Farang Titel 4-2006

Ausgabe 04 - 2006

Rum-Treiber

Gastro-Report

Reisebricht KL - Chiang Rai

Jürgen Drews in Bangkok

Reginas Report

Party-Szene Berlin

Südostasien-News

Reisetipps

Rum-Treiber

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Dass es sowas gibt - und mitten in Berlin!

Das Butterfly hat nach einer kurzen Phase wieder Tritt gefasst und startet sozusagen einen Neuanfang. Zuständig für die laufenden Geschäfte ist nun die verbliebene Belegschaft. Alles Thai-Leute. Als da wären DJ Nong, DJ Süa und die gute Frau Loa aus der Küche. Alle Infos sind zwar nicht ganz amtlich, aber so sieht es nun mal aus. Zwei hübsche Sängerinnen werden bei Erscheinen dieses Blattes wohl schon da sein. Viele andere sollen folgen. Es müsste doch mit dem Belzebub zugehen, wenn wir den Berliner Musik-Laden mit der besten Sound-Anlage nicht wieder hochkriegen.

Dia vom Bangkok in der Sonnenallee hat jetzt, dank ihres neuen Schatzies, eine Expansion in Richtung Mehringdamm vor (Hagelberger Str. 57). Dort wird sie am Freitag vor dem 1. Mai ihr NEW BANGKOK CAFÉ eröffnen. Die Miete ist gut und die Lage nahe der angesagten Bergmannstraße eigentlich auch. Fraglich nur, ob sich ihre Hoffnungen einstellen, dass ihr Stammpublikum aus Neukölln auch mit umzieht. I glaubs net. Noch ist offen, ob Dia alle beide Läden führt oder nur einen. Aber einmal schon ist sie ja mit solch einem Vorhaben gescheitert. Das war der Ausflug in den Tanz-Palast am Mehringdamm. Ist ja seinerzeit richtig schiefgegangen. Übrig davon ist nur noch Micha, der im Tanz-Palast den Türsteher und den Tresen macht. Besser eine Sache richtig machen.

Der Bericht über das neue Thai-Restaurant SAWAD nahe dem berühmten Checkpoint-Charly hatte für Sansawad (Ex-Lahn-Thai und SIAM-Restaurant) mehrere Besuche zur Folge. Gaben sich doch einige Thai die Türklinke in die Hand, die Sawad lange nicht gesehen hatten, darunter Lek (ein ER, war damals im Thai-Restaurant im Estrel Hotel) und Kanokwan (ehemals vom Koh Chang Thai Restaurant auf der Wilmersdorfer). Letztere zog dann mit Sawad weiter zu dem Ching Chong an den Olivaer Platz. Im Schlepptau war Dia vom Bangkok, und dann ging es bis der Hahn krähte. So ist das mit der Presse... Nun kann sich Sawad auch auf fleißige Thai-Hände als Bedienungen verlassen. Als da wären die kleine Fleißige (Ex-Bedienung vom Taleh Thai im Prenzlauer Berg) und immerhin Usa (Ex-Udon in Tegel und Ex-Yasmin im Wedding). Mal sehen, wie sich die Sache da weiter entwickelt... Sawad jedenfalls fährt noch eine andere Schiene. Zusammen mit Trixi vom Kien-du Thai-Restaurant verkauft er braungebratene Bratwürste im Jugendclub KNAACK an der Greifswalder Straße. Nur zwei Mal die Woche und dazu noch nachts. Die braunen Dinger laufen wie toll. Sawad kann sich gar nicht beklagen. Allein schon wegen der vielen hübschen Mädels im Osten. Wie sagt er immer. "Braaatwurscht, so braungebrannt wie Nazi". Das kommt an!

Die Thai Kneipe M.I.N.T. in der Sesenheimer Straße mausert sich weiter. Und das nicht nur, weil Olivetti nebst Korona dort einfliegt. So wird es immer samstags ein thai-deutsches Frei-Buffet geben und allerlei Happy Hour Sachen. Selbst Bundesliga kann man dort anschauen. Die Sesenheimer geht von der Bismarckstraße ab, genau vis a vis der Deutschen Oper. Und am gemütlichen Tresen bedienen nur waschechte Thai-Fräuleins.

Das kleine NONG KHAI in Pankow ist wegen des Thailand-Urlaubs von Ornchen und Volker für einen Monat geschlossen. Es macht aber bestimmt am 15. April wieder auf. Wäre doch schade, wenn es schließt, denn so viele Läden gibt es ja nicht im Berliner Norden.

Djudy vom Sabai hat seit ein paar Wochen das SARODS in der Kreuzberger Friesenstraße von ihren Kinder übernommen. Beim sagenhaften Mittags-Buffet von nur fünf Euro ist es aber geblieben. Und das wird auch angenommen. Santa Claus war da und hat in dem relativ kleinen Thai-Restaurant sage und schreibe 30 essende Gäste gezählt. Nun kann sich Djudys Sohnemann Quan ganz seinem aufwendigen Architektur-Studium widmen. Und dessen herzallerliebste Naen kann nun vielleicht ihre Grafik-Ausbildung am PC wieder aufnehmen. Es war wohl doch zu viel, das mit der Doppelbelastung.

Sascha vom Tongma Thai Laden (ein Asia Shop) auf der belebten Schönhauser Allee wartet immer noch darauf, dass sich ein Reisebüro bei ihm mit einnistet. Wäre es doch eine lohnende Sache. Weit und breit kein Ticket-Office in der Nähe, und überall junges Volk mit reichlich Geld von Papa. Nun hat er lange genug gewartet und beabsichtigt, einen Teil des Ladens abzutrennen und unterzuverpachten. Hätte auch eine eigene Tür in der schönen Glasfront. Kann eigentlich nicht schief gehen. Kundschaft ist ja da.

Das THAI MEX ist eine Geschichte ohne Ende. Gerade war mit Tens Birthday Party eine durfte Veranstaltung im zuletzt ansehnlich gewordenen Laden in der Lüderitzstraße zelebriert worden und nun ist plötzlich zu. Es war also doch der Lärm! Hat er etwa aufgegenen? Aber da kennen wir unseren Suleimann nicht richtig. Er ist nur umgezogen in neue schöne Räume in der Pankstraße. Das ist im Prinzip schräg gegenüber von Möbel Höffner. Ein paar Häuser links vom Taifun, gleich auf der Ecke. So wird die Pankstraße nach der Kantstraße immer mehr zu einem weiteren Thai-Zentrum in Berlin. Als da wären: Viengthai, Thailand Asia Markt, Mae Ploys Kitchen und die anderen beiden kleinen Geschäfte nebenan. Ihr wisst schon. Alles da. Zurück zum MEX: Der große geräumige Laden war vorher schon ein Musik-Café anderer Nationalitäten. Oben in den Wohnungen befinden sich nur Büros. Da wird es hoffentlich keine Polizeibesuche mehr wegen der Lautstärke geben. DJ ist Cee und am Tresen vorerst nur Puna. Weitere Leute kommen noch. Das neue Thai Mex ist schon seit Anfang März geöffnet, feiert aber seine offizielle Eröffnung am 9. April mit einem zünftigen Fest. Bis dahin wird gewerkelt und alles auf Feinschliff gebracht. Wie gesagt, bei laufendem Betrieb. Das kennen wir ja schon. Und der Clou des neuen Thai Mex sind seine Öffnungszeiten: täglich rund um die Uhr. Na dann, mal hingehen und schauen. Ach so, bald vergessen: Nang, die Chefin und Sülows Partnerin, ist sehr guter Hoffnung seit vier Monaten. Na, da freuen wir uns doch auf einen munteren kleinen Osmanen in der Gemeinde. Freut sich auch der Wackere auf seinen türkisch-thailändischen Mix. Dazumal dieser oder diese dann so exotisch und hübsch aussehen kann wie die Tochter von Butterfly-Ali.

Olti war mitnichten untergetaucht. Der liebe große Bär war nur fleißig unterwegs und beliefert mit seinem blauen Transporter viele Geschäfte mit asiatischen Lebensmitteln. Dazu gehören auch alle drei Filialen vom angesagten Good Time Thai Restaurant. Das ist schon die halbe Miete. Besser noch wird es, wenn am Potsdamer Platz das vierte Good Time aufgemacht wird. Ist aber nicht nicht in Sack und Tüten. Fakt ist aber, das Good Time läuft. Das mag daran liegen, dass ein richtiger Gastronom die Fäden in der Hand hält, nur originale Zutaten vom Allerfeinsten verwendet werden, Interieur und Ausstattung einfach stimmig sind und das ausgebildete Team solide Sozialleistungen erhält. Da können nur wenige mithalten. Oder wer hat schon mal gehört, dass es in einem Thai-Restaurant richtiges Urlaubsgeld gibt. Weiter so!

Apropos Olti. Jener Riese spielt ja nun mit bei den THAIGER Fußballern in Waidmannslust. Kurioserweise tritt er dabei in knallrotem Outfit an, incl. der türkischen Symbole. Was immer er uns damit sagen will... Im Schlepptau hat Olti zwei fixe Thai-Jungen, Gan und Gai. Beide Racker machen ganz schön Radau in der Sporthalle. Jüngst hat Olti auch noch Putte mit ins Team geholt. Doch der war überhaupt nicht austrainiert und pustete schon nach den ersten 10 Minuten. Aber Putte will am Ball bleiben. Richtig dufte. Also, lieber Leser, wie wär es mit ein bischen Kicken? Los, hoch den Bär!

Man kann zu Regina (Frau von DJ John) stehen wie man will. Fakt ist, dass sie zu den Aktiven in der Thai-Gemeinde gehört. Nun hat sie ja viel Zeit und kümmert sich um die Vorbereitung ihres nächsten thailändischen Kinderfestes. Diesmal soll es auch für Jugendliche was geben: Disco.

Joe vom gerade umgezogenen Asia Berlinstore (jetzt Karl-Marx-Str./Ecke Silbersteinstraße) hat jetzt herausgefunden, dass er mit der U-Bahn von der Karl-Marx-Straße superleicht in die STARS Disco gelangt. Also von Tür zu Tür. Nun kann man den meist elegant gekleideten Asia-Mann wechselweise im R.C.A. und dann wieder in STARS antreffen. Freundlich wie immer, stets denselben Barhocker verteidigend, sitzt er da, trinkt seelenruhig seine Lieblings-Jever, beobachtet amüsiert das muntere Treiben der Youngster. Ach ja, damals wars.

Winnie ist Ende März wieder nach Pattaya zu Schweine-Dieter abgedüst. Mit dem klaren Auftrag, gute Geschichten für dieses Blatt zu schreiben. Laufen doch die Storys en masse, meist in Latschen, durch das Seebad. Leider oft Geschichten, dass es einem die Zehennägel kräuselt. Aber so ist das eben in der Thai-Szene, stimmts Elmar?

Na dann - einen schönen Urlaub, wünscht Euer Rum-Treiber.


Gastro-Report

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Jetzt konnte ich wieder einigermassen laufen, und ich war wieder unterwegs. Innerhalb von drei Tagen wurde ich von fünf Lesern angesprochen, die mir sagten, dass sie es gut fänden, dass mal einer auch die negativen Seiten der Thai-Restaurants benennt.

Es waren für mich fremde Menschen, die ich nicht kannte. Die Besonderheit dabei, es waren zwei Thaifrauen darunter, die ja sonst ihren Landsleuten gegenüber eher positiv eingestellt sind.

Wir haben etwa 70 Thai-Restaurants in Berlin und Brandenburg (ohne Imbisse), und trotzdem werden jedes Jahr, für Restaurants erstaunlich, viele davon geschlossen oder von anderen Asiaten übernommen.

Ich war im November mit einer Thaifrau im Rhüan Thai in Berlin-Tegel. Das Essen, das wir bekamen, war vorzüglich. Im Dezember war ich mit meiner Exfrau (Farang) auch dort essen. Es war nicht so erfreulich. Anstatt Muh Grob, was normalerweise aus Thai-Spinat mit Schweinebauch besteht, bekam ich ein paniertes, klein geschnittenes Schweineschnitzel. Wie habe ich in diesem Moment das Parichad in der Scharnweberstraße vermisst. Es ist doch wohl kein Problem, dem Gast zu sagen, wir haben gerade keinen Schweinebauch.

Als meine Exfrau darauf aufmerksam machte, dass der Gast in einem Thai-Restaurant auch Thai-Gemüse erwartet, wurde sie von der Bedienung unwirsch mit der Speisenkarte in der Hand darauf hingewiesen, dass davon ja nichts in der Karte stehe. Immer das Problem mit meinem Gäng Phed ped Yang.

Das Rhüan Thai befindet sich in Berlin-Tegel in der Brunowstraße 8 und hieß zuvor UDON.

