Farang Titel 7-2005

Ausgabe 07 - 2005

Rum-Treiber

10 Jahre Wat Buddhavihara

(Über-)leben in Thailand

Partyszene Berlin

GASTRO Report

Südostasien-News

Reisetipps


Rum-Treiber

Rum-Treiber / 10 Jahre Wat Buddhavihara / (Über-)leben in Thailand / Partyszene Berlin / GASTRO-Report / Südostasien-News / Reisetips

Dass es sowas gibt - und das mitten in Berlin!

Farangs spielen Balla. Na klar, denn auf einem Barhocker im Bangkok Café sitzt manchmal der Volker von der THONG Thaimassage in der Schivelbeiner Strasse. Das ist nahe der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg. Also Volker, das ist ein großer stattlicher Mann, der aber manches Mal nur einen kleinen Tee dort trinkt. Warum auch nicht. Nun hat Volker eine Idee geäussert: Wie wäre es eigentlich, wenn sich ein paar Farangs ab und an zum Knödeln auf dem Fußballplatz treffen? Ja, gar nicht so schlecht. Euer Rum-Treiber ist mit dabei und bringt sogar mit TOMBERG einen ballbegeisterten Farang mit. Sind wir also schon drei. Dazu gesellten sich kurz darauf noch Jai, Mirko, Steffen, Ingo und der Volker vom Nong Khai. Also, wer Lust hat, einfach mal beim FARANG melden. Helmut macht den Schiri, und ein fahnenschwenkender Zuschauer hat sich auch schon gemeldet: Norbert vom KNOBELCHEN kommt also als Cheerleader. Huch...

Das war vor zwei Wochen, nun, am 25. Juni, war es endlich soweit. Das erste lockere Spiel fand in den Rehbergen auf einer großen Wiese statt. Es waren mehr als 30 Grad, und die Sonne knallte erbarmungslos auf die Farang-Köpfe. Trotzdem, es wurden glatte zwei Stunden gespielt. Dazugestossen waren noch Nicolas und Christopher, dann Bird. Schnell waren die konditionellen Schwächen einiger Kettenraucher ausgemacht. Mancher wälzte sich nach Luft schnappend wie ein Karnickel auf dem grünen Rasen. Aber mit stolzer Brust brachten alle die Sache zu Ende. Kein Blut geflossen, kein Knochen gebrochen, alle glücklich. Ein kurzes Chillout danach im Nong Khai. Klar machen wir weiter. Immer samstags, 12 Uhr, nur nächstes Mal auf einem richtigen Fussballplatz mit Kunstrasen. Am besten mitten in der Stadt, so mit Duschen und Umkleidekabinen. Vielleicht wird ja noch ein Verein daraus.

Während das alteingesessene Thai-Restaurant Doi Suthep in der Emdener Strasse/Ecke Turmstraße in Tiergarten seine Türen geschlossen hat, öffnete Anfang Juni, nur fünf Minuten weiter, das Yasmin in der Stromstraße 50. Das ist genau an der Stelle, wo die Perleberger Str. auf die Stromstrasse stößt. Dieses neue Thai-Restaurant nun hat einen geräumigen Gastraum, der für Feierlichkeiten jeder Art gut geeignet ist. Auch gibt es einen separaten Karaoke-Raum für eine kleinere Runde, also für Sänger, die erst einmal in ganz kleinem Kreis singen wollen. Weiterhin gibt es eine ansehnliche Bar, etwa 100 Sitzplätze und einen kleinen Biergarten. Das Wichtigste jedoch befindet sich in der Küche: Peirin, ein echter thailändischer Kochkünstler. Dem Credo nach legt das Yasmin auf originale Thai-Küche großen Wert. Es wird auch deutsche und internationale Kost angeboten. Die thailändische Chefin empfiehlt zum Beispiel: Knusprigen Fisch mit Zitronengras und Chili-Sauce oder Gung Yasmin. Das sind Hummerkrabben in Tamarinden-Sauce. Und zum Essen dazu vielleicht - einmalig in Berlin - ein süffiges Wieninger Pils-Bier oder Hefeweizen aus dem Berchtesgadener Land. Doch nicht nur Restaurant sondern auch Café, Bar und Karaoke will das Yasmin sein. Deswegen wird an den Wochenende nach 24 Uhr Karaoke gesungen. Also, viele gute Gründe, einmal vorbeizuschauen.
Etwa Di. bis Do. 11.00 - 24.00 Uhr und Fr. bis So. 11.00-05.00 Uhr, montags ist Ruhetag. Tel. 030-3987 6225.

Nun waren Eugen aus der Exerzierstraße und Wisey vom Starflights Reisebüro doch auf die Schnelle zum Angeln. Der Hintergrund: Beide sind Angler, kennen sich schon eine Dekade, wussten aber nichts vom Hobby des anderen. Nun wollte Eugen von Dirk noch die letzten Feinheiten des fischigen Gewerbes abluchsen. Gewollt, getan. Und es kam natürlich auch so, wie es immer kommt. Eines schönen dienstags nachts brachen beide zur Havel auf. Dirk wollte voller Stolz Eugen die allerfettesten Jagdgründe präsentieren. Doch zunächst hieß es nur: Warten, warten, warten. Hm, Pustekuchen, nix biss (der Vorführeffekt). Also legte man sich zur Ruhe. Dirk auf eine Iso-Matte auf den Boden des Ruderkahnes, und Eugen kroch in einen geschlossenen Schlafsack (eine sogenannte Puppe) und setzte sich auf einen Gartenstuhl mitten im wackligen Boot. Die beiden Angeln hingegen blieben in Stellung. Da Eugen beileibe nicht stille sitzen kann und immer hin und her rutschte, kippte plötzlich Schlag 3 Uhr laut krachend der Gartenstuhl samt eingemummeltem Eugen um. Die Arme konnte er im Fallen nicht freikriegen, da sie fest eingepackt waren. Bum. Dirk wachte auf von dem Lärm. Oh, Glück gehabt, die Angeln waren noch heile. Eugen auch. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Eugen ins Wasser gestürzt wäre, so als Mumie ohne Arme. Gluck, gluck, weg isser. Von dem ganzen Gelärme in der dunklen Nacht - oh Schreck - biss plötzlich auch noch ein kleiner Karpfen an. Nun gut, acht Kilo, aber immerhin. Jetzt schnell die Digi-Cam draufgehalten und das nasse Tier für die Nachwelt festgehalten. Doch weil diese Nacht eben etwas Besonderes war hatte Eugen den Auslöser nicht richtig getroffen. Ach neee, und schwupps war der Jung-Fisch wieder in seinem Element. No fish, no picture. Ja, so isses, wenn zwei richtige Profies auf die Pirsch gehen...

Es gibt in der Stadt einen kleinen schwarzen Mann. Sein Vorname fängt mit U an und endet mit t. Der Umtriebige hat es doch fast geschafft, es sich mit allen seinen Freunden zu verderben. Also, lieber U...t, nicht soviel Unsinn quaken, nicht nur schlauchen, immer schön Rechnungen bezahlen und vor allem Regina aus dem Weg gehen. Mach allet wieder jut, Junge!

Der Tongma Thai Laden in der Schönhauser Allee hat es immerhin zu einem repektablen Eintrag im aktuellen Gastro-Führer des Berliner City-Magazins Tip gebracht. Wie, ein Asia-Shop in einem Gourmet-Führer? Ja, und zwar war der Autor bei einem der jeweils samstags stattfindenden Thai-Kochkurse in dem Asia-Shop anwesend und muss diesen wohl gut gefunden haben. Also, wer eine gute Idee hat und diese auch pfiffig umsetzen kann, der findet Beachtung und Kunden. Weiter so, Sascha!

Bird ist der Mann mit dem Kopftuch. Er spielt nicht nur hervorragend Billard, sondern auch Volleyball, und neuerdings (nach 18-jähriger Pause) wieder Fussball. Er heisst deswegen Bird, weil er einmal ein richtiger Fan von dem grossen Schauspieler Burt Lancaster war. Nicht, wie man meinen könnten, von Bird, dem thailändischen Superstar. Seinerzeit hat sich Burt einfach in Bird umbenannt. Und keiner hat es bemerkt. Oh, je...

