FARANG-Ausgabe 10 - 2016

Neuer Botschafter
Patrick Kronenberger
Air New Zealand
Fußball in Thailand
Morlam-Konzert im Scorpion
Das Lamphu Tree Hotel
Edds Kolumne
5 Jahre Dimmy im Butterfly
Yi Spa in Berlin
Großes Thai Fest in Kiel
Frankys Leseprobe
Typisch Thailand
Bella mondän in Berlin:
Miss Grand Thailand
Rezension: Reise in Isan
Kleinanzeigen
News aus Thailand
Reise-Tipps Thailand
Solche Sachen
Großes Hoffest mit Tambun:
5 Jahre Dao Rueang
Werner Röpke:
Reise Goldenes Dreieck
Aus den Wats

Neuer Thai-Botschafter in Berlin

Das Königreich Thailand hat seit dem 29.08.2016 einen neuen Botschafter in Berlin. S.E. Herr Dr. Dhiravat Bhumichitr war in den Jahren von 1996 bis 1999 im Thailändischen Konsulat in Bonn beschäftigt. Danach im Aussenministerium Thailands um die Jahre 2009 bis 2014 - genauere Informationen sind leider nicht verfügbar. Mr. Dhiravat Bhumichitr arbeitete im Devawongse Varopakarn Institute of Foreign Affairs, Ministry of Foreign Affairs, Thailand, und wurde auch dessen Direktor. Er spricht auch Deutsch und Englisch. Zudem ist er Ehrenpräsident der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft e.V. (DTG). Geboren wurde er am 7.12.1960 und hat ein Studium der Geschichte absolviert.

Bei einem Interview-Termin Mitte August mit der bekannten thailändischen Journalistin Kingphet Boonyong in der Botschaft traf unser Mitarbeiter Martin Kammers den neuen Botschafter und stellte ihm unser FARANG-Magazin vor, das der Botschafter durchaus wohlwollend zur Kenntnis nahm. M. Heinrich


Musik ist sein Leben: Patrick Kronenberger

Er lebt und arbeitet seit 2010 in Berlin. Er mag Nena, Peter Maffay und Udo Jürgens. Das klingt ziemlich deutsch. Beruflich schreibt er Songtexte für deutsche Schlagerstars. Und seinen ersten Song auf einem Gold-Album schrieb er auch auf Deutsch - für das aktuelle Album der österreichischen Rock-Sängerin Christina Stürmer. Aber es steckt auch viel Thailand in dem 28-jährigen Sänger, Komponisten und Musikproduzenten aus Hanau, der in Deutschland noch auf den großen Durchbruch hinarbeitet, aber Einladungen zu Castingshows kategorisch ablehnt.

In Thailand, der Heimat seiner Mutter, gibt er schon mal beim Zahnarzt Autogramme und posiert mit jungen Fans für Selfies, seit ein Video von einem Song viral ging, er in thailändische Radiostationen eingeladen wurde und sich seine Musik unter thailändischen Jugendlichen rasant verbreitete. Noch bekannter wurde er, als ihn Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Ubolratana Mahidol im Jahr 2015 zum thailändischen Kulturbotschafter ernannte und mit dem "Thainess-Award" auszeichnete. Jetzt ist es seine Aufgabe, zwischen den beiden Ländern, die in ihm vereinigt sind, kulturelle Brücken zu bauen. Dazu arbeitete er mit der berühmten Pop-Sängerin Da Endorphine und dem Sänger und Schauspieler Dome Pakorn Lum und macht in Deutschland PR für den deutsch-thailändischen youtube-Superstar Jannine Weigel (Bericht im nächsten FARANG). Inzwischen hat man ihn auf vielen großen Bühnen gesehen. So performte er auf der Fanmeile am Brandenburger Tor vor rund 250.000 Zuschauern sowie in der o2 World Arena in Berlin vor 15.000 Zuschauern, als er zusammen mit der US-amerikanischen Boyband O-TOWN auf Tour ging.

Patrick Kronenberger spielt seit seinem 6. Lebensjahr Klavier. Sein Handwerk lernte er später von Hitproduzenten aus Schweden, schrieb bald schon Songs für amerikanische Disney-Schauspieler. Er präsentierte sich auf Galas und Veranstaltungen von Pro7, Volkswagen und Bacardi, zeigte sich an der Seite von Stars wie Avril Lavigne oder Kelly Rowland. Patrick singt, schreibt und produziert seine Songs selbst. Sie sind für ihn mehr als eine erzählte Geschichte. Als großer Fan von Filmmusik arbeitet er an einem neuen Genre, das er selber als Kino-Pop bezeichnet. Ein Mix von klassischer mit moderner Musik und Texten mit viel Drama und Melancholie.

Mit seiner letzten Single (Für einen letzten Versuch) schaffte er es in die Radio Hitparade und wurde auch in der Schweiz viel gespielt. Nur auf den ganz großen Erfolg muß er noch beharrlich warten. Aber er will sich dafür nicht anbiedern oder verbiegen. In Interviews spricht er ziemlich ehrlich aus, was andere manchmal nur denken und eckt damit durchaus an oder polarisiert. "Es läuft vieles schief und die Medien produzieren viel Müll und Scheinwelt. Das echte Leben ist interessant wie ein Film. Aber es findet draußen auf der Straße statt und nicht bei Facebook", macht der attraktive Single (bin zuviel unterwegs) seinen Standpunkt klar. Diese Konfliktbereitschaft ist ganz und gar unthailändisch, da hat sich wohl sein deutsches Element durchgesetzt. Aber Dank der guten Erziehung seiner Mutter, mit der er als Kind regelmäßig in Frankfurt in den thailändischen Tempel ging, fühlt er auch einen großen thailändischen Anteil in seiner Persönlichkeit und lebt diesen aus. So, wie man es von einem thailändischen Kulturbotschafter auch erwarten möchte. Rolf Ebeling


Vorgestellt: Die Air New Zealand

Sa & Bernd vom Berliner Reisebüro TAF - Thai Asien Flugreisen in der Kantstr. 59 (siehe auch Rückseite dieses Heftes) stellen in dieser Ausgabe die Air New Zealand (IATA Code: NZ) vor.

Air New Zealand (IATA Code: NZ ) ist eine teilstaatliche neuseeländische Fluggesellschaft mit Sitz und Basis in Auckland und seit 1997 Mitglied der Luftfahrtallianz "Star Alliance". Die Fluggesellschaft wurde 1940 als nationale Fluggesellschaft mit dem Namen Tasman Empire Airways gegründet und 1965 in Air New Zealand umbenannt. Im Jahr 1978 wurde die auf Inlandstrecken verkehrende Fluglinie National Airways Corporation (NAC) in das Unternehmen integriert.

Von 1996 bis 2001 war Air New Zealand mit zeitweise 50-100% Anteilen an der damals zweitgrößten australischen Fluggesellschaft und Star Allianz Mitglied Ansett Australia (IATA Code: AN) beteiligt und baute damit ihre Position auf dem australischen Markt bis zu deren Insolvenz im Jahr 2001 aus. Mitte 2012 wurde bekanntgegeben, dass Air New Zealand ein neues weitgehend schwarzes Logo einführt und ihre Flugzeuge sukzessive mit dem neuem Outfit ausstattet.

Im Rahmen der weiteren Flottenmodernisierung ihrer rund 60 Flugzeuge und geplanter Expansion gab Air New Zealand 2014 bekannt, nach 33 Jahren Boeing-747-Betrieb diese 4-strahligen Jumbos auszumustern und gegen ausschließlich sparsameres, zweistrahliges Fluggerät auszutauschen. Als erste Fluggesellschaft der Welt und somit erster Betreiber einer Boeing 787-900 in Ozeanien wurde mit dem Flug Auckland-Perth der Linienflugbetrieb mit einem Boeing 787-9 Dreamliner für den Langstrecken-Einsatz am 12. September 2014 eröffnet.

Auf den Kurz- und Mittelstrecken wird Air New Zealand in Zukunft eine reine Airbus-Flotte betreiben. Der letzte Flug mit einer Boeing 737-300 fand 2015 statt und beendete nach 47 Jahren (!) den Betrieb mit diesem Flugzeugtyp.

Air New Zealand fliegt von vielen neuseeländischen Städten aus vor allem Ziele in Australien und Ozeanien an. Vom Drehkreuz Auckland aus werden mehrere interkontinentale Flughäfen in Asien, San Francisco (USA) und Vancouver (Kanada), sowie in Europa nur London über Los Angeles (USA) bedient. Die ehemalige Verbindung über Hongkong nach London wurde bereits 2013 eingestellt und auch die eigene Flug-Verbindung nach Frankfurt am Main wird gegenwärtig nicht mehr bedient. Ab Deutschland geht es nach Neuseeland nur per Zubringerflug zu einem Zwischenstopp oder Stopover in London, Vancouver, San Francisco, Los Angeles, Tokio, Shanghai, Hongkong oder empfehlenswerter über Singapur. Von diesen Metropolen aus fliegt dann die Air New Zealand weiter zu ihren 22 Zielorten in Neuseeland.

Air New Zealand ist bekannt für ihren innovativen Ansatz in puncto Technologie, Service und Produktdesign. An Bord ihrer modernen Langstreckenflotte gibt es die übliche gute Economy Class und eine sehr hochwertige Business Class, sowie zwei interessante Zwischenklassen: die Sky-Couch und Premium Economy Class.

Drei Sitzplätze oder lieber eine Couch? Sie haben die Wahl. Bei der Skycouch handelt es sich um drei Sitzplätze mit Armlehnen, die sich ganz nach hinten klappen lassen. Auf Knopfdruck klappt sich unten am Sitz eine ausziehbare Beinstütze aus, so dass eine flache, flexibel nutzbare Fläche von ca. 155 cm Länge x 75 cm Breite entsteht - ideal zum Entspannen und Ausruhen für zwei Erwachsene oder 1 Erwachsenen mit 2 Kindern.

In der Premium Economy Kabine der Boeing 787-9 hat Air New Zealand einen individuellen, schönen und komfortablen tintenfarbenden Ledersitz mit einer großzügigen Armlehne sowie Fuß- und Beinstütze anfertigen lassen. Die Sitze mit 49cm großer Sitzfläche und 12,7cm breiten Armstützen haben einen Sitzabstand von 104cm und lassen sich bis zu 22,8 cm zurückstellen. In der Premium Economy Class zu fliegen macht ihre gesamte Reise ein bisschen spezieller. Sie haben Zugang zum Premium-Check-in, Premium-Kopfhörern, einem kleinen Kulturbeutel, Mineralwasser und persönlichen Service während Ihres Fluges, sowie bevorzugte Gepäckausgabe bei Ankunft.

Super Premium Economy Class in der Boeing 777 mit viel Platz und Privatsphäre! Der neue revolutionäre Spaceseat ist so konzipiert, dass die vor Ihnen sitzende Person durch Zurücklehnen nicht in Ihren persönlichen Bereich eindringt. Die Sitze im Innenbereich sind speziell für Paare designt, um zusammen entspannen oder sich beim gemeinsamen Essen gegenübersitzen zu können. Die äusseren Sitze wurden dagegen für Passagiere gestaltet, die ungestört arbeiten oder einfach den Flug in Ruhe genießen möchten.

Fazit: Der Vollständigkeit halber soll auch Neuseeland, als mögliches Urlaubsziel in der Asien-Australien-Region, nicht unerwähnt bleiben. Air New Zealand und Qantas Airways führten die Bordbestimmung ein, wonach es einem Mann nicht gestattet ist, im Flugzeug einen Platz neben einem alleine reisenden Kind einzunehmen. Diese Regelung sorgte wegen des damit einhergehenden Generalverdachts der möglichen Pädophilie gegen Männer für herbe Kritik und Entrüstung. Zu Recht, denke ich! Bernd Kamjunke


Voll da: Der Fußball in Thailand

Thailands Fußball schwimmt gerade auf einer Erfolgs- und Euphoriewelle. In nahezu allen Klassen ist Thailand das Maß der Dinge in Südostasien und hat aktuell fast alle Titel inne, die es in der Region zu gewinnen gibt. Die Frauen nahmen letztes Jahr erstmals an der WM teil, wo sie auch auf Deutschland trafen. Die Herren stehen in der letzten Qualifikationsrunde zur WM 2018 in Russland und sind bereits für die Asienmeisterschaft 2019 qualifiziert. Warum also nicht mal über Fußball in Thailand sprechen?

Natürlich ist das Thaiboxen die grösste der einheimischen Sportarten. Doch spielt man auch Fußball nicht erst seit gestern in Thailand. Schon Ende des 19. Jahrhundert gelangte das Spiel um das runde Leder nach Siam. Nur wenige Jahre später, 1911, gründete König Rama VI. den thailändischen Fußballverband. Er ist damit einer der ältesten in Asien und feiert gerade sein 100-jähriges Bestehen.

Bis zum aktuellen Hoch war es aber ein langer Weg. Überregionale Erfolge waren rar gesät. Noch vor gut 10 Jahren musste man sich, wenn man ein Fußballspiel in Thailand besuchen wollte, spärlich vorhandenen Informationen dazu zusammentragen. Seitdem hat sich viel verändert. Der Fußball in Thailand ist in vielen Dingen professioneller geworden und ist allgegenwärtig im Fernsehen vertreten. Der TV Sender true wird ab 2017 die stolze Summe von 4,2 Milliarden Baht für die TV-Rechte an der Liga zahlen. Und während noch vor 10 Jahren viele Thais mit Trikots von Liverpool oder Manchester zu sehen waren, trägt man heute mit Stolz das Shirt der Nationalelf, von Buriram United oder Muang Thong.

Hinzu kommt, dass der Fußball in Thailand inzwischen seine eigenen Stars produziert. Egal ob Thais wie der kleine Spielmacher Chanathip Songkrasin, der auch schon in Notizbüchern in Europa aufgetaucht ist. Oder der Mazedonier Mario Gjurosvki in Diensten von Bangkok United.

Doch auch Spieler aus Deutschland oder mit deutschsprachigen Wurzeln haben ihren Weg in den thailändischen Fußball gefunden. Björn Lindemann, der erfolgreich in Osnabrück und Paderborn kickte, ist schon in seiner fünften Saison in der Thai Premier League, die jetzt Thai League heißt.

Franz Schwarzwälder, Mano Pölking und Rainer Mauerer als Trainer von Ang Thong sind weitere Namen aus Deutschland, die schon länger in Thailand arbeiten und leben. Mit Alexander Sieghart (zuletzt Unterhaching), dessen Mutter aus Nakhon Phanom stammt, und Manuel Bihr (zuletzt Stuttgarter Kickers) wechselten diesen Sommer zwei weitere Spieler in das Land des Lächelns. Der in Bangkok geborene Sieghart steht auch schon im Notizbuch von Nationaltrainer Kiatisuk Senamuang. Er könnte nach dem Thai-Waliser Mika Chunuonsee und dem Thai-Schweizer Charyl Chappuis der nächste Spieler in der Nationalelf sein, der im Ausland groß geworden ist und dort das Kicken erlernt hat.

Natürlich ist die Qualität des Spiels in Thailand nicht mit einer Partie des FC Barcelona gegen Real Madrid vergleichbar. Wer so an ein Spiel in Thailand herangeht, hat bereits verloren. Wer dies nicht tut, kann vermutlich viel gewinnen.

Denn Thais sind auch beim Fußball freundlich und offen. Wenn man sich darauf einlässt, kann man schnell neue Freunde finden, wird hin und wieder eingeladen, sich niederzulassen und am Essen und Trinken teilzuhaben. Zum Fußball zu gehen ist ein Ausflug für die ganze Familie. Der Anteil an weiblichen Fans und Kindern in Thailand ist sehr hoch. Im Stadion selber wird dann 90 Minuten lang gesungen, getanzt und getrommelt. Besonders bei Spitzenspielen vor ausverkauftem Haus immer wieder eine besondere Atmosphäre.

Mit einer Partie Fußball lässt sich natürlich auch immer Kultur, Entdecken und Erleben verbinden. Wer z.B. etwas mehr über die Geschichte des Fußballs in Thailand erfahren möchte, kann der Palastanlage von König Vajiravudh, dem Sanam Chandra in Nakhon Pathom, nur gut eine Stunde von Bangkok entfernt, einen Besuch abstatten. Dort befindet sich das Museum of Siam Football. Gleichzeitig kann man in der wunderschönen Anlage einen tollen Tag verbringen und etwas über den König erfahren. Oder man nimmt sich ein paar Tage und fährt nach Sukhothai. Besucht das UNESCO-Weltkulturerbe und erlebt eine Begegnung mit dem ansässigen FC.

