FARANG-Ausgabe 12 - 2013

Titel des FARANG 12-3013

Schöner Buddha
Streit um Preah Vihear
Junger Star POOM
Vorgestellt: AIR INDIA
Edds Kolumne
RA Bümlein informiert:
Thema Heiraten
Geschichte Siams (1)
Amnestie-Gesetz
Body Massage Pattaya
Das Auswärtige Amt rät
Typisch Thailand
Vital Oase Thaicraft
Das Treffen der Mönche
Reise-Tipps
Kleinanzeigen
News aus Thailand
Solche Sachen
Reise-Tipps
Saharat im Butterfly
Halloween im Siam Park
Mugge bei Kria
Aus den Wats
Khlong Wang Chao Park

AIR INDIA

Air India Logo

Sa & Bernd vom Reisebüro TAF Thai Asien Flugreisen in Berlin, Kantstr. 59, (siehe auch Rückseite dieses Heftes), stellen in dieser Ausgabe AIR INDIA (Airline Code AI, AIC) vor.

Alle hier in dieser Artikelreihe vorgestellten Airlines beteiligten sich mit Rat, Tat und Bildern gern und aktiv an den Berichten. Diesmal ist es mir, trotz Telefonaten und Mails an den zuständigen Vertreter der Airline, nicht gelungen Infomaterial und News direkt von der AIR INDIA für unsere Leser zu bekommen. Scheinbar ist wenig Interesse vorhanden, an der eigenen Darstellung mitzuwirken.

AIR INDIA (Airlines Code AI, AIC) wurde bereits 1932 als Tata Airlines gegründet und im Jahr 1946 in AIR INDIA umbenannt. Der Heimatflughafen der AIR INDIA ist Mumbai (Bombay) in Indien.

Im Jahr 2007 wurde die Fusion von AIR INDIA und Indian Airlines eingeleitet, die inzwischen in der AIR INDIA Limited aufgegangen ist. Das Ziel war es, die auf innerindische und regionale Ziele spezialisierte Indian Airlines und die auf internationale Routen spezialisierte AIR INDIA zusammenzuführen und als gemeinsame, starke Marke den internationalen Kampf um Kunden besser bestehen zu können.

Air India Machine

Es wurde eine neue Bemalung der Flugzeuge, welche Komponenten von beiden ehemaligen Bemalungen enthält, eingeführt und die Modernisierung der Flotte nun verstärkt vorangetrieben.

Das Passagieraufkommen der AIR INDIA lag im Jahr 2012 bei stolzen 11,97 Millionen Passagieren. Laut den mir vorliegenden Meldungen (09/2013) verfügt AIR INDIA aktuell über ca. 101 Flugzeuge, und 23 weitere moderne Boeing 777 und 787 sind bereits bestellt.

AIR INDIA bedient ein umfangreiches Flugnetz innerhalb Indiens, sowie internationale Destinationen in Europa, Afrika, Asien und Nordamerika. Nach Deutschland wird täglich ab/bis Frankfurt geflogen. Ein Flug von Deutschland nach Bangkok/Thailand ist mit kurzem Umstieg möglich. Oder auf Wunsch auch mit einem sicher interessanten Stopp-over in Indien.

Der Service an Bord der Flugzeuge entspricht dem heutigen Angebot der internationalen Luftfahrt. Der Sitzabstand und Komfort sind in ihrer jeweiligen Klasse: First, Business und Economy, angemessen und absolut in Ordnung.

AIR INDIA wurde 2011 die anvisierte Mitgliedschaft in der Star Alliance verweigert. Seitdem ist zwar das Durchschnittsalter der Flotte, vor allem wegen der neuen 787 Dreamliner, gesunken und die Sicherheitsbilanz leicht gestiegen, dennoch liegt diese deutlich unter der von Top-Airlines. Wegen 346 Todesopfer und 4 Flugzeugverlusten in den vergangenen 30 Jahren liegt die staatliche Fluglinie Indiens auf hinteren Plätzen im Ranking der Airlines (Platz 57 im Jahr 2009 [Aero International Nr. 3/2009 S. 75), auf der JACDEC-Liste des Jahres 2013 sogar auf Platz 58!). Für die Probleme bei der Einführung des neuen Flugzeug-Typ Boeing 787 Dreamliner ist AIR INDIA natürlich nicht verantwortlich zu machen.

Boeing der Air India

Die Fluggesellschaft AIR INDIA machte in den letzten Jahren auch nicht gerade vertrauenserweckende Schlagzeilen. Auf die Details und Überprüfung dieser Presse-Meldungen möchte ich im Rahmen dieses Vorstellungsartikels hier nicht näher eingehen. Wenn Sie Interesse haben es ausfühlich nachzulesen, dann z.B. auf Focus-, Spiegel-, BILD-online, JACDEC-Flugsicherheit u.a. Seiten.

AIR INDIA ist jedoch dabei ihre Fluggeräte, den Service und vieles mehr zu erneuern und zu verbessern. Man kann also davon ausgehen, dass diese Fluggesellschaft auf einem guten Weg ist.

Fazit: Selbstverständlich haben wir bei TAF auch die AIR INDIA im Angebot und werben per Flyer für die teils interessanten Flugangebote ab Frankfurt, u.a. Zielen auch nach Bangkok. In einigen Tarifen ist das Rail&Fly nach Frankfurt schon inklusiv. Die von uns verkauften AIR INDIA Ticket Stückzahlen sind zwar gering, aber ich will fairerweise ausdrücklich betonen, dass unsere Flugkunden sich bisher ausschließlich positiv über ihre Flüge mit der AIR INDIA geäußert haben. Ein uninteressiertes Verhalten und negative Pressemeldungen, das muss ja nicht die Regel sein. Diese leider negativ wirkenden Einzelfälle sollte es aber eigentlich und speziell in der Luftfahrt nicht geben. Bernd Kamjunke

Streit um Preah Vihear ist entschieden

Auch das Umfeld des Heiligtums von Preah Vihear wird Kambodscha zugesprochen. Thailand will Urteil akzeptieren

Der seit langem anhaltende Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha um den rund 900 Jahre alten Hindu-Tempel Preah Vihear im Grenzgebiet der beiden südostasiatischen Staaten ist zumindest offiziell weitgehend beigelegt. Das Urteil, das der Internationale Gerichtshof in der vorgebrachten Streitfrage am 11. November in Den Haag verkündete, spricht den größten Teil der umstrittenen Fläche von 4,6 Quadratkilometern Kambodscha zu. Doch auch die thailändische Delegation, die in gewissen Details ihre Sichtweise durchsetzen konnte, zeigte sich mit dem Richterspruch zufrieden. Nachdem der Tempelkonflikt das Verhältnis längere Zeit belastet hatte, kann in den bilateralen Beziehungen nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Sowohl die thailändische Regierung unter Premierministerin Yingluck Shinawatra, durch massive Straßenproteste gerade innenpolitisch mächtig unter Druck, als auch die kambodschanische Seite unter Ministerpräsident Hun Sen kündigten an, nun zusammenarbeiten zu wollen.

Genau eine solche Kooperation, um das von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestufte Heiligtum aus der Blütezeit des Khmer-Königreiches vom 10. bis 12. Jahrhundert zu schützen und als Touristenattraktion zu entwickeln, hat auch der Internationale Gerichtshof angeregt. In der Kernfrage wurde die frühere Entscheidung aus dem Jahr 1962 bestätigt, als bereits der unmittelbare Tempelkomplex eindeutig Kambodscha zugesprochen worden war. Der genaue Grenzverlauf im Umfeld blieb allerdings umstritten, so daß Kambodscha - nachdem sich beide Seiten bei einer Eskalation sogar Gefechte geliefert hatten - 2011 erneut den IGH anrief und um Interpretation, also Klarstellung des damaligen Urteils ersuchte. Dies ist nun erfolgt: Auch das komplette Vorgebirge des auf einem Höhenrücken befindlichen Tempels liegt demzufolge auf kambodschanischem Territorium, die natürlichen Geländeabfälle sind als Grenzlinien benannt. Thailand wurde aufgefordert, sämtliche dort stationierten Soldaten, Polizisten, Wachleute auf eigenes Gebiet zurückzuziehen.

Eine Entscheidung zum kambodschanischen Anspruch auf einen benachbarten Hügel, der in der Khmer-Sprache Phnom Trap genannt wird, traf der IGH unter seinem Präsidenten Peter Tomka allerdings nicht. Phnom Trap gehöre jedoch nicht zum Vorgebirge um Preah Vihear, heißt es - was Thailand als Sieg für sich verbucht. Die Tempelfrage ist damit höchstrichterlich ohne jede Möglichkeit einer Berufung entschieden, und zumindest die offizielle Politik in Bangkok wie in Phnom Penh scheint fest gewillt, sich daran zu halten. Radikale Nationalisten in Thailand allerdings werden nicht so schnell verstummen - sie stellen bis heute das Urteil von 1962 in Frage und sprechen dem IGH sogar die Kompetenz ab, in dem Konflikt verbindliche Entscheidungen zu treffen. Drei nationalistische Gruppierungen, die auch an den aktuellen Straßenprotesten in Bangkok beteiligt sind, hatten bereits vor dem Urteil angekündigt, dieses ungeachtet seines Inhalts nicht anzuerkennen. Sie ließen Premierministerin Yingluck und Armeechef Prayuth Chan-Ocha Aufrufe zukommen, "thailändischen Boden zu verteidigen". Thomas Berger

Thailand sieht sich ebenfalls als Sieger

"Beide Seiten können zufrieden sein", so Außenminister Suraphong Tovichaichaikul nach der Urteilsverlesung zum Preah-Vihear-Grenzstreit in Den Haag. Jetzt sollten beide Länder das Gebiet gemeinsam entwickeln. So sieht es auch Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. "Thailand und Kambodscha werden nach Lösungen suchen, von denen beide Länder profitieren." Die Regierung werde die nationalen Interessen Thailands schützen, betonte Yingluck weiter.

Und Thailands Botschafter in den Niederlanden, Virachai Plasai, sagte: "Wir müssen nun das Thailand zugesprochene Gelände genau bestimmen. Kambodscha hat nur ein schmales Stück des umstrittenen Areals gewonnen." Da die Richter beide Länder aufgefordert haben, die Grenzziehung friedlich zu lösen, herrscht im Königreich überwiegend die Meinung vor, weite Teile des umstrittenen Gebiets würden auch künftig thailändisches Staatsgebiet bleiben. Die Richter hätten zwar das Gelände am Tempel Kambodscha zugesprochen, aber weder die Fläche noch die künftige Grenze bestimmt. Deshalb sieht sich Thailand ebenfalls als Sieger. Und in der kambodschanischen Hauptstadt kommentierte ein Sprecher des Ministerrats den Urteilsspruch: Für beide Regierungen, Phnom Penh und Bangkok, habe der Frieden Vorrang.

Der Internationale Gerichtshof hatte am 11. November aufgrund des Urteils aus dem Jahr 1962 Kambodschas Interpretation bestätigt und dem Land die Souveränität über das Gelände am Hindu-Tempel Preah Vihear zugesprochen. Allerdings haben die Richter auch geurteilt, dass nicht das gesamte umstrittene Areal von 4,6 Quadratkilometern Kambodscha gehört. So sei ein Hügel, der in Thailand Phnum Trap oder Phu Makheu genannt wird, thailändisches Staatsgebiet. Das Gericht hat Thailand verpflichtet, aus dem Areal alle Truppen abzuziehen. Weiter riefen die Richter beide Staaten auf, den Konflikt friedlich zu lösen und eine Grenzziehung zu finden.

Der Internationale Gerichtshof hatte im Jahr 1962 den jahrhundertalten Tempel, inzwischen Weltkulturerbe, Kambodscha zugesprochen, nicht aber über das umgebende Gelände geurteilt. Nach thailändischer Version sind es 0,35 Quadratkilometer, Kambodscha pocht auf 4,6 Quadratkilometer, Thailand sieht das Gelände als Teil seiner Provinz Sisaket an, Kambodscha sagt, es sei Teil seiner Provinz Preah Vihear. Der Konflikt hatte mehrfach zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern geführt. Im Jahr 2011 wurden bei den Kämpfen 18 Menschen getötet.

Poom Prommachart - internationaler Nachwuchspianist aus Thailand

Ein Bericht von Anno aus Berlin-Mitte

Dass die Thai ein überaus Musik liebendes Volk sind, steht ausser Frage. Musik der verschiedensten Genres ist allgegenwärtig. Wie bei kaum einem anderen Volk ist den meisten Thai eine gute Singstimme quasi in die Wiege gelegt und wird diese bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Freude genutzt. Dass Thailand auch in der internationalen Szene klassischer Musik mitspielt, wurde in Deutschland diesen Sommer wieder bewusst, als das Thailändische Jugend-Orchester "Siam Sinfonietta" unter den Dirigenten Somtow Sucharitkul und Trisdee na Patalung hier auf Tournee war. (siehe FARANG 09/2013). Und mit Poom Prommachart bringt Thailand nunmehr auch einen internationalen Nachwuchs-Pianisten ein, der das Zeug dazu hat, auf den Konzertpodien in den bedeutenden Musikzentren der Welt zu überzeugen.

Poom Prommachart wurde in Bangkok geboren und begann seine Konzerttätigkeit bereits im Alter von 13 Jahren. Zunächst war er Schüler von Peerapong Surawan, einem der führenden Klavierpädagogen Bangkoks, später von Rena Phua und Boris Kraljevic an der Nanyang Academy of Fine Arts in Singapore.

Pooms herausragende Begabung blieb auch dem Thailändischen Königshaus nicht verborgen, und so gewährte Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Galyani Vadhana, Poom im Alter von 16 Jahren ein Stipendium für das Studium am Royal College of Music, London, (RCM). Hier wurde er der letzte Schüler des legendären Pianisten Yonty Solomon bis zu dessen Tod im Jahr 2008. Anschliessend wurde Poom Schüler von Prof. Ian Jones. Am RCM absolvierte Poom im Jahr 2011 den Bachelor of Music mit Auszeichnung und erhielt die Hopkinson Goldmedaille. Das Stipendium wurde mit Unterstützung von Thanpuying Tasna-Valaya Sorasongkram fortgesetzt.

Als Schüler der berühmten Pianistin Dina Parakhina absolvierte Poom im Juli 2013 seinen Master-Abschluss in Klavier-Performance am RCM, erneut mit Auszeichnung (Distinction); darüber hinaus wurde ihm die prestigeträchtige Tagore-Goldmedaille verliehen, überreicht vom Prinz von Wales.

Poom hat in ganz Europa und Südostasien konzertiert und spielte mit vielen der führenden Orchester. Auch gewann er zahlreiche Preise und Wettbewerbe. Der national bedeutendste ist wohl der 1. Preis, den er im Jahr 2554 (2011 u.Z.) beim "2nd Thailand International Piano Competition" errang. Hier spielte er Beethovens 5. Klavierkonzert, Es-Dur, (Emperor), mit dem Thailand Philharmonic Orchestra unter Gudni A. Emilsson.

Am 14. Dezember wird Poom, wie die Jahre zuvor, ein Klavier-Rezital im Thailand Cultural Center (TCC) in Bangkok geben, welches von seinem ersten Lehrer, dem Pianisten und Musikschul-Direktor, Peerapong Surawan, organisiert wird. Durch Vermittlung des thailändischen Pianisten Chanyapong Thongsawang, auch Tum genannt, dem Neffen von Peerapong, war der Autor letzten Dezember sowohl zu Pooms Klavier-Rezital eingeladen, als auch am Folgetag zum Jahresabschluss-Konzert der Peerapong-Music-School, welches ebenfalls im TCC stattfand (siehe: FARANG 11/2012).