Was macht eigentlich Ohlti, also der große Ohlteck? Ja, der arbeitet fleißig. Schon lange nicht mehr für Robert in Pattaya, auch nicht mehr bei André in Potsdam, dafür jetzt auf eigene Kasse. Immer sieht man ihn mit einem grossen Kleintransporter verschiedene Berliner Asia-Shops und Thai-Restaurants mit frischem Thai-Gemüse beliefern. Santa Claus freut sich über die neuen Aktivitäten seines angenommenen Ziehsohnes. Und selbst Dia vom Bangkok bekommt ihr Singha nun vom freundlichen Riesen angekarrt. Ja, gut so, gluck, gluck.

Und was macht Suleimann? Dumme Frage, na das MEX umbauen. Zunächst kommt eine Windfang in den vorderen Raum, als Lärmschutz, und dann kommt in den hinteren Raum noch ein kleiner Tresen rein. Später sollen dann die beiden Räume wieder getauscht werden. Vorne Musik und Tanz und hinten Billard und Spielautomaten, darunter dann auch ein Roulette. Allet wie immer.

Babyboom: Die Berliner Gemeinde ist gerade dabei zu wachsen. Also, wen haben wir denn da neues zu erwarten resp. ist schon da: Also, Noky Neumann vom Reisebüro NeuTours in Steglitz, dann Bu von Nazim, Jeab von Songsaeng family, und auch Ning vom Baan Thai in der Rykestrasse. Und jetzt die absolute Sensation: In guter Hoffnung ist unsere Alina, und zwar von Yasar. Letzterer wird übrigens Jascha ausgesprochen. Hoffentlich alle gesund und alles drum und dran.

Na dann - schönen Urlaub, wünscht Euer Rum-Treiber.


Berlin

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10 Jahre Wat Buddhavihara

Diese buddhistische Feier war einmal anders als sonst: Sehr viele Mönche, ein anderer Ort, ein früher Schluss, kein Nikotin, kein Alkohol und dem Charakter demnach sehr zeremoniell und würdevoll.

Der Thailändische Buddhistenverein Berlin e.V. hatte am 18. Juni zum 10-jährigen Jubiläum des Wat Buddhaviharas geladen. Diesmal nicht in die Alte TU-Mensa, sondern nach Reinickendorf, ins Fontane-Haus im Märkischen Viertel. Dort, wo bereits im Februar das Benefiz-Konzert für die Flutopfer mit den Berliner Sinfonikern stattfand.

Der modene Mehrzweckbau mit dem großen Saal und der geräumiger Bühne befindet sich unweit des Wittenauer Tempels, direkt neben dem Märkischen Zentrum und ist bestens geeignet für solche Großveranstaltungen.

Waren doch nicht nur 49 Mönche aus Thailand und aus verschiedenen europäischen Ländern gekommen, sondern auch sehr viele Thailänder aus ganz Deutschland. Der Vormittag gehörte den religiösen Zeremonien. Der Nachmittag dann den Tänzern, Sängern und vielen anderen Laien-Künstlern. Bemerkenswert ein temperamentvoller Drachen-Tanz, bei dem viele Gäste den bunten Zotteltieren Geldscheine hinhielten, bis diese sie sozusagen auffraßen. Ich denke, dass sollte Glück bringen. Richtige action kam dann auf, als zwei Muaythai Boxer einen heftigen Schau-Kampf vorführten. Nach jeder Darbietung konnten sich alle Künstler kleine Präsente von ihrem Abt abholen.

Die Moderation lag wie so oft in den Händen von Allan Buranakol. Und jener eröffnete der zahlreich erschienenen Gemeinde eine echte Sensation: Wir bauen einen neuen grossen Tempel in Berlin. Und zwar in Reinickendorf. Der anwesenden Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf, Marlies Wanjura, und eben Allan Buranakol ist dies in erster Linie zu verdanken. Und das hat etwas mit der Tsunami-Katastrophe vom Dezember vergangenen Jahres zu tun. Bei der Gelegenheit nämlich war man aufeinander zugegangen und hat gemeinsam Hilfsprojekte in Thailand unterstützt. Man hatte sich damals kennengelernt und arbeitet jetzt gut in dem Berliner Bezirk zusammen. Das Endergebnis ist nun ein großes Industrie-Grundstück für die Wittenauer Buddhisten, bestens geeignet für ein neues buddhistisches Zentrum in der Stadt. Denn weit mehr als ein Tempel soll es ja werden.

Aber zurück zum Fest: Nach zahlreichen Vorführungen ergab sich etwas ganz Besonderes: Ein niedliches kleines Thai-Kind, sagen wir mal zwei Jahre alt, in einem traditionellen Kleidchen, war plötzlich auf der Bühne und tanzte ganz in sich versunken neben den "Grossen". Der Mini schaute sich die Tanzschritte und die komplizierten Handbewegungen ab und mimte sie gekonnt nach. Schnell hatte die kleine Tänzerin die ganze Aufmerksamkeit des Saales und alle Herzen erobert. Viele Fotografen standen am Bühnenrand und beobachteten die Lütte, die sich gar nicht beeindrucken ließ und munter weiter tanzte.

Als letzter Künstler stand DJ John auf der Bühne. Er sorgte für Thai-Karaoke und sozusagen für den musikalischen Ausklang eines prächtigen Jubiläums. Denn etwa 20.00 Uhr war Schluss der Veranstaltung. Nicht so für DJ John. Er baute danach seine Musik-Anlage im Thai-Restaurant Rüan Thai am neuen Ort in Berlin-Tegel (Brunowstrasse 8, vormals Thai-Restaurant Udon) wieder auf. Dort hatte der Buddhistenverein noch zu einem abendlichen Treffen in kleinerer Runde geladen. M. Heinrich


Auswandern

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Das (Über-)Leben in Thailand
Wer auswandern will, sollte wissen, was ihn erwartet. Hier einige Tips:

1. Machen Sie das Auswandern nach Thailand nicht von einer zwischenmenschlichen Beziehung abhängig
Liebe kann schnell erkalten, Routine und Gewohnheit lassen Sexualität nicht mehr spannend sein. Und Sie sollten damit rechnen, dass ihr(e) Thai- Partner/in ihnen eines Tages davonläuft (oder Sie die Trennung wollen).

2. Brechen Sie in ihrem Heimatland nicht alle Brücken ab, lassen Sie sich einen Rückweg offen
Wenn möglich, planen Sie erst einen Ausstieg auf Zeit. Verkaufen Sie nicht gleich Ihre Immobilie, lösen Sie nicht ihre Bankkonten auf. Nach einem längeren Aufenthalt zur Probe werden Sie eher wissen, ob Thailand ihr gelobtes Land ist.

3. Kommen Sie mit einem ausreichenden Vermögen; stellen Sie einen Finanzplan für jedes Jahr auf
Das Preis-Leistungsverhältnis ist in diesem Land im Vergleich zu Westeuropa immer noch hervorragend; wer aber auf europäischem Niveau leben möchte, braucht mehr Baht, als es ihm "gute" Freunde in Pattaya weismachen wollen. Oder wollen Sie hier Ihr Dasein später als "Ballonfahrer" fristen, Ihre Landsleute anbetteln oder womöglich von kleinen Betrügereien leben?

4. Lassen Sie sich an Bars, von "guten" Freunden sowie hilfsbereiten Landsleuten nicht gleich eine Immobilie aufschwatzen
Sie sollten sich hier erst einleben und Monate oder gar Jahre später entscheiden, ob sie weiter zur Miete wohnen wollen oder ein Apartment oder Haus kaufen wollen. Denken Sie immer daran, dass Sie als Ausländer kein Grundstück erwerben können. Lassen Sie sich vor dem Kauf einer Immobilie von einem verlässlichen Makler und Rechtsanwalt ausgiebig beraten, wie sie ihre Immobile erwerben und absichern können.

