Farang Titel 10-2006

Ausgabe 10 - 2006

Leserbriefe

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Liebe Leute, wir haben lange überlegt, ob wir den folgenden Leserbrief von Hartmut Sch. bringen sollen. Denn wir befürchteten, dass er schaden könnte. Doch das Kind ist ja schon in den Brunnen gefallen. Längst ist alles gefilmt worden. Hartmut Sch. ist übrigens jener kritische Leser, der vor Jahren eine heftige Debatte vom Zaune brach, Stichwort hier: Nuttenbälle. Der vollständige Name/Anschrift sind der Redaktion bekannt.
Dies ist also die Meinung von Hartmut Sch. Es ist nicht die Meinung des FARANG!

An die Redaktion des "Farang"
Zur Kenntnisnahme auch an den Herrn Stadtrat Gröhler, Otto-Suhr-Alle 100

Leserkommentar zu den letzten Ausgaben des Farang
Zum Feldzug des "Santa Claus" gegen den Herrn Stadtrat Gröhler!

Es ist nicht mehr zu ertragen, diese Profilierungssucht von "Santa Claus". Warum hebt er nur so ab? Warum ignoriert er Tatsachen? Ich habe mich der Mühe mehrmals unterzogen und das Gemisch auf der so genannten "Thaiwiese" ausgelotet. Ich will es mal zusammenfassen:

Ich bin auf eine durchschnittlich anwesende Besucherzahl von 310 Menschen pro Tag gekommen. Es war ein Kommen und Gehen! Das Gemenge blieb über die Stunden ziemlich gleich.
Gruppe 1: (Frauenanteil 125 Personen; Altersgruppe zwischen 18 - 60);
Gruppe 2: (Kinderanteil: 40 Personen; Altersgruppe zwischen Säugling und 18 Jahren);
Gruppe 3: (Männeranteil: 15 Personen; offensichtlich jenseits von 60 Jahren!);
Gruppe 4: (Männeranteil: 130 zwischen 18 und 60 Jahren)

In Prozent:
Frauen zwischen 18 - 60 Jahren: 40,3 %
Kinder von 0 - 18 Jahren: 12,9 %
Männer jenseits von 60 Jahren: 4,8 %
Der übrige Männeranteil: 41,9 % :

Angetroffen habe ich aber nicht nur deutsche Männer und thailändische Frauen. Und die Besucher der Thaiwiese waren auch nicht nur zum Relaxen dort. Meinen Beobachtungen zufolge gingen sie folgenden Tätigkeiten nach:
Gruppe 1: 35 Thaifrauen kochten, brieten und verkauften; oder spielten Glücksspiele: 28 %.
90 Thaifrauen vergnügten sich mit Essen, Trinken und Relaxen: 72 % .
Gruppe 2: Relaxte.
Gruppe 3: Relaxte zusammen mit Frau und Kind.
Gruppe 4: Spielte Glücksspiele und trank Bier und Alkohol bis zum Exzess oder verkaufte Drogen. Von Gebärde, Ausdrucksweise und Kleidung waren davon ca. 80 % Sozialhilfeempfänger und bestenfalls 20 % sahen nach Berufstätigkeit aus.

Als zusätzliche Beobachtung konnte ich machen, dass etliche Männer nach reichlich Alkoholgenuss der Meinung waren, dass ihre Fahrtüchtigkeit besser geworden sei. Denn sie fuhren unbekümmert mit dem Auto die Familie und die "Kücheneinrichtung"" nach Hause.

Und nun komme ich zurück auf die vom "Santa Claus" verbreitete Scheinheiligkeit. Wäre ich der Sachbearbeiter Gröhler, dann wäre mir der Text des "Santa Claus" nur einen lauten Gröhler (Lacher) wert. Er wird mir dieses kleine Wortspiel nachsehen. Mir selbst ist es schon passiert, als ich dort mit meiner thailändischen Frau auf der Wiese lag, dass mich Thai aufforderten mit meiner Decke weiter zu ziehen, denn genau hier sei ihr Verkaufsstand.

Nun frage ich den "Santa Claus": Glauben Sie im ernst, dass die Väter unseres Grundgesetzes exakt diese Gemenge-Gruppe als Gleichstellungsmodell gemeint haben könnten? Wohl eher nicht! Warum belästigen Sie dann unsere Behörden mit solch einem Schmarren, und spielen den "Rächer der Enterbten"? Es geht der Behörde nicht um die gerade mal 4,8 % Rentner, auch nicht um die "normalen" Besucher! Aber ganz sicher um die illegalen Gewebetreibenden - weil ja, wie Sie selbst schreiben, nach dem Grundgesetz alle GLEICH sind, und es sich von daher schon verbietet, dass einige Minderheiten gleicher sind! -, es geht um das verbotenen Glücksspiel, und um das öffentliche Saufgelage aus den privaten Verkaufsständen und um die Kriminalität.

Und überhaupt: Wie stellen Sie unsere Polizei dar? Ich zitiere Sie mal kurz: "Es kann nicht angehen, dass mit einem Riesen Polizeiaufgebot die alten Herren vom Rasen gejagt werden, nur weil sie auf Stühlen sitzen."

Sie verdrehen bewusst die Tatsachen oder Sie selbst waren gar nicht zugegen und zitieren die Storys aus dem Phantasialand "Preußen-Park/Thaipark". Es wurde niemand gejagt! Wer das so darstellt, disqualifiziert sich selbst als ernstzunehmender Reklamator (Werber) für mehr Gerechtigkeit! Das sich unsere Polizisten immer wieder mit Gewalttaten auseinander zu setzen haben, dürfte schon zu Ihnen vorgedrungen sein, lieber "Santa Claus". Und, dass aus prophylaktischen Gründen der Einsatzleiter verfügt, nur in bestimmter Stärke und mit entsprechender Ausrüstung in den Einsatz zu gehen, ist völlig legitim. Unsere Polizei ist nicht irgendein abstrakter Begriff! Es sind Söhne, Töchter, Väter, Mütter und Geschwister von Bürgern wie Sie und ich! Sie treten lediglich zum Selbstschutz so auf.

Warum kritisieren Sie das? Waren Sie noch nie in Thailand? Bei solchen oder ähnlichen Anlässen in Thailand ist das Polizeiaufgebot wesentlich höher und ganz sicher gehen die Beamten massiver und rigider vor, als es unsere Polizisten tun. Ich habe dort sechs Jahre durchweg gelebt und weiß wovon ich schreibe.

Die Revision des "Thaiparks" war schon überfällig und wurde verhältnismäßig durchgeführt. Aus den Anordnungen des Ordnungsamtes, respektive Stadtamtes, ist wohl kaum zu entnehmen, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, Minderheiten zu benachteiligen. Warum schwingen Sie die Keule des Rechts, wo Sie doch ganz offensichtlich im Unrecht sind, lieber "Santa Claus"???

Bemerkenswert scheint mir noch zu sein, dass sich kein Thai und keine Thai dazu geäußert haben. Auch keine thailändische Organisation. Warum generieren Sie sich zum Alpha-Männchen der Volksgruppe Thai? Und warum exponieren Sie sich als Deutscher denn so?

Wer zwischen den Zeilen lesen kann, der findet auch Ihren Hinweis an den Regierenden Bürgermeister Wowereit, er sei ja der Mentor der Minderheiten und Randgruppen, - flach, leicht durchschaubar und daneben. Woraus entnehmen Sie das denn? Etwa aus seinem inzwischen schon geflügelten Satz: "Ich bin schwul, und das ist gut so!" ???

Mit freundlichem Gruß
Hartmut Sch. (HS280245BEJU36)
E-mail: Eurofahr@hotmail.com

FARANG antwortet kurz:

Hallo, Herr Sch...,

ich freue mich immer, wenn Sie schreiben, denn dann gibt es immer Ärger. Und den können wir stets gut gebrauchen.
Ich verstehe nicht wie der Beitrag nun unterzeichnet sein soll. Nur mit den Initialen H.S. oder mit der Zahlenkolonne?
Wie auch immer, eine solch massive Leserzuschrift sollte auch den vollen Namen bekommen. Anonym kann ich auch alles mögliche schreiben, ohne dafür gerade zu stehen. Santa Claus steht, bei allem Kram, den er schreibt, mit seinem Namen Klaus Müller dazu.
Ich schlage vor, dass sie eine abgespeckte Fassung, dann mit vollem Namen, schreiben.
Mir gefällt insbesondere nicht, wie sie detailliert auflisten, wieviel Prozent Sie an Spielern und kochenden Frauen etc. auflisten. Sie arbeiten damit dem Ordnungsamt zu, liefern die Rechtfertigung für die strenge Parkordnung. Das ist nicht in meinem Interesse. Ich bin für "leben und leben lassen" und für einen asiatischen Bonus - wie die Türken eben auch ihren Bonus in Berlin haben. An deren starke Lobby traut sich kein lokaler Politiker ran. Erinnere in diesem Zusammenhang an die Vergabe der Hoheit für den Religionsunterricht (Bock zum Gärtner gemacht).
Sicher, ich muss objektiv sein, aber... Der Staat lässt auch spielen, und zwar reichlich. Ohne auf die dem Zocken verfallenden Opfer zu achten. Deutsche, in diesem Falle.
Ich gebe noch eine Beobachtung dazu. Thais lesen den FARANG auch, aber anders. Z.B. Sie lesen: Der FARANG hat geschrieben: Die Thais spielen im Thai-Park, so eine Sauerei. Sie lesen nicht: Herr Sch... hat geschrieben. Ich kann auch nichts dafür. Freundlichst, Mathias Heinrich

Lieber Matthias!

Ich verstehe ja Ihre Sorgen, und ich verstehe auch das Anliegen des "Santa Claus", ich verstehe aber auch, dass er dilettantisch vorgeht und der Sache möglicherweise mehr schadet als nützt. Insofern kann ich mit meinen niedergeschrieben Beobachtungen wohl kaum noch schaden.

Wenn sich der "Santa Claus" schon zum selbsternannten Sprecher aller Betroffenen macht - dazu zähle ich mich auch - hätte er sich besser informieren sollen und müssen. Er glaubt sogar an eine positive Wirkung. Welch eine Vermessenheit! Die Recherche, die ich gemacht habe und jeder nachvollziehen kann, hätte auch er betreiben sollen, bevor er an den Regierenden Bürgermeister herantritt mit Argumenten - lassen Sie es mich mal verniedlicht ausdrücken - die leicht durchschaubar sind. Tatsachen hätten den Stadtrat in seiner Argumentation geschwächt. Wenn sie gepaart gewesen wären mit Einsicht und einem Angebot einer Neuordnungen der Verhältnisse.

Verdrehungen von Tatsachen stärken ihn nur! Bloßstellungen, wenn auch berechtigt, erzeugen den Widerstand des Bloßgestellten. Und wenn der so angegangene Stadtrat Gröhler gerade in der besseren Ausgangsposition steht, dann ist der Kampf schon verloren, ehe er begonnen hat! Nun könnte man sagen: "Toll, der Santa Claus, hat überhaupt etwas unternommen!" Was man von den honorigen Thai oder Thaiverbänden, und deren Satelliten, wie auch ... (das geht jetzt zu weit! Die Red.) nicht behaupten kann!!! Mit oder ohne Auftrag, nur der Sache wegen, hätte man es erwarten dürfen! Aber leider kann solch eine Sicht, wie die vom "Santa Claus", nicht vertreten werden; weil sie einfach abwegig ist! Der "Santa Claus" hat es total verkehrt angefangen!

Die Türken gehen da fundierter ans Werk. Die bilden eine homogene Einheit. Da fightet niemand von der Talsohle aus. Da treten Anwälte und Verbände und türkische Kommunalpolitiker auf den Plan und setzen wohldurchdachte, scharfe Akzente. Auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt lässt es sich gut und leicht verhandeln. Das ist auch eine Mentalitätsfrage. Thailänder sind in anderen Traditionen erzogen als beispielsweise Türken. Sie fordern ihre Rechte nicht ein, noch weniger sichern sie ihre Errungenschaften. Sie lavieren lieber um Gesetze und Verordnungen herum; gehen den Weg des geringsten Widerstandes. Ich könnte dazu noch lange ausführen; aber ich will mich auf die wesentlichen Dinge dabei beschränken:

So lange die deutschen, französischen, englischen und all die anderen Männer aus allen Herrenländer sich mit Thaifrauen verheiraten und sie ganz bewusst "dumm" halten, solange wird sich nichts Nennenswertes verändern! Das hat aber auch mit dem Bildungsstand dieser Männer zu tun. Die einen lehren ihren Frauen mit voller Absicht nichts über dieses Land, seine Kultur und sein Rechtsverständnis, um selbst weiter im Trüben fischen zu können! Die anderen würden es tun, können es aber mangels eigener Kenntnisse nicht. Und die wenigen, die ihrer Verantwortung gerecht werden, ziehen sich zurück und leben ein völlig angepasstes Familienleben mit ihren Frauen und Kindern. Das, was da auf der Thaiwiese bisher ablief, war nicht der Ausdruck thailändischer Kultur. Das weckte stark den Verdacht auf einen Zusammenschluss der Subkulturen von Pattaya, Phuket, Bangkok, Koh Samui und St. Pauli!

