproben waren 9% mit Schadstoffen durchsetzt. Chemische Rückstände wurden in importierten und lokalen Waren gefunden, so in Brokkoli, Spinat, getrocknete Chilischoten, Orangen, Weintrauben, Kohl, Äpfeln, Melonen und Birnen. Eine Ursache: Landwirte sprühen nach wie vor Pestizide, auch längst verbotene Chemikalien. Das Gesundheitsministerium fordert verschärfte Kontrollen in der Landwirtschaft und für verpacktes Obst und Gemüse. Jedes Jahr erkranken landesweit über eine Million Menschen an Lebensmittelvergiftung.

Scheidungen nehmen zu
Die Zahl der Scheidungen hat von 2004 bis zum Vorjahr um 23% zugenommen. Im Vorjahr gingen laut Gesundheitsministerium 111.810 Ehen in die Brüche, 296.258 Paare ließen sich trauen. Für die hohe Zahl der Scheidungen macht die Behörde Stress in der Beziehung und den Trend zum individuellen Leben verantwortlich. Zudem zeigten Frauen und Männer in der modernen thailändischen Gesellschaft weniger Toleranz bei Problemen in der Ehe. Auch Kinder seien kein Hindernis für eine Trennung. Das Gesundheitsministerium appelliert an die Geschiedenen, der Partnerin bzw. dem Partner ausreichend Gelegenheit zu Treffen mit den gemeinsamen Kindern zu ermöglichen.

Weniger junger Mütter
Das Gesundheitsministerium will die Zahl junger Mütter senken. Mit einer umfangreichen Sexaufklärung in Schulen, Kliniken für Teeanger und Verhaltensregeln für Familienmitglieder. Im Jahr 2012 kamen auf 1.000 Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren 53,8 Geburten. Im Jahr 2017 sollen es unter 50 Geburten sein.

Lotterielose 80 Baht
Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha unternimmt einen weiteren Versuch, den Ticketpreis für ein Paar Lotterielose auf 80 Baht zu senken. Nachdem Somchai Satjapong als Präsident der Staatlichen Lotteriegesellschaft (GLO) zurückgetreten war, wünscht sich der Premier jetzt einen Offizier an der Spitze der GLO. Ab Juni sollen Thais und Ausländer das Paar Lotterielose für den aufgedruckten Preis von 80 Baht kaufen. Derzeit werden die Lose für bis zu 120 Baht angeboten. Für den überhöhten Verkaufspreis macht Prayut das schlechte Management bei der GLO verantwortlich. Den Händlern verspricht er, bei 80 Baht sollen sie pro Los 10 Baht verdienen.

Es gibt Wassernotstand
Die Bevölkerung in 36 Provinzen leidet unter der Trockenheit. Der Wassernotstand betrifft 11.426 Dörfer in 232 Bezirken. Damit sind 14% aller Dörfer landesweit nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Inzwischen setzen Behörden Tankwagen ein, die täglich Wasser zu den notleidenden Menschen bringen. Im Einsatz sind neben Mitarbeitern der kommunalen Verwaltungen auch Soldaten. Abgesehen von einigen Unwettern, hat es in weiten Teilen des Landes seit Monaten nicht ausgiebig geregnet. Die Talsperren sind nur noch mäßig gefüllt. Wasser kann nur kontrolliert abgegeben werden, weil es zur Gewinnung von Elektrizität genutzt wird.

Sicherheit auf Schiffen
Das Marine Department bereitet ein Gesetz zur Schwimmwestenpflicht auf allen öffentlichen Schiffen vor. Boote müssen nicht nur genügend Rettungswesten für alle Passagiere und Besatzungsmitglieder mitführen, die Westen müssen vor Abfahrt des Schiffes von den Fahrgästen angelegt werden. Das Anlegen soll von der Hafenbehörde kontrolliert werden. Das gilt für Schiffe auf See und auf Flüssen. Davon ausgenommen sind Fähren mit kurzen Strecken und Khlonglinienboote, wie sie in Bangkok auf den Kanälen verkehren. Weitere Gesetze erhöhen ebenfalls die Sicherheit der Passagiere: Schiffe müssen ausreichend mit Feuerlöschern ausgestattet sein und dürfen nicht überladen ablegen. Boote und deren Kapitäne bzw. die Schiffsführer werden intensiv auf ihre Eignung überprüft.

Illegale Gebäude
Städtische Arbeiter haben mit dem Abbruch einer Brücke und einer zweistöckigen Betonstruktur über den Kanal in Südpattaya begonnen. Die Arbeiten sollen in 4 Tagen beendet werden. Der Grund: illegale Inbesitznahme öffentlicher Flächen. Brücke und Gebäude in der Nähe der Walking Street haben zudem in diesem Stadtviertel bei Starkregen das Hochwasser verstärkt. Ebenfalls ohne Genehmigung wurde an der Soi VC ein siebenstöckiges Hotel um sechs Stockwerke erweitert. Das Verfahren hat sich lange hingezogen, jetzt hat Pattayas Provinzgericht den Abbruch verfügt. Weil der Eigentümer des Hotels sich nach wie vor weigert, den Bau abzureißen, hat jetzt ein Trupp Soldaten im Beisein von Vertretern der Stadt und der Provinzbehörde im Erdgeschoss die Wände eingerissen.

Hitzewelle: wenig Milch
Die außergewöhnliche Hitze und lang anhaltende Trockenheit bringen Milchbauern erheblich geringere Umsätze, weil die Kühe bis zu 50% weniger Milch liefern. Ein Landwirt sagte, die Kühe ständen unter Stress und erkrankten, einige seien wegen der großen Hitze bereits verendet. Die Farmer sorgen sich um die Gesundheit ihrer Tiere und sprühen mehrfach am Tag Wasser auf die Kühe. Neben den geringeren Milcherträgen steigt die Rechnung für den Wasserverbrauch. Laut Innenministerium sind 33 Provinzen von der derzeitigen Hitzewelle betroffen. Sie übertreffe das Ausmaß der letzten Jahre.