5. Sie können Ihr Geld problemlos in ein Geschäft investieren
Doch Sie werden in der Regel das Geschäft mit einem Ausländer und thailändischen Partnern eröffnen. Selbst wenn Sie zu 100 Prozent der Kapitalgeber sind und sich Managing Director (Geschäftsführer) nennen, werden Sie nur bis zu 49 Prozent der Geschäftsanteile halten.

6. Um arbeiten zu können, brauchen Sie eine Arbeitsgenehmigung (Work Permit)
In den letzten Jahren ist es immer schwieriger geworden, dieses Dokument zu erhalten. Die meisten Jobs sind ohnehin Thais vorbehalten. Und nur wenige Europäer finden eine gut bezahlte Stelle bei renommierten Unternehmen wie Siemens, Zürich-Versicherungen, Bayer, BMW oder Bilfinger-Berger. Wer ohne Genehmigung arbeitet, muss mit einer hohen Geldstrafe, der Ausweisung und einer Einreisesperre für viele Jahre oder gar lebenslang rechnen.

7. Denken Sie intensiv darüber nach, ob Sie wirklich eine Bar eröffnen wollen
Sie könnten der 1.111. Investor in Pattayas Nachtleben sein und müssten dann mit allen Problemen und Schwierigkeiten leben: Dass Ihnen das Lokal nicht gehört (sondern ihrer thailändischen Freundin oder Frau), dass die Kassiererin täglich Geld unterschlägt, dass Polizeibeamte kräftig abkassieren, dass Sie sieben Tage in der Woche vorm Tresen auf dem Hocker sitzen und den Vortrinker spielen. Die Risiken, Alkoholiker zu werden, pleite zu gehen und sich danach von der Botschaft in Bangkok ein Flugticket in die Heimat zu erbetteln, sind groß.

8. Verlieren Sie ihre Zukunft nicht aus den Augen
Haben Sie ausreichend Geld für ihren Lebensabend? Reichen Rente und/oder das Angesparte? Sind Sie ausreichend krankenversichert? Schon ein einziger Krankenhausaufenthalt kann den finanziellen Ruin bedeuten. Thailändische Krankenkassen nehmen Ältere nicht mehr auf, die meisten Versicherer setzen Frauen und Männer ab 70. Lebensjahr vor die Tür, auch schon vorher, wenn die Versicherung mehrfach in Anspruch genommen wird.

9. Sie sind in diesem Land nur Gast
Die Einwanderungsbehörde kann Ihr Visum jederzeit widerrufen und Sie z. B. nach einer Straftat oder einem "Overstay" (Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung) des Landes verweisen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ein Touristen- (30 Tage), Non-Immigrant- (90 Tage), Jahres- oder Residence-Visum haben.

10. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf ihre thailändische Partnerin bzw. ihren thailändischen Freund
Wenn es sich um Grundstück, Haus, Geschäft und Bankkonten handelt, berücksichtigen Sie, dass die Beziehung in die Brüche gehen kann. Zur Vorsorge sollte eine Rechtsberatung gehören und nicht der Rat von Bekannten und Trinkkumpanen. Sonst stehen Sie zum Schluss vor dem Nichts.

11. Lernen Sie die Landessprache
In Pattaya gibt es stadtweit Sprachschulen, die Ihnen gegen eine nicht allzu hohe Gebühr den Einstieg in die thailändische Sprache in Wort und Schrift einfacher machen. Sie erleichtern sich den Umgang mit Behörden, Mitarbeitern und lokalen Geschäftsfreunden, vor allem aber das Zusammenleben mit Partnerin bzw. Partner.

12. Informieren Sie sich vor der Übersiedlung über dieses Land, seine Bevölkerung, die Kultur und die Gesetze
Nur so werden Sie die Lebensphilosophie und die Mentalität der Thais tolerieren und ihre Gepflogenheiten beachten. Toleranz heisst: Rücksicht auf den anderen. Verständnis für den anderen. Jeden auf seine Weise leben lassen. Toleranz, die in zu vielen Farang-Thai-Beziehungen ein Fremdwort ist. Blutigen Anfängern werden Fehler sicherlich verziehen. Wer aber in Thailand sein privates und geschäftliches Glück finden möchte, sollte wissen, was ihn erwartet.

Das sollten Sie wissen:

Leser W. Steidlinger stellte einige Fragen, die Ausländer vor ihrer Übersiedlung nach Thailand bewegen. Der Deutsche schrieb uns:

"Ich bin mit einer Thailänderin verheiratet und möchte als Rentner in Zukunft meinen Lebensabend in Thailand verbringen. Sollte ich mich in Deutschland abmelden, würde der Krankenkassenschutz entfallen, was sich bei der medizinischen Versorgung in Thailand verschmerzen ließe. Gibt es eine thailändische Krankenversicherung für Ausländer oder nur die Möglichkeit als "Selbstzahler"? Wird die deutsche Rente im Falle eines dauerhaften Aufenthaltes in Thailand abgesenkt? Wie gestaltet sich die Aufenthaltserlaubnis? Ist es wirklich so, dass ich von Zeit zu Zeit ausreisen muss, um mein Visum zu verlängern?"

- Ausländer sollten mit einem Non-Immigrant-Visum und einem Internationalen Führerschein einreisen. Nur mit einem Non-Immigrant-Visum gibt es das Jahresvisum, der Internationale Führerschein erleichtert die Ausstellung einer thailändischen Lizenz. Dieser Ausweis im Format einer Scheckkarte wird von vielen Behörden als Pass-Ersatz anerkannt.

- Mit einer Thai verheiratete Ausländer können ein Jahresvisum beantragen, wenn sie mindestens 400.000 Baht auf dem Konto einer Bank haben oder eine monatliche Überweisung aus dem Ausland von 40.000 Baht nachweisen.

- Ausländer ab dem 50. Lebensjahr können ein Jahresvisum beantragen, wenn sie mindestens 800.000 Baht auf dem Konto einer Bank haben oder eine monatliche Überweisung aus dem Ausland von 65.000 Baht nachweisen.

- Unabhängig von ihrem Alter können Ausländer ein Jahresvisum beantragen, wenn sie mindestens drei Millionen Baht auf dem Konto einer staatlichen oder vom Staat kontrollieren Bank nachweisen. Dieser Betrag muss das ganze Jahr angelegt sein. Regelmäßige Überweisungen wie Renten und Pensionen können angerechnet werden.

- Ausländer, die einer legalen Beschäftigung nachgehen und ein Work Permit (Arbeitsgenehmigung) haben, können bei der Immigration ein Jahresvisum beantragen. Der Geldnachweis entfällt, weil der Antragsteller im Monat mindestens 50.000 Baht verdienen muss.

- Wer kein Jahresvisum beantragen kann, dem bleiben nur das Transit-Visum (30 Tage Aufenthalt), das Tourist-Visum (60 Tage) oder das Non-Immigrant-Visum (90 Tage). Nach diesen Fristen gibt es bei der Immigration in der Regel gegen eine hohe Gebühr eine kurzfristige Verlängerung, dann aber muss der Ausländer ausreisen und sich im Ausland bei thailändischen Botschaften oder Konsulaten ein neues Visum besorgen. Einige Botschaften stellen auch ein Multiple-Entry-Visum aus, das zu mehreren Einreisen berechtigt.

- Über den Krankenkassenschutz berichten wir unter "Tips zum (Über-)-Leben", Punkt 8. Eine medizinische Versorgung ist in Thailand wohl nur in einer kleinen Klinik oder in staatlichen Krankenhäusern preiswert, nicht aber bei einer privaten Behandlung in renommierten Krankenhäusern. Deshalb ist zumindest eine Krankenhausversicherung mit hoher Deckung dringend geboten.

- Die personenbezogene, eigenerworbene Rente wird bei einem im Ausland lebenden Rentner nicht gekürzt. Mit einer Kürzung müssen nur Bezieher nach dem Fremdrentengesetz rechnen. Darüber informiert die zuständige Versicherungsanstalt.


Party-Szene Berlin

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R.C.A. Toi feierte wie ein echter Star!