Der Vergleich zu den Türken hinkt auch aus anderer Sicht. Aus deren Tradition heraus regeln das die Männer. Auch wenn denen in der Breite mangelnde Schulbildung vorgeworfen wird, sind sie doch so schlau, das von ihren Geschlechtsgenossen händeln zu lassen, die dieses Metier hier in Deutschland akribisch erlernt haben.

Was haben dem die Thaifrauen entgegenzusetzen? Ja, natürlich, einen "Santa Claus"! Nur reicht das eben bei weitem nicht.

Lieber Matthias, wie gesagt, ich verstehe Ihre Argumentation durchaus: So lange wie ein Leser pro Thai schreibt, ist der Beitrag okay. Kritik in leichtester Form auch gerade noch. Aber wenn es ans Eingemachte geht, dann ist das nicht schreibbar. Dann melden sich sogar die einschlägigen Vereine und Verbände. Ist ja ganz simpel!

Und noch eine Bemerkung zu dem Kürzel: Sie übersehen, dass der "Santa Claus" ohne Bedenken mit Vor- und Zunamen zeichnen kann, jedenfalls aus Sicht der "Interessenvertreter" der Thaiparknutzer, was seine Briefe an den Stadtrat und den regierenden Bürgermeister angeht. Er wird deswegen wohl kaum persönlich angefeindet werden Das sieht bei mir schon ganz anders aus. Mir sind da noch einige Schmähungen persönlicher Art in Erinnerung, als ich mich seinerzeit mal erdreistete anderweitig Kritik am Verhalten deutscher Ehemänner zu üben, die sich mit Frauen aus Thailand verehelicht haben. Dabei hatte ich nur dem Treiben ganz allgemein den Spiegel vorgehalten. Niemanden persönlich angesprochen. Das Echo derjenigen, die sich in meiner kritischen Anmerkungen wohl erkannten, zeigte mir auf, wie gefährlich es sein kann, Kritik mit vollem Namen im FARANG zu üben. Das hat mit Feigheit absolut nichts zu tun. Als anonym lässt sich das ebenfalls nicht bezeichnen, weil der Redaktion mein Name bekannt ist und ich zu sachlichen Auseinandersetzungen gerne zur Verfügung stehe. Der Zahlencode steht unter jeder meiner Mails des Kontos Eurofahr@hotmail.com. Das hat berufliche, betriebsinterne Gründe. Schreibe einfach wie bisher "Hartmut Sch."

Der FARANG ist nun mal ein öffentliches Blatt und keine Clubzeitung. Wäre er eine Clubzeitung, sollte der Club sie als solche kennzeichnen und sie wohl auch unterhalten. Als treuer Leser dieses Blattes finanziere ich es aber auch mit. Kritik schadet nicht unbedingt, sie kann ein konstruktives Element in der Selbstfindung sein. Wenn man sie denn versteht.

Matthias, ich frage mich allen ernstes, was machen Sie, wenn der Herr Stadtrat Gröhler in Ihrem FARANG die Niederschrift einer Gegendarstellung verlangt, mit eben solchen Zahlen oder ähnlichen? Denn immerhin zeigte der "Santa Claus" im FARANG Verhältnismässigkeiten auf, die es so einfach nicht gibt und unterstellt dem Stadtrat so etwas wie Willkür. Verweigern Sie ihm dann auch die Veröffentlichung dieses Zahlenwerks? Ich glaube kaum. Wäre es da nicht besser, dass Insider Korrekturen vornehmen, bevor er es macht? Mit freundlichem Hallo, Hartmut Sch.

So gesehen

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Zum Militär-Putsch in Thailand

Meine persönliche Analyse der Ereignisse, welche zum Militärputsch am 19. September 2006 in Thailand führten

Alles in allem scheint dies ein "guter" Putsch gewesen zu sein, sofern man bei einem Putsch überhaupt von "gut" sprechen kann. Zumindest verlief er unblutig und, so wie es scheint, mit voller Unterstützung des Königs.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen wollen die Generäle die Macht an eine Zivilregierung abgeben, und bis spätestens Oktober 2007 soll es Neuwahlen geben. Übergangsweise würde ein Vertrauter des Königs zum neuen Regierungschef ernannt. Dies ist passiert:

Ich erinnere mich, wie Premierminister Thaksin Shinawatra öffentlich im Fernsehen bekannt gab, dass der König ihm geraten hatte: 1. Ratschläge anderer zu Herzen zu nehmen und 2. seine Geltungssucht abzulegen.

Während der Massen-Demonstrationen im Frühling dieses Jahres sagte Thaksin jedoch, dass er nicht von seinem Amt als Premierminister zurücktreten werde es sei denn, der König "flüstere etwas in sein Ohr".

Vor einigen Monaten nun tat der König etwas sehr interessantes: auf sein Geheiß hin zeigten alle Thai-Fernsehsender den berühmten Video-Clip vom Jahr 1992, wo der König öffentlich den damaligen Premierminister und den damaligen Oberbefehlshaber der Armee tadelte, bezüglich der blutigen Zerschlagung der Studenten-Revolte. In diesem Clip krochen beide auf allen Vieren zum Königsthron. Sofort nach Ausstrahlung des Clips traten beide vom Amt zurück und die Unruhen waren beendet.

Thaksin nahm diesen Wink mit dem Zaunpfahl aber nicht sehr ernst und wurde später persönlich in die Sommerresidenz des Königs nach Hua Hin zitiert.

Bei seiner Rückkehr aus Hua Hin gab Thaksin bekannt, dass er als Premierminister zurücktreten werde. Dennoch blieb er weiter im Amt und klammerte sich an seinen Posten.

Zu bestimmten Anlässen verkündete er immer wieder, dass es eine "bedeutende, unpolitische Macht" gäbe, welche ihn seines Amtes entheben wolle. Viele Kommentatoren vermuteten, dass er damit auf den König selbst anspielte.

Gerüchten zufolge wollte Thaksin gar die Monarchie abschaffen; unvorstellbar!!! Und das in dem Jahr, da Thailand gerade das 60. Thronjubiläum König Bhumibols Adulyadej zelebriert hat und die Euphorie in der Liebe zum König einfach nicht abebben will. Noch immer sieht man Menschen massenweise in den gelben T-Shirts rumlaufen.

Nach all den Geschehnissen, erst der höfliche Wink mit dem Zaunpfahl, dann in klaren Worten Thaksin möge zurücktreten, wäre der nächste Schritt ihn mit Gewalt zu entfernen. Dieser Putsch war die einzige logische Konsequenz, auch wenn es kein probates Mittel zur Lösung von Problemen ist.

Doch auch bei einem Großteil der Thai-Bevölkerung scheint der Putsch Akzeptanz zu finden, und dies obwohl Thaksin doch von der Mehrheit des Volkes gewählt wurde!? Thaksin war einfach zu stur und hat es übertrieben. Er hat hoch gepokert und alles verloren; nun ist er zu seiner Familie nach England gereist. Fraglich ob er überhaupt nach Thailand zurückkehren wird.

Ich habe enormen Respekt vor König Bhumibol Adulyadej, insbesondere im Bezug darauf was er für sein Volk getan hat und wie er immer erst viele Informationen sammelt bevor er überhaupt politisch aktiv wird.

Natürlich wird dieser Putsch erst einmal viele Nachteile mit sich bringen, sei es nun im Bereich Tourismus, Rückzug ausländischer Investoren etc.

Aber auch davon wird sich Thailand erholen, wie es sich auch in der Vergangenheit immer wieder erholt hat. Zumindest ist dies nicht der erste Putsch in der Geschichte Thailands. Es scheint schon fast zur Regelmäßigkeit und Normalität zu werden, dass es ca. alle 10 Jahre einen Putsch gibt. Natürlich ist auch dies kein dauerhafter und wünschenswerter Zustand.

Abzuwarten bleibt, was Thailand daraus lernt und wie es in Zukunft mit solchen Situationen umgehen wird.

Auf lange Sicht gesehen kann man nur hoffen, dass der Putsch zu Gunsten des Thai-Volkes war und sie in naher Zukunft davon profitieren werden.

In diesem Sinne: Lang lebe der König!!!
Carsten N. aus Thailand

Vorgestellt

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Schweizer Tempel Wat Srinagrarindravararam

Seid gegrüßt, liebe Leserinnen und Leser und alle Freunde des FARANG, die schon sehnsüchtig auf die neue Ausgabe warten. Wie im letzten Heft versprochen könnt Ihr heute den Bericht über den Tempelbesuch in der Schweiz lesen

Eine knappe Stunde kutschiert Arirats Mann Dieter das Auto die 45 Kilometer durch eine kurvenreiche, bergige Landschaft. Wir passieren viele Dörfer, doch ist gegen 11 Uhr niemand auf den Straßen zu sehen. Das liegt bestimmt am Dauernieselregen, der uns begleitet, ja nahezu verfolgt. Petrus meint es nicht sonderlich gut mit uns.

Angekommen im Wat Srinagrarindravararam (der ursprüngliche Name war Wat Thai Schweiz), der zu Ehren der verstorbenen, gleichnamigen Königsmutter benannt ist, entzückt durch die Schönheit des Gebäudes, welches mitten im Kanton Solothurn auf einem 3.400 Quadratmeter großem Grundstück im Ort Gretzenbach liegt. Der Tempel wird von sechs Mönchen bewohnt. Verantwortlich ist der ehrenwerte Abt Phrathepkittimoli. Er wurde 1961 in der Provinz Ubon Ratchathani geboren und trat mit 12 Jahren in einen Wat ein. Acht Jahre später wurde er Mönch. Im November 1988 lud man ihn das erste Mal in die Schweiz ein. Er war damals Assistent des Abtes vom Benjamaborpitr Tempel. Sie wohnten in einem Einfamilienhaus in Bassendorf, das zeitweise als Tempel genutzt wurde.

Die Mutter Ihrer Majestät, König Bhumibol Adulyadej, sowie dessen Schwester zeigten großes Interesse an der Tempelgründung. Die Königsmutter liebte die Schweiz und verweilte oft hier. 1990 wurden dann umgerechnet mehr als 670.000 Euro für den Bau des Tempels vom Königshaus gespendet.

Der Schweizer Wat wurde in drei Bauphasen erbaut und besteht aus drei Komplexen:
- Das Mönchgebäude
- Die Halle (buddhist. Sonntagsschule)
- Ubosoth und Mehrzweckhalle

Das Mönchgebäude ist Mitte 1995 fertig gestellt worden. Es ist der größte Trakt (zwischendurch wohnten die Mönche in gemieteten Containern, 11 Stück an der Zahl). Das Gebäude hat dreieinhalb Etagen. Im Obergeschoss befindet sich der Zeremonieraum. Der Altar ist fast zentrisch aufgestellt. Hier verehren die Buddhisten den Pra Buddha Schinarat. Er gilt als Hauptfigur und wurde am 06. Mai 1993 von Ihrer Majestät, dem König, Rama IX eingeweiht. Rechts vom Altar sitzen die Mönche bei der Andacht. Linker Hand ist die Wachsfigur der sitzenden Königsmutter in einem Glaskasten zu sehen. Auch befinden sich auf dieser Etage die Schlafzimmer der Mönche. Das Erdgeschoss beherbergt drei Arbeitszimmer, einen VIP Raum sowie sanitäre Anlagen. Im Untergeschoss hat man sechs Gästezimmer vorgesehen. Außerdem sind hier der Heizungsraum, Toiletten und ein Luftschutzraum zu finden. Der Dachraum wird überwiegend als Meditationszimmer benutzt.

Die Halle wurde Anfang 1993 gebaut. Sie diente im Ursprung zum kurzfristigen Aufenthalt für die Gäste des Wats. Als das Mönchgebäude fertig war zogen die Mönche um. Die Halle wurde später umgestaltet und dient seit dem als buddhistische Schule. Auch jetzt sind Kinder und Jugendliche zu Besuch, um das Wissen über den Buddhismus und die thailändische Kultur zu erweitern.