Die ehemalige Chefin Djem vom Restaurant Ta-Pien Thong in der Ansbacherstraße hat sich aus Berlin abgeseilt und in Eichwalde, in der Nähe von Grünau, etabliert. Ihr neues Thai-Restaurant heißt Nie En Ubon und befindet sich in der Bahnhofstraße 4. Da ich von Thai-Restaurants in Bezug auf die Einrichtung im schönen alten thailändischen Stil verwöhnt war musste ich mich erst einmal an dieses neue Restaurant gewöhnen. Ich war aber zum Speisen gekommen und, da ich die Köchin kannte, wusste ich, dass ich sehr gute Gerichte erwarten konnte. Meine Begleiterin Phanida, mit der ich auch seinerzeit die Pagode aufgesucht hatte, war vom Essen begeistert und ließ sich gleich die S-Bahn Verbindung geben. Sie wollte dieses Thai-Restaurant mit ihrer Familie wieder besuchen. Hoffentlich war der Gang in die Provinz nicht ein Schuss nach hinten.

Nie En Ubon, Bahnhofstr. 4 in 15732 Eichwalde

Meine Besuche in der letzten Zeit:
- Praya Thai: etwas enttäuscht; neue Köchin.
- Bangkok Café: Erstaunlich, wie gut das Buffet für Null Euro ist.
- DAOs Home Style Kitchen: Erstaunlich konstant gut.
- Steakhaus Mendozza am Spandauer Damm: Seit 17 Jahren gut und preiswert. Familie Phanida war begeistert (auch Thais essen gern mal ein Steak).

Liebe Leute, nun ein Geheimtip für den Sonntag, für uns Menschen mit knappem Geld: Frühstück im Wirtshaus Hasenheide, Berlin-Neukölln, Hasenheide 18. Für sagenhafte EURO 2,90 ein Frühstücksbuffet vom Feinsten: Essen, soviel man will und kann. Aber Vorsicht: Der Kaffee ist teuer.

Reise-Bericht

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Nur eine Nacht im Queen Hotel

Eine Reise von Kuala Lumpur nach Chiang Rai

Eine Reportage von Stefan T. Pinternagel

Der neue Hauptbahnhof von Kuala Lumpur, der "K.L. Sentral", erinnert uns mehr an eine Flughafenhalle als an einen Bahnhof im herkömmlichen Sinne. Er ist selbst für westliche Verhältnisse ausgesprochen sauber, es geht ruhig und gesittet zu; überall steht Wachpersonal, das aber keineswegs grimmig dreinblickt, sondern offen und freundlich ist und die Fragen der Reisenden gerne beantwortet. Wir sind erstaunt; hatten wir doch von Kuala Lumpur ganz andere Eindrücke sammeln müssen: Eine laute smoggeplagte Stadt, die sich in nichts von anderen asiatischen Metropolen unterscheidet. Dabei ist Kuala Lumpur mit 1,3 Millionen Einwohnern nicht einmal eine besonders große Stadt für südostasiatische Verhältnisse - man denke nur an das wesentlich sauberere Singapore mit den drei Millionen Einwohnern; oder gar an Bangkok mit seinen (geschätzten) neun Millionen Menschen. Trotzdem wird auch Kuala Lumpur allüberall von Abfällen auf den Straßen, Kakerlaken, Hektik, Bettlern, aufdringlichen fliegenden Händlern und noch aufdringlicheren Anwerbern vor den Restaurants dominiert. Dazu kommen die Tiere am Straßenrand, eingepfercht in so engen Käfigen, dass sie nicht einmal aufstehen können und deren Anblick ein empörend-ohnmächtiges Gefühl selbst in den unsensibelsten Mitteleuropäerherzen auszulösen vermag. Mittendrin in einem von Menschen überschwemmten Nachtmarkt. Bunt und laut und herzlos.

Aber nicht nur das ist Kuala Lumpur. Auch die beeindruckenden Skycraper, allen voran die Petronas Twin Towers, die silbern funkelnd in den blauen Himmel stechen, gehören zu dem Stadtbild. Der Fernsehturm mit seinen 421 Metern Höhe, auf den man für 15 Malaysische Ringgit (Einheimische für 8 RM) hinauffahren kann und von dessen Aussichtsplattform man einen atemberaubenden Überblick über die Stadt hat. Die LRT, eine Mischung aus U-Bahn und Skytrain, die einmal unter den Füßen der Einwohner, einmal über deren Köpfen hinwegbraust. Hindutempel, der Orchideengarten, der tropische Vogel- und Schmetterlingsgarten, der See Yeoh-Tempel, einer der ältesten daoistischen Heiligtümer - und natürlich Moscheen. Dazwischen die prunkvoll verzierten Kongsi: Clanhäuser der chinesischen Einwanderer. Ja, auch das ist Kuala Lumpur.

All dieser Widersprüche erinnern wir uns, als wir vor dem Zugang zum Bahnsteig stehen und darauf warten, dass uns das Sicherheitspersonal einlässt. Schließlich erhalten wir die Erlaubnis einzutreten. Bestimmt, aber freundlich, wird einer nach dem anderen die Treppen zum Zug hinunter gewiesen. Fast scheint es uns, als würde uns hier, auf dem Bahnhof, die freundlichste Behandlung unseres Kuala Lumpur-Aufenthalts zuteil.

Der Ekspres Rakyat fährt pünktlich ab, was in Südost-Asien unbedingt Erwähnung finden sollte. Im Zug verteilen einige kichernde Studentinnen Fragebögen zum Thema Kundenzufriedenheit bei der Keretapi Tanah Melayu Berhad (KTMB), der malaysischen Eisenbahn. Wir können uns dazu nur positiv äußern, die Abteile und Toiletten sind sauber, die Sitze sind nicht durchgesessen oder defekt, die Zugbegleitung ist ausgesprochen nett und die Fahrkarten günstig. Lediglich den Reiseproviant sollte man sich vorher zusammenstellen, weil das Angebot im Speisewagen eher spärlich ausfällt und anders, als in Vietnam, Thailand oder Kambodscha, keine fliegenden Händler ihre Speisen anbieten.

Die Cameron Highlands

Unsere nächste Haltestelle ist Tapah Road, ein Bahnhof, der sechs Kilometer von der Stadt Tapah entfernt liegt. Von der Stadt sehen wir aber nicht viel, denn vom Bahnhof aus geht es mit dem Bus gleich weiter in die Cameron Highlands, eine kurvenreiche Fahrt über die 60 Kilometer lange Strecke führt hinauf in gemäßigtere Regionen des Landes. Dazwischen dürfen wir über die sattgrünen Teeplantagen staunen, die sich an den Hängen der Berge präsentieren. Von den beiden Orten in den Cameron Highlands, Brinchang und Tanah Rata, ist letztere der größere und dort finden wir im "Camaronian Holiday Inn", einem Guesthouse mit ausgesprochen familiärer Atmosphäre, Unterkunft für 28 RM pro Nacht und Zimmer. Um 22.00 Uhr schließen die Läden des Dorfes, und auch in den Hotels und günstigeren Unterkünften wird um Ruhe gebeten.

Die Cameron Highlands eignen sich vorzüglich, um gemütlich zu wandern und spazieren zu gehen, besonders anstrengend ist keiner der ausgeschilderten Pfade, doch man sollte landschaftlich nicht zu viel erwarten. Abgesehen von den Palmen bietet sich hier ein Panorama, das sich ebenso in den österreicher oder schweizer Alpen finden lässt. Tanah Rata und Brinchang ähneln Luftkurorten; ziemlich kühlen Luftkurorten, denn bei Temperaturen um die 20 Grad frieren wir, nachdem sich unser Kreislauf an die 40 Grad in Kuala Lumpur gewöhnt hatte.

Ein Engländer mit dem Namen William Cameron "entdeckte" 1885 diese Ebene, die 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Wegen des milden Klimas entwickelten sich die Cameron Highlands bald zum Anlaufpunkt für die tropengeschädigten Zuwanderer der Kolonialmacht. Auch heute noch finden sich vorwiegend Briten in den Cameron Highlands ein.

Nach einigen Tagen drängt es uns zurück in wärmere Gefilde und wir erstehen ein Busticket für den nächsten Morgen, 8.30 Uhr. Unser Versuch, auf der Rückfahrt ein wenig zu schlafen, wird von dem Fahrer zunichte gemacht. Er steuert den Bus die steilen Serpentinen hinab, als wären die Reiter der Apokalypse hinter ihm her!

Auf nach Georgetown

Unser nächstes Ziel ist Georgetown auf der Insel Penang (Pulau Pinang). Nach den 6 ½ Stunden Fahrt (inkl. einem anderthalbstündigen Aufenthalt in Ipoh) kommen wir am Busbahnhof beim 65 Stockwerke hohen KOMTAR-Gebäude in Georgetown an. Die Insel ist mit dem Festland über eine fast 14 Kilometer lange Brücke verbunden, was die Anreise natürlich wesentlich vereinfacht. Vom hektischen Busbahnhof aus führt uns ein 20-minütiger Fußmarsch bei (endlich wieder) schweißtreibender Hitze in die Altstadt Georgetowns. Wir steigen im "Genesis Budget Hotel" in der Lebuh Chulia ab, direkt im Zentrum der Altstadt, wo wir 18 RM für ein "Zimmer" mit Deckenventilator bezahlen. Das "Zimmer" ist nicht mehr als ein mit circa drei Meter hohen Sperrholzplatten abgeteilter Raum, bis zur Decke sind es bestimmt vier Meter, das "Zimmer" ist also oben offen. In diesem Raum stehen ein Bett und ein windschiefes Nachtkästchen. Unseren Plan, sich gleich morgen ein anderes, besseres, diebstahlsichereres Zimmer zu suchen, schlagen wir alsbald in den Wind. Das "Genesis Budget Hotel" ist zu jeder Tages- und Nachtzeit besetzt, fremde Personen wird der Zutritt zu den oberen Stockwerken verwehrt und auch die anderen Gäste des Hotels sind zufrieden und fühlen sich sicher.

Nach einer ersten Exkursion in die nähere Umgebung sind wir überwältigt von der Vielzahl der alten Gebäude, die, angestrichen in zarten Aquarelltönen, die Straßen und Gassen säumen. Viele von ihnen sind halb verfallen, die hölzernen Fensterläden hängen schief in den Angeln, im Erdgeschoss der Häuser bieten Händler alle möglichen und unmöglichen Waren feil. Alte Bücher, geheime chinesische Rezepturen, Schmuck, Kleidung, getrocknete Kröten... So ganz anders als in der modernen Neustadt, die den alten kolonialen Stadtkern wie eine graue, gesichtslose Wand einschließt, herrscht hier gemäßigter Verkehr (auf den Straßen sieht man sehr viele Trikshaws - eine Mischung aus Rikscha und Fahrrad). Das Treiben der Menschen ist ruhiger, und wir genießen die Gelassenheit, die alsbald von uns Besitz ergreift. An allen Ecken und Enden farbenprächtige Hindutempel, der vertraute Klang christlicher Kirchenglocken, der Ruf des Muezzins schallt von dem Minarett herab, vor den chinesischen Ahnentempeln stehen oberschenkeldicke Räucherstäbchen und erfüllen die Luft mit ihrem Geruch. Im Vergleich zu Kuala Lumpur ist es hier nicht nur ruhiger, sondern auch viel sauberer - auf den Straßen steht eine schier unendliche Anzahl von Abfalleimern! Eine Einrichtung, die auch in anderen asiatischen Städten Schule machen sollte. In den schmalen Seitengassen finden sich Shaolinschulen und Meditationszentren, Wahrsager und Schuhmacher, Werkstätten und Heiligtümer. Und dazwischen die Garküchen und Foodstalls, die mit ihrem unverschämten Wohlgeruch den Appetit anregen.

So viele verschiedene Kulturen, Rassen und Religionen friedlich neben- und vor allem MITeinander. So bunt wie die Häuser sind, so bunt sind die Menschen hier. Ein Hindu mit Turban und ein Moslem mit Tarbusch auf dem Haupt schlendern gemeinsam unter einem vor der Sonne schützenden Schirm die Straße entlang.

Diese 400.000 Einwohner zählende Stadt ist zweifelsohne etwas besonderes. Um so schwerer fällt uns der Abschied, doch Shiva Sivanesan, ein Hindu, den wir im Hotel näher kennen lernen durften und zu dem wir bald ein freundschaftliches Band knüpften, tröstete uns auf seine Art; mit einer fernöstlichen Weisheit: "Travelling of hundred miles is more than reading of hundred books."

Nach Pulau Langkawi

Und so gehen wir die wenigen 100 Meter zum Hafen und besteigen ein Speedboat, das uns für 35 RM in drei Stunden nach Pulau Langkawi bringen soll. Wie alle anderen Passagiere werden wir unter Deck untergebracht, "Brother Lui Lui Lui" tönt aus den Lautsprechern. Kaum hat das Schiff abgelegt werden die ohrenbetäubende Musik ab- und die Fernsehgeräte angeschaltet. Man beglückt uns nun mit chinesischen Kung-Fu-Filmen in Originalsprache.