Wenn Toi zu seiner Birthday-Party einlädt, dann darf man schon ein tolles Erlebnis erwarten. Schliesslich ist der musikalische Chef des Neuköllner Musik-Cafes R.C.A. stilsicher und einfallsreich in Choreografie und Stehgreif-Comedy. So gab es in der Nacht zum 4. Juni ein Thai-Buffet gratis für alle Gäste sowie eine kurzweilige Bühnenshow. Bei der Zubereitung der Thai-Speisen halfen übrigens u.a. Tippi und Walin, ohne aber selbst an der Feier teilzunehmen. Schade eigentlich, denn es gab traditionelle Thai-Tänze von Sabina und Nathaly in prächtigen Kostümen sowie freches Playback von Kathoeys. Der anwesende Thai-Star Rangsi Selichai gratulierte auf die ihm eigene Weise mit mehreren Liedern, was nicht nur Pit super fand. Toi hingegen ließ sich nicht nur feiern, sondern machte in weißer Show-Gala (s. Foto oben) eine wirklich Star-reife Figur beim Singen und Tanzen auf der Bühne. Belohnt wurde er dafür mit vielen Puang malais mit reichlich angehängten roten Euro-Scheinchen.

Neben der Thai-Karaoke und Comedy gehören vor allem Gaudi und Klamauk im R.C.A. zum normalen Programm. So etwa, wenn Tina immer um die Bühne schleicht und Schabernack treibt. Doch Toi hat alles im Griff. Wir wünschen ihm dabei weiterhin eine glückliche Hand. M.H.

Ein heisser Stern ist in Berlin aufgegangen

Endlich ist es soweit. Lange hat ja Berlin nach dem Ende der JOY-Disco auf eine neue Asia Discothek gewartet. Jetzt hatte Toan mit seiner Freundin Prim den Mut gehabt und die STARS Disco aufgemacht. Er ist Vietnamese, sie Thai. Beide sind sehr freundlich, fleißig und achten auf jedes Detail. Das Tresen-Team sind junge Thai-Frauen, auch Fanta (vormals Butterfly). Der Raum ist recht groß und übersichtlich. Es gibt viele kleine Tische mit brennenden Kerzen. An die JOY-Disco erinnert der lange Tresen mit vielen Barhockern und die verspiegelte Tanzfläche vor dem DJ-Pult. Da tront u.a. DJ Geng, ebenfalls bekannt. Und am Wochenende steht Matthias am Einlass, der baulich recht ordentlich ausgeführt ist. Schließlich befindet man sich mitten in einem Wohngebiet. Kein Bass-Laut darf nach draußen.

Die Eröffnungsparty am 4. Juni war dann auch ein richtiger Knaller. Mit Thai-Buffet, bunten Luftballons und allem drum und dran. Alle alle waren gekommen, um sich den Neuling anzusehen: Meau & Rainer & Kiddy Marina, Mäo (Butterfly), Bird, Jum, Jump & Tam, Moses & Nin, Joe von Berlinstore, Michaela, Best mit schickem weissen Strickhut. Selbst Toi vom R.C.A. mit Team ließ sich dies nicht entgehen. Vom Butterfly kamen Sombat mit Team, und Chef Ali gratulierte höchstpersönlich kollegial mit einem großen Blumenstrauß. Doch keine Bange. Disco und Musik-Cafés sind keine richtige Konkurrenz. Das ergänzt sich ganz gut.

Die STARS Disco befindet sich in der Großgörschenstrasse 39 a, gleich dicht an der Schöneberger Hauptstrasse. Sehr verkehrsgünstig gelegen. Man fällt sozusagen gleich aus der U-7 (U-Bhf Kleistpark) in die Disco. Viele Jahre schon war in dem Flachbau eine Discothek, auch eine deutsche (hiess wirklich Heinrichs Tanzpalast), dann eine türkische und zum Ende die afrikanische Abule. Krach ohne Ende ist möglich, da der Schallschutz perfekt ausgeführt ist.

Nun wird man sehen, ob sich STARS in Berlin etablieren kann. Der Anfang ist schon mal ganz gut. Und Betreiber Toan hat sich noch vieles vorgenommen. An Ideen fehlt es dem taffen Geschäftsmann jedenfalls nicht. Es gibt bereits eine happy hour und ein Sonntags-Special (1 Fl. Whiskey, jede Sorte, kompl. 50 Euro), verschiedene Show-Programme und später live-Musik von einer thailändischen Band. Mehrere DJs werden sich abwechseln und so musikalische Vielfalt bieten. Und für den kleinen Thai-Hunger ist natürlich auch gesorgt. Die Musik ist ganz disco-like. Auch Thai-Musik, aber auch Dance- und Black-Musik. Also international, so wie das Publikum auch.

Geöffnet wird 20.00 Uhr, außer montags. Da ist Ruhetag. Es beginnt erst mit Karaoke, gegen 0.00 dann die ultimative knallharte Disco. Und was ist nicht so schön im STARS? Zwei Dinge: Die beiden Pfeiler. Aber das kennen wir ja schon vom R.C.A. Viel Glück! M.H.

Somchit Bothong live im THAI THEK

Einfach grandios! Mit Superlativen soll man bekanntlich vorsichtig umgehen. Aber das, was sich in der Nacht vom 27. zum 28. Mai ereignete, verdiente zweifellos das Prädikat "Absolute Spitzenklasse". Bei gefühlten 40 Grad Celsius gab im hoffnungslos überfüllten Musik-Café THAI THEK der thailändische Superstar Somchit Bothong sein Debut in Berlin. Als Mo Lam Interpret gehört er seit langer Zeit in Thailand zu den Besten seines Faches. In traditioneller, festlicher Kleidung betrat er die Bühne und verlieh durch dieses schöne outfit seinen bekannten Songs noch eine besondere Note. Ganz THAI THEK war bereits nach kurzer Zeit in richtiger Party-Stimmung.

Es wurde getanzt, gelacht und gejubelt. Somchit Bothong fühlte sich sichtlich sehr wohl in dieser ausgelassenen Gesellschaft. Er nahm den Dank seiner Fans in Form von Blumenkränzen, Euro-Scheinen und roten Rosen beeindruckt entgegen.

In den Pausen zwischen den Auftritten gesellte er sich zu den Gästen an die Tische und ließ sich geduldig mit vielen von ihnen fotografieren. Nach Jintara war Somchit Bothongs Live-Konzert das zweite echte Highlight in diesem Jahr in Berlin, das wir dem Veranstalter THAI THEK zu verdanken haben. Text/Fotos: H. Meuser

HOPPLA - Hier feiert Dia ein Fest

Wenn unser aller Dia den eigenen Geburtstag feiert, dann tut sie dies natürlich im Bangkok-Café an der Sonnenallee in Berlin. Ein reichliches Thai-Buffet - hier vor allem Nam Tok bemerkenswert - hatte am 11. Juni viele Gratulanten angelockt. Meao und Porn sorgten für Flüssiges. Auf der Bühne wechselten sich Noi, Dia und Alina bei der Karaoke ab. Dann gab es Thai-Tänze in klassischem Kostüm. Es war an jenem Tag wieder so richtig gemütlich dort. Marcus fröhlich, Jim auch, Odd mit eine Tüte voller Geschenke. Selbst Helmut war da. Und der Sushi-Mann von nebenan kam mit einer schönen Dame.


GASTRO-Report

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Des öfteren werde ich angesprochen, dass man doch nicht sagen kann, dass das Thai-Essen bei DEM oder DEM nicht schmecke. Ich muss zu meiner Person sagen: Ich bin seit ca. 25 Jahren im Bereich Thailand, war ca. 40 mal in Thailand und habe dort das originale Essen kennen gelernt. In Udon, in Bangkok, in Pattaya, in Chiang Mai und vielen anderen Orten des ganzen Landes.

Bis auf geringe Ausnahmen war das Essen immer gut. Selbst die Speisen, die am Strassenrand angeboten werden, sind oft besser, als das, was man in Berlin angebietet. Vom Preis gar nicht zu reden.

Nun etwas Gutes: Das Thai-Restaurant Ruehn Thai aus der Badenschen Str. in Schöneberg hat nicht geschlossen sondern ist umgezogen nach Tegel ins ehemalige Udon in der Brunowstr. 8.