Es vergingen ganze sieben Jahre, bis am 01. Dezember 2000 der Entschluss fiel, zu Ehren der Königsmutter (zu ihrem 100. Geburtstag) die Ubosoth und Mehrzweckhalle zu bauen. Die Bauzeit betrug zwei Jahre. Sie ist in thailandtypischer Bauweise errichtet. Sie stellt das Hauptgebäude des Tempels dar. Nach dem Öffnen der Eingangstür betritt man den großen Raum, der gerade renoviert wird. Der erste Blick fällt auf eine Nachbildung des Pra Buddha Schinarat. Seitlich stehen Engel in betender Haltung. Vor der Statue sitzen und stehen kleinere Buddhafiguren, umgeben von einem Blumenarrangement. An den Wänden sind Malereien mit verschiedenen Motiven zu sehen. Eines der Motive (über der Eingangstür) zeigt die Königinmutter. Von der Decke hängt ein riesiger Kronleuchter herab. Unter dem Gebäude ist der Veranstaltungsraum mit Bühne und anschließender Küche.

Das Ubosoth ist mit dem Mönchgebäude unterirdisch durch einem Gang verbunden. An der Außenfassade ist auf allen vier Seiten das Na Ban angebracht. Jede Seite hat eine andere Bedeutung. Die Ostseite ist mit dem Emblem der Mutter des Königs dekoriert. Viele Blumen und Blätter umkreisen das Zeichen. Die Westseite zeigt eine Buddhafigur. Umgeben von Engeln führt sie einen Segnungsakt durch. Das Na Ban in diesem Element ist der ersten Periode der Kunst aus Ayutthaya entnommen. Auf der Nordseite sieht man eine auf einem Thron sitzende Buddhafigur unter einem Baum. Seitlich knien Engel, um Buddha zu huldigen. Auf der südlichen Seite wird das Pra Dhamma Jagra, das Rad der buddhistischen Lehre, dargestellt. Im Vordergrund stehen Rehe. Ornamente verzieren das Dreieck. An den Fensterrahmen und an der Türinnenseite sind ebenfalls Engel zu sehen. Sie falten die Hände zum Gebet. An der Türaußenseite sind Engel zu bewundern, die Schwerter in der Hand halten. Sie beschützen Buddha vor Geister und Gespenster.

Der Tempelturm (Mondoph) ist eine besondere Augenweide. In dem Schweizer Tempel wurde er mit fünf Abstufungen gebaut. Sie stellen die Gleichheit der fünf Buddhas dar. Die aufwendige Dachverzierung (Chofah) hat die Bedeutung, dass sich die Halle mit dem Himmel verbindet. Längs der Dachränder befindet sich Nak. Nak ist eine mythologische Schlange, die Kraft und Stärke darstellt. Sie wird in Verbindung mit Wasser gesehen. In dieser Konstellation dringt die Kraft und Stärke in alle Richtungen. Im Hof befindet sich ein runder Teich mit einer Rohrrahmenumzäunung aus Edelstahl. Wasserpflanzen und drei kleine Springbrunnen hauchen dem Gebilde Leben ein. Sträucher mit bunten Knospen zieren den Glockenturm, der 1995 erbaut wurde. Er darf in keinem Tempel fehlen, da er als eines der wichtigsten Symbole gilt. Die Glocke wird angeschlagen, wenn Zeremonien zelebriert werden: Mönchssitzungen, Mönchsweihen oder besondere Feste, wie das Songkran Fest. Eine kleine Kapelle (1995 erbaut) ehrt den stehenden König Rama V. Die Verehrung dieses Königs ist bis heute sehr hoch, auch außerhalb des ehemaligen Siams. Er gilt als lieber und barmherziger Mensch. Ihm zu Ehren wurde hier am 24. Oktober 1992 ein großes Fest gegeben. Mehr als 900 Besucher huldigten ihm (in der Schweiz leben etwa 10.000 Thailänder). An jenem Tag wurden umgerechnet etwa 53.000 Euro gespendet, was wohl einmalig sein dürfte.

Zum Schluss sei noch die Guan Imm Kapelle erwähnt, die ebenfalls 1995 aufgestellt worden ist. Sie enthält die Statue von Pra Bhotisatava, einer Frau, die auch wegen ihrer Liebe und Barmherzigkeit respektiert wird. Dargestellt wird sie immer mit einem Lächeln. Die Statue ist aus China mitgebracht worden und gehört zum Mahayana Buddhismus.

So, liebe Leser, das war es für heute. Bleibt auch diesmal noch das Schlusswort. Ein Wort des Dankes an diejenigen, die mir bei meinen Recherchen geholfen haben. Da sind zu nennen: Dieter, der als Chauffeur die Kurven meisterlich beherrschte, Arirat als Gastgeberin, die beim Übersetzen half und vor allem Abt Prathepkittimoli, der mir viele Unterlagen zur Verfügung stellte. Vielen Dank allen Beteiligten. Helmut Kremser











Rum-Treiber

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Dass es sowas gibt - und mitten in Berlin!

Mit dem Pajero Gemüse ausfahren!
Ein Pajero ist ja kein normales Auto, zumal, wenn vorne noch ein riesiger Bullenfänger dranne hängt. So ist das jedenfalls bei dem Wagen von Thomas Zimmermann, seines Zeichens Chef von DAOs Asia Shop auf der Kantstraße. Als Thomas nun in Thailand weilte (während des Militär-Putsches!) fehlte ein kompetenter Fahrer zum Thai-Gemüse ausfahren. Also sprang Euer Rum-Treiber ein und karrte mit dem Geschoss das frische Thai-Gemüse zu den verschiedensten Thai-Restaurants in der Stadt. Da gab es einiges zu erleben, wie man sich denken kann. Von Sanuk mit hübschen Kellnerinnen bis hin zu Auseinandersetzungen mit den Leuten vom Ordnungsamt. Stichwort hier: Parkplätze und Halten in der zweiten Reihe. Die angefahrenen Thai-Restaurants hießen Kamala, Tuans Hütte, Thai Inside, Papaya 1 und 2, Mao Thai und Sisaket. Letzteres gehört zur Mao Thai Gruppe und ist ganz neu. Es befindet sich in der City Ost, nahe dem Checkpoint Charly, in der Mauerstraße. Also wirklich, ganz fein und voll vornehm. Geschäftsleute ohne Ende und ein Luxus-Ambiente. Keine Folklore und kein Schnickschnack. Dafür klare Linien und viel Raum. Bei der Gelegenheit erfährt der Aushilfsfahrer auch einige Internas. Zum Beispiel: Welche Thai-Restaurants überwiegend nur holländisches Gemüse verwenden und welche nicht. Darf man aber nicht schreiben, sonst wieder Probleme. Zurück um Pajero. Der Bullen-Beißer bekommt ja meist die Vorfahrt im quierligen Berliner Verkehr. Das tut gut. Weh hingegen tut der Hals, nachdem der Angeber-Fahrer und Manta-Fan die ganze Zeit lässig aus dem Autofenster lehnte und kräftig Zug bekam. Aber wie wird das spanische Wort Pajero im dortigen Slang verwendet? Na als ein Schimpf-Wort, das mit einem W... anfängt und mit einem ...ichser endet. Recht so!

P.S.: Dem Rum-Treiber sind übrigens nicht die Flappen weggenommen worden, wie so mancher behauptet.

Drei Reisebusse sind von Berlin aus gerade zu einen Tempel nach Holland gefahren. Ungefähr 100 Leute, einer der Busse kam dabei aus Hannover. Um die buddhistischen Kollegen dort zu unterstützen wurde viele Euros für den Wat gesammelt. Es kamen stattliche 10.000,- Euro zusammen. Mit dabei waren u.a. Yad und seine wunderschöne Gift sowie Nicky von der Thaimassage in der Weddinger Maxstraße. Vom vielen Thai-Tanzen open air hatte die Gute danach einen Schnupfen bekommen. Gute Besserung also und einen Gruss an Deine hübsche Emmy!

Dam aus Köln hat eine schwere Zeit hinter sich. Nun hat er jedoch den Boden unter den Füßen wieder gewonnen, und wird hoffentlich bald wieder aus der munteren Thai-Szene unter dem Dom berichten. Wir warten!

Bei der Neueröffnung des alten Bangkok Cafes in der Sonnenalle bekam, Euer Rum-Treiber eins vor den Deetz. Und zwar von keinem Geringeren als dem Abt vom Wat Marzahn. Ob das wohl Glück bringt? Der Grund: Bei der Segnung mit heiligem Wasser muss die Schale von einem Mann getragen werden. Das ist so Sitte in Thailand. Na ja, und dabei geschah es eben, wie auf dem Foto oben zu sehen ist. Autsch!

Wie auch immer, die neue Chefin des old Bangkok heißt ja Dung Ding. Sie ist sehr freundlich und hat den Laden im Griff. Langsam entwickelt sich wieder prächtiges Thai-Leben in der Neuköllner Kneipe. Die alten Stammgäste finden sich wieder ein und neue kommen hinzu. Udo gibt den lieb bettelnden Girls stets einen Kümmerling aus, träumt von seiner Mem in Thailand und bringt frische Eier vom Bauernhof vorbei und so weiter. Djep räsoniert und schwadroniert, Egon schaut cool vorbei, na und Elmar, Gerald und Papa Cola ja sowieso dabei. Warum es läuft? Na, weil mehrere Thai-Frauen stets anwesend sind. Das macht schon die halbe Miete. Freche Araber Kids hingegen werden auch kurzerhand rausgeschmissen, wenn sie denken, hier können sie einen löten. Gibt es nicht! Blöd auch, dass ab und an finstere Typen die Nase zur Türe reinstecken und fragen "was kostet Thai-Frau?". Ist ja hier tiefstes Neukölln. Voll multi kulti, wa?

Das neue Bangkok hingegen am Mehringdamm hatte zunächst einen sensationellen Start hingelegt. Viel junges Volk und auch die alten Kunden aus Neukölln. Liegt es doch zentral in der Stadt. Chefin Dia gibt sich alle Mühe und zaubert ein gewaltiges Buffet. Kann man so sagen. Schmeckt auch. Nicht mehr die drei Schalen Affenreis von früher. Jetzt richtiges Thai-Essen, wie ein Hauptgericht. Problematisch nur, dass laufend die Eingangstüre verschlossen ist, aus Sicherheitsgründen, wie es heißt, wegen der Küche. Türnt echt ab und hatte zur Folge, dass viele Menschen der Meinung waren: Das New Bangkok ist neuerdings geschlossen. Stimmt aber nicht. Dia sagt: Das ist meine Kneipe, nicht Peters. Sie wird in Zukunft ein noch besseres Buffet anbieten, und die treuen Stammkunden wie Krisana mit netter Familie nehmen es dankend an. Mahlzeit!

Pin ist die nette Thai-Frau von unserem Kumpel Franco. Beide haben zwei zauberhafte Töchter und wohnen auch in Neukölln. Da, wo früher einmal das alte THAI THEK war. Auf fast allen buddhistischen Festen sind sie zu sehen. Pin als Thai-Tänzerin, und big Franco passt auf oder packt auch mal mit an. Stark genug ist er ja. Neulich nun traf Euer Rum-Treiber die zierliche Pin in der Weimarer Straße, genau vor dem Beauty Salon Crystal Lotus. Links daneben gleich der Thai-Friseur Antchalie. Passt auch gut zusammen. Erst die Haaare schneiden und dann richtig schick machen lassen. Permanent Make up ist der letzte Schrei. Chefin des Crystal Lotus ist Dimmi. Gut drauf, echt gebildet und couragiert. Ihr Salon ist ansehenswert mit den vielen goldenen Masken, Buddhas, Blumen und Thai-Stoffen. Fast wie ein Museum. Stimmts, Pin?

Die STARS Asia Disco macht nun täglich auf. Zudem gibt es jetzt je zwei Asia Night Partys im Monat. An einem schönen Sonntagmittag konnte Euer Rum-Treiber die beiden fleißigen Chefs, Prim und Toan, sowie den Türsteher Matthias nebst Stammgast Moses und Schönheit im nahelegenen Papaya Thai-Restaurant auf der Hauptstraße aufspüren. Ganz fröhlich und heiter sass die Rasselbande an dem großen Tisch im Fenster und tafelte, was das Zeug hielt. Ein paar Brosamen fielen für den ausgehungerten Schreiber natürlich auch ab. Neben dem Speisen gab es ein lustiges Reiheum-Wort-Spiel. Jeder musste ein Wort mit dem Buchstaben O am Ende nennen. Wusste er keines, musste er ein Glas trinken, mal war es Wisky mal war es Essig. ...Stunden später... Antonio, Vino, Lotto, Auto, Solo, Gino, Lamborgino, Piccolo, oh, oh oh.

Ein Buchstabe O spielt auch eine Rolle bei dem Restaurant nahe dem Thai-Park. In der Brandenburgischen Straße, kurz vor dem Autotunnel waren an der Ecke nacheinander mehrere Thai-Restaurants. Doch zuletzt hatte sich der bekannte Schnellzeichner Oskar dort ein eigenes Denkmal gesetzt und war Edel-Gastronom geworden. Nun ist er bedauerlicherweise gestorben. Aus schier unerfindlichen Gründen wurden bei der Außenwerbung die Buchstaben abgemacht, bis auf einen, besagtes O. Nicht zufällig, weil es an beiden Seiten des Schaufensters so geschehen ist. "O" - das wäre doch wieder mal ein Name für ein Thai-Restaurant. Oder war das jetzt pietätlos?

