Farang Titel 3-2006

Ausgabe 03 - 2006


Leser-Briefe

Rum-Treiber

Reginas Report

Party-Szene Berlin

Visatrip nach Myanmar

LOSO live in Berlin

Südostasien-News

Reisetipps

Leser-Briefe

Leser-Briefe / Rum-Treiber / Reginas Report / Party-Szene Berlin / Visatrip nach Myanmar / LOSO live in Berlin / Südostasien-News / Reisetips

Hallo Nuu und Rudi!
Zunächst, es hat Spaß gemacht, mit Euch Thai zu lernen, und meine Maus ist auch sehr zufrieden mit mir. Danke, dass ihr die Seiten 12, 24 und 26, die ja arg vom Fehlerteufel gebeutelt waren, noch mal gedruckt habt. Aber auch dieses Mal hat das Biest wieder zugeschlagen: die Beiworte für soo rüüsii und soo saalaa sind vertauscht, damit auch die Übersetzungen. Aber jeder der mitgelernt hat, wird es gemerkt haben. Macht es gut! Phikun & Frank

Liebe FARANG-Redaktion !!!
Was einem "doofen Farang" allet uffm Markt passieren kann, schildert mein Report im folgenden:

Phuket Nai Yang - 31. Januar 2006

Fakes, Fans und Fliegenschwärme

Nach einem wunderbaren und üppigen Breakfast mit Nudelsupppe und allem was das Herz begehrt im besten Hotel am Platze (Pearl Village - nun "Indigo Pearl"), marschiert man stramm zum Marktplatz am Tempel. Ein richtig wilder Markt, mit Buden kreuz die quer - es scheint hier im Lande der Freien und Stolzen kein Bezirksamt zu geben. Gut für Euch Thai !!!

Es duftet nicht nur - es riecht und es stinkt sogar. Da liegen tote neben lebenden Fischen auf einem Tisch, in einer viel zu kleinen Wanne. Über den Tischen kreisen die Fliegen und tiefrote - fast violette - wunderschöne Libellen mit ihren azurblauen Geschwistern. Unter den Tischen lauern schon Cats and Dogs, bis einer der armen Fische "über Bord geht" - Hund oder Katz müssen nur das Maul weit genug aufreißen und schneller schnappen als der andere. Es riecht auch penetrant nach Turian - doch Vorsicht, da will ich nicht hin.

Wechsle also die (Duft-) Spur und komme in einen stark süßen Bereich ... hier wird die Nase von etwas Vanille (?) mit einem bitteren Beigeschmack attackiert. Falsche Gasse. Weiter. Weiter ...

Was willst Du eigentlich !?!?

Sackra, der Kerl mit dem Parfumstand, wo-isser-nur-hin? Immer der Nase nach, immer der Nase nach. Ein kleines Thai-Maderl zwickt mich in den Arm, streift kurz meine helle Haut ... "Hihi - Farrang ..."

Die Mutter zieht sie von mir weg, schenkt mir einen viel zu großen Wai und ein Lächeln, das mir fast die Sinne schwinden.

"Mai pen rr ... rrr ... rai ! ...", beantworte ich stotternd ihre Höflichkeit ... sie verschwindet im Getümmel.

Ein fast Zahnloser zupft mich am Ärmel:

"Gutt Sii Diies, Mister !!! No Kopphie, no Kopphie ..."

"You don't call me 'Mister'. Capito ?" Der Zahnlose packt meinen Arm mit beiden Händen :

"No kaputt, no Kopphie ..."

"Jaaaa ... Kopung krrrappp !!!" Ich schiebe ihn sanft aber energisch weg, tauche weiter ins Marktgeschehen ein; er flucht hinter mir her in einem nie gehörten Khmer-Dialekt (?) - ich weiter, der Nase nach ... Endlich! Endlich eine Spur! ... eine feine kleine Duftspur ... Hier muss es sein!!! Ein starker Streifen von "Poison". Doch zu stark; dann eine Spur von "Coco Chanel Nr 5". Spinn ich? Falscher Film, falsches Land. Dann ein wenig "Lagerfeld" und "Drakkar"...

Nun bin ich endlich in der richtigen Gasse; die Wolken von Duft verdichten sich ... Und endlich: Da steht er, der Hexenmeister, der König der "großen Düfte" zum kleinen - volksfreundlichen - Preis. Nichts ist echt, nicht ein Tropfen kommt aus Europa, nicht mal aus der Nähe von Europa, aber er macht junge Thai-Nasen glücklich und nicht nur die ...

Sein Stand ist nicht größer als ein alter VW-Bus; unter der dicken, massiven Zeltplane ist es dunkel, heiß und stickig. Nachdem er eine junge Thai-Maus bedient hat, dreht er sich zu mir. Er hatte mich schon die ganze Zeit aus den Augenwinkeln beobachtet - angespannt, leicht unsicher. Nun steht er vor mir. Langes, dunkles Haar, dunkle Haut, tiefschwarze Augen mit einem hypnotisierenden Blaustich ... der Kerl muss eine nordindische Mama und einen skandinavischen Vater gehabt haben ...

"Xsssssusmi, may I help U Sir ?"

"Yes, please, tsampfing ferry strong !" sage ich, jede einzelne Silbe betonend und bemühe mich um einen "deutschen Akzent" ... Er murmelt etwas in seinen Drei-Tage-Bart und kichert leise. Dann dreht er sich zu seinen Flakons und Flaschen und öffnet erst eine kleine blaue ... gibt einen Tropfen auf meinen rechten Unterarm ... wedel, wedel, wedel!!! Und dann vorsichtig einatmen ... mmh ...

Osiris, was für ein Duft aus so einem kleinen Tropfen. Ich wedel mir mit der Linken frische Luft zu ...

"Tsisss wanna O.K." stammel ich.

Er will schon umfüllen, ich gehe dazwischen: "No. No. Now please tssse yellow wann."

Wieder dreht er sich zu seinen Flakons und Flaschen und öffnet nun eine kleine gelbe ... sehr frischer, schon fast zu aufdringlicher Zitrusduft sticht in meine Nase ... Mhhh, good for toilet.

Das DENKE ich aber nur ganz leise in mich hinein.

"Tsisss wanna O.K.", sage ich kopfnickend.

Hör uff damit, Wackeldackel, Du bist in Thailand, nicht in China!!! Er will schon wieder umfüllen, ich geh dazwischen: "Now please tssse led wann."

Wieder dreht er sich zu seinen Flakons und Flaschen und öffnet nun eine kleine rote ... was hier auf meinem Arm gelandet ist, kann ich fast nicht beschreiben. Es ist, als habe jemand die Essenz von 99.999 Kirschen und Himbeeren und einem Millionstel Patchuli in meine Nase gedrückt - mit Hochdruck. Ich falle fast nach hinten. Suche Halt, fasse nach einem - viel zu kleinen - Plastik-Hocker und lasse mich plumpsen. Der Hocker "spreizt" seine weichen Beinchen, und ich lande - unter dem Gelächter der Einheimischen - auf dem Boden. Springe auf, verbeuge mich leicht in alle vier Himmelsrichtungen und behalte - lachend - mein Gesicht ... Der Hexenmeister will von meinem kleinen "Unfall" nichts bemerkt haben; er war während der ganzen Aktion in seinem Shop - mit dem Rücken zu mir.

Nun bringt er noch mehr Düfte an, ich winke ab und bestelle von den bereits versuchten Flakons je zwei kleine Sprayer ... Er strahlt. Zum ersten Mal blickt er mir direkt in die Augen und gerade von vorn - ohne jede unangenehme Schrägstellung ...

"Yes, Mister ! Sopport, Mister !"

"Do not call me 'Mister'!!!" belle ich ihn an.

Mit einer großen, furchterregenden Zahnarzt-Spritze füllt er die Zauberdüfte in den jeweiligen Sprüher ab, nicht ohne jeden einzelnen Flakon "korrekt" zu beschriften; wenn er Farbe, also Duftnote oder Parfum wechselt, spült er die Riesenspritze, die in einem Frankenstein-Film bestimmt besser aufgehoben wäre.

"150 Bath for special customer", sagt er und lacht offen, indem er mir ein Papiertütchen überreicht, das mit Rosen bedruckt ist. Bei dem Preis versuche ich erst gar nicht, mit ihm zu handeln, zahle, beschenke ihn mit einem großen, gewaltigen Wai und verschwinde Richtung Tempel. Da, wo unter einem schattigen Baum mein kleiner roter Flitzer geparkt ist. Mein rechter Unterarm juckt und ist leicht angeschwollen. Zurück ins Hotel und erst mal duschen ... Meine Nase, wo ist meine Nase ?!?!? Die ist zu. Richtig ZUGESCHWOLLEN!!! Man kann jetzt nicht mal mehr den Abfall riechen, der hier überall herumliegt ... oder die vielen Bruzelbuden mit ihren Chickenwings oder ihren exotischen Gewürzen ... oder die 999 Blumen in den verschiedenen Shops ... oder ? ... (lieber nicht) ...

Schnell duschen, bevor dat Deufelszeuch noch Löcher in die Haut brennt !!! A n d r e a s

Das Denkmal der Riesenschildkröte

Heute waren wir in der Suck-me-dick-Road oder so ... und haben den wunderbaren "Nichtraucher-Park", auch Lumphinipark geheißen, bewandert und bewundert ... so eine Einheit von Architektur und Pracht!!! Wir drehen (meine Reisebegleitung Tin und icke) einige Runden trotz des Nieselregens und trotz der drückenden Luftfeuchtigkeit ... Verzaubert von diesem Springbrunnen in der Mitte des Teiches ... wie das Wasser nach oben schießt ... und die satte Farbe des Rasens, ach was: Aller Pflanzen hier!!! ... so muss Garten Eden ausgesehen haben - VOR dem Fall!!! Auch die vielen Vögel ... leider auch Tauben, die man ... ja weniger mag ... (but that's another story) ...

Über diesem wunderschönen Bild herrscht das Emporium (Kaufhaus, Kino, Hotel, Restaurant etc. etc. etc. - wer es noch nicht kennt, der hat was verpasst!!!) wie ein gothischer Dom, der drohend nach oben zeigt ... Herrlich ... man kann kaum atmen vor Ehrfurcht und Ergriffenheit ... Dann bleiben wir vor einem eigenartigen Denkmal stehen.

Obwohl es ein sehr beeindruckendes Denkmal ist, wird es doch in keinem bekannten Reisebuch angesprochen ... komisch ... Das Denkmal der Riesenschildkröte - direkt am Ausgang des Parks, da wo die netten/fleißigen Polizisten versuchen, Raucher und Nichtraucher gleichermaßen hereinzulegen ... Im Volksmund nur "fuck-farang-corner" genannt ... (but that's another story).

Wir gehen näher ran. Auf einem gigantischen weißen Felsblock thront ein Riesen-Panzerreptil, eine Riesenschildkröte ... und sieht dabei so echt/so furchterregend aus, dass man kaum näher kommen mag ...

Wie sie das wohl gemacht haben? Mit dem Grau-/Grün? Phantastisch, diese Farbe, so echt, so realistisch. Bestimmt Bronze - und der Kopf mit einer Kupferlegierung für diese leuchtende Spur von Grün und Rot bis Rosa ... Herrlich!!! Ich muss einen Schritt nach vorne, noch weiter nach vorne, das nun anfassen, das Material einer Prüfung unterziehen ... noch etwas weiter ...