In Kuah, der größten Stadt Pulau Langkawis erwarten uns dunkle Wolken und Nieselregen. Nach längerer Suche finden wir im "Asia Hotel" ein relativ günstiges Zimmer für 35 RM. Die meisten Hotels sind belegt oder verlangen horrende Summen für ein Standardzimmer (zwischen 100 und 150 RM). Andere "Hotelzimmer" sind so heruntergekommen, dass ich dort nicht einmal meinen ärgsten Feind einquartiert hätte (nun gut, das ist gelogen).

Im nahen "Langkawi Prawn Village" bestellen wir "Chicken Thai Style", was sich als frittierte, nicht entbeinte Hühnchenstücke mit Reis herausstellt. Die Malaien sind aus historischen Gründen nicht gut auf Thailänder zu sprechen. Malakka, das erste malaiische Königreich war vom damaligen Siam abhängig - und auch später gab es mit dem Nachbarland einige Diskrepanzen. Nicht zuletzt machen die Malayen die Thailänder dafür verantwortlich, dass sie dereinst von der englischen Krone einverleibt wurden. Anders als durch diesen uralten Zwist können wir uns nicht erklären, warum man uns dieses fetttriefende Essen als thailändische Küche unterjubeln will. Zu den überhöhten Preisen möchte ich mich hier gar nicht erst äußern. Dafür durften wir dann zum ersten Mal live und in Farbe mit ansehen, wie die Leute in so einem typischen chinesischen Restaurant fressen - sorry, jeder andere Ausdruck dafür wäre unpassend. Die Bedienungen machen sich nach den Gelagen nicht einmal die Mühe, den Tisch abzuräumen, sondern packen alles (Essensreste, Geschirr, Servietten, Bierdosen, Gläser, etc.) einfach in die völlig verdreckte Tischdecke und tragen es ab.

Pulau Langkawi ist als Steuerparadies konzipiert worden, doch der erwartete Boom blieb bislang aus. Ein mächtiger Seeadler thront an der Anlegestelle und wirft seinen scharfen Blick hinaus aufs Meer. Er steht an einem Teil des ein Kilometer breiten Landstreifens, den man hier für den Bau einer Strandpromenade dem Meer abgerungen hat.

Satun und Hat Yai

Der Abschied von Pulau Langkawi fällt uns nicht sonderlich schwer, erneut besteigen wir ein Speedboat, diesmal gilt es Technomusik und Promotionvideos von Computerspielen zu ertragen. Nach knapp einer Stunde (minus einer Stunde Zeitumstellung) legen wir in Satun, auf der thailändischen Seite der Grenze an, lassen die Aus- und Einreiseprozeduren über uns ergehen und machen uns sogleich auf den Weg zu einem PickUp-Taxi, das uns in die nächste größere Stadt mit Bahnhof bringen soll. Nach zähen Preisverhandlungen sitzen wir dann endlich mit einem Japaner und seiner indischen Freundin und einer fünfköpfigen norwegischen Familie auf der überdachten Ladefläche des Kleintransporters und nähern uns unserem nächsten Ziel: Hat Yai!

Wir bemerken bald, dass es in Hat Yai ähnlich chaotisch zugeht wie in Kuala Lumpur, auch wenn die Stadt nur 130.000 Einwohner hat. Was Hat Yai für westliche Gemüter so unübersichtlich erscheinen lässt, ist das Fehlen jeglicher lateinischer Buchstaben auf Straßenschildern oder an Hotels und Guesthouses, ja im gesamten Stadtbild. Erschwerend kommt hinzu, dass kaum ein Bewohner der englischen Sprache mächtig ist. Schließlich schlagen wir uns doch noch zum "Sorasilp Guesthouse" durch und stellen fest, dass wir in der Zwischenzeit zwei Mal daran vorbeigewiesen wurden. Das "Sorasilp Guesthouse" wird von Chinesen betrieben, das Zimmer kostet 200 Baht und ist sehr laut, weil das einzige Fenster zur Hauptstraße hinausgeht.

Wie überall in Südostasien dienen die Bürgersteige weniger den Bürgern um darauf zu laufen, als vielmehr um lebende Fische in Plastiktüten zu verkaufen, Essenstände und alle möglichen Fahrzeuge darauf zu parken oder sie dort zu reparieren. Man weicht besser auf die Straße aus - aber Vorsicht: Die Autofahrer sehen die Straße als ihr Gebiet an, die Fußgänger sollten doch lieber auf den Bürgersteigen gehen, wo sie hingehören. So bleibt einem nichts anderes übrig, als in einer Art wildem Slalom die Straße entlang zu laufen und stets wachsam zu sein. Für Ausländer ein schwieriges Unterfangen, die Einheimischen hingegen, selbst die ältesten unter ihnen, meistern diese Aufgabe mit Bravour.

Der im Reiseführer angepriesene Nachtessensmarkt in der Montri Road wirkt auf uns eher kläglich. Wir treffen auf sehr wenige Farangs; doch das macht den Reiz der Stadt aus: Hier sind wir die Attraktion und werden mit neugierigen Blicken bedacht. Nur die Verständigung ist, wie bereits erwähnt, ein Problem und da helfen uns die paar Thaiwörter und -sätze auch nicht viel. Trotzdem ist es lustig, die Reaktionen der Einheimischen zu beobachten, wenn wir "Hong nahm yu tiennai?" oder "Check bin" sagen - meist ruft es ein Lächeln auf die Gesichter der Thais hervor.

Das Nachtleben in Hat Yai spielt sich vorwiegend in Hoteldiscotheken und Hotelbars ab, die vorwiegend von Chinesen und Prostituierten frequentiert werden. Langnasen und Farangs sind in dieser Gesellschaft nicht so gerne gesehen.

Schon am nächsten Morgen packen wir unsere sieben Sachen zusammen und kaufen uns am Bahnhof ein Ticket für den Special Express, 2. Klasse (AC und Essen), nach Surat Thani.

Danach Surat Thani

Die Thailänder unterscheiden zwischen einer Vielzahl von Zügen: Es gibt den Express Diesel Railcar, der auch "Sprinter" genannt wird. Schnell, aber dementsprechend auch die teuerste Zugverbindung. Die Sitze können zurückgeklappt werden, Stewards servieren Mahlzeiten und Getränke. Der Special Express Train ("International Express") ist etwas langsamer, dafür aber auch günstiger. Die Sitze sind in der Regel intakt. Dann kommt der Express Train, der zwar zu der Kategorie der Schnellzüge gehört, aber wesentlich öfter Stopp macht als die beiden oben erwähnten Zugarten. Beim Rapid Train handelt es sich um reichlich betagte Züge und die Ordinary Trains sind Bummelzüge, die auf den Nebenlinien verkehren und öfter stehen als fahren. Sie sind mit Holzbänken ausgestattet und werden von der ärmeren Bevölkerung bevorzugt - dementsprechend sind sie meist gut ausgebucht, wenn nicht gar überfüllt. Vor allem an den Wochenenden oder Feiertagen ist es wenig ratsam mit dem Zug zu fahren, da dann ein notorischer Platzmangel herrscht. Verwandtschaftsbesuche und Kontakte zur Familie sind in Thailand sehr wichtig, es werden Onkel, Tanten und Enkel in den entlegendsten Teilen des Landes besucht. Der Diesel Railcar stellt mit seinen ältesten Triebwagen die langsamste Fortbewegung auf Schienen dar - er wird nur noch auf zwei Stecken eingesetzt: Nach Kanchanaburi (River Kwai Brigde) und Arayaprathet an der kambodschanischen Grenze. Eine weitere Abart des Diesel Railcar ist der Special Diesel Railcar, der zwei bis drei Mal täglich zwischen Bangkok und Udon Thani und Surin verkehrt.

Das Rauchen ist auf allen Strecken verboten, doch wird nur in den teureren Zügen wirklich darauf geachtet; bei den billigen Zügen sieht der Schaffner schon mal großzügig darüber hinweg - hier schlägt die buddhistische Lebensweise wieder zu, "Mai pen arai" - "wen interessiert´s?"

Und zur Not kann man sich auch bei offener Türe in den Einstiegsbereich des Wagons auf die Treppe setzen, die vorbeiziehende Landschaft bewundern und dabei eine Zigarette rauchen.

Der Bahnhof ist nicht direkt in Surat Thani, sondern 15 km entfernt in Phunpin. Wir fahren mit dem Bus von Terminal 1 für gerade einmal 15 Baht nach Surat Thani und mieten uns im "Surat Hotel" in der Chon Kasem Road ein. Von den Prostituierten, die im Obergeschoss ihrem Broterwerb nachgehen, bekommen wir kaum etwas mit.

Surat Thani ist für Touristen meist nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu den Inseln Koh Samui, Koh Pha Ngan und Koh Tao oder in Richtung Malaysia. Kaum jemand bleibt länger und nimmt sich Zeit für die Wats, die Nachtmärkte oder die Monkey Training School etwas außerhalb der Stadt, wo Affen dazu abgerichtet werden, Kokosnüsse von den Palmen zu ernten. Okay, zugegeben: mehr gibt es wirklich nicht zu sehen und so fahren wir zurück nach Phunpin um einen Zug nach Chumphon zu nehmen - vergeblich. Es ist Sonntag! Die Pendler fahren von ihren Wochenendausflügen in ihre Heimatstädte und -dörfer zurück. Die Züge nach Bangkok sind restlos ausgebucht.

Wir sollen morgen wiederkommen.

Anstatt wieder nach Surat Thani zu fahren bleiben wir in Phunpin und beziehen im "Queen Hotel" ein Zimmer im Obergeschoss für 250 Baht (Bad/WC, Ventilator). Im Erdgeschoss ist ein grosses Restaurant mit TV-Berieselung, es stehen vier PCs mit Internetanschluss herum und man kann Tickets für Bus, Bahn und Boot erstehen.

Als wir zu später Stunde in das Zimmer gehen stellt sich heraus, dass dies das ärgste Hotel all meiner Südostasien-Reisen ist: Die Betten sind ausgeleiert; man fühlt sich, als läge man in einer Hängematte. Das Zimmer ist laut und schwül und von irgendwoher dringen ganze Kohorten von Mücken in den Raum, ihr Gesurre vermischt sich mit dem Gestank, der plötzlich aus der Toilette kriecht und den wir nur für kurze Zeit mit Hilfe von Moskito-Coils, Deodorant und Insektenschutzmittel übertünchen können. Selbst die Bezüge des Bettes riechen nach Abflusskanal. Dabei hatte das Zimmer bei Tageslicht und geöffneten Fenstern einen so netten und sauberen Eindruck gemacht.

Am nächsten Tag verlassen wir fluchtartig das Zimmer und setzen uns unten ins Restaurant, wo man wenigstens atmen kann. Wir gehen zum nahen Bahnhof und bekommen ein Ticket für 34 Bath pro Person! Gott sei Dank! Noch eine Nacht im "Queen Hotel" hätten wir nicht überstanden.

Zug nach Chumphon

Der Zug nach Chumphon fährt beinahe planmäßig um 13.15 Uhr ab. In einem mehr als mäßigen Abteil mit quietschenden Ventilatoren an der Decke, einem engen Gang und engen Sitzreihen und mit einem Dieseltriebwagen der sich anhört (und auch so ruckelt) wie eine einmotorige Cesna mit verstopfter Benzinleitung, erreichen wir nach 3½ Stunden Fahrt unser Ziel.

In Chumphon finden wir eine billige Bleibe in einer Seitengasse, abseits des Lärms und Trubels der Hauptstraße: das "Chomkae Guesthouse" Es sind kleine Betonhütten mit einem ebenso betonierten "Vorhof", in dem man leicht zwei Kleinwagen parken könnte. Die Hütten sind einfach ausgestattet. Doppelbett, Schränkchen, Plumpsklo, Ventilator. 150 Baht.

Es ist trocken, obgleich die Stadt nah am Meer liegt. Der gelegentlich auftretende Wind erscheint den Travelern wie ein Geschenk. In der schmorenden Mittagshitze haben die meisten Läden und Kneipen von 12 bis 17 Uhr geschlossen.

Chumphon teilt ein ähnliches Schicksal wie Surat Thani: Die Masse der Touristen ist nur auf der Durchreise zu den Inseln im Golf von Thailand. Doch im Unterschied zu Surat Thani hat Chumphon mehr Erlebens- und Sehenswertes zu bieten: Der Nachtessensmarkt zum Beispiel ist wesentlich schöner als der in Hat Yai, und ich esse "Yam Wunsen", eine Art warmer Wurstsalat auf thailändische Art: Wurst und Glasnudeln und Tintenfisch und Knoblauch und Zwiebeln und viel viel Schärfe. Zuerst denke ich noch, es ätzt mir die Lippen weg, aber kurze Zeit später ist wieder alles okay, und es schmeckt ausgezeichnet.