Fußball ist wie ein Spiegel der Gesellschaft. So heißt es. Das gilt auch für Thailand. Und wer Thailand und die Thais kennen lernen möchte, sollte sich mal aufmachen. Warum also nicht mal Fußball in Thailand? Sven Beyrich

Mehr Info: www.thai-fussball.com

Sven Beyrich: info@thai-fussball.com

Über die Website thai-fussball.com

Die Webseite thai-fussball.com wurde im Jahr 2009 ins Leben gerufen und hat sich In Expertenkreisen längst einen Namen als Spezialist für den Fußball in Thailand und Südostasien erarbeitet. Sie wird von anderen Medien (z.B. Süddeutsche, 11 Freunde, Transfermarkt.de) nicht selten als Quelle zitiert. Da die Seite völlig werbefrei ist, werden alle Aufwendungen von den Initiatoren aus ihrem privaten Geldbeutel finanziert. Das Redaktionsteam um Sven (München), Willi (Pattaya) und den Fotografen Thananuwat (Bangkok) besteht aus Fans des Thaifussballs und möchte diese Leidenschaft in Form eines Online-Magazins teilen, den Rest der Welt mit Fussball aus Thailand vertraut machen und auch dazu animieren, während eines Thailand-Aufenthaltes ein Fußballspiel zu besuchen. Man ist keiner Institution in Thailand verbunden oder verpflichtet und betrachtet sich als unabhängig.


Morlam-Konzert im new Scorpion

Am 14.09. waren zwei Gewinner des Leo Superstar Lumzing Contest im Beliner Scorpion & Baansuan zu Gast und gaben ein Morlam-Konzert: Der Morlam-Champion von Thailand 2014, Pe Panuchai aus Yasothorn, und der Morlam-Champion von Ubon Ratchathani 2015, A. Anucha aus Ubon Ratchathani. Der Leo Superstar Lumzing Artist-Manager, Nueng Wimolchairoek, brauchte die Sänger nicht zu bitten länger zu singen, sie taten dies aus Spass am Singen und Feiern. Ich war mit diesen tollen Sängern in mehreren Ländern unterwegs und überall, wo wir auftraten, waren es tolle und lange Konzerte. Sombat hatte wie so oft mal wieder einen guten Riecher, als er dieses tolle Duo engagierte. Weiter so! Im Scorpion & Baanchuan hält die neue Teilhaberin Tanya die Fahne hoch mit ihrem Team und feiert am 31.10. ihren Geburtstag und eine Halloween-Party. Für ein reichhaltiges Buffet ist gesorgt für alle entsprechend kostümierten Gäste. Martin K.


Röpke reist nach Thailand und... übernachtet im Lamphu Tree Hotel Bangkok

Ich liebe die kleineren Hotels, da wo man morgens vielleicht sogar mit Namen begrüßt wird. Das Lamphu Tree sah online toll aus, die Thais bekommen eine 2+ für Photoshop (die 1 geht an die Inder, die machen aus einer Absteige ein Luxushotel), die Wirklichkeit war dann wirklicher. Aber egal, hier mein statement:

Das Lamphu Tree Bangkok ist ein kleines, familiäres Hotel. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit, das Ambiente angenehm. Das Lamphu Tree liegt an einem Klong (Kanal) sehr schön ruhig, Nachteil ist, daß man von der Strasse ein paar Meter sein Gepäck schleppen muß. Dafür wird man aber in einer hübschen, allseits offenen Lobby empfangen. Die Lobby ist gleichzeitig Speiseraum, aber man kann auch draußen sitzen, zum Frühstück ist das besonders angenehm.

Wir waren als Gruppe dort und hatten ein Zimmer schon für den Vortag reserviert, so daß wir am Ankunftstag morgens um 8.00 Uhr gleich einen Raum zum Umziehen und Frischmachen hatten. Das Personal war sehr bemüht, und um 11.00 Uhr konnten wir dann sogar unsere gebuchten Zimmer beziehen.

Die Zimmer selbst sind völlig ausreichend, hübsch eingerichtet und mit Klimaanlage. Der Swimmingpool sieht auf den Bildern deutlich größer aus als in der Wirklichkeit, ist aber nicht so schlimm. Besonders zu loben ist das Frühstück. Eine wirklich reichhaltige Auswahl und immer jemand da, der den Kaffee nachschenkt (für mich sehr wichtig). Allein des Frühstücks wegen würde ich hier wieder einchecken.

Der Chef sitzt einsam und allein in einem kleinen Abteil im Erdgeschoß und kümmert sich eigentlich nicht um die Gäste, nicht schlimm, dafür hat er auch genug Personal. Aber man kann ihn aus der Reserve locken: Einfach fragen, wo denn der Lamphu Tree ist! Dann erklärt er persönlich, was das für ein Baum ist und wieso und warum. Sehr nett.

Das Lamphu Tree Hotel liegt, abgesehen von dem letzten Stückchen, das man Laufen muß, sehr günstig. Die Khao San Road ist genau 1 km entfernt, der Pra Athit Pier, wo die Expressboote abfahren, etwa 3 km, und zum Wat Pra Kaeo ist es ebenfalls nicht sehr weit.

Für ca. 50 Euro pro Zimmer mit Frühstück ist das Lamphu Tree eine gute Wahl, wenn man einen gewissen Konfort haben möchte und familiäre Atmosphäre.

An der Ecke Prachatipathai Road, wo das Auto hält, wenn man zum Hotel fahren will, gibt es eine kleine Bar mit Live-Musik. Werner Röpke


Butterfly: 5 Jahre Dimmy

Kinder, wie die Zeit vergeht! Seit 5 Jahren leitet Dimmy erfolgreich ihr Butterfly. Am 25.9. gab sie deshalb eine rauschende Thai-Party in der Kaiser-Friedrich- Str. 39 in Berlin. Mit viel Comedy, Live Musik und Karaoke. Juwelier Yad gratulierte, Schwesterherz Phatchanee half natürlich auch, Joy und Bird dabei, kleine La Mai ganz aus dem Häuschen. Edd, Nuki, Fa, Regina und John. Alle Achtung, Dimmy, wie Du das alles schaffst. Denn Du hast ja noch Deinen Beauty Salon Crystal Lotus und viele viele Auftritte als Thaitänzerin. Martin K.


Spa-Test: Yi Spa in Berlin. Coolster Spa der Republik?

Es ist mal wieder Zeit für einen Spa Test! Und zu diesem Zweck hatte ich einen Termin im Yi Spa gebucht. Allerdings streckte mich relativ spontan ein grippaler Infekt nieder und ich wäre nicht in der Lage gewesen, den Termin wahrzunehmen. Ich war ganz unglaublich dankbar und erleichtert, dass ich den gebuchten Termin einfach um ein paar Tage nach hinten verschieben konnte, ohne dass eine Cancellation Fee berechnet wurde. Ohne Frage ein sympathischer Einstieg, Erkältung hin oder her.

Nachdem ich wieder einigermaßen auf der Höhe war, machte ich mich auf zum Monbijouplatz. Das Gebäude, in dem sich das Yi Spa befindet, ist jetzt nicht unbedingt ein Jugendstilpalast. Zudem ist die Fassade merkwürdig verspiegelt, was jetzt auf mich persönlich nicht unbedingt die größte Anziehungskraft ausübt. Aber da sind die Geschmäcker sicherlich verschieden und man wird sich schon was dabei gedacht haben.

Als jemand, der selbst in Berlin in der Branche arbeitet, weiss ich, dass ich keine Chance hätte, im Yi Spa zu arbeiten. Denn dazu muss man entweder asiatisch abstammend oder zumindest asiatisch aussehend sein. Und da ich das beides nicht bin, war das Yi Spa für mich bisher immer eher uninteressant. Jobtechnisch. Allerdings ändert sich mit meinem Blog "I love Spa" mein Blick auf die Dinge und ich denke immer häufiger wie ein Endverbraucher und immer seltener wie jemand, der Ausschau nach neuen Auftraggebern hält.

Schon nachdem ich die verspiegelte Fassade hinter mir lasse und das Spa betrete, staune ich nicht schlecht. Mein erster Gedanke: Außen pfui, innen hui! Es ist wirklich hübsch und meine Behandlerin erwartet mich bereits. Sie macht einen ganz reizenden ersten Eindruck. Und sie trägt die hübscheste Spa Uniform, die mir bisher begegnet ist. Damit meine ich in erster Linie den Schnitt, aber selbstverständlich macht mich auch die pinke Farbe an.

Ich werde gebeten, Platz zu nehmen und den Check In-Bogen auszufüllen. Ich habe mich für eine Fußreflexzonenmassage entschieden. Dann werde ich von meiner Behandlerin in den Treatmentraum geführt. Ich werde instruiert, meine Kleidung abzulegen, Einwegslip und Bademantel anzuziehen und auf einem vorbereiteten Stuhl mit Fußbad Platz zu nehmen. Bisher hat die Nummer hier Leading Spa-Niveau, was ich im Hinblick auf die Außenfassade never ever erwartet hätte! Und dann gleich der nächste Wow-Effekt: WAS FÜR EIN EINWEGSLIP! Es ist eher ein schwarzes Einweg-Baumwoll-Panty als der übliche halbdurchsichtige Papierslip. Höchstkomfortabel auf jeden Fall.

Nachdem ich in den Bademantel geschlüpft bin, auf dem Stuhl Platz genommen habe und mit den Füßen ins Fußbad getaucht bin, betritt meine Behandlerin den Raum. Es folgt ein Fußbad mit Scrub und ein paar Druckpunkten. Währenddessen nippe ich an einem Tee, der für mich neben dem Stuhl bereitgestellt wurde. Ich staune nicht schlecht, dass meine Behandlerin auf meinen Gesundheitszustand eingeht und mir empfiehlt, die Fußreflexzonenmassage auf 30 Minuten zu reduzieren und mir für die verbleibenden 30 Minuten eine Rückenmassage anbietet. Dieser Ratschlag war fachlich vollkommen korrekt, findet aber üblicherweise nicht statt. Ich freue mich und stimme zu.

Es folgt eine 60-minütige Behandlung, an der es nichts auszusetzen gibt. Die Fußreflexzonenmassage ist allerdings keine, wie man sie üblicherweise in Deutschland bekommt, sondern vielmehr vergleichbar mit Fußreflexzonenmassagen, wie ich sie aus Thailand, Vietnam, Kambodscha oder Bali kenne. Das war zwar nicht weniger angenehm, ist aber vielleicht ganz wichtig zu erwähnen für alle, die auf Fußreflexzonenmassagen nach Hanne Marquard stehen.

Das Öl wird noch während der Massage mit heissen, nassen Handtüchern von meiner Haut entfernt, sodass ich nicht das Bedürfnis habe, unbedingt duschen zu müssen. Nach dem Treatment ziehe ich mich also wieder an und nehme im Eingangsbereich Platz.

Ich würde schon sagen, dass das Spa Menü asiatisch angehaucht ist. Zum einen aufgrund der angebotenen Treatments und zum anderen wegen der in Deutschland doch eher unüblichen Fußreflexzonenmassage. Lediglich, wie sich Lomi und Hot Stone in dieses Menü verirrt haben, kann ich mir nicht so recht erklären. Da ich beide Treatments nicht ausprobiert habe, kann ich nicht wirklich was dazu sagen, aber da in beiden Fällen "Yi Style" dahinter steht, liegt die Vermutung nah, dass es eher adaptiert und nicht wirklich authentisch ist. Gerade bei einer Lomi wäre das sehr schade. Ich bin mir also nicht sicher, ob ich hier unbedingt eine Lomi buchen würde.

Fazit: Im Prinzip gibt es nichts zu meckern. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Lediglich die Beduftung des Eingangsbereichs war ein wenig synthetisch. Das hat meiner Meinung nach nicht so hundertprozentig zu dem ganzen Rest gepasst, aber wirklich dramatisch war das jetzt auch nicht. Es gibt im Yi Spa insgesamt 3 Behandlungsräume. Einer ist weiss, einer braun und einer schwarz. Ich finde, ihr solltet sie euch auf jeden Fall auch mal von innen anschauen - am besten in Kombination mit einer Buchung!

Ich war in diesem Frühjahr nochmal zur Royal Thai Massage im Yi Spa und es war der absolute Knaller! Keine synthetische Beduftung mehr! Achtsamstes Fußscrub als Warming Up und umwerfende Massage on top. Ich bin nach wie vor begeistert. Jennifer Ospelt

Über die Autorin Jennifer Ospelt

Die Autorin Jenny ist die Person hinter einem der wichtigsten und dem wohl größten Internet-Blog rund um die Themen Spa, Wellness, Yoga mit dem Namen I LOVE SPA. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin und hat nach Lehr- und Wanderjahren in Praxen und auf Kreuzfahrschiffen als freier Spa Therapist viele Jahre für verschiedene namhafte Spas in Berlin gearbeitet. Dabei stellte sie fest, dass es der Branche an Qualitätssicherung fehlt. Daraus entwickelte sich, nach einem abgeschlossenen Wellness & Spa Management Studium, die Idee zu einem "Spa Blog". I LOVE SPA wurde im Jahr 2012 gelaunched. Seit dem Sommer 2016 betreibt Jenny den Blog hauptberuflich. Miese Treatments und schlechte Erfahrungen tauchen übrigens bei ihr nicht auf. Sie veröffentlicht ausschließlich Empfehlungen. Deshalb achten mittlerweile immer mehr Leute darauf, über welche Spas NICHT auf ihrem Blog geschrieben wird. Su Wanyo


Thai Fest am Kingphet's Place in Kiel

Die 45-jährige Thailänderin Kingphet (= großer Diamant) Boonyong lebt seit einigen Jahren in Kiel, wo sie an der Volkshochschule und in studienvorbereitenden Kursen an der Uni Deutsch lernt, weil sie sich den Traum eines Studiums in Deutschland verwirklichen will. Ihre anderen Träume lebt sie tagtäglich und jettet wie eine Prominente durch die Weltgeschichte, um in ihrer erfolgreichen Tätigkeit als PR-Dame und Event-Organisatorin zu moderieren, an Modenschauen teilzunehmen oder Auszeichnungen zu vergeben.

Auf ihrer Facebook-Seite hat die blendend schön aussehende Dame bereits 4.500 Freundschaften geschlossen und lässt alle Interessierten an ihrem schillernden Leben teilhaben. Es heißt sogar, sie verkehre am thailändischen Hofe. Sie zeigt sich auf Flughäfen und bei Galas und sehr häufig in Gesellschaft bedeutender Persönlichkeiten. Sie scheint alle wichtigen und berühmten Menschen in Thailand zu kennen und bewegt sich glanzvoll auf dem internationalen Parkett. Auf ihrer Internetseite vermarktet sie unter ihrem Logo auch thailändische Produkte und Mode und wirbt für ein Geschäft, in dem sie früher selber Kleidung verkauft hat.

Kingphet, die von ihren Freunden Jolie genannt wird, ist auf vielen Feldern außerordentlich aktiv und scheint dabei sehr geschäftstüchtig. Dennoch verweist sie bescheiden darauf, dass ihre Reisen und ihr Lebensunterhalt von ihren Kunden und von einem privaten Sponsorenkreis finanziert wird und dass die meisten Aktivitäten eigentlich der Ehrung des thailändischen Könighauses dienen. Wer von ihrem phantastischen Netzwerk und ihrer erfolgreichen PR profitieren möchte oder aus ihrer Hand eine Auszeichnung erhält, kann sich als Teil ihres Fanclubs auch finanziell einbringen.

So sind z.B. auch Thai Massagen, für die sie Awards und Ehrungen anbietet, an der Finanzierung ihrer privaten Thai Sala in einem Garten am Rande eines Gewerbegebietes in Kiel beteiligt und stolz darauf, wie viele Fotos auf ihrer Website zeigen. Massage-Auszeichnungen aus ihrer Hand gelten als sachkundig, da sie bereits mehrere Massagekurse absolviert hat und in einem von Mitschülern zur Klassensprecherin ("President") ernannt wurde. Versehentlich wurde daraus, sie sei die Präsidentin des Verbandes, der den Kurs angeboten hatte, worüber sie wahrscheinlich nur schmunzeln kann. Einer so erfolgreichen Persönlichkeit wie ihr wäre nichts fremder, als sich mit falschen Federn zu schmücken.

Rund um ihre phantastische Thai Sala, die - wie sie in einem Interview mit den Kieler Nachrichten verriet - stolze 7.000 Euro gekostet hat, findet seit 2014 einer der Höhepunkte ihres turbulenten Jahresablaufes statt: ihr privates Thai Kultur Festival. Und in diesem Jahr waren am 17. September Gäste aus Berlin, darunter eine Abordnung des Wat Buddhavihara (Pankow) und FARANG eingeladen, dem Ereignis beizuwohnen. Es wurde ein Weltmeister im Obstschnitzen geehrt, es gab eine phantastische Som Tam Show, atemberaubende Kampfsportdarbietungen, unzählige Menschen in prächtigen und farbenfrohen Folklorekostümen und viele Gäste aus ganz Europa. Zahlreiche Urkunden, Auszeichnungen, Pokale und Schärpen für besondere Leistungen rund um den Erhalt und die Präsentation der thailändischen Kultur wurden vergeben. Über die Kieler Nachrichten hatte Kingphet jedermann zu dem Event eingeladen, woran man ihr Engagement und den Wunsch, die thailändische Kultur in ihrer neuen Heimat bekannter zu machen, erkennen mag.

Mehr Infos: http://www.kingphet.com

Verfasst von Oiram Anderich auf der Grundlage von Aufzeichnungen von Martin Kammers und den Internetseiten von Kingphet.


Leseprobe: Franky Kuchenbecker: "Feuer im Paradies"

Die Vorgeschichte:

Vor dem Mauerfall im Jahr 1989 flüchtet Fredy mit seiner Familie aus der DDR in den Westen. Im Rheinland findet er Arbeit und lernt Alex kennen. Sie werden Freunde und Alex wird später ein Buch, über Fredy´s Abendteuer schreiben. Nach 25 Jahren Ehe lässt sich Fredy´s Frau scheiden. Für Fredy bricht eine Welt zusammen. Er geht zurück in den Osten und gründet eine Firma. Mit der ist er auch recht erfolgreich, aber eine neue Frau findet er nicht. "Es gibt zum Glück noch andere Regionen auf diesem Erdball, in denen gute Frauen europäische Männer mögen." Denkt er. Fredy bricht auf ins Ungewisse. Er erlebt viele Abenteuer und lernt die schöne Thailänderin Mu kennen. Am liebsten hätte er sie direkt mitgenommen. Das erlaubte die deutsche Botschaft aber nicht. Er ahnt nicht, dass er wie viele andere Männer auf eine Prostituierte, die es nur auf sein Geld abgesehen hat, hereingefallen ist und baut ihr sogar ein Haus.

Kapitel 1 - Flammendes Inferno

Am 21. September 2010 reiste Fredy wieder nach Thailand. Dies ist seine erste E-Mail, die er mir schrieb. Ich las sie eines Morgens in meiner Firma in der Frühschicht. Als ich sie durchgelesen hatte, lief es mir heiß und kalt den Rücken herunter. Lest was er schrieb!

"Lieber Alex, ich sitze im Flieger Richtung Thailand und schreibe diese E-Mail mit meinem neuen Laptop. Senden werde ich sie Dir später. In Deutschland habe ich alles erledigt, was wichtig war und ist. Die Campingsaison ist vorbei, auf meinem Campingplatz ist alles winterfest und mein Kumpel Lutze wird den Winterdienst absichern. Schade, dass Du mich in diesem Jahr dort nicht besuchen konntest. Aber im Dezember können wir uns treffen. Wie sonst die Jahre auch, werde ich wieder zweimal 70 Tage in Thailand bleiben. Den ersten Rückflug habe ich für den zweiten Dezember gebucht. Danach kann ich Dich in Köln besuchen. Anfang Januar möchte ich dann wieder nach Thailand reisen. Einen Flug habe ich aber noch nicht gebucht. Erfahrungsgemäß purzeln die Flugpreise am Jahresende nach unten, wenn die regelmäßigen Streiks, Unruhen und Demonstrationen beginnen.

Jetzt überfliegen wir gerade Indien. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich aber nichts. Es ist Nacht. Der Flug soll 10 Stunden dauern. Planmäßig werde ich morgen früh um sechs Uhr in Bangkok sein. Aber was wird mich in Thailand dieses Mal erwarten?

Mit Mu, meiner thailändischen Freundin, wird es wohl nicht mehr so sein, wie es war. Irgendetwas stimmt da nicht. Ich konnte sie nur ganz selten telefonisch erreichen. Wenn es dann mal klappte, sagte sie mir, sie läge für längere Zeit sterbenskrank im Krankenhaus. Angeblich müsse sie operiert werden, etwas mit ihrem Herz sei nicht in Ordnung. Ich habe mir große Sorgen gemacht und Geld für eine angebliche Operation gesendet. Anschliessend sei sie, um sich zu kurieren in ein Kloster gegangen. Als ich sie telefonisch einmal wieder erreichte sagte sie, sie hätte den christlichen Glauben wieder abgelegt, trüge weiße Kleidung und wäre nun eine buddhistische Novizin. Es würde lange dauern, bis sie wieder gesund sei.

Sie meinte es wäre besser, wenn ich erst im Januar nach Thailand käme. Ich verstand die Welt nicht mehr und hab mich erstmal auf den Hintern gesetzt. Ich fragte sie: "Warum das? Ich kann Dich doch pflegen. Ich liebe Dich." Mich wunderte allerdings, dass im Hintergrund Barmusik lief. Verzweifelt rief ich Mu´s Cousine Manao an. Die beiden können sich zwar nicht besonders leiden, aber genau deshalb erhoffte ich mir, etwas über Mu zu erfahren. Ab und zu arbeitete Manao als Prostituierte in Pattaya. Sie ist also eine Nutte, aber eine liebenswerte. Als ich sie bei meiner letzten Reise kennenlernte, war sie noch mit einem Deutschen zusammen. Sein Name ist Winfried. Man könnte ihn als einen typischen Sextouristen bezeichnen. Er ist ein Deutsch-Franzose aus dem Elsass und lebt mit Thaimädchen oder auch -Jungen seine sexuellen Träume aus. Nach dem Urlaub reist er wieder nach Hause, um im nächsten Jahr wiederzukommen.

Jetzt hatte sich Winfried aber verliebt. Eben in diese Manao. Sie konnte Winfried überreden, sie in ihre Heimat zu begleiten. Ich lernte ihn bei der Totenfeier von Mu´s Vater kennen und war erfreut, endlich wieder mit jemanden Deutsch zu sprechen. Obwohl wir zwei völlig unterschiedliche Charaktere sind, verstanden wir uns gut und redeten viel miteinander. Wir reisten sogar gemeinsam mit unseren Frauen ans Meer. Winfried hatte sich in Manao sehr verliebt. Er meinte, nun kurz vor Toresschluss mit seinen 50 Jahren doch noch die große Liebe gefunden zu haben. Im Sommer rief er mich oft an. Er klagte mir sein Leid, dass seine Manao wohl einen anderen Farang hat. Gesagt hatte es ihm ein Deutscher, der dort in der Nähe wohnt. Ich bat Winfried, mir Manao´s Telefonnummer zu geben, um zu erfahren was mit meiner Mu los ist.

Was ich dann hörte, wollte ich erst nicht glauben. Knallhart sagte Manao zu mir: "Fredy, Deine Mu betrügt Dich: Sie ist bei Deiner Abreise mit nach Bangkok gekommen, um von dort direkt zur Insel Ko Phangan weiterzureisen. Dort hat sie im Drogenmilieu nach einem neuen Farang Ausschau gehalten. Sie hat auch einen gefunden. Völlig zugekifft wurde sie irgendwann von einem Auto überfahren."

Irgendwie hatte ich es geahnt. Alex - hätte ich damals nur auf dich gehört! Du hattest recht. Meine Mu ist wohl doch nur eine abgehalfterte Animierlady, die kein Bordellbetreiber mehr haben wollte. All die Jahre zuvor hatte sie keine Rücklagen gebildet und hat dann eben versucht, einen Farang zu verführen, der ihr ein Haus baut. Das hat sie ja auch geschafft und ich Trottel bin hereingefallen. Die Liebe hat mich geblendet. Das Haus ist fertig und nun brauchte sie mich nicht mehr. Was bin ich doch für ein gutgläubiger Mensch!

Ich habe ihren Kindern ein Zuhause verschafft. Ob die das überhaupt zu schätzen wissen? Der jüngste Sohn braucht nun nicht mehr bei der Großmutter zu wohnen. Der Zweitälteste hat eine Freundin, die ein Baby bekommt und wird wohl auch bald einziehen und der Älteste hat sich dort längst mit seiner Frau einquartiert. Er trinkt jeden Tag Whisky und spielte sich auf wie der Hausherr. Das wird mir, wenn es denn so ist, den Abschied etwas leichter machen.

Mein Haus hat mich viel Geld, Engagement und Kraft gekostet. Aber egal, die Bauphase und all das Drumherum, was ich während dieser Zeit erlebte, war schön, interessant und hat Spaß gemacht. In Thailand kann man als Ausländer keinen Grundbesitz erwerben. So gehört das Haus nicht mir, sondern Mu. Gleich nach meiner Landung werde ich auf jeden Fall erst einmal dort hinreisen. Ich habe mich in Buriram mit Manao verabredet. Sie hat versprochen, mich zu meinem Haus zu fahren. Sollte ich dort nicht wohnen können, wird sie mir in den ersten Tagen bei der Suche nach einem neuen Quartier behilflich sein.

So werde ich mich wohl nach einer neuen Partnerin umsehen müssen. Glücklicherweise gibt es in Thailand genug. Willy, ein Deutscher, der dort wohnt, kennt anscheinend einige Damen, die an einem Farang interessiert sind. Er betreibt unter anderem so etwas wie eine Heiratsvermittlung. Bei ihm hab' ich schon mal per E-Mail nachgefragt, ob er mir eine anständige Thailänderin vermitteln könnte. Er antwortete, das wäre kein Problem. Ich sollte dann bei ihm wohnen und jeden Tag würde er mir eine andere Lady vorstellen. Ich bin auf mein neues Abenteuer gespannt."

Jetzt überfliegen wir gerade Burma. In ca. zwei Stunden wird die Maschine in Bangkok landen. Ich schreibe später weiter. Der Akku meines Laptops ist auch leer.

"Hallo Alex, hier ist die Fortsetzung: Zwei Tage bin ich nun wieder in Thailand. Du wirst es nicht glauben, was alles passiert ist. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass Freud und Leid so nahe bei einander liegen können." Aber weiter im Text: Nach der Landung (6:30 Uhr Ortszeit) in Bangkok kaufte ich eine neue Sim-Card für mein Mobiltelefon und versuchte Mu anzurufen: Sie ging nicht ran. Sollte Manao recht behalten? Egal: Lass sie doch sausen, hätte Hans Albers gesagt. Hauptsache, ich bin wieder im schönen Thailand.

Mit einem Bus fuhr ich weiter. Die 400-Kilometer-Fahrt war wie immer easy und kostete wieder nur fünf Euro inklusive Essen. Am Nachmittag kam ich in Buriram an. Manao sollte mir von nun an eine sehr große Hilfe sein. Weil ich Mu nicht erreichen konnte, verabredete ich mich mit ihr am Busbahnhof.

Alex, wenn Du Manao kennen würdest, Du würdest begeistert sein. Sie ist eine sehr schöne, schlanke und liebenswerte Frau. Sie ist 34 Jahre alt, raucht nicht, spricht Englisch und etwas Deutsch. Wie ich bereits schrieb, habe ich sie im Februar kennengelernt. Sie war mit Winfried, dem deutschen Franzosen aus dem Elsass zusammen.

Leider ist sie, wie viele andere Englisch sprechende Thailänderinnen, eine Prostituierte. Ab und zu reist sie nach Pattaya und verführt Farangs, um Geld zu verdienen. Damit unterstützt sie ihre Familie. Das hatte Winfried mitbekommen und seine Beziehung zu ihr beendet.

Manao arbeitete jetzt aber als Bauarbeiterin auf einer Baustelle. Das gibt es in Thailand oft, dass Frauen auf dem Bau arbeiten. Sie hatte noch nicht Feierabend, als ich in Buriram ankam. Aber das war kein Problem für mich, so konnte ich erst einmal gemütlich vor einem Laden ein Bier trinken. Wenig später kam Manao dann auf ihrem Motorrad angebraust. Mit langen Gummistiefeln, wehenden Haaren und Arbeitsklamotten sah sie unglaublich erotisch aus. Sie ist schlanker geworden und es erschien mir, als wäre sie noch schöner, als ich sie beim letzten Mal sah.

Wir aßen gemeinsam Nudelsuppe von einer Suppenküche. Ungeduldig fragte ich, was denn nun mit meiner Mu geschehen wäre. "Ich weiß auch nichts genaueres", meinte sie. "Die Leute sagen, dass sie jetzt mit einem anderen Farang in Deinem Haus lebt." Ich wollte das nicht glauben und bat Manao, mich zu meinem Haus zu fahren. Sie sagte, dass sie mich dort hinbringen kann, aber um nicht von ihren Verwandten als Verräterin erkannt zu werden, würde sie in einiger Entfernung warten. Also fuhren wir nach Ban Kimu.

Kurz vor meinem Haus hielt Manao. Ich ging den Rest des Weges zu Fuß. Alles auf dem Grundstück sah verwahrlost aus. Ein leichter tropischer Wind wirbelte weggeworfene Plastiktüten durch die Luft. Mein Haus hat zwei Eingänge. Ich wählte den Hintereingang durch die Küche. Dann sah ich sie. Am Herd stand meine Mu und kochte eine Suppe. Am liebsten hätte ich sie zärtlich gestreichelt, sagte aber nur "Hallo Mu!" Erschrocken drehte sie sich um: "Fredy!?... was willst Du hier?" Ich antwortete: "Mu, ich liebe Dich und das hier ist doch unser gemeinsames Haus."

"Fredy, das ist nicht unser gemeinsames Haus," widersprach sie wütend, "das ist mein Haus und nun verschwinde von hier!" Ihr Tonfall wurde bösartig. "Aber Mu, Du kannst mich doch nicht so einfach rausschmeißen. Das Haus habe ich gekauft und gemeinsam haben wir es aufgebaut." "Du hast hier überhaupt nichts bezahlt!", rief sie lauter werdend.

In diesem Moment ging die Wohnzimmertür auf. Ich hatte schon gehört, dass dort der Fernseher an war. Irgendein amerikanischer Actionfilm lief. Ein kleiner, gedrungener, recht junger Farang, nur mit einem Handtuch um die Lende bekleidet, kam heraus und fragte, was hier los sei.

Mu zeigte auf mich und behauptete, dass ich ein Einbrecher sei. "Schmeiß ihn raus!" schrie sie. Der Mann zögerte nicht und griff mich tatsächlich an. Im Handgemenge wollte er mich rausdrängen. Es entstand eine Rangelei. Ich wurde wütend und schubste den Kerl von mir weg. Der taumelte gegen den Herd. Dabei kippte der Suppentopf aus und die Gasflamme erlosch. Der Kerl setzte zu einem neuen Angriff an. Mir war klar, dass ich meinen Gegner außer Gefecht setzen musste. Ich holte mit meiner Rechten aus und wollte den Angreifer mit einem Kinnhaken K.O. schlagen. Aber dazu kam es nicht: In diesem Moment knallte Mu mir einen Wok über den Schädel. Ich sah Sterne und stürzte zu Boden. Wenig später konnte ich mich aufrappeln. Fluchtartig verließ ich das Haus.

Wer weiß, was die beiden noch mit mir angestellt hätten. Ich taumelte in Richtung Straße und wollte nur noch weg. Mein Kopf blutete. Ich war froh, dass ich das überlebt hatte. Manao hatte schon den Motor gestartet. Als wir einige hundert Meter gefahren waren, vernahmen wir hinter uns einen fürchterlichen Knall. Mein Haus war explodiert. Wir sahen einen riesigen Feuerschein und schwarze Rauchwolken. Wie ich später erfuhr, hatten sich Mu und ihr Freund eine Zigarette anstecken wollen. Dabei muss sich das ausströmende Gas entzündet haben. Wie durch ein Wunder haben aber beide die Explosion überlebt.

Mein Haus gab es also nicht mehr, das schmerzte. Aber meine Exfreundin und ihre Sippe konnten es nun auch nicht mehr nutzen. Das war mir bei dem ganzen Elend eine Genugtuung.

Manao brachte mich mit ihrem Motorrad in ein schönes, preiswertes Resort. "Hier kannst du einige Tage wohnen", sagte sie. Ich fragte, ob sie noch etwas bei mir bleiben möchte.

Sie willigte ein und forderte mich auf, mich aufs Bett zu legen. Sie wollte die Kopfverletzung reinigen. Liebevoll tupfte sie mir das Blut aus den Haaren und legte mir dann einen Kopfverband an. Sie streichelte mein Gesicht und ich schlief vor Erschöpfung ein. Sie blieb die ganze Nacht bei mir. Alex, Du kannst dir nicht vorstellen, was Manao für eine wundervolle Frau ist. Ich glaube, ich habe mich in sie verliebt. Am Morgen fuhr sie kurz weg und kaufte Frühstück ein. Jetzt arbeitet sie wieder auf der Baustelle. In diesem Resort gibt es W-LAN und so werde ich Dir nun diese Email senden.

Mach dir keine Sorgen um mich! Alles ist gut. Dein Fredy.

Ich konnte es nicht fassen, dass Fred sich nach diesem Schock gleich wieder mit einer thailändischen Prostituierten einlässt. "Dieser Idiot schlittert doch mit ganz großen Schritten in das nächste Unglück. Ich muss ihn dort rausholen!" sagte ich mir und schaute im Internet nach, ob ein günstiger Flug nach Thailand zu haben wäre. Es gab einen. Aber der ging bereits am gleichen Abend und nur nach Phuket. "Egal", sagte ich mir. "Dabei könnte ich eigentlich auf der Insel Ko Phangan vorbeischauen, um zu sehen was aus Neu geworden ist." In der Firma waren wir eh überbelegt und einige Wochen Urlaub standen mir noch zu. Am selben Tag reiste ich also nach Thailand.


Bella mondän: Miss Grand Thailand 2016

Freunde des FARANG, habt Ihr die Fotos auf dieser Seite gesehen? Eine Lady schöner als die andere, was soll ich da noch schreiben? Außer, dass dies am 3. September und Bellas Geburtstag war, aber wir alle kennen Bella. Sie hat ein großes Herz, hilft hier & da. Und so war es auch diesmal. Aus der Party wurde eine Miss Grand Thailand gemacht. Dieser Contest tist in Thailand ein jährlicher Schönheitswettbewerb mit dem Ziel: Stoppt den Krieg und die Gewalt. Alle waren dazu eingeladen und Bella begrüßte sie mit einem Willkommenstrunk & Speisen, ob nun lecker Thai Food oder direkt vom Grill, alles war da. Unter den Augen der Jury fand eine der schönsten, fröhlichsten und lustigsten Miss Wahlen statt. Die Teilnehmer zeigten sich von ihrer besten Seite, selbst der Nachwuchs unterstützte Bellas Event mit einer Showeinlage. Jeder wählte seine Miss mit Rosen, die zuvor bei der Hausherrin gekauft wurden. Der gesamte Erlös geht an die Aids Forschung und an Aids erkrankte Menschen in Thailand. Wiedermal zeigt sich, dass es Menschen mit Herz gibt, die wissen, dass man auch mit Spaß und dem Herzen am richtigen Fleck etwas Gutes tun kann. Ich wünschte es gäbe mehr Menschen wie Bella ... DANKE! Euer Peter Phetkhieo


Buch "Thailand, eine Liebe. Reise in den Isan"

Rezension und Leseprobe

Ich bin von diesem Buch hin- und hergerissen. Erst einmal die schlechten Vorzeichen: Der Autor Udo Schneider reist im Frühjahr 2016 das erste Mal in seinem Leben in den Isaan. Er spricht die Sprache nicht und weiß wenig über die Kultur. Er bleibt auch nur zwei Wochen und verbringt eine weitere Woche seines ersten Thailandurlaubs in Pattaya. Was er erlebt und was ihm seine Freundin Amporn, mit er seit 15 Monaten zusammen ist, darüber erklärt, beschreibt er auf üppigen 338 Seiten, also mehr als 15 Seiten pro Urlaubstag. Er scheint gleichermassen mitteilungsbedürftig und solvent genug, um auf eigene Kosten ein Buch aus seinen Aufzeichnungen zu machen. Für Menschen mit einiger Reiseerfahrung (in Thailand) ist die Lektüre mühsam und langatmig, außer man sucht nach Erinnerung und Bestätigung der eigenen ersten Gehversuche in der fremden Umgebung.

Jetzt komme ich zur guten Seite des Buches. Für einen Thailand-Novizen ist das Buch geradezu empfehlenswert. Die Beobachtungen und Schilderungen des thailändischen Alltags und der Familienverhältnisse sind aufmerksam, verständnisvoll und detailreich. Sie vermitteln perfekt den Eindruck, den ein Mann in mittleren Jahren mit ähnlichen Vorzeichen bei einer ähnlichen Kurzreise haben wird. Und dadurch ermöglicht das Buch solchen Männern eine Reisevorbereitung, durch die sie dann vor Ort schon besser hinter die Kulissen blicken können und mehr erfahren und erleben. Das ist, aus meiner Sicht auf den Punkt gebracht, der Nutzen dieses Werkes. Es muß schon nutzen, denn unterhalten tut es (mich) nicht. Der Humor wirkt auf mich hausbacken. Immerhin sind die Geschehnisse selber nicht selten lustig. Etwa, als er die Stimme seiner thailändischen Freundin wiedergibt, die morgens aus dem Badezimmer schallt: "Ach Du Scheiße, was los, fum-und-fumzig Kilo?" Seine eigene Sprache bleibt aber eher funktional wie ein Aktenvermerk.

Der Autor ist leitender Mitarbeiter einer Krankenversicherung. Führungskraft, wie er schreibt. Dass drei Wochen für ihn zu kurz sind, um von seinen Führungsaufgaben mal richtig abzuschalten, spürt der Leser besonders bei seiner Schilderung, wie er die Übergabe kleiner Geldgeschenke an die Familienmitglieder seiner Frau im Stile von Personalentwicklungsgesprächen mit Entwicklungszielen, moralischen Appellen und Bedingungen verbindet. Er schafft es nicht, passiv zu beobachten und den Menschen beim glücklich sein zuzuschauen, sondern beglückt sie mit seiner Weltanschauung und versucht ihr Leben zu verändern. Mit dieser Haltung steht er zugegeben nicht gerade alleine da. Nicht wenige Deutsche kommen als Angehörige von Thailänderinnen nach Thailand und fühlen sich entweder mit ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und deutschen Tugenden grenzenlos erhaben oder beginnen gleich damit, das Heimatdorf der Ehefrau zu einer besseren Welt zu machen.

Ich möchte mit etwas Positivem abschließen: Udo Schneider scheint sehr offen, ehrlich und uneitel. Er schont sich selbst und seine Familie bei den Darstellungen nicht. Nichts wirkt beschönigend. Er vermittelt damit eine sehr selbstbewußte und souveräne Grundhaltung, die ihm auch erlaubt, zu seinen Fehlern und Schwächen zu stehen. Das hat mich beeindruckt. Und davon können bestimmte Leser profitieren. Bei diesem Buch kommt es also darauf an, dass es in die richtigen Hände gerät. Rolf Ebeling

Udo Schneider: Thailand, eine Liebe. Reise in den Isan,

ISBN 978-3-7345-2680-0, tredition Verlag (www.tredition.de), 19,99 Euro

Leseprobe (Seite 97 bis Seite 104)

Guten Morgen im Isan

Einen Wecker für den nächsten Morgen brauchst Du hier nicht. Das erledigen andere, vorweg stolze Hähne, auf jedem Hof. Ich komme vom Lande und fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Aufstehn, wenn die Hähne krähn.

Amys Vater ist bereits aktiv, was er macht, will ich nicht feststellen, aber er nutzt die Zeit von 4.00 Uhr bis 7.00 Uhr, einfach der kühlen Temperaturen wegen und auch, weil Sorgen ihn nicht ruhig schlafen lassen. So jedenfalls meine Wahrnehmung.

Wir beenden die Nachtruhe gegen halb Sieben. Amy ruft: Udo, der Kaffee ist fertig. Sie weiß, mit diesem Weckruf bin ich immer aus dem Bett zu kriegen. Eine Tür muss sie dazu nicht öffnen. Schallisolierung ist ebenso wie Isolierung gegen Kälte hier nicht vorgesehen und ermöglicht eine offene Kommunikation. Gegen Wärme wird mit den Lüftungsluken unter dem Dach und geschlossenen Fenstern und Türen gearbeitet.

Das Haus ist zu 2/3 neu errichtet und das bisherige, alte Objekt (ein Holzhaus im landestypischen Stil auf Stelzen) wurde abgetragen und 20 m entfernt wieder errichtet. Ich finde, es wurde Zeit die teilweise marode Substanz zu erneuern. Finanziert wurde das neue Haus zu einem Teil durch ein kleines angespartes Vermögen und durch eine Tochter im Ausland, durch Amy.

Reichtum sieht anders aus, und die Familie lebt hier in sehr bescheidenen Verhältnissen, täglich darauf bedacht, den Lebensunterhalt zu bestreiten und die Mahlzeiten zu sichern. Amys Vater selbst hat richtig gute Zeiten nie erlebt und seine Familie mit vier Töchtern mit unermüdlicher fleißiger Arbeit über Wasser gehalten und groß gezogen. Er ist gläubiger Buddhist und nach dem Tod seiner Frau täglich als Botschafter seines Glaubens in den Tempeln der Umgebung unterwegs.

Sie müssen hier nicht hungern. Es ist kein lebensfeindliches Umfeld. Aber es bedarf viel Zuversicht, um sich in diesem dörflichen Milieu Zukunft nach europäischen Wertvorstellungen vorzustellen und diese Zuversicht ist bei Amy und ihren Schwestern nicht oder nicht mehr vorhanden. Bei Amy war sie im 13. Lebensjahr schon weg, als sie erstmals ihre Zukunft im fernen Bangkok suchte und mit dem Bus die erste große Reise unternahm.

Meine Sorgen sind andere. WLAN geht hier nicht. Ich muss eine andere Lösung checken. Um meine aktuellsten Fotos nach Deutschland zu posten, meine Familie und mein vertrautes persönliches Umfeld haben zeitnahe Unterrichtung zum Reiseverlauf erbeten.

Der Kaffee ist gut, löslicher Arabica aus thailändischem Handel. Die Frauen sitzen auf Bambus-Auflagen, auf einem ca. 1 m hohen Holztisch 3 mal 4 m groß, weg von Ameisen und Mücken am Boden, im Schneidersitz und bereiten das Frühstück. Ich verstehe kein Wort, übe schon einmal einzelne Fragmente. Ich spüre, dass sie mir mit WLAN helfen wollen und um mein Wohl besorgt sind.

Joy ist die jüngere Schwester Amys, 38 Jahre alt und geschieden. Sie hat 2 Kinder, der jüngste Sohn Den aus zweiter Ehe geht noch in den Kindergarten, der große Sohn Bier studiert an der nahegelegenen Universität und ist nur am Wochenende zuhause. Joy ist finde ich jedenfalls ausgesprochen gutaussehend, sehr fleißig und hilfsbereit und hat die kranke Mama bis zu ihrem Tod gepflegt.

Ihre erste Ehe mit einem zuverlässigen, am Hof geachteten Partner endete, weil sie selbst andere Vorstellungen von der Ehe entwickelte und die zweite endete in Bangkok, weil ihr zweiter Ehemann andere Vorstellungen hatte und mit Drogen dealte, dazu Alkohol und Drogen konsumierte. Sie kehrte mit den Kindern auf den Hof zurück und wurde Pflegekraft für Mama. Das erklärt das ausgesprochen gute Verhältnis Amys zu ihrer Lieblingsschwester, das auf tiefer Dankbarkeit basiert.

Amy selbst bezeichnet Joy als hübsch und naiv oder hübsch naiv, da sie sich für eine erneute Beziehung ausschließlich eine Liebesbeziehung vorstellen kann. Sie selbst und auch Bier raten ihr gelegentlich, erwachsen zu werden und im richtigen Leben anzukommen. Vernünftige Angebote hätte sie.

Die große Schwester Noi ist wieder auf dem Hof, weil sie vor drei Jahren ihren Ehemann durch einen tragischen Motorradunfall verloren hat, die näheren Umstände sind selbst Amy nicht bekannt. Es ereignete sich auf der Heimfahrt vom Reisfeld. Ich habe das nicht hinterfragt, weil ich die örtlichen Umstände der Teilnahme am Straßenverkehr schon erläutert habe.

Amy sagt mir, er war fleißig, ein guter Mann, ein ganzes Leben lang gesund und hat nie einen Arzt in Anspruch genommen und dann so etwas. Für einen tödlichen Motorradunfall musst du nicht krank sein, ist mir bekannt. Das kenne ich aus persönlicher privater und beruflicher Vergangenheit, und darunter sind einige äußerst tragische Fälle. Als Beispiel ein Motorradunfall mit zwei mir nahestehenden Brüdern, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten oder mein junger Versicherungskunde, der 5 Monate nach seinem großen Vertragsabschluss 24jährig mit dem Motorrad tödlich verunglückte.

In diesen Fällen habe ich den unsäglich tiefen Schmerz der Mütter über den Verlust ihrer Söhne miterleben müssen. Noi hat selbst zwei mittlerweile erwachsende "Kinder" im Schlepptau, eine fast fertige Studentin, Bowl und ihren Sohn Big, leider missraten, wie die Familie kollektiv einschätzt.

Noi ist "gefährlich" nach Amys Beschreibung und das zeugt von einem weniger guten Verhältnis zu ihrer großen Schwester. Ob sie die deutsche Bedeutung des Wortes "gefährlich" richtig einschätzen kann, kann ich nicht endgültig klären.

Die Vierte im Bunde ist Akaney, die Jüngste oder, wie Amy es beschreibt wegen des burschikosen Auftretens, so etwas wie der kleine Bruder.

Amy ist zur Zeit der Hauptsponsor der Familie über die Finanzierung des Hauses bis zur Versorgung mit Lebensmitteln und der Unterhaltung des Fuhrparks.

Das neue Haus hat 600.000,- Baht gekostet, auch hier war sie dabei. Allein ist das für sie nicht mehr zu schultern und natürlich ist sie dankbar für die Unterstützung auch von meiner Seite. Die Vermögensverhältnisse sind nicht eindeutig, Amy ist nicht Besitzerin des Grundstücks und ich rate von weiteren größeren Investitionen ab.

Die neue Toilette und die Klimaanlage habe ich nicht ganz uneigennützig vor Antritt der Reise als Entwicklungshilfe gesponsert, neben anderen Unterstützungsleistungen. Das bereue ich nicht. Anderenfalls hätte ich einfachere Verhältnisse vorgefunden, ohne wenn und aber, wie einfach, wage ich mir nicht bildlich vorzustellen.

Die zum Frühstück anwesenden Frauen, alle Schwestern von Amporn, June und eine Nachbarin sind in ausgesprochen guter Laune. Heute "Shopping". Noch ist es angenehm kühl. Die Frauen planen ein Fest vorzubereiten für Amys verstorbene Mutter und aus Anlass ihres eigenen 41. Geburtstages, dazu muss eingekauft werden.

Es werden viele Gäste kommen, das ist schon gesichert. Und der Buddha wird kommen und mit ihm vier Mönche. Er wird eine Zeremonie abhalten, so ist es bestellt.

Ich bin für die Tour fest eingeplant, weil ich Dinge benötige, von denen ich noch nichts weiß und zur finanziellen Sicherstellung, denn hier wird ausschließlich bar bezahlt. Als erstes bekomme ich ein goldfarbenes Hemd im Stile offensichtlich zur Schau getragener buddhistischer Geisteshaltung zugeteilt und gekauft. Amy will es so und alle jubeln, es stünde mir gut. Es ist 0-8-15 geschnitten, aber mit überzogenen Knöpfen und deshalb nicht billig. Ich bin als einziger nicht überzeugt von dem Deal, kann es aber nicht verhindern. Das Hemd ist aus Seide.

Da ich nicht noch eine Nacht auf dem harten Fußboden verbringen will, kaufe ich sofort zwei große Matratzen, mein Hauptanliegen für den heutigen Tag. Ergänzen sollte ich dies noch um Plastikstühle, Regale und Kleiderständer in meiner sehr auffälligen Lieblingsfarbe grün, nicht verhandelbar.

Sie passen gut zum Hof, und sie passen sich der Farbe wegen Ton in Ton in das Landschaftsbild ein, wie mir alle bestätigen. Ich stelle fest, dass die junge Generation am Hof kein Problem mit den grünen Plastikstühlen hat und diese gern für sich in Anspruch nimmt. Die weiteren Plastikstecksysteme sind allesamt sehr nützlich und werden montiert einer sofortigen Verwendung zugeführt.

Nachdem ich am heutigen Abend bereits mehrfach durch meine deutsche Telefongesellschaft mit SMS belästigt wurde, um teuren Roaming Service in Anspruch zu nehmen und mir zusätzlich auch noch ein penetrantes Gespräch zur Umstellung meines Tarifes aufgedrängt wurde, was ich vernichtend abgewiesen habe, bieten mir die Jugendlichen am Hof an, Internet mit mir zu teilen. Dieses wirklich großzügige Angebot nehme ich an, es funktioniert und die Abzocke meines deutschen Anbieters ist dauerhaft erledigt.

Das Abendessen ist Thai. Ohne Kompromisse, ich habe es so bestellt. Es ist verständlich, dass ich mehrfach angefragt werde, wie es denn so schmeckt. Ich vermeide den Kontakt zu Dingen, die offensichtlich nicht auf meinem persönlichen Speiseplan stehen. Dazu frage ich die Inhalte und Bestandteile ab, und ich bin zufrieden.

Das Essen findet traditionell im Vorraum des Hauses auf Fliesenboden statt, der Raum wird nur ohne Schuhe betreten und die Fliesen sind angenehm kühl. Die abendliche Wärme ist angenehm, wir Europäer können so etwas schätzen. Nach dem Essen sitzen alle draußen, chatten oder Mails posten und unterhalten sich mit Bo Am, übersetzt mit Tante Amy.

Die fragt mich, wie die Ameiseneier geschmeckt hätten und ich muss zu meinem Erstaunen antworten, dass ich einen Verzehr nicht bestätigen könne. Diese waren in einer Art Omelett als Beilage eingearbeitet, also versteckt. Das Omelett wiederum schmeckte gut.

Amy hatte verständlich die Lacher auf ihrer Seite, und die Jugendlichen finden es gut, dass der Deutsche beim Essen mitzieht und nicht den Kolonialherren raushängen lässt und den "Fraß" diskreditiert. Es ist unbeschreiblich schön am heutigen Abend, obwohl die Moskitos auf Tuchfühlung gehen und auch darunter und die Ameisen beißen. Wir schicken aktuelle Fotos um die Welt, immer 10 Stück auf einmal und erhalten sofort Antwort aus Deutschland, denn dort ist es 14.00 Uhr, also gute Zeit.

Nachtruhe ist heute auf neuen Matten und mit Lüfter, zum Einschlafen ein bisschen zu warm aber so kühl gegen morgen, dass ich Klamotten suchen muss und mich zudecke. Und dann hat schon der erste Hahn was zu vermelden.


5 Jahre Thaimassage Dao Rueang

Fa heisst die Chefin der Dao Rueang Thaimassage am Eichborndamm in Berlin Reinickendorf. Sie ist fleissig, genauso wie ihr Mann Klaus, der als Fussballtrainer in der Jugendarbeit gute Arbeit leistet. Am 10. September gab es in dieser Thaimassage einen besonderen Event, 5 Jahre Thaimassage Dao Rueang. Ein thailändisches Hoffest. Zudem wurde zum Tag der offenen Tür geladen. Ein Mönch aus Pankow kam, auch die Nonnen und viele Stammkunden und Freunde. Dimmy tanzte, DJ Nong legte gut auf und Toi im rot glitzerden Kostüm mit Likee. Und Werner machte diese guten Fotos. Ein sehr schönes Fest mit einer strahlenden Hausherrin Fa, die dies alles organiert hat. Viel Erfolg, weiterhin! M. Heinrich


Unsere Reise zum Goldenen Dreieck

Ein Beitrag von Werner Röpke

Rong Khun bedeutet etwa "trüber Graben" oder "Kanal mit trübem Wasser" und ist eigentlich der genaue Gegensatz zu dem, was wir dort sehen: blendend weiße Bauwerke, deren Wirkung durch eingearbeitete Spiegelscherben noch verstärkt wird. Der Tempel Wat Rong Khun in Chiang Rai ist nicht nur einzigartig durch seine Ausführung, auch ist er der einzige, der keinem Kloster gehört, sondern komplett in Privatbesitz des Künstlers Chalermchai Kositpipat ist.

"Nur der Tod kann meinen Traum stoppen", sagt der 1955 geboren Absolvent der bekannten Silpakorn Universität. 1997 begannen die Arbeiten nach seinen Entwürfen und dauern immer noch an, eine Fertigstellung ist nicht in Sicht. Der Künstler hat nach eigenen Aussagen 40 Mio. Baht aus eigenen Mitteln investiert und nimmt auch Spenden an, aber nicht über 10.000 Baht, um nicht von einem Großspender abhängig zu werden.

Der Eintritt war bis März 2016 frei, allerdings sind bereits Kassenhäuschen für die Zugangskontrolle aufgebaut. Ab Mai sollen sie in Betrieb genommen werden. Die Eintrittsgelder sollen allerdings nicht für die zukünftigen Baukosten verwendet werden, sondern nur für die Bewirtschaftung.

Viele Elemente erinnern an Allegorien, wie wir sie aus dem europäischen Mittelalter kennen, nur eben in die buddhistische Welt übertragen. Gleich zu Anfang überquert der Besucher die "Brücke der Wiedergeburt", ein Blick nach unten lässt in die Hölle schauen, wo Hunderte Hände nach oben greifen als Sinnbild für unerfülltes Verlangen. Die Brücke soll dem Besucher klarmachen, daß der Weg zur Glückseligkeit durch Anfechtungen, Gier und Verlangen führt, die überwunden werden müssen. Im Hauptgebäude finden wir eine verwirrende Vielzahl von Skulpturen und Bildern, die auch auf moderne Idole Bezug nehmen wie Michael Jackson, Freddy Krueger und den Terminator. Auch hiermit will der Künstler auf die Verworrenheit unserer Welt hinweisen und nicht in der buddhistischen Mythologie verweilen.

Es würde zu weit führen, alles in diesem Beitrag beschreiben zu wollen, man muß es erlebt haben. Selbst die Toilettenanlagen sind beeindruckend und zum Teil mit sehr drastischen Skulpturen der dort zu verrrichtenden Dinge ausgestattet. An Sauberkeit sind sie jedenfalls nicht zu übertreffen. Vor jedem Abteil stehen Plastiklatschen, die man vor dem Betreten anziehen soll.

Weiter führt uns die Fahrt nach Chiang Saen am berühmten Mekhong Fluß, da wo das berühmte "Goldenen Dreieck" ist, das Dreiländereck von Burma, Laos und Thailand. Oft wird aber auch die ganze Gegend als "Goldenes Dreieck" bezeichnet, was vermutlich auf den lukrativen Opiumhandel bis etwa 1970 zurückzuführen ist. Bezahlt wurde allerdings ganz früher nur mit Silbergeld, als die CIA sich einmischte auch mit US-Dollar. Gold war zumindest für diesen Zweck nie als Zahlungsmittel in Gebrauch.

Wir geben unsere Pässe ab und besteigen ein Boot, das uns nach Laos bringen soll. Direkt gegenüber liegt nämlich eine Freihandelszone, die man ohne Formalitäten besuchen kann. Wer Interesse an chinesischem Schnaps mit Vogelspinnen oder Schlangen hat, kann die Gelegenheit nutzen und hier preiswert einkaufen, ansonsten gibt es all die Fake-Sachen, die der Tourist so gerne einkauft.

Für die Thailänder interessanter ist das Spielcasino auf der laotischen Seite, schon von weitem zu erkennen an der riesigen Krone auf dem Dach. Die Thais wie auch die Chinesen spielen leidenschaftlich gern, aber Casinos sind verboten. Wesentlich interessanter ist das Opium-Museum in Chiang Saen, das die Geschichte des Opiumanbaus- und Handels recht anschaulich schildert. Leider gibt es keine Führungen, viele Sachen sind doch erklärungsbedürftig. Ich darf an dieser Stelle auf meinen Film von 1972 hinweisen, der zu Anfang den Opiumanbau zeigt und dann einen Besuch bei einem Opiumraucher in seinem Dorf.

Vor dem Opiummuseum kamen wir mit einer netten jungen Dame in einem Kaffeestand ins Gespräch. Ihre Eltern haben eine Kaffeeplantage und sie hilft im Shop aus und serviert. Kaffee gibt es wahlweise heiß oder auf Eis, beides äusserst lecker. Wer hier nur Cola oder ähnlichen Blubberlutsch trinkt, der hat aber wirklich selber schuld!

Die nächste Etappe führt uns über Kurven, an denen jeder Motorradfahrer seine helle Freude hätte, nach Doi Maesalong. Als Mao Dzedong die berüchtigte Kulturrevolution in Gang gesetzt hatte, zogen sich die in Yünnan heimischen Truppen unter Shiang Kai Shek hinter die burmesische Grenze zurück, um dann später die konterrevolutionären Ziele wieder aufzunehmen. Es gelang Mao jedoch in kürzester Zeit, die Macht seiner kommunistischen Partei in ganz China zu festigen, so daß die Konterrevolutionäre keine Chance mehr hatten, nach China zurückzukehren geschweige denn wieder zu kämpfen.

Von Burma aus, das ja sozusagen um die Ecke liegt, migrierten Teile der Truppen u.a. nach Thailand. Die Grenze war ja zu der Zeit völlig undurchdringlicher Dschungel und von den Thai überhaupt nicht abzusichern. Diese Truppen gründeten dann auf 1600 m Höhe die Gemeinde Doi Mae Salong und wurden dort heimisch. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie sich, wie sollte es anders sein, mit dem sehr lukrativen Opiumhandel. Der berüchtigte Opium-König Khun Sa wohnte nur wenige Kilometer entfernt, so daß die Geschäfte ganz ausgezeichnet liefen. Das ging bis zum Ende des Vietnamkrieges, wobei die CIA kräftig mitmischte und mit den Erlösen aus dem Rauschgifthandel versuchte, die Konterrevolution doch noch in Gang zu bringen, das Ergebnis ist bekannt.

Um langfristig für Frieden im Grenzgebiet zu sorgen, gab der damals junge König Bhumipol von Thailand 1970 die Anweisung, daß die ganzen Bergvölker im Norden und somit auch die eingewanderten Chinesen in das Königreich zu integrieren sind. Gleichzeitig sollte ihnen anstelle des Opiumanbaus etwas besseres angeboten werden, um ihr Auskommen zu sichern. Was lag für Chinesen näher, als sich dem Teeanbau zu widmen? So entstanden nach und nach riesige Teeplantagen in den Höhenlagen ab 1.200 Meter und der Tee fand schnell seinen Weg in die lokalen Märkte.

Wir haben es bei einer Teeverkostung selbst probieren können: Kein Vergleich zu Teebeutel-Tee aus dem Supermarkt. Jede Teeplantage hat eine Verkostungsstation, wo man sich auch den Herstellungsprozess erklären lassen kann.

Von Doi Mae Salong ging unsere Tour dann wieder zurück in die Nähe von Chiang Rai ins "My Dream Guesthouse". Romantisch-wild könnte man sagen, oder auch sehr schlicht und einfach. Die Inhaber sind eine Karen-Familie. Die Karen sind eine aus Burma eingewanderte Volksgruppe, die in den Bergen Thailands heimisch geworden ist.

Wir kamen bei Dunkelheit an und waren natürlich hungrig und durstig. Letzteres kein Problem, man sagte uns, daß wir einfach an den Kühlschrank gehen sollten und bei der Abrechnung angeben, was wir entnommen haben. Das Essen hat etwas gedauert, denn eigentlich war die Küchenzeit schon vorbei. Aber irgendwie hat das doch noch geklappt und nach einer halben Stunde stand leckeres Essen auf dem Tisch. Aussuchen konnte man natürlich nicht, aber es hat allen geschmeckt. Mit dem Frühstück war es ähnlich: In die winzige Küche gehen, bestellen und den Teller für die Spiegeleier einfach hinhalten. Einzig der Kaffee war grauenhaft, dieses Guesthouse war die einzige Lokalität in Thailand während unserer drei Wochen, wo man nur Pulverkaffee bekam! Als Entschädigung saßen wir auf einer Terrasse über dem Mae Kok Fluß und konnten uns fast wie echte Urwaldtouristen fühlen.

Die Zimmer waren schlicht und einfach, und das erste Mal auf unserer Tour mussten wir auf eine Klimaanlage verzichten. Dafür gab es Ventilatoren und ein Moskinonetz, es war durchaus erträglich. Klimaanlagen in Thailand haben ja meistens nur zwei Betriebsarten: Volle Pulle oder kaputt. Ich finde, mit Ventilator kann man auch gut leben.

Der Preis für einen Bungalow mit Gartenblick beträgt 300 Baht, das sind weniger als 10 Euro für zwei Personen!


News aus Thailand

Friedensgespräche
In Kuala Lumpur wurden die Friedensgespräche zwischen Vertretern der thailändischen Regierung und der Separatisten wieder aufgenommen. Weil Aufständische ihre Anschläge im Süden Thailands verstärkt haben, erwartet der stellv. Ministerpräsident Prawit Wongsuwon keine Fortschritte. Eine Vereinbarung könne nur erreicht und unterzeichnet werden, wenn die Gewalt im tiefen Süden ein Ende hätte, erklärte der für die nationale Sicherheit verantwortliche Minister. Wie schon in den Vorjahren, wird Malaysia zwischen beiden Seiten als Vermittler fungieren. Seit dem Ausbruch der Gewalt vor über 12 Jahren sind im Süden 6.500 Menschen umgekommen und 12.000 verletzt worden, davon waren die meisten Zivilisten. Und die Ermittlungen nach den 13 Bomben- und Brandanschlägen zum Muttertag in 7 südlichen Provinzen mit 4 Toten und Dutzenden Verletzten konzentrieren sich immer mehr auf den Süden. Die Polizei glaubt 3 Muslime als mutmaßliche Täter identifiziert zu haben. Folgerichtig könnten Aufständische erstmals Anschläge außerhalb der Provinzen Yala, Pattani, Narathiwat und Songkhla verübt haben. Die Forderungen der Separatisten reichen von mehr Mitbestimmung bis Unabhängigkeit in der Region an der Grenze zu Malaysia.

Ein Krisenzentrum
Infolge der 13 Bomben- und Brandanschläge Mitte August in den Südprovinzen hat die Königlich Thailändische Polizei auf Phuket angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Geplant ist der Aufbau eines Kontakt- und Informationszentrums für Notfälle und in Krisensituationen. Auf einer Sondersitzung kündigte der Leiter der Provinzpolizei, General Teerapol Thipjaroen, 4 Strategien an, mit denen die Sicherheit von Touristen erhöht werden soll. Dazu zählen die Analyse und Auswertung von Verbrechen, die im Zusammenhang mit ausländischen Urlaubern stehen, die Erhöhung der Polizeistreifen in Touristengebieten in Autos, auf Motorrädern, Fahrrädern und zu Fuß, die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor wie Hotels mit der Aufforderung, ein wachsames Auge auf ihr Revier zu werfen und Auffälligkeiten den Behörden zu melden sowie die Einführung moderner Sicherheitssysteme wie POLIS, CRIMES, PDC, I-POLICE, CCOC und Home-Guard. Pornphan Sittichaivijit, norwegischer Honorarkonsul in Phuket, begrüßte den Vorschlag zum Aufbau des Kontakt- und Informationszentrums: "Wir benötigen dringend verlässliche Informationen, die wir unseren Botschaften weiterleiten können, aber haben bisher niemanden, an den wir uns wenden können. Wir brauchen Fakten und keine Gerüchte, weshalb es sehr hilfreich wäre, wenn wir ein Kontaktzentrum haben, an das wir uns in Notsituationen wenden können." Dem schlossen sich auch die konsularischen Vertreter Australiens, Chinas, Finnlands, Koreas, Estlands, Deutschlands, der Schweiz, der Niederlande, Österreichs, Tschechiens, Frankreichs, Großbritanniens und der USA an, die alle bei der Sondersitzung teilnahmen. Björn Jahner

Illegal gebaute Gebäude
40 Besitzer von Resorts und Wohnhäusern auf der Ferieninsel Samet müssen ihre illegal errichteten Gebäude oder Teile ihrer Immobilie abreißen. Auf einem Treffen mit Vertretern des Meeresnationalparks Khao Laem Ya-Koh Samet und des Finanzministeriums sowie dem stellv. Gouverneur Montri Chaiwiboonwat wurde den Investoren eine Frist von 45 Tagen eingeräumt, berichtet die "Bangkok Post". Die Immobilienbesitzer haben ihre Gebäude über die mit dem Finanzministerium vertraglich festgelegte Pachtfläche hinaus errichtet. Mehrere Eigentümer von Restaurants in direkter Strandnähe müssen ihre 18 Meter in den Strand ragenden Vorbauten und Dächer beseitigen. Sollten sie diesem Aufruf nicht nachkommen, drohen ihnen harte Strafen. Die Insel Samet in der Provinz Rayong ist Teil des Meeresnationalparks.

Problem Galaxy Note
Die staatliche Fluggesellschaft Thai Airways International (THAI) ist dem Beispiel anderer Airlines gefolgt und hat den Gebrauch des Handys Galaxy Note 7 von Samsung in ihren Flugzeugen untersagt. Laut Hersteller sind mehrere Batterien in diesem Mobile explodiert und haben zu Verletzungen der Besitzer geführt. Die THAI hat ihre Passagiere zur Kooperation aufgerufen. Sie sollten das Telefon in der Maschine nicht einschalten oder laden sowie nicht in ihrem Gepäck aufgeben, erklärte die für die Flugsicherheit zuständige Abteilung. Sollte ein Galaxy Note 7 hohe Temperaturen aufweisen, sich Rauch entwickeln oder das Gerät zwischen den Sitzen fallen, müssten umgehend die Flugbegleiterinnen informiert werden.
Der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) hat an alle Passagiere appelliert, kein Handy Galaxy Note 7 im Gepäck aufzugeben. AoT betreibt landesweit 6 Airports. Samsung hatte eine Rückrufaktion für sein Vorzeigemodell wegen Brandgefahr gestartet. Der Konzern hat eingeräumt, dass das Telefon beim Aufladen des Akkus überhitzen könnte. Samsung bestätigte mehrere Schadensfälle. Rund 2,5 Mio. ausgelieferte Geräte müssen umgetauscht werden. Das kann monatelang dauern. Jetzt hat Samsung seine Kunden in Südkorea aufgefordert, das Handy solange nicht zu benutzen, bis das Problem mit der Batterie beseitigt worden ist.

Bangkoker unzufrieden
Nur knapp 1 Drittel der Bangkoker ist mit dem Leben zufrieden und wünscht sich keine Änderungen. So laut des Nation Universitys Research Institutes. Befragt wurden 1.000 Frauen und Männer. Auf die Frage, was sie glücklicher machen würde, antworteten 29% ein neuer Job, 22% ein anderes Haus, 18% ein neues Auto. Rund 14% der Befragten sehnen sich nach einer neuen Partnerin, einem neuen Partner. Nach Angaben der Vereinten Nationen belegt Thailand im World of Happiness 2016 Report den 33. Platz, in Südostasien direkt hinter Singapur.

Autobahn von Cha-am
Das Ausschreibeverfahren für den Bau der 120 Km langen Autobahn zwischen Cha-am in der Provinz Phetchaburi und der Provinz Nakhon Pathom, ca. 50 Km westlich von Bangkok, soll 2017 erfolgen, hat das Transportministerium bekannt gegeben. Das 80-Milliarden-Baht-Straßenbauprojekt ist Teil des Aktionsplanes des Highway Departments, der auch Straßenbauprojekte in den östlichen und nordöstlichen Wirtschaftsräumen des Landes, von Bangkok über Rayong nach Aranyaprathet und von Laem Chabang über Prachin Buri nach Nakhon Ratchasima, umfasst. Ziel ist, Thailand zum Transport-Hub der Asean-Region zu entwickeln und die Anbindung in die Nachbarländer zu optimieren. Natürlich werden auch Urlauber und Residenten in Hua Hin und Phetchaburi von der verbesserten Anbindung zur Hauptstadt profitieren. Björn Jahner

Direktinvestitionen
Die ausländischen Direktinvestitionen sind im 1. Halbjahr um über 90% auf 347 Mio. US-Dollar zurückgegangen. Von Januar bis Juni 2015 waren es noch 4,2 Milliarden Dollar gewesen. Ausländische Konzerne halten sich mit ihrem finanziellen Engagement wegen der unsicheren politischen Lage zurück.

Hohe Haftstrafen
Bei Drogenstraftaten kennen Richter keine Milde. Ein Bangkoker Gericht bestätigte jetzt eine Haft von 2 x lebenslang für einen Australier, ein Brite muss 50 Jahre sitzen.
Der 26 Jahre alte australische DJ war im August 2014 in Pattaya mit 61 Ecstasy-Pillen geschnappt worden. Den Briten, ein ehemaliger Soldat, verhaftete die Polizei mit 200 Ecstasy-Pillen. Dennoch kam der 28 Jahre alte Brite mit 50 Jahren Haft davon, weil er gestanden hatte. Der Australier hatte sich auf Anraten seines Anwalts zu der Straftat nicht bekannt, berichtet "The Guardian". Beide Ausländer sollen im überfüllten Bangkoker Gefängnis Klong Prem einsitzen, in dem bis zu 30 Männer auf engstem Raum ihre Haft unter menschenunwürdigen Bedingungen absitzen. Die beiden Ausländer hoffen jetzt, in einigen Jahren in ihr Heimatland abgeschoben zu werden und dort ihre Strafe zu verbüßen.

Sand für Jomtien-Strand
Im Kampf gegen die Erosion am Jomtien-Strand setzen Stadt Pattaya und Marine-Behörde auf einen Masterplan und eine Investition von 995 Mio. Baht.
Auf einer Bürgerversammlung wurde der vom Aquatic Resources Research Institute der Universität Chulalongkorn erarbeitete Plan jetzt mit großer Mehrheit angenommen. Projektleiter Thanawat Jaruwongsakul sagte, Jomtiens Strand verliere jedes Jahr 80.000 Kubikmeter Sand. Ohne tiefgreifende Maßnahmen würde es in 25 Jahren keinen Strand mehr geben. Der Masterplan sieht vor, den Strand mit neuem Sand auf 35 m Breite aufzuschütten. An 3 Stellen sind Wellenbrecher geplant, an 2 Buhnen. Zudem soll in Strandnähe auf 1,6 Km ein öffentlicher Park angelegt werden. Die Arbeiten am Strandabschnitt vom Pattaya Park Hotel bis Pak Khlong in Na Jomtien, also auf 7 Km, sollen in etwa 2 1/2 Jahren abgeschlossen werden. Damit der Tourismus nicht leidet, wird jeweils nur auf 200 m Länge gearbeitet.

Thema Bangkok
Die Verbesserung der städtischen Infrastruktur hinkt dem Bevölkerungswachstum hinterher. Laut Stadtverwaltung hat die Zahl der nicht gemeldeten Einwohner seit 2011 von 6 auf 12,3 Mio. zugenommen. Indessen gab es bei der registrierten Bevölkerung im Vorjahr einen Rückgang von 6,1 auf 5,7 Mio. Denn immer mehr Bangkoker kehren der Stadt den Rücken und suchen sich Haus/Apartment in den benachbarten Provinzen. So nahm die Einwohnerzahl in Nonthaburi um 300.000 zu.

Airport Phuket Terminal
Mit einer feierlichen Zeremonie hat Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha am 16. September den neuen Terminal des internationalen Flughafens Phuket offiziell eröffnet. Die 35 Phuket anfliegenden internationalen Fluggesellschaften nutzen bereits die neue Abflug- und Ankunftshalle. Laut Flughafendirektor Monrudee Gettuphan hat sich Airports of Thailand (AoT) als Betreiber seit Februar mit einer Reihe von Tests auf einen reibungslosen Flugverkehr mit einer reibungslosen Abwicklung der an- und abfliegenden Passagiere vorbereitet. In der letzten Woche testeten jeden Tag bis zu 900 Passagiere der 4 Fluggesellschaften Beijing Capital Airlines, Chongqing Airlines, Shenzhen Airlines und Tianjin Airlines die Einrichtungen des vierstöckigen Terminals, berichtet die Phuket Gazette. Der Terminal ist 3 Monate später als geplant fertig geworden, hat 2,45 Milliarden Baht gekostet, verfügt über eine Fläche von 72.338 qm und kann im Jahr 5 Mio. Fluggäste bewältigen. Auf Phukets Flughafen wird es trotz der 5,14 Milliarden Baht teuren Erweiterung eng bleiben. Denn der Airport wuchs nicht mit den Passagierzahlen. Für die ersten 7 Monate 2016 meldet die AoT bereits 8,94 Mio.

Neue Vorwahl
Die für Telekommunikation zuständige Behörde NBTC will bis 2021 rund 550 Mio. neue Telefonnummern für Festnetz und Handy schaffen. Alle Festnetznummern erhalten nach der 0 eine 1. Für Bangkok beginnen die Nummern dann mit 012, für Pattaya 0138. Bis April hatte die NBTC den Handynetz-Betreibern 179 Mio. Nummern bereitgestellt. In der Reserve sind weitere 88 Mio., die voraussichtlich alle im Jahr 2020 in Gebrauch sein werden.

Gegen den U-Boot-Kauf
Eine klare Mehrheit der thailändischen Bevölkerung hat sich gegen die Pläne der Marine gestellt, drei Unterseeboote im Wert von 36 Milliarden Baht anzuschaffen, lautet das Ergebnis einer Umfrage von PeoplePoll (Thailand). Die Meinungsforscher führten die Umfrage mit einer App durch, bei der sich vom 6. Juli bis 3. August 2.357 Menschen beteiligten. Auf die Frage, ob Thailand U-Boote haben soll, sagten 66,8% nein, 22,7% ja, 10% waren unschlüssig und 0,5% konnten die Frage nicht beantworten. Ähnlich auf die Frage aus, ob man mit dem geplanten Kauf der U-Boote einverstanden sei: 90,4% waren dagegen, 5,1% dafür, 4,3% waren sich unsicher und 0,2% hatten auf die Frage keine Antwort. PeoplePoll ist eine Organisation, die Umfragen zu wichtigen politischen Entscheidungen in Zusammenarbeit mit der Thammawat University, dem Institute of Human Rights and Peace Studies, der Mahidol University, dem College of Social Innovation, der Rangsit University sowie einem unabhängigen Team von Meinungsforschern durchführt. Björn Jahner

Sondhi 20 Jahre Haft
Der Oberste Gerichtshof hat den ehemaligen Anführer der Gelbhemden, Sondhi Limthongkul, wegen Betruges zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Richter bestätigten das Urteil eines Berufungsgerichts. Sondhi wurde schuldig befunden, mit betrügerischen Dokumenten als Manager der Media Group, zusammen mit 3 weiteren Mitarbeitern, dem Unternehmen The M Group bei der Krung Thai Bank einen Kredit über 1,08 Milliarden Baht garantiert zu haben. Das geschah, ohne den Verwaltungsrat der von Sondhi gegründeten Media Group zu informieren. Sondhi Limthongkul war Mitbesitzer der The M Group. Weil dieses Unternehmen den Kredit nicht zurückzahlen konnte, musste die Media Group für die Schulden aufkommen. Sondhi hatte die außerparlamentarische Opposition Peoples Alliance for Democracy (PAD) angeführt. Die Gelbhemden hatten während der massiven Demonstrationen gegen die Regierung von Thaksin Shinawatra im Jahr 2008 die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang besetzt. 8 Jahre später sind die Verfahren gegen die Gelbhemden immer noch nicht mit einem Urteil abgeschlossen.

Schönste U-Bahnstation
Die schönste U-Bahn-Station Bangkoks, MRT Sanam Chai, soll zu Jahresende der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, auch wenn sie erst 2019 in Betrieb geht. Ein genauer Termin wurde jedoch noch nicht genannt. Die im historischen Rattanakosin-Stil designte U-Bahnstation befindet sich nahe des Königspalastes sowie des Wat Pho und soll das kulturelle Erbe ihrer Umgebung widerspiegeln. Für die Architektur zeichnete der thailändische Nationalkünstler Pinyo Suwankiri verantwortlich. Er ließ klassische thailändische Elemente in die Gestaltung der U-Bahnstation einfließen, deren Architektur an einen königlichen Saal angelehnt ist. Sie ist Teil der Verlängerung der MRT Blue Line von Hua Lamphong nach Tha Phra, die 2019 eröffnet wird und einer von 3 Bahnhöfen, die sich in der historischen Altstadt befinden. B.Jahner

Das höchste Gebäude
Mit einer Licht- und Tonshow wurde an der Narathiwat Road Thailands höchstes Gebäude offiziell eingeweiht. Der MahaNakhon-Turm ist 77 Stockwerke oder 314 Meter hoch und übertrifft das bisher höchste Gebäude, den Baiyoke II Tower, um 10 Meter. Das Unternehmen Pace Development hat Bangkoks neues Wahrzeichen geschaffen. Im Komplex befinden sich ein Hotel, Geschäfts- und Büroflächen sowie 200 Apartments der Ritz-Carlton Residences zu einem Preis ab 40 Mio. Baht.

Kabel ins Erdreich
Die unterirdische Verlegung von Kabeln, die jetzt noch zwischen den Strommasten hängen, hat an Ratchawithi Road in Bangkok begonnen. Sollte die Verlegung ins Erdreich planmäßig verlaufen, sind die Strommasten schon gefallen.
Auftraggeber ist das staatliche Telekommunikationsunternehmen TOT, beteiligt sind der städtische Stromversorger MEA, die für Rundfunk und Telekommunikation zuständige Behörde NBTC sowie die Stadtverwaltung. Private Provider von Pay-TV und des Fernmeldewesens müssen für jeden Kilometer eine Mietgebühr von 20.000 Baht an TOT zahlen. In 2016 sollen in Bangkok an 5 weiteren Straßen sämtliche Kabel unterirdisch verlegt werden: Ratchaprarop, Sri Ayudhaya, Yothi, Petchaburi und Rama I Road. Insgesamt werden auf Beschluss der Regierung für 127 Km 51,7 Milliarden Baht ausgegeben. Die 1. Bauphase umfasst bis 2020 39 Straßen in Bangkok, Samut Prakan und Nonthaburi, so laut "Bangkok Post".

Kein Tiefseehafen
Das Marineamt hat seinen Plan auf Eis gelegt, in der Provinz Chumphon in der Südregion des Landes einen Tiefseehafen zu bauen. Der stellv. Transportminister Ormsin Chivapruck erklärte, dass Untersuchungen des Marineamts zu dem Ergebnis kamen, dass der geplante Hafen, insbesondere durch die schwächelnde Weltwirtschaft, nicht profitabel betrieben werden kann. Kitti Kittichontawas hingegen, Präsident der Handelskammer in Chumphon, hält weiter an dem Plan fest und ist überzeugt, dass ein Tiefseehafen in der Provinz die lokale Wirtschaft beleben würde. Er betonte, dass der Privatsektor bereit wäre, die Behörden bei der Umsetzung zu unterstützen.
Ormsin kündigte an, dass Projekt unter Einbeziehung aller Aspekte erneut evaluieren zu wollen. Gegen den Bau des Tiefseehafens spricht auch der Widerstand der Lokalbevölkerung. Sie befürchtet, dass das Projekt negative Auswirkungen auf das Ökosystem der Provinz haben könnte und darüber hinaus eine Gefahr für die lokale Fischindustrie darstellt. Björn Jahner

Wasser für Ko Samet
Auf der Ferieninsel Samet wird die Versorgung der Bevölkerung und der Touristen mit Leitungswasser langfristig gesichert. Die Provincial Waterworks Authority (PWA) investiert 54 Millionen Baht in die Erweiterung ihrer Anlage, während die lokale Verwaltung mit 250 Millionen Baht ein vier Kilometer langes Unterwasserrohr verlegt. Die Insel verfügt über keine eigenen Wasserquellen.

Fahrschule bald Pflicht
Um Fahrschüler auf den Straßenverkehr vorzubereiten, sollen sie ab 2018 eine private Fahrschule besuchen. Das plant laut "The Nation" die Straßenverkehrsbehörde. Erst nach einem mehrwöchigen theoretischen und praktischen Training sollen sie zur Fahrprüfung beim Straßenverkehrsamt zugelassen werden. Die Behörde hofft, so die Zahl der Unfallopfer zu senken. Jedes Jahr sterben in Thailand über 20.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Jetzt soll die Prüfung weiter erschwert werden. Die Zahl der Fragen wird von 50 auf 60 erhöht, die Kandidaten müssen 90% richtig beantworten. Derzeit gibt es landesweit 82 private Fahrschulen, von denen 33 ihre Fahrschüler nach den Regeln der Straßenverkehrsbehörde prüfen dürfen. Damit entfällt der Test auf dem Straßenverkehrsamt. Organisationen wie das Thailand Accident Research Centre bezweifeln die Qualität, die Standards privater Fahrschulen. Zudem stelle sich die Frage, wie viele private Unternehmen ihren Fahrschülern die Lizenz gegen Geld geben.

Verbraucherpreise
Die Verbraucherpreise sind im August im Jahresvergleich um 0,29% gestiegen. Teurer wurden nach Angaben des Handelsministeriums Früchte, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte sowie Zigaretten. Das Ministerium ermittelt die Inflation anhand eines Warenkorbs mit 450 Produkten und Dienstleistungen.

Koh Phangan Airport
Der bereits für 2014 geplante Flughafen auf der Insel Phangan wird frühesten Ende 2017 eröffnet. Für die Bauverzögerungen sind neben den Auflagen der Umweltbehörde die erheblich höheren Kosten verantwortlich. Der Investor Kannithi Aviation (KA), der auch die Fluggesellschaft Kan Air betreibt, hatte die Ausgaben mit 900 Mio. Baht berechnet. Inzwischen sind es 2 Milliarden Baht. KA braucht zur Fertigstellung des Airports einen Kredit in Höhe von 1,5 Milliarden Baht, der wegen der geringeren Zinsen im Ausland aufgenommen werden soll, berichtet "Bangkok Post". Geplant sind auf der Insel Phangan ein Terminal, der täglich bis zu 1.000 Passagiere bewältigen kann, und eine 1.095 Meter lange Rollbahn. Koh Phangan sollen Turboprob-Maschinen anfliegen. Nach Einweihung des Flugplatzes können Besucher der weltweit bekannten Vollmondpartys direkt zur Insel gebracht werden, ohne die Umwege mit Fähren über Surat Thani und Koh Samui. Von Surat Thani sind es 55 Km, von der Koh Samui 15 Km. Vom Airport erhofft sich die lokale Tourismusindustrie einen Aufschwung.

Jobcenter für Senioren
Immer mehr Menschen in Thailand arbeiten auch im Seniorenalter noch. Um ihnen die Jobsuche zu erleichtern, hat das Arbeitsministerium nun landesweit 87 Arbeits-Vermittlungsbüros für Senioren eingerichtet. In den Zentren erhalten sie Ratschläge, Informationen und Kontakte zu Unternehmen und Organisationen, die Jobs für ältere Menschen bereithalten. Angeboten werden Jobs mit Vergütung in Teilzeit, Vollzeit, befristet und Heimarbeit sowie unbezahlte Aufgaben, u.a. wohltätige Tätigkeiten und Gemeindearbeit. Seit Oktober 2015 kontaktierten 420 Senioren das Arbeitsministerium, um einen Job zu finden, 373 konnten vermittelt werden. Sie fanden Arbeit in der Produktion, beim Verpacken, als Verkäufer und Produktvorführer. B. Jahner

Aufklärung in Schulen
In den Schulen sollen Mädchen und Jungen über Geschlechtsverkehr aufgeklärt werden. Das hat das Bildungsministerium angeordnet. Vom Sex-Unterricht erwartet die Behörde, dass die derzeit hohe Zahl von Teenagerschwangerschaften zurückgeht. Bei einer Umfrage haben 90% der jungen Väter erklärt, sie wüssten nicht, wie ein Kondom benutzt wird. Und 80% der Teen-Mütter wussten nicht, wie die "Pille danach" am Morgen nach dem Geschlechtsverkehr angewendet werden muss.

Duty-free-Städte geplant
Das Finanzministerium hat das Kabinett um Genehmigung gebeten, in den vier Sonderwirtschaftszonen in Songkhla, Nong Khai, Sa Kaeo und Tak Duty-free-Zonen einzurichten. In den Grenzstädten sollen zollfreie Waren für Besucher aus den angrenzenden Nachbarländern angeboten werden. Sie könnten sich dann direkt nach dem Grenzübertritt mit zollfreien Waren eindecken, ohne dafür nach Bangkok reisen zu müssen. Auch thailändischen Staatsbürgern soll genehmigt werden, Duty-free-Produkte zu kaufen, jedoch maximal im Wert von 20.000 Baht pro Monat, wenn sie sich vorab für den zollfreien Einkauf elektronisch registriert haben. Björn Jahner

Mehr Selbstmorde
Eine führende Psychiaterin hat auf einem Seminar über eine erhebliche Zunahme der Selbstmorde berichtet, vor allem im Norden des Landes. Es gäbe mehr Suizide als Mordopfer. Laut Dr. Somrak Chuwanichawong von der Bangkoker psychiatrischen Klinik Sri Thanya hat die Zahl der Suizide in den letzten Jahrzehnten zweimal dramatisch zugenommen: während der Finanzkrise im Jahr 2007 und als die Aids-Epidemie ausbrach. Jetzt seien es im Jahr 5.000 Menschen, die vor allem wegen tiefer Depression den Freitod suchten, vor allem in Nordthailand. Dort würden Frauen und Männer die Probleme zu sehr an sich heranlassen, emotionalen Stress nicht verarbeiten. Das könnte zum Suizid führen, berichtet "Daily News" weiter. Die meisten Suizide würden bei Männern in der Alterklasse 25 bis 49 geschehen, bei Frauen in der Altersklasse 30 bis 59. Die Ärztin bemängelt, landesweit fehlten Psychiater. In Thailand kämen 250.000 Menschen auf einen Facharzt, 100.000 sollten es sein.

Grösste Thai gestorben
In einem Krankenhaus der Provinz Trat ist Thailands größte Frau an zu hohem Bluttdruck gestorben. Sie maß 214 cm. Für die 24-Jährige musste ein extra großer Sarg gezimmert werden.

Bangkok Immobilien
Weil die Grundstückspreise gestiegen sind und es in der Hauptstadt weniger unbebaute Flächen gibt, werden weniger Condos errichtet. Laut Immobilienberatungsbüro CBRE ging im 1. Halbjahr beim Luxussegment mit über 250.000 Baht je qm das Angebot im Jahresvergleich um 40% auf 2.961 Wohnungen zurück. Insgesamt sollen in 2016 nur noch 7.000 Apartments fertiggestellt werden, gegenüber 9.400 in 2015.

Holding der 12
Die 12 wichtigsten staatlichen Unternehmen sollen unter eine Holding kommen. Das Kabinett will jetzt einen entsprechenden Beschluss fassen. Unter den 12 im Besitz des Finanzministeriums stehenden Konzernen sind der Energieriese PTT, die Krungthai Bank, die Telekommunikationsunternehmen TOT und CAT Telecom, das Medienunternehmen MCOT, die Thai Airways International, Airports of Thailand und die State Railway of Thailand.


Reise-Tipps für Thailand

Mit Kind und Kegel
Fernreisen mit Kindern, geht das? Im Internet kann man zahlreiche Ratschläge und Tipps von Reiseprofis finden, um mit seinem Nachwuchs einen unvergesslichen Thailand-Urlaub zu verbringen. Nachfolgend 2 Webseiten, die sich für die Thailand-Reiseplanung mit Kind anbieten: Alles für einen Urlaub mit Kindern in Thailand findet man z.B. auf www.thailandmitkind.de sowie auf www.facebook.com/thailandmitkind
Erfahrungsberichte, Tipps für die Packliste und die richtige Vorbereitung zum Reisen mit den Allerkleinsten findet man auch auf www.thailandmitbaby.de Zusätzlich werden wertvolle Hotel- und Resortempfehlungen geliefert.

OTOP an Bord bei THAI
Auf Flügen mit Thai Airways International (THAI) werden ab sofort auch OTOP-Produkte ("One Tambon One Product") zum Kauf angeboten. Damit unterstützt die Airline das Regierungsziel, die Vertriebswege für die lokalgefertigten und staatlich zertifizierten Produkte zu erhöhen. Während der Testphase sind 128 Produkte aus 28 Communities an Bord erhältlich. Über das Sortiment können sich die Passagiere in einem OTOP-Katalog informieren, mit dem jeder Sitzplatz ausgestattet wird. Das Sortiment umfasst u.a. Kräuter, Webwaren, Kunsthandwerk, Lebensmittel, Gold- und Silberschmuck sowie Porzellanwaren ("bencharong"), www.thaiairways.com

Ökotourismus fördern
Das Lokalbüro des thailändischen Fremdenverkehrsamts (TAT) in Lopburi organisiert in Zusammenarbeit mit lokalen Tourismusanbietern interessante Touren für Selbstfahrer von Saraburi nach Lopburi, um den Öko- und Geschichtstourismus in den zwei Provinzen zu fördern. Die Teilnehmer besuchen morgens mehrere Farmen und Plantagen, u.a. den Big Tae Garden, wo auf 130 Rai über 1 Million Chrysanthemen gezüchtet werden und die Phu-nawaphan Farm, in der sich die Besucher über den Anbau von organischem Gemüse und Weintrauben informieren können. Nachmittags steht ein Besuch ins Submakrut Valley auf dem Programm, wo organische Juckbohnen angebaut werden, gefolgt von einer Besichtigung der Saithung-Maulbeeren-Farm. Direkt daneben befindet sich die Lam Phaya Klang Community, die mit ihren 20.000 Kühen auch als "Cowboy-Gemeinschaft" bekannt ist. Am 2. Tag geht es zum Pasak-Chonlasit-Damm. Auf der Lopburi-Seite befindet sich ein Museum, ein Aussichtspunkt, eine Stelle zum Fische Freilassen und ein Pfad über die Staumauer. Auf der Saraburi-Seite lockt die Buddha-Statue Phra Buddha Rattanamanee Mahabophit Chonlasitmongkolchai zu einem Besuch. Am Nachmittag bietet sich ein Ausflug ins Ban Pong Manao an, wo mehrere archäologische Funde wie Skelette und Werkzeuge ausgestellt werden. Weitere Attraktionen stellen die Mittelalterstadt Sap Champa und das dazugehörige Museum dar. Infos: www.tat7.com

Hilfe für Nashornvogel
Nok Air engagiert sich für Nashornvögel und bietet bis November im Bord-Shop Produkte der "Nok Tropical Collection" an, deren Erlös an die "Hornbill Research Foundation" gespendet werden, die sich zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Hornvögel einsetzt. Die Kollektion umfasst T-Shirts (180 Baht), Caps (250 Baht), Einkaufstaschen (290 Baht), Regenschirme (280 Baht), Kofferanhänger (120 Baht) und Schlüsselanhänger (250 Baht). Die Produkte sind an Bord auf allen Nok-Air-Flügen sowie in den Ticketbüros in den Flughäfen landesweit erhältlich, www.nokair.com

Thai VietJet Air hebt ab
Nach zweijähriger Verzögerung hebt mit Thai VietJet Air (TVJA) im September Thailands neueste Billigfluggesellschaft ab. Bedient werden 3 Routen: Bangkok-Phuket und Phuket-Chiang Rai ab dem 15. September und Bangkok-Chiang Mai ab dem 26. September. Geplant sind weitere Routen nach Vietnam, u.a. nach Danang, Dalat und Haiphong. Eingesetzt werden 2 Maschinen vom Typ Airbus A320. Thai VietJet Air ist eine Tochtergesellschaft der vietnamesischen Fluggesellschaft VietJet Air. Die Mehrheit der Anteile halten Thais.

Hangdong Grand Canyon
Der Hangdong Grand Canyon, knapp 10 Km südlich des Stadtgebietes Chiang Mais in Nam Phrae, galt lange Zeit als ein gutgehüteter Geheimtipp von Einheimischen und Alternativurlaubern auf der Suche nach Abenteuer und Freiheit. Da es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen mit Todesfolge kam, wenn wagemutige Besucher von den 10 Meter hohen Felsen den Sprung ins Wasser wagten, wurde der ehemalige Steinbruch kurzzeitig von den Behörden gesperrt. Da er trotzdem nicht an Popularität eingebüßt hat, soll er nun zu einem offiziellen Wasserpark ausgebaut werden, in dem für die Sicherheit der Besucher gesorgt wird. Ein Investor aus Bangkok hat das Areal gekauft und will es zu einem Abenteuerbad für die ganze Familie umrüsten. Für Spaß und Action wird ein Parcours aus schwimmenden und aufblasbaren Attraktionen sorgen. Bademeister und Rettungsschwimmer werden ein waches Auge auf die Besucher werfen, auch die Hygiene des Wassers soll streng kontrolliert werden. Björn Jahner

Hotel auf Koh Sichang
Perfekt, um dem Trubel Pattayas oder Bangkoks für einige Tage zu entfliehen, präsentiert sich das neue Somewhere Hotel Koh Sichang auf der Sri Racha vorgelagerten Koh Sichang. Es hat 20 moderne Zimmer und Suiten im sympathischen Boutique-Stil, die mit allen modernen Annehmlichkeiten wie LCD-TV mit Satellitenkanälen, DVD Player, Key-Card-System, Safe, Gratis-WiFi-Internet und Klimaanlage ausgestattet sind. Alle Gebäude wurden in Niedrigbauweise errichtet und versprühen in weißer und blauer Farbgebung maritimes Flair. Für Tagungsgäste steht ein Konferenzraum für 40 Teilnehmer zur Verfügung. Das Herzstück der Anlage ist ein einladender Swimmingpool, leckeres Thai Food kommt im The Verandah Restaurant auf den Tisch. Björn Jahner - Infos: www.somewherehotel.com

Hua Hin Jazz Festival
Die Eventagentur B-Concept hat den nächsten Termin für das Hua Hin Jazz Festival bekanntgegeben. Das beliebteste Jazz-Festival der Westküste wird im kommenden Jahr zum 15. Mal ausgerichtet und findet vom 26. bis 28. Mai 2017 statt. Die besten internationalen und lokalen Musiker sowie DJs der Szene werden einen breiten Mix aus Jazz, Soul, Funk, R n B, Blues, Latin, World und Lounge Music präsentieren. Die Konzerte finden sowohl am Strand als auch in ausgewählten Lokalitäten in der Stadt statt. Eine Festivalwebseite soll jetzt lanciert werden. Bis dahin kann man sich über das Festival auf Facebook (jazzfestivalhuahin), Twitter (huahinjazz) und Instagram (huahinjazz) informieren. Gesucht werden Medienpartner und Sponsoren. Interessierte können mit William Kuipers in Kontakt treten, E-Mail: wk@bconcept.asia. Björn Jahner

Der Billigairline-Boom
Fast 44% der im 1. Halbjahr auf den 6 Flughäfen der Airports of Thailand (AoT) registrierten 61,07 Mio. Passagiere waren Kunden eines Discounters. Das war im Jahresvergleich ein Plus von 20,7%. In diesen Zahlen sind nicht die Passagiere der vom Department of Airports (DoA) betriebenen Provinzflughäfen enthalten, wie z.B. Udon Thani und Khon Kaen. Bangkoks Internationaler Flughafen Don Mueang hat sich zum größten Airport Asiens für Billigairlines entwickelt. Er bewältigte im 1. Halbjahr 16,07 Mio. oder 60% aller Fluggäste von Discountern auf den 6 AoT-Flughäfen. Um für den weiteren Passagieransturm gerüstet zu sein, will die AoT 27 Milliarden Baht investieren. Bis 2021 soll die Kapazität von derzeit 30 auf 40 Mio. Fluggästen erweitert werden. Die Erweiterung beinhaltet den Bau von Parkflächen für Flugzeuge von derzeit 101 auf 148. Für die Skytrainstrecke Bang Sue-Rangsit und den Airport Rail Link zwischen Don Mueang und Phaya Thai wird ein neuer Terminal geschaffen, Geplant ist zudem ein Parkhaus für 3.000 Fahrzeuge. Die AoT will weiter wachsen und vom Department of Airports Provinzflughäfen übernehmen. Im Gespräch sind Mae Hong Son und Mae Sot. Das DoA sucht seit langem private Investoren für seine 28 Airports landesweit. Die AoT betreibt derzeit die Bangkoker Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang, weiter Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket und Hat Yai. Die Liste der ab Don Mueang startenden größten Billigairlines des Landes führt die Thai AirAsia mit 41,3% der Flugbewegungen an. Es folgen Nok Air (29%), Thai Lion Air (13,5%) und THAI Smile (2,6%).

Die Lufthansa-Gruppe
erwartet im Winterhalbjahr eine steigende Nachfrage nach Flügen mit dem Ziel Thailand und wird ihr Sitzplatzangebot erweitern. Die Prognose wurde vor den Anschlägen im Süden Thailands gestellt. Zur Gruppe mit Thailand-Flügen zählt neben der Lufthansa die Swiss International Air Lines, die Austrian Airlines, die Eurowings und die Edelweiss Air, Tochtergesellschaft der Swiss. Die Lufthansa wird im Winter den Jumbojet B 747-400 einsetzen, der mehr Sitzplätze hat als der derzeit startende Airbus A 340-300. Und Eurowings will einen 3. wöchentlichen Flug von Köln nach Phuket anbieten. Derzeit sind es bei der Billigairline je 2 Non-Stop-Flüge in der Woche nach Bangkok und Phuket. Edelweiss wird im Winter wöchentlich je 2 Mal von Zürich nach Phuket und von Köln nach Phuket fliegen. So kommt die Gruppe im Winterhalbjahr auf wöchentlich 29 Thailandflüge, gegenüber derzeit 25. Laut Dirk Grossmann, Generalmanager für Thailand und die Mekong-Region, steigt das Sitzplatzangebot der Gruppe um 22%.

Tauchgebiete jetzt zu
Vier bei Touristen beliebte Tauch- und Schnorchel-Gebiete in Chumphon wurden vom Amt für Nationalparks (DNP) für die Öffentlichkeit gesperrt, um der vorherrschenden Korallenbleiche entgegenzuwirken. Betroffen sind die Koh Ngam Noi, Koh Maprao, Koh Kula und Koh Rad. Die vier Inseln sind Teil des Mu-Koh-Chumphon-Nationalparks, der 317 Quadratkilometer umfasst. Die Behörde ist sich zwar bewusst, dass die Schließung der Inseln negative Auswirkungen auf den Tourismus in der Region hat, verweist jedoch auf andere Inseln wie Koh Ngam Yai und Hin Pa, die weiterhin zum Schnorcheln, Tauchen und Fischen angesteuert werden dürfen. Durch Erwärmung des Wassers und andere Umwelteinflüsse bleichen die Korallen aus. Björn Jahner

13 % mehr Urlauber
Die staatliche Tourismusbehörde (TAT) meldet für die ersten acht Monate für die Branche Einnahmen in Höhe von 2,58 Billionen Baht. Im Vergleichsraum des Vorjahres waren es 2,41 Billionen Baht. Bis Ende September erwartet die TAT 24,9 Millionen ausländische Urlauber, ein Plus von 13 Prozent.

Kein Galaxy Note 7
Die staatliche Fluggesellschaft Thai Airways International (THAI) ist dem Beispiel anderer renommierter Airlines gefolgt und hat den Gebrauch des Handys Galaxy Note 7 von Samsung in ihren Flugzeugen untersagt. Nach Angaben des Herstellers sind bereits mehrere Batterien in diesem Mobile explodiert und haben zu Verletzungen der Besitzer geführt. Die THAI hat ihre Passagiere zur Kooperation aufgerufen. Sie sollten das Telefon in der Maschine nicht einschalten oder laden sowie nicht in ihrem Gepäck aufgeben, erklärte die für die Flugsicherheit zuständige Abteilung. Sollte ein Galaxy Note 7 eine hohe Temperatur aufweisen, sich Rauch entwickeln oder das Gerät zwischen den Sitzen fallen, müssten umgehend die Flugbegleiterinnen informiert werden.
Samsung hatte eine Rückrufaktion für sein Vorzeigemodell wegen Brandgefahr gestartet. Der Konzern hat eingeräumt, dass das Telefon beim Aufladen des Akkus überhitzen könnte.



Solche Sachen...

Polizist ist Erpresser
Weil er eine Barbesitzerin in Pattaya erpresst haben soll, ist ein Oberstleutnant der Polizei vom Dienst suspendiert worden. Zudem erwartet ihn ein Disziplinar- und Strafverfahren. Laut Bericht der Khaosod unterstellte der Beamte zuvor der Eigentümerin der Nang Fa Karaoke Bar Menschenhandel und Förderung der Prostitution. Die Frau wies die Anschuldigungen zurück. Dennoch erklärte der Polizist, er werde keine Anzeige erstatten, wenn er 20.000 Baht erhielte. Die Thai zahlte nicht, erstattete einen Tag später auf der Polizeiwache Anzeige und informierte telefonisch den nationalen Polizeichef Chakthip Chaijinda. Dieser ordnete umgehend eine Untersuchung an und die sofortige Suspendierung des Oberstleutnants. Er muss jetzt mit einem Verfahren wegen Erpressung und gesetzwidrigem Verhalten rechnen.

Tod bei Sex mit 3 Girls
Ein prominenter Geschäftsmann ist in einem Love-Hotel im Bezirk Pak Chong (Nakhon Ratchasima) nach Sex mit 3 Mädchen gestorben. Der 69 Jahre alte Thai hatte in dem Short-time-Hotel für 3 Stunden ein Zimmer gemietet. Kurz darauf kamen 3 Mädchen mit einem Motorrad. Weil der Mann nach über 6 Stunden das Zimmer immer noch nicht geräumt hatte, die Mädchen waren inzwischen gegangen, klopfte ein Hotel-Mitarbeiter an die Zimmertür. Dann öffnete er die Tür mit einem Generalschlüssel und entdeckte den Gast: Er lag nackt mit dem Kopf nach unten auf dem Bett. Neben ihm fanden die Beamten ein gebrauchtes Kondom, die Sonnenbrille, eine Uhr, ein Handy und die Schlüssel für den Pick-up des Verstorbenen. Die Ermittler fanden keine Hinweise auf eine Gewalttat. Eine Obduktion der Leiche soll jetzt die Todesursache feststellen. Zudem sucht die Polizei nach den drei Mädchen, um sie zu befragen.

Kopf in einem Eimer
Der Tod eines Schweden gibt der Polizei ein Rätsel auf. Die Leiche wurde kurz nach Mitternacht im Badezimmer eines Apartments im 10. Stockwerk eines Condominiums in Nongprue (Pattaya) gefunden. Der Kopf lag in einem Eimer Wasser, im Nacken ein Golfsack. Auf dem Körper entdeckten die Beamten mehrere Quetschungen. Eine Geschäftsfrau hatte sich um den Ausländer gesorgt. Der 62-Jährige hatte zuvor jeden Abend bei ihr einige Getränke konsumiert. Weil er in jener Nacht nicht gekommen war, ging sie zur Rezeption des Condos. Ein Mitarbeiter öffnete nach mehrmaligem Klopfen die Tür und fand den Toten. Laut Polizei soll der Tod 5 bis 6 Stunden zuvor eingetreten sein. Im Apartment stießen die Ermittler auf ein Schreiben des Schweden, sagten den Medien hingegen nichts über den Inhalt. Derzeit geht die Polizei von einem Mord oder Selbstmord aus. Eine Obduktion der Leiche im Police General Hospital in Bangkok soll Aufschluss über die Todesursache geben.

Kartelle, Minderjährige
Die Polizei schlägt Alarm. Immer öfter gehen den Drogenfahndern Minderjährige ins Netz, die von Drogenbossen eingesetzt werden, um Rauschgift aus dem hohen Norden nach Bangkok zu transportieren. Zuletzt sorgte ein Fall in Chiang Rai für Aufsehen. An einem Checkpoint auf der Phahon Yothin Road zwischen Chiang Rai und Phayao wurden die Beamten auf 2 Jungen aufmerksam, die sich in einem Bus mit dem Ziel Bangkok befanden und sich auffällig verhielten. Eine Überprüfung ergab, dass die 12- und 15-Jährigen insgesamt 200.000 Methamphetamin-Pillen (Ya Ba) und 700 g kristallines Methamphetamin (Ya Ice) im Reisegepäck hatten.
Die Pillen wiesen eine L-Prägung auf und waren in Paketen verpackt, auf denen der Name Lexus gedruckt war. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um eine neue Art der synthetischen Droge handelt. Die Jugendlichen sagten aus, dass sie ihre Reise in Mae Chan antraten und die heiße Fracht am Busbahnhof in Chiang Rai entgegennahmen von 2 Männern, die ihnen als Boy und Art bekannt waren. Für die Lieferung zum Busbahnhof Mo Chit in Bangkok wurden ihnen je 150.000 Baht in Aussicht gestellt. Erst einen Monat zuvor nahmen die Fahnder in einem Bus in Chiang Rais Mae-Lao-Distrikt zwei Jugendliche fest, die probierten, 400.000 Meth-Pillen nach Bangkok zu schmuggeln.

Minderjährige für Sex
In der One More Beer Bar an der Soi Buakhao in Pattaya hat die Polizei nach einer verdeckten Operation die 50 Jahre alte Besitzerin wegen Menschenhandels festgenommen. Die Beamten hatten einen Tipp bekommen, dass im Hinterzimmer der Bar Sex mit minderjährigen Mädchen angeboten wurde. Ein Mitarbeiter der Polizei suchte die Bar auf und einigte sich mit der Mamasan über den Preis. Er zahlte eine Bar Fine von 2.000 Baht, die Scheine waren zuvor fotografiert worden. Dann ging der Polizist mit einem Mädchen namens Noo zum Litte Court Hotel. Dort warteten bereits Kollegen auf das Paar. Das Mädchen war erst 16 Jahre alt. Bei der folgenden Razzia in der Bar fanden die Beamten die präparierten 2.000 Baht als Beweis und eine Schachtel mit Kondomen. Die Barbesitzerin erklärte sich auf der Polizeiwache für unschuldig, sie wird jetzt wegen Menschenhandels und Förderung der Prostitution mit Mädchen unter 18 Jahren vor Gericht kommen.

Einen Hund zerlegt
Die Polizei verdächtigt 2 kambodschanische Bauarbeiter, in Pattaya einen Hund getötet zu haben. Die beiden Männer hingegen behaupten, sie hätten ihr gestorbenes Tier essen wollen. Eine 67-jährige Thai hatte die beiden Kambodschaner nachts auf ihrem Heimweg dabei beobachtet, wie sie ein Tier zerlegten. Da sie von einem Schwein ausging, wollte sie Fleisch mit nach Hause nehmen. Doch das Schwein erwies sich als Hund. Die Frau alarmierte die Polizei. Die 25 und 37 Jahre alten Bauarbeiter bestritten, den Hund getötet zu haben. Es sei ihr Hund gewesen, er sei abends an einer Krankheit gestorben. Sie hätten sich dann entschieden, das Fleisch für ein Gericht herzurichten. Die Polizei bezweifelt aber diese Aussage und lässt den Hund nach dessen Todesursache untersuchen.

Stiche mit der Schere
Auf der Walking Street in Pattaya hat eine Thai einen 49 Jahre alten Deutschen mit einer Schere erhebliche Verletzungen beigebracht. Als die alarmierte Polizei eintraf, fand sie einen stark blutenden Ausländer. Er wurde umgehend zum Pattaya Memorial Hospital gebracht. Ein Taxifahrer berichtete den Beamten, er habe eine Frau laut schreien gehört. Dann habe er gesehen, wie die Thai mit einer Schere auf einen Mann losging. Er selbst und mehrere Passanten seien dazwischengegangen. Die Polizei nahm das Barmädchen mit auf die Wache. Dort sagte die Frau aus, sie habe mehrere Tage mit dem Deutschen verbracht. Dann habe sie in der Walking Street festgestellt, dass er eine andere Frau gefunden hatte.

Tod bei Straßenrennen
Bei einem Straßenrennen in Uthai Thani von 50 Motorradfahrern kamen 3 junge Menschen ums Leben, darunter eine im 6. Monat schwangere 19-Jährige. 7 weitere Menschen wurden verletzt. Auf der Nong Chang – Lansak Road fuhr einer der Motorradfahrer auf dem Hinterrad. Er verlor die Kontrolle über sein Bike und stieß mit mehreren Jugendlichen zusammen; einige kamen mit ihren Motorrädern von der Fahrbahn ab und prallten gegen einen entgegenkommenden Pick-up. Laut Thairath zirkuliert vom Unfall ein Video in den sozialen Netzen. Ein Jugendlicher erlag laut Polizei seinen schweren Verletzungen an Kopf und Körper, ein 16-Jähriger starb später im Krankenhaus, und die 19-Jährige und ihr ungeborenes Kind starben am Unfallort. Ein 17-Jähriger gab bei der Polizei zu Protokoll, seine Gruppe von 20 Freunden habe sich auf dem Rückweg vom Cyber-Wasserfall befunden. Als sie auf 30 weitere Motorradfahrer stießen, sei es zu einem Rennen gekommen.

Oral-Sex auf der Straße
Ein kurzes, zwei Minuten langes Video, das ein ausländisches Paar beim Oral-Sex zeigt, hat in sozialen Netzwerken für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Wie das Nachrichtenportal Sanook berichtet, soll es sich auf der Insel Phi Phi an einer Straße abgespielt haben: Der Mann stand, die Frau kniete vor ihm nieder und bediente ihn. Angeblich soll das Paar betrunken gewesen sein oder unter Drogen gestanden haben. In Kommentaren wurde das schlechte, provozierende Benehmen des Paares in der Öffentlichkeit scharf verurteilt. Die 21-jährige Amerikanerin und ein 24 Jahre alter Ire haben sich der Polizei gestellt und zugegeben, am Strand der Koh Phi Phi Oral-Sex gehabt zu haben. Die Austauschstudentin aus Chiang Mai und der Urlauber gaben an, zur Tatzeit betrunken gewesen zu sein. Die beiden Ausländer mussten ein Bußgeld von jeweils 2.000 Baht zahlen, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, berichtet die Phuket Gazette weiter.

Busfahrer mit Schwert
Blutüberströmt verfolgte ein Taxifahrer zwei Stunden einen Bus, dann ging der Limousine das Erdgas aus. Nach Aussage des Taxifahrers hatte der Bus des Unternehmens Phu Kradueng Tour in Nakhon Ratchasima sein Fahrzeug gerammt, als er den Bus überholen wollte. Der 65 Jahre alte Chauffeuer versuchte, den Busfahrer zur Zahlung einer Entschädigung zu bewegen. Doch der Busfahrer griff nach einem Schwert und brachte dem Taxifahrer erhebliche Verletzungen im Gesicht bei. Dann flüchte der Busfahrer. Der Taxifahrer nahm bei zertrümmerter Windschutzscheibe die Verfolgung auf. Sie ging über 5 Provinzen, dann gab der Mann auf. Sein Fahrzeug brauchte NGV-Gas, er musste an der Vibhavadi Rangsit Road in Bangkok an einer Tankstelle stoppen. Mitarbeiter alarmierten die Polizei, der Taxifahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Björn Jahner

Franzose ganz nackt
Ein 62 Jahre alter Franzose hat sich nachts nackt auf die Sala Cheep Road (Prachuap Khiri Khan) gelegt - inmitten der Fahrbahn vor dem Gästehaus, in dem er ein Zimmer bezogen hatte. Die Polizei rückte an und brachte den Urlauber in seine Unterkunft. Dort schloss er sich in sein Zimmer ein. Erst nach langer Zeit und gutem Zureden der Beamten kam er wieder heraus. Die Polizisten brachten den offenbar verstörten Mann in ein Krankenhaus. Die Besitzerin des Gästehauses sagte den Beamten, der Ausländer vermisse seine Frau, von der er sich vor seinem Thailand-Urlaub getrennt hatte. Vor seinem nackten Ausflug hatte der Franzose eine Flasche Wein getrunken.

Engländer erhängt sich
Neben einem brennenden Haus am Tempel Huay Yai (nahe Pattaya) fand die Polizei in den frühen Morgenstunden die Leiche eines Engländers. Der 56-jährige Mann hatte sich an der Plattform eines Wassertanks aufgehängt und offenbar zuvor seine Unterkunft angezündet. Die Polizei geht von einem Suizid aus, wird aber in alle Richtungen weiter ermitteln. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand und konnte ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden drei Häuser verhindern. Die 29 Jahre alte Stieftochter des Ausländers berichtete der Polizei, der Engländer habe ihre Mutter angerufen und den Selbstmord angekündigt. Die junge Thai machte sich allein auf den Weg, weil ihre Mutter befürchtete, der Ausländer würde sie erneut schlagen. Als die Stieftochter das Haus des Mannes erreichte, stand dieses bereits in Flammen, hatte sich der Engländer aufgehängt. Sie versuchte, die Flammen mit Wasser aus dem Swimmingpool zu löschen, doch vergeblich. Eine Autopsie der Leiche soll der Polizei Hinweise auf die Todesursache des Engländers geben.

Thai kracht in Biergarten
In der Nacht krachte ein Thailänder um 1 Uhr mit seinem Auto in den German Beer Garden in der Moonmuang Road Soi 2 in Chiang Mai. Der Fahrer verlor in der schmalen Soi die Kontrolle über seinen Toyota Vios und kollidierte ungebremst mit der Mauer des Gastronomiebetriebs, die in den Biergarten krachte sowie in die große Werbetafel und das Eingangstor. Der Schaden wird auf 40.000 Baht beziffert, informierte Olaf Kujawa, Besitzer des German Beer Gardens und des Gästehauses Thapae Gate Lodge. Die Versicherung des Unfallverursachers war bereits vor Ort und wird die Schadenssumme übernehmen. Das Fahrzeug des Unfallverursachers hingen erlitt einen Totalschaden. Der Fahrer sagte aus, dass er einer Katze ausgewichen sei. Offiziell soll er nicht unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Der German Beer Garden hat weiterhin regulär geöffnet, die Reparaturarbeiten werden jetzt vollzogen.

Taxifahrer schlagen zu
Die Polizei fahndet nach mehreren Motorradtaxifahrern, die in Pattaya einen französischen Touristen auf der Beach Road in Höhe der Soi 7 brutal geschlagen haben sollen. Der 62-jährige Urlauber erlitt erhebliche Verletzungen am Kopf und im Gesicht. Er wurde in das Memorial Hospital gebracht. Die 41-jährige thailändische Freundin des Ausländers sagte aus, der Franzose habe an der Beach Road sein geliehenes Motorrad zurückgegeben. Dann habe es mit dem Verleiher einen heftigen Wortwechsel gegeben, weil dieser das Deposit über 1.000 Baht nicht auszahlen wollte. In den Streit müssen sich dann die Motorradtaxifahrer eingemischt und auf den Urlauber eingeschlagen haben, berichtet "Pattayaone". Anschließend flüchteten die Männer.



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