Farang Titel 10-2005

Ausgabe 10 - 2005

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Leserbriefe

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Zur Diskussion über die Visa-Vergabe, Ausgabe 08-2005

Betreff: Visumsantrag der Tochter meiner Frau

Ich bin seit einem Jahr mit einer thailändischen Frau verheiratet. Kenne meine Frau seit drei Jahren. Sie war zuvor zweimal mit einem Tourist Visum bei mir in Berlin. Die Tochter (5) meiner Frau lebt momentan bei den Großeltern in Thailand.

So sah dann mein Plan aus: Hochzeit, größere Wohnung, Arbeit für meine Frau, Rahmenbedingungen für das Kind schaffen, Kind nach Deutschland holen.

Zuvor lebte ich als Junggeselle in einer kleinen 36qm Wohnung. Nach der Heirat suchten wir eine größere Wohnung und auch Arbeit für meine Frau. Das war sehr schwer, logisch, bei fünf Millionen Arbeitssuchenden. Gleichzeitig wurde in Thailand am 11.02.2005 der Antrag auf Familienzusammenführung gestellt. Zum 1. April fanden wir auch eine Arbeitsstelle für meine Frau (Gastronomie). Am 4. April 2005 hatten wir bzw. meine Frau einen Vorladetermin bei der Ausländerbehörde zwecks Nachweis des künftigen Lebensunterhaltes für die Tochter in Deutschland. Da meine Frau noch keine drei Monatsnachweise erbringen konnte, wie von der Ausländerbehörde gefordert wurde, mussten eben meine letzten drei Monatsnachweise genügen (ca. 1000 Euro netto). Ich bin übrigens als Taxifahrer beschäftigt.

Da mein Verdienst alleine nicht ausreichen würde, drei Personen zu ernähren, hätte der Antrag abgelehnt werden müssen. Ich konnte dies jedoch mit etwas Überzeugungsarbeit abwenden.

Meine Frau hat Arbeit (ca. 350 Euro netto). Die letzten drei Monatsachweise später vorlegen (Juli 2005).

Antwort der Sachbearbeiterin: Beide Einkommen zusammen würden dann für eine Erteilung des Visums ausreichen.

- Also, nun gut, weiterarbeiten und drei Monate abwarten, so dachte ich...

Anfang Juli hatten wir dann alle erforderlichen Papiere beisammen. Ich telefonierte mit der Ausländerbehörde um einen neuen Termin (die letzten drei Monatsnachweise, der laufende Antrag).

Antwort am Telefon: Die Anträge würden der Reihe nach bearbeitet werden, man könne keinen Termin vereinbaren.

Ich sagte nochmals: Kein Neuantrag, ein seit März laufender Antrag.

Ich konnte keinen Termin vereinbaren. Am 7. Juli sind wir in der Ausländerbehöre erschienen und haben viel Zeit mitgebracht (3,5 Stunden). Bei der Abgabe der mitgebrachten Papiere fragte man mich am Schalter: Warum haben Sie sich keinen Termin geben lassen. Das würde sehr viel Zeit ersparen.

Ich dachte: Toll, danke, werde ich hier komplett verar...??

- Warten auf die Aussprache mit der Sachbearbeiterin. Es wurde uns im Büro der Sachbearbeiterin übermittelt, dass es seit dem 1. Juli 2005 ein neues Ausländergesetz gäbe, wonach die Pfändungsfreigrenzen drastisch angehoben wurden und somit nicht genügend Mittel zur Verfügung wären, um eine dritte Person (Kind) zu unterhalten. Der Antrag muss abgelehnt werden.

Wir beziehen keine öffentlichen Mittel (Arbeitslosengeld, Sozialhilfe etc.). Beide verdienen Geld. Nach dem neuen Gesetz müsste allein ich 1.700 Euro netto verdienen.

In welchem Job in Deutschland kann man 1.700 Euro netto erzielen?

Sicherlich ist auch etwas mehr Geld vorhanden als die 1.350 Euro auf dem Papier, denn im Gastro-/Taxigewerbe gibt es auch Trinkgelder, jedoch stehen die leider nirgendwo, die Ämter interessiert nur das, was auf dem Papier steht. Von der Unfreundlichkeit der Sachbearbeiterin möchte ich gar nicht erst erzählen.

Ich möchte mich nicht über die anderen ausländischen Mitbüger beschweren, aber, wie haben die es geschafft mit Sack und Pack, Kind und Kegel und als Sozialhilfeempfänger???

Wie schon gesagt, wir haben beide Arbeit und verdienen Geld, haben eine 21/2 Zimmerwohnung. Das Kinderzimmer ist komplett eingerichtet (nur, es ist unbewohnt), haben uns auch schon nach einem Kindergartenplatz erkundigt. Alle Voraussetzungen zum Wohle des Kindes geschaffen. Nur die Behörde stellt sich quer. Weil hier strikt nah Gesetz und Papier gearbeitet wird. Der Mensch interessiert nicht, er bleibt auf der Strecke.

Soviel zum Thema: Jeder Fall ist ein Einzelfall und muss auch einzeln bearbeitet werden. Schreiben in der letzten Ausgabe FARANG 8-2005 von Raimund Haerthe.

- Übrigens, die Deutsche Botschaft in Bangkok hat die Zusage in meinem Fall nicht versagt. Es waren die innerdeutschen Behörden, obwohl ich nochmals um Zurückstellung gebeten habe. ... Mit freundlichen Grüßen, A.B.

Eine weitere Antwort zur heftigen Diskussion aus dem Jahre 2002

Zum Leserbrief des Herrn Harald Rose, Bad Nenndorf aus Farang 9/2002

Ich gehe davon aus, dass Sie immer noch Leser des "Farangs" sind und so möchte ich Ihnen gerne antworten. Sie schrieben unter anderem:

1."Die asiatischen Länder, in denen Buddhismus verbreitet ist, haben diese Philosophie zur praktischen Religion gemacht. Zum Unterschied zwischen Religion und Philosophie: Wenn die Lehren einer Philosophie als gegeben angenommen werden, handelt es sich um eine Religion. Dass dies dem Wesen einer Philosophie, also dem Streben nach Wahrheit, zuwiderläuft, ist klar und unser freundlicher Königssohn aus Indien wäre sicher sehr betrübt, wenn er sähe, wie in Asien Buddhismus praktiziert wird

2. Kant wird nicht auf die selbe Weise wie den buddhistischen Mönchen gehuldigt. Klar, seine Texte legen eine in der Form des asiatischen Buddhismus gestaltete Huldigung nicht nahe. Kant wird mit den Mitteln und Formen seiner/ unserer Kultur gehuldigt und diejenigen, die Kants Erkenntnisse besonders schätzen, erheben sie privat ganz sicher zur Religion. Dies geschieht, wie gesagt, in dem Moment, wo die Lehre als gegeben angenommen wird!....."

Da muss ich ein wenig korrigieren. Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Und die Lehre der Philosophie ist die Liebe zur Suche nach Wahrheit. Sie ist nicht etwa die Wahrheit selbst.

Religion hingegen ist auch der Glaubensinhalt dessen, was eine verborgene Wahrheit nicht erkennen lässt. Philosophie und Religion schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich; es ist aber jede Wissenschaft für sich, eine eigene Lehre!