150 Baht Müllgebühr
Jeder Haushalt soll künftig monatlich eine Müllgebühr von 150 Baht zahlen. Das Kabinett hat einen entsprechenden Gesetzentwurf der Gesundheitsbehörde genehmigt. Lokale Verwaltungen sollen den Betrag einziehen. Berechnet wurde er nach dem Ergebnis einer Studie. Danach verursacht jede Familie am Tag fünf Kilogramm Abfall.

Diebe heiß auf Kupfer
Durch den Diebstahl von Kupferkabeln entstand dem staatlichen Telekommunikationskonzern TOT im Vorjahr ein Schaden von über 100 Mio. Baht. 20 Mio. Baht Schaden entfallen auf die Hauptstadt, der überwiegende Teil auf die Provinzen. In den Provinzen Nakhon Pathom, Songkhla, Suphan Buri, Ratchaburi und Khon Khen wird das meiste Kupfer entwendet. Kupfer hat einen hohen Wert, Kabel können problemlos in Geschäften zu Geld gemacht werden. Die TOT hat drei Gruppen von Dieben ausgemacht: Jugendliche und Drogenabhängige, professionelle Diebe, Mitarbeiter von Subunternehmen der TOT. Die wenigsten Straftaten werden aufgeklärt. Deshalb lässt der Konzern jetzt Alarmsysteme installieren. Bei einem Kabeldiebstahl wird automatisch die nächste Polizeiwache alarmiert.

1.000 Häuser beschädig
Unwetter haben in weiten Teilen des Landes verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 1.000 Häuser wurden teils erheblich beschädigt. Heftige Winde und Starkregen haben ebenso auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Spuren hinterlassen. Auf einem überfluteten Reisfeld in der Provinz Kamphang Phet wurde ein 57 Jahre alter Mann tot aufgefunden. In Sukhothai erlitt ein Dorfbewohner schwere Kopfverletzungen. Von Unwetter betroffen war vor allem die Provinzen Sukhothai, Phrae, Phetchabun, Uttaradit, Sisaket, Ang Thong, Nakhon Phanom, Trat und Phetchaburi. Schäden melden auch die Provinzen Chaiyaphum, Phitsanulok, Amnat Charoen, Chanthaburi, Chai Nat, Tak, Kamphang Phet und Phayao.

Ordnung im Taxigewerbe
Die Straßenbehörde in Bangkok geht unnachgiebig gegen Taxifahrer vor, die gegen Regelungen verstoßen oder sich schlecht benehmen. Nach dem ersten Verstoß gibt es ein Bußgeld von 1.000 Baht und die Pflicht, an einem Training teilzunehmen; beim zweiten Verstoß eine Geldstrafe von 1.000 Baht und den Entzug der Fahrerlizenz für einen Monat; beim dritten Verstoß wieder 1.000 Baht, aber die Lizenz wird ein halbes Jahr eingezogen. Sollte ein Taxifahrer in einem Monat auf 3 Verstöße kommen, muss er seine Lizenz abgeben. Die Behörde hat bereits 123 Fahrern die Fahrgenehmigung vorübergehend entzogen. Zwei Taxifahrer müssen darauf ganz verzichten.

Hund mit Tollwut
40 Prozent der in Bangkok frei herumlaufenden Hunde haben Tollwut. Die Stadtverwaltung will Straßenhunde einfangen und appelliert an die Hundehalter, ihre Tiere gegen die Tollwut impfen zu lassen.

Airport-Taxifahrer sauer
Die mehr als 1.700 Taxifahrer am Flughafen Suvarnabhumi wollten streiken, sollten Behörden ihre Anweisungen nicht zurückziehen. Danach sind die Taxifahrer verpflichtet, bei Bedarf mehr als vier Fahrgäste zu befördern. Die Taxifahrer argumentieren, dass die Insassenversicherung nur für bis zu vier Personen gilt. Zudem fordern die Fahrer erneut, von Fahrgästen mit viel Gepäck einen höheren Fahrpreis zu verlangen.
In wenigen Stunden hat die Touristenpolizei in einer Nacht 34 Taxifahrer gefasst, die Fahrten verweigert hatten. Die Taxifahrer wurden belehrt und der Verkehrspolizei übergeben. Der Einsatz erstreckte sich in Bangkok auf die Soi Sukhumvit 3 ab Grace Hotel und über die Soi Sukhumvit 3/1 bis zur Soi Sukhumvit 5. Zeitpunkt ab 23 Uhr und die Einsatzorte waren gewählt worden, weil zu dieser Zeit erfahrungsgemäß zahlreiche Touristen mit Taxis zu ihrem Hotel zurückkehren. Ein Sprecher der Touristenpolizei sagte, das schlechte Benehmen der Taxifahrer schädige das Image Thailands als Reiseziel.

Strabag will Bahn bauen
Die Kölner Strabag AG bewirbt sich um den Bau von Eisenbahnstrecken in Thailand. Vertreter des deutschen Konzerns haben bereits mit Transportminister Prajin Juntong gesprochen. Der Marktführer im deutschen Verkehrswegebau ist interessiert an der Verlegung eines Schienennetzes zwischen den Provinzen Satun und Songkhla. Dafür stehen im Konzern die Spezialisten der Strabag Rail und der Strabag Rail Fahrleitungen zur Verfügung. Die Regierung plant den weitläufigen Ausbau des Schienennetzes: doppelgleisige Strecken und Hochgeschwindigkeitszüge. Neben China und Japan wollen sich auch Deutschland und Frankreich beteiligen sowie namhafte lokale Firmen wie der Agrarkonzern Charoen Pokphand Group (CP), der Getränkehersteller Thai Beverage und der Skytrainbetreiber Bangkok Mass Transit System. Der deutsche Siemenskonzern hofft auf Aufträge für die Technik der schienengebundenen Fahrwege und sucht einen lokalen Partner für den Bau der speziellen Technik. Vor Jahren hatte Siemens bereits angeboten, in Kooperation mit einem thailändischen Unternehmen ein Werk zur Herstellung von Eisenbahnwagen zu errichten.