Die THAIGER-Fußballer haben ein Turnier für den 14. Oktober angesetzt. Leider hatte man dabei nicht bedacht, dass die Haupt-Gegner, also die Fußball-spielenden Thais Berlins zu dieser Zeit zu ihrem traditionellen Turnier in Dänemark sind. Macht aber nichts. Wird eben Ende Oktober noch ein Turnier angesetzt. Wollen die THAIGER doch den prächtigen Pokal gewinnen, der in der STARS Disco steht: Der DAOs Cup. Bis dahin: üben, üben, üben.

Na dann - einen schönen Thailand-Urlaub, wünscht Euer Rum-Treiber.

Thai-Party-Szene

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3 Jahre Ching am Olivaer Platz

Am 9. September feierten Sabine Fuhrmann und Ying Suk, besser bekannt unter den Namen Biene und Ching den dritten Jahrestag ihrer kleinen Thai-Kneipe am Olivaer Platz 3. Es waren so viele gekommen, dass der Platz kaum ausreichte, um alle Freunde und Stammkunden richtig aufzunehmen. Die Stimmung aber war riesig. Eigentlich kein Wunder, ist doch Ching ein echtes Unikat in der Berliner Thai-Szene und viel in der ganzen Welt herumgekommen. Demzufolge versteht er es gut, die Gäste zu unterhalten. Ching ist schon seit 1971 in Berlin. Angefangen hatte er mit einer Currywurst-Bude auf der Kantstraße, dann war er in der damals legendären Sperlingsgasse 21 Jahre lang und betrieb dort auf ganzen fünf Quadratmetern Fläche die wohl kleinste Bar in Berlin. Das war seinerzeit überhaupt der Treffpunkt für die Thai-Nachtschwärmer der Stadt. In jener Zeit lernte er auch Sabine kennen, mit der er schon 27 Jahre zusammen lebt (24 davon verlobt) und eine Tochter hat (siehe Foto unten) - Marisa, ein tolles Mädchen!

Also, liebe Freunde, Farangs und Thais! Bei Biene und Ching Chong fühlt man sich richtig wohl. Beide sind immer freundlich, und das zu jedem gleich. Macht weiter so! Wir sehen uns. Euer Uwe Dörk





Birthday: Pha feierte locker im R.C.A.

Etwas verspätet wurde der Geburtstag von Pha im Neuköllner R.C.A. gefeiert. Ursprünglich sollte das freudige Ereignis am 7. August begossen werden, aber die eine Hälfte der Geladenen war zu dieser Zeit durch Krankheit an das Bett gefesselt, während die andere Hälfte die Ferienzeit nutzte, um ihre Familie in Thailand zu besuchen.

Am 2. September war es dann soweit: Ein bischen schüchtern kam Pha auf die Bühne, um die Glückwünsche der R.C.A.-Crew und der anderen Gäste entgegen zu nehmen. Mit dabei war die süße 8-jährige Aria, die um diese Zeit eigentlich im Land der Träume sein müsste, doch hat die Mama heute eine Sondergenehmigung erteilt; denn mit den Erwachsenen zu tanzen macht auch den Kleinen Freude. Bei viel Spaß und Unterhaltung amüsierte sich die lustige Runde bis weit nach Mitternacht. Auch vom FARANG die besten Glückwünsche! Euer Helmut aus Steglitz 0171-371 57 28





Endlich angekommen:
DJ John & Regina öffnen eigenes Geschäft

Der Weg war lang und hatte viele Stationen. Jetzt scheinen DJ John und Regina in Berlin-Pankow eine neue Heimat gefunden zu haben. Aus dem ehemaligen NONG KHAI Khai von Ornchen und Volker wurde jetzt das Rong Bier Berlin. Die kleine Thai-Kneipe wird internationale Karaoke bieten und jede Menge thematischen Partys veranstalten. Regina ist dann ganz in ihrem Element. Sie kann planen, schalten und walten, wie sie möchte. Denn dies ist ihr erster eigener Laden. Und das Wichtigste für Regina: Sie ist nun ihrem Ehemann John immer nahe und kann für sie beide etwas Solides auf die Beine stellen.

Am 9. September gab es die offizielle Eröffnungs-Party mit vielen geladenen Gästen. Zuvor aber war frisch renoviert und eine kleine Bühne eingebaut worden. Vormittags weihte ein Mönch die Räume und abends kam eine große Gästeschar: Toi vom R.C.A., Ingrid & Bovorn, RAin Bümlein, Ornchen, Fredi, das Djantschai-Team, Peter mit Kumpels und viele andere. Es wurde richtig voll. Das Thai-Buffet dagegen immer leerer. Aber recht so. Ansprechender Thai-Tanz wurde von den reizenden Tänzerinnen Sabina & Namwahn dargeboten. Rainer und Mama Dukta halfen natürlich.

Die Athmosphäre in dem einzigen Thai-Musik-Laden im Norden Berlins ist angenehm familiär. Man kennt sich und spricht auch miteinander. Viele Stammkunden kommen immer wieder gerne hierher. Dazu gehört auch Familie Meyer (auf dem Foto unten mit Toi, im Hintergrund). Mittelpunkt der Sache ist natürlich John am Keyboard. Der Vollblut-Musiker beherrscht das ganze Repertoire der Unterhaltungsmusik. Er ist bei Thai und Deutschen beliebt. Regina schmeißt nun den Tresen und hält die Männers an der Theke mit dem ihr ureignen Naturell in Schach. Sicher, nicht jedermanns Sache, aber wirkungsvoll.

Wenn den beiden noch genug Zeit übrig bleibt, dann wird Regina (trotz aller Kritik) auch weiterhin für den FARANG schreiben und dabei auch ihre Veranstaltungen ankündigen. Nebenher decken die Beiden auch andere Events außer Haus wie Hochzeiten und Geburtstage ab. Also, zu tun ist reichlich. Viel Gück, Euch beiden, von uns. M.H.





Neuer Start für altes Bangkok Cafe

Das Bangkok (Old) in der Neuköllner Sonnenallee hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach Jahren mit Dia kam eine Zwischenstation mit Kek und dann das AUS. Jetzt aber gibt es einen Neuanfang mit Dung Ding. Am 7. September kam der Mönch und weihte die Räume. Da die neue Chefin eine sehr freundliche Frau ist, kamen alle Freundinnen und halfen bei der Zeremonie. Die Neuköllner Thai sind froh, wieder ihr geliebtes Bangkok zu haben: Ott, Jim, Djep, Bube und Noi, aber auch Gatai, Ning und Nee. Viel Glück! M.H.








LEK

Dass Lek beliebt ist und viele Freunde hat, kann man auf den Fotos gut sehen. Bereits am 2. August gab sie bei DJ Cee in Berlin eine Geburtstags-Sause vom Feinsten. Ihr riesiges Buffet fand Anklang. Ja, kochen kann sie gut! Und auch Thai-Karaoke singen. Es gab auch Thai-Tanz von Papa Lohs entzückenden Tanz-Mäusen. Es kamen Edd, Toi vom R.C.A., Pi Deng und Roman, Nit von Tippi, dann Yad mit Gift und Moses. Na, und natürlich Nin, Ut und Schatzi Wan nicht zu vergessen. Selbst Lek vom SCORPION kam vom Weddding rüber.





KHAO SAN: Happy Birthday, liebe Nin!

Genau einen Monat zuvor, am 2. August, feierte Nin ihren Geburtstag im zum Khao San Road gewandelten Butterfly. Der neue Chef, DJ Cee, gab sich alle Mühe, diese Feier unvergessen zu machen: Mit Ut, Wan & Lek, DJ Geng, Thong, Bee und dem Team ihrer Pawarisa-Massage und mit einem Thai-Buffet. Warum an der Wand das Wort Nill stand, weiss der Transliterat.






Song Contest in Green Mango Bar

Zuerst ein Aufruf an alle Thai, die gut mit dem Kochlöffel umgehen können. Chef Nils sucht für sein Green Mango in der Thomasstr. 17 eine Köchin.

Und nun zum Hauptpunkt: Ein Song Contest ist geplant. Dieser soll wie folgt ablaufen: Am 16. und 17., sowie am 19. Oktober treffen sich die Teilnehmer gegen 18.00 Uhr in der Green Mango Bar. Die Reihenfolge der Auftritte wird per Los ermittelt. Um 19.15 Uhr geht es los. Jeder singt zwei Lieder. Sie sollten in englischer Sprache sein. Das erleichtert der Jury die Wertung (die Jury besteht aus mindestens zwei Leuten, davon ein Profimusiker). Die ersten drei bis fünf Plätze (wird noch festgelegt) starten im Finale am 22. Oktober. Nachmeldungen aus dem Publikum sind bis zum Start möglich. Die Startgebühr von fünf Euro ist inklusive eines alkoholfreien Getränkes. Der Siegerin bzw. dem Sieger winken tolle Überraschungsgeschenke. Jeder Teilnehmer bekommt ein kleines Präsent. Unter dem Motto "Just for fun" sind alle, die sich trauen ein Mikro in die Hand zu nehmen, herzlich willkommen. Da das Event für Amateure gedacht ist, sind Profimusiker, sowie die Mitarbeiter des Green Mango vom Wettbewerb ausgeschlossen. Anmelden kann man sich bei Nils unter 0152-055 325 67, oder 030-6823 1926 oder persönlich im Green Mango. Dessen Internet-Adresse lautet: www.green-mango.info

Jetzt noch ein Glückwunsch zum Geburtstag an Andreas (Igelsound). Er feierte mit seinem Schatz Manee in kleiner Runde seinen Happy Birthday am 14. September. Mit Liedern von den Beatles hauchte der Gratulant dem Computer Leben ein. Die anderen Gäste wurden schnell angesteckt und griffen selbst zum Mikro (manchmal muss eben einer nur den Anfang machen). Bei englischen und Thai-Songs kam die Gesellschaft rasch in Stimmung. Am 8. Oktober geht es dann in den 4-wöchigen Urlaub nach Thailand. (Kapitän, nimm mich mit auf die Reise...). Viel Spaß dabei, kommt gut erholt und gesund wieder! Bis denne, Helmut aus Steglitz 0171 - 371 57 28

Gastro Report

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Klaus Müller ist ein freier Mitarbeiter der Zeitschrift FARANG, und der hier dargestellte Bericht entspricht nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Aber im Sinne der Presse- und Meinungsfreiheit geben wir hiermit Klaus Müller die Gelegenheit seine Meinung und Erfahrung dem Leser nahe zu bringen. Gern stellen wir auch anderen Feinschmeckern Platz in dieser Rubrik zur Verfügung.

Thailand ist eines der meistbesuchten Länder Südostasiens. Und das nicht nur wegen der interessanten Kultur. Thailand ist auch das Land, in dem Essen eines der wichtigsten und beliebtesten Themen für die Menschen ist. Kein Wunder, dass die echte thailändische Küche von Gourmets als die beste Küche der Welt bezeichnet wird. Gekocht wird in Thailand rund um die Uhr. Im ganzen Land kann der Besucher auf kulinarische Entdeckungsreise gehen.

Thais sind wahre Genießer, sie lieben gutes Essen über alles und können sich stundenlang darüber unterhalten, was sie zuletzt gegessen haben oder was sie gerade essen und wie sie ein Gericht zubereiten. Ist dieses Thema ausgiebig diskutiert, bietet sich gleich ein neues an: Was wird als nächstes gegessen? In Thailand isst man nicht nur, um satt zu werden, sondern das Essen ist ein Teil der thailändischen Kultur und Lebenskunst. Darüber hinaus ist es die Grundlage für Sanuk, ein wichtiger und allgegenwärtiger Begriff, den man wohl am treffendsten mit "Spaß" übersetzen kann. Gegessen wird in Thailand übrigens nicht mit Stäbchen sondern mit Löffel und Gabel.

Schade, dass diese liebenswürdige Lebensart im Ausland oft vergessen wird. Viele Thailandkenner sind von der hierzulande angebotenen sogenannten authentischen Thaiküche enttäuscht.

Sehen wir uns das etwas genauer an. Im Laufe der Jahre hat der Zeitgeist ein Auszeichnungs-Syndrom entwickelt. Es gibt den Nobelpreis, den Film-Oscar, den Goldenen Bären usw. und jüngst auch einen Thai Cuisine Award für gute Thai-Restaurants. Aus meiner Sicht entspricht dieser Award aber nicht unbedingt dem, was er sein sollte. So wird postum eine Gaststätte ausgezeichnet, die bereits das Zeitliche gesegnet hat. Ich meine das Em-On in der Charlottenburger Kantstraße.