Wie Sie wissen, benutzt die Neuzeit diesen Begriff Philosophie in allen Bereichen und so versteht sich Philosophie auch. Es ist eine übergeordnete Wissenschaft. Ich will damit sagen, dass in jeder Sache eine besondere, ihr eigene Philosophie steckt. Folglich auch in der Religion! Ihre Aussage: "Wenn die Lehren einer Philosophie als gegeben angenommen werden, handelt es sich um eine Religion", ist nicht nur eine unerlaubte Verkürzung des komplexen Zusammenhangs, vielmehr noch ist das eine unzulässige Schlussfolgerung!

Zu der Zeit, als die katholische Kirche mit ihren Dogmen noch als die allein selig machende Kirche galt, wurde die Philosophie als Hilfswissenschaft eingesetzt, um unerklärlichen und anderweitig - in der Theologie - unerklärbaren Vorkommnissen eine Wahrheit abzuringen!

Aus diesem Geschehen mag sich erklären, warum sich die Ansicht hartnäckig hält: Philosophie = Religion! Und so muss ich auch anzweifeln, dass Ihre These, die asiatischen Länder, in denen der Buddhismus verbreitet ist, hätten die Philosophie zur Religion gemacht, akzeptiert werden kann.

Sehen Sie, und da sind wir schon mitten drin, in der Philosophie! Und nun könnten wir endlos weiter philosophieren, aber was zur Erklärung gesagt werden musste, ist meiner Meinung nach gesagt.

Nun wiesen Sie auch auf Kant hin und fragten mich, warum man ihm nicht huldigte wie den buddhistischen Mönchen. Und da haben Sie mich auf dem richtigen Fuß erwischt.

Dazu eine kleine Einleitung:

Meine Verwandten mütterlicherseits stammen nicht nur aus Ostpreußen, sie stammen auch aus Gumbinnen. Mein Opa war dort noch bis zur Flucht im Januar 1945 sesshaft und diese Verwandten in gerader Linie stammen von meinem Ur-ur-Opa ab, der einer der vier überlebenden Geschwister des Immanuel Kant war.

Und natürlich habe ich mich, was nimmt es Wunder bei solch erlauchter Verwandtschaft, für sein Wirken interessiert. Also, dieser Verwandte war sehr schillernd. Genau genommen war er ein rechter eigensinniger Filou. Nie zufrieden mit dem, was man ihm bot. Man könnte ihn starrköpfig nennen. Aber er war für seine Zeit ein äußerst belesener Mann, um das vereinfacht auszudrücken.

Er deckte nahezu alle höheren Lehrfächer mit seinem Wissen ab. Er leitete die Universität in Königsberg und gab vielen andersortigen Universitäten zu verstehen, dass er dem Angebot eines Lehrstuhles nicht folgen möchte. Seine Philosophie zur Religion beinhaltete den "Glauben aus Vernunftgründen". Während also Siddhartha Gautama - der Buddha - eine philosophische Betrachtungsweise zum Lebenssinn aus der Überprüfung verschiedenster Philosophien schlechthin entwickelte, fand Kant auf seinem philosophischen Weg eine für sich abschließende Erklärung im "Glauben aus theoretischer und praktischer (pragmatischer) Vernunft".

Kant war alles andere mehr, als ein ausgewiesener Philosoph der Religion. Eher einer, der über die Humanität schlechthin philosophierte und lehrte. Seine religiösen Betrachtungsweisen wurde im damaligen Kaiserreich gar verboten, weil sie sich nicht mit den Lehren und Glaubenssätzen der Bibel abgleichen ließen. Er, Kant, lehrte solche Fächer wie Geographie, Mathematik, Metaphysik, Physik und Mechanik, um nur einige zu nennen; und natürlich auch Theologie!

Und aus all diesen Gründen, wird ihm nicht gehuldigt, wie etwa dem Buddha.

Als Fußnote:
"Buddha empfahl kurz vor dem Tod seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen."

Auf Ihre profaneren Themen und Rückschlüsse möchte ich an dieser Stelle nicht mehr eingehen, lieber Herr Harald Rose, Bad Nenndorf. Hartmut Sch.


Gastro-Report

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In Berlin hatte sich in vielen Jahren neben den Curry Wurst Buden auch die türkische Kebab Gastronomie breit gemacht. Nun kamen in den letzten Jahren die Thai-Imbisse dazu.

Pagode - Bergmannstr. in Kreuzberg
Innerhalb von knapp 10 Jahren haben sich mehr als 100 Thai-Imbisse und Thai-Bistros etabliert. Einer der Ersten war die Pagode, die in Berlin Geschichte geschrieben hat. Leider hat nach dem Ausscheiden von Andre Hobusch der ansonsten sehr schmackhafte Imbiss in der Kreuzberger Bergmannstraße sehr viel an seiner Qualität verloren. Einheitssuppengewürze sind nun einmal nicht alles.

Vielerorts wird einem beim Imbiss das Essen sehr lieblos serviert. Die meisten Mama-Suppen, die man bei Daos Asia Shop auf der Kantstraße für kleines Geld bekommt, sind schmackhafter als die Gerichte in so manchem Thai-Imbiss.

Hier, im Imbissgeschäft, sind besonders Vietnamesen vertreten. Thais eröffnen die Kleinbetriebe mit viel Energie und Liebe. Nach kurzer Zeit geht das Geschäft oft durch Verkauf an einen Vietnamesen über. Schade, liebe Thais, dass Ihr Euch das wegnehmen lasst.

Als ich die Pagode kennenlernte war das Essen für das kleine Geld ausnehmend gut. Jetzt ist sie zwar immer noch stark besucht, aber das Essen kann man nicht als besonders schmackhaft bezeichnen. Preislich kann man in einem richtigen Thai-Restaurant besser und billiger essen.

SIAM in Potsdam
Ein Thai-Imbiss, der in Punkto Einrichtung einer der schönsten Läden in der Mark Brandenburg ist, hat leider nicht mehr das Niveau von früher.
Als der Thai-Imbiss Siam in Potsdam vor drei Jahren öffnete, bekam man für kleines Geld eine große Portion Thai-Essen, das sehr schmackhaft war. Nun haben sich im Laufe der Jahre das Essen verkleinert und der Preis erhöht. Die Qualität ist nicht mehr vorhanden, über die ich kurz nach der Eröffnung geschrieben hatte. Schade eigentlich.

ORCHIDEE Imbiss Reichsstraße Charlottenburg
Als der Imbiss vor Jahren öffnete waren noch nicht viele Thai-Imbisse in Berlin vorhanden. In der Zwischenzeit geht man lieber zum Markt in der Soorstraße und speist dort für kleines Geld an einem Imbisswagen. Ich ging mit einer Thaifrau ins ORCHIDEE zum Essen. Danach fragte sie mich, was habe ich dir Böses getan, dass du mir dieses antust?

Ich bin niemals voreingenommen, werde aber immer wieder enttäuscht. Ich war jüngst in folgenden Restaurants:

Chao Grung: nicht enttäuscht.
Yasmin: Lek kocht sehr gut.
Praya Thai: mit Freunden, alle sehr zufrieden.
Sala Thai: kein Kommentar.


Rum-Treiber

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Dass es sowas gibt - und mitten in Berlin!