Die Lizenz entzogen
Die staatliche Behörde zur Regulierung und Überwachung von Rundfunk- und Fernsehsendern (NBTC) hat dem Peace TV die Lizenz entzogen. Erst vor wenigen Wochen war Peace TV wegen seiner politischen Ausrichtung zu einer einwöchigen Sendepause verdonnert worden. Ein NBTC-Sprecher sagte, der Sender habe sich erneut nicht an die Anordnungen der Militärjunta gehalten. Peace TV nannte sich früher Democracy News Network (DNN) und war unter den 12 Satelliten-Fernsehanstalten, die nach dem Putsch nicht senden durften und sich später mit den Bedingungen des Militär einverstanden erklärt hatten.

Strom nach 40 Jahren
Die 2.000 Bewohner des Dorfes Ban Paendin Samer (Krabi) haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es an das Stromnetz angeschlossen wird. Seit 40 Jahren wartet die Bevölkerung auf Elektrizität. Die Familien können nicht mit Strom kochen, nachts sitzen sie bei Kerzenschein ohne TV. Sie haben keine Kühlschränke, Frischwaren müssen in Kühlboxen gelagert werden. Der Computer der kleinen Polizeiwache wird notdürftig über Solarzellen mit Strom versorgt. Das 1974 gegründete Dorf liegt nur einen Kilometer von Strommasten entfernt. Doch das erforderliche Kabel müsste durch das Schutzgebiet Khao Pra-Bangkram verlegt werden – dieser Plan scheiterte bisher an den Gesetzen von unter Schutz stehenden Parkflächen, obwohl eine Straße durch den Park führt. Jetzt hat die Leitung des Amtes für Nationalparks, Tierwelt und Pflanzenartenschutz (DNP) durchblicken lassen, dass die Behörde einen Stromanschluss für das Dorf nicht länger blockieren will.

Inferno in Tiger Disco
Mit Zeugenaussagen begann vor dem Provinzgericht Phuket die Verhandlung gegen mutmaßliche Verantwortliche für den Großbrand in der Tiger Disco im Bezirk Patong. In den frühen Morgenstunden des 17. August 2012 waren bei dem Brand vier Menschen ums Leben gekommen: ein Brite, ein Franzose und zwei Thais. Elf weitere Menschen erlitten damals Verletzungen. Manager der Tiger Group und der Sara Entertainment stehen wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und des Betriebs der Disco nach der Sperrstunde vor Gericht. Nach umfangreichen, sehr langen Ermittlungen wurden die Geschäftsführer am 10. Juli 2013 angeklagt. Erst jetzt stehen sie vor dem Richter. Ein Kurzschluss hatte 2013 den Großbrand verursacht. Das Feuer breitete sich in Windeseile aus, wegen des leicht flammbaren Materials der Discothek.

Malaria ausrotten
Bis zum Jahr 2024 soll es im Land keine Malariaerkrankungen mehr geben.
Das Gesundheitsministerium wird in Zukunft massiv gegen die von Mücken verursachte Infektion angehen. Mit landesweiten Kampagnen soll die Anopheles-Mücke weitestgehend ausgerottet werden, zudem soll Malaria rechtzeitig erkannt, Infizierte sollen schnell behandelt werden. Das gilt besonders für die in den Grenzgebieten zu den Nachbarländern lebenden Familien. In den Monaten Januar bis Mitte April ist die Zahl der Malariafälle im Jahresvergleich um 21% zurückgegangen, bei Ausländern um 26%. Die meisten Erkrankungen wurden aus den Provinzen Ubon Ratchathani, Tak, Kanchanaburi und Yala gemeldet. Und Forscher rechnen bald mit einem wirksamen Mittel gegen Malaria. Eine Langzeitstudie mit RTS,S/ASO1 hat ergeben, dass dieses Medikament Kinder schützen kann. Wie The Lancet berichtet, hat das Mittel die Tests der 3. und damit letzten Phase klinischer Studien erfolgreich durchlaufen. Seit 2009 hatten Forscher es 3 Jahre lang an mehr als 15.000 Kindern aus 7 afrikanischen Ländern getestet. Nun liegen die Ergebnisse vor: Das Mittel schützte einen Großteil der Kinder vor Malaria - bis zu 4 Jahre lang nach der Impfung. Allerdings war der Impfstoff nicht in jeder Altersklasse effektiv und seine Wirksamkeit ließ mit der Zeit nach.

Wahlen und Demokratie
Allen, die von der Militärregierung baldige Parlamentswahlen und damit die Rückkehr zur Demokratie fordern, sagt Putschistenanführer Prayut Chan-o-cha: Wahlen allein seien noch keine Demokratie. Wahre Demokratie bestehe aus vier Prinzipien: Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit und Repräsentanz. Eine Regierung, die nicht nach diesen Prinzipien arbeite, dürfe sich nicht demokratisch nennen, schreibt der Ministerpräsident weiter in der neuen Ausgabe der Regierungszeitung. Die Menschen sollten nicht denken, die Regierung wäre gegen Neuwahlen. Zuvor müssten die vier Prinzipien Allgemeingut werden.

Mehr Baht für Euro
Euro-Rentner können befreit durchatmen. Der tiefe Sturz der europäischen Währung ist erst einmal gebremst. Mehr noch, der Euro hat sich gegenüber dem Dollar und thailändischen Baht erholt. Dazu beigetragen hat die Schwäche der Baht-Währung, die nach der erneuten Leitzinssenkung der Staatsbank nachgab. Politik und Wirtschaft begrüssen den schwächeren Baht, erleichtert er doch exportorientierten Unternehmen den weltweiten Absatz. Neben Euro-Rentner freuen sich Urlauber aus dem Euro-Raum über die erstarkte Währung. Schließlich erhalten sie mehr Baht.