Es kann natürlich auch sein, dass die Vergabestelle sehr großzügig war, denn unter den Ausgezeichneten sind einige dabei, bei denen sich bei mir ein leichter Schüttelfrost einstellt. Scheinbar wurde nur die Speisenkarte geprüft, nicht aber die Authentizität der Speisenbeigaben. Denn, wenn schon original thailändisches Essen, dann bitte auch neben dem guten Thaireis (der oft nicht gereicht wird) auch Gemüse aus Thailand und nicht solches aus Europa oder aus dem Orient. Hier nur als Beispiel: Auberginen aus der Türkei.

Im Laufe der letzten Jahre haben viele Vietnamesen und Chinesen an ihren Imbissen und Restaurants das selbsterdachte Gütezeichen "Original Thaiküche" stehen. Es ist oft erschreckend, was einem dort als Thaiessen vorgesetzt wird. Für Touristen, die meist keine Ahnung von richtigem Thaiessen haben, kann es ja angehen. Aber die vom SPIEGEL vor einigen Jahren gepriesene Aussage "Thai-Küche ist die Beste der Welt" ist leider in Berlin nicht immer zutreffend.

Beim Chinesen bin ich ein nicht definierbares Essen gewöhnt, aber in manchem Thai-Restaurant, wo ich viel Geld für mein Essen bezahlen muss, reißt das Undefinierbare jetzt auch schon ein.

Warum werden Restaurants wie das Mai Phai in Steglitz, das Praya Thai am Adenauerplatz und das Rüan Thai in Tegel beim Thai Cuisine Award nicht berücksichtigt? Das sind Restaurants, die schon viele Jahre bestehen und stabil gutes Essen liefern - im Gegensatz zum Em-On, das ja gar nicht mehr existiert. Besonders das Mai Phai und das Praya Thai haben noch den Charme der alten traditionellen Thai-Restaurants, den ich so liebe. Da gibt es keine kalte Atmosphäre wie in den jetzt modernen Thai-Restaurants á la Zeitgeist mit solchen Beinamen wie Bar oder Lounge und haste nicht gesehen. Wichtig wäre, dass man sich einmal um die Belange der Angestellten kümmert, die mitunter unter Tarif bezahlt werden und oft nicht richtig angemeldet sind.

Mein Besuch im Thai-Restaurant Mao Thai (früher Thai Palace) in Wilmersdorf/Charlottenburg

Das Mao Thai am Fasanenplatz ist eines der mit dem Thai Cuisine Award ausgezeichneten Thai-Restaurants. Als wir es betraten empfing uns eine reizende Thaifrau, die uns zu unserem Tisch brachte. Ich hatte, um nicht als vorsätzlicher Negativ-Kritiker zu gelten, einen ehemaligen Besitzer eines bekannten Berliner Thai-restaurants und dessen Frau Porn dabei.

Die Einrichtung in diesem Restaurant entsprach nicht unbedingt meinem Geschmack (dann lieber das Thai Boran). Aber leider ist jetzt MODERN angesagt. Warum man nur das alte SIAM verleugnet? Ich weiss es nicht. Die Vorsuppe Tom Kha Gai entsprach im großen und ganzem dem, was man davon erwartet. Kokos könnte ein bischen mehr sein. Ich aß mein traditionelles Gaeng Phed Ped Yang, was ich als sehr gut empfand. Sämtliche Beigaben waren original Thai. Eine vorzügliche Ente und auch nicht kiniau (geizig) aufgetan. Khun Porn war von ihrem Essen, Ente Ki Mau, sehr angetan und sagte, genau so mache ich es zu Hause für meinen Sami auch.

Khun Günter war von seinem Essen etwas enttäuscht, was man aber verstehen kann, denn er und seine damalige Lebensgefährtin hatten viele Jahre das Sawaddi in der Bülowstraße. Dort hat ihn Phanida auch immer sehr verwöhnt.

Man kann sagen, dass das Mao Thai zu Recht die Auszeichnung verdient hat. Das Preisniveau liegt im oberen Bereich. Reizende und flinke Bedienungen, sehr höflich, sehr erfreut, dass eine Thaifrau mit zu Gast war (sonst nur Farangs). Und wenn man vom Parkplatzproblem absieht: Ein sehr schöner Abend

Mao Thai, 10719 Berlin, Meierottostr. 1

Ich besuchte in den letzten Wochen:
Siam Restaurant Prenzlauer Berg: Köchin hatte wohl schlechten Tag.
Praya Thai: jetzt, nach alter Köchin Essen wieder sehr gut.
Thai Boran: erfreulich gleichmäßig gut.
Franziskaner Wilmersdorfer Straße: gut und preiswert.
New Bangkok: Grandios, was für ein gutes Essen es für kleines Geld gibt.
M.I.N.T.: jeden Sonnabend schönes Thai-Bufett.

und zu guterletzt meine Olalas:
Sabeiland Moabit: lecker, lecker.
Nogatstraße Neukölln: sehr liebe Belegschaft.
Tuk Tuk: nun schon lange Zeit existent und immer nett.
Sunshine: gute alte Bekannte.

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Mit Visa-on-arrival: Nur noch maximal 90 Tage
Laut Einwanderungsbehörde wurden die Visabestimmungen für Touristen aus 41 Ländern mit Wirkung vom 1. Oktober 2006 verschärft, u.a. für Besucher aus Australien, England, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan und den USA. Bislang konnten Touristen aus diesen Ländern ohne mitgebrachtes Visa in Thailand einreisen und bis zu 30 Tage im Königreich bleiben. Sie konnten ihren Aufenthalt durch wiederholte Aus- und Wiedereinreisen ausdehnen. "Unter den bisherigen Bestimmungen konnten Leute aus diesen Ländern also praktisch in Thailand bleiben, solange sie wollten. Manche blieben sogar ein Jahr hier", erklärte ein Immigrationsbeamter.
Man habe beobachtet, daß eine steigende Zahl von Fremden aus diesen 41 Ländern illegal in Thailand arbeite, sagte der Chef der Einwanderungsbehörde und fügte hinzu, viele von ihnen seien in Bars und Restaurants in Pattaya beschäftigt. Touristen nutzten die Einreisemöglichkeit ohne mitgebrachtes Visa aus. Statt Sightseeing gingen sie hier ihren Geschäften nach, erklärte er.
Ab Oktober können Touristen aus diesen Ländern zwar immer noch mit einem Visa-on-Arrival in Thailand rechnen und sich bis zu 30 Tage im Land aufhalten. Aber in ihren Paß dürfen in der Folge maximal zwei weitere Visa-on-arrival (VOA) eingestempelt werden. Bei einer VOA-Einreise und zwei Aus- und Wiedereinreisen nach jeweils 30 Tagen kann man sich daher ab Oktober nur mehr maximal 90 Tage in Thailand aufhalten. Danach dürfe man erst nach frühestens 90 Tagen erneut einreisen, erklärte der Chef der Einwanderungsbehörde. (Quelle: www.thaiticker.com)

Wer wird der Sieger?
Abac-Poll stellte 8.700 Wählern in 32 Provinzen die Sonntagsfrage: Welche Partei würden Sie wählen, wenn heute Parlamentswahlen wären? 36,7% der Befragten entschieden sich für die regierende Thai Rak Thai-Partei, 24,4% für die Demokraten, 9,7% für Chart Thai und 6% für andere politische Gruppierungen. Der Rest wollte oder konnte keine Angaben machen. 80% der Interviewten wollen bei der kommenden Parlamentswahl ihre Stimme abgeben, 13% werden Zuhause bleiben. Nach Einschätzung des Abac-Poll Research Centre der Assumption Universtät in Bangkok würde die Thai Rak Thai-Partei an Wählerstimmen gewinnen, wenn Ministerpräsident Thaksin Shinawatra abtreten und sein Stellvertreter Somkid Jatusripitak den Parteivorsitz übernähme. Die Mehrzahl der Thais kreidet der Regierung an, die Gewalt im Süden des Landes nicht gestoppt, die Korruption nicht energisch genug bekämpft, politische Konflikte verschärft und die Wirtschaft vernachlässigt zu haben.

Schulbusse sicherer
Nachdem kürzlich bei zwei schweren Verkehrsunfällen in Prachinburi und Nakhon Ratchasima sechs Schulkinder getötet und weitere 15 verletzt wurden, will der Erziehungsminister über einen Erlass für mehr Sicherheit beim Transport von Schülern sorgen. Jeder Schulbus soll registriert werden, ein Ausschuss soll sich mit der Sicherheit der Transportmittel befassen, allen Schülern muss ein Sitzplatz mit Anschnallgurt zur Verfügung stehen, und die Fahrzeuge müssen als Schulbus weithin kenntlich gemacht werden. Was sich da das Erziehungsministerium ausgedacht hat, geht an der Realität vorbei. Denn die meisten Kinder und Jugendlichen werden nicht in Minibussen, sondern von Familienangehörigen auf Motorrädern (ohne Helm!) und in Pick-ups transportiert. Auch die Schulbusse bei den Unfällen in Prachinburi und Nakhon Ratchasima waren Pick-ups.

Neue Brauerei
Die inzwischen in Singha Corporation umbenannte Boon Rawd Brewery, will 2007 Jahr auf einem 150 Rai großen Areal in Zentralthailand mit dem Bau einer dritten Brauerei beginnen. Mit dieser vier Milliarden teuren Produktionsstätte wird sich der Ausstoß von derzeit 1,15 Milliarden auf 1,55 Milliarden erhöhen. Singha wird in Pathum Thani und Khon Kaen gebraut. Das Unternehmen will seinen Absatz im In- und Ausland erhöhen und sich neue Märkte erschließen, so z.B. in Vietnam.

Thema Scheidung
Paare lassen sich nicht nur gerne im Ausland trauen, sie wählen auch für eine Scheidung mitunter einen Ort jenseits der deutschen Grenzen. Eine in Thailand vermeintlich schnell und unbürokratisch beendete Ehe ist in Deutschland nur dann geschieden, wenn die Scheidung dort in einem förmlichen Verfahren anerkannt wird. 2005 wurden beim zuständigen Präsidenten des Oberlandesgerichts München 1.268 Anträge auf Anerkennung ausländischer Ehescheidungen gestellt (im Vorjahr: 1.367), beinahe doppelt so viele wie noch im Jahr 1990. Die meisten Anträge betrafen Scheidungsurteile aus der Türkei (168), den USA (158) und Thailand (111).

Metro fährt im Minus
Bangkoks Untergrundbahn fährt dem Betreiber Bangkok Metro nach wie vor Verluste ein. Derzeit befördern die 19 Züge täglich 180.000 Fahrgäste, aber schwarze Zahlen kann die Bangkok Metro erst ab 240.000 Kunden schreiben. Der Betreiber hofft Ende 2006 auf täglich 200.000 Fahrgäste, will ab 2008 Gewinne einfahren. Um die geplante Erweiterung des U-Bahn-Netzes zu finanzieren, geht Bangkok Metro jetzt an die Stock Exchange. Der Börsengang soll 2,75 Milliarden Baht bringen.

Koh Larn verbessern
Da die Pattaya vorgelagerte Insel Larn Stadt und Geschäftsleuten Steuern und Einnahmen in Milliardenhöhe bringt, will die Verwaltung weiter in eine verbesserte Infrastruktur investieren. Die Versorgung der Bevölkerung mit Strom und Wasser ist unzureichend, der Müllberg wächst und wächst. Pattaya möchte die Koh Larn als Öko-Ziel und für wassersportbegeisterte Urlauber ausbauen. Auf dem Eiland sind 2.900 Einwohner gemeldet, dreimal so viele Thais sollen sich dort inzwischen niedergelassen haben. Viele von ihnen haben keinen Job und kein Einkommen, auch deshalb sind Handel und Konsum von Drogen ein gewichtiges Problem. Die Stadtverwaltung führt das auf die zu geringe personelle Ausstattung der Polizeistation zurück.

Mehr für Bali Hai
Pattayas Stadtrat hat weitere 21,8 Mio. Baht für den Hafen am Strandabschnitt Bali Hai bewilligt. Mit diesen Geldern soll unterhalb des Pratamnak-Hügels ein rund 1.800 qm großes Gelände gekauft werden. Seit seiner Fertigstellung vor einigen Jahren werden die Anleger so gut wie nicht genutzt, fast ausschließlich von den Fähren zur Koh Larn, von Restaurationsschiffen und Vergnügungsdampfern. Die kleinen Schiffe und Boote, für die Bali Hai gedacht war, ankern nach wie vor in der Bucht vor Pattaya oder am Jomtien. Dort sind sie zweifelsohne ihren Kunden näher. Das Hafengelände ist weitestgehend von Schiffen, Booten und Fahrzeugen zugeparkt. Die Stadt gibt die Zahl der kleinen und großen Boote an Land mit rund 500 an. Die Besitzer dürfen ihre Schiffe auf Tausenden Quadratmetern abstellen, weil die Stadt das Areal an ein Privatfirmen vermietet hat.