Handy-Weitwurf-Meisterschaften oder so. Es kann passieren, wenn man eine Thai-Frau hat und ein Handy, dass beides nicht zusammenpasst. So darf man nicht immer auf das Display schauen, um eventuell einen Anruf zu erwarten. Wenn dazu noch jemand das böse Wort Mia noi zischelt, dann kann es schon passieren, dass die eigene Thai-Frau das olle Nokia nimmt und schreiend an die Wand feuert. In tausend Stücke zersprungen, alle Nummern futsch. Vorteil der Aktion: Man geht zu seinem Betreiber und bekommt ein schickes Neues von SAMSUNG. Wenn man nun eine richtige Thai-Frau hat, dann möchte sie das schöne neue Handy natürlich auch noch für sich haben. Bitte keine Namen!!!

Wenn Thuk mit seiner weißen Wollmütze wie ein US-Rapper durch die Nacht tigert ist er kaum wiederzuerkennen. Thuk, wir erinnern uns, ist jener smarte Restaurant-Chef, der erst mit Thuk Thai 1 nahe dem Savignyplatz und dann mit Thuk Thai 2 in der Damaschkestraße für solide Thai-Gastronomie sorgte. Dann hat er das eine Restaurant abgegeben und das in der Damaschkestraße in ein richtiges Vietnam-Geschäft umgebaut. Dann war Ende. Nun ist der Emsige wieder da und kündigt eine Neueröffnung an. Wir sind gespannt.

Die Kirche am U-Bahnhof Hohenzollernplatz war ja gerade Ort der letzten FARANG-Party. Also am 17. September. 14 Tage vorher brummte ebenda Banchas Party Oldies, but Goldies. Und am Samstag dazwischen war gleichfalls ein asiatischer Event. Er nannte sich ASIAN SKYLLZ, was immer das heissen mag. Euer Rum-Treiber war da leider nicht zugegen. Ein freundlicher Leser teilte ihm dies aber mit. Und zwar traf sich dort ein sehr junges asiatisches Völkergemisch aus Vietnamesen, Thai und anderen. Die Miss-Wahl dort gewann übrigens eine hübsche Thai. Geht man auf die website des Veranstalters (www.vn-jk.tk) sieht man Vietnam, was an sich ja nichts Schlimmes ist. Vielmehr scheint es so zu sein, dass bei bestimmten Jugendlichen die nationale Herkunft eher unwichtig ist. Das Verbindende und Gemeinsame fern der Heimat sind die Mode, die Musik, der Lifestyle, die Party. Und bei den hier Geborenen ja sowieso. Oder etwa doch nicht?

Wenn man immer unterwegs ist in der Stadt, sich also rumtreibt, dann kann man feststellen, dass es in Berlin ganz wenige öffentliche Örtchen gibt. Also merkt man sich mit der Zeit diese Punkte und die dazugehörigen Parkplätze für den Bugatti. Dank des Superunternehmers Wall hat sich ja vieles schon gebessert. Wer es noch nicht weiss, der Berliner (Vorzeige-) Unternehmer Wall hatte einmal die Idee, dem Senat einen Deal vorzuschlagen. Er bekommt von der Stadt Hunderte von Werbeflächen gratis und liefert im Gegenzug die Klos und anderen Stadtmöbel (das heisst nun einmal so) auch umsonst. Eine Erfolgsgeschichte. Wall lebt von den Werbe-Einnahmen seiner Flächen und geht jetzt nach New York. Aber zurück zum Klo. Bei Dirk vom Starflights-Reisebüro in der Weddinger Torfstraße steht noch ein ganz altes PP-Häuschen auf schick gemacht. Ja, ist aber nur für den kleinen Wunsch. Vis-a-vis über den Fluss befindet sich das von uns allen geliebte Ausländeramt. Vorn im Bistro gewaltige Behinderten-WCs. Auch nicht schlecht. Da ist nur ein Sitz mit Sensor. Weiter gar nichts. Und eine Schnur von der Decke, dazu ein Schild in 10 Sprachen: "Nur im Notfall ziehen." Mmmm. Hab ich bis heute nicht verstanden. Aber nu is genug mit dem Schietkram.

Alle fragen, wo der Micha ist. Also jener Micha, der immer sagenhafte Geschichten erzählt, so von schwarzem Blut in seinen adligen Adern und den vielen Geishas. Micha ist in der Palast Disco am Mehringdamm / Ecke Obentrautstr. hängengeblieben. Das war jene Disco, in die Dia vom Bangkok mit einsteigen wollte. Micha macht dort den Tresen und vieles andere. Ein fester Job, immerhin. Eigentlich ein prima Kerl, wenn er nur nicht soviel schnattern würde. Aber das weiß er ja selber...

Endlich ist es soweit. Uns aller Dia hatte jetzt einen Maler im Bangkok Café, und der brachte frische Farbe auf die fahlen Wände. Das satte Orange wie Apfelsine hinten und das Lindgrün vorn steht dem beliebten Treffpunkt in der Sonnenallee ganz gut. Wurde auch Zeit!

Wegen der vielen Einsätze von Polizei und Ordnungsamt im Thai Park haben manche der Thai, die dort etwas aufgebaut hatten, ihre Präsentationen eine Nummer kleiner gemacht. Na ja, geht doch. Die Saison ist sowieso bald vorbei.

Die etwa 15 bis 20 Fußballer des ersten Berliner Farang-Fußballclubs THAIGER sind ganz heiß darauf, ihre natürlichen Gegner, also die Berliner Thai-Fußballmannschaft um Chockchai und Yad, zum Wettstreit herausfordern. So wird es, trotzt Trainingsrückstand der Farangs, am 29. Oktober ein erstes deutsch-thailändisches Hallenturnier geben. Zwar steht das runde Leder im Vordergrund, aber... Es soll ein Riesen-Spaß werden, mit Musik, Thai Essen und einigen Ständen, Austragungsort wird die Sportanlage der Romain Rolland Schule in Waidmannslust sein, gar nicht so weit vom S-Bhf Waidmannslust. Was die Thailänder noch nicht wissen und auch nicht erfahren dürfen: Die Geheimwaffen der Farangs sind ein Türke (Bird) und zwei Thai-Spieler: Gek und Ben. Letzterer frisch aus Bangkok eingeflogen. Nun hoffen die THAIGER, dass ihre Thai-Trümpfe nicht abgeworben werden (als Ablöse könnten ja 5 Sack Khao oder so geboten werden). Die Thai-Fußballmannschaft ist Mitte Oktober übrigens in Dänemark zum großen alljährlich stattfindenden Fußball-Turnier aller Thai-Mannschaften Europas. Das hat etwas mit Buddha zu tun und ist eine ganz andere Sache. So, jetzt ich habe fertig.

Eine regelrechte Brumm-Party war Leks Geburtstag Ende August im MEX in der Lüderitzstraße, wie man auf den Fotos rechts gut sehen kann. Also jene Lek von Wan. DJ Cee hatte ein gutes Händchen und legte prima auf. Im hinteren Raum ging es laut und krachend zur Sache. Das ganze Team von Pi Deng auch da. Thomas gut drauf, Wan sowieso und little Ut quirlte auch herum. Es geht also... Letzter übrigens weiss genau, immer, wenn er Regina begegnet, gibts ne Kopfnuss. Autsch!

Für das Berliner CARABAO-Konzert am 11. Oktober gibt es die billigsten Karten in der STARS Asia Disco am U-Bhf Kleistpark. Dort kosten sie 31 Euro statt 34 bzw. 35 Euro woanders. Und noch ein Geheimtip: Die special Birthday-Party in der STARS Disco (14. Oktober) ist die Party des Chefs himself: Toan. Alle Freunde des Hauses seien willkommen.