P l a s c h ! ! !

Als ich zu nahe bin, bewegt sich das "Denkmal" und wuchtet seine ca. 160 kg Lebendgewicht in den Teich; es scheint der halbe Teich in alle Richtungen davonzuspritzen. Zur Freude des Publikums - ich finde es weniger lustig; bin schließlich nass von oben bis unten ...

Nun wird uns kein Taxi mehr mitnehmen, und im Skytrain ist es zu kalt - dank AirCon, da holt man sich ja den Tod ... also so ein "halbseidenes" TukTuk, vielleicht, dass der Fahrtwind mich trocknet, bis wir im Hotel sind ...

Soviel aus Bangkok und von dem "Denkmal" der Riesenschildkröte ...
A n d r e a s

Liebe FARANG-Redaktion !!!
Noch eine tolle Urlaubsgeschichte - zum Staunen, nicht zur Nachahmung ...

Na dann: Guten Hunger !!!

Was man als Fremder, Farang, Reisender, Tourist, im Reiche Siam unbedingt vermeiden (!) sollte, ist Thai zu sprechen; man sollte erst gar nicht damit anfangen ... (und falls doch, so sollte man in jedem Falle Untertitel einblenden ... so wie im Film "Goldmember" z.B. die Szene in Japan ...)

Die folgende Geschichte um eine einfache Thaifood-Bestellung mag als Abschreckung (und auch zur Unterhaltung) dienen, have mercy, lieber, geneigter Leser:

Mit meiner thailändischen Vermieterin und ihren entzückenden Töchtern sitze ich im Thai-Restaurant, irgendwo in der Nähe von Phuket auf dem Festland ... Wir sind lange gefahren - im Jeep und das bei dieser Hitze; die Töchter schimpfen schwer über die direkte Sonnenbestrahlung - man will ja als Thai das Braunwerden um jeden Preis vermeiden.

"Gut - Ihr seid alle meine Gäste, ich lade Euch ein.", sage ich überflüssigerweise. Wir freuen uns auf exzellentes Seafood, scharfe Gewürze - und ich freue mich zusätzlich auf ein Glas Roten, den wir schon vor Stunden telefonisch bestellt hatten, damit er kühl gestellt wird (von wegen Raumtemperatur, wenn auf der Seeterrasse ca. 34 Grad gemessen werden !!! Celsius !!! )

"Ich. Fahren." Khun Teng nimmt die Autoschlüssel an sich; Sicherheit geht vor alles. "Drink, do not drive", heißt es in Thailand. Paff, keine Diskussion.

"Lass mich doch mal bestellen", bettel ich. "Auf Thai." Meine Vermieterin lächelt verlegen und weise - vielleicht spöttisch (wie die vielen Statuen im Tempel. Noch weiß ich ihr Lächeln NICHT zu deuten ...) Gut. Ich bestelle also: Austern, Muscheln, Schnecken, bestelle einen Fisch in Ingwer- und Zitronensauce, bestelle die legendären King Prawns, bestelle, bestelle, bestelle...

Khun Teng und ihre Töchter verstummen - erbleichend, ich bestelle weiter und weiter und komme mir unglaublich klasse vor. Der freundliche Kellner - auch er verstummt ... nickt auch nicht mehr. Seine Kolleginnen verschwinden hinterm Tresen oder in der Küche. Verlegen nach unten blickend oder leise kichernd, gackernd ... Als ich weitermachen möchte mit meiner Bestellung, fällt mir Khun Teng ins Wort :

"Bitte, hör nun auf !!!"

"Was habe ich falsch gemacht ?", will ich wissen. Sie ist stark errötet. Die Töchter blicken in alle Richtungen und tun so, als gehörten sie nicht zu uns. Mhh, es muß etwas passiert sein ...

"WEISST DU EIGENTLICH, WAS DU DA GESAGT HAST ?!?!", zischt sie mich an. "... ich habe unser Food bestellt ...", meine ich trotzig ...

"Bestimmt nicht !!!" beharrt sie, "Ganz bestimmt nicht." Sie winkt den Kellner zu uns an den Tisch und läßt ihn wiederholen, was ich versucht habe zu bestellen ... oje ! Ojeminee, ich möchte vor Scham und Wut im Boden versinken ... Er spricht zwar recht leise, aber wir am Tisch verstehen jedesWort.

"Farang bestellen Vulva von Großer Tante mit Elefant machen großen Haufen, Vagina töten Hai. Und Frau essen Hoden von alte Servier-Mann (= Kellner)".

Na dann: Guten Hunger !!! A n d r e a s

Rum-Treiber

Leser-Briefe / Rum-Treiber / Reginas Report / Party-Szene Berlin / Visatrip nach Myanmar / LOSO live in Berlin / Südostasien-News / Reisetipps

Dass es sowas gibt - und mitten in Berlin!

Ein thailändischer Mann ohne Haare. Normalerweise freut sich der Mensch, wenn er volles Haupthaar hat. Nicht so unser Bärchen, das freut sich sichtlich, dass es nun eine Glatze hat. Jenes wiederum soll damit zu tun haben, dass jemand eine nicht unbedeutende Summe Bares geboten hätte, wenn Bärchen blank schert. Sieht aber gar nicht so übel aus! Sieht aus wie ein Mix aus Yul Brunner und Telly Sawallas.

Die kleine Runde der emsigen Kreuzworträtsler im Bangkok-Café hat sich seit dem Wiedereintritt von Sansawad alias Sawad ins Arbeitsleben um 50 Prozent verringert. Die anderen 50 Prozent sind daran nicht ganz unschuldig. Schließlich haben sie den Thai-Mann wieder in die Gastronomie zurückgebracht. Also selber Schuld. SAWAD heißt denn auch jenes neue Thai-Restaurant nahe dem Checkpoint Charly, wo Sawad der vielbeschäftigte Küchen-Chef ist und langfristig aber daran arbeitet, wieder sein geliebtes SIAM in der Wilsnacker Straße in die Hand zu nehmen. Doch gut Ding will bekanntlich Weile haben.

Ja, und Dia, die Chefin des Bangkok, hat neuerdings immer so leuchtende Augen. Das liegt daran, weil sie nämlich verliebt ist. Ein Geheimnis hingegen soll es bleiben, wer denn der Angehimmelte eigentlich ist. Naja, so viele kommen da nicht in Frage. Oder doch?

Regina und John haben nun wieder deutsche Erde unter den Füssen. Die drei Wochen Thailand waren wie im Flug vergangen. Die Erlebnisse in der Tsunami-Region waren zahlreich und zum Teil so geartet, dass es Regina die Tränen in die Augen getrieben hatte. Sie wird nach und nach darüber schreiben. Wie man auf dem Foto rechts gut sehen kann lacht sie ja schon wieder. In diesem Fall mit Lilly.

Die Frage, wo DJ John nach dem Nong Khai und nach dem Urlaub in Thailand arbeiten wird ist ja eine vielgestellte. Denn fast alle wollen John haben, allerdings meist nur solo. Drei konkrete Angebote inBerlin hatten sie ja. Am Ende entschied sich DJ John für die STARS Asia Disco. Mal sehen wie es ankommt.

Was Eurem Rum-Treiber bislang entgangen ist, aber dennoch stattgefunden hat ist die Tatsache, dass sich die ganz jungen Thailänder immer in der STARS Disco getroffen haben. Also die Disco als eine Art Jugendclub genutzt haben. Nun besteht das Problem darin, dass die Teens weit unter 18 Jahre alt sind und somit nach deutschen Gesetzen in Nachtbetrieben ein Problem darstellen, wenn sie ohne erwachsene Begleitung auftreten. Es liegt wirklich nicht am etwa fehlenden guten Willen von Prim und Toan, aber es geht eben nicht. Wenn aber das Ordnungsamt kommt, gibt es ernste Probleme. So haben sich die Joungster jetzt ins MEX zurückgezogen. Jenes Café ist ja schon nachmittags auf. Andererseits stellt sich die Frage, warum nicht mal einer der thailändischen Vereine sich dieser jungen Sache annimmt und vielleicht die Schirmherrschaft über seinen Nachwuchs übernimmt. Zu denken wäre da etwa an die Organisation sogenannter Disco-Nachmittage an den Wochenenden oder gar an die Gründung eines richtigen dauerhaften Jugendclubs oder Jugend-Treffs. Das wäre doch mal etwas Positives. Bei den Fußballer-Thai geht es ja. Die haben sich alle selbst organisiert, trainieren regelmäßig und treffen sich abends auch in ihrem Lieblingsladen, in jenem Fall in der STARS Disco. Allerdings sind die Sportler volljährig. Das ist schon etwas anderes. An Freizeitangeboten für Jugendliche kann ich aus meiner Sicht zwei Dinge vorschlagen. Einmal das Fußballspielen bei den THAIGER, immer samstags, 11 Uhr in Waidmannslust, und zum anderen das Angeln bei Dirk vom Starflights Reisebüro. Jener ist nämlich Jugendwart seines Angelvereins geworden und baut gerade eine Jugendgruppe von Sportanglern in Berlin auf. Im Mai soll es richtig losgehen, auch mal mit einem Wochenend-Camp am Wasser. Auch das wäre doch mal etwas!

Arthur ist ja das Urgestein und sozusagen lebendige Inventar des Tiki Taka Dji in der Waitzstraße nahe dem Adenauer Platz. Er ist zudem einer der eifrigsten Leser dieses Blattes. Nun war Arthur Ende Januar, Anfang Februar für vier Wochen in seinem geliebten Pattaya und hat neben den beiden schönen Bierdeckeln auch einige aktuelle Zeitschriften aus dem Seebad mitgebracht. So das Hallo Magazin, den Pattaya Farang und weitere Magazine. Alles im ehemaligen Waitz-Café einzusehen, was schließlich auch schon einmal Pattaya Beach Club geheißen hat. Und der andere Deckel weist uns den Weg in jene Lokalität, wo Arthur im Urlaub auch anzutreffen ist...

Am 25. Februar war wieder Fasching bei Ching Chong. Das macht er ja jedes Jahr so. Richtig berichten können wir leider erst im April-Heft, da diese Ausgabe dann schon in der Druckerei ist. Jene befindet sich übrigens in Budweis in Tschechien. Und das hat auch etwas mit dem bekannten Pils-Bier zu tun. Die Brauerei lässt ihre Sachen auf den selben Maschinen drucken, auf denen auch unser FARANG gedruckt wird. Ist doch lecker.

Detlef vom THAI THEK hat doch einen tollen Laptop. Und deswegen spielt er auch immer mit verschiedenen Fotos herum. Nun hat er uns LOSO in die Mainzer Straße gezaubert. Leider hat es nicht stattgefunden, weil der Star weiter musste zum nächsten Konzert. Aber was nicht war, kann vielleicht doch mal passieren. So haben wir erst einmal einen Eindruck.

