FARANG-Ausgabe 11 - 2016

Grosse Zeremonie vor dem
Brandenburger Tor in Berlin
Trauer im Wat Buddhavihara
Beginn einer grossen Serie
über das Leben des Königs
Vorgestellt:
Das Hotel Riva Surya
RA Bümlein über Adoption
Frankys Leseprobe
Röpkes Gastro Report
Thai-Deutsche Community
Neueröffnung in Berlin:
Ban Amnat Thai Massage
Edds Kolumne
Kleinanzeigen
News aus Thailand
Reise-Tipps Thailand
Thai Spa Vereinigung:
Mitgliederversammlung
Seminar zu Rechtsfragen
Interview Techinee Hubold
Besuch bei den Padaung
Tambun Nong Thaimassage
Aus den Wats

2000 erwiesen dem König die letzte Ehrung vor dem Brandenburger Tor

Am 30.10.2016 kamen rund 2.000 Menschen wie in Deutschland lebende Thailänder und Deutsche am Brandenburger Tor zusammen, um in Gedenken an Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej die letzte Ehrung zu erweisen.

Zu diesem Anlass zünden die schwarz gekleideten Teilnehmer Kerzen an und sangen gemeinsam zur Huldigung Seiner Majestät die Hymne zur Lobpreisung des Königs - Sansoen Phra Barami. Anwesend waren auch Frau Aurapin Leelittham als Vertretung des Botschafters, Diplomaten sowie Angestellte der Thailändischen Botschaft. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, auch ein Fernbus aus der Schweiz war eingetroffen. Viele hatten Thaifahnen und Bildnisse des Königs mitgebracht. Das nahe Hotel Adlon hatte sogar die Thaifahne auf Halbmast gestellt. Es war eine sehr ergreifende und innige Stimmung am Brandenburger Tor.

Trauer im Wat Buddhavihara

Normalerweise hätte dieses Jahr am 16. Oktober ein fröhliches OK Phansa Fest stattgefunden. OK Phansa markiert das Ende der buddhistischen Fastenzeit und fällt auf den Vollmond des 11. Monats. Dieser Tag ist voller Freude für den Verdienst oder für einen Sohn, der nach der Beendigung der Mönchsklausur (Vassa) aus dem Tempel nach Hause zurückkehrt. Aus Respekt gegenüber dem am 13. Oktober 2016 verstorbenen König Bhumibol Adulyadej wurde in Berlin Pankow das Fest nicht wie geplant fröhlich gefeiert.

Man führte den Almosengang (Gabenlauf, wie ich ihn immer nenne) durch und begab sich dann in den festlich geschmückten Saal, um mit den vielen zumeist in Schwarz gekleideten Anwesenden zu beten und einige Zeremonien durchzuführen, um Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej nochmal die Ehre zu erweisen und um zu trauern.

In der Zeit, als die Mönche speisten, bereitete man die Übergabe der neuen Phaa Trai (Mönchsroben) vor. Der Abt hat dann mit bewegenden Worten in einer Rede nochmal die Herzen der Anwesenden berührt und rief nach und nach jene Personen auf, die respektvoll die Phaa Trai überreichen durften. Ich war einer von ihnen - was mich mit Stolz erfüllte - ich danke Euch für diese Ehre. Mir und dem Team vom FARANG geht es wie vielen Thais – wir können es noch nicht wahr haben, dass unser geliebter König gestorben ist.

In tiefster Trauer Peter Phetkhieo


BHUMIBOL ADULYADEJ, DER GROSSE, ODER RAMA IX.

Serie - Teil 1 von Dr. Volker Wangemann

Am 13. Oktober 2016 verstarb in Bangkok im Alter von 88 Jahren der thailändische König, Seine Majestät Bhumibol Adulyadej, der Grosse oder Rama IX. Dies ist der Anlass, auch für den FARANG, eine Würdigung des Lebens des Verstorbenen vorzunehmen, der mit Sicherheit einer der größten Könige Siams/Thailands war.

Das Leben des Königs in Stichworten

05.12.1927
08:45 geboren als "Baby Songkhla" im Cambridge Hospital (heute Mount Auborn Hospital) in Cambridge, Massachusetts, U.S.A. Der Dienst habende Doktor war Dr. W. Steward Whittemore. Die Eltern waren die Mutter Somdet Phra Si Nakha Rin Thra Borom Rat Chonnani, deren Rufname Sangwal war und der Vater Somdej Chao Fa Mahidol Adulyadej Kromma Luang Songkla Nakarin, hier bekannt als Prinz Mahidol Adulyadej von Songkhla (Sohn von König Chulalongkorn König Rama V.). Der Vater studierte an der Harvard-Universität Medizin.

14.12.1927
Das Baby erhält durch König Rama VII. (Prajadiphok) zuerst den Namen "Bhumibala Aduladeja", der später dann in den Namen "Bhumibol Adulyadej", nach der RTGS (Royal Thai General System of Transcription) heisst es "Phumiphon Adunyadet", umgewandelt wird. In der Übersetzung bedeutet der Name "Stärke des Landes mit unvergleichbarer Macht".

13.12.1928
Die Familie kehrt nach Siam zurück.

24.09.1929
Der Vater stirbt an einer Leberdysfunktion im Sapathum-Palast in Bangkok. Die Mutter übernimmt nun die alleinige Erziehung.

1932
Das junge Kind besucht die "Mater Dei" (Mutter Gottes)-Schule (534 Thanon Ploenchit, Lumpini, Pathum Wan, Bangkok), wo es die Identifikationsnummer 449 erhält.

09.05.1933
Wegen der politisch nicht so stabilen Situation im damaligen Siam empfiehlt die Großmutter Königin Savang Vadhana von Siam der gesamten Familie, also der ältesten Schwester Somdej Phra Chao Phinang Ther Chao Fa Galyani Vadhana Kromma Luang Narathiwat Rajanagarindra und dem älteren Bruder, später Phrabat Somdet Phra Poramentharamaha Ananda Mahidol Phra Atthama Ramathibodindara, später König Rama VII., in die Schweiz zur weiteren Schulausbildung zu gehen. Die Ausbildung erfolgt zuerst an der öffentlichen Ecole Miremont Grundschule, später dann an der renommierten ENSR (Ecole Nouvelle Suisse de la Romande [Chaussee de Rovereaz 20, CP 161, CH Lausanne 1000], die gesamte Familie wohnt in einer kleinen Wohnung in der Avenue Samuel-Auguste-Andre-David Tissot Nr.16, nicht weit entfernt vom Stadtzentrum Lausannes.

02.03.1934
König Rama VII. dankt in London ab. Nach dem Thronfolgegesetz wird der ältere Bruder von Bhumibol, Ananda Mahidol, jetzt als Rama VIII. neuer König von Siam im Alter von nur neun Jahren. Wegen der fragilen Gesundheit des neuen Königs bleibt die Familie auf Anraten der Großmutter vorerst in der Schweiz und kehrt nicht, dem Wunsch der Regierung entsprechend, nach Siam zurück. Die Schulausbildung wird mit Deutsch, Englisch, Französisch, Gärtnerei, Latein, Spanisch und dem Zimmermannhandwerk fortgesetzt. Zuhause lernen sie die Lehren des Buddhismus, Thai und die Geschichte Siams.

August 1935
Umzug der gesamten Familie nach Pully, in die spätere Villa Vadhana.

15.11.1938
Im Alter von nur 13 Jahren kehrt König Rama VIII. zum ersten Mal nach Siam zurück, seine Geschwister und seine Mutter sind bei ihm. Nach 59 Tagen kehrt der junge König wieder in die Schweiz zurück, um seine Ausbildung dort fortzusetzen. Bhumibol setzt ebenfalls seine Studien in Lausanne fort und empfängt dort das Baccalaureat des lettres (Hochschuldiplom) vom Gymnase Classique Cantonal of Lausanne.

1945
Bhumibol beginnt mit dem Studium der Wissenschaften an der Universität von Lausanne.

05.12.1945
Die gesamte Familie kehrt wieder nach Thailand zurück, wie das Land jetzt heisst, da der 2.Weltkrieg zuende ist und somit keine unmittelbare Gefahr mehr für die königliche Familie besteht und außerdem das Volk wünscht, daß der Monarch nunmehr im Land residiert.

09.06.1946
König Rama VIII. stirbt an einer Schussverletzung, sein jüngerer Bruder Bruder wird als König Rama IX. mit dem Titel Phrabat Somdej Phra Paraminthara Maha Bhumibol Adulyadej inthronisiert, formal wird er als Phrabat Somdej Phra Chao Yu Hua bezeichnet.

19.08.1946
Rückkehr nach Lausanne zur Fortsetzung der Studien, statt technischer Wissenschaften studiert der König nunmehr jedoch Rechtswissenschaften und politische Wissenschaften, um besser auf den Beruf des Königs vorbereitet zu sein.

04.10.1948
Der König erleidet einen Autounfall mit einem Fiat Topolino auf der Strasse Genf-Lausanne, als er 10 km außerhalb von Lausanne auf das Hinterteil eines Lastwagens auffährt, der urplötzlich unvermittelt gebremst hatte. Bei diesem Unfall wird Bhumibol am Rücken verletzt und durch Schnitte im Gesicht verliert er das Augenlicht auf dem rechten Auge. Er liegt in Lausanne im Krankenhaus und lernt bei dieser Gelegenheit Mom Rajawongse Sirikit Kittiyakara kennen, die Tochter des thailändischen Botschafters in Paris, Nakkhatra Mangala, Prinz von Chanthaburi Suranath und Mom Luang Bua Sanidvongs, die ihn oft im Krankenhaus besucht. Sie verlieben sich ineinander. Um sie besser kennen zu lernen besorgt er ihr auf Anraten seiner Mutter einen Platz in der Internatsschule Riante Rive.

19.07.1949
Verlobung im Windsor Hotel Lausanne.

24.03.1950
Rückkehr nach Thailand.

28.04.1950
Trauung des Paares um 09:30 im Sa Pathum-Palast in Bangkok durch die eigene Großmutter, Königin Savang Vadhana von Siam. Seine Gattin erhält offiziell den langen königlichen Titel Somdej Phra Debaratana Rajasuda Chao Fa Maha Chakri Sirindhorn Rathasimakunakornpiyajat Sayam Boroma Rajakumari und die offizielle Schärpe der Chakri-Dynastie. Der Hochzeitsurlaub wird im Klai Kongwol Palast in Hua Hin verbracht.

05.05.1950
Bhumibol Adulyadej wird offiziell zum König in einer großen Zeremonie im Großen Palast zu Bangkok gekrönt, er erhält den offiziellen Titel Phrabat Somdet Phra Paraminthara Maha Bhumibol Adulyadej Mahitalathibet Ramathibodi Chakkkrinaruebodin Sayamthrathinat Borommanatthabophit. Seine Frau wurde am gleichen Tag zur Königin ernannt, sie erhielt den offiziellen Titel Somdej Phra Boroma Rajini.

05.06.1950
Das vom König komponierte Lied "Blue Night" wird im Forest Theatre in Philadelphia in der Weltpremiere von Michael Todds "Peep Show" uraufgeführt.

06.06.1950
Der König kehrt in die Schweiz zur Fortsetzung seiner Studien zurück. Er studiert erneut in Lausanne bis zu seiner Rückkehr nach Thailand.

07.04.1951
Um 23:28 wird im Mont Suisse Hospital in Lausanne das erste Kind des Königspaares geboren, es handelt sich um Thunkramom Ying Ubon Rattana Ratchakanya Siri Watthana Phannawadi.

02.12.1951
Rückkehr des Königspaares mit der Tochter nach Thailand nach Beendigung des Studiums des Königs in der Schweiz.

06.03.1952
Der König präsentiert der Nationalversammlung eine verbesserte Fassung der Verfassung von 1932.

23.04.1952
Der König ernennt einen Staatsrat (Privy Council) mit folgenden Mitgliedern: Prinz Dhani Nivat, Prinz Alongkot, Prinz Vivatchai Chaiyant, Prinz Nakkhat Mongkol, Sridharmadibes, Manavarajsevi und Srivisam Vacha.

14.07.1952
Die Mutter des Königs, Prinzessin Sangwal Mahidol, und die ältere Schwester Prinzessin Galyani Vadhana kehren aus der Schweiz nach Thailand zurück.

28.07.1952
Der einzige Sohn des Königspaares, der zukünftige Thronfolger, Prinz Somdet Phra Boromma-orasathihat Chao Fa Maha Vajiralongkorn Sayammakutratchakuman (diesen vollen Titel erhielt er jedoch erst anlässlich seines 20. Geburtstages!) wird in der Ambara Villa des Dusit Palastes in Bangkok geboren.

15.09.1952
Die Radiostation Amphon Palace (Ambara Sathan nimmt ihren Betrieb im Dusit Palast in der Zeit von 11:00-12:00 im Ultrakurzwellenbereich mit einem Sender mit 150 Watt Stärke auf, als Moderator und Diskjockey fungiert der König.

07.12.1952
Das 21. Regiment des Heeres wird dem Palast direkt unterstellt, das Ehrenkommando führt die Königin. Der König wird Ehrenkommandant des 1. Infantrie-Regimentes, des 11. Infantrie-Regimentes, des 1. Engineers-Regiments, des 1. Kavallerieregimentes, des 1. Artillerieregimentes und der Heeresakademie: Diese Regimenter werden in Zukunft königliche Garderegimenter.

02.04.1955
Das Königspaar bekommt das dritte Kind, Königin Sirikit schenkt einer Tochter das Leben. Sie erhält den Namen Somdet Phra Theparatana Rajasuda Chao Fa Maha Chakri Sirindhorn Rathasimakunakornpiyachat Sayam Boroma Rajakumari (allerdings wurde ihr dieser offizielle Titel auch erst anlässlich des 50. Geburtstages des Königs verliehen!).

21.11.1955
Die Königsfamilie kehrt von einer 19 Tage-Tour durch den Isaan zurück, die sie durch 14 Provinzen des Nordostens geführt hat, davon 680 km mit der Eisenbahn und 1.592 km auf der Strasse.

17.12.1955
Die Großmutter des Königs, Königin Savang Vadhana von Siam, stirbt im hohen Alter von 93 Jahren in Bangkok.

22.10.1956
König Rama IX. wird, in Angedenken an seine verstorbene Großmutter, für 15 Tage buddhistischer Mönch mit dem Namen "Bhumibalo Bhikku" im Wat Bowanniwet Vihara im Distrikt Phra Nakhon des Khets Bang Lamphu in Bangkok. Hier war von 1836-1851 einer seiner Vorgänger, der spätere König Mongkut (Rama IV.) der Abt. Während der Abwesenheit des Königs vom Thron führt Königin Sirikit die Amtsgeschäfte, sie erhält dafür später den Titel Somdej Phra Boroma Rajininat (Ihre Majestät Königin).

04.07.1957
Das vierte Kind des Königspaares, die Tochter Chulabhorn wird in der Ambara Villa des Dusit Palastes in Bangkok geboren.

15.11.1959
Zum ersten Mal seit 1932 erscheinen die königlichen Barken wieder unter König Bhumibol auf dem Chao Phraya, der König zelebriert die königliche Kathin-Zeremonie.

18.-21.12.1959
Der erste Auslandsbesuch des Königspaares führt dieses nach Süd-Vietnam, der damalige Präsident war Jean-Baptiste Ngo Dinh Diem.

02.05.1960
Der König nimmt den Brauch der Königlichen Pflügezeremonie am Sanam Luang in Bangkok wieder auf.

14.06.1960-
Staatsbesuche des Königspaares in folgenden Ländern: Indonesien, Burma,

18.01.1961-
U.S.A., Großbritannien, Deutschland, Portugal, Schweiz, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Vatikanstadt, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Spanien.

25.07. bis 02.08.1960
Erster Staatsbesuch des Königspaares in Deutschland, der damalige Bundespräsident war Dr. Heinrich Lübke, der damalige Bundeskanzler war Dr. Konrad Adenauer.

11.03.1962
Weitere Staatsbesuche des Königspaares in folgenden Ländern: Pakistan,

12.09.1962-
Malaya, Neuseeland und Australien.

21.-28.11.1962
Erster Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten (Dr. Heinrich Lübke) in Thailand anlässlich der 100-Jahrfeier des Deutsch-Siamesischen Freundschaftsvertrages.

27.05.1963-
Staatsbesuche des Königspaares in Japan, Taiwan und auf den Philippinen.

05.12.1963
Der 36. Geburtstag (6x6 Jahre) des Königs wird im ganzen Land als Glücksgeburtstag gefeiert.

12.09. bis 06.10.1964
Staatsbesuche des Königspaares in der Schweiz, Griechenland und Österreich. Als Regentin fungiert in dieser Zeit die Mutter von König Bhumibol. In Wien wird der König zum Ehrenmitglied der Akademie für Musik und darstellende Kunst ernannt (die Ernennung erfolgte aber erst am 15.10.1964, nach der Rückkehr des Königspaares nach Thailand).

14.03.1966
Vom König wird das Thai-German Technical Institute in Khon Kaen eröffnet.

22. bis 28.08.1966
Zweiter Staatsbesuch des Königspaares in Deutschland, Bundespräsident war Dr. Heinrich Lübke, Bundeskanzler war Dr. Ludwig Erhard.

03. bis 06.07.1967
Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke und Gattin sind Privatgäste des Königspaares.

01.06.1969
Zum ersten Mal wird im Amphoe Pak Chong, Changwat Nakhon Ratchasima der sogenannte "königliche Regen" (Fon Luang) eingesetzt. Dieses Projekt wurde im Jahr 1956 während einer Reise des Königs in den Isaan iniziiert, der erkannt hatte, daß es zwar Wolken über dem Isaan gab, diese jedoch nicht abregneten. Durch das Projekt werden jetzt Wolken zum Abregnen gezwungen.

09.06.1971
Zum 25. Thronjubiläum des Königs findet, zum ersten Mal seit 1893, eine große Militärparade statt.

25.07.1972
Die älteste Tochter des Königspaares Prinzessin Ubol Ratana verzichtet auf den Titel und die Rechte einer Prinzessin, um in den U.S.A. im August Peter Ladd Jensen zu heiraten.

28.12.1972
Der Sohn des Königspaares, Prinz Vahiralongkorn, wird zum Kronprinzen geweiht.

14.10.1974
Das Königspaar entzündet auf dem Sanam Luang Scheiterhaufen zur Verbrennung der vor einem Jahr bei den Unruhen getöteten 66 Personen, zum ersten Mal werden dort nicht Könige verbrannt.

20.01. bis 15.02.1975
Erkrankung des Königs an Tsutsugamushi-Fieber (Japanisches Flussfieber).

03.01.1977
Der thailändische Kronprinz heiratet ML Soamsavali Kitiyakara im Sra Pathum Palast, der Residenz der Mutter des Königs.

13.02.1977
Der thailändische Kronprinz überlebt einen Anschlag von Rebellen in der Provinz Phetchabun ohne Verletzungen.

16.02.1977
Prinzessin Vibhavadi Rangsit stirbt an den Folgen eines Anschlages auf ihren Hubschrauber in der Provinz Surat Thani. Sie war im Auftrag des Königspaares unterwegs.

16.07.1977
Prinzessin Sirindhorn erhält an der Chulalongkorn Universität den Bachelor of Arts in Geschichte.

22.09.1977
Während einer Zeremonie an einer Pondok-Schule in Yala explodiert in der Nähe des Königs eine Bombe, es wird niemand verletzt.

05.12.1977
Anlässlich seines 50. Geburtstages verleiht der König seiner Tochter Sirindhorn die Titel "Somdet Phra" und "Maha Chakri" = Die große Chakri.

25.02.1978
Erstmaliger Verkauf der vom König unterstützten Opium-Ersatzprodukte der Bergvölker auf dem Markt von Chiang Mai.

04.11.1978
Der Kronprinz wird im Wat Phra Kaeo in Bangkok zum Mönch geweiht.

07.12.1978
Die Frau des Kronprinzen gebiert ihr erstes Kind, die Prinzessin Bayrakitiyabha.

12.02.1981
Geburt des ersten Kindes der Tochter Ubol Ratana, Khun Ploypailin Jensen.

07.01.1982
Die jüngste Tochter des Königspaares, Prinzessin Chulabhorn Walailak, heiratet den Flugoffizier Virayuth Didyasarin. Obwohl es eine Ehe mit einem Bürgerlichen ist, darf sie mit Sondererlaubnis des Königs ihren Titel "Chao Fa" behalten.

06.04.1982
200-Jahresfeier der Rattanakosin-Ära. Dem Gründer der Chakri-Dynastie (Rama I.) verleiht der König den Titel "Maha" = der Große.

08.10.1982
Die jüngste Tochter des Königspaares, Prinzessin Chulabhorn Walailak, bringt ihr erstes Kind, die Prinzessin Siribhachudhabhorn zur Welt.

05.12.1982
In seiner Geburtstagsrede geht der König auf seine monatelange Lungenentzündung ein.

16.08.1983
Geburt des zweiten Kindes der Tochter Ubol Ratana, Khun Bhumi Jensen.

29.02. bis 02.03.1984
Staatsbesuch des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Dr. Carl Carstens in Thailand.

06.05.1984
Die jüngste Tochter des Königspaares, Prinzessin Chulabhorn Walailak, bringt ihr zweites Kind, die Prinzessin Adityadhornkitikhun zur Welt.

22.05.1984
Tod von Königin Rambhai Barni, der Gattin von König Rama VII. Sie hatte für ihren Neffen, den König, sehr viele offizielle Pflichten übernommen.

03.07.1984
Der König weist die Polizei an, den Verkehr nicht mehr für Angehörige der königlichen Familie anzuhalten, es sei denn, sie sind offiziell unterwegs.

18.03.1985
Geburt des dritten Kindes der Tochter Ubol Ratana, Khun Sirikitiya Jensen.

08.01.1987
Geburt von Mom Chao Busyanambejra Mahidol, später Phra Chao Lan Thoe Phra Ong Chao Sirivannavari Nariratana der Tochter des Kronprinzen und von Mom Sujarinee Mahidol, besser bekannt unter ihrem Namen Yudvadhida Polpraserth.

07.05.1987
Der König erhält vom Ministerpräsidenten Prem Tinsulanonda den Ehrentitel "der Große" verliehen. Der Titel wurde nach einer Wahl unter 40 Millionen Thai von 34 Millionen Thai mit deutlicher Mehrheit gewählt.

09.10.1987
Als Teil der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Königs wird das Thailand Cultural Centre eröffnet.

05.10.1987
Zum 60. Geburtstag des Königs wird die neue Rama IX.-Brücke eingeweiht, weitere neue Objekte zum Geburtstag sind der Navel City Pillar in Chiang Rai, auf dem Doi Inthanon bei Chiang Mai der Naphamethinidon Chedi und in Phuket der King Rama IX.-Park. Zum ersten Mal findet die Phuket King's Cup Regatta statt.

02.07.1988
König Bhumibol ist der am längsten regierende Monarch Siams/Thailands (42 Jahre, 23 Tage).

13.11.1989
In Liechtenstein stirbt Fürst Franz Josef II. Damit ist nun König Bhumibol der am längsten regierende Monarch der Welt.

29.08.1991
Zum 60. Geburtstag der Königin (12.08.1991) wird das Queen Sirikit National Convention Center eingeweiht.

02.02.1993
Der König erhält vom Department of Intellectual Property das Patent für den "Low Speed Aeriator"=Chaipattana Aeriator.

02.1994
Der Kronprinz heiratet in zweiter Ehe Yuvadhida Polpaserth nachdem die erste Ehe im Jahr 1993 geschieden worden war. Die Ehefrau trägt den Namen Mom Sujarinee Mahidol na Ayudhaya, aus der Beziehung gehen fünf Kinder hervor: Prinz Juthavachara Mahidol (geboren 29.08.1979), Prinz Vacharaesorn Mahidol (geboren 27.05.1981), Prinz Chakriwat Mahidol (geboren 26.02.1983), Prinz Vajavira Mahidol (geboren 14.06.1985) und eine Tochter Prinzessin Busja Nambejra Mahidol (geboren 08.01.1987), erhielt im Jahr 2005 durch königliche Order den Namen Prinzessin Sirivannavari Nariratana.

04.12.1994
In seiner Geburtstagsrede stellt der König seine "New Theory" zur einer selbstgenügsamen, integrierten Landwirtschaft vor.

12.03.1995
Der König unterzieht sich einer Angioplastie, da er verengte Blutgefässe hat.

18.07.1995
Die Mutter von König Bhumibol, Prinzessin Sri Nagarindra (Somdech Phra Srinagarindra Boromarajajonani) stirbt im hohen Alter von 94 Jahren in Bangkok, sie war auch Mutter des Königs Rama VIII.

28.03.1996
Anlässlich des 50. Thronjubiläums veröffentlicht der König sein Werk "The story of Mahajanaka".

05.06.1996
Der König erhält als Erster den "International Rice Award".

09.06.1996
50. Thronjubiläum des Königs. Am Khao Chee Chan (Amphoe Sattahip, Changwat Chonburi) wird ein großes Buddhabildnis errichtet, Phra Puttha Maha Wachira Uttamopat Satsada.

08.07.1997
Für seine Bücher "Nai In Phu Pit Thong Lang Phra", "Tito" und "The story of Mahajanaka" erhält der König den "Special Award" von den Southeast Asian Write Awards.

07.11.1998
Der Hund des Königs "Thong Daeng" wird geboren, später schreibt der König ein Buch mit dem Titel "The story of Thong Daeng".

14.05.1999
Die älteste Tochter des Königs bestätigt ihre Scheidung von ihrem Ehemann Peter Ladd Jensen wegen Ehebruches. Ubol Ratana hatte bei der Heirat auf alle königlichen Privilegien verzichtet.

19.09.1999
Die Mutter der Königin, ML Bua Kitiyakara stirbt im Alter von 89 Jahren.

05.12.1999
Der 72. Geburtstag des Königs (6x12) wird landesweit gefeiert. In Ban Krut, Changwat Prachuap Khiri Khan wird aus diesem Grund Wat Phra Mahathat Chedi Phakdi Prakat erbaut. Ebenfalls am gleichen Tag wird in Bangkok das neue Hochbahnsystem, der Skytrain eingeweiht.

19.02.2000
Dem König wird von Juan Antonio Samaranch, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees der "Lalaounis Cup" für seine herausragenden Verdienste um die Athletik und seine Treue zu den olympischen Idealen überreicht.

10.02.2001
Der Kronprinz heiratet zum dritten Mal, seine Ehefrau wird Srirasmi Akharaphongpreecha.

19.04.2001
Der König erhält vom Department of Intellectual Property das Patent für den "Water-Air PumpType Aerator".

26.07.2001
Der König erhält vom Department of Intellectual Property das Patent für "Use of pure palm-oil as bio-diesel fuel".

26.11.2001
Der König erhält vom World Boxing Council "The Golden Shining Symbol of World Leadership", die höchste jemals vergebene Auszeichnung.

11.10.2002
Der König erhält vom Department of Intellectual Property das Patent für "Use of pure palm-oil as lubricant for two-stroke engines".

26.11.2002
Es erscheint ein neues Buch des Königs, "The story of Thongdaeng". Die Erstauflage von 100.000 Exemplaren ist innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

29.11.2002
Der König erhält vom Department of Intellectual Property das Patent für "Weather modification by royal rainmaking technology". Am 12.10.2005 wird dieses Patent beim Europäischen Patentamt registriert, am 07.04.2006 wird das Patent auch in Hongkong anerkannt.

10.06.2003
Der König erhält vom Department of Intellectual Property den Gebrauchsmusterschutz (Industrial Design) für "Feces receptable" (Kotbehälter).

27.01.2004
Der König erhält vom Department of Intellectual Property das Patent für "Liquid pressure controller".

17.03.2004
Der König erhält von der "University of North Texas" den Doktor h.c. (of Music performance and composition).

03.07.2004
Eröffnung der Untergrundbahn in Bangkok um 19:19 durch den König.

26.12.2004
Beim Tsunami an der thailändischen Küste wird ein Sohn der ältesten Tochter des Königs, Ubol Ratana, der 21-jährige Boomi Jensen getötet.

29.04.2005
Die Ehefrau des Kronprinzen Prinzessin Srirasmi, gebiert um 18:35 den Sohn Prinz Dipangkorn Rasmijoti.

04.12.2005
In seiner Geburtstagsrede fordert der König zur Kritik an seiner Person auf.

09.06.2006
Feier zum 60. Thronjubiläum des Königs, es erscheint der Hochadel aus 25 Ländern, darunter 13 Monarchen.

20.06.2006
Der König erhält vom König Schwedens, Carl XVI., dem Ehrenpräsidenten der World Scout Foundation, den "Bronze wolf for outstanding services to the Scout Movement".

21.07.2006
Eine Operation am Rückgrat des Königs verläuft im Siriraj Hospital erfolgreich.

05.12.2006
Am Geburtstag des Königs wird in Bangkok die Bhumibol-Brücke über den Chao Phraya eingeweiht.

16.05.2007
Der König erhält von den Vereinigten Arabischen Emiraten und der World Meteorological Organization den "UAE Prize for Weather Modification" für den "Königlichen Regen".

05.12.2007
Anlässlich des 80. Geburtstages des Königs wird in Nakhon Ratchasima der "His Majesty the King's 80th Birthday Anniversary, 5th December 2007 Sports Complex" eröffnet.
Ebenfalls zum 80. Geburtstag erfolgt die Premiere des Zeichentrickfilmes "The Life of Buddha" der thailändischen Produzentin Wallapa Phimtong.

02.01.2008
Um 02:54 stirbt im Siriraj Hospital im Alter von 84 Jahren Prinzessin Somdej Phra Chao Phinang Ther Chao Fa Galyani Vadhana Kromma Luang Narathiwat Rajanagarindra, die Schwester des Königs an Krebs.

29.09.2009
Der König wird wegen Ermüdung und Appetitlosigkeit in das Siriraj Hospital eingeliefert.

29.09.2010
Der König hört im Siriraj Hospital ein Konzert.

- Fortsetzung nächste Ausgabe -


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In nur wenigen Gehminuten erreichen Sie bequem das nahe gelegene, lebhafte ehemalige Backpacker Ausgehviertel Khao San. Mit seinen beidseits der Khao San Road und in den umliegenden Straßen zu findenden zahlreichen Strassenständen, Cafés, entspannten Bars, Clubs und billigen Pensionen ist es ein touristisches Highlight in Bangkok.

Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind bequem zu Fuß, mit dem Miet-Fahrrad, Tuk Tuk oder Taxi erreichbar. Die Lage des Hotels, direkt neben dem Phra Arthit Pier, erlaubt auch einen bequemen Zugriff auf den regelmäßigen Linienbootsverkehr entlang des Flusses. Mit dem Chao Phraya Express Boat Service erreichen Sie viele Sightseeing-Ziele. Das Hotel bietet einen kostenlosen Boot-Shuttle zur BTS-Hochbahnstation Saphan Taksin an. Das ist quasi eine kleine exklusive, sehr empfehlenswerte "River Cruise" auf dem Chao Praya Fluss und man kommt staufrei und schnell an sein Ziel.

Das Riva Surya ist in zentraler Lage der Altstadt von Bangkok gelegen und man hat von dort aus schnellen Zugang zum Grand Palace mit Wat Phra Kaeo, dem Nationalmuseum, der Rattanakosin Exhibition Hall, Wat Po, Wat Arun und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, z.B. auch: Das kleine Siriraj Medical Museum, versteckt in einer belebten Straße, ist ein makabrer Ort, der faszinierend und alptraumhaft zugleich ist. Dort werden Körperteile und andere grausige Exponate, z.B. die mumifizierte Leiche von Si Ouey, einem berüchtigten Serienmörder, ausgestellt.

Der Phra Arthit Weg: Phra Arthit bietet eine entspannte Atmosphäre. In den frühen Tagen der Stadt ein Zentrum von Politik und Kunst. Heute findet man in den schönen alten Geschäftshäusern mit vielen historischen Details und authentischen Holzfensterläden zahlreiche Restaurants, stilvolle Cafés und angesagte Bars.

Banglumpoo Markt: Das Gebiet war ursprünglich berühmt für die vielen Glühwürmchen, die in den dortigen Lumpoo Bäumen lebten. Früher war dort ein wichtiges Handelszentrum. Heute ist dank der Vielzahl von Street Food-Ständen dort eine belebte Markt-Atmosphäre entstanden, wo man u.a. traditionelle lokale Speisen, Thai Desserts und Snacks probieren kann.

Tha Prachan Amulett Markt: Prachan wird in Bangkok als der größte und älteste Amulett-Markt angesehen. Viele Thai- Buddhisten glauben, dass diese religiösen Talismane, welche in der Regel um den Hals getragen werden und Bilder des Buddha oder sakrale Gegenstände enthalten, besondere Eigenschaften für Schutz und Glück entwickeln.

Im Hotel Riva Arun Bangkok

Am 1. August 2016 eröffnete das Schwesterhotel Riva Arun Bangkok. Auch dieses Boutique Hotel befindet sich direkt am Chao Phraya River und liegt gegenüber dem Wat Arun. Einige der Zimmer und Suiten verfügen auf der Balkon-Terrasse über ein Außen-Jacuzzi und /oder Blick auf den Chao Phraya River und Wat Arun. Vom Dach-Restaurant aus blicken Sie auf die Wat Po Tempelanlage.

Fazit: Beide Hotels und Lagen entsprechen den Vorstellungen vieler Bangkok-Besucher. Anstatt in einer anonymen "Hotel-Wohnfabrik" oder einer "Billig-Absteige wie aus der Hippie-Jugendzeit" zu übernachten, genießt man und gönnt sich lieber ein individuelles Top-Hotel für den oft doch nur kurzen Aufenthalt in Bangkok. Wie auch immer, zumeist möchte man noch etwas von der Atmosphäre "der guten, alten Zeit" in Bangkok mit- oder auch gerne wieder erleben. Bernd Kamjunke


RA Bümlein informiert:

Adoption eines in Thailand lebenden minderjährigen Kindes, welches nach Deutschland kommen soll

Die Adoption eines in Thailand lebenden minderjährigen Kindes, welches nach Deutschland kommen soll, ist nach dem sog. Haager Adoptionsübereinkommen vom 29.05.1993 (HAU) durchzuführen. Möglich ist diese Adoption sowohl für deutsche als auch für thailändische Staatsbürger. Normalerweise kommen diese Anfragen von Mandanten mit Wohnsitz in Deutschland. Sie wollen ihr Enkelkind oder ihr Stiefkind, welches (noch) in Thailand lebt, adoptieren und herüber holen.

Nach dem HAU ist in solchen Fällen die Adoption zwar in Thailand durchzuführen, aber die deutschen Behörden müssen an der Adoption beteiligt werden, denn das Kind soll später nach Deutschland umsiedeln. Die thailändische Adoptionsbehörde muss unbedingt wissen, dass das Kind später nach Deutschland mitgenommen werden soll, denn es müssen zusätzliche oder strengere Vorschriften eingehalten werden. Denn das deutsche Adoptionsrecht ist an engere Voraussetzungen gebunden als das thailändische.

Dafür hat eine solche Adoption aber später auch weitere Wirkungen als eine rein thailändische Adoption. Nach thailändischem Adoptionsrecht wird nur die Personensorge für das Kind auf den Adoptierenden übertragen. Die Eltern bleiben aber die Eltern, auch erbrechtlich (das ist eine sog. schwache Adoption, § 1598/28 des Thailändischen Zivil- und Handelsgesetzbuches, CCCT). Bei der deutschen Adoption hingegen wird das Adoptivkind auch rechtlich (z.B. erbrechtlich) wie ein leibliches Kind behandelt und alle Bande zur Ursprungsfamilie durchschnitten. Vor allem erhält es bei der Adoption durch einen Deutschen auch die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn die Adoption rechtzeitig beantragt und anerkannt wurde (sog. starke Adoption).

Zuerst soll man sich bei einem solchen Adoptionswunsch an eine internationale Adoptionsvermittlungsstelle in Deutschland wenden. Dies sind die zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter, teilweise die Adoptionsstellen der örtlichen Jugendämter und die staatlich anerkannten Auslandsvermittlungsstellen der Freien Träger im Rahmen der ihnen erteilten besonderen Zulassung.

Die zuständigen Stellen kann man hier erfahren:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZAA/Anschriften/ZAS_LJAE.html?nn=3450046

Dort wird man hinsichtlich der Voraussetzungen und der konkreten Möglichkeiten der Adoption des Kindes aus Thailand beraten und das mögliche weitere Vorgehen wird erläutert.

Wichtig ist bei der Beratung herauszustellen, warum man eine Adoption wünscht. Es darf sich nicht nur um ein Herholen des Kindes aus wirtschaftlichen Gründen handeln, sondern muss vor allem dem Kindeswohl entsprechen. Wichtig ist auch, dass die thailändischen Behörden die deutschen Behörden an der Adoption beteiligen und gegebenenfalls Formalitäten einhalten, die bei einer deutschen Adoption erforderlich wären. Gelingt diese Adoption, erhält man eine Bescheinigung, mit welcher die thailändische Adoption dann relativ unproblematisch in Deutschland anerkannt und danach in eine "deutsche" Adoption umgewandelt werden kann.

Sollte eine Adoption in Thailand ausgesprochen werden, muss danach in Deutschland die Anerkennung der thailändischen Adoptionsentscheidung beantragt werden. In diesem Fall stellt das örtlich zuständige Familiengericht, in dessen Bezirk ein Oberlandesgericht seinen Sitz hat, auf formlosen Antrag hin nach § 2 Adoptionswirkungsgesetz (AdWirkG) fest, ob die im Ausland vollzogene Adoption in der Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen ist und ob diese Adoption einem nach den deutschen Sachvorschriften begründeten Annahmeverhältnis gleichsteht. Demzufolge führt regelmäßig erst eine Anerkennung und dann eine Umwandlungsentscheidung zu einer Volladoption und z.B. zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch das adoptierte Kind, wenn der Annehmende Deutscher ist.

Grober Ablauf:

1. Kontaktaufnahme zu einer internationalen Adoptionsvermittlungsstelle in Deutschland
2. Durchführung der Adoption unter Beteiligung der deutschen Behörden in Thailand (möglichst mit Bescheinigung nach Artikel 23 HAU)
3. Einreise des Kindes in die Bundesrepublik
4. gerichtliches Anerkennungs- und Umwandlungsverfahren betreffend die Adoption beim zuständigen deutschen Familiengericht.

Nicole Rinau, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Sozialrecht

Im nächsten FARANG: Adoption eines in Deutschland lebenden Kindes der thailändischen Ehefrau


Leseprobe: Farang und Lotosblüten

Band 4, Kapitel 2, von Franky Kuchenbecker

Thailandüberraschung nach der Frühschicht

Wie immer, ging mein Wecker um 5:00 Uhr morgens. Wie immer stand ich schlaftrunken auf und schleppte mich müde ins Bad. Ich glaubte, erst um 3:00 Uhr eingeschlafen zu sein. Ich hasste die Frühschicht. Bedeutete sie doch, dass ich mitten in meiner Tiefschlafphase aufstehen musste und ich wie Falschgeld auf der Arbeit herumlief und nur mühsam meine Aufgaben bewältigen konnte.

Zwanzig Jahre machte ich nun schon Schichtdienst in diesem Chemiebetrieb. Zwanzig Jahre lang wie im Hamsterrad. Ich war Bestandteil eines Uhrwerks, jederzeit auswechselbar und nur ein kleines Rädchen in der Maschinerie "Chemieproduktion".

Die Schichtarbeit nagte am Körper. In der Frühschicht bekam ich meine Müdigkeit nie in den Griff und legte mich nach Schichtende sofort hin, nur damit ich dann in der folgenden Nacht nicht mehr schlafen konnte.

Die Spätschicht hasste ich, weil ich da nie etwas vom Tag hatte. Die Zeiten waren vorbei, dass man sich regelmäßig nach der Spätschicht mit den Kollegen auf ein Bier traf. Entweder hatten die Kollegen Verpflichtungen, wie Familie, oder man hatte selbst keinen Antrieb mehr, irgendetwas auf die Beine zu stellen.

Wenigstens mochte ich die Nachtschicht, da waren die Abläufe ruhiger, da konnte man nebenher auch noch mal private Dinge erledigen. Es blieb einzig am Monatsende der gute Verdienst. Aber was nutzt das alles, wenn man alleine ist? Ich verfiel so langsam in eine Lethargie, aus der ich nicht mehr herauskam. Was führe ich nur für ein Leben?

Und warum nur habe ich mich darauf eingelassen, erneut für knapp 10.000 Kilometer in den Flieger zu steigen um Fredy wieder aus der Patsche zu helfen? Nun ja, ich wollte irgendwie auch Neu wiedersehen - und ich weiß nicht, ob es nicht eigentlich der wahre Grund war zu sagen: "Ja, Fredy, ich komme".

Meinen Koffer hatte ich schon am Vorabend gepackt und so würde ich keinen Stress nach der Frühschicht haben, um meinen Kram zusammen zu suchen. Am Abend ging es von Düsseldorf nach Dubai und von dort weiter. Ja, ich wollte auch den A-380 fliegen und: Ja, auch mal Economy Plus, weil ich hoffte, da sind die Thailandurlauber, die schon betrunken in den Flieger steigen, nicht unbedingt in meiner Nähe. Zunächst musste ich aber noch acht Stunden zur Schicht. Ich begrüßte meinen Kollegen Paul, der mich immer wieder mit den Fragen löcherte, mit welcher Lady ich wann und wie oft... Es war schwer, Menschen wie Paul zu erklären, wie das in Thailand auch laufen kann. Natürlich wusste Paul aus meinen Erzählungen von Neu. Und natürlich lag er falsch in seiner Annahme ich fahre zum Vögeln dahin...

"Na, hes Do schon Dinge bestes Stück sauber jemaat"? waren seine ersten Worte. Ich sagte "Paul, wann verstehst Du mich endlich mal. Ich besuche Fredy, und das mit Neu ist vorbei, und etwas anderes interessiert mich nicht."

Nun, Paul gehörte eher zu den geistigen Tieffliegern, aber irgendwie mochte ich ihn - man konnte sich auf ihn verlassen. Als er mich aber nach den Ladyboys mit einem seltsamen Glanz in den Augen fragte, da habe ich mir auch gedacht: "Paule, glücklich verheiratet, Kinder und mittlerweile Enkel, ab und an ein Bierchen in seinem Schrebergarten, aber im tiefen Inneren wohnt wohl ein kleiner Bi-Mann, der offen für vieles ist..."

Und es ging weiter: "Du kanns mir nix verzälle, Do schiebst dä joode alten Fredy vör un nimmst ne Thai noh d'r anderen, von wegen Kultur Abenteuer oder Lieve".

"Paul, ich kann und will Dir das nicht zum hundertsten Male erklären, lass mich einfach damit in Ruhe"! Ich hoffte und ich betete, dass niemand wie Paul im Flieger neben mir Platz nimmt.

Die Schicht ging schnell vorüber und irgendwie machte sich so etwas wie Vorfreude in mir breit, als ich mit meinen (mal wieder zu schweren) Koffern die S-Bahn in Richtung Düsseldorf betrat.

Am Airport ging alles recht zügig, so hatte ich Zeit, mir noch ein Bierchen zu genehmigen und auf den Urlaubsmodus umzuschalten, weil der ja auch irgendwie stattfinden soll - unabhängig von Fredys Problemen und Gedanken an Neu...

Die Maschine kam an und erstaunlich schnell begann das Boarding. Ist schon sehr imposant, wie schnell es gehen kann: 500 Menschen raus, Maschine saubermachen und 500 Menschen wieder rein. Ich nahm meinen gewohnten Fensterplatz ein und wartete gespannt auf meine Sitznachbarn.

Ich hatte Glück. Ein junges Pärchen setzte sich in meine Reihe. Normale Urlauber! Sie waren gebucht bis Dubai und von da sollte es nach Bali weitergehen. Sie machten einen absoluten Traumurlaub in einem Luxusresort. Wir unterhielten uns kurz und danach hatte ich meine Ruhe. Die beiden waren verliebt, hatten Geld und genossen ihr Leben. Ich schlief gedankenverloren ein.

Planmäßig landete am nächsten Morgen mein Flugzeug in Phuket. Ich war also wieder in Thailand. Aber Phuket mochte ich nicht. Hier landeten die "Touribomber" und diese Klientel war entsprechend. Das war ein Gewusel in der Ankunftshalle! Es stresste mich. Zum Glück bekam ich relativ schnell meinen Anschlussflug nach Koh Samui.

Dort angekommen, nahm ich ein Taxi zum Nathon Pier und löste das Ticket der Katamaranfähre nach Thongsala auf Ko Phangan. Am Pier kaufte ich noch eine Travelhandykarte, damit ich schnell Fredy anrufen konnte. Ach ja, Hunger... Eine tolle Garküche war Gott sei Dank auch in der Nähe.

Ich rief Fredy an: Na toll, nur die Mailbox. "Hi Fredy, ich bin es Alex. Ich bin in Thailand und reise nun zur Insel Ko Phangan." Danach probierte ich es noch einmal - es war wieder nur der automatische Fredy dran.

Ich ging auf die Fähre und genoss die Wärme und gleichzeitig den frischen Wind auf See, der mir um die Nase wehte. Ko Phangan - ich komme! Schnell erkannte ich die Häuser von Thongsala, dem kleinen Hafenstädtchen, das Zwischenziel meiner Reise.

"Was Neu wohl macht? Ob sie überhaupt noch auf der Insel lebt?" Gedanken über Gedanken schossen durch meinen Kopf. Aber ich war ja auch mit Schuld an der Situation. Schließlich war ich es, der Neu von Anfang an sagte, dass ich nicht fähig wäre für eine feste Beziehung. Obwohl ich sehr verliebt war in sie. Und es vielleicht noch bin...

Ihre letzte Mail war schon eineinhalb Jahre alt. Dort stand drin, dass sie mich nicht weiter belästigen wird! Alle meine E-Mails wurden danach nicht mehr beantwortet und sie ging auch nicht an das Telefon. Sie hatte den Kontakt abgebrochen. Dabei schrieb sie mir zuvor jedes Mal, dass sie mich sehr liebt. Was war nur geschehen?

Hatte sie einen anderen? Ist sie auch so ein raffiniertes Luder, wie die vielen Thaifrauen, die nur auf das Geld der Farangs aus sind? Sollte ich mich so in Neu getäuscht haben? Dagegen sprach, dass sie niemals von mir Geld verlangt hatte. Auch ihr strenger christlicher Glaube würde das verbieten.

Tausend Fragen geisterten durch meinen Kopf, als das Boot in Thongsala anlegte. Ich sah das übliche Bild: viele aufdringliche Schlepper wollten den Neuankömmlingen das "beste und preiswerteste Resort" aufschwatzen.

Ein Blick auf das Handy sagte mir, dass Fredy versucht hatte, mich zu erreichen. War wohl kein Netz auf See und so hörte ich die Mailbox ab. "Hallo Alex, willkommen in Thailand, lass dir Zeit auf Deiner Weiterreise! Bei mir ist alles im Lot."

"Dieser Vollpfosten", schoss es mir in den Kopf. "Ans andere Ende der Welt bin ich geflogen um dem ach so hilfebedürftige Fredy beizustehen und nun ist alles im Lot"?

Bestimmt liegt er in irgendeiner Kaschemme und bekommt eine Massage mit "Happy End"! Ich war richtig sauer und wusste in diesem Moment nicht, was ich machen sollte. Ich bin unter der Prämisse in den Flieger gestiegen, nach Thailand zu kommen, um Fredy zu helfen. Wäre er in dieser Wutphase bei mir gewesen, hätte ich ihm ins Gesicht gebrüllt, was für ein Hornochse er ist.

Ich lief die Pier hinab und wollte eigentlich direkt zu Neu´s Massagesalon gehen. Doch dann sah ich auf der anderen Straßenseite eine neue Bar. "Oh, die gab es bei meinem letzten Besuch noch nicht", freute ich mich und wollte die Straße überqueren. "Ein Whiskey kann bestimmt meine Gedanken sortieren." Doch als ich auf der Straßenmitte war, sah ich in weiter Ferne Neu´s Massagesalon. Ich erblickte ihn und blieb wie fremdbestimmt stehen.

Und ich erblickte sie. Aus dieser Entfernung eigentlich unmöglich, aber die Silhouette war eindeutig. Eine weibliche Person saß vor dem Haus und schaukelte mit der rechten Hand eine Hängematte. Es musste Neu sein. Sie war also noch hier. Ich hatte befürchtet, dass sie ihre Zelte abgebrochen hätte und woanders hingegangen wäre... Ich war mir sicher: Das da ist Neu!

Wie in Trance ging ich weiter in der Straßenmitte auf den Massagesalon zu. Neu blickte erst noch zur Hängematte. Doch plötzlich verspürte sie etwas in sich, das ihr sagte: Alex ist da. Ihr Herz pochte schneller. Sie stand auf, schaute ungläubig in meine Richtung und blieb einen Moment wie versteinert stehen. Auch sie konnte mich eigentlich aus dieser Entfernung nicht erkennen. Dann lief sie mir entgegen. Ich ließ meine Koffer fallen und begann auch zu rennen.

Wir kamen uns näher und unsere Blicke ließen nicht mehr voneinander los.

Die Situation war befremdlich für die Leute, die das Ganze beobachteten und vertraut zugleich. Sie kannten Neu. Die liebenswerte Nachbarin, die immer ein freundliches Wort für sie übrig hatte.

Uns war das egal, wir rannten und rannten und fielen uns endlich in die Arme. Wir verschmolzen förmlich ineinander und weinten. Es war die Freude, es war die Sehnsucht und die Einsamkeit nach all den Monaten. Wir spürten in diesem Moment beide genau, was uns gefehlt hat. Wir ließen unseren Emotionen freien Lauf.

Ich bemerkte nicht, dass ein Passant freundlich lächelnd meine Koffer brachte.

Meine Tränen tropften auf Neu´s Schulter und die Nässe ihrer Tränen drang durch mein Hemd bis auf meine Haut. Wir küssten uns gegenseitig die Tränen aus dem Gesicht und hielten uns fest umschlungen. Autos, die eigentlich diese Straße passieren wollten, hielten und Insassen stiegen aus. Die Leute freuten sich mit uns.

Viele von ihnen wussten: Ich bin der Farang, von dem Neu so oft erzählt hat. "Alex, ich habe Dich so sehr vermisst", hauchte Neu mir in mein Ohr. "Ich Dich verdammt noch mal auch", mehr brachte ich nicht heraus. Ich drückte meine Neu ganz fest an mich, so als wollte ich sie nie wieder loslassen. Motorradfahrer hielten an und stiegen ab. Alle ahnten es: Der Farang aus Deutschland, auf den ihre liebenswerte Nachbarin Neu so lange gewartet hat, ist da.

"Komm, ich zeig' Dir was", sagte sie und nahm meine Hand. Sie zog mich in Richtung ihres Massagesalons und hielt meine Hand ganz fest. Auch ich fasste zu und sagte mir "die lass ich nie wieder los". Wir kamen an dem mir vertrauten Gebäude an. Alles war wie beim letzten Mal. Der Seven-Eleven links und das Restaurant rechts daneben und bei mir meine Neu.

Die Leute folgten uns und bildeten einen Halbkreis. Der schloss sich für mich, obwohl ich nicht im Traum an so etwas gedacht hätte. Neu umarmte meine Taille und blickte auf die Hängematte, dort schlief ein kleines Kind. Sie sagte leise "das ist dein Sohn"...


Werner Röpke war wieder mal speisen

1 - Wir waren zum Mittagessen dort und hatten vorsichtshalber einen Tisch reserviert, das war auch notwendig. Das Chiang Mai in Lauingen im Landkreis Dillingen an der Donau (Bayern) ist offensichtlich sehr beliebt, alle Plätze waren besetzt.

Die Einrichtung ist geschmackvoll, der Empfang freundlich. Die Speisekarte bietet die wichtigsten Thai-Gerichte an und erklärt auf der ersten Seite, wie man typischerweise als Gruppe die Speisen bestellt: nicht jeder für sich, sondern verschiedene Platten für alle gemeinsam. Unsere bestellten Gerichte kamen recht zügig, an der Qualität gab es nichts zu bemängeln.

Besonders hat uns Hoo Mok Thaley gefallen, gedämpfte Meeresfrüchte in einer Art Fischpudding. Leider nicht im Bananenblatt gedämpft sondern in Alufolie, aber geschmacklich sehr gut. Die Preise sind eher im oberen Bereich angesiedelt, was aber angesichts der guten Qualität angemessen ist.

Fazit: Das Chiang Mai ist einen Umweg wert, wenn man in der Gegend ist und gut thailändisch essen möchte.

Chiang Mai Restaurant Lauingen
Donaustr. 25 in 89415 Lauingen
Tel. 09072 - 92 16 64
Mi. - Mo. 11.30 - 14 u. 17.30 - 23 Uhr
Sa. 17.30 - 23.30 Uhr, Di. Ruhetag


2 - Für einen ausführlichen Gastro-Bericht reicht es nicht, dafür müssten wir mehr als eine Nudelsuppe essen. Aber für einen Kurzbericht ist allemal Gelegenheit!

Wir hatten einen Konferenztermin in der thailändischen Botschaft in Berlin, die ist ja schräg gegenüber vom Dokmai Restaurant. Also noch ein wenig Zeit für einen kleinen Imbiß, eine Nudelsuppe bietet sich logischerweise an.

Mein "guten Tag, was gibt es Leckeres zu essen" auf Thai stieß allerdings auf Unverständnis, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Serviererin konnte kein Thai! Die Speisekarte war nur auf Deutsch, also keine Gelegenheit zu einem Schwätzchen wie sonst üblich.

Etwas bange erwarteten wir die bestellten "Guei Thiou", wie lautmalerisch die Nudelsuppen auf der Karte ausgeschildert waren, um angenehm überrascht zu werden. Ganz offensichtlich werkelt in der Küche ein thailändischer Koch oder auch eine Köchin, denn die Suppe war so, wie man sie in jedem Nudelshop in Thailand bekommen würde. Zwar etwas reichlicher als an meinem Lieblingsnudelsuppenstand vor dem 7-Eleven an der Thappraya Rd. Ecke Phra Thamnak in Pattaya, aber in Deutschland sind die Portionen eh größer. Wie auch immer, geschmacklich war die Suppe "wie echt", für die individuelle Verfeinerung steht ja das übliche Gewürz auf dem Tisch. Fazit: Die Unterhaltung mit der Serviererin schmerzlich vermissend werden wir auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit das Dokmai wieder aufsuchen und weitere Gerichte verkosten.

DOKMAI Thai-Restaurant
Muthesiusstr. 38 in 12163 Berlin
Tel. 030-70 09 61 85
Mo. - Do. 10 - 22 Uhr , Fr. 10 - 23 Uhr,
Sa. 12 - 23 Uhr, So. 14 - 20 Uhr



Thai-Deutsche Community+++++

Eine aktuelle Rundschau zum Thema

Diese deutschen Schüler haben thailändischen Waisenkindern beim Englisch geholfen

18 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrer des Düsseldorfer Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben auf eigene Kosten eine Klassenfahrt nach Thailand gemacht. An mehreren Grundschulen in Sing Buri am Mae Nam Chao Phraya, etwa 140 Kilometer nördlich von Bangkok, haben sie örtliche Lehrer für drei Wochen beim Englisch-Unterricht unterstützt. Darauf hatten sie sich zuvor ein Jahr lang vorbereitet und dabei viel über Thailand gelernt. Die Jugendlichen waren überrascht, wie gut die Klassenräume ausgestattet waren, aber wie schlecht die örtlichen Lehrer Englisch sprachen. Sie übten mit den Kindern besonders an der Aussprache. Ein Englisch- und Erdkundelehrer der Schule, Sven Galonska, hatte das Projekt ins Leben gerufen. Vor seinem Studium arbeitete er in einem Reisebüro und war auf der ganzen Welt unterwegs. Ihm geht es vor allem darum, dass seine Schüler mal eine völlig neue Perspektive auf die Welt finden und eine authentische Kultur abseits der Touristenströme erfahren können.

Die deutschen Jugendlichen kehrten dankbar (für die eigenen Bildungschancen und den Wohlstand) und nach eigener Aussage "demütig" von ihrem Hilfseinsatz zurück. "Wir haben jeden Mittag gemeinsam mit den Schulkindern gegessen. Die Kinder wischen den Boden ihres Klassenraumes selber. Nach dem Unterricht bedanken sie sich bei uns Lehrern mit strahlenden Augen", erzählen die Jugendlichen aus dem Rheinland ihrer Heimatzeitung. Als kleine Belohnungen fanden an den unterrichtsfreien Tagen Ausflüge nach Ayutthaya und auf die Golfinsel Koh Samet statt.

Thailändisches Oktoberfest in München

Mit vielen Auszeichnungen und regelmäßigen Magazin- und Fernsehberichten gilt Bua Siam in München als die erfolgreichste Thai Massage-Kette in Deutschland. Die derzeit neun Studios, die Besitzerin Ornpreeya Hoffmann mit Unterstützung ihres Ehemannes Detlef betreibt, sind über das Stadtgebiet verteilt. Insgesamt werden 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, von denen sich aber viele das Jahr über kaum sehen, weil sie in ganz verschiedenen Stadtteilen arbeiten. Da die Besitzerin aber ein Gemeinschaftsgefühl und eine gute Kommunikation zwischen den Mitarbeiterinnen wünscht, veranstaltet sie einmal im Jahr ein Jahrestreffen, zu dem alle Beschäftigten samt Lebenspartnern eingeladen werden.

Der Spaß steht im Vordergrund und man feiert gemeinsam den großen Erfolg und die erreichten Ziele. Aber nebenher lernen sich die Mitarbeiterinnen untereinander besser kennen und tauschen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag aus. In diesem Jahr stand das Jahrestreffen unter dem Motto "Oktoberfest" und alle Gäste kamen in Dirndl oder Lederhose. Nach einer Ansprache von Khun Ornpreeya, in der die Chefin ihrem grossen Bua Siam-Team dankte, gab es ein Buffet und die Musik spielte zum Tanz auf. Noch in der Nacht verbreiteten sich über Facebook unzählige "Gute Laune"-Fotos in der Münchener Thai-Community und vermittelten die Botschaft, dass bei Bua Siam nicht nur hart gearbeitet, sondern auch ziemlich kräftig gefeiert wird. Su Wanyo


Neu in Berlin: Ban Amnat Thai-Spa-Massage

Am 2. Oktober eröffnete in der Residenzstr. 21 in Berlin Reinickendorf die Thai-Spa-Massage Ban Amnat ihre Türen zum ersten Mal. Vormittags hatte Linda (die Betreiberin der Massage) Freunde & Bekannte eingeladen um gemeinsam mit ihnen nach traditioneller Art und Weise die Zeremonien sowie die Segnung der Räumlichkeiten durch die Mönche vom Wat Buddhavihara durchzuführen. Gemeinsam mit ihrem Partner Atilla überreichte Linda die Gaben & Spenden für den Wat Buddhavihara.

Nachmittags war Tag der offenen Tür, um den Gästen und vielen Passanten zu zeigen was eine Thai-Spa-Massage ist und macht. Kurzerhand wurde direkt vor dem Laden der ein oder andere Interessent zur Probe im Hals- und Nackenbereich massiert - was natürlich gern angenommen wurde. Zudem wurde thailändisches Gemüse-Schnitzen gezeigt. In den Räumlichkeiten standen für die Gäste ein reichliches Buffet & Soft Drings bereit. Lindas Gäste bestaunten die mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Thai-Spa-Massage. Vier Massage-Liegen, mit luftigen Stoff-Bahnen sauber abgetrennt, bieten ein harmonisches wohlfühlendes Ambiente, wo der Gast seine Massage Therapie genießen kann. Davon bietet Ban Amnat einiges an: von der Traditionellen Thai-Massage über Kopf-, Gesichts-, Fußreflexzonen- bis zur Öl Aroma Massage. Wir vom FARANG wünschen der frisch gebackenen Chefin und ihrem Team ein gutes Gelingen sowie viele Kunden. Peter Phetkhieo

Ban Amnat Thai-Spa-Massage
Residenzstr. 21 / Ecke Emmentaler Str.
13409 Berlin Reinickensdorf
Tel. 030 /34 09 99 09
Mo. - Sa. 10 - 20 Uhr
Sonntag & Feiertage geschlossen

www.ban-amnat.de


Mitgliederversammlung der Thai Spa Vereinigung in Kassel 2016

Wegen der zentralen und verkehrsgünstigen Lage in Deutschland fand zum wiederholten Male ein Jahrestreffen der Thai Spa Vereinigung im Schlosshotel an der Kasseler Wilhelmshöhe statt. Fast 50 Personen waren schon am Vortag angereist, weil ein interessantes Seminar (Deutscher Rechtsrahmen für die Thai Massage) zusätzlich gelockt hat.

Am Sonntagvormittag war der Saal gut gefüllt, als die Präsidentin Techinee Hubold, Schatzmeister Peter Beer und die (ehrenamtliche) Geschäftsführerin Tim Balter die Mitglieder und Gäste begrüßten. Die Ressorts teilten sich den Jahresbericht auf und so gab es einen breiten Überblick über die umfangreichen Aktivitäten des sich gut entwickelnden Vereins (alleine 30 Neubeitritte in den letzten 12 Monaten). Es wurden auch viele Fragen gestellt und vereinzelt kam Applaus auf. Die Vereinigung hat alleine in diesem Jahr über 500 Thailänderinnen und Thailänder in verschiedensten Seminaren weitergebildet und die Branche gegenüber Medien, Behörden und besonders thailändischen Institutionen sehr gut repräsentiert. Am meisten wurde das fröhliche, kollegiale und fachlich professionelle Zusammenwirken der Mitglieder untereinander gelobt. "Das ist hier keine kühle Berufsvereinigung, das ist auch ein Stück warmherzige Heimat unter Freunden", sagte ein Teilnehmer. Und die als Gast angereiste Präsidentin der Thai Spa Association aus der Schweiz, Chutima Hälg, betonte den starken menschlichen Zusammenhalt als Basis der engen Kooperation zwischen den beiden europäischen Ländern.

Eine wichtige Weichenstellung gelang dem Verein in Personalfragen, die ja in anderen Vereinen häufig ein einziges Trauerspiel sind. In der Thai Spa Vereinigung stehen jedoch viele Mitglieder bereit, um in einer Funktion Verantwortung zu übernehmen, wenn sie darum gebeten werden. So konnte die Präsidentin berichten, dass sie einen geordneten Prozeß ihrer Nachfolgeregelung im kommenden Jahr eingeleitet hat und dass mit Tim Balter (Berlin), Chanuporn Philippen (Aachen) und Suchada Beier (Paderborn) schon mehrere Personen das heutige Team unterstützen, die auch in Zukunft bereit sind, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Rolf Ebeling

Kontakt:
Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V. Info@thai-spa-verband.de

Das Rechtsrahmen-Seminar für Thai Massagen in Kassel und in Berlin

Zwei weitere Male in diesem Jahr hat das von Mario Mensing für die Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V. konzipierte Erfolgsseminar "Rechtsrahmen für die Thai Massage" stattgefunden und insgesamt haben nun über 100 Thailänderinnen und Thailänder deutsche Gesetze und Rechtsverordnungen gebüffelt. Wegen der Erkrankung von Herrn Mensing verstärkten als Referenten der Steuerberater Martinus Veldhuizen (Minden) und als gestandener Management-Praktiker Rolf Ebeling (Lanai Green Spa, Minden) das Seminarteam um Dolmetscherin Suchada Beyer und Organisatorin Tim Balter.

Wieder waren alle Teilnehmer begeistert und haben bestätigt, dass dieses Seminar ein unverzichtbarer Tag für jede Besitzerin einer Thai Massage ist. Mehrere sind aus Begeisterung direkt Mitglieder in der Thai Spa Vereinigung geworden. Es ist keine böse Absicht gegen Gesetze zu verstoßen, aber aus Unwissenheit geschieht es jeden Tag. Vielleicht gelingt es einem auch nach dem Seminar nicht direkt 100% gesetzestreu zu sein. Aber jedenfalls kennt man die Risiken.

Für die Teilnehmerinnen in Berlin war es eine besondere Ehre, dass die Veranstaltung von Herrn Kahnin Boonyasopat, Erster Sekretär der Königlich Thailändischen Botschaft, eröffnet wurde. Die Berliner Jugendherberge Ostkreuz hat sich mit ihrem professionellen und warmherzigen Service, ihrer phantastischen Lage und Verkehrsanbindung und der hochwertigen und ansprechenden Ausstattung für weitere Veranstaltungen der Thai Spa Vereinigung empfohlen.

Das Seminar soll 2017 in mehreren deutschen Städten durchgeführt werden. Interessenten können sich per Email an Seminar_Org@thai-spa-verband.de registrieren lassen und erhalten dann Informationen, sobald Orte und Termine feststehen. Rolf Ebeling

"Allen zu gefallen ist unmöglich"

Interview mit Techinee Hubold, Präsidentin Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V.

FARANG: Unser Glückwunsch zur Wiederwahl als Präsidentin! Sie repräsentieren zweifellos die größte und wichtigste Organisation der Thai Massage in Deutschland, aber trotzdem gehören Ihrem Verein nur weniger als 100 Mitglieder an. Warum sind es bei über 2.000 Thai-Massagen in Deutschland nicht schon mehr?

Techinee Hubold: Es stimmt, dass sich unsere Mitgliederbasis in früheren Jahren zu langsam entwickelt hat und wir haben auch einige Mitglieder durch eine Abspaltung von unserem Verein verloren. Derzeit wachsen wir aber schneller. Wir hoffen, dass sich einige der über 500 Teilnehmer, die alleine in diesem Jahr bei unseren Weiterbildungsveranstaltungen waren, zur Mitgliedschaft entschließen.

Warum sollte man denn Mitglied werden, wenn man auch ohne Mitgliedschaft an Ihren Fortbildungen teilnehmen kann?

Mitglieder bezahlen weniger. Und nur Mitglieder profitieren von dem unbezahlbaren Erfahrungsaustausch untereinander. Aber unser Verein basiert nicht alleine auf einer Kosten-Nutzen-Berechnung, sondern auf dem freundschaftlichen, teils familiären Zusammenhalt der Mitglieder untereinander. Zu unseren Treffen kommen häufig die Lebenspartner, manchmal die ganze Familie mit. Wir arbeiten hart, aber wir kochen und essen danach gemeinsam. So entsteht eine tiefe vertrauensvolle Zusammenarbeit von Menschen, deren Betriebe über ganz Deutschland verteilt sind. Bei uns erlebt man Gemeinschaft und Wir-Gefühl, statt Vereinzelung und Konkurrenzdenken.

Welches sind die großen Herausforderungen für Thai Massagen in Deutschland? Was steht auf der Agenda 2017 der Vereinigung?

Es deutet sich eine Welle von Betriebsaufgaben und -übergaben an. Gerade ist eine thailändische Betreiberin in der Region Kassel zu einer einjährigen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Einer Thai Massage in Essen wurde ein Ordnungsgeld von 50.000 Euro wegen Verstößen gegen das Heilpraktikergesetz auferlegt. Ein Betreiber aus Dortmund erhielt eine mehrjährige Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit bei Steuern und Sozialabgaben. Die Zeit ist vorbei, wo sich viele Thai Massagen unter dem Radar deutscher Behörden durchgemogelt haben. Viele Dumpingpreise sind nur möglich, weil Betreiber ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht kennen. Wir wollen nicht anprangern, sondern helfen. Wir wollen, dass man von einer gut geführten Thai Massage auskömmlich und ehrlich leben kann.

Könnte es sein, dass manche Betreiber sie für diese Aufklärung nicht lieben? Die werden schon mal bestimmt keine Mitglieder!

Allen zu gefallen ist unmöglich. Wir richten uns an die Betreiber, die eine hohe fachliche Qualität bei der Massage und ein solides Management verbinden wollen. Ob groß oder klein ist für uns zum Beispiel kein Kriterium. Wir können nicht auf der Seite derjenigen stehen, die durch schlechte Massagen die Gesundheit von Menschen gefährden oder unsere Branche in Mißkredit bringen.

Aber kommen überhaupt diejenigen zu Ihren Weiterbildungen, die es nötig hätten?

Jeder kann dazu lernen und viele machen einen Fehler nicht aus Bösartigkeit, sondern weil Informationen und Kenntnisse fehlen. Für uns ist nicht wichtig, wie toll einer schon ist, sondern dass wir alle uns gemeinsam verbessern wollen. Der Lernwille und der Wunsch sich zu steigern, sind unter den Betreibern der Thai Massagen sehr stark.

Sie haben jahrelang zusammen mit thailändischen Behörden kostenlose Massagekurse angeboten und immer mehr Masseure ausgebildet. Kritiker sagen, dass Sie damit den Gründungsboom von Thai Massagen noch angeheizt haben.

Ich bin stolz auf unsere thailändischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, wieviel Unternehmungsgeist und Fleiß in ihnen steckt. Ein eigenes Geschäft ist der Traum von vielen von uns. Wir wollen allerdings erreichen, dass nicht so viele Thai Massagen ohne die notwendigen Fachkenntnisse gegründet werden. Manche massieren noch nicht gut genug, manche haben keine Ahnung von Gesetzen und kaufmännischer Betriebsführung. Für viele kommt die Selbständigkeit zu früh. Wenn der Laden einmal auf ist, lassen sie sich in eine Abwärtsspirale der Preise und Qualität reinziehen und sägen dadurch an dem Ast, auf dem sie und andere sitzen. Es schadet der ganzen Branche, wenn die globale Marke "Thai Wellness" entwertet wird.

Danke für das Gespräch. Der FARANG wird die Entwicklung der Thai Massage in Deutschland weiter begleiten und unterstützen.

Das Interview führte im Auftrage des FARANG Rolf Ebeling.


Lohnt sich ein Besuch bei den Langhalsfrauen?

In der vorletzten Ausgabe des FARANG-Magazins las ich den Artikel von SU WANYO über ihren Besuch in einem Dorf der Padaung, die touristisch auch "Longnecks" genannt werden. Das erinnerte mich an meine Motorradtour durch den Norden. Damals entschied ich mich nach eingehenden Erkundigungen das Padaung-Dorf Ban Mai Nai Soi zu besuchen und möchte davon berichten. Viele werden die Langhalsfrauen aus dem Fernsehen, Internet oder aus anderen Quellen kennen. Frauen, die goldene Ringe um den Hals, die Hand- und Fußgelenke tragen. Als ich im Reiseführer davon las, war sofort mein Interesse geweckt, da ich gern diese andersartige Kultur mit eigenen Augen sehen wollte. Gleichzeitig war ich skeptisch, ob die Menschen in diesen Dörfern nicht nur Show sind und im schlimmsten Fall sogar menschenunwürdig behandelt werden. Stories über menschliche "Zoos" gibt es ja einige und solche möchte ich beim besten Willen nicht unterstützen. Dennoch fuhren wir in Thailand in eines der Dörfer, um uns selbst ein Bild davon machen zu können. Gewappnet, sofort wieder umzukehren, falls wir merken, dass es sich tatsächlich um ein zur Schau stellen handelt.

Zunächst einmal möchte ich auf die Frage eingehen, wie diese Dörfer gegründet wurden, denn sie sind alle die neue Bleibe von Flüchtlingen. Das Volk der Langhalsfrauen, das sogenannten Padaung-Karen Volk, wurde Ende der 80er Jahre von der aufständischen Karenni-Armee aus Myanmar hierhergebracht, wo sie nun in einfachen Holzhütten in diesen Dörfern leben. Ihre Kultur der Verlängerung ihrer Hälse mit Messingringen haben einige Frauen beibehalten. Woher genau diese Kultur kommt, dafür gibt es mehrere Theorien. Jedoch lässt sich nicht mehr genau feststellen, welche von diesen nun die korrekte ist. Nichtsdestotrotz halten einige Frauen daran fest, um dieses Erbe ihrer Vorfahren zu bewahren.

Nachdem wir uns in Mae Hong Son aufgrund des schlechten Wetters mit Regenponchos am 7eleven ausgestattet hatten, machten wir uns auf in Richtung des Highways 128, der westlich an Mae Hong Son vorbeiführt. Hier fanden wir die Abzweigung in das Mae Sai Seitental. Vorbei an einer halb zerfallenen alten Holzbrücke, Reisfeldern und Bananenstauden arbeiteten wir uns beeindruckt von der Kulisse weiter ins Tal hinein. Zunächst war der Weg noch einigermaßen gut befahrbar, doch nur wenig später hielt ich skeptisch an und betrachtete besorgt das, was vor mir lag. Durch den vielen Regen in der Nacht zuvor, war der "Weg" eine einzige Schlammlandschaft. Überall waren tiefe Pfützen. Er war sehr ausgewaschen, uneben und glitschige, scharf herausragende Steine komplettierten den Anblick. Oh nein, da soll ich jetzt lang? Aber so kurz vor dem Ziel umzukehren, kam nicht in Frage. Immer wieder glitt das Hinterrad auf dem Schlamm und dem unebenen Untergrund weg. Ich war schließlich mit einer Sportmaschine mit glatter Straßenbereifung unterwegs. Der Weg wurde bis zum Ziel nicht besser und so kamen wir erst nach einer gefühlten Ewigkeit am Eingang des Dorfes der Langhalsfrauen an. Endlich da! Wir stellten unsere Maschinen ab und begaben uns auf ins Unbekannte.

Am Eingang des Dorfes begrüßte uns ein Informationsschild, welches Erklärungen über die hier lebenden Menschen parat hielt. Zudem wurde um eine Spende gebeten, dem wir sofort nachkamen. Anschließend begaben wir uns langsam in Richtung der Hütten. Was würde uns erwarten? Wir hatten keine Ahnung und ließen uns überraschen. In den ersten Hütten waren Verkaufsstände aufgebaut, in denen Frauen ihre selbstgefertigte Ware anboten. Die Frauen waren traditionell mit den Messingringen um den Hals sowie an Armen und Beinen geschmückt. So sah nun also eine Langhalsfrau in der Realität aus. Unfassbar tagtäglich solche Ringe um den Hals zu tragen. Wir schritten langsam an den wenigen Verkaufsständen vorbei.

Zum Glück waren es nur 2-3, das ließ sofort darauf schließen, dass wir hier keinen menschlichen Zoo zu erwarten hatten, puh. Bedachtsam gingen wir an den ersten Hütten vorbei und drangen tiefer in das Dorf ein. Eine kleine Holzbrücke führte uns über einen Bach auf einen kleinen Platz, an dessen Rand weitere Holzunterkünfte erbaut waren. Die Hütten waren sehr einfach gehalten. Bretter und Bambus bildeten das Gerüst und die Wände. Bedeckt wurde das Ganze durch ein Dach aus Blättern. Kaum vorzustellen, wie es sich wohl in solch einer Hütte haust, ohne Strom, fließend Wasser und Heizung. Zwischen den Häusern gackerten Hühner herum und ein paar Kinder beäugten uns interessiert, als wir den Platz betraten. Ansonsten war das Dorf leer und ruhig. Kein einziger anderer Tourist war hier anzutreffen und auch die Dorfbewohner schienen gerade beschäftigt zu sein. Respektvoll erkundeten wir weiter das Dorf. Am Ende des Dorfes erspähten wir ein Gebäude, was größer als die anderen war. Als wir uns diesem näherten, stellten wir fest, dass es die Schule sein muss. Die Kinder hatten gerade Pause und rannten vergnügt auf dem davor befindlichen Platz umher. Einige spielten lachend Fußball, zum Teil barfuß, andere spielten "Fußballtennis" - über ein Netz wurde ein Ball aus Bambus gespielt. Wir stellten uns an den Rand des Platzes und sahen uns das Treiben amüsiert und interessiert an. Es war beeindruckend die Kinder so lachend zu sehen und prompt kam in mir der Gedanke auf, wieviel wir doch von ihnen lernen können. Obwohl sie sehr einfach leben, wirken sie glücklich. Sollte uns das als verwöhnte Europäer nicht zu denken geben? Nicht das erste Mal auf der Motorradtour, dass mir das in den Kopf schoss. Die Kinder beim Fußballtennis beäugten uns immer wieder interessiert und so kam es, dass wir uns nach einiger Zeit zu ihnen auf das Spielfeld gesellten. Hast du jemals mit Einwohnern aus einer fremden Kultur mitten in den Bergen Thailands Fußballtennis gespielt? Ich kann dir sagen, es ist sehr ergreifend. Obwohl keiner den anderen verstand, kommunizierten wir mit Händen und Füßen. Es wurde gemeinsam gelacht und jeder versuchte zu zeigen, was er kann oder auch nicht kann. Diesen Moment kann ich kaum in Worte fassen. Doch ich werde ihn nie vergessen. Er hat mich zu tiefst berührt - dieses gemeinsame Miteinander, obwohl unsere Kulturen doch so verschieden sind.

Nach einiger Zeit verließen wir die Kids und kehrten zu unseren Maschinen zurück. Es war mittlerweile bereits Mittag und wir mussten ja auch noch den abenteuerlichen Schlammweg zurück zur Straße sowie die restlichen 80 km Tagesstrecke fahren. Sabine Schmidt

Über die Autorin

Bine (Sabine Schmidt) aus Dresden schreibt und fotografiert für ihren eigenen Internet-Reiseblog "easygoing. guide". Ihre Reisen dienen nicht alleine der Erkundung ferner Länder, sondern auch des Inneren ihres Selbst und ihrer Weiterentwicklung als Persönlichkeit. Im Winter 2016 war sie in Thailand unterwegs und hat auf ihrem Blog darüber berichtet.


Tambun in Nong Thaimassage

In der Nong Thaimassage in der Berliner Mussehlstr. 25 (Tempelhof, nahe Platz der Luftbrücke) fand am Dienstag, den 4. Oktober, ein Tambun statt. Anlässlich ihres Geburtstages und dem 5-jährigen Bestehens wurden alle Bekannten und Freunde geladen. Auch hier waren die Mönche vom Wat Buddhavihara anwesend um gemeinsam die Zeremonien mit den Anwesenden abzuhalten. Nach dem offiziellen Teil feierte die Belegschaft der Nong Thaimassage noch mit ihren Gästen bei reichlich gutem Thai-Food und dem ein oder anderen Gläschen. Mit dabei waren Dimmy, Yad Juwelier, Fa, Thong, Ut und Tommy.

Von uns die besten Wünsche und täglich eine Handvoll Kunden oder auch ein paar mehr. Wir sagen auch danke an unseren langjähigen Anzeigen-Kunden! Euer Peter Phetkhieo


Trauer in Thailand

Hotels und Bangkok Airways senken Preise für Trauernde

14 Hotels an der Khao San Road bieten Trauernden aus den Provinzen erheblich reduzierte Zimmerpreise an, und Bangkok Airways hat für Thais, die dem im Großen Palast aufgebahrten König die Ehre erweisen wollen, die Ticketpreis gesenkt. Hotels im Bereich der Khao San Road berechnen für eine Nacht ab 490 Baht. Der Discount soll bis Ende November gelten. Die Stadtverwaltung stellt zwar kostenlose Unterkünfte zur Verfügung, doch diese reichen bei weitem nicht aus für die aus allen Landesteilen nach Bangkok kommenden Frauen und Männer. Im Großen Palast wird weiterhin mit einem großen Andrang trauernder Menschen gerechnet. Bei Bangkok Airways kostet das Ticket für einen Hin- und Rückflug 890 Baht netto. Der Preis gilt bei Buchungen bis zum 26. November, der Flug muss bis zum 2. Dezember angetreten werden. Zwei Preisbeispiele: Das Ticket Chiang Mai-Bangkok kostet brutto 1.090 Baht, für die Strecke Koh Samui-Bangkok 1.290 Baht.

Provider sollen soziale Netzwerke überwachen

Die für Rundfunk und Telekommunikation zuständige Behörde NBTC hat an die Internet-Provider und Internet-Nutzer appelliert, unangemessene Kommentare und Informationen zum Tode des Königs umgehend zu melden. NBTC hat in der Vergangenheit mehrfach auf Anweisung der Militärregierung Hinweise und Berichte im Internet gelöscht und hofft bei den Providern auf Verständnis. AIS, DTAC und TrueMove sollen rund um die Uhr die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Line überwachen. Anderenfalls droht ihnen eine harte Bestrafung. Die NBTC hat eine Grafik mit hilfreichen Anweisungen veröffentlicht. Vor wochen war es mehrfach zu Straßenprotesten von Bürgern gekommen, weil im Internet anlässlich des Todes des Königs anstößige Bemerkungen erschienen waren. Gegen mehrere Menschen wird wegen Majestätsbeleidigung ermittelt.

Kostenlose schwarze T-Shirts für Einkommensschwache

Staatliche Banken geben acht Millionen schwarze T-Shirt kostenlos ab. Laut Staatssekretär im Finanzministerium Somchai Sujjapongse gehen die Hemden an registrierte einkommensschwache Frauen und Männer. Auch diese Menschen sollen sich während der Trauerperiode um den verstorbenen König entsprechend kleiden können - obwohl die Regierung schwarze Bekleidung nicht zur Pflicht gemacht hat. Die Herstellung der T-Shirts kostet 50 Baht, die Banken wollen 400 Mio. Baht bereitstellen. Weil in zahlreichen Geschäften schwarze Bekleidung ausgegangen ist, hat das Handelsministerium an die Fabrikbesitzer appelliert, die Lagerbestände zu räumen und die Produktion zu erhöhen.

Taxifahrer betrügen trauernde Menschen

In den sozialen Netzwerken häufen sich Klagen über geldgierige Taxifahrer, die von um den verstorbenen König trauernden, in Schwarz gekleideten Frauen und Männern bei Stadtfahrten überhöhte Preise verlangen. Auf Facebook, Twitter und Line erscheinen Berichte, dass Taxifahrer ihren Taxameter nicht anstellen und so ihre Fahrgäste über den Tisch ziehen. Internet-Nutzer sind empört, dass Taxifahrer die Trauerfeierlichkeiten nutzen, um an höhere Einnahmen zu kommen. Die Straßenverkehrsbehörde ruft Fahrgäste auf, ihr über die Hotline 1584 betrügerische Taxifahrer mit der Angabe des Fahrzeugkennzeichens zu melden. Melden sollen Thais auch Geschäfte, die jetzt für schwarze Bekleidung überhöhte Preise verlangen. Auf den Märkten und vor den Geschäften hatten sich Ende Oktober Schlangen gebildet. Indessen hängen vor zahlreichen Geschäften bereits Schilder mit: Ausverkauft!

Kostenfreie Unterkunft

Für trauernde Menschen aus weit entfernten Provinzen, die zu den Zeremonien nach Bangkok reisen, stellt die Stadtverwaltung das Thailändisch-Japanische Jugendzentrum in Din Daeng und das Ban Imjai im Mansrigebäude des städtischen Wasserwerks als Unterkunft zur Verfügung. Dort können bis zu 620 Personen aufgenommen werden. Auch hat die Stadt auf dem Platz Sanam Luang Zelte aufgestellt.

Radio und TV senden ab 19. November wieder normal

Die 30-tägige Trauerzeit um den verstorbenen König endet am 18. November um Mitternacht. Ab 19. November können die Radio- und Fernsehstationen unter Auflagen zu einem normalen Programm zurückkehren. Nach dem Tod des Monarchen waren die staatlichen und weiteren Rundfunk- und TV-Sender gleichgeschaltet worden. Seither senden sie ausschließlich Berichte ohne jegliche Werbung über das Leben des Königs und über die königlichen Zeremonien in der Thronhalle Dusit Maha Prasat, in der der König aufgebahrt ist. Zu den Programmeinschränkungen ab 19. November zählen: keine kritischen News oder Berichterstattungen, die die Gesellschaft entzweien könnten. Vielmehr sollen Berichte zur Entwicklung des Landes und zur Lebensqualität der Bevölkerung beitragen. Ab 19. November ist wieder Werbung erlaubt. Es dürfen Dokumentationen über den König von Sponsoren gesendet werden, aber nur zum Ende des Berichts darf das Logo des Sponsors in angemessener Größe und Farbe gezeigt werden. Das gilt auch für Werbung in den normalen Programmen.

500 Km-Fußweg: Deutscher will König Ehre erweisen

Ein Deutscher hat vor kurzem seinen 500 Kilometer langen Fußweg vom Nordosten des Landes nach Bangkok begonnen, um dort dem verstorbenen König die letzte Ehre zu erweisen. Der 58-Jährige wurde in Yasothon vom Gouverneur Buntham Lertsukheekasem verabschiedet. Dieser gab dem Deutschen ein schwarzes Hemd mit auf den Weg. Hartmut Beren zieht einen Karren, in dem ein Zelt, Bekleidung und Hygieneartikel untergebracht sind. Denn auf der Reise in die Hauptstadt will der Deutsche im Zelt übernachten. Er hofft, in 30 Tagen den Großen Palast zu erreichen, in dem Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej aufgebahrt ist. Dort will Hartmut Beren sich in das Kondolenzbuch eintragen. Nach dem Motiv für die beschwerliche Reise gefragt, sagte der Deutsche: Er habe den König bewundert, der Verlust schmerze ihn sehr, berichtet "Sanook". Der Ingenieur hatte vor 16 Jahren seine damalige thailändische Freundin Nit in Phuket geheiratet. Erst lebte das Paar in Deutschland, vor zwei Jahren baute es im Bezirk Khan Dai Yai der Provinz Yasothon ein Haus, in Nits Heimatdorf Ban Kham Hi.

Feierverbot: Was hat auf, was zu, was ist verboten?

In Folge des Todes des Vaters der Nation, König Bhumibol Adulyadej, hat die Regierung für 30 Tage ein Verbot für Feiern und Festlichkeiten angeordnet.
Das hat zur Folge, dass die meisten Veranstaltungen am Folge-Wochenende abgesagt wurden. Einige Veranstaltungsorte haben angekündigt, vorübergehend zu schließen, entweder für einige Tage, das gesamte Wochenende oder bis auf weiteres. Andere bleiben wie gewohnt offen, nur Sonderveranstaltungen werden abgesagt.
Was bedeutet das für Urlauber und Residenten in Thailand? Welche Lokalitäten haben geöffnet, welche geschlossen? Was darf man, was nicht? Die Redaktion fasst nachfolgend zusammen, mit was in den nächsten Wochen gerechnet werden muss. Natürlich können weitere Änderungen hinzukommen.
Alkohol: Der Verkauf von Alkohol ist laut Samarn Futrakul vom Alcohol Control Board in den zulässigen Zeiten (11-14 u. 17.00 bis Mitternacht) gestattet.

Restaurants und Cafés: Die meisten Restaurants und Cafés haben wie gewohnt geöffnet, doch den Gästen wird empfohlen, vorher telefonisch nachzufragen.

Kinos: Die meisten Kinos haben normal geöffnet, einige Ketten hatten jedoch am Freitag geschlossen. Infos dazu findet man auf den Webseiten der Kinos.

Diskotheken und Nachtclubs: Auch hier empfiehlt es sich, sich auf den Webseiten und auf sozialen Netzwerken bei den jeweiligen Nachtclubs zu informieren. Während in Bangkok populäre Clubs wie Beam, Demo, Levels und Whiteline angekündigt haben, bis auf weiteres zu schließen, haben andere geöffnet.

Bars: Bars wird gestattet, regulär zu öffnen, um 1 Uhr müssen sie jedoch laut Thanakorn Kuptajit geschlossen werden. Verboten ist hingegen das Ausrichten von Partys.

Fernsehen: Das Fernsehprogramm unterliegt einer strengen Regulierung. Nicht gezeigt werden dürfen Unterhaltungsformate jeglicher Art. So hat z.B. Channel 3 bekanntgegeben, in den nächsten Tagen keine Serien oder Seifenopern auszustrahlen. Björn Jahner

In Sukhothai: Keine Shows zu Loy Krathong

Die traditionellen Kerzen- und Lichtshows zu Loy Krathong fallen in diesem Jahr im Historischen Park Sukhothai aus. Sie waren für den 10. bis 14. November geplant. Das Festival Yi Peng findet in Chiang Mai doch noch statt. Laut dem Gouverneur von Sukhothai wurden die Shows wegen der Staatstrauer nach dem Tod des Königs abgesagt. Er ruft aber die Bevölkerung auf, die Tradition zu bewahren und das Lichterfest wie in jedem Jahr zu zelebrieren, aber in stiller Weise. Loy Krathong geht zurück in das 12. Jahrhundert zur Zeit der Könige Sukhothais.
Zuvor hatte Chiang Mais Gouverneur das Yi-Peng-Fest zu Loy Krathong abgesagt. Jetzt findet es doch statt, aber ohne Feuerwerk, Schönheitswettbewerbe und Konzerte. Für die traditionellen Veranstaltungen haben sich die Tourismusorganisationen stark gemacht. Thais und Ausländer können also ihre Krathongs ins Wasser setzen, geplant ist ein Krathong-Wettbewerb, zudem werden Stadt und Tempel geschmückt. Die Lanna-Laternen müssen in diesem Jahr aus weißem oder grauem Papier gefertigt werden.

Steven Segal erweist dem König die Ehre

Hollywood-Schauspieler Steven Segal stattete Premierminister Prayut Chan-ocha einen Höflichkeitsbesuch in dessen Amtsräumen ab. Anlässlich seines Thailandaufenthaltes ließ es sich der Star zahlloser Actionfilme nicht nehmen, dem kürzlich verstorbenen thailändischen König, Bhumibol Adulyadej, seine höchste Anerkennung und Verehrung zu zollen. Segal erklärte, er fühle sich mit Thailand stark verbunden und spüre tiefe Trauer und Bestürzung über den Tod Seiner Majestät des Königs, den er stets als großartigen Monarchen und Wohltäter des thailändischen Volkes betrachtet habe. Nach seinem Besuch teilte Steven Segal, der bereits viele Male in Thailand zu Gast war, den versammelten Journalisten mit, dass er im nächsten Jahr einen weiteren Actionfilm in Thailand produzieren wolle. Thailand, mit seiner überaus reichen Kultur, werde für sein neuestes Projekt eine beeindruckende Kulisse liefern, schwärmte der Filmstar.

Zu Fuß durchs Land zu Ehren des Königs

Zu Ehren Seiner Majestät, König Bhumibol Adulyadej, wandert ein Mann aus der Nordprovinz Phitsanulok seit 6 Monaten durch das ganze Land, mit dem Ziel, alle 76 thailändischen Provinzen zu Fuß durchquert zu haben. Das Ziel seiner Reise stellt der Königspalast in Bangkok dar, wo er am 5. Dezember, dem Geburtstag des verstorbenen Monarchen, eintreffen will. Am 17. Oktober erreichte Chuthipong Saetan (24), die Südprovinz Krabi, wo er von Einheimischen mit Respekt empfangen wurde. Die Nachricht über den Tod des Monarchen war für ihn ein Schock. Der "Phuket Gazette" erzählte er unter Tränen: "Ich war sehr durcheinander, als ich hörte, dass der König gestorben war. Mir fehlen die Worte. Eigentlich war das Ziel meiner Reise, den König zu ehren und für ihn am Vatertag am 5. Dezember zu beten. All das hat sich jetzt geändert. Wenn ich Bangkok erreiche, werde ich stattdessen trauern." Chuthipong betonte, dass er während seiner gesamten Reise immer wieder von beherzten Menschen unterstützt wurde und großen Zuspruch erhielt: "Ich habe mir selbst versprochen, dass ich stets ein guter Mensch sein werde, der die Lehre des Königs befolgt."


News aus Thailand

Verschuldung der Haushalte keine Gefahr für Stabilität
Die privaten Haushalte haben sich weiter verschuldet. Ende Juni betrugen die ausstehenden Kredite 11,2 Billionen Baht, im Jahresvergleich ein Plus von 4,3%. Allerdings machten die Schulden Ende des 2. Quartals nur noch 81,3% des Bruttoinlandsproduktes aus, gegenüber 81,5% im 1. Vierteljahr und 82% in 2015. Die Staatsbank glaubt nicht, dass die hohe Verschuldung der Familien die Stabilität der Wirtschaft gefährdet, auch wenn die Kredite im kommenden Jahr nicht geringer ausfallen werden. Die Menschen würden in diesem und nächsten Jahr mehr verdienen und sich wegen der hohen Kredite bei teuren Anschaffungen zurückhalten, und die Finanzinstitute würden bei der Vergabe weiterer Kredite Vorsicht walten lassen.

Mautsystem einheitlicht
Gute Nachricht für Autofahrer. Ab dem ersten November wird das Mautsystem auf den Autobahnen und Schnellstrassen im Großraum Bangkok und den umgebenden Provinzen vereinheitlicht. Inhaber eines Easy Pass oder M Pass brauchen dann fortan nur noch eine der beiden Karten bei sich zu führen, um die Mautgebühr in den ausgewiesenen Schnellspuren elektronisch abbuchen zu lassen. Die "Eine-Karte-für-alle-Autobahnen-Regelung" gilt auf dem Expressway, Motorway und auf der Ringroad. Bisher nutzen 600.000 Autofahrer täglich den Easy Pass, bzw. 38% aller Autofahrer auf den Expressways. Das elektronische Mautsystem ermöglicht es, an den Mautstellen ausgeschilderte Schnellspuren ohne zu bezahlen und anzuhalten zu passieren. Beim Durchfahren wird von einem an der Windschutzscheibe befestigten Zählgerät die Gebühr automatisch erhoben. Lästig gestaltete sich bisher der Umstand, dass man beim Wechseln der Autobahnen auch die Karte, Easy Pass oder M Pass, wechseln musste. Durch die Vereinheitlichung der Maut entfällt diese Unannehmlichkeit. Björn Jahner

Der Premier für den Elefantenschutz
Premierminister Prayuth Chan-o-cha erließ gemäß des Artikels 44 der Übergangsverfassung, der ihm absolute Macht gewährt, ein neues Gesetz, das Elefantenbesitzer dazu verpflichtet, die Herkunft ihrer Tiere zu beweisen. Zudem müssen die Dickhäuter innerhalb eines Jahres einem DNA- und Bluttests unterzogen werden, um ihre Abstammung in Erfahrung zu bringen. Elefanten von Besitzern, die der Aufforderung nicht Folge leisten, sollen vom Staat beschlagnahmt werden. Tierschützer begrüßen die Ausstellung der neuen Identitätsdokumente durch die Überprüfung der DNA, da damit ein gesetzliches Schlupfloch gestopft wird, das lange Zeit die illegale Jagd auf wilde Elefanten begünstigt hat. So wurden immer wieder ausgewachsene Elefanten grausam getötet, um ihren schutzlosen Nachwuchs zu fangen und an Elefantenparks zu verkaufen. Björn Jahner

Thais bewegen sich zumeist zu wenig
Thais bewegen sich den Großteil des Tages nicht. So lautet das Ergebnis einer Studie des Instituts für Bevölkerung und Sozialforschung der Mahidol-Universität. "Ungeachtet dessen, dass sie wach sind, sind sie körperlich nicht aktiv. Sie verbringen den Tag damit im Auto, am Schreibtisch oder im Konferenzzimmer zu sitzen. Beim Fernsehschauen oder beim Checken des Smartphones liegen sie meistens", so Dr. Wachira Pengjuntr, Generaldirektor des Gesundheitsamtes. Der Gesundheitsexperte warnt, dass zu wenig Bewegung negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel und den Blutzuckerspiegel hat, was zu Herzbeschwerden und Gehirnschäden führen kann. Björn Jahner

Autobahnbau Cha-am nach Nakhon Pathom
Das Ausschreibeverfahren für den Bau der 120 Km langen Autobahn zwischen Cha-am in der Provinz Phetchaburi und der Provinz Nakhon Pathom, ca. 50 Km westlich von Bangkok, soll im kommenden Jahr erfolgen, hat das Transportministerium bekannt gegeben. Das 80-Milliarden-Baht-Straßenbauprojekt ist Teil des Aktionsplanes 2017 des Highway Departments, der auch Straßenbauprojekte in den östlichen und nordöstlichen Wirtschaftsräumen des Landes, von Bangkok über Rayong nach Aranyaprathet und von Laem Chabang über Prachin Buri nach Nakhon Ratchasima, umfasst. Ziel ist, Thailand zum Transport-Hub der Asean-Region zu entwickeln und die Anbindung in die Nachbarländer zu optimieren. Natürlich werden auch Urlauber und Residenten in Hua Hin und Phetchaburi von der verbesserten Anbindung zur Hauptstadt profitieren.

Unternehmensfreundlich
Beim Doing-Business-Ranking der Weltbank für 2017 steht Thailand auf Rang 46. Im Vorjahr war es der 49. Platz gewesen. Aber inzwischen haben sich die 11 Kriterien zur Unternehmensfreundlichkeit eines Landes ein wenig verändert, so dass das Königreich danach auch im Vorjahr den 46. Rang eingenommen hätte. Untersucht wurden 185 Länder. Im Bericht der Weltbank werden für Thailand ausdrücklich die Reformen in den Bereichen Start eines Geschäftes, Kreditvergabe und Insolvenzrecht gelobt.

Die Exporte legten wieder einmal zu
Im September legten die Exporte im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf 19,5 Milliarden US-Dollar zu. Das war die höchste Steigerung seit zwei Jahren. Das Handelsministerium ist zuversichtlich, dass es für 2016 bei den Ausfuhren ein leichtes Plus gibt. Bei den Importen gab es ebenfalls einen Zuwachs um 5,6 Prozent auf 16,91 Milliarden Dollar. Das bedeutet einen Handelsüberschuss von 2,54 Milliarden Dollar.

Verkehrstote: Thailand in Asien mit Abstand auf Rang eins
Eine erschreckende Bilanz: Mit der Zahl seiner Verkehrstoten nimmt Thailand in Asien mit großem Abstand den ersten Platz ein. Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO starben im Jahr 2013 auf den Straßen des Königreichs rund 24.000 Kinder, Frauen und Männer, das sind 36,2 Todesopfer auf 100.000 Menschen. Thailändische Behörden hingegen geben die Zahl der Verkehrstoten im Jahr lediglich mit 14.000 an. Hinter Thailand folgt Vietnam mit 24,5 Toten auf 100.000 Einwohner, dann Malaysia mit 24, Myanmar mit 20,3, Kambodscha mit 17,4 und Indonesien mit 15,3. Am Ende der Liste stehen Japan mit 4,7 und Singapur mit nur 3,6 Toten. Weltweit liegt Thailand hinter Libyen (71,4) auf dem zweiten Rang. Die Zahl der Verkehrstoten weltweit gibt die WHO mit im Jahr 1,25 Millionen an. 20 bis 50 Millionen Menschen werden teils schwer verletzt. Und 59% aller Verkehrstoten sind im Alter zwischen 15 und 44 Jahren.

Breitband-Internet-Zugang für 4.000 Dörfer
In Absprache mit dem stellv. Ministerpräsidenten ACM Prajin Juntong will die für die Telekommunikation zuständige Behörde NBTC 3.920 Dörfer mit einem Breitband-Internetzugang versorgen. Die Investition wird mit 11,5 Milliarden Baht angegeben. Gleichzeitig sollen alle Schulen Computer und einen Zugang zum Internet erhalten. Landesweit gibt es 74.987 Dörfer, davon sind 30.635 bereits an das Breitband-Internet angeschlossen. Die NBT wird jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Danach sollen die Arbeiten vergeben und von Telekombetreibern zügig beendet werden.

Telefonzellen mit Wifi und Defibrillator
Die staatliche Telefongesellschaft (TOT) plant, den Großteil ihrer Telefonzellen in Bangkok einem zeitgemäßen Facelift zu unterziehen. Statt mit einem Münzfernsprecher sollen sie mit Wifi-Internet und einem Automaten ausgestattet werden, an dem man sein Handyguthaben aufladen kann. An 300 Telefonzellen sollen zudem Defibrillatoren installiert werden, die bei einem Herzinfarkt Leben retten können. Dafür kooperiert die TOT mit dem Nationalen Institut für Notfallmedizin, um das sogenannte Projekt "Telephone booth helps life" realisieren zu können. Derzeit sind Telefonzellen in der Hauptstadt zwar noch in Betrieb, werden aber kaum mehr benutzt. Wurden vor 10 Jahren noch mit einer einzelnen Telefonzelle 10.000 Baht pro Monat erwirtschaftet, sind es heutzutage lediglich 200 Baht. TOT betreibt landesweit 120.000 Telefonzellen, 20.000 davon in Bangkok. Björn Jahner

Zigarettenkauf künftig erst ab 20 Jahren
Das Übergangsparlament hat die Altersgrenze beim Kauf von Tabakwaren mit 20 Jahren neu festgesetzt. Derzeit können Zigaretten an Frauen und Männer ab dem 18. Lebensjahr abgegeben werden. Weiterhin wurde der Tabakindustrie jegliche Werbung untersagt. Zudem wurde die Defination für Tabakwaren neu festgesetzt: Neben Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak und Kautabak sind es elektrische Zigaretten (E-Zigaretten) und Wasserpfeifen (Shisha oder auch Barakoo). Die neuen Regelungen gelten nach dem Inkrafttreten auch für Ausländer.

Sein dritter Song
Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat seinen dritten patriotischen Song veröffentlicht. Mit "Hoffnung und Glaube" appelliert er an Geist und Moral der Thais, zusammenzustehen, alle Hindernisse zu überwinden und die Einheit der Nation wiederherzustellen. Der Premier hatte bereits zwei Lieder geschrieben, nach dem Putsch im Mai 2014 ("Returning Happiness to the People") und später "Because You Are Thailand".

Erdgasbusse mit Wifi
Zum Jahresende erweitert die staatliche Bangkok Mass Transit Authority (BMTA) ihren in die Jahre gekommenen Fuhrpark um 489 Erdgasbusse. Die modernen Niederflurbusse sind behindertengerecht ausgestattet und verfügen über Wifi-Internet, GPS und ein CCTV-Kamerasystem, mit dem das Benehmen der Fahrgäste, Kontrolleure und Busfahrer überwacht wird. Für Rollstuhlfahrer werden spezielle Sitzplätze bereitgehalten. Die BMTA hat angekündigt, für die neuen Busse ein E-Ticketsystem einzuführen, mit dem die Passagiere auch andere Nahverkehrsmittel nutzen können, ohne eine weitere Fahrkarte kaufen zu müssen. Die Fahrzeuge sollen spätestens Anfang Januar in Betrieb gehen. Der Fahrpreis beträgt 12 bis 24 Baht. Björn Jahner

Nationalpark-Bauten werden überprüft
Das Königliche Forstamt hat angekündigt, knapp 2.000 Resorts und Privathäuser zu überprüfen, die in Nationalparks errichtet wurden. Der Vorwurf lautet illegale Landinbesitznahme. Bis Ende November gibt man den Besitzern Zeit, offenzulegen, ob sie ihre Grundstücke legal erworben haben, bzw., ob sie gültige Landbesitzurkunden vorweisen können. Wenn nicht, werden die Gebäude abgerissen. Bereits überprüft wurden 476 Resort- und Hausbesitzer. Laut einer Studie der Behörde wurden 1.958 Resorts und Häuser in Nationalparks in 4 Regionen des Landes errichtet: 1.025 im Norden, 229 in der Zentralebene, 400 im Nordosten und 304 im Süden. Behördenleiter Chonlatid Suraswadi folgend wurden bereits gegen 94 Besitzer rechtliche Schritte mit dem Vorwurf der illegalen Landinbesitznahme eingeleitet. Sie hatten ihre Bauten in ökologisch empfindlichen Gebieten errichtet, u.a. in Niederschlagsgebieten, die der Wasserversorgung dienen. Davon befinden sich 26 in der Provinz Chiang Mai, 3 in der Provinz Chiang Rai, eines in der Provinz Nan, 12 in der Provinz Nakhon Sawan, 10 in der Provinz Phetchabun, eins in der Provinz Phang Nga und 10 in der Provinz Rayong. Bisher konnte das Königliche Forstamt insgesamt 103.124 Rai illegal besiedeltes Land zurückgewinnen. Der Schaden beträgt 9,2 Milliarden Baht. Björn Jahner

Frischwasserförderung
Das Bewässerungsamt Chiang Mai hat ein Millionenprojekt in Auftrag gegeben, um den Staudamm Mae Kuang Udomthara mit mehr Wasser zu versorgen.
Nach Aussage der Behörde liegt der jährliche Wasserverbrauch in Chiang Mai und Lamphun bei 127 Millionen Kubikmeter. Es wird damit gerechnet, dass der Verbrauch in 20 Jahren auf 173 Millionen Kubikmeter steigen wird, weshalb das Hauptwasserreservoir der Region mehr Kanäle benötigt, um sein Volumen zu erhöhen. In Auftrag gegeben wurde der Bau eines Tunnelsystems, mit dem Wasser vom Mae-Taeng-Damm in den Mae-Ngat-Damm und von dort schließlich weiter in den Mae-Kuang-Udomthara-Damm geleitet werden soll. Das Projekt soll bis zum Jahr 2021 abgeschlossen werden.
Björn Jahner


Reise-Tipps für Thailand

Bangkok - Auckland
Emirates verbindet ab dem 30. Oktober Bangkok mit Auckland in Neuseeland.
Flug EK418 startet am Suvarnabhumi Airport in Bangkok um 19.30 Uhr und erreicht Auckland nach einem kurzen Zwischenstopp in Sydney um 15.55 Uhr Ortszeit des Folgetags. Der Rückflug EK419 startet in Auckland um 16.30 Uhr Ortszeit und erreicht nach einem kurzen Zwischenstopp in Sydney die thailändische Hauptstadt um 01.10 Uhr des Folgetages. Auf der Route wird ein Airbus A380 eingesetzt. Mit der neuen Bangkok-Auckland-Route werden die Flüge zwischen Bangkok und Christchurch ersetzt, die zuvor mit einer Boeing 777-300ER durchgeführt wurden.

Sitzplatzreservierung
Seit 3. Oktober bietet die Fluggesellschaft Emirates Frühbuchern an, gegen eine Gebühr eine Sitzplatzreservierung in der Economy-Class vorzunehmen. Die kostenpflichtige Servicedienstleistung wird für die Ticketklassen Special und Saver angeboten. Die Gebühr richtet sich nach der Länge der Flugstrecke. Für einen Flug von Deutschland nach Dubai werden z.B. 25 Euro erhoben. Die Gebühr ist nicht zwingend, lediglich, wer einen bestimmten Sitzplatz für längere Zeit im Voraus reservieren möchte, muss diese begleichen. Natürlich können die Fluggäste ihren Sitzplatz auch weiterhin kostenlos per Online-Check-in 48 Stunden vor Flugantritt reservieren. Doch besteht die Gefahr, dass der gewünschte Sitzplatz dann bereits vergeben ist, da ihn zuvor ein anderer kostenpflichtig reserviert hat.

Phuket-Siem Reap mit Thai AirAsia
Ab dem 7. November verbindet Thai AirAsia Phuket im Süden Thailands mit Siem Reap in Kambodscha. Die Stadt liegt fünf Kilometer südlich der weltbekannten Tempelanlagen von Angkor Wat. Flug FD630 startet am internationalen Flughafen in Phuket um 06.20 Uhr und erreicht Siem Reap um 07.45 Uhr. Zurück geht es um 08.40 Uhr mit Flug FD631, Phuket ist um 10.05 Uhr erreicht. Infos: www.airasia.com

THAI fliegt nach Teheran
Thai Airways International (THAI) verbindet neu viermal pro Woche Bangkok mit Teheran, der Hauptstadt Irans. Die Verbindung wird je dienstags, donnerstags, samstags und sonntags angeboten. Am Suvarnabhumi International Airport in Bangkok startet der Flieger derzeit um 15.30 Uhr, zurück geht es ab der iranischen Hauptstadt um 21 Uhr Ortszeit.
Ab Ende des Monats soll die Abflugszeit in Bangkok jedoch auf 15.10 Uhr geändert und der Rückflug ab Teheran auf 20.45 Uhr vorverlegt werden. Die Strecke wird mit einer Boeing 777-200 bedient. Infos: www.thaiairways.com

Bangkok-Chiang Mai mit Thai Vietjet Air
Thai Vietjet Air, eine Tochtergesellschaft von Vietjet Air, fliegt neu zweimal täglich auf der Strecke zwischen Bangkok und Chiang Mai. Flug VZ100 startet am Suvarnabhumi Aiport um 06.10 Uhr, Flug VZ102 um 19.10 Uhr. Zurück geht es ab Chiang Mai mit Flug VZ101 um 08.00 Uhr und Flug VZ103 um 21.20 Uhr. Die Flugzeit in beide Richtungen beträgt eine Stunde und 20 Minuten. Infos: www.vietjetair.com

Wat Phra Kaeo und Königspalast bis auf weiteres geschlossen
Die Staatliche Tourismusbehörde (TAT) hat in einer Stellungnahme ausländische Touristen informiert, dass das Wat Phra Kaeo, der Tempel des Smaragd-Buddha, und der Königspalast wegen der Trauerfeierlichkeiten nach dem Tod Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej bis auf weiteres für Besucher gesperrt ist. Urlauber würden landesweit auf Thais in schwarzer oder weißer Bekleidung antreffen. Das gelte nicht für Ausländer. Allerdings sollten sie sich gedeckt, dunkel kleiden und sich durch ein gutes Benehmen auszeichnen. Touristische Attraktionen blieben geöffnet, die meisten traditionellen und kulturellen Veranstaltungen würden nicht abgesagt. Entertainment-Betriebe könnten weiterhin geöffnet bleiben. Behörden, so die TAT weiter, hätten die Sicherheitsmaßnahmen im ganzen Land für Thais und Ausländer verschärft. Weitere Informationen gibt die TAT unter der Hotline 1672.

Das Speedboot-Chaos
Der Nationale Rat für Frieden und Ordnung (NCPO) will das vorherrschende Speedboot-Chaos in Pattaya lindern.
So kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, da viele Bootsbetreiber ihre Passagiere direkt am Stadtstrand an der Beach Road aufnehmen und absetzen. Zwar verfügt der Hafen Bali Hai im Süden des Stadtgebietes neben einem Pier für die Koh-Larn-Fähren auch eine Anlegestelle für Speedboote. Doch wegen zunehmender Erosionsschäden ziehen es immer mehr Speedboot-Betreiber vor, ihre Passagiere direkt am Strand abzuholen. Deshalb plant der NCPO, den bisherigen Speedboot-Pier umzusiedeln. Probleme bereitet den Behörden die Suche nach einem geeigneten Standort. Denn befindet sich dieser zu weit von den Touristenströmen entfernt, sehen sich die Bootsbetreiber mit höheren Spritkosten konfrontiert, die dann auf die Passagiere abgewälzt werden, was kontraproduktiv für den Tourismus ist. Björn Jahner

Veranstaltungen bleiben
Tourismusministerin Kobkarn Wattanavrangkul hat Berichte dementiert, in den kommenden Monaten würden wegen der Staatstrauer nach dem Tod des Königs alle bedeutenden touristischen und sportlichen Veranstaltungen ausfallen. Thais und Ausländer könnten Loy Krathong und zum Jahreswechsel den Countdowns feiern, allerdings ohne Feuerwerke. Nicht abgesagt seien weiter die Phuket King's Cup Regatta und der Jet Ski King's Cup, sagte Kobkarn. Zudem stellt die Tourismusbranche Meldungen in ausländischen Medien richtig: In Thailand gibt es kein striktes Alkoholverbot, und die meisten Entertainment-Betriebe haben geöffnet.

Mehr Urlauber
Von Januar bis zum 22. Oktober urlaubten 26,4 Mio. Ausländer im Königreich. Das war im Jahresvergleich eine Steigerung um 11,8 Prozent. Die Urlauber brachten dem Land Einnahmen in Höhe von 1,21 Billionen Baht (+ 15,6%).

Massagen, Akkupunktur
Das Hua Hin Hospital 3 bietet neben der klassischen Schulmedizin auch homöopathische und chinesische Medizin an. Akkupunkturbehandlungen werden wochentags ohne Voranmeldung angeboten (bitte beachten: Mittagspause von 12 bis 13 Uhr), wohltuende Massagen nur am Wochenende gegen Voranmeldung. Kontakt, Tel. Thailand: 032-863.0080.
Das Hua Hin Hospital 3 befindet sich in der Soi 89 in der Nähe des Eingangs zum Wat Khao Santi. Björn Jahner

THAI jetzt mit A350
Bei der Thai Airways International (THAI) ist das erste bei Airbus bestellte Großraumflugzeug A350 XWB eingetroffen. Es wurde von Toulouse in Frankreich zum Bangkoker Internationalen Flughafen Suvarnabhumi überführt. Die neue Maschine hat den Namen Wichien Buri erhalten. Sie hat insgesamt 321 Sitze, 32 in der Business-Klasse und der Rest in der Economy-Klasse. Das Flugzeug wird ab 15. September auf der Strecke Bangkok-Melbourne eingesetzt. Die THAI ist die 8. Fluggesellschaft, die dieses neu entwickelte Flugzeug einsetzt. Laut Airbus Industrie liegen dem Konzern für den Airbus A350 810 Bestellungen aus 43 Ländern vor.

Thai AirAsia mit Gewinn
Als einzige der großen thailändischen Fluggesellschaften weist die Thai AirAsia für das 2. Quartal dieses Jahres einen Gewinn aus. Er betrug bei einer Sitzplatzauslastung von 83% 768 Millionen Baht. Im Jahresvergleich ein Plus von 105%. Die Thai Airways International (THAI) meldet einen Verlust von 2,91 Milliarden Baht, die Nok Air 864 Millionen Baht und die Bangkok Airways 111,9 Millionen Baht.

Showtheater in Krabi
Mit dem "Paka Show Park" hat in der Sritrang Road in Krabi eine neue Touristenattraktion eröffnet, in der den Besuchern die traditionelle Erzählung um die Prinzessin Manorah im modernen Gewand präsentiert wird. Geboten werden farbenfrohe Tänze und Choreographien auf einer großen Showbühne mit modernster Ton- und Lichttechnik. Es sind sowohl Tickets erhältlich, die nur den Besuch zur Show beinhalten sowohl auch Kombitickets für ein Dinner mit Showaufführung. Björn Jahner

Infos: www.pakashowpark.com

Chinesen bleiben aus
Tour- und Tourismusanbieter im Norden haben sich auf einem Treffen der Chiang Mai Tourism Business Association gegen den Schlag der Regierung gegen sogenannte "Zero-Dollar"-Reiseanbieter ausgesprochen. Sie warnen, dass Budgetreisende aus China dann ihren Urlaub in den Nachbarländern statt in Thailand verbringen werden. Der Vorsitzende der Tourismusvereinigung, Pornchai Jitnavasathian, gab zu bedenken, dass Chiang Mai von Fluggesellschaften aus 9 chinesischen Regionen angeflogen wird, in denen die Menschen über ganz verschiedene Einkommen verfügen. Mit dem Verbot von Zero-Dollar-Reisen könnten Budget-Touristen aus China in Chiang Mai gänzlich verschwinden und nach Laos oder Myanmar abwandern, die gewöhnlich in Zwei- bis Drei-Sterne-Hotels übernachtet hatten, befürchtet Pornchai. Auch die Entwicklung neuer Reiseziele im Norden würde seiner Meinung nach unter dem Ausbleiben der Chinesen leiden. Zwar plant die Regierung preisgünstige Reisepakete für Touristen aus China, doch viele Mitglieder der Vereinigung sind sich sicher, dass das bisher von den Zero-Dollar-Reiseanbietern praktizierte Kommissionssystem für Souvenirgeschäfte, Massagen und Freizeitparks praktikabler ist. Zero-Dollar-Touren sind Urlaubspakete für Chinesen. Sie buchen in der Volksrepublik einen äußerst preiswerten, um nicht zu sagen billigen Thailandaufenthalt. Im Königreich werden sie dann in Bussen zu Geschäften und Restaurants kutschiert. Dort sollen sie ihr Geld lassen, und die Touragenturen profitieren. Björn Jahner

Einreise nach Myanmar
Ausländer im Besitz von e-Visa können laut der myanmarischen Immigration seit dem 1. September an 3 Grenzübergängen einreisen: Tachileik, Myawaddy und Kawthaung. Bisher galten e-Visa nur bei der Einreise über Flughäfen.

Regulärer Bootsservice
Auf dem Khlong Phadung Krung Kasem in Bangkok beginnt die Testphase für einen regulären Bootsservice. Das Unternehmen Krungthep Thanakorn setzt allerdings nur 1 Boot mit 10 Sitzplätzen ein. Sollte die Testphase erfolgreich verlaufen, will die Stadtverwaltung 20 Boote kaufen, 9 Anleger errichten sowie einen Pier bei Thewat. Auf einer fünf Kilometer langen Strecke von Hua Lamphong bis zum Wat Thewarat Kunchorn soll ein Radweg entstehen, sollen die Ufer verschönert werden.

Thema PromptPay
Wer an einem ATM sein Konto checkt oder Geld abhebt, liest zum Schluss die Frage, ob er sich für PromptPay registrieren lassen möchte. Für Ausländer gilt in der Regel das Nein. PromptPay steht für elektronische Geldtransfers, für bargeldlosen Zahlungsverkehr. Thais müssen ihre ID-Card-Nummer eingeben. Über PromptPay wollen der Staat und seine nachgeordneten Behörden künftig Zahlungen direkt auf Konten abwickeln; somit entfallen Schecks.

Ibis-Hotels geben was
Zum 8. Jahrestag der ersten Eröffnung eines Ibis-Hotels im Königreich kündigt die französische AccorHotels Tiefstpreise an. In den sozialen Netzwerken hat die Hotelgruppe eine Kampagne für thailändische Touristen gestartet. Der Promotionpreis für eine Übernachtung beläuft sich auf 888 Baht einschließlich Frühstück und soll für die Ibis-Häuser in Bangkok, Pattaya, Hua Hin, Koh Samui, Phuket und Krabi gelten.



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