Peinlich, peinlich. Als Euer Rum-Treiber an einem Freitag Abend frohen Mutes in der Stromstraße ins YASMIN hineintrollte kam er in eine Situation: Pi Dengs Geburtstag. Uff, nicht gewusst und keine Blumen und keinen Fotoknipser dabei. Mit großem Hallo begrüßt und dennoch bewirtet bis zum Abwinken. Knapp 30 Leutchen feierten am 23. September ganz prall den Birthday von Pi Deng von der Sunshine Inn Thai Massage. Ein langer Tisch war vor der schönen Bühne aufgebaut, und viele sangen ihr Ständchen: Wan, Lek, Yad, Ree, Mit, Joe. Und selbst Thomas vom MEX sang ein Lied auf Thai. Natürlich bekam jeder auch sein Bommelei (phungmalai) umgehängt mit was dran. Da ist Pi Deng nicht kleinlich. Später zog die ganze Meute dann um ins R.C.A., um sich weiter zu amüsieren. Sicher wieder bis in die frühen Morgenstunden... Nee, aber auch, das hält doch auf Dauer kein Muh aus...

Na dann - schönen Urlaub, wünscht Euer Rum-Treiber.


Jubiläum

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Ching: Wissen Sie eigentlich, wer ich bin?

Ching Chong ist nicht nur der beste Berliner Thai Wirt, nein, Ching ist vor allem ein Unikat. Erst war er buddhistischer Mönch, dann Profi-Boxer, später Zivilangestellter bei den Amis in Berlin-Dahlem. Und bereits im Jahr 1974 war er es, der als erster Thai in Berlin eine Currywurstbude aufgemacht hatte. Und zwar genau da, wo heute Karstadt Sport ist. Ganz nah am Bahnhof Zoo.

Später war Chings kleine Bar in der Sperlingsgasse viele Jahre der angesagteste Treffpunkt für die Berliner Nachtschwärmer aus der Thai-Szene. Unvergessen die Momente, wo Farangs und Thai-Frauen sich in mehreren Reihen um den kleinen Tresen drängelten, um einen Mekhong Cola oder ein Bier zu erhaschen. Und mitten in dem munteren Gewühle stets Ching Chong wie er leibt und lebt. Voller Kraft und Lebensfreude, trinkfest und immer den richtigen Witz auf den Lippen, immer ein gutes Wort für jeden einzelnen. Ching war der Star.

Nun ist es etwas stiller geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass die Lietzenburger Straße nicht mehr die Rolle im Berliner Nachtleben spielt.

Ching hat nun eine feste Bleibe am Olivaer Platz gefunden. In seiner Thai-Kneipe Living Room feierte er am 10. September mit einem gratis Buffet den zweiten Jahrestag am neuen Ort. Und wieder waren viele treue Stammkunden gekommen, dieses kleine Jubiläum mit unserem Ching zu begehen.

Es gibt Geschichten um Ching, die sind schon legendenreif. Nicht nur die von damals, als etwa der kleine Joe an den Tresen pieselte. Ist ja lange her...

Neulich erst kam ein sonderbarer Mann in die Bar und fragte Ching ganz laut und frech: "Wissen sie eigentlich, wer ich bin?" Mit dieser Masche soff sich der wohl bekannte Schauspieler quer über den Kudamm. Überall kannte man ihn und spendierte ein Getränk. Nur Ching hatte an jenem Abend gerade Kopfschmerzen vom Vortag und antwortete spontan: "Sie sind ein Arschloch!" Schock, aber offensichtlich heilsam. Der Begossene raste wütend raus, kam dann betroffen wieder rein und sagte: "Du hast ja recht." Seitdem kommt er öfter, und bezahlt sogar.

Eine andere Geschichte: Ein schlecht gelauntes Pärchen trank zusammen neun Bier und wollte danach die Rechnung haben. Beide misstrauisch von vornherein. Ching wollte nun das Geld für die neun Bier haben. Jetzt ging aber das Gezeter los. Sie hätten nur acht getrunken. Na ja, das kennt man ja. Also Ching kassierte acht. "Und schönen Abend noch!" Da ist man Gastwirt seit Jahrzehnten und dann das.

Nanu, was liegt denn da für eine Brieftasche? Ching hebt sie auf: Inhalt 2.700 Euro. Au weija. Er sofort hinterher und sich vors Taxi gestellt, was gerade abfahren wollte. Habt ihr nicht etwas vergessen? Die beiden: Nein, wir doch nicht. Das passiert uns nicht. Später kamen sie hereingeschlichen und baten um Verzeihung. Die Brieftasche. Wollten ihm 200 Euro oder so geben. Nein Kinder. Kommt einfach rein, bezahlt euer Bier, und alles ist gut. So war es dann auch. Jetzt sind die beiden fröhlicher und Stammkunden geworden. So oder so ähnlich hat es sich zugetragen.

Also, Ching, bleib tapfer, uns lange erhalten und halte die Stellung! Mathias Heinrich


Miss FARANG

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THAILANDFEST 2005: Frohe Gesichter & Miss Wahl

Dass ein Wett-Aufblasen von Luftballons auf unserem THAILANDFEST 2005 den vielen Gästen den meisten Spaß bereiten würde, das hatte keiner vorher geahnt. So war es aber am 17. September in der Kirche am U-Bhf Hohenzollernplatz. An die 400 Freunde Thailands und des FARANG hatten sich zum fröhlichen Feiern eingefunden. DJ John sorgte, ganz der Profi, für eine tolle Musik, und viele viele Künstler machten die Bühne zur echten Showbühne. Mehrere Kinder-Tanzgruppen, alle Thai-Musik-Cafés der Stadt. Auch Hotte, Jenny, Sabina, Nathaly, Meau, Namwahn und viele andere. Vielleicht ein wenig zuviel des Guten, wollten manche doch nur zusammen sitzen und auch einmal miteinander reden. Nun gut, das FARANG-Team ist eben kein Party-Veranstalter. Wir machen eine Zeitschrift und haben viele gute Freunde und Geschäftspartner. Viele davon waren im Saal und ließen sich die Speisen vom Bua Luang Thai-Restaurant schmecken und das Fass-Bier oder die Cocktails vom Prichiip Cockthai Team um Tomberg.






Miss FARANG wurde Ree (mitte), rechts Paweena Nr. 2, links Poen Nr. 3.





Für den Programm-Ablauf zeichnete Regina verantwortlich. Sie hatte mit John zusammen das ganze Programm Monate vorher zusammen gestellt. Danke dafür. Helmut war Mitveranstalter und sorgte u.a. für die Tombola. Manches ging natürlich auch schief. Das liegt auch daran, dass wir diesmal nicht Allan Buranakol als Moderator hatte. Allan ist ja sehr versiert und hätte viele Situationen sicher besser hinbekommen. Auch die Ansagen zur Tombola. Das ist keine Kritik an den Moderatoren Wanwisa und Jump. Beide Thai sind kurzfristig eingesprungen und haben sich wacker geschlagen. Hauptsponsor und Mitveranstalter war das TAR-Reisebüro von der Kantstraße. Es gab das Flug-Ticket für den Gewinner der Leseraktion: Peter Klamka. Er möchte sich bitte bei TAR melden. Wir danken unseren Sponsoren DAOs, dem Gastro-Ausstatter Rüffer HALO, dem Starflights Reisebüro, der STARS Disco, allen Musik-Cafés, Micha Weber, GO Thailand Tours, dem Thai Garden Resort und den vielen Helfern, u.a. Lo, Ut, Igelsound, Matthias und Rainer. Bis zum nächsten Jahr! M.H.