Nicht nur der Chef vom FARANG ist gerade 50 geworden und hatte am 22. Februar eine kleine Party im Viengthai gegeben. Auch Siegfried, der Chef vom Ban Dung in Schöneweide, ist jetzt 100 geteilt durch zwei, also steinalt. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten, am 24. Februar in seinem deutsch thailändischen Restaurant eine große Runde zu schmeißen. Das Schönste war jedoch sein T-Shirt: Ich bin 50 - bitte machen Sie keine Bemerkungen wie 2. Lebenshälfte oder Rest des Lebens. Stellen Sie keine Fragen nach der Sehstärke, nach Falten, zum Körpergewicht und zur körperlichen Leistungsfähigkeit.

Na dann - einen schönen Urlaub, wünscht Euer Rum-Treiber.

Unser Urlaub in Thailand

Ankunft am 27. Januar auf dem Flughafen in Bangkok. Als wir in Bangkok ausstiegen, kam uns schon die tropische thailändische Hitze entgegen. Auf dem Flughafen wurden wir von Johns Familie abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Wir hatten zwei Zimmer. Der Schlafraum war mit einer Klimaanlage ausgestattet, der Aufenthaltsraum hingegen mit einem Ventilator. Das Bad war nach thailändischer Art eingerichtet. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, sind wir dann zum Essen in das Karaoke Musik Restaurant der Schwägerin im Stadtteil Ranong 1 gefahren. Dort bekamen wir zur Begrüßung sehr gut und viel und gut zu essen und zu trinken.

John und ich haben natürlich das beliebte Singha Bier getrunken. Wie Ihr Euch denken könnt durften wir uns auch nicht beim Karaoke Singen ausschließen. Johns Kinder Soravit und Superkorn sangen auch begeistert mit. Und meine Wenigkeit wurde auch nicht verschont Thai Karaoke mitzusingen. Später dann, so gegen 23.00 Uhr thailändischer Zeit, gingen wir nach Hause zum Schlafen.

Am nächsten Tag dann war der erste Shopping Tag. Zuerst mussten wir ja Geld tauschen. Der Kurs war 1 Euro gleich 47,20 Baht. Danach fuhren wir mit den Kindern ins große Computer Center. In diesem Center waren auch sehr viele Farangs anzutreffen. Ich kam aus dem Staunen nicht raus, was dort alles an Neuem zu sehen war. Was ich noch nie gesehen hatte: Viele Keyboard-Tastaturen, CD-Taschen und Mouse Pads waren aus Silikon, sowie auch PC-Mäuse in verschiedenen Ausführungen, z.B. als Auto und mit toller Beleuchtung. Eine der Keyboard Tastaturen aus Silikon war so klein, dass man sie in eine Handtasche stecken könnte. Der Vorteil bei diesen Modellen ist, dass sie wasserdicht sind. Dann, so nach drei Stunden, sind wir gegen 16.00 Uhr zum Familien-Treffen gefahren, wo wir wieder alle im Restaurant viel und gut gegessen haben. Und natürlich durfte auch nicht der Thai-Brandy Regenzy fehlen. Wir waren danach so richtig vollgenudelt. Unsere Shopping Tage gingen ja weiter, wobei ich festgestellt habe, dass vieles auch in Thailand teurer geworden ist. Vor zwei Jahren war vieles billiger. Die Erhöhungen liegen so zwischen 50 bis 100 Baht. Mir wurde gesagt, dass alles nach dem Tsunami eben teurer geworden ist. Ich habe es auch an den Gesichtern der Thais gesehen. Hatte man sich nur die Waren angesehen und nichts gekauft, waren sie traurig, hatte man aber etwas gefunden und gekauft, lächelten die Thais ganz freundlich. Aber essen konnte man schon ab 15 Baht.

Wir waren sehr ausgebucht, denn John hat viele Freunde in Bangkok. Wir hatten verschiedene Termine, ob im Musik Studio, wo er einmal gearbeitet hatte, oder mit seinen Schulfreunden. Sogar zum Klassentreffen waren wir eingeladen. Das war ganz super, mit viel essen und Karaoke. Das war ein ganz tolles Restaurant mit verglasten einzelnen Räumen für das Karaoke Singen. Auch das Personal war sehr freundlich zu uns.

Dann die Taxis in Thailand: Viele fahren mit einer Werbung "I love Farang - We can speak English". Das gab es vor zwei Jahren noch nicht. Was ich auch noch empfehlen kann, und was man nicht verpassen sollte, das sind der wunderschöne Blumenmarkt und ein Bummel durch China-Town. Dort gibt es viele Restaurants, die ein Buffet schon ab 69 Baht pro Person haben, wo man soviel gegessen werden kann wie man will. Natürlich waren die auch immer voll.

Liebe Leser des FARANG, heute habe ich etwas über Bangkok geschrieben. In meinem nächsten Artikel berichte ich über Phuket.
Regina und John Daengkul, unsere Rufnummern: Tel. 0179-407 64 30 und 0174-359 97 49.

Birthday 1: Suda in STARS Disco

Am 4. Februar feierte Suda mit 20 Freunden darunter Porn und Marko, ihren Geburtstag in der Berliner Asia Disco STARS. Es gab einen großen Blumenstrauß und viele Geschenke. Als DJ Geng gegen Mitternacht richtig auflegte, war die ganze Rasselbande nur noch auf der Tanzfläche zu finden.


Birthday 2: Porn im Bangkok

Porn ist eine ganz liebenswerte Thai, die gerne lacht und zudem immer höflich und freundlich ist. Und so geartet hat sie natürlich auch viele Freunde in Berlin. Bereits vom 26. in den 27. Januar hinein feierte Porn mit großer Gästeschar eine zünftige Geburtstagsfete im Bangkok Café. Mit beachtlichem Buffet, mit Thai-Tanz, natürlich mit Oliver, auch mit Toi vom R.C.A. Doch das schönste Geschenk: Der Besuch ihrer Tochter Ann aus Thailand.


Birthday 3: Malisa (Ten) im MEX

Wenn Ten ihren Geburtstag feiert, dann richtig. Die Chefin der gleichnamigen Thai-Massage in der Weddinger Seestraße tat dies am 17. Februar zunächst in den eigenen Räumlichkeiten mit etwa 20 Gästen. Viele aus anderen Berliner Thai-Massagen. Auch dabei war Gunther-Schatzi, dann Bu und Karim nebst hübscher Gattin Pek. Karim war trotz Fieber unermüdlich mit seiner Foto-Kamera in Action, wie man auf dem großen Foto oben gut sehen kann. Dann nach Mitternacht wartete ein hübsch gedeckter Tisch im unweit entfernten MEX. Nang hatte alles gut vorbereitet. Alle nahmen an der großen Tafel Platz. Auf der Bühne wechselten sich DJ Cee und ein junges Gitarren-Duo ab. Dann sangen Ut, Lek und Wan ihr Happy Birthday Ständchen aus vollem Halse. Im vorderen Raum tummelte sich während dessen junges Thai-Volk um den Dart-Automaten. An der schönen halbrunden Bar erzählte Peter (Ex-Waitz) von seiner Thailand-Tour. In der Ecke hatte Kai (von Pan) eine kleine Herren-Runde, während Roman (von Pi Deng) seinen letzten Zigaretten-Stummel aus der Lewis-Jacke hervorzauberte. Der Abend war gelungen. Das MEX war krachend voll und ist tatsächlich dem Ruf einer kleinen Asia Disco gerecht geworden. Weiter so, Nang! M.H.


Valentine im R.C.A.

Der 14. Februar war auch der Tag des LOSO-Konzertes in Berlin. So verwunderte es nicht, dass auch das R.C.A. an diesem Abend wieder so richtig voll war. Viele kamen nach dem Konzert in die Schierker Straße, um sich über den Auftritt des thailändischen Superstars zu unterhalten und das Erlebte zu verarbeiten. Die Begrüßung in dem Musik Café war wieder herzlich. Jeder Gast bekam einen Anstecker ans Revers geheftet. Das war eine kleine aus Stoff genähte Rose, die von weissem Plüsch umrandet war. Der besondere Anlass der Feier (Stichwort Valentine) verbreitete auch gleich eine außergewöhnliche Atmosphäre. Die witzige Verkleidung der Darsteller zur 02.00 Uhr Comedy-Show brachte alle Gäste zum lachen. Hier tat sich wieder unser Bärchen hervor, der als Miss Afrika ging. Eine Tombola, die von Chefin Lilly gesponsert wurde, rundete den gelungenen Abend am Valentinstag ab. Und da viele gar nicht wissen, woher der Name Valentinstag kommt, haben wir einmal in schlauen Büchern nachgesehen. Also:

St. Valentin - Tag der Liebenden

Jede kennt ihn, aber die wenigsten wissen, wer St. Valentin war und was dahinter steckt. St. Valentin, ein Heiliger, wurde im 2. Jahrhundert anno Domini (das genaue Datum ist nicht bekannt) geboren und lebte im Römischen Reich. Als Bischof im italienischen Terni, so wird vermutet, hat er heimlich Liebespaare getraut, die offiziell nicht heiraten durften, z.B. Sklaven, Soldaten oder Paare, die anderweitig versprochen waren. Sein Ansehen und seine Beliebtheit wuchsen schnell, so dass der römische Kaiser bald ein eifersüchtiges Auge auf ihn warf. Nach einer Audienz beim Kaiser, über deren Inhalt nichts überliefert ist, wurde St. Valentin von einem Scharfrichter an einem 14. Februar geköpft. Zufälligerweise fiel dieses Ereignis auf einen römischen Festtag namens Lupercalia. Auf den Festen an jenem Tage durften ledige junge Männer Lose ziehen, auf denen Namen von jungen ledigen Mädchen standen. Die so entstandenen Paare feierten dann gemeinsam, und bei so manchem verschoss dann auch Amor seine Pfeile.

Dieser schöne Brauch sprach sich bis nach England und nach Amerika herum. Später kam er dann nach Europa. Auch das Handwerk und die Händler freuten sich besonders auf diesen Tag. Wurden doch wie zu anderen besonderen Gelegenheiten kleine Geschenke an die Damen des Herzens gegeben. In späteren Zeiten - Geld war auch damals knapp - hat man vor allem Blumen verschenkt.

Ist dann der Nachwuchs gekommen, haben viele Eltern die Namensgebung der Kinder wie folgt vorgenommen. Man schrieb die ausgesuchten Namen auf ein Stück Papier, knüllte es zusammen und umhüllte die Kügelchen mit Lehm. Anschließend warf man diese in einen mit Wasser gefüllten Topf. Der Lehm löste sich dann auf, und der erste Zettel, der oben schwamm, war dann der mit dem richtigen Namen.

Irgendwann im 18. Jahrhundert sind die Gebeine von St. Valentin von Italien nach Bayern überführt worden, wo sie in der Stadtpfarrkirche St. Michael von Krumbach/ Schwaben in einem gläsernen Sarg zu besichtigen sind. Euer Helmut aus Steglitz

Visa-Run nach Ranong / Myanmar

Tour zum wohl kleinsten Immigration Office Asiens

Schon einige Male habe ich mein Visum in Ranong/Victoria Point verlängert und immer freundliche Beamte kennengelernt. Daher möchte ich einige Tips darüber gern weitergeben. Ranong ist günstg für Leute, die in Bangkok, Hua Hin oder Phuket wohnen.