In der FARANG-Ausgabe vom Januar 2005 schrieb ich über das Rakang Thai Restaurant in der Berkaer Strasse. Das im TV von ars vivendi als super Thai-Restaurant angepriesen wurde. Ich monierte dort seinerzeit so einiges, nun hat das Restaurant seine Pforten geschlossen

Immer wieder passieren solche Geschichten, warum eigentlich? In old Germany kann jeder eine Firma eröffnen, ohne den Nachweis irgendwelcher Kenntnisse zu erbringen. Jedes Jahr entstehen dadurch Milliardenschäden.

Jedes Jahr über 10.000 Pleiten oder Geschäftsschließungen. Jedes Jahr verlieren dadurch 10.000 Leute ihren Job.
- Berufslehre - Prüfung,
- Führerschein - Prüfung,
- Firmengründung - keine Prüfung,
- Kindermachen - keine Prüfung.

Ein guter Bekannter von mir (Hoteldirektor von einem grossen Kurfürstendamm Hotel) rief mich an und fragte, da er Besuch aus Australien hatte und der thailändisch essen wolle), welches Restaurant ich mit gutem Gewissen empfehlen könne. Ich ließ mir sehr lange Zeit mit Überlegen und empfahl letztlich das Praya Thai, da ich dort in den vergangenen Monaten keine schlechten Erfahrungen gemacht hatte. Der Chef des Hotels rief mich am nächsten Tag an und bedankte sich für meine Empfehlung.

Diesmal besuchte ich das Chao Grung in Berlin Steglitz. Seit mehr als 30 Jahren ist der Thaimann Lan schon in Berlin. Erst hatte er sein Chao Grung in der Brandenburgischen Strasse nahe dem Thai-Park. Da aber die Miete dort sehr teuer wurde, zog er um in die Steglitzer Grunewaldstrasse. Ganz in die Nähe der thailändischen Botschaft. Im Laufe der letzten 10 Jahre war ich des öfteren in seinen Gaststätten und konnte nie etwas Negatives feststellen.

Die Einrichtung in beiden Gaststätten war immer thailändisch rustikal, so wie man das aus Thailand her auch kennt.

Meine Begleiterin ass einen Tintenfischsalat, der reichlich und ausgesprochen gut war. Mein traditionelles Gäng Päd Ped Yang war schmackhaft und derart reichlich, dass ich das Essen gar nicht schaffte aufzuessen. Die Getränke Wein und Mineralwasser waren preislich im niedrigen Niveau. Da ich das Chao Grung noch aus der DM-Zeit kenne, ist dort nicht der gemeine 1 : 1 Tauschkurs vorgenommen worden. Leider hatten wir schlechtes Wetter, so dass wir nicht in den Genuss des Vorgartens kamen.

Fazit: Diese Gaststätte kann man empfehlen, wenn man auf Äußerlichkeiten nicht viel Wert legt und dafür eine exzellente Thai-Küche haben möchte.

Chao Grung
Grunewaldstr. 28 (umgezogen in die Schöneberger Vorbergstrasse !!!)
12165 Berlin (Steglitz), tgl. von 12 bis 23 Uhr, Tel. 030 - 881 53 69

In diesem Monat war ich im:
-Dawan Deng:
preiswert und gut wie immer !
-Praya Thai:
gut und reizende Bedienung.
-Huong Tra Lou in der Sonnenallee: schnell, preiswert und gut.
-Sabai Land - Lecker, lecker.
-Happy Night:
großen Hunger, aber nichts zu essen - denn gegessen wird zu Hause.
-Thai Fun: wie immer.
-Bei Ching, immer lustig, immer fidel.


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Vogelgrippe-frei
Thailand ist seit Anfang Mai wieder Vogelgrippe-frei. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums sind in den letzten Monaten in den Geflügelbeständen keine neuen Influenza-Erkrankungen aufgetreten. Die letzte Übertragung vom Tier auf einen Menschen datiert vom Oktober 2004.
Die Vogelgrippe (Avian Flu) ist eine Viruskrankheit, die überwiegend Vögel, vor allem Hühner und Puten befällt. Bei engem Kontakt zu infizierten Tieren ist eine Übertragung auf den Menschen möglich. In Thailand grassierte die auch als Hühnergrippe bezeichnete Epidemie erstmals Anfang des Vorjahres und dann wieder seit Juli 2004. Das Landwirtschaftsministerium wird auch weiterhin ein Auge auf die Geflügelbestände haben und hat mehr als 600 Beobachter ausgebildet. Der H5N1-Virus hat einen Schaden von rund 4,3 Milliarden Baht verursacht. Seit Januar 2004 wurden landesweit mehr als 60 Mio. Hühner, Enten und Puten gekeult. Um den Verlust der Geflügelzüchter zu mildern, hat die Regierung den Landwirten 2,2 Milliarden Baht als Entschädigung gezahlt. Bei 12 Thai nahm die Übertragung des Virus einen tödlichen Verlauf. Das letzte Vogelgrippen-Opfer, ein 14-jähriges Mädchen aus Sukhothai, starb am 19. Oktober.
Bis sich die Geflügelindustrie von dem Rückschlag erholt hat, wird noch viel Zeit vergehen. Zumal die EU und Japan ihren Importstopp von nicht gebratenem oder gekochtem Geflügel beibehalten. Thailand ist nach Brasilien, den USA und der EU der weltweit viertgrößte Exporteur von Geflügelfleisch. Wurden 2003 noch 528.000 Tonnen verschifft, so waren es in 2004 nur 219.000 Tonnen. In diesem Jahr rechnet die Branche mit 300.000 Tonnen. Von der Geflügelepidemie in Thailand hat im Vorjahr vor allem der Export-Weltmeister Brasilien profitiert: Seine Ausfuhren stiegen von 1,9 Mio. Tonnen in 2003 auf 2,45 Mio.

Spendenrekord für DRK
Drei Monate nach dem verheerenden Seebeben in Südasien gab das Deutsche Rote Kreuz (DRK) einen Spendeneingang von 124,6 Mio. Euro bekannt. Dies ist die größte Spendensumme, die einer einzigen Hilfsorganisation in Deutschland je für eine Katastrophe im Ausland anvertraut wurde. "Ich glaube, wir verdanken diese gute Note unserer Unabhängigkeit und unserer weltweiten Vernetzung. Die Menschen wollen sicher sein, dass ihr Geld auf sinnvolle Weise den Betroffenen zugute kommt", sagte der DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
1,9 Mio. Menschen haben durchschnittlich 65 Euro pro Person für die Tsunamiopfer gespendet. "Gegenüber dem Spender sind wir verpflichtet, das Geld effektiv, zweckmäßig und verantwortungsvoll einzusetzen. Jeder Spender kann sicher sein, dass seine Spende an das Rote Kreuz ausschließlich in Rotkreuz-Projekten eingesetzt wird. Über die Verwendung der Spenden werden wir mit einem Höchstmaß an Transparenz berichten", so Seiters. In einem Aktionsplan (siehe www.drk.de) werden die Arbeiten in Südasien und Afrika dargestellt. Von den Spenden wurden bis Mitte April 33,7 Mio. eingesetzt. Das bisher größte Spendenaufkommen für eine Katastrophe im Ausland gab es nach dem Erbeben in Armenien 1988 mit umgerechnet 59 Mio. Euro. Nach der Jahrhundertflut in Deutschland in 2002 wurden über 147 Mio. Euro an das DRK gespendet. (Quelle: DRK)