Party-Szene

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Bancha Party super wie immer

Jedes Jahr macht Bancha in Berlin seine Party Oldies, but goldies. Das ist ein Fest von Thailändern, die schon längere Zeit in Deutschland sind. Auch am 3. September wurde es in der Kirche am U-Bhf Hohenzollernplatz richtig stimmungsvoll. Die THAI THEK Band und DJ John sorgten u.a. mit Santana-Hits für Party-Laune. Später dann die Jungs vom R.C.A. Getanzt wurde oft und reichlich. Allein, als Duo, querbeet, die große Polonaise. Alles prima, freute sich da Bancha bübisch.


Hoppla, jetzt kommt LEK

Lek hatte an jenem 9. September ein taffes lila Cocktail-Kleid im Stile der 20er Jahre an. Es stand ihr sehr gut. Lek ist die Chefin des jüngsten Thai-Musik-Cafés/Restaurants in Berlin, des YASMIN in der Stromstraße, das nun bald umbenannt wird in SCORPION. Mr. five percent hatte denn auch in den letzten Wochen eine große Kraftanstrengung unternommen, um aus dem ehemaligen reinen Thai-Restaurant etwas Neues zu machen. Restaurantbetrieb am Tage und nachts dann Musik-Café mit Thai-Küche. Am Tage der offiziellen Eröffnung waren vormittags erst drei Mönche da und weihten die Räumlichkeiten. Abends gab es dann vor vollem Hause ein buntes Showprogramm mit Thai-Tanz und Gesang. Ganz feierlich wurde mit den Königsbildern auf der Bühne eine kleine Zeremonie abgehalten. Das reichhaltige Thai-Buffet fand natürlich auch regen Zuspruch. Im Team sind u.a. Ree, die aktuelle Miss FARANG, Aen und Puy. Viel Glück Euch allen! M.H.


news

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Rund ums Auto
General Motors:
Der amerikanische Autohersteller investiert weitere 66 Mio. Dollar und schafft in seinem Werk Rayong eine Lackierstraße. Der 10.800 qm große Erweiterungsbau wird 2006 fertig gestellt. General Motors will die Produktion seiner Chevys von derzeit 110.000 auf 160.000 im Jahr erhöhen.
Honda: Der japanische Konzern will seine Motorenherstellung verdoppeln. Mit 1,45 Milliarden Baht wird die Produktionsstätte in Ayutthaya bis April 2006 ausgebaut. Dort sollen dann im Jahr 300.000 Motoren hergestellt werden. Rund 225.000 gehen in den Export, u.a. nach Brasilien, Pakistan, Indien, Indonesien, Malaysia, Vietnam, Taiwan, in die Philippinen und die Türkei. Dort werden sie in die Honda-Modelle Civic, City und Jazz eingebaut. Honda stellt in Thailand jährlich 120.000 City, Jazz, Civic, Accord und CR-V für den lokalen Markt und den Export her.
Mercedes-Benz: Nach dem C220 und dem E220 will der deutsche Autobauer bis Ende 2006 in Thailand weitere Modellreihen mit Diesel-Motor (CDI) anbieten. Als nächstes sollen die A- und S-Klasse auch mit CDI verkauft werden.
Honda: Der neue Honda City ZX ist bei den Händlern in Thailand eingetroffen. Das sportliche Auto im neuen Design frisst nach Werksangaben nur sieben Liter und ist mit unterschiedlichen Motoren (i-DSI und VTEC) erhältlich. Das Basismodell hat einen 1,5 Liter-Motor mit 88 PS, die VTEC-Motoren sind 100 PS-stark Der City ZX kostet zwischen 512 und 691.000 Baht.

Fußball-Wetten
Seit dem Start der neuen Fußballsaison in Westeuropa bringen Thai ihr Geld wieder zu illegalen Buchmachern. Eine Umfrage von Abac Poll in 25 Provinzen des Landes hat ergeben, dass 1,38 Mio. Thai jeden Monat 7,6 Milliarden Baht verwetten wollen. Die meisten sind Arbeiter, Schüler und Studenten. Eingesetzt wird das Geld fast ausschließlich auf den Ausgang der Spiele in der englischen Premier League.

No Carlsberg-Bier
Vor über einem Jahr stieg die dänische Carlsberg-Brauerei aus dem Joint-Venture mit der das Chang-Bier produzierenden Brauerei aus. Seitdem ist für den renommierten Bierhersteller Thailand auf der Landkarte Südostasiens ein weißer Fleck. Obwohl sich das Carlsberg-Bier durchgesetzt hatte und vor allem bei Ausländern über die Maße beliebt war, sind die Dänen bislang nicht ins Land zurückgekehrt. Dass sie in Laos, Malaysia, Singapur, Vietnam und jetzt auch in Kambodscha präsent sind, lässt hoffen, dass der süffige Gerstensaft über kurz oder lang wieder in Thailand getrunken werden kann: über Exporte aus den Nachbarländern oder über eine lokale Brauerei. Carlsberg stieg Mitte August bei der kambodschanischen Cambrew-Gruppe ein, die 45% des Marktes beherrscht und das Angkor Bier produziert. Die Dänen sind an der Brauerei mit 50% beteiligt.

Für Behinderte
Jahrzehnte hat der thailändische Staat seine behinderten Bürger geflissentlich nicht wahrgenommen. Das soll sich jetzt ändern. Thailands 1,2 Millionen Behinderte sind aufgerufen, sich registrieren zu lassen. Zur künftigen staatlichen Fürsorge werden Gesundheit, Schule und Berufsausbildung zählen.

Weniger HIV
Innerhalb des letzten Jahres ging die Zahl der Thai, die sich mit dem HI-Virus neu infizierten, von 17.000 auf 15.000 zurück. Ein Drittel sind Frauen. Obwohl dieser positive Trend seit Jahren zu beobachten ist, schlägt die Weltgesundheitsorganisation Alarm. Thailands Jugend ist gefährdet! Denn der Staat spart und hat vorbeugende Aktionen und Aufklärungskampagnen gestrichen. Ein Indikator für das erhöhte Risiko: Im Jahr 2003 wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde 1.398 Teenager wegen einer Geschlechtskrankheit behandelt, 2004 waren es bereits 2.286. Nach Angaben von Senator Mechai Viravaidya ist die HIV-Infektionsrate in der Altersklasse 15 bis 24 um 30% gestiegen. Khun Mechai ist landesweit als Mister Condom bekannt. Er hatte vor über einem Jahrzehnt die ersten Safer-Sex-Kampagnen gestartet und für den Gebrauch von Kondomen geworben.

10 Mio. dicke Thai
Eine Studie der Gesundheitsbehörde hat ergeben: Viele Thai sind fettleibig. Rund 10 der 66 Millionen Thai, so das Ergebnis, sind zu dick und müssen mit gesundheitlichen Problemen wie Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes rechnen. Von den untersuchten Frauen und Männern im Alter zwischen 13 und 59 brachten nur 39% ein normales Gewicht auf die Waage. Frauen mit Übergewicht gibt es doppelt so viel wie Männer.