Ab BKK nehme ich einen privaten Super VIP Bus der Firma NEWMIT TOURS. Der startet ab Southern Bus Terminal 21.10 Uhr abends. Das Ticket kostet derzeit 426 Baht, was sich aber durchaus wieder ändern kann bei den steigenden Dieselpreisen. Der Bus fährt im hinteren (zweiten) Teil des Terminals ab. Auf dem etwas schmuddeligen Weg dorthin kommt man an einem für hiesige Verhältnisse aufgeräumten und klimatisierten Steakhouse vorbei, indem man die Zeit bis zur Abfahrt auch ohne Lärm und Abgase übersteht. Der Bus sowie die Hostessen sind recht gut. Allerdings kann schon mal etwas Wasser von der Klimaanlage herabtröpfeln. Dieser Bus fährt recht gesittet, ähnlich wie es NCA (Nakornchai Air Bus) handhabt. Nach vier Stunden wird in Pranburi um ca. 0.30 Uhr gestoppt, und es wird ein einfaches aber genießbares Essen gereicht. Der Bus erreicht um 5.20 Uhr das Government Bus Terminal und fährt nach kurzer Pause weiter zum privaten Terminal in der Innenstadt nahe dem Talad Kao.

Der Talad Kao ist DAS Zentrum der kleinen fischigen Stadt. Bei Ankunft wird man von unzähligen Motorradtaxifahrern umringt, welche man besser auch ignorieren kann, denn für nur 10 Baht fahren Songtaeos (Pickup trucks) ebenso zur Immigration. Aber, bitte aufpassen! Das geht nur dort, wo schon mindestens fünf Einheimische draufhocken. Sonst ist es Verhandlungssache und kann nervig enden. Es bieten einige Thai ihre Transport- und Vermittlungsdienste zu Wucherpreisen um 300-400 Baht an.

Das kann man sich ersparen. Die Beamten der Immigration trudeln meist gegen 07.00 Uhr ein, und es ist selten Andrang. Man bekommt noch einen zusätzlichen Zettel in den Pass getackert, den man für die Wiedereinreise benötigt. Danach läuft man einen Kilometer entlang der Straße zur Pier. Da kann man schon Werbetafeln für den Visarun sehen.

Man kann sich allerdings auch an der Fischerbootpier um ein Boot bzw. um einen Sitzplatz in einem Boot kümmern. Die Preise liegen für Einheimische bei 20 Baht pro Überfahrt und für Farang bei 50 Baht pro Überfahrt (one way).

Wer in einem größeren Boot fahren möchte, bezahlt 350 Baht für die Gesamttour. Die kleinen Boote sind manchmal abenteuerlich zu erreichen und zudem rutschig, wenn es regnet. Auch sollte man sich einen wetterfesten Rucksack oder eine Plane/Regenschirm mitnehmen. Es kann auf der 20-minütigen Überfahrt schon mal feucht werden. Oder auch brutal heiß!

Nachdem das Boot von der Pier ablegt und Benzin und Öl getankt hat, stoppt es nochmals an einer am Wasser gelegenen Holzbaracke, wahrscheinlich eine ABM Maßnahme der Regierung. Die Überfahrt ist meist angenehm und es kommt schon zu netten Gesprächen mit den Einheimischen. Auf burmesischer Seite macht das Boot an einem kleinen Inselchen mit dem fast kleinsten Immigration Office Asiens fest. Meistens klettert ein Bootboys hoch zu diesem niedlichen Hüttchen. Dazu händigt man seinen Pass und eine 5-Dollar-Note aus.

Bitte keine alten Scheine oder einzelne Dollarscheine verwenden, da sie nicht akzeptiert werden und man dann 300 THB bezahlen muss.

Nach fünf Minuten geht es meist weiter nach Victoria Point. Möchte man nur den Visarun machen, steigt man fix aus dem Boot und geht gleich an der Pier zum wirklich kleinsten Immigration Office Asiens. Die Beamten sind ausgesprochen nett, und man kann schon mal ein schnelles Bier mit ihnen teilen.

Wer länger in Victoria Point (Kaw Thaung - so der burmesische Name) bleiben möchte, sollte dies dem Bootsführer verständlich machen. Es gibt auch ein Hotel (Honey Bear Hotel, ca. 600 Baht pro Nacht). Sehr viel zu sehen gibt es nicht - abgesehen von zwei Tempeln und dem Treiben auf der Straße. Die Menschen sind sehr freundlich, und das ist der Aufenthalt schon wert.

Die Rückfahrt ist recht einfach, da kein Zwischenstopp mehr eingelegt werden muss. Das Boot bitte auch erst bei Ankunft in Thailand bezahlen! Dann begibt man sich wieder zum Immigration Office und füllt seine Arrival Card aus. das Office schließt um 16.30 Uhr. Wer später kommt, muss in der Stadt übernachten, was aber unkompliziert und preiswert ist. Die preiswertesten Zimmer kosten 100 Baht. Eine gute Informationsstelle ist Pons Place in der Hauptstraße, die am Gemüsemarkt vorbeiläuft. Außerdem hat Ranong noch einige heiße Quellen zu bieten, wo man dann auch in gehobenerer Preisklasse logieren kann und den Abend bei einer entspannenden Massage ausklingen mag.

Die NEWMIT-Busse fahren 8.30 Uhr morgens los und 20.00 Uhr abends zurück nach Bangkok.

Der Government Bus fährt um 10.30 Uhr ab; ist allerdings sehr langsam und unbequem. Man kann natürlich auch per Minibus nach Chumpon weiterreisen, um von dort entweder mit dem 13.00 Uhr Zug nach Bangkok zu fahren oder aber die östlichen Inseln besuchen. Viel Vergnügen! Ihr Andre Joerg Seidel

LOSO hautnah in Berlin

Mr. SEKSUN SOOKPIMAI machte am Valentinstag seine Aufwartung

SEK war in Berlin! Er brachte zwar keine Blumen mit, dafür aber brodelte es am 14. Februar im SATO. SEK (nein, nichts Polizeiliches) alias LOSO, zum thailändischen Rock Superstar aufgestiegen, machte auch endlich in Berlin, was er am besten kann: Rocken bis das Trommelfell wippt. Etwa 500 begeisterte Fans ließen es sich nicht nehmen, endlich diesen Ausnahmemusiker hautnah zu erleben. Das lange Warten hatte ein Ende. Denn LOSO gab erstmalig seine Visitenkarte in Berlin ab und versprach wiederzukommen. Man munkelte, dass er eine Tournee mit einem Besuch im Berliner Olympiastadion verbinden möchte. Er will wohl Berlins Hertha spielen sehen. Na, bei den Leistungen, die Hertha derzeit bietet, wäre es für den Fußballfan SEK wohl besser dem THAIGER Team zuzuschauen oder gar mitzukicken.

Nun schnell zurück zum Konzert. Das war ein Rockkonzert ohne Haken und Ösen. Zwei Stunden Power. Mit Wucht startete SEK, verstärkt durch eine britische Musikercombo, gleich mit seinen wohl bekanntesten Hits.

Im ersten Konzertdrittel schien er schon alles zu verfeuern, was Farang Fans so an ihm mögen. Das eher schleppende MAE-WAH, das etwas anders arrangierte, leicht punkige PUNTIP und seine Hymne KOON ROO MAI KRAB waren der Höhepunkt des Konzertes. Dieser Titel ist sein ganz großer Wurf. Ach, dieser schmachtvolle Refrain - Ja Fun Ja Dai Hua Djai - das verleiht doch Flügel!! Das ist wahre ROCKKUNST. Und er ist dabei so supercool und zeigt Bühnenpräsenz wie kein anderer Thai.

Da bleibt nur ein stakkatoähnliches supersuperklassesupersuperklassesuper nach Thailand zu schmettern. Ein Dank auch an die, die das erst ermöglichten, die Menschen des Butterfly und der Thai Thek, deren Sänger und Sängerinnen das etwas zu lange Wartenmüssen bis zum Beginn der Show bis 23.00 versuchten zu verkürzen. Na ja, etwas weniger wäre vielleicht etwas mehr gewesen, aber man gab sich redliche Mühe. Ein paar Probleme gab es auch anfangs mit dem Thai-Food. Doch die Nähe des Stars entschädigte dann für alles. Selten habe ich gesehen, wie nah die begeisterten Fans an der Bühne standen und auch versuchten den Rockmusiker anzufassen. Wir erinnern uns, wie groß und hinderlich die Distanz zur Bühne beim letzten Carabao-Konzert war. Loso hingegen ließ es gelassen geschehen und rockte kräftig weiter, wobei sich Balladen mit rockig-wavigen Titeln abwechselten. Zwischenzeitlich tat er dies auch ohne T-Shirt.

Wenn man über Musiker schreibt dann kommt oft so ein musikalischer Schubladenversuch: Für die Menschen, die möglicherweise noch nichts von SEK alias LOSO gehört haben: Die Musik ist vielleicht zu beschreiben als Mischung aus Bon JOVI meets BAP, was auch der Titel Tay Yang Thai für mich beweist. N bissel Rolling Stones oder Led Zep - klar - sind auch dabei. Es lohnt sich wirklich, diesen Künstler, der auch alle Titel selbst komponiert hat, auf den musikalischen Merkzettel zu schreiben, obwohl er da schon längst drauf sein müsste.

Abschließend könnte man eigentlich nur die unbeantwortbare Frage stellen. Kann man MUSIK FOTOGRAFIEREN?

Ich glaube, die Fans stellten mit ihren Fotohandys einen neuen Rekord auf. 37,5 Mio. mal wurde SEK abgelichtet. Damit ist der attraktive Rocker ganz klar vor JayLo gelandet. Na ja, es waren ja auch weit mehr Frauen im Publikum als Männer. Viele ließen es sich auch nicht nehmen, nach dem zweistündigen GIG zum Gruppenbild mit Star im Bandraum des Sato zu erscheinen. Es wurde dadurch auch klar, warum dunkle Sonnenbrillen zum zweitwichtigsten Utensil eines Rock-Musikers geworden sind. Der sympathische Star machte freundlich lächelnd vielen eine Freude, war sehr umgänglich und schrieb unentwegt Autogramme. Und umarmte auch wenigstens ein Geburtstagskind. Dann entschwand er in sein Hotel. Man konnte auch eine tolle Best of CD, eine Video CD und T-Shirts erwerben. Viel Geld wurde ausgegeben, einiges gegessen und getrunken, so dass man hoffen kann, dass die Veranstaltung auch für die Veranstalter ein Erfolg war.

Fazit: LOSO im Sato - das war der Sieg des Rockers über die Karaoke - und das musste doch auch mal gesagt werden, meint der noch immer begeisterte. TOMBERG
P.s.: SATO heißt auf deutsch Schloss und ist ein großer Saal in Berlin-Neukölln, der oft für türkische Großhochzeiten genutzt wird.










news

Leser-Briefe / Rum-Treiber / Reginas Report / Party-Szene Berlin / Visatrip nach Myanmar / LOSO live in Berlin / Südostasien-News / Reisetipps

Handy Preiskampf
Der Einstieg von Singapurs Temasek Holdings bei der Shin Corp. hat einen neuen Preiskampf unter den Handy-Netzwerkanbietern ausgelöst. Der zweitgrößte Betreiber DTAC will den neuen Mitbesitzer des Marktführers Advanced Info Services (AIS) herausfordern und hat eine ganze Serie neuer Promotions-Angebote für Postpaid- und Prepaid-Kunden angekündigt: Sie heißen Happy Buffet Plan und Zad Bufett Plan und reichen vom grenzenlosen Telefonieren zu einem bestimmten Preis und zu bestimmten Zeiten bis zu geringen Minutengebühren. Unschlagbar scheint die "Mouth Sabai"-Kampagne des Netzwerkvermittlers Hutch zu sein: Prepaid-Kunden zahlen zwischen 22 und 10 Uhr für eine Stunde 3,50 Baht, jede weitere Minute kostet zwei Baht. Zwischen 10 und 22 Uhr kostet die erste Minute 3,50 Baht, jede weitere nur 25 Satang.