Strom bleibt stabil?
Der Strompreis bleibt voraussichtlich im Abrechnungszeitraum Oktober bis Januar stabil. Der Gouverneur des Stromversorgers Electricity Generating Authority of Thailand (Egat), Kraisi Karnasuta, schließt derzeit eine erneute Erhöhung aus. Sein Unternehmen arbeite effizienter und kostensparender. Egat setzt bei der Stromgewinnung vermehrt auf die Primärenergien Gas und Kohle, anstatt auf dem Weltmarkt das teure Rohöl zu kaufen. In Thailand wird der Strompreis alle vier Monate neu festgesetzt.

Nochmal: Die Umgehung
Der Bau von Pattayas Umgehungsstrasse kann beginnen. Stadt und staatliche Eisenbahngesellschaft haben sich auf Details dieses Projektes verständig und einen Pachtvertrag für das Gelände unterzeichnet. Die Stadt wird an die Railway Authority of Thailand jedes Jahr zwei Millionen Baht und 5% Zinsen zahlen. Darüber hinaus kommt die Stadtverwaltung auf der 2,8 Km langen Strecke für das Versetzen der Telefonmasten auf. Dafür muss die Stadt weitere 20 Mio. Baht ausgeben. Auf beiden Seiten der Eisenbahnlinie werden zweispurige Fahrbahnen geschaffen. Die Arbeiten sollen auf der östlichen Seite beginnen, später wird die westliche Fahrbahn folgen. Die Stadt gibt die Kosten mit 230 Millionen Baht an. Das erste Teilstück der Umgehung soll im kommenden Jahr fertig gestellt werden.

Gegen alle Scheinfirmen
Bereits im Mai traf es ausländische Immobilienkäufer, jetzt will das thailändische Wirtschaftsministerium alle Unternehmen mit ausländischen Teilhabern durchleuchten. Da auch diese Firmen nach dem Foreign Business Law nur bis zu 49% in ausländischer Hand sein dürfen, werden bei einer Firmengründung für 51% thailändische Mitbesitzer bzw. Kapitalgeber genannt. Es handelt sich in der Regel aber nur um Strohmänner, die weder Geld eingebracht noch bei der Geschäftsführung ein Mitspracherecht haben. Das Business Development Department hat ab dem 15. August von den thailändischen Aktionären u.a. Bankauszüge und von der zu gründenden Firma weitere Dokumente einzusehen begonnen. Inzwischen hat sich im Immobiliemarkt die Aufregung weitgehend gelegt. Der Geschäftsführer einer Maklerfirma: "In Thailand gibt es weiterhin Wege, damit Ausländer ein Grundstück kaufen und ein Haus bauen können." Wie beim Thema Landbesitz, ist es auch im Geschäftsleben wichtig, dass der Ausländer auf den Rat eines qualifizierten Anwalts hört.

TOT-Geschäftsstelle
Pattayas Geschäftsstelle des staatlichen Kommunikationskonzerns TOT hat ihren Service verbessert. Bereits seit Monaten können in den Büros an der Kreuzung Central Pattaya Road / 3rd Road Rechnungen sieben Tage in der Woche bezahlt werden, also auch sonntags und an Feiertagen. Die Zahlstelle ist täglich von 8 - 16.30 Uhr geöffnet.

Condos Ocean 1
Pattayas Stadtrat hat dem Bau des Condos Ocean 1 am Jomtien grundsätzlich zugestimmt. Bis 2010 soll an der künftigen Second Road in der Nähe des Immigration-Büros der weltweit höchste Wohnturm entstehen. Mit seinen 91 Stockwerken wird der Neubau zu den 20 höchsten Gebäuden auf allen fünf Kontinenten zählen. Das vom Architekten Woods Bagot entworfene Projekt wird von der Siam Best Enterprises Company Ltd. und der Pattaya Properties Company Ltd. realisiert. Die Baukosten sollen sich auf rund fünf Milliarden Baht belaufen. Geplant sind 611 Apartments unterschiedlicher Größe.

Neuer Isizu Pick-up
Isuzu hat einen neuen Pick-up D-Max vorgestellt. Von dem Ein-Tonner will das Unternehmen bis Ende des Jahres 70.000 absetzen. Isuzu hat sein Werk in der Provinz Samut Prakan ausgebaut und kann jetzt jährlich bis zu 200.000 Wagen produzieren. Im ersten Halbjahr hat der Autobauer 81.103 Pick-ups abgesetzt, dann folgt Toyota mit 75.203 des Modells Hilux Vigo.

Na Jomtien Apartments
Ocean Property hat im ersten Halbjahr in Na Jomtien Apartments für rund 600 Millionen Baht verkauft. Bürogebäude bzw. Büroflächen brachten weitere 15 Millionen Baht und der Yachthafen 18 Millionen Baht. Der Yachthafen befindet sich an der Sukhumvit Road in Richtung Sattahip in der Nähe des Ambassador Hotels. Dort hat Ocean Property bereits in den 90er Jahren ein Condominium gebaut, jetzt wird ein zweiter Wohnblock errichtet. Er nennt sich Ocean Portofino Condominium.

Chevy Aveo
Im Werk von General Motors in Rayong sind die ersten Chevrolet-Aveo vom Band gelaufen. Der Kleinwagen soll in wenigen Wochen bei den Händlern stehen. Der Aveo hat einen 1,4-Liter-Motor, ist ein Kompaktauto und soll nicht mehr als 500.000 Baht kosten. Bei diesem Preis dürfte es nicht schwer fallen, in Zeiten hoher Spritpreise für den neuen Chevy ausreichend Käufer zu finden.

Inlandsflüge boomen
Seitdem die Billigairlines fast alle Ziele in Thailand anfliegen, boomt der Inlandsverkehr. 2006 rechnet die Airports of Thailand mit über 10 Mio. Inlandspassagieren. Die Zahl der Auslandsfluggäste soll bei rund 28 Mio. liegen.

Ausbildung in Thailand
Toyota lässt seine Mitarbeiter aus der asiatisch-pazifischen Region künftig in Thailand ausbilden. Der japanische Autobauer hatte im Vorjahr bei seinem Werk Samrong 100 Mio. Baht investiert und das Asia Pacific-Global Production Center mit einer Fläche von 5.000 qm geschaffen. Bislang wurden hier nur Thais geschult, künftig soll das Trainingszentrum auch Mitarbeiter aus Malaysia, Indonesien, den Philippinen, Vietnam, Indien, Taiwan, Pakistan und Ozeanien aufnehmen. An den Schulungen sollen jährlich 4.000 Menschen teilnehmen.

Verkehr sicher machen
Das Accident Reduction Network und das Office of Health Promotion haben in der Provinz Chonburi, zu der Pattaya zählt, eine Verkehrssicherheits-Kampagne gestartet. Die Bevölkerung soll für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden und die Verkehrsregeln einhalten, die Motorisierten sollen mehr Rücksicht auf andere nehmen. Die Polizei will verstärkt kontrollieren und die Alkoholsünder aus dem Verkehr ziehen. In Thailand gilt die Fünf-Promille-Grenze.

Neuer TAT-Slogan
Mit dem neuen Slogan "Thailand Unforgettable" (Unvergessliches Thailand) will die staatliche Tourismusbehörde (TAT) in das kommende Jahr starten. Naturschönheiten, Strände und das Kulturerbe sollen für Urlauber unvergesslich bleiben. TAT wird 2007 weiter für beliebte Ausflugsziele, neue touristische Orte und sportliche Angebote sowie für 80 sehenswerte Strecken anlässlich des 80. Königs-Geburtstags werben. TAT erwartet 15 Mio. ausländische Gäste, das wäre gegenüber der für 2006 prognostizierten Zahl ein Plus von 15%. Die Ausländer sollen 547 Milliarden Baht Einnahmen bringen.

Technik von Siemens
Siemens wird ab Oktober für das Revenue Department in Bangkok eine so genannte Contact-Center-Lösung liefern und installieren. Das deutsche Unternehmen wird die Finanzbehörde auf den neuesten Stand der Technik bringen und dazu beitragen, dass die Kommunikation zwischen Steuerzahler und Behörde vereinfacht und verbessert wird. Das neue Contact Center wird 1.500 Anschlüsse und 50 Contact-Center-Agenten umfassen.

BMW-Zentrale Bangkok
Die Zentrale von BMW (Thailand) befindet sich in Bangkok. Der Vertrieb der Marke findet seit 1998 statt. Nach 18 Monaten Bauzeit und einer anfänglichen Investitionssumme von umgerechnet 25 Mio. Euro wurde im Jahr 2000 das auf einem 56.700 qm großem Areal errichtete Werk in Rayong feierlich eröffnet. Im Jahr 2002 wurden weitere 15 Mio. Euro für die zweite Fertigungsstraße ausgegeben. Das Werk ist seitdem in der Lage, 10.000 Autos pro Jahr zu produzieren. Die derzeitige Auslastung beträgt 6.000 Autos im Jahr, wobei der Export nach Indonesien berücksichtigt ist. 60% der Teile werden aus Deutschland zugeliefert. 400 Angestellte haben im Werk Arbeit gefunden. Nun einige Fakten zur Produktion:
2000-2002 Bau der 3er- Serie mit dem 323i und 318i wahlweise mit 4- oder 6-Zylindermotor (nur Sindelfingen/Rayong)
ab November 2002 die 7er Serie mit dem 735i, ab August 2003 den 735Li, ab März 2004 die 5er Reihe, ab Juni 2006 den X3 (nur in Rayong). Helmut Kremser

BMW hat erweitert
Die BMW Group hat Anfang des Jahres die lokale Fertigung im Werk Rayong um die Montage des BMW X3 erweitert. Damit baut BMW in Thailand mit der 3er, 5er und 7er Reihe insgesamt vier Modelle im CKD-Verfahren (Completely Knocked Down) für den lokalen Markt. Im CKD-Verfahren werden vor Ort die Fahrzeuge aus importierten Teilesätzen zusammengebaut und mit lokal produzierten Teilen ergänzt. BMW verfolgt diese Strategie vor allem in solchen Märkten, die durch hohe Einfuhrzölle den Import von fertigen Automobilen erschweren. Das ist in Thailand der Fall. Rayong unterstützt die Produkt- und Marktoffensive der BMW Group in Asien. Das Ziel lautet, den Absatz in den asiatischen Märkten bis 2008 auf jährlich 150.000 Autos der Marken BMW, Mini, Rolls-Royce zu erhöhen.

Mercedes zieht nach
Mercedes-Benz will in den kommenden Jahren 20 Mio. Baht in den Ausbau der Produktionsstätte investieren. Bisher laufen in Thailand Modelle der E-, S- und C-Klasse vom Band sowie seit wenigen Monaten die A-Klasse. Ab Anfang 2007 soll in Thailand auch die neue S-Klasse montiert werden. Partner des deutschen Autobauers ist die Thonburi Automotive Assembly Plant Co. (TAAP) in Bangkok. Dort können jährlich bis zu 12.000 Fahrzeuge der Nobelmarke hergestellt werden.

Flughafensteuer hoch
Nun also ist es bekannt: Die Flughafensteuer wird per 1. Februar 2007 um 40% für Flüge ins Ausland auf 700 Baht angehoben und für Inlandflüge gar um 100% auf 100 Baht. Das sollte bereits am 1. November geschehen, nun aber gibt es eine Gnadenfrist von drei Monaten.

Tsunami Warnsystem
Nachdem ein Tsunami Warnsystem am Chaweng Strand auf Koh Samui eingeführt und auch schon getestet wurde, soll nun ein solches auch auf der Insel Phangan eingerichtet werden. Im Juli wurde eine Probeevakuierung von niederem auf hohes Land durchgeführt, an dem sich Einheimische und Touristen beteiligten. Anwesend war auch der Vize Regierungschef der Provinz Surat Thani, Tawatchai Toetphaothai, und Mitglieder des Katastrophenhilfe-Kommandos. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass ein Tsunami in den Golf von Siam dringt. Die Übung diente dem Zweck, die Menschen zu beruhigen und zu zeigen, auch hier ist man mit einem Warnsystem ausgerüstet.

Bau der Second Road
Der Landkauf für den Bau der Second Road am Jomtien geht nur zögerlich voran. Deshalb hat Chonburis Gouverneur eine amtliche Bekanntmachung unterzeichnet, mit der die Grundstückseigentümer zu einem schnellen Abschluss der Kaufverhandlungen bei Festpreisen verpflichtet werden. Die Stadt hat die erforderlichen Flächen von 490 Eigentümern aufzukaufen. Dafür stehen im Haushaltsplan 176 Mio. Baht zur Verfügung. Die sechsspurige Second Road wird über 7,7 Km von der Thappraya Road bis zur Sukhumvit Road führen.