Inflation bald 5-6%
Der hohe Öl-Preis lässt die Verbraucherpreise weiter steigen. Analysten rechnen für das zweite Halbjahr mit einer Inflationsrate zwischen 5 und 6%. Im August waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 5,6% gestiegen. Immer mehr Firmen geben die höheren Energiekosten an die Kunden weiter.

Schnaps teurer
Spirituosen werden pro Flasche im Durchschnitt um 40 Baht teurer. Die Regierung hat die Steuer auf Hochprozentiges angehoben in der Hoffnung, dass die Thai weniger Schnaps trinken.

Leitzins angehoben
Zur Überraschung der Finanzwirtschaft hat die Bank of Thailand den Leitzins um gleich 50 Basispunkte von 2,75 auf 3,25% angehoben. Mit dieser Entscheidung hofft die Staatsbank die Inflation wirksam zu bekämpfen (im August erreichte sie mit 5,6% ein Siebenjahreshoch). Die Geschäftsbanken haben umgehend reagiert und ihre Zinsen für Festgeld (drei bis zwölf Monate) um 0,25 bis 0,50 Prozent angehoben. Analysten gehen davon aus, dass auch die Zinsen für Sparguthaben, seit über zwei Jahren mit 0,75% im Allzeittief, in aller Kürze moderat steigen werden.

Prepaid Copys
Die thailändische Polizei nahm kürzlich vier Männer fest, die Prepaid-Karten des Netzwerkbetreibers TA Orange aufgewertet hatten. Eine Karte wurde auf einen Wert von 100 Mio. Baht programmiert, die meisten von 500 auf 1.000.

Glimmstengel versteckt
Das thailändische Gesundheitsministerium will jetzt Zigarettenpackungen aus den Regalen der Geschäfte verbannen. Die Behörde glaubt, dass die Zahl der Raucher um 20 bis 40% abnimmt, wenn Zigaretten nicht mehr sichtbar ausliegen. Nach Angaben des Ministeriums gibt es im Land 10 Mio. Raucher, davon sind 22% 11 bis 14 sowie 15% 15 bis 24 Jahre alt. Jedes Jahr soll die Zahl der Raucher um 100.000 zunehmen. In den meisten Super- und Mini-Märkte liegen die Glimmstengel griffbereit neben der Kasse.

Lotto, Lotto
Nach einer Studie der Bangkok University kaufen vor allem einkommensschwache Thai Lotterielose. (Die Reichen werden eher illegale Spielsäle oder Kasinos jenseits der Grenzen in Burma, Laos und Kambodscha aufsuchen). 27% der regelmäßigen Loskäufer verdienen im Monat weniger als 5.000 Baht, 34% geben ihr Einkommen mit 5.000 bis 10.000 Baht an. Etwa 5 bis 10% des Lohnes bzw. Gehalts geht bei diesem Personenkreis monatlich für die Teilnahme an der Lotterie drauf. Die jüngsten Loskäufer sind gerade mal 10.

Was Häftlinge kosten
Häftlinge in Thailand sind dem Staat pro Tag nicht einmal 44 Baht wert. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg sind es 75 Euro pro Tag, mithin mehr als 4.100 Baht. In den thailändischen Gefängnissen sitzen z.Z. rund 160.000 Frauen und Männer ein, darunter sind mehrere hundert Ausländer. Die meisten Ausländer verbüßen eine Strafe wegen Konsum oder Drogen-Handel.

VAT bleibt vorerst
Die Mehrwertsteuer (VAT) wird nicht erhöht. Die Regierung will den derzeitigen Steuersatz von 7% weitere zwei Jahre beibehalten. Während der Finanzkrise hatte die damalige Regierung die VAT um drei Punkte auf 7% gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Jeden Tag bringt die VAT dem Staat Einnahmen in Höhe von einer Milliarde Baht.

Englisch mangelhaft
Jetzt haben es die Thai schwarz auf weiß: Sie beherrschen die englische Sprache mangelhaft! Bei einem Test in neun Staaten Südostasiens kam Thailand auf mäßige 201 von möglichen 300 Punkten. Noch schlechter schnitten nur die Schüler und Studenten aus Kambodscha mit 200 Punkten ab. Spitzenreiter war Singapur (252) gefolgt von den Philippinen (234) und Malaysia (224). Kaum war das Testergebnis bekannt, forderte Bildungsminister Chaturon Chaisaeng einschneidende Änderungen für den Lehrplan Englisch. Die Schüler sollten nicht mehr Tausende Vokabeln buchstabieren bzw. auswendig lernen und die Grammatik büffeln, sondern in der Klasse Englisch sprechen und sich in dieser Sprache verständigen lernen.

Zinsen stagnieren
Thailands Banken haben zwar ihre Zinsen für längerfristige Einlagen erhöht, doch die Zinssätze für Sparguthaben und Drei-Monats-Einlagen bewegen sich immer noch nicht. Sie liegen weiter bei 0,75 bzw. 1%, und das bei einer Inflationsrate von inzwischen über 5%! Für Einlagen über sechs Monate bzw. ein Jahr gibt es jetzt bei fast allen Geldinstituten je nach Höhe des Betrages 1,25 bis 1,75% bzw. 1,5 bis 2%. Analysten sagen bis Ende 2005 einen weiteren Zins-Anstieg um 0,5-1% voraus.

Investitionsprogramm
Die thailändische Regierung hat das umfangreichste Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes beschlossen. Bis 2009 soll mit 1,7 Milliarden Baht die Infrastruktur verbessert werden. Eine gewaltige finanzielle Kraftanstrengung, die von der Opposition und Finanzfachleuten kritisch begleitet wird. 16,9% der geplanten Ausgaben sind für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs im Großraum Bangkok vorgesehen (U-Bahn, Skytrain, Bahn, Busse), 13,8% für den Bau erschwinglicher Eigenheime, 11,7% für die Wasserversorgung, 5,7% für Bildung und Erziehung, 5,6% für Gesundheitswesen, 18,4% für Telekommunikation und 23,6% für die Energieversorgung.

Wirtschaftswachstum
In den ersten sechs Monaten gab es beim Wirtschaftswachstum ein Plus von nur 3% gegenüber 6,1% im Vorjahr. Thailands Zahlungsbilanz wies ein Defizit von 6,2 Milliarden Baht aus gegenüber einem stattlichen Plus von 7,1 Milliarden Baht in 2004. Zugenommen haben die bei der Staatsbank gelagerten ausländischen Devisen.

Eisenbahnunglück
Am 12. September hat sich erneut ein schweres Eisenbahnunglück in Thailand ereignet. Der South Express Nr. 38 (Sungai Kolok-Bangkok) mit der Hitachi-Lokomotive Nr. 4511 der SRT stieß um 15.25 Uhr, kurz nach Verlassen des Bahnhofes Yala (planmäßig 15.21 Uhr) mit einem Mini-Schulbus der Thammawitthaya Moonnithi Islamic Highschool auf dem Bahnübergang zusammen, wobei es 9 Tote u. 8 Schwerverletzte gab.
Der Fahrer des Schulbusses unternahm ein Wettrennen mit dem Zug und versuchte dabei, den unbeschrankten Bahnübergang noch vor dem Zug zu passieren. Dies gelang ihm jedoch nicht, da der Zug zu schnell war und die Lok mit ihrer schweren Anhängerlast (oftmals bis zu 18 Wagen) eine enorme kinetische Energie entwickelt. Der Unglücksbahnübergang soll nun innerhalb der nächsten 30 Tage mit Schranken ausgerüstet werden.