Neue Anklage Yingluck
Die Anti-Korruptionsbehörde erwägt eine neue Anklage gegen das Kabinett der ehemaligen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. Es soll ermittelt werden, ob die Regierung bei den Schadenersatzzahlungen für die Toten und Verletzten bei politischen Unruhen in den Jahren 2005 bis 2010 ihre Macht missbraucht hat. Das Kabinett hatte 577 Millionen Baht für 524 Opfer bereitgestellt. Über eine Anklage will jetzt der Vorstand der Behörde beraten.

Solche Sachen...

Deutscher sucht Freitod
Ein 53 Jahre alter Deutscher wurde in seinem Haus im Bangkoker Bezirk Lat Phrao tot aufgefunden. Um seinen Kopf und Nacken war ein schwarzer Plastikbeutel gespannt und mit Klebestreifen befestigt worden. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus, zumal ein Abschiedsbrief vorliegt. Seine 21 Jahre alte thailändische Ehefrau sagte aus, das Paar habe seit vier Jahren zusammengelebt. Der Deutsche habe in seinem Heimatland mit Freunden eine Computerfirma gegründet, dort lebe auch seine ehemalige Thaifrau mit Kind. Sie hätten sich vor Jahren scheiden lassen. Die jetzige Ehefrau lobte den Deutschen. Er habe sich intensiv um ihre beiden Kinder gekümmert und alle Ausgaben übernommen. Laut der Thai sei die Firma in Deutschland in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Zudem habe seine kranke Mutter verlangt, dass er nach Hause komme. Doch der Deutsche habe in Thailand bei seiner jetzigen Familie bleiben wollen. Die Thai vermutet, dass dem 53-Jährigen das Geld ausgegangen ist. Vor dem Suizid hatte er seiner Frau 200 Baht gegeben und sie zum Tempel geschickt, am buddhistischen Feiertag Makha Bucha. Die Thai sollte für ihn beten.

Nachbarin erstochen
Nur 200 Meter vom Tatort entfernt nahm die Polizei den Mörder in seinem Wohnhaus in Chiang Mai fest. Der 19 Jahre alte Filipino gestand, eine 73-jährige Frau mit einem Messer erstochen zu haben. Seine Tat soll durch ein Online-Gewaltvideo ausgelöst worden sein. Und weil er für Spiele im Internet Geld brauchte, suchte er die ihm bekannte Frau auf. Er griff sie von hinten an, hielt ihr mit der Hand den Mund zu, stach mit einem Küchenmesser mehrfach zu und schnitt ihr die Kehle auf. Dann nahm er eine Geldbox mit 10.000 Baht an sich und eilte zu seinem nicht weit entfernten Wohnhaus.

Polizisten angegriffen
An einem Kontrollpunkt in Chachoengsao hat ein 28-jähriger Mann einen Polizisten angegriffen, in den Würgegriff genommen und anschließend mit einem Stein auf den Kopf geschlagen. Der Beamte hatte zuvor von einer Bande ein Motorrad sichergestellt, weil diese ein Rennen veranstaltet hatte. Ein Dutzend angetrunkener Männer forderte die Herausgabe des Fahrzeugs und stritt mit dem Polizeibeamten. Plötzlich tauchte der 28-Jährige auf und schlug ihn zu Boden. Anschließend flüchtete er, ebenso die Bandenmitglieder mit dem Motorrad. Nachdem der Schläger seinen Rausch ausgeschlafen hatte, erinnerte er sich an seine Tat. Weil er fürchtete, bei der Fahndung von Polizisten brutal behandelt zu werden, stellte er sich auf der Wache. Er habe massiv unter Alkoholeinfluss gestanden, begründete er seinen Angriff auf den Beamten.

Japanerin ertrunken
Auf einer Tauchfahrt ist eine 52 Jahre alte Japanerin vor der Insel Gai beim Schnorcheln ertrunken. Zehn Urlauber hatten ein Speedboot für eine Tagesfahrt gemietet. Ziele waren u.a. Koh Tab, Koh Gai und die Raily Bay. Die Touristin hatte eine Schwimmweste angelegt, als sie zum Schnorcheln ins Meer stieg. Weil sie sich längere Zeit nicht bewegte, schwammen andere Urlauber zu der Japanerin. Doch jede Hilfe kam zu spät, die Frau war bereits tot. Sie hatte mit Freunden am 13. April im Rayavadee Resort in Krabi eingecheckt und wollte es am 16. April verlassen.

Ladyboys schlagen Paar
Weil ein kanadisches Ehepaar von mehreren Ladyboys in Pattaya belästigt und geschlagen worden war, sich dann wehrte und dennoch auf der Polizeiwache ein Bußgeld von 500 Baht zahlen musste, will es nach drei Jahren Pattaya so schnell wie möglich Thailand verlassen. Das Ehepaar wurde zu Songkran auf dem Weg zu einem Restaurant auf der Strandpromenade von einem Ladyboy mit Puder überschüttet. Auf die mehrmalig geäußerte Bitte aufzuhören, reagierte der Ladyboy nicht. Deshalb kündigten die Ausländer an, zur Polizei zu gehen. Wenig später waren sie von sechs Ladyboys umringt. Die Thais sollen zugeschlagen, das Paar sich gewehrt haben. Eine Polizeistreife nahm die Kanadier und die Ladyboys mit auf die Wache. Dort wurde angeblich ein Protokoll auf Thai verfasst, ohne dass Frau und Mann ihren Namen nennen oder ihre Reisepässe vorzeigen mussten. Dann hatten die Ausländer 500 Baht wegen "Selbstverteidigung in der Öffentlichkeit" zu zahlen. Ein ausländischer Polizeihelfer soll dem Ehepaar gesagt haben, die Beamten hätten auch 1.000 Baht verlangen können. Die Bangkok Post recherchierte und erfuhr auf der Wache, dass es dort keinen Vorgang über das Ehepaar gibt.