Eisenbahn-Subventionen
Das Finanzministerium muss der staatlichen Eisenbahngesellschaft mit einer Finanzspritze von 37 Milliarden Baht helfen. Die State Railway of Thailand (SRT) hat im letzten Geschäftsjahr einen Verlust von 90 Milliarden Baht eingefahren. 40 Milliarden Baht sind operative Verluste, der Rest setzt sich aus Pensionszahlungen zusammen. Die SRT hatte ihren Antrag damit begründet, die operativen Kosten enthielten erhebliche Ausgaben für den Ausbau von Strecken. Und dafür sei der Staat zuständig. Neben der SRT schreibt nach wie vor die Mass Rapid Transit Authority of Thailand rote Zahlen, die in Bangkok den Skytrain betreibt. Täglich nutzen rund 160.000 Fahrgäste die Hochbahn, erheblich weniger als die erhofften 400.000 pro Tag.

Denkmal für den König
Lange haben Pattayas Stadtväter über die Errichtung eines Denkmals zu Ehren des Königs diskutiert. Jetzt soll ein Wettbewerb für Architekten, Bildhauer und Designer ausführungsreife Pläne bringen. Der Sieger erhält 300.000, der Zweite 100.000 Baht und drei weitere Teilnehmer je 50.000 Baht. Das Denkmal soll an die Thronbesteigung Seiner Majestät vor 60 Jahren erinnern und wird gegenüber der Mike Shopping Mal auf der Strandpromenade errichtet.

La Royale Beach
Obwohl der Quadratmeter mit 72.000 bis 90.000 Baht berechnet wird, hat die Wise Power Land Company für ihr Bauprojekt La Royale Beach nach eigenen Angaben bereits 90 der 130 Apartments verkauft; überwiegend an Ausländer aus Grossbritannien, Deutschland und Skandinavien. Auf einem zehn Rai (16.000 qm) großen Areal am Jomtien entstehen derzeit ein 34 Stockwerke hohes Condominium mit 120 Wohnungen sowie 38 Häuser. Der Käufer hat bei den Apartments die Wahl zwischen 106 bis 166 Quadratmeer Wohnfläche.

DHL Thailand
In der Thip Plaza in Pattaya hat die thailändische Tochtergesellschaft der deutschen DHL eine Zweigstelle eröffnet. Unter der Leistungsmarke DHL bündelt das ehemalige Staatsunternehmen Deutsche Post das nationale und internationale Paket- und Expressgeschäft sowie alle logistischen Aktivitäten: von der Zustellung eines Express-Briefes bis zur Verladung von Luft- und Seefracht. Erst im März dieses Jahres hatte DHL Express International Thailand an der Silom Road in Bangkok die erste Niederlassung eingerichtet.

Miss Thailand
Eine Million Baht, ein VW-Wagen und eine Diamantkrone - darüber kann sich Lalana Kongtoranin, die diesjährige Miss Thailand, freuen. Die 18-jährige Medizinstudentin aus Bangkok setzte sich am 3. September gegen 17 Mitbewerberinnen durch. Erstmalig wurde der Contest außerhalb von Bangkok ausgetragen, im Pattaya Alangkarn Theater. Seit Ende August drehten die Schönheiten Promotion-Videos an verschiedenen touristischen Plätzen in und um Pattaya, etwa am Samae Beach auf Ko Larn, im Nong Nooch Tropical Garden und im Mini Siam. Wie wünscht Du Dir Thailand und seine Gesellschaft im Jahr 2007? war die entscheidende Frage im Finale. Die Medizinstudentin überzeugte mit wenigen Sätzen über eine friedliche und vereinte Gesellschaft. Sie darf nun eine Krone tragen, die exklusiv zu Ehren des königlichen Thronjubiläums mit Edelsteinen versehen wurde.

Tante-Emma-Läden
Nach einer Studie der Thai Chamber of Commerce sollen landesweit 400 Einzelhandelsgeschäfte von ausländischen Unternehmen geführt werden. Die bekanntesten Investoren sind Tesco Lotus, Big C, Makro und Carrefour. Die Handelskammer hat einmal mehr den Verbrauchermärkten vorgeworfen, die thailändischen Inhaber so genannter Tante-Emma-Läden zu verdrängen. Im letzten Jahrzehnt sollen rund 300.000 dieser Geschäfte aufgegeben haben. Die Thai Chamber of Commerce hat sich auf die Großen der Branche eingeschossen und drängt die Regierung, im Interesse der kleinen Einzelhändler die Eröffnung weiterer Märkte ausländischer Geldgeber zu stoppen. Dass die Handelskammer mit keinem Wort immer geöffneten 7-Eleven-Geschäfte als Konkurrenten für die lokalen Einzelhändlern nennt, mag daran liegen, dass Tausende Läden von der thailändischen Seven Eleven oder über Franchise mit ihr von Thai betrieben werden.

Tiffany: Miss-Wahl
Zum dritten Mal wird das Tiffany Cabaret die Wahl zur "Miss International Queen" ausrichten. Das Spektakel geht am 28. Oktober, über die Bühne des Show-Theaters an der Second Road in Nordpattaya. An der Miss-Wahl 2006 können Transvestiten und Transsexuelle aus aller Welt teilnehmen. Von den Bewerbern bzw. Bewerberinnen werden 25 in die Endausscheidung kommen und sich vom 22. bis 28. Oktober in Pattaya aufhalten. Der TV-Kanal iTV wird das Finale live übertragen.

Ausweis zeigen lassen
Ausländer sollten sich von Thais, die sich als Polizeibeamte ausgeben, gleich ob in Uniform oder Zivil, grundsätzlich den Ausweis zeigen lassen. Darauf weist ein Sprecher von Pattayas Polizei aus gegebenem Anlass hin: Ein 23-jähriger Brite ging mit seiner thailändischen Freundin die Walking Street entlang, als ihm zwei Männer Drogen anboten. Der Tourist lehnte ab und erfuhr, dass er es mit Polizeibeamten zu tun hatte. Sie durchsuchten ihn und fanden in seiner Tasche das ihm untergeschobene Haschisch. Die Männer verlangten 25.000 Baht, dann würden sie keine Anzeige erstatten. Anderenfalls drohe dem Briten eine lange Haftstrafe. Da der Ausländer nicht sofort zahlen konnte, wollten die angeblichen Polizisten das Geld am nächsten Tag in seinem Hotel abholen. Doch der Brite, der keine Drogen bei sich hatte, ging zur Polizeiwache. Tags darauf nahmen die Beamten die zwei Männer fest. Einer der Erpresser war ein Kollege.

Super-Jumbos für THAI
Von dem Einsatz des Super-Jumbos Airbus A-380 erhofft sich die Thai Airways International (THAI) steigende Passagierzahlen. Die sechs von der THAI bestellten Maschinen sollen im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Aber schon jetzt will die staatliche Fluggesellschaft ihr Streckennetz erweitern (Johannesburg und Hyderabad) und auf den gewinnbringenden Routen wie Bangkok-München mehr Maschinen einsetzen. Nach Angaben des Unternehmens sind die Flugzeuge im Durchschnitt zu 77% ausgelastet.

Passagierzahlen hoch
Im zweiten Quartal des Jahres, also von April bis Juni, hat die Airports of Thailand (AoT) auf den internationalen Flugplätzen des Landes bei den Passagierzahlen ein Plus von 14,4% und bei den Flugbewegungen ein Plus von 6,26% registriert. Die AoT betreibt die Airports in Bangkok (Don Muang), Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket und Hat Yai.

Personal aus Thailand
Nach so renommierten Fluggesellschaften wie die Lufthansa, Northwest, United Airlines, Japan Airlines und Cathay Pacific stellt jetzt die kürzlich gegründete Billigairline Jetstar Airways Bordpersonal aus Thailand ein. Die 110 gesuchten Frauen und Männer sollen ab November auf den Strecken Bangkok-Melbourne und Phuket-Sydney sowie später auf den Flügen von Australien nach Osaka, Ho Chi Minh City, Bali und Honolulu eingesetzt werden. Die Jetstar Airways ist eine Tochtergesellschaft der Qantas. Weil Thais ausgesprochen höflich und dienstbeflissen sind, sind sie bei ausländischen Unternehmen als Flugbegleiter gefragt.

Haftbar bis 5.000 Baht
Seit 1996 gibt es ein Gesetz, das Hotels verpflichtet, ein Hinweisschild an der Rezeption aufzustellen. Darauf muss vermerkt sein, dass das Hotel für aus dem Zimmer entwendete Dinge haftbar ist bis zu einer Höhe von 5.000 Baht. Dieser Hinweis muss zumindest in thailändisch geschrieben sein. Das wollen nun die Behörden durchsetzen und auch kontrollieren, was ein richtiges Hotel und was eine Pension ist. Pensionen haben Langzeitgäste, die Wochen und gar Monate bleiben. Daher zahlen sie weniger Steuern. Viele Hotels aber geben sich als Pensionen aus, um auf diese Art Steuern zu sparen. Die Hoteliers reagieren gelassen.

Trend-Droge Ice
In den Pubs und Discos macht eine für Thais neue Droge die Runde. "Ice" ist ein Methamphetamin und wird von begüterten Frauen und Männern bevorzugt. Die aus Burma eingeschmuggelte Droge kostet pro Gramm immerhin zwischen 2.000 und 2.500 Baht. "Ice" ist reiner als das in Thailand übliche Yaba. Vor allem Jugendliche und Erwachsene aus reichen Familien sind der synthetischen Droge verfallen.

Lob für die Polizei
Lob für Pattayas Polizei: Der Leiter der Königlichen Polizei in der Provinz Chonburi hat die Kollegen in Pattaya für die erfolgreichen Einsätze gegen Drogenmissbauch und -handel sowie gegen den zunehmenden Diebstahl von Motorrädern gelobt. In den letzten Monaten hatten die Uniformierten in Pattaya viele Straftäter festgenommen. Pech hatten die Beamten allerdings bei einer Razzia gegen Transvestiten auf der Strandpromenade. Nachdem zuletzt mehrfach Männer von Lady-Men überfallen und ausgeraubt worden waren, hoffte die Polizei bei dem Einsatz einige Täter dingfest zu machen. Doch die überfallenen Männer konnten unter den 20 auf die Polizeiwache gebrachten Transvestiten keinen Räuber identifizieren. Nachdem die Lady-Men jeweils 100 Baht Bußgeld bezahlt hatten, weil sie in der Öffentlichkeit sexuelle Dienste angeboten hatten, konnten sie wieder zur Strandpromenade gehen.

Wir lieben den Sonntag
Die von der Regierung im Oktober letzten Jahres ausgerufene Parole Wir lieben den Sonntag soll jetzt endlich umgesetzt werden. Ziel der Kampagne: Familien sollen den Sonntag zu Ausflügen oder gemeinsamen Aktivitäten nutzen. Der Familientag, so hofft die Regierung, wird dem Familienleben zu Gute kommen und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Die Behörden haben öffentliche und private Organisationen bzw. Unternehmen zur Mitarbeit aufgefordert. Museen und Nationalparks gewähren freien Eintritt, Restaurants wollen Preisnachlässe gewähren.

Drogenhund elektrisch
Ein elektronischer Testhund wurde in Donsak getestet: Thailands Polizei versucht, mit sogenannten Biosens Maschinen gegen Kriminalität und Drogendealer vorzugehen. Das südliche Damnak ist der erste Ort in Thailand, an dem das in Schweden entwickelte Gerät angewandt wird. Der Ort stellt eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Festland und Koh Samui/Koh Pha-ngan dar. Gegenwärtig existieren im ganzen Königreich nur fünf solcher Maschinen, die fähig sind, winzige Spuren von Drogen oder Sprengstoff aufzuspüren. In nur einer Minute kann das Gerät eine genaue Analyse von den winzigen aufgesaugten Partikeln machen.

Eine Affen-Arbeit
Samui ist auch bekannt als Kokosinsel. Noch heute gibt es über 3 Mio. Kokospalmen, und die Affen sind die Arbeitstiere. Sie werden 5 Jahre trainiert, arbeiten 7 Jahre und gehen dann in den Ruhestand. Ihre Tage als Erntehelfer sind gezählt. Der rote Palmenkäfer richtet immer mehr Schaden an. Anders als andere Käfer, die Palmen befallen, nützen hier die aus Vietnam eingeführten Wespen nichts, sie können den Käfer nicht fassen, da er Löcher in die Palme bohrt und da seine Eier ablegt. Der natürliche Feind des roten Palmkäfers sind die Hörnchen. Die aber wanderten in die Töpfe der Gastarbeiter aus Nordthailand.