"Thai Torsten" dingfest
Fahnder des LKA Hamburg haben in Pattaya einen 38-jährigen Hamburger aufgespürt und durch die Polizei verhaften lassen. Der Mann ist in der Hamburger Szene als Thai-Torsten bekannt und hatte sich vor einem Jahr ins Ausland abgesetzt, da er in der Hansestadt wegen gewerbsmäßigem Handel mit Kokain per Haftbefehl gesucht wurde. Er soll zum Nahfeld des verbotenen Motorradclubs Hells Angels gehören und Mitglieder mit Betäubungsmitteln versorgt haben. Die Ermittler hatten Hinweise, dass sich der Gesuchte nach Thailand abgesetzt hatte.

Deutscher tot
Ein deutscher Tourist wurde in seinem Hotelzimmer an der Soi Buakao tot aufgefunden. Die Polizei vermutet, dass der 37-jährige beim Sex starb. Er soll jede Nacht ein anderes Barmädchen mit in sein Zimmer genommen haben. Sein Safe war offen und leer.

Nigeria Connection
Kaum wurde in Nigeria erstmals eine Person wegen der so genannten betrügerischen Nigeria-Spams verurteilt, schlagen diese Angebote nun aus Thailand in Schweizer E-Mail-Boxen auf. In Nigeria-Spam genannten E-Mails wird meist mit einer rührseligen Geschichte zu illegalen Millionentransfers animiert. Die Betrüger versprechen jeweils einen Anteil am Schwarzgeld, wenn man eine Anzahlung im Voraus für "Unkosten" tätigen würde. Macht man einen Geldtransfer, hört man danach von den Betrügern in der Regel nichts mehr.

Abschiebehaft
Pattayas Polizei hat erneut Deutsche festgenommen, die in ihrer Heimat wegen Straftaten gesucht wurden. Ein 42-jähriger soll Minderjährige sexuell missbraucht und Pornografisches ins Internet gestellt haben. Nach Angaben der Polizei hat der Festgenommene, der in Pattaya für eine deutschsprachige Wochenzeitung arbeitete, wegen 29 ähnlicher Straftaten in Deutschland im Gefängnis gesessen. Der zweite Inhaftierte ist ein 63-jähriger Juwelier. Ihm wird vorgeworfen, Schmuck unterschlagen zu haben. Die beiden Männer sitzen in Abschiebehaft und werden der deutschen Justiz überstellt.

Thai-GEMA
Barbesitzer, die in ihren Bars Thai Musik abspielen, werden neuerdings zur Kasse gebeten. Seit mehreren Jahren sind Copyright Gesetze in Kraft, die, ähnlich wie in Europa längst üblich, die Nutzungsrechte schützen, das heisst die Musikindustrie hat Geld zu bekommen, wenn an sich geschütztes Musikgut öffentlich abgespielt wird. Zwar wusste bislang fast niemand, dass es diese Regelung gibt, doch jetzt wird sie durchgesetzt. Polizisten in Begleitung von Vertretern der Musikindustrie kontrollierten nun kürzlich verschiedene Lokale in Pattaya. Von außen schon horchten sie, ob Thai Titel gespielt wurden. War das der Fall, betraten sie die Lokale. Sowohl Abspielgeräte als auch DJs wurden zur Wache gebracht. Für eine rasche unbürokratische Lösung des Problems wurden angeblich ca. 30.000 Baht gefordert. Wer den Rechtsweg beschreiten will, hat offenbar mit viel höheren Kosten zu rechnen, die Rede war von mehreren 100.000 Baht. An internationaler Musik waren die Polizisten (zum Glück) nicht interessiert.

Dicke Polizisten
Das Programm zur Abspeckung dicker Polizisten hat in Bangkok inzwischen Erfolg. 82 Beamte nehmen daran teil und haben in zwei Monaten durchschnittlich 7 Kilo abgenommen. Wer 10 Kilo abspeckt bekommt umgerechnet 60 Euro, bei 5 Kilo sind es 20 Euro.


Reise-Tipps

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Zollfreie Waren
Thailand-Touristen wird der Kauf zollfreier Waren außerhalb der internationalen Flugplätze oder der Grenzübergänge erleichtert. Ausländische Urlauber können neuerdings in Touristenzentren Duty Free Shops aufsuchen und die erworbenen Produkte gleich mitnehmen. Das war bisher nicht möglich. Wer zum Beispiel in den Spezialgeschäften in der Bangkoker Innenstadt auf Einkaufstour ging, bekam eine Bescheinigung über die erworbenen Waren. Diese wurden den Fluggästen später bei ihrer Abreise im Abflugterminal ausgehändigt. Mit dieser Lösung konnten sich viele Touristen nicht anfreunden. Sie waren sich nicht sicher, dass sie bei der Heimreise das zollfreie Produkt in der von ihnen ausgewählten Qualität, Farbe und dem Design erhielten. Die Zollbehörde hat diese Beschränkung aufgehoben. Alle in den Duty Free Shops erstandenen Waren kann der Ausländer jetzt mit ins Hotel nehmen, muss sie aber vor dem Abflug bei der Zollbehörde deklarieren. Das muss innerhalb von zwei Monaten nach dem Kauf geschehen. Als Garantie, dass die gekauften Produkte auch wirklich außer Landes gebracht werden, muss der Tourist im Geschäft ein Deposit oder die Kreditkartennummer hinterlegen. Das Deposit wird später von der Zollbehörde im Abflugterminal ausgezahlt. Um den Tourismus in den sechs vom Tsunami betroffenen südlichen Provinzen anzukurbeln, dürfen auch Thai, die einen Urlaub gebucht haben, dort ab Oktober zollfreie Waren erstehen. Ausgenommen sind die in dieser Region lebenden Einwohner.

Suvarnabhumi Airport
Am 29. September um 09.39 Uhr soll das erste Flugzeug auf dem neuen Suvarnabhumi Airport landen. Der Airbus A 340-600 der THAI wird vom alten Flughafen Don Muang mit Premierminister Thaksin und seinem Kabinett an Bord starten, dann einen Rundflug über die Zentralebene bis in Höhe Pitsanulok machen, um anschließend auf der östlichen Landebahn des neuen Flughafens zu landen. Der Premier und sein Gefolge werden anschließend auf der Ankunftsebene die normale Einreiseprozedur (Einreise und Zoll) durchlaufen, um anschließend auf der Abflugsebene ganz normal einzuchecken, um dann nach Don Muang zurückzufliegen. Damit ist der neue Flughafen offiziell eingeweiht. Diese gesamte Prozedur bedeutet jedoch keinesfalls, dass der neue Flughafen damit auch für den Linienflugverkehr freigegeben ist. Dem stehen noch einige Hindernisse entgegen:

1.) Die Ausrüstung mit 26 CTX 9000 Explosivmaterial Scannern wird sich bis Februar 2006 verzögern, da die betroffenen Firmen nicht liefern können.
2.) Der Flughafen muss nach einem sechsmonatigem Probebetrieb, bei dem alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen unter Realbedingungen überprüft werden, noch von der ICAO (International Civil Airports Organisation) abgenommen werden.
3.) Es fehlen noch einige Straßenanschlüsse, von der überhaupt nicht vorhandenen Eisenbahnverbindung ganz zu schweigen, sowie landsschaftsplanerische Ausgleichsmaßnahmen für durch den Bau verwüstetes Gelände.