Es werden auch sehr interessante Tagestouren mit Guide (z.B. vom "Sooksamer Guest House") zu den Tropfsteinhöhlen in der Umgebung angeboten. Auf so einer Tour kann man Höhlen mit Buddhastatuen bestaunen und gigantische unterirdische Labyrinthe besuchen, deren Decken mit Fledermäusen übersät sind. In letzterem Falle ist es ratsam, eine Kopfbedeckung aufzusetzen, denn die vielen Tiere lassen ihren Kot wie vereinzelte Regentropfen auf den Boden fallen. Dementsprechend herrscht auch ein ammoniakhaltiger Geruch in den Höhlen vor, an den man sich erst einmal gewöhnen muss.

Weitere Ausflugsziele sind ein Wat mit einem, in einem gläsernen Sarg ausgestellten, mumifizierten Mönch, der Thap Charng Wasserfall und die langen und leeren Strände um Cumphon.

Auch in Chumphon sind die wenigsten Menschen des Englischen mächtig und man tut gut daran ein paar Broken Thai mitzubringen. Schilder und Speisekarten sind in Thai und mit einer spärlichen, oft missverständlichen Übersetzung untertitelt. Es gibt keine Taxen, Tuk Tuks sowieso nicht. Wenn man sich schnell fortbewegen will, kann man sich für ein paar Baht ein Motorradtaxi nehmen. Die Fahrer erkennt man an ihren bunten, meist grellen, ärmellosen Jäckchen.

Eine weitere ungewöhnliche Eigenart Chumphons: Zebrastreifen werden als solche erkannt!

Nach einigen Tagen in diesem, zu unrecht, so unbekannten Ort geht die Fahrt weiter in die Hauptstadt, die 9-Millionen-Stadt Bangkok.

Die Metropole Bangkok

Mit dem Sprinter 40, dem einzigen Zug, der bei Tageslicht zwischen den beiden Städten verkehrt, fahren wir um 13.30 Uhr los.

Ein Hin- und Hergeschaukel dominiert die Zugfahrt. Der Mittelgang zwischen den Sitzreihen ist abgewetzt von den vielen Füßen die darüber gelaufen sind. Trotz der Billigvariante des Zuges verfügt er über eine relativ bequeme Ausstattung. Während der Fahrt kann man sich kaum an dem vielen Grün satt sehen, das links und rechts der Schienen entlang vorbeifliegt. Immer wieder Tümpel, aber auch kahle hellbraune Erde. Der Geruch nach offenem Feuer, Schweinezuchtfarmen, der moderige Geruch stehenden Gewässers dringt zu den Fenstern herein.

Wir sehen alle möglichen Baumarten und, je weiter man sich der Metropole Bangkok nähert auch überall Wellblech, das als Zäune, Dächer oder Hütten dient.

Wir überqueren schließlich den Chao Phraya River und kommen um 20.40 Uhr in der Hauptstadt an. Über Bangkok zu schreiben ist, als würde man Eulen nach Athen tragen. Deshalb halte ich mich kurz: Nach Bangkok zu kommen ist für uns inzwischen fast wie nach Hause kommen. Wir beziehen ganz in der Nähe der Khao San Road, in einer Seitengasse der Phra A-Thit Road Unterkunft im "New Siam Guesthouse". Die Zimmer sind sauber, das Personal freundlich. Rund um die Khao San tummelt sich, wie üblich, das bunte Völkchen der Traveler. Die Bars und Restaurants sind überfüllt und laut, die Taxifahrer lauern wie Hyänen am Ende der Straße auf ihre "Beute". Es gibt CDs und Souvenirs, Presseausweise und T-Shirts, Frühlingsrollen und Zöpfeflechter, Schuhe und Schmuck und und und.

Ein späterer Besuch in Bangkoks Chinatown zeigt uns, wie ruhig und gelassen es trotz allem Trubel in der Khao San zugeht. Hier wird an allen freien Plätzen gekocht, selbst Pick-Ups verwandeln sich in Küchen mit Propangasfeuerstelle und Abspülkübeln. Wir speisen im "Nam Sing" in der Phadung Dao Road, einem "Birds Nest-Sharks Fin Restaurant". Dort gibt es - nicht ganz nach unserem eingeimpften Umweltverantwortungsbewusstsein - gedörrtes Alligatorfleisch, Birds Nest in der Preiskategorie von 12.000 bis 55.000 Baht und getrocknete Haifischflossen von 555 bis 810 Baht. Wir entscheiden uns für ziemlich einfallslose und trotzdem relativ teure Shrimps und Krabbenbällchen zu je 200 Baht. Danach noch ein Abstecher ins Vergnügungsviertel Patpong, wo nicht nur ein Verkaufsstand nach dem anderen ist, sondern auch eine Table-Dance-Bar an Table-Dance-Bar an Table-Dance-Bar an Table-Dance-Bar.

Die Marktschreier sind schlimm, sie zupfen und zerren an uns herum, wollen ihre Ware an den Mann bringen (asiatische Prostituierte, "Goldblumen" genannt, zählen hier ebenfalls als Ware). Alles ist eng und laut und um einiges teurer als in der Khao San Road.

Die Taxen, bei denen alle - welch ein Zufall! - das Taxameter defekt ist, verlangen 200 Baht für die Rückfahrt, und so gehen wir einige Meter weiter und auf die andere Straßenseite und kommen für 60 Baht nach Hause.

Den Wat Phra Keo, den Königspalast, die Schlangenfarm, usw. haben wir alles schon gesehen, und so machen wir, allein schon, weil wir auch einmal mit dem Diesel Railcar gefahren sein wollen, einen kurzen Abstecher nach Kanchanaburi und der Brücke am Kwai.

Die Brücke am Kwai

Mit einem Tuk Tuk lassen wir uns zum Thonburi-Bahnhof bringen, treten dort um 13.45 Uhr für weitere drei Stunden Fahrzeit die Reise Richtung Westen an. Die Fahrt kostet gerade einmal 25 Baht, der Diesel Railcar ist ein Zug 3. Klasse, die Wagons, ebenso wie die Innenausstattung, besteht aus Holz. An jeder Haltestelle kommen unsere vielgeliebten fliegenden Händler in die Wagons und bieten Getränke, Früchte, Würste und Knabbereien feil. Ein betrunkener, trotzdem aber sanftmütiger älterer Thai bietet uns einen Schluck aus seiner Schnapsflasche an. Wir können das Etikett nicht entziffern; die Frage, was für ein Gebräu in der Flasche ist, wird mit einem breiten trunkseeligen Lächeln beantwortet. Wir wollen nicht unhöflich sein und trinken. Es brennt wie Feuer! Die anwesenden Thailänderinnen sehen peinlich berührt zur Seite.

In Kanchanaburi angekommen finden wir eine nette Bungalowsiedlung mit freundlichem Personal. Weil das "C&C" direkt am Fluss liegt, ist es natürlich ein Paradies für Mosquitos. Am nächsten Tag gehen wir zur River Kwai Bridge und finden einen Touristenauflauf vor, wie er in einem Wallfahrtsort wie Lourdes nicht kleiner sein könnte - nur eben mit dem Unterschied, dass das "Heiligtum" in diesem Fall aus dem Zweiten Weltkrieg stammt. Eigentlich wollen wir noch den Soldatenfriedhof ansehen, aber es ist einfach zu heiß, und so legen wir uns lieber an den Fluss und bestellen uns im anliegenden Restaurant ein Beer Chang Yai nach dem anderen, lesen, schreiben Postkarten und ruhen uns aus.

Abends schippern die ersten Disco-Boote über den Kwai und tönen laut über den Fluss hinweg.

Richtung Chiang Mai

Nachdem wir uns schweren Herzens von Kanchanaburi und dem einfachen Leben am Kwai trennen können, nehmen wir den Zug zurück nach Bangkok und bekommen noch einen Platz um 22 Uhr für 471 Baht im Lower Bed im Schlafwagenabteil nach Chiang Mai. Den Großteil der Fahrt können wir nicht schlafen, weil der Zug dermaßen ruckelt, dass an Schlaf nicht zu denken (geschweige denn davon zu träumen) ist. Außerdem ist er sehr laut, sehr unbequem, und die Wagons sind drückend heiß. Das Upper Bed wäre zwar unpraktischer, dafür aber bequemer und leiser gewesen.

Bei Tagesanbruch sehen wir, dass die Fahrt durch den Norden so ganz anders als die durch den Süden, dennoch aber sehr reizvoll ist. Anstatt flachem Land und sattem Grün dominieren hier eher verdorrte Gräser und Baumkleider die Landschaft, wie man sie bei uns in Mitteleuropa im Herbst gewohnt ist. Außerdem gibt es viele Hügel und Berge.

Von Chiang Mai sehen wir leider nicht viel; unser Weg führt uns weiter nach Chiang Rai und über den Mekong, die "natürliche" Grenze nach Laos. Trotzdem nehmen wir uns für die nächste Reise vor, der "Hauptstadt der Millionen Reisfelder", wie Chiang Mai zur Zeit König Mangrai´s hieß, einen ausgiebigen Besuch abzustatten.

Wir verabschieden uns von unserer, immerhin gut und gerne 760 Kilometer langen Reise mit dem Zug durch Malaysia und Thailand, und betreten ein neues Gebiet, das noch keine Gleise gesehen hat. Laos.























Der Autor mit Alien.



Wolfgang Payer

Rum-Treiber / Gastro-Report / Reisebricht KL - Chiang Rai / Jürgen Drews in Bangkok / Reginas Report / Party-Szene Berlin / Südostasien-News / Reisetipps

Der König von Mallorca besuchte Bangkok

Som-Tam, Chicken-Curry und Ente-Cross zählen zu meinen ungeschlagenen Favoriten in der Thai-Küche. Doch wenn ich mich über mehrere Monate in Thailand aufhalte, lasse ich es mir ab und an nicht nehmen, meinen Gaumen mit dem einen oder anderen deutschen Gericht zu verwöhnen. Ein leckerer Wurstsalat oder eine schöne Kartoffelsuppe sind dann und wann ein Hochgenuss. Mein Abstecher am 11.03.2006 ins OLD GERMAN BEERHOUSE in der Sukhumvit Soi 11 in Bangkok sollte dieses Mal anders als sonst verlaufen.

Kaum hatte ich mich mit meinem Freund Roland platziert, stellten wir fest, dass wir einen bekannten Tischnachbarn hatten. Der allseits bekannte deutsche Schlagersänger Jürgen Drews ("Ein Bett im Kornfeld") hatte es für diesen Abend auch vorgezogen, zusammen mit Frau Ramona, das deutsche Lokal - aufgrund einer Einladung des Geschäftsführers Frank Boer - zu seinem Lieblingsplatz zu erklären. Und wie man es von einem Vollblutsänger auch nicht anders erwartet, blieb es bei ihm natürlich nicht nur bei Essen und Trinken. Voll guter Laune (wohl aufgrund der zahlreich konsumierten vitaminreichen Fruchsäfte) ließ er sich nicht lange bitten, einige seiner größten Hits zum Besten zu geben. Innerhalb von Minuten schaffte er es, eine Riesenstimmung unten den meist deutschen Gästen zu erzeugen.

Anschließend gab es "Onkel Jürgen" hautnah zum Anfassen. So kam er auch an unseren Tisch (der sich zwischenzeitlich mit weiteren Freunden und J.D.-Fans gefüllt hatte), und es fand eine zwanglose und angeregte Unterhaltung mit vielen privaten Foto-Shootings statt. Bei dem Gespräch kam haraus, dass Jürgen Drews die thailändische Insel Samui als Drehort für sein neues Video gewählt hatte. Vor dem Rückflug nach Deutschland legte er dann noch einen Stop-Over in Bangkok ein. Gegen Mitternacht verabschiedete er sich dann von seiner deutsch/thailändischen Fan-Gemeinde. Copyright 2006, Wolfgang Payer










Jürgen Drews links, Wolfgang Payer rechts.



Gutes & nicht soooo Gutes

Das ist mein erster Report aus Berlin nach unserem Urlaub in Thailand.

Die ersten paar Tage fingen ja schon gut an. Hier Probleme, und da Probleme, aber egal. Dann bekommen wir auch schon die ersten Anrufe: Wo seid ihr jetzt, oder wie z.B. Was ist mit dem Nong-Khai? Ich habe keine Ahnung. Dann war schon gleich am 22. Februar der erste Geburtstag, zu dem wir eingeladen wurden. Ja, es war der Geburtstag von Mathias vom FARANG im Restaurant Viengthai in der Pankstraße. Wie immer waren nur die engsten Freunde eingeladen. Aber, es war eine schöne Party. Danke, Mathias, dass wir dabei sein durften.