Echt big business
Für 49,5% des Aktienkapitals an der von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra gegründeten und erfolgreich geführten Shin Corp. hat die Temasek Holdings 73,3 Milliarden Baht gezahlt. Shin ist mit 42,9% an AIS beteiligt, mit 40,2% am Internet-Provider CS Loxinfo, mit 41,5% an Shin Satellite, mit 53% am TV-Kanal iTV, mit 50% an der Billigairline Thai AirAsia und mit 60% an der Verbraucher-Finanzierungsgesellschaft Capital OK. Mehr noch als der Verkauf thailändischen Tafelsilbers ins Ausland hat in der Öffentlichkeit die Nachricht für Empörung gesorgt, dass die Verkäufer, also der Shinawatra-Clan, keinen Satang Steuern zahlen müssen. Die Familie des Ministerpräsidenten kann die 73,3 Milliarden Baht voll und ganz einstreichen und wieder investieren.

Umfrage dazu
Die Bangkok Post hat den größten Übernahmecoup in der Wirtschaftsgeschichte des Landes zum Anlass genommen, Bürger sowie Prominente zu fragen: Was würden Sie machen, wenn sie plötzlich 73 Milliarden Baht erhielten? Am besten gefiel der Redaktion die Antwort des Autors und Fotografen Ping Amranand: "Ich würde das Geld womöglich in ein Telekom-Unternehmen in Singapur investieren. Oder aber ich würde mich als Menschenfreund zeigen, jedem Thai 1.000 Baht überreichen und das als Reality-Show im Fernsehen übertragen lassen."

Mobiles langsamer
Das Forschungszentrum der Kasikorn Bank sieht in den kommenden Jahren beim Handy-Verkauf und dem Internet nur noch ein mäßiges Wachstum von jeweils zehn Prozent im Jahr. Mit derzeit 30 Millionen mobil telefonierenden Thais und 7,4 Millionen Internet-Nutzern sei die Sättigung des IT-Marktes bald erreicht. Ein Großteil der Bevölkerung könnte sich weder ein Handy noch Computer und Internet-Zugang leisten, so das Kasikorn Research Centre.

Zwei Rekord-Halter
Ripleys World of Entertainment im dritten Geschoss der Royal Garden Plaza zwischen der Beach und Second Road wartete zum Valentinstag (14. Februar) mit einer weiteren Attraktion auf: Zwei Guiness-Buch-Rekordhalter geben sich an diesem Tag das Ja-Wort und wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Kanjana Kaetkeow ist Thailands "Skorpionen-Königin". Die 36-jährige verbrachte im Jahr 2002 im Einkaufszentrum Royal Garden Plaza 32 Tage mit 3.400 Skorpionen in einem Glaskäfig. Ihr sieben Jahre jüngerer Bräutigam Montri Siangwong schaffte es an 28 Tagen mit seiner Hundertfüßer-Wohngemeinschaft ins Guinness-Buch der Rekorde. Die beiden haben sich auf einer gemeinsamen Tour kennen und lieben gelernt und wollen die Hochzeitsnacht in einem Sarg verbringen.

Verbraucherpreise
Die Verbraucherpreise sind im Januar weiter gestiegen: im Jahresvergleich um 5,9% und gegenüber Dezember 2005 um 0,1%. Gestiegene Preise für Lebensmittel sowie der anhaltend hohe Ölpreis sind für die hohe Inflationsrate verantwortlich.

Staudämme schützen
Weil die Provinz Kanchanaburi im Westen des Landes neben den nördlichen Provinzen am stärksten von Erdbeben betroffen ist, sollen die beiden großen Staudämme Srinakharin und Vajiralongkorn Seismographen erhalten, also Instrumente zur Registrierung und Messung von Erdbebenwellen. In den letzten Jahren wurde immer mal wieder spekuliert, die beiden Staudämme könnten bei einem starken Erdbeben erheblich beschädigt oder gar zerstört werden. Seismographen sollen der Bevölkerung und den Touristen mehr Sicherheit signalisieren.

Diebe klauen Hondas
Die Polizei appelliert an die Motorisierten, ihre Fahrzeuge ausreichend gegen Diebstahl zu sichern. Im Vorjahr wurden nach Angaben eines Behördensprechers in Pattaya 27 Autos und 624 Motorräder als gestohlen gemeldet. Die Diebe favorisieren die Marke Honda. Einkaufszentren und Geschäfte sind aufgerufen, bei den Parkplätzen mehr in den Schutz der Kundenfahrzeuge zu investieren. Die Unternehmen sollten Überwachungskameras installieren und Parkscheine mit dem Autokennzeichen ausgeben.

Flüchtlingslager besucht
Thailands Premierminister Thaksin Shinawatra hat überraschend dem Mae La Flüchtlingslager einen Besuch abgestattet. Er wurde von Diplomaten aus der EU und anderen westlichen Geberländern sowie Japan begleitet. Das Flüchtlingslager Mae La in der Nähe von Mae Sot ist mit etwa 40.000 Karen eines der größten Lager für die Flüchtlinge aus Burma. Insgesamt leben fast 150.000 Menschen in neun Flüchtlingslagern, einige bereits seit über 20 Jahren ohne Aussicht auf eine Arbeitsgenehmigung außerhalb der Lager. Der überraschende Besuch hat Spekulationen darüber aufkommen lassen, dass die Rückführung der Flüchtlinge geplant sei. Thailand soll die Geber auch zu mehr finanzieller Unterstützung und die Aufnahme von mehr Flüchtlingen in ihren Ländern aufgefordert haben. Die USA sollen zugesagt haben, in diesem Jahr 10.000 Flüchtlinge überwiegend aus dem Tham Hin Camp in Kanchanaburi aufzunehmen.

Bildung für Burmesen
Thailand hat nun auch ein Bildungsprogramm für burmesische Flüchtlinge initiiert, um junge Burmesen in Thai zu unterrichten. Das Training, das vom Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) finanziert wird, findet in den neun Flüchtlingslagern statt mit dem Ziel, jungen Flüchtlingen die Integration in die thailändische Gesellschaft zu erleichtern. Die Jugendlichen sollen u.a. Thai lesen und schreiben lernen, Englisch, Computer und Handwerk.

Verkehrsunfälle
Die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit rund 20.000 Toten und Hunderttausenden Verletzten kosten Staat und Wirtschaft jedes Jahr Milliarden Baht. Viel Geld müssen Versicherungen und die öffentliche Hand für die Rehabilitation von Behinderten ausgeben, damit sie nach einer Spezialausbildung einen Beruf ausüben und ihre Familie ernähren können. Nach Angaben einer Behindertenvereinigung sind nur zehn Prozent der körperlichen Behinderungen angeboren, Unfälle haben 90% verursacht.

Biografie auf Index
Thailand hat eine englischsprachige Biografie über seine Majestät König Bhumibol Adulyadej auf den Index gesetzt. Das Buch mit dem Titel "The King Never Smiles" soll im Juli erscheinen, darf in diesem Land aber nicht verkauft werden. Nach Angaben der Königlichen Polizei könnte der Inhalt die nationale Sicherheit und die Moral der Menschen gefährden. Die Biografie stammt vom amerikanischen Journalisten Paul Handley, der mehrere Jahre als Korrespondent in Thailand gelebt hat. Negative bzw. beleidigende Äußerungen in Schrift und Wort über das thailändische Königshaus können mit einer Haft bis zu 15 Jahren geahndet werden.

Großkläranlage
Die Stadtverwaltung von Pattaya verfolgt weiter den Plan, das in der Großkläranlage an der Soi Siam Country Club gereinigte Schmutzwasser zu nutzen. So könnten täglich rund 30.000 Kubikmeter Wasser in das Leitungsnetz gepumpt werden. Allerdings muss das in der Kläranlage biologisch und mechanisch bearbeitete Wasser weitere Säuberungsprozesse durchlaufen, bevor es in die Haushalte der Pattayaner fliessen kann. Das Unternehmen Term Engineering bemüht sich um den Auftrag und strebt eine Laufzeit von 15 Jahren an. Innerhalb eines Jahres könnte an der Großkläranlage ein weiteres Klärwerk gebaut werden.

Unfallflucht
Ein schwerer Verkehrsunfall hat erneut die Risiken aufgezeigt, wenn sich Touristen in Pattaya ein Fahrzeug mieten. Ein 28-jähriger Franzose hatte mit seinem Rover auf der Soi Day and Night kurz vor der Einmündung in die Soi Yensabai eine schwangere Frau erfasst und vier abgestellte Motorräder beschädigt. Der Tourist flüchtete von der Unfallstelle, konnte aber wenig später von der Polizei gestellt werden. Nach Angaben eines Behördensprechers stand der Fahrer unter Alkoholeinfluss. Die Polizei beschlagnahmte den Reisepass des Franzosen. Der Tourist konnte nicht wie geplant seinen Heimflug antreten und wartet nun auf seine Gerichtsverhandlung. Wenn der Urlauber mit der schwangeren Frau und der Polizei keine finanzielle Einigung erzielen kann, wird er womöglich Monate auf seinen Prozess warten müssen.

Rodenstock erweitert
Beim größten deutschen Brillenkonzern Rodenstock deutet sich ein Ende der schwierigen Umbauphase ab. Im Vorjahr kletterte der Umsatz um 4,9% auf rund 344 Millionen Euro. Rodenstock treibt die Expansion weiter voran und erweitert sein Werk in Thailand. Anfang 2004 hatte der Münchner Konzern mitgeteilt, die Produktion im Werk Regen im Bayerischen Wald bis Ende 2006 zu reduzieren. Damit fallen 350 Stellen weg. Rodenstock baut im Gegenzug die Produktion in Tschechien und Thailand aus. Von den rund 4.500 Beschäftigten arbeiten knapp 1.700 in Deutschland.

TA Orange umbenannt
Der Telekommunikationskonzern True hat seine Tochtergesellschaft TA Orange umbenannt. Der Handy-Netzwerkbetreiber firmiert nun unter True Move. Das Unternehmen will in diesem Jahr zwischen 8 und 10 Milliarden Baht in den Ausbau seines Netzes investieren und hofft Ende des Jahres auf 5,7 Millionen Mobilfunk-Kunden. True Move ist nach AIS und DTAC der drittgrößte Mobilfunkbetreiber. True ist auf allen Gebieten der Informations-Technologie vertreten: Festnetz, Mobilfunk und Fernsehen (Pay-TV-Kanal UBC).