Der Airportcode BKK wird vermutlich von Don Muang übernommen, so dass Don Muang einen neuen Airportcode erhalten wird. Die Eröffnung des neuen Flughafens Suvarnabhumi, was auf Thai übrigens "Goldenes Land" heißt, wird sich also höchstwahrscheinlich bis Mitte 2006 verzögern. Don Muang wird also noch einige Zeit weiter in Betrieb bleiben und später auch den gesamten Charterverkehr für Bangkok abwickeln, und auch die Luftwaffenbasis bleibt weiterhin in Don Muang.

Nach neuesten Aussagen des thailändischen Transportministers Pongsak Raktapongpaisal, wird der neue Airport nun definitiv zwischen Juni und Oktober 2006 für den Betrieb freigegeben!

Geleimte Chinesen
Touristen aus China werden in Pattaya über den Tisch gezogen. Sie buchen in ihrem Heimatland einen preiswerten Kurzurlaub und zahlen später drauf. Skrupellose Reiseleiter zwingen die Chinesen zu Einkaufstouren, bei denen die Gäste für viel Geld wenig Qualität oder gar gefälschte Waren bekommen. In der Region Pattaya, so weiss die Touristenpolizei, bieten den Urlaubern aus der Volksrepublik 80 Unternehmen Schmuck und Heilmittel, aber auch kurze Ausflüge und Sex-Shows an. Dafür müssen Pattayas Feriengäste kräftig zahlen. Dass die Reiseleiter an dem Umsatz beteiligt sind, muss wohl nicht erst erwähnt werden. Nicht wenige Reiseleiter und Geschäfte offerieren ihre Dienste illegal. Da die Polizei das weiss, verwundert es umso mehr, dass die Betrüger nicht schon längst aus dem Verkehr gezogen wurden.

Formblätter online
Von der Website der Immigration können wichtige Formblätter runtergeladen werden, so für eine Visum-Verlängerung, das Re-Entry, die 90-Tage-Meldung, aber auch bei Verlust oder Diebstahl des Reisepasses. Darüber hinaus gibt die Einwanderungsbehörde unter www.immigration.go.th wichtige Informationen (auf Englisch und Thai) über ihre Arbeit und die Unterlagen, die Antragsteller mitbringen müssen.

Bei Schmuck: Logo JFC
Immer wieder lassen sich Touristen beim Schmuckkauf von den schwarzen Schafen der Branche abzocken. Qualität und gute Preise garantieren Juweliere, die sich seit 1997 im Jewel Fest Club (JFC) zusammengefunden haben. Der in diesen Geschäften erworbene Schmuck kann innerhalb von 30 Tagen zu 90% und danach innerhalb von 45 Tagen zu 80% des Verkaufspreises zurückgegeben werden. Der JFC zählt 1.390 Mitglieder, davon sind 1.270 Exporteure und 120 Ladenbesitzer. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Schmuckkauf auf das Logo JFC achten.

Gold gestiegen
Gold war noch nie so wertvoll wie heute. Innerhalb eines Jahres ist der Goldpreis von 7.500 auf 8.500 Baht gestiegen. Dieser Preis gilt für ein Baht Gold. Die Branche rechnet bis Ende des Jahres mit einem weiteren Preisanstieg auf 9.000 Baht.

THAI Spritzuschlag
Die Thai Airways International (THAI) gibt die gestiegenen Kosten für das Kerosin an ihre Fluggäste weiter. Der Spritzuschlag auf Inlandsstrecken beträgt jetzt pro Flug 300 Baht (bisher 200). Auf den internationalen Routen haben die Passagiere innerhalb Asiens und dem Mittleren Osten 25 US-Dollar und bei interkontinentalen Flügen 50 US-Dollar zu zahlen. Die Kosten für das Kerosin belasten die THAI mit 30% ihrer Gesamtausgaben.

Neues Großaquarium
Im November wird auch die thailändische Hauptstadt ein Großaquarium erhalten. Das Siam Ocean World kostet eine Milliarde Baht und wird im luxuriösen Siam Paragon-Einkaufszentrum errichtet. Die Besucher werden auf einer Fläche von 10.000 qm 30.000 Meeresbewohner bewundern können, so verschiedene Haiarten und Pinguine. Wer sich allerdings über die hohen Eintrittspreise in Pattayas Underwater World (360 Baht für Ausländer, Kinder die Hälfte) aufgeregt hat, sollte erst gar nicht nach Bangkok fahren: Das Siam Ocean World will die Besucher mit 600 Baht zur Kasse bitten.

Geflügelmärkte meiden
Seit zwei Jahren breitet sich die Vogelgrippe nach und nach über ganz Asien aus. Vor der Ansteckung mit der oft tödlich verlaufenden Krankheit können sich Touristen schützen, indem sie Vogel- und Geflügelmärkte in den Ländern meiden. Generell seien Reisen in die betroffenen Länder jedoch unbedenklich, schreibt das Auswärtige Amt in Berlin in einem neuen Merkblatt zur Vogelgrippe. Die aktuelle Vogelgrippe-Epidemie, die vom Virus-Subtyp H5N1 ausgelöst wird, habe seit Ende 2003 die Länder China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Südkorea, Thailand, Malaysia und Vietnam sowie die Regionen Sibirien, Zentralasien und zuletzt den Ural erfasst. Mit einer weiteren Ausbreitung sei zu rechnen. Im Allgemeinen könne das Virus durch Berühren der Tiere, aber auch durch das Einatmen von Staubteilchen übertragen werden. Auch der Verzehr von rohem Geflügelfleisch stelle ein Risiko dar. Generell werde als Vorsichtsmaßnahme gründliches Händewaschen mit Wasser, Seife oder Desinfektionsmitteln empfohlen. Verboten ist es den Angaben zufolge, Vogelprodukte wie Fleisch und Federn oder lebende Vögel aus den betroffenen Ländern nach Deutschland oder in andere EU-Länder einzuführen. Eine Erkrankung an der Vogelgrippe, die bislang nur in einzelnen Fällen bei Einheimischen der betroffenen Länder auftrat, beginnt den Experten zufolge etwa zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung und verläuft ähnlich einer Grippe mit hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen sowie Husten, Gliederschmerzen und Lungenentzündung. Hinzu kommen können Übelkeit und Durchfall. Bislang starb etwa die Hälfte der Betroffenen an der Krankheit. Von den gegen Influenzaviren wirkenden Medikamenten wirkten nach bisherigem Kenntnisstand nur die sogenannten Neuraminidasehemmer Oseltamivir und Zanamivir.

Weniger Inlandsflüge
Unter der schwächelnden Konjunktur leiden Thailands Fluggesellschaften. Weil die Thai wegen der explodierenden Ausgaben für Sprit und Strom weniger Geld haben, verzichten sie auf Inlandsflüge. Die Airlines werden in diesem Jahr 20% weniger Tickets verkaufen als geplant. Das gilt für alle Carriers: THAI, Bangkok Airways und die Billigairlines One Two Go, Thai Air Asia und Nok Air.

Ausgabe
10-2005

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