An diesem Tag bekam ich meine neuen FARANG Zeitungen. Dazu möchte ich gleich als Erstes eine kleine Kritik an die männlichen Thailand Urlauber richten. Und zwar gibt es auch ein paar nette Thai Frauen, die mich schon lange einmal darum gebeten haben, dazu mal etwas zu schreiben. Und das tue ich hiermit auch.

Immer wieder liest man über Eure schlechten Erlebnisse in Pattaya. Aber habt Ihr schon mal daran gedacht, wie manche Thais, die in Deutschland leben, darüber denken? Ich selber finde das auch nicht gut, wie Ihr über Eure Sex-Erlebnisse, die Ihr dort habt, berichtet. Mir sagt es, dass Ihr denkt, dass alle Frauen schlecht sind. Außerdem, den Spaß könnt Ihr doch auch in Deutschland haben und spart noch das Geld für ein teures Ticket. Denkt mal darüber nach!

Dann hatte wir vor ein paar Tagen auch ein nicht so gutes Erlebnis. Früh morgens, so um 5.45 Uhr, wir schlafen noch, klingelt das Telefon. War nur ein Problem mit dem Computer, und wann mal Zeit ist, sich den Fehler anzusehen. Dieser Anrufer ist übrigens ein Kunde von uns. Alles schön und gut.

Vier Stunden später klingelt wieder das Telefon, eine eifersüchtige Thai Frau, aber weiter keine Antwort, sie legt auf. Danach kam noch das Handy zur Kontrolle ran. Wie ich nun einmal bin, rufe ich die Nummer gleich zurück. Ihr Mann sei ein Thai und in einem Musik-Laden. Ich wollte wissen wie er heißt, aber keine Antwort darauf. Jedenfalls sagte sie mir, es wäre das Handy von ihrem Mann und sie müsse Kontrolle machen wen er alles anruft.

Ich will damit sagen, ihre Beschuldigung mir gegenüber war zu unrecht, sowie auch ihre Beleidigung, dass ich mit ihrem Mann rummachen würde. Denn mein Motto heißt: Ein Mann ein Problem, viele Männer viele Probleme. Und das tue ich mir nicht an.

Nun habe ich genug geschimpft und ändere das Thema. Und zwar: Unsere geplante Geburtstags Party am 16. April findet nicht statt. John hatte ja bereits am 11. März, und da waren schon ein paar Freunde gekommen - und: Ich möchte keine Geburtstags Party.

Im Moment arbeite ich schon wieder an einer neuen großen Party für die Kinder und für Jugendliche unter 18 Jahren. Unser Plan ist wieder von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr für die Kleinen und von 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr dann für die 14-17 Jährigen eine Jugend-Disko mit Sänger und DJ John sowie mit meiner Wenigkeit. Weil ich gehört habe, dass die Jugendlichen keine Möglichkeiten, sich zu treffen und auch einmal Spass zu haben. Natürlich wird das ganze ohne Alkohol stattfinden. Wir sind jetzt schon für jede Unterstützung dankbar.

Mein nächster Artikel über Thailand berichtet von den Folgen des Tsunamis in Khao Lak.
Regina und John Daengkul, Tel. 0179-407 64 30 oder 0174-359 97 49


Unser Urlaub, Teil 2: Naiyang-Beach, Phuket

Am 6. Februar 2006 flogen wir für drei Tage nach Phuket. Am Flughafen Phuket wurden wir von Jom mit dem Auto abgeholt. Zuvor hatten wir telefonisch von Bangkok aus mit ihm Kontakt aufgenommen, um unser Kommen anzumelden. Unsere Absicht war ja, dort Kontakt aufzunehmen, um die Tsunami-Waisenkinder zu unterstützen. Aber zu unserem Bedauern lehnte der uns von Berlin aus avisierte Gerhard aus Phuket dieses Anliegen ab. Mir wurde geantwortet, er habe schon von Deutschland eine Künstler-Gruppe, die ihm mehr Geld spenden würde. Und: Unsere Aktionen würden zu klein sein. Egal, ich nahm es eben hin wie es ist. Trotzdem waren wir darüber etwas verärgert.

Nun waren wir angekommen und fuhren zur Naiyang-Beach. Zuerst meldeten wir uns im PEN SIRI HOUSE - NEAR PEARL VILLAGE HOTEL an. Das ist ein sehr schönes Hotel. Wir bezahlten 1.000 Baht pro Nacht, aber das war es auch wert. Es war bis ins Zimmer alles gefliest. Zudem hatten wir auch einen schönen Balkon. Dann ging es ab an den zauberhaften weißen Strand.

Auch Naiyang wurde vom Tsunami nicht verschont. Eine Frau wurde von einer riesigen Welle erfaßt, wie mir erzählt wurde, es war die Schneiderin. Ansonsten sind auch dort alle Bungalows zerstört worden, auch die Restaurants und die Bars. Selbst die Sunset-Bar blieb nicht verschont. Inzwischen wurde dort so einiges wieder neu aufgebaut. Vieles mit Unterstützung von Schweden und Schweizern, die dort die Mehrzahl der Urlauber ausmachen. Neben der Sunset Bar wurden eine Schneiderei sowie ein Batik-Geschäft neu eingerichtet, in dem T-Shirts von Hand bemahlt werden. Diese Arbeit ist sehr zeitaufwändig, aber die Textilien sehen sehr schön aus. Die Thai-Frau, die die T-Shirts bemalt, bekommt von keinem Amt eine Unterstützung für ihr Geschäft. Auch die anderen Geschäfte und Bars sind wieder zum Teil für die Urlauber wieder hergerichtet.

Die in Naiyang lebenden Thais haben aber nicht vergessen, was dort passiert ist. Leider bleiben immer noch viele Urlauber aus. Die Thai haben deshalb keinen Umsatz. Sie sagten mir, sie wollen keine Spenden, sie wollen lieber viele Urlauber, wie vor dem Tsunami.

Ich hatte mir am Strand auch eine Massage verabreichen lassen, mai peng 300 Baht für eine Stunde. John ging in der Zwischenzeit zu Jom in die Sunset Bar, später holte er mich ab. Am Abend gingen wir ins Restaurant SEA-FOOD zum Essen. Das Restaurant ist auch gleich am Strand.

Die Thais haben in ihren Geschäften Fotos von vor und nach dem Tsunami aufgehängt. Es steht auch ein Boot für Tauchsportler sowie für Ausflüge zur James Bond Insel bereit. Ein Tag zur James Bond Insel kostet nur 1.800 Baht.

Oder zum Beispiel nach Similan Island, Phi Phi Khai Island, Island Safari (Phuket/Koh Samui/Krabi/Pang-Nga). Wenn wir genug Zeit gehabt hätten, hätte ich bestimmt auch solch einen Ausflug mit John gemacht. Dass wir dort gewesen sind haben wir auch Ronald von der Djantschai Thai Massage in Berlin zu verdanken. Naiyang ist ein sehr schöner und ruhiger Ort. So richtig dafür geeignet, dass sich die Nerven erholen. Ein Tip für all jene, die noch nicht wissen, wo sie ihren nächsten Thailand Urlaub machen. Naiyang ist auch gut für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Auch Patong ist nicht soweit entfernt davon.

In meinem nächsten Artikel werde ich über Khao-Lak, schreiben. Regina und John Daengkul












Werner und Sarod heiraten

Nun haben die beiden wahrgemacht, was sie schon lange vorhatten: Werner und Sarod haben sich am Freitag, den 10. März, ganz amtlich das Ja-Wort gegeben. Dazu ging es 14.00 Uhr zur Trauung ins Standesamt Berlin-Schöneberg. Das ist genau da, wo einst John F. Kennedy seine berühmten Worte ausrief. Nach der Zeremonie dann, 18.00 Uhr, wurde in DAOs Home Style Kitchen in der Kantstraße für geladene Gäste ein Hochzeits-Essen gegeben. Erst sollte es ja nur ein dezentes Fest werden, so mit 30 Gästen, dann aber kamen 70, und es wurde richtig voll. Ausnahmsweise mal eine geschlossene Gesellschaft im DAOs. Für jeden gab es ein Hochzeits-Menue vom Feinsten: Erst edle thailändische Vorspeisen, dann Laab Gai und Grapoh Ba, auch Gaeng Phed Ped Yang, danach Pla Nil Nueg Manao. Immer schön der Reihe nach. Am Ende dann Fried Ice. Ganz schön opulent! Es war übrigens bereits die 10. Hochzeit Mann und Mann in Schöneberg in diesem Jahr (laut Papier: Eintragung als Lebensgemeinschaft). Na dann, Männers, viel Glück, Euch beiden! M.H.



Nachtrag: Fasching bei Ching

Hallo Mathias!
Unsere Faschings-Feier war schon am 25. Februar, bei uns, also im "City Point - Bei Ching". Du weißt ja, dass wir jedes Jahr Fasching feiern. Wir hatten auch diesmal ein reichhaltiges Buffet vorbereitet. Ich war als Nonne verkleidet und meine Frau Sabine als Spinnenhexe. Der Herr mit der gruseligen Maske möchte gerne unerkannt bleiben. Unsere Gäste waren u.a. Peter Puck (braungebrannt wie ein Hottentott), dann Frank und Lek, Jörg (Blondi), ein Kumpel von mir vom Ku-Damm Karree mit seiner Frau, Winni und Iris, der alte Herbert vom Preussenpark. Die linke Frau auf dem kleinen Foto heißt Veronika und die rechte heißt Dao. Natürlich waren auch noch viele andere Kunden da. Zwischen 22.00 und 5.00 Uhr früh war der Laden krachendvoll. Schade nur, dass so wenige sich getraut haben, sich zu verkleiden. Ich hoffe, dass Du mit dem, was ich aufgeschrieben habe, etwas anfangen kannst. Sei herzlich gegrüßt von Ching

DJ John in STARS Disco gut aufgehoben

Gut eingeführt hat sich DJ John in der Berliner STARS Asia Disco. Mit bekannten Hits quer durch die thailändische und auch englische Musikszene sorgt er für beste Karaoke-Stimmung und eine volle Tanzfläche. Dabei löst er sich ab mit DJ Geng und DJ Noi. Ein passender Mix, der bei den überwiegend jungen Asiaten ankommt. Und so lassen Männlein und Weiblein die Beine schwingen und die Hüften kreisen und mehr oder weniger herzergreifende Lieder ins Mikrofon schmettern. Selbst aus London stammende Boys hatten im März nach einem Konzertbesuch schnell Anschluss gefunden und feierten kräftig mit.

Hausherr Toan hat offensichtlich das richtige Rezept gefunden, seine Gäste mit stets neuen Programmen und monatlich wechselnden Happy-Hour-Überraschungen in die Disco zu holen. Seine bis ins Detail genauen Planungen brachten am Ende den Erfolg.

Und Prim ist die gute Seele des Hauses am U-Bhf Kleistpark. Sie sorgt sich vor allem um die Buffets und um das flotte Tresen-Team, bestehend u.a. aus Sabina, Nathaly und Nunn. Erstere ist für zwei Monate im Thailand-Urlaub und wird sicher mit einigen neuen Tanzkostümen und Choreografien zurückkehren. Ein Tip vom Autor: Prim macht den wohl besten Fischsalat in der Stadt, ganz knusprig und feingehackt und mit Zitrone und Mango abgeschmeckt. Ist einfach köstlich. M.H.

P.S.: DJ John ist übrigens von Dienstag bis Samstag am Keyboard in STARS anzutreffen. Und: Toan sucht immer noch hübsche Thai-Bedienungen. Einfach mal vorbeischauen und sich vorstellen!
STARS Asia Disco, Großgörschenstr. 39 a, 10783 Berlin, Di. bis So. ab 21 Uhr, Mo. ist Ruhetag






R.C.A.: 2 x Birthday-Party und Toi goes Holiday

Eine zweifache Geburtstagsparty war am 4. März im Neuköllner R.C.A. angesagt. Henry kam nach der Familienfeier noch mit Freundin Joy vorbei, um den Abend (bzw. die Nacht) entsprechend ausklingen zu lassen. Die beiden Turteltauben sind schon lange zusammen (wann wird denn endlich geheiratet? Komme gerne hin). Das Pärchen wohnt in Potsdam, kommt hin und wieder hierher, weil sie das Thai Musik Café einfach toll finden. Mit seinen 34 Lenzen betreibt Henry seit kurzer Zeit eine Autowerkstatt mit Fahrzeughandel. Na dann, viel Erfolg!