Strom teurer
Im Abrechnungszeitraum Februar bis Mai wird der Strom im Durchschnitt um 7 Prozent teurer. Die Regulierungsbehörde hat einer Anhebung des Berech- nungsschlüssels Ft von derzeit 56,83 Satang um 19 Satang per Kilowattstunde zugestimmt. Um einkommensschwache Familien nicht zu sehr zu belasten, gibt es Rabatte: gestaffelt bis zu einem Verbrauch von 150 sowie von 151 bis 400 Kilowattstunden. Alle anderen Verbraucher trifft die Preissteigerung in voller Höhe.

Und Don Muang?
Nur wenige Jahre nach seiner Einweihung wird der neue Internationale Flugplatz südöstlich von Bangkok an seine Kapazitätsgrenze stoßen. Der Suvarnabhumi-Airport ist im ersten Bauabschnitt auf jährlich 45 Mio. Passagiere ausgelegt. Im Vorjahr landeten auf dem alten Bangkoker Flugplatz Don Muang bei 276.000 Flugbewegungen rund 38 Mio. Fluggäste. Da kommt der Wunsch der thailändischen Billigairlines gerade recht, Don Muang nach Einweihung des neuen Airports nicht zu schließen. Die Billigcarrier spekulieren auf erheblich niedrigeren Landegebühren und den Wettbewerbsvorteil, dass Bangkoks alter Flugplatz in der Stadt liegt und von Thai und Ausländern schnell erreichbar ist.
Die Pläne des Transportministeriums sehen vor, Don Muang für Billigairlines wie One-Two-Go, Thai AirAsia und Nok Air, weiter für Chartergesellschaften und Privatflieger offen zu halten und zudem auf dem weitläufigen Gelände mit den großen Hallen ein Pflege- und Wartungszentrum für die großen Maschinen der Airlines einzurichten.
Noch nicht entschieden ist, ob die Billigairlines bzw. Chartermaschinen vom jetzigen internationalen Terminal oder von der inländischen Abflughalle aus starten sollen. Eine der derzeit für den internationalen Flugverkehr genutzten Ankunft- und Abflughalle soll zu einem Messezentrum, zu einer Einkaufsstraße für OTOP-Produkte (one-tambon-one-product) und als Exportzentrum genutzt werden. Letztendlich wird das Kabinett unter Ministerpräsident Thaksin Shinawatra das letzte Wort haben.
Zurückgewiesen hat der Ministerpräsident bereits den Plan, so bald als möglich am Suvarnabhumi-Flughafen mit dem zweiten Bauabschnitt zu beginnen. Khun Thaksin will erst die Einweihung und die Entwicklung der Passagierzahlen abwarten.

Ball heißt Teamgeist
Der bei der Fußball-Weltmeisterschaft ab Ende Juni in Deutschland offiziell zugelassene Ball heißt Teamgeist und kommt aus der Provinz Chonburi. Im Auftrag des deutschen Sportartikel-Unternehmens Adidas stellt Molten in Sri Racha das Leder her. Molten ist ein japanisch-thailändisches Joint-Venture und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Teamgeist soll in Deutschland für umgerechnet 5.110 Baht verkauft werden.

Neue Apartments
Grande Asset Development investiert in Pattaya nicht nur in den Condominium-Komplex "The Sails". Das Unternehmen errichtet derzeit ein 250-Zimmer-Hotel, das in der ersten Hälfte des kommenden Jahres eingeweiht werden soll und von der international operierenden Hotelgruppe Le Méridien betrieben wird. Das Condo The Sails mit zwei Türmen gleicht einem Schoner-Segelschiff. Es entsteht in Na Jomtien, die Apartments sind für rund 80.000 Baht je Quadratmeter zu erwerben.

Mehr Gasohol
Der staatliche Mineralölkonzern Bangchak Petroleum will bereits ab Mitte Juni an seinen Tankstellen in Bangkok kein Super-Benzin (95 Oktan) mehr verkaufen. Ein halbes Jahr früher, als von der Regierung gefordert, wird Bangchak nur noch Gasohol (90% Super und 10% Ethanol) anbieten. Bis Ende des Jahres soll auch an den Zapfsäulen außerhalb der Hauptstadt Super durch Gasohol ersetzt werden. Der alternative Sprit ist 1.50 Baht preiswerter als ein Liter Super-Benzin. Wenn die Forderung der Regierung von allen Konzernen und Tankstellen erfüllt worden ist, stellt sich die Frage: Was tanken jene, deren Motoren Ethanol nicht vertragen?

Stiebel Eltron Fabrik
Der Warmwasser- und Heizgerätehersteller Stiebel Eltron mit Sitz in Holzminden hat im Industriegebiet Bang Pa-in bei Ayutthaya 100 Mio. Baht in eine neue Fabrik investiert. Das deutsche Unternehmen kann dort 200.000 Warmwassergeräte im Jahr unter den Firmennamen Stiebel Eltron und AEG herstellen. Rund 30% der Produkte gehen in den Export in asiatische Länder und nach Südamerika.

Weniger Kinder
Selbst im Isaan, in dem Kinderreichtum bisher als Segen galt, geht die Zahl der Neugeborenen zurück. Der National Economic and Social Development Board sagt voraus, dass im Jahr 2025 nur noch rund 18% der Bevölkerung Kinder sein werden gegenüber fast 25% in 2000. Die arbeitende Bevölkerung wird von 65 auf 62% schrumpfen, die Zahl der Senioren von 9,5 auf 20% steigen.

Siemens 10% plus
Im Geschäftsjahr 2005 hat der deutsche Siemens-Konzern in Thailand Produkte und Dienstleistungen im Wert von 14 Milliarden Baht verkauft, zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen Großteil der Einnahmen brachte der Kommunikations-Sektor (6,84 Milliarden), gefolgt vom Transportbereich (2,46 Milliarden). Die thailändische Siemens-Tochter wird gemeinsam mit B. Grimm MBM und Sino-Thai Engineering and Construction für die staatliche Eisenbahngesellschaft die neue Schnellverbindung vom City Air Terminal zum 28 Kilometer entfernten Flugplatz Suvarnabhumi Airport bauen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 25,91 Milliarden Baht. Siemens hofft auf weitere lukrative Aufträge bei der geplanten Erweiterung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Bangkok.

Zinsen steigen weiter
Die Zinsen steigen weiter. Thailands bedeutende Geldinstitute wie Bangkok Bank, Siam Commercial Bank, Kasikornbank und Bank of Ayudhya haben ihre Zinsen für Festgeld je nach Laufzeit und Geldbetrag um 25 bis 75 Basispunkte angehoben. Die Banken geben ihren Kunden jetzt Zinsen zwischen 2,5 und 4%.

Leitzins angehoben
Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Verwaltungsrat der Staatsbank einmal mehr den Leitzins angehoben, und zwar um 25 Basispunke. Thailands Leitzins steht jetzt bei 4,25%. Mit der Erhöhung will die Bank of Thailand der Inflation entgegenwirken. Im Dezember waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 5,8% gestiegen.

Einkaufszentrum
Die Central Pattana Plc., Immobilienholding der Central Group, hat Details ihrer weiteren Investitionen in Pattaya bekannt gegeben. Mitte des Jahres sollen zwischen Beach und Second Road südlich des Tropicana Hotels die Arbeiten für die Central Plaza Pattaya Beach beginnen. Das neue Einkaufszentrum soll rund vier Milliarden Baht kosten. Noch in diesem Jahr wird am Verbrauchermarkt Big C an der South Pattaya Road (nicht, wie berichtet, am Central Festival Center in Nordpattaya) ein Kaufhaus für die Central Retail Corporation gebaut. Das Sortiment des Kaufhauses zielt auf Haus- und Apartmentbesitzer sowie Touristen ab. Angeboten werden Waren rund ums Haus: Haushaltswaren, Möbel und Küchenzubehör, Innenausstattung, Dekor und alles für den Heimwerker.

Neuer Motorway
In einigen Jahren wird das Industriegebiet Map Ta Phut bei Rayong von Pattaya aus schnell erreichbar sein. Denn dann verbindet eine Autobahn das Touristenzentrum mit dem weitläufigen Gewerbegebiet. Das Highway Department bereitet die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten für sechs Autobahnen vor. Die insgesamt 870 Km werden rund 160 Milliarden Baht kosten. Auf dem Investitionsplan steht der Motorway von Pattaya bis Map Ta Phut (38 km). Weitere Schnellstraßen ab Großraum Bangkok: Bang Pai-in bis Nakhon Ratchasima (200 km), Bang Yai bis Kanchanaburi (98 km), Nakhon Pathom bis Cha-am (134 km), Saraburi bis Bang Pakong (150 km) und die dritte Ringstraße um Bangkok (250 km). In Höhe der International School of the Regent bzw. dem Straßenverkehrsamt in Banglamung steht bereits das Autobahnkreuz für die Verbindung nach Map Ta Phut. Der neue Motorway wird die beiden Wasserreservoire Mab Pra Chan und Chaknork passieren und durch Huay Yai in Richtung Sattahip/Rayong verlaufen.

Bauland Verkauf
Schlussverkauf in Pattaya. Landwirte und Großgrundbesitzer nutzen die Gunst der Stunde, sprich den Bauboom: Sie wollen ihr Land zu hohen Preisen losschlagen. Außerhalb der Stadt bestimmen Schilder mit "Land for Sale" das Straßenbild. Gab es vor fünf bis zehn Jahren noch den Rai (1.600 qm) für 200.000 bis 400.000 Baht, so muss heute je nach Lage in der Spitze bis zu 1,5 Mio. Baht oder mehr gezahlt werden. In allen Dörfern ist Holzauktion. Bäume werden gefällt und Felder geflämmt, Erdreich wird aufgeschüttet und so der Boden für das nächste Village bereitet.

Nestlé powert
Der Schweizer Nestlé-Konzern will seinen Instant-Kaffee-Absatz steigern und durch gezielte Werbekampagnen junge Leute ansprechen. Nestlé dominiert den Instant-Kaffee-Markt mit 80% und hofft in 2006 bei Nescafé auf ein Umsatzplus zwischen 10 und 15%. Thais konsumieren im Jahr pro Kopf durchschnittlich 500 Gramm Kaffee gegenüber acht Kilogramm in Deutschland.

Thai-Movie vorn
Nicht ein Hollywood-Film, sondern eine thailändische Produktion war im Vorjahr in thailändischen Kinos der Kassenschlager. Tom Yum Goong schlug alle amerikanischen Movies und spielte 200 Mio. Baht ein. Auf den Plätzen folgten Harry Potter and the Goblet of Fire mit 180 Mio. Baht und Luang Pee Teng (The Holy Man) mit 141 Mio. Baht.

Immigration online
In Pattayas neuem Immigration Büro, das sich seit ein paar Wochen bekanntlich an der Jomtien Beach Road Soi Post Office befindet, soll es demnächst möglich sein, die Visumsverlängerung per Internet vorzubereiten. Auf einem speziellen Formular schickt der verlängerungswillige Pattayaner in Zukunft seine Daten per E-mail dorthin. Am nächsten Tag braucht er dann seine Verlängerung nur noch abzuholen.