Tot im Love Hotel
Eine 25 bis 30 Jahre alte Frau ist in einem Love Hotel in Chiang Mai brutal ermordet worden. Sie hatte nachts mit einem Mann eingecheckt, der gegen 9 Uhr das Hotel verließ. Als das Zimmer gereinigt werden sollte, wurde die Tote entdeckt. Sie lag nackt und blutüberströmt im Badezimmer. Die Leiche wies mehrere Schnittwunden in der Vagina und im Anus sowie Druckstellen auf. Der Mann muss sie mehrfach mit einer Flasche in Gesicht und den Nacken geschlagen und in ihre Brust gebissen haben. Bei der Autopsie wurde im Unterleib ein Glas entdeckt. Die Todesursache sollen die schweren Verletzungen im Unterleib sein. Vor dem Tod hatte die Frau Geschlechtsverkehr.

Einer gesteht den Mord
Der Mord in dem Love Hotel ist aufgeklärt. Die Polizei nahm in einem Gästehaus in der Innenstadt einen 52 Jahre alten Mann aus Banglamung bei Pattaya fest. Nach Angaben der Polizei hat er die Tat gestanden. Wie die Bangkok Post weiter berichtet, hatte der Mann eine 33 Jahre alte Frau von einer Bar mit in das Short-time-Hotel genommen. Weil beide Alkohol getrunken und der Mann die Getränke mit Valium vermischt hatte, soll der Sex außer Kontrolle geraten sein. Der Täter gab weiter zu Protokoll, er habe beim Verlassen des Zimmers geglaubt, die Frau wäre noch am Leben. Der Festgenommene hat gestanden, bereits zweimal sein widernatürliches Sexverhalten mit Frauen in Chonburi und Bangkok ausgelebt zu haben. Aber nie sei eine Partnerin gestorben. Die Ermittler wollen jetzt ähnlichen Fällen nachgehen, die in Chonburi und Bangkok unaufgeklärt sind.

Leicht bekleidete Frauen
Weil sie im Bikini und T-Shirts mit grossem Ausschnitt auf Stühlen vor dem Denkmal von König Rama I. in Buriram getanzt hatten, wurden drei junge Frauen von der Polizei festgenommen. Damit hätten sie nach Angaben der Behörde gegen einen Beschluss des Regierungskabinetts verstoßen. Die Regierung hatte alle Festteilnehmer zu Songkran aufgefordert, proper bekleidet zu erscheinen. Die Frauen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren wurden von Beamten mitgenommen und mussten eine Geldstrafe zahlen. Doch die Tänzerinnen kehrten umgehend zurück und zeigten sich erneut vor einer großen Menschenmenge. Daraufhin schritt die Polizei wieder ein. Die Frauen werden sich jetzt wegen "unanständigen Benehmens" in der Öffentlichkeit vor Gericht zu verantworten haben. Soziale Netzwerke berichteten mit Videos von einer Ausländerin, die sich in Pattaya an der Soi 6 ebenfalls nicht an die von der Regierung zu Songkran erlassenen Regelungen hielt. Si tanzte provozierend im Bikini auf der Straße und soll sich zudem oben ohne gezeigt haben.

Thai-Boxer zündelte
Ein betrunkener Muay-Thai-Boxer hat in Zentralpattaya ein Apartmentgebäude in Brand stecken wollen. Der 21 Jahre alte Mann wurde festgenommen und zur Polizeistation gebracht. Nachbarn hatten Rauch bemerkt und in dem Apartment ein Feuer ausgetreten. In dem Raum fand die Polizei einen Plastikbehälter mit Benzin. Der Mann hatte zuvor verkündet, er werde das Gebäude anstecken. Der Eigentümer sagte aus, der Mann habe nach Beendigung einer Beziehung zu einer Frau heftig getrunken.

Mönch stiehlt Leichen
Von einem Friedhof im Stadtteil Prachaksinlapakhom von Udon Thani hat ein Mönch Leichen bzw. Leichenteile gestohlen. Die Polizei hat den Mönch festgenommen, dem übernatürliche Kräfte nachgesagt werden. Der Mönch bestreitet die Tat, will aber auf dem Friedhof gewesen sein, um die richtigen Lotteriezahlen herauszufinden. Thais sind anfällig für Aberglaube und schwarze Magie. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 32 Jahre alten Mann, der im Vorjahr erschossen wurde, und um eine 26-jährige Frau, die während der Schwangerschaft starb. Von dieser Leiche wurde nur der Kopf entfernt. Im Vormonat wurden bereits die Leichen von 2 ertrunkenen Geschwistern, 8 und 9 Jahre alt geworden, gestohlen.

Eine Ping-Pong-Bombe
3 Müllwerker erlitten in Bang Na (Bangkok) bei der Explosion einer selbst gebastelten Ping-Pong-Bombe Verletzungen. Der kleine Sprengsatz war in einer Mülltonne versteckt worden. Als die Männer die Tonne im Müllwagen leerten, explodierte die Bombe. Die 3 Verletzten wurden umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Einer der Müllwerker hatte eine große Wunde an der rechten Hand erlitten und musste operiert werden. Laut Polizei gibt es in der Wohnsiedlung nahe der Sukhumvit Road keine Überwachungskameras, die die Beamten zu dem Täter führen könnten.

9 Chinesen gerettet
Neun chinesische Mitarbeiter einer Firma in Chonburi und die Fahrerin ihres Vans konnten sich auf der Autobahn zwischen Pattaya und Sri Racha rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten, bevor es in Flammen aufging. Auf dem Motorway nach Bangkok in Höhe Buengs nahm die Fahrerin plötzlich Rauch wahr. Sie stoppte den Wagen am Fahrbahnrand. Alle Insassen verließen fluchtartig den Van, mehrere Männer erlitten dabei leichte Verletzungen. Der Minibus brannte total aus. Alle hatten in einem Restaurant in Pattaya gegessen und waren sich auf dem Heimweg zum Amata City Industrial Park in Chonburi. Man vermutet als Ursache einen Kurzschluss.