Das zweite Geburtstagkind an diesem Abend hieß Cherry. Die Thailänderin kommt aus Nürnberg und besucht zur Zeit eine Freundin in Berlin. Die junge Dame kam 1993 mit ihren Eltern aus Bangkok nach Deutschland. Sie besuchte fleißig die Schule und fing nach Abschluss der mittleren Reife eine Ausbildung zur Friseurin an, die mit Erfolg abgeschlossen wurde. Für den Besuch ihrer Familie in Bangkok bleibt aus beruflichen Gründen nur wenig Zeit, was sie sehr bedauert. Die R.C.A.-Crew brachte den beiden Geburtstagskindern gegen Mitternacht mit voller Besetzung ein Happy-Birthday-Ständchen auf der Bühne. Danach ließ es sich auch Wan nicht nehmen, seinen musikalischen Beitrag beizusteuern.

Ist nun etwa Schluss mit der Party? Weit gefehlt, denn am Sonntag ging es weiter. Toi gab seine Urlaubsrunde in Form von einem Buffet, bestehend aus gebratenen Rippchen, mehreren Gerichten und gepresstem Krabbenfleisch. Fein geschnittene Apfelscheiben neutralisierten die leicht scharfe Soße. War reichlich und lecker. Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön! Nach einem Auftritt bekam Toi dann eine ganz besondere Blumenkette umgehängt: Eine mit reichlich Urlaubsgeld.

Für sechs Wochen muss die Mannschaft jetzt auf den "Herrn der Comedy-Shows" verzichten. Kurz nach Mitternacht erklang erneut die Geburtstags-Hymne, jetzt aber für Meau. Eigentlich wollte sie gar nicht feiern, hatte aber die Rechnung ohne Freundin Duang gemacht. Schon fast im Land der Träume kam ein Anruf mit der unwidersprechlichen Aufforderung, doch sofort ins R.C.A. zu eilen. Heimlich, still und leise sollte dann angestoßen werden. Aber, liebe Meau, Du weißt doch alleine, dass in Thaikreisen solch eine wichtige Angelegenheit nicht lange top secret bleibt.

Und so riss die Stimmung bis in die frühen Morgenstunden bei Gesang und Tanz auch nicht ab.

Allen "Geburtstagskindern" einen herzlichen Glückwunsch vom FARANG! Euer Helmut aus Steglitz












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60. Jahrestag der Thronbesteigung
Zu den Feierlichkeiten anlässlich des 60. Jahrestages der Thronbesteigung seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej bekommen die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst in Bangkok und in den angrenzenden Provinzen am 12. und 13. Juni frei. Das hat die Regierung beschlossen und die Unternehmen aufgefordert, auch ihre Beschäftigten in den Sonderurlaub zu schicken. Der Grund: Wenn weniger Pendler unterwegs sind, könnten Bangkoks Straßen staufrei sein. Und die Gäste kämen in ihren Limousinen schneller ans Ziel. Ihre Teilnahme an dem Jubiläum haben bereits fest zugesagt das japanische Kaiserpaar, das schwedische Königspaar, die Herrscher von Jordanien und Monaco sowie der britische Prinz Andrew. Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten wird die königliche Barken-Prozession sein.

Visa-Antragsstellung
Ab dem 1. März können Visa bei der Deutschen Botschaft in Bangkok nur nach vorheriger Terminvereinbarung beantragt werden. Die Terminvereinbarungen erfolgen unter der Telefonnummer: 1900 222 343. Das Call-Center nimmt dann den Familiennamen, den Vornamen und die Passnummer der Antragsteller auf und vergibt einen Termin für das Interview in der Botschaft. Die Kosten für den Anrufer belaufen sich auf 9 Baht pro Minute. Bitte beachten Sie, dass die Beantragung eines Visa ohne Termin nicht mehr möglich sein wird.

Krankenversicherung
Weder bei der Immigration am Jomtien noch bei Botschaften in Bangkok ist bekannt, dass die Regierung eine Änderung des Immigration-Gesetzes plant und für Ausländer den Abschluss einer Krankenversicherung zur Pflicht machen will. Vereinzelt haben Politiker das in der Vergangenheit gefordert, zumal Thailänder, die nach Europa oder Amerika reisen wollen, beim Visum-Antrag eine Krankenversicherung vorweisen müssen. Eine Gesetzesänderung, nach der Touristen bei der Einreise eine Reisekrankenversicherung und im Land lebende Ausländer beim Visum-Antrag eine Kranken- oder Krankenhausversicherung vorweisen müssen, wäre sicherlich sinnvoll.
In Pattaya leben Hunderte wenn nicht gar Tausende vor allem ältere Ausländer ohne Versicherungsschutz. Sie setzen auf Selbstmedikation, besorgen sich also Medikamente in der nächsten Apotheke, oder suchen die kleinen, preiswerten Kliniken auf. Wenn eine Kostenübernahme nicht gesichert ist, verweigern private Hospitäler die Aufnahme. So bleiben staatliche Krankenhäuser womöglich auf der Rechnung sitzen, oder die Botschaft des Heimatlandes kommt für eine lebensrettende Behandlung auf. Auf den Punkt gebracht: Der Steuerzahler zahlt für Landsleute, die sich nicht rechtzeitig und ausreichend abgesichert haben.

Biometrischer Pass
Einen biometrischen Reisepass wird die deutsche Botschaft in Bangkok wohl erst im kommenden Jahr ausstellen. In Deutschland hingegen werden die so genannten e-Pässe mit einem digitalen Foto bereits seit Herbst letzten Jahres ausgegeben. Von dieser Regelung ausgenommen sind die Auslandsvertretungen, also die Botschaften. Der bordeauxfarbene, maschinenlesbare deutsche Reisepass wird auch künftig akzeptiert. Ein e-Reisepass mit einem integrierten Computerchip ist in der Lage, biografische Informationen von der Personaldatenseite, ein Digitalfoto und sonstige biografische Informationen zu speichern. Der Chip im e-Pass enthält zunächst die üblichen Passdaten und das Lichtbild. Ab März 2007 werden zusätzlich zwei Fingerabdrücke digital gespeichert.

Nochmal zum Overstay
Overstay wird ein gutes Stück teurer. Die Einwanderungsbehörde wird den Tagessatz bei Ablauf des Visums zum 15. März von derzeit 200 auf 500 Baht erhöhen. Es bleibt aber beim Höchstbetrag von 20.000 Baht. Touristen und Residenten, die ihr Visum überziehen, müssen also bei der Ausreise auf dem Flugplatz künftig pro Tag 500 Baht zahlen. Wer allerdings mit einem abgelaufenen Visum in eine Polizeikontrolle gerät, wird festgenommen und nach Bangkok in Abschiebehaft gebracht. Kann der Ausländer die Overstay-Gebühr nicht begleichen, sitzt er die Geldstrafe ab. Und wer dann den Flugschein in seine Heimat nicht bezahlen kann, muss es wochenlang oder gar Monate in der Zelle aushalten. Solange, bis ein Familienmitglied oder Freund den erforderlichen Betrag überweist, oder bis sich die Botschaft des Inhaftierten annimmt. Dazu ist sie aber nicht verpflichtet.
Pattaya-Touristen, deren Visum kurz vor ihrem gebuchten Rückflug abläuft, sollten vorher das Immigration-Büro am Jomtien aufsuchen und die Beamten um eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung oder um eine Overstay-Zahlung bitten. Wenn ein gültiger Flugschein vorgewiesen wird, kommen die Immigration-Mitarbeiter diesem Wunsch in der Regel nach.

Zinsen angehoben
Nachdem die Staatsbank den Leitzins erneut um 25 Basispunkte auf jetzt 4,5% erhöht hat, haben auch die Geschäftsbanken ihre Zinssätze für Einlagen und Kredite angehoben. Die meisten Geldinstitute geben bei Festgeld mit einer Laufzeit von drei Monaten je nach Höhe der Einlage zwischen 3 und 3,75%, bei sechs Monaten sind es 3,25 bis 4% und bei einem Jahr 3,75 bis 4,25%. Der Zinssatz auf Sparbüchern ist bei fast allen Banken seit Jahren mit 0,75% eingefroren. Nur die Thanachart Bank (eine ihrer Filialen ist in Naklua) gewährt ihren Kunden mit 2,75% einen außergewöhnlich hohen Zins.

Jetzt Chang Light
Die Thai Beverage bietet mit Chang Light ein neues Bier an. Gegenüber dem Marktführer Chang hat es - nomen est omen - einen geringeren Alkoholgehalt. In den kommenden Monaten will das Unternehmen zwei weitere neue Biere brauen, ein Export und ein Premium, und damit seinen Marktanteil von derzeit 60% aufstocken. In Thailand werden im Jahr Biere im Wert von 80 Milliarden Baht verkauft.

Folgen der Demos
Sollten die massiven Proteste gegen Ministerpräsident Thaksin Shinawatra über das zweite Quartal hinaus anhalten und Thailands politische Zukunft weiter ungewiss bleiben, erwartet das National Economic and Social Development Board (NESDB) negative Auswirkungen auf den Tourismus sowie die Investitionen aus dem In- und Ausland. Laut dem NESDB wird die Wirtschaft Thailands aufgrund der politischen Tumulte einen schwächer als ursprünglich vorgesehenen Wachstumspfad beschreiten. Das NESDB geht jetzt von einem Wirtschaftswachstum um 4,5 bis 5,5% aus gegenüber der ursprünglichen Prognose von 4,7 bis 5,7%.

Fische schnell tot
Mit viel Getöse wurde vor Wochen das neue und riesige Paragon Einkaufszentrum in Bangkok eröffnet. Im selben Gebäude wurde auch das für Besucher begehbares Aquarium Siam Ocean World realisiert, wo die Fische also über den Menschen schwimmen, die ihnen sozusagen unter die Flossen sehen können. Immer wieder gab es Klagen über viele tote Fische. Doch das Management wiegelte ab. Nach Anfangsschwierigkeiten habe man das Reinigungssystem im Griff. Jetzt würden nicht mehr 10% der Fische in kürzester Zeit den Geist aufgeben, sondern so lange leben, wie in der freien Natur üblich.

Kapital vom Ausland
Ausländische Investoren haben im vergangenen Jahr 6,6 Milliarden US Dollar in Thailand investiert, das sind rund 258 Milliarden Baht. Der hohe Kapitaleinfluss ging vor allem an die Börse gegangen oder direkt in die Wirtschaft.

TV-Talk in Pattaya
Das deutschsprachige Pattaya Aktuell Fernsehen hat eine neue Talkshow mit dem Titel "Klartext" ins Programm genommen. Die Sendung wird jeden Sonntag ab 12.00 Uhr im Bavaria Biergarten aufgezeichnet. Eine Expertenrunde diskutiert für Touristen und Residenten interessante Themen, und das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren und Fragen an die Teilnehmer zu stellen.
Die erste Folge wurde am 19.03. aufgezeichnet. Thema war: "Übersiedeln nach Thailand - vom Touristen zum Residenten". In der Runde wurde über Aspekte diskutiert, die es zu beachten gilt, wenn man in Thailand leben möchte, wie:
- Erfahrungen mit der neuen Heimat
- Wohnung: Miete oder Eigentum?
- Gesundheitsversorgung und Versicherungsfragen, - Leben mit den Thai - persönliche Erfahrungen
- Die deutschsprachige Gemeinde: Clubs, Vereine, Veranstaltungen.
Die Aufzeichnung wird immer donnerstags und freitags mehrfach auf Sophon Cable ausgestrahlt.

Die reichsten Thais
Der Konzern Thai Beverage (neben Chang heißen die Verkaufsschlager Mekhong-Rum und Saengsom-Whisky) ist im Besitz von Charoen Sirivadhanabhakdi. Ihn hat das amerikanische Magazin Forbes in seiner Liste der reichsten Frauen und Männer in Thailand erneut auf Rang eins gesetzt. Dem Whisky-Tycoon schreibt die Fachzeitschrift ein Vermögen von 3,2 Milliarden US-Dollar zu. Auf den Plätzen folgen Chaleo Yoovidhya (Red Bull/2,5 Milliarden Dollar) und Dhanin Cheravanont (Charoen Pokphand-Agrarwirtschafttsgruppe/2,4 Milliarden). Obwohl die Familie von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra nach dem Verkauf ihres Shin-Unternehmens um rund 1,9 Milliarden Dollar reicher geworden ist, taucht Khun Thaksin seit 2002 in der Forbes-Liste nicht mehr auf. Der Premier hatte seinen Aktienbesitz auf mehrere Familienmitglieder verteilt, und Forbes nennt nur einzelne Personen.

Suvarnabhumi später
Bangkoks Internationaler Suvarnabhumi Airport wird nicht, wie von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra angekündigt, im Juni in Betrieb gehen. Auf der jüngsten Sitzung des Regierungsausschusses, der die Fertigstellung des neuen Flugplatzes südöstlich der Hauptstadt überwacht, hatte der Premierminister an die Experten die Frage gestellt, wer davon überzeugt sei, dass der Termin eingehalten werden könne. Khun Thaksin bekam keine Antwort... Erst nach Abschluss aller Arbeiten beginnt die von der Civil Aviation Organisation vorgeschriebene 180-tägige Testphase. Bis Juni sind es nur noch zwei Monate.