Sozialversicherung
Obwohl 35,2 Mio. der insgesamt mehr als 65,5 Mio. Einwohner Thailands arbeiten, zahlen nur 8,5 Mio. in die Sozialversicherung ein. Selbständige, Taxifahrer, Barmädchen und weitere Beschäftigte im Rotlichtmilieu, Fischer, Landwirte, Hilfsarbeiter, Heimarbeiter sowie Haushaltshilfen stehen außen vor. Die Behörden diskutieren zwar seit Jahren, alle arbeitenden Frauen und Männer Schritt für Schritt in die Sozialversicherung zu zwingen, doch bisher scheinen die Verantwortlichen keinen Weg gefunden zu haben. Mitarbeiter (auch Ausländer) und Arbeitgeber müssen jeweils drei Prozent des Gehalts eines Beschäftigten an das Social Secuity Office (SSO) abführen. Aus dem Fonds werden medizinische Behandlung und Krankenhausaufenthalt der Mitglieder, Arbeitslosengeld und in späteren Jahren auch Renten finanziert.

Weißmacher trendy
Eine helle Haut gilt in Thailand als schick und vornehm. Deshalb cremen sich Frauen mit "Weißmachern" ein, was die Dose bzw. die Tube hergibt. Damit Thailands Männer nicht zurückstehen müssen und dem Trend folgen können, bringt der deutsche Nivea-Hersteller Beiersdorf in Thailand ein Hautpflegemittel für Männer auf den Markt. Von diesem "Whitening"-Produkt für das Gesicht erhofft sich Beiersdorf einen kräftigen Wachstumsschub.

Gegen das Rauchen
Der Gesundheitsminister plant weitere einschneidende Maßnahmen, um Thais das Rauchen zu verleiden. Noch in diesem Jahr soll der Verkauf einzelner Zigaretten oder kleiner Packungen verboten werden. Weil sich die Raucher an die warnenden Hinweise und abschreckenden Fotos gewöhnen, sollen sie mittelfristig durch neue Hinweise und Bilder sowie Details über die im Tabak enthaltenen Giftstoffe ersetzt werden. Für 2008 kann sich Minister Pinij Charusombat vorstellen, das Rauchen in Pubs, Bars und Discos zu verbieten, also in allen Entertainment-Betrieben.

Chatuchak Markt
Gigantische Ventilatoren sollen am Chatuchak Markt in Bangkok installiert werden. Die herrschende Hitze ist nämlich als Problem erkannt worden. Nicht nur die zahllosen Restaurants und Garküchen heizen die Luft auf, es herrscht eine Schweiß treibende Atmosphäre, weil in der 23jährigen Struktur der voll gepackten Buden schlicht der Durchzug fehlt. Nun werden für 10 Mio. Baht riesige Ventilatoren eingebaut. Das wird die rund 200.000 Marktbesucher freuen, die den Chatuchak pro Tag besuchen. 8.800 Läden sind hier auf engstem Raum vorhanden. Das ist sicher Weltrekord verdächtig. Nach der Hitze sollen übrigens andere Problempunkte angegangen werden. Insbesondere der Handel mit gefährdeten Tierarten, die schmutzigen Toiletten und die Müll- und Abwasserentsorgung.

Viele, viele Mopeds
Thailands Motorradhersteller und -Händler müssen sich auf geringere Gewinne einstellen. In wenigen Jahren wird der Markt gesättigt sein. Derzeit kommt auf drei Thais ein Fahrzeug gegenüber ein Motorrad auf fünf Einwohner vor vier Jahren.

Bier-Werbung nachts
Im Kampf gegen den Alkoholmissbauch will das Gesundheitsministerium die Werbung für alkoholische Getränke weiter einschränken. Geplant ist, dass die Fernsehanstalten Spots für Bier und Spirituosen nur noch nachts von 2 bis 5 Uhr senden dürfen. Schon jetzt jammert die Werbeindustrie, weil auf den Bildschirmen nur von 22 bis 5 Uhr für Alkohol geworben werden darf. Immerhin geben die Hersteller im Jahr 2,6 Milliarden Baht für Reklame aus.

Japaner stärker
Japanische Banken verstärken ihr Engagement in Thailand. Nach Berechnungen der japanischen Zentralbank haben sich die Kreditausleihungen japanischer Banken in Thailand im Jahresvergleich um 17% auf 5,1 Milliarden Dollar erhöht. Die japanische Großbank Sumitomo Mitsui Banking verfügt inzwischen über mehr ausstehende Kredite als ihre Konkurrenten aus Europa und den USA. Rund 80% der Kredite wurden japanischen Unternehmen gegeben, die meisten davon Autobauern wie Toyota.

Hohe Einlagen
Die Einlagen bei den Geschäftsbanken stiegen im Vorjahr um 8,4% auf stattliche 5,95 Billionen Baht. Den Guthaben standen Ausleihungen in Höhe von 6,85 Billionen Baht gegenüber. Die Kredite nahmen im Vorjahr um 8,8% zu.

KFC ganz vorne
Fast-Food-Fans favorisieren den Hähnchenbrater KFC. Nach einer Marktanalyse von AC Nielsen essen 49% in KFC-Filialen, 26% bei McDonalds, 10% bei Pizza Hut, 6% bei der Pizza Company und die restlichen 9% bei anderen Fast-Food-Anbietern.

Zehnstellige Telefonnummern
Ab Juni sollen in Thailand zehnstellige Telefonnummern eingeführt werden. Der Anfang wird bei den Handys gemacht. Bei allen bestehenden Nummern wird nach der 0 eine 8 eingeschoben. In der Praxis bedeutet das: Handy-Nummern, die jetzt z.B. 01 und 09 als erste Ziffern haben, beginnen dann mit 081 und 089. Durch die Umstellung von neun auf zehn Ziffern wird die Zahl der zu vergebenden Telefonnummern von 90 auf 300 Mio. erhöht. Das staatliche Telekommunikationsunternehmen TOT hat von den 90 Mio. bereits 87 Mio. Nummern vergeben, auch deshalb, weil Netzwerkbetreiber wie Thai Mobile Millionen gehortet haben. Die großen Anbieter wie AIS, DTAC und True Move (bisher TA Orange) fordern weitere Nummern. Wenn Handy-Besitzer den Anbieter wechseln und die Nummer nicht mehr nutzen, geben die Gesellschaften diese erst nach 60 bis 90 Tagen wieder aus.

Mehr Kredit-Käufe
Thais kaufen auf Kredit ein und verschulden sich. Laut Staatsbank stiegen die Verbraucherdarlehen im Vorjahr um 18,4% auf 916,6 Milliarden Baht. Zu den hohen Außenständen trugen Hypotheken bei, die um 6,6% auf 601,8 Milliarden Baht zulegten.

Schier unglaublich
Ein Deutscher, 56 Jahre, geschieden, bucht seinen ersten Pattaya-Urlaub. Er lernt eine 25-jährige Thai kennen und verliebt sich über beide Ohren. Zurück in seiner süddeutschen Heimatstadt, denkt er nur an dieses liebliche Barmädchen. Er will auf Nummer Sicher gehen und fliegt kurzerhand noch einmal nach Thailand, lebt mit der jungen Frau eine gute Woche zusammen und erkennt: die oder keine! Zuhause regelt er seine persönlichen und beruflichen Angelegenheiten. Den florierenden Handwerksbetrieb übergibt er seinem zweitältesten Sohn, der ihn ohnehin stets vertreten hatte. Er zahlt seine drei Kinder aus, verkauft sein Haus, wandert aus und bringt rund 180.000 Euro mit nach Pattaya. Geld, das bis zur Rente allemal reichen sollte. Sein Wissen über die Thais, Thailand und die hiesigen Gesetze hatte Pattayas neuer Mitbürger bis dahin an Bars vermittelt bekommen. Von Stammgästen und Wirten. Oder von seiner reizenden Freundin. Als er seine Euro gewinnbringend anlegen will, fragt die Bankmitarbeiterin vor Eröffnung eines Kontos nach Jahresvisum und Arbeitserlaubnis. Bei einer anderen Geschäftsbank hätte er Konten eröffnen können, aber als Tourist keine Zinsen bekommen. Zum Glück kam sein Darling mit dem Vorschlag ins Spiel, einen größeren Betrag auf gemeinsame Konten anzulegen. Das Geldinstitut sah keine Probleme, von diesem Tag an brachten die Ersparnisse auch noch Zinsen.
Zwei Monate später kam der Liebling von einer Einkaufstour nicht in das gemietete Apartment zurück. Der Deutsche wartete und wartete, letztlich glaubte er, seine Freundin läge nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus.
Zu Fall brachte den Auswanderer tags darauf ein Blick in seine Konten. Leer geräumt! Schier unglaublich.

Mein Schwein pfeift
Wenn die von einem deutschen Rentner auf der Polizeiwache berichtete und von der englischsprachigen Zeitung "Pattaya Today" gedruckte Geschichte auch nur annähernd stimmt, dann sind einige Auswanderer noch blauäugiger, gutgläubiger und somit dümmer als allgemein bekannt. Der 76-jährige war im Vorjahr nach Pattaya übergesiedelt, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. Er genoss das (Bar-)Leben und die Dienstleistungen der Barmädchen in vollen Zügen. Dann verliebte sich der Rentner in eine 23-jährige Thai. Seine Zuneigung war so groß, dass er die junge Frau trotz seines hohen Alters heiraten wollte. Die Thai willigte unter der Voraussetzung ein, dass der Deutsche vor der Eheschließung ihren Eltern eine "Ablösesumme" zahle. Das sei in Thailand so üblich. Mit einer Million Baht wären Mutter und Vater, die in ärmsten Verhältnissen lebten, zufrieden. Der Bräutigam rechnete nach und sagte seiner Liebsten, er könne lediglich 970.000 Baht aufbringen. Nach kurzem Zögern willigte die Braut ein, und der Betrag wurde auf das Konto der 23-jährigen überwiesen. Als der Rentner Tage später seine Freundin in deren Apartment aufsuchen und mit ihr über die Heiratszeremonie sprechen wollte, erfuhr er an der Rezeption: Die Frau sei mit ihrem Ehemann ausgezogen.

In Thailand gefasst
Laut DPA soll die thailändische Polizei den dritten Verdächtigen für zwei millionenschwere Überfälle auf Geldtransporter in Sachsen-Anhalt gefasst haben. Der 50-Jährige gehöre zu einer dreiköpfigen Bande, die bei den Überfällen 1999 und 2003 bei Zeitz und im Ohrekreis umgerechnet knapp fünf Millionen Euro erbeutet habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Naumburg. Seine mutmaßlichen Komplizen waren im November 2004 bei Berlin festgenommen worden. Zielfahnder des Landeskriminalamtes machten nun den dritten Mann ausfindig, der bereits seit mehreren Jahren in Thailand lebt.
Nach Angaben der Einwanderungsbehörden in Thailand hatte der 50-Jährige in der Küstenprovinz Prachuab Khiri Khan ein Restaurant eröffnet und eine Reiseagentur gegründet. Den Behörden sei der ungewöhnliche Wohlstand aufgefallen, in dem der Deutsche mit seiner thailändischen Frau gelebt habe, sagte der Chef der Einwanderungspolizei, Suwat Thamrongsrisakul. Der Verdächtige sitze nun in Abschiebehaft.