Das Thailand Cultural Center, dessen Grundstein 2526 (1983 u.Z.) von Ihrer Königlichen Hoheit, Prinzessin Sirindhorn, gelegt wurde und 2530 (1987 u.Z.) von Seiner Majestät, König Bumibhol, anlässlich dessen 60. Geburtstags eröffnet wurde, wird vom Fine-Arts-Department organisiert und dient gemäß Ministry-Convent sowohl der Verbreitung aller wichtigen Bereiche thailändischer Kunst und Kultur, als auch dem internationalen Kulturaustausch. Eingebunden ist auch ein - mit Spenden aus Japan errichtetes - Center of Education, in dem vornehmlich Kinder und Jugendliche in thailändischer Kunst und Kultur unterrichtet werden.

Die großzügige Anlage liegt etwa in der Mitte zwischen Bangkoks Altstadt und Suvarnabhumi-Airport, im weiteren Umfeld der Kreuzung von Rama-9-Highway mit dem Highway Richtung Ram-Intra, im Huai Khwang Distrikt, Ratchadaphisek Road, nahe Ecke Tiam-Ruam-Mit Road. Die "Thailand Cultural Center" benannte U-Bahn-Station liegt gut 10 Minuten entfernt.

Am 15. Dezember 2012 hatte Poom im TCC in ausverkauftem Haus ein ambitioniertes Programm gespielt: Er begann mit der Sonate Nr. 2, fis-moll, Opus 13 von Nikolai Myaskovsky, gefolgt von Robert Schumanns Zw Anno

Neue Serie - Fragen rund um Eheschließung und Ehegattennachzug

Wöchentlich erhalten wir Anfragen rund um das Thema deutsch-thailändische Eheschließung und ein sich hieraus ergebendes Aufenthaltsrecht in Deutschland für den thailändischen Ehegatten. Die Probleme, die der Wunsch nach einem Zusammenleben in Deutschland mit sich bringen kann, sind zahllos. Daher haben wir uns entschieden, hierzu in den nächsten Ausgaben eine kleine Serie zu gestalten, die das Thema von Anfang bis Ende ausführlich beleuchtet.

- 2. Teil -

Heirat in Deutschland

Wenn Sie und Ihr Partner sich entschieden haben, in Deutschland zu heiraten, gehen Sie wie folgt vor:

Wie schon in der letzten Ausgabe erwähnt, muss der deutsche Verlobte zunächst beim Standesamt an seinem Wohnort vorsprechen und erhält dort eine Dokumentenliste, auf der sämtliche notwendigen Urkunden für eine Eheschließung aufgeführt sind. Dies ist wichtig, da diese Dokumentenliste sich von Standesamt zu Standesamt unterscheiden kann. Die Urkunden müssen für eine Anmeldung der Eheschließung vollständig und in der richtigen Form vorliegen. Es muss darauf geachtet werden, dass sämtliche thailändischen Urkunden aktuell, d.h. nicht älter als sechs Monate sind und durch einen vereidigten Dolmetscher übersetzt wurden. Außerdem muss ausdrücklich beim Standesamt nachgefragt werden, ob die thailändischen Urkunden legalisiert werden müssen. In Berlin ist dies nicht mehr notwendig, Standesämter in anderen Bundesländern verlangen jedoch immer noch die Legalisierung. Die thailändische Verlobte, die bei Anmeldung der Eheschließung in Deutschland ja nicht persönlich anwesend sein kann, muss den deutschen Verlobten zur Abgabe aller hierfür notwendigen Erklärungen bevollmächtigen. Formulare für eine solche Vollmacht erhält der deutsche Verlobte beim Standesamt.

Wenn alles vollständig ist, werden die Dokumente beider Verlobten im Original vom Standesamt angenommen. Jetzt muss beim hierfür zuständigen Oberlandesgericht (in Berlin ist dies das Kammergericht) das Verfahren zur Befreiung von der Beibringungspflicht des sog. Ehefähigkeitszeugnisses durchgeführt werden. Hierfür werden sämtliche Unterlagen auf Echtheit und Richtigkeit der hierin gemachten Angaben überprüft. Ist diese Prüfung abgeschlossen, werden die Befreiung erteilt und die Unterlagen an das Standesamt zurückgesandt. Dieses nimmt dann Kontakt mit dem deutschen Verlobten auf und vergibt einen konkreten Termin zur Eheschließung sowie eine schriftliche Bestätigung hierüber.

Wenn der Eheschließungstermin feststeht, muss bei der deutschen Botschaft in Bangkok ein Termin für die Beantragung des entsprechenden Visums vereinbart werden. Hierfür benötigen Sie folgende Unterlagen (im Original mit jeweils 2 Kopien):

- gültiger Reisepass sowie zwei Kopien der Datenseite, ggf. bisherige Pässe

- zwei biometriefähige Passfotos

- zwei vollständig ausgefüllte Antragsformulare für nationale Visa

- Anmeldung der Eheschließung/Lebenspartnerschaft beim deutschen Standesamt mit Vermerk des Eheschliessungstermins

- Nachweis über Grundkenntnisse der deutschen Sprache (in der Regel A1-Zertifikat des Goethe-Instituts, nicht älter als zwei Jahre)

- zwei Passkopien des Verlobten/zukünftigen Lebenspartner, zu dem der Nachzug erfolgen soll, sowie zwei Kopien von dessen Aufenthaltserlaubnis, falls der Nachzug zu einem ausländischen Verlobten/zukünftigen Lebenspartner erfolgen soll

Diese Unterlagen werden von der Botschaft entgegen genommen und zur Einholung der notwendigen Zusicherung für den Zuzug nach Deutschland zur zuständigen Ausländerbehörde am Wohnort des deutschen Verlobten geschickt. Diese prüft die Unterlagen ein letztes Mal, fordert vom Verlobten Nachweise an, dass in der Wohnung, in der beide Eheleute nach der Eheschließung wohnen wollen, genügend Platz zur Verfügung steht und ggf. noch eine Verpflichtungserklärung für die Zeit zwischen Einreise nach Deutschland und Eheschließungstermin an. Wenn all diese Unterlagen eingereicht sind und den gesetzlichen Vorgaben für den Ehegattennachzug entsprechen, erteilt die Ausländerbehörde ihre Zustimmung für die Visumsvergabe an die Botschaft. Diese setzt sich dann mit der thailändischen Verlobten in Verbindung und lädt sie zur Visumserteilung ein. Das Visum hat eine Gültigkeit von drei Monaten, in dieser Zeit sollte nach Deutschland eingereist werden und die Eheschließung stattfinden. Nach der Eheschließung muss die Eheurkunde bei der zuständigen Ausländerbehörde eingereicht werden, die dann einen Termin zur Erteilung der entsprechenden Aufenthaltserlaubnis vergibt.

In der nächsten Ausgabe werden die Voraussetzungen einer Eheschließung in Dänemark erklärt und warum es in bestimmten Fällen sinnvoll ist, dort zu heiraten.

Bümlein Rechtsanwaltskanzlei, Kurfürstendamm 157
10709 Berlin
Telefon: 88 71 18-0,
Durchwahl für Thailänder: 88 71 18-113


Die Geschichte Siams - Teil 1

Revolutionsjahr 1932

Warum beginnt unsere neue Serie im Jahr 1932? Nun, die Könige von Siam bzw. von Thailand haben wir schon in unserer vorherigen Serie behandelt, so daß bei der Leserschaft das nötige Grundwissen für die folgenden Ereignisse vorhanden ist. Das Jahr 1932 verkörpert das wahrscheinlich wichtigste Jahr in der jüngeren Geschichte Siams bzw. Thailands, war es doch das Jahr in dem Siam sich von einer absoluten Monarchie in eine konstitutionelle Monarchie verwandelte bzw. verwandelt wurde.

Vorgeschichte des Coups

Im Februar 1927 traf sich in einem Hotel in der Rue du Sommerand in Paris eine Gruppe von 7 militärischen Studenten und anderen Studenten zu einer Diskussion über die Zukunft Siams. Sie wollten Veränderungen für Siam und nicht die Fehler der Palastrevolte von 1912 unter König Vajiravudh (RAMA VI.) wiederholen, die so schmählich gescheitert war. In dieser Gruppe waren der Soldat und Artillerist Plaek Khittasangkha (später bekannt als Plaek Phibulsonggram, Armeeoffizier, Student an der School of Applied Artillery in Frankreich) und ein Student der Rechte am Institut d'Etudes Politiques in Paris und Radikaler mit dem Namen Pridi Banomyong, der Lieutenant Prayun Phamonmontri (Armeeoffizier, vormals in König Vajiravudhs Königlicher Garde), der Lieutenant Thatsanai Mitphakdi (Armeeoffizier, Student an der Französischen Kavallerie-Akademie), Tua Lophanukrom (Wissenschaftler der in der Schweiz studierte); Luang Siriratchamaitri (Diplomat an der Siamesischen Botschaft in Paris) und Naep Phahonyothin (studierte in England ).

Die Gruppe nannte sich The Promoters (Die Beförderer), weil sie nach Hause zurückkehren wollten und dort die Revolution befördern wollten. Sie entschieden sich, eine politische Partei zu gründen und sie Khana Ratsadon (Vorhut des Volkes) zu nennen. Diese Partei, später als Volkspartei bekannt, sollte der Antriebsmotor der Revolution werden.

Als die Promoter Ende der Zwanziger Jahre nach Siam zurückkehrten, erweiterten sie ihre Kontakte und die Zahl ihrer Mitglieder in der neuen Partei wuchs ständig. Pridi wurde Lehrer an der berühmten Chulalongkorn Universität, wo er die Unterstützung von etwa 50 Zivilbediensteten für seine Pläne fand, die absolute Monarchie zu beenden. Plaek, der nun den Titel Luang Phibulsonggram erhalten hatte, suchte inzwischen Unterstützer für das Projekt innerhalb der Armee. In der Marine erledigte der junge Captain Luang Sinthusongkhramchai den Job, für die Partei Leute zu werben. Die Anzahl der Parteimitglieder war beständig gewachsen und hatte Ende 1931 die Zahl von 102 Personen erreicht, die sich hauptsächlich in zwei Gruppen aufteilten: in Zivilisten und Militärs.

Prayoon Phornmontri, einer der 7 Promoter und früherer Armeeoffizier und Leibwächter des ehemaligen Königs Vajiravudh wollte ebenfalls einflussreiche und mächtige Mitglieder für die Partei werben. Diese Mitglieder sollten alle das gleiche Ziel haben: die Abschaffung der absoluten Monarchie und die Entmachtung der Prinzen. Einer der großen Unterstützer der Partei wurde der stellv. Inspektor der Artillerie Colonel Phraya Phahol Pholpayuhasena (später 2. Ministerpräsident von Siam). Ein weiterer Förderer war Colonel Phraya Songsuradet (nach ihm wurde die sogenannte Songsuradet Revolution von 1939 benannt), der zur damaligen Zeit als einer der klügsten Köpfe Siams galt, war er doch Direktor für Erziehung an der Militärakademie. Sie hatten im Ausland studiert und wollten eine Veränderung der Verhältnisse. Songsuradet wurde der Taktiker der Partei, der den Mitgliedern im Falle einer Revolution empfahl, zuerst Bangkok zu sichern, weil dann das gesamte Land folgen würde. Auch war es sein Ratschlag, geheim zu arbeiten, um den offiziellen Nachstellungen der Behörden und der Polizei weitestgehend zu entgehen. Er überzeugte seinen Freund Phraya Ritthi Akhaney, Kommandeur der Bangkoker Artillerie, in die Partei einzutreten, da dieser mit der Dominanz der Prinzen über die Armee sehr unzufrieden war. Dann kam zur Gruppe noch Phraya Prasan Pithayayut hinzu, der ebenfalls als Armeemitglied desillusioniert war. Die 4 Letztgenannten bildeten in der Partei die Gruppe der 4 Musketiere (in Thai meist als Die 4 Tigersoldaten bezeichnet).

Die Revolution

Trotz ihrer sehr guten Vorbereitung und der Geheimhaltung der Pläne waren Teile des Plans für einen Umsturz an die Polizei gelangt. Der Generaldirektor der Polizei fragte den Innenminister Prinz Paripatra Sukhumbhand, ob er alle Beteiligten an dem geplanten Coup mit dessen Genehmigung festnehmen und inhaftieren dürfte. Der Prinz sah sich die ihm vorgelegte Liste mit den Namen der Umstürzler an und erkannte auf ihr viele einflussreiche und mächtige Namen und beschloss, den Befehl zur Festnahme erst am folgenden Tag zu erteilen: ein kapitaler Fehler, wie sich zeigen wird!

Am Abend des 23. Juni 1932 kommandierte Luang Sinthu ein Kanonenboot von seinem Dock direkt den Maenam Chao Phraya hinauf, wo es dann drohend die Kanonen auf Prinz Paripatras Palast ausrichtete. Luang Sinthu hatte 500 bewaffnete Matrosen unter seinem Kommando, die die Ananda Samakhom Thronhalle, den offiziellen Regierungssitz der Regierung von Siam, umstellt hatten. Ihm voraus war schon Prayoon, der mit einer Gruppe junger Kadetten, unter ihnen auch Khuang Abhaiwongse (später der 4. Minsterpräsident von Thailand bzw. Siam), die Post- und Telegraphenbüros um die Hauptstadt besetzt hatte.

Um 04:00, in den frühen Morgenstunden des 24. Juni 1932, hatten Phraya Phahol und Songsuradet schon ihre Rollen in dem Plan gefunden: Phraya Phahol wartete in der Nähe der Thronhalle auf das Signal, während Songsuradet mit Mitverschwörern zu den Kasernen des 1. Kavallerieregimentes der Königlichen Garden ging, denn hier waren fast alle bewaffneten Fahrzeuge im Bereich Bangkok stationiert. Songsuradet gab dem kommandierenden Offizier einen Verweis mit der Begründung, daß er geschlafen hätte, während in der Stadt ein Aufstand der chinesischstämmigen Bevölkerung ausgebrochen sei, gleichzeitig öffnete er die Tore der Kasernen. Der Bluff wirkte und in der allgemeinen Verwirrung wurde der Kommandeur des Regimentes von Phraya Prasan festgenommen und ins Gefängnis gebracht, dabei wurde er von Luang Phibul begleitet. Die bewaffneten Fahrzeuge, unter ihnen einige Panzer, wurden zur Thronhalle gefahren. Zur gleichen Zeit ging Phraya Ritthi zu den Kasernen des 1. Infanterieregiments, um dort das Kommando zu übernehmen, er hatte ja schon das Kommando über eine Kavallerieeinheit. Damit war der militärische Schlag vollkommen geglückt. Nachdem auch die Infanterie erfolgreich mobilisiert worden war, marschierte sie ebenfalls zur Thronhalle. Einige Wochen vor der Revolution war einigen Truppenteilen in der Umgebung von Bangkok erzählt worden, daß demnächst in der Hauptstadt eine Übung abgehalten werde, an der sie dann auch teilnehmen sollten. Unwissend, daß sie in Wirklichkeit an einer Revolution mitwirkten, erfüllten diese Truppenteile die ihnen übergebenen Aufgaben!