Mönche unter Verdacht
Die Polizei hat zwei Mönche festgenommen. Sie sollen Kinder missbraucht haben. Eine 33 Jahre alte Mutter hatte bei der Polizei in Nan berichtet, ein Mönch habe versucht, ihren 12 Jahre alten Sohn und zehnjährigen Neffen auf dem Tempelgelände sexuell zu missbrauchen. Beide seien geflüchtet. Der Mönch habe die Kinder zu buddhistischen Studien und zur Übernachtung bis zum buddhistischen Feiertag Makha Bucha eingeladen. Der Mann soll bereits aus der Mönchsgemeinschaft verstoßen worden sein und wegen mentaler Probleme in medizinischer Behandlung gewesen sein. In Bangkok soll ein Mönch ein elfjähriges Mädchen missbraucht haben. Nach Angaben des Kindes kannte sie den Mönch seit einigen Jahren. Er habe ihr Geld zum Kauf eines Handys und für Bekleidung gegeben. In seinem Raum hatte der Mönch mit ihr Videos gemacht und dem Mädchen gedroht, sollte sie nicht wiederkommen, würde er sie ins Internet stellen. In der Unterkunft des Mönchs fand die Polizei Marihuana, 4 Schwerter, 3 BB-Waffen und ein Handy. Die Familie des Mädchens hatte die Polizei eingeschaltet.

Sie war ein Kathoey
Das Foto eines Mönchs, der an einer offenbar entblößten Frau buddhistische Rituale ausführt, hat in sozialen Netzwerken zu einem Sturm der Entrüstung geführt. Während Männer bei diesen Ritualen ihren Oberkörper freimachen, schreiben Mönche bei Frauen auf deren Stirn. Inzwischen hat ein Kathoey, also ein Ladyboy, zur Aufklärung beigetragen und sich geoutet. Er erklärte, er habe sich keiner Gender-Operation unterzogen, er sei ein Mann. Seine Brust habe sich wegen der Einnahme von Hormontabletten vergrößert. Der Mönch aus Kambodscha hatte die religiösen Handlungen in einem Wohnhaus in Bangkok nach strengen Regeln vollzogen. Der Kathoey sagte weiter, die Veröffentlichung des Fotos im Internet habe die Reputation des Mönches beschädigt.

Füße im Waschbecken
Erstmals ist eine chinesische Touristin für ihr Fehlverhalten bestraft worden. Die Frau hatte in einer Toilette der Insel Phi Phi Don ihre Füße in einem Waschbecken gereinigt. Erst eine Stunde zuvor hatten Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Hinweisschilder mit einer Zeichnung angebracht, um Besucher auf das Verbot hinzuweisen. Der Chef des Nationalparks Mu Ko Phi Phi sagte, obwohl das Hinweisschild einen englischen Text enthalte, weise die Zeichnung eindeutig auf das Verbot hin, Füße im Waschbecken zu reinigen. Neben den Toiletten gebe es die Möglichkeit, die Füße zu waschen. Zusätzlich soll jetzt ein zweites Hinweisschild mit chinesischem Text auf den Toiletten angebracht werden. Der Reiseleiter der chinesischen Gruppe, der die Strafe für die Touristin bezahlte, sagte, das Hinweisschild sie zu schmal und würde schnell übersehen. Da Thais in Waschbecken ihr Gesicht reinigen, ist in Thailand das Waschbecken für Füße tabu.

Reise-Tipps Thailand

U-Tapao soll wachsen
Das Transportministerium und die Königliche Marine wollen jetzt ein Abkommen über die Entwicklung des Flughafens U-Tapao in der Provinz Rayong unterzeichnen. Damit wird die Marine als Betreiber des Airports die Erweiterung durch das Transportministerium genehmigen. Geplant sind 3 Bauabschnitte. In Phase 1 soll die Kapazität des Pattaya-Flughafens von jetzt 800.000 Passagieren/Jahr auf 3 Mio. erhöht werden. Gleichzeitig wird der Highway von Chachoengsao zum Flughafen von jetzt 2 auf 4 Fahrspuren ausgebaut. Diese Arbeiten sollen 2016 abgeschlossen werden. Ab 2018 folgen der weitere Ausbau auf 5 Mio. Fluggäste in 2020 und der Bau einer neuen Landebahn. Obwohl U-Tapao auch als Ausweichairport für den Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi genutzt werden soll, bleibt er in der Verantwortung und Kontrolle der Navy. Allerdings in Zusammenarbeit mit Thai Airways International (THAI) und dem Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT). U-Tapao, so Minister Prajin Juntong, soll in den nächsten Jahren mit dem Tourismus und der Industrie an der Ostküste wachsen.

Shuttle-Bus-Service
Am Internationalen Flughafen in Chiang Mai stehen für Passagiere am Gate 9 der Ankunftshalle Vans als Shuttle Service in die Innenstadt bereit. Sie fahren jede Stunde auf zwei Strecken von 8 bis 17 Uhr in die Stadt und zurück zum Airport. Route 1: Huay Kaew Road, Rin-Kham-Kreuzung, Nimmanhaemin Road, Chiang Mai International Exhibition and Convention Centre, Wat Jet Yod, dann zurück zum Airport. Route II: Mahidol Road, Holliday Inn Hotel, Governor House, Tha Phae Road, Chang Khlan Road, Nachtbasar, Loi Khro Road, dann zurück zum Flugplatz. Das Ticket kostet 40 Baht. Weitere Infos Tel. Thailand: 053-270-222-33 oder 053-922-100.