Reise-Tipps

Leser-Briefe / Rum-Treiber / Reginas Report / Party-Szene Berlin / Visatrip nach Myanmar / LOSO live in Berlin / Südostasien-News / Reisetipps

Tierpark Khao Khiew
Keine Autostunde von Pattaya entfernt, bietet der Tierpark Khao Khiew in der Nähe der Provinzhauptstadt Chonburi eine Nachtsafari an. Start ist täglich um 19 und um 20 Uhr. Mit einem Zug geht es durch das weitläufige Zooareal. Khao Khiew bietet 300 Tierarten, vom kleinen Vogel bis zum tonnenschweren Elefanten. Der Tierpark kann tagsüber zu Fuß, mit dem eigenen Fahrzeug, mit gemieteten Fahrrädern und mit dem zooeigenen Zug erkundet werden. Erwachsene zahlen 100 Baht, Kinder 50 Baht. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 038.298.270.

100 Fünf-Sterne-Hotels
Reisende können in Thailand in mehr als 100 Fünf-Sterne-Hotels unterkommen, die von 15 internationalen Hotel-Gruppen betrieben werden. Die meisten Top-Hotels gibt es in Bangkok sowie auf den Inseln Phuket und Samui, in Pattaya, Hua Hin und Chiang Mai. Die bekanntesten Hotel-Gruppen sind Accor, Banyan Tree, Four Seasons, Hilton, InterContinental, Le Méridien, Mandarin Oriental, Marriott, Sheraton und Starwood. Während Pattayas erstes Fünf-Sterne-Hotel, das Royal Cliff Beach Resort, mit fast 35 Jahren noch recht jung ist, besteht Bangkoks Nobelherberge The Oriental bereits 130 Jahre. Das legendäre Hotel zählt zur Mandarin Oriental Group und wird seit Jahrzehnten vom Deutschen Kurt Wachtveitl vorbildlich geleitet. Zum Jubiläum hat die Gruppe 3,6 Milliarden Baht in eine umfassende Renovierung und in einen Umbau investiert. Das Oriental wurde in den letzten Jahrzehnten mit Auszeichnungen überhäuft, ebenso das Royal Cliff Beach Resort als größte Hotelanlage Pattayas. Sie besteht aus vier selbständigen Hotels: Royal Cliff Beach Hotel, Royal Cliff Terrace, Royal Cliff Grand und Royal Wing & Spa.

Trotz Katastrophen
Weltweit hat der Tourismus im Jahr 2005 trotz Hurrikane, Flutwellen und Terrorgefahr ein neues Rekordniveau erreicht. Wie die Welttourismusorganisation der Uno mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Urlauber in aller Welt im Vergleich zu 2004 um 5,5% auf 808 Millionen. Für 2006 wird eine weitere Steigerung um vier bis fünf Prozent erwartet. Die Tsunami-Katastrophe ließ den Tourismus in Thailand allerdings um minus 2,5% auf 11,39 Millionen Ausländer einbrechen. In den letzten Monaten wurden jedoch wieder Zuwächse verzeichnet. Das bestätigt auch der Reisekonzern TUI. Mehr als ein Jahr nach dem Tsunami verzeichnet das Unternehmen ein starkes Plus von Reisen nach Thailand. In der laufenden Wintersaison weise Thailand bei der TUI ein Gästeplus von rund 20% auf, teilte Deutschlands größter Reiseveranstalter in Hannover mit. Thailand hat sich aus TUI-Sicht am schnellsten von den Folgen des Seebebens erholt.

Preiswert zum Seebad
Nach der für Mitte des Jahres vorgesehenen Eröffnung des neuen Internationalen Flughafens Suvarnabhumi soll die Beförderung der Passagiere vom Airport südöstlich Bangkoks nach Pattaya und zurück zum Flugplatz nicht allein Minibussen von Agenturen und Taxis überlassen werden. Geplant ist ein kontinuierlicher öffentlicher Personennahverkehr: Busse sollen Geschäftsleute und Urlauber preiswert zum Suvarnabhumi Airport bzw. ins Touristenzentrum bringen. Bei freier Strecke wird die Fahrt etwa eineinhalb Stunden dauern.

THAI Spritzuschlag
Zum 1. April ändert die Thai Airways International (THAI) die Berechnung des Spritzuschlags. Derzeit müssen Passagiere auf Kurzstrecken zum Ticketpreis generell 25 US-Dollar und auf den Langstrecken 50 US-Dollar zahlen. Künftig passt THAI den Zuschlag dem Aufschlag ihrer Mitbewerber an. So sollen Passagiere für den Flug von Bangkok nach Frankfurt künftig 62 Dollar zahlen.

2 x Ibis in Bangkok
Mit der Eröffnung ihrer ersten beiden Ibis-Hotels bietet die französische Hotelgruppe Accor für Touristen und Geschäftsleuten in Bangkok eine preiswerte Unterkunft an. Das 180-Zimmer-Hotel Ibis Siam (ab 999 Baht) befindet sich im Geschäftsviertel Pratunam und in der Nähe der Skytrain-Station Victory Monument, vom Ibis Huamark mit 269 Zimmern (ab 888 Baht) sind Bangkoks große Einkaufszentren und das Huamark-Stadion schnell erreichbar.

TM-Immigration-Karte
Ausländer, die die in ihrem Reisepass geheftete TM-Immigration-Karte verlieren, sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es empfiehlt sich, das Büro der Immigration aufzusuchen und sich eine neue Einwanderungskarte ausstellen zu lassen. Denn die Beamten können am Computer alle Angaben auf ihre Richtigkeit überprüfen und eine neue TM-Card ausstellen. Fährt der Tourist oder Resident ohne TM-Card zum Flugplatz oder zu einer Grenzstation, muss er mit langer Wartezeit rechnen. Wenn dann auch noch das PC-Netzwerk zusammengebrochen sein sollte, wird er weder sein Flugzeug noch das Nachbarland wie geplant erreichen.

Noch ein Hotel
Auf einem 150 Rai (240.000 qm) grossen Gelände am Jomtien plant TCC Capital Land Co. ein Hotel, luxuriöse Häuser bzw. Villen und Wohnblocks. Das 250-Zimmer-Hotel soll zwei Milliarden Baht kosten. Die Arbeiten sollen Ende des Jahres beginnen. TCC Capital ist ein Joint-Venture zwischen dem thailändischen Milliardär und Konzernchef Charoen Sirivadhanabhaki (u.a. Chang-Bier, Mekhong-Rum und Sangsom-Whisky) und der Capital Land Group aus Singapur.

Was tun bei Paßverlust?
Was ist zu tun, wenn Sie in Thailand Ihren Paß verlieren?
- Ein Paßverlustprotokoll bei der Polizei aufnehmen lassen.
- Mit dem Verlustprotokoll, zwei Paßfotos und möglichst einem Ersatz-Identitätsnachweis (z.B. Personalausweis) ein Ersatz-Reisedokument bei der Botschaft beantragen.
- Mit dem neuen Reisedokument und dem Paßverlustprotokoll der Polizei bei der Immigration den erforderlichen Ausreisestempel einholen. Die Immigration ist in der Regel Montags bis Freitags von 8-12 Uhr und 13-16 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten, insbesondere am Wochenende, wird der Stempel gelegentlich auch vom Büro der Immigration am Flughafen erteilt. Die Botschaft kann hierfür jedoch keine Gewähr übernehmen.
Hinweis: Die Botschaft stellt Ihnen grundsätzlich einen "Reiseausweis als Paßersatz" zur Rückkehr nach Deutschland aus. Falls Sie für Reisen in andere Länder einen neuen Reisepaß benötigen, muß die Botschaft zuvor die Ermächtigung der für Sie zuständigen Paßbehörde in Deutschland einholen, was eine Bearbeitungszeit von 24 h bis zu 14 Tagen mit sich bringt.

Bavaria Biergarten
Die Navy Band unterhält die Fans zünftiger Blasmusik im Bavaria Biergarten an der Beach Road in Pattaya. Das 9-köpfige Ensemble thailändischer Marine Musiker tritt jeden Samstag, Sonntag und Montag ab 18.00 Uhr auf. Geboten wird ein Repertoire zum Schunkeln und Mitsingen vom "Münchner Hofbräuhaus" bis zu "Junge, komm bald wieder". Live Musik gibt es im Bavaria auch am Mittwoch und Freitag abend. Verschiedene Musiker geben deutsche und internationale Lieder zum Besten. Gastmusiker sind herzlich willkommen und werden mit einem Freibier belohnt.
Jeden Sonntag gibt es im Bavaria einen musikalischen Frühschoppen. Die Gäste werden ab 11.00 Uhr mit Live- und Tischmusik in deutscher Sprache unterhalten. Bei der "Bajuwaren-Olympiade" messen sich die Wettstreiter u.a. im Maßkrugstemmen, Baumstammsägen und dem "Gaudimax-Wettbewerb". Küchenchef Jean-Marie bietet Haxen vom Grill an, die zum Münchner Bier ebenso passen wie die Weißwurstterrine oder der ofenfrische Leberkäse.
Seit Beginn der Bundesliga Rückrunde gibt es Samstags auch wieder die Bundesliga-Nacht, zu der sich die Fußball-Fans einfinden. Bevor die Live-Übertragung von zwei Begegnungen um 21.30 Uhr beginnt, können die Gäste auf die Original ZDF-Torwand schießen und an einem Experten-Quiz teilnehmen, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gibt. Dazu gibt es neben der reichhaltigen Speisekarte ein Spanferkel mit Balkan-Büffet zum Sattessen.
Wer auch zu Hause Appetit auf deutsche Spezialitäten hat, kann sich im neu eingerichteten "Bavaria-Markt" zur Genüge eindecken.

Zoneneinteilung
Den tragischen Todesfall einer thailändischen Taucherin, die Anfang Januar vor der Koh Larn von einem Schnellboot erfasst und tödlich verletzt worden war, haben Stadt und Hafenbehörde zum Anlass genommen, vor den Stränden die Zoneneinteilung für Schwimmer, Taucher und Bote neu zu überdenken. Fazit: Die Zonen für Badegäste und Taucher sollen ausgedehnt und weithin sichtbar durch international bekannte Symbole markiert werden: Gelb für Schwimmer und Orange für Taucher.

Touren werden teurer
Fast 2,5 Millionen ausländische Urlauber haben im Vorjahr die Dienste der Association of Thai Travel Agents (ATTA) in Anspruch genommen, ein Rückgang um 8,6%. Die 1.250 Mitglieder der ATTA haben wegen der rapide gestiegenen Spritkosten für Busse und Flugzeuge bei Ausflügen und Touren Preiserhöhungen bis zu 15% angekündigt.

Luxuswohnungen
Raimon Land Plc. wird im Juni am Wong-Amart-Strand mit dem Bau des North-Point-Condos beginnen. Auf einem 12 Rai (19.200 qm) großen Gelände in Strandnähe entstehen 350 Apartments zu einem Quadratmeterpreis ab 75.000 Baht. Die Luxuswohnungen kosten zwischen 3,5 und 7 Mio. Baht. Das Unternehmen stellt derzeit an der Beach Road in Nordpattaya das Condominium North Shore fertig.

Ausgabe
03-2006

Leser-Briefe / Rum-Treiber / Reginas Report / Party-Szene Berlin / Visatrip nach Myanmar / LOSO live in Berlin / Südostasien-News / Reisetipps