Reise-Tipps

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Mit dem Luftschiff
Thailands einziges Luftschiff startet in Pattaya. Das Bangkoker Unternehmen Airship Asia hat auf einem Gelände an der Soi Siam Country Club einen Hangar gebaut und das in Russland erworbene Luftschiff in das Touristenzentrum überführt. Es ist 34m lang, 10,7m hoch und 8m breit. Das Luftfahrzeug wird von einem Motor und zwei Propellern angetrieben, bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und wird von zwei Piloten gesteuert. Airship Asia will für zahlungskräftige Kunden über die rund zwei Flugstunden entfernte Hauptstadt Bangkok Werbung fliegen, schließt aber einen Einsatz an der Ostküste nicht aus. Die Werbefahrten sollen am 5. Dezember beginnen, dem Geburtstag des Königs. Deshalb steht auf der Ballonhülle geschrieben: "Lang lebe der König" und "Wir lieben den König".

AirAsia-Gruppe top
Die AirAsia-Gruppe hat eine Schallmauer durchbrochen. AirAsia mit Sitz in Kuala Lumpur, Thai Air-Asia und Indonesia AirAsia haben seit der Firmengründung vor vier Jahren mehr als 20 Mio. Passagiere befördert. Die Billigairlines setzen inzwischen 44 Flugzeuge ein und wollen ihren Maschinenpark bis 2012 auf 130 vergrößern. AirAsia wird alle Boeing 737-300s ausmustern und durch Airbus A 320 ersetzen. Erst im Juli hatte die Gruppe 40 A320 bestellt und einen Optionsvertrag für weitere 30 Maschinen dieses Typs unterzeichnet. Unternehmenschef Tony Fernandes hat kürzlich die Gründung einer weiteren Fluggesellschaft in Südostasien angekündigt. Die Discounter fliegen derzeit 11 Länder an: Thailand, Malaysia, Indonesien, Macao, China, die Philippinen, Vietnam, Kambodscha, Singapur, Brunei, Burma.

Suvarnabhumi
Auf Bangkoks internationalem Flugplatz Suvarnabhumi werden 1.380 Mitarbeiter der Immigration ihren Dienst versehen. Die Frauen und Männer werden für ankommende und abfliegende Passagiere rund um die Uhr in drei Schichten an insgesamt 178 Schaltern die Reisepässe kontrollieren und Einreisevisa erteilen. Die Computer sind nach dem neuesten technischen Sicherheitsstandard konfiguriert worden. Innerhalb von 20 Sekunden können die Immigration-Beamten feststellen, ob der Inhaber eines Passes auf der schwarzen Liste steht oder beispielsweise weltweit als Terrorist gesucht wird.

Sicherheit durch E-Pass
Die Einwanderungsbehörden von vierzehn Ländern, darunter Thailand, Australien, Finnland, Frankreich, Neuseeland, Hongkong und Singapur, haben sich für die Hardware-Sicherheits-Module des Informationssicherheits-Spezialisten SafeNet entschieden, um künftig elektronische Pässe zu sichern. Thailand hat den E-Pass als präventive Maßnahme bereits eingeführt, um eine illegale Einreise und unbefugte Veränderungen der Daten zu verhindern. Der Pass ist mit einem Chip ausgestattet, der persönliche Informationen, biometrische Identitätsmerkmale des Ausweis-Inhabers und eine digitale Signatur enthält. Digitale Signaturen reduzieren das Betrugsrisiko und können so Pass-Diebstähle verringern. Wenn der Inhaber eines digitalen Passes einen Grenzübergang erreicht, gleicht der Grenzbeamte die persönlichen Informationen und die biometrischen Identitätsmerkmale ab, die auf dem Chip gespeichert sind.

Konsul-Tag auf Samui
An jedem ersten Dienstag findet auf Samui ein deutscher Konsularsprechtag statt. Im Buri Rasa Hotel am Chaweng Strand steht Honorarkonsul Dirk Naumann ab 11 Uhr für verschiede Anfragen zur Verfügung. Erledigt werden unter anderem Anträge für neue Reisepässe, Besuchervisa für Thais, Lebensbescheinigungen, Rentenbescheinigungen für Rentner-Visa, Führerscheinbescheinigungen für den Erwerb von Thai Führerscheinen, Unterschriftenbeglaubigungen sowie Beratung bei Heirat, Adoptionen und Vaterschaftsanerkennungen. Falls der erste Dienstag eines Monats auf einen Feiertag fällt, verschiebt sich der Sprechtag auf den darauffolgenden Donnerstag. Infos unter www.deutscheskonsulatphuket.com oder dirk@junkseilon.com.

Kasikorn in Chaweng
Nach der Filiale in Lamai hat die Kasikorn Bank (früher Thai Farmers Bank) nun auch eine Zweigstelle in Chaweng eröffnet. Sie liegt an der Ringstraße, nahe der Polizeistation. Die drei Schalter reichen völlig aus, um die Kunden zu bedienen, da wenige ihre Konten bei dieser Bank haben. Lange Wartezeiten sind nicht zu befürchten, und die Bank ist jeden Tag bis 19 Uhr geöffnet, also auch an Wochenenden, wie die meisten Banken in Chaweng oder Lamai.

Bangkok und Chiang Mai
Unter den zehn attraktivsten Touristenstädten weltweit befinden sich mit Bangkok (3. Rang) und Chiang Mai (5. Platz) gleich zwei thailändische Ziele. Zumindest für die vom amerikanischen Magazin "Travel & Leisure" befragten Urlauber. Diese mussten sich nach den Kriterien Sehenswürdigkeiten, Kultur und Kunst, Restaurants und Speisen, Bevölkerung, Einkaufsmöglichkeiten und Preis-Leistung entscheiden. Unter den genannten zehn besten Hotels sind zwei aus Bangkok: The Peninsula an 4. Stelle und The Oriental an 9. Stelle.

Katamaran chartern ...
Kia Ora ist der Name des wohl sichersten Katamarans der Insel Samui. Er hat eine Doppelhülle, was das Schaukeln stark vermindert. Es gibt ein offenes und ein geschlossenes Deck, Toiletten und Umkleidekabinen. Gesegelt wird zum Ang Thong Marine Park, wo Baden und Schnorcheln angesagt ist in der prachtvollen Szenerie der Kalksteininseln. Aber auch ein Sunset Cruise ist im Programm. Es geht Richtung Phangan, wo wundervolle Sonnenuntergänge erlebt werden. Veranstalter ist Mark Cullimore Tel. 077 425 264.

... oder wie Seeräuber
Der Fluch der Karibik hat Koh Samui infiziert. Im Zeichen des Zweiten Teils vom Kinoerfolg "Fluch der Karibik" kann man an Bord der June Bahtra das pure Piratenabenteuer erleben. Das Schiff versprüht mit seinem Piratenambiente einen Hauch von Seeräuberabenteuer. Die Tour entlang der Buchten mit BBQ und offener Bar ist dagegen romantisch und eine eindrucksvolle Reise über die Gewässer vor Samui und Phangan. Infos unter 07-742-2738.

Gebühren für Jet-Skis
Die Verleiher von Jet-Skis (Scooter) sind von Pattayas Tourist Boat Club aufgefordert worden, sich an die Regeln zu halten. Kritik kommt von den Badegästen und der Stadtverwaltung, weil die Betreiber überhöhte Gebühren nehmen und Jet- Skis zu nahe am Strand sowie in für Schwimmer vorbehaltenen Zonen fahren und Touristen gefährden. In den letzten Jahren sind bei Unfällen mehrfach Ausländer und Thais getötet worden. An den Stränden Pattayas und Jomtiens gibt es mehr als 100 Jet-Skis.

Das Gleiche auf Samui
Reklamation über Jet-Skis veranlassten Samui Distriktleiter Decha Kangsan, eine Versammlung der Unternehmer einzuberufen. Es ging um überhöhte Preise und fehlende Schwimmwesten. Beamte sollen nun die Jet-Skis kontrollieren, und man einigte sich auf einen Einheitsmietpreis, der bei 500 Baht für eine halbe Stunde liegen soll. Auch sollen die Wasserfahrzeuge nicht näher als 300 m an den Strand kommen, um keine Badenden zu gefährden. Zudem werden Mieter der Jet-Skis aufgefordert, die Behörden zu informieren, wenn zu hohe Preise verlangt werden und keine Schwimmwesten vorhanden sind.

Phangan wächst
Der Tourismus auf der Insel Phangan wächst zusehend. Leider auch so die Kriminalität und die Sünden an der Umwelt. Distrikt Chef Pravet Thaiprayoon sponserte deshalb einen 3-Tages-Kurs für 60 Freiwillige aus der Bevölkerung, denen beigebracht wurde, wie die Umwelt am besten geschützt wird, wie das Verbrechen zu erkennen und zu bekämpfen ist und auch, wie man sich den Urlaubern gegenüber verhalten soll: nämlich freundlich. Auch die Sicherheit der Touristen war ein Thema. Die Volontäre helfen nun der Polizei. Nicht alle Besucher sind harmlose Urlauber. Es gibt auch zwielichtige Gesellen, und die Verbrechensrate ist in einem Jahr von 20 auf 30% angestiegen, speziell im Drogenhandel. Das soll mit den neu geschulten Leuten rückläufig werden.

Nachtschwärmer-Basar
Mit dem Chatuchak-Markt im Norden Bangkoks kann der Suan Lum Night Bazaar in Größe und Angebot nicht mithalten. Dass dennoch Thais und Ausländer in den Abend- und Nachtstunden an der Rama IV Road gerne bummeln, essen, trinken und einkaufen hat Gründe: Abends ist die Hitze erträglicher, und der Nachtbasar liegt zentraler als der weit entfernte Chatuchak-Wochenendmarkt. Den Night Bazaar gibt es erst seit 2001. Das 120 Rai große Areal gehört dem Staat und wird vom Crown Property Bureau verwaltet. Es hat lange gedauert, bis sich hier ausreichend Händler und vor allem Käufer einfanden. Sie kommen mit Fahrzeugen, könnenr auch Busse, den Skytrain (Stationen Saladaeng + Ploenchit) oder die U-Bahn (Lumpini-Station) nehmen.

TAT: Mehr Urlauber
Für das erste Halbjahr meldet die staatliche Tourismusbehörde (TAT) 4,85 Mio. ausländische Touristen, das ist im Jahresvergleich ein Plus von 26%. Bis Ende des Jahres erwartet die TAT insgesamt 13,8 Mio. Urlauber aus aller Welt. Sie sollen dem Land Einnahmen in Höhe von 486 Mio. Baht bringen.

Erhöhung ausgesetzt
Nach heftigen Protesten der Tourismusindustrie hat das National Parks, Wildlife and Plants Conservation Department die für den 15. September angekündigte kräftige Erhöhung der Eintrittspreise für Nationalparks ausgesetzt. Die Unternehmen hatten ihren Widerstand damit begründet, ihre Verträge mit Reisegesellschaften würden bis zu einem Jahr im Voraus abgeschlossen. Deshalb hätten sie höhere Preise ab 15. September selber tragen müssen. Das Department wollte die Gebühr für Thais von 20 auf 40 Baht (Kinder 10 auf 20 Baht) und für ausländische Urlauber von 200 auf 400 Baht (Kinder 100 auf 200 Baht) anheben. Die höheren Preise sollen ab 1.12.2007 gelten.

Die Eiswürfel waren es
Viele Gäste aus verschiedenen Hotels hatten in letzter Zeit gesundheitliche Probleme. Kopf- und Magenschmerzen, Fieber und Durchfall waren die Symptome. Über 300 Betroffene suchten die hiesigen Hospitäler auf. Ein Hotelier ließ sofort alle verderblichen Speisen kontrollieren, wie z.B. Mayonnaise, fand aber keine Bakterien. Wohl aber in angelieferten Eiswürfeln. Die noch vorhandenen wurden unverzüglich entsorgt und die Gesundheitsbehörde verständigt. Diese kontrollierte die Eiswürfelhersteller, fand heraus, wie die Bakterien in das Eis gelangten. Die undichte Stelle wurde geschlossen.

Großes Aquarium
Ein begehbares Großaquarium entsteht im Touristenort Bang Saen bei Chonburi. Ab 2008 sollen Thais und Ausländer einen Einblick in die Meeresfauna und -flora erhalten. Die Stadt Saen Suk will für die Attraktion bis zu 700 Mio. Baht zur Verfügung stellen. Auf einem 25 Rai großen Areal werden ein dreistöckiges Gebäude mit einer Fläche von 10.000 qm und Parklätze für 1.000 Autos entstehen. "The World Beneath the Sea" wird in insgesamt sieben Zonen Pflanzen und Tiere zeigen: so Mangroven, Korallenriffe, seltene Fische sowie Haie in einem senkrechten Tank.

Ausgabe
10-2006

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