Auf Google Maps
Das Ministerium für Sport und Tourismus (Mots) hat in Zusammenarbeit mit Google Thailand die Karten von Google Maps mit den wichtigsten Touristenattraktionen des Königreichs ausgestattet. Das Projekt mit dem Namen Online Map of Thailand by Mots zielt darauf ab, Touristen über Sehenswürdigkeiten sowie empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants zu informieren. Zudem sollen 12 Provinzen promotet werden die sich abseits ausgetretener Touristenpfade befinden. Bei den Provinzen handelt es sich um Lampang, Nan, Phetchabun, Buriram, Loei, Ratchaburi, Samut Songkhram, Chanthaburi, Trat, Chumphon, Nakhon Si Thammarat und Trang. Weitere Infos auf: www.mots.go.th

Von Satun nach Perlis
Die Provinzverwaltung Satun und die malaysische Fremdenverkehrsbehörde Tourism Malaysia haben eine Radwanderroute zwischen der südthailändischen Provinz und dem nordmalaysischen Staat Perlis ausgearbeitet. Die 20 Km lange Route beginnt an der Provinzverwaltung in Satun und führt durch das Nok-Nam-Gebiet, vorbei an den heißen Quellen Thung Nui, dem Panan-Wasserfall, durch den Nationalpark Thalay Ban und endet nach dem Grenzmarkt Wang Prachan in Perlis. Infos im Lokalbüro von Tourism Malaysia in Bangkok, Tel. Thailand: 02-636-3380-3.

Tickets für Freizeitpark
Thai AirAsia X kooperiert mit Lotte World Adventure und bietet seit dem 1. Mai auf ihrer Bangkok-Seoul-Route Eintrittskarten für den südkoreanischen Freizeitpark an. Lotte World stellt laut dem Guinness-Buch der Rekorde den größten Indoor-Freizeitpark der Welt dar und bietet eine Vielzahl an Fahrgeschäften, Showaufführungen und Paraden. Neben dem Indoorbereich, der Adventure heißt, wird auch ein Außenbereich auf einer Insel mit dem Namen Magic Island geboten. Durch einen Monorail sind beide Teile des Parks miteinander verbunden.

Thai LionAir Chiang Rai
Der thailändische Billigflieger Thai LionAir fliegt neu zweimal täglich Chiang Rai an. Flug SL8700 startet am Don Mueang Airport in Bangkok um 8.20 Uhr (Ankunft 9.45 Uhr), Flug SL8702 um 12.35 Uhr (Ankunft 14 Uhr). Zurück geht es ab Chiang Rai mit Flug SL8701 um 10.20 Uhr (Ankunft 11.40 Uhr) und 14.50 Uhr (Ankunft 16.15 Uhr). Die Freigepäckmenge liegt bei 15 Kilo.

Kan Air auf U-Tapao
Seit dem 10. April fliegt die Regionalfluggesellschaft Kan Air von U-Tapao nahe Pattaya nach Bangkok, Chiang Mai, Khon Kaen, Ubon Ratchathani und Udon Thani. Flug K8 5313 startet ab U-Tapao Mo./Mi./Fr. u. So. 12 Uhr nach Ubon Ratchathani (Ankunft 13 Uhr). Zurück geht es mit Flug K8 5314 um 13.30 Uhr (Ankunft 14.30 Uhr). Ebenfalls Mo./Mi./Fr. und So. geht es mit Flug K8 5343 um 15 Uhr nach Udon Thani (Ankunft 16.50 Uhr). Der Rückflug K8 5344 erfolgt 17.20 Uhr (Ankunft 19.10 Uhr). Nach Khon Kaen geht es mit Flug K8 5323 Di./Do. und Sa. um 11.30 Uhr (Ankunft 12.45 Uhr), zurück nach Pattaya mit Flug K8 5324 um 13.15 Uhr (Ankunft 14.30 Uhr). Ebenfalls Di./Do. und Sa. startet Flug K8 5103 um 15 Uhr nach Chiang Mai (Ankunft 17 Uhr). Zurück geht es mit Flug K8 5104 um 17.40 Uhr (Ankunft 19.50 Uhr). Mo./Mi./Fr. und So. startet am U-Tapao Flug K8 9528 um 19.50 Uhr zum Don Mueang in Bangkok (Ankunft 20.20 Uhr) sowie Di., Do. und Sa. Flug K8 9528 um 20.10 Uhr (Ankunft 20.40 Uhr). Täglich geht es mit Flug K8 9523 um 10 Uhr von Don Mueang nach U-Tapao (Ankunft 10.30 Uhr). Die Route zwischen Pattaya und Bangkok wird mit einer Hawker Beechcraft Premier I mit 6 Plätzen bedient, alle anderen Flüge mit einer ATR 72-500 mit 60 Sitzplätzen.

Laternenfestival Hat Yai
Bis Ende September wird in Hat Yai in der Provinz Songkhla ein internationales Laternenfestival unter dem Motto "Die Farben des Südens" veranstaltet. Das Festival findet im Nakhon Hat Yai Municipal Park statt. In der öffentlichen Parkanlage werden farbenprächtige Laternen in verschiedenster Form ausgestellt. Unter anderem zu den Themen Tiere, Märchen und Sternzeichen. Schönheitswettbewerbe, Höhenfeuerwerke und andere Aktivitäten sorgen für Unterhaltung für Groß und Klein. Im 1.700 Quadratmeter großen Hat Yai Ice Dom werden zudem bei -15 Grad Celsius beeindruckende Eisskulpturen, unter anderem Nachbauten von Palästen, bekannten Orten Asiens, Dinosauriern, Drachen und Schwänen, präsentiert. Die eisigen Skulpturen wurden von chinesischen Künstlern und Handwerkern angefertigt.
Infos erteilt das thailändische Fremdenverkehrsamt (TAT) unter der Kurzwahl Thailand 1672 und das TAT-Lokalbüro in Hat Yai, Tel. Thailand 074-231.055 oder 074-238.518.

Boomender Tourismus
Der boomende Tourismus wird bald an seine wirtschaftlichen und naturgegebenen Möglichkeiten stoßen. Das sieht die Staatsbank voraus. Sie stellt die Infrastruktur infrage und rechnet mit einem erheblichen Mangel an Arbeitskräften. Thailand sei für Ausländer eine Top-Destination mit den höchsten Einnahmen aus dem Urlaubergeschäft in der Region. Schwachpunkte seien neben der Sicherheit der Touristen fehlende Mitarbeiter und die unzulängliche Infrastruktur. Don Nakornthab von der Bank of Thailand fordert, preiswerten Pauschaltourismus nicht weiter zu stärken. Stattdessen sollte sich die Branche um Qualitätsurlauber bemühen. Das wären dann nicht die Chinesen, sondern Besucher aus Europa, Amerika und Australien, Westler eben. Diese Urlauber würden länger verweilen und dem Land höhere Einnahmen bringen.

Buriram-Chumphon
Nok Air bietet ab sofort eine Flugverbindung zwischen Buriram und Chumphon an. Optional kann ein Transfer mit Bus und Fähre nach Koh Samui sowie ein Transfer vom Fähranleger zum Hotel dazu gebucht werden. Die genauen Flugzeiten wurden bei Redaktionsschluss noch nicht bekanntgegeben. Infos: http://goo.gl/zIxROO

Direktflug nach Hanoi
Die vietnamesische Billigfluggesellschaft Jetstar Pacific Airlines verbindet neu Bangkok mit Hanoi täglich mit einem Direktflug. Der Flug wird mit einem Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen durchgeführt und startet am Suvarnabhumi Airport in Bangkok um 14.35 Uhr. In Hanoi hebt der Flieger nach Bangkok um 11.10 Uhr ab. Die Flugzeit beträgt in beide Richtungen 1 Stunde und 50 Min. www.jetstar.com/th/en/home

Sawang Daen Din
Nok Air bietet ihr "Fly & Ride"-Angebot, bei dem ein Transfer vom Flughafen zu einer nahegelegenen Destination per Bus inbegriffen ist, ab sofort auch täglich von Bangkok nach Sawang Daen Din an. Flug DD9402 startet am Don Mueang Airport in Bangkok um 8.05 Uhr und landet um 9.15 Uhr in Sakhon Nakhon, von wo aus es um 9.50 Uhr mit dem Bus weiter nach Sawang Daen Din geht, Ankunft 11 Uhr. Zurück geht es ab dem Sawang Sawai Resort, 85 Moo 18, Sawang Daen Din, um 18 Uhr zum Flughafen in Sakhon Nakhon, Ankunft 19.10 Uhr. Flug DD9411 startet um 20.35 Uhr, der Don Mueang Airport ist um 21.45 Uhr erreicht.

Thai Smile bei 7-Eleven
Ab sofort können Flugtickets der Billigfluggesellschaft Thai Smile Airways in allen 7-Eleven-Minimarkt-Filialen, die einen Counter-Service anbieten, bezahlt werden. So funktioniert es: den gewünschten Flug auf der Webseite von Thai Smile Airways buchen, den Barcode ausdrucken sowie an der Kasse einer 7-Eleven-Filiale vorzeigen und den Ticketpreis begleichen. Die Rechnung dient dann als E-Ticket am Flughafen. Fluggäste können zudem ihren Flug auch direkt bei 7-Eleven buchen und bezahlen.

Thai AirAsia X Sapporo
In Kooperation mit AirAsia X Berhard (Malaysia) bietet Thai AirAsia X ab sofort eine tägliche Direktflugverbindung zwischen Bangkok und Sapporo (Japan) an. Der Flieger startet um 11.10 Uhr am Don Mueang Airport und erreicht den Shin Chitose Airport in Sapporo um 7.50 Uhr Ortszeit. Der Rückflug von Sapporo erfolgt um 8.55 Uhr Ortszeit, die Maschine landet in Bangkok um 14.10 Uhr. Die Flugzeit beträgt 6 Stunden und 40 Minuten. Die Strecke wird mit einem Airbus A330-300 mit 377 Sitzplätzen bedient. Sapporo stellt nach Tokyo und Osaka die dritte Japan-Verbindung von Thai AirAsia X dar.

THAI in Gewinnzone
Thai Airways International (THAI) fliegt wieder Gewinne ein. Für das erste Quartal diesen Jahres meldet die Staatslinie einen Nettoprofit in Höhe von 4,54 Milliarden Baht, gegenüber einem Defizit von 2,61 Milliarden im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Steigende Buchungen von Touristen, höhere Deviseneinnahmen und das Sparprogramm haben die Fluggesellschaft schwarze Zahlen schreiben lassen. Von Januar bis Ende März hat die THAI 5,62 Millionen Passagiere befördert, im Jahresvergleich ein Plus von 17 Prozent. Die Sitzplatzauslastung stieg von 70,1 auf 75,4 Prozent. Im ersten Quartal hat das Unternehmen zwei ältere Flugzeuge verkauft und zwei neue in Dienst gestellt. Damit beträgt das Durchschnittsalter der Maschinen 7,6 Jahre. Im Einsatz sind derzeit 93 Flugzeuge.

Studentenrabatt
Bangkok Airways bietet Studenten zwischen 17 und 25 Jahren, die noch keinen Hochschulabschluss absolviert haben, eine spezielle Studentenkarte an.
Die "Student Card Plus" bietet einen Preisnachlass von 10% auf inländische Flüge, zusätzliche Bonuspunkte für das Meilenprogramm "FlyerBonus", 30 kg Freigepäck (normal 20 kg) sowie Rabatte bei teilnehmenden Restaurants, Hotels, Geschäften und Autovermietungen. Um die Karte zu bewerben, gewährt die Fluggesellschaft neuen Karteninhabern bis zum 31. Juli 20% Preisnachlass auf Inlandsflüge, wenn sie die Buchung in einer der Bangkok Airways-Filialen durchführen. Die "Student Card Plus" kostet 200 Baht. www.bangkokair.com/studentplus



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