Mehr nach Thailand
Eine Zahl lässt hoffen, dass der Tourismus in diesem Jahr boomt und die Prognosen der staatlichen Tourismusbehörde (TAT) sich bewahrheiten werden. Im Januar kamen mit 1,138 Mio. Urlaubern 34% mehr nach Thailand als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Nach dem verheerenden Tsunami Ende Dezember 2004 mieden Ausländer Thailand, besonders aber den von der Flutwelle betroffenen Süden des Landes.

Motorrad-Klau
Banden haben sich auf den Diebstahl von Motorrädern spezialisiert. Nach Mitteilung der Polizei werden jeden Monat mehr als 100 Motorräder als gestohlen gemeldet. Die Uniformierten appellieren an die Besitzer, ihre Fahrzeuge beim Parken oder des Nachts vor ihrem Haus ausreichend zu sichern. Wer nur seinen Zündschlüssel abzieht, darf sich nicht wundern, wenn er Stunden später vergeblich nach seiner Maschine Ausschau hält.

Polizei vernetzt
Ein neues Computersystem soll der Königlichen Polizei die Fahndung nach kriminellen Ausländern erleichtern. Landesweit werden die Polizeistationen vernetzt, so dass die Beamten bei Eingabe eines Namens gleich feststellen können, ob der Ausländer womöglich in Thailand, in seinem Heimatland oder mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wird. Das so genannte Computer-System CMIS wird es der lokalen Polizei erleichtern, Straftäter schnell ausfindig zu machen, vor Gericht zu stellen oder abzuschieben.

Gründerfieber
Der Unternehmergeist wächst rasant. In Thailand beschäftigt sich jeder fünfte Erwachsene (20,7%) im Alter zwischen 18 und 64 Jahren mit dem eigenen Unternehmen. Erstaunlich am Gründerfieber in Thailand und vergleichbaren Ländern ist die Risikofreude der Jungunternehmer. Eine vom US-College Babson und der London Business School erstellte Studie zeigt, dass ungewöhnlich viele innovative Geschäftsideen mit hohem Wachstumspotenzial verfolgt werden. In europäischen Ländern fällt der Startschuss hingegen meist erst dann, wenn zuvor die Marktchancen ausgiebig diskutiert worden sind. Deutschland liegt übrigens im Ranking mit einem Gründeranteil von fünf Prozent ziemlich weit hinten.

64.185.502 Thailänder
In der vom Thailändischen Fremdenverkehrsamt (TAT) anlässlich der ITB präsentierten Broschüre "Thailand Urlaub" für das Jahr 2006 wird die Zahl der Einwohner Thailands mit 64.185.502 angegeben.

Kothnys positive Bilanz
Eine positive Bilanz zog Erik Kothny, Vorsitzender der Tsunami-Hilfsorganisation "Willi hilft" bei einer Mitgliederversammlung im Monat März. Insgesamt habe man im vergangenen Geschäftsjahr knapp 490.000 Euro an Spenden eingenommen und knapp 430.000 davon in das Hilfsprojekt gesteckt.
Dank der großzügigen Unterstützung von HELFT UNS LEBEN konnte schon eine Woche nach dem Tsunami mit dem Aufbau des Dorfes Ban Bangsak begonnen werden. Einen Monat später war das erste Haus bezugsfertig; am 9. April wurde der gesamte Dorfabschnitt an die Einheimischen übergeben: Dazu kamen fließendes Wasser (gab es vorher nicht) und eine Kanalisation zur Ableitung der sintflutartigen Regenfälle in der Monsunzeit.
Nach dem 9. April baute der Säbelfechter Willi Kothny, der Organisator vor Ort und Namensgeber der Hilfsorganisation, 18 weitere Häuser außerhalb des Dorfes, dazu 10 Boote, eine Firma für Bausteine und ein Resort. Dies soll in Zukunft die Lebensgrundlage der Seezigeuner sichern.
Auf Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden von "Willi hilft" wurde Wiradech (Willi) Kothny zum Ehrenvorsitzenden der Hilfsorganisation gewählt. Kothny hatte für den Aufbau des Dorfes seine Fechtkarriere als damalige Nr. 14 der Weltrangliste und sein Studium unterbrochen. Dafür wurde er von der Thai-Presse zum Sportsman of the Year gewählt.
Inzwischen studiert und trainiert der zweifache Bronzemedaillengewinner von Sydney wieder und hat die Leitung vor Ort an einen Einheimischen übergeben, denn noch ist das Projekt nicht abgeschlossen: Ein Multifuktionscenter soll entstehen, als Begegnungsstätte zwischen Touristen und Einheimischen mit integrierter Nachhilfeschule. Außerdem ist der Bau einer Hydrokultur-Anlage geplant. Dazu sucht der Rotary-Club Pattaya noch nach einem deutschen Partner. Und es fehlen zur Fertigstellung des Gesamtpaketes noch rund 50.000 Euro.
Das Projekt in Bangsak wurde in eine offizielle Broschüre der Deutschen Botschaft Bangkok aufgenommen und gilt dort als Vorzeigeobjekt.

Naturschutzgebiete
Rund 115 Mio. Rai (ein Rai = 1.600 qm) sind von der Regierung unter Schutz gestellt worden: für Nationalparks, als weitere Naturschutzgebiete für die Tier- und Pflanzenwelt oder als Naherholungsgebiete. Aber nur 83,5 Mio. Rai werden von der Forstbehörde verwaltet, der Rest ist in den letzten Jahrzehnten abgeholzt und in Ackerland umgewandelt worden.

Stromverbrauch
Mit Beginn der heißen Jahreszeit steigt der Stromverbrauch. In den Häusern und Wohnungen laufen die Klimaanlagen, die Wirtschaft boomt und braucht mehr Energie. Der staatliche Stromversorger Egat rechnet in diesem Jahr in der Spitze mit einem Verbrauch von rund 21.536 Megawatt. Vor sechs Jahren waren es erst 14.918 MW, und zwar am 5. April 2000.

Bücher vom König
Zwei in Thailand am meisten verkaufte Bücher stammen aus der Feder des Königs. "Phra Mahachanok" erreichte seit 1996 eine Auflage von über 3,7 Millionen, und die Geschichte über des Königs Hund "Thongdaeng" verkaufte sich seit 2002 über 700.000 Mal. Erst an dritter Stelle folgt der ausländische Titel: "Harry Potter an the Philosophers Stone" (Harry Potter und der Stein des Waisen) ist das erste Harry-Buch und hat eine Auflage von 450.000.

Frauen aus Asien
Nach einem Bericht der Berliner Tageszeitung "taz" werden noch immer Frauen aus Asien und Osteuropa unter falschen Arbeitsversprechungen illegal nach Berlin gelockt und dann zur Prostitution gezwungen. Meist nimmt der Schleuser den Frauen die Pässe weg und stellt ihnen hohe Kosten für Transport und Unterkunft in Rechnung. Erfahrungswerte gehen von 15.000 Euro für Frauen aus Thailand und 3.500 bis 4.000 für Osteuropäerinnen aus. Sind sie in Deutschland, kommen Kosten für Unterkunft, Fahrdienste und Anwerbung der Freier hinzu. Für eine Stunde Haus- und Hotelbesuch bezahlen diese 80 bis 90 Euro, so die "taz".

Gegen Rauchen
Die Kampagne gegen das Rauchen zeigt Wirkung: Nach Angaben der Finanzbehörde ist der Verkauf von Zigaretten in den letzten Monaten um über 20% zurückgegangen. Zuletzt hatte der Staat durch den Verkauf von Zigaretten im Jahr Steuern in Höhe von 40 Milliarden Baht kassiert.

Condos am Jomtien
Ein 35 Stockwerke hohes Condominium mit 300 bis 400 Apartments plant die Sinthoranee Property Co. am Jomtien. Das Projekt soll zwei Milliarden Baht kosten und ab Ende 2006 am Jomtien Beach in Pattaya entstehen. Das Erdgeschoss des Wohnblocks ist für ein Einkaufszentrum reserviert. Sinthoranee ist eine Tochter der Aktiengesellschaft Thai Rung Union Car Company.

Keine Leseratten
Thai sind wahrlich keine Leseratten. Nur wenig mehr als vier Prozent der Bevölkerung im Alter über zehn greifen in ihrer Freizeit nach einem Buch. In Südkorea sind es über 56%, in westlichen Ländern 30% der Einwohner. Thailänder schauen lieber fern, surfen im Internet oder lesen Comic-Hefte. Ein weiterer Grund, warum in diesem Land so wenig Bücher gelesen werden: Gut sortierte Buchhandlungen gibt es nur in Bangkok, den angrenzenden Provinzen und weiteren Großstädten. Das will die Se-Education ändern. Se-Ed betreibt derzeit 202 Buchhandlungen und will die Zahl ihrer Filialen auf mindestens 600 steigern. In Pattaya gibt es Se-Ed-Läden in den beiden Verbrauchermärkten Lotus an der Sukhumvit Road und an der North Pattaya Road sowie im IT-Center Tukcom an der South Pattaya Road.

Weitere Hotels
Central Hotels & Resorts ist mit elf Hotels schon jetzt ein Hauptakteur in Thailands boomender Tourismussparte. Als Ziel der innovativen Hotelgruppe formuliert Gerd Steeb, der im Vorjahr zum Präsidenten der Central Hotels & Resorts ernannt wurde, die Präsenz in Thailand und Südostasien bis 2010 auf 22 Hotels mit rund 4.500 Zimmern zu verdoppeln. Zur Erreichung dieses ambitiösen Ziels setzt der Stuttgarter auf innovatives Design, progressive Produkte und intensive Personalschulung. Die Central-Gruppe baut derzeit im Touristenzentrum das Fünf-Sterne-Hotel Central Pattaya Beach Resort am Wong-Amart-Strand und plant ein weiteres Hotel an der Beach Road.

Pornografie online
Rund 60% der jugendlichen Internet-Nutzer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren schauen sich nach einer Umfrage von Abac Pornografisches an. 70% dieser Thai laden sich Pornographie runter. Das Meinungsforschungsinstitut hat allerdings offen gelassen, was man unter Pornografie versteht. Frauen oben ohne oder mehr...

Alle Matches live
Pattayas Fußballfans wird bei der kommenden Weltmeisterschaft kein Spiel entgehen. Die TV-Kanäle 3, 5, 7, 9, 11 und iTV sind übereingekommen, alle 64 Matches live zu übertragen. Sponsoren sind die Thai Beverage Co. Ltd. (Chang-Bier) und die Dhospaak Communication Agency, die schon in den letzten Jahren die Welt- und Europameisterschaften in Thailand auf den Bildschirm brachten. Für das Land ungewöhnlich: Während der Spiele soll keine Werbung gesendet werden. Die WM in Deutschland wird am 9. Juni mit dem Spiel Deutschland gegen Costa Rica eröffnet. Die Übertragung beginnt um 23.00 Uhr thailändischer Zeit.

Verbraucherpreise
Im Februar sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3% gefallen. Im Jahresvergleich betrug die Inflationsrate allerdings 5,6%.

Geburten im Auto
Die Geburtenrate in Bangkok steigt, aber nicht nur in den Krankenhäusern. Viele Babys werden in Bangkoks Strassenverkehr entbunden. 30 Polizisten wurden für diese Fälle speziell ausgebildet. So auch Polizeihauptmeister Narong Kulsuwan. Selbst noch kinderlos schlängelt er sich mit seinem Motorrad bei einem ankommenden Notruf durch die verstopften Straßen der Hauptstadt bis zum "Tatort". Schon bei über 20 Geburten hat die männliche Hebamme bereits mitgewirkt. Es ist jedes Mal ein tolles Gefühl, sagt er. Zwar anstrengender als die Jagd auf Diebe, andere Gauner und Verkehrssünder, aber trotzdem aufregend. Regelmäßig und voller Stolz besucht er "seine" Babys zu Hause und wünscht sich für später mal ein gemeinsames großes Familientreffen. Hochachtung und Respekt für diesen Beamten. Euer Helmut aus Steglitz

Bunte Zahnspangen
Sie glitzern, funkeln und sind der letzte Schrei bei thailändischen Teenies: bunte und geschmückte Zahnspangen. Die Regierung jedoch findet den neuesten Trend höchst bedenklich.
Modisch aufgepeppte Zahnspangen sind in Thailand derzeit sehr angesagt. Vor allem junge Mädchen lieben diese Spangen in den schrillen Farben, die dazu noch mit glitzernden Steinchen verziert sind. In Bangkok blüht deshalb der Handel mit Imitaten ohne jeden medizinischen Sinn. Dagegen möchte nun die thailändische Regierung vorgehen. Die Verbraucherschutzbehörde will den Verkauf, den Import und die Herstellung gefälschter Zahnspangen verbieten. "Einige Jugendliche legen die Mode-Spangen sogar selbst an", sagte Behördenchefin Rasamee Vistaveth. "Das ist sehr gefährlich, weil sich die Spangen lösen und in die Luftröhre rutschen könnten." Zudem wird befürchtet, dass Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen oder Vergiftungen durch im Draht enthaltenes Blei auftreten können. Händler, die beim Verkauf des Schmucks erwischt werden, können zu einer Geldstrafe von ca. 1.000 Euro (50.000 Baht) oder zu Haftstrafen von bis zu einem halben Jahr verurteilt werden. Importeure und Hersteller müssen mit jeweils der doppelten Geld- bzw. Haftstrafe rechnen. (www.netzeitung.de und volksstimmeblog.de)

Betteln in Pattaya
Betteln lohnt sich im Touristenzentrum. Die Polizei nahm kürzlich in der Innenstadt von Pattaya 21 Kambodschaner fest, darunter waren elf Kinder. Bei der Vernehmung gaben sie an, jeder hätte sich täglich von Urlaubern rund 300 Baht erbettelt. Im kambodschanisch-thailändischen Grenzebiet wären sie nur auf 50 Baht pro Tag gekommen.

Pattayas Der FARANG
Gerüchten zufolge ist "Der FARANG" schon hundert oder mehr Mal verkauft worden. Doch dieses Mal stimmt es. Per 31. März übernehmen Martin und Bussaba Rüegsegger die Aktienmehrheit von Matt Productions Co. Ltd., der Herausgeberin des Pattaya FARANGs. Die bisherigen Besitzer, Stefan Matter und Hans Fritschi, werden den neuen Inhabern noch während einer Übergangsfrist mit Rat und Tat zur Seite stehen. Im dreizehnten Erscheinungsjahr geht Der FARANG aus Schweizer Händen über in neue Schweizer Hände. Für die Leser ändert sich dadurch allerdings nichts, denn die Redaktion bleibt die selbe.


Reise Tipps

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Richtig beraten lassen
Vor einer Fernreise sollten sich Urlauber nicht auf allgemeine Länder-Informationen aus dem Internet verlassen. Das rät Helmut Jäger vom Reisemedizinischen Zentrum der Bernhard-Nocht-Klinik in Hamburg. Die Angaben, die dort zu finden sind, seien nicht ausreichend. "Touristen sollten sich unbedingt bei qualifizierten Reisemedizinern und kompetenten Institutionen individuell beraten lassen", empfiehlt der Experte. Es gebe zwar gegen Infektionskrankheiten wie Hepatitis, Typhus und Cholera wirksame Schutzmöglichkeiten. Impfungen und Medikamente könnten aber nicht in jedem Fall eine Krankheit verhindern. Allgemein gelte, dass man sich in der schönsten Zeit des Jahres nicht zu leichtsinnigem Verhalten verleiten lassen dürfe. "Die häufigste Todesursache für Deutsche in Thailand ist betrunken in Badelatschen und ohne Helm Motorrad fahren", warnt Jäger.

145,9 Mio. Fluggäste
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes starteten oder landeten auf deutschen Flughäfen im Jahr 2005 insgesamt 145,9 Mio. Fluggäste, das waren 10,3 Mio. oder 6,6% mehr als in 2004. Das Wachstum wurde vor allem durch den Auslandsluftverkehr bewirkt. Für Thailand notierten die Statistiker 1 Mio. Passagiere, ein Plus von 0,1%.

Naklua aufpeppen
Pattaya will den Stadtteil Naklua fördern und für Touristen attraktiver machen. Ein Vorschlag: Auf den Klongs (Kanälen) könnte ein "Schwimmender Markt" entstehen. Thailands Touristen werden derzeit mit Bussen zum Klong Damnern Saduak gebracht, rund eine Autostunde südlich von Bangkok in der Provinz Nakhon Pathom. Ein "floating market" mit Booten, auf denen Speisen und Obst angeboten werden, wäre für Pattaya wäre das eine Bereicherung.

Emirates täglich
Die Fluggesellschaft Emirates bietet neuerdings eine tägliche Verbindung von Hamburg nach Bangkok und umgekehrt mit einem Zwischenstopp in Dubai an. Damit fliegt die arabische Gesellschaft jetzt vier deutsche Städte an: neben Hamburg sind es München, Frankfurt und Düsseldorf.

Catering-Geschäft
Das von der ehemaligen Swissair gegründete Unternehmen Gate Gourmet Switzerland wird im Catering-Geschäft mit der Thai Airways International (THAI) kooperieren. Der Vertrag gilt sowohl für Don Muang als auch für den neuen Airport Suvarnabhumi. Beide Unternehmen wollen ihre Kooperation über Thailand hinaus ausdehnen und in anderen Ländern thailändische Speisen einführen.

Koh Samui per Bahn
Touristen können die Ferieninsel Koh Samui preiswert per Bahn oder Bus und ab Surat Thani mit der Fähre erreichen. Die Bangkok Airways fliegt direkt von Bangkok ihren eigenen Flugplatz auf der Insel an, während die Thai Airways ihre Passagiere nach Surat Thani bringt. Dort müssen die Urlauber die Fähre nehmen. Ab 1. April steigt die Billigairline Thai AirAsia ins gewinnbringende Geschäft ein. Das One-Way-Ticket Bangkok - Surat Thani kostet je nach Buchung zwischen 499 und 2.300 Baht zuzüglich 643 Baht für Steuer und Versicherung. Die Thai Airways nimmt 2.640 Baht zuzüglich 405 Baht für Steuer, Versicherung und Spritzuschlag. Wer sich also bei der Thai AirAsia rechtzeitig um einen Flugschein bemüht, kann erheblich Geld sparen.

Gute TAT-Broschüre
Es ist die umfangreichste Broschüre, die das thailändische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt bisher herausgegeben hat: Bebildert mit ansprechenden Fotos wird auf insgesamt 84 Seiten mit aufschlussreichen Texten, nützlichen Tip-Kästchen und übersichtlichen Adressenlisten über die exotischen Urlaubsziele in Thailand informiert. Auf den ersten Seiten lässt sich das modern durchgestylte, mit 80.000 Exemplaren herausgegebene Hochglanz-Magazin vor allem als Nachschlagewerk für die einzelnen Reiseziele im Inland oder an der Küste nutzen, wobei auf der Khao Lak-Seite ein beruhigender Verweis auf das neue Tsunami-Frühwarn-System zu finden ist. Im mittleren Teil geht es eher um spezielle Interessen wie Einkaufen, Natururlaub, Festivals, Wassersport und Wellness, während mit besonderem Stolz auf die zahlreichen Veranstaltungen zum 60jährigen Thron-Jubiläum von König Bhumibol Adulyadej und die Ende Juni geplante Eröffnung des mit vielen Superlativen konzipierten Suvarnabhumi International Airports verwiesen wird. Jeweils eine Seite gibt wertvolle Anregungen für den Honeymoon-, Familien- oder Langzeiturlaub. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei:
Thailändisches Fremdenverkehrsamt, Bethmannstr. 58, 60311 Frankfurt,
Telefon 069-1381300, Fax 13813950, E-mail: info@tailandtourismus.de oder über www.thailandtourismus.de (Quelle: www.goasia.de)

"Zur Grünen Oase"
Vor sieben Monaten wurde ein deutsches Restaurant in Chiang Mai eröffnet. Es befindet sich in der Kotcharsarn Road, Soi 1 (gegenüber dem Top North Hotel). Hier gibt es wunderbare deutsche, europäische und auch beste Thai Küche. Und, einmalig in Chiang Mai und sehr lecker, eine selbstgemachte Niederlausitzer Sülze. Weiterhin gibt es neuerdings auch Bitburger vom Fass für nur 77 Bath das 0,3 l Glas. So billig wie nirgends in Thailand.
Folgende Termine stehen fest:
- Immer samstag machen wir unsere Grillparty. Für nur 149 Bath kannst Du alles essen: Steak und Salatbuffet. Abends dann Fußball live.
- Immer freitags findet unser Candlelight-Dinner statt. Ein Vier Gänge Menue für sage und schreibe 279 Bath.
- Und mittwochs machen wir unseren Haxen- und Eisbein-Abend. Frisch aus dem Ofen, ab 18 Uhr.
"Zur Grünen Oase"
6/1 Kotcharsarn 1, T. Changklan, A. Muang, 50100 Chiang Mai
Tel.: Micha 069 11 59 76 oder Toi 061 81 89 82
E-Mail.: zur.gruenen.oase@freenet.de

THAI: Cargo-Service
Wer mit viel Gepäck unterwegs ist, dem bietet Thai Airways eine Alternative zu den regulären Übergepäck-Zahlungen: Thaipec - ein Cargo-Service für Übersee-Besucher, die größere Einkäufe in Thailand tätigen wollen. Sofern das Gewicht der Fracht weniger als 44 Kilo beträgt, übernimmt Thai Cargo die Lieferung der Ware zu einer der Thai-Destinationen in der Nähe des Heimatortes des Kunden. Als Frachtgebühr wird nur ein Bruchteil des normalen Luftfrachtpreises berechnet. Der Service beinhaltet sowohl das Abholen der Ware vom Verschiffungshafen, Hotel oder Geschäft als auch die Zollabfertigung, die Anfertigung von Dokumenten und die Abwicklung der Steuer-Rückerstattung (VAT) in Thailand - gemäß den geltenden Einfuhrbeschränkungen (weitere Infos unter Telefon 069/690 416 61).

Probleme am ATM?
Liebe Leser, wenn Sie heute zu einem ATM gehen und wollen dort Geld abheben, dann fragt der ATM bei Ihrer Bank an, um festzustellen, ist das Konto für den Betrag XY überhaupt gedeckt? Diese Anfrage wird mitunter von Bankautomaten in Deutschland schon so festgehalten, als wenn Sie eine Abbuchung getätigt haben, dabei ist aber noch nichts abgebucht worden. Mehr ist bis dato noch nicht passiert. Nun wird aus irgendeinem Grund kein Geld ausgezahlt (der ATM ist defekt, oder Sie benötigen doch kein Geld und brechen alles ab).
Am nächsten Tag machen Sie Internet-Banking und Sie stellen mit Erschrecken fest, dass der angefragte Betrag im Minus auf Ihrem Konto steht, BITTE überprüfen Sie: Ist der Betrag abgebucht oder steht er nur als Anfrage? Sollten weitere, andere ATM-Probleme auftreten, melden Sie sich ruhig bei einem leitenden Angestellten der jeweiligen Bank in Thailand. Mit höflichem Druck, Ihrem Pass, der EC-Karte, dem Online-Banking Auszug, dann sollten Sie Ihr Anliegen vorbringen.
Die Banken haben die Möglichkeit, Auszahlungen an Ihrem ATM-Kasten nachzuvollziehen. Wenn Sie Glück haben, wurde dieser ATM-Kasten von einer Kamera überwacht, dann verlangen Sie Einblick in die Aufnahmen und evtl. Unregelmäßigkeiten können festgestellt werden. Es gibt einige Möglichkeiten, die man nutzen sollte. Natürlich wird es Stress geben mit der Bank, dass ist üblich, bleiben Sie aber entschlossen, ansonsten erreichen Sie gar nichts.
Sollte es sich nicht alles aufklären, dann gehen Sie zur Polizei, um einen Bericht anfertigen zu lassen, denn nur nach einer polizeilichen Meldung sind Sie bei Ihrer Bank in Deutschland versichert. Raimund Haerthe (www.thai-ticker.com)

Don Muang
Don Muang meldet neue Rekorde. Im Vorjahr bewältigte der Internationale Flugplatz 267.955 Flugbewegungen (+ 9,35%) und fast 39 Mio. Passagiere (+ 2,7%). Die Zahl der Inlands-Fluggäste stieg um 10,4% auf 10,34 Mio. Diese drastische Steigerung ist auf die Vielzahl der Billigairlines zurückzuführen. Bangkoks Airport ist auf jährlich nur 36,5 Mio. Passagiere ausgelegt. In der Spitze starteten und landeten in der Stunde 74 Maschinen gegenüber 54 im Vorjahr. Die Airports of Thailand (AoT) sagt für 2006 beim Passagieraufkommen eine Steigerung bis zu 20% voraus, da wesentlich mehr ausländische Touristen erwartet werden als im Jahr nach dem Tsunami. Da Don Muang kaum noch mehr Maschinen und Fluggäste abfertigen kann, hofft AoT auf eine baldige Einweihung des neuen Flugplatzes Suvarnabhumi.