Geiseldrama Siem Reap
Bei einem blutigen Geiseldrama in einer internationalen Schule in Kambodscha ist ein dreijähriges Kind aus Kanada erschossen worden. Sicherheitskräfte gingen mit Gewalt gegen die maskierten Geiselnehmer vor, die bis zu 40 Kinder und Lehrer für sechs Stunden in der Touristenstadt Siem Reap in der Nähe der Tempelanlage von Angkor festgehalten hatten. Nach Angaben der kambodschanischen Regierung wurden vier Kriminelle, zum Teil noch im Teenager-Alter, festgenommen. Unbestätigten Angaben zufolge starben auch zwei Geiselgangster bei der Befreiungsaktion. Der kleine Junge aus Kanada starb durch einen Schuss in den Kopf. Die übrigen Geiseln blieben nach offizieller Darstellung unversehrt, nach anderen Informationen gab es sechs Leichtverletzte. Die aus Kambodscha stammenden Gangster hatten die Schule am Morgen überfallen und zunächst zwei Kindergartenklassen in ihre Gewalt gebracht. Später kam ein Teil der Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren frei.
Die Geiselnehmer verlangten 1000 Dollar (830 Euro), Waffen, einen Lieferwagen zum Abzug und sicheres Geleit zur thailändischen Grenze. Bei Nichterfüllung ihrer Forderungen drohten sie, eine Geisel nach der anderen zu erschießen. Nach offiziellen Angaben griff die Militärpolizei erst zu, als Schüsse fielen und das erste Kind tot war.
Über die Motive für die Geiselnahme gab es unterschiedliche Vermutungen. Einige Berichte sprachen von Drogenhändlern, andere von politisch motivierten Gewalttätern, die dem Tourismus in der Gegend schaden wollten. Vieles deutete auf unprofessionelle Anfänger hin. Anführer war ein 23-Jähriger.

Spielsucht reichlich
Glücksspiel ist in Thailand verboten. Obwohl illegal, frönen täglich Hunderttausende in Hinterzimmern oder jenseits der Grenzen in Casinos der Spielsucht. Und Töchter und Söhne eifern ihnen nach. Sie sitzen bis spät abends vor ihrem Computer und suchen im Internet nach "Games". Täglich sollen es 500.000 sein, die online spielen. Am beliebtesten ist das Spiel Ragnarok. Jeden Tag geben ca. 700.000 Kinder, Jugendliche, Erwachsene dafür Geld aus.

Prepaid nur mit Ausweis
Seit dem 10. Mai müssen sich Thai und Ausländer beim Kauf einer Prepaid-SIM-Karte für Handys ausweisen. Zur Identifizierung des Käufers akzeptieren die Geschäfte den Personalausweis (bei Thai), den Reisepass, den thailändischen Führerschein oder die Arbeitsgenehmigung. Sollte das Handy mit der SIM-Karte verlegt oder gestohlen werden, ist der Besitzer verpflichtet, dies umgehend der Polizei zu melden. Der Netzwerk-Betreiber wird dann die SIM-Karte sperren. Auch beim Verkauf der SIM-Karte muss der Betreiber informiert werden. Alle 21,5 Mio. Thai und Ausländer mit Prepaid-System sollen sich gegenüber ihrem Mobilfunk-Betreiber ausweisen. Die Regierung hat noch keine Frist genannt.

Faule Kredite
Gegenüber dem letzten Quartal des Vorjahres haben in Thailand die faulen Kredite in den ersten drei Monaten dieses Jahres leicht zugenommen. Für das erste Quartal 2005 gibt die Staatsbank die Höhe der ungesicherten Kredite der Finanzwirtschaft mit 595,8 Milliarden Baht gegenüber 591,8 Milliarden am 31. Dezember an. Der Anteil der faulen Kredite am Gesamtvolumen betrug 10,92% gegenüber 10,76% Ende des Vorjahres. Die Staatsbank bezeichnet den Anstieg als vorübergehend und prognostiziert bis Ende 2005 einen Rückgang der ungesicherten Kredite.

Inflation und Zinsen
Wegen steigender Ausgaben für Lebensmittel und Sprit nimmt der Inflationsdruck zu. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im April im Jahresvergleich um 3,6%, die stärkste Zunahme seit 7 Monaten. Im Jahresdurchschnitt rechnet das Wirtschaftsministerium mit einer Inflationsrate zwischen 3,5 und 3,8%. Dem stehen weiterhin Guthabenzinsen der Banken von nur 0,75 bis 1% gegenüber. Nichts deutet darauf hin, dass die lokalen Geldinstitute den Zinsschritten der Staatsbank folgen wollen. Die Bank of Thailand hat den Leitzins dreimal angehoben und wird nach der jüngsten Zinserhöhung in den USA ihn wohl nochmals um weitere 25 Basispunkte auf dann 2,5% erhöhen.

Honorarkonsul Stuttgart
Herr Zorn teilte mit, dass nun das thailändische Honorarkonsulat von Karlsruhe nun endgültig nach Stuttgart umzieht. Ab 1. August ist die neue Adresse des Thailändischen Honorarkonsulats (Postadresse, Visaerteilung und Legalisierung) ausschließlich:
Pforzheimerstr. 381, 70499 Stuttgart-Weilimdorf
Sprechzeiten: Mo./Mi./Fr. von 12.00-14.00 Uhr, Tel. 0711 226 48 44, Fax: 0711 226 48 56.

General Motors
Der Colorado hat sich im Land der Pick-ups als ein Verkaufsschlager erwiesen. In Thailand machen die Pick-ups 60% aller verkauften Fahrzeuge aus. GM setzte im Vorjahr 17.345 Autos ab und sich auf den 5. Platz des lokalen Automarktes. 2004 wurden in Rayong 92.000 Wagen produziert, vorrangig für den Export.

Wohnsitz Thailand
Nach dem Bericht des "Spiegels" sollen mindestens 50 Angestellte von Fluggesellschaften eine Verlagerung ihres Wohnsitzes nach Thailand beim Finanzamt angegeben haben. Mehr als 70 Personen wohnten neuerdings offiziell in den Arabischen Emiraten. 30.000 Euro Steuerersparnis seien keine Seltenheit. In einer anonymen Anzeige, die die Fahnder auf die Spur brachte, ist dem Bericht zufolge von 70 Piloten die Rede, die in Dubai angeblich in einer Wohngemeinschaft lebten - "sehr beengt in einem Briefkasten". Tatsächlich wohnten die Großverdiener aber weiter in Deutschland.

UBC Pay-TV
Rund 70% der 460.000 Abonnenten von United Broadcasting (UBC) leben in Bangkok und angrenzenden Provinzen. Thailands größter Pay-TV-Anbieter will in diesem Jahr erstmals Dividende zahlen und bis Ende 2005 mindestens 20.000 neue Abonnenten gewinnen.

Drogenfahndung
Thailands Drogenfahnder verfügen über High-Tech. Mit den aus Japan kommenden Geräten können Polizisten in wenigen Minuten Drogen und weitere Substanzen erkennen. Ein Abstrich der Haut oder Proben von Bekleidung, Paketen, Autoreifen etc. werden von einer Maschine untersucht. Nach wenigen Sekunden liegt das Ergebnis vor.

Immer mehr Thai
Die Bevölkerungsentwicklung wird sich in den nächsten Jahrzehnten gravierend auf den Gesundheitssektor und den Arbeitsmarkt auswirken. In 25 Jahren soll die Einwohnerzahl bei 74 Mio. gegenüber aktuell 64 liegen. Die Zahl der über 60-jährigen wird von derzeit 10 auf 20% gestiegen sein. Zunehmen wird ebenfalls die Zahl der alleinstehenden Frauen, der Singles. Wie in Europa und in vielen Staaten Asiens nimmt auch in Thailand die Zahl der arbeitenden Frauen und Männer ab, die der Senioren nimmt gleichzeitig zu. Während in 2000 erst 9% der Bevölkerung älter als 59 Jahre war, werden es im Jahr 2025 bereits 20% sein. Bei den Arbeitskräften wird ein Rückgang von 66% in 2000 auf 62% in 2025 erwartet.

Kreditkarten-Boom
Ministerpräsident Thaksin Shinawatra hat die zu leichtfertige Vergabe von Kreditkarten kritisiert. Ende März waren es im Land 8,89 Mio. Kreditkarten mit einem ausstehenden Volumen von 118,58 Milliarden Baht. Während sich die Banken bei der Ausgabe an die Vorschriften der Staatsbank halten und nur Antragsteller mit Verdienst von mindestens 15.000 Baht monatlich bedienen, fragen andere Kartenaussteller wie Verbrauchermärkte und weitere Unternehmen nicht nach dem Verdienst.

Mehr Chip-ID-Cards
Zwölf Millionen Thai sollen noch in diesem Jahr die mit einem Chip versehene ID-Card (Personalausweis) erhalten. Die neue Smart ID-Card wird neben persönlichen Daten unter anderem Fingerabdrücke, Steuerklasse, Nummer der Sozialversicherungskarte und Angaben zu Erkrankungen aufweisen. Künftig soll der Personalausweis bereits bei der Geburt ausgegeben werden.

Sperrstunde bleibt
Thailands stellvertretender Innenminister Somchai Sunthornwat hörte sich bei seinem Besuch in Pattaya zwar die Klagen der Barbesitzer an, machte ihnen aber keine Hoffnung auf eine baldige Ausweitung der Sperrstunde. Der Politiker traf sich mit den Besitzern und Managern der Entertainment-Betriebe im Ambassador City Hotel an der Sukhumvit Road und schaute sich später das Nachtleben an der Walking Street an. Khun Somchai sieht für Pattaya als eine Touristenhochburg durchaus das Bedürfnis, den aus aller Welt kommenden Urlaubern auch nach 1 Uhr morgens Nachtleben zu bieten. Nur nicht eben hier und heute. Der stellvertretende Minister hält die landesweite Regelung für vertretbar und appellierte an die Barbesitzer, sich an die Regeln zu halten: Sperrstunde spätestens um 1 Uhr, kein Einlass für Jugendliche (unter 20), keine Waffen und Drogen sowie anrüchigen Sex-Shows.

Auto-Markt brummt
Thailands Automobilmarkt befindet sich angesichts einer jährlichen Wachstumsrate von 15% auf der Überholspur. Bis Ende 2010 soll sich die Pkw-Produktion auf 1,8 Mio. Einheiten verdoppeln - 800.000 davon sollen in den Export gehen. Damit würde das Land auf Platz 9 der weltgrößten Automobilproduzenten vorstoßen. Im vergangenen Jahr exportierte Thailand bereits Kfz-Teile im Wert von 5 Milliarden US-Dollar. Nach Plänen der Regierung soll sich diese Summe bis Ende 2010 verdoppeln. Thailand spielt seine Vorteile als ASEAN - und AFTA-Mitglied aus und wirbt für sich als Produktionszentrum in Südostasien. Die zunehmende Zahl von Freihandelsabkommen im asiatischen Raum wird bis zum Ende dieses Jahrzehnts den Automobilmarkt rasant verändern. Mit einem jährlichen Plus von 14,1% und 4,4 Mio. verkauften Pkw wird der chinesische Markt dann den bisherigen Spitzenreiter der Region, Japan, einholen. Indien dürfte in vier Jahren mit prognostizierten 1,8 Mio. Pkw Korea als drittgrößten Automobilmarkt in Asien ablösen. "Im Jahr 2009 werden rund 17 Mio. Pkw im asiatischen Raum produziert, das sind dann genauso viele wie in Europa. Und auch die Zulieferindustrie der Region wird massiv wachsen. Nicht nur, um die heimische Produktion auszurüsten, sondern auch, weil sie eine kostengünstige Produktionsbasis für den Rest der Welt darstellt", erklärt Hans-Dieter Krauss, Leiter Segment Automotive der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG.

40 Mio. Passagiere
Airports of Thailand rechnet 2005 auf den von ihm betriebenen Flugplätzen mit 40 Mio. Passagieren. Das wären 2,5 Mio. mehr als 2004. Airports of Thailand betreibt u.a. Flughäfen in Bangkok, Chiang Mai und Phuket.

Studie über Korruption
Eine neuerliche Studie über Korruption in Thailand hat einmal mehr bestätigt: Bestechung und Bestechlichkeit sind in diesem Land Alltag. Nach Angaben von Sungsidh Piriyarangsam, der als Experte der sogenannten Untergrund-Wirtschaft gilt, erreichten die illegalen Einnahmen der Polizisten im Jahr 2003 die stattliche Summe von 31 Milliarden Baht. In seiner Studie über "Polizei, Mafia und schwarze Wirtschaft" rechnet er vor: 19 bis 27 Milliarden Baht resultierten aus dem verbotenen Glücksspiel, 1,5 bis 1,8 Milliarden zahlten ausländischen Arbeiter als Bakschisch, 500 Mio. Baht die Besitzer von Massage Parlours, 1,8 Milliarden Baht Motorradtaxifahrer und 50 Mio. Baht die Betreiber von Tour-Minibussen. Eine weitere Untersuchung hat ergeben: Polizeichefs kassieren im Monat zwischen 300.000 und einer Million Baht, ein Polizist im ersten Berufsjahr immerhin noch 1.000 bis 2.000 Baht. Illegal.

Größer und länger
Als bekennende Machos streben Thai nach Größe. So ist es nach Berichten thailändischer Medien unter jungen Männern Mode geworden, sich Oliven-Öl in den Penis spritzen zu lassen. Diese Lösung soll ihn länger und größer machen. Weit gefehlt, behaupten Ärzte. Der Penis würde das Oliven-Öl zwar aufnehmen, aber dann "verarbeiten", ohne dass das wertvollste Glied des Mannes sich in Größe und Umfang verändere. Ein geschwollener Penis, Entzündungen und Abzesse wären die schmerzlichen Folgen. Am Ende könnte gar die Amputation stehen, zumal, wenn nicht sterilisierte Spritzen zum Einsatz kämen. Das Oliven-Öl könnte weitere Organe schädigen, zu Erkrankungen und letztendlich sogar zum Tode führen. Die Gesundheitsbehörden appellieren an die Thai, auf Spritze und Oliven-Öl zu verzichten. Daran würden schlussendlich nur die Anbieter und später Ärzte verdienen. Wohl teurer, aber sicherer bleibt also der Kauf der kleinen, blauen Pillen. Viagra würde es eher richten.

Deutscher überfallen
Auf dem Heimweg von einer Bar an der Soi 7 in Jomtien zu seinem Apartment im Jomtien Beach Condominium wurde ein deutscher Langzeittourist überfallen. Die bewaffneten Thai erbeuteten 6.000 Baht und entkamen auf ihrem Motorrad. Der Raubüberfall ereignete sich nachts gegen 1 Uhr. Der 51-jährige hatte mit einem Barmädchen als Sozius die Soi 7 verlassen und befand sich mit seinem Motorrad auf der sogenannten Second Road. Dieser Straßenabschnitt liegt im Dunkeln. Plötzlich tauchte neben dem Deutschen ein mit zwei jungen Männern besetztes Motorrad auf. Der Fahrer versuchte den Ausländer abzudrängen, sein Sozius hielt eine Waffe in den Händen. Der Langzeittourist gab Gas und versuchte zu entkommen. Doch nach wenigen hundert Metern, in einer scharfen Kurve, hatten die Thai ihn eingeholt. Der 51-jährige musste sein Fahrzeug stoppen. Einer der Thai setzte eine Pistole an den Kopf des Deutschen. "What do you want?", fragte dieser. "Money", lautete die kurze Antwort. Der Überfallene griff augenblicklich nach seiner Geldbörse und hielt den Räubern die darin befindlichen Scheine hin. Es waren rund 6.000 Baht. Nach dem Überfall fuhr der Deutsche mit seiner weiter vor Angst zitternden Begleitung zur Polizeistation am Jomtien. Er ließ bei der Touristenpolizei anrufen und gab vor zwei Beamten den Vorfall zu Protokoll. Pattayas Polizei scheint der steigenden Kriminalität hilflos gegenüber zu stehen.

1.000 Bäume geklaut
In Pattaya haben es Diebe nicht nur auf Gold, Geld, Handys und Damenhandtaschen abgesehen. Aus der Baumschule des Nong Nooch Tropical Garden an der Sukhumvit Road stahlen zwei Thai und ein Kambodschaner über 1.000 junge Bäume. Die Geschäftsführung des Ausflugszieles gab den Wert mit mehr als fünf Millionen Baht an. Bei den Bäumen handelt es sich um seltene Arten, die aus Südafrika und von den Philippinen importiert worden waren. Ein Baum kostet zwischen 1.000 und 155.000 Baht. Zwei der Täter sind ehemalige Mitarbeiter von Nong Nooch.


Reise- Tipps

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Aquarium für Bang Saen
Thailands Ostküste erhält ein neues Ausflugsziel und Pattayas Underwater World eine Konkurrenz. Sonthaya Khunpluem, ehemaliger Tourismusminister und jetzt Berater des Ministerpräsidenten, hat den Bau eines Großaquariums mit Meeresforschungszentrum im knapp eine Stunde von Pattaya entfernten Seeort Bang Saen angekündigt. Die Kosten in Höhe von etwa 800 Mio. Baht wollen sich die Provinzregierung und die Stadt Saen Suk teilen. Errichtet wird das Aquarium auf dem Gelände der Burapha-Universität oder auf einem 100 Rai grossen Areal der Stadt. Die Arbeiten sollen 2006 beginnen.

Pattaya im Wandel
Die Gäste schätzen längst nicht mehr nur das Nachtleben, sondern ebenso die Einkaufsmöglichkeiten sowie das breite Angebot an Sport und internationalen Speisen. "Rahmenbedingungen wie Umwelt und Wasserqualität sind in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden", sagt Hans Spörri, Generaldirektor der Siam City & Resorts-Gruppe (Siam Bayview und Siam Bayshore Hotel). Es reisten mehr Leute mit Geld an, auch mehr Familien mit Kindern sowie Geschäftsleute und Kongressteilnehmer. Auch die Chefin des Royal Cliff Beach Resort, Panga Vathanakul, sieht die Tourismusentwicklung positiv. Jedoch müsse Pattaya noch weiter zu einer möglichst umweltfreundlichen Destination mit hoher Urlaubsqualität vor allem für Paare und Familien ausgebaut werden, fordert sie. Im Vorjahr kamen rund 2,45 Mio. Ausländer nach Pattaya.

Tourismus
Schneller als nach dem Tsunami erwartet steigt die Zahl der ausländischen Urlauber. Im Februar kamen mit 912.000 Touristen im Jahresvergleich 1,6% mehr, für den März notierte die Einwanderungsbehörde bei 958.000 Einreisen eine Steigerung von 11,3%.

Ausbau Koh Samui
Als Antwort auf die Ankündigung der Regierung, für die Koh Samui einen zweiten Flugplatz zu genehmigen, investiert die private Fluggesellschaft Bangkok Airways in ihren 1988 errichteten Airport 230 Mio. Baht. Bis August werden die Landebahn auf 1.860 Meter verlängert sowie der Bau eines neuen Kontrollturms und eines neuen Passagierterminals abgeschlossen sein. In diesem Terminal sollen doppelt so viele Fluggäste wie bisher abgefertigt werden. Derzeit landen und starten auf der Koh Samui in der Nebensaion täglich 1.500 Passagiere und in der Hauptsaison bis zu 2.300. Seit einigen Wochen zahlen die Fluggäste der Bangkok Airways eine Flughafengebühr von nur noch 300 Baht (bisher 400).

Night Safaris
Im Zoo Chiang Mai werden ab August Night Safaris angeboten. Die Besucher können auf einem 600 Rai großen, bewaldeten Areal Tiere beobachten. Das Projekt ist bei Tierschützern auf schärfste Kritik gestossen, weil der Betreiber rund 460 Tiere aus Kenia und Australien importieren will.

Super Luxus Hotel
Bis Ende 2007 soll am Ufer des Chao Phraya-Flusses in Bangkok auf einem fünf Rai großen Areal das Aman Resort Bangkok entstehen. Es ist als Sechs-Sterne-Hotel mit nur 33 Zimmern geplant. Der Zimmerpreis wird bei rund 800 US-Dollar liegen, pro Nacht, versteht sich. Ein Konsortium mit der Natural Park Plc., Aman Resorts Services und Silverlink Holdings wird in den Neubau an der Charoen Krung Road insgesamt rund eine Milliarde Baht investieren.

Full Moon Partys
Ein thailändischer Senator hat ein Verbot der seit 25 Jahren auf der Insel Phangan in der Provinz Surat Thani veranstalteten Full Moon Partys gefordert. Der Grund: Sex und Drogen. Der Tourismusminister denkt nicht an ein Verbot, weil nur wenige Vollmond-Party-Teilnehmer in Sex- und Drogen-Partys involviert seien.

Airport Krabi
Krabis Flugplatz wird international. Bis zum Oktober will die Airport Authority die Voraussetzungen für Start und Landung von Chartermaschinen aus dem Ausland schaffen. Bei der Ankunft können Passagiere ihr Visum beantragen.

OTOP in Bangkok
Im Pratunam Centre an der Ratchaprarob Road in Bangkok werden an 400 Ständen OTOP-Produkte zu günstigen Preisen angeboten. OTOP steht für die von der Regierung geförderte Aktion "one tambon, one produkt". Aus den Dörfern kommen Lebensmittel, Getränke, Bekleidung, Haushaltswaren, Handwerkliches und Kräuter.

Wellness weiter Trend
In den letzten Jahren hat der Wellness- und Gesundheitstourismus einen Boom erfahren. Thailand gilt als Spa Capital of Asia. Dies zeigt auch der aktuelle Bericht von Intelligent Spas, einer unabhängigen Forschungsgesellschaft aus Singapur. Von Juli 2003 bis Juni 2004 hat der Wellness-Sektor rund 3,6 Mio. Reisende nach Thailand gezogen. Dies entspricht im Jahresvergleich einer Steigerung um 43%.

Neue Brücke to Laos
In 2006 wird eine neue Mekong-Brücke Thailand und Laos verbinden. Das 2.050 Meter lange Bauwerk entsteht derzeit zwischen Mukdahan im Osten des Isaan und Savannakhet auf laotischem Gebiet. Nach der Einweihung sparen Reisende und Geschäftsleute viel Zeit und Geld. Heute müssen sie eine Fähre benutzen. Über die Grenzstation Savannakhet geht auch der Handel mit Vietnam. Die Highway Nr. 9 führt in Laos nach Laobao in Vietnam. Von der neuen Brücke erwarten Thailand und Laos eine Ausweitung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen.

Zwei kleine Hotels
Phuket: Villa Atchara
Sehr freundliches Team, die besondere Betonung liegt hier auf Familienbetrieb, 24 Std. Service, grosse Zimmer und selbst eine medizinische Versorgung vor Ort, weil die Ehefrau Ärztin war.
Villa Atchara, Soi Prabaramee 4, Patong-Kalim Beach, A. Kathu, Phuket 83150
Tel: +66 76 340 353, Fax: +66 76 340 701, atchara@loxinfo.co.th

Bangkok: Baan Athit
www.harley.de/baan
Ein kleines und gemütliches Gasthaus mit kleinem Restaurant und eigener Bäckerei in Bangkok. Auf der Internet-Seite finden Sie nicht nur Wissenswertes über das Gasthaus selbst sondern auch viele Fotos von den Zimmern und unserer Umgebung.
Baan Athit
25 Soi Chanasongkram, Phra Athit road / Banglamphu, Bangkok 10200
phone: (662) 629-3909, E-mail: baanathit@hotmail.com

Touren in Pattaya
Mona Tours in der Naklua Rd. bietet Ausflüge und Veranstaltungen zu kleinen Preisen an. Dabei wird man vom Mini-Bus abgeholt. Eine Auswahl: Ein Elefanten-Trekking für 800 Baht. Den Besuch einer Krokodil-Farm, des Tiger-Zoos und Angel- und Badeausflüge. Oft ist ein Essen im Preis enthalten.

Auf Medizin achten
Medikamente sind in Thailand zum Teil wesentlich preiswerter als in den Herkunftsländern der Urlauber. Experten und auch die für die Freigabe von Medikamenten zuständige thailändische Behörde warnen vor einem übereilten Kauf. Zum einen sollten Ausländer auf das Verfalldatum auf den Packungen achten, zum anderen sich nicht Imitationen andrehen lassen. Weit über 10% der in Thailand erhältlichen Pillen sollen Fälschungen sein.