Die Infanterie und die Kavallerie kamen gegen 06:00 auf der Royal Plaza vor der Thronhalle an, wo schon viele Schaulustige warteten. Es gab Verwirrung unter der wartenden Menschenmasse, ob der Aufstand der Chinesen Wirklichkeit war oder ob es sich um eine militärische Übung handeln würde. Phraya Phahol bestieg einen der Panzer und trug der versammelten Menschenmenge das Manifest der Khana Ratsadon vor, eine Deklaration, die das Ende der absoluten Monarchie in Siam proklamierte und einen neuen konstitutionellen Staat in Siam etablierte. Die Promoter applaudierten, gefolgt vom Militär.

In Wahrheit bluffte Phraya Phahol, denn der Erfolg der Revolution war noch keineswegs sicher und hing von vielen Faktoren ab, die in der Zwischenzeit in Bangkok passierten. Phraya Phasan wurde deshalb zum Haus von Prinz Paripatra sowie anderen hochrangigen Mitgliedern der Regierung und den Prinzen geschickt. Alle leisteten nur wenig Widerstand und gaben auf. Insgesamt wurden 40 Offizielle festgenommen und zur Thronhalle gebracht. Lediglich der Minister für Kommunikation war entkommen und warnte den König, der in Hua Hin in seiner Sommerresidenz weilte. Um 08:00 war die gesamte Operation beendet, und der Sieg lag für diesen Tag bei den Promotern.

Die folgenden Stunden

Die meisten Militärs und Zivilbediensteten leisteten keinen Widerstand, denn sie waren es nur gewohnt Befehlen zu gehorchen, und nun, da die Befehlskette durch den völligen Wegfall der Kommunikationsmittel unterbrochen war, waren sie alle hilflos. Die nächste Stufe der Revolution wurde nun der zivilen Seite der Partei überlassen. Pridi als Anführer dieser Gruppe sollte das Manifest der Khana Ratsadon so schnell wie möglich auf Propagandaflugblättern, Broschüren und durch Radiosendungen verbreiten. Der Text der Khana Ratsadon, der den Monarchen scharf kritisierte und von Pridi verfasst worden war, lautete:

"An alle Personen. Als der König seinem älteren Bruder folgte, hofften alle Leute zuerst, daß er beschützerisch regieren würde. Aber... der König behielt seine Macht über dem Gesetz, genau wie zuvor. Er ernannte barsch Verwandte und Speichellecker ohne Verdienst und ohne Wissen für wichtige Positionen, ohne auf die Stimmen der Leute zu hören. Er erlaubte Offiziellen die Macht ihres Büros unehrlich zu benutzen... er erhob die von königlichem Blut zu speziellen Rechten, mehr als die von gewöhnlichen Leuten. Er regierte ohne Prinzipien. Die Angelegenheiten des Staates wurden der Gnade des Schicksals überlassen, wie man es an der Depression der Wirtschaft und der Bedrängnis sehen kann... die Regierung des Königs hat die Leute als Sklaven gehalten... es kann an den Steuern gesehen werden, die sie von den Leuten erpresst haben, daß der König viele Millionen für seinen persönlichen Gebrauch benutzt hat... Die Volkspartei hat keinen Wunsch, den Thron zu ergreifen. Daher lädt sie den König ein, seine Position zu behalten. Dies muss aber unter dem Gesetz der Konstitution sein, um das Land zu regieren, und nichts kann getan werden unabhängig von der Billigung durch die Versammlung der Volksrepräsentanten... Falls der König mit einer Weigerung antwortet oder nicht in der festgesetzten Zeit antwortet... wird dies als Verrat an der Nation angesehen, und es wird nötig für das Land werden, eine republikanische Form der Regierung zu haben."

Der Ton des Manifestes wich erheblich von dem des Telegrammes ab, das von den drei Colonels und vollen Musketieren (Phraya Phahol, Phraya Songsuradet und Phraya Ritthi) an den König geschickt worden war. Dieses Telegramm benutzte die königliche Sprache (Rachasap) und war fragend und entschuldigend. Das Telegramm sagte aus, daß der König, falls er nicht willig wäre unter einer Verfassung zu regieren, man ihn durch einen willigen königlichen Prinzen ersetzen würde. Die verschiedenen Töne zwischen dem Manifest und dem Telegramm riefen zahlreiche Diskussionen und Interpretationen hervor. Sie zeigten die ideologische Differenz zwischen Pridi, der eine Republik wollte und dem Militärflügel, der in Wirklichkeit royalistisch gesinnt war und der nur eine Verfassung wollte. Nichts desto trotz versicherte das Telegramm dem Monarchen aber auch, daß es im Falle einer Verhaftung von Mitgliedern der Khana Ratsadon zu Racheakten an den inhaftierten Prinzen kommen würde.

Die königliche Reaktion

Schon bevor das Telegramm der Musketiere bei ihm eintraf, wusste der König, daß in Bangkok etwas passierte. Er spielte gerade Golf mit seiner Ehefrau, der Königin, in Hua Hin, als Kuriere ihm von den Vorgängen in der Hauptstadt berichteten. Später traf auch der aus Bangkok geflohene Minister für Kommunikation ein, der von den Geschehnissen in Bangkok berichtete.

Der König und seine Berater diskutierten mehrere Optionen: aus dem Land fliehen, einen Gegenputsch inszenieren oder bedingungslose Kapitulation. Als jedoch das Telegramm von Khana Ratsadon eintraf, hatte sich der König schon dafür entschieden, auf dem Thron als konstitutioneller Monarch zu verbleiben, und er sagte, daß er es von sich aus vorgehabt hätte, dem Volk eine Verfassung zu geben, und so antwortete er schnell auf das Telegramm. Nur im Punkt, daß er von einem Kanonenboot abgeholt und nach Bangkok gebracht werden sollte, lehnte er ab, er bestand auf seinem königlichen Hofzug, da er ja kein Gefangener von Khana Ratsadon sei.

Inzwischen wurden die Prinzen von den Promoters gezwungen, ein Dokument zu unterzeichnen, daß sie sich dem Frieden verpflichtet fühlen und jegliches Blutvergießen vermeiden würden. In Bangkok rief der Coup beim Volk, wie so viele später noch folgende, kaum Reaktionen bei der normalen Bevölkerung hervor. Auch der Rest des Landes wurde von den Ereignissen kaum berührt.

Die neue Verwaltung

Am Abend des 24. Juni waren die Promoter endlich so gefestigt, daß sie eine Versammlung auf ministerieller Ebene einberufen konnten. In dieser Versammlung versuchte Pridi die Zivilangestellten von einem Eintritt in die Khana Ratsadon zu überzeugen. Er bat sie um Unterstützung und sagte ihnen, daß sie geeint bleiben sollten, auch um im Ausland nicht den Eindruck zu erwecken uneinig zu sein und in einer Phase der Verwirrung zu sein, was dann sicherlich eine ausländische Intervention begünstigen würde. Pridi fragte beim Aussenministerium nach, ob man bei allen ausländischen Botschaften eine Erklärung übergeben könnte, in der der Schutz der königlichen Familie, der Schutz ausländischen Lebens und Eigentums sowie die selbstverständliche Übernahme aller Siam betreffenden Verpflichtungen bekräftigt wurde.

König Prajadhipok kehrte am 26. Juni nach Bangkok zurück. Als erste Amtshandlung gab er den Promotern eine Audienz. Als sie den Raum betraten erhob sich der König und sagte: "Ich erhebe mich zu Ehren von Khana Ratsadon." Es war eine außergewöhnliche Geste, denn in der siamesischen Kultur blieben die Könige gewöhnlich sitzen, während die Gäste standen! Dies brachte Pridi zu einer Entschuldigung gegenüber dem König, indem er ihm sagte, daß die Worte im Manifest ihm leid täten. Konsequenterweise wurden alle Kopien des Manifestes sofort eingezogen. Der König erwiderte diesen Akt mit dem Setzen seines königlichen Siegels unter das Dokument, und damit waren alle Personen, die am Umsturz teilgenommen hatten, auch von königlicher Seite Pardon gegeben.

Khana Ratsadon entließ daraufhin alle Gefangenen mit der Ausnahme von Prinz Paripatra, der ihnen allzu mächtig erschien, und er wurde des Landes verwiesen. Er verließ das Land und ging nach Java und kehrte erst als Toter nach Thailand zurück.

Als Ergebnis der Revolution wurde am 27. Juni 1932 um 17:00 die erste Verfassung unterzeichnet. Diese als "Temporary Charter" bezeichnete Verfassung löste damit das alte absolutistische Königtum in Siam ab und ersetzte es durch eine konstitutionelle Monarchie.

Dr. Volker Wangemann

In der nächsten Folge dieser neuen Serie werden wir uns mit der vorläufigen Verfassung von 1932 sowie der endgültigen Verfassung von 1932 beschäftigen.

Leser-Beitrag von Hanno Kowalski:

Die Body-Massage in Pattaya

Mallenbrink hielt einen Flyer in der Hand: "Body-Massage for free!" Er konnte es nicht glauben. Das kann es doch gar nicht geben, dass jemand etwas zu verschenken hat. Skepsis breitete sich aus. Sollte er den weiten Weg auf sich nehmen, um dann doch mit eingekniffenem Schwanz wieder abzuziehen, wenn er den wahren Preis erfuhr? Er besaß kein Motorrad, von einem Auto ganz zu schweigen, denn seine schmale Rente gestatte ihm nur hin und wieder Sex, von solchen Luxusgütern ganz zu schweigen.

Viele Frauen wollten nicht bei ihm bleiben, denn er konnte ihnen nur 5000.-Baht im Monat geben und musste auch jedes Mal beim Abendessen und bei der Nudelsuppe, die die Frauen zum Mittag verlangten, feilschen. Er kam sich manchmal vor wie auf dem Basar. Dabei war er nur ein armes Schwein, das sich unter der thailändischen Sonne etwas gönnen wollte. Was sollte er verlieren, wenn er das Risiko auf sich nahm? Also ein langer Fußweg oder in ein Sammeltaxi investieren? Er entschied sich für das Sammeltaxi, da dunkle Gewitterwolken aufzogen. Auf dem Flyer war das Symbol einer bekannten Bank angegeben, dort musste er aussteigen. Die dritte Straße zu überqueren war wie immer ein Risiko, denn seit dem Motorradunfall - er hatte beim Motorradtaxi hinten vorschriftsmäßig mit Helm gesessen, als der Taxifahrer scharf bremsen musste und die Straße entlang geschliddert war - zog er sein rechtes Bein nach und fand sein Urteil bestätigt, dass der schlimmste Feind der Alten der Straßenverkehr sei.

Aber er schaffte es auch diesmal, ging an einem Hotel vorbei, vor dem Inder auf ihren Bus zur Stadtrundfahrt warteten. Er verlief sich, fand aber schließlich ein Hinweisschild auf besagte Massage. Der Begriff "Body" fehlte allerdings schon. Egal meinte er zu sich, dann lasse ich mich eben massieren, wenn es "for free" ist. Er folgte den Hinweisschildern, die jetzt zahlreicher wurden und stand endlich vor dem Haus mit dem Namen auf seinem Flyer. Zu seiner Überraschung bestätigte ihm die agile Frau am Empfang, dass er tatsächlich für den Gutschein eine Massage von einer Stunde von einem Girl bekäme. Wollte er eine zweite, müsse er natürlich draufzahlen. Das konnte er sich nicht leisten. Er fragte nach Sex, die Frau gab keine Antwort. Sie ließ aber gleich alle fünf Girls aufmarschieren. Mallenbrink blieb kaum Zeit, schnell entschied er sich für das jüngste und halbwegs attraktive.

Es ging gleich die Treppe hoch auf ein Zimmer. Wieder einmal hatte er vergessen, gleich unten die Schuhe auszuziehen. Er blickte in das dunkelgrau gestrichene Zimmer. Vorne war gleich die Dusche, aber wo war die Badewanne und Luftmatratze, von der er gehört hatte? Auf der sollte doch schließlich mit dem Body massiert werden. Nichts war vorhanden. Enttäuschung. Aber das Bett sah sauber aus und ein Handtuch bekam er auch. Draußen prasselte der Gewitterregen los. Mallenbrink duschte und harrte gespannt der Dinge, die auf ihn zukommen würden. Er hatte sich schon einmal einer Thaimassage unterzogen und war mit krummem Rücken und schmerzenden Armen und Beinen von der Matratze aufgestanden. Das sollte ihm nicht noch einmal passieren. Aber hier war die Massage ja frei. Zu seiner Enttäuschung war das Girl noch genauso angezogen wie vorher. Er wollte sich überraschen lassen, natürlich positiv. Das übliche Gespräch folgte. Die Klimaanlage blies kalte Luft auf seinen Rücken. Er spürte das Öl und die Hände auf seinem Rücken. Das war durchaus angenehm und tat nicht weh. Es folgten die Beine und die Arme. Als er sich umdrehte, wurde es prickelnder. Körperkontakt wurde gesucht. Zufällig lag seine Hand auf ihrem Bein und begann zu arbeiten. Ihre Haare streiften jetzt empfindliche Körperteile. Er spürte die ersten Erregungen und fragte schließlich, ob denn Sex möglich sei und was der kosten würde. Die Antwort verschlug ihm die Sprache und ließ seine aufgekommenen Erregungen zusammenfallen. Nein, das konnte und wollte er sich nicht leisten. Ja, ein Trinkgeld musste er natürlich geben. Das tat ihm leid, aber ein Geizknochen wollte er nicht sein.

Als er seine Kleidung angelegt hatte, war das Gewitter fast vorüber. Er trottete zu seinem Apartment. Den Abend wollte an der Strandpromenade ausklingen lassen. Hier saßen die armen Leute, die meistens ganz gesundheitsbewusst nur Wasser tranken. Oder konnten sie sich kein Bier leisten? Zumindest blieb es bei einem Wasser, was beim Bierkonsum nur schwer möglich war. Mallenbrink setzte sich zu seiner Clique, die sich hier jeden Abend traf. Die einen wollten ihre Probleme mit der Visumsbeschaffung loswerden, die anderen über die nächsten Bundesligaspiele spekulieren.

Mallenbrink hörte sich auch geduldig die Story von dem alten Bayern an, der mit seiner 20-jährigen Freundin jetzt am Tegernsee weilte. Nie hätte er es für möglich gehalten, dass diese schmale Frau mit dem riesigen, echten Busen und der krächzenden Stimme den A1 Test bestehen würde. Er hatte sie immer für ein bischen blöd gehalten. Nun ja, mochte der alte Zausel doch glücklich werden, die Erben werden weniger begeistert sein. Schließlich setzte sich ein Bekannter zu ihm, der seiner Liebsten ein Haus hatte bauen lassen, eingezogen war, glückliche Tage verbracht hatte, aber als er von einem Urlaub in Deutschland zurückkehrte, war die Familie seiner Liebsten eingezogen und hatte ihm deutlich gemacht, dass für ihn jetzt kein Platz mehr sei. Etwas verbittert wohnte er jetzt auch in einem einfachen Ein-Zimmer-Apartment, bei dem die Dusche mit der Toilette kombiniert war. Er zog Mallenbrink zu sich und berichtete, wie er sich bei einer Body-Massage hatte verwöhnen lassen. Er müsse zwar jetzt ein wenig sparen, aber das sei ihm das Erlebnis wert gewesen. Mallenbrink staunte. Sollte er auch 2000 Baht für eine Stunde Genuss anlegen? Das bedeutete für ihn eine Woche nur Nudelsuppe und kein Bier.

Er ließ sich noch einmal in den schönsten Farben das Erlebnis schildern. Das musste er auch erleben. Egal wie schrecklich der Alltag danach sein würde. Bislang hatte er nur von einem Haus gehört, das vorwiegend von Chinesen besucht wurde. Aber jede gute Idee wurde hier ja drei- oder viermal kopiert, bis der Letzte an der schlechten Lage scheiterte.

Die Lage dieses Hauses kannte Mallenbrink, da er beim Fest zum Baubeginn dabei gewesen war, schließlich hatte es damals Spanferkel und Salate umsonst gegeben. Das Bier hatte er allerdings bezahlen müssen. Er hatte schon gesehen, dass in dieser Straße auch die Relax-Massage angeboten wurde, was immer das sein mochte. Es donnerte schon in der Ferne. Sollte er heute noch den Umweg machen? Das waren bestimmt 30 Minuten mehr Nachhauseweg. Aber die Neugier ließ ihn nicht los. Also reihte er sich ein in die Menge der schiebenden Menschen, die immer wieder einem Motorradfahrer ausweichen mussten. Denn hier galt der Fußgänger nichts, der Motorisierte war etwas Besseres, denn er hatte es zu etwas gebracht. Mallenbrink erreichte die Hauptstraße, an der es sogar Bürgersteige gab, auch wenn diese häufig durch Strommasten oder darauf gesetzte Telefonzellen kaum passierbar waren. Auch die heruntergezogenen Markisen waren tagsüber eine große Gefahr für Augen und Stirn. Jetzt brauchte Mallenbrink aber nur auf den Boden zu achten und auf die Katzen, wie er die Frauen hier nannte. Anderen nannten sie Hühner, auch Küken, aber die sah man jetzt immer seltener. Schließlich bog er in die besagte Straße ein, in der er früher einmal während der Weihnachtszeit in einem Hotel mit einer Dachterrasse und einem Swimmingpool gewohnt hatte. Die Gasse war eng, und auch hier musste er den Fahrzeugen immer wieder ausweichen, denn sie wurde noch durch die fahrbaren Garküchen verkleinert. Vorbei an diversen Massagebetrieben mit kreischenden Frauen davor stand er schließlich vor dem grauen Haus, das wie ein Hotel aussah.

Kurz zögerte er, dann sagte er sich. "I go ahead." Das hatte eine Katze zu ihm gesagt, als er zögerte, erneut den Kontakt zu ihr zu suchen. Er betrat das Haus, das auch innen wie ein Hotel mit einer Rezeption aussah. Man winkte ihn nach links, wo die Frauen hinter einer Glasscheibe saßen. Sie konnten die Interessenten aber offensichtlich auch sehen. Mit Kennerblick stellte Mallenbrink fest, dass ihm einige Katzen schon gefallen würden. Er durfte sich in einen Sessel setzen und sie genau betrachten. Ja, wenn man noch genügend Geld hätte. Er hätte sich sofort eine Katze ausgesucht, so aber musste er nach einigen Minuten stillen Genusses das Etablissement wieder verlassen. Dann ging er nach Hause.

Der nächste Tag war grau wie der letzte. Aber für Mallenbrink stand der Entschluss fest. Heute sollte es sein. Sein Festtag. Er duschte, obwohl er sich sagte, dass er doch gleich gebadet werde. Nach dem Frühstück verließ er entschlussfreudig das Apartmenthaus. Dieser Tag schien vielversprechend. Er ging die zentrale Straße entlang, bog in die berüchtigte Soi B. ein und musste immer wieder den verrückten Motorradfahrern ausweichen, aber auch das störte ihn heute nicht. Ein langer Fußweg lag vor ihm, immer den Schatten suchend kam er schließlich zu dem Hotel, das durch die Farbe Lila weithin sichtbar war. Hier musste er rechts einbiegen in eine unscheinbare kleine Straße, in der sich ein Massagesalon an den nächsten reihte. Überall versuchten die Frauen ihn zu überreden, sich der Entspannung hinzugeben. Mallenbrink blieb standhaft. Schließlich stand er vor einem steingrauen Haus, dessen Fassade im Tageslicht klotzig und abweisend auf den Besucher wirkte. Man hatte den Eindruck, dahinter müsse etwas ungemein Wichtiges passieren, wichtige Verträge abgeschlossen, unwichtige Anträge abgelehnt oder Menschen zu einem Verhör geladen werden. Das Geschehen dahinter sollte offensichtlich hinter dieser Fassade der hochtechnisierten Unsichtbarkeit verschwinden. Mallenbrink wusste es besser.

Über dem Eingang war immer noch die Leuchtreklame "Bodymassage". Mallenbrink fühlte nach dem Geld in seiner Hosentasche und betrat das Etablissement. Alles schien unverändert. Er wurde freundlich begrüßt und die Preise und Leistungsumfang wurden ihm genannt. Nach links ging es zum Schaufenster der Begehrlichkeiten. Manche Damen hatten eine gelbe, manche eine grüne Marke am Oberarm. Er erfuhr, dass es zwei Kategorien gab: viel und wenig Busen. Hier schienen alle gut ausgestattet zu sein. Mallenbrink wusste aber aus Erfahrung, dass Schaumgummipolster bei allen Katzen sehr beliebt waren. Das störte ihn nicht, Hauptsache es gab überhaupt etwas zum Anfassen. Er betrachtete das Angebot genau, obwohl für ihn nur die Damen mit der gelben Nummer in Betracht kamen. Alle hatten ihren Busen fürchterlich hochgedrückt und waren unwahrscheinlich zurechtgemacht, insbesondere in den Frisuren schien ein Vermögen zu stecken. Geflochtene Haarstränge um die Stirn zu legen schien jetzt in Mode gekommen zu sein. Mallenbrink fühlte noch einmal nach den Scheinen. War es das wirklich wert, doch entschied er sich für eine Katze, die ein Tuch mit rosa Pailletten um ihre Hüften geschlungen hatte. Der Aufseher gab die Nummer über sein Sprechfunkgerät bekannt und die Katze hinter der Glasscheibe erhob sich. Mallenbrink musste am Counter seine 2000 einzahlen und die Katze führte ihn zum Fahrstuhl.

Sie meinte: "My name is Mel. I speak only little English." "I am not here for talking, I want sexy massage," war seine Antwort. Nein, er erwartete keine intellektuelle Glanzleistung, eher körperliches Geschick und Einfühlungsvermögen. Die Katze nahm diese Anspielung gelassen auf, wenn sie sie überhaupt verstanden hatte. Mallenbrink wurde noch von einer Bedienung angehauen, ein Getränk zu bestellen. Er verweigerte sich dieser Anmache, er gäbe bestimmt ein Trinkgeld. Im Zimmer befreite sie sich gleich von ihren Stöckelschuhen und war mindestens 15 Zentimeter kleiner als vorher. Mallenbrink begutachtete das Zimmer. Gleich an der Tür war die Badewanne, daneben eine umrandete geflieste Fläche, an deren Kopfende eine große aufgeblasene Matratze stand und mehr zum Fenster hin befand sich ein großes Doppelbett. Das schmale dunkelglasige Fenster ging zu einer Brache, auf der bestimmt bald hochwertige Apartments für Qualitätstouristen errichtet würden. Doch die Katze nahm ihm die Sicht, indem sie den Vorhang zuzog. Mallenbrink hörte das Wasser in die voluminöse Badewanne rauschen.

Wie lange hatte er nicht mehr gebadet? Das letzte Bad war eigentlich das im Nacktbadeparadies von L. gewesen. Mit Schrecken erinnerte er sich an die zahlreichen fetten, alten Bäuche, kaum ein hübsches Mädchen hatte er dort gesehen. Im Zimmer hier hatte sich die Katze schon halb ausgezogen, Mallenbrink tat es ihr gleich und half ihr bei den letzten Kleidungsstücken. Wieder konnte er feststellen, wie stark die Schaumgummipolster waren, aber es reichte ihm, und schließlich hatte er ja nicht 500 mehr für mehr Volumen bezahlt. Die Katze fühlte das Wasser und befand es für viel zu heiß. Also ließ sie kühleres zulaufen und gab noch mehr Shampoo für eine größere Schaumentwicklung ins Wasser. Katzen scheuen das Wasser, dachte Mallenbrink, diese aber nicht. Sie hatte sich ins Wasser gekniet und forderte ihn auf, sich auf ihre Schenkel zu setzen. Mallenbrink spürte die seidige Haut und genoss ihre Nähe. Sie begann mit der Katzenwäsche, und er ließ dem Spiel seiner Hände freien Lauf. Das schien sie nicht zu stören, zeigte aber auch keine positive Wirkung. Sie gab sich ganz ihrer Arbeit hin und seifte mit dem Schaum seinen Körper ab. Nachdem dies erledigt war, bereitete die Katze die Luftmatratze auf dem Steinfußboden aus, erzeugte in einer Schüssel viel Schaum und schwappte diesen auf die Matratze. Schnell war alles schön feucht.

Vital Oase Thaicraft

Schon die Anfahrt zur Vital Oase Thaicraft ist ein Vergnügen. Auf einem schmalen Weg geht es entlang einer Parkanlage aus der Ortsmitte von Vechelde, einer 15.000 Einwohner-Gemeinde nahe Braunschweig, fast hinaus ins Grüne. Man blickt über Wiesen und Felder, und die Luft ist frisch und voller Vogelzwitschern. Parkplätze sind direkt vor der Tür, das ist natürlich ein toller Komfort, wenn man von außerhalb kommt.

Viele Kunden nehmen längere Anfahrt auf sich, kommen aus Hannover, Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Peine und Hildesheim. Die meisten Einheimischen scheinen hier mit dem Fahrrad unterwegs zu sein oder wie Thaicraft-Chef Thomas Wagner mit der wunderschönen, antiken Fahrradrikscha, die vor der Vitaloase parkt. Ich werde sehr herzlich begrüßt, nehme auf einem bequemen Sofa Platz und soll erst einmal einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Man ist hier also sehr vorsichtig und professionell, was eventuelle Vorerkrankungen oder Verletzungen angeht, die bei der Massage zu berücksichtigen wären. Da der Name meiner Krankheit der Masseurin, die mich betreut, noch nicht bekannt ist, fragt sie ihren Chef und der gibt ihr Erläuterungen. Teilweise spricht er sogar thailändisch mit ihr. Ich bin sehr beeindruckt. Der Inhaber, Thomas, erzählt mir später, dass die thailändische Kultur und Heilkunst für ihn nicht nur ein Beruf, sondern eine große Leidenschaft ist, die er mit seiner thailändischen Frau Tanutra teilt. Das hätte er fast nicht sagen müssen, denn man spürt es an diesem Ort in jedem Moment. Herzlichkeit, Warmherzigkeit, Gastfreundschaft wirklich eine Oase.

Ich tausche meine Straßenschuhe gegen frisch desinfizierte Badelatschen (überhaupt scheint Hygiene hier ein großes Thema zu sein, es gibt sogar ein Hygienezertifikat), dann führt mich die Masseurin in einen Behandlungsraum. Ich bin begeistert, wie groß und hell die Räumlichkeiten sind, mit offenem Fenster und frischem Frühlingsduft. Ich habe eine Fußmassage reserviert, die aber anders als gedacht nicht auf einem Sessel stattfindet, sondern auf einer Liege. Das stellt sich im weiteren als überaus bequem und entspannend dar und schont, so der Besitzer, den Rücken der Masseurinnen. Meine Füße werden gewaschen, ich erhalte noch ein extra Kissen und ein leichtes Tuch zur Verdunklung übers Gesicht. Die Massage ist intensiv und sehr einfühlsam. Manchmal denke ich, jetzt wird der Druck auf einen Punkt aber zu stark und in diesem Moment lässt der Druck wieder etwas nach und es fühlt sich 100% angenehm an.

Eine Stunde ist viel zu schnell vorbei. Die Masseurin muß mich fast etwas schütteln, bis ich wieder richtig zu mir komme, so tief war ich entspannt. Nach dem Anziehen erhalte ich noch einen Tee und blättere in den Informationsschriften, die ausliegen. Zwei Sachen fallen mir besonders auf: 1. Obwohl Vechelde nicht gerade der Nabel der Welt ist, hat die Vital Oase sogar eine Auszeichnung des Thailändischen Gesundheitsministeriums für qualitative hochwertige Thai Massagen erhalten. Das entspricht auch meinem Eindruck von dem hohen Niveau. 2. Eine örtliche Apothekenzeitschrift präsentiert die Vital Oase auf ihrem Titelblatt und preist die hohe Qualität und die Wirksamkeit der Massagen. Das heißt wohl, dass auch vor Ort alle wissen, was für einen besonderen Schatz man hier in seiner Mitte hat und dies zu schätzen wissen.

Thomas und Tanutra sind in der Kleinstadt bestens integriert, seit 10 Jahren mit Thaicraft Massage & Spa präsent, kooperieren mit örtlichen Therapeuten und Einzelhändlern, beteiligen sich an Festen und Veranstaltungen. Zum Abschied zeigt mir der Eigentümer der Vital Oase, der eine Ausbildung zum Thai Masseur hat (vgl. FARANG 11-2013: Ein Farang als Thai Masseur), seine Fahrkünste auf der uralten Fahrrad-Rikscha. Die quietscht und ächzt zwar bei jeder Bewegung, aber das tun manche Kunden ja auch bei einer kräftigen Thai Massage. Ein gewohntes Geräusch als für Thomas. Siehe: www.thaicraft.de Mario Mensing

1. Generaltreffen der Union of Thai Sanghas in Europa - sowie 10 Jahre Wat Dhammavihara Hannover

Das Treffen der Mönche

Am 12. und 13. Oktober trafen sich 100 Mönche aus ganz Europa, aber auch aus Neuseeland und den USA, in Hannover. Es war bisher das größte Treffen des Mönchsorden der Sanghas in Europa.

Der Treffpunkt war der Tempel Wat Dhammavihara Hannover, der gleichzeitig sein 10-jähriges Bestehen feierte. 10 Jahre dauerte es auch bis aus dem renovierungsbedürftigen, denkmalgeschützten Ahlemer Turm, das wunderbar restaurierte Gebäude geworden ist, in welchem der Thai Tempel untergebracht ist.

Diskutiert wurde bei diesem Treffen über die Zukunft des Buddhismus in Europa. Ein Beitrag hatte folgende Aussage: Eine Missionierung der Europäer sollte nicht stattfinden, aber interessierte Nicht-Thailänder sollten z.B. in Meditationstechniken unterrichtet werden. Eine sehr sympathische religiöse Einstellung, an der sich andere Religionen ein Vorbild nehmen können. Teile des Vorstands des vereinsmäßig organisierten Mönchsordens wurden neu gewählt. Richtungsweisende Entscheidungen wurden wohl nicht getroffen, aber Ideen und Vorstellungen über die Zukunft des Ordens wurden besprochen. Die Mönche tagten von früh morgens bis spät abends. Zeit um die Sehenswürdigkeiten von Hannover zu besichtigen, blieb ihnen nicht. Einige Mönche fuhren anschließend nach Berlin. Hier konnten sie sich von den anstrengenden zwei Tagen erholen. Sobald der Thai Tempel in Pankow fertiggestellt ist, ist er ein möglicher Treffpunkt für eines der nächsten Treffen der Sanghas.

Von Thomas Wagner (www.thaicraft.de)

Thai Party Szene Berlin

Saharat im Butterfly

Auf zünftige Verkleidungen und Masken zur Halloweennacht verzichtete man im Berliner Butterfly. Statt dessen hat Dimmy den Sänger Saharat, Nickname Petch, zum Konzert geladen. Glück, denn der 34-Jährige hat gerade die Tournee durch die Schweiz und Belgien beendet. Wie nicht anders zu erwarten, ist Morlam und Luktung sein Musikstil. Petch spielt Gitarre zu seinen selbst komponierten Songs. Texte schreibt er für sich und andere Stars wie z.B. Uraiporn. Sein produziertes Album kommt recht gut an.

Die freien Plätze im Butterfly wurden im Laufe des Abends immer weniger. Einige sind vom Thai-Laos Freundschaftsfest noch vorbeigekommen. So der Sohn des laotischen Botschafters. Leider hat er Fotos streng abgelehnt. Ist ja auch top secret, wenn man so um die Häuser zieht. Petch betrat kurz nach 1 Uhr das Podest und überraschte die Anwesenden mit ausdrucksvoller Stimme. Besonders die Hits von Sek Loso kamen super an. Jedenfalls waren alle vollends zufrieden. Nach dem heutigen Auftritt hat der Sänger noch ein paar Tage Zeit um Berlins Attraktionen zu besichtigen. Am 20.11. geht es dann nach Sakhon Nakhon, wo er ein 2. Standbein hat. Hier stellt er einen Schokotrunk her, der in erster Linie nach Vietnam und Laos exportiert wird.

Zum Schluss ein Geburtstagsgruß an Noi. Bereits eine Woche vorher feierte sie in kleiner Runde. Das Besondere an der Party war die lustige Comedy Showeinlage, die alle von Herzen lachen ließ, vorgeführt vom Butterfly-Team, einfach genial. Happy Birthday! Mr. Big

Horror-Frauen im Siam Park

Hat das Siam Park Team im letzten Jahr noch Spinnweben in die Ecken gesprüht, die Spiegel mit Stoff verhüllt und schwarze Luftballons aufgehängt, hatte die Crew noch standesgemäße Kostüme übergestreift, verzichtete Jump heuer auf dieses Ritual. Überhaupt entsteht der Eindruck, dass im Siam Park ein Wandel vor sich geht. Die Deutschen scheinen die Location am Breitenbachplatz wiederentdeckt zu haben. Gäste aller Altersklassen, wobei der Durchschnitt wohl um die 30 sein wird, feiern und tanzen zur Hipp Hopp Musik. DJ Soulkrates steht hinter dem Mischpult. Er versteht sein Handwerk. Je nachdem die Stimmung ist, legt er gefühlvoll auf, zu sehen u.a. an der ständig ausgelasteten Tanzfläche. Tja, da sind die alten Zeiten wieder, erinnern diese Partys doch an die Eierschale, die hier mit Live-Musik ihren Ursprung hatte.

In der Halloweennacht, die vom 1.11. auf den 2.11. verlegt wurde, war die Hütte gruselig voll. Viele der weiblichen Besucher haben richtig Mühe aufgewendet um Gesicht und Kleidung entsprechend anzupassen. Keine künstlichen Masken, alles mit Geduld und Ausdauer hergerichtete. Gut gemacht, Mädels. Ob eine gemeinsame thai-deutsche Party zustande kommt, ist jedoch unwahrscheinlich; zu different sind die Musikrichtungen, wenn man die Jugend mal ausklammert. Ein abwechslungsreiches Programm ist daher genauso wichtig wie nötig. Schließlich wollen zum Wochenende alle nur eines: viel viel Sanuk. Mr. Big

Berliner Mugge im Brienzer Eck

Live-Musik ist nach wie vor "in". In diesem Sinn spielte die Musikgruppe "Brienzer Five" am 2.11. heiße Rhythmen. Musik quer Beet stand auf dem Programm, alles was das begeisterte Stammpublikum zum Feiern und Tanzen braucht. Von Oldies bis zur deutschen Welle, vom Walzer bis zur Country and Western Musik. Die normalerweise aus drei Leuten bestehende Band Highway Singer ist durch eine weitere Band, bestehend aus 2 Musikern, Jeffrey Michael Jackson und Petra, ergänzt worden. Die Brienzer Five waren geboren. Ist auch sehr praktisch, denn durch die abwechselnden und auch gemeinsamen Auftritt entstehen keine Pausen. Gelungene Generalprobe für Silvester. Die Gästen war fanden das jedenfalls prima und freuen sich schon auf das nächste Konzert.

Jetzt noch nachträglich die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag! Farang und Inhabert Walter feierte am Halloween eine gruselige Party in feuchter Runde. 50 Jahre und immer noch so fit, ob da wohl Kria mitgeholfen hat??? Happy Birthday vom FARANG! Mr. Big

Die News aus Thailand

Drehkreuz Suvarnabhumi
Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi wird als Drehkreuz immer beliebter. Inzwischen fliegen 107 internationale Airlines die thailändische Hauptstadt an. Sie verbinden Bangkok mit 150 Städten weltweit. Die meisten Strecken bestehen nach China, Japan, Indien, Südkorea und Russland. Im jetzt abgelaufenen Geschäftsjahr hat Suvarnabhumi 50,9 Mio. Passagiere bewältigt bei einer offiziellen Jahreskapazität von 45 Mio. Fluggästen. Um Suvarnabhumi zu entlasten, plant der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) auf dem alten Bangkoker Flughafen Don Mueang umfangreiche Bauarbeiten. Die Terminals 1 und 2 sollen renoviert und umgebaut, die Rollbahn erneuert werden. Die AoT will bei der Regierung den Antrag stellen, Don Mueang neben Suvarnabhumi gleichberechtigt zu nutzen. Derzeit starten und landen auf Don Mueang nur Maschine auf Inlandsstrecken, bei internationalen Routen sind es sogenannte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

Wasser in 16 Provinzen
In 16 Provinzen leidet die Bevölkerung weiterhin unter Überschwemmungen. Von Hochwasser betroffen sind rund 175.000 Menschen. Als kritisch wird die Situation weiter in Chachoengsao und Prachin Buri angesehen. Zurück geht das Wasser in den Provinzen Nakhon Ratchasima, Ubon Ratchathani, Buriram, Ayutthaya, Nakhon Nayok, Chonburi, Khon Kaen, Sisaket, Pathum Thani, Nonthaburi, Samut Prakan, Suphan Buri, Nakhon Pathom und Lop Buri. Das Katastrophenschutzamt meldet 80 Hochwassertote. Die meisten ertranken in den Fluten, weitere starben durch Stromschläge. Der Osten Thailands erlebt das schlimmste Hochwasser seit 50 Jahren. Das sagte der stellv. Ministerpräsident Plodprasop Suraswadi in Bangkok. Er ist zugleich Vorsitzender der Water and Flood Management Commission. Weil der Fluss Moon über die Ufer getreten ist, steigt in den Bezirken Chalerm Phrakiat und Phimai der Provinz Nakhon Ratchasima das Wasser unaufhörlich. Plodprasop Suraswadi glaubt, dass der höchste Stand erst in Kürze erreicht sein wird. Phimai liegt in einer Tiefebene, von höhere gelegenen Gebieten fluten die Wassermassen in die Stadt. Überschwemmt sind nach wie vor Straßen am Industriegebietes Amata Nakorn in Chonburi. Hochwasser wird weiter aus Chacheongsao, Prachinburi, Pattaya gemeldet.

Senatoren-Wahl korrekt
Das Verfassungsgericht sieht in der mehrheitlich vom Parlament verabschiedeten Änderung zur Wahl der Senatoren keinen Verstoß gegen die Verfassung. Das Gesetz war jüngst in 3. und letzter Lesung von den Abgeordneten verabschiedet worden. Es liegt jetzt dem König zur Genehmigung vor. Sobald es in der Royal Gazette veröffentlich wird, tritt es in Kraft. Künftig sollen alle 200 Senatoren gewählt werden, und sie sollen sich ein zweites Mal zur Wahl stellen können. Nach dem noch geltenden Paragraphen der Verfassung müssen die Senatoren zur Hälfte vom Volk gewählt und von einem Ausschuss bestimmt werden. Gegen die Änderung der Verfassung hatten 40 Senatoren und Abgeordnete der Demokratischen Partei vor dem Verwaltungsgericht Einspruch eingelegt.

Die Kautschukfarmer
Der Nationale Sicherheitsrat sieht die erneut aufgeflammten Proteste der Kautschukfarmer als Teil der gegen die Regierung gerichteten Demonstrationen. Generalsekretär Paradorn Pattanatabutr erwartete Großdemonstrationen nach Verabschiedung des Amnestiegesetzes und weitere heftige Proteste, sollte der Internationale Gerichtshof in Den Haag im Streit um das Gelände am Hindu-Tempel Preah Vihear zugunsten von Kambodscha entscheiden. Die Kautschukfarmer, so der Generalsekretär weiter, würden derzeit das Verhalten von Sicherheitskräften testen und bei Großdemonstrationen zu den Regierungsgegnern stoßen.

Kinderprostitution
Kinderprostituierte werden neuerdings nicht mehr nur in Bars angeboten, sondern auf Schiffen, die vor der Küste Pattayas oder anderer Provinzen ankern. Das hat die Stiftung Human Help Network Thailand (HHN) festgestellt. Weil die Polizei verstärkt Bars kontrolliert, verschiebe sich die Kinderprostitution auf Straßen, Einkaufszentren und aufs Meer. HHN-Direktor Kanjanas Memanas sagt, wegen der hohen Zahl von Straßenkindern und der starken Nachfrage von Touristen bleibe die Kinderprostitution ein Geschäft. Die Stiftung geht landesweit von 25.000 und in Pattaya von 2.000 Straßenkindern aus. Es seien nicht nur Thais, sondern auch viele Mädchen und Jungen von Migranten. Als erschreckend hoch wird die Zahl der Kinder bezeichnet, die von ihren Eltern oder anderen Familienangehörigen zu Sex vermittelt werden.

Mehrheit gegen Demos
Bei einer landesweiten Umfrage haben sich fast 70% für ein Ende der Demonstrationen ausgesprochen. Schließlich habe der Senat eine Generalamnestie abgelehnt, die Koalitionsregierung habe sich darauf verständigt, das Amnestiegesetz nicht weiter zu verfolgen. 30% der Befragten befürworten weitere politische Kundgebungen, weil der Regierung nicht zu trauen sei. Und fast 86% der Interviewten sind der Meinung, das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag zum Grenzstreit am Hindu-Tempel Preah Vihear zu akzeptieren. Demonstrationen könnten eskalieren, das Image des Landes schädigen und die Sicherheit der Bevölkerung entlang der Grenze zu Kambodscha gefährden. Die Suan Dusit Rajabhat University hatte zwischen dem 11. und 13. November 1.284 Menschen befragt.

Betrug mit Kreditkarten
Bei der Polizei in Bangkok haben sich weitere Bankkunden gemeldet, die Opfer eines Kreditkartenbetrugs an ATMs geworden sind. 8 Frauen und Männer haben auf der Polizeistation Phaya Thai Anzeige erstattet. Sie hatten den Geldautomaten der Thai Military Bank (TMB) am CP Tower 3 im Bezirk Ratchathewi genutzt. Einem 53-Jährigen wurden von seinem Konto in 20 Transaktionen 400.000 Baht abgehoben. Seine Bank will ihn voll entschädigen. Ein weiterer Bankkunde hat einen Schaden von 45.800 Baht erlitten. Zuletzt waren von 78 Bankkonten 1,3 Millionen Baht abgehoben worden - in der Ukraine.

Bangkok schafft Parks
Bangkoks Stadtverwaltung macht ihre Ankündigung wahr und schafft weitere öffentliche Parks. Die bestehenden weitläufigen Grünanlagen im Bezirk Chatuchak - Chatuchak Park, Queen Sirikit Park und Vachirabenjata Park - werden in den kommenden Monaten über neue Wege miteinander verbunden. So entsteht auf 727 Rai der größte Park der Hauptstadt. Bangkok will zudem zwei weitere Grünanlagen schaffen: an der Charan Sanitwong Soi 42 im Bezirk Bang Phlat mit drei Rai und im Bezirk Vatcharapol mit 34 Rai.

Die Spaltung der Nation
Armeechef General Prayuth Chan-ocha hat Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra aufgefordert, mit relevanten Gruppen nach Lösungen aus der Krise zu suchen. Das Militär, so der General, werde sich nicht einmischen und könne das Problem auch nicht lösen. Bangkoks Polizei hatte Demonstranten eindringlich vor Ausschreitungen gewarnt. Die Anführer sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Verstöße gegen geltendes Recht für sie ernste Konsequenzen hätten. "Sie würden zur Verantwortung gezogen", sagte ein Sprecher des Centre for Administration of Peace and Order (Capo). Das Zentrum will Demonstrationen weder aufhalten noch unterbinden, so lange Gesetze eingehalten werden. Die zunehmenden Proteste beeinflussen auch die Finanzwirtschaft. Der Index der Bangkoker Börse SET ging um 2,85% zurück, auch die Baht-Währung verlor mit 31,258 gegenüber dem Dollar an Boden.

Dorf gräbt Bunker
Einwohner im Grenzgebiet zum Hindu-Tempel Preah Vihear befürchten nach dem Urteilsspruch des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag erneute kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Militärs von Thailand und Kambodscha. Deshalb graben sich Bewohner des Dorfes Ta Mieng in der Provinz Surin behelfsmäßige Bunker. Die Unterstände liegen 11 Km von der Grenze zu Kambodscha entfernt, können aber von Granaten erreicht werden.

Neue Friedensgespräche
Zwei weitere Aufständischengruppen wollen an den nächsten Friedensgesprächen für den Süden Thailands teilnehmen. Es sind die Patani United Liberation Organisation (Pulo) und die Barisan Islam Pembangunan Pattani (Bipp). Bislang hatten Vertreter des Königreichs nur mit Abgesandten der Gruppe Barisan Revolusi Nasional (BRN) verhandelt. Doch die Gespräche haben keine Fortschritte gebracht. Deshalb hatte sich die thailändische Regierung bemüht, für die nächste Runde weitere Rebellengruppen zu finden.

Suthep: Generalstreik
Das umstrittene Amnestiegesetz ist gescheitert, vorerst. Dennoch gehen die Demonstrationen der Regierungsgegner weiter. Und Suthep Thaugsuban, der die Kundgebungen der Demokratischen Partei organisiert, hat in Bangkok zu einem Generalstreik aufgerufen. Er soll über drei Tage gehen und die Regierung zum Rücktritt zwingen. Suthep rief alle Arbeiter und Angestellten auf, die Arbeit niederzulegen und an der Großkundgebung am Demokratie-Monument in Bangkok teilzunehmen. Wer nicht die Arbeit niederlegen wolle oder könne, solle langsam und nach Vorschrift arbeiten. Zudem sind Schulen, Colleges und Universitäten aufgerufen, vorübergehend zu schließen. Der Senat hatte sich nach 10-stündiger Debatte gegen das Amnestiegesetz ausgesprochen. Mit 141 Stimmen lehnte das Oberhaus die Generalamnestie ab. Jetzt geht das Gesetz zurück an das Parlament. Die Abgeordneten können aber erst nach 180 Tagen einen neuen Beschluss herbeiführen. Die Regierungskoalition hatte vor der Diskussion im Senat beschlossen, bei einem Nein des Oberhauses das Gesetz nicht weiter zu verfolgen. Zu Beginn der Diskussion lagen dem Senat 46 Eingaben von Organisationen vor, das Amnestiegesetz nicht zu billigen. Die Regierung will beraten, wie die politische Krise zu überwinden ist.

Reis-Subvention Stopp
Der Internationale Währungsfonds (IMF) hat Thailand aufgerufen, seine milliardenschwere Förderung der Reisbauern zu beenden. Die damit verbundenen hohen Verluste würden das Vertrauen in die Finanzen des Staates untergraben. Das Subventionsprogramm ist ein wesentlicher Teil des populistischen Programms der Regierung mit Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra an der Spitze. Laut IMF hat die Förderung der Reisbauern seit 2011 bereits Verluste von 4,46 Milliarden US-D gebracht, und die Regierung verschweige die wahren Kosten. Weil der Staat den Reis zu einem Preis aufkaufe, der um 40% über den Marktwert liege, könne das Getreide nur unter hohen Verlusten verkauft werden. Deshalb habe Thailand auch beim Reisexport seinen Spitzenplatz an Indien und Vietnam verloren. Ein weiteres Problem sei die mit dem Programm verbundene Korruption.

Tourismus nicht gestört
Die landesweiten Demonstrationen haben sich bisher auf den Tourismus nicht negativ ausgewirkt. Der Tourism Council of Thailand (TCT) berichtet, weder bei Hotels noch bei Fluggesellschaften habe es Absagen gegeben. Die Branche rechnet in den Monaten November und Dezember mit jeweils über zwei Millionen ausländischen Urlaubern. Bis Ende des Jahres sollen es insgesamt 26,2 Millionen Ausländer sein, die dem Land Einnahmen in Höhe von 1,18 Billionen Baht bringen werden. In den ersten 10 Monaten dieses Jahres wurden im Jahresvergleich rund 10% mehr ausländische Besucher gezählt.

"The Coup" Chiang Mai
Produktionsteam und Schauspieler aus Hollywood werden zu Filmaufnahmen für den Thriller "The Coup" nach Nordthailand kommen. Gedreht wird unter Regisseur John Erick in Chiang Mai und Lampang. Besetzt ist der Streifen mit Stars wie Owen Wilson, Pierce Brosnan, Michelle Monaghan und Lake Bell. "The Coup" ist die Geschichte einer amerikanischen Familie, die in Südostasien in einen gewaltsamen Putsch gerät. Das US-Team rechnet in Thailand mit Ausgaben in Höhe von 400 Mio. Baht. An den Dreharbeiten im Norden des Landes beteiligt ist die lokale Produktionsfirma Living Film, bekannt vom Hollywood-Film "The Hangover, Part II".

Das Königspaar in Hua Hin
Das Königspaar erholt sich im Badeort Hua Hin prächtig. Der behandelnde Arzt Dr. Udom Kachintorn berichtete, der König sei in der Lage, den elektrisch betriebenen Rollstuhl eigenhändig zu bedienen. Seine Majestät füttere täglich die Fische am Sala Paed Liam, er lächle und lache viel. Die Königin unternehme im Park kurze Spaziergänge. Das Königspaar hält sich seit Anfang August in Hua Hin im Klai-Kangwon-Palast auf und plane nicht, in absehbarer Zeit nach Bangkok zurückzukehren.

Korruption inakzeptabel
Deutsche Unternehmen sind an weiteren Investitionen interessiert und hoffen auf Aufträge aus dem 2,2-Billionen-Baht-Programm der Regierung zur Verbesserung der Infrastruktur. Das sagte der Präsident der Deutsch-Thailändischen Handelskammer, Karl-Heinz Heckhausen, beim "Business Talk" in der Deutschen Botschaft in Bangkok. Die derzeitigen Demonstrationen sieht Heckhausen als eine Beteiligung der Menschen an der Demokratie. Zur allgegenwärtigen Korruption befragt, meinte der Präsident, sie sei für deutsche Unternehmer inakzeptabel. Die Firmen wollten nach Recht und Gesetz handeln. Marc Saxer, Direktor der Friedrich Ebert Stiftung, meinte, ausländische Investoren zeigten sich besorgt über die gegenwärtige politische Situation des Landes. Demonstrationen beschädigten das Investitionsumfeld. Fast 600 deutsche Firmen sind in Thailand aktiv.

Monorail für Chiang Mai
Die Pinkanakorn Development Agency favorisiert für Chiang Mai den Bau einer Monorailstrecke. Die Stadt im Norden des Landes, so heißt es bei der staatlichen Agentur, habe keinen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr. Für den Tourismus und besonders für eine Auslastung des neuen Kongresszentrums sei eine Einschienenbahn erforderlich. Sie sollte das Stadtzentrum mit dem International Convention and Exhibition Centre verbinden. Die Agentur gibt die Kosten für eine 27 Kilometer lange Monorail mit 7 Milliarden Baht an. Erinnert wird an die ständigen Klagen von Touristen über lokale Busbetreiber, die weit überhöhte Fahrpreise verlangten. Die Pinkanakorn Development Agency ist die Aufsichtsbehörde für das Kongresszentrum und für die Chiang Mai Night Safari.

Truppen am Tempel
Obwohl die Außenminister von Thailand und Kambodscha bei ihrem letzten Treffen Ende Oktober erklärt hatten, das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag zum Grenzstreit Preah Vihear werde die guten Beziehungen beider Länder nicht belasten, werden aus dem Grenzgebiet Truppenbewegungen gemeldet. Thailands Armeeführung befürchtet, dass bei einem Urteil gegen Thailand national gesinnte Thais zum Hindu-Tempel marschieren könnten. Darauf bereitet sich das Militär vor. Und aus Kambodscha wird berichtet, dass der Nachbarstaat seine Truppen gegenüber der thailändischen Provinz Sisaket verstärkt. Zudem hat Kambodschas Verteidigungsminister Tea Bahn seinen geplanten Besuch in Bangkok abgesagt. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag wird sein Urteil zum Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha um eine 4,6 Quadratmeter große Fläche am Tempel Preah Vihear am 11. November bekanntgeben. Der Gerichtshof hatte im Jahr 1962 den Tempel und das umliegende Gelände Kambodscha zugesprochen. Nach thailändischer Version sind es 0,35 Quadratkilometer, Kambodscha pocht auf 4,6 Quadratkilometer und hat Den Haag um eine Stellungnahme gebeten. Thailand sieht das Gelände als Teil seiner Provinz Sisaket an, Kambodscha sagt, es sei Teil seiner Provinz Preah Vihear.

Urteil zu Preah Vihear
Thailands und Kambodschas Außenminister hatten sich bei einem Gespräch in Sa Kaeo nahe der Grenze darauf geeinigt, es nach dem Urteil des Internationalen Gerichtshofes in den Haag zu keinem Konflikt kommen zu lassen. Gleich wie der Richterspruch über das Gelände am Hindu-Tempel Preah Vihear ausfallen wird, beide Länder wollen den Frieden bewahren. Thailands Außenminister Surapong Tovichakchaikul und Kambodschas Außenminister Hor Namhong sagten, das Urteil dürfe die guten Beziehungen zwischen beiden Staaten nicht belasten.

Neue Eingreiftruppe
Im Kampf gegen die zunehmende Kriminalität wurde in Pattaya eine neue Eingreiftruppe gebildet. Sie setzt sich zusammen aus Polizisten der für die Highways, Marine und Immigration zuständigen Beamten sowie der Kriminalpolizei. Rechtzeitig zur touristischen Hauptsaison sollen diese Mitarbeiter in der Touristenmetropole patrouillieren und durch ihre Gegenwart Straftaten verhindern. Nach Angaben der Provinzpolizei hat es im Vorjahr in Chonburi 50.000 Straftaten gegeben, davon 13.000 in Pattaya. Die Internetreiseseite CNNgo.com hatte kürzlich die lokalen Behörden mit einer Nachricht aufgeschreckt. Pattaya wurde unter sieben touristischen Zielen in Thailand aufgeführt, die wegen der hohen Kriminalität gemieden werden sollten. Urlauber sind vielfach Opfer von Betrügereien, Raubüberfällen und Diebstählen.

Demonstranten gegen das Thaksin-Regime
Suthep Thaugsuban hat gerade vor Demonstranten am Demokratie-Denkmal in Bangkok das Ziel weiterer Protestkundgebungen benannt: das Ende des Thaksin-Regimes. Das Vorstandsmitglied der Demokratischen Partei und Organisator der Demonstrationen rief vor rund 50.000 Frauen und Männern erneut zu einem Generalstreik auf und zum Boykott von Produkten und Dienstleistungen aus Unternehmen der Shinawatra-Familie. Innerhalb eines Monats müsse es gelingen, das Thaksin-Regime zu beenden. Es sei korrupt und sollte durch eine demokratische Regierung ersetzt werden. Bangkoks Polizei rechnet jetzt mit einer Ausweitung der Proteste und hat 61 Kompanien in Alarmbereitschaft versetzt. Die über 9.000 Beamten sollen verhindern, dass die Demonstranten ihre jetzigen Standorte verlassen, womöglich zum Regierungssitz ziehen oder den Verkehr auf wichtigen Verbindungsstraßen zum Erliegen bringen. Die Polizei will weiter verhindern, dass Demonstranten in die Bezirke Dusit, Phra Nakhon und Pomprap Sattruphai marschieren. Für diese drei Stadtviertel gilt weiterhin das besondere Sicherheitsgesetz ISA.

Abhisit vor dem Prozess
Der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Abhisit Vejjajiva, und sein Stellvertreter Suthep Thaugsuban sind jetzt vor der Generalstaatsanwaltschaft in Bangkok erschienen. Die beiden Politiker hörten die Anklagen wegen der politischen Unruhen in 2010. Damals war Abhisit Regierungschef und Suthep leitete das Krisenzentrum. Sie sollen den Schießbefehl erteilt haben und für den Tod von Demonstranten (Rothemden) verantwortlich sein. Deshalb will die Staatsanwaltschaft beide Politiker wegen Mordes vor Gericht bringen. Der Ex-Premier sagte, sie wären bereit für einen Prozess und würden ihre Unschuld beweisen. Da beide Politiker Parlamentsabgeordnete sind und die jetzige Sitzungsperiode erst am 12. Dezember endet, können sie vorerst wegen ihrer Immunität nicht belangt werden. Bei den politischen Unruhen waren über 90 Menschen ums Leben gekommen. Abhisit Vejjajiva sieht in der Anklage ein Druckmittel der Regierung, an den Gesprächen über eine Versöhnung der geteilten Nation teilzunehmen und im Parlament dem Amnestiegesetz zuzustimmen. Das Gesetz wird als Blankoscheck für alle politisch bedingten Straftaten seit dem Putsch des Militärs im September 2006 bis 2013 angesehen.

Proteste schaden sehr
Mit Sorge verfolgen Wirtschaft und besonders die Tourismusbranche die steigende Zahl der Demonstranten. Denn nicht nur in Bangkok, auch in anderen Städten landesweit wird gegen das Amnestiegesetz demonstriert. Ökonomen sehen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und das Konsumverhalten der Bevölkerung. Sollte es zu gewaltsamen Unruhen kommen, so Somprawin Manprasert, stellv. Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Uni Chulalongkorn, einen Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Punkte voraus. Und die Association of Thai Travel Agents (ATTA) warnt: Touristische Schlüsselländer wie Japan, Südkorea und China könnten ihre Bürger von einer Thailandreise abraten. Politische Proteste würden das Vertrauen von Ausländern in das Reiseland untergraben. Mehrere regierungsfeindliche Organisationen wollen sich den Protesten der Demokratischen Partei anschließen, nicht aber gemeinsam mit einer politischen Partei demonstrieren. Während sich die Demokraten an der Eisenbahnstation Samsen in Bangkok auf einen langen Protest einrichten, treffen sich außerparlamentarische Oppositionen auf der Bangkoker Kreuzung Uruphong und am Lumpini Park.

Loy Krathong findet statt
Irritationen hat eine Meldung der staatlichen Tourismusbehörde ausgelöst, sie werde wegen der Trauerfeierlichkeiten nach dem Tod des Obersten Patriarchen Somdet Phra Nyanasamvara Suvaddhana Mahathera zu Loy Krathong keine Festivals ausrichten. Die Regierung hat jetzt richtig gestellt, dass Bevölkerung, Vereine und Organisationen das Lichterfest wie in den Jahren zuvor begehen können. Trotz der von der Regierung beschlossenen Trauerzeit bis zum 23. November. Bis dahin sollen alle Mitarbeiter im öffentlichen Dienst Schwarz tragen. Allerdings hat die Stadt Bangkok alle in eigener Regie geplanten Veranstaltungen zu Loy Krathong (17. November) abgesagt. In Sukhothai, im Historischen Park, werden Touristen wieder die größte Kulturshow des Landes erleben.

Busse mit Kameras
Überwachungskameras für alle 800 Überlandbusse der staatlichen Transport-Gesellschaft hat das Transportministerium gefordert. Die Behörde hat eine Machbarkeitstudie in Auftrag gegeben. Das Ministerium stellt sich vier Kameras pro Bus vor. Damit soll die Sicherheit der Fahrgäste erhöht und die Zahl der Unfälle reduziert werden. Die Kameras sollen Fehler oder leichtsinniges Verhalten des Fahrers dokumentieren, letztlich diese dazu anleiten, die Fahrgäste zuverlässig ans Ziel zu bringen. Zudem kann die Polizei nach einem Unfall die Kameras auswerten.

Piraten töten Matrosen
In Pattani hat die Polizei nach tagelangen Ermittlungen vier Männer festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, die Mannschaft eines Schiffes ermordet und 120 Mio. Baht gestohlen zu haben. Das Schiff mit einer achtköpfigen Besatzung sollte am 2. Oktober 2,6 Mio. Singapur-Dollar und 5,6 Mio. malaysische Ringgit, umgerechnet rund 120 Mio. Baht, zu Kunden bringen. Bewaffnete Piraten in einem Schnellboot überfielen die Crew vor der Küste Pattanis und schossen auf die Mannschaft. Die Crew wurde später ermordet. Jetzt fahndet die Polizei nach weiteren Tätern.

Dengue-Fieber 129 Tote
Bis zum 6. November sind landesweit 129 Menschen an den Folgen von Dengue-Fieber gestorben, zumeist Kinder. Bei 139.681 Kindern, Frauen und Männern wurde die Virus-Infektion festgestellt, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Damit haben sich in diesem Jahr erheblich mehr Menschen infiziert als in den Vorjahren. Da die kältere Jahreszeit bevorsteht, rechnen die Behörden mit einem Rückgang bei neuen Infektionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der Erkrankungen weltweit auf etwa 50 Mio. pro Jahr. Zahlreiche Erkrankungen verlaufen in der schweren hämorrhagischen (blutigen) Form oder es kommt zum so genannten Dengue-Schocksyndrom. Die Sterblicheit liegt hier zwischen 6 und 30%. Es betrifft vor allem Kinder unter 15 Jahren.

Noch kein Truppenabzug
Das thailändische Militär wird seine Truppen am Hindu-Tempel Preah Vihear vorerst nicht abziehen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte in seinem Urteil zum Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha Thailand verpflichtet, seine Soldaten aus dem Gebiet am Tempel zurückzuziehen. Die Armeeführung wartet auf eine Entscheidung der Regierung und glaubt an einen Truppenabzug erst im kommenden Jahr. Im Vorjahr hatten sich Thailand und Kambodscha auf eine demilitarisierte Zone geeinigt, in der nur Polizisten patrouillieren. Die Zone ist Teil des umstrittenen 4,6 Quadratkilometer Areals.

Viele Reisewarnungen
Mehrere Länder haben auf die landesweiten Demonstrationen reagiert und ihre Landsleute angewiesen, Demonstrationsstandorte unbedingt zu meiden. Laut staatlicher Tourismusbehörde sind es 16 Staaten: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Japan, Taiwan, Kanada, Australien, Israel, Brasilien, Singapur, Belgien, Spanien, Niederlande, Ungarn und Norwegen. Auf der Webseite der deutschen Botschaft in Bangkok heißt es nach wie vor: Derzeit finden politische Demonstrationen in Bangkok statt. Daher ist mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Es wird empfohlen, über Reiseveranstalter und Presse aktuelle Infos zur Lage in Bangkok einzuholen.

300 Kg Gold für Indien
Thailands König und weitere Gläubige haben für den Mahabodhi-Tempel in Indien 300 Kg Gold im Wert von 450 Mio. Baht gespendet. Mit dem Edelmetall soll die Kuppel des Tempels ausgekleidet werden. Das Gold traf in 13 Boxen mit einer Sondermaschine und einer Sonderbewachung in indischen Bodh Gaya ein. Der Tempel zählt zu den heiligsten Stätten des Buddhismus, wurde vor 1.500 Jahren errichtet und ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Hier soll Buddha seine letzten Lebensjahre als Lehrer verbracht haben. Ein ebenfalls aus Thailand eingeflogenes 40-köpfiges Expertenteam soll die Arbeiten in einem Monat beenden.

Neugeborenes entführt
Eine als Schwester verkleidete Frau hat im Hospital Sadao der südlichen Provinz Songkhla ein Neugeborenes gestohlen. Die Frau betrat das Zimmer von Mutter und Kind und sagte: Sie hole das Baby zu einer Untersuchung ab. Die Polizei wertete Überwachungskameras aus. Darauf entfernte sich eine Frau auf einem Motorrad vom Krankenhaus. In den Armen hielt sie ein Baby. Nach Ansicht der Ermittler steht hinter der Entführung eine Bande, die Babys nach Malaysia schafft und dort verkauft.

Kinderschänder in Haft
Pattayas Polizei hat einen 50 Jahre alten mutmaßlichen Kinderschänder festgenommen. Dem Australier wird vorgeworfen, die 11-jährige Tochter seiner thailändischen Freundin mehrfach missbraucht zu haben. Das Mädchen hatte sich schließlich einem Nachbar anvertraut. Der Mann ist bei der Polizei wegen ähnlicher Straftaten bekannt. Er hat in Pattaya ohne gültigen Reisepass und ohne Visum gelebt.

Drei Mönche verletzt
Ein 40-jähriger Mann randalierte in einem Tempel der Provinz Kanchanaburi und brachte drei Mönche in seine Gewalt. Mit einem Messer verletzte der Mann zwei Mönche, einen schwer, den dritten Mönch schlug er auf den Kopf. Erst nach sechs Stunden konnte die Polizei den Mann festnehmen. Erst schossen die Beamten Gasgranaten in das Gebäude, später öffneten sie die Tür, und aus dem Schlauch eines Feuerwehrmanns ergoss sich der Wasserstrahl auf den Besitzer einer Werkstatt. Als Redaktion ging der Randalierer mit einer Klinge auf den Feuerwehrmann los. Dann trafen ihn Gummigeschosse. Er konnte schlussendlich überwältigt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Bereits einen Tag zuvor hatte der Mann seine Ehefrau angegriffen. Die Polizei nahm ihn mit und sperrte ihn in eine Zelle. Als er sich beruhigt hatte, durfte er nach Hause gehen. Seiner Frau erzählte er, er wolle sich im Tempel ordinieren lassen.

Großbrand aus Wut
Über eine Stunde brauchten Feuerwehrleute, um ein Großfeuer in Bangkok zu löschen. Im Slumbezirk Klong Toey brannten rund 50 aus Holz errichtete Häuser nieder. Feuerwehrleute rückten mit 35 Fahrzeugen an und bekämpften den Brand auch vom Expressway Chalerm Maha Nakhon aus. Über 200 Menschen wurden obdachlos und mussten von Behörden anderweitig untergebracht werden. Das Feuer soll ein Bewohner namens Nut verursacht haben. Nach Zeugenaussagen hatte der Mann mit seiner Frau einen heftigen Streit. Aus Wut goss er Benzin in sein Haus und zündete es an. Die Flammen breiteten sich im Nu aus. Das Paar flüchtete.

Brite säuft sich zu Tode
Ein 75-jähriger Brite wurde in seinem Wohnhaus in der Provinz Kanchanaburi tot aufgefunden. Um ihn herum standen unzählige leere und gefüllte Flaschen und Kartons mit alkoholischen Getränken. Die Polizei geht davon aus, dass der Ausländer wegen seines übermäßigen Alkoholkonsums einen Herzinfarkt bekam und starb. Ein Bekannter hatte den Briten zwei Tage nicht gesehen und suchte dessen Wohnung auf. Er fand den 75-Jährigen tot auf einem Stuhl. Er war vor acht Jahren nach Thailand gekommen und soll keine Party ausgelassen haben.

Mit K.O.-Tropfen
Erneut hat in Pattaya eine Prostituierte zwei Urlauber mit K.O.-Tropfen in den Schlaf versetzt und ausgeraubt. Die Männer hatten die Frau in einer Bar kennengelernt und sie zum Gruppensex mit in ein Motel genommen. Dafür sollten sie 500 Baht zahlen. Im Zimmer angekommen, bot die Thai den Urlaubern ein Bier an. Kurz danach fielen sie in einen tiefen Schlaf. Als sie Stunden später aufwachten, fehlten ihnen 400 US-Dollar, 5.000 Baht und ein Handy.

Stress-Polizist schießt
Es kommt einem Wunder gleich, dass bei einer Schießerei in der Bangkoker Polizeistation Klong Tan kein Beamter getötet oder verletzt wurde. Ein unter Stress stehender Polizeioffizier hatte mit einem M 16-Gewehr in den Raum geschossen, in dem mehrere Ermittler ihrer Arbeit nachgingen. Der Schütze ließ seine Waffe und zwei Magazine fallen und flüchtete in seinem Hondawagen. Er wurde später in der Provinz Kanchanaburi am Grenzübergang Drei-Pagoden-Pass zu Myanmar festgenommen. Der Beamte wird als guter Kollege, aber auch als jähzornig bezeichnet. Er wurde erst kürzlich wegen eines Verstoßes degradiert und zu einer Schreibtischarbeit verdonnert.

Italiener ausgeliefert
Spanische Behörden haben einen in Thailand wegen Missbrauchs eines 11-jährigen Mädchens angeklagten Italiener ausgeliefert. Der Mann war vor Jahren aus Thailand geflohen. Pattayas Polizei hatte 2007 eine 34-jährige Thai festgenommen. Sie sagte aus, sie habe dem heute 66-jährigen Ausländer ein 11-jähriges Mädchen für Sex vermittelt und dafür Geld bekommen. Thailands Polizei und Justiz schaltete Interpol ein, und kürzlich hat ein spanisches Gericht die Auslieferung verfügt. Der Italiener hat sich jetzt in Thailand vor Gericht zu verantworten. Er bestreitet die Tat.

Sexspielzeug konfisziert
Auf zwei Märkten im Bangkoker Bezirk Khlong Thom konfiszierte die Polizei den Geschlechtstrieb steigernde Mittel und Sexspielzeug. Die 5 Anbieter wurden festgenommen. Unter den Aphrodisika war auch Viagra, vermutlich nachgemachte Pillen. Die für Lebensmittel und Arzneien zuständige Behörde warnt die Bevölkerung vor dem Kauf solcher Mittel auf Märkten. Die Inhaltsstoffe seien oftmals unbekannt und stünden nicht auf der Verpackung, sie könnten zu schweren gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen.

Lottoschein gefälscht
Eine 62-jährige Frau freute sich zu früh über den Hauptgewinn bei der staatlichen Lotterie. Als sie den Losabschnitt bei einer Außenstelle der Lotteriegesellschaft in Nonthaburi einlösen wollte, stellten man fest: Der Schein war gefälscht. Anstatt 2 Millionen Baht einzustreichen, fand sich die Chillihändlerin bei der Polizei wieder. Dort beteuerte sie, das Los mit der Glücksnummer von einer Lotterieverkäuferin erworben zu haben. Auf die Fälschung von Dokumenten steht in Thailand eine Haftstrafe zwischen 6 Monaten und 5 Jahren.

20 Kinder missbraucht
In Chiang Mai soll ein Mann mindestens 20 Kinder missbraucht haben. Eltern von drei unter 15 Jahre alten Jungen hatten den Mann angezeigt. Er soll die Kinder entführt, sexuell belästigt und dies auf Video aufgenommen haben. Bei Durchsuchung seines Hauses stießen die Beamten auf mehrere Schuluniformen von Mädchen und Jungen sowie im Computer auf Videos, die ihn mit mehr als 20 Kindern beim Missbrauch zeigen. Darunter soll ein 9 Jahre altes Mädchen sein, das er vor 4 Jahren adoptiert hatte. Der Angeklagte ist wohlhabend, und Eltern in ärmlichen Verhältnissen waren froh, dass sich der 55-Jährige um ihre Kinder kümmerte. Die Polizei geht davon aus, dass er die Mädchen und Jungen mit Drogen betäubte und dann missbrauchte.

Reise-Tipps für Thailand

Flughafensteuer steigt
Die Flughafensteuer wird um 100 Baht erhöht. Das hat in Bangkok der Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers Airports of Thailand beschlossen. Künftig sollen Passagiere auf internationalen Strecken 800 und auf Inlandsstrecken 200 Baht bezahlen. Das gilt für alle von der AoT betriebenen Flughäfen: Suvarnabhumi und Don Mueang in Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket und Hat Yai. Allerdings muss die Aufsichtsbehörde der Anhebung noch zustimmen. In der Regel ist die Flughafensteuer im Ticketpreis eines Fluges inbegriffen. In dem im Vormonat zu Ende gegangenen Geschäftsjahr wurden auf den 6 Airports 86,13 Mio. Passagiere registriert, im Jahresvergleich ein Plus von 20,4 Prozent.

Nok Air nach Hua Hin
Ab 15. November verbindet die Nok Air Bangkok mit Hua Hin. Die Billigairline setzt auf dieser Kurzstrecke donnerstags, freitags und samstags eine Saab 340B mit 34 Sitzen ein. Die Maschine verlässt den Bangkoker Flughafen Don Mueang um 7.15 Uhr, der Rückflug ist um 8.10 Uhr. Die Flugzeit beträgt eine halbe Stunde, mit dem Auto sind es 2 bis 3 Stunden. Das One-Way-Ticket kostet ab 1.299 Baht. www.nokair.com

Air China: Chiang Mai
Ab 7. November verbindet Air China mit den Flügen CA823/824 dreimal wöchentlich, immer montags, donnerstags und samstags, Peking mit Chiang Mai. In Peking startet der Flieger um 18.30 Uhr und erreicht Chiang Mai 22.40 Uhr. In der thailändischen Nordmetropole hebt der Flieger Richtung Peking um 23.45 Uhr ab, die chinesische Hauptstadt ist um 5 Uhr erreicht. Alle Zeitangaben verstehen sich in Ortszeit. Infos: www.airchina.com

Koh Phangan, Koh Tao
Mit Rekordumsätzen für die Fährbetreiber ist die Sommersaison 2013 in die Annalen eingegangen. Der Transfer auf die Inseln Phangan und Tao von Koh Samui aus und dem Festland bei Don Sak sowie über Chumphon ist ein wachsender Markt mit hoher Rendite. Die überwiegend jungen Touristen haben die Taucherinsel Tao und die Partyinsel Phangan als Abenteuer-Destinationen fest im Visier. Über die Internetmedien haben beide Inseln Kultstatus erreicht und sind losgelöst von der großen Schwesterinsel Koh Samui eigenständige Urlaubsgebiete geworden. Der Altersschnitt bei den beiden Inseln liegt im touristischen Vergleich deutlich unter dem von Koh Samui. Bei größeren Veranstaltungen, wie der Vollmondparty auf Koh Phangan, sind die Fähren oft schon Tage zuvor ausgebucht. Auch im Nachsaison-Monat Oktober waren die Belegungszahlen bei allen Fähranbietern höher als im Vorjahr.

Sansiri eröffnet Hotels
Der börsennotierte Bauunternehmer Sansiri diversifiziert. Nachdem das Unternehmen für 2014 mit einem Umsatzrückgang auf ca. 36 Milliarden Baht im Kerngeschäft rechnet, hat die Unternehmensführung das Hotelgeschäft als weiteres Geschäftsfeld definiert. Zunächst will man mit einer Investition von insgesamt 370 Millionen Baht in Khao Yai und Hua Hin an den Start gehen. Unter dem Markennamen Escape will man vor allem die Mittelschicht ansprechen. In Hua Hin wird man das neue Sansiri-Hotel auf dem Gelände des bisherigen Casa del Mar finden. Die nächsten Orte für Sansiri-Hotels stehen ebenfalls schon fest. Wenn alles gut geht, wird das Netzwerk auf Tak, Chiang Mai, Phuket und Chonburi erweitert.

Thai AirAsia: Phitsanulok
Die Billigairline Thai AirAsia nimmt ab 30. November Phitsanulok in den Flugplan auf. Die Stadt wird mit Bangkok zweimal täglich verbunden. Das One-Way-Ticket kostet als Promotion nur 390 Baht. Bangkok-Phitsanulok ist die 13. inländische Verbindung der Thai AirAsia, die ab 28. Oktober von Don Mueang auch Khon Kaen anfliegt. Fünf neue Maschinen vom Typ Airbus A 320, die im letzten Quartal dieses Jahres ausgeliefert werden, machen weitere Verbindungen möglich. Damit setzt die Fluggesellschaft 35 Maschinen ein. www.airasia.com

Ao Phrao wieder geöffnet
Mehr als 3 Monate nach der Ölpest vor der Küste der Provinz Rayong wird der Strand Ao Phrao auf der Ferieninsel Samet wieder für Touristen freigegeben. Die letzten Laboruntersuchungen des Meerwassers haben bei Ölrückständen Werte ergeben, die das Umweltministerium als für Menschen nicht bedenklich bezeichnet. Jetzt sind Medienvertreter zum Strand eingeladen. Sie sollen sich ein Bild vom jetzt wieder sauberen Sand machen und zu den vorgelagerten Korallenriffen tauchen. Die Korallen haben sich nach der Katastrophe besser erholt, als Mehrwasserexperten es erwartet hatten. Umweltschützer hatten mit einem Ausbleichen der Korallen gerechnet. Deren schnelle Erholung wird mit dem umgehenden Kampf gegen den Ölteppich begründet. Am 27. Juli waren aus einem Leck einer Pipeline des Unternehmens PTT Global Chemical rund 50.000 Liter Öl in den Golf von Thailand gelangt. Der Ölteppich erreichte die Westküste der Insel Samet. Der Strand Ao Phrao musste geschlossen werden. Der Verursacher hat bislang über 800 Mio. Baht für die Beseitigung von Öl und als Entschädigung gezahlt.

Gratis Gepäck im MBK
Im Ma Boon Khrong Center, kurz MBK, am Siam Square, Bangkok befindet sich in der Zone B auf der sechsten Etage ein "Bag Deposit" genannter Gepäckaufbewahrungsservice, wo Touristen ihr Urlaubsgepäck gratis deponieren können. Zum Beispiel, wenn sie die Zeit zwischen dem Hotel-check-out und dem Abflug zum Shopping nutzen wollen. Der Serviceschalter hat täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Thai Lion Air hebt ab
Noch vor dem Jahreswechsel will die Thai Lion Air (TLA) ab Flughafen Don Mueang abheben. Mit dem Start der neuen Billigairline bekommt AirAsia einen starken Konkurrenten. TLA wird anfangs Bangkok mit Kuala Lumpur, Jakarta und Chiang Mai verbinden. In 2014 sollen weitere Inlandsflüge nach Phuket, Hat Yai, Krabi und Phitsanulok sowie Fernziele in China und Indien hinzukommen. Die Fluggesellschaft setzt zwei neue Boeing 737-900ERs mit 215 sitzen ein und plant bis Ende 2014 mit 12 Maschinen dieses Typs. Innerhalb der kommenden 5 Jahre will die Airline 50 Maschinen besitzen, darunter den Langstreckenjet Boeing 787 Dreamliner. TLA ist eine Tochtergesellschaft der indonesischen Lion Air. Diese ist mit 49 Prozent beteiligt, 51 Prozent halten thailändische Investoren. Die Lion Air Group fliegt derzeit ab Jakarta und Kuala Lumpur 76 Ziele an.

Die Einreisegebühren
Zur geplanten 500-Baht-Gebühr für einreisende Ausländer ab Januar 2014 hat Gesundheitsminister Pradit Sintawanarong weitere Details mitgeteilt. Mit den Einnahmen sollen auch Krankenhausrechnungen beglichen werden, für die Touristen und Residenten nicht aufkommen können. Damit scheint die seit Monaten diskutierte Pflichtkrankenversicherung für Ausländer vom Tisch. Laut Gesundheitsministerium bleiben die Hospitäler jedes Jahr auf unbezahlten Krankenhausrechnungen von umgerechnet 16,5 Mio. Euro sitzen. Längst nicht alle Touristen und im Königreich lebenden Ausländer haben eine Krankenversicherung. Und viele sind nicht in der Lage, nach Unfall oder plötzlich auftretender Krankheit die Behandlungskosten zu begleichen. Mit Beginn 2014 soll jeder Passagier auf den internationalen Flughäfen des Landes 500 Baht zahlen, wer nur drei Tage im Königreich bleibt 30 Baht pro Tag. Ausländer, die über Land einreisen, sollen ebenfalls pro Tag 30 Baht zahlen.

5-Sterne auf Phuket
Thailändisches Flair vereint mit italienischem Design: An der Spitze des Kap Yamu, einer Halbinsel an der Ostküste Phukets, eröffnet im November ein neues 5-Sterne-Luxus-Resort der Hotelgruppe COMO. Entworfen von der italienischen Designerin Paola Navone, bietet das Point Yamu Resort mit Blick über die Phang-Nga-Bucht 106 luxuriöse Zimmer, Suiten + Villen mit privatem Pool, 2 exzellente thailändische und italienische Restaurants + das COMO-Shambala-Wellness-Center. Das Restaurant- und Entspannungsangebot des Point Yamu sorgt für totale Rundumerholung: Jacuzzi, Sauna, Dampfbad, Fitness- und Yogastudio stehen im hauseigenen Wellness-Center zur Verfügung; diverse Beauty- und Spa-Angebote runden das Angebot ab. Außergewöhnlich ist auch der 100 m lange Infinity-Pool, in dem Gäste ihre Bahnen ziehen können. In den beiden Gourmet-Restaurants La Siena und Nahmyaa werden, wie die Namen schon verraten, italienische und Thai-Gerichte und Snacks gereicht.
www.comohotels.com/pointyamu

Natur in Vang Vieng
Seit dem Ende der Dauerparty für alkohol- und drogenselige westliche Backpacker tut sich Vang Vieng in Laos mit seinem neuen Image als friedliche und sichere Urlaubsdestination schwer. Seit der Schließung der Bars entlang des Flusses Xong, in denen Jungvolk zu hämmernden Bässen Mojitos aus Plastikeimern soff, sich an Magic Mushrooms berauschte und sich über Rutschen und von Schaukeln in den Fluss stürzte, ist der Strom der europäischen Backpacker fast versiegt, berichtete die Vientiane Times. Hätten 2012 die Europäer Vang Vieng noch dominiert, kämen jetzt 60% der Besucher aus asiatischen Ländern wie Japan, China und Korea. Die Asiaten würden höherpreisige Unterkünfte bevorzugen. Leidtragende des Wandels Vang Viengs vom hedonistischen Partymekka zur Destination mit Kultur und Natur seien die kleinen Gewerbetreibenden.

Anantara Kambodscha
Am 1. November hat in Siem Reap das erste Anantara-Hotel Kambodschas eröffnet. Das Boutiqueresort Anantara Angkor Resort & Spa befindet sich unweit des UNESCO-Welterbes Angkor Wat und verfügt gerade einmal über 39 einzigartige Zimmer und Suiten, die den Charme des royalen Flairs längst vergangener Tage versprühen. Für Entspannung sorgen ein Salzwasserpool, ein Fitnesscenter und ein Spa. Zwei Restaurants verwöhnen die Gäste mit internationalen und kambodschanischen Spezialitäten. In der hoteleigenen Kochschule können Urlauber dann auch die Kochkunst der Khmer erlernen. Infos: www.anantara.com

30-Tage-Visum Landweg
Das Royal Thai Immigration Bureau hat bekanntgegeben, dass Urlauber aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Japan, Frankreich, Kanada und Italien ab dem ersten November bei der Einreise nach Thailand auf dem Landweg ein 30-Tage-Visum erhalten. Zuvor waren es lediglich 15 Tage.

Hat Yai, eine Perle
Die Stadt Hat Yai im Süden Thailands kennen Europäer meistens von ihren eintägigen Zwischenstopps auf der Visaverlängerungstour. Wegen ihres schier unermesslichen Shoppingangebotes und eines pulsierenden Nachtlebens hat sich die größte Stadt des Südens zu einem Schmelzpunkt touristischer Vielfältigkeit etabliert. Vor allem Besucher aus dem muslimischen Nachbarland strömen zu Hunderttausenden nach Hat Yai und genießen dort Freuden, die im Heimatland verpönt sind.

Das Loi Krathong Fest
Das Loi Krathong Fest gilt als eines der schönsten und imposantesten Feste Thailands und findet jedes Jahr in der Vollmondnacht des 12. Mondmonats statt (von Ende Oktober bis Ende November). Beim Loi Krathong Fest werden lotusförmige Schiffchen aus Bananenblättern, sogenannte Krathong, zu Wasser gelassen um die Flussgöttin Mae Khongkha zu ehren und um Verzeihung zu bitten. Außerdem sollen Sünden und Unheil in den mit brennenden Kerzen, Räucherstäbchen und Blumen geschmückten Krathong davon geschwemmt werden. Vor allem Verliebte setzen ihre Krathong gerne gemeinsam aus und glauben, damit ihre ewige Liebe erreichen zu können. Die Vielfalt der kunstvoll gefertigten Krathong reicht von kleinen Booten aus Bananenblättern bis hin zu aufwendig geschmückten Krathong und riesigen Styroporkreationen. An vielen Orten gibt es sogar Wettbewerbe, bei denen die schönsten und originellsten Krathong ausgezeichnet werden.

Um die Entstehung des Loi Krathong Festes ranken sich die verschiedensten Mythen und Legenden. Relativ sicher ist, dass Loi Krathong einen hinduistischen Ursprung hat, denn auch dort wurden traditionell am Ende der Regenzeit kleine Schiffchen auf den Flüssen ausgesetzt, um sich bei den Göttern für die Reisernte zu bedanken und sie gleichzeitig um Verzeihung zu bitten, für das, was die Menschen den Flüssen antun. Die Entstehung des Loi Krathong Festes in Thailand geht wohl auf die Zeit des alten Königreichs von Sukhothai zurück: Während der Herrschaftszeit von König Ramkhamhaeng soll eine Hofdame namens Nobhama die ersten Krathong gebastelt und auf dem Wasser ausgesetzt haben. Der König soll von den schönen Bananenschiffchen so begeistert gewesen sein, dass er Nobhama zur Frau nahm und von nun an in der Vollmondnacht des zwölften Mondmonats Krathongs in die Flüsse von Sukhothai aussetzte. TAT

Blumen Mae Hong Son
Ein wundervolles Naturschauspiel bietet sich jedes Jahr im November und Dezember in der nordthailändischen Provinz Mae Hong Son: Die Blütezeit der Dok Bua Tong, der Mexikanischen Sonnenblume (Tithonia diversifolia), scheint die Berge und Täler Mae Hong Sons komplett in Gold zu hüllen. Die buschig wachsende Sonnenblume stammt, wie es der Name vermuten lässt, ursprünglich aus Mittelamerika. In Thailand ist sie vor allem im Norden des Landes heimisch. Die Mexikanische Sonnenblume erreicht eine Höhe von bis zu 3 Metern und trägt oft mehr als 10 Blüten pro Pflanze. Der an sich schon wunderschönen Pflanzenwelt von Mae Hong Son verleiht die Sonnenblume jedes Jahr dann noch einen weiteren Farbtupfer. Für Naturliebhaber zählt diese Reisezeit deshalb zu den absoluten Geheimtipps für Mae Hong Son. Als schönster Aussichtspunkt, um das goldene Spektakel der blühenden Sonnenblumen zu genießen, gilt die Spitze des Doi Mae Ukor im Bezirk Khun Yuam.

Mae Hong Son besticht Besucher mit ihrer eindrucksvollen landschaftlichen Schönheit: Imposante Wasserfälle, versteckte Höhlen und ursprüngliche Gebirgsdörfer machen die Provinz an der Grenze zu Myanmar zu einem idealen Ziel für Trekking- und Entdeckungstouren. Durch die geografische Lage war Mae Hong Son lange Zeit eine der abgelegensten Provinzen Thailands und nur schwer zugänglich. Auf diese Weise hat sich die Provinz ihre eigene Identität erhalten. Heutzutage ist die gleichnamige Provinzhauptstadt per Flugzeug oder auf gut ausgebauten Straßen erreichbar. Eingebettet in ein hübsches Tal, umgeben von Bergen, die der frühe Morgennebel verschleiert, strahlt sie einen ganz besonderen Zauber aus. Birmanische Tempel, ein malerischer See, ein Aussichtspunkt in den Bergen und das geschäftige morgendliche Markttreiben laden zur Besichtigung ein. Eine breitgefächerte Auswahl an Hotels macht die Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Tagesausflüge ins Umland. TAT

Die Brücke am Kwai
Jedes Jahr Ende November wird die weltbekannte Brücke am Kwai in der thailändischen Provinz Kanchanaburi Schauplatz für die River Kwai Brückenwoche. Die Brücke über den Fluss Kwae Yai wurde im Zweiten Welkrieg unter japanischer Besatzung von alliierten Kriegsgefangenen in Zwangsarbeit als Teilstück der strategischen Eisenbahnstrecke von Thailand nach Myanmar errichtet. Beim Bau dieser Eisenbahnstrecke starben so viele Menschen, dass sie später als die "Todeseisenbahn" in die Geschichte einging. Bis heute erinnern das ganze Jahr über historische Ausstellungen und Gedenktafeln an die tragische Bedeutung der Eisenbahnstrecke. Höhepunkt der Brückenwoche ist stets die spektakuläre "Light & Sound Show", aber auch eine Fahrt mit der sogenannten Todeseisenbahn sollten Besucher nicht verpassen. Die große Zeremonie auf dem Friedhof der Alliierten zu Ehren der über 100.000 verstorbenen Zwangsarbeiter während des Brückenbaus rückt die historische Bedeutung der Brücke am Kwai in den Vordergrund. Das Programm der River Kwai Brückenwoche beinhaltet außerdem Konzerte von thailändischen Künstlern sowie eine Vielzahl an kulturellen Darbietungen.

Die historische Brücke in der zentralthailändischen Provinz ist spätestens seit der Verfilmung des gleichnamigen Romans im Jahr 1957 weltberühmt. Die Originalbrücke, die in den Jahren 1942 und 1943 errichtet wurde, wurde während des Krieges zerstört, da jedoch einige Brückenbögen erhalten blieben, wurde sie nach dem Krieg an der selben Stelle wieder aufgebaut. Das Freilicht-Eisenbahnmuseum an der östlichen Brückenrampe stellt Loks und Waggons aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs aus. TAT

Die Provinz Krabi
Für viele Besucher ist Krabi die schönste Provinz an der Küste der Andamanensee. In jedem Falle sind die beeindruckenden Kalksteinfelsen im türkisfarbenen Meer und die puderzuckerfeinen Sandstrände, die von Longtailbooten flankiert sind, zum Inbegriff Thailands geworden.

Die Provinz Krabi liegt an der Andamanensee rund 800 km südlich von Bangkok. Sie besitzt eine Fläche von 4.708 km2 mit einer facettenreichen Landschaft aus Bergen, Hochland und Tiefebenen. Die mehr als 130 großen und kleinen von sattgrünen Mangrovenwäldern bedeckten Inseln liegen ihr untertänig zu Füßen. Ein fünf Kilometer langer Fluss entspringt in Phanom Bencha, dem höchsten Gebirge Krabis, fließt durch die Stadt Krabi und mündet bei der Gemeinde Pak Nam in die Andamanensee. Den archäologischen Funden ist zu entnehmen, dass die Stadt Krabi zu den ältesten Siedlungen Thailands gehört. Man vermutet, dass der Name der Stadt Krabi - wörtlich Schwert - aus einer Legende stammt, die erzählt, dass vor dem Bau der Stadt an dieser Stelle ein antikes Schwert ausgegraben worden sei.

Die Strände und Buchten Krabis vereinen die schönsten Eigenschaften der Andamanenküste in sich: weicher und feiner weißer Sand, warmes kristallklares Wasser und üppiges tropisches Grün, das bis an die Küstenlinie heranreicht. Rostfarbene Klippen, von denen manche bis über 300 Meter emporragen, bilden den dramatischen Hintergrund dieser tropischen Traumstrände. Das belebte Zentrum rund um die Bucht Ao Nang ist der ideale Ort für Urlauber, die abends gerne flanieren möchten und Restaurants, Bars und ein wenig Nachtleben wünschen. Die meisten anderen Strände der Region, wie etwa Tubkaek oder Klong Muang Beach sind relativ leer bis unberührt und ein perfektes Refugium für Reisende auf der Suche nach Erholung. Krabis Hotels passen sich der schönen Landschaft mit ihren aus der Ebene herausragenden, ungewöhnlichen Felsformationen und den Palmenplantagen an und sorgen so für ein harmonisches Bild entlang der Küste.

Shopping in Thailand
Bis Ende des Jahres können Reisende beim Shopping in Thailand nicht nur von Rabatten von bis zu 40 % profitieren, sondern auch noch tolle Preise gewinnen. Um an der Aktion teilzunehmen, kann man sich auf www.mastercard.co.th registrieren und dann mit der Mastercard in den teilnehmenden Shopping Malls loslegen. Je nach Betrag erhalten Teilnehmer großzügige Rabatte auf ausgewiesene Produkte und Dienstleistungen und können danach zwischen verschiedenen Sofortpreisen wählen. Unter allen Teilnehmern werden außerdem jeweils zwei Übernachtungen in den luxuriösen Hotels der SALA Resorts in Bangkok, Phuket und Chiang Mai verlost. Die "Thailand Shopping Celebration" findet in insgesamt 10 Einkaufszentren in Thailand statt, u.a. im Central World Komplex, Siam Center oder Terminal 21 Bangkok.

Das Thailändische Fremdenverkehrsamt (TAT) veranstaltet in Zusammenarbeit mit Mastercard bereits zum dritten Mal die Thailand Shopping